[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Lagerung von Gegenständen
nach dem Oberbegriff des Anspruches 1, und ein Verfahren zum Öffnen und Schließen
einer Vorrichtung zur Lagerung von Gegenständen.
[0002] Die
DE 10 2014 104 919 A1 offenbart ein Möbel oder ein Haushaltsgerät, bei dem an einem Korpus mit zwei Seitenwänden
eine erste und eine zweite Auszugsführung vorgesehen sind, die jeweils ein Schubelement
verfahrbar halten. Die beiden Auszugsführungen sind hinsichtlich der Verfahrrichtung
winklig ausgerichtet und zwangsweise miteinander gekoppelt, so dass bei einer Bewegung
des ersten Schubelementes das zweite Schubelement zumindest bereichsweise bewegbar
ist. Die winklige Ausrichtung der Auszugsführung zueinander ermöglicht den Ausgleich
eines Höhenversatzes der Schubelemente, allerdings sind die Betätigungskräfte beim
Anheben eines der Schubelemente hoch, und zudem ist diese Anordnung nur sinnvoll,
wenn das in Auszugsrichtung vordere Schubelement vergleichsweise weit aus dem Korpus
herausgezogen wird. Die Hintereinanderschaltung mehrerer Auszugsführungen erhöht dabei
auch die durch Toleranzen möglichen seitlichen Bewegungen.
[0003] Die
DE 10 2011 050 523 A1 offenbart ein Auszugssystem für ein Möbel oder ein Haushaltsgerät, bei dem zwei Schubelemente
vorgesehen sind, die über ein Getriebe miteinander gekoppelt sind, um bei einer Bewegung
des ersten Schubelementes das zweite Schubelement zu verfahren. Dabei können die Schubelemente
mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten bewegt werden. Auch bei dieser Lösung ist
nachteilig, dass ein Zugang zu dem unteren Schubelement nur dann möglich wird, wenn
das obere Schubelement über eine vergleichsweise große Wegstrecke aus dem Korpus heraus
bewegt wird. Dadurch addieren sich die Toleranzen durch die Lagerung einer Vielzahl
von Schienen der Auszugsführungen hintereinander. Nicht in allen Küchen oder Wohnräumen
ist genügend Platz vorhanden, um so weite Auszugswege realisieren zu können. Wird
das obere Schubelement nur über eine kürzere Wegstrecke aus dem Korpus heraus bewegt,
ist der Zugang zu dem unteren Schubelement teilweise verdeckt.
[0004] Zudem ist aus der
DE 10 2014 107 692 A1 eine Schubanordnung bekannt, bei der ein erstes Schubelement an zwei Laufschienen
von zwei Auszugsführungen und ein zweites Schubelement an zwei Mittelschienen der
beiden Auszugsführungen gehalten ist. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, über eine
Bewegung des ersten Schubelementes auch das zweite Schubelement zu bewegen, das über
dem ersten Schubelement angeordnet sein kann, wobei der Zugang zu den Schubelementen
teilweise überdeckt ist.
[0005] US 2010/0101266 offenbart einen Kühlschrank mit herausziehbaren Schubelementen, die für eine Auszugsbewegung
miteinander koppelbar sind, um wahlweise einzeln oder zusammen bewegt zu werden. In
der
US2006/0218958 ist ein ähnlicher Kühlschrank offenbart, bei dem die Schubelemente über einen Mitnehmer
koppelbar sind.
KR 10-2011-0010406 offenbart einen Kühlschrank mit mehreren herausziehbaren Schubelemente.
[0006] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zur Lagerung von
Gegenständen zu schaffen, die eine verbesserte Handhabung und einen guten Zugang zu
zwei Schubelementen ermöglicht. Zudem soll bei einem Verfahren zum Öffnen und Schließen
einer solchen Vorrichtung die Handhabung für den Benutzer verbessert sein.
[0007] Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruches 1 und einem
Verfahren mit den Merkmalen des Anspruches 13 gelöst.
[0008] Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst zwei Schubelemente, die zur Lagerung von
Gegenständen dienen und jeweils über mindestens eine erste oder mindestens eine zweite
Auszugsführung verfahrbar sind. Dabei ist ein Kopplungsmechanismus vorgesehen, mittels
dem das zweite Schubelement bei einer Bewegung des ersten Schubelementes von der Schließposition
in die maximale Öffnungsposition in eine mittlere Öffnungsposition verfahrbar ist,
die zwischen der Schließposition und der maximalen Öffnungsposition liegt, beispielsweise
eine Wegstrecke von der Schließposition zwischen 30 % bis 70 % der Wegstrecke bis
zur maximalen Öffnungsposition. Der Kopplungsmechanismus ist dabei lösbar, um das
zweite Schubelement bei Bedarf unabhängig von dem ersten Schubelement in die maximale
Öffnungsposition oder die Schließposition bewegen zu können. Die "Lösbarkeit" des
Kopplungsmechanismus erfolgt dabei ohne Montagetätigkeit, sondern bevorzugt nur durch
Bewegung des zweiten Schubelementes in Öffnungs- oder Schließrichtung, gegebenenfalls
unterstützt durch ein zusätzliches Anheben des Schubelementes. Nach einem solchen
Entkoppeln des Kopplungsmechanismus kann das zweite Schubelement unabhängig von dem
ersten Schubelement verfahren werden. Das zweite Schubelement ist vorzugsweise oberhalb
des ersten Schubelementes angeordnet, und durch Bewegen des zweiten Schubelementes
aus einer
[0009] Öffnungsposition in die Schließposition wird ein besserer Zugang zu dem darunter
liegenden ersten Schubelement geschaffen. In der durch den Kopplungsmechanismus erzeugten
Öffnungsstellung befinden sich sowohl das erste als auch das zweite Schubelement in
einer von oben teilweise zugänglichen Position.
[0010] Der Kopplungsmechanismus umfasst vorzugsweise eine Rasteinrichtung mit einer Rastaufnahme
und einem in die Rastaufnahme eingreifenden Rastelement. Diese Rasteinrichtung kann
ausreichend Kräfte übertragen, um durch Ziehen des ersten Schubelements auch das zweite
Schubelement zu verfahren. Bei Übersteigen einer bestimmten Kraft und/oder durch Anheben
des zweiten Schubelementes kann die Rasteinrichtung gelöst werden, so dass dann auch
der Kopplungsmechanismus zwischen dem ersten und zweiten Schubelement getrennt ist.
[0011] Erfindungsgemäß umfasst die erste Auszugsführung eine Mittelschiene, die zwischen
der Laufschiene und der Führungsschiene angeordnet ist, wobei über den Kopplungsmechanismus
das zweite Schubelement mit der gleichen Geschwindigkeit wie die Mittelschiene bewegbar
ist. An dem zweiten Schubelement ist vorzugsweise ein Mitnehmer vorgesehen, der mit
einem Kopplungselement lösbar in Eingriff bringbar ist. Der Mitnehmer kann beispielsweise
eine Rastaufnahme aufweisen, die an gegenüberliegenden Seiten eine Anlaufschräge zum
Einkoppeln eines Mitnehmers aufweist. Dadurch kann der Kopplungsmechanismus selbsttätig
in die eingekoppelte Position gebracht werden, beispielsweise indem das erste Schubelement
in die Schließposition bewegt wird, wodurch das Kopplungselement oder Rastelement
entlang der Anlaufschräge bewegt wird, um dann in die Rastaufnahme zu gelangen. Eine
in der Einbausituation offene Rastaufnahme führt zudem zu dem Vorteil, dass die Rast-
und Haltekräfte der Rasteinrichtung abhängig von der Gewichtsbeladung des zweiten
Schubelementes sind, so dass bei einer Beladung des zweiten Schubelementes höhere
Halte- und Rastkräfte durch die Rasteinrichtung übertragen werden als bei leerem zweitem
Schubelement.
[0012] In einer weiteren Ausgestaltung weist der Kopplungsmechanismus eine verfahrbare Schiene
auf, die über einen Seilzug mit einem Halteteil und der Laufschiene der ersten Auszugsführung
verbunden ist. Die Schiene wird dadurch über die Fixierung an dem stationären Halteteil
und der Laufschiene der ersten Auszugsführung mit der halben Geschwindigkeit wie die
Laufschiene der ersten Auszugsführung bewegt und kann somit das zweite Schubelement
mit der gewünschten Geschwindigkeit über die erforderliche Wegstrecke verfahren. Der
Einsatz einer Schiene an dem Kopplungsmechanismus besitzt den Vorteil, dass dieser
innerhalb eines Korpus angeordnet werden kann und nur geringfügig aus dem Korpus herausgefahren
wird in der maximalen Öffnungsposition. Der Kopplungsmechanismus kann dabei mindestens
eine Umlenkrolle für einen Seilzug aufweisen, wobei die Umlenkrolle eine Achse aufweist,
die über die Umlenkrolle hervorsteht, so dass die Achse als Rastelement einsetzbar
ist und in einer Rastaufnahme an dem Mitnehmer an dem zweiten Schubelement einfügbar
ist.
[0013] Für eine einfache Handhabung kann das zweite Schubelement relativ zu der zweiten
Auszugsführung anhebbar sein, um den Kopplungsmechanismus zu lösen. Vorzugsweise ist
ein Anschlag vorgesehen, der die Bewegung des zweiten Schubelementes nach oben begrenzt,
um ein vollständiges Entfernen des Schubelementes von der Laufschiene der mindestens
einen zweiten Auszugsführung zu vermeiden.
[0014] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist das zweite Schubelement als Innenschubkasten
ausgebildet, der hinter einer Frontblende des ersten Schubelementes angeordnet ist.
Dabei kann das erste Schubelement an zwei an gegenüberliegenden Seiten angeordneten
Auszugsführungen verfahrbar sein, und das zweite Schubelement ist an zwei zweiten
Auszugsführungen verfahrbar gelagert, die ebenfalls an gegenüberliegenden Seitenwänden
oder einem gemeinsamen Halter fixiert sein können.
[0015] Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird bevorzugt bei Haushaltsgeräten, wie Kühlgeräten,
oder Möbeln eingesetzt.
[0016] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Öffnen und Schließen einer Vorrichtung wird
zunächst ein erstes Schubelement, das an mindestens einer ersten Auszugsführung verfahrbar
gelagert ist, von einer Schließposition in eine maximale Öffnungsposition bewegt.
Ein zweites Schubelement, das an mindestens einer zweiten Auszugsführung verfahrbar
gelagert ist, wird durch einen Kopplungsmechanismus zwischen dem ersten Schubelement
und dem zweiten Schubelement durch Bewegen des ersten Schubelementes in eine mittlere
Öffnungsposition verfahren, wobei der Kopplungsmechanismus dann entkoppelt werden
kann, um das zweite Schubelement wahlweise unabhängig von dem ersten Schubelement
in Öffnungs- oder Schließrichtung zu bewegen. Der Kopplungsmechanismus kann wieder
eingekoppelt werden, indem das erste Schubelement in die Schließposition bewegt wird.
Erfindungsgemäß wird das zweite Schubelement bei einer Bewegung des ersten Schubelementes
mit der halben Geschwindigkeit des ersten Schubelementes bewegt. Dadurch kann der
Benutzer wahlweise das zweite Schubelement in die maximale Öffnungsposition bewegen,
um einen optimalen Zugriff zu dem zweiten Schubelement zu haben, oder das Schubelement
wird wieder in die Schließposition verfahren, um einen optimalen Zugriff auf das untere
erste Schubelement zu haben.
[0017] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die
beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in der Schließposition;
- Figur 2
- eine Ansicht der Vorrichtung der Figur 1 mit dem ersten Schubelement in der maximalen
Öffnungsposition;
- Figur 3
- eine Ansicht der Vorrichtung der Figur 1 mit dem ersten Schubelement und dem zweiten
Schubelement in der maximalen Öffnungsposition;
- Figur 4
- eine Ansicht der Vorrichtung der Figur 1 ohne Schubelemente;
- Figur 5
- eine Ansicht ähnlich zu Figur 4 mit einem Korpus;
- Figur 6
- eine Ansicht der Vorrichtung der Figur 4 mit der ersten Auszugsführung in der maximalen
Öffnungsposition;
- Figur 7
- eine Ansicht der Vorrichtung der Figur 6, bei der auch die zweite Auszugsführung in
die maximale Öffnungsposition verfahren ist;
- Figur 8
- eine Detailansicht des Mitnehmers des Kopplungsmechanismus;
- Figur 9
- eine perspektivische Detailansicht des Mitnehmers in der entkoppelten Position;
- Figur 10
- eine Detailansicht des Mitnehmers in der gekoppelten Position;
- Figur 11
- eine Detailansicht des Mitnehmers in der eingekoppelten Position;
- Figur 12
- eine Ansicht des zweiten Schubelements in der abgesenkten Position;
- Figur 13
- eine Detailansicht der Hubbegrenzung für das zweite Schubelement;
- Figur 14
- eine Detailansicht des zweiten Schubelementes in der angehobenen Position, und
- Figur 15
- eine Detailansicht der Hubbegrenzung in Anschlagstellung.
[0018] Eine Vorrichtung 1 zur Lagerung von Gegenständen umfasst ein erstes Schubelement
2, das in einer Schließposition unterhalb eines zweiten Schubelementes 4 angeordnet
ist. Das zweite Schubelement 4 ist dabei als Innenschubkasten ausgebildet, der hinter
einer Frontblende 3 des ersten Schubelementes 2 angeordnet ist. Durch Ziehen an einem
Griffelement an einer Frontblende 3 kann sowohl das erste Schubelement 2 als auch
das zweite Schubelement 4 in Öffnungsrichtung verfahren werden. Die Vorrichtung 1
kann dabei wahlweise in einem Haushaltsgerät oder einem Möbel angeordnet sein, wobei
jedes Schubelement 2 und 4 vorzugsweise über zwei Auszugsführungen verfahrbar gehalten
ist, die an gegenüberliegenden Seiten angeordnet sind.
[0019] In Figur 2 ist das erste Schubelement 2 in eine maximale Öffnungsposition verfahren
worden. Das erste Schubelement 2 ist an mindestens einer Auszugsführung 6 verfahrbar
gehalten, die eine an einem Halter 5 festgelegte stationäre Führungsschiene 9, eine
Mittelschiene 8 und eine Laufschiene 7 aufweist, die jeweils über Wälzkörper aneinander
verfahrbar gelagert sind. Die Laufschiene 7 dient zur Abstützung des ersten Schubelementes
2. Es ist auch möglich, eine Auszugsführung 6 mit nur zwei Schienen oder mehr als
drei Schienen einzusetzen.
[0020] Wie in Figur 3 gezeigt ist, kann auch das zweite Schubelement 4 von einer Schließposition
in eine maximale Öffnungsposition verfahren werden, wobei das zweite Schubelement
4 an mindestens einer, vorzugsweise zwei Auszugsführungen 16 gehalten ist, wobei jede
dieser Auszugsführungen 16 eine stationäre Führungsschiene 17, eine Mittelschiene
18 und eine Laufschiene 19 zum Abstützen des zweiten Schubelementes 4 aufweist. Die
Führungsschiene 17 ist an dem stationären plattenförmigen Halter 5 fixiert, der an
einer Seitenwand eines Korpus festlegbar ist oder auch als Seitenwand eines Korpus
ausgebildet sein kann.
[0021] Die Schubelemente 2 und 4 sowie die Laufschienen 7 und 19 der Auszugsführungen 6
und 16 sind unabhängig voneinander bewegbar, wie dies die Figuren 1 bis 3 zeigen.
[0022] In Figur 4 ist die Vorrichtung der Figuren 1 bis 3 ohne die Schubelemente 2 und 4
gezeigt, allerdings mit Blick auf die Auszugsführungen 6 und 16, die über Haltewinkel
10 an einer Seitenwand des Korpus 50 fixiert sind.
[0023] An der ersten Auszugsführung 6 ist ein Seilzug 11 vorgesehen, der mit einem ersten
Halter 12 an der stationären Führungsschiene 9 und mit einem zweiten Halter 13 an
der Laufschiene 7 verbunden ist. Der Seilzug 11 ist über Umlenkrollen 14 und 15 umlaufend
gehalten, die drehbar an der Mittelschiene 8 gelagert sind. Dadurch ist sichergestellt,
dass die Laufschiene 7 mit doppelter Geschwindigkeit wie die Mittelschiene 8 bewegt
wird.
[0024] Zwischen dem ersten Schubelement 2 und dem zweiten Schubelement 4 ist ein Kopplungsmechanismus
20 vorgesehen, der bei einer Bewegung des ersten Schubelementes 2 das zweite Schubelement
4 verfahren kann, allerdings mit geringerer Geschwindigkeit als das erste Schubelement
2, insbesondere mit halber Geschwindigkeit. Der Kopplungsmechanismus 20 umfasst ein
Halteteil 21, das an der Laufschiene 7 der ersten Auszugsführung 6 festgelegt ist.
Das Halteteil 21 ist an einem Seilzug 24 fixiert, der umlaufend zwischen zwei Umlenkrollen
25 gespannt ist. Die Umlenkrollen 25 sind dabei drehbar an einer verfahrbaren Schiene
22 gelagert, die linear zu einer stationären Schiene 23 bewegbar ist. Der Seilzug
24 ist an einem Befestigungselement 26 fixiert, das mit dem Halter 5 oder einer Seitenwand
direkt oder indirekt verbunden ist und stationär angeordnet ist. Bei einer Bewegung
der Laufschiene 7 in Öffnungsrichtung wird der Seilzug 24 durch das Befestigungselement
26 gehalten und durch das Halteteil 21 angetrieben, so dass sich die Schiene 22 etwa
mit der halben Geschwindigkeit bewegt wie die Laufschiene 7.
[0025] In Figur 5 ist die Vorrichtung 1 mit den Auszugsführungen 6 und 16 in der Schließposition
gezeigt. Beide Auszugsführungen 6 und 16 und die in der Einbausituation daran abgestützten
Schubelemente 2 und 4 befinden sich innerhalb eines Korpus 50, beispielsweise einer
isolierten Hohlkammer eines Kühlgerätes. An dem oberen zweiten Schubelement 4 ist
ein Mitnehmer 30 vorgesehen, der mit einer Achse 29 koppelbar ist, die an der Umlenkrolle
25 seitlich hervorsteht. Wird die Laufschiene 7 aus der in den Figuren 4 und 5 dargestellten
Position über das erste Schubelement 2 in Öffnungsrichtung bewegt, wird über den Kopplungsmechanismus
20 über den Seilzug 24 die verfahrbare Schiene 22 mit der halben Geschwindigkeit der
Laufschiene 7 angetrieben, wodurch die Achse 29 den Mitnehmer 30 ebenfalls mit halber
Geschwindigkeit antreibt. Dadurch wird das zweite Schubelement 4 mit der halben Geschwindigkeit
wie das erste Schubelement 2 in Öffnungsrichtung bewegt und somit auch über die halbe
Wegstrecke des ersten Schubelementes 2.
[0026] In Figur 6 ist die Laufschiene 7 der ersten Auszugsführung 6 in der maximalen Öffnungsposition
angeordnet. Das Halteteil 21 hat den Seilzug 24 angetrieben, und die verfahrbare Schiene
22 ist relativ zu der stationären Schiene 23 in die Endposition bewegt worden, in
der die verfahrbare Schiene 22 nur geringfügig aus dem Korpus 50 hervorsteht. Der
Mitnehmer 30 ist in einer eingekoppelten Position angeordnet, und die zweite Auszugsführung
16, und somit auch das hier nicht dargestellte obere zweite Schubelement 4, befindet
sich etwa in der halben Öffnungsposition zwischen der Schließposition und der maximalen
Öffnungsposition.
[0027] Wenn der Benutzer nun einen Zugriff auf das obere zweite Schubelement 4 erhalten
möchte, kann er den Kopplungsmechanismus 20 lösen und das zweite Schubelement 4 über
die Auszugsführung 16 in Öffnungsrichtung bewegen. Dann wird die in Figur 3 gezeigte
Position erreicht, in der das zweite Schubelement 4 im Wesentlichen vor dem Korpus
50 und dem Halter 5 angeordnet ist. Das erste Schubelement 2 ist dann an der Oberseite
durch das zweite Schubelement 4 überdeckt.
[0028] Will der Benutzer hingegen einen verbesserten Zugriff auf das untere erste Schubelement
2 erhalten, kann der Kopplungsmechanismus 20 getrennt werden, und das zweite Schubelement
4 kann in die Schließposition verfahren werden, um einen vollständigen Zugriff auf
das erste Schubelement 2 von oben zu haben, wie dies in Figur 2 dargestellt ist.
[0029] Optional kann der Benutzer auch den Kopplungsmechanismus 20 in Eingriff lassen und
so durch Bewegen des ersten Schubelementes 2 auch gleichzeitig das zweite Schubelement
4 bewegen.
[0030] Die mindestens eine erste Auszugsführung 6 und/oder die mindestens eine zweite Auszugsführung
16 können mit einem Selbsteinzug versehen sein, der die Schubelemente 2 und/oder 4
vor Erreichen der Schließposition über einen Dämpfer abbremst und dann in die Schließposition
zieht.
[0031] In Figur 7 ist der Kopplungsmechanismus 20 getrennt, und die zweite Auszugsführung
16 ist in die maximale Auszugsposition bewegt worden. Der am Schubelement 4 festgelegte
oder integral ausgebildete Mitnehmer 30 ist von der Achse 29 der Umlenkrolle 25 entfernt
worden, so dass beide Auszugsführungen 6 und 16 unabhängig voneinander bewegbar sind.
[0032] In Figur 8 ist eine Detailansicht des Mitnehmers 30 gezeigt, der an dem Schubelement
4 an einer Seitenwand montiert ist, aber auch an einer anderen Position vorgesehen
sein kann oder integral mit dem Schubelement 4 ausgebildet sein kann. Der Mitnehmer
30 umfasst eine nach unten offene Rastaufnahme 31, die im Wesentlichen halbkreisförmig
ausgebildet ist, wobei an beiden Seiten der Rastaufnahme 31 eine Anlaufschräge 32
vorgesehen ist.
[0033] In Figur 9 ist die Rasteinrichtung des Kopplungsmechanismus 20 dargestellt. An der
verfahrbaren Schiene 22 befindet sich die Umlenkrolle 25, die an einer Achse 29 drehbar
gelagert ist, wobei die Achse 29 über die Umlenkrolle 25 seitlich hervorsteht und
in Eingriff mit der Rastaufnahme 31 bringbar ist. Die Achse 29 kann dabei für eine
Kopplung der Rasteinrichtung entlang einer der beiden Anlaufschrägen 32 bewegt werden,
so dass das zweite Schubelement 4 geringfügig angehoben wird, bevor die Achse 29 in
der Rastaufnahme 31 verrastet.
[0034] In Figur 10 sind der Mitnehmer 30 und die Umlenkrolle 25 mit der Achse 29 in der
eingerasteten Position gezeigt. In dieser Position werden die Schubelemente 2 und
4 zusammen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit bewegt.
[0035] In Figur 11 ist der Mitnehmer 30 in der maximalen Auszugsposition der verfahrbaren
Schiene 22 gezeigt, die nur im Bereich der Umlenkrolle 25 aus dem Korpus 50 hervorsteht.
In dieser Position kann das zweite Schubelement 4 geringfügig angehoben werden, um
die Rasteinrichtung außer Eingriff zu bringen, wie es in Figur 14 dargestellt ist.
Optional kann auch nur durch Ziehen oder Schieben des zweiten Schubelementes 4 eine
Entriegelung der Rasteinrichtung bewirkt werden.
[0036] In Figur 12 und Figur 13 ist das zweite Schubelement 4 in einer abgesenkten Position
gezeigt, indem ein Rand 42 auf der Laufschiene 19 aufliegt. In die Laufschiene 19
ist endseitig ein Stopfen 40 eingesteckt, an dem eine Hubbegrenzung zur Begrenzung
der Hubbewegung des zweiten Schubelementes 4 vorgesehen ist. Die Hubbegrenzung umfasst
einen nach oben ragenden Steg 41, an dem endseitig ein Haken 43 ausgebildet ist. Der
Steg 41 umgreift dabei einen Rand 42 des Schubelementes 4. In Figur 13 ist die Hubbegrenzung
mit dem Steg 41 und dem Haken 43 im Detail gezeigt.
[0037] Wird das zweite Schubelement 4 geringfügig angehoben, wird die in den Figuren 14
und 15 gezeigte Position erreicht. Der Rand 42 ist entlang des Steges 41 nach oben
bewegt worden, bis der Haken 43 ein weiteres Anheben des Randes 42 und des Schubelementes
4 verhindert. In dieser Position ist der mit dem Schubelement 4 verbundene Mitnehmer
30 ebenfalls angehoben wurden und nicht mehr in Eingriff mit der Achse 29. Dadurch
kann die Laufschiene 19 unabhängig von dem Kopplungsmechanismus 20 bewegt werden.
[0038] Um den Kopplungsmechanismus 20 wieder in Eingriff zu bringen, können das erste Schubelement
2 und das zweite Schubelement 4 wieder in die Schließposition bewegt werden, wie dies
in den Figuren 1, 4 und 5 gezeigt ist. Durch Bewegen des ersten Schubelementes relativ
zu dem zweiten Schubelement 4 gelangt die Achse 29 zu der Anlaufschräge 32 und wird
bei Erreichen der Schließposition in der Rastaufnahme 31 verrastet, so dass dann bei
einem erneuten Öffnen des ersten Schubelementes 2 der Kopplungsmechanismus 20 wieder
in Eingriff ist.
[0039] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Kopplungsmechanismus 20 mit der
Laufschiene 7 der ersten Auszugsführung 6 verbunden. Es ist natürlich auch möglich,
den Kopplungsmechanismus unmittelbar an der Mittelschiene 8 der ersten Auszugsführung
6 festzulegen, da diese bereits mit halber Geschwindigkeit der Laufschiene 7 bewegt
wird. Ein an der Mittelschiene 8 gekoppelter Halter könnte unmittelbar mit dem Mitnehmer
30 in Eingriff gebracht werden. Der Einsatz einer zusätzlichen verfahrbaren Schiene
22 hat allerdings den Vorteil einer erhöhten Stabilität, insbesondere bei Schubelementen
2 und 4 mit größerer Höhe.
[0040] Der Kopplungsmechanismus 20 umfasst eine Rasteinrichtung mit einer nach unten offenen
Rastaufnahme an dem oberen Schubelement 4, die in Eingriff mit einer Achse oder einem
Zapfen bringbar ist. Es ist natürlich auch möglich, den Kopplungsmechanismus 20 mit
anderen Rasteinrichtungen vorzusehen, die eine gewisse Kraftübertragung in Öffnungs-
und Schließrichtung zwischen dem ersten Schubelement 2 und dem zweiten Schubelement
4 ermöglichen und durch eine Betätigung oder Kraftüberschreitung entriegelbar sind.
Es ist auch möglich, einen federbelasteten Mitnehmer 30 einzusetzen, der bei externer
Kraftaufbringung in Öffungs- oder Schließrichtung am oberen Schubelement 4 zur Entkopplung
verschwenkt oder linear verfährt und somit den Kopplungsmechanismus 20 löst und sich
im Anschluss daran wieder in seine Ausgangsposition zurückbewegt.
[0041] Für eine Entriegelung wird bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel das zweite Schubelement
4 geringfügig angehoben. Es ist natürlich auch möglich, ein Betätigungselement, beispielsweise
einen Hebel oder einen Knopf, vorzugsehen, mittels dem die Rasteinrichtung trennbar
ist.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Schubelement
- 3
- Frontblende
- 4
- Schubelement
- 5
- Halter
- 6
- Auszugsführung
- 7
- Laufschiene
- 8
- Mittelschiene
- 9
- Führungsschiene
- 10
- Haltewinkel
- 11
- Seilzug
- 12
- Halter
- 13
- Halter
- 14
- Umlenkrolle
- 15
- Umlenkrolle
- 16
- Auszugsführung
- 17
- Führungsschiene
- 18
- Mittelschiene
- 19
- Laufschiene
- 20
- Kopplungsmechanismus
- 21
- Halteteil
- 22
- Schiene
- 23
- Schiene
- 24
- Seilzug
- 25
- Umlenkrolle
- 26
- Befestigungselement
- 29
- Achse
- 30
- Mitnehmer
- 31
- Rastaufnahme
- 32
- Anlaufschräge
- 40
- Stopfen
- 41
- Steg
- 42
- Rand
- 43
- Haken
- 50
- Korpus
1. Vorrichtung zur Lagerung von Gegenständen, mit
- einem ersten Schubelement (2), das über mindestens eine erste Auszugsführung (6)
zwischen einer Schließposition und einer maximalen Öffnungsposition verfahrbar gelagert
ist, die eine stationäre Führungsschiene (9) und eine relativ zu der Führungsschiene
(9) verfahrbare Laufschiene (7) aufweist, auf der das erste Schubelement (2) abgestützt
ist;
- einem zweiten Schubelement (4), das über mindestens eine zweite Auszugsführung (16)
zwischen einer Schließposition und einer maximalen Öffnungsposition verfahrbar gelagert
ist, die eine stationäre Führungsschiene (17) und eine relativ zu der Führungsschiene
(17) verfahrbare Laufschiene (19) aufweist, auf der das zweite Schubelement (4) abgestützt
ist;
- wobei die Laufschiene (7) der ersten Auszugsführung (6) unabhängig von der Laufschiene
(19) der zweiten Auszugsführung (16) bewegbar ist, und
einem Kopplungsmechanismus (20), mittels dem das zweite Schubelement (4) bei einer
Bewegung des ersten Schubelementes (2) von der Schließposition in die maximale Öffnungsposition
in eine mittlere Öffnungsposition zwischen der Schließposition und der maximalen Öffnungsposition
bewegbar ist, wobei der Kopplungsmechanismus (20) lösbar ist, um das zweite Schubelement
(4) unabhängig von dem ersten Schubelement (2) in die maximale Öffnungsposition oder
die Schließposition bewegen zu können,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Auszugsführung (6) eine Mittelschiene (8) aufweist, die zwischen der Laufschiene
(7) und der Führungsschiene (9) angeordnet und das zweite Schubelement (4) über den
Kopplungsmechanismus (20) mit der gleichen Geschwindigkeit wie die Mittelschiene (8)
bewegbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopplungsmechanismus (20) eine Rasteinrichtung mit einer Rastaufnahme (31) und
einem in die Rastaufnahme (31) eingreifenden Rastelement (29) aufweist, die zum Lösen
des Kopplungsmechanismus (20) trennbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an dem zweiten Schubelement (4) ein Mitnehmer (30) vorgesehen ist, der mit einem
Kopplungselement oder Rastelement (29) lösbar in Eingriff bringbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (30) eine Rastaufnahme (31) aufweist und an gegenüberliegenden Seiten
der Rastaufnahme (31) eine Anlaufschräge (32) zum Einkoppeln des Kopplungselementes
oder Rastelementes (29) vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopplungsmechanismus (20) eine verfahrbare Schiene (22) aufweist, die über einen
Seilzug (24) mit einem Halteteil (21) an der Laufschiene (7) der ersten Auszugsführung
(6) verbunden ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopplungsmechanismus (20) mindestens eine Umlenkrolle (25) für einen Seilzug
(24) aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Achse (29) über die Umlenkrolle (25) verlängert ist und in eine Rastaufnahme
(31) eines Mitnehmers (30) an dem zweiten Schubelement (4) einfügbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Schubelement (4) relativ zu der zweiten Auszugsführung (16) anhebbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anschlag (43) vorgesehen ist, der die Bewegung des zweiten Schubelementes (4)
nach oben begrenzt.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Schubelement (4) als Innenschubkasten ausgebildet ist, der hinter einer
Frontblende (3) des ersten Schubelementes (2) angeordnet ist.
11. Haushaltsgerät, insbesondere Kühlgerät, mit einer Vorrichtung zur Lagerung von Gegenständen
nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
12. Möbel mit einer Vorrichtung zur Lagerung von Gegenständen nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.
13. Verfahren zum Öffnen und Schließen einer Vorrichtung zur Lagerung von Gegenständen
nach Anspruch 1, mit den folgenden Schritten:
- Verfahren eines ersten Schubelementes (2), das an mindestens einer ersten Auszugsführung
(6) verfahrbar gelagert ist, von einer Schließposition in eine maximale Öffnungsposition;
- Bewegen eines zweiten Schubelementes (4), das an mindestens einer zweiten Auszugsführung
(16) verfahrbar gelagert ist, durch einen Kopplungsmechanismus (20) zwischen dem ersten
Schubelement (2) und dem zweiten Schubelement (4) in eine mittlere Öffnungsposition;
- Entkoppeln des Kopplungsmechanismus (20) und Bewegen des zweiten Schubelementes
(4) unabhängig von dem ersten Schubelement (2) in Öffnungs- oder Schließrichtung,
und
- Einkoppeln des Kopplungsmechanismus (20) durch Bewegen des ersten Schubelementes
(2) in die Schließposition, wenn sich das zweite Schubelement (4) bereits wieder in
der Schließposition befindet, oder Einkoppeln Kopplungsmechanismus (20) durch Bewegen
des zweiten Schubelementes (4) in die Schließposition, wenn sich das erste Schubelement
(2) bereits in der Schließposition befindet,
,
dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Schubelement (4) bei einer Bewegung des ersten Schubelementes (2) durch
den Kopplungsmechanismus (20) mit der halben Geschwindigkeit des ersten Schubelementes
(2) bewegt wird.
1. A device for storing objects, having
- a first drawer element (2), which is movably mounted via at least one pullout guide
(6) between a closed position and a maximally open position, which pullout guide comprises
a stationary guide rail (9) and a slide rail (7) movable in relation to the guide
rail (9), on which the first drawer element (2) is supported;
- a second drawer element (4), which is movably mounted via at least one second pullout
guide (16) between a closed position and a maximally open position, which pullout
guide comprises a stationary guide rail (17) and a slide rail (19) movable in relation
to the guide rail (17), on which the second drawer element (4) is supported;
- wherein the slide rail (7) of the first pullout guide (6) is movable independently
of the slide rail (19) of the second pullout guide (16),
and a coupling mechanism (20), by means of which the second drawer element (4) is
movable into a moderately open position between the closed position and the maximally
open position in the event of a movement of the first drawer element (2) from the
closed position into the maximally open position, wherein the coupling mechanism (20)
is detachable to be able to move the second drawer element (4) independently of the
first drawer element (2) into the maximally open position or the closed position,
characterized in that the first pullout guide (6) comprises a middle rail (8), which is arranged between
the slide rail (7) and the guide rail (9), and the second drawer element (4) is movable
via the coupling mechanism (20) at the same speed as the middle rail (8).
2. The device according to Claim 1, characterized in that the coupling mechanism (20) comprises a catch unit having a catch receptacle (31)
and a catch element (29) engaging in the catch receptacle (31), which are disconnectable
to detach the coupling mechanism (20).
3. The device according to Claim 1 or 2, characterized in that a driver (30), which can be detachably engaged with a coupling element or catch element
(29), is provided on the second drawer element (4).
4. The device according to Claim 3, characterized in that the driver (30) comprises a catch receptacle (31) and a starting bevel (32) for coupling
in the coupling element or catch element (29) is provided on opposing sides of the
catch receptacle (31).
5. The device according to any one of the preceding claims, characterized in that the coupling mechanism (20) comprises a movable rail (22), which is connected via
a cable pull (24) to a holding part (21) on the slide rail (7) of the first pullout
guide (6).
6. The device according to any one of the preceding claims, characterized in that the coupling mechanism (20) comprises at least one deflection roller (25) for a cable
pull (24).
7. The device according to Claim 6, characterized in that an axis (29) is extended beyond the deflection roller (25) and is insertable into
a catch receptacle (31) of a driver (30) on the second drawer element (4).
8. The device according to any one of the preceding claims, characterized in that the second drawer element (4) can be raised in relation to the second pullout guide
(16).
9. The device according to Claim 8, characterized in that a stop (43) is provided, which delimits the movement of the second drawer element
(4) upward.
10. The device according to any one of the preceding claims, characterized in that the second drawer element (4) is formed as an inner drawer, which is arranged behind
a front panel (3) of the first drawer element (2).
11. A domestic appliance, in particular a refrigerator, having a device for storing objects
according to any one of the preceding claims.
12. An item of furniture having a device for storing objects according to any one of the
preceding claims.
13. A method for opening and closing a device for storing objects according to claim 1,
having the following steps:
- moving a first drawer element (2), which is movably mounted on at least one first
pullout guide (6), from a closed position into a maximally open position;
- moving a second drawer element (4), which is movably mounted on at least one second
pullout guide (16), by way of a coupling mechanism (20) between the first drawer element
(2) and the second drawer element (4) into a moderately open position;
- decoupling the coupling mechanism (20) and moving the second drawer element (4)
independently of the first drawer element (2) in the opening or closing direction,
and
- coupling in the coupling mechanism (20) by moving the first drawer element (2) into
the closed position when the second drawer element (4) is already in the closed position,
or coupling in the coupling mechanism (20) by moving the second drawer element (4)
into the closed position when the first drawer element (2) is already in the closed
position,
characterized in that the second drawer element (4) is moved by the coupling mechanism (20) at half the
speed of the first drawer element (2) during a movement of the first drawer element
(2).
1. Dispositif de stockage de produits comprenant :
- un premier élément coulissant (2) monté mobile par au moins un premier guide d'extraction
(6) entre une position de fermeture et une position d'ouverture maximale, et ayant
un rail de guidage fixe (9) et un rail de circulation (7), mobile par rapport au rail
de guidage fixe (9) et sur lequel s'appuie le premier élément coulissant (2),
- un second élément coulissant (4) monté mobile par au moins un second dispositif
d'extraction (16) entre une position de fermeture et une position d'ouverture maximale,
se composant d'un rail de guidage fixe (17) et d'un rail de circulation (19) mobile
par rapport au rapport au rail de guidage fixe (17) et sur lequel s'appuie le second
élément coulissant (4),
le rail de circulation (7) du premier guide d'extraction (6) étant mobile indépendamment
du rail de circulation (19) du second guide d'extraction (16), et
- un mécanisme de couplage (20) par lequel le second élément coulissant (4) peut être
déplacé par un mouvement du premier élément coulissant (2) de sa position de fermeture
à sa position d'ouverture maximale dans une position d'ouverture intermédiaire entre
sa position de fermeture et sa position d'ouverture maximale,
* le mécanisme de couplage (20) pouvant être libéré pour permettre de déplacer le
second élément coulissant (4) indépendamment du premier élément coulissant (2) dans
sa position d'ouverture maximale ou sa position de fermeture,
dispositif caractérisé en ce que
le premier guide d'extraction (6) comporte un rail intermédiaire (8) entre le rail
de circulation (7) et le rail de guidage (9) et le second élément coulissant (4) est
entrainé par le mécanisme de couplage (20) à la même vitesse que le rail intermédiaire
(8).
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le mécanisme de couplage (20) comporte une installation d'accrochage avec un logement
d'accrochage (31) et un élément d'accrochage (29) qui vient dans le logement d'accrochage
(31), et ces éléments peuvent être séparés pour libérer le mécanisme de couplage (20).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le second élément coulissant (4) comporte un organe d'entraînement (30) qui peut être
mis en prise, de manière amovible avec un élément de couplage ou un élément d'accrochage
(29).
4. Dispositif selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
l'organe d'entraînement (30) comporte un logement d'accrochage (31) et les côtés opposés
du logement d'accrochage (31) ont une rampe (32) pour coupler l'élément de couplage
ou l'élément d'accrochage (29).
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le mécanisme de couplage (20) comporte un rail mobile (22) relié par un câble de traction
(24) à une pièce de maintien (21) du rail de circulation (7) du premier guide d'extraction
(6).
6. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le mécanisme de couplage (20) comporte au moins un galet de renvoi (25) du câble de
traction (24).
7. Dispositif selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
un axe (29) est prolongé au-delà du galet de renvoi (25) et s'engage dans un logement
d'accrochage (31) d'un organe d'entraînement (30) sur le second élément coulissant
(4).
8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le second élément coulissant (4) peut être soulevé par rapport au second guide d'extraction
(16).
9. Dispositif selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
il est prévu une butée (43) qui limite vers le haut, le mouvement du second élément
coulissant (4).
10. Dispositif selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le second élément coulissant (4) est sous la forme d'un caisson coulissant intérieur,
derrière le panneau de façade (3) du premier élément coulissant (2).
11. Appareil ménager, notamment appareil frigorifique comportant un dispositif de stockage
de produits selon l'une des revendications précédentes.
12. Meuble comportant un dispositif de stockage de produits selon l'une des revendications
précédentes.
13. Procédé pour ouvrir et fermer un dispositif de stockage de produits selon la revendication
1,
comprenant les étapes suivantes consistant à :
- déplacer un premier élément coulissant (2) monté mobile par au moins un premier
guide d'extraction (6) entre une position de fermeture et une position d'ouverture
maximale,
- déplacer un second élément coulissant (4) monté mobile sur au moins un second guide
d'extraction (16), par un mécanisme de couplage (20) entre le premier élément coulissant
(2) et le second élément coulissant (4) dans une position d'ouverture intermédiaire,
- coupler le mécanisme de couplage (20) et les mouvements du second élément coulissant
(4) indépendamment du premier élément coulissant (2) dans la direction d'ouverture
et la direction de fermeture, et
- coupler le mécanisme de couplage (20) en déplaçant le premier élément coulissant
(2) dans la position de fermeture lorsque le second élément coulissant (4) se trouve
déjà de nouveau en position de fermeture ou coupler le mécanisme de couplage (20)
en déplaçant le second élément coulissant (4) dans sa position de fermeture lorsque
le second élément coulissant (2) est déjà dans sa position de fermeture,
procédé caractérisé en ce que
le second élément coulissant (4) est déplacé à la moitié de la vitesse du premier
élément coulissant (2) par un mouvement du premier élément coulissant (2) entraîné
par le mécanisme de couplage (20).