[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erfassung der Hubhöhe einer Kolbenstange
innerhalb eines Zylinders gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] In einer Vielzahl von Anwendungsbereichen ist es notwendig, die Position beweglicher
Vorrichtungen, z.B. von Arbeitsgeräten oder Maschinenteilen, zu erfassen. Die Vorrichtungen
werden meist von Druckmittelzylindern bewegt, die sich zur genauen Erfassung der Arbeitsstellung
anbieten. Eine Anbringung der hierfür notwendigen Messtechnik erweist sich in der
Praxis jedoch als aufwendig und stellt häufig ein Problem dar.
[0003] Insbesondere muss bisher bereits in der Planung der Zylinder-Komponenten, innerhalb
des Druckbereiches, die Mess-Vorrichtung bei der Ausgestaltung berücksichtigt werden.
Somit muss von vornherein in der Planung entschieden werden ob ein ausgelegter Zylinder
eine Positionserfassung ermöglichen soll. Dies wiederrum hat einen negativen Einfluss
auf den Preis der gesamten Baureihe eines Zylinder-Typs.
[0004] Eine derartige Vorrichtung zur Erfassung der Hubhöhe einer Kolbenstange innerhalb
eines Zylinders, insbesondere Druckmittelzylinder, ist in
EP 1 070 856 B1 beschrieben. Es ist bekannt, zur Erfassung der Hubhöhe einer Kolbenstange innerhalb
eines Zylinders, Drehwinkelsensoren einzusetzen. Ein Bewegungswandler in Form einer
Meßstange, ausgebildet als Stab der in Längsrichtung eine Verwindung aufweist, die
durch eine Bohrung beispielsweise in eine Kolbenstange hineinragt und von dieser zwangsgeführt
wird, wandelt die Translationsbewegung der Kolbenstange in eine Rotationsbewegung
um eine von dem Drehwinkelsensor erfasste Rotationsachse um. Dieser Drehwinkelsensor
generiert aus der so erzeugten Drehbewegung wiederrum ein elektrisches Signal, in
Abhängigkeit von dem erfassten Drehwinkel, welcher über den Bewegungswandler mit der
Hubhöhe der Kolbenstange korreliert.
[0005] Nachteilig an diesem Aufbau ist jedoch, dass einzelne Komponenten des Zylinders aufwendig
an diese Vorrichtung zur Erfassung angepasst werden müssen. Sie erfordern neben den
bereits notwendigen hydraulischen Merkmalen der Komponenten, weitere Funktionsmerkmale
die mit der Sensoreinrichtung interagieren müssen. Gemeint sind der Boden des Zylindergehäuses,
der zur Aufnahme der Sensoreinrichtung ausgelegt werden muss, oder die von innen in
Längsrichtung gebohrte Kolbenstange. Da Teile der Sensoreinrichtung bis in den Druckbereich
des Zylinders eingreifen, ist außerdem ein weiterer Durchbruch im Zylindergehäuse
notwendig, der eine zusätzliche Abdichtung zur Umgebung erfordert. Weitere Nachteile
ergeben sich durch die erschwerte Zugänglichkeit zu den einzelnen Komponenten der
Sensoreinrichtung, die innerhalb der Geometrie oder des Druckbereiches des Zylinders
liegen.
[0006] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht somit darin, eine Vorrichtung
zur Erfassung der Hubhöhe so zu gestalten, dass sie einfach und vielseitig einsetzbar
ist.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung der eingangs genannten Art, wobei
die Sensoreinrichtung von außen am Zylinder angebracht ist. Hierbei ist denkbar die
Sensoreinrichtung fest mit dem Zylinder zu verbinden oder in bevorzugter Weise lösbar
an ihm anordnen. Wobei letzteres für Nachrüstungen oder Reparaturen vorteilhaft ist.
[0008] Infolge dieser Anordnung lässt sich die Hubhöhe der Kolbenstange erfassen, ohne hierzu
komponentenveränderliche Maßnahmen am Zylinder umzusetzen oder diese bei der konstruktiven
Auslegung der Zylinder zu berücksichtigen. Es sind keine zusätzlichen Durchbrüche,
zu den bereits bestehenden Fluid-Anschlussöffnungen und der Kolbenstangendurchführung
im Zylinderkopf erforderlich, wodurch die Gefahr einer späteren Leckage durch defekte
Dichtungen deutlich reduziert wird. Außerdem besteht hierdurch die Möglichkeit Drehwinkelsensoren
mit unterschiedlichen Abmessungen zu verwenden, die zumindest annähernd von der Geometrie
des Zylinders unabhängig sind. Des Weiteren ist bei einer notwendigen Reparatur und/oder
einem Austausch der Sensoreinrichtung die Demontage des Zylinders nicht zwingend erforderlich,
sodass der Montageaufwand erheblich reduziert wird.
[0009] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Vorrichtung zur Erfassung der Hubhöhe ist
der Bewegungswandler als Getriebe ausgeführt, welcher angetrieben von den Translationsbewegungen
der Kolbenstange zu einer Rotationsbewegung um die erfasste Rotationsachse des Drehwinkelsensors
führt. Das Getriebe kann aus zwei Komponenten bestehen, wobei hiervon zumindest eine
lösbar mit der Kolbenstange verbunden ist. Hierdurch lassen sich, durch eine bedarfsorientierte
Wahl der Getriebeeigenschaften, unterschiedliche Übersetzungen für die Bewegungswandlung
erzielen, wodurch ein besonders genaues Messverfahren ermöglicht wird.
[0010] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ragt der Bewegungswandler zumindest
teilweise in die Führungsbahn des Führungsgliedes und wird durch diese formschlüssig
zwangsgeführt. Dies ermöglicht eine besonders sichere Positionsänderung des Bewegungswandlers
und führt so zu einer geringen Fehleranfälligkeit des Messverfahrens. Die Führungsbahn
kann hierbei abhängig von der erforderlichen Messauflösung gestaltet sein.
[0011] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist
der Bewegungswandler als Hebel ausgeführt und um die Rotationsachse des Drehwinkelsensors
drehbar gelagert. Somit lässt sich die Position des Drehwinkelsensors beliebig weit
von der Kolbenstange entfernen. Wodurch eine flexiblere Positionierung der Sensoreinrichtung
erzielt wird. Außerdem wird durch die direkte Kopplung des Hebels an der Rotationsachse
des Drehwinkelsensors eine sehr hohe Genauigkeit erzielt, die nahezu ohne Übertragungsverluste
zwischen der Kolbenstange und dem Drehwinkelsensor auskommt. Des Weiteren lässt sich
durch die nahezu freie Wahl der Hebellänge die Übertragungsgenauigkeit bzw. Messgenauigkeit
der Sensoreinrichtung beeinflussen.
[0012] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung verläuft die Führungsbahn zumindest
teilweise nicht parallel zur Linearachse der Kolbenstange. Vorzugsweise ist die Kontur
der Führungsbahn so ausgestaltet, dass in jedem Fall, während der Durchquerung des
Bewegungswandlers des nicht parallelen Bereiches der Führungsbahn zur Linearachse
der Kolbenstange, eine Kontaktfläche mit einem hineinragenden Teil des Bewegungswandlers
entsteht. So wird erreicht, dass durch die Hubbewegung der Kolbenstange, dem hineinragenden
Teil des Bewegungswandlers, durch die begrenzende Innenkontur der Führungsbahn, eine
zumindest annähernd spielfreie Verschiebung quer zur Linearachse der Kolbenstange
aufgezwungen wird.
[0013] In einer weiteren Ausführungsform ist die Führungsbahn so ausgebildet, dass sie zumindest
einen linearen Abschnitt aufweist, dass der lineare Abschnitt einen Winkel im Betrag
größer null Grad zur Linearachse der Kolbenstange einschließt Hierdurch lassen sich
abschnittsabhängige Auflösungsstufen der Bewegungsumwandlung gestalten. Vorzugsweise
werden so Abschnitte der Führungsbahn mit einem stumpferen Winkel zur Linearachse
der Kolbenstange gestaltet, um einen größeren Signalausschlag des Drehwinkelsensors
während der Durchquerung für die Erfassung kritischer Hubbereiche zu erlangen. Kritische
Hubbereiche, wie beispielsweise kurz vor der Endlage der Kolbenstange, lassen sich
so genauer betrachten.
[0014] Außerdem ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Erfassung der Hubhöhe bevorzugt,
bei welcher die Führungsbahn zumindest einen zur Linearachse der Kolbenstange zumindest
annähernd parallel verlaufenden Endbereich aufweist. Durch die parallel verlaufenden
Endbereiche kann unter anderem eine Pufferzone für einen schonenden Einlauf und/oder
Auslauf des Bewegungswandlers in die bzw. aus der Führungsbahn genutzt werden. Ruckartige
Stöße der Kolbenstange, die vor allem in den Endlagen auftreten, werden so zumindest
annähernd nicht an die Sensorvorrichtung und den vorgeschalteten Mechanismus weitergegeben.
Außerdem ergibt sich hierdurch die Möglichkeit nur bestimmte Zwischenbereiche von
Hubbewegungen zu erfassen und die Endbereiche hiervon auszuschließen bzw. auszublenden,
um so eine längere Haltbarkeit des Sensors zu gewährleisten. Des Weiteren können diese
Bereiche nicht relevante Ruhestellungen der Kolbenstange darstellen.
[0015] In einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist der Bewegungswandler
konzentrisch zur Rotationsachse des Drehwinkelsensors ausgebildet und mit dem Führungsglied
gekoppelt. Der Bewegungswandler kann so als ein angetriebenes Sensorelement, z.B.
der Sensorwelle des Drehwinkelsensors fungieren. Dies hat den Vorteil, dass zusätzlich
Bauraum in der lokalen Umgebung des Zylinders eingespart werden kann. Die durch die
Kolbenstange beschleunigte Masse der Sensoreinrichtung wird in dieser Ausführungsform
ebenfalls minimiert und erhöht so den Wirkungsgrad des Messprinzips.
[0016] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind
die Sensoreinrichtung und/oder das Führungslied, in Richtung der Linearachse der Kolbenstange
verschiebbar angeordnet. Durch die Verschiebbarkeit lassen sich unterschiedliche Hub-Bereiche
mit ein und denselben Bauteilen der Sensorvorrichtung messen. Ist beispielsweise nur
ein Bereichsabschnitt in der oberen Stellung der Kolbenstange interessant, kann die
gesamt Vorrichtung in den oberen Bereich der Kolbenstange bzw. des Zylinders verschoben
werden. Außerdem lässt sich die Sensoreinrichtung flexibel an variierende Einsatzorte
eines Zylinders anpassen.
[0017] Ferner ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung bevorzugt, in der das Führungsglied
an der Kolbenstange und die Sensoreinrichtung an dem Zylinder lösbar befestigt ist.
Dabei weißt das Führungsglied einen Freiheitsgrad längs zur Linearachse der Kolbenstange
auf und bildet so das verschiebbare Element der Vorrichtung. Hierbei sind der Drehwinkelsensor
und der Bewegungswandler ortsfest mit dem Zylinder verbunden, wodurch beispielsweise
Vibrationseinflüsse auf die Sensormesswerte reduziert werden. Durch die reversible
Verbindung, zwischen dem Führungsglied und der Kolbenstange und der Sensoreinrichtung
und dem Zylinder, kann des Weiteren eine leichte Austauschbarkeit der Mess-Vorrichtung
erzielt werden. Dies ist vor allem im Falle eines Defektes des Zylinders und/oder
der Sensoreinrichtung vorteilhaft.
[0018] In einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind das Führungsglied
an dem Zylinder und die Sensoreinrichtung an der Kolbenstange lösbar befestigt. Hierdurch
bildet der Drehwinkelsensor den verschiebbaren Teil der Vorrichtung, linear zur Kolbenstange.
Das Führungsglied wird ortsfest am Zylinder befestigt. Durch die reversible Verbindung,
zwischen dem Führungsglied und dem Zylinder und der Sensoreinrichtung und der Kolbenstange,
kann des Weiteren eine leichte Austauschbarkeit der Mess-Vorrichtung erzielt werden.
Dies ist vor allem im Falle eines Defektes des Zylinders und/oder der Sensoreinrichtung
vorteilhaft.
[0019] Darüber hinaus ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung bevorzugt, bei der der Bewegungswandler
als Zahnrad und das Führungsglied als Zahnstange ausgeführt ist. Hierdurch lässt sich
die Messauflösung bzw. Genauigkeit der MeßVorrichtung durch eine einfache Variation
der Übersetzung anpassen. Dies erfolgt beispielsweise anhand unterschiedlicher Zahnraddurchmesser.
Außerdem kann durch Auswahl der Zähnezahl weiterer Einfluss auf die Genauigkeit der
Übertragung bzw. Messung ausgeübt werden. Außerdem kann durch diese Ausgestaltung
eine besonders bauraumsparende Mess-Vorrichtung umgesetzt werden.
[0020] Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der Beispielsbeschreibung und den Zeichnungen
zu entnehmen. Die Zeichnungen zeigen
- Fig.1
- ein Druckmittelzylinder, bei welchem die erfindungsgemäße Vorrichtung verbaut ist
in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig.2
- die Vorrichtung gemäß Fig. 1 im vergrößerten Maßstab in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig.3
- die erfindungsgemäße Vorrichtung nach Fig.1 mit einem Winkel zwischen der Führungsbahn
und der Linearachse der Kolbenstange; und
- Fig.4
- in Übersichtsdarstellung die erfindungsgemäße Vorrichtung nach Fig.1 in drei unterschiedlichen
Stellungen in Abhängigkeit der Hubhöhe der Kolbenstange in einer Vorderansicht, die
mit Stellung 1, Stellung 2, Stellung 3 bezeichnet sind.
[0021] Eine Vorrichtung befestigt an einem Druckmittelzylinder zur Erfassung der Hubhöhe
H einer Kolbenstange 2 ist in Fig. 1 gezeigt. Die Vorrichtung umfasst eine Sensoreinrichtung
3, bestehend aus einem Drehwinkelsensor 4, einem Bewegungswandler der als Hebel 5
ausgebildet ist, und ein Führungsglied 6 mit einer darin eingelassenen Führungsbahn
7, die zumindest einen Endbereich X1 aufweist.
[0022] Die Sensoreinrichtung 3 ist in der in Fig. 1 gezeigten bevorzugten Ausführungsform
lösbar mit Schellen 9 am Zylinder befestigt, während das Führungsglied 6 lösbar mit
einem Klemmelement 8 an der Kolbenstange 2 befestigt ist. Alternativ können in einer
nicht gezeigten Ausführungsform die Sensoreinrichtung 3 und das Führungsglied 6 in
ihrer Anordnung vertauscht sein, sodass die Sensoreinrichtung 3 beweglich mit der
Kolbenstange 2 verbunden ist und das Führungsglied 6 ortsfest am Zylinder 1 fixiert
ist.
[0023] Die bevorzugten lösbaren Befestigungsformen dienen zum einen der Verschiebung der
gesamten Vorrichtung entlang des Zylinders 1, um bei Bedarf einen variablen Hubbereich
anhand der Vorrichtung erfassen zu können. Zum anderen wird hierdurch eine Austauschbarkeit
einzelner Komponenten der Vorrichtung gewährleistet. Die Verbindung zwischen dem Führungsglied
6 und der Kolbenstange 2 bewirkt, dass die translatorische Bewegung F der Kolbenstange
2 sich auf das Führungsglied 6 überträgt, so dass die Kolbenstange 2 und das Führungsglied
6 gemeinsam verschoben werden, wobei das Klemmelement 8 als Mitnehmer für das Führungsglied
6 dient. Der Drehwinkelsensor 4 erfasst rotatorische Bewegungen R um seine Rotationsachse
R'. Um die Translationsbewegung F der Kolbenstange 2 in die Rotationsbewegung R zu
wandeln, wird zwischen dem Führungsglied 6 und dem Drehwinkelsensor 4 der Hebel 5
eingesetzt. Der Hebel 5 ist um die Rotationsachse R' des Drehwinkelsensors 4 drehbar
gelagert. Das gegenüberliegende Ende des Hebels 5 wird formschlüssig von der Führungsbahn
7 umschlossen und von dieser zwangsgeführt.
[0024] Alternativ zur abgebildeten Ausführungsform kann die Umwandlung der Translationsbewegung
F in eine Rotationsbewegung R mit einem alternativen Getriebe erfolgen. Der abgebildete
Endbereich X1 kann dazu dienen den Hebel in einer Endstellung der Kolbenstange 2 zu
entlasten und vor ruckartigen Beschleunigungen zu schützen. So erhöht sich die Haltbarkeit
der Sensoreinrichtung 3.
[0025] Wie in Fig. 2 zu sehen ist, ist der Hebel 5 so ausgestaltet, dass er in die Führungsbahn
7 hinein ragt und durch die Kontur der Führungsbahn 7 formschlüssig zwangsgeführt
wird. Die Kontur der Führungsbahn 7 umschließt den Hebel 5, so dass eine möglichst
sichere Übertragung der Bewegung gewährleistet ist. Diese Anordnung bedingt, dass
eine direkte Abhängigkeit der Bewegungen dieser beiden Komponenten zueinander besteht.
In einer alternativen nicht gezeigten Ausführungsform kann anstelle des Hebels 5,
der Bewegungswandler konzentrisch zur erfassten Rotationsachse R' des Drehwinkelsensors
4 ausgestaltet sein und so gleichzeigt als Sensorwelle dienen. In diesem Fall wäre
eine vom Führungsglied 6 dem Bewegungswandler aufgeprägte Rotationsbewegung R direkt
erfassbar. In einer weiteren nicht dargestellten Ausführungsform kann der Bewegungswandler
als Zahnrad ausgebildet sein, welches mit einem als Zahnstange ausgebildeten Führungsglied
6 korrespondiert.
[0026] Wie in Fig. 3 zu sehen ist, weist zumindest ein Abschnitt der Führungsbahn 7 einen
nicht parallelen Verlauf zur Linearachse F' der Kolbenstange 2 auf. Der Winkel
β, den der betreffende Abschnitt X2 und die Linearachse F' der Kolbenstange einschließen,
ist im Betrag größer null. Durch die Größe des eingeschlossenen Winkels
β wird der Sensoreinrichtung 3 ein bestimmtes Übersetzungsverhältnis vorgegeben, mit
der der Ausschlag des Hebels 5 bzw. das Signal des Drehwinkelsensors 4 in Abhängigkeit
der translatorischen Bewegung F der Kolbenstange 2 beeinflusst werden kann.
[0027] Alternativ zur dargestellten Ausführungsform kann die Führungsbahn 7 mehrere Abschnitte
mit unterschiedlichen Winkeln
β zur Linearachse F' der Kolbenstange 2 aufweisen, um einzelne Hubbereiche unterschiedlich
fein aufzulösen. In Fig. 4 ist die erzwungene Rotationsbewegung R des Hebels 5 um
die Rotationsachse R' des Drehwinkelsensors 4 mit einem Winkel
α1-α3 in den derart dargestellten Stellungen angegeben. Hierzu ist der Zylinder 1 mit der
Vorrichtung in drei unterschiedlichen Positionen der Kolbenstange 2 gezeigt. Der Betrag
des Winkels α1-α3 ist abhängig von der jeweiligen Hubhöhe H der Kolbenstange und der
damit verbundenen Translationsbewegung F in Richtung der Linearachse F' der Kolbenstange
2. Mit dem Winkel α1 gemäß Stellung 1, befindet sich die Kolbenstange 2 in einer eingefahrenen
Position, wobei sich der Hebel 5 in der oberen Stellung befindet. Mit dem Winkel a2
gemäß Stellung 2, befindet sich die Kolbenstange 2 in einer mittleren Position, wobei
der Hebel 5 durch die Führungsbahn 7 in Mittelstellung verschoben ist. Mit dem Winkel
α3 gemäß Stellung 3, befindet sich die Kolbenstange 2 in einer ausgefahrenen Position,
wobei der Hebel 5 sich nun in einer unteren Stellung befindet. Die Hubhöhe H steht
folglich über die Vorrichtung, das heißt die dem Hebel 5 aus der Linearbewegung F
des Führungsgliedes 6 mit der Kolbenstange 2 aufgeprägten Rotationsbewegung R, im
direkten Zusammenhang mit der vom Drehwinkelsensor 4 erfassten Rotationsbewegung R.
Das hieraus resultierende Signal des Drehwinkelsensors 4, kann infolgedessen zur Bestimmung
der Hubhöhe H ausgewertet werden.
Bezugszeichenliste
[0028]
- 1
- Zylinder, Druckmittelzylinder
- 2
- Kolbenstange
- 3
- Sensoreinrichtung
- 4
- Drehwinkelsensor
- 5
- Bewegungswandler, Hebel
- 6
- Führungsglied
- 7
- Führungsbahn
- 8
- Klemmelement zur Befestigung des Führungsgliedes an der Kolbenstange
- 9
- Schelle zur Befestigung der Sensoreinrichtung am Zylinder
- F
- Translationsbewegung
- R
- Rotationsbewegung
- H
- Hubhöhe
- F'
- Linearachse der Kolbenstange
- R'
- Erfasste Rotationsachse des Drehwinkelsensors
- X1
- Endbereich der Führungsbahn
- X2
- linearer Abschnitt der Führungsbahn der in einem Betrag größer null zur Linearachse
der Kolbenstange angeordnet ist
- α1-α3
- Rotationsbewegung des Bewegungswandlers
- β
- Einschließender Winkel zwischen Führungsbahn und Linearachse der Kolbenstange
1. Vorrichtung zur Erfassung der Hubhöhe (H) einer Kolbenstange (2) innerhalb eines Zylinders
(1), insbesondere eines Druckmittelzylinders (1), umfassend eine Sensoreinrichtung
(3), die zumindest einen Drehwinkelsensor (4) umfasst und einen Mechanismus zum Umwandeln
einer Translationsbewegung (F) in eine Rotationsbewegung (R), umfassend ein Führungsglied
(6) welches zumindest eine Führungsbahn (7) aufweist und einen Bewegungswandler (5)
der durch die Führungsbahn (7) zwangsgeführt ist, wobei der Drehwinkelsensor (4) mit
dem Bewegungswandler gekoppelt ist und dazu eingerichtet ist, in Abhängigkeit von
der Rotationsbewegung (R) um eine von dem Drehwinkelsensor (4) erfasste Rotationsachse
(R') ein elektrisches Signal zu erzeugen dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung (4) von außen am Zylinder (1) angebracht ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung (4) lösbar von außen am Zylinder (1) angebracht ist.
3. Vorrichtung nach zumindest einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bewegungswandler (5) als Getriebe ausgeführt ist.
4. Vorrichtung nach zumindest einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bewegungswandler (5) zumindest teilweise in die Führungsbahn (7) des Führungsgliedes
(6) hineinragt.
5. Vorrichtung nach zumindest einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bewegungswandler (5) als Hebel (5) ausgeführt ist und um die Rotationsachse (R')
des Drehwinkelsensors (4) drehbar gelagert ist.
6. Vorrichtung nach zumindest einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbahn (7) zumindest teilweise nicht parallel zur Linearachse (F') der
Kolbenstange (2) verläuft.
7. Vorrichtung nach zumindest einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbahn (7) zumindest einen linearen Abschnitt (X2) aufweist, dass der lineare
Abschnitt (X2) einen Winkel (β) im Betrag größer null Grad zur Linearachse (F') der Kolbenstange (2) einschließt.
8. Vorrichtung nach zumindest einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbahn (7) zumindest einen zur Linearachse (F') der Kolbenstange (2) zumindest
annähernd parallel verlaufenden Endbereich (X1) aufweist.
9. Vorrichtung nach zumindest einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bewegungswandler (5) konzentrisch zur Rotationsachse (R') des Drehwinkelsensors
(4) ausgebildet ist und mit dem Führungsglied (6) gekoppelt ist.
10. Vorrichtung nach zumindest einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung (3) und/oder das Führungslied (6), in Richtung der Linearachse
(F') der Kolbenstange (2) verschiebbar angeordnet ist.
11. Vorrichtung nach zumindest einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsglied (6) an der Kolbenstange (2) und die Sensoreinrichtung (3) an dem
Zylinder (1) lösbar befestigt ist.
12. Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 1 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsglied (6) an dem Zylinder (1) und die Sensoreinrichtung (3) an der Kolbenstange
(2) lösbar befestigt ist.
13. Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Bewegungswandler (5) als Zahnrad und das Führungsglied (6) als Zahnstange ausgeführt
ist