(19)
(11) EP 3 700 726 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
21.12.2022  Patentblatt  2022/51

(21) Anmeldenummer: 18789612.1

(22) Anmeldetag:  18.10.2018
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B27D 5/00(2006.01)
B65H 19/12(2006.01)
B65H 75/24(2006.01)
B27M 3/18(2006.01)
B65H 49/32(2006.01)
B65H 75/34(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
B27D 5/00; B65H 49/322; B65H 75/242; B65H 2701/37; B27D 5/003; B27M 3/18; B65H 75/246; B65H 19/12; B65H 2701/1849
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2018/078541
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2019/081335 (02.05.2019 Gazette  2019/18)

(54)

KANTENBANDKASSETTE FÜR KANTENBÄNDER

EDGE TAPE CASSETTE FOR EDGE TAPES

CASSETTE D'ALAISE EMBREVÉE POUR ALAISE EMBREVÉES


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 26.10.2017 DE 102017125039

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
02.09.2020  Patentblatt  2020/36

(73) Patentinhaber: IMA Schelling Deutschland GmbH
32312 Lübbecke (DE)

(72) Erfinder:
  • HAMPEL, Thomas
    32312 Lübbecke (DE)
  • HÜSENER, Stefan
    32479 Hille (DE)
  • KOTTKAMP, Tim
    32312 Lübbecke (DE)
  • SEIFERT, Uwe
    32361 Preußisch Oldendorf (DE)

(74) Vertreter: Schober, Mirko 
Thielking & Elbertzhagen Patentanwälte Gadderbaumer Strasse 14
33602 Bielefeld
33602 Bielefeld (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A2- 1 862 949
WO-A1-2017/009455
DE-U1- 20 204 285
EP-A2- 2 253 440
DE-A1- 3 918 863
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung

    Technisches Gebiet



    [0001] Die Erfindung betrifft eine Kantenbandkassette für Kantenbänder.

    [0002] Bei der Herstellung von plattenförmigen Werkstücken, insbesondere aus Holz oder Holzersatzwerkstoffen, wie Faserplatten, Spanplatten, HDF-Platten, MDF-Platten, Laminaten oder ähnlichem, ist es regelmäßig so, dass bei der Verarbeitung der plattenförmigen Werkstücke die Schmalseiten derselben mit streifenförmigen Kaschierungsmaterialien, sogenannten Kantenbändern, versehen werden. Da derartige plattenförmige Werkstücke insbesondere in Bereichen verwendet werden, in denen die optische Erscheinung eine große Rolle spielt, wie vor allem beim Bau von Möbeln, aber auch bei Türen, Innenverkleidungen von Gebäuden und dergl., existieren eine Vielzahl unterschiedlicher Kantenbänder, um unterschiedliche dekorative und/oder funktionelle Ausgestaltungen der resultierenden plattenförmigen Werkstücke und der ggf. daraus weiter hergestellten Produkte zu ermöglichen.

    [0003] Die Kantenbänder müssen an den jeweiligen Produktionseinrichtungen bereitgestellt werden, wobei abhängig von der jeweils geplanten Produktion eine Vielzahl unterschiedlicher Kantenbänder bereitgehalten werden muss. Aufgrund der Tatsache, dass die zu kaschierenden Schmalseiten das gesamte Werkstück umspannen, wird ein verhältnismäßig großer Längenabschnitt pro Werkstück benötigt, d.h. im Rahmen einer modernen und leistungsfähigen Produktion werden große Mengen der Kantenbänder verarbeitet. Die Kantenbandhersteller stellen die Kantenbänder für gewöhnlich in Form von spiralförmig aufgewickelten Gebinden zur Verfügung. Die Kantenbänder sind dann regelmäßig mit Hilfsmitteln, wie Bändern, die die Wicklungen der spiralförmigen Gebinde zusammenhalten, gesichert und werden in üblichen Verpackungen, wie Schachteln oder Kartons oder auf Paletten angeliefert. Es ist auch möglich, dass die Kantenbänder auf - in der Regel ringförmige - Wickelkerne aufgewickelt werden. Diese verleihen dem Gebinde zusätzliche Stabilität, was insbesondere bei dünnen Kantenbändern und/oder Kantenbändern aus Papier vorteilhaft ist.

    [0004] In der Praxis ist es nun erforderlich, die Produktionseinrichtungen im laufenden Betrieb permanent mit neuen Kantenbändern zu bestücken. In der Praxis stellen die spiralförmigen Wick-lungen hierbei ein nicht unerhebliches Problem im Bezug auf deren Handling dar. Werden diese aus den Schachteln ausgepackt bzw. die Fixierbänder, die ggf. die Wicklung zusammenhalten, gelöst, so kommt es regelmäßig vor, dass sich die Kantenbänder abwickeln. Diese müssen dann händisch und regelmäßig unter Zeitdruck neu aufgewickelt und der Produktionseinrichtung zugeführt werden. In der Praxis entsteht hierdurch ein nicht unerheblicher personeller Aufwand, schlimmstenfalls kommt es sogar zu Betriebsunterbrechungen, wenn ein versehentlich abgewickeltes Kantenband nicht schnell genug durch ein noch aufgewickeltes ersetzt oder wieder aufgewickelt werden kann.

    Stand der Technik



    [0005] Es hat daher bereits in der Vergangenheit Überlegungen gegeben, das Handling der Kantenbänder zu vereinfachen bzw. zu automatisieren. Hierbei sind beispielsweise voll automatisierte und/oder auf Kassetten basierende Systeme entwickelt worden. Solche Systeme sind beispielsweise in der EP 1 860 593 B1 oder der EP 1 860 596 B1 offenbart. EP 1 862 949 A2 beschreibt eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0006] Nachteilig an den bisher bekannten Systemen ist, dass sie zum einen vergleichsweise komplex und damit teuer sind. Zum ande-ren wird das Problem der Bestückung lediglich verlagert, d.h. die Handling-Probleme treten nicht mehr direkt an der Beschickungsvorrichtung auf, aber beispielsweise beim Befüllen der entsprechenden Kassetten.

    Die Erfindung



    [0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Kantenbandkassette bereitzustellen, die eine Lösung für das vorstehend beschriebene Handling-Problem bei der Verarbeitung von Kantenbändern ermöglicht.

    [0008] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Katenbandkassette mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Die Merkmale der abhängigen Ansprüche betreffen vorteilhafte Ausführungsformen.

    [0009] Die erfindungsgemäße Kantenbandkassette zur Aufnahme von Kantenbändern weist ein Kassettengehäuse auf, in welchem ein Wickelkern angeordnet ist, welcher ein Kantenband fixiert hält. Das Kantenband selbst liegt darin als Gebinde oder Wickel in einer zu einer Rolle aufgewickelten Form vor. Die Kantenbandkassette weist erfindungsgemäß zusätzlich zum Wickelkern ein im Kassettengehäuse drehbar gelagertes Aufnahmeelement auf, welches in der Kantenbandkassette drehbar gelagert ist und an dem der Wickelkern, insbesondere lösbar, angebracht ist.

    [0010] Durch das Anbringen des Wickelkerns an dem Aufnahmeelement kann eine sehr einfache Bestückung des Aufnahmeelements mit dem Kantenband erfolgen. Optional können die bereits auf den Wickelkern aufgewickelten Kantenbänder dann durch eine einfache Maßnahme einseitig am Aufnahmeelement angebracht werden. Zudem kann das Aufnahmeelement als zusätzlicher Schwungkörper dienen, welcher bei der Rotation (d.h. beim Aufwickeln oder Abwickeln des Kantenbandes) in Drehung versetzt wird.

    [0011] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Wickelkern drehfest mit dem Aufnahmeelement verbunden ist. Hierbei erstreckt sich zumindest ein Teil des Aufnahmeelements von dessen Drehachse aus radial über die radiale Erstreckung des Wickelkerns hinaus. Bevorzugt kann dieser sich hinaus erstreckende Teil dafür eingesetzt werden, dass das Gebinde zumindest teilweise am Aufnahmeelement anliegt. Auf diese Weise kann beispielsweise beim Wiederaufwickeln des Kantenbandes eine Anlage geschaffen werden, die dabei hilft, dass das Band beim Aufwickeln nicht seitlich verrutschen kann.

    [0012] Weiter kann der Wickelkern lediglich an einer Seite des Aufnahmeelements angebracht sein. Auf diese Weise ist eine einfache Bestückung des Aufnahmeelements bzw. der Kantenbandkassette möglich. Außerdem braucht das Aufnahmeelement lediglich einseitig am Gehäuse der Kantenbandkassette gelagert zu sein.

    [0013] Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass das Aufnahmeelement einen, vorzugsweise zumindest im Wesentlichen rotationssymmetrischen, zumindest im Wesentlichen scheibenförmigen Grundkörper aufweist. Dieser Grundkörper ist drehbar im Kassettengehäuse gelagert und kann dann beim Drehen als Schwungmasse dienen. Zudem hat die scheibenförmige Ausgestaltung den Vorteil, dass diese auch durch zusätzliche Antriebsmittel, beispielsweise Antriebsräder oder Antriebsscheiben, in Drehung versetzt werden kann. Diese Antriebsmittel müssen dann nicht an der Drehachse angreifen, sondern können beispielsweise im Verhältnis zum Aufnahmeelement tangential angreifend angeordnet werden.

    [0014] Nach einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann der Wickelkern als Innenklemmeinrichtung zum Fixieren des aufgewickelten Kantenbandes ausgebildet sein. Die Innenklemmeinrichtung ist dazu ausgebildet, nach außen gerichtete Kräfte auf eine nach innen gerichtete Fläche des Gebindes auszuüben. Diese nach innen gerichtete Fläche des Gebindes kann durch die innerste Wicklung des Kantenbandes gebildet sein, es kann sich aber auch um eine nach innen gerichtete Fläche eines Wickelkerns, auf den das Kantenband gewickelt ist, handeln.

    [0015] Es hat sich gezeigt, dass es möglich ist, mit einer derartigen Innenklemmeinrichtung ein aufgewickeltes Kantenband sicher am Aufnahmeelement zu fixieren. Die Innenklemmeinrichtung ist insbesondere dadurch gekennzeichnet, dass sie nach außen gerichtete Kräfte auf eine nach innen gerichtete Fläche des Gebindes ausüben kann.

    [0016] Weiterhin kann eine solche Innenklemmeinrichtung als vorzugsweise rein mechanische Einrichtung in einfacher und kostengünstiger Weise realisiert werden. Hierdurch ist es möglich, eine große Anzahl an Aufnahmeelementen bereit zu stellen. Die in aufgewickelter Form angelieferten Kantenbänder können dann mit einigem zeitlichen Vorlauf vor ihrer Verwendung mit den Innenklemmeinrichtungen an den Aufnahmeelementen fixiert werden. Danach ist es möglich, die fixierten Kantenbänder mit den Aufnahmeelementen gemeinsam an den Produktionseinrichtungen in dem Moment bereit zu stellen, in dem sie tatsächlich benötigt werden. Durch die sichere Fixierung des Kantenbands am Aufnahmeelement wird dieser kritische Schritt im Handling des Kantenbandes zum einen vereinfacht und zum anderen sicher im Hinblick auf eine ungewollte Abwicklung des Kantenbandes gestaltet.

    [0017] Hierbei ist es weiterhin vorteilhaft, wenn das Aufnahmeelement einen zumindest im Wesentlichen scheibenförmigen Grundkörper aufweist. Der scheibenförmige Grundkörper erleichtert die Bestückung des Aufnahmeelements mit dem Kantenband. Das Aufnahmeelement kann dann, vorzugsweise mit nach unten weisendem Grundkörper und nach oben weisender Innenklemmeinrichtung, an einem geeigneten Arbeitsplatz bereitgelegt werden. Das in aufgewickelter Form angelieferte Kantenband kann auf dem Grundkörper um die Innenklemmeinrichtung platziert werden. Etwaige Verpackungsmaterialien und Fixierbänder können dann ohne die Gefahr eines ungewollten Abwickelns des auf dem Grundkörper ruhenden Kantenbandes entfernt werden. Anschließend wird das auf dem Grundkörper ruhende Kantenband mit der Innenklemmeinrichtung fixiert. Der so gebildete Verbund aus dem Kantenband und dem Aufnahmeelement ist dann sicher handhabbar und kann unmittelbar einer Produktionseinrichtung zugeführt oder bis zu seiner Verwendung zwischengelagert werden.

    [0018] Vorzugsweise ist der Grundkörper zumindest im Wesentlichen rotationssymmetrisch ausgeführt. Die rotationssymmetrische Ausführung des Grundkörpers - und insbesondere des Aufnahmeelements - erleichtert es, das Aufnahmeelement drehbar bzw. rotierbar in der Kantenbandkassette aufzunehmen. Die rotierbare Aufnahme ist deswegen von Vorteil, da eine möglichst ungehinderte Rotation des Aufnahmeelements das Abwickeln des Kantenbands während der Produktion erleichtert.

    [0019] Vorteilhafterweise weist das Aufnahmeelement für dessen rotierbare Lagerung am Gehäuse der Kantenbandkassette ein entsprechendes Lagerungselement auf. Hierbei kann es sich beispielsweise um eine - vorzugsweise zentrisch am Aufnahmeelement angeordnete - Achse handeln. Für eine sichere rotierbare Lagerung des Aufnahmeelements ist es besonders vorteilhaft, wenn dieses zwei Lagerungselemente auf einander abgewandten Seiten des Aufnahmeelements aufweist.

    [0020] Die Innenklemmeinrichtung des Aufnahmeelements weist bevorzugt eine Mehrzahl Spannelemente auf. Diese sind zur Fixierung des aufgewickelten Kantenbands gegen die nach innen gerichtete Fläche des Gebindes des Kantenbands verspannbar. Hierbei kann es von Vorteil sein, die Spannelemente austauschbar zu gestalten. Auf diese Weise kann unterschiedlichen Innendurchmessern des Gebindes des aufgewickelten Kantenbandes durch die Auswahl entsprechender Spannelemente Rechnung getragen werden. Ebenfalls ist die Verwendung jeweils passender Spannelemente für unterschiedliche Breiten des Kantenbandes möglich. Bevorzugt wirken die Spannelemente hierbei nach Art von Spannbacken auf das Gebinde des aufgewickelten Kantenbands.

    [0021] Vorzugsweise sind die Spannelemente an dem Grundkörper zum Fixieren des Kantenbands entlang einer Spannrichtung verschieblich geführt. Die Spannrichtung weist dabei zumindest eine radiale Komponente bezogen auf die scheibenförmige Erstreckung des Grundkörpers auf. Hierdurch wird es ermöglicht, die Spannelemente auf die nach innen gerichtete Fläche des Gebindes des Kantenbands zuzubewegen, um dieses zu fixieren. Bevorzugt ist die Spannrichtung zumindest in radialer Richtung bezogen auf die scheibenförmige Erstreckung des Grundkörpers orientiert. Eine solche, zumindest im Wesentlichen radiale Orientierung bewegt die Spannelemente in direkter Richtung auf die nach innen gerichtete Fläche zu, wenn das Gebinde des Kantenbands mit der Innenklemmeinrichtung fixiert wird.

    [0022] Besonders bevorzugt weist die Innenklemmeinrichtung ein drehbares Drehelement zum Fixieren des Gebindes des Kantenbands auf. In diesem Zusammenhang ist die Innenklemmeinrichtung derart gestaltet, dass eine Drehung des Drehelements relativ zu dem Grundkörper das Fixieren des Kantenbands bewirkt. Bevorzugt ist das Drehelement hierbei zentrisch am scheibenförmigen Grundkörper angeordnet. Durch diese zentrische Anordnung kann das Drehelement seine nach außen gerichtete Spannwirkung gleichmäßig über seinen Umfang verteilt entfalten. Nach einer bevorzugten Ausführungsform werden durch die Drehung des Drehelements die Spannelemente entlang ihrer jeweiligen Spannrichtung verschoben. Dies kann beispielsweise dadurch bewerkstelligt werden, dass das Drehelement bei seiner Drehung an, vorzugsweise spiralförmig angeordneten, Gleitflächen an den Spannelementen abgleitet, wobei diese durch die, insbesondere spiralförmige, Gestaltung der Gleitflächen nach außen und damit gegen die nach innen weisende Fläche des Gebindes verschoben werden.

    [0023] Der scheibenförmige Grundkörper weist bevorzugt ein erstes Verbindungselement auf. Ebenfalls bevorzugt weist das Drehelement ein zweites Verbindungselement auf. Das erste und das zweite Verbindungselement dienen zum Verbinden eines Werkzeugs zum Fixieren des Kantenbandes mit dem Aufnahmeelement. Hierdurch müssen keine, ggf. beim Handling des Kantenbands störenden, Bedienelemente an dem Aufnahmeelement vorgesehen werden. Für die Betätigung der Innenklemmeinrichtung reicht es, temporär ein Werkzeug mit dem Aufnahmeelement zu verbinden, insbesondere um die Verdrehung des Drehelements zu bewirken. Hierdurch kann das Werkzeug entsprechende Ausmaße, wie beispielsweise eine entsprechende Hebellänge, aufweisen, um eine sichere Verklemmung mit ausreichenden Klemmkräften zu gewährleisten. Die hierfür in vorteilhafter Weise zur Erzeugung ausreichender Kräfte verwendeten Hebellängen bedingen ggf. eine Größe des Werkzeugs, die bei einer festen Verbindung mit dem Aufnahmeelement beim Aufbringen des Kantenbandes auf die Innenklemmeinrichtung hinderlich wäre. Verbindungselemente zum temporären Anbringen des Werkzeugs erleichtern somit wesentlich das Handling.

    [0024] Bevorzugt weist das Aufnahmeelement ein Fixierelement zum Fixieren des Drehelements relativ zum Grundkörper auf. Ein solches Fixierelement ermöglicht es, die Fixierung des Gebindes des Kantenbandes durch die Innenklemmeinrichtung wirkungsvoll gegen ein versehentliches Lösen zu sichern. Das Fixierelement kann dabei in vorteilhafter Weise derart gestaltet sein, dass es eine kraftschlüssige Verhinderung einer Drehung des Drehelements relativ zum Grundkörper herbeiführt. Dies kann beispielsweise mit einer Schraube geschehen, die zum Fixieren des Drehelements eine reibschlüssige Verbindung zwischen dem Drehelement und dem Grundkörper erzeugt.

    [0025] Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Kantenbandkassette eine Bremseinrichtung zum Abbremsen einer Rotation des Aufnahmeelements und/oder einer Feststelleinrichtung zum Blockieren der Rotation des Aufnahmeelements und/oder eine Beschleunigungseinrichtung zum Beschleunigen einer Rotation des Aufnahmeelements, die vorzugsweise im Bereich des äußeren Randes des Grundkörpers an den Grundkörper angreift, aufweist.

    [0026] Eine Bremseinrichtung bietet den Vorteil, dass durch sie das Kantenband gestrafft werden kann. Dies stabilisiert zum einen die Fixierung des Kantenbandes auf dem Wickelkern, zum anderen wirkt sich die Straffung des Kantenbands vorteilhaft auf die weitere Be- oder Verarbeitung des Kantenbands aus. Der besondere Vorteil einer solchen Bremseinrichtung im Zusammenhang mit den erfindungsgemäßen Aufnahmeelementen ist, dass die Bremseinrichtung direkt am Aufnahmeelement angreifen kann. Aufgrund der Unterschiede in den mechanischen Eigenschaften des Kantenbands sind Bremseinrichtungen, die direkt auf ein Kantenband wirken, vergleichsweise problematisch. Bei einer erfindungsgemäßen Kantenbandkassette kann die Bremseinrichtung dagegen vorteilhaft auf das Aufnahmeelement und damit indirekt auf das Kantenband wirken. So kann beispielsweise die Bremseinrichtung nach Art einer Scheibenbremse ausgeführt sein und an dem Grundkörper angreifen. Hierdurch lässt sich eine zuverlässige und zugleich einfache Bremseinrichtung realisieren.

    [0027] Ebenso kann dieselbe Einrichtung oder eine zusätzliche Einrichtung auch zum Feststellen bzw. Fixieren des Aufnahmeelementes in der Kantenbandkassette vorgesehen sein. Dies eignet sich insbesondere dann, wenn die Kantenbandkassette transportiert werden soll, sodass sich das Kantenband nicht unbeabsichtigt abwickeln kann.

    [0028] Ebenso vorteilhaft ist es, wenn die Kantenbandkassette eine Beschleunigungseinrichtung zum Beschleunigen einer Rotation des Aufnahmeelements aufweist. Eine solche Beschleunigungseinrichtung kann beispielsweise dadurch realisiert sein, dass eine Reibrolle am äußeren Rand des Aufnahmeelements bzw. dessen Grundkörpers angreift. Auf diese Weise können die zur Beschleunigung notwendigen Kräfte als Reibkräfte übertragen werden. Alternativ ist es aber auch möglich, eine Verzahnung zwischen dem Aufnahmeelement bzw. dem Grundkörper und der Beschleunigungseinrichtung vorzusehen.

    [0029] Um ein unbeabsichtigtes Lösen des Kantenbandes vom Wickelkern zu gewährleisten, wenn die Rolle bereits weitestgehend abgewickelt ist, ist nach einer vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung vorgesehen, dass das am Wickelkern liegende Ende des Kantenbandes mit dem Wickelkern verbunden, insbesondere verklemmt oder verklebt, ist.

    [0030] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist die erfindungsgemäße Kantenbandkassette eine Austrittsstelle auf, an welcher das freie Ende des Kantenbandes aus der Kassette herausführbar ist. Um diese Austrittsstelle herum können weitere Einrichtungen vorgesehen sein. So kann zum Beispiel eine seitliche Führung vorhanden sein, sodass das Kantenband an der Austrittsstelle seitlich im Bereich seiner Schmalseiten geführt ist. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass ein seitliches Verrutschen beim Herausziehen des Kantenbandes aus der Kantenbandkassette vermieden wird.

    [0031] Weiter kann die erfindungsgemäße Kantenbandkassette eine Klemmvorrichtung zum Klemmen des freien Endes des Kantenbandes aufweisen. Auf diese Weise wird verhindert, dass das Kantenband versehentlich in die Kassette zurückrutscht, bevor es verarbeitet werden kann. Bevorzugt kann dabei vorgesehen sein, dass die Klemmwirkung gegenüber dem Kantenband wieder aufhebbar ist, sodass der weitere Betrieb, bzw. das Einziehen des Kantenbandes in eine Kantenbearbeitungsvorrichtung, nicht beeinträchtigt wird.

    [0032] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Klemmvorrichtung, vorzugsweise auf der Innenseite des Kassettengehäuses, im Bereich des Austritts des Kantenbandes aus dem Kassettengehäuse, insbesondere benachbart zur oben genannten Austrittsstelle angeordnet ist.

    [0033] An der erfindungsgemäßen Kantenbandkassette kann zudem eine Informationseinrichtung vorgesehen sein, die beispielsweise Informationen darüber enthält, welche Sorte Kantenband im Innern der Kassette enthalten ist; solche Informationen können zum Beispiel die Kantenhöhe, Kantenbreite, Kantenfarbe, vorhandene Laufmeter der Kante oder dergleichen beinhalten.

    Weg zur Ausführung der Erfindung



    [0034] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren 1 bis 6 schematisch näher erläutert.

    Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht auf eine erfindungsgemäße Kantenbandkassette.

    Fig. 2 zeigte eine Schnittansicht entlang der Linie A-A durch die erfindungsgemäße Katenbandkassette gem. Fig. 1.

    Fig. 3 zeigt eine perspektivische Darstellung eines beispielhaften erfindungsgemäßen Aufnahmeelements mit darauf aufgenommenem Kantenband.

    Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung der Innenklemmeinrichtung des Aufnahmeelements aus Fig. 1 von der normalerweise dem Grundkörper zugewandten Seite im gelösten Zustand.

    Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung der in Fig. 2 dargestellten Innenklemmeinrichtung im geklemmten Zustand.

    Fig. 6 zeigt eine schematische perspektivische Darstellung des inneren Bereichs des Grundkörpers des in Fig. 1 dargestellten beispielhaften Aufnahmeelements.



    [0035] Die in den Figuren 1 und 2 gezeigte Kantenbandkassette weist ein Kassettengehäuse 18 auf, in welchem das erfindungsgemäße Aufnahmeelement 1 untergebracht ist. Am Aufnahmeelement ist ein Wickelkern 3 bevorzugt lösbar angebracht, welcher sich mit dem Aufnahmeelement 1 dreht. Auf dem Wickelkern 3 ist ein Kantenband 2 aufgewickelt. Das freie Ende 2a des Kantenbandes 2 kann an einer Austrittsstelle aus dem Kassettengehäuse 18 entnommen werden. Der Wickelkern 3 ist insbesondere drehfest mit dem Aufnahmeelement 1 verbunden. Die Drehung des Aufnahmeelements 1 bewirkt also eine Drehung des Wickelkerns 3 und damit je nach Drehrichtung ein Aufspulen oder Abspulen des Kantenbandes 2. Bei der erfindungsgemäßen Kantenbandkassette gibt es mehrere Möglichkeiten, wie ein Aufwickeln bzw. Abwickeln des Kantenbandes erfolgen kann. Dazu können an verschiedenen Stellen optionale Antriebe 19, 20, 22 vorgesehen sein. Üblicherweise wird die Kantenbandkassette in einen Schacht eines Kassettenvorrats eingeschoben. Eine 1. Möglichkeit des Antriebs wäre danach beispielsweise das Antriebsrad 19, welches beispielsweise über einen zuschaltbaren Antriebsriemen im Kassettenschacht (nicht gezeigt) angetrieben werden kann. Eine weitere Möglichkeit wäre beispielsweise an einem externen Werkzeug (zum Beispiel einen Roboter) eine Antriebsrolle 20, die an einer bestimmten Position 21 auf der Oberseite (oder einer anderen Schmalseite) der Kassette dem Aufnahmeelement 1 zugestellt wird. Über den Reibschluss zwischen der Antriebsrolle 20 und dem Aufnahmeelement 1 kann ein Drehen des Aufnahmeelements 1 und damit ein Drehen der Kantenbandrolle 2 bewirkt werden. Eine weitere Option besteht darin, beispielsweise über einen Rollenzug 22 unmittelbar an der Austrittsöffnung der Kantenbandkassette das Kantenbandende 2a zu erfassen und zu fördern. Alle diese Antriebe können optional vorgesehen sein, können aber auch in beliebiger Kombination vorhanden sein.

    [0036] Weiter kann eine Einrichtung 24 vorgesehen sein, welche in der Lage ist, die Kantenbandrolle 2 bzw. das Aufnahmeelement 1 entweder abzubremsen oder aber sogar komplett zu fixieren, sodass ein Drehen nicht mehr möglich ist. Letzteres kann zum Beispiel zu Transportzwecken dienen.

    [0037] Schließlich kann die Kantenbandkassette im Bereich der Austrittsöffnung eine Klemmeinrichtung 23 aufweisen, die dazu ausgebildet ist, dass herausgezogene Kantenbandende 2a im Bereich der Austrittsöffnung festzuklemmen, damit dieses nicht versehentlich in das Kantengehäuse 18 hineinrutscht. Dabei kann auch vorgesehen sein, dass die Klemmwirkung der Klemmeinrichtung 23 aufhebbar ist, sodass das Herausführen des Kantenbandes aus dem Kassettengehäuse 18 problemlos und ohne Behinderung möglich ist. Gleichzeitig kann diese Klemmeinrichtung auch als Kantenführung ausgebildet sein, insbesondere zu den Schmalseiten hin können Führungselemente vorhanden sein, die ein seitliches Abrutschen des Kantenbandes 2a verhindern.

    [0038] Das erfindungsgemäße Aufnahmeelement 1, welches nun anhand einer bevorzugten Ausführungsform anhand der Figuren 3 bis 6 erläutert werden soll, weist zum Fixieren des aufgewickelten Kantenbands 2 einen Wickelkern auf. Dieser Wickelkern kann bevorzugt eine Innenklemmeinrichtung 3 aufweisen, wie sie nachfolgend beschrieben wird. Die Erfindung funktioniert allerdings mit jeder Art von Wickelkern, eine nachfolgend beschriebene Innenklemmeinrichtung 3 ist daher lediglich als Option zu verstehen.

    [0039] Die Innenklemmeinrichtung 3 ist dazu ausgebildet, nach außen gerichtete Kräfte auf die nach innen gerichtete Fläche 17 des Gebindes des aufgewickelten Kantenbands 2 auszuüben.

    [0040] In vorteilhafter Weise weist das beispielhafte Aufnahmeelement 1 einen scheibenförmigen Grundkörper 4 auf. Der Grundkörper 4 ist in vorteilhafter Weise zumindest im Wesentlichen rotationssymmetrisch ausgebildet.

    [0041] Die Innenklemmeinrichtung 3 weist in vorteilhafter Weise eine Mehrzahl - im gezeigten Beispiel drei - Spannelemente 5 auf. Diese sind zur Fixierung des aufgewickelten Kantenbands 2 gegen die nach innen gerichtete Fläche 17 des Gebindes des aufgewickelten Kantenbandes 2 verspannbar. In vorteilhafter Weise wirken die Spannelemente 5 so nach Art von Spannbacken.

    [0042] Die Spannelemente 5 sind an dem Grundkörper 4 zum Fixieren des Kantenbandes 2 jeweils entlang einer Spannrichtung X verschieblich geführt. In vorteilhafter Weise weist die Spannrichtung X im gezeigten Beispiel in radialer Richtung bezogen auf die scheibenförmige Erstreckung des Grundkörpers 4. Zur Ermöglichung der Führung der Spannelemente 5 entlang ihrer jeweiligen Spannrichtung X weist der Grundkörper 4 Führungselemente 6 auf. Die Führungselemente 6 sind in Fig. 4 zu erkennen. Sie greifen in komplementäre Nuten 7 in den Spannelementen 5, die in den Fig. 2 und 3 zu erkennen sind, ein und bewirken so die Führung der Bewegung der Spannelemente 5.

    [0043] Weiterhin weist das erfindungsgemäße Aufnahmeelement 1 in vorteilhafter Weise ein Drehelement 8 auf. Das Drehelement 8 ist in vorteilhafter Weise zentrisch am Grundkörper 4 angeordnet. Das Drehelement 8 ist zum Fixieren des Kantenbandes 2 drehbar. Die Drehbarkeit wird im gezeigten Beispiel in vorteilhafter Weise durch eine rotierbare Lagerung des Drehelements 8 am Grundkörper 4 bewirkt. Zu diesem Zweck weist das Drehelement eine mittige kreisförmige Ausnehmung 9 auf, in die ein am Grundkörper 4 aufgenommenes, ebenfalls in vorteilhafter Weise kreisförmiges, Führungselement 10 eingreift.

    [0044] Bei einer Drehung des Drehelements 8 gleiten, vorzugsweise spiralförmig gestaltete, Anlageflächen 11 des Drehelements 8 an korrespondierenden Anlageflächen 12 der Spannelemente 5 ab. Die Spannelemente 5 werden hierdurch nach außen und gegen die nach innen gerichtete Fläche 17 des Gebindes des Kantenbandes 2 gedrückt. Die Funktionsweise geht aus dem Vergleich der Fig. 2 und 3 hervor. Ausgehend von Fig. 2 bewirkt eine Drehung des Drehelements 8 das Abgleiten der Anlageflächen 11 und 12 aneinander, so dass die Spannbacken 5 in radialer Richtung nach außen gedrückt werden, bis sie eine in Fig. 3 beispielhaft dargestellte Position erreichen, in der das Kantenband 2 fixiert ist.

    [0045] Um einen besseren Zusammenhang der Innenklemmeinrichtung 3 zu gewährleisten, weisen das Drehelement 8 und die Spannelemente 5 im Bereich ihrer Anlageflächen 11 und 12 ineinandergreifende Nuten 13 auf. Die ineinandergreifenden Nuten 13 sind bevorzugt ebenfalls spiralförmig gestaltet.

    [0046] In ebenfalls vorteilhafter Weise weist der scheibenförmige Grundkörper 4 ein erstes Verbindungselement 14 zum Verbinden eines Werkzeugs zum Fixieren des Kantenbandes 2 mit dem Aufnahmeelement 1 auf. Dieses erste Verbindungselement 14 ist in vorteilhafter Weise so gestaltet, dass es zusätzlich als Lagerungselement zur rotierbaren Lagerung des Aufnahmeelements 1 dienen kann. Weiterhin weist in vorteilhafter Weise die Innenklemmeinrichtung 3 ein, im gezeigten Beispiel am Drehelement 8 angeordnetes, zweites Verbindungselement 15 zur Verbindung des Werkzeugs mit dem Aufnahmeelement 1 auf. Das Werkzeug kann so am ersten Verbindungselement 14 angesetzt werden und - das erste Verbindungselement 14 als Drehpunkt nutzend - über das zweite Verbindungselement 15 die Drehbewegung des Drehelements 8 bewirken.

    [0047] Schließlich weist das beispielhafte erfindungsgemäße Aufnahmeelement 1 vorzugsweise ein Fixierelement 16 auf. Bei diesem kann es sich beispielsweise um eine Schraube handeln, welche das Drehelement 8 gegen den Grundkörper 4 drückt und so einen Reibschluss zur Verhinderung der Drehbewegung des Drehelements 8 relativ zum Grundkörper 4 erzeugt. Auf diese Weise kann eine sichere Fixierung der Innenklemmeinrichtung 3 sichergestellt werden. Im gezeigten Beispiel ist vorteilhafterweise durch die ineinandergreifenden Nuten 13 gleichzeitig eine formschlüssige Fixierung der Spannelemente 5 an dem Grundkörper 4 gegeben, wenn das Drehelement 8 durch das Fixierelement 16 am Grundkörper 4 fixiert wird.


    Ansprüche

    1. Kantenbandkassette zur Aufnahme von Kantenbändern mit einem Kassettengehäuse (18), in welchem ein Wickelkern angeordnet ist, welcher ein Kantenband (2), welches als Gebinde in einer zu einer Rolle aufgewickelten Form vorliegt, fixiert hält, wobei

    die Kantenbandkassette zusätzlich ein Aufnahmeelement (1) aufweist, welches in der Kantenbandkassette drehbar gelagert ist und an dem der Wickelkern, insbesondere lösbar, angebracht ist,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass der Wickelkern drehfest mit dem Aufnahmeelement (1) verbunden ist, wobei sich zumindest ein Teil des Aufnahmeelements (1) von dessen Drehachse aus radial über die radiale Erstreckung des Wickelkerns hinaus erstreckt.


     
    2. Kantenbandkassette nach Anspruch 1,
    bei der der Wickelkern an einer Seite des Aufnahmeelements (1) angebracht ist.
     
    3. Kantenbandkassette nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Aufnahmeelement (1) einen, vorzugsweise zumindest im Wesentlichen rotationssymmetrischen, zumindest im Wesentlichen scheibenförmigen Grundkörper (4) aufweist.
     
    4. Kantenbandkassette nach einem der vorigen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Gebinde zumindest teilweise am Aufnahmeelement (1) anliegt.
     
    5. Kantenbandkassette nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
    dass der Wickelkern eine Innenklemmeinrichtung (3) umfasst, welche dazu ausgebildet ist, nach außen gerichtete Kräfte auf eine nach innen gerichtete Fläche (17) des Gebindes auszuüben, wobei das Aufnahmeelement (1) ein Lagerungselement (10) zur rotierbaren Lagerung des Aufnahmeelements (1) aufweist.
     
    6. Kantenbandkassette nach Anspruch 5,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Innenklemmeinrichtung (3) eine Mehrzahl, insbesondere nach Art von Spannbacken wirkende, Spannelemente (5) aufweist, die zur Fixierung des aufgewickelten Kantenbandes (2) gegen die nach innen gerichtete Fläche (17) des Gebindes verspannbar sind.
     
    7. Kantenbandkassette nach Anspruch 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Spannelemente (5) an dem Grundkörper (4) zum Fixieren des Kantenbandes (2) jeweils entlang einer Spannrichtung (X) verschieblich geführt sind, die zumindest eine radiale Komponente bezogen auf die scheibenförmige Erstreckung des Grundkörpers (4) aufweist, insbesondere wobei die Spannrichtung (X) zumindest im Wesentlichen in radialer Richtung bezogen auf die scheibenförmige Erstreckung des Grundkörpers (4) orientiert ist.
     
    8. Kantenbandkassette nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
    dass die Innenklemmeinrichtung (3) ein, vorzugsweise zentrisch am scheibenförmigen Grundkörper (4) angeordnetes, zum Fixieren des Kantenbandes (2) drehbares Drehelement (8) aufweist, wobei die Innenklemmeinrichtung (3) derart gestaltet ist, dass eine Drehung des Drehelements (8) relativ zu dem scheibenförmigen Grundkörper (4) das Fixieren des Kantenbandes (2) bewirkt, insbesondere wobei durch die Drehung des Drehelements (8) die Spannelemente (5) entlang ihrer jeweiligen Spannrichtung (X) verschoben werden.
     
    9. Kantenbandkassette nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
    dass der scheibenförmige Grundkörper (4) ein erstes Verbindungselement (14) und/oder das Drehelement (8) ein zweites Verbindungselement (15) aufweist, um das Kantenband (2) am Aufnahmeelement (1) zu fixieren.
     
    10. Aufnahmeelement (1) nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet,
    dass das Aufnahmeelement (1) ein Fixierelement (16) zum Fixieren des Drehelements (8) relativ zum Grundkörper (4) aufweist, insbesondere wobei das Fixierelement (16) derart gestaltet ist, dass es eine kraftschlüssige Verhinderung einer Drehung des Drehelements (8) relativ zum Grundkörper (4) herbeiführt.
     
    11. Kantenbandkassette nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
    dass sie eine Bremseinrichtung (24) zum Abbremsen einer Rotation des Aufnahmeelements (1) und/oder einer Feststelleinrichtung zum Blockieren der Rotation des Aufnahmeelements (1) und/oder eine Beschleunigungseinrichtung (19, 20, 22) zum Beschleunigen einer Rotation des Aufnahmeelements (1), die vorzugsweise im Bereich des äußeren Randes des Grundkörpers (4) an den Grundkörper (4) angreift, aufweist.
     
    12. Kantenbandkassette nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
    dass das am Wickelkern liegende Ende des Kantenbandes mit dem Wickelkern verbunden, insbesondere verklemmt oder verklebt, ist.
     
    13. Kantenbandkassette nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
    dass diese eine Austrittsstelle aufweist, an welcher das freie Ende des Kantenbandes (2) aus der Kassette herausführbar ist.
     
    14. Kantenbandkassette nach Anspruch 13,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Kantenband (2) an der Austrittsstelle seitlich im Bereich seiner Schmalseiten geführt ist.
     
    15. Kantenbandkassette nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
    dass sie eine Klemmvorrichtung (23) zum Klemmen des freien Endes des Kantenbandes (2) aufweist.
     
    16. Kantenbandkassette nach Anspruch 15,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Klemmvorrichtung (23) so ausgebildet ist, dass die Klemmwirkung gegenüber dem Kantenband (2) wieder aufhebbar ist.
     
    17. Kantenbandkassette nach Anspruch 15 oder 16,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Klemmvorrichtung (23), insbesondere auf der Innenseite des Kassettengehäuses (18), im Bereich des Austritts des Kantenbandes aus dem Kassettengehäuse, insbesondere benachbart zur Austrittsstelle nach Anspruch 15 oder 16 angeordnet ist.
     


    Claims

    1. Edge tape cassette for holding edge tapes, with a cassette housing (18) in which a winding core is arranged which fixedly holds an edge tape (2) which is provided as a package formed wound up into a reel, wherein the edge tape cassette has additionally a receiving element (1) which is mounted in rotatable manner in the edge tape cassette and on which the winding core is attached, in particular in releasable manner, characterised in that the winding core is connected secured against rotation to the receiving element (1) wherein at least one part of the receiving element (1) extends out from its axis of rotation radially beyond the radial extension of the winding core.
     
    2. Edge tape cassette according to claim 1, in which the winding core is attached on one side of the receiving element (1).
     
    3. Edge tape cassette according to claim 1 or 2 characterised in that the receiving element (1) has a base body (4) which is at least substantially disc-shaped and is preferably at least substantially rotationally symmetrical.
     
    4. Edge tape cassette according to one of the preceding claims characterised in that the package bears at least in part against the receiving element (1).
     
    5. Edge tape cassette according to one of the preceding claims characterised in that the winding core comprises an internal clamping device (3) which is configured to exert outwardly directed forces onto an inwardly directed surface (17) of the package wherein the receiving element (1) has a bearing element (10) for rotatably supporting the receiving element (1).
     
    6. Edge tape cassette according to claim 5 characterised in that the internal clamping device (3) has a number of tension elements (5), in particular acting in the manner of clamping jaws, and which in order to fix the wound edge tape (2) can be tensioned against the inwardly directed surface (17) of the package.
     
    7. Edge tape cassette according to claim 6 characterised in that the tension elements (5) for fixing the edge tape (2) are guided in displaceable manner on the base body (4) along a tension direction (X) which has at least a radial component in relation to the disc-like extension of the base body (4), in particular wherein the tension direction (X) is oriented at least substantially in the radial direction in relation to the disc-shaped extension of the base body (4).
     
    8. Edge tape cassette according to one of claims 5 to 7 characterised in that the internal clamping device (3) has a rotational element (8) which is preferably arranged centrally on the disc-like base body (4) and is able to rotate in order to fix the edge tape (2), and wherein the internal clamping device (3) is configured so that rotation of the rotational element (8) relative to the disc-like base body (4) causes the fixing of the edge tape (2), in particular wherein through rotation of the rotational element (8) the tension elements (5) are displaced along their respective tension direction (X).
     
    9. Edge tape cassette according to one of claims 3 to 8 characterised in that the disc-like base body (4) has a first connecting element (14) and/or the rotational element (8) has a second connecting element (15) in order to fix the edge tape (2) on the receiving element (1).
     
    10. Receiving element (1) according to one of claims 8 or 9 characterised in that the receiving element (1) has a fixing element (16) for fixing the rotational element (8) relative to the base body (4), in particular wherein the fixing element (16) is configured so that it causes a force-locking block for rotation of the rotational element (8) relative to the base body (4).
     
    11. Edge tape cassette according to one of the preceding claims characterised in that it has a braking device (24) for braking a rotation of the receiving element (1) and/or a fixing device for blocking the rotation of the receiving element (1) and/or an acceleration device (19, 20, 22) for accelerating a rotation of the receiving element (1), which preferably engages on the base body (4) in the region of the outer edge of the base body (4).
     
    12. Edge tape cassette according to one of the preceding claims characterised in that the end of the edge tape that lies on the winding core is connected, in particular clamped, or adhesively bonded, to the winding core.
     
    13. Edge tape cassette according to one of the preceding claims characterised in that this has an exit point at which the free end of the edge tape (2) can be removed from the cassette.
     
    14. Edge tape cassette according to claim 13 characterised in that the edge tape (2) is guided at the exit point sideways in the region of its narrow sides.
     
    15. Edge tape cassette according to one of the preceding claims characterised in that it has a clamping device (23) for clamping the free end of the edge tape (2).
     
    16. Edge tape cassette according to claim 15 characterised in that the clamping device (23) is configured so that the clamping action with respect to the edge tape (2) can be released again.
     
    17. Edge tape cassette according to claim 15 or 16 characterised in that the clamping device (23) is arranged, in particular on the inside of the cassette housing (18), in the region of the exit of the edge tape from the cassette housing, in particular adjacent the exit point according to claim 15 or 16.
     


    Revendications

    1. Cassette d'alaise de chant pour recevoir des alaises de chant comportant un boîtier de cassette (18), dans lequel est agencé un noyau d'enroulement, qui retient fixée une alaise de chant (2), qui se présente sous forme d'emballage enroulé en un rouleau, dans lequel la cassette d'alaise de chant présente en outre un élément de réception (1), qui est monté de sorte à tourner dans la cassette d'alaise de chant, et sur lequel est monté le noyau d'enroulement, en particulier de manière détachable,
    caractérisée en ce
    que le noyau d'enroulement est relié à l'élément de réception (1) immobile en rotation, dans lequel au moins une partie de l'élément de réception (1) s'étend radialement au-delà de l'extension radiale du noyau d'enroulement à partir de son axe de rotation.
     
    2. Cassette d'alaise de chant selon la revendication 1,
    dans lequel le noyau d'enroulement est fixé sur un côté de l'élément de réception (1).
     
    3. Cassette d'alaise de chant selon la revendication 1 ou 2,
    caractérisée en ce
    que l'élément de réception (1) comporte un corps de base (4), de préférence au moins sensiblement à symétrie de révolution, au moins sensiblement en forme de disque.
     
    4. Cassette d'alaise de chant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisée en ce
    que l'emballage vient en butée contre l'élément de réception (1) au moins partiellement.
     
    5. Cassette d'alaise de chant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisée en ce
    que le noyau d'enroulement comporte un dispositif de serrage interne (3), qui est conçu pour exercer des forces orientée vers l'extérieur sur une surface (17) de l'emballage orientée vers l'intérieur, dans lequel l'élément de réception (1) comprend un élément de support (10) pour le support rotatif de l'élément de réception (1).
     
    6. Cassette d'alaise de chant selon la revendication 5,
    caractérisée en ce
    que le dispositif de serrage interne (3) comporte une pluralité d'éléments de serrage (5), agissant en particulier à la manière de mâchoires de serrage, qui peuvent être serrés contre la surface orientée vers l'intérieur (17) de l'emballage pour fixer l'alaise de chant (2) enroulée.
     
    7. Cassette d'alaise de chant selon la revendication 6,
    caractérisée en ce
    que les éléments de serrage (5) sont guidés au corps de base (4) chacun de manière coulissante le long d'une direction de serrage (X) pour fixer l'alaise de chant (2), dans lequel la direction de serrage (X) comporte au moins une composante radiale par rapport à l'extension en forme de disque du corps de base (4), en particulier, dans lequel la direction de serrage (X) est orientée au moins sensiblement dans la direction radiale par rapport à l'extension en forme de disque du corps de base (4).
     
    8. Cassette d'alaise de chant selon l'une quelconque des revendications 5 à 7,
    caractérisée en ce
    que le dispositif de serrage interne (3) comprend un élément rotatif (8), de préférence, agencé de manière centré sur le corps de base (4) en forme de disque, pour fixer l'alaise de chant (2), dans lequel le dispositif de serrage interne (3) est conçu de telle sorte qu'une rotation de l'élément rotatif (8) par rapport au corps de base (4) en forme de disque provoque la fixation de l'alaise de chant (2), en particulier dans lequel, par la rotation de l'élément rotatif (8), les éléments de serrage (5) sont déplacés le long de leur direction de serrage (X) respective.
     
    9. Cassette d'alaise de chant selon l'une quelconque des revendications 3 à 8,
    caractérisée en ce
    que le corps de base (4) en forme de disque comporte un premier élément de liaison (14) et / ou que l'élément rotatif (8) comporte un second élément de liaison (15) pour fixer l'alaise de chant (2) sur l'élément de réception (1).
     
    10. Elément de réception (1) selon l'une quelconque des revendications 8 ou 9,
    caractérisée en ce
    que l'élément de réception (1) comporte un élément de fixation (16) pour fixer l'élément rotatif (8) par rapport au corps de base (4), en particulier, dans lequel l'élément de fixation (16) est conçu de telle sorte qu'il provoque un blocage par adhérence d'une rotation de l'élément rotatif (8) par rapport au corps de base (4).
     
    11. Cassette d'alaise de chant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisée en ce
    qu'il comporte un dispositif de freinage (24) pour freiner une rotation de l'élément de réception (1) et / ou un dispositif de blocage pour bloquer la rotation de l'élément de réception (1) et / ou un dispositif d'accélération (19, 20, 22) pour accélérer une rotation de l'élément de réception (1), qui s'applique de préférence au corps de base (4) dans la zone du bord extérieur du corps de base (4).
     
    12. Cassette d'alaise de chant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisée en ce
    que l'extrémité de l'alaise de chant située sur le noyau d'enroulement est reliée au noyau d'enroulement, en particulier par serrage ou par collage.
     
    13. Cassette d'alaise de chant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisée en ce
    que ladite cassette comporte un point de sortie au niveau duquel l'extrémité libre de l'alaise de chant (2) peut être sortie de la cassette.
     
    14. Cassette d'alaise de chant selon la revendication 13,
    caractérisée en ce
    que l'alaise de chant (2) au niveau du point de sortie est guidée latéralement dans la zone de ses petits côtés.
     
    15. Cassette d'alaise de chant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisée en ce
    qu'elle comporte un moyen de serrage (23) pour serrer l'extrémité libre de l'alaise de chant (2).
     
    16. Cassette d'alaise de chant selon la revendication 15,
    caractérisée en ce
    que le moyen de serrage (23) est conçu de telle sorte que l'effet de serrage par rapport à l'alaise de chant (2) peut être supprimé.
     
    17. Cassette d'alaise de chant selon la revendication 15 ou 16, caractérisée en ce
    que le moyen de serrage (23), en particulier sur l'intérieur du boîtier de cassette (18), est agencé dans la zone de la sortie de l'alaise de chant (2) du boîtier de cassette, en particulier adjacent au point de sortie selon la revendication 15 ou 16.
     




    Zeichnung























    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente