Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Kantenbandkassette für Kantenbänder.
[0002] Bei der Herstellung von plattenförmigen Werkstücken, insbesondere aus Holz oder Holzersatzwerkstoffen,
wie Faserplatten, Spanplatten, HDF-Platten, MDF-Platten, Laminaten oder ähnlichem,
ist es regelmäßig so, dass bei der Verarbeitung der plattenförmigen Werkstücke die
Schmalseiten derselben mit streifenförmigen Kaschierungsmaterialien, sogenannten Kantenbändern,
versehen werden. Da derartige plattenförmige Werkstücke insbesondere in Bereichen
verwendet werden, in denen die optische Erscheinung eine große Rolle spielt, wie vor
allem beim Bau von Möbeln, aber auch bei Türen, Innenverkleidungen von Gebäuden und
dergl., existieren eine Vielzahl unterschiedlicher Kantenbänder, um unterschiedliche
dekorative und/oder funktionelle Ausgestaltungen der resultierenden plattenförmigen
Werkstücke und der ggf. daraus weiter hergestellten Produkte zu ermöglichen.
[0003] Die Kantenbänder müssen an den jeweiligen Produktionseinrichtungen bereitgestellt
werden, wobei abhängig von der jeweils geplanten Produktion eine Vielzahl unterschiedlicher
Kantenbänder bereitgehalten werden muss. Aufgrund der Tatsache, dass die zu kaschierenden
Schmalseiten das gesamte Werkstück umspannen, wird ein verhältnismäßig großer Längenabschnitt
pro Werkstück benötigt, d.h. im Rahmen einer modernen und leistungsfähigen Produktion
werden große Mengen der Kantenbänder verarbeitet. Die Kantenbandhersteller stellen
die Kantenbänder für gewöhnlich in Form von spiralförmig aufgewickelten Gebinden zur
Verfügung. Die Kantenbänder sind dann regelmäßig mit Hilfsmitteln, wie Bändern, die
die Wicklungen der spiralförmigen Gebinde zusammenhalten, gesichert und werden in
üblichen Verpackungen, wie Schachteln oder Kartons oder auf Paletten angeliefert.
Es ist auch möglich, dass die Kantenbänder auf - in der Regel ringförmige - Wickelkerne
aufgewickelt werden. Diese verleihen dem Gebinde zusätzliche Stabilität, was insbesondere
bei dünnen Kantenbändern und/oder Kantenbändern aus Papier vorteilhaft ist.
[0004] In der Praxis ist es nun erforderlich, die Produktionseinrichtungen im laufenden
Betrieb permanent mit neuen Kantenbändern zu bestücken. In der Praxis stellen die
spiralförmigen Wick-lungen hierbei ein nicht unerhebliches Problem im Bezug auf deren
Handling dar. Werden diese aus den Schachteln ausgepackt bzw. die Fixierbänder, die
ggf. die Wicklung zusammenhalten, gelöst, so kommt es regelmäßig vor, dass sich die
Kantenbänder abwickeln. Diese müssen dann händisch und regelmäßig unter Zeitdruck
neu aufgewickelt und der Produktionseinrichtung zugeführt werden. In der Praxis entsteht
hierdurch ein nicht unerheblicher personeller Aufwand, schlimmstenfalls kommt es sogar
zu Betriebsunterbrechungen, wenn ein versehentlich abgewickeltes Kantenband nicht
schnell genug durch ein noch aufgewickeltes ersetzt oder wieder aufgewickelt werden
kann.
Stand der Technik
[0005] Es hat daher bereits in der Vergangenheit Überlegungen gegeben, das Handling der
Kantenbänder zu vereinfachen bzw. zu automatisieren. Hierbei sind beispielsweise voll
automatisierte und/oder auf Kassetten basierende Systeme entwickelt worden. Solche
Systeme sind beispielsweise in der
EP 1 860 593 B1 oder der
EP 1 860 596 B1 offenbart.
EP 1 862 949 A2 beschreibt eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0006] Nachteilig an den bisher bekannten Systemen ist, dass sie zum einen vergleichsweise
komplex und damit teuer sind. Zum ande-ren wird das Problem der Bestückung lediglich
verlagert, d.h. die Handling-Probleme treten nicht mehr direkt an der Beschickungsvorrichtung
auf, aber beispielsweise beim Befüllen der entsprechenden Kassetten.
Die Erfindung
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Kantenbandkassette bereitzustellen,
die eine Lösung für das vorstehend beschriebene Handling-Problem bei der Verarbeitung
von Kantenbändern ermöglicht.
[0008] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Katenbandkassette mit den Merkmalen des Anspruchs
1. Die Merkmale der abhängigen Ansprüche betreffen vorteilhafte Ausführungsformen.
[0009] Die erfindungsgemäße Kantenbandkassette zur Aufnahme von Kantenbändern weist ein
Kassettengehäuse auf, in welchem ein Wickelkern angeordnet ist, welcher ein Kantenband
fixiert hält. Das Kantenband selbst liegt darin als Gebinde oder Wickel in einer zu
einer Rolle aufgewickelten Form vor. Die Kantenbandkassette weist erfindungsgemäß
zusätzlich zum Wickelkern ein im Kassettengehäuse drehbar gelagertes Aufnahmeelement
auf, welches in der Kantenbandkassette drehbar gelagert ist und an dem der Wickelkern,
insbesondere lösbar, angebracht ist.
[0010] Durch das Anbringen des Wickelkerns an dem Aufnahmeelement kann eine sehr einfache
Bestückung des Aufnahmeelements mit dem Kantenband erfolgen. Optional können die bereits
auf den Wickelkern aufgewickelten Kantenbänder dann durch eine einfache Maßnahme einseitig
am Aufnahmeelement angebracht werden. Zudem kann das Aufnahmeelement als zusätzlicher
Schwungkörper dienen, welcher bei der Rotation (d.h. beim Aufwickeln oder Abwickeln
des Kantenbandes) in Drehung versetzt wird.
[0011] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Wickelkern drehfest mit dem Aufnahmeelement
verbunden ist. Hierbei erstreckt sich zumindest ein Teil des Aufnahmeelements von
dessen Drehachse aus radial über die radiale Erstreckung des Wickelkerns hinaus. Bevorzugt
kann dieser sich hinaus erstreckende Teil dafür eingesetzt werden, dass das Gebinde
zumindest teilweise am Aufnahmeelement anliegt. Auf diese Weise kann beispielsweise
beim Wiederaufwickeln des Kantenbandes eine Anlage geschaffen werden, die dabei hilft,
dass das Band beim Aufwickeln nicht seitlich verrutschen kann.
[0012] Weiter kann der Wickelkern lediglich an einer Seite des Aufnahmeelements angebracht
sein. Auf diese Weise ist eine einfache Bestückung des Aufnahmeelements bzw. der Kantenbandkassette
möglich. Außerdem braucht das Aufnahmeelement lediglich einseitig am Gehäuse der Kantenbandkassette
gelagert zu sein.
[0013] Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass das Aufnahmeelement einen, vorzugsweise
zumindest im Wesentlichen rotationssymmetrischen, zumindest im Wesentlichen scheibenförmigen
Grundkörper aufweist. Dieser Grundkörper ist drehbar im Kassettengehäuse gelagert
und kann dann beim Drehen als Schwungmasse dienen. Zudem hat die scheibenförmige Ausgestaltung
den Vorteil, dass diese auch durch zusätzliche Antriebsmittel, beispielsweise Antriebsräder
oder Antriebsscheiben, in Drehung versetzt werden kann. Diese Antriebsmittel müssen
dann nicht an der Drehachse angreifen, sondern können beispielsweise im Verhältnis
zum Aufnahmeelement tangential angreifend angeordnet werden.
[0014] Nach einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann der Wickelkern
als Innenklemmeinrichtung zum Fixieren des aufgewickelten Kantenbandes ausgebildet
sein. Die Innenklemmeinrichtung ist dazu ausgebildet, nach außen gerichtete Kräfte
auf eine nach innen gerichtete Fläche des Gebindes auszuüben. Diese nach innen gerichtete
Fläche des Gebindes kann durch die innerste Wicklung des Kantenbandes gebildet sein,
es kann sich aber auch um eine nach innen gerichtete Fläche eines Wickelkerns, auf
den das Kantenband gewickelt ist, handeln.
[0015] Es hat sich gezeigt, dass es möglich ist, mit einer derartigen Innenklemmeinrichtung
ein aufgewickeltes Kantenband sicher am Aufnahmeelement zu fixieren. Die Innenklemmeinrichtung
ist insbesondere dadurch gekennzeichnet, dass sie nach außen gerichtete Kräfte auf
eine nach innen gerichtete Fläche des Gebindes ausüben kann.
[0016] Weiterhin kann eine solche Innenklemmeinrichtung als vorzugsweise rein mechanische
Einrichtung in einfacher und kostengünstiger Weise realisiert werden. Hierdurch ist
es möglich, eine große Anzahl an Aufnahmeelementen bereit zu stellen. Die in aufgewickelter
Form angelieferten Kantenbänder können dann mit einigem zeitlichen Vorlauf vor ihrer
Verwendung mit den Innenklemmeinrichtungen an den Aufnahmeelementen fixiert werden.
Danach ist es möglich, die fixierten Kantenbänder mit den Aufnahmeelementen gemeinsam
an den Produktionseinrichtungen in dem Moment bereit zu stellen, in dem sie tatsächlich
benötigt werden. Durch die sichere Fixierung des Kantenbands am Aufnahmeelement wird
dieser kritische Schritt im Handling des Kantenbandes zum einen vereinfacht und zum
anderen sicher im Hinblick auf eine ungewollte Abwicklung des Kantenbandes gestaltet.
[0017] Hierbei ist es weiterhin vorteilhaft, wenn das Aufnahmeelement einen zumindest im
Wesentlichen scheibenförmigen Grundkörper aufweist. Der scheibenförmige Grundkörper
erleichtert die Bestückung des Aufnahmeelements mit dem Kantenband. Das Aufnahmeelement
kann dann, vorzugsweise mit nach unten weisendem Grundkörper und nach oben weisender
Innenklemmeinrichtung, an einem geeigneten Arbeitsplatz bereitgelegt werden. Das in
aufgewickelter Form angelieferte Kantenband kann auf dem Grundkörper um die Innenklemmeinrichtung
platziert werden. Etwaige Verpackungsmaterialien und Fixierbänder können dann ohne
die Gefahr eines ungewollten Abwickelns des auf dem Grundkörper ruhenden Kantenbandes
entfernt werden. Anschließend wird das auf dem Grundkörper ruhende Kantenband mit
der Innenklemmeinrichtung fixiert. Der so gebildete Verbund aus dem Kantenband und
dem Aufnahmeelement ist dann sicher handhabbar und kann unmittelbar einer Produktionseinrichtung
zugeführt oder bis zu seiner Verwendung zwischengelagert werden.
[0018] Vorzugsweise ist der Grundkörper zumindest im Wesentlichen rotationssymmetrisch ausgeführt.
Die rotationssymmetrische Ausführung des Grundkörpers - und insbesondere des Aufnahmeelements
- erleichtert es, das Aufnahmeelement drehbar bzw. rotierbar in der Kantenbandkassette
aufzunehmen. Die rotierbare Aufnahme ist deswegen von Vorteil, da eine möglichst ungehinderte
Rotation des Aufnahmeelements das Abwickeln des Kantenbands während der Produktion
erleichtert.
[0019] Vorteilhafterweise weist das Aufnahmeelement für dessen rotierbare Lagerung am Gehäuse
der Kantenbandkassette ein entsprechendes Lagerungselement auf. Hierbei kann es sich
beispielsweise um eine - vorzugsweise zentrisch am Aufnahmeelement angeordnete - Achse
handeln. Für eine sichere rotierbare Lagerung des Aufnahmeelements ist es besonders
vorteilhaft, wenn dieses zwei Lagerungselemente auf einander abgewandten Seiten des
Aufnahmeelements aufweist.
[0020] Die Innenklemmeinrichtung des Aufnahmeelements weist bevorzugt eine Mehrzahl Spannelemente
auf. Diese sind zur Fixierung des aufgewickelten Kantenbands gegen die nach innen
gerichtete Fläche des Gebindes des Kantenbands verspannbar. Hierbei kann es von Vorteil
sein, die Spannelemente austauschbar zu gestalten. Auf diese Weise kann unterschiedlichen
Innendurchmessern des Gebindes des aufgewickelten Kantenbandes durch die Auswahl entsprechender
Spannelemente Rechnung getragen werden. Ebenfalls ist die Verwendung jeweils passender
Spannelemente für unterschiedliche Breiten des Kantenbandes möglich. Bevorzugt wirken
die Spannelemente hierbei nach Art von Spannbacken auf das Gebinde des aufgewickelten
Kantenbands.
[0021] Vorzugsweise sind die Spannelemente an dem Grundkörper zum Fixieren des Kantenbands
entlang einer Spannrichtung verschieblich geführt. Die Spannrichtung weist dabei zumindest
eine radiale Komponente bezogen auf die scheibenförmige Erstreckung des Grundkörpers
auf. Hierdurch wird es ermöglicht, die Spannelemente auf die nach innen gerichtete
Fläche des Gebindes des Kantenbands zuzubewegen, um dieses zu fixieren. Bevorzugt
ist die Spannrichtung zumindest in radialer Richtung bezogen auf die scheibenförmige
Erstreckung des Grundkörpers orientiert. Eine solche, zumindest im Wesentlichen radiale
Orientierung bewegt die Spannelemente in direkter Richtung auf die nach innen gerichtete
Fläche zu, wenn das Gebinde des Kantenbands mit der Innenklemmeinrichtung fixiert
wird.
[0022] Besonders bevorzugt weist die Innenklemmeinrichtung ein drehbares Drehelement zum
Fixieren des Gebindes des Kantenbands auf. In diesem Zusammenhang ist die Innenklemmeinrichtung
derart gestaltet, dass eine Drehung des Drehelements relativ zu dem Grundkörper das
Fixieren des Kantenbands bewirkt. Bevorzugt ist das Drehelement hierbei zentrisch
am scheibenförmigen Grundkörper angeordnet. Durch diese zentrische Anordnung kann
das Drehelement seine nach außen gerichtete Spannwirkung gleichmäßig über seinen Umfang
verteilt entfalten. Nach einer bevorzugten Ausführungsform werden durch die Drehung
des Drehelements die Spannelemente entlang ihrer jeweiligen Spannrichtung verschoben.
Dies kann beispielsweise dadurch bewerkstelligt werden, dass das Drehelement bei seiner
Drehung an, vorzugsweise spiralförmig angeordneten, Gleitflächen an den Spannelementen
abgleitet, wobei diese durch die, insbesondere spiralförmige, Gestaltung der Gleitflächen
nach außen und damit gegen die nach innen weisende Fläche des Gebindes verschoben
werden.
[0023] Der scheibenförmige Grundkörper weist bevorzugt ein erstes Verbindungselement auf.
Ebenfalls bevorzugt weist das Drehelement ein zweites Verbindungselement auf. Das
erste und das zweite Verbindungselement dienen zum Verbinden eines Werkzeugs zum Fixieren
des Kantenbandes mit dem Aufnahmeelement. Hierdurch müssen keine, ggf. beim Handling
des Kantenbands störenden, Bedienelemente an dem Aufnahmeelement vorgesehen werden.
Für die Betätigung der Innenklemmeinrichtung reicht es, temporär ein Werkzeug mit
dem Aufnahmeelement zu verbinden, insbesondere um die Verdrehung des Drehelements
zu bewirken. Hierdurch kann das Werkzeug entsprechende Ausmaße, wie beispielsweise
eine entsprechende Hebellänge, aufweisen, um eine sichere Verklemmung mit ausreichenden
Klemmkräften zu gewährleisten. Die hierfür in vorteilhafter Weise zur Erzeugung ausreichender
Kräfte verwendeten Hebellängen bedingen ggf. eine Größe des Werkzeugs, die bei einer
festen Verbindung mit dem Aufnahmeelement beim Aufbringen des Kantenbandes auf die
Innenklemmeinrichtung hinderlich wäre. Verbindungselemente zum temporären Anbringen
des Werkzeugs erleichtern somit wesentlich das Handling.
[0024] Bevorzugt weist das Aufnahmeelement ein Fixierelement zum Fixieren des Drehelements
relativ zum Grundkörper auf. Ein solches Fixierelement ermöglicht es, die Fixierung
des Gebindes des Kantenbandes durch die Innenklemmeinrichtung wirkungsvoll gegen ein
versehentliches Lösen zu sichern. Das Fixierelement kann dabei in vorteilhafter Weise
derart gestaltet sein, dass es eine kraftschlüssige Verhinderung einer Drehung des
Drehelements relativ zum Grundkörper herbeiführt. Dies kann beispielsweise mit einer
Schraube geschehen, die zum Fixieren des Drehelements eine reibschlüssige Verbindung
zwischen dem Drehelement und dem Grundkörper erzeugt.
[0025] Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Kantenbandkassette
eine Bremseinrichtung zum Abbremsen einer Rotation des Aufnahmeelements und/oder einer
Feststelleinrichtung zum Blockieren der Rotation des Aufnahmeelements und/oder eine
Beschleunigungseinrichtung zum Beschleunigen einer Rotation des Aufnahmeelements,
die vorzugsweise im Bereich des äußeren Randes des Grundkörpers an den Grundkörper
angreift, aufweist.
[0026] Eine Bremseinrichtung bietet den Vorteil, dass durch sie das Kantenband gestrafft
werden kann. Dies stabilisiert zum einen die Fixierung des Kantenbandes auf dem Wickelkern,
zum anderen wirkt sich die Straffung des Kantenbands vorteilhaft auf die weitere Be-
oder Verarbeitung des Kantenbands aus. Der besondere Vorteil einer solchen Bremseinrichtung
im Zusammenhang mit den erfindungsgemäßen Aufnahmeelementen ist, dass die Bremseinrichtung
direkt am Aufnahmeelement angreifen kann. Aufgrund der Unterschiede in den mechanischen
Eigenschaften des Kantenbands sind Bremseinrichtungen, die direkt auf ein Kantenband
wirken, vergleichsweise problematisch. Bei einer erfindungsgemäßen Kantenbandkassette
kann die Bremseinrichtung dagegen vorteilhaft auf das Aufnahmeelement und damit indirekt
auf das Kantenband wirken. So kann beispielsweise die Bremseinrichtung nach Art einer
Scheibenbremse ausgeführt sein und an dem Grundkörper angreifen. Hierdurch lässt sich
eine zuverlässige und zugleich einfache Bremseinrichtung realisieren.
[0027] Ebenso kann dieselbe Einrichtung oder eine zusätzliche Einrichtung auch zum Feststellen
bzw. Fixieren des Aufnahmeelementes in der Kantenbandkassette vorgesehen sein. Dies
eignet sich insbesondere dann, wenn die Kantenbandkassette transportiert werden soll,
sodass sich das Kantenband nicht unbeabsichtigt abwickeln kann.
[0028] Ebenso vorteilhaft ist es, wenn die Kantenbandkassette eine Beschleunigungseinrichtung
zum Beschleunigen einer Rotation des Aufnahmeelements aufweist. Eine solche Beschleunigungseinrichtung
kann beispielsweise dadurch realisiert sein, dass eine Reibrolle am äußeren Rand des
Aufnahmeelements bzw. dessen Grundkörpers angreift. Auf diese Weise können die zur
Beschleunigung notwendigen Kräfte als Reibkräfte übertragen werden. Alternativ ist
es aber auch möglich, eine Verzahnung zwischen dem Aufnahmeelement bzw. dem Grundkörper
und der Beschleunigungseinrichtung vorzusehen.
[0029] Um ein unbeabsichtigtes Lösen des Kantenbandes vom Wickelkern zu gewährleisten, wenn
die Rolle bereits weitestgehend abgewickelt ist, ist nach einer vorteilhaften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung vorgesehen, dass das am Wickelkern liegende Ende des Kantenbandes
mit dem Wickelkern verbunden, insbesondere verklemmt oder verklebt, ist.
[0030] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist
die erfindungsgemäße Kantenbandkassette eine Austrittsstelle auf, an welcher das freie
Ende des Kantenbandes aus der Kassette herausführbar ist. Um diese Austrittsstelle
herum können weitere Einrichtungen vorgesehen sein. So kann zum Beispiel eine seitliche
Führung vorhanden sein, sodass das Kantenband an der Austrittsstelle seitlich im Bereich
seiner Schmalseiten geführt ist. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass ein seitliches
Verrutschen beim Herausziehen des Kantenbandes aus der Kantenbandkassette vermieden
wird.
[0031] Weiter kann die erfindungsgemäße Kantenbandkassette eine Klemmvorrichtung zum Klemmen
des freien Endes des Kantenbandes aufweisen. Auf diese Weise wird verhindert, dass
das Kantenband versehentlich in die Kassette zurückrutscht, bevor es verarbeitet werden
kann. Bevorzugt kann dabei vorgesehen sein, dass die Klemmwirkung gegenüber dem Kantenband
wieder aufhebbar ist, sodass der weitere Betrieb, bzw. das Einziehen des Kantenbandes
in eine Kantenbearbeitungsvorrichtung, nicht beeinträchtigt wird.
[0032] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Klemmvorrichtung, vorzugsweise auf der
Innenseite des Kassettengehäuses, im Bereich des Austritts des Kantenbandes aus dem
Kassettengehäuse, insbesondere benachbart zur oben genannten Austrittsstelle angeordnet
ist.
[0033] An der erfindungsgemäßen Kantenbandkassette kann zudem eine Informationseinrichtung
vorgesehen sein, die beispielsweise Informationen darüber enthält, welche Sorte Kantenband
im Innern der Kassette enthalten ist; solche Informationen können zum Beispiel die
Kantenhöhe, Kantenbreite, Kantenfarbe, vorhandene Laufmeter der Kante oder dergleichen
beinhalten.
Weg zur Ausführung der Erfindung
[0034] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren 1 bis 6 schematisch näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht auf eine erfindungsgemäße Kantenbandkassette.
Fig. 2 zeigte eine Schnittansicht entlang der Linie A-A durch die erfindungsgemäße
Katenbandkassette gem. Fig. 1.
Fig. 3 zeigt eine perspektivische Darstellung eines beispielhaften erfindungsgemäßen
Aufnahmeelements mit darauf aufgenommenem Kantenband.
Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung der Innenklemmeinrichtung des Aufnahmeelements
aus Fig. 1 von der normalerweise dem Grundkörper zugewandten Seite im gelösten Zustand.
Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung der in Fig. 2 dargestellten Innenklemmeinrichtung
im geklemmten Zustand.
Fig. 6 zeigt eine schematische perspektivische Darstellung des inneren Bereichs des
Grundkörpers des in Fig. 1 dargestellten beispielhaften Aufnahmeelements.
[0035] Die in den Figuren 1 und 2 gezeigte Kantenbandkassette weist ein Kassettengehäuse
18 auf, in welchem das erfindungsgemäße Aufnahmeelement 1 untergebracht ist. Am Aufnahmeelement
ist ein Wickelkern 3 bevorzugt lösbar angebracht, welcher sich mit dem Aufnahmeelement
1 dreht. Auf dem Wickelkern 3 ist ein Kantenband 2 aufgewickelt. Das freie Ende 2a
des Kantenbandes 2 kann an einer Austrittsstelle aus dem Kassettengehäuse 18 entnommen
werden. Der Wickelkern 3 ist insbesondere drehfest mit dem Aufnahmeelement 1 verbunden.
Die Drehung des Aufnahmeelements 1 bewirkt also eine Drehung des Wickelkerns 3 und
damit je nach Drehrichtung ein Aufspulen oder Abspulen des Kantenbandes 2. Bei der
erfindungsgemäßen Kantenbandkassette gibt es mehrere Möglichkeiten, wie ein Aufwickeln
bzw. Abwickeln des Kantenbandes erfolgen kann. Dazu können an verschiedenen Stellen
optionale Antriebe 19, 20, 22 vorgesehen sein. Üblicherweise wird die Kantenbandkassette
in einen Schacht eines Kassettenvorrats eingeschoben. Eine 1. Möglichkeit des Antriebs
wäre danach beispielsweise das Antriebsrad 19, welches beispielsweise über einen zuschaltbaren
Antriebsriemen im Kassettenschacht (nicht gezeigt) angetrieben werden kann. Eine weitere
Möglichkeit wäre beispielsweise an einem externen Werkzeug (zum Beispiel einen Roboter)
eine Antriebsrolle 20, die an einer bestimmten Position 21 auf der Oberseite (oder
einer anderen Schmalseite) der Kassette dem Aufnahmeelement 1 zugestellt wird. Über
den Reibschluss zwischen der Antriebsrolle 20 und dem Aufnahmeelement 1 kann ein Drehen
des Aufnahmeelements 1 und damit ein Drehen der Kantenbandrolle 2 bewirkt werden.
Eine weitere Option besteht darin, beispielsweise über einen Rollenzug 22 unmittelbar
an der Austrittsöffnung der Kantenbandkassette das Kantenbandende 2a zu erfassen und
zu fördern. Alle diese Antriebe können optional vorgesehen sein, können aber auch
in beliebiger Kombination vorhanden sein.
[0036] Weiter kann eine Einrichtung 24 vorgesehen sein, welche in der Lage ist, die Kantenbandrolle
2 bzw. das Aufnahmeelement 1 entweder abzubremsen oder aber sogar komplett zu fixieren,
sodass ein Drehen nicht mehr möglich ist. Letzteres kann zum Beispiel zu Transportzwecken
dienen.
[0037] Schließlich kann die Kantenbandkassette im Bereich der Austrittsöffnung eine Klemmeinrichtung
23 aufweisen, die dazu ausgebildet ist, dass herausgezogene Kantenbandende 2a im Bereich
der Austrittsöffnung festzuklemmen, damit dieses nicht versehentlich in das Kantengehäuse
18 hineinrutscht. Dabei kann auch vorgesehen sein, dass die Klemmwirkung der Klemmeinrichtung
23 aufhebbar ist, sodass das Herausführen des Kantenbandes aus dem Kassettengehäuse
18 problemlos und ohne Behinderung möglich ist. Gleichzeitig kann diese Klemmeinrichtung
auch als Kantenführung ausgebildet sein, insbesondere zu den Schmalseiten hin können
Führungselemente vorhanden sein, die ein seitliches Abrutschen des Kantenbandes 2a
verhindern.
[0038] Das erfindungsgemäße Aufnahmeelement 1, welches nun anhand einer bevorzugten Ausführungsform
anhand der Figuren 3 bis 6 erläutert werden soll, weist zum Fixieren des aufgewickelten
Kantenbands 2 einen Wickelkern auf. Dieser Wickelkern kann bevorzugt eine Innenklemmeinrichtung
3 aufweisen, wie sie nachfolgend beschrieben wird. Die Erfindung funktioniert allerdings
mit jeder Art von Wickelkern, eine nachfolgend beschriebene Innenklemmeinrichtung
3 ist daher lediglich als Option zu verstehen.
[0039] Die Innenklemmeinrichtung 3 ist dazu ausgebildet, nach außen gerichtete Kräfte auf
die nach innen gerichtete Fläche 17 des Gebindes des aufgewickelten Kantenbands 2
auszuüben.
[0040] In vorteilhafter Weise weist das beispielhafte Aufnahmeelement 1 einen scheibenförmigen
Grundkörper 4 auf. Der Grundkörper 4 ist in vorteilhafter Weise zumindest im Wesentlichen
rotationssymmetrisch ausgebildet.
[0041] Die Innenklemmeinrichtung 3 weist in vorteilhafter Weise eine Mehrzahl - im gezeigten
Beispiel drei - Spannelemente 5 auf. Diese sind zur Fixierung des aufgewickelten Kantenbands
2 gegen die nach innen gerichtete Fläche 17 des Gebindes des aufgewickelten Kantenbandes
2 verspannbar. In vorteilhafter Weise wirken die Spannelemente 5 so nach Art von Spannbacken.
[0042] Die Spannelemente 5 sind an dem Grundkörper 4 zum Fixieren des Kantenbandes 2 jeweils
entlang einer Spannrichtung X verschieblich geführt. In vorteilhafter Weise weist
die Spannrichtung X im gezeigten Beispiel in radialer Richtung bezogen auf die scheibenförmige
Erstreckung des Grundkörpers 4. Zur Ermöglichung der Führung der Spannelemente 5 entlang
ihrer jeweiligen Spannrichtung X weist der Grundkörper 4 Führungselemente 6 auf. Die
Führungselemente 6 sind in Fig. 4 zu erkennen. Sie greifen in komplementäre Nuten
7 in den Spannelementen 5, die in den Fig. 2 und 3 zu erkennen sind, ein und bewirken
so die Führung der Bewegung der Spannelemente 5.
[0043] Weiterhin weist das erfindungsgemäße Aufnahmeelement 1 in vorteilhafter Weise ein
Drehelement 8 auf. Das Drehelement 8 ist in vorteilhafter Weise zentrisch am Grundkörper
4 angeordnet. Das Drehelement 8 ist zum Fixieren des Kantenbandes 2 drehbar. Die Drehbarkeit
wird im gezeigten Beispiel in vorteilhafter Weise durch eine rotierbare Lagerung des
Drehelements 8 am Grundkörper 4 bewirkt. Zu diesem Zweck weist das Drehelement eine
mittige kreisförmige Ausnehmung 9 auf, in die ein am Grundkörper 4 aufgenommenes,
ebenfalls in vorteilhafter Weise kreisförmiges, Führungselement 10 eingreift.
[0044] Bei einer Drehung des Drehelements 8 gleiten, vorzugsweise spiralförmig gestaltete,
Anlageflächen 11 des Drehelements 8 an korrespondierenden Anlageflächen 12 der Spannelemente
5 ab. Die Spannelemente 5 werden hierdurch nach außen und gegen die nach innen gerichtete
Fläche 17 des Gebindes des Kantenbandes 2 gedrückt. Die Funktionsweise geht aus dem
Vergleich der Fig. 2 und 3 hervor. Ausgehend von Fig. 2 bewirkt eine Drehung des Drehelements
8 das Abgleiten der Anlageflächen 11 und 12 aneinander, so dass die Spannbacken 5
in radialer Richtung nach außen gedrückt werden, bis sie eine in Fig. 3 beispielhaft
dargestellte Position erreichen, in der das Kantenband 2 fixiert ist.
[0045] Um einen besseren Zusammenhang der Innenklemmeinrichtung 3 zu gewährleisten, weisen
das Drehelement 8 und die Spannelemente 5 im Bereich ihrer Anlageflächen 11 und 12
ineinandergreifende Nuten 13 auf. Die ineinandergreifenden Nuten 13 sind bevorzugt
ebenfalls spiralförmig gestaltet.
[0046] In ebenfalls vorteilhafter Weise weist der scheibenförmige Grundkörper 4 ein erstes
Verbindungselement 14 zum Verbinden eines Werkzeugs zum Fixieren des Kantenbandes
2 mit dem Aufnahmeelement 1 auf. Dieses erste Verbindungselement 14 ist in vorteilhafter
Weise so gestaltet, dass es zusätzlich als Lagerungselement zur rotierbaren Lagerung
des Aufnahmeelements 1 dienen kann. Weiterhin weist in vorteilhafter Weise die Innenklemmeinrichtung
3 ein, im gezeigten Beispiel am Drehelement 8 angeordnetes, zweites Verbindungselement
15 zur Verbindung des Werkzeugs mit dem Aufnahmeelement 1 auf. Das Werkzeug kann so
am ersten Verbindungselement 14 angesetzt werden und - das erste Verbindungselement
14 als Drehpunkt nutzend - über das zweite Verbindungselement 15 die Drehbewegung
des Drehelements 8 bewirken.
[0047] Schließlich weist das beispielhafte erfindungsgemäße Aufnahmeelement 1 vorzugsweise
ein Fixierelement 16 auf. Bei diesem kann es sich beispielsweise um eine Schraube
handeln, welche das Drehelement 8 gegen den Grundkörper 4 drückt und so einen Reibschluss
zur Verhinderung der Drehbewegung des Drehelements 8 relativ zum Grundkörper 4 erzeugt.
Auf diese Weise kann eine sichere Fixierung der Innenklemmeinrichtung 3 sichergestellt
werden. Im gezeigten Beispiel ist vorteilhafterweise durch die ineinandergreifenden
Nuten 13 gleichzeitig eine formschlüssige Fixierung der Spannelemente 5 an dem Grundkörper
4 gegeben, wenn das Drehelement 8 durch das Fixierelement 16 am Grundkörper 4 fixiert
wird.
1. Kantenbandkassette zur Aufnahme von Kantenbändern mit einem Kassettengehäuse (18),
in welchem ein Wickelkern angeordnet ist, welcher ein Kantenband (2), welches als
Gebinde in einer zu einer Rolle aufgewickelten Form vorliegt, fixiert hält, wobei
die Kantenbandkassette zusätzlich ein Aufnahmeelement (1) aufweist, welches in der
Kantenbandkassette drehbar gelagert ist und an dem der Wickelkern, insbesondere lösbar,
angebracht ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Wickelkern drehfest mit dem Aufnahmeelement (1) verbunden ist, wobei sich zumindest
ein Teil des Aufnahmeelements (1) von dessen Drehachse aus radial über die radiale
Erstreckung des Wickelkerns hinaus erstreckt.
2. Kantenbandkassette nach Anspruch 1,
bei der der Wickelkern an einer Seite des Aufnahmeelements (1) angebracht ist.
3. Kantenbandkassette nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Aufnahmeelement (1) einen, vorzugsweise zumindest im Wesentlichen rotationssymmetrischen,
zumindest im Wesentlichen scheibenförmigen Grundkörper (4) aufweist.
4. Kantenbandkassette nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gebinde zumindest teilweise am Aufnahmeelement (1) anliegt.
5. Kantenbandkassette nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Wickelkern eine Innenklemmeinrichtung (3) umfasst, welche dazu ausgebildet ist,
nach außen gerichtete Kräfte auf eine nach innen gerichtete Fläche (17) des Gebindes
auszuüben, wobei das Aufnahmeelement (1) ein Lagerungselement (10) zur rotierbaren
Lagerung des Aufnahmeelements (1) aufweist.
6. Kantenbandkassette nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Innenklemmeinrichtung (3) eine Mehrzahl, insbesondere nach Art von Spannbacken
wirkende, Spannelemente (5) aufweist, die zur Fixierung des aufgewickelten Kantenbandes
(2) gegen die nach innen gerichtete Fläche (17) des Gebindes verspannbar sind.
7. Kantenbandkassette nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Spannelemente (5) an dem Grundkörper (4) zum Fixieren des Kantenbandes (2) jeweils
entlang einer Spannrichtung (X) verschieblich geführt sind, die zumindest eine radiale
Komponente bezogen auf die scheibenförmige Erstreckung des Grundkörpers (4) aufweist,
insbesondere wobei die Spannrichtung (X) zumindest im Wesentlichen in radialer Richtung
bezogen auf die scheibenförmige Erstreckung des Grundkörpers (4) orientiert ist.
8. Kantenbandkassette nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass die Innenklemmeinrichtung (3) ein, vorzugsweise zentrisch am scheibenförmigen Grundkörper
(4) angeordnetes, zum Fixieren des Kantenbandes (2) drehbares Drehelement (8) aufweist,
wobei die Innenklemmeinrichtung (3) derart gestaltet ist, dass eine Drehung des Drehelements
(8) relativ zu dem scheibenförmigen Grundkörper (4) das Fixieren des Kantenbandes
(2) bewirkt, insbesondere wobei durch die Drehung des Drehelements (8) die Spannelemente
(5) entlang ihrer jeweiligen Spannrichtung (X) verschoben werden.
9. Kantenbandkassette nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
dass der scheibenförmige Grundkörper (4) ein erstes Verbindungselement (14) und/oder das
Drehelement (8) ein zweites Verbindungselement (15) aufweist, um das Kantenband (2)
am Aufnahmeelement (1) zu fixieren.
10. Aufnahmeelement (1) nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet,
dass das Aufnahmeelement (1) ein Fixierelement (16) zum Fixieren des Drehelements (8)
relativ zum Grundkörper (4) aufweist, insbesondere wobei das Fixierelement (16) derart
gestaltet ist, dass es eine kraftschlüssige Verhinderung einer Drehung des Drehelements
(8) relativ zum Grundkörper (4) herbeiführt.
11. Kantenbandkassette nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass sie eine Bremseinrichtung (24) zum Abbremsen einer Rotation des Aufnahmeelements
(1) und/oder einer Feststelleinrichtung zum Blockieren der Rotation des Aufnahmeelements
(1) und/oder eine Beschleunigungseinrichtung (19, 20, 22) zum Beschleunigen einer
Rotation des Aufnahmeelements (1), die vorzugsweise im Bereich des äußeren Randes
des Grundkörpers (4) an den Grundkörper (4) angreift, aufweist.
12. Kantenbandkassette nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass das am Wickelkern liegende Ende des Kantenbandes mit dem Wickelkern verbunden, insbesondere
verklemmt oder verklebt, ist.
13. Kantenbandkassette nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass diese eine Austrittsstelle aufweist, an welcher das freie Ende des Kantenbandes (2)
aus der Kassette herausführbar ist.
14. Kantenbandkassette nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kantenband (2) an der Austrittsstelle seitlich im Bereich seiner Schmalseiten
geführt ist.
15. Kantenbandkassette nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass sie eine Klemmvorrichtung (23) zum Klemmen des freien Endes des Kantenbandes (2)
aufweist.
16. Kantenbandkassette nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Klemmvorrichtung (23) so ausgebildet ist, dass die Klemmwirkung gegenüber dem
Kantenband (2) wieder aufhebbar ist.
17. Kantenbandkassette nach Anspruch 15 oder 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Klemmvorrichtung (23), insbesondere auf der Innenseite des Kassettengehäuses
(18), im Bereich des Austritts des Kantenbandes aus dem Kassettengehäuse, insbesondere
benachbart zur Austrittsstelle nach Anspruch 15 oder 16 angeordnet ist.
1. Edge tape cassette for holding edge tapes, with a cassette housing (18) in which a
winding core is arranged which fixedly holds an edge tape (2) which is provided as
a package formed wound up into a reel, wherein the edge tape cassette has additionally
a receiving element (1) which is mounted in rotatable manner in the edge tape cassette
and on which the winding core is attached, in particular in releasable manner, characterised in that the winding core is connected secured against rotation to the receiving element (1)
wherein at least one part of the receiving element (1) extends out from its axis of
rotation radially beyond the radial extension of the winding core.
2. Edge tape cassette according to claim 1, in which the winding core is attached on
one side of the receiving element (1).
3. Edge tape cassette according to claim 1 or 2 characterised in that the receiving element (1) has a base body (4) which is at least substantially disc-shaped
and is preferably at least substantially rotationally symmetrical.
4. Edge tape cassette according to one of the preceding claims characterised in that the package bears at least in part against the receiving element (1).
5. Edge tape cassette according to one of the preceding claims characterised in that the winding core comprises an internal clamping device (3) which is configured to
exert outwardly directed forces onto an inwardly directed surface (17) of the package
wherein the receiving element (1) has a bearing element (10) for rotatably supporting
the receiving element (1).
6. Edge tape cassette according to claim 5 characterised in that the internal clamping device (3) has a number of tension elements (5), in particular
acting in the manner of clamping jaws, and which in order to fix the wound edge tape
(2) can be tensioned against the inwardly directed surface (17) of the package.
7. Edge tape cassette according to claim 6 characterised in that the tension elements (5) for fixing the edge tape (2) are guided in displaceable
manner on the base body (4) along a tension direction (X) which has at least a radial
component in relation to the disc-like extension of the base body (4), in particular
wherein the tension direction (X) is oriented at least substantially in the radial
direction in relation to the disc-shaped extension of the base body (4).
8. Edge tape cassette according to one of claims 5 to 7 characterised in that the internal clamping device (3) has a rotational element (8) which is preferably
arranged centrally on the disc-like base body (4) and is able to rotate in order to
fix the edge tape (2), and wherein the internal clamping device (3) is configured
so that rotation of the rotational element (8) relative to the disc-like base body
(4) causes the fixing of the edge tape (2), in particular wherein through rotation
of the rotational element (8) the tension elements (5) are displaced along their respective
tension direction (X).
9. Edge tape cassette according to one of claims 3 to 8 characterised in that the disc-like base body (4) has a first connecting element (14) and/or the rotational
element (8) has a second connecting element (15) in order to fix the edge tape (2)
on the receiving element (1).
10. Receiving element (1) according to one of claims 8 or 9 characterised in that the receiving element (1) has a fixing element (16) for fixing the rotational element
(8) relative to the base body (4), in particular wherein the fixing element (16) is
configured so that it causes a force-locking block for rotation of the rotational
element (8) relative to the base body (4).
11. Edge tape cassette according to one of the preceding claims characterised in that it has a braking device (24) for braking a rotation of the receiving element (1)
and/or a fixing device for blocking the rotation of the receiving element (1) and/or
an acceleration device (19, 20, 22) for accelerating a rotation of the receiving element
(1), which preferably engages on the base body (4) in the region of the outer edge
of the base body (4).
12. Edge tape cassette according to one of the preceding claims characterised in that the end of the edge tape that lies on the winding core is connected, in particular
clamped, or adhesively bonded, to the winding core.
13. Edge tape cassette according to one of the preceding claims characterised in that this has an exit point at which the free end of the edge tape (2) can be removed
from the cassette.
14. Edge tape cassette according to claim 13 characterised in that the edge tape (2) is guided at the exit point sideways in the region of its narrow
sides.
15. Edge tape cassette according to one of the preceding claims characterised in that it has a clamping device (23) for clamping the free end of the edge tape (2).
16. Edge tape cassette according to claim 15 characterised in that the clamping device (23) is configured so that the clamping action with respect to
the edge tape (2) can be released again.
17. Edge tape cassette according to claim 15 or 16 characterised in that the clamping device (23) is arranged, in particular on the inside of the cassette
housing (18), in the region of the exit of the edge tape from the cassette housing,
in particular adjacent the exit point according to claim 15 or 16.
1. Cassette d'alaise de chant pour recevoir des alaises de chant comportant un boîtier
de cassette (18), dans lequel est agencé un noyau d'enroulement, qui retient fixée
une alaise de chant (2), qui se présente sous forme d'emballage enroulé en un rouleau,
dans lequel la cassette d'alaise de chant présente en outre un élément de réception
(1), qui est monté de sorte à tourner dans la cassette d'alaise de chant, et sur lequel
est monté le noyau d'enroulement, en particulier de manière détachable,
caractérisée en ce
que le noyau d'enroulement est relié à l'élément de réception (1) immobile en rotation,
dans lequel au moins une partie de l'élément de réception (1) s'étend radialement
au-delà de l'extension radiale du noyau d'enroulement à partir de son axe de rotation.
2. Cassette d'alaise de chant selon la revendication 1,
dans lequel le noyau d'enroulement est fixé sur un côté de l'élément de réception
(1).
3. Cassette d'alaise de chant selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce
que l'élément de réception (1) comporte un corps de base (4), de préférence au moins
sensiblement à symétrie de révolution, au moins sensiblement en forme de disque.
4. Cassette d'alaise de chant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce
que l'emballage vient en butée contre l'élément de réception (1) au moins partiellement.
5. Cassette d'alaise de chant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce
que le noyau d'enroulement comporte un dispositif de serrage interne (3), qui est conçu
pour exercer des forces orientée vers l'extérieur sur une surface (17) de l'emballage
orientée vers l'intérieur, dans lequel l'élément de réception (1) comprend un élément
de support (10) pour le support rotatif de l'élément de réception (1).
6. Cassette d'alaise de chant selon la revendication 5,
caractérisée en ce
que le dispositif de serrage interne (3) comporte une pluralité d'éléments de serrage
(5), agissant en particulier à la manière de mâchoires de serrage, qui peuvent être
serrés contre la surface orientée vers l'intérieur (17) de l'emballage pour fixer
l'alaise de chant (2) enroulée.
7. Cassette d'alaise de chant selon la revendication 6,
caractérisée en ce
que les éléments de serrage (5) sont guidés au corps de base (4) chacun de manière coulissante
le long d'une direction de serrage (X) pour fixer l'alaise de chant (2), dans lequel
la direction de serrage (X) comporte au moins une composante radiale par rapport à
l'extension en forme de disque du corps de base (4), en particulier, dans lequel la
direction de serrage (X) est orientée au moins sensiblement dans la direction radiale
par rapport à l'extension en forme de disque du corps de base (4).
8. Cassette d'alaise de chant selon l'une quelconque des revendications 5 à 7,
caractérisée en ce
que le dispositif de serrage interne (3) comprend un élément rotatif (8), de préférence,
agencé de manière centré sur le corps de base (4) en forme de disque, pour fixer l'alaise
de chant (2), dans lequel le dispositif de serrage interne (3) est conçu de telle
sorte qu'une rotation de l'élément rotatif (8) par rapport au corps de base (4) en
forme de disque provoque la fixation de l'alaise de chant (2), en particulier dans
lequel, par la rotation de l'élément rotatif (8), les éléments de serrage (5) sont
déplacés le long de leur direction de serrage (X) respective.
9. Cassette d'alaise de chant selon l'une quelconque des revendications 3 à 8,
caractérisée en ce
que le corps de base (4) en forme de disque comporte un premier élément de liaison (14)
et / ou que l'élément rotatif (8) comporte un second élément de liaison (15) pour
fixer l'alaise de chant (2) sur l'élément de réception (1).
10. Elément de réception (1) selon l'une quelconque des revendications 8 ou 9,
caractérisée en ce
que l'élément de réception (1) comporte un élément de fixation (16) pour fixer l'élément
rotatif (8) par rapport au corps de base (4), en particulier, dans lequel l'élément
de fixation (16) est conçu de telle sorte qu'il provoque un blocage par adhérence
d'une rotation de l'élément rotatif (8) par rapport au corps de base (4).
11. Cassette d'alaise de chant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce
qu'il comporte un dispositif de freinage (24) pour freiner une rotation de l'élément
de réception (1) et / ou un dispositif de blocage pour bloquer la rotation de l'élément
de réception (1) et / ou un dispositif d'accélération (19, 20, 22) pour accélérer
une rotation de l'élément de réception (1), qui s'applique de préférence au corps
de base (4) dans la zone du bord extérieur du corps de base (4).
12. Cassette d'alaise de chant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce
que l'extrémité de l'alaise de chant située sur le noyau d'enroulement est reliée au
noyau d'enroulement, en particulier par serrage ou par collage.
13. Cassette d'alaise de chant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce
que ladite cassette comporte un point de sortie au niveau duquel l'extrémité libre de
l'alaise de chant (2) peut être sortie de la cassette.
14. Cassette d'alaise de chant selon la revendication 13,
caractérisée en ce
que l'alaise de chant (2) au niveau du point de sortie est guidée latéralement dans la
zone de ses petits côtés.
15. Cassette d'alaise de chant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce
qu'elle comporte un moyen de serrage (23) pour serrer l'extrémité libre de l'alaise de
chant (2).
16. Cassette d'alaise de chant selon la revendication 15,
caractérisée en ce
que le moyen de serrage (23) est conçu de telle sorte que l'effet de serrage par rapport
à l'alaise de chant (2) peut être supprimé.
17. Cassette d'alaise de chant selon la revendication 15 ou 16, caractérisée en ce
que le moyen de serrage (23), en particulier sur l'intérieur du boîtier de cassette (18),
est agencé dans la zone de la sortie de l'alaise de chant (2) du boîtier de cassette,
en particulier adjacent au point de sortie selon la revendication 15 ou 16.