Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Ventilanordnung und ein Steuerungsverfahren für die sichere
Steuerung pneumatischer Antriebe.
Stand der Technik
[0002] Für die Verwendung pneumatisch vorgesteuerter Ventile in Steuerungen für pneumatische
Antriebe bestehen in bestimmten Anwendungsbereichen betriebssicherheitstechnische
Anforderungen, die sich beispielsweise aus Vorgaben der Richtlinie 2006/42/EG (Maschinenrichtlinie)
oder der sicherheitsspezifischen Norm EN ISO 13849 ergeben. So muss etwa bei Türsteuerungen
in Werkzeugmaschinen während eines manuellen Eingriffs durch den Bediener eine unerwartete
Bewegung des Antriebszylinders sicher unterbunden sein. Gemäß ISO 13849-2:2012 folgt
hieraus für Ventile unter anderem die Forderung des Fehlerausschlusses "Selbsttätige
Veränderung der Ausgangsschaltstellung ohne Eingangssignal".
[0003] Zur Steuerung pneumatischer Antriebe, etwa eines doppelt-wirkenden pneumatischen
Arbeitszylinders, ist im Stand der Technik die Verwendung elektropneumatisch vorgesteuerter
Ventile mit einer elektrisch direkt betätigten Vorstufe (Vorsteuerventil, Pilotventil)
und einer indirekt über die Vorstufe pneumatisch betätigten Hauptstufe (Hauptventil)
bekannt. Derart pneumatisch vorgesteuerte Ventile werden auch als mehrstufige Ventile
bezeichnet und umfassen beispielsweise als Vorstufe ein elektrisch betätigtes 3/2-Wege
Vorsteuermagnetventil in Sitzventilbauweise (auch als "Pilotmagnetventil" bezeichnet)
mit einer mechanischen Federrückstellung und als Hauptstufe ein pneumatisch ebenfalls
gegen eine mechanische Feder betätigtes 5/2-Wege-Schieberventil in Längs- oder Kolbenschieberbauweise.
Der Aufbau derart elektropneumatisch vorgesteuerter Ventile geht beispielsweise aus
dem von den Druckschriften
EP 0 846 873 A2 oder
EP 0 463 394 B1 offenbarten Stand der Technik hervor. Hierbei schaltet das elektrisch betätigte 3/2-Wege
Vorsteuermagnetventil als Vorstufe die an seinem Eingang anliegende Steuerluft auf
den ebenfalls federbelasteten Längs- oder Kolbenschieber der Hauptstufe auf. Die Steuerluft
kann vom Vorsteuerventil entweder intern über den Druckluftanschluss des mehrstufigen
Ventils (also die von der Hauptstufe geschaltete Druckluftversorgung zu den Arbeitsanschlüssen
des Antriebs), oder extern über einen gesonderten Steuerluftanschluss bezogen werden.
Eine externe Zuführung der Steuerluft wird beispielsweise verwendet, wenn die Hauptstufe
nur sehr geringe Drücke schalten soll, die zur Betätigung des Antriebskolbens selbst
nicht ausreichen. Beim Einsatz in sicherheitsbezogenen Anwendungen besitzen derart
vorgesteuerte Ventile den Nachteil, dass ein möglicher Bruch der Feder des Vorsteuerventils
dessen Schließkraft verringert und der anliegende Luftdruck das Vorsteuerventil aufdrücken
und so Steuerluft auf den Antriebsschieber oder -kolben der Hauptstufe gelangen kann.
Hierdurch kann die Hauptstufe schalten und den pneumatischen Antrieb unerwartet selbsttätig
beaufschlagen.
[0004] Zur Überwindung dieses Nachteils für sicherheitsrelevante Funktionen ist es im Stand
der Technik allgemein bekannt, die Möglichkeit der externen Zuführung der Steuerluft
für eine redundante Schaltung zu nutzen. Eine solche im Stand der Technik bekannte
redundante Ventilanordnung mit den beiden Ventilen 101 und 102 ist in dem Schaltbild
Fig. 10 in ihrer unbetätigten (unbestromten) Ausgangsstellung mit den Ventilen 101
und 102 in ihrer Ruhestellung dargestellt. Die beiden Ventile 101 und 102 sind in
ihrer Vor- und Hauptstufe jeweils mit einer mechanischen Federrückstellung ausgebildet.
Das als elektropneumatisch vorgesteuertes 5/2-Wegeventil ausgestaltete Ventil 101
ist unmittelbar den Arbeitsanschlüssen 103 und 104 vorgeordnet, welche es in einer
Ruhe- und einer Schaltstellung abwechselnd gegensinnig mit dem Druckluftanschluss
105 und einem der Druckluftausgänge 106 oder 107 (auch als Abluftanschlüsse bezeichnet)
verbindet. Die beiden Kammern eines mit den Arbeitsanschlüssen 103 und 104 verbundenen
doppeltwirkenden pneumatischen Antriebs sind über das Ventil 101 also in dessen beiden
Schaltzuständen (Ruhestellung einerseits und Schaltstellung andererseits) abwechselnd
gegensinnig beaufschlagt und entlüftet. Der Steuerluftversorgung des Vorsteuerventils
108, welches die zur Beaufschlagung der Hauptstufe 109 des Ventils 101 erforderlichen
Steuerluft bereitstellt, ist das Ventil 102 vorgeschaltet, das als elektropneumatisch
vorgesteuertes 3/2-Wegeventil 102 mit dem Vorsteuerventil 110 ausgestaltet ist. Das
Vorsteuerventil 110 bezieht die von ihm geschaltete Steuerluft intern über den Druckluftanschluss
111. Das Ventil 102 gibt die Druckluftversorgung für das Vorsteuerventil 108 des Ventils
101 in seinem Schaltzustand frei und sperrt diese in seiner Ruhestellung ab. Es müssen
daher stets beide Ventile 101 und 102 gleichzeitig schalten, um an den Arbeitsanschlüssen
103 und 104 eine Zustandsänderung herbeiführen zu können. Eine solche Schaltung besitzt
den Vorteil, dass ein Federbruch in einem der beiden Vorsteuerventile 108 oder 110
ohne Eingangssignal alleine nicht zu einem Zustandswechsel an den Arbeitsanschlüssen
103 und 104 führen kann. So kann ein Federbruch im Vorsteuerventil 110 zwar möglicherweise
zum Schalten der Hauptstufe 112 des Ventils 102 führen, was die Bereitstellung eines
Steuerdrucks am Vorsteuerventil 108 zur Folge hätte. Da dieses jedoch mangels eines
elektrischen Steuersignals nicht schaltet, ändert das Ventil 101 nicht seinen Schaltzustand.
Umgekehrt kann auch ein Federbruch im Vorsteuerventil 108 alleine nicht zum Schalten
des Ventils 101 führen, weil am Vorsteuerventil 108 kein Steuerdruck anliegt, da das
Ventil 102 mangels eines elektrischen Steuersignals nicht schaltet. Nachteilhaft ist
bei einer solchen Schaltung jedoch, dass ein Federbruch in nur einem der beiden Vorsteuerventile
108 oder 110 im Betrieb jeweils nicht erkannt werden kann. So würden die beiden Ventile
101 und 102 in diesen beiden Fällen beim Anliegen eines elektrischen Steuersignals
schalten, weil die Vorsteuerventile 108 und 110 elektromagnetisch direktschaltend
sind und ihre Lage jeweils auch ohne Gegenkraft ändern. Ferner würde das Ventil 101
bei der Wegnahme der Steuersignale in diesen beiden Fällen auch stets auch wieder
zurückschalten, weil entweder durch die Rückkehr des Ventils 102 (mit unbeschädigter
Rückstellfeder) in seine Ruhestellung am Vorsteuerventil 108 kein der federbelasteten
Hauptstufe 109 entgegenwirkender Steuerdruck anliegt (= Bruch der Feder des Vorsteuerventils
108) oder im anderen Fall das unbeschädigte Ventil 101 ohnehin in seine Ruhestellung
zurückkehrt (= Bruch der Feder des Vorsteuerventils 110). Da das Ventil 101 mithin
in beiden Fehlerfällen jeweils wieder in seine Ruhestellung zurückkehrt, tritt auch
den Arbeitsanschlüssen 103 und 104 jeweils wieder eine Zustandsänderung (gegensinnige
Entlüftung/Beaufschlagung) ein, weshalb ein mit den Arbeitsanschlüssen 103 und 104
verbundener pneumatischer Antrieb auch wieder seinen Zustand ändern würde. Der Betrieb
eines mit den Arbeitsanschlüssen 103 und 104 verbundenen doppelt wirkenden pneumatischen
Antriebs würde daher in beiden Fehlerfällen - soweit von außen wahrnehmbar - unbeeinträchtigt
weiterlaufen, weshalb derartige Einzelfehler im Betrieb daher ohne zusätzliche Einrichtungen
unerkannt blieben. Mit Hilfe fachgeläufiger Überlegungen könnte dies etwa durch die
Integration entsprechender elektronischer Überwachungsmaßnahmen, beispielsweise dem
Einsatz von Lagesensoren zur Abfrage der Schaltstellung der Ventile und zeitversetzten
Schaltungssignalen sowie einer entsprechenden Auswertung innerhalb einer übergeordneten
Steuerung erreicht werden, was jedoch mit einem entsprechenden Konstruktions- und
Implementierungsaufwand verbunden ist, der die Kosten der eigentlichen Ventilfunktion
in der Praxis deutlich übersteigt.
[0005] Aus der
WO 03/004194 A1 ist eine Ventilanordnung mit zwei in Reihe geschalteten, selbsttätig rückstellenden
Hauptventilen und ihnen jeweils zugeordneten Vorsteuerventilen bekannt, die beispielsweise
der Ansteuerung eines doppeltwirkenden Pneumatikzylinders dienen kann. Die Hauptventile
sind zur abwechselnden gegensinnigen Beaufschlagung und Entlüftung der beiden Kammern
des Arbeitszylinders in einer Ruhe- und einer Schaltstellung angeordnet, wobei zur
Einnahme der Schaltstellung jeweils beide Hauptventile schalten müssen. Zur Implementierung
einer Sicherheitsfunktion sind die Hauptventile jeweils zur Betätigung von Schaltern
ausgebildet, die über externe Relais eine elektrische Betätigung der elektrisch betätigten
Vorsteuerventile ermöglichen. Eine elektrische Betätigung erfolgt nur, wenn beide
Hauptventile in ihrer Ruhestellung und die Schalter geschlossen sind. Tritt beim Rückstellen
der Hauptventile ein Fehler auf, indem eines der Hauptventile nicht zurückgestellt
wird, so bleibt der Stromkreis unterbrochen, wodurch eine erneute Betätigung nicht
möglich ist. Dies erfordert die Integration einer entsprechenden elektrischen Schaltung
mit Schaltern und Relais, was einen entsprechenden Konstruktions- und Kostenaufwand
erzeugt.
[0006] Die
DE 10 2007 041 583 A1 offenbart eine Ventilanordnung mit einem durch ein erstes Vorsteuerventil angesteuerten
ersten Hauptventil und einem über ein zweites Vorsteuerventil angesteuerten zweiten
Hauptventil, welche derart miteinander verschaltet sind, dass bei gleichzeitiger Ansteuerung
der beiden Hauptventile mittels der Vorsteuerventile ein Schaltvorgang von einer Grundstellung
in eine Arbeitsstellung stattfindet, wodurch in der Grund- und in der Arbeitsstellung
zwei Arbeitsanschlüsse jeweils abwechselnd gegensinnig beaufschlagt und entlüftet
werden. Zur Realisierung einer Sicherheitsfunktion zur Verhinderung eines Lastwechsels
an den Arbeitsanschlüssen bei der Ansteuerung nur eines der beiden Hauptventile ist
eine pneumatische Schaltung mit zwei den Vorsteuerventilen jeweils vorgeordneten Wechselventilen
mit jeweils drei Anschlüssen vorgesehen, die relativ komplex ist und eine verhältnismäßig
aufwendige pneumatische Kanalführung und Verschaltung mit einem entsprechend großen
Bauraum erfordert.
[0007] Die
DE 10 2009 037 120 A1 offenbart eine pneumatische Sicherheitsventileinrichtung mit zwei bistabilen Hauptventilen,
die jeweils durch ein Vorsteuerventil betätigbar sind, um in eine Arbeitsstellung
umgeschaltet werden zu können, in der sie bewirken, dass an zwei Arbeitsanschlüsse
ein pneumatischer Druck anliegt. Der strukturelle Aufbau der Sicherheitsventileinrichtung
bewirkt ein Umschalten der Hauptventile in die Arbeitsstellung nur dann, wenn die
beiden Vorsteuerventile im Wesentlichen synchron betätigt werden. Wird bei nur asynchroner
Betätigung nur eines der Hauptventile in die Arbeitsstellung umgeschaltet, bleibt
dieser Fehlerzustand gespeichert, bis eine Rücksetzung mittels einer gesonderten Rückstellventileinrichtung
erfolgt. Die pneumatische Verschaltung der Sicherheitsventileinrichtung ist aufgrund
ihres Zwecks zur Bereitstellung einer pneumatischen Fehlerspeicherung relativ komplex
und erfordert eine verhältnismäßig aufwendige pneumatische Kanalführung und Verschaltung
mit einem entsprechend großen Bauraum.
Offenbarung der Erfindung
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, die dargestellten Nachteile zu vermeiden.
Insbesondere soll eine konstruktiv einfache Ventilanordnung für die sichere Steuerung
pneumatischer Antriebe geschaffen werden, die einen Schutz vor einer plötzlichen selbsttätigen
Veränderung der Ausgangsschaltstellung ohne Eingangssignal im Falle eines Fehlers
in einer Rückstelleinrichtung einer Vorstufe bietet und für diesen Fall eine wirksame
Fehlererkennung durch rein pneumatische Mittel ermöglicht.
[0009] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Ventilanordnung nach Anspruch 1 gelöst,
vorteilhafte Ausführungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0010] Den Kern der Erfindung bildet eine Ventilanordnung, umfassend einen ersten und einen
zweiten, mit einem pneumatischen Antrieb verbindbaren Arbeitsanschluss und ein erstes
und ein zweites, jeweils elektropneumatisch vorgesteuertes Wegeventil, bei der eines
oder beide Wegeventile den Arbeitsanschlüssen zu deren Beaufschlagung und Entlüftung
vorgeordnet ist oder sind, wobei die Vorstufen beider Wegeventile selbsttätig rückstellend
ausgebildet sind und das zweite Wegeventil zur abwechselnden Einnahme einer Ruhe-
und einer Schaltstellung ausgebildet ist und die Vorstufe des ersten Wegeventils einen
externen Steueranschluss aufweist, welcher über das zweite Wegeventil in dessen Schaltstellung
beaufschlagbar und in dessen Ruhestellung entlüftbar ist, wobei das zweite Wegeventil
als Rückstelleinrichtung für die Hauptstufe eine extern über das erste Wegeventil
beaufschlagbare und entlüftbare Luftfeder aufweist und ein Zustandswechsel zwischen
Beaufschlagung oder Entlüftung der Luftfeder des zweiten Wegeventils nach der Einnahme
einer Schaltstellung durch das erste Wegeventil nur in Abhängigkeit von der Änderung
des Schaltzustands des ersten Wegeventils erfolgt und ein Zustandswechsel zwischen
Beaufschlagung oder Entlüftung an einem der beiden Arbeitsanschlüsse nach einer zuvor
mit der Einnahme der Schaltstellung durch das zweite Wegeventil erfolgten Beaufschlagung
oder Entlüftung nur in Abhängigkeit von der Einnahme der Ruhestellung durch das zweite
Wegeventil erfolgt. Mit der Ventilanordnung wird eine konstruktiv einfache Steuerung
für einen doppelt wirkenden pneumatischen Antrieb bereitgestellt, die einen wirksamen
Schutz vor einer plötzlichen selbsttätigen Veränderung der Ausgangsschaltstellung
ohne Eingangssignal im Falle eines Fehlers in einer Rückstelleinrichtung einer Vorstufe
bietet und die für diesen Fall gleichzeitig auch eine wirksame Fehlererkennung durch
rein pneumatische Mittel ermöglicht. Im Betrieb bewirkt die Ventilanordnung die wechselsinnige
Beaufschlagung und Entlüftung der Arbeitsanschlüsse und damit die Steuerung eines
mit den Arbeitsanschlüssen verbundenen doppelt wirkenden pneumatischen Antriebs in
dessen beiden Bewegungsrichtungen. Aufgrund der redundanten Anordnung der beiden Wegeventile
ist zunächst der grundlegende Fehlerausschluss sichergestellt, dass ein Fehler in
der Rückstelleinrichtung einer der beiden Vorstufen (bspw. ein Federbruch in einem
Vorsteuerventil) nicht zu einer unbeabsichtigten Zustandsänderung an den Arbeitsanschlüssen
fuhrt. Es müssen stets beide Wegeventile schalten, um an den Arbeitsanschlüssen eine
Zustandsänderung (gegensinnige Entlüftung/Beaufschlagung) herbeiführen zu können.
Ein Fehler in der Vorstufe des zweiten Wegeventils in der unbetätigten (unbestromten)
Ruhestellung kann zwar zum Schalten seiner Hauptstufe führen, was die Bereitstellung
eines Steuerdrucks am Steueranschluss des ersten Wegeventils zur Folge hätte. Da dieses
jedoch mangels eines elektrischen Steuersignals nicht schaltet, ändert das erste Wegeventil
nicht seinen Schaltzustand. Umgekehrt kann auch ein Fehler in der Vorstufe des ersten
Wegeventils in der unbetätigten Ruhestellung nicht zum Schalten seiner Hauptstufe
führen, weil an seiner Vorstufe kein Steuerdruck anliegt, da das zweite Wegeventil
ohne elektrisches Steuersignal nicht schaltet. Darüber hinaus besitzt die Ventilanordnung
jedoch den weiteren Vorteil, dass ein Fehler in einer der beiden Vorstufen der beiden
Wegeventile im Betrieb von außen sicher erkannt wird. Beispielsweise schalten die
beiden Wegeventile beim Anliegen elektrischer Steuersignale auch im Falle eines Fehlers
in der Rückstelleinrichtung in einem der beiden Vorsteuerventile zunächst normal,
weil die elektrisch (zum Beispiel durch Schaltmagneten) betätigten Vorstufen ihre
Lage jeweils auch ohne Gegenkraft einer selbsttätigen Rückstelleinrichtung (zum Beispiel
einer mechanische Feder) ändern. Allerdings würde ein mit den Arbeitsanschlüssen verbundener
pneumatischer Antrieb in diesen Fehlerfällen bei der erneuten Wegnahme der elektrischen
Steuersignale nicht wieder zurückfahren. Denn aufgrund der kreuzweisen Verschaltung
müssen stets beide Wegeventile wieder ihren zuvor eingenommenen Schaltzustand verlassen
(zurückschalten), damit an einem angeschlossenen pneumatischen Antrieb eine erneute
Zustandsänderung (umgekehrte gegensinnige Beaufschlagung/Entlüftung der Arbeitsanschlüsse)
eintreten kann. Ändert nur das erste Wegeventil bei Wegnahme des elektrischen Eingangssignals
seine Schaltstellung (= Fehler in der Rückstelleinrichtung der Vorstufe des zweiten
Wegeventils), tritt am angeschlossenen Zylinder keine erneute Zustandsänderung ein,
weil an einem zuvor mit der Einnahme der Schaltstellung durch das zweite Wegeventil
erfolgten beaufschlagten oder entlüfteten Arbeitsanschluss kein erneuter Zustandswechsel
zwischen Beaufschlagung oder Entlüftung erfolgt. Die Hauptstufe des zweiten Wegeventils
kann in diesem Fall auch bei einer Beaufschlagung der Luftfeder durch das erste Wegeventil
nicht in ihre Ruhestellung zurückkehren, weil aufgrund des defekten Vorsteuerventils,
das nicht zurückschalten kann, weiterhin ein der Rückbewegung der Hauptstufe entgegenwirkender
Steuerdruck anliegt (der im Gegensatz zur Funktionsweise des ersten Wegeventils nicht
extern gesteuert ist). Mithin kann auch der Zustand einer mit dem betroffenen Arbeitsanschluss
verbundenen Kammer des pneumatischen Antriebs nicht von Beaufschlagung auf Entlüftung
wechseln oder umgekehrt, die Bewegung des pneumatischen Antriebs ist blockiert. Der
pneumatische Antrieb kann nicht zurückfahren, der Fehler wird erkannt. Im umgekehrten
Fall (= Fehler in der Rückstelleinrichtung der Vorstufe des ersten Wegeventils), kehren
weder das erste, noch das zweite Wegeventil in ihre Ruhestellung zurück, weil sie
sich gegenseitig blockieren. Die Hauptstufe des ersten Wegeventils kann nicht zurückschalten,
solange das zweite Wegeventil nicht zurückgeschaltet hat, weil über den Steueranschluss
und die defekte Vorstufe des ersten Wegeventils weiterhin ein der Rückbewegung seiner
Hauptstufe entgegenwirkender Steuerdruck anliegt. Die Hauptstufe des zweiten Wegeventils
kann wiederrum nicht zurückschalten, solange die Hauptstufe des ersten Wegeventils
nicht zurückgeschaltet hat, weil die extern über das erste Wegeventil in dessen Ruhestellung
beaufschlagte Luftfeder keinen Druck aufbaut. Da an den Arbeitsanschlüssen keine erneute
Zustandsänderung und damit auch an einem angeschlossenen pneumatischen Antrieb keine
erneute Zustandsänderung (umgekehrte gegensinnige Beaufschlagung/Entlüftung) eintritt,
kann ein mit den Arbeitsanschlüssen verbundener pneumatischer Antrieb nicht zurückfahren
und der Fehler wird erkannt. Ein an die Arbeitsanschlüsse angeschlossener pneumatischer
Antrieb kann daher in beiden Fehlerfällen nicht seinen Zustand ändern. Beide Fehlerfälle
sind mithin von außen anhand der unveränderten Stellung des Antriebs nach Schaltung
erkennbar.
[0011] In einer konstruktiv einfachen Ausgestaltung mit marktgängigen und kostengünstig
verfügbaren pneumatischen Bauteilen sind die Hauptstufen der beiden Wegeventile in
Schieber- und/oder die Vorstufen der beiden Wegeventile in Sitzbauweise ausgestaltet.
[0012] Ausgehend von der grundsätzlichen Ausgestaltung der Ventilanordnung wird in unterschiedlichen
Detailausführungen die Realisierung unterschiedlicher Ventilfunktionen erreicht:
In einer konstruktiv einfachen Ausführung zur abwechselnden gegensinnigen Beaufschlagung
und Entlüftung der Kammern eines doppelt wirkenden pneumatischen Antriebs (bspw. eines
doppelt wirkenden Zylinders) ist das erste Wegeventil zur abwechselnden Einnahme einer
Ruhe- und einer Schaltstellung mit einer selbsttätig rückstellenden Hauptstufe ausgebildet,
wobei das zweite Wegeventil den externen Steueranschluss des ersten Wegeventils in
seiner Schaltstellung über eine Steuerleitung mit einer Druckluftquelle und in seiner
Ruhestellung mit einem Druckluftausgang verbindet und seine Luftfeder über das erste
Wegeventil in dessen Ruhestellung beaufschlagt und in dessen Schaltstellung entlüftet
ist, und wobei das erste Wegeventil den beiden Arbeitsanschlüssen vorgeordnet ist
und in der Schaltstellung den ersten Arbeitsanschluss mit einer Druckluftquelle und
den zweiten Arbeitsanschluss mit einem Druckluftausgang verbindet und in der Ruhestellung
den zweiten Arbeitsanschluss mit einer Druckluftquelle und den ersten Arbeitsanschluss
über eine Verbindungsleitung mit der Steuerleitung verbindet, wobei in der Verbindungsleitung
ein in Gegenrichtung sperrendes Rückschlagventil angeordnet ist und/oder dem Druckluftanschluss
des zweiten Wegeventils eine Drosseleinrichtung vorgeordnet ist oder sind. Mit dieser
Ausführung der Ventilanordnung wird eine konstruktiv einfache Steuerung für einen
doppelt wirkenden pneumatischen Antrieb bereitgestellt, die einen wirksamen Schutz
vor einer plötzlichen selbsttätigen Veränderung der Ausgangsschaltstellung ohne Eingangssignal
im Falle eines Fehlers in einer Rückstelleinrichtung einer Vorstufe bietet und die
für diesen Fall auch eine wirksame Fehlererkennung durch rein pneumatische Mittel
ermöglicht. Im Betrieb bewirkt die Ventilanordnung in den parallelen Ruhe- und Schaltstellungen
der beiden Wegeventile die abwechselnde gegensinnige Beaufschlagung und Entlüftung
der Arbeitsanschlüsse und damit die Steuerung eines mit den Arbeitsanschlüssen verbundenen
doppelt wirkenden pneumatischen Antriebs in dessen beiden Bewegungsrichtungen. Aufgrund
der redundanten Anordnung der beiden Wegeventile ist zunächst der grundlegende Fehlerausschluss
sichergestellt, dass ein Fehler in der Rückstelleinrichtung einer der beiden Vorstufen
(bspw. ein Federbruch in einem Vorsteuerventil) nicht zu einer unbeabsichtigten Zustandsänderung
an den Arbeitsanschlüssen führt. Es müssen stets beide Wegeventile gemeinsam schalten,
um an den Arbeitsanschlüssen eine Zustandsänderung (gegensinnige Beaufschlagung/Entlüftung)
herbeiführen zu können. Ein Fehler in der Rückstelleinrichtung der Vorstufe des zweiten
Wegeventils in seiner unbetätigten (unbestromten) Ruhestellung kann zwar zum Schalten
seiner Hauptstufe führen, was die Bereitstellung eines Steuerdrucks am Steueranschluss
des ersten Wegeventils zur Folge hätte. Da dieses jedoch mangels eines elektrischen
Steuersignals nicht schaltet, ändert das erste Wegeventil nicht seinen Schaltzustand.
Gleichzeitig verhindern oder verzögern in diesem Fehlerfall das Rückschlagventil oder
die Drosseleinrichtung eine Beaufschlagung des ersten Arbeitsanschlusses über die
Steuerleitung, die Verbindungsleitung und das in der Ruhestellung befindliche erste
Wegeventil entweder vollständig, oder jedenfalls derart, dass dies nicht zu einer
gefährlichen ― plötzlichen - Bewegung eines an den Arbeitsanschluss angeschlossenen
pneumatischen Antriebs führen kann. Ist die Ventilanordnung anstatt mit einem Rückschlagventil
ausschließlich mit einer dem Druckluftanschluss des zweiten Wegeventils vorgeordneten
Drosseleinrichtung ausgeführt, wird im Falle eines Fehlers in der Rückstelleinrichtung
der Vorstufe des zweiten Wegeventils in der unbetätigten Ruhestellung ― je nach Beschaffenheit
eines mit den Arbeitsanschlüssen verbundenen pneumatischen Antriebs - eine Zustandsänderung
(Beaufschlagung) des ersten Arbeitsanschlusses nicht in jedem Fall vollständig unterbunden.
Da in diesem Fehlerfall jedoch gleichzeitig der zweite Arbeitsanschluss über das erste
Wegeventil und die Druckluftquelle beaufschlagt ist, besteht grundsätzlich ein der
unbeabsichtigten Lageänderung eines mit den Arbeitsanschlüssen verbundenen pneumatischen
Antriebs entgegenwirkender Gegendruck. Im Falle etwaiger, je nach Beschaffenheit eines
mit den Arbeitsanschlüssen verbundenen pneumatischen Antriebs entstehender Kraftdifferenzen
ist aufgrund der Drosseleinrichtung jedoch gewährleistet, dass eine Lageänderung allenfalls
mit einer deutlich verringerten Geschwindigkeit eintreten kann, was bestehenden praktischen
Vorgaben für die Betriebssicherheit im Regelfall genügt und gleichzeitig ebenfalls
die Erkennbarkeit des Fehlers sicherstellt. Umgekehrt kann auch ein Fehler in der
Rückstelleinrichtung der Vorstufe des ersten Wegeventils in der unbetätigten (unbestromten)
Ruhestellung nicht zum Schalten seiner Hauptstufe führen, weil an seiner Vorstufe
kein Steuerdruck anliegt, da das zweite Wegeventil ohne elektrisches Steuersignal
nicht schaltet. Darüber hinaus besitzt die Ventilanordnung jedoch den weiteren Vorteil,
dass ein Fehler in der Rückstelleinrichtung einer der beiden Vorstufen (bspw. ein
Federbruch in einem Vorsteuerventil) der beiden Wegeventile im Betrieb sicher erkannt
wird. In diesen beiden Fällen schalten die beiden Wegeventile beim Anliegen elektrischer
Steuersignale zunächst normal, weil die elektrisch betätigten Vorstufen ihre Lage
jeweils auch ohne Gegenkraft der Rückstelleinrichtungen (zum Beispiel mechanische
Federn) ändern. Das erste Wegeventil verbindet in der Schaltstellung den ersten Arbeitsanschluss
mit der Druckluftquelle und den zweiten Arbeitsanschluss mit einem Druckluftausgang,
ein mit den Arbeitsanschlüssen verbundener pneumatischer Antrieb verändert seine Lage.
Allerdings würde ein mit den Arbeitsanschlüssen verbundener pneumatischer Antrieb
in diesen Fehlerfällen bei der Wegnahme der elektrischen Steuersignale nicht wieder
zurückfahren. Denn aufgrund der kreuzweisen Verschaltung müssen stets beide Wegeventile
zurückschalten, damit am angeschlossenen Zylinder eine erneute Zustandsänderung (umgekehrte
gegensinnige Beaufschlagung/Entlüftung der Arbeitsanschlüsse) eintreten kann. Kehrt
nur das erste Wegeventil ohne elektrisches Eingangssignal die Ruhestellung zurück
(= Fehler in der Rückstelleinrichtung der Vorstufe des zweiten Wegeventils), tritt
am angeschlossenen Zylinder keine erneute Zustandsänderung ein, weil entweder das
Rückschlagventil (sofern vorhanden) oder der erste Arbeitsanschluss (bei Vorhandsein
nur einer Drosseleinrichtung) über das zweite Wegeventil noch beaufschlagt ist und
der erste Arbeitsanschluss und die damit verbundene Kammer des pneumatischen Antriebs
nicht entlüftet wird. Die Hauptstufe des zweiten Wegeventils kann in diesem Fehlerfall
trotz Beaufschlagung der Luftfeder nicht in ihre Ruhestellung zurückkehren, weil über
die defekte Vorstufe weiterhin ein der Rückbewegung seiner Hauptstufe entgegenwirkender
Steuerdruck anliegt (der im Gegensatz zur Funktionsweise des ersten Wegeventils nicht
extern gesteuert ist). Ist die Ventilanordnung anstatt mit einem Rückschlagventil
ausschließlich mit einer dem Druckluftanschluss des zweiten Wegeventils vorgeordneten
Drosseleinrichtung ausgeführt, tritt am angeschlossenen Zylinder ebenfalls keine erneute
Zustandsänderung ein, weil der erste Arbeitsanschluss und die damit verbundene Kammer
des pneumatischen Antriebs noch über das zweite Wegeventil beaufschlagt sind und nicht
entlüftet werden. Es besteht grundsätzlich ein der Lageänderung eines mit den Arbeitsanschlüssen
verbundenen pneumatischen Antriebs entgegenwirkender Gegendruck. Eine Bewegung eines
mit den Arbeitsanschlüssen verbundenen pneumatischen Antriebs wird in diesem Fehlerfall
― je nach Beschaffenheit des pneumatischen Antriebs - nicht in jedem Fall vollständig
unterbunden. Im Falle etwaiger, je nach Beschaffenheit eines mit den Arbeitsanschlüssen
verbundenen pneumatischen Antriebs entstehender Kraftdifferenzen ist aufgrund der
Drosseleinrichtung jedoch gewährleistet, dass eine Lageänderung allenfalls mit einer
deutlich verringerten Geschwindigkeit eintreten kann, was bestehenden praktischen
Vorgaben für die Betriebssicherheit im Regelfall genügt und gleichzeitig ebenfalls
die Erkennbarkeit des Fehlers sicherstellt. Im umgekehrten Fall (= Fehler in der Rückstelleinrichtung
der Vorstufe des ersten Wegeventils), kehren weder das erste, noch das zweite Wegeventil
in ihre Ruhestellung zurück, weil sie sich gegenseitig blockieren. Die Hauptstufe
des ersten Wegeventils kann nicht zurückschalten, solange das zweite Wegeventil nicht
zurückgeschaltet hat, weil über den externen Steueranschluss weiterhin ein der Rückbewegung
seiner Hauptstufe entgegenwirkender Steuerdruck anliegt. Die Hauptstufe des zweiten
Wegeventils kann wiederrum nicht zurückschalten, solange die Hauptstufe des ersten
Wegeventils nicht zurückgeschaltet hat, weil die extern über das erste Wegeventil
nur in dessen Ruhestellung beaufschlagte Luftfeder keinen Druck aufbaut. Da an den
Arbeitsanschlüssen keine erneute Zustandsänderung eintritt, kann ein mit den Arbeitsanschlüssen
verbundener pneumatischer Antrieb nicht zurückfahren und der Fehler wird erkannt.
[0013] In einer konstruktiv einfachen Ausgestaltung der vorstehenden Ausführungen ist das
zweite Wegeventil als 3/2-Wegeventil ausgestaltet und als Rückstelleinrichtung für
die Hauptstufe mit einer extern über das erste Wegeventil beaufschlagbaren und entlüftbaren
Luftfeder ausgebildet.
[0014] In einer konstruktiv einfachen Ausgestaltung der vorstehenden Ausführungen ist das
zweite Wegeventil als 4/2-Wegeventil ausgestaltet und als Rückstelleinrichtung für
die Hauptstufe mit einer extern über das erste Wegeventil beaufschlagbaren und entlüftbaren
Luftfeder ausgebildet.
[0015] In einer alternativen Ausführung zur abwechselnden gegensinnigen Beaufschlagung und
Entlüftung der Kammern eines doppelt wirkenden pneumatischen Antriebs (bspw. eines
doppelt wirkenden Zylinders) mit einer geänderten Kanalführung ist das erste Wegeventil
zur abwechselnden Einnahme einer Ruhe- und einer Schaltstellung mit einer selbsttätig
rückstellenden Hauptstufe ausgebildet, wobei das zweite Wegeventil den externen Steueranschluss
des ersten Wegeventils in seiner Schaltstellung über eine Steuerleitung mit einer
Druckluftquelle und in einer Ruhestellung mit einem Druckluftausgang verbindet und
seine Luftfeder über das erste Wegeventil in dessen Ruhestellung beaufschlagt und
in dessen Schaltstellung entlüftet ist, und wobei das erste Wegeventil dem ersten
Arbeitsanschluss vorgeordnet ist und diesen in der Schaltstellung mit einer Druckluftquelle
und in der Ruhestellung mit einem Druckluftausgang verbindet und wobei das zweite
Wegeventil dem zweiten Arbeitsanschluss vorgeordnet ist und diesen in der Ruhestellung
mit einer Druckluftquelle und in der Schaltstellung mit einem Druckluftausgang verbindet.
In dieser Ausführung ist aufgrund der geänderten Kanalführung unter Beibehaltung der
gewünschten Sicherheitsmerkmale die Anordnung eines Rückschlagventils oder einer dem
Druckluftanschluss des zweiten Wegeventils vorgeordneten Drosseleinrichtung entbehrlich.
Aufgrund der redundanten Anordnung müssen sowohl die mit dem externen Steueranschluss
ausgebildete Vorstufe des ersten Wegeventils, als auch die Vorstufe des zweiten Wegeventils
schalten, um an den beiden Arbeitsanschlüssen eine Zustandsänderung (gegensinnige
Entlüftung/Beaufschlagung) herbeiführen zu können. Im Falle eines Fehlers in der Rückstelleinrichtung
der Vorstufe des zweiten Wegeventils tritt an den beiden Arbeitsanschlüssen keine
Zustandsänderung (gegensinnige Entlüftung/Beaufschlagung) ein, weil die Vorstufe des
ersten Wegeventils ohne elektrisches Steuersignal nicht schaltet. Der Fehler in der
Rückstelleinrichtung der Vorstufe des zweiten Wegeventils kann zwar zum Schalten seiner
Hauptstufe führen, was jedoch lediglich zur zusätzlichen Entlüftung auch des zweiten
Arbeitsanschlusses führt. Der erste Arbeitsanschluss bleibt in diesem Fall über das
in seiner Ruhestellung verbleibende erste Wegeventil entlüftet. Ein mit den beiden
Arbeitsanschlüssen verbundener pneumatischer Antrieb verharrt in seiner Position.
Auch im Falle eines Fehlers in der Rückstelleinrichtung der Vorstufe des ersten Wegeventils
tritt an den beiden Arbeitsanschlüssen keine Zustandsänderung (gegensinnige Entlüftung/Beaufschlagung)
ein, weil an seiner Vorstufe kein Steuerdruck anliegt, da das zweite Wegeventil ohne
elektrisches Steuersignal nicht schaltet. Der erste Arbeitsanschluss bleibt über das
erste Wegeventil entlüftet, der zweite über das zweite Wegeventil beaufschlagt. Ein
mit den beiden Arbeitsanschlüssen verbundener pneumatischer Antrieb verharrt in seiner
Position. Darüber hinaus besitzt die Ventilanordnung auch in dieser Ausführung den
weiteren Vorteil, dass ein Fehler in der Rückstelleinrichtung einer der beiden Vorstufen
der beiden Wegeventile im Betrieb jeweils sicher erkannt wird. Ein mit den Arbeitsanschlüssen
verbundener pneumatischer Antrieb würde in diesen Fehlerfällen bei der Wegnahme der
elektrischen Steuersignale nicht wieder zurückfahren. Denn aufgrund der kreuzweisen
Verschaltung müssen stets beide Wegeventile zurückschalten, damit am angeschlossenen
Zylinder eine erneute Zustandsänderung (umgekehrte gegensinnige Beaufschlagung/Entlüftung
der Arbeitsanschlüsse) eintreten kann. Kehrt nach der vorherigen Einnahme der Schaltstellung
nur das erste Wegeventil ohne elektrisches Eingangssignal die Ruhestellung zurück
(= Fehler in der Rückstelleinrichtung der Vorstufe des zweiten Wegeventils), tritt
am angeschlossenen Zylinder keine erneute Zustandsänderung ein, weil der zweite Arbeitsanschluss
weiterhin über das zweite Wegeventil entlüftet ist. Auch der erste Arbeitsanschluss
ist in diesem Fall über das in seine Ruhestellung zurückgekehrte erste Wegeventil
entlüftet. Ein mit den beiden Arbeitsanschlüssen verbundener pneumatischer Antrieb
verharrt in seiner zuletzt eingenommenen Position. Im umgekehrten Fall (= Fehler in
der Rückstelleinrichtung der Vorstufe des ersten Wegeventils), kehren weder das erste,
noch das zweite Wegeventil in ihre Ruhestellung zurück, weil sie sich gegenseitig
blockieren. Die Hauptstufe des ersten Wegeventils kann nicht zurückschalten, solange
das zweite Wegeventil nicht zurückgeschaltet hat, weil über den externen Steueranschluss
weiterhin ein der Rückbewegung seiner Hauptstufe entgegenwirkender Steuerdruck anliegt.
Die Hauptstufe des zweiten Wegeventils kann wiederrum nicht zurückschalten, solange
die Hauptstufe des ersten Wegeventils nicht zurückgeschaltet hat, weil die extern
über das erste Wegeventil nur in dessen Ruhestellung beaufschlagte Luftfeder keinen
Druck aufbaut. Der erste Arbeitsanschluss bleibt über das erste Wegeventil beaufschlagt
und der zweite Arbeitsanschluss über das zweite Wegeventil entlüftet. Da an den Arbeitsanschlüssen
mithin keine erneute Zustandsänderung (gegensinnige Entlüftung/Beaufschlagung) eintritt,
kann ein mit den Arbeitsanschlüssen verbundener pneumatischer Antrieb nicht zurückfahren
und der Fehler wird erkannt.
[0016] In einer konstruktiv einfachen Ausgestaltung der vorstehenden Ausführungen ist das
erste Wegeventil als 5/2-Wegeventil ausgestaltet.
[0017] In einer alternativen Ausführung zur Ermöglichung einer beidseitigen Entlüftung der
beiden Arbeitsanschlüsse ist das erste Wegeventil als beidseitig elektropneumatisch
vorgesteuertes 5/3-Wegeventil mit einer beidseitig selbsttätig rückstellenden Hauptstufe
ausgestaltet und zur Einnahme einer entlüfteten Mittelstellung als Ruhestellung, sowie
einer ersten und einer zweiten Schaltstellung ausgebildet, wobei die Einnahme der
ersten Schaltstellung bei der Betätigung und Beaufschlagung der mit dem externen Steueranschluss
ausgebildeten Vorstufe erfolgt, und wobei das zweite Wegeventil den externen Steueranschluss
des ersten Wegeventils in seiner Schaltstellung über eine Steuerleitung mit einer
Druckluftquelle und in einer Ruhestellung mit einem Druckluftausgang verbindet und
seine Luftfeder über das erste Wegeventil in dessen zweiter Schaltstellung beaufschlagt
und in dessen erster Schaltstellung und Ruhestellung entlüftet ist, und wobei das
erste Wegeventil dem ersten Arbeitsanschluss vorgeordnet ist und diesen in der ersten
Schaltstellung mit einer Druckluftquelle und in der zweiten Schaltstellung und der
Ruhestellung mit einem Druckluftausgang verbindet und wobei das zweite Wegeventil
dem zweiten Arbeitsanschluss vorgeordnet ist und diesen in der Ruhestellung mit einer
Druckluftquelle und in der Schaltstellung mit einem Druckluftausgang verbindet. In
dieser Ausführung ist aufgrund der geänderten Kanalführung unter Beibehaltung der
gewünschten Sicherheitsmerkmale die Anordnung eines Rückschlagventils oder einer dem
Druckluftanschluss des zweiten Wegeventils vorgeordneten Drosseleinrichtung entbehrlich.
Aufgrund der redundanten Anordnung müssen sowohl die mit dem externen Steueranschluss
ausgebildete Vorstufe des ersten Wegeventils, als auch die Vorstufe des zweiten Wegeventils
schalten, um an den beiden Arbeitsanschlüssen eine Zustandsänderung (gegensinnige
Entlüftung/Beaufschlagung) herbeiführen zu können. Im Falle eines Fehlers in der Rückstelleinrichtung
der Vorstufe des zweiten Wegeventils tritt an den beiden Arbeitsanschlüssen keine
Zustandsänderung (gegensinnige Entlüftung/Beaufschlagung) ein, weil die Vorstufe des
ersten Wegeventils ohne elektrisches Steuersignal nicht schaltet. Der Fehler in der
Rückstelleinrichtung der Vorstufe des zweiten Wegeventils kann zwar zum Schalten seiner
Hauptstufe führen, was jedoch lediglich zur zusätzlichen Entlüftung auch des zweiten
Arbeitsanschlusses führt. Der erste Arbeitsanschluss bleibt in diesem Fall über das
in seiner Ruhestellung verbleibende erste Wegeventil entlüftet. Ein mit den beiden
Arbeitsanschlüssen verbundener pneumatischer Antrieb verharrt in seiner Position.
Auch im Falle eines Fehlers in der Rückstelleinrichtung der Vorstufe des ersten Wegeventils
tritt in Ausgangsstellung an den beiden Arbeitsanschlüssen keine Zustandsänderung
(gegensinnige Entlüftung/Beaufschlagung) ein, weil an seiner Vorstufe kein Steuerdruck
anliegt, da das zweite Wegeventil ohne elektrisches Steuersignal nicht schaltet. Der
erste Arbeitsanschluss bleibt über das erste Wegeventil entlüftet, der zweite über
das zweite Wegeventil beaufschlagt. Ein mit den beiden Arbeitsanschlüssen verbundener
pneumatischer Antrieb verharrt in seiner Position. Darüber hinaus besitzt die Ventilanordnung
auch in dieser Ausführung den weiteren Vorteil, dass ein Fehler in der Rückstelleinrichtung
einer der beiden Vorstufen der beiden Wegeventile im Betrieb sicher erkannt wird.
Ein mit den Arbeitsanschlüssen verbundener pneumatischer Antrieb würde in diesen Fehlerfällen
bei der Wegnahme der elektrischen Steuersignale nicht wieder zurückfahren. Denn aufgrund
der kreuzweisen Verschaltung müssen stets beide Wegeventile ihren zuvor eingenommenen
Schaltzustand auch wieder ändern, damit an einem angeschlossenen pneumatischen Antrieb
eine erneute Zustandsänderung (umgekehrte gegensinnige Beaufschlagung/Entlüftung der
Arbeitsanschlüsse) erfolgen und der Antrieb wieder zurückfahren kann. Die erneute
umgekehrte gegensinnige Beaufschlagung/Entlüftung der Arbeitsanschlüsse nach einer
zuvor mit der Einnahme der ersten Schaltstellung durch das erste Wegeventil und der
Schaltstellung durch das zweite Wegeventil erfolgten gegensinnigen Beaufschlagung
und Entlüftung erfolgt erst mit der gemeinsamen Einnahme des zweiten Schaltzustands
durch das erste Wegeventil und das Zurückschalten des zweiten Wegeventils.
[0018] In einer konstruktiv einfachen Ausgestaltung der vorstehenden Ausführungen ist das
zweite Wegeventil als 5/2-Wegeventil ausgestaltet und als Rückstelleinrichtung für
die Hauptstufe mit einer extern über das erste Wegeventil beaufschlagbaren und entlüftbaren
Luftfeder ausgebildet, sofern keine Ausgestaltung als 3/2- oder 4/2-Wegeventil vorgesehen
ist.
[0019] Zur Erhöhung der Vibrations- und Betriebsstabilität ist die Rückstelleinrichtung
der Hauptstufe des ersten Wegeventils parallel mit einer mechanischen Feder und einer
Luftfeder ausgebildet, wobei die Luftfeder extern über das zweite Wegeventil in dessen
Ruhestellung beaufschlagt und dessen Schaltstellung entlüftet ist, sofern das erste
Wegeventil als Wegeventil zur Einnahme von zwei Schaltzuständen (einer Ruhestellung
und einer Schaltstellung) ausgebildet ist. Das zweite Wegeventil ist hierbei als 5/2-Wegeventil
ausgestaltet.
[0020] Sofern bei einer der vorstehenden Ausführungen der Ventilanordnung das erste Wegeventil
zur abwechselnden Einnahme einer Ruhe- und einer Schaltstellung mit einer selbsttätig
rückstellenden Hauptstufe ausgebildet und als 5/2-Wegeventil ausgestaltet ist, und
den beiden Arbeitsanschlüssen vorgeordnet ist und in der Schaltstellung den ersten
Arbeitsanschluss mit einer Druckluftquelle und den zweiten Arbeitsanschluss mit einem
Druckluftausgang verbindet und in der Ruhestellung den zweiten Arbeitsanschluss mit
einer Druckluftquelle und den ersten Arbeitsanschluss über eine Verbindungsleitung
mit der Steuerleitung verbindet, wobei dem Druckluftanschluss des zweiten Wegeventils
eine Drosseleinrichtung vorgeordnet ist und in der Verbindungsleitung kein Rückschlagventil
angeordnet ist, wird eine zusätzliche Ventilfunktion durch ein besonderes Steuerungsverfahren
erreicht, bei welchem die Vorstufen der beiden Wegeventile sowohl gemeinsam, als auch
einzeln elektrisch schaltbar sind. Bezogen auf die Arbeitsanschlüsse ist die Ventilanordnung
hierdurch insgesamt als 5/3-Wegeventil mit einer geöffneten Mittelstellung (beide
Arbeitsanschlüsse beaufschlagt) steuerbar. Die einem 5/3-Wegeventil in seiner geöffneten
Mittelstellung entsprechende Steuerungsposition entspricht hierbei der Schaltstellung
nur des zweiten Wegeventils (Während sich das erste Wegeventil in Ruhestellung befindet).
[0021] Sofern bei einer der vorstehenden Ausführungen der Ventilanordnung das erste Wegeventil
zur abwechselnden Einnahme einer Ruhe- und einer Schaltstellung mit einer selbsttätig
rückstellenden Hauptstufe ausgebildet und als 5/2-Wegeventil ausgestaltet ist, und
dem ersten Arbeitsanschluss vorgeordnet ist und diesen in der Schaltstellung mit einer
Druckluftquelle und in der Ruhestellung mit einem Druckluftausgang verbindet, während
das zweite Wegeventil dem zweiten Arbeitsanschluss vorgeordnet ist und diesen in der
Ruhestellung mit einer Druckluftquelle und in der Schaltstellung mit einem Druckluftausgang
verbindet, wird eine zusätzliche Ventilfunktion durch ein besonderes Steuerungsverfahren
erreicht, bei welchem die Vorstufen der beiden Wegeventile sowohl gemeinsam, als auch
einzeln elektrisch schaltbar sind. Bezogen auf die Arbeitsanschlüsse ist die Ventilanordnung
hierdurch insgesamt als 5/3-Wegeventil mit einer entlüfteten Mittelstellung (beide
Arbeitsanschlüsse entlüftet) steuerbar. Die einem 5/3-Wegeventil in seiner entlüfteten
Mittelstellung entsprechende Steuerungsposition entspricht hierbei der Schaltstellung
nur des zweiten Wegeventils (Während sich das erste Wegeventil in Ruhestellung befindet).
[0022] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich nachstehend aus der Beschreibung bevorzugter
Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Fig. 1 bis 10. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Schematisches Schaltbild einer erfindungsgemäßen Ventilanordnung gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel.
- Fig. 2
- ein Schematisches Schaltbild einer erfindungsgemäßen Ventilanordnung gemäß einem zweiten
Ausführungsbeispiel.
- Fig. 3
- ein Schematisches Schaltbild einer erfindungsgemäßen Ventilanordnung gemäß einem dritten
Ausführungsbeispiel.
- Fig. 4
- ein Schematisches Schaltbild einer erfindungsgemäßen Ventilanordnung gemäß einem vierten
Ausführungsbeispiel.
- Fig. 5
- ein Schematisches Schaltbild einer erfindungsgemäßen Ventilanordnung gemäß einem fünften
Ausführungsbeispiel.
- Fig. 6
- ein Schematisches Schaltbild einer erfindungsgemäßen Ventilanordnung gemäß einem sechsten
Ausführungsbeispiel.
- Fig. 7
- ein Schematisches Schaltbild einer erfindungsgemäßen Ventilanordnung gemäß einem siebten
Ausführungsbeispiel.
- Fig. 8
- eine tabellarische Darstellung von Schaltstellungen der Ventilanordnung gemäß Fig.
2 im Vergleich mit den Schaltstellungen eines 5/3-Wegeventils mit einer geöffneten
Mittelstellung.
- Fig. 9
- eine tabellarische Darstellung von Schaltstellungen der Ventilanordnung gemäß Fig.
6 im Vergleich mit den Schaltstellungen eines 5/3-Wegeventils mit einer entlüfteten
Mittelstellung.
- Fig. 10
- ein Schematisches Schaltbild einer bekannten Ventilanordnung (Stand der Technik).
[0023] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Ventilanordnung in der
unbetätigten (unbestromten) Ausgangsstellung mit sämtlichen Ventilen in ihrer Ruhestellung.
Gemäß Fig. 1 umfasst die Ventilanordnung einen ersten Arbeitsanschluss 1 und einen
zweiten Arbeitsanschluss 2, die mit einem als doppelt wirkender pneumatischer Arbeitszylinder
3 ausgebildeten pneumatischen Antrieb verbunden sind. Ferner umfasst die Ventilanordnung
ein erstes elektropneumatisch vorgesteuertes Wegeventil, das als vorgesteuertes 5/2-Wegeventil
4 ausgebildet ist und als Rückstelleinrichtung eine mechanische Feder 5 aufweist,
welche die durch sie federbelastete Hauptstufe 6 des 5/2-Wegeventils 4 im unbestromten
Zustand selbsttätig in eine Ruhestellung zurückschaltet.
[0024] Als Vorsteuereinrichtung ist das 5/2-Wegeventil 4 mit einem elektromagnetisch betätigten,
selbsttätig rückstellenden Vorsteuerventil 7 ausgebildet, welches die Hauptstufe 6
des 5/2-Wegeventils 4 bei Betätigung und Anliegen eines Steuerdrucks am Steueranschluss
8 von der Ruhestellung in eine Schaltstellung schaltet. Das 5/2-Wegeventil 4 ist den
beiden Arbeitsanschlüssen 1 und 2 vorgeordnet und verbindet in Ruhestellung den Arbeitsanschluss
1 mit der Verbindungsleitung 9 und den Arbeitsanschluss 2 mit der Druckluftquelle
10. In Schaltstellung verbindet das 5/2-Wegeventil 4 den Arbeitsanschluss 1 mit der
Druckluftquelle 10 und den Arbeitsanschluss 2 mit dem Druckluftausgang 11.
[0025] Dem Steueranschluss 8 ist ein zweites elektropneumatisch vorgesteuertes Wegeventil,
das ebenfalls als vorgesteuertes 5/2-Wegeventil 12 ausgebildet ist, vorgeordnet. Als
Vorsteuereinrichtung ist das 5/2-Wegeventil 12 ebenfalls mit einem elektromagnetisch
betätigten, selbsttätig rückstellenden Vorsteuerventil 13 ausgebildet, welches die
Hauptstufe 14 des 5/2-Wegeventils 12 bei Betätigung und Anliegen eines Steuerdrucks
von der Ruhestellung in eine Schaltstellung schaltet, wobei das Vorsteuerventil 13
den erforderlichen Steuerdruck zur Betätigung des Stellglieds der Hauptstufe 14 intern
über den Druckluftanschluss 15 bezieht. Das 5/2-Wegeventil 12 verbindet die Steuerleitung
16 und den Steueranschluss 8 in Schaltstellung mit der Druckluftquelle 10 und in Ruhestellung
mit dem Druckluftausgang 17, wobei das das in der Verbindungsleitung 9 angeordnete
Rückschlagventil 18 bei Beaufschlagung der Steuerleitung 16 durch das 5/2-Wegeventil
12 sperrt. In der Ruhestellung ist gleichzeitig die linke Kammer des pneumatischen
Antriebs über das 5/2-Wegeventil 4, die Verbindungsleitung 9 und das 5/2-Wegeventil
12 mit dem Druckluftausgang 17 verbunden und daher entlüftet, da das Rückschlagventil
18 lediglich in Gegenrichtung sperrt. Als Rückstelleinrichtung weist das 5/2-Wegeventil
12 eine Luftfeder 19 auf, welche die durch sie federbelastete Hauptstufe 14 des 5/2-Wegeventils
12 im unbestromten Zustand in eine Ruhestellung zurückschaltet, wenn an der Luftfeder
19 ein Steuerdruck anliegt. Hierzu ist die Luftfeder 19 extern über das 5/2-Wegeventil
4 in dessen Ruhestellung über die parallel zum Arbeitsanschluss 2 angeordnete Zuleitung
20 beaufschlagt. Mit der Ventilanordnung ist aufgrund der redundanten Anordnung der
beiden 5/2-Wegeventile 4 und 12 zunächst der grundlegende Fehlerausschluss sichergestellt,
dass ein Fehler in der Rückstelleinrichtung eines der beiden Vorsteuerventile 7 oder
13 (bspw. ein Federbruch) nicht zu einer unbeabsichtigten Bewegung eines an die Arbeitsanschlüsse
1 und 2 angeschlossenen pneumatischen Antriebs führt. Es müssen stets beide 5/2-Wegeventile
4 und 12 gemeinsam schalten, um an den Arbeitsanschlüssen 1 und 2 eine Zustandsänderung
(gegensinnige der Beaufschlagung/Entlüftung) herbeiführen zu können. Ein Federbruch
im Vorsteuerventil 13 in unbestromter Ruhestellung kann zwar zum Schalten der Hauptstufe
14 des 5/2-Wegeventils 12 führen, was die Bereitstellung eines Steuerdrucks am Vorsteuerventil
7 zur Folge hätte. Da dieses jedoch mangels eines elektrischen Steuersignals nicht
schaltet, ändert das 5/2-Wegeventil 4 nicht seinen Schaltzustand. Gleichzeitig verhindert
in diesem Fehlerfall das Rückschlagventil 18 eine Beaufschlagung der linken Kammer
des pneumatischen Arbeitszylinders 3 über die Steuerleitung 16 und das in Ruhestellung
befindliche 5/2-Wegeventil 4. Umgekehrt kann auch ein Federbruch im Vorsteuerventil
7 im unbestromten Zustand nicht zum Schalten des 5/2-Wegeventils 4 führen, weil am
Vorsteuerventil 7 kein Steuerdruck anliegt, da das 5/2-Wegeventil 12 mangels eines
elektrischen Steuersignals nicht schaltet. Darüber hinaus besitzt die Ventilanordnung
jedoch den weiteren Vorteil, dass ein Fehler, wie bspw. ein Federbruch, in einem der
beiden Vorsteuerventile 7 oder 13 im Betrieb sicher erkannt wird. In diesen beiden
Fällen schalten die beiden 5/2-Wegeventile 4 und 12 beim Anliegen elektrischer Steuersignale
zunächst normal, weil die elektromagnetisch gesteuerten Vorsteuerventile 7 und 13
ihre Lage auch ohne Gegenkraft durch eine mechanische Feder ändern. Das 5/2-Wegeventil
4 verbindet in der Schaltstellung den Arbeitsanschluss 1 mit der Druckluftquelle 10
und den Arbeitsanschluss 2 mit dem Druckluftausgang 11, der pneumatische Arbeitszylinder
3 fährt aus. Allerdings fährt der pneumatische Arbeitszylinder 3 im Falle eines Federbruchs
in einem der beiden Vorsteuerventile 7 oder 13 bei der Wegnahme der Steuersignale
nicht wieder ein. Denn aufgrund der kreuzweisen Verschaltung der beiden 5/2-Wegeventile
4 und 12 müssen auch stets beide Vorsteuerventile 7 und 13 zurückschalten, damit an
den Arbeitsanschlüssen 1 und 2 eine erneute Zustandsänderung (gegensinnige Entlüftung/Beaufschlagung)
eintreten kann. Schaltet nur das 5/2-Wegeventil 4 (= Federbruch im Vorsteuerventil
13) zurück, kann der pneumatische Arbeitszylinder 3 nicht einfahren, weil das Rückschlagventil
18 über das 5/2-Wegeventil 12 und die Steuerleitung 16 noch beaufschlagt ist und die
linke Kammer des pneumatischen Arbeitszylinders 3 nicht entlüftet wird. Die Hauptstufe
14 des 5/2-Wegeventils 12 kann trotz Beaufschlagung der Luftfeder 19 nicht zurückschalten,
weil über das defekte Vorsteuerventil 13, das den Steuerdruck intern über den Druckluftanschluss
15 bezieht, weiterhin ein der Hauptstufe 14 entgegenwirkender Steuerdruck anliegt.
Im umgekehrten Fall (= Federbruch im Vorsteuerventil 7) schalten weder das 5/2-Wegeventil
4, noch das 5/2-Wegeventil 12, weil sie sich gegenseitig blockieren. Die Hauptstufe
6 des 5/2-Wegeventils 4 kann nicht zurückschalten, solange das 5/2-Wegeventil 12 nicht
zurückgeschaltet hat, weil über das defekte Vorsteuerventil 7 weiterhin ein der federbelasteten
Hauptstufe 6 entgegenwirkender Steuerdruck anliegt. Die Hauptstufe 14 des 5/2-Wegeventils
12 kann wiederrum nicht zurückschalten, solange die Hauptstufe 6 des 5/2-Wegeventils
4 nicht zurückgeschaltet hat, weil die Luftfeder 19 keinen Druck aufbaut. Da an den
Arbeitsanschlüssen 1 und 2 keine erneute Zustandsänderung eintritt, bleibt der Arbeitszylinder
3 ausgefahren und der Fehler wird erkannt.
[0026] Fig. 2 zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Ventilanordnung
in der unbetätigten (unbestromten) Ausgangsstellung mit sämtlichen Ventilen in ihrer
Ruhestellung. Bei der ansonsten mit der Ventilanordnung gemäß Fig. 1 identischen Ventilanordnung
ist im Unterschied zur Ventilanordnung gemäß Fig. 1 kein Rückschlagventil in der Verbindungsleitung
9 angeordnet. Stattdessen ist dem Druckluftanschluss 15 in der Ventilanordnung gemäß
Fig. 2 eine Drosseleinrichtung vorgeordnet, die in der Versorgungsleitung 21 zum Druckluftanschluss
15 des 5/2-Wegeventils 12-als konstante Querschnittsverengung 22 ausgebildet ist.
Ferner kann die Drosseleinrichtung anstatt als konstante Querschnittsverengung 22
auch als eine veränderbare Querschnittsverengung ausgebildet sein, beispielsweise
als ein Drosselventil. Die Ausführung als konstante Querschnittsverengung 22 bietet
eine hohe Ausfallsicherheit, da sie keine beweglichen Teile enthält, sondern lediglich
eine Verengung des jeweiligen Leitungsquerschnitts ist, die entweder bei der Ausformung
der Leitung oder als nachträglich eingesetzte, den Querschnitt verengende Blende ausgeführt
sein kann. Ist die Ventilanordnung als modulare Baueinheit mit einer gemeinsamen Grundplatte
für die Leitungen (Luftkanäle und elektrische Leiter) und Anschlüsse und auf die Grundplatte
aufgesetzten Ventilmodulen oder Ventilkörpern ausgebildet, wie dies beispielsweise
aus dem durch die
EP 0 463 394 B1 oder die
DE 39 27 637 C1 offenbarten Stand der Technik hervorgeht, kann die Querschnittsverengung 22 ferner
in einer konstruktiv einfachen Weise als ein Abschnitt mit einem geringeren Durchmesser
im Verlauf der entsprechenden Kanalbohrung oder -öffnung in der Grundplatte ausgeführt
sein. In Schaltstellung beaufschlagt das 5/2-Wegeventil 12 - wie auch in der Ventilanordnung
gemäß Fig. 1 - den Steueranschluss 8 des 5/2-Wegeventils 12, indem es die Steuerleitung
16 mit der Druckluftquelle 10 verbindet. Ein Federbruch im Vorsteuerventil 13 in unbestromter
Ruhestellung kann auch in dieser Ausfuhrung der Ventilanordnung (gemäß Fig. 2) zum
Schalten der Hauptstufe 14 des 5/2-Wegeventils 12 führen, was die Bereitstellung eines
Steuerdrucks am Vorsteuerventil 7 zur Folge hätte. Da dieses jedoch mangels eines
elektrischen Steuersignals nicht schaltet, ändert das 5/2-Wegeventil 4 nicht seinen
Schaltzustand. Da in der Ausführung gemäß Fig. 2 jedoch kein Rückschlagventil in der
Verbindungsleitung 9 angeordnet ist, führt dies in unbestromter Ruhestellung gleichzeitig
zu einer Beaufschlagung des Ventilanschlusses 23 des 5/2-Wegeventils 4 (das nicht
schaltet) und hierdurch zu einer Beaufschlagung der linken Kammer des Arbeitszylinders
3 über die Steuerleitung 16 und die Verbindungsleitung 9. Die gleiche Situation bestünde
bei der Ventilanordnung gemäß Fig. 1 im Falle eines gleichzeitigen Federbruchs im
Vorsteuerventil 13 und einem Fehler (Ausfall) des Rückschlagventils 18. Da in diesem
Zustand gleichzeitig die rechte Kammer des pneumatischen Antriebs 3 über das 5/2-Wegeventil
4 von der Druckluftquelle 10 beaufschlagt ist, besteht in diesem Fehlerfall grundsätzlich
ein dem unbeabsichtigten Ausfahren des pneumatischen Antriebs 3 entgegenwirkender
Gegendruck. Wird mit der Ventilanordnung ein kolbenstangenloser pneumatischer Antrieb
gesteuert, ist dieser im Falle der gleichzeitigen Beaufschlagung beider Kammern druckausgeglichen
und bewegt sich nicht. Wird jedoch - entsprechend der Ausführungsbeispiele gemäß der
Fig. 1 und 2 ― mit der Ventilanordnung ein Kolbenstangenzylinder (mit einer am Kolben
einseitig ausgebildeten Kolbenstange) angetrieben, wirken aufgrund unterschiedlicher
Beaufschlagungsflächen beidseits des Kolbens bei gleichem Druck jeweils unterschiedliche
Kraftmomente, da diese jeweils durch den auf die vorhandene Fläche wirkenden Druck

bestimmt und definiert sind. Die von der Kolbenstange eingenommene Kolbenfläche bewirkt
eine Kraftdifferenz. Diese Kraftdifferenz kann abhängig vom Durchmesser der Kolbenstange
in der Praxis bei ISO-Zylindern etwa 10% der Maximalkraft des Zylinders betragen:
| ISO-Zylinder bei 5bar Betriebsdruck beidseitig belüftet, ohne Reibung |
| D [mm] |
Differenzkraft [N] |
| ∅32 |
57 |
| ∅40 |
101 |
| ∅50 |
157 |
| ∅63 |
157 |
| ∅80 |
245 |
| ∅100 |
245 |
| ∅125 |
402 |
[0027] Indem dem Druckluftanschluss 15 des 5/2-Wegeventils 12 die Querschnittsverengung
22 vorgeordnet ist, ist in einem solchen Fehlerfall gewährleistet, dass die Kolbenstange
nicht nur mit einer (gegenüber dem Normalbetrieb) verringerten Kraft (entsprechend
der anliegenden Kraftdifferenz), sondern zusätzlich auch einer verringerten Geschwindigkeit
ausfährt. Wenn das Ausfahren des Arbeitszylinders 3 in diesem Fehlerfall auch nicht
vollständig unterbunden wird, ist jedoch die Ausführung einer gefährlichen - plötzlichen
- Bewegung verhindert, was den insoweit bestehenden praktischen Vorgaben für die Betriebssicherheit
solcher pneumatischer Antriebe im Regelfall genügt.
[0028] Fig. 3 zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Ventilanordnung
in der unbetätigten (unbestromten) Ausgangsstellung mit sämtlichen Ventilen in ihrer
Ruhestellung. Bei der ansonsten mit der Ventilanordnung gemäß der Fig. 1 identischen
Ventilanordnung ist dem Druckluftanschluss 15 des 5/2-Wegeventils 12 in der Ventilanordnung
gemäß Fig. 3 zusätzlich eine Drosseleinrichtung vorgeordnet, die als eine in der Versorgungsleitung
21 zum Druckluftanschluss 15 des 5/2-Wegeventils 12 angeordnete konstante Querschnittsverengung
22 ausgebildet ist. Diese Ausführung der erfindungsgemäßen Ventilanordnung bietet
mithin einen kombinierten Schutz vor verschiedenen, im Zusammenhang einem Federbruch
im Vorsteuerventil 13 sowie zusätzlich einem gleichzeitigen Ausfall des Rückschlagventils
18 denkbaren Fehlerfällen. Im Falle eines Federbruchs nur im Vorsteuerventil 13 verhindert
das Rückschlagventil 18 eine Beaufschlagung der linken Kammer des pneumatischen Arbeitszylinders
3 über die Steuerleitung 16 und das in Ruhestellung befindliche 5/2-Wegeventil 4.
Im Falle eines gleichzeitigen Fehlers (Ausfall) des Rückschlagventils 18 ist bei der
Ansteuerung eines Kolbenstangenzylinders (mit einer am Kolben einseitig ausgebildeten
Kolbenstange) gewährleistet, dass die Kolbenstange lediglich mit einer verringerten
Geschwindigkeit ausfährt, weil dem Druckluftanschluss 15 des 5/2-Wegeventils 12 die
Querschnittsverengung 22 vorgeordnet ist.
[0029] Fig. 4 zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Ventilanordnung
in der unbetätigten (unbestromten) Ausgangsstellung mit sämtlichen Ventilen in ihrer
Ruhestellung. Bei der ansonsten mit der Ventilanordnung gemäß der Fig. 1 identischen
Ventilanordnung ist im Unterschied zur Ventilanordnung gemäß Fig. 1 zum einen die
Rückstelleinrichtung des 5/2-Wegeventils 4 nicht als mechanische Feder, sondern als
Luftfeder 24 ausgebildet, die extern konstant durch die Druckmittelquelle 10 beaufschlagt
ist. In dieser Ausführung ist zusätzlich das Risiko eines Federbruchs in der Rückstelleinrichtung
der Hauptstufe 6 ausgeschlossen. Zum anderen bezieht das Vorsteuerventil 13 den zur
Betätigung des Stellglieds der Hauptstufe 14 erforderlichen Steuerdruck im Unterschied
zu den Ventilanordnungen gemäß der Fig. 1 bis 3 nicht intern über den Druckluftanschluss
15, sondern extern von der Druckluftquelle 10. Auf diese Weise ist der Ventilaufbau
mit zwei identisch ausgeführten Ventiltypen möglich. Die externe Steuerluftversorgung
des Vorsteuerventils 13 ist in diesem Fall ebenfalls nicht geschaltet, sondern konstant
extern mit der Druckluftquelle 13 verbunden. Für die Funktionsweise der Ventilanordnung
ist dies nicht relevant, führt jedoch zur Möglichkeit der Gleichteileverwendung (hier
der Ventile 4 und 12) bei der Herstellung. Die im Sinne der Anmeldung relevante Funktionsweise
der Ventilanordnung gemäß Fig. 4 ist im Übrigen mit der Funktionsweise der Ventilanordnung
gemäß Fig. 1 identisch.
[0030] Fig. 5 zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Ventilanordnung
in der (unbetätigten) unbestromten Ausgangsstellung mit sämtlichen Ventilen in ihrer
Ruhestellung. Bei der ansonsten mit der Ventilanordnung gemäß der Fig. 1 identischen
Ventilanordnung ist im Unterschied zur Ventilanordnung gemäß Fig. 1 die Rückstelleinrichtung
des 5/2-Wegeventils 4 zusätzlich parallel zur mechanischen Feder 5 mit der Luftfeder
24 ausgebildet, die extern über das 5/2-Wegeventil 12 in dessen Ruhestellung beaufschlagt
und dessen Schaltstellung über den Druckluftausgang 25 entlüftet ist. Diese Ausführung
dient der Erhöhung der Vibrations- und Betriebsstabilität der Ventilanordnung, indem
die auf das 5/2-Wegeventils 4 ausgeübte Rückstellkraft durch die beiden parallel ausgeführten
Rückstelleinrichtungen erhöht ist. Ferner bietet diese Ausführung eine zusätzliche
Sicherheit im Falle eines Bruchs der Feder 5 der Hauptstufe 6, in welchem die Rückstellung
noch durch die Luftfeder 24 gewährleistet ist. Die im Sinne der Anmeldung relevante
Funktionsweise der Ventilanordnung gemäß Fig. 5 ist im Übrigen mit der Funktionsweise
der Ventilanordnung gemäß Fig. 1 identisch.
[0031] Fig. 6 zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Ventilanordnung
in der unbetätigten (unbestromten) Ausgangsstellung mit sämtlichen Ventilen in ihrer
Ruhestellung. Die Ventilanordnung besitzt bei ansonsten identischem Aufbau eine gegenüber
der Ventilanordnung gemäß Fig. 1 geänderte Kanalführung. Das erste elektropneumatisch
vorgesteuerte 5/2-Wegeventil 4 ist dem ersten Arbeitsanschluss 1 vorgeordnet und verbindet
diesen in Ruhestellung mit dem Druckluftausgang 26 und in Schaltstellung mit der Druckluftquelle
10. Das zweite elektropneumatisch vorgesteuerte 5/2-Wegeventil 12 ist dem zweiten
Arbeitsanschluss 2 vorgeordnet und verbindet diesen über die Versorgungsleitung 27
in Ruhestellung mit der Druckluftquelle 10 und in Schaltstellung mit dem Druckluftausgang
25. Die Luftfeder 19 ist extern über das 5/2-Wegeventil 4 in dessen Ruhestellung über
die Zuleitung 28 beaufschlagt. In dieser Ausführung ist aufgrund der geänderten Kanalführung
unter Beibehaltung der gewünschten Sicherheitsmerkmale sowohl die Anordnung eines
Rückschlagventils in der Verbindungsleitung 9, als auch einer dem Druckluftanschluss
15 des zweiten 5/2-Wegeventils 12 vorgeordneten Drosseleinrichtung entbehrlich. Aufgrund
der redundanten Anordnung müssen sowohl das mit dem externen Steueranschluss 8 ausgebildete
Vorsteuerventil 7 des ersten 5/2-Wegeventils 4, als auch das Vorsteuerventil 13 des
zweiten 5/2-Wegeventils 12 schalten, damit an den beiden Arbeitsanschlüssen 1 und
2 eine Zustandsänderung (gegensinnige Entlüftung/Beaufschlagung) eintritt. Ein Fehler
in der Rückstelleinrichtung eines der beiden Vorsteuerventile 7 oder 13 (bspw. ein
Federbruch) kann nicht zu einer unbeabsichtigten Bewegung eines an die Arbeitsanschlüsse
1 und 2 angeschlossenen pneumatischen Antriebs führen. Im Falle eines Federbruchs
im Vorsteuerventil 13 tritt an den beiden Arbeitsanschlüssen 1 und 2 keine Zustandsänderung
(gegensinnige Entlüftung/Beaufschlagung) ein, weil das Vorsteuerventil 7 ohne elektrisches
Steuersignal nicht schaltet. Ein Federbruch im Vorsteuerventil 13 kann zwar zum Schalten
seiner Hauptstufe 14 führen, was jedoch lediglich zur zusätzlichen Entlüftung auch
des zweiten Arbeitsanschlusses 2 über den Druckluftausgang 25 führt. Der erste Arbeitsanschluss
1 bleibt in diesem Fall über das in seiner Ruhestellung verbleibende erste 5/2-Wegeventil
4 entlüftet. Der mit den beiden Arbeitsanschlüssen 1 und 2 verbundene Arbeitszylinder
3 verharrt in seiner Position. Auch im Falle eines Federbruchs im Vorsteuerventil
7 tritt an den beiden Arbeitsanschlüssen 1 und 2 keine Zustandsänderung (gegensinnige
Entlüftung/Beaufschlagung) ein, weil am Vorsteuerventil 7 kein Steuerdruck anliegt,
da das zweite 5/2-Wegeventil 12 ohne elektrisches Steuersignal nicht schaltet. Der
erste Arbeitsanschluss 1 bleibt über das in seiner Ruhestellung verbleibende erste
5/2-Wegeventil 4 entlüftet, der zweite Arbeitsanschluss 2 über das zweite 5/2-Wegeventil
12 beaufschlagt. Der mit den beiden Arbeitsanschlüssen 1 und 2 verbundene Arbeitszylinder
3 verharrt in seiner Position. Darüber hinaus besitzt die Ventilanordnung auch in
dieser Ausführung den weiteren Vorteil, dass ein Fehler in der Rückstelleinrichtung
eines der beiden Vorsteuerventile 7 oder 13 (bspw. ein Federbruch) im Betrieb jeweils
sicher erkannt wird. Ein mit den Arbeitsanschlüssen 1 und 2 verbundener pneumatischer
Antrieb würde in diesen Fehlerfällen bei der Wegnahme der elektrischen Steuersignale
nicht wieder zurückfahren. Denn aufgrund der kreuzweisen Verschaltung der beiden 5/2-Wegeventile
4 und 12 müssen auch stets beide Vorsteuerventile 7 und 13 zurückschalten, damit an
den Arbeitsanschlüssen 1 und 2 eine erneute Zustandsänderung (gegensinnige Entlüftung/Beaufschlagung)
eintreten kann. Schaltet nur das 5/2-Wegeventil 4 nach der vorherigen Einnahme der
Schaltstellung bei der Wegnahme des elektrischen Eingangssignals wieder in seine Ruhestellung
zurück (= Federbruch im Vorsteuerventil 13), kann der pneumatische Arbeitszylinder
3 nicht einfahren, weil der zweite Arbeitsanschluss 2 weiterhin über das zweite 5/2-Wegeventil
12 und den Druckluftausgang 25 entlüftet ist. Die Hauptstufe 14 des 5/2-Wegeventils
12 kann trotz Beaufschlagung der Luftfeder 19 nicht zurückschalten, weil über das
defekte Vorsteuerventil 13, das den Steuerdruck intern über den Druckluftanschluss
15 bezieht, weiterhin ein der Hauptstufe 14 entgegenwirkender Steuerdruck anliegt.
Auch der erste Arbeitsanschluss 1 ist in diesem Fall über das in seine Ruhestellung
zurückgekehrte 5/2-Wegeventil 4 entlüftet. Der pneumatische Arbeitszylinder 3 bleibt
ausgefahren. Im umgekehrten Fall (= Federbruch im Vorsteuerventil 7) schalten weder
das 5/2-Wegeventil 4, noch das 5/2-Wegeventil 12, weil sie sich gegenseitig blockieren.
Die Hauptstufe 6 des 5/2-Wegeventils 4 kann nicht zurückschalten, solange das 5/2-Wegeventil
12 nicht zurückgeschaltet hat, weil über das defekte Vorsteuerventil 7 weiterhin ein
der federbelasteten Hauptstufe 6 entgegenwirkender Steuerdruck anliegt. Die Hauptstufe
14 des 5/2-Wegeventils 12 kann wiederrum nicht zurückschalten, solange die Hauptstufe
6 des 5/2-Wegeventils 4 nicht zurückgeschaltet hat, weil die Luftfeder 19 keinen Druck
aufbaut. Da an den Arbeitsanschlüssen 1 und 2 keine erneute Zustandsänderung eintritt,
bleibt der pneumatische Arbeitszylinder 3 ausgefahren und der Fehler wird erkannt.
Der erste Arbeitsanschluss 1 bleibt über das erste 5/2-Wegeventil 4 beaufschlagt und
der zweite Arbeitsanschluss über das zweite 5/2-Wegeventil 12 entlüftet. Da an den
Arbeitsanschlüssen 1 und 2 mithin keine erneute Zustandsänderung (gegensinnige Entlüftung/Beaufschlagung)
eintritt, kann der pneumatische Arbeitszylinder 3 nicht zurückfahren und der Fehler
wird erkannt. Auch in dieser Ausführung kann die Rückstelleinrichtung der Haupstufe
6 des 5/2-Wegeventils 4 zusätzlich parallel zur mechanischen Feder 5 mit einer Luftfeder
entsprechend der Ausführung gemäß Fig. 5 ausgebildet werden. Diese Luftfeder wird
hierzu über eine Abzweigung mit der Versorgungsleitung 27 verbunden und ebenfalls
extern über das 5/2-Wegeventil 12 in dessen Ruhestellung beaufschlagt und dessen Schaltstellung
über den Druckluftausgang 25 entlüftet.
[0032] Fig. 7 zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Ventilanordnung
in der unbetätigten (unbestromten) Ausgangsstellung mit sämtlichen Ventilen in ihrer
Ruhestellung. Bei der ansonsten mit der Ventilanordnung gemäß Fig. 6 identischen Ventilanordnung
ist im Unterschied zur Ventilanordnung gemäß Fig. 6 das erste elektropneumatisch vorgesteuerte
Ventil als beidseitig elektropneumatisch vorgesteuertes 5/3-Wegeventil 29 mit einer
beidseitig selbsttätig rückstellenden Hauptstufe ausgestaltet und zur Einnahme einer
entlüfteten Mittelstellung als Ruhestellung, sowie einer ersten und einer zweiten
Schaltstellung ausgebildet, wobei die Einnahme der ersten Schaltstellung bei der Betätigung
und Beaufschlagung des mit dem externen Steueranschluss 8' ausgebildeten Vorsteuerventils
7' erfolgt. Das 5/3-Wegeventil 29 ist dem ersten Arbeitsanschluss 1 vorgeordnet und
verbindet diesen in der ersten Schaltstellung (Schalten des Vorsteuerventils 7') mit
der Druckluftquelle 10 und in der zweiten Schaltstellung (Schalten des Vorsteuerventils
30) und der Ruhestellung mit dem Druckluftausgang 26. Das elektropneumatisch vorgesteuerte
5/2-Wegeventil 12 ist dem zweiten Arbeitsanschluss 2 vorgeordnet und verbindet diesen
über die Versorgungsleitung 27 in Ruhestellung mit der Druckluftquelle 10 und in Schaltstellung
mit dem Druckluftausgang 25. Die Luftfeder 19 des 5/2-Wegeventils 12 ist extern über
das 5/3-Wegeventil 29 in dessen zweiter Schaltstellung (Schalten des Vorsteuerventils
30) über die Zuleitung 28 beaufschlagt und in dessen erster Schaltstellung (Schalten
des Vorsteuerventils 7') und Ruhestellung entlüftet. In dieser Ausführung ist - wie
auch bei der Ausführung gem. Fig. 6 - aufgrund der geänderten Kanalführung unter Beibehaltung
der gewünschten Sicherheitsmerkmale sowohl die Anordnung eines Rückschlagventils in
der Verbindungsleitung 9, als auch einer dem Druckluftanschluss 15 des zweiten 5/2-Wegeventils
12 vorgeordneten Drosseleinrichtung entbehrlich. Aufgrund der redundanten Anordnung
müssen sowohl das mit dem externen Steueranschluss 8' ausgebildete Vorsteuerventil
7' des 5/3-Wegeventils 29, als auch das Vorsteuerventil 13 des zweiten 5/2-Wegeventils
12 schalten, damit an den beiden Arbeitsanschlüssen 1 und 2 eine Zustandsänderung
(gegensinnige Entlüftung/Beaufschlagung) eintritt. Ein Fehler in der Rückstelleinrichtung
eines der beiden Vorsteuerventile 7' oder 13 (bspw. ein Federbruch) kann in der Ausgangsstellung
nicht zu einer unbeabsichtigten Bewegung eines an die Arbeitsanschlüsse 1 und 2 angeschlossenen
pneumatischen Antriebs führen. Im Falle eines Federbruchs im Vorsteuerventil 13 tritt
an den beiden Arbeitsanschlüssen 1 und 2 keine Zustandsänderung (gegensinnige Entlüftung/Beaufschlagung)
ein, weil das Vorsteuerventil 7' ohne elektrisches Steuersignal nicht schaltet. Ein
Federbruch im Vorsteuerventil 13 kann zwar zum Schalten seiner Hauptstufe 14 führen,
was jedoch lediglich zur zusätzlichen Entlüftung auch des zweiten Arbeitsanschlusses
2 über den Druckluftausgang 25 führt. Der erste Arbeitsanschluss 1 bleibt in diesem
Fall über das in seiner Ruhestellung verbleibende 5/3-Wegeventil 29 entlüftet. Der
mit den beiden Arbeitsanschlüssen 1 und 2 verbundene Arbeitszylinder 3 verharrt in
seiner Position. Auch im Falle eines Federbruchs im Vorsteuerventil 7' tritt in Ausgangsstellung
an den beiden Arbeitsanschlüssen 1 und 2 keine Zustandsänderung (gegensinnige Entlüftung/Beaufschlagung)
ein, weil am Vorsteuerventil 7' kein Steuerdruck anliegt, da das zweite 5/2-Wegeventil
12 ohne elektrisches Steuersignal nicht schaltet. Der erste Arbeitsanschluss 1 bleibt
über das in seiner Ruhestellung verbleibende 5/3-Wegeventil 29 entlüftet, der zweite
Arbeitsanschluss 2 über das zweite 5/2-Wegeventil 12 beaufschlagt. Der mit den beiden
Arbeitsanschlüssen 1 und 2 verbundene Arbeitszylinder 3 verharrt in seiner Position.
Darüber hinaus besitzt die Ventilanordnung auch in dieser Ausführung den weiteren
Vorteil, dass ein Fehler in der Rückstelleinrichtung eines der beiden Vorsteuerventile
7' oder 13 (bspw. ein Federbruch) im Betrieb jeweils sicher erkannt wird. Ein mit
den Arbeitsanschlüssen 1 und 2 verbundener pneumatischer Antrieb würde in diesen Fehlerfällen
bei der Wegnahme der elektrischen Steuersignale nicht wieder zurückfahren. Denn aufgrund
der kreuzweisen Verschaltung der beiden Wegeventile 29 und 12 müssen auch stets beide
Vorsteuerventile 7' und 13 ihren zuvor eingenommenen Schaltzustand auch wieder ändern,
damit an den Arbeitsanschlüssen 1 und 2 eine erneute Zustandsänderung (gegensinnige
Entlüftung/Beaufschlagung) eintreten und der Antrieb wieder zurückfahren kann. Schaltet
nur das 5/3-Wegeventil 29 nach der vorherigen Einnahme der Schaltstellung bei der
Wegnahme des elektrischen Eingangssignals wieder in seine Ruhestellung (die entlüftete
Mittelstellung) zurück (= Federbruch im Vorsteuerventil 13), kann der pneumatische
Arbeitszylinder 3 nicht einfahren, weil der zweite Arbeitsanschluss 2 weiterhin über
das zweite 5/2-Wegeventil 12 und den Druckluftausgang 25 entlüftet ist. Die Hauptstufe
14 des 5/2-Wegeventils 12 kann trotz Beaufschlagung der Luftfeder 19 nicht zurückschalten,
weil über das defekte Vorsteuerventil 13, das den Steuerdruck intern über den Druckluftanschluss
15 bezieht, weiterhin ein der Hauptstufe 14 entgegenwirkender Steuerdruck anliegt.
Auch der erste Arbeitsanschluss 1 ist in diesem Fall über das in seine Ruhestellung
(die entlüftete Mittelstellung) zurückgekehrte 5/3-Wegeventil 29 entlüftet. Der pneumatische
Arbeitszylinder 3 bleibt ausgefahren. Im umgekehrten Fall (= Federbruch im Vorsteuerventil
7') schalten weder das 5/3-Wegeventil 29, noch das 5/2-Wegeventil 12, weil sie sich
gegenseitig blockieren. Die Hauptstufe 6' des 5/3-Wegeventils 29 kann nicht zurückschalten,
solange das 5/2-Wegeventil 12 nicht zurückgeschaltet hat, weil über das defekte Vorsteuerventil
7' weiterhin ein der federbelasteten Hauptstufe 6' entgegenwirkender Steuerdruck anliegt.
Die Hauptstufe 14 des 5/2-Wegeventils 12 kann wiederrum nicht zurückschalten, solange
die Hauptstufe 6' des 5/3-Wegeventils 29 nicht in ihre zweite Schaltstellung (Schalten
des Vorsteuerventils 30) schaltet, weil die Luftfeder 19 keinen Druck aufbaut. Da
an den Arbeitsanschlüssen 1 und 2 keine erneute Zustandsänderung eintritt, bleibt
der pneumatische Arbeitszylinder 3 ausgefahren und der Fehler wird erkannt. Der erste
Arbeitsanschluss 1 bleibt über das erste 5/3-Wegeventil 29 beaufschlagt und der zweite
Arbeitsanschluss über das zweite 5/2-Wegeventil 12 entlüftet. Da an den Arbeitsanschlüssen
1 und 2 mithin keine erneute Zustandsänderung (gegensinnige Entlüftung/Beaufschlagung)
eintritt, kann der pneumatische Arbeitszylinder 3 nicht zurückfahren und der Fehler
wird erkannt. Die Ventilanordnungen der Fig. 6 und Fig. 7 können aufgrund der identischen
Kanalführung bei der Konstruktion als modulare Baueinheit mit Grundplatte und auf
diese aufgesetzten Ventilmodulen oder Ventilkörpern mit einer gleichen Grundplatte
hergestellt werden. Dies ermöglicht die Gleichteileverwendung der Grundplatte bei
der Herstellung beider Ventilanordnungen der Fig. 6 und 7. Die unterschiedliche Ventilfunktion
ergibt sich lediglich aus der unterschiedlichen Ausgestaltung des ersten Wegeventils,
das durch Austauschen auf gleicher Grundplatte gewechselt werden kann.
[0033] Fig. 8 zeigt eine tabellarische Darstellung von Schaltstellungen der Ventilanordnung
gemäß Fig. 2 im Vergleich mit den Schaltstellungen eines marktüblichen beidseitig
elektropneumatisch vorgesteuerten 5/3-Wegeventils 29' mit einer geöffneten Mittelstellung
(beide Arbeitsanschlüsse beaufschlagt). Indem die Vorsteuerventile 7 und 13 der Ventilanordnung
gemäß Fig. 2 sowohl gemeinsam, als auch einzeln elektrisch schaltbar ausgebildet sind,
wird mit den hierdurch ermöglichten Steuerungspositionen eine zusätzliche Ventilfunktion
erreicht. Die möglichen Steuerungspositionen sind in den Zeilen der Tabelle Fig. 8
dargestellt, wobei die Angaben der erste Spalte die jeweiligen Schaltstellungen des
Vorsteuerventils 7 bezeichnen und die Angaben der zweiten Spalte die jeweiligen Schaltstellungen
des Vorsteuerungsventils 13 bezeichnen, beide jeweils bezogen auf die Ausführung der
Ventilanordnung gem. Fig. 2. Die Angabe "An" bezeichnet jeweils die Betätigung des
entsprechenden Vorsteuerventils, wodurch das von ihm pneumatisch vorgesteuerte Wegeventil
seine Schaltstellung einnimmt. Die Angabe "Aus" bezeichnet jeweils die Nicht-Betätigung
des entsprechenden Vorsteuerventils, wodurch das von ihm pneumatisch vorgesteuerte
Wegeventil seine Ruhestellung einnimmt. Bezogen auf die Arbeitsanschlüsse 1 und 2
ist die Ventilanordnung gemäß Fig. 2 mit diesen Steuerungspositionen insgesamt entsprechend
der Funktionsweise eines marktüblichen 5/3-Wegeventils 29' mit einer geöffneten Mittelstellung
(beide Arbeitsanschlüsse beaufschlagt) steuerbar. Die den in Fig. 8 angegebenen Steuerungspositionen
der Ventilanordnung gem. Fig. 2 jeweils entsprechenden Schaltzustände eines 5/3-Wegeventils
29' sind in der dritten Spalte dargestellt und in der vierten Spalte mit Kurzangaben
bezeichnet. Die dem 5/3-Wegeventil 29' in seiner geöffneten Mittelstellung (dies ist
die Ruhestellung des 5/3-Wegeventils 29', beide Vorstufen sind inaktiv) entsprechende
Steuerungsposition der Ventilanordnung gem. Fig. 2 ist hierbei in der zweiten Zeile
der Tabelle Fig. 8 dargestellt. Hierbei ist nur das Vorsteuerungsventil 13 betätigt,
wobei das 5/2-Wegeventil 12 seine Schaltstellung einnimmt (während sich das erste
5/2-Wegeventil 4 in Ruhestellung befindet).
[0034] Fig. 9 zeigt eine tabellarische Darstellung von Schaltstellungen der Ventilanordnung
gemäß Fig. 6 im Vergleich mit den Schaltstellungen eines marktüblichen beidseitig
elektropneumatisch vorgesteuerten 5/3-Wegeventils 29" mit einer entlüfteten Mittelstellung.
Indem die Vorsteuerventile 7 und 13 der Ventilanordnung gemäß Fig. 6 sowohl gemeinsam,
als auch einzeln elektrisch schaltbar ausgebildet sind, wird mit den hierdurch ermöglichten
Steuerungspositionen eine zusätzliche Ventilfunktion erreicht. Die möglichen Steuerungspositionen
sind in den Zeilen der Tabelle Fig. 9 dargestellt, wobei die Angaben der erste Spalte
die jeweiligen Schaltstellungen des Vorsteuerventils 7 bezeichnen und die Angaben
der zweiten Spalte die jeweiligen Schaltstellungen des Vorsteuerungsventils 13 bezeichnen,
beide jeweils bezogen auf die Ausführung der Ventilanordnung gem. Fig. 6. Die Angabe
"An" bezeichnet jeweils die Betätigung des entsprechenden Vorsteuerventils, wodurch
das von ihm pneumatisch vorgesteuerte Wegeventil seine Schaltstellung einnimmt. Die
Angabe "Aus" bezeichnet jeweils die Nicht-Betätigung des entsprechenden Vorsteuerventils,
wodurch das von ihm pneumatisch vorgesteuerte Wegeventil seine Ruhestellung einnimmt.
Bezogen auf die Arbeitsanschlüsse 1 und 2 ist die Ventilanordnung gemäß Fig. 6 mit
diesen Steuerungspositionen insgesamt entsprechend der Funktionsweise eines marktüblichen
5/3-Wegeventils 29" mit einer entlüfteten Mittelstellung (beide Arbeitsanschlüsse
entlüftet) steuerbar. Die den in Fig. 9 angegebenen Steuerungspositionen der Ventilanordnung
gem. Fig. 6 jeweils entsprechenden Schaltzustände eines 5/3-Wegeventils 29" sind in
der dritten Spalte dargestellt und in der vierten Spalte mit Kurzangaben bezeichnet.
Die dem 5/3-Wegeventil 29" in seiner entlüfteten Mittelstellung (dies ist die Ruhestellung
des 5/3-Wegeventils 29", beide Vorstufen sind inaktiv) entsprechende Steuerungsposition
der Ventilanordnung gem. Fig. 6 ist hierbei in der zweiten Zeile der Tabelle Fig.
9 dargestellt. Hierbei ist nur das Vorsteuerungsventil 13 betätigt, wobei das 5/2-Wegeventil
12 seine Schaltstellung einnimmt (während sich das erste 5/2-Wegeventil 4 in Ruhestellung
befindet).
Bezugszeichenliste
[0035]
- 1
- Erster Arbeitsanschluss
- 2
- Zweiter Arbeitsanschluss
- 3
- Arbeitszylinder
- 4, 12
- 5/2-Wegeventil
- 5, 5`, 5"
- Feder
- 6, 6`, 14, 109, 112
- Hauptstufe
- 7, 7', 13, 30, 108, 110
- Vorsteuerventil
- 8, 8'
- Steueranschluss
- 9
- Verbindungsleitung
- 10
- Druckluftquelle
- 11, 17, 25, 26 106, 107
- Druckluftausgang
- 15, 105, 111
- Druckluftanschluss
- 16
- Steuerleitung
- 18
- Rückschlagventil
- 19, 24
- Luftfeder
- 20, 28
- Zuleitung
- 21,27
- Versorgungsleitung
- 22
- Querschnittsverengung
- 23
- Ventilanschluss
- 101, 102
- Ventil
- 103, 104, 111
- Arbeitsanschluss
- 29, 29', 29"
- 5/3-Wegeventil
1. Ventilanordnung, umfassend einen ersten und einen zweiten, mit einem pneumatischen
Antrieb verbindbaren Arbeitsanschluss (1; 2) und ein erstes und ein zweites, jeweils
elektropneumatisch vorgesteuertes Wegeventil (4, 29; 12), bei der eines oder beide
Wegeventile (4, 29; 12) den Arbeitsanschlüssen (1; 2) zu deren Beaufschlagung und
Entlüftung vorgeordnet ist oder sind, wobei die Vorstufen (7; 13) beider Wegeventile
(4, 29; 12) selbsttätig rückstellend ausgebildet sind und das zweite Wegeventil (12)
zur abwechselnden Einnahme einer Ruhe- und einer Schaltstellung ausgebildet ist und
die Vorstufe (7, 7') des ersten Wegeventils (4, 29) einen externen Steueranschluss
(8; 8') aufweist, welcher über das zweite Wegeventil (12) in dessen Schaltstellung
beaufschlagbar und in dessen Ruhestellung entlüftbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Wegeventil (12) als Rückstelleinrichtung für eine Hauptstufe (14) eine
extern über das erste Wegeventil (4, 29) beaufschlagbare und entlüftbare Luftfeder
(19) aufweist und ein Zustandswechsel zwischen Beaufschlagung oder Entlüftung der
Luftfeder (19) des zweiten Wegeventils (12) nach der Einnahme einer Schaltstellung
durch das erste Wegeventil (4, 29) nur in Abhängigkeit von der Änderung des Schaltzustands
des ersten Wegeventils (4, 29) erfolgt und ein Zustandswechsel zwischen Beaufschlagung
oder Entlüftung an einem der beiden Arbeitsanschlüsse (1; 2) nach einer zuvor mit
der Einnahme der Schaltstellung durch das zweite Wegeventil (12) erfolgten Beaufschlagung
oder Entlüftung nur in Abhängigkeit von der Einnahme der Ruhestellung durch das zweite
Wegeventil (12) erfolgt.
2. Ventilanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptstufen (6, 6'; 14) der beiden Wegeventile in Schieber- und/oder die Vorstufen
der beiden Wegeventile in Sitzbauweise ausgestaltet sind.
3. Ventilanordnung nach Anspruch 1 oder 2, wobei das erste Wegeventil zur abwechselnden
Einnahme einer Ruhe- und einer Schaltstellung mit einer selbsttätig rückstellenden
Hauptstufe (6) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Wegeventil den externen Steueranschluss (8) des ersten Wegeventils in
seiner Schaltstellung über eine Steuerleitung (16) mit einer Druckluftquelle (10)
und in seiner Ruhestellung mit einem Druckluftausgang (17) verbindet und seine Luftfeder
(19) über das erste Wegeventil in dessen Ruhestellung beaufschlagt und in dessen Schaltstellung
entlüftet ist, und wobei das erste Wegeventil den beiden Arbeitsanschlüssen (1; 2)
vorgeordnet ist und in der Schaltstellung den ersten Arbeitsanschluss (1) mit einer
Druckluftquelle (10) und den zweiten Arbeitsanschluss (2) mit einem Druckluftausgang
(11) verbindet und in der Ruhestellung den zweiten Arbeitsanschluss mit einer Druckluftquelle
(10) und den ersten Arbeitsanschluss (1) über eine Verbindungsleitung (9) mit der
Steuerleitung (16) verbindet, wobei in der Verbindungsleitung (9) ein in Gegenrichtung
sperrendes Rückschlagventil (18) angeordnet ist und/oder dem Druckluftanschluss (15)
des zweiten Wegeventils eine Drosseleinrichtung vorgeordnet ist oder sind.
4. Ventilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Wegeventil als 3/2-Wegeventil ausgestaltet ist.
5. Ventilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Wegeventil als 4/2-Wegeventil ausgestaltet ist.
6. Ventilanordnung nach Anspruch 1 oder 2, wobei das erste Wegeventil zur abwechselnden
Einnahme einer Ruhe- und einer Schaltstellung mit einer selbsttätig rückstellenden
Hauptstufe (6) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Wegeventil den externen Steueranschluss (8) des ersten Wegeventils in
seiner Schaltstellung über eine Steuerleitung (16) mit einer Druckluftquelle (10)
und in einer Ruhestellung mit einem Druckluftausgang (17) verbindet und seine Luftfeder
(19) über das erste Wegeventil in dessen Ruhestellung beaufschlagt und in dessen Schaltstellung
entlüftet ist, und wobei das erste Wegeventil dem ersten Arbeitsanschluss (1) vorgeordnet
ist und diesen in der Schaltstellung mit einer Druckluftquelle (10) und in der Ruhestellung
mit einem Druckluftausgang (11) verbindet und wobei das zweite Wegeventil dem zweiten
Arbeitsanschluss (2) vorgeordnet ist und diesen in der Ruhestellung mit einer Druckluftquelle
(10) und in der Schaltstellung mit einem Druckluftausgang (25) verbindet.
7. Ventilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Wegeventil als 5/2-Wegeventil (4) ausgestaltet ist.
8. Ventilanordnung nach Anspruch 1 oder 2, bei welcher das erste Wegeventil als beidseitig
elektropneumatisch vorgesteuertes 5/3-Wegeventil (29) mit einer beidseitig selbsttätig
rückstellenden Hauptstufe (6') ausgestaltet und zur Einnahme einer entlüfteten Mittelstellung
als Ruhestellung, sowie einer ersten und einer zweiten Schaltstellung ausgebildet
ist, wobei die Einnahme der ersten Schaltstellung bei der Betätigung und Beaufschlagung
der mit dem externen Steueranschluss (8') ausgebildeten Vorstufe erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Wegeventil den externen Steueranschluss (8') des ersten Wegeventils in
seiner Schaltstellung über eine Steuerleitung (16) mit einer Druckluftquelle (10)
und in einer Ruhestellung mit einem Druckluftausgang (17) verbindet und seine Luftfeder
(19) über das erste Wegeventil in dessen zweiter Schaltstellung beaufschlagt und in
dessen erster Schaltstellung und Ruhestellung entlüftet ist, und wobei das erste Wegeventil
dem ersten Arbeitsanschluss (1) vorgeordnet ist und diesen in der ersten Schaltstellung
mit einer Druckluftquelle (10) und in der zweiten Schaltstellung und der Ruhestellung
mit einem Druckluftausgang (26) verbindet und wobei das zweite Wegeventil dem zweiten
Arbeitsanschluss (2) vorgeordnet ist und diesen in der Ruhestellung mit einer Druckluftquelle
(10) und in der Schaltstellung mit einem Druckluftausgang (25) verbindet.
9. Ventilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, 6, oder 8, oder einem der Ansprüche
1 bis 3 oder 6 jeweils in Verbindung mit Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Wegeventil als 5/2-Wegeventil (12) ausgestaltet ist.
10. Ventilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, 6 oder 7 jeweils in Verbindung mit
Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstelleinrichtung der Hauptstufe (6) des ersten Wegeventils parallel mit einer
mechanischen Feder (5) und einer Luftfeder (24) ausgebildet ist, wobei die Luftfeder
(24) extern über das zweite Wegeventil in dessen Ruhestellung beaufschlagt und dessen
Schaltstellung entlüftet ist.
11. Steuerungsverfahren für eine Ventilanordnung nach den Ansprüchen 3 und 7, oder den
Ansprüchen 3 und 7 in Verbindung mit jeweils einem der Ansprüche 4, 5 oder 9, oder
den Ansprüchen 3 und 7 und Anspruch 10, oder den Ansprüchen 3, 7, 9 und 10, wobei
dem Druckluftanschluss (15) des zweiten Wegeventils eine Drosseleinrichtung vorgeordnet
ist und in der Verbindungsleitung (9) kein Rückschlagventil angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorstufen der beiden Wegeventile sowohl gemeinsam, als auch einzeln elektrisch
schaltbar ausgebildet sind.
12. Steuerungsverfahren für eine Ventilanordnung nach den Ansprüchen 6 und 7, oder den
Ansprüchen 6, 7 und Anspruch 9, oder den Ansprüchen 6, 7, 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorstufen der beiden Wegeventile sowohl gemeinsam, als auch einzeln elektrisch
schaltbar ausgebildet sind.
1. Valve arrangement, comprising a first and a second working connection (1; 2) which
can be connected to a pneumatic drive, and a first and a second directional valve
(4, 29; 12) which are each electro-pneumatically pilot-controlled, in which one or
both directional valves (4, 29; 12) is or are arranged upstream of the working connections
(1; 2) for acting upon and venting same, the preliminary stages (7; 13) of the two
directional valves (4, 29; 12) being designed to be automatically resetting and the
second directional valve (12) being designed to alternately assume a rest position
and a switching position, and the preliminary stage (7, 7') of the first directional
valve (4, 29) having an external control connection (8; 8') which can be acted upon
by means of the second directional valve (12) in the switching position thereof and
can be vented by means of said valve in the rest position thereof, characterized in that the second directional valve (12), as a resetting device for a main stage (14), has
an air spring (19) which can be acted upon and vented externally by means of the first
directional valve (4, 29), and a change in state between acting on or venting the
air spring (19) of the second directional valve (12), after the first directional
valve (4, 29) has assumed a switching position, only takes place depending on the
change in the switching state of the first directional valve (4, 29), and a change
in state between acting or venting at one of the two working connections (1; 2), after
acting or venting which previously took place when the second directional valve (12)
assumed the switching position, only takes place depending on the second directional
valve (12) assuming the rest position.
2. Valve arrangement according to claim 1, characterized in that the main stages (6, 6'; 14) of the two directional valves are of a slider design
and/or the preliminary stages of the two directional valves are of a seat design.
3. Valve arrangement according to either claim 1 or claim 2, the first directional valve
being designed to alternately assume a rest position and a switching position with
an automatically resetting main stage (6), characterized in that the second directional valve connects the external control connection (8) of the
first directional valve, in the switching position thereof, to a compressed air source
(10) via a control line (16) and, in the rest position thereof, to a compressed air
outlet (17), and the air spring (19) of said second directional valve is acted upon
by means of the first directional valve in the rest position thereof and is vented
by means of the first directional valve in the switching position thereof, the first
directional valve being arranged upstream of the two working connections (1; 2) and,
in the switching position, connecting the first working connection (1) to a compressed
air source (10) and the second working connection (2) to a compressed air outlet (11)
and, in the rest position, connecting the second working connection to a compressed
air source (10) and the first working connection (1) to the control line (16) via
a connecting line (9), a check valve (18) blocking in the opposite direction being
arranged in the connecting line (9) and/or a throttle device being arranged upstream
of the compressed air connection (15) of the second directional valve.
4. Valve arrangement according to any of claims 1 to 3, characterized in that the second directional valve is designed as a 3/2-way valve.
5. Valve arrangement according to any of claims 1 to 3, characterized in that the second directional valve is designed as a 4/2-way valve.
6. Valve arrangement according to either claim 1 or claim 2, the first directional valve
being designed to alternately assume a rest position and a switching position with
an automatically resetting main stage (6), characterized in that the second directional valve connects the external control connection (8) of the
first directional valve, in the switching position thereof, to a compressed air source
(10) via a control line (16) and, in a rest position thereof, to a compressed air
outlet (17), and the air spring (19) of said second directional valve is acted upon
by means of the first directional valve in the rest position thereof and is vented
by means of the first directional valve in the switching position thereof, the first
directional valve being arranged upstream of the first working connection (1) and
connecting said connection to a compressed air source (10) in the switching position
and to a compressed air outlet (11) in the rest position, and the second directional
valve being arranged upstream of the second working connection (2) and connecting
said connection to a compressed air source (10) in the rest position and to a compressed
air outlet (25) in the switching position.
7. Valve arrangement according to any of claims 1 to 6, characterized in that the first directional valve is designed as a 5/2-way valve (4).
8. Valve arrangement according to either claim 1 or claim 2, in which the first directional
valve is designed as a 5/3-way valve (29) which is electro-pneumatically pilot-controlled
on both sides and has an automatically resetting main stage (6') and is designed to
assume a vented middle position as the rest position, as well as a first and a second
switching position is formed, the first switching position being assumed when the
preliminary stage, which is designed having the external control connection (8'),
is actuated and acted upon, characterized in that the second directional valve connects the external control connection (8) of the
first directional valve, in the switching position thereof, to a compressed air source
(10) via a control line (16) and, in a rest position thereof, to a compressed air
outlet (17), and the air spring (19) of said second directional valve is acted upon
by means of the first directional valve in the second switching position thereof and
is vented by means of the first directional valve in the first switching position
and rest position thereof, the first directional valve being arranged upstream of
the first working connection (1) and connecting said connection to a compressed air
source (10) in the first switching position and to a compressed air outlet (26) in
the second switching position and the rest position, and the second directional valve
being arranged upstream of the second working connection (2) and connecting said connection
to a compressed air source (10) in the rest position and to a compressed air outlet
(25) in the switching position.
9. Valve arrangement according to any of claims 1 to 3, 6 or 8, or any of claims 1 to
3 or 6, in each case in conjunction with claim 7, characterized in that the second directional valve is designed as a 5/2-way valve (12).
10. Valve arrangement according to any of claims 1 to 3, 6 or 7, in each case in conjunction
with claim 9, characterized in that the resetting device of the main stage (6) of the first directional valve is formed
in parallel with a mechanical spring (5) and an air spring (24), the air spring (24)
being acted upon externally by means of the second directional valve in the rest position
thereof, and being vented by means of the second directional valve in the switching
position thereof.
11. Control method for a valve arrangement according to claims 3 and 7, or claims 3 and
7, in each case in conjunction with one of claims 4, 5 or 9, or claims 3 and 7 and
claim 10, or claims 3, 7, 9 and 10, a throttle device being arranged upstream of the
compressed air connection (15) of the second directional valve, and no check valve
being arranged in the connecting line (9), characterized in that the preliminary stages of the two directional valves are designed to be electrically
switchable both together and individually.
12. Control method for a valve arrangement according to claims 6 and 7, or claims 6, 7
and claim 9, or claims 6, 7, 9 and 10, characterized in that the preliminary stages of the two directional valves are designed to be electrically
switchable both together and individually.
1. Agencement de vannes, comprenant un premier et un second raccords de travail (1; 2)
qui peuvent être reliés à un entraînement pneumatique et une première et une seconde
vannes directionnelles à commande électropneumatique (4, 29 ; 12) respectives, une
ou les deux vannes directionnelles (4, 29; 12) étant disposées en amont des raccords
de travail (1; 2) pour leur sollicitation et leur désaération, les étages préliminaires
(7; 13) des deux vannes directionnelles (4, 29; 12) étant conçus pour se réarmer automatiquement
et la seconde vanne directionnelle (12) étant conçue pour alterner entre une position
de repos et une position de commutation et l'étage préliminaire (7,7') de la première
vanne directionnelle (4, 29) présentant un raccord de commande externe (8; 8'), lequel
peut être sollicité par l'intermédiaire de la seconde vanne directionnelle (12) dans
sa position de commutation et être désaéré dans sa position de repos, caractérisé en ce que la seconde vanne directionnelle (12) présente , en tant que dispositif de retour
pour un étage principal (14), un ressort pneumatique (19) qui peut être sollicité
et désaéré de l'extérieur par l'intermédiaire de la première vanne directionnelle
(4, 29), et un changement d'état entre la sollicitation ou la désaération du ressort
pneumatique (19) de la seconde vanne directionnelle (12) après la prise d'une position
de commutation par la première vanne directionnelle (4, 29) n'a lieu seulement qu'en
fonction du changement de l'état de commutation de la première vanne directionnelle
(4, 29), et un changement d'état entre la sollicitation ou la désaération au niveau
de l'un ou des deux raccords de travail (1; 2) après une sollicitation ou une désaération
qui a lieu préalablement à la prise de la position de commutation par la seconde vanne
directionnelle (12) n'a lieu qu'en fonction de la prise de la position de repos par
la seconde vanne directionnelle (12).
2. Agencement de vannes selon la revendication 1, caractérisé en ce que les étages principaux (6, 6'; 14) des deux vannes directionnelles sont réalisés sous
forme de coulisseaux et/ou les étages préliminaires des deux vannes directionnelles
sont réalisés sous forme de construction de siège.
3. Agencement de vannes selon la revendication 1 ou 2, dans lequel la première vanne
directionnelle est conçue pour prendre de manière alternative une position de repos
et une position de commutation comportant un étage principal (6) à réarmement automatique,
caractérisé en ce que la seconde vanne directionnelle relie le raccord de commande externe (8) de la première
vanne directionnelle, dans sa position de commutation, à une source d'air comprimé
(10) et, dans sa position de repos, à une sortie d'air comprimé (17) par l'intermédiaire
d'une conduite de commande (16), et son ressort pneumatique (19) est sollicité par
l'intermédiaire de la première vanne directionnelle dans sa position de repos et désaéré
dans sa position de commutation, et dans lequel la première vanne directionnelle est
disposée en amont des deux raccords de travail (1; 2) et, dans la position de commutation,
relie le premier raccord de travail (1) à une source d'air comprimé (10) et le second
raccord de travail (2) à une sortie d'air comprimé (11) et, dans la position de repos,
relie le second raccord de travail à une source d'air comprimé (10) et le premier
raccord de travail (1) à la conduite de commande (16) par l'intermédiaire d'une conduite
de liaison (9), dans lequel une vanne anti-retour (18) à verrouillage dans le sens
inverse est disposée dans la conduite de liaison (9) et/ou un dispositif d'étranglement
est disposé en amont du raccord d'air comprimé (15) de la seconde valve directionnelle.
4. Agencement de vannes selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la seconde vanne directionnelle est réalisée en tant que vanne directionnelle à 3/2
voies.
5. Agencement de vannes selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la seconde vanne directionnelle est réalisée en tant que vanne directionnelle à 4/2
voies.
6. Agencement de vannes selon la revendication 1 ou 2, dans lequel la première vanne
directionnelle est conçu pour prendre de manière alternative une position de repos
et une position de commutation comportant un étage principal (6) à réarmement automatique,
caractérisé en ce que la seconde vanne directionnelle relie le raccord de commande externe (8) de la première
vanne directionnelle, dans sa position de commutation, à une source d'air comprimé
(10) par l'intermédiaire d'une conduite de commande (16) et, dans une position de
repos, à une sortie d'air comprimé (17), et son ressort pneumatique (19) est sollicité
par l'intermédiaire de la première vanne directionnelle dans sa position de repos
et désaéré dans sa position de commutation, et dans lequel la première vanne directionnelle
est disposée en amont du premier raccord de travail (1) et le relie, dans la position
de commutation, à une source d'air comprimé (10) et, dans la position de repos, à
une sortie d'air comprimé (11), et dans lequel la seconde vanne directionnelle est
disposée en amont du second raccord de travail (2) et le relie, dans la position de
repos, à une source d'air comprimé (10) et, dans la position de commutation, à une
sortie d'air comprimé (25).
7. Agencement de vannes selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la première vanne directionnelle est réalisée en tant que vanne directionnelle à
5/2 voies (4).
8. Agencement de vannes selon la revendication 1 ou 2, dans lequel la première vanne
directionnelle est réalisée en tant que vanne directionnelle (29) à 5/3 voies à commande
électropneumatique des deux côtés comportant un étage principal (6') à réarmement
automatique des deux côtés et est conçue pour prendre une position médiane désaérée
en tant que position de repos, ainsi qu'une première et une seconde positions de commutation,
dans lequel la prise de la première position de commutation a lieu lors de l'actionnement
et de la sollicitation de l'étage préliminaire conçu avec le raccord de commande externe
(8'), caractérisé en ce que la seconde vanne directionnelle relie le raccord de commande externe (8') de la première
vanne directionnelle, dans sa position de commutation, à une source d'air comprimé
(10) par l'intermédiaire d'une conduite de commande (16) et, dans une position de
repos, à une sortie d'air comprimé (17), et son ressort pneumatique (19) est sollicité
par l'intermédiaire de la première vanne directionnelle dans sa seconde position de
commutation, et est désaéré dans sa première position de commutation et position de
repos, et dans lequel la première vanne directionnelle est disposée en amont du premier
raccord de travail (1) et le relie, dans la première position de commutation, à une
source d'air comprimé (10) et, dans la seconde position de commutation et la position
de repos, à une sortie d'air comprimé (26), et dans lequel la seconde vanne directionnelle
est disposée en amont du second raccord de travail (2) et le relie, dans la position
de repos, à une source d'air comprimé (10) et, dans la position de commutation, à
une sortie d'air comprimé (25).
9. Agencement de vannes selon l'une des revendications 1 à 3, 6 ou 8, ou l'une des revendications
1 à 3 ou 6 en combinaison avec la revendication 7, caractérisé en ce que la seconde vanne directionnelle est réalisée en tant que vanne directionnelle à 5/2
voies (12).
10. Agencement de vannes selon l'une des revendications 1 à 3, 6 ou 7 en combinaison avec
la revendication 9, caractérisé en ce que le dispositif de rappel de l'étage principal (6) de la première vanne directionnelle
est conçu parallèlement à un ressort mécanique (5) et un ressort pneumatique (24),
dans lequel le ressort pneumatique (24) est sollicité de l'extérieur par l'intermédiaire
de la seconde vanne directionnelle dans sa position de repos et est désaéré dans sa
position de commutation.
11. Procédé de commande pour un agencement de vannes selon les revendications 3 et 7 ou
les revendications 3 et 7 en combinaison avec l'une des revendications 4, 5 ou 9,
ou les revendications 3 et 7 et la revendication 10, ou les revendications 3, 7, 9
et 10, dans lequel le raccord d'air comprimé (15) de la seconde vanne directionnelle
est disposé en amont d'un dispositif d'étranglement et aucune vanne anti-retour n'est
disposée dans la conduite de liaison (9), caractérisé en ce que les étages préliminaires des deux vannes directionnelles sont conçus pour être commutables
électriquement à la fois conjointement et individuellement.
12. Procédé de commande pour un agencement de vannes selon les revendications 6 et 7,
ou les revendications 6, 7 et 9, ou les revendications 6, 7, 9 et 10, caractérisé en ce que les étages préliminaires des deux vannes directionnelles sont commutables électriquement
à la fois conjointement et individuellement.