[0001] Die Erfindung betrifft ein Trennwandsystem für Innenräume in Gebäuden, insbesondere
für Büroräume, mit wenigstens einer deckenseitigen Schiene und einer oder mehreren
Trennwänden, wobei jede Trennwand kopfseitig mit wenigstens einem Laufschuh innerhalb
der Schiene in deren Längsrichtung geführt wird, und wobei sich die Trennwand fußseitig
mit Hilfe von zumindest einer bodenseitigen Rolle abstützt.
[0002] Trennwandsysteme des eingangs beschriebenen Aufbaues werden in Innenräumen genutzt,
um eine flexible Einteilung der Grundfläche vornehmen zu können und beispielsweise
Räume abzuteilen. Im Unterschied zu auf einem Boden hin- und herschiebbaren Trennwänden
sind solche schienengeführten Trennwandsysteme mit dem generellen Vorteil verbunden,
dass ein größtenteils schall- und blickdichter Abschluss gelingt, weil die fragliche
Trennwand ausgehend von der bodenseitigen Rolle fußseitig an der Trennwand bis hin
zum kopfseitigen Ende der Trennwand mit dem dort vorgesehenen Laufschuh für einen
überwiegend vollständigen Verschluss des abgeteilten Bereiches sorgt, und zwar ohne
dass die Trennwand umkippt. Außerdem erleichtert die geführte Bewegung die Bedienung.
[0003] Dabei kann die deckenseitige Schiene grundsätzlich an einer Raumdecke des solchermaßen
ausgerüsteten Innenraumes angebracht sein oder gegenüber der Raumdecke abgehängt werden,
so dass zwischen der deckenseitigen Schiene und der Raumdecke noch ein Freiraum verbleibt.
So oder so gelingt mit solchen Trennwandsystemen eine funktionsgerechte Segmentierung
des entsprechend ausgerüsteten Innenraums in einzelne Raumbestandteile, und zwar flexibel.
[0004] Hierzu trägt der weitere Umstand bei, dass je nach Verlauf der deckenseitigen Schiene
bzw. deren Anzahl in einem Innenraum ganz unterschiedliche Segmentgestaltungen möglich
sind. Solche Trennwandsysteme sind generell aus der Praxis bekannt. Im Stand der Technik
nach der
DE 40 22 432 C1 wird ein Wandsystem für Schränke oder Trennwände beschrieben. Dabei sind die einzelnen
Wände mit beispielsweise an Stirnkanten befestigen Profilschienen ausgerüstet und
in diese lösbar eingeclipst. Als Folge hiervon lassen sich die bekannten Trennwände
nur relativ starr im Raum bewegen und wird insbesondere heute gestiegenen Anforderungen
an einen möglichst effizienten Lärmschutz keine Rechnung getragen.
[0005] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, ein derartiges Trennwandsystem
so weiter zu entwickeln, dass eine flexible Aufstellung und Wandgestaltung unter Berücksichtigung
einer zugleich optisch ansprechenden und schalldämmenden Ausprägung zur Verfügung
gestellt wird.
[0006] Zur Lösung dieser technischen Problemstellung ist ein gattungsgemäßes Trennwandsystem
für Innenräume in Gebäuden im Rahmen der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass die
Trennwand an den Laufschuh drehbar um eine größtenteils vertikale Achse angeschlossen
ist.
[0007] Das heißt, der für die kopfseitige Führung der Trennwand innerhalb der Schiene sorgende
wenigstens eine Laufschuh verfügt erfindungsgemäß über eine zusätzlich definierte
Drehachse, die insgesamt gewährleistet, dass die Trennwand um eine größtenteils vertikale
Achse bzw. die fragliche vertikale Drehachse gedreht werden kann. Zu diesem Zweck
ist jede Trennwand bevorzugt mit einem (einzigen) Laufschuh ausgerüstet, welcher meistens
zentral kopfseitig an die Trennwand angeschlossen ist. Außerdem hat es sich in diesem
Zusammenhang als günstig erwiesen, wenn der Laufschuh mit einem Drehlager zum Eingriff
eines überwiegend vertikal verlaufenden Lagerzapfens ausgerüstet ist.
[0008] Auf diese Weise wird zunächst einmal die betreffende Trennwand mit Hilfe des einen
(einzigen) Laufschuhs an ihrer Kopfseite ausgerüstet. Der Laufschuh greift in die
Schiene ein und kann auf diese Weise innerhalb der Schiene in Längsrichtung geführt
werden. Gleiches gilt für die an den Laufschuh angeschlossene Trennwand. Da die Trennwand
zusätzlich noch überwiegend vertikal drehbar an den Laufschuh angeschlossen ist, weil
der Laufschuh zu diesem Zweck mit einem Drehlager zum Eingriff eines überwiegend vertikalen
Lagerzapfens ausgerüstet ist, lässt sich die Trennwand nicht nur entlang der Längsrichtung
der Schiene bewegen, sondern kann prinzipiell jeden denkbaren Winkel mit der Längserstreckung
der Schiene einnehmen und so aufgestellt werden.
[0009] Tatsächlich stützt sich die Trennwand fußseitig mit Hilfe von zumindest einer bodenseitigen
Rolle ab. Meistens sind zwei bodenseitige Rollen oder auch zwei bodenseitigen Rollenpaare
vorgesehen, die überwiegend an beiden vertikal orientierten Längsrändern der Trennwand
bzw. in deren vertikaler Verlängerung angeordnet sind. Da die bodenseitige Rolle bzw.
die mehreren bodenseitigen Rollen darüber hinaus um eine vertikale Achse drehbar an
die Unterseite der Trennwand angeschlossen sind, kann die Rolle bzw. können die Rollen
einer etwaigen Drehbewegung bzw. Schrägstellung der Trennwand gegenüber der Laufschiene
problemlos folgen.
[0010] Der Lagerzapfen zum Eingriff in das Drehlager des Laufschuhs ist im Allgemeinen mit
einem kopfseitig der Trennwand angeschlossenen Befestigungsanker verbunden. Um das
Drehlager nicht unnötig zu belasten, wird das Gewicht der Trennwand vollständig oder
nahezu vollständig von der einen oder den mehreren bodenseitigen Rollen aufgenommen.
Das Drehlager und der Laufschuh sorgen demgegenüber ausschließlich oder nahezu ausschließlich
für die Führung der Trennwand, ohne selbst Gewichtskräfte auszunehmen oder aufnehmen
zu müssen. Als Folge hiervon kann die deckenseitige Schiene mechanisch einfach und
leicht ausgeführt sein, weil über die Schiene praktisch keine Gewichtskräfte von der
Trennwand aufgenommen werden, sondern das Zusammenspiel zwischen dem Laufschuh und
der Schiene lediglich zur Führung der Trennwand innerhalb des Raumes dient. Um eine
möglichst reibungsarme Führung des Laufschuhs innerhalb der Schiene zu gewährleisten,
ist der Laufschuh im Allgemeinen mit Rollen ausgerüstet und wird mit Hilfe dieser
Rollen innerhalb der als Hohlprofil ausgebildeten Schiene geführt. Die Rollen am Laufschuh
sind dabei an diesen so angeschlossen, dass der Laufschuh wenigstens eine frontseitige
und eine rückseitige Rolle aufweist. Die jeweilige Rolle ist dabei überwiegend um
eine horizontale Achse drehbar gelagert, so dass die Rolle einwandfrei zur Führung
innerhalb der ebenfalls größtenteils horizontal orientierten Schiene verfahren werden
kann.
[0011] Wie bereits erläutert, ist der Lagerzapfen für die drehbare Lagerung der jeweiligen
Seitenwand gegenüber dem Laufschuh an einen Befestigungsanker angeschlossen, der seinerseits
kopfseitig der Trennwand mit dieser gekoppelt ist. Der Befestigungsanker ist dabei
im Querschnitt meistens U-förmig ausgeführt. Dabei kann der Lagerzapfen problemlos
im Bereich einer U-Basis des U-förmigen Befestigungsankers an diesen angeschlossen
werden. Die Trennwand ist größtenteils geräuschdämmend mit einem Rahmen und einer
Lärmschutzfüllung ausgebildet. Das heißt, die Lärmschutzfüllung wird von dem Rahmen
umschlossen. Bei der Lärmschutzfüllung handelt es sich typischerweise um eine geschäumte
Kunststofffüllung. Hier hat sich beispielsweise ein geschäumter Kunststoff wie Styropor
®, also expandiertes Polystyrol, als besonders günstig erwiesen. Außerdem verfügt
die Trennwand vorteilhaft über den Rahmen, welcher in seinem Innern die Lärmschutzfüllung
aufnimmt und zu deren Halterung dient. Bei dem Rahmen handelt es sich meistens um
einen Holzrahmen, um das Gewicht der erfindungsgemäß eingesetzten Trennwand möglichst
gering einzustellen.
[0012] Die Trennwand ist darüber hinaus mit einer frontseitigen Beschichtung ausgerüstet.
Meistens verfügt die Trennwand an ihren beiden sich gegenüberliegenden Sichtseiten
bzw. Frontseiten über eine entsprechende Beschichtung. Dabei hat es sich in diesem
Zusammenhang besonders bewährt, wenn die Beschichtung Perforationen aufweist. Denn
über diese Perforationen kann auf die Trennwand auftreffender Schall ins Innere des
Rahmens gelangen und trifft hier auf die Lärmschutzfüllung, so dass eine besonders
effiziente Schalldämmung zur Verfügung gestellt wird. Die an dieser Stelle realisierten
Perforationen verfügen dabei über einen Öffnungsdurchmesser, welcher typischerweise
unterhalb von 10 mm angesiedelt ist, so dass die Perforationen optisch in der ansonsten
durchgängigen Beschichtung nicht oder praktisch nicht auffallen.
[0013] Sofern als Beschichtung eine Vliesschicht zum Einsatz kommt, sind zusätzliche Perforationen
nicht erforderlich, weil die Vliesschicht ohnehin die erforderlichen Perforationen
aufgrund der offenen Struktur aufweist und den auftreffenden Schall bis ins Innere
weiterleitet, der dann von der Lärmschutzfüllung aufgenommen und in Wärmeenergie umgewandelt
wird. Grundsätzlich kann es sich bei der Beschichtung aber auch um eine Holzschicht
und/oder Kunststoffschicht und/oder Metallschicht handeln. In den letztgenannten Fällen
wird man meistens mit Perforationen arbeiten, um die gewünschte Lärmschutzdämmung
zu erhalten. Darüber hinaus können die fraglichen und genannten Schichten ganz oder
teilweise für die Beschichtung des Rahmens sorgen. Selbstverständlich sind auch Kombinationen
in der Art denkbar, dass die Beschichtung teilweise die Vliesschicht und teilweise
eine Kunststoffschicht aufweist. Auch Kombinationen der Art, dass die Beschichtung
aus einem Laminat aus einer Kunststoffschicht und Holzschicht aufgebaut ist, sind
denkbar und werden von der Erfindung umfasst.
[0014] Da der die Lärmschutzfüllung in seinem Innern aufnehmende Rahmen im Allgemeinen aus
Holz aufgebaut ist, verfügt die Trennwand aus Stabilitätsgründen meistens jeweils
fußseitig und kopfseitig über ein den Rahmen übergreifendes U-Profil aus beispielsweise
Metall. Hier hat sich ein U-Profil aus Aluminium als günstig erwiesen, weil auf diese
Weise das Gesamtgewicht der betreffenden Trennwand besonders gering gehalten werden
kann. Mit Hilfe des fuß- und kopfseitig den Rahmen übergreifenden U-Profils lassen
sich einerseits der in die Schiene eingreifende Laufschuh und andererseits die bodenseitige
Rolle oder die mehreren bodenseitigen Rollen problemlos an den Rahmen (aus Holz) anschließen,
und zwar ohne dass Stabilitätsprobleme oder ein Rahmenbruch zu befürchten sind.
[0015] Darüber hinaus hat es sich bewährt, wenn die Trennwand mit längsrandseitigen Verbindungsmitteln
zur Kopplung mehrerer Trennwände in beispielsweise Längsrichtung ausgerüstet ist.
Bei diesen längsrandseitigen Verbindungsmitteln kann es sich um solche handeln, die
magnetisch wirken. Hier haben sich beispielsweise Magnetleisten an den Längsrandseiten
der Trennwände als besonders günstig erwiesen. Auf diese Weise lassen sich die Trennwände
Längsrandseite an Längsrandseite zusammenfügen und definieren hierdurch eine geschlossene
Wand, die im Bedarfsfall problemlos wieder geöffnet werden kann. Denn die einzelnen
miteinander wechselwirkenden Verbindungsmittel lassen ein gegenseitiges Lösen der
beiden benachbarten Längsränder der auf diese Weise miteinander temporär gekoppelten
Trennwände problemlos und jederzeit zu. Alternativ oder zusätzlich zu den Magnetleisten
als längsrandseitige Verbindungsmittel ist es auch denkbar, an dieser Stelle mit Klettbändern
oder anderen temporär wirkenden Verbindungsmitteln zu arbeiten.
[0016] Im Ergebnis wird ein Trennwandsystem für Innenräume in Gebäuden und insbesondere
für Büroräume zur Verfügung gestellt, welches zunächst einmal eine flexible Raumeinteilung
ermöglicht. Dabei lassen sich die einzelnen Trennwände nicht nur entlang der durch
die Schiene vorgegebenen Richtung ausrichten, sondern können prinzipiell auch Schrägstellungen
gegenüber der Schiene einnehmen. Denn die Trennwand ist an den Laufschuh drehbar um
die größtenteils vertikale Achse angeschlossen. Insofern können einzelne Trennwände
auch nicht notwendigerweise als Raumteiler, sondern beispielsweise als Präsentationsboard
oder dergleichen genutzt werden. So ist es denkbar, dass mit einer metallischen Beschichtung
der Trennwand oder auch einer magnetischen Beschichtung gearbeitet wird, um auf der
Oberfläche Fotos, Papiere etc. lösbar anbringen zu können.
[0017] Das alles gelingt zusätzlich und vorteilhaft derart, dass die an dieser Stelle jeweils
eingesetzte Trennwand zugleich die Raumakustik deutlich verbessert. Hierzu trägt insbesondere
der Umstand bei, dass im Innern der Trennwand eine Lärmschutzfüllung vorgesehen ist
und unter Umständen die Beschichtung auf der Sichtseite der Trennwand zusätzlich schalldämmend
ausgebildet ist, beispielsweise als Vliesschicht. Selbstverständlich sind auch andere
Beschichtungen, wie beispielsweise Gewebe, Gewirke, Teppichboden etc. oder vergleichbare
textile Flächengebilde in diesem Zusammenhang denkbar, die nicht nur für die gewünschte
Lärmschutzdämmung sorgen, sondern zugleich optische Akzente setzen.
[0018] Das alles gelingt unter Berücksichtigung eines einfachen und insbesondere gewichtsoptimierten
Aufbaues der betreffenden Trennwand. Denn durch die leichtgewichtige Konstruktion
mit dem Holzrahmen und der Schaumstofffüllung sowie der Beschichtung an den Sichtseiten
kann das Flächengewicht der Trennwände auf Werte von beispielsweise 5 kg/m
2 oder noch weniger reduziert werden. Hinzu kommt, dass die Materialstärke der Trennwand
gering ausgelegt ist, beispielsweise eine Materialstärke von 50 mm und weniger aufweist.
[0019] Dadurch ist die Handhabung der Trennwände und ihre Führung und Verschiebung entlang
der Schiene besonders einfach und ohne große Kraftanstrengung möglich, lässt sich
folglich auch von weiblichem Personal in Büroräumen ohne jede Schwierigkeit bewerkstelligen.
Hinzukommt, dass die geringe Materialstärke einen etwaigen Raumverlust durch die Aufstellung
der Trennwände auf ein Minimum beschränkt, so dass insgesamt die Akzeptanz hierdurch
erhöht wird. Zugleich wird eine enorme Verbesserung der Raumakustik beobachtet, weil
jede Trennwand gleichsam wie ein Schallabsorber wirkt, was sich insbesondere in Großraumbüros
besonders positiv auswirkt. Diese Wirkung der Trennwände wird auch dann beobachtet,
wenn diese frei im Raum aufgestellt sind und nicht zur Raumsegmentierung eingesetzt
werden. Hierin sind die wesentlichen Vorteile zu sehen.
[0020] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert; es zeigen:
Fig. 1 das erfindungsgemäße Trennwandsystem in einem Büroraum perspektivisch,
Fig. 2 eine Frontansicht auf das Trennwandsystem und
Fig. 3A und 3B Details des Trennwandsystems im Bereich des Laufschuhs in Frontalansicht
(Fig. 3A) und Seitenansicht (Fig. 3B).
[0021] In den Figuren ist ein Trennwandsystem für Innenräume in Gebäuden dargestellt. Nach
dem Ausführungsbeispiel in der Fig. 1 handelt es sich bei dem mit dem Trennwandsystem
ausgerüsteten Raum um einen Büroraum. Das Trennwandsystem verfügt über wenigstens
eine deckenseitige Schiene 1. Nach dem Ausführungsbeispiel in der Fig. 1 ist die deckenseitige
Schiene 1 abgehängt gegenüber eine Gebäudedecke an diese angeschlossen, so dass zwischen
der Schiene 1 und der Gebäudedecke ein Spalt S verbleibt. Grundsätzlich ist es aber
auch möglich, dass die deckenseitige Schiene 1 direkt an die Gebäudedecke angeschlossen
wird. Das ist jedoch nicht dargestellt.
[0022] Die Schiene 1 dient zur Führung einer oder mehrerer Trennwände 2. Zu diesem Zweck
ist die betreffende Trennwand 2 kopfseitig mit wenigstens einem Laufschuh 3 verbunden,
der innerhalb der Schiene 1 geführt wird. Anhand des Ausführungsbeispiels erkennt
man, dass jede Trennwand 2 mit einem zugehörigen (einzigen) Laufschuh 3 gekoppelt
ist. Dazu ist der Laufschuh 3 zentral und kopfseitig an die Trennwand 2 angeschlossen.
Die Trennwand 2 verfügt darüber hinaus fußseitig über zumindest eine bodenseitige
Rolle 4. Anhand des Ausführungsbeispiels erkennt man, dass jede Trennwand 2 mit zwei
fußseitigen Rollen 4 bzw. zwei fußseitigen Rollenpaaren 4 ausgerüstet ist, und zwar
jeweils in Verlängerung ihrer zugehörigen Längskante 5.
[0023] Die Schiene 1 verläuft überwiegend horizontal. Die beiden sich gegenüberliegenden
Längskanten 5 der Trennwand 2 sind größtenteils vertikal orientiert. Das gilt auch
für jeweilige Drehachsen der bodenseitigen Rollen bzw. Rollenpaare 4, so dass sich
die Trennwand 2 erfindungsgemäß insgesamt um eine vertikale Achse 6 drehen lässt.
Tatsächlich ist die Trennwand 2 an den Laufschuh 3 drehbar um die fragliche und größtenteils
vertikal orientierte Achse bzw. Drehachse 6 angeschlossen. Dadurch kann die Trennwand
2 praktisch jede gewünschte Schrägstellung gegenüber der Längserstreckung der Schiene
1 einnehmen, wie dies grundsätzlich in der Perspektivdarstellung nach der Fig. 1 gezeigt
ist. Die Drehachse 6 verläuft dazu auf bzw. längs einer die Trennwand 2 teilenden
vertikalen Symmetrieebene bzw. einer Symmetrieachse.
[0024] Wie bereits erwähnt, ist jede Trennwand 2 mit einem Laufschuh 3 ausgerüstet. Die
Trennwand 2 ist dabei zentral kopfseitig an den Laufschuh 3 angeschlossen. Das heißt,
der Laufschuh 3 findet sich überwiegend auf der Symmetrieachse T der Trennwand 2.
Dadurch lässt sich die Trennwand 2 unschwer gegenüber der Achse bzw. Drehachse 6 drehen
und können die verschiedenen Schrägstellungen im Vergleich zu der längserstreckten
Schiene 1 eingenommen werden.
[0025] Der Laufschuh 3 wird seinerseits mit Hilfe von Rollen 7 innerhalb der Schiene 1 geführt.
Zu diesem Zweck ist die Schiene 1 als U-förmiges Hohlprofil ausgebildet. Meistens
sind zwei Rollen 7 an den Laufschuh 3 angeschlossen. Tatsächlich finden sich eine
frontseitige Rolle 7 und eine rückseitige Rolle 7, die jeweils um eine horizontale
Achse 8 drehbar an den Laufschuh 3 angeschlossen sind.
[0026] Der Laufschuh 3 verfügt darüber hinaus über ein Drehlager 9, welches zum Eingriff
eines überwiegend vertikal verlaufenden Lagerzapfens 10 ausgerüstet und eingerichtet
ist. Der Lagerzapfen 10 ist mit einem kopfseitig der Trennwand 2 angeschlossenen Befestigungsanker
11 verbunden. Das heißt, die Trennwand 2 greift mit dem über den Befestigungsanker
11 angeschlossenen Lagerzapfen 10 in das Drehlager 9 im Laufschuh 3 ein. Das ist insgesamt
möglich, weil die Schiene 1 keine Gewichtskräfte der Trennwand 2 aufnimmt. Vielmehr
stützt sich die jeweilige Trennwand 2 gewichtsmäßig gegenüber einem Boden des solchermaßen
ausgerüsteten Raumes durch die bodenseitigen Rollen 4 ab. Insbesondere anhand der
Fig. 3B erkennt man, dass der Befestigungsanker 11 im Querschnitt U-förmig ausgebildet
ist. Tatsächlich ist der Lagerzapfen 10 im Bereich einer U-Basis des Befestigungsankers
11 an diesen angeschlossen. Der Befestigungsanker 11 ist seinerseits an die Trennwand
2 angeschlossen.
[0027] Die Trennwand 2 ist insgesamt geräuschdämmend ausgebildet. Dazu verfügt die Trennwand
2 über einen lediglich angedeuteten Rahmen 12, welcher im Ausführungsbeispiel und
nicht einschränkend aus Holzleisten aufgebaut ist. Der Rahmen 12 nimmt in seinem Innern
eine Lärmschutzfüllung 13 auf. Bei der Lärmschutzfüllung 13 kann es sich um eine Füllung
aus einem geschäumten Kunststoff, wie beispielsweise Styropor ® handeln. Darüber hinaus
verfügt die Trennwand 2 noch über eine Beschichtung 14 an ihrer jeweiligen Sichtseite.
Diese frontseitige Beschichtung 14 ist nach dem Ausführungsbeispiel entsprechend der
Darstellung in der Fig. 2 mit Perforationen 15 ausgerüstet. Bei diesen Perforationen
15 handelt es sich um Öffnungen in der Beschichtung 14, die einen Durchmesser von
5 mm und weniger aufweisen und dafür sorgen, dass auf die Beschichtung 14 auftreffender
Schall ins Innere des Rahmens 12 zur Lärmschutzfüllung 13 hin geführt wird und dort
absorbiert bzw. in Wärme umgewandelt werden kann.
[0028] Bei der Beschichtung 14 kann es sich um eine Vliesschicht und/oder Holzschicht und/oder
Kunststoffschicht und/oder Metallschicht ganz oder teilweise handeln, wie dies einleitend
bereits beschrieben wurde. Die Trennwand 2 ist darüber hinaus mit jeweils U-Profilen
16 ausgerüstet, die die Trennwand 2 jeweils fußseitig und kopfseitig übergreifen.
Mit Hilfe der U-Profile 16 lassen sich einerseits der Befestigungsanker 11 an der
Trennwand 2 und andererseits die Rollen 4 festlegen, und zwar ohne dass der Rahmen
12 aus den Holzleisten bzw. der Holzrahmen 12 bei diesem Vorgang beschädigt wird oder
ausreißt. Das heißt, die fußseitigen und kopfseitigen U-Profile 16 sorgen für eine
zusätzliche Stabilisierung der Trennwand 2.
[0029] Die Trennwand 2 ist darüber hinaus noch mit längsrandseitigen Verbindungsmitteln
17 ausgerüstet. Das heißt, die Verbindungsmittel 17 sind an der jeweiligen Längskante
5 der Trennwand 2 vorgesehen, respektive an diese angeschlossen. Bei den Verbindungsmittel
17 handelt es sich um lösbare Verbindungsmittel 17, die beispielsweise magnetisch
arbeiten. Nach dem Ausführungsbeispiel sind die längsrandseitigen Verbindungsmittel
17 als jeweils Magnetleisten ausgebildet.
[0030] Auf diese Weise lassen sich die einzelnen Trennwände 2 entsprechend der Darstellung
in der Fig. 2 Längskante 5 an Längskante 5 zu einer geschlossenen Wand lösbar aneinanderfügen.
Durch den Rückgriff auf die Magnetleisten als längsrandseitige Verbindungsmittel 17
können die Trennwände 2 unschwer wieder voneinander gelöst werden und beispielsweise
in eine Ruheposition verbracht werden, wie sie im linken Teil der Fig. 2 dargestellt
ist. In dieser Ruheposition sind die Trennwände 2 längs zur Quererstreckung der Schiene
1 ausgerichtet. Demgegenüber korrespondiert die rechts in der Fig. 2 dargestellte
Arbeitsposition der Trennwände dazu, dass diese überwiegend der Längserstreckung der
Schiene 1 folgend Längsrandseite an Längsrandseite orientiert sind und aufgestellt
werden.
1. Trennwandsystem für Innenräume in Gebäuden, insbesondere für Büroräume, mit wenigstens
einer deckenseitigen Schiene (1) und einer oder mehreren Trennwänden (2), wobei jede
Trennwand (2) kopfseitig mit wenigstens einem Laufschuh (3) innerhalb der Schiene
(1) in deren Längsrichtung geführt wird, und wobei sich die Trennwand (2) fußseitig
mit Hilfe von zumindest einer bodenseitigen Rolle (4) abstützt, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand (2) an den Laufschuh (3) drehbar um eine größtenteils vertikale Achse
(6) angeschlossen ist.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Trennwand (2) mit einem Laufschuh (3) ausgerüstet ist, welcher zentral kopfseitig
an die Trennwand (2) angeschlossen ist.
3. System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Laufschuh (3) mit Rollen (7) innerhalb der als vorzugsweise U-förmiges Hohlprofil
ausgebildeten Schiene (1) geführt wird.
4. System nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Laufschuh (3) wenigstens eine frontseitige und eine rückseitige Rolle (7) aufweist.
5. System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Laufschuh (3) mit einem Drehlager (9) zum Eingriff eines überwiegend vertikal
verlaufenden Lagerzapfens (10) ausgerüstet ist.
6. System nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerzapfen (10) mit einem kopfseitig der Trennwand (2) angeschlossenen Befestigungsanker
(11) verbunden ist.
7. System nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsanker (11) im Querschnitt U-förmig ausgebildet ist.
8. System nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand (2) geräuschdämmend mit einem Rahmen (12) und einer Lärmschutzfüllung
(13) ausgebildet ist.
9. System nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Lärmschutzfüllung (13) als geschäumte Kunststofffüllung aus beispielsweise expandiertem
Polystyrol oder dergleichen ausgebildet ist.
10. System nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine frontseitige Beschichtung (14) vorgesehen ist.
11. System nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (14) Perforationen (15) aufweist, welche mit dem Innern der Trennwand
(2) kommunizieren.
12. System nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (14) als textiles Flächengebilde bzw. als Vliesschicht und/oder
Holzschicht und/oder Kunststoffschicht und/oder Metallschicht ganz oder teilweise
ausgebildet ist.
13. System nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand (2) jeweils fußseitig und kopfseitig ein übergreifendes U-Profil (16)
aus beispielsweise Metall aufweist.
14. System nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand (2) mit längsrandseitigen Verbindungsmitteln (17) zur Kopplung mehrerer
Trennwände (2) in Längsrichtung ausgerüstet ist.
15. System nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsmittel (17) magnetisch arbeiten und als beispielsweise Magnetleisten
ausgebildet sind.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Trennwandsystem für Innenräume in Gebäuden, insbesondere für Büroräume, mit wenigstens
einer deckenseitigen Schiene (1) und einer oder mehreren Trennwänden (2), wobei jede
Trennwand (2) kopfseitig mit wenigstens einem Laufschuh (3) innerhalb der Schiene
(1) in deren Längsrichtung geführt wird, wobei ferner sich die Trennwand (2) fußseitig
mit Hilfe von zumindest einer bodenseitigen Rolle (4) abstützt, und wobei die Trennwand
(2) an den Laufschuh (3) drehbar um eine größtenteils vertikale Achse (6) angeschlossen
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Trennwand (2) geräuschdämmend mit einem Rahmen (12) und einer Lärmschutzfüllung
(13) ausgebildet ist, wobei
die Lärmschutzfüllung (13) als geschäumte Kunststofffüllung aus beispielsweise expandiertem
Polystyrol oder dergleichen ausgebildet und eine frontseitige Beschichtung (14) vorgesehen
ist, und wobei
die Beschichtung (14) Perforationen (15) aufweist, welche mit dem Innern der Trennwand
(2) kommunizieren.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Trennwand (2) mit einem Laufschuh (3) ausgerüstet ist, welcher zentral kopfseitig
an die Trennwand (2) angeschlossen ist.
3. System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Laufschuh (3) mit Rollen (7) innerhalb der als vorzugsweise U-förmiges Hohlprofil
ausgebildeten Schiene (1) geführt wird.
4. System nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Laufschuh (3) wenigstens eine frontseitige und eine rückseitige Rolle (7) aufweist.
5. System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Laufschuh (3) mit einem Drehlager (9) zum Eingriff eines überwiegend vertikal
verlaufenden Lagerzapfens (10) ausgerüstet ist.
6. System nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerzapfen (10) mit einem kopfseitig der Trennwand (2) angeschlossenen Befestigungsanker
(11) verbunden ist.
7. System nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsanker (11) im Querschnitt U-förmig ausgebildet ist.
8. System nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (14) als textiles Flächengebilde bzw. als Vliesschicht und/oder
Holzschicht und/oder Kunststoffschicht und/oder Metallschicht ganz oder teilweise
ausgebildet ist.
9. System nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand (2) jeweils fußseitig und kopfseitig ein übergreifendes U-Profil (16)
aus beispielsweise Metall aufweist.
10. System nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand (2) mit längsrandseitigen Verbindungsmitteln (17) zur Kopplung mehrerer
Trennwände (2) in Längsrichtung ausgerüstet ist.
11. System nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsmittel (17) magnetisch arbeiten und als beispielsweise Magnetleisten
ausgebildet sind.