| (19) |
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(11) |
EP 3 695 167 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.09.2021 Patentblatt 2021/35 |
| (22) |
Anmeldetag: 05.10.2018 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2018/000286 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2019/072329 (18.04.2019 Gazette 2019/16) |
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| (54) |
KRAFTWERKSFEUERUNGSANLAGE
POWER STATION FURNACE SYSTEM
INSTALLATION DE COMBUSTION D'UNE CENTRALE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
11.10.2017 DE 102017009393
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.08.2020 Patentblatt 2020/34 |
| (73) |
Patentinhaber: Promecon Process Measurement Control GmbH |
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39179 Barleben (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- CONRADS, Hans Georg
30625 Hannover (DE)
- HALM, Alexander
39291 Hohenwarthe (DE)
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| (74) |
Vertreter: Fischer, Volker |
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Sperling, Fischer & Heyner
Patentanwälte
Bruno-Wille-Straße 9 39108 Magdeburg 39108 Magdeburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 657 599 US-A1- 2011 197 831
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DE-A1-102012 014 260
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Kraftwerksfeuerungsanlage mit einer Vielzahl von parallel
wirkenden, in einer Wand eines Feuerungsraumes angeordneten und über eine gemeinsame
Windbox mit Verbrennungsluft versorgten Brennern, wobei jedem einzelnen Brenner die
Verbrennungsluft über einen oder mehrere den Brenner konzentrisch umgebende/n Ringspalt/e
zugeführt wird.
[0002] In einer Kraftwerksfeuerungsanlage sind meist eine Vielzahl von Brennern parallel
wirkend in einer Wand eines Feuerungsraumes angeordnet und werden über eine gemeinsame
Windbox mit Verbrennungsluft versorgt. Bevorzugt wird die Verbrennungsluft dem einzelnen
Brenner über einen oder mehrere den Brenner konzentrisch umgebende/n Ringspalt/e zugeführt.
Dabei umfasst die Zuführung der Verbrennungsluft zum Ringspalt Mittel, um die durch
den Ringspalt und nachfolgend in den Feuerungsraum einströmende Verbrennungsluftmenge
zu beeinflussen. Des Weiteren sind in dem oder den Ringspalt/en gegebenenfalls in
ihrer Stellung veränderbare Luftleiteinrichtungen, beispielsweise Leitschaufeln, angeordnet,
um die Verbrennungsluft spiralförmig als Drallströmung um eine sich vor dem Brenner
ausbildende Flamme kreisend in den Feuerungsraum einzuleiten, wobei die Strömungsrichtung
des Verbrennungsluftstromes durch eine Veränderung der Stellung der Leitschaufeln
veränderbar sein kann. Im Falle der Anordnung mehrerer konzentrischer Ringspalte können
sowohl die Mittel zur Beeinflussung der durch den Ringspalt und nachfolgend in den
Feuerungsraum einströmenden Verbrennungsluftmenge als auch die Luftleiteinrichtungen,
beispielsweise Leitschaufeln, in jedem Ringspalt anders ausgebildet und separat steuerbar
sein. Durch die Anordnung mehrerer konzentrischer Ringspalte um einen Brenner kann
die Verbrennungsluft für die Haupt- und die Nachverbrennung getrennt, d.h. in unterschiedliche
Verbrennungszonen der Flamme in Strömungsrichtung und Verbrennungsluftmenge unterschiedlich,
in den Feuerungsraum vor einem einzelnen Brenner eingeleitet werden. Die Leitschaufeln
zur Erzeugung einer Drallströmung des Verbrennungsluftstromes und die Mittel zur Beeinflussung
der Verbrennungsluftmenge können als Stellglieder in eine Steuereinrichtung zur Steuerung
des Verbrennungsprozesses eingebunden sein, so dass der Verbrennungsprozess für jeden
einzelnen Brenner einer Kraftwerksfeuerungsanlage getrennt gesteuert werden kann.
Für eine optimierte Steuerung des Verbrennungsprozesses in einer Kraftwerksfeuerungsanlage
ist es erforderlich, jedem einzelnen Brenner eine für eine optimale Verbrennung der
dem Brenner zugeführten Brennstoffmenge adäquate Verbrennungsluftmenge für die Haupt-
und die Nachverbrennung zuzuführen, also das Brennstoff-Luft-Verhältnis bei der Verbrennung
zu steuern, was bedeutet, dass bei einer bekannten dem Brenner zugeführten Brennstoffmenge
die durch jeden den Brenner umgebenden Ringspalt strömende Verbrennungsluftmenge bestimmt
und ggf. nachfolgend verändert werden muss.
[0003] Zur Beeinflussung der einem Brenner oder einer Gruppe von Brennern zugeführten Verbrennungsluftmenge
ist es bekannt, in der Windbox Luftleitbleche zur Beeinflussung des Verbrennungsluftstromes
innerhalb der Windbox anzuordnen, um so die Aufteilung der der Windbox insgesamt zugeführten
Verbrennungsluftmenge auf einzelne Brenner oder Gruppen von Brennern zu beeinflussen.
Die der Windbox insgesamt zugeführte Verbrennungsluftmenge kann vergleichsweise einfach
bestimmt werden. Diese Lösung ermöglicht jedoch keine optimierte Steuerung des Verbrennungsprozesses
in einer Kraftwerksfeuerungsanlage.
[0004] Für eine Bestimmung der einem Brenner zugeführten Verbrennungsluftmenge ist es bekannt,
die Geschwindigkeit des Verbrennungsluftstromes zu messen und über die geometrischen
Abmessungen der Querschnittsfläche des die Verbrennungsluft führenden Kanales die
Verbrennungsluftmenge zu errechnen. Zur Messung der Geschwindigkeit des Verbrennungsluftstromes
sind aus dem Stand der Technik in den Verbrennungsluftstrom einbringbare Staudrucksonden,
auch Pitotrohr oder Prandtlsches Staurohr genannt, bekannt. Derartige Staudrucksonden
sind jedoch nicht für eine Messung der Geschwindigkeit des Verbrennungsluftstromes
im Ringspalt von Verbrennungsluftzuführungen zu einem Brenner in einer Kraftwerksfeuerungsanlage
anwendbar, weil die Strömung der Verbrennungsluft im Ringspalt hochgradig turbulent
ist und ggf. einen Drall mit stark gekrümmten Strömungslinien ausweist, so dass mittels
einer Staudrucksonde nur eine gerichtete Geschwindigkeit des Verbrennungsluftstromes
bestimmt werden kann, wenn der Verbrennungsluftstrom senkrecht auf die Sonde trifft.
Bei turbulenter Strömung und nicht senkrechtem Auftreffen des Verbrennungsluftstromes
auf die Staudrucksonde, insbesondere bei veränderlicher Richtung des Verbrennungsluftstromes,
kann aus dem mittels der Staudrucksonde ermittelten Differenzdruck keine gerichtete
Geschwindigkeit des Verbrennungsluftstromes bestimmt werden. Eine Bestimmung der durch
einen Ringspalt strömenden Verbrennungsluftmenge ist somit mittels im Ringspalt angeordneter
Staudrucksonden nicht möglich. Hinzu kommt, dass die Verbrennungsluft in einer Kohlekraftwerksfeuerungsanlage
in erheblichem Maße mit Aschepartikeln beladen ist, was zu einer schnellen Verschmutzung
der Staudrucksonden führt. Die Lösung ist somit für eine optimierte Steuerung des
Verbrennungsprozesses in einer Kraftwerksfeuerungsanlage nicht anwendbar.
[0005] Im Firmenprospekt Measuring individual burner airflow, Application Builletin ICA-06
der Firma Air Monitor Corporation, Santa Rosa, CA 95406 ist die Anordnung von Staudrucksonden
in Strömungsrichtung des Verbrennungsluftstromes vor den die Verbrennungsluft zu einem
Brenner leitenden Ringspalten in einer Windbox beschrieben. Staudrucksonden sind jedoch,
wie beschrieben, infolge Verschmutzung erheblich störanfällig. Auch bei einer Anordnung
in einer Windbox vor dem Ringspalt sind daher regelmäßige, aufwendige Wartungszyklen
und ein regelmäßiges Spülen der Staudrucksonden mit gereinigter Frischluft für eine
sichere Funktion notwendig. Die beschriebene Anordnung wird daher zumeist lediglich
zum Einmessen der Brenneranordnung verwendet, ohne dass dabei ein realer Verbrennungsprozess
stattfindet. Für eine optimierte Steuerung des Verbrennungsprozesses in einer Kraftwerksfeuerungsanlage
ist sie ebenfalls nicht anwendbar.
[0006] Aus der
DE 200 21 271 U1 ist eine Sensoreinrichtung zur Bestimmung der einem oder einer Gruppe von Brennern
einer Brenneranordnung mit gemeinsamer Verbrennungsluftzuführung über eine Windbox
zugeführten Verbrennungsluftmenge nach dem Kreuzkorrelationsmessverfahren bekannt,
bei der innerhalb der Windbox, jeweils den Strömungsquerschnitt der Windbox durchspannend,
Sensoranordnungen so angeordnet sind, dass der jeweils um die einem Brenner oder einer
Gruppe von Brennern zugeführte Verbrennungsluftmenge reduzierte Verbrennungsluftstrom
durch die Sensoranordnungen hindurchströmt. Dabei besteht eine Sensoranordnung aus
zwei in Strömungsrichtung des Verbrennungsluftstromes hintereinander, beabstandet
zueinander und sich kreuzend angeordneten, den Querschnitt der Windbox durchspannenden
einzelnen Sensorstäben oder Sensorstabgruppen. Aus den auf den Sensorstäben infolge
elektrischer Influenz, die von an den Sensorstäben vorbeifliegenden, im Verbrennungsluftstrom
transportierten, elektrisch geladenen Partikeln bewirkt wird, generierten Signalen
wird mittels Korrelationsverfahren die Geschwindigkeit des Verbrennungsluftstromes
bestimmt. Anhand der Geschwindigkeit des Verbrennungsluftstromes und der zugehörigen
Geometrie der Windbox kann die jeweils durch die Windbox strömende Verbrennungsluftmenge
errechnet werden. Die einem einzelnen Brenner zugeführte Menge an Verbrennungsluft
kann mit dieser Einrichtung jedoch nur bei speziellen Anordnungen von Brennern in
Verbindung mit einer speziell ausgebildeten Windbox bestimmt werden. Für die Praxis
sind derartige Anordnungen von Brennern und Ausbildungen einer Windbox kaum von Bedeutung.
Außerdem hat diese Lösung den Nachteil, dass die aufeinander Bezug nehmenden Messungen
bedingt durch Fehlerfortpflanzung einen erheblichen Messfehler aufweisen können. Auch
diese Lösung ist für eine optimierte Steuerung des Verbrennungsprozesses in einer
Kraftwerksfeuerungsanlage nicht geeignet.
[0007] Aus der
DE 10 2012 014 260 A1 sind eine Einrichtung und ein Verfahren zur Steuerung des Brennstoff-Luft-Verhältnisses
bei der Verbrennung gemahlener Kohle in einer Kohlekraftwerksfeuerungsanlage bekannt,
bei der die Verbrennungsluftmengenmessung und die Tragluftmengenmessung nach der Korrelationsmethode
durch Auswertung von elektrischen Signalen, die mittels im Luftstrom angeordneter
Sensoren gewonnen werden, erfolgt. Dazu sind im luftführenden Kanal, in Strömungsrichtung
der Luft hintereinander zwei Sensorstäbe angeordnet, in denen durch elektrische Induktion,
die durch sich an den Sensorstäben vorbeibewegende, im Luftstrom geführte elektrisch
geladene Teilchen bewirkt wird, elektrische Signale generiert werden, die einer Korrelationsmesseinrichtung
zugeleitet werden. Mittels Korrelationsmessmethode wird die Zeit bestimmt, die die
elektrisch geladenen Teilchen zur Überwindung des Abstandes zwischen den beiden Sensorstäben
benötigen. Aus der Zeit und dem Abstand der Sensorstäbe wird die Strömungsgeschwindigkeit
des Luftstromes und anhand der Geometrie des luftführenden Kanales die Luftmenge errechnet.
In Strömungsrichtung der Luft vor den Sensorstäben sind eine Elektrode und eine Gegenelektrode
angeordnet, die mit einer Hochspannungsquelle mit einer Spannung zwischen 12 kV und
20 kV verbunden sind. Die mit der Hochspannungsquelle verbundene Elektrode ist derart
im Luftstrom angeordnet, dass mindestens ein Teil des Luftstromes der Wirkung eines
von der Elektrode zur Gegenelektrode fließenden lonenstromes ausgesetzt ist und so
elektrisch beeinflusst wird. Für eine optimierte Steuerung des Verbrennungsprozesses
jedes einzelnen in einer Kraftwerksfeuerungsanlage angeordneten Brenners sind die
in der
DE 10 2012 014 260 A1 beschriebene Einrichtung und das beschriebene Verfahren nicht anwendbar.
Die
US 2011/0197831 A1 offenbart eine Kraftwerksfeuerungsanlage mit mehreren in einer Wand eines Feuerungsraums
angeordneten Brennern. Die zu den einzelnen Brennern zugeführten Brennstoffmengen
und Verbrennungsluftmengen werden individuell gemessen und geregelt.
[0008] Gängige Praxis ist es, den Verbrennungsprozess in einer Kraftwerksferungsanlage anhand
statischer Kennlinien zu steuern, wobei nur die allen über eine Windbox mit Verbrennungsluft
versorgten Brennern zugeführte Brennstoffmenge sowie die den Brennern über die Windbox
zugeführte gesamte Verbrennungsluftmenge als Steuergrößen berücksichtigt werden. Eine
optimierte Steuerung des Verbrennungsprozesses ist damit nicht möglich.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung einer Einrichtung zur Steuerung des
Verbrennungsprozesses in einer Kraftwerksfeuerungsanlage, die eine optimierte Steuerung
des Verbrennungsprozesses ermöglicht, d.h., die eine optimierte Steuerung des Verbrennungsprozesses
jedes einzelnen in einer Kraftwerksfeuerungsanlage angeordneten Brenners ermöglicht.
[0010] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Kraftwerksfeuerungsanlage mit den Merkmalen
des ersten Patentanspruches gelöst. Die Ansprüche 2 bis 8 beschreiben vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung.
[0011] Eine Kraftwerksfeuerungsanlage mit mehreren in einer Wand eines Feuerungsraumes angeordneten
Brennern, bei denen die Zuführung der Verbrennungsluft über einen oder mehrere jeden
Brenner konzentrisch umgebende/n Ringspalt/e erfolgt und jeder Brenner Mittel zur
Beeinflussung der Menge der durch den oder die Ringspalt/e in den Feuerungsraum strömenden
Verbrennungsluftmenge aufweist, umfasst eine Einrichtung zur Steuerung des Verbrennungsprozesses,
die mindestens Mittel zur Erfassung der einem Brenner zugeführten Brennstoffmenge
sowie Mittel zur Bestimmung der durch den oder die Ringspalt/e strömenden Verbrennungsluftmenge
umfasst. Dabei ist die Einrichtung zur Steuerung des Verbrennungsprozesses derart
ausgebildet, dass für jedes Mittel zur Beeinflussung der Menge der durch den oder
die einen Brenner umgebende/n Ringspalt/e in den Feuerungsraum strömenden Verbrennungsluftmenge
Stellsignale generiert werden, um so die durch jeden Ringspalt strömende Verbrennungsluftmenge
zu beeinflussen. Ein Mittel zur Bestimmung der durch einen Ringspalt strömenden Verbrennungsluftmenge
umfasst mindestens zwei, ein korrespondierendes Paar bildende, Sensorstäbe aus elektrisch
leitfähigem Material, die im Ringspalt quer zur Längsachse des Ringspaltes oder in
einem Winkel α zur Längsachse des Ringspaltes mit 30° ≤ α ≤ 90° und in Strömungsrichtung
des Verbrennungsluftstromes hintereinander und parallel mit einem Abstand a beabstandet
zueinander angeordnet sind, wobei die Anordnung der korrespondierenden Sensorstäbe
so erfolgt, dass zumindest ein Teil der am in Strömungsrichtung des Verbrennungsluftstromes
ersten Sensorstab des korrespondierenden Paares vorbeiströmenden Verbrennungsluft
auch am in Strömungsrichtung des Verbrennungsluftstromes zweiten Sensorstab des korrespondierenden
Paares vorbeiströmt. Dabei sind die Sensorstäbe in Längsrichtung entsprechend der
Krümmung des Ringspaltes gekrümmt und gegenüber den den Ringspalt ausbildenden Wandungen
elektrisch isoliert angeordnet. Sie sind also derart im Ringspalt angeordnet, dass
ihre Längsrichtung nahezu quer oder in einem Winkel zwischen 30° und 90 ° zur Strömungsrichtung
des Verbrennungsluftstromes liegt, wobei sie bevorzugt mit einem zu den beiden den
Ringspalt ausbildenden Wandungen über die Längel der Sensorstäbe gleichmäßigen Abstand
im Ringspalt angeordnet sind. Die Sensorstäbe weisen eine Länge l von l > 20 mm, bevorzugt
I > 200 mm, auf. Ein Mittel zur Bestimmung der durch einen Ringspalt strömenden Verbrennungsluftmenge
umfasst außerdem eine Korrelationsmesseinrichtung, mit der die Sensorstäbe elektrisch
verbunden sind, wobei mittels der Korrelationsmesseinrichtung durch Auswertung der
durch elektrische Influenz auf den Sensorstäben, die von an den Sensorstäben vorbeifliegenden,
im Verbrennungsluftstrom transportierten elektrisch geladenen Partikeln bewirkt wird,
erzeugten elektrischen Signale die Geschwindigkeit des Verbrennungsluftstromes quer
zur Längsrichtung der Sensorstäbe bestimmt wird. Dabei wird für den Fall, dass die
Sensorstäbe nicht quer zur Längsachse des Ringspaltes angeordnet sind, eine Komponente
der Strömungsgeschwindigkeit des Verbrennungsluftstromes in Richtung der Längsachse
des Ringspaltes errechnet und ausgehend von der Komponente der Strömungsgeschwindigkeit
des Verbrennungsluftstromes in Richtung der Längsachse des Ringspaltes und anhand
der geometrischen Abmessungen der Querschnittsfläche des Ringspaltes die durch den
Ringspalt strömende Verbrennungsluftmenge ermittelt. Umgeben einen Brenner mehrere
Ringspalte, sind, wie vorstehend beschrieben, in jedem Ringspalt Sensorstäbe angeordnet
und elektrisch mit einer Korrelationsmesseinrichtung verbunden, so dass die durch
jeden einen Brenner umgebenden Ringspalt strömende Verbrennungsluftmenge ermittelt
werden kann. Somit ist für jeden in der Wand eines Feuerungsraumes einer Kraftwerksfeuerungsanlage
angeordneten Brenner eine optimale Steuerung des Verbrennungsprozesses möglich, indem
zu der dem Brenner zugeführten Brennstoffmenge eine für eine optimale Verbrennung
adäquate Verbrennungsluftmenge zugeführt wird, indem die durch den oder die den Brenner
umgebende/n Ringspalt/e strömende Verbrennungsluftmenge ermittelt und entsprechend
der für die Verbrennung adäquaten Verbrennungsluftmenge mittels der Mittel zur Beeinflussung
der Menge der durch den oder die Ringspalt/e in den Feuerungsraum strömenden Verbrennungsluftmenge
beeinflusst wird.
[0012] Unter der Komponente der Strömungsgeschwindigkeit des Verbrennungsluftstromes in
Richtung der Längsachse des Ringspaltes wird diejenige Komponente der Strömungsgeschwindigkeit
des Verbrennungsluftstromes verstanden, mit der sich der Verbrennungsluftstrom in
Richtung der Längsachse des Ringspaltes bewegt, die also die maßgebliche Geschwindigkeit
für den Transport einer bestimmten Verbrennungsluftmenge in einer bestimmten Zeiteinheit
durch den Ringspalt ist. Auf Grund der hochgradigen Turbulenz der Strömung des Verbrennungsluftstromes
im Ringspalt, der in einer Kraftwerksfeuerungsanlage eine Breite zwischen 20 mm und
200 mm und einen Umfang zwischen 100 cm und 1500 cm besitzt, sowie ggf. erzeugter
Drallströmungen des Verbrennungsluftstromes im Ringspalt treten in Richtung und Betrag
unterschiedlichste Komponenten der Strömungsgeschwindigkeit des Verbrennungsluftstromes
im Ringspalt auf. Für die Bestimmung der einem Brenner zugeführten Verbrennungsluftmenge
sind diese vorgenannten unterschiedlichsten Komponenten der Strömungsgeschwindigkeit
des Verbrennungsluftstromes nicht relevant. Hierfür maßgebend ist lediglich die Komponente
der Strömungsgeschwindigkeit des Verbrennungsluftstromes in Richtung der Längsachse
des Ringspaltes, also wie beschrieben, jene Komponente der Strömungsgeschwindigkeit
des Verbrennungsluftstromes, mit der die Verbrennungsluft in Längsrichtung durch den
Ringspalt transportiert wird.
[0013] Überraschenderweise wurde gefunden, dass auf den, wie vorstehend beschrieben, in
einem Ringspalt angeordneten, ein korrespondierendes Paar bildenden, Sensorstäben
durch Influenz, die von an den Sensorstäben vorbeifliegenden, im Verbrennungsluftstrom
transportierten elektrisch geladenen Partikeln bewirkt wird, elektrische Signale generiert
werden, die mittels Korrelationsmesseinrichtung auswertbar sind, und zwar derart,
dass ein Zeitversatz der korrelierenden elektrischen Signale ermittelt wird, der dividiert
durch den Abstand a der korrespondierenden Sensorstäbe ein Maß für die Komponente
der Strömungsgeschwindigkeit des Verbrennungsluftstromes im Ringspalt quer zur Längsrichtung
der Sensorstäbe ist. Dies ist deshalb überraschend, weil bei realen Messanordnungen
der Abstand a der korrespondierenden Sensorstäbe 2 - 5 mal größer als die Breite des
Ringspaltes ist und weil sich die elektrisch geladenen Partikel zwar insgesamt in
Strömungsrichtung des Verbrennungsluftstromes bewegen, diese Bewegung aufgrund der
hochgradigen Turbulenz des Verbrennungsluftstromes aber überlagert ist von einer überwiegend
in Betrag und Richtung chaotischen Bewegung der elektrisch geladenen Partikel, wobei
häufige Kollisionen mit den auf Massepotenzial liegenden Wandungen des Ringspaltes
auftreten, was eine elektrische Entladung dieser Partikel zur Folge hat.
[0014] Im Falle der Anordnung einer Luftleiteinrichtung zur Erzeugung einer Drallströmung
des Verbrennungsluftstromes ist es vorteilhaft, die korrespondierenden Sensorstäbe
in Strömungsrichtung des Verbrennungsluftstromes nach der Luftleiteinrichtung im Ringspalt
anzuordnen.
[0015] Es ist im Falle der Anordnung einer Luftleiteinrichtung zur Erzeugung einer Drallströmung
des Verbrennungsluftstromes weiterhin vorteilhaft, die ein korrespondierendes Paar
bildenden Sensorstäbe parallel zueinander verschoben anzuordnen, und zwar derart,
dass zumindest ein Teil der am in Strömungsrichtung des Verbrennungsluftstromes ersten
Sensorstab des korrespondierendes Paares vorbeiströmenden Verbrennungsluft auch am
in Strömungsrichtung des Verbrennungsluftstromes zweiten Sensorstab des korrespondierenden
Paares vorbeiströmt. Dabei sollten die Sensorstäbe so ausreichend lang bemessen sein,
d.h. ca. 1/4 des inneren Umfanges des Rinspaltes überstreichen, dass auch bei einer
Veränderung des Drehwinkels der Drallströmung des Verbrennungsluftstromes die Bedingung
erfüllt ist, dass zumindest ein Teil der am in Strömungsrichtung des Verbrennungsluftstromes
ersten Sensorstab des korrespondierendes Paares vorbeiströmenden Verbrennungsluft
auch am in Strömungsrichtung des Verbrennungsluftstromes zweiten Sensorstab des korrespondierenden
Paares vorbeiströmt.
[0016] Bevorzugt sind die Sonsorstäbe als Rundstab mit einem Durchmesser D mit 1 mm ≤ D
≤ 20 mm oder als Vierkantstab mit einer Kantenlänge e in Richtung der Breite b des
Ringspaltes mit 1 mm ≤ e ≤ 20 mm ausgebildet. Dabei wird von in der Praxis realen
Bedingungen ausgegangen, d.h. von einer Breite b des Ringspaltes zur Zuführung der
Verbrennungsluft zu einem Brenner in einer Kraftwerksfeuerungsanlage zwischen 20 mm
≤ b ≤ 200 mm und einem Umfang des Ringspaltes zwischen 100 cm ≤ Umfang des Ringspaltes
≤ 1500 cm. Die Sensorstäbe müssen dabei einerseits so stabil ausgebildet sein, dass
sie im Verbrennungsluftstrom nicht schwingen, sie dürfen andererseits aber auch nicht
so groß bemessen sein, dass sie den effektiven Querschnitt des Ringspaltes für den
Durchtritt des Verbrennungsluftstromes übermäßig schmälern.
[0017] Es kann vorteilhaft sein, einen oder mehrere Sensorstäbe in Längsrichtung des Sensorstabes
elektrisch und ggf. auch mechanisch segmentiert auszubilden, wobei die einen Sensorstab
bildenden Segmente in Längsrichtung der Segmente fluchtend zueinander angeordnet sind.
Die Segmente eines Sensorstabes können elektrisch in Reihe geschaltet und der elektrisch
segmentierte Sensorstab quasi als elektrische Einheit mit einem Eingang der Korrelationsmesseinrichtung
verbunden sein. Es kann aber auch jedes Segment eines elektrisch segmentierten Sensorstabes
elektrisch mit einem separaten Eingang der Korrelationsmesseinrichtung verbunden sein.
[0018] Bei einer weiteren Ausbildung können die Sensorstäbe als auf eine der beiden den
Ringspalt ausbildenden Wandungen elektrisch isoliert gegenüber der Wandung aufgeklebte
Folienstreifen aus elektrisch leitfähigem Material ausgebildet sein.
[0019] Bei einer anderen bevorzugten Ausbildung der Mittel zur Bestimmung der durch einen
Ringspalt strömenden Verbrennungsluftmenge sind im Ringspalt zwei Paar korrespondierender
Sensorstäbe angeordnet und jeweils mit einer Korrelationsmesseinrichtung elektrisch
verbunden, wobei die beiden Paare korrespondierender Sensorstäbe in Längsrichtung
in einem unterschiedlichen Winkel α zur Längsachse des Ringspaltes angeordnet sind.
Bevorzugt ist dabei ein Paar korrespondierender Sensorstäbe quer, d.h. in einem Winkel
α
1 = 90° zur Längsachse des Ringspaltes, angeordnet und das zweite Paar korrespondierender
Sensorstäbe in einem Winkel von α
2 = 45° zur Längsachse des Ringspaltes, jedoch unter der Bedingung, dass zumindest
ein Teil der am in Strömungsrichtung des Verbrennungsluftstromes ersten Sensorstab
eines korrespondierendes Paares vorbeiströmenden Verbrennungsluft auch am in Strömungsrichtung
des Verbrennungsluftstromes zweiten Sensorstab des korrespondierenden Paares vorbeiströmt.
Dabei wird durch Auswertung der Signale, die mit dem ersten, d.h. in einem Winkel
α
1 = 90° zur Längsachse des Ringspaltes, angeordneten Sensorpaar generiert werden, die
Geschwindigkeit des Verbrennungsluftstromes in Richtung der Längsachse des Ringspaltes
bestimmt, während mit dem zweiten, d.h. in einem Winkel α
2 = 45° zur Längsachse des Ringspaltes, angeordneten Sensorpaar eine Geschwindigkeitskomponente
der in einem Winkel α
2 = 45° zur Längsachse des Ringspaltes strömenden Komponente des Verbrennungsuftstromes
bestimmt wird. Aus beiden Geschwindigkeiten kann mittels Triangulation der Drallwinkel
γ eines eine Drallströmung aufweisenden Verbrennungsluftstromes errechnet werden,
wenn der Drallwinkel γ die Bedingung (90° - α
1 ) > γ > (90° - α
2) erfüllt. Dabei sind die Winkel α
1 = 90° des einen Paares korrespondierender Sensorstäbe und α
2 = 45° des zweiten Paares korrespondierender Sensorstäbe nur beispielhaft bevorzugt
benannt. Es sind selbstverständlich auch andere Winkel α
1 und α
2 der Längsrichtungen der Paare korrespondierender Sensorstäbe möglich, wenn dies zur
Erfüllung der Bedingung (90° - α
1) > γ > (90° - α
2) erforderlich ist. Für den Fall, dass im Ringspalt in ihrer Stellung veränderbare
Luftleitschaufeln angeordnet sind, kann so der Drallwinkel bestimmt und über die Stellung
der Luftleitschaufeln gezielt beeinflusst werden, wodurch der Verbrennungsprozess
zusätzlich beeinflusst, d.h. gesteuert werden kann.
[0020] Der besondere Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die Geschwindigkeit des Verbrennungsluftstromes
direkt und unmittelbar in dem/n einen Brenner in einer Kraftwerksfeuerungsanlage umgebende/n
Ringspalt/e bestimmt wird und somit direkt und unmittelbar die einem Brenner in einer
Kraftwerksfeuerungsanlage zugeführte Verbrennungsluftmenge bestimmt werden kann. Über
die Beeinflussung des Verbrennungsluftstromes, d.h. der Menge an Verbrennungsluft,
die durch den Ringspalt strömt, wird der Verbrennungsprozess in einer Kraftwerksfeuerungsanlage
nach vorgewählten Kriterien optimal gesteuert.
[0021] Selbstverständlich ist es auch möglich auf diese Weise eine Regelung des Verbennungsprozesses
in einer Kraftwerksfeuerungsanlage zu realisieren.
[0022] Nachfolgend soll die Erfindung anhand dreier Ausführungsbeispiele näher erläutert
werden. Die zugehörigen Zeichnungen zeigen in
- Fig. 1:
- einen Teilschnitt eines Ringspaltes um einen Brenner mit einem korrespondierenden
Paar im Ringspalt angeordneter Sensorstäbe, in
- Fig. 2a:
- einen Längsschnitt durch einen Brenner mit umgebendem Ringspalt und einem im Ringspalt
angeordneten korrespondierenden Paar Sensorstäben, in
- Fig. 2b und c:
- zwei Querschnitte durch einen Brenner mit umgebendem Ringspalt jeweils in der Ebene
der angeordneten Sensorstäbe, in
- Fig. 3:
- einen Teilschnitt eines Ringspaltes um einen Brenner mit einem korrespondierenden
Paar im Ringspalt in einem Winkel α = 45° zur Längsachse des Rinspaltes angeordneten
Sensorstäben, in
- Fig. 4a:
- einen Teilschnitt eines Ringspaltes um einen Brenner mit zwei korrespondierenden Paaren
im Ringspalt angeordneter Sensorstäbe, wobei die Paare korrespondierender Sensorstäbe
jeweils in einem anderen Winkel α zur Längsachse des Rinspaltes angeordnet sind und
in
- Fig. 4b:
- eine Abwicklung des Ringspaltes mit den auf der äußeren Wandung des Brenners angeordneten
korrespondierenden Sensorstäben.
[0023] Fig. 1 zeigt Mittel zur Bestimmung der durch einen Ringspalt 3 strömenden Verbrennungsluftmenge
mit einem Brenner 1, der koaxial von einer Rohrleitung 2 umgeben ist, derart, dass
zwischen der äußeren Wandung des Brenners 1 und der Rohrleitung 2 ein Ringspalt 3
ausgebildet ist. Der Brenner 1, die Rohrleitung 2 und der Ringspalt 3 besitzen eine
gemeinsame koaxiale Längsachse 4. Im Ringspalt 3 wird Verbrennungsluft geführt. Die
Rohrleitung 2 weist eine Einziehung 5 mit einer Verringerung der Ringspaltbreite b
zur Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit v des Verbrennungsluftstromes auf. Im Bereich
der Einziehung 5 sind im Ringspalt 3 Leitschaufeln 6 angeordnet, die eine Drallströmung
des Verbrennungsluftstromes in dem sich nach der Einziehung in Richtung der koaxialen
Längsachse 4 anschließenden Ringspaltabschnitt 3.1 bewirken. Dieser Ringspaltabschnitt
3.1 besitzt eine gleichbleibende Ringspaltbreite b. Die Strömungsrichtung des Verbrennungsluftstromes
veranschaulicht ein Pfeil 7. Die Drehrichtung der Drallströmung ist durch einen Pfeil
8 veranschaulicht. Die für die Bestimmung der dem Brenner 1 zugeführten Verbrennungsluftmenge
maßgebende Komponente des Verbrennungsluftstromes im Ringspaltabschnitt 3.1 ist die
parallel zur koaxialen Längsachse 4 bzw. orthogonal zur Querschnittsfläche des Ringspaltabschnittes
3.1 gerichtete Komponente des Verbrennungsluftstromes. Sie ist in Fig. 1 durch Pfeil
9 veranschaulicht. Innerhalb des Ringspaltabschnittes 3.1 sind zwei Sensorstäbe 10
und 11 angeordnet. Die Sensorstäbe 10 und 11 sind elektrisch isoliert jeweils mittels
zweier Stützböcke 12 auf der äußeren Wandung des Brenners 1 montiert. Die Sensorstäbe
10 und 11 sind quer zur Längsachse 4 angeordnet und in ihrer Längsrichtung der Krümmung
des Ringspaltabschnittes 3.1 derart angepasst, dass sie zu den beiden den Ringspaltabschnitt
3.1 begrenzenden Wandungen, d.h. der äußeren Wandung des Brenners 1 und der Innenseite
der Rohrleitung 2, über ihre Länge jeweils einen gleichen Abstand c bzw. d besitzen.
Dabei ist der Abstand c der Abstand zwischen der äußeren Wandung des Brenners 1 und
den Sensorstäben 10 und 11 und der Abstand d der Abstand zwischen der inneren Wandung
der Rohrleitung 2 und den Sensorstäben 10 und 11. Die beiden Sensorstäbe 10 und 11
sind zu den den Ringspaltabschnitt 3.1 begrenzenden Wandungen gleich beabstandet.
Sie sind weiterhin so angeordnet, dass sie zueinander parallel mit dem Abstand a liegen,
dabei aber radial gegeneinander verdreht sind, und zwar derart, dass der in Strömungsrichtung
7 des Verbrennungsluftstromes zweite Sensorstab 11 in Drehrichtung 8 der Drallströmung
des Verbrennungsluftstromes gegenüber dem in Strömungsrichtung 7 des Verbrennungsluftstromes
ersten Sensorstab 10 parallel verschoben angeordnet ist. Die Fig. 2a bis 2c veranschaulichen
die vorbeschriebene Anordnung der Sensorstäbe 10 und 11 im Ringspaltabschnitt 3.1.
Die Sensorstäbe 10 und 11 sind elektrisch mit einer Korrelationsmesseinrichtung 13
verbunden. Durch elektrische Influenz, die von an den Sensorstäben 10 und 11 vorbeifliegenden,
im Verbrennungsluftstrom transportierten elektrisch geladenen Partikeln bewirkt wird,
werden auf den Sensorstäben 10 und 11 elektrische Signale generiert, die mittels der
Korrelationsmesseinrichtung 13 auswertet werden, und zwar derart, dass ein Zeitversatz
der korrelierenden elektrischen Signale ermittelt wird, der dividiert durch den Abstand
a der Sensorstäbe 10 und 11 ein Maß für die Komponente der Strömungsgeschwindigkeit
v des Verbrennungsluftstromes im Ringspaltabschnitt 3.1 quer zur Längsrichtung der
Sensorstäbe 10 und 11 bei der in Fig. 1 dargestellten Anordnung der Sensorstäbe 10
und 11, also in Richtung der Längsachse 4 des Ringspaltabschnittes 3.1, ist. Ausgehend
von der so bestimmten Komponente der Strömungsgeschwindigkeit v des Verbrennungsluftstromes
in Richtung der Längsachse 4 des Ringspaltabschnittes 3.1 wird mit der Querschnittsfläche
des Ringspaltabschnittes 3.1 die dem Brenner 1 zugeführte Verbrennungsluftmenge bestimmt.
Gleichzeitig wird mit nicht dargestellten Mitteln zur Erfassung der einem Brenner
1 zugeführten Brennstoffmenge die dem Brenner 1 zugeführte Brennstoffmenge erfasst
und über die Veränderung der Verbrennungsluftmenge der Verbrennungsprozess gesteuert.
[0024] Bei den in Fig. 3 gezeigten Mitteln zur Bestimmung der durch einen Ringspalt 3 strömenden
Verbrennungsluftmenge sind die korrespondierenden Sensorstäbe 10 und 11 in einem Winkel
von α = 45° zur Längsachse 4 des Ringspaltes angeordnet. Alle übrigen Merkmale des
Ringspaltes 3 und der Anordnung der Sensorstäbe 10 und 11 im Ringspaltabschnitt 3.1
entsprechen denen der in Fig. 1 gezeigten Mittel zur Bestimmung der durch einen Ringspalt
3 strömenden Verbrennungsluftmenge. Mit den in Fig. 3 dargestellten Mitteln zur Bestimmung
der durch einen Ringspalt 3 strömenden Verbrennungsluftmenge wird, wie zu den Fig.
1 und 2 beschrieben, mittels der Korrelationsmesseinrichtung 13 eine im Winkel von
α = 45° zur Längsachse 4 gerichtete Komponente der Strömungsgeschwindigkeit v des
Verbrennungsluftstromes im Ringspaltabschnitt 3.1 bestimmt. Die Komponente der Strömungsgeschwindigkeit
v des Verbrennungsluftstromes im Ringspaltabschnitt 3.1 in Richtung der Längsachse
4 des Ringspaltabschnittes 3.1 wird durch Multiplikation der mit der Korrelationsmesseinrichtung
13 bestimmten Komponente der Strömungsgeschwindigkeit v mit sin α, also sin 45°, berechnet.
Mit der so berechneten Komponente der Strömungsgeschwindigkeit v des Verbrennungsluftstromes
im Ringspaltabschnitt 3.1 in Richtung der Längsachse 4 des Ringspaltabschnittes 3.1
wird dann mit der Querschnittsfläche des Ringspaltabschnittes 3.1 die dem Brenner
1 zugeführte Verbrennungsluftmenge bestimmt.
[0025] Fig. 4a zeigt eine Anordnung mit zwei Paaren korrespondierender Sensorstäbe 10.1
und 11.1 sowie 10.2 und 11.2. Die korrespondierenden Sensorstäbe 10.1 und 11.1 sind
in ihrer Längsrichtung in einem Winkel α
1 = 45° zur Längsachse 4 und die korrespondierenden Sensorstäbe 10.2 und 11.2 in ihrer
Längsrichtung in einem Winkel α
2 = 90° zur Längsachse 4 des Ringspaltabschnittes 3.1 auf der äußeren Wandung des Brenners
1 angeordnet. Die beiden Paare korrespondierender Sensorstäbe 10.1 und 11.1 sowie
10.2 und 11.2. sind elektrisch jeweils mit einer Korrelationsmesseinrichtung 13.1
bzw. 13.2 verbunden. Fig. 4b zeigt eine Abwicklung dieses Abschnittes des Ringspaltes
3.1 mit den auf der äußeren Wandung des Brenners 1 angeordneten zwei Paaren korrespondierender
Sensorstäbe 10.1 und 11.1 sowie 10.2 und 11.2. Neben der Bestimmung der Komponente
der Strömungsgeschwindigkeit v des Verbrennungsluftstromes in Richtung der Längsachse
4 des Ringspaltabschnittes 3.1 und dann folgend der Berechnung der dem Brenner zugeführten
Verbrennungsluftmenge kann mit dieser Anordnung der Drallwinkel γ eines eine Drallströmung
aufweisenden Verbrennungsluftstromes ermittelt werden, wenn der Drallwinkel γ die
Bedingung (90° - α
1) > γ > (90° - α
2) erfüllt. Dazu werden durch Auswertung der an den Sensorstäben 10.1 und 11.1 generierten
elektrischen Signale mittels der Korrelationsmesseinrichtung 13.1 die Komponente v
1 der Strömungsgeschwindigkeit v des Verbrennungsluftstromes und durch Auswertung der
an den Sensorstäbe 10.2 und 11.2 generierten elektrischen Signale mittels der Korrelationsmesseinrichtung
13.2 die Komponente v
2 der Strömungsgeschwindigkeit v des Verbrennungsluftstromes bestimmt.
[0026] Anhand von Fig. 4b wird nachfolgend beispielhaft die Ermittlung des Drallwinkels
γ eines eine Drallströmung aufweisenden Verbrennungsluftstromes beschrieben. Der zwischen
der Strömungsgeschwindigkeit v und der Komponente v
1 der Strömungsgeschwindigkeit v eingeschlossene Winkel β ergibt sich nach der Beziehung
β = 90° - α
1 - γ bzw. mit α
1 = 45° ergibt sich β = 45° - γ. Der zwischen der Strömungsgeschwindigkeit v und der
Komponente v
2 der Strömungsgeschwindigkeit v eingeschlossene Winkel ergibt sich nach der Beziehung
90° - α
2 + γ bzw. mit α
2 = 90° ergibt sich, dass der zwischen der Strömungsgeschwindigkeit v und der Komponente
v
2 der Strömungsgeschwindigkeit v eingeschlossene Winkel gleich dem Drallwinkel γ ist.
Die mit den korrespondierenden Sensorstäben 10.1 und 11.1 und der Korrelationsmesseinrichtung
13.1 bestimmte Komponente v
1 der Strömumgsgeschwindigkeit v wird durch die Gleichung

beschrieben. Die mit den korrespondierenden Sensorstäben 10.2 und 11.2 und der Korrelationsmesseinrichtung
13.2 bestimmte Komponente v
2 der Strömumgsgeschwindigkeit v wird durch die Gleichung

beschrieben. Durch Einsetzen von Gleichung (2) in Gleichung (1) erhält man

durch Umformung von Gleichung (3) erhält man

[0027] Der Drallwinkel kann somit aus den beiden bestimmten Komponenten v
1 und v
2 der Strömumgsgeschwindigkeit v des Verbrennungsluftstromes nach der Gleichung

errechnet werden.
Liste der verwendeten Bezugszeichen
[0028]
- 1
- - Brenner
- 2
- - Rohrleitung
- 3
- - Ringspalt
- 3.1
- - Ringspalt, Ringspaltabschnitt
- 4
- - Längsachse
- 5
- - Einziehung
- 6
- - Leitschaufeln
- 7
- - Pfeil, Strömungsrichtung des Verbrennungsluftstromes
- 8
- - Pfeil, Drehrichtung der Drallströmung
- 9
- - Pfeil, Komponente des Verbrennungsluftstromes parallel zur Längsachse 4
- 10
- - Sensorstab
- 10.1
- - Sensorstab
- 10.2
- - Sensorstab
- 11
- - Sensorstab
- 11.1
- - Sensorstab
- 11.2
- - Sensorstab
- 12
- - Stützbock
- 13
- - Korrelationsmesseinrichtung
- 13.1
- - Korrelationsmesseinrichtung
- 13.2
- - Korrelationsmesseinrichtung
1. Kraftwerksfeuerungsanlage mit mehreren in einer Wand eines Feuerungsraumes angeordneten
Brennern (1), bei denen die Zuführung der Verbrennungsluft über einen oder mehrere
jeden Brenner (1) konzentrisch umgebende/n Ringspalt/e (3) erfolgt und jeder Brenner
(1) Mittel zur Beeinflussung der Menge der durch den oder die Ringspalt/e (3) in den
Feuerungsraum strömenden Verbrennungsluftmenge aufweist, mit einer Einrichtung zur
Steuerung des Verbrennungsprozesses, mindestens umfassend Mittel zur Erfassung der
einem Brenner (1) zugeführten Brennstoffmenge sowie Mittel zur Bestimmung der durch
den oder die Ringspalt/e (3) strömenden Verbrennungsluftmenge, wobei die Einrichtung
zur Steuerung des Verbrennungsprozesses derart ausgebildet ist, dass für jedes Mittel
zur Beeinflussung der Menge der durch den oder die einen Brenner (1) umgebende/n Ringspalt/e
(3) in den Feuerungsraum strömenden Verbrennungsluftmenge Stellsignale generiert werden,
um so die durch jeden Ringspalt (3) strömende Verbrennungsluftmenge zu beeinflussen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel zur Bestimmung der durch einen Ringspalt (3, 3.1) strömenden Verbrennungsluftmenge
mindestens umfassen zwei im Ringspalt (3,3.1) quer zur Längsachse (4) des Ringspaltes
(3, 3.1) oder in einem Winkel α zur Längsachse (4) des Ringspaltes (3, 3.1) mit 30°
≤ α ≤ 90° und in Strömungsrichtung (7) des Verbrennungsluftstromes hintereinander
und parallel mit einem Abstand a beabstandet zueinander, ein korrespondierendes Paar
bildend, aus elektrisch leitfähigem Material bestehende Sensorstäbe (10, 11), die
elektrisch isoliert gegenüber den den Ringspalt (3,3.1) ausbildenden Wandungen (1,
2) angeordnet sind, wobei die Sensorstäbe (10, 11) in ihrer Form der Krümmung des
Ringspaltes (3, 3.1) angepasst sind und eine Längel von l > 20 mm, bevorzugt l > 200
mm, aufweisen und wobei die Sensorstäbe (10, 11) elektrisch mit einer Korrelationsmesseinrichtung
(13) verbunden sind, mittels derer durch Auswertung der durch elektrische Influenz,
die von an den Sensorstäben (10, 11) vorbeifliegenden, im Verbrennungsluftstrom transportierten
elektrisch geladenen Partikeln bewirkt wird, auf den Sensorstäben (10,11) erzeugten
elektrischen Signale die Strömungsgeschwindigkeit (v) des Verbrennungsluftstromes
orthogonal zur Längsrichtung der Sensorstäbe (10, 11) bestimmt wird, wobei für den
Fall, dass die Sensorstäbe (10, 11) nicht quer zur Längsachse (4) des Ringspaltes
(3,3.1) angeordnet sind, eine Komponente (v2) der Strömungsgeschwindigkeit (v) des Verbrennungsluftstromes in Richtung der Längsachse
(4) des Ringspaltes (3, 3.1) errechnet und ausgehend von der Komponente (v2) der Strömungsgeschwindigkeit (v) des Verbrennungsluftstromes in Richtung der Längsachse
(4) des Ringspaltes (3,3.1) errechnet wird und anhand der geometrischen Abmessungen
der Querschnittsfläche des Ringspaltes (3,3.1) die durch den Ringspalt (3, 3.1) strömende
Verbrennungsluftmenge bestimmt wird.
2. Kraftwerksfeuerungsanlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die ein korrespondierendes Paar bildenden Sensorstäbe (10, 11) mit jeweils gleichem
über die Länge jedes Sonsorstabes (10, 11) konstantem Abstand c, d beabstandet zu
den beiden den Ringspalt (3, 3.1) ausbildenden Wandungen (1,2) im Ringspalt (3, 3.1)
angeordnet sind.
3. Kraftwerksfeuerungsanlage nach Anspruch 1 bis 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
im Falle der Anordnung einer Luftleiteinrichtung (6) zur Erzeugung einer Drallströmung
des Verbrennungsluftstromes die Sensorstäbe (10, 11) in Strömungsrichtung (7) des
Verbrennungsluftstromes nach der Luftleiteinrichtung (6) im Ringspalt (3, 3.1) angeordnet
sind.
4. Kraftwerksfeuerungsanlage nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die ein korrespondierendes Paar bildenden Sensorstäbe (10, 11) parallel zueinander
verschoben angeordnet sind, derart, dass mindestens ein Teil der am in Strömungsrichtung
(7) des Verbrennungsluftstromes ersten Sensorstab (10) des korrespondierenden Paares
vorbeiströmenden Verbrennungsluft auch am in Strömungsrichtung (7) des Verbrennungsluftstromes
zweiten Sensorstab (11) des korrespondierenden Paares vorbeiströmt.
5. Kraftwerksfeuerungsanlage nach Anspruch 3 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
im Ringspalt (3, 3.1) zwei Paare korrespondierender Sensorstäbe (10.1, 11.1 und 10.2,
11.2) angeordnet sind, wobei die beiden Paare korrespondierender Sensorstäbe (10.1,
11.1 und 10.2, 11.2) in einem unterschiedlichen Winkel αzur Längsachse (4) des Ringspaltes
(3, 3.1) angeordnet sind.
6. Kraftwerksfeuerungsanlage nach Anspruch 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sensorstäbe (10, 11) als Rundstab mit einem Durchmesser D mit 1 mm ≤ D ≤ 20 mm
oder als Vierkantstab mit einer Kantenlänge e in Richtung der Breite b des Ringspaltes
mit 1 mm ≤e ≤ 20 mm ausgebildet sind.
7. Kraftwerksfeuerungsanlage nach Anspruch 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sensorstäbe (10,11) durch auf eine der beiden den Ringspalt (3, 3.1) ausbildenden
Wandungen (1, 2) isoliert gegenüber der Wandung (1, 2) innerhalb des Ringspaltes (3,
3.1) aufgeklebte Folienstreifen aus elektrisch leitfähigem Material ausgebildet sind.
8. Kraftwerksfeuerungsanlage nach Anspruch 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sensorstäbe (10,11) in Längsrichtung segmentiert ausgebildet sind, wobei entweder
die Segmente der Sensorstäbe (10, 11) elektrisch als Reihenschaltung miteinander verbunden
sind und die Reihenschaltungen der Sensorstäbe (10, 11) elektrisch mit einer Korrelationsmesseinrichtung
(13) verbunden sind oder die Segmente der Sensorstäbe (10, 11) elektrisch mit einer
Korrelationsmesseinrichtung (13) verbunden sind.
1. Power station furnace system with multiple burners (1) which are arranged in a wall
of a combustion chamber and in the case of which the combustion air is supplied via
one or more annular gap(s) (3) concentrically surrounding each burner (1) and each
burner (1) has means for influencing the quantity of combustion air flowing through
the annular gap or gaps (3) into the combustion chamber, with a device for controlling
the combustion process, at least comprising means for detecting the quantity of fuel
supplied to a burner (1) and means for determining the quantity of combustion air
flowing through the annular gap or gaps (3), wherein the device for controlling the
combustion process is formed in such a way that actuating signals are generated for
each means for influencing the quantity of combustion air flowing through the annular
gap(s) (3) surrounding the burner (1) into the combustion chamber, in order in this
way to influence the quantity of combustion air flowing through each annular gap (3),
characterized in that
means for determining the quantity of combustion air flowing through an annular gap
(3, 3.1) at least comprise two sensor rods (10, 11) consisting of electrically conductive
material, in the annular gap (3, 3.1) transverse to the longitudinal axis (4) of the
annular gap (3, 3.1) or at an angle α with respect to the longitudinal axis (4) of
the annular gap (3, 3.1) with 30° ≤ α ≤ 90° and one behind the other in the direction
of flow (7) of the combustion air stream and spaced apart in parallel with a spacing
a from one another, forming a corresponding pair, and arranged electrically insulated
from the walls (1, 2) that form the annular gap (3, 3.1),
wherein the sensor rods (10, 11) are adapted in their shape to the curvature of the
annular gap (3, 3.1) and have a length 1 of 1 > 20 mm, preferably 1 > 200 mm, and
wherein the sensor rods (10, 11) are electrically connected to a. correlation measuring
device (13), by means of which the flow velocity (v) of the combustion air stream
orthogonal to the longitudinal direction of the sensor rods (10, 11) is determined
by evaluating the electrical signals generated by the electrical influence on the
sensor rods (10, 11) that is brought about by electrically charged particles transported
in the combustion air stream and moving past the sensor rods (10, 11), wherein, in
the event that the sensor rods (10, 11) are not arranged transversely to the longitudinal
axis (4) of the annular gap (3, 3.1), a component (v2) of the flow velocity (v) of the combustion air stream in the direction of the longitudinal
axis (4) of the annular gap (3, 3.1) is calculated and, on the basis of the component
(v2), the flow velocity (v) of the combustion air stream in the direction of the longitudinal
axis (4) of the annular gap (3, 3.1) is calculated, and the quantity of combustion
air flowing through the annular gap (3, 3.1) is determined on the basis of the geometrical
dimensions of the cross-sectional area of the annular gap (3, 3.1).
2. Power station furnace system according to Claim 1,
characterized in that
the sensor rods (10, 11) forming a corresponding pair are arranged in the annular
gap (3, 3.1) with in each case the same spacing c, d, which is constant over the length
of each sensor rod (10, 11), from the two walls (1, 2) forming the annular gap (3,
3.1).
3. Power station furnace system according to Claim 1 or 2,
characterized in that
in the case of the arrangement of an air guiding device (6) for generating a swirl
flow of the combustion air stream, the sensor rods (10, 11) are arranged in the annular
gap (3, 3.1) downstream of the air guiding device (6) in the direction of flow (7)
of the combustion air stream.
4. Power station furnace system according to Claim 3,
characterized in that
the sensor rods (10, 11) forming a corresponding pair are arranged in parallel but
displaced relative to one another, such that at least part of the combustion air flowing
past the first sensor rod (10) of the corresponding pair in the direction of flow
(7) of the combustion air stream also flows past the second sensor rod (11) of the
corresponding pair in the direction of flow (7) of the combustion air stream.
5. Power station furnace system according to Claim 3 or 4,
characterized in that
two pairs of corresponding sensor rods (10.1, 11.1 and 10.2, 11.2) are arranged in
the annular gap (3, 3.1), wherein the two pairs of corresponding sensor rods (10.1,
11.1 and 10.2, 11.2) are arranged at a different angle α with respect to the longitudinal
axis (4) of the annular gap (3, 3.1).
6. Power station furnace system according to one of Claims 1 to 5,
characterized in that
the sensor rods (10, 11) are formed as a round rod having a diameter D with 1 mm ≤
D ≤ 20 mm, or as a square rod having an edge length e in the direction of the width
b of the annular gap with 1 mm ≤ e ≤ 20 mm.
7. Power station furnace system according to Claims 1 to 5,
characterized in that
the sensor rods (10, 11) are formed by foil strips of an electrically conductive material
which are adhesively attached to one of the two walls (1, 2) forming the annular gap
(3, 3.1) and insulated with respect to the wall (1, 2) within the annular gap (3,
3.1).
8. Power station furnace system according to Claims 1 to 7,
characterized in that
the sensor rods (10, 11) are segmented in the longitudinal direction, wherein either
the segments of the sensor rods (10, 11) are electrically connected to one another
in series and the series connections of the sensor rods (10, 11) are electrically
connected to a correlation measuring device (13) or the segments of the sensor rods
(10, 11) are electrically connected to a correlation measuring device (13).
1. Installation de combustion d'une centrale, comprenant plusieurs brûleurs (1) disposés
dans une paroi d'un foyer pour lesquels l'amenée de l'air de combustion est effectuée
par un ou plusieurs espaces annulaires (3) entourant chaque brûleur (1) de manière
concentrique, et chaque brûleur (1) présente des moyens pour agir sur la quantité
de la quantité d'air de combustion circulant à travers l'espace/les espaces annulaire(s)
(3) dans le foyer, comprenant un dispositif pour commander le processus de combustion,
comprenant au moins des moyens pour détecter la quantité de combustible amenée à un
brûleur (1) ainsi que des moyens pour déterminer la quantité d'air de combustion circulant
à travers l'espace/les espaces annulaire(s) (3), le dispositif pour la commande du
processus de combustion étant réalisé de telle sorte que pour chaque moyen destiné
à agir sur la quantité de la quantité d'air de combustion circulant dans le foyer
à travers l'espace/les espaces annulaire(s) (3) entourant un brûleur (1), des signaux
de réglage sont générés afin d'agir ainsi sur la quantité d'air de combustion circulant
à travers chaque espace annulaire (3),
caractérisée en ce que
les moyens de détermination de la quantité d'air de combustion circulant à travers
un espace annulaire (3, 3.1) comprennent au moins deux barres de détection (10, 11)
composées d'un matériau électriquement conducteur, formant une paire correspondante,
qui sont dans l'espace annulaire (3, 3.1) transversalement à l'axe longitudinal (4)
de l'espace annulaire (3, 3.1) ou selon un angle α par rapport à l'axe longitudinal
(4) de l'espace annulaire (3, 3.1), où 30° ≤ α ≤ 90°, et l'une derrière l'autre dans
le sens de circulation (7) du flux d'air de combustion et en parallèle, mutuellement
espacées d'une distance a et qui sont disposées de manière électriquement isolée par
rapport aux parois (1, 2) réalisant l'espace annulaire (3, 3.1), les barres de détection
(10, 11) étant adaptées au niveau de leur forme à la courbure de l'espace annulaire
(3, 3.1) et présentant une longueur 1 de 1 > 20 mm, de préférence 1 > 200 mm, et les
barres de détection (10, 11) étant reliées électriquement à un dispositif de mesure
de corrélation (13) au moyen duquel, par l'évaluation des signaux électriques générés
sur les barres de détection (10, 11) par influence électrique provoquée par des particules
chargées électriquement, transportées dans le flux d'air de combustion et passant
devant les barres de détection (10, 11), la vitesse d'écoulement (v) du flux d'air
de combustion est déterminée de manière orthogonale à la direction longitudinale des
barres de détection (10, 11), dans laquelle, si les barres de détection (10, 11) ne
sont pas disposées transversalement à l'axe longitudinal (4) de l'espace annulaire
(3, 3.1), une composante (V2) de la vitesse d'écoulement (v) du flux d'air de combustion en direction de l'axe
longitudinal (4) de l'espace annulaire (3, 3.1) est calculée, et, en partant de la
composante (V2), la vitesse d'écoulement (v) du flux d'air de combustion en direction de l'axe longitudinal
(4) de l'espace annulaire (3, 3.1) est calculée, et à l'aide des dimensions géométriques
de la surface de section transversale de l'espace annulaire (3, 3.1), la quantité
d'air de combustion circulant à travers l'espace annulaire (3, 3.1) est déterminée.
2. Installation de combustion d'une centrale selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
les barres de détection (10, 11) formant une paire correspondante sont disposées dans
l'espace annulaire (3, 3.1) de manière espacée avec une distance constante c, d, respectivement
identique sur la longueur de chaque barre de détection (10, 11) par rapport aux deux
parois (1, 2) réalisant l'espace annulaire (3, 3.1).
3. Installation de combustion d'une centrale selon la revendication 1 à 2,
caractérisée en ce que
dans le cas de l'agencement d'un dispositif de canalisation d'air (6) pour générer
un écoulement tourbillonnaire du flux d'air de combustion, les barres de détection
(10, 11) sont disposées dans l'espace annulaire (3, 3.1) après le dispositif de canalisation
d'air (6) dans la direction d'écoulement (7) du flux d'air de combustion.
4. Installation de combustion d'une centrale selon la revendication 3,
caractérisée en ce que
les barres de détection (10, 11) formant une paire correspondante sont disposées de
manière décalée en parallèle l'une à l'autre de telle sorte qu'au moins une partie
de l'air de combustion circulant devant la barre de détection (10) de la paire correspondante
qui est la première dans la direction d'écoulement (7) du flux d'air de combustion
circule aussi devant la barre de détection (11) de la paire correspondante qui est
la deuxième dans la direction d'écoulement (7) du flux d'air de combustion.
5. Installation de combustion d'une centrale selon la revendication 3 à 4,
caractérisée en ce que
dans l'espace annulaire (3, 3.1), deux paires de barres de détection (10.1, 11.1 et
10.2, 11.2) correspondantes sont disposées, les deux paires de barres de détection
(10.1, 11.1 et 10.2, 11.2) correspondantes étant disposées selon un angle α différent
par rapport à l'axe longitudinal (4) de l'espace annulaire (3, 3.1).
6. Installation de combustion d'une centrale selon la revendication 1 à 5,
caractérisée en ce que
les barres de détection (10, 11) sont réalisées sous forme de barre ronde ayant un
diamètre D, où 1 mm ≤ D ≤ 20 mm, ou sous forme de barre carrée ayant une longueur
d'arête e en direction de la largeur b de l'espace annulaire, où 1 mm ≤ e ≤ 20 mm.
7. Installation de combustion d'une centrale selon la revendication 1 à 5,
caractérisée en ce que
les barres de détection (10, 11) sont réalisées par des bandes de film en matériau
électriquement conducteur, collées sur l'une des parois (1, 2) réalisant l'espace
annulaire (3, 3.1), de manière isolée par rapport à la paroi (1, 2) à intérieur de
l'espace annulaire (3, 3.1).
8. Installation de combustion d'une centrale selon la revendication 1 à 7,
caractérisée en ce que
les barres de détection (10, 11) sont réalisées de manière segmentée dans la direction
longitudinale, dans laquelle, soit les segments des barres de détection (10, 11) sont
reliés électriquement ensemble dans un montage en série et les montages en série des
barres de détection (10, 11) sont reliés électriquement à un dispositif de mesure
de corrélation (13), soit les segments des barres de détection (10, 11) sont reliés
électriquement à un dispositif de mesure de corrélation (13).
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