[0001] Die Erfindung beschäftigt sich mit einem Täuschkörper zur Bildung eines Scheinziels
zum Schutz eines Objektes, beispielsweise eines Flugzeugs. Die Erfindung betrifft
insbesondere ein kinematisches Scheinziel für schnellfliegende Luftfahrzeuge zum Schutz
vor IR- Bedrohungen.
[0002] Aus der
WO 2008/050343 A2 sind ein HF-Täuschziel sowie ein Verfahren zum Täuschen von auf radarbasierenden
Flugkörpern bekannt. Die eigenständig luftgestützten HF-Täuschziele sind zum Schutz
gegen mehrere feindliche radargestützte Bedrohungen eingerichtet. Das HF- Täuschziel
umfasst Mittel zum Empfangen von mehreren Radarsignalen aus einer oder mehreren Richtungen,
Mittel zum Speichern der Radarsignale sowie Mittel zum Analysieren der Radarsignale,
um Bedrohungsparameter zu ermitteln etc. Je nach Art der Bedrohung wird das HF-Täuschziel
nach hinten, nach unten oder nach vorne ausgestoßen.
[0003] Für Bedrohungen, die sich auf Wärmequellen aufschalten, werden in der Regel den Suchköpfen
IR-Scheinziele entgegengebracht. Sinn und Zweck dieser Maßnahme ist es, dass der Suchkopf
in dem Scheinziel ein lukrativeres Ziel sieht und sich dieses Scheinziel aussucht,
und dann dieses angreift. Einen pyrotechnischen Wirkkörper dieser Art beschreibt u.a.
die
US 6,427,599 B1 .
[0004] Aus der
DE 10 2008 017 722 A1 ist ein Wirkmassenbehälter für einen Wirkmassenblock bekannt. Dieser weist einen
Anströmschutz in Form einer Kappe mit integrierter Schutz-, Stütz-, Führungs- bzw.
Positionierungsfunktion auf.
[0005] Die
DE 10 2008 017 725 A1 zeigt eine Sicherheitseinrichtung für einen, ein Scheinziel bildenden Wirkmassenblock,
der in einem Wirkmassenbehälter mit einem Treibspiegel sowie einer Anzündübertragungsladung
eingebracht ist. Die Sicherheitseinrichtung zeichnet sich durch einen vorgespannten
Rohrfühler aus, welcher zwischen dem Treibspiegel, der Anzündübertragungsladung sowie
dem Wirkmassenbehälter eingebunden ist. Der Rohrfühler verschließt einen Anzündkanal
zwischen der Anzündübertragungsladung und der Wirkmasse und gibt nach Verlassen eines
Abschussrohres diesen Kanal frei. Nach einer Freigabe kann durch den Rohrfühler auch
eine erneute Anzündkettenunterbrechung erfolgen. Moderne Suchköpfe sind in der Lage,
ein Scheinziel von einem wirklichen Ziel (Target) unterscheiden zu können. Dabei machen
sich diese Suchköpfe zu eigen, erkennen zu können, ob es sich um eine Abwehrmaßnahme,
also um ein Scheinziel handelt oder um das Ziel selbst. Dabei werten diese Suchköpfe
den Abgang des Scheinziels vom Ziel weg aus. So können derartige Suchköpfe lernen,
dass es sich bei Wärmequellen, die sich vom Ziel weg, d.h., entgegen der Flugrichtung
des Targets bzw. Ziels nach hinten ausgestoßen werden, um ein Scheinziel handelt.
Diese Suchköpfe können über die sogenannte"Sichtlinien-Drehrate" ein Falschziel erkennen
und ausblenden.
[0006] Zur erfolgreichen Abwehr derartiger Bedrohungen ist es daher notwendig, den Wirkkörper
bzw. das Scheinziel so auszustoßen, dass der Suchkopf das Scheinziel nicht als Scheinziel
detektieren kann. Es muss vermieden werden, dass sich der Suchkopf auf das eigentliche
Ziel wieder aufschaltet. In solchen Fällen muss das Scheinziel in Flugrichtung und
vor dem Ziel ausgebracht bzw. ausgestoßen werden. Dabei muss ein schnelles Separieren
von Scheinziel und Ziel erfolgen.
[0007] Nicht angetriebene Scheinziele werden insbesondere für langsam fliegende Flugzeuge,
wie Hubschrauber und Transportmaschinen, verwendet. Langsam fliegende Flugzeuge haben
in der Regel eine Fluggeschwindigkeit von unter 300 kts (Knoten).
[0008] Bei schneller fliegenden Flugzeugen, wie Jets mit Geschwindigkeiten ab 300 bis 600
kts (Knoten), werden aktuell angetriebene Scheinziele eingesetzt, um das notwendige
Separationsverhalten von Flugzeug und Scheinziel zu erreichen. Dabei muss das angetriebene
Scheinziel den Schnellflieger so überholen, dass der Suchkopf dieses Scheinziel als
das eigentliche Ziel definiert. Als Antrieb dienen in der Regel Raketenantriebe. Der
Nachteil dieses Antriebskonzepts ist, dass sie komplex sind, teuer und einen eigenen
Bauraum benötigen. Das geht u.a. auch auf Kosten der Menge der Wirkmasse des Scheinziels.
Eine Nutzung von nicht angetriebenen Scheinzielen als Scheinziel für einen Schnellflieger
ist derzeit nicht vorgesehen. Dabei wird von der Annahme ausgegangen, dass nicht angetriebene
Scheinziele keine Geschwindigkeit aufbringen können, um die Eigengeschwindigkeit des
Schnellfliegers zu übertrumpfen. Diese Annahme resultiert auch daraus, dass die Anströmgeschwindigkeit
an das Scheinziel dieses zu schnell nach hinten separiert, d.h. in die Richtung, die
der Suchkopf des Scheinziels auch als Scheinziel erkennt.
[0009] US 2004/0011235 A1 offenbart einen Täuschkörper mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
[0010] Hier setzt die Aufgabe der Erfindung an, ein Scheinziel bzw. einen Wirk- oder Täuschkörper
für schnell fliegende Luftfahrzeuge aufzuzeigen, das/der mit nicht angetriebenen Scheinzielen
auskommt, sodass auf teure Raketenantriebe verzichtet werden kann. Gelöst wird die
Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 . Vorteilhafte Ausführungen werden
in den Unteransprüchen abgebildet.
[0011] Die Einstellung der Vo-Geschwindigkeit ist beschränkt und unterliegt technischen
Vorgaben, aufgrund der maximal zulässigen RückStoßkräfte für die Werferanlage. Daher
sind in diesem Bereich Grenzen gesetzt.
[0012] Der Erfindung liegt daher die Idee zugrunde, den das Scheinziel bildenden Täuschkörper
so auszubilden, dass dieser die Rückstoßspitzen limitiert, wenn der Täuschkörper aus
einem Werfer oder dergleichen ausgestoßen wird. Vielmehr erfährt der Täuschkörper
und damit das Scheinziel einen Impulseintrag, um sich so schnell vor das zu schützende
Objekt in Position zu stellen und sich von diesem separieren zu können.
[0013] Diese Idee wird dadurch umgesetzt, dass ein zusätzlicher Formkörper am in Flugrichtung
gesehen vorderen Ende des Täuschkörpers angebracht wird. Anzündstück und Formkörper
sind dabei aufeinander abzustimmen, um einen Rückstoß exakt einzustellen und genügend
Vo zu erreichen. Das Gewicht des Formkörpers verhindert ein vorzeitiges Separieren
des Täuschkörpers und des Flugzeugs nach hinten. Der Täuschkörper stellt sich mit
diesem Gewicht der Anströmgeschwindigkeit entgegen.
[0014] Ziel dieses konstruktiv einfachen Aufbaus ist es, dass sich durch diesen Formkörper
der Täuschkörper ausreichend schnell und sicher vom Luftfahrzeug separieren kann.
Durch die Wahl des Formkörpers in Abstimmung mit dem Anzündstück wird erreicht, dass
der Täuschkörper das Luftfahrzeug überholt, um so ein besseres Ziel für die ankommende
Bedrohung ohne ein Erkennen als Scheinziel zu bilden. Dem Täuschkörper und damit dem
Scheinziel wird beim Ausstoß ein Impulsüberschuss mitgegeben, der sich dann über den
notwendigen Zeitraum abbaut. Das Prinzip beruht auf einer Vorwärtsseparation und vorauseilend
eines an- triebs-losen Täuschkörpers gegenüber dem zu schützenden Flugzeug unmittelbar
nach Ausstoß.
[0015] Durch den Wegfall der Raketenantriebe kann im Scheinziel wesentlich mehr Wirkmasse
eingebracht werden, sodass das Scheinziel ausreichend lange wirken kann. Das Separieren
des Täuschkörpers vom Ziel bzw. Flugzeug erfolgt unter einem Winkel zum Ziel, um sich
so besser zur Bedrohung positionieren zu können und zu verhindern, dass der Suchkopf
auf das eigentliche Ziel zurückzugeht. Der so aufgebaute Täuschkörper bzw. das derart
aufgebaute Scheinziel erfüllt damit alle Voraussetzungen, um ein Zurückspringen des
Suchkörpers auf das eigentliche Ziel zu verhindern. Im Anzündstück wird Treibladungspulver
vorgeschlagen, ein Brennstoff, dessen chemische Energie durch Verbrennung in eine
Art Antriebskraft umgewandelt wird. Von Schwarzpulver sollte hingegen Abstand genommen
werden. Die damit verbundenen Rückstoßspitzen in den Werferanlagen zu limitieren und
den Täuschkörper ausreichend zu beschleunigen.
[0016] Das Material für den Formkörper sollte, wie bereits ausgeführt, schwer sein, ein
hohes Gewicht bzw. eine hohe Masse besitzen. Er ist nach der Erfindung schwerer als
der Täuschkörper selbst, d.h. ohne Formkörper. Hier bietet sich u. a. ein Formkörper
aus Wolfram an. Wenngleich auch Gold und weitere Materialien diese Bedingung erfüllen
würden, ist der damit verbundene Kostenaufwand zu bedenken. Als Scheinzielwirkmasse
kann in bekannter Art und Weise MTV (Magnesium/T eflon/Viton) verwendet werden.
[0017] Vorgeschlagen wird ein Täuschkörper zum Schutz eines sogenannten Schnellfliegers
gegen eine ankommende Bedrohung, der antriebslos ist. Der Täuschkörper weist endseitig
ein Anzündstück und mündungsseitig einen Formkörper auf. Verfügt der Täuschkörper
über einen Wirkmassenbehälter können das Anzündstück endseitig und der Formkörper
mündungsseitig an diesem befestigt sein. Das Anzündstück enthält eine Treibladung,
die in eine Antriebsenergie umgewandelt wird und dem Täuschkörper die notwendige Leistung
(Energie) mitgibt, um sich vom Schnellflieger nach vorne abzusetzen, zu separieren.
Der Formkörper ist schwerer als der Täuschkörper selbst (ohne Formkörper) und hat
die Aufgabe, das Separieren des Täuschkörpers nach hinten zu verlangsamen. Dazu sollte
der Formkörper zumindest 1 ,0-1 ,5- fach schwerer sein als der Täuschkörper. Vorteilhaft
ist der Formkörper zumindest doppelt so schwer.
[0018] Anhand eines Ausführungsbeispiels mit Zeichnung soll die Erfindung näher erläutert
werden. Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines typischen Einsatzszenarios eines Flugzeugs
mit ausgebrachtem Scheinziel,
Fig. 2 eine leicht transparente Darstellung des Scheinziels vor dem Abschuss mit den
wesentlichen Bauteilen,
Fig. 3 eine Darstellung des Scheinziels aus Fig. 2 nach Abschuss.
[0019] In Fig. 1 ist ein schnellfliegendes Flugzeug (Schnellflieger) 1 dargestellt. Diese
Darstellung in Fig. 1 erfolgt aus Sicht einer Bedrohung 2, hier aus Sicht eines Suchkopfes.
Zur Abwehr dieser Bedrohung wird ein Täuschkörper 3 gegen die Bedrohung nach Detektion
ausgebracht, um ein Scheinziel 3' nachzubilden. Dazu weist der Schnellflieger 1 wenigstens
einen Werfer 4 auf, der dazu ausgelegt ist, den Täuschkörper 3 nach vorne in Flugrichtung
des Schnellfliegers 1 ausstoßen zu können. Als Detektionssensor ist zumindest ein
Warnsensor 5 angedacht, der die ankommende Bedrohung 2 erfasst und den Werfer 4 bzw.
das Schutzsystem aktiviert, das den Täuschkörper 3 der Bedrohung 2 entgegenstellt.
Aufgrund der Eigenschaft dieses Täuschkörpers 3 und der Wirkungsweise der Bedrohung
2 nimmt die Bedrohung 2 diesen Täuschkörper 3 als attraktiveres Ziel war und schaltet
sich auf dieses Scheinziel 3' auf. Der Täuschkörper 3 wird im Winkel, bevorzugt in
einem Raumwinkel, zum Schnellflieger 1 nach vorne relativ zum Flugzeug ausgebracht
(Fig. 1 ).
[0020] Den Aufbau des Täuschkörpers 3 zeigen Fig. 2 und 3.
[0021] Der Täuschkörper 3 umfasst ein Anzündstück 6, das endseitig an einem Wirkmassenbehälter
8 des Täuschkörpers 3 angebracht ist. Zwischen einem Treibspiegel 10 und dem Anzündstück
6 ist aus Sicherheitsgründen ein Rohrfühler 7 vorgesehen. Der Wirkmassenbehälter 8
dient seinerseits zur Aufnahme einer Wirkmasse 9.
[0022] Vorderseitig bzw. mündungsseitig ist am Wirkmassenbehälter 8 ein Formkörper 11 eingebunden.
Der mündungsseitig am Wirkmassenbehälter 8 befestigte Formkörper 11 ist massiv ausgeführt.
Das Gewicht des Formkörpers 11 ist dabei größer als das Gewicht des Täuschkörpers
3 ohne Formkörper 11 . In der Regel sollte der Formkörper 11 für schnellfliegende
Flugzeuge mindestens das 1 ,0-1 ,5-fache dessen sein, was der Täuschkörper 3 ohne
Formkörper 11 wiegen würde. In der Praxis hat sich als ausreichend gezeigt, wenn der
Formkörper 11 doppelt so schwer ist, wie der Täuschkörper 3 selbst ohne Formkörper
11 . Der Formkörper 11 kann bevorzugt aus Wolfram bestehen.
[0023] Formkörper 11 und Anzündstück 6 bzw. die darin enthaltene Treibladung sind so aufeinander
abzustimmen, dass der zu erwartende Rückstoß exakt eingestellt wird.
[0024] Die Fig. 3 gibt den Treibkörper 3 kurz nach Ausstoß aus einem nicht näher dargestellten
Abschussrohr des Werfers 4 wieder. Mit Zündung einer Anzündladung (Treibladung) im
Anzündstück 6 erfährt der Treibkörper 3 einen Leistungseintrag, d.h., eine Antriebskraft,
die diesen nicht nur aus dem Abschussrohr des Werfers 4 heraus treibt, sondern einem
in der Regel beim Abschuss auftretenden Rückstoßimpuls entgegen wirkt und somit diesen
nicht entstehen lässt. Der mit diesem Impulsüberschuss beaufschlagte Treibkörper 3
setzt sich aufgrund dessen vor den Schnellflieger 1 , wobei in dieser Phase der Treibkörper
3 als Scheinziel 3' umgesetzt wird. Dazu gibt der Rohrfühler 7 den nicht näher dargestellten
Anzündkanal frei, wobei die Wirkmasse 9 entzündet wird und sich das Scheinziel 3'
bildet. Das Aufblühen des Scheinziels 3' wird von der Bedrohung 2 als Ziel wahrgenommen,
da es in Flugrichtung des Schnellfliegers 1 aufgebaut wird. Die zur Verfügung stehende
Wirkmasse 9 leuchtet ihrerseits so lange, dass die Bedrohung 2 sich nicht mehr auf
den Schnellflieger 1 aufschalten kann, wenn dieser hinter dem Scheinziel 3' vorbeifliegt.
1. Täuschkörper (3) zum Schutz eines Schnellfliegers (1 ) gegen eine ankommende Bedrohung
(2) und Bildung eines Scheinziels (3'), mit einem Wirkmassenbehälter (8) und einer
darin aufgenommenen und zur Bildung des Scheinziels (3') umsetzbaren Wirkmasse (9),
wobei endseitig am Täuschkörper (3) ein Anzündstück (6) angebracht ist, wobei das
Anzündstück (6) eine Treibladung enthält, die in eine Antriebsenergie umgewandelt
wird, wobei der Täuschkörper (3) nach Umwandlung der Treibladung in Antriebsenergie
antriebslos ist, dadurch gekennzeichnet, dass vorderseitig am Täuschkörper (3) ein Formkörper (11) angebracht ist und dass der
Formkörper (11) schwerer ist als der Täuschkörper (3) ohne den Formkörper (11).
2. Täuschkörper (3) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Formkörper (11) zumindest 1,0 - 1,5 -fach schwerer als der Täuschkörper (3) ohne
den Formkörper (11) ist.
3. Täuschkörper (3) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Formkörper (11) doppelt so schwer wie der Täuschkörper (3) ohne den Formkörper
(11) ist.
4. Täuschkörper (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Formkörper (11 ) aus Wolfram oder Gold besteht.
5. Täuschkörper (3) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Täuschkörper (3) als Scheinzielwirkmasse MTV (Magnesium/Teflon/Viton) umfasst.
6. Schnellflieger (1 ) mit einem Täuschkörper (3) nach einem der vorstehenden Ansprüche
und mit einem ein Abschussrohr aufweisenden vorwärts gerichteten Werfer (4) zum Ausstoßen
des Täuschkörpers (3) in einem Raumwinkel zum Schnellflieger (1 ) nach vorn, sowie
mit wenigstens einem Warnsensor zur Erfassung einer ankommenden Bedrohung und Aktivierung
des Werfers (4) durch Zündung der Treibladung.
1. Decoy (3) for protecting a fast-flying aircraft (1) against an incoming threat (2)
and forming a phantom target (3'), comprising an active mass container (8) and an
active mass (9) which is accommodated therein and can be converted to form the phantom
target (3'), an ignition piece (6) being attached to the end of the decoy (3), the
ignition piece (6) containing a propellant charge which is converted into drive energy,
the decoy (3) being powerless after the propellant charge has been converted into
drive energy, characterized in that a molded body (11) is attached to the front of the decoy (3) and in that the molded body (11) is heavier than the decoy (3) without the molded body (11).
2. Decoy (3) according to claim 1, characterized in that the molded body (11) is at least 1.0-1.5 times heavier than the decoy (3) without
the molded body (11).
3. Decoy (3) according to claim 1, characterized in that the molded body (11) is twice as heavy as the decoy (3) without the molded body (11).
4. Decoy (3) according to any of claims 1 to 3, characterized in that the molded body (11) consists of tungsten or gold.
5. Decoy (3) according to any of the preceding claims, characterized in that the decoy (3) comprises MTV (Magnesium/Teflon/Viton) as a phantom target active mass.
6. Fast-flying aircraft (1) comprising a decoy (3) according to any of the preceding
claims and comprising a forwardly directed launcher (4) for ejecting the decoy (3)
forward at a solid angle to the fast-flying aircraft (1), which launcher has a launching
tube, and comprising at least one warning sensor for detecting an incoming threat
and activating the launcher (4) by igniting the propellant charge.
1. Leurre (3) destiné à protéger un aéronef à grande vitesse (1) contre une menace entrante
(2) et à former une cible virtuelle (3'), comprenant un conteneur de masse active
(8) et une masse active (9) logée à l'intérieur de celui-ci et réalisable pour former
la cible virtuelle (3'), dans lequel une pièce d'allumage (6) est montée à l'extrémité
du leurre (3), dans lequel ladite pièce d'allumage (6) contient une charge propulsive
qui est transformée en une énergie d'entraînement, dans lequel le leurre (3) est sans
entraînement après la transformation de la charge propulsive en énergie d'entraînement,
caractérisé par le fait qu'un corps moulé (11) est monté à l'avant du leurre (3) et que le corps moulé (11) est
plus lourd que le leurre (3) sans le corps moulé (11).
2. Leurre (3) selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le corps moulé (11) est au moins 1,0 à 1,5 fois plus lourd que le leurre (3) sans
le corps moulé (11).
3. Leurre (3) selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le corps moulé (11) est au moins deux fois plus lourd que le leurre (3) sans le corps
moulé (11).
4. Leurre (3) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait que le corps moulé (11) est constitué de tungstène ou d'or.
5. Leurre (3) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le leurre (3) comprend du MTV (Magnésium/Téflon/Viton) en tant que masse active de
cible virtuelle.
6. Aéronef à grande vitesse (1) comprenant un leurre (3) selon l'une quelconque des revendications
précédentes et comprenant un lanceur (4) qui est dirigé vers l'avant et qui présente
un tube de lancement pour éjecter le leurre (3) vers l'avant selon un angle solide
par rapport à l'aéronef à grande vitesse (1), et comprenant au moins un capteur d'avertissement
destiné à détecter une menace entrante et à activer ledit lanceur (4) en allumant
la charge propulsive.