[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Sicherungselement zum Sichern von Leitungen
an einer Sanitärarmatur mit einem Ringelement und einem im Ringelement ausgebildeten
Radialschlitz, der derart ausgebildet ist, dass das Ringelement in Umfangsrichtung
aufgespreizt werden kann.
[0002] Aus der
EP 0 681127 B1 ist eine Sanitärarmatur bekannt, bei der in die Sanitärarmatur führende Zuflußleitungen
mit einem Sprengring gesichert werden. Die Sicherung der Zuflußleitung mit einem derartigen
Sprengring ist jedoch nachteilig.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, die Sicherung von Leitungen beispielsweise
in Sanitärarmaturen zu verbessern.
[0004] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Sicherungselement und eine Leitung mit den Merkmalen
der unabhängigen Patentansprüche.
[0005] Vorgeschlagen wird ein Sicherungselement zum Sichern von Leitungen an einer Sanitärarmatur.
Die Leitungen können beispielsweise die in die Sanitärarmatur führenden Wasserleitungen
sein, welche durch das Sicherungselement in und/oder an der Sanitärarmatur gesichert
werden können. Die Leitungen können beispielsweise Schläuche und/oder Rohre sein.
[0006] Das Sicherungselement weist ein Ringelement auf, dass zum Sichern der Leitung in
eine in der Leitung angeordnete Nut eingeführt werden kann, wobei das Ringelement
ferner beispielsweise an einem Gehäuse der Sanitärarmatur anliegen kann, so dass die
Leitung fixiert und somit gesichert ist. Das Ringelement kann dadurch beispielsweise
ein Herausrutschen der Leitung aus der Sanitärarmatur verhindern. Die Nut muss dabei
nicht in der Leitung angeordnet sein. An der Leitung kann auch ein Zwischenstück angeordnet
sein, welches die Nut zumindest teilweise aufweist.
[0007] Ferner weist das Ringelement einen Radialschlitz auf, der derart ausgebildet ist,
dass das Ringelement in Umfangsrichtung aufgespreizt werden kann. Durch das Aufspreizen
kann das Ringelement bzw. das Sicherungselement über die Leitung geschoben und in
die besagte Nut der Leitung eingeführt werden. Zumindest das Ringelement kann dabei
aus einem Federmaterial ausgebildet sein, so dass sich das Ringelement, wenn es sich
in der Nut befindet, wieder zusammenzieht und sich dadurch in die Nut einpresst.
[0008] Das Sicherungselement kann somit ein Sicherungsring, ein Sicherungsclip und/oder
eine Sicherungshülse sein.
[0009] Die genannte Nut der Leitung kann auch in einem Zwischenstück angeordnet sein, welches
an einem Ende der Leitung angeordnet ist.
[0010] Erfindungsgemäß weist das Sicherungselement eine Sicherungsanordnung auf, die sich
vom Ringelement in Axialrichtung des Sicherungselements wegerstreckt. In die Sicherungsanordnung
kann im bestimmungsgemäßen Gebrauch die Leitung bzw. das Zwischenstück eingeführt
werden, so dass die Sicherungsanordnung radial außen an der Leitung angeordnet ist.
Die Sicherungsanordnung kann sich ferner zumindest teilweise um die Leitung und/oder
das Zwischenstück erstrecken. Wird die Leitung mit dem Sicherungselement in der Sanitärarmatur
montiert, kann zumindest die Sicherungsanordnung zumindest teilweise in eine Gehäusebohrung
der Sanitärarmatur eingeführt werden. Die Sicherungsanordnung ist dann zumindest teilweise
in der Gehäusebohrung angeordnet. Dadurch kann beispielsweise eine Passung, insbesondere
eine Presspassung, ausgebildet werden, so dass die Sicherungsanordnung in der Gehäusebohrung
gesichert ist. Die Gehäusebohrung verhindert dadurch das Aufspreizen der Sicherungsanordnung.
Da die Sicherungsanordnung an dem Ringelement angeordnet ist, kann durch die Passung
auch verhindert werden, dass sich das Ringelement aufspreizen kann. Da das Sicherungselement
mit dem Ringelement in der Nut mit der Leitung verbunden ist, ist insgesamt die Leitung
an der Sanitärarmatur gesichert.
[0011] Des Weiteren kann mit Hilfe der Sicherungsanordnung die Leitung in der Sanitärarmatur
geführt sein. Wenn die Sicherungsanordnung des Sicherungselements in der Gehäusebohrung
angeordnet, beispielsweise eingepresst, ist, kann dadurch ein Verkippen der Leitung
verhindert werden. Die Leitung bzw. zumindest der Endabschnitt der Leitung, die in
die Sanitärarmatur führt, führt somit senkrecht in die Sanitärarmatur, so dass eine
Dichtung zwischen der Leitung und dem Gehäuse gleichmäßig abdichten kann. Würde die
Leitung schräg in die Sanitärarmatur führen, würde die Dichtung einseitig belastet
werden, was mit Hilfe des Sicherungselements verhindert werden kann.
[0012] Von Vorteil ist es, wenn sich die Sicherungsanordnung zumindest teilweise in Umfangsrichtung
des Sicherungselements erstreckt. Die Sicherungsanordnung kann beispielsweise zylinderförmig
ausgebildet sein, so dass die Sicherungsanordnung über die Leitung geschoben werden
kann. Die Sicherungsanordnung kann beispielsweise einen Durchmesser aufweisen, der
größer ist als der Durchmesser der zu sichernden Leitung.
[0013] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist zumindest das Ringelement
einen Biegebereich auf, mit dessen Hilfe das Ringelement in Umfangsrichtung aufgespreizt
werden kann. Der Biegebereich kann beispielsweise durch eine Verjüngung im Ringelement
ausgebildet sein, so dass sich beim Aufspreizen des Sicherungselements das Ringelement
bevorzugt im Biegebereich aufspreizt. Ein entsprechender Biegebereich kann zusätzlich
oder alternativ auch in der Sicherungsanordnung angeordnet sein, so dass sich beim
Aufspreizen die Sicherungsanordnung ebenfalls aufbiegt.
[0014] Von Vorteil ist es, wenn die Sicherungsanordnung zumindest einen Öffnungsschlitz
aufweist, mittels dem die Sicherungsanordnung aufgespreizt werden kann. Der Öffnungsschlitz
der Sicherungsanordnung kann dabei vorteilhafterweise in Axialrichtung des Sicherungselements
mit dem Radialschlitz fluchtend angeordnet sein. Durch das Aufspreizen biegen bzw.
spreizen sich das Ringelement und die Sicherungsanordnung gleichmäßig auf.
[0015] Vorteilhaft ist es, wenn der Radialschlitz und der Öffnungsschlitz als ein einziger
Schlitz ausgebildet sind. Dadurch sind der Radialschlitz und der Öffnungsschlitz einteilig
ausgebildet. Ferner können der Radialschlitz und der Öffnungsschlitz parallel zur
Axialrichtung ausgebildet sein.
[0016] Der Radialschlitz und/oder der Öffnungsschlitz können aber auch schräg im Sicherungselement
angeordnet sein. Der Radialschlitz und/oder der Öffnungsschlitz können dann einen
Winkel zur Axialrichtung des Sicherungselements aufweisen.
[0017] Vorteilhaft ist es, wenn die Sicherungsanordnung mehrere Sicherungseinheiten umfasst,
die in Umfangsrichtung am Ringelement angeordnet sind und sich von diesem in Axialrichtung
wegerstrecken.
[0018] Von Vorteil ist es, wenn die Sicherungseinheiten zueinander in gleichen Abständen
in Umfangsrichtung am Ringelement angeordnet sind. Beispielsweise können vier Sicherungseinheiten
am Ringelement angeordnet sein, die zueinander jeweils um 90° versetzt sind. Die Sicherungseinheiten
können auch einen Abstand zueinander aufweisen, so dass ein Zwischenraum zwischen
den jeweiligen Sicherungseinheiten ausgebildet ist. Dadurch kann das Sicherungselement
gewichtssparend ausgebildet werden.
[0019] Vorteilhaft ist es, wenn sich die Sicherungsanordnung vollständig in Umfangsrichtung
erstreckt. Dabei ist natürlich noch der Öffnungsschlitz und/oder der Radialschlitz
in der Sicherungsanordnung angeordnet, so dass die Sicherungsanordnung aufgespreizt
werden kann. Die Sicherungsanordnung kann zylinderförmig ausgebildet sein. Dadurch
kann die Sicherungsanordnung gleichmäßig von der Gehäusebohrung zusammengepresst werden,
so dass das Sicherungselement vorteilhaft in der Gehäusebohrung gesichert ist.
[0020] Von Vorteil ist es, wenn ein erster Innendurchmesser der Sicherungsanordnung größer
ist als ein zweiter Innendurchmesser des Ringelements. Dadurch kann das Sicherungselement
an einer radial innenliegenden Innenfläche eine Abstufung aufweisen, die als Anschlag
für die Leitung dienen kann. Dadurch kann das Sicherungselement in Axialrichtung gegenüber
der Leitung fixiert werden.
[0021] Vorteilhaft ist es, wenn das Sicherungselement an einer radial inneren Innenfläche
Ausgleichselemente zum Ausgleichen einer Toleranz aufweist. Zusätzlich oder alternativ
können die Ausgleichselemente zum Ausgleichen einer Toleranz an einer radial äußeren
Außenfläche angeordnet sein. Mit den Ausgleichselementen an der Innenfläche kann beispielsweise
eine Toleranz zwischen dem Sicherungselement und der Leitung ausgeglichen werden.
Insbesondere kann durch die Ausgleichselemente die Toleranz ausgeglichen werden, wenn
die Leitung einen für das Sicherungselement zu geringen Durchmesser aufweist.
[0022] Wenn auf der Außenfläche Ausgleichselemente angeordnet sind, kann damit eine Toleranz
zwischen dem Sicherungselement und der Gehäusebohrung ausgeglichen werden.
[0023] Die Ausgleichselemente können beispielsweise als Rippen und/oder Lamellen ausgebildet
sein, die sich in Radialrichtung von der Innenfläche und/oder Außenfläche wegerstrecken.
Zusätzlich können sich die Ausgleichselemente in Axialrichtung erstrecken. Zusätzlich
oder alternativ können die Ausgleichselemente auch als Noppen und/oder Stifte ausgebildet
sein, die sich von der Innenfläche und/oder Außenfläche in Radialrichtung erstrecken.
[0024] Die Ausgleichselemente können ferner derart ausgebildet sein, dass sie sich abscheren,
wenn das Sicherungselement beispielsweise in die Gehäusebohrung der Sanitärarmatur
eingeführt wird. Dadurch kann beispielsweise ein Form- und/oder Kraftschluss ausgebildet
werden.
[0025] Vorteilhaft ist es, wenn das Sicherungselement an der Innenfläche zumindest ein Hakenelement
aufweist. Dadurch kann das Sicherungselement an der Leitung eingehakt werden. Zusätzlich
oder alternativ kann das Hakenelement auch an der Außenfläche angeordnet sein. Mit
Hilfe des Hakenelements an der Außenfläche kann das Sicherungselement in der Gehäusebohrung
eingehakt werden. Das Hakenelement kann beispielsweise in eine dafür vorgesehene Nut
der Gehäusebohrung einschnappen. Dadurch kann das Sicherungselement und dadurch die
Leitung an der Sanitärarmatur fixiert werden.
[0026] Von Vorteil ist es, wenn das Sicherungselement an dem vom Ringelement abgewandten
Ende einen Einführabschnitt aufweist. Der Einführabschnitt kann beispielsweise keilförmig
ausgebildet sein. Mit Hilfe des Einführabschnitts kann das Sicherungselement in eine
Gehäusebohrung eingeführt werden, deren Durchmesser so groß ist wie ein Außendurchmesser
im Bereich der Sicherungsanordnung. Mit Hilfe des Einführabschnitts kann das Sicherungselement
leichter in die Gehäusebohrung eingeführt werden. Der Einführabschnitt kann natürlich
auch dazu sinnvoll sein, wenn beispielsweise ein Außendurchmesser der Leitung so groß
ist wie der erste Innendurchmesser im Bereich der Sicherungsanordnung. Dadurch kann
die Sicherungsanordnung leichter über die Leitung geschoben werden.
[0027] Das Sicherungselement kann ferner beispielsweise aus einem Kunststoff und/oder aus
einem Metall ausgebildet sein. Ferner kann das Sicherungselement beispielsweise ein
Spritzguss sein.
[0028] Vorgeschlagen wird ferner eine Leitung für den Sanitärbereich mit einem Sicherungselement
zum Sichern der Leitung an einer Sanitärarmatur. Die Sanitärarmatur kann beispielsweise
ein Wasserhahn sein. Das Sicherungselement kann ferner in einem Abschnitt an der Leitung
angeordnet sein, der an der Sanitärarmatur gesichert werden soll.
[0029] Erfindungsgemäß ist dabei das Sicherungselement gemäß zumindest einem Merkmal der
vorangegangenen und/oder nachfolgenden Beschreibung ausgebildet.
[0030] Weitere Vorteile der Erfindung sind in den nachfolgenden Ausführungsbeispielen beschrieben.
Es zeigen:
- Figur 1:
- eine perspektivische Ansicht eines Sicherungselements,
- Figur 2:
- eine Ansicht des Sicherungselements auf einer Leitung in einer Sanitärarmatur,
- Figur 3:
- eine Ansicht des Sicherungselements auf einer Leitung in einer Sanitärarmatur im montierten
Zustand und
- Figur 4:
- eine Ansicht des Sicherungselements mit einem Hakenelement.
[0031] Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Sicherungselements 1. Mit Hilfe
des Sicherungselements 1 können Leitungen im Sanitärbereich gesichert werden. Die
Leitungen führen beispielsweise Warm- und/oder Kaltwasser in eine Sanitärarmatur,
beispielsweise einen Wasserhahn, einen Duschkopf usw.
[0032] Das Sicherungselement 1 umfasst ein Ringelement 2, welches beispielsweise in eine
hier nicht gezeigte Nut 10 einer Leitung 6 und/oder eines Zwischenstücks 7 an der
Leitung 6 angeordnet werden kann, um die Leitung 6 beispielsweise gegen Herausrutschen
aus der Sanitärarmatur 8 zu sichern (siehe Figur 2). Das Ringelement 2 bzw. das Sicherungselement
1 kann somit beispielsweise einen Sicherungsring, einen Sicherungsclip oder eine Sicherungshülse
bilden.
[0033] Das Sicherungselement 1 weist ferner einen Radialschlitz 3 auf, mittels dem zumindest
das Ringelement 2 aufgespreizt werden kann. Der Radialschlitz 3 ist im Ringelement
2 ausgebildet. Durch das Aufspreizen kann ein Durchmesser des Ringelements 2 vergrößert
werden, so dass das Ringelement 2 über die Leitung 6 und/oder das Zwischenstück 7
in die Nut 10 eingeführt werden kann. Um das Ringelement 2 aufzuspreizen, kann entlang
der beiden in Figur 1 gezeigten Pfeile auf das Ringelement 2 eine Kraft ausgeübt werden.
Dadurch verbreitert sich der Radialschlitz 3 und infolgedessen nimmt der Durchmesser
des Ringelements 2 zu.
[0034] Des Weiteren weist das Sicherungselement 1 eine Sicherungsanordnung 4 auf. Die Sicherungsanordnung
4 erstreckt sich vom Ringelement 2 in Axialrichtung X des Sicherungselements 1 weg.
Die Sicherungsanordnung 4 kann beim bestimmungsgemäßen Gebrauch des Sicherungselements
1 über die Leitung 6 geschoben sein, wenn das Ringelement 2 zur Sicherung der Leitung
6 in die Nut 10 der Leitung 6 bzw. in die Nut 10 des Zwischenstücks 7 eingeführt ist.
Die Sicherungsanordnung 4 kann dann die Leitung 6 zumindest teilweise umschließen.
Die Sicherungsanordnung 4 kann, wenn es auf der Leitung 6 angeordnet ist, in eine
Gehäusebohrung 9 der Sanitärarmatur 8 eingeführt werden (siehe Figur 2). Die Sicherungsanordnung
4 ist dann zwischen der Gehäusebohrung 9 und der Leitung 6 angeordnet. Wenn die Sicherungsanordnung
4 in der Gehäusebohrung 9 angeordnet ist, kann eine Passverbindung bzw. ein Kraftschluss
zwischen der Sicherungsanordnung 4 und der Gehäusebohrung 9 ausgebildet sein. Die
Sicherungsanordnung 4 kann durch die Gehäusebohrung 9 zumindest in einem geringen
Maße zusammengequetscht werden. Die Gehäusebohrung 9 verhindert ferner, dass sich
die Sicherungsanordnung 4 aufspreizen kann. Da die Sicherungsanordnung 4 und das Ringelement
2 miteinander verbunden sind, verhindert dies auch ein Aufspreizen des Ringelements
2. Das Ringelement 2 bleibt infolgedessen in der Nut 10 der Leitung 6 bzw. in der
Nut 10 eines Zwischenstücks 7 an der Leitung 6 fixiert bzw. gesichert.
[0035] Des Weiteren kann mit Hilfe der Sicherungsanordnung 4 ein Verkippen des Sicherungselements
1 und somit der Leitung 6 verhindert werden, wenn die Sicherungsanordnung 4 in die
Gehäusebohrung 9 der Sanitärarmatur 8 eingeführt ist. Die Sicherungsanordnung 4 kann
dadurch als Führung dienen.
[0036] Gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel erstreckt sich die Sicherungsanordnung
4 zumindest teilweise in Umfangsrichtung des Sicherungselements 1. Die Sicherungsanordnung
4 ist hier zylinderförmig ausgebildet.
[0037] Die Sicherungsanordnung 4 weist ferner einen Öffnungsschlitz 5 auf. Gemäß dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel ist der Öffnungsschlitz 5 in Axialrichtung X zum Radialschlitz
3 fluchtend angeordnet. Der Radialschlitz 3 und der Öffnungsschlitz 5 können beispielsweise
mittels eines einzigen Schlitzes ausgebildet sein. Der Radialschlitz 3 und der Öffnungsschlitz
5 können dann beispielsweise in einem einzigen Verfahrensschritt in das Sicherungselement
1, beispielsweise durch Sägen, ausgebildet werden. Gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
sind der Radialschlitz 3 und der Öffnungsschlitz 5 parallel zur Axialrichtung X orientiert.
Alternativ kann auch der Radialschlitz 3 und/oder der Öffnungsschlitz 5 einen Winkel
zur Axialrichtung X ausweisen.
[0038] Um eine Toleranz zwischen der Gebäudebohrung 9 der Sanitärarmatur 8 und dem Sicherungselement
1, insbesondere der Sicherungsanordnung 4, ausgleichen zu können, weist das Sicherungselement
1 Ausgleichselemente 15a - 15c auf. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind wegen
der Perspektive lediglich drei Ausgleichselement 15a - 15c zu sehen, wobei diese sich,
insbesondere äquidistant, in Umfangsrichtung um das Sicherungselement 1, insbesondere
um die Sicherungsanordnung 4, erstrecken. Gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
sind die Ausgleichselemente 15a - 15c an einer radial äußeren Außenfläche 14 der Sicherungsanordnung
4 angeordnet. Dadurch kann die Sicherungsanordnung 4 in eine Gehäusebohrung 9 eingeführt
werden, die einen größeren Durchmesser aufweist als der Außendurchmesser der Sicherungsanordnung
4.
[0039] Die Ausgleichselemente 15a - 15c sind gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
als Rippen und/oder Lamellen ausgebildet, die sich in Radialrichtung von der Außenfläche
14 wegerstrecken und sich in Axialrichtung X erstrecken. Wird das Sicherungselement
1 mit der Sicherungsanordnung 4 in die Gehäusebohrung 9 der Sanitärarmatur 8 eingeführt,
können die Ausgleichselemente 15a - 15c abscheren und eine Verbindung zwischen der
Gehäusebohrung 9 und dem Sicherungselement 1 ausbilden.
[0040] Zusätzlich oder alternativ können die Ausgleichselemente 15 auch an einer radial
inneren Innenfläche 13 angeordnet sein, so dass beispielsweise eine Toleranz zwischen
dem Sicherungselement 1, insbesondere der Sicherungsanordnung 4, und der Leitung 6
ausgeglichen werden kann.
[0041] An einem vom Ringelement 2 abgewandten Ende der Sicherungsanordnung 4 kann ferner
ein Einführabschnitt 16 angeordnet sein. Der Einführabschnitt 16 ist gemäß dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel keilförmig ausgebildet. Mit Hilfe des Einführabschnitts 16 kann
die Sicherungsanordnung 4 leichter in die Gehäusebohrung 9 eingeführt werden.
[0042] Das Sicherungselement 1 kann ferner aus Kunststoff und/oder Metall ausgebildet sein.
Ferner kann das Sicherungselement einteilig, beispielsweise als ein Spritzgussteil,
ausgebildet sein. Alternativ kann das Sicherungselement 1 auch zweiteilig ausgebildet
sein. Beispielsweise können das Ringelement 2 und die Sicherungsanordnung 4 separat
voneinander hergestellt sein. Beispielsweise können das Ringelement 2 und die Sicherungsanordnung
4 aus verschiedenen Materialien ausgebildet sein. Eines der beiden Teile kann beispielsweise
aus Kunststoff und das andere Teil aus Metall ausgebildet sein.
[0043] Figur 2 zeigt eine Ansicht des Sicherungselements 1 auf der Leitung 6 in der Sanitärarmatur
8. Die Sanitärarmatur 8 kann beispielsweise ein Wasserhahn für ein Waschbecken sein.
Die Leitung 6 kann beispielsweise eine Wasserleitung sein, um der Sanitärarmatur 8
Warm- und/oder Kaltwasser zuführen zu können. Im Allgemeinen weist eine derartige
Sanitärarmatur 8 natürlich zwei Leitungen 6 auf, wobei durch eine Leitung 6 Warmwasser
und durch die andere Leitung 6 Kaltwasser zugeführt werden kann.
[0044] Die Sicherungsanordnung 4 weist einen ersten Innendurchmesser 18 und das Ringelement
19 einen zweiten Innendurchmesser 19 auf. Gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
ist der erste Innendurchmesser 18 größer als der zweite Innendurchmesser 19. Dadurch
weist das Sicherungselement 1, insbesondere zwischen der Sicherungsanordnung 4 und
dem Ringelement 2, eine Abstufung 11 auf, die als Anschlag für die Leitung 6 dienen
kann. Gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel steht die Leitung an der Abstufung
11 an.
[0045] Die Leitung 6 weist ferner ein Zwischenstück 7 auf, das beispielsweise als ein Adapter
ausgebildet sein kann. Das Zwischenstück 7 kann beispielsweise dazu angeordnet sein,
um das in die Sanitärarmatur 8 führende Ende der Leitung 6 zu stabilisieren. Die Leitung
6 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel auf das Zwischenstück 7 aufgesteckt.
[0046] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Nut 10, in dem das Ringelement 2 des
Sicherungselements 1 angeordnet ist, zumindest teilweise im Zwischenstück 7 angeordnet.
[0047] Zur Montage des Sicherungselements 1 kann beispielsweise zuerst die Leitung 6 durch
die Gehäusebohrung 9 in die Sanitärarmatur 8 geschoben werden. Dabei kann das Zwischenstück
7 bereits auf die Leitung 6 montiert sein, in dem gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
die Leitung 6 zumindest teilweise über das Zwischenstück 7 geschoben ist. Alternativ
kann das Zwischenstück 7 auch erst montiert werden, wenn die Leitung 6 bereits in
die Sanitärarmatur 8 geführt ist. Ist das Zwischenstück 7 auf der Leitung 6 montiert,
ist die Nut 10 ausgebildet. Zusätzlich oder alternativ kann die Nut 10 auch an und/oder
in der Leitung 6 angeordnet sein, so dass auf das Zwischenstück 7 verzichtet werden
kann. In einem anschließenden Schritt wird das Sicherungselement 1 aufgespreizt, so
dass das Sicherungselement 1 über die Leitung 6 und/oder über das Zwischenstück 7
geschoben werden kann, um das Ringelement 2 in die Nut 10 einzuführen. Wenn das Sicherungselement
1 auf die Leitung 6 und/oder das Zwischenstück 7 geschoben wird, wird die Sicherungsanordnung
4 gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel über die Leitung 6 geschoben. Das Sicherungselement
1 wird dabei aus Richtung der Sanitärarmatur 8 montiert.
[0048] Zumindest das Ringelement 2 des Sicherungselements 1 bildet somit einen Vorsprung
12, der einen größeren Außendurchmesser aufweist als die Gehäusebohrung 9. Die Leitung
6 kann somit nicht durch die Gehäusebohrung 9 gezogen werden.
[0049] Gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel der Figur 2 ist das Sicherungselement
1 und insbesondere die Sicherungsanordnung 4 des Sicherungselements 1 von der Gehäusebohrung
9 beabstandet. Die Leitung 6 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel noch unmontiert.
Die Leitung 6 mit dem Zwischenstück 7 und dem montierten Sicherungselement 1 kann
entlang des Pfeils zurückgezogen werden. Die Leitung 6 mit dem Zwischenstück 7 und
dem montierten Sicherungselement 1 wird somit in Richtung der Gehäusebohrung 9 gezogen.
[0050] Figur 3 zeigt die Leitung 6 und das Sicherungselement 1, wobei die Sicherungsanordnung
4 in der Gehäusebohrung 9 der Sanitärarmatur 8 angeordnet ist. Die Leitung 6 ist hier
montiert.
[0051] Gegenüber der Figur 2 ist das Sicherungselement 1 in der Gehäusebohrung 9 angeordnet.
Insbesondere ist die Sicherungsanordnung 4 in der Gehäusebohrung 9 angeordnet.
[0052] Die Gehäusebohrung 9 verhindert dabei, dass sich die Sicherungsanordnung 4 aufspreizen
kann. Die Sicherungsanordnung 4 kann von der Gehäusebohrung 9 zusammengepresst werden,
wenn die Sicherungsanordnung 4 einen minimal größeren Durchmesser aufweist als die
Gehäusebohrung 9, so dass eine Presspassung ausgebildet ist. Da die Sicherungsanordnung
4 an dem Ringelement 2 angeordnet ist, kann dadurch auch das Aufspreizen des Ringelements
2 verhindert werden. Das Ringelement 2 bleibt dadurch sicher in der Nut 10 angeordnet.
Das Sicherungselement 1 kann dadurch die Leitung 6 zuverlässig in der Sanitärarmatur
8 sichern.
[0053] Wenn die Sicherungsanordnung 4 in der Gehäusebohrung 9 angeordnet ist, kann des Weiteren
ein Verkippen der Leitung 6 gegenüber der Gehäusebohrung 9 bzw. der Sanitärarmatur
8 verhindert werden.
[0054] Figur 4 zeigt ein Sicherungselement 1 mit einem Hakenelement 17. Der Einfachheit
halber sind in dieser Figur lediglich die wesentlichen Merkmale mit einem Bezugszeichen
versehen. Das Hakenelement 17 ist am zum Ringelement 2 abgewandten Ende am Sicherungselement
1 angeordnet. Das Hakenelement 17 kann am zum Ringelement 2 abgewandten Ende an der
Sicherungsanordnung 4 angeordnet sein. Das Hakenelement 17 kann sich in Umfangsrichtung
vollständig um die Sicherungsanordnung 4 erstrecken, wobei das Hakenelement 17 natürlich
ebenfalls durch den Radialschlitz 3 und/oder den Öffnungsschlitz 5 unterbrochen ist,
so dass das Sicherungselement 1 ausgespreizt werden kann. Das Hakenelement 17 kann
sich aber auch nur abschnittsweise in Umfangsrichtung um die Sicherungsanordnung 4
erstrecken. Gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das Hakenelement 17 an
der Außenfläche 14 angeordnet. Dadurch kann sich das Hakenelement 17 beispielsweise
in der Gehäusebohrung 9 bzw. in der Sanitärarmatur 8 verhaken, so dass die Leitung
6 zusätzlich in der Sanitärarmatur 8 gesichert ist.
[0055] Zusätzlich oder alternativ kann das Hakenelement 17 auch an der Innenfläche 13 der
Sicherungsanordnung 4 angeordnet sein. Dadurch kann das Sicherungselement 1 an der
Leitung 6 gesichert werden.
[0056] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt. Abwandlungen im Rahmen der Patentansprüche sind ebenso möglich wie eine
Kombination der Merkmale, auch wenn diese in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen
dargestellt und beschrieben sind.
Bezugszeichenliste
[0057]
- 1
- Sicherungselement
- 2
- Ringelement
- 3
- Radialschlitz
- 4
- Sicherungsanordnung
- 5
- Öffnungsschlitz
- 6
- Leitung
- 7
- Zwischenstück
- 8
- Sanitärarmatur
- 9
- Gehäusebohrung
- 10
- Nut
- 11
- Abstufung
- 12
- Vorsprung
- 13
- Innenfläche
- 14
- Außenfläche
- 15
- Ausgleichselement
- 16
- Einführabschnitt
- 17
- Hakenelement
- 18
- erster Innendurchmesser
- 19
- zweiter Innendurchmesser
1. Sicherungselement (1) zum Sichern von Leitungen (6) an einer Sanitärarmatur (8) mit
einem Ringelement (2) und
einem im Ringelement (2) ausgebildeten Radialschlitz (3), der derart ausgebildet ist,
dass das Ringelement (2) in Umfangsrichtung aufgespreizt werden kann,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sicherungselement (1) eine Sicherungsanordnung (4) aufweist, die sich vom Ringelement
(2) in Axialrichtung des Sicherungselements (1) wegerstreckt.
2. Sicherungselement nach dem vorherigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Sicherungsanordnung (4) zumindest teilweise in Umfangsrichtung des Sicherungselements
(1) erstreckt.
3. Sicherungselement nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest das Ringelement (2) einen Biegebereich aufweist, mit dessen Hilfe das Ringelement
(2) in Umfangsrichtung aufgespreizt werden kann.
4. Sicherungselement nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsanordnung (4) zumindest einen Öffnungsschlitz (5) aufweist, mittels
dem die Sicherungsanordnung (4) aufgespreizt werden kann.
5. Sicherungselement nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsanordnung (4) mehrere Sicherungseinheiten umfasst, die in Umfangsrichtung
am Ringelement (2) angeordnet sind und sich von diesem in Axialrichtung wegerstrecken.
6. Sicherungselement nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungseinheiten zueinander in gleichen Abständen in Umfangsrichtung am Ringelement
(2) angeordnet sind.
7. Sicherungselement nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungseinheit als Sicherungsstifte und/oder Sicherungsstreifen ausgebildet
sind.
8. Sicherungselement nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Sicherungsanordnung (4) vollständig in Umfangsrichtung erstreckt.
9. Sicherungselement nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Innendurchmesser (18) der Sicherungsanordnung (4) größer ist als ein zweiter
Innendurchmesser (19) des Ringelements (2).
10. Sicherungselement nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsanordnung (4) an einer radial inneren Innenfläche (13) und/oder an
einer radial äußeren Außenfläche (14) Ausgleichselemente (15) zum Ausgleichen einer
Toleranz aufweist.
11. Sicherungselement nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsanordnung (4) an der Innenfläche (13) und/oder Außenfläche (14) zumindest
ein Hakenelement (17) aufweist.
12. Sicherungselement nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsanordnung (4) an dem vom Ringelement (2) abgewandten Ende einen Einführabschnitt
(16) aufweist.
13. Leitung (6) für den Sanitärbereich
mit einem Sicherungselement (1) zum Sichern der Leitung (6) an einer Sanitärarmatur
(8),
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sicherungselement (1) nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche ausgebildet
ist.