[0001] Die Erfindung betrifft ein Montageset, eine Anordnung, ein Verfahren zum Montieren
eines Rahmens an einem Untergrund und eine Verwendung.
[0002] Bei der Montage eines Fensterrahmens an einer Laibung einer Wand werden herkömmlich
Montagesets aus Schrauben und zugehörigen Dübeln eingesetzt. Ein Dübel wird in die
Laibung gesetzt. Nachfolgend wird die Schraube durch den Fensterrahmen in den Dübel
eingeführt, um den Fensterrahmen an der Laibung mit Abstand zu befestigen.
[0003] Gemäß einer ersten herkömmlichen Ausführungsform wird der Dübel durch ein Durchgangsloch
in dem Fensterrahmen bis in ein Bohrloch in dem Untergrund geführt. Nachfolgend wird
eine Schraube durch den Dübel geführt und schlägt mit einem Kopf an einer äußeren
Hauptfläche des Fensterrahmens an. Allerdings hat ein solches Montageset den Nachteil,
dass für jede Einbausituation bzw. Einbaugeometrie eine speziell ausgewählte Schraube
und ein speziell ausgewählter Dübel mit geeigneten Maßen benötigt werden. Dies ist
aufwendig.
[0004] Gemäß einer anderen herkömmlichen Ausführungsform wird ein Dübel nur in ein Bohrloch
in dem Untergrund gesetzt. Nachfolgend wird eine Schraube durch ein Durchgangsloch
in dem Fensterrahmen in den Dübel eingeführt und schlägt mit einem Kopf an einer äußeren
Hauptfläche des Fensterrahmens an. Obwohl bei dieser Ausführungsform für alle Einbausituationen
ein einheitlicher Dübel verwendet werden kann, muss für jede Einbausituation bzw.
Einbaugeometrie eine speziell ausgewählte Schraube geeigneter Maße verwendet werden.
Auch dies erfordert das aufwendige Vorhalten unterschiedlicher Schrauben an einem
Montageort.
[0005] DE 10 2010 030 281 A1 offenbart ein Montagekit zum beabstandeten Montieren eines Anbauteils an einen Verankerungsgrund.
Das Montagekit weist eine gehärtete Schraube mit einem Gewindeteil und einen Dübel
auf. Die Schraube ist ausgebildet, bei Eindrehen in eine Bohrung in einer Betonwand
selbstschneidend ein Gewinde zu bilden. Die Schraube ist eingerichtet, durch das Anbauteil
hindurch in eine Bohrung in einen als Vollkörper ausgestalteten Verankerungsgrund
dübelfrei eingedreht zu werden, wobei sich diese ein Gewinde in den Vollkörper schneidet.
Die Schraube ist ferner eingerichtet, durch das Anbauteil hindurch in den Dübel in
einer Bohrung in einem als Hohlkörper ausgestalteten Verankerungsgrund eingedreht
zu werden. Bei dem Eindrehen der Schraube in den Kunststoffdübel gemäß
DE 10 2010 030 281 A1 schneidet sich die Schraube in dem Kunststoffdübel ein Gewinde.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Montageset bereitzustellen, das für
unterschiedliche Einbausituationen bzw. Einbaugeometrien und auch für problematische
Kraftkonstellationen flexibel die Montage eines Rahmens an einem Untergrund ermöglicht,
ohne das Mitführen einer großen Anzahl von Befestigungselementen bzw. Dübeln zu erfordern.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die Gegenstände gemäß den unabhängigen Patentansprüchen
gelöst. Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0008] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung ist ein Montageset zum
Montieren eines Rahmens an einem Untergrund geschaffen, wobei das Montageset einen
Dübel zum Einbringen in ein Bohrloch in dem Untergrund und ein Befestigungselement
zum Durchführen durch ein Durchgangsloch in dem Rahmen und zum Einführen in den Dübel
in dem Bohrloch aufweist, wobei ein erster Endabschnitt des Befestigungselements zum
Einführen in das Durchgangsloch dimensioniert ist und ein Rahmengewinde zum haltenden
Eingreifen in den Rahmen aufweist, und wobei ein dem ersten Endabschnitt gegenüberliegender
zweiter Endabschnitt des Befestigungselements zum Einführen in den Dübel zum Befestigen
des Befestigungselements mittels des Dübels in dem Untergrund ausgebildet ist, ohne
dass sich der zweite Endabschnitt des Befestigungselements in dem Dübel (vorzugsweise
ein Kunststoffdübel) ein Gewinde schneidet (sodass vorzugsweise das Befestigungselement
in Längsrichtung bewegbar, insbesondere ohne Drehbewegung axial bewegbar, in dem Dübel
aufgenommen sein ist).
[0009] Gemäß einem anderen exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung ist eine Anordnung
geschaffen, die einen Untergrund, ein Montageset mit den oben beschriebenen Merkmalen,
und einen Rahmen aufweist, wobei der Rahmen mittels des Montagesets an dem Untergrund
befestigt oder befestigbar ist.
[0010] Gemäß einem weiteren exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung ist ein Verfahren
zum Montieren eines Rahmens an einem Untergrund bereitgestellt, wobei das Verfahren
ein Einbringen eines Dübels in ein Bohrloch in dem Untergrund, ein Durchführen eines
Befestigungselements durch ein Durchgangsloch in dem Rahmen und ein Einführen in den
Dübel in dem Bohrloch sowie ein Einführen eines ersten Endabschnitts des Befestigungselements
in das Durchgangsloch derart aufweist, dass ein Rahmengewinde in dem ersten Endabschnitt
in den Rahmen eingreift und den Rahmen hält, wobei das Verfahren ferner ein Einführen
eines dem ersten Endabschnitt gegenüberliegenden zweiten Endabschnitts des Befestigungselements
mittels des Dübels an dem Untergrund aufweist, ohne dass sich der zweite Endabschnitt
des Befestigungselements in dem Dübel ein Gewinde schneidet.
[0011] Gemäß noch einem anderen exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung werden
mehrere identische Montagesets mit den oben beschriebenen Merkmalen zum Montieren
von jedem von einer Mehrzahl von Rahmen an einem jeweiligen Untergrund mit unterschiedlichen
Setztiefen des jeweiligen Befestigungselements in dem jeweiligen Rahmen und/oder mit
unterschiedlichen Abständen des jeweiligen Rahmens von dem jeweiligen Untergrund und/oder
mit unterschiedlichen Eindringtiefen des jeweiligen Befestigungselements in dem jeweiligen
Dübel verwendet.
[0012] Im Rahmen der vorliegenden Anmeldung kann unter dem Begriff "erster Endabschnitt"
des Befestigungselements insbesondere ein Bereich des Befestigungselements verstanden
werden, der sich bis zu einem bohrlochaußenseitigen Ende des ersten Befestigungselements
erstreckt, insbesondere bis hin zu einem Kopf (falls vorhanden) und/oder bis hin zu
einem Antrieb des Befestigungselements erstreckt. An einer äußeren Mantelfläche von
zumindest einem Teil des ersten Endabschnitts kann das Rahmengewinde als Außengewinde
angeformt sein. Der erste Endabschnitt kann drehend als Ganzes in ein kreiszylindrisches
Durchgangsloch in dem Rahmen eingeführt werden und im eingeführten Zustand ein Gewinde
in dem Rahmen schneiden.
[0013] Im Rahmen der vorliegenden Anmeldung kann unter dem Begriff "zweiter Endabschnitt"
des Befestigungselements insbesondere ein im montierten Zustand am tiefsten in das
Bohrloch eingeführtes Ende des Befestigungselements verstanden werden, das sich bis
zu einem Ende (insbesondere einer Endspitze) des Befestigungselements hin erstreckt.
Anders ausgedrückt kann der zweite Endabschnitt sich ausgehend von einem Ende (insbesondere
einer Spitze) des Befestigungselements in Richtung hin zu einem Antrieb und/oder einem
Kopf des Befestigungselements erstrecken.
[0014] Im Rahmen dieser Anmeldung kann unter dem Begriff "Rahmen" insbesondere ein zumindest
abschnittsweise starres und eine zumindest teilweise umlaufende Struktur aufweisenden
Bauteil verstanden werden, das an oder in einen von einer Laibung begrenzten Aufnahmehohlraum
in einem Strukturkörper (wie zum Beispiel einer Wand) eingesetzt werden kann. Beispiele
für solche Rahmen sind Fensterrahmen oder Türrahmen.
[0015] Im Rahmen dieser Anmeldung kann unter dem Begriff "Untergrund" insbesondere ein zum
Verankern des Befestigungselements und des Dübels vorgesehener bzw. verwendeter Verankerungsgrund
verstanden werden. Ein solcher Untergrund kann insbesondere eine Wand, weiter insbesondere
eine vertikale Wand, sein. Materialien für einen solchen Untergrund sind insbesondere
Beton- und Mauerwerksbaustoffe, Metall oder Kunststoffbauteile. Ferner kann ein solcher
Untergrund auch ein beliebiger Kompositwerkstoff aus mehreren unterschiedlichen Materialkomponenten
sein.
[0016] Im Rahmen der vorliegenden Anmeldung kann unter dem Begriff "Dübel" insbesondere
eine Hülse (vorzugsweise aus Kunststoff und/oder Metall) verstanden werden, die zum
Aufnehmen eines korrespondierenden Befestigungselements konfiguriert und dimensioniert
ist. Ein solcher Dübel kann ferner konfiguriert sein, bei Einbringung des Befestigungselements
in einen Aufnahmehohlraum der Hülse zumindest über einen Teilbereich der Axialerstreckung
des Dübels hinweg nach außen hin aufzuspreizen und sich so gegenüber einem umgebenden,
ausreichend stabilen Untergrund zu verkeilen. Auf diese Weise kann die in das Befestigungselement
in einem Bohrloch des Verankerungsgrunds eingebrachte Dübel-Befestigungselement-Anordnung
mit einer hohen Auszugskraft im ausreichend stabilen Untergrund verankert werden.
[0017] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung ist ein Montageset geschaffen,
bei dem ein Dübel (insbesondere nur) in ein Bohrloch in einem Untergrund befestigt
wird. Nachfolgend kann das ebenfalls zu dem Montageset gehörige Befestigungselement
mit seinem zweiten Endabschnitt durch das Durchgangsloch in dem Rahmen bis in den
Dübel hineingeführt werden, um dort eine gewisse Befestigung des Befestigungselements
in dem Dübel und (insbesondere aufgrund eines möglichen Aufspreizens des Dübels) auch
in dem Untergrund zu bewerkstelligen. Während dieses Montagevorgangs wird außerdem
das Befestigungselement in dem Rahmen dadurch befestigt, dass das Rahmengewinde im
ersten Endabschnitt des Befestigungselements in die Wandung des Rahmens angrenzend
an das Durchgangsloch eingreift und dadurch unter Bildung eines Gewindes die Verbindung
zwischen Rahmen und Befestigungselement bewerkstelligt. Dabei kann mit Vorteil der
erste Endabschnitt des Befestigungselements so ausgebildet sein, dass er als Ganzes
(das heißt bis hin zu einem bohrlochaußenseitigen Ende des Befestigungselements) in
das (insbesondere kreiszylindrische) Durchgangsloch des Rahmens eingeführt werden
kann. Dies kann bevorzugt derart erfolgen, dass kein Kopf (oder dergleichen) des Befestigungselements
von außen an eine außenseitige Hauptfläche des Rahmens anschlägt, sondern bis zu einer
gewünschten Tiefe in das Durchgangsloch des Rahmens eingeschraubt werden kann - ja
sogar so weit eingeschraubt werden kann, dass ein Teil des Rahmengewindes in einen
Zwischenraum zwischen Rahmen und Untergrund austritt. Auf diese Weise ist es ermöglicht,
dass das Montageset universell für beliebige Einbaugeometrien bzw. Einbauszenarien
eingesetzt werden kann, das heißt mit immer dem gleichen Befestigungselement und mit
immer dem gleichen Dübel für unterschiedliche Setztiefen des Befestigungselements
bzw. für unterschiedlich dicke Rahmen und/oder unterschiedliche Abstände zwischen
Rahmen und Untergrund. Dabei kann das Befestigungselement außenseitig bis zu einer
gewünschten Tiefe in den Rahmen eingeführt werden, um über einen immer noch ausreichend
großen Bereich des Rahmengewindes kraftschlüssig den Rahmen zu halten. Auch die Eindringtiefe
des Befestigungselements in den Dübel ist variabel. Durch eine resultierende universelle
Einsetzbarkeit des Montagesets kann ein Benutzer das Montageset flexibel für unterschiedliche
Einbausituationen anwenden, ohne dass für jede Geometrie ein separates Befestigungselement
und/oder ein separater Dübel erforderlich ist. Indem durch das Ausgestalten des Dübels
(insbesondere durch das Ausbilden als Kunststoffdübel) sowie durch das Ausgestalten
des zweiten Endabschnitts des Befestigungselements (vorzugsweise als gewindefreier
Bolzenabschnitt bzw. alternativ mit einem Gewinde mit geringem Flankenwinkel der Gewindegänge
bezogen auf eine Längsachse des Befestigungselements) nur eine lose oder lockere,
insbesondere nichtformschlüssige, Verbindung zwischen Dübel und Befestigungselement
ausgebildet ist, bei deren Ausbildung das Befestigungselement kein Gegengewinde in
dem Dübel schneidet, ist eine gewisse Anpassung des Montagesets an sich verändernde
Verhältnisse im System aus Rahmen (zum Beispiel arbeitendes Holz bzw. Wärmeausdehnung)
und Untergrund (zum Beispiel Rissbildung bzw. Wärmeausdehnung) ermöglicht. Dies ermöglicht
eine langzeitstabile Montage eines Rahmens an einem Untergrund selbst bei problematischen
Kraftkonstellationen. Auf diese Weise kann selbst in problematischen Kraftkonstellationen
(zum Beispiel ausgelöst durch Rissbildung im Untergrund oder ausgeprägte Windlasten
im Bereich des Rahmens) mit einem einzigen Montageset eine zuverlässige Befestigung
eines Rahmens an einem Untergrund sichergestellt werden und der Anordnung eine Anpassung
an sich verändernde Kraftverhältnisse ermöglicht werden.
[0018] Im Weiteren werden zusätzliche Ausgestaltungen des Montagesets, der Anordnung, des
Verfahrens und der Verwendung beschrieben.
[0019] Gemäß einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel kann der zum Einführen in den
Dübel ausgebildete zweite Endabschnitt des Befestigungselements gewindefrei, bevorzugt
glatt, ausgebildet sein. Insbesondere kann der zweite Endabschnitt des Befestigungselements
als glatter Bolzenabschnitt ohne darauf angeformtes Gewinde ausgebildet sein. Die
Befestigung des Befestigungselements an dem Untergrund mittels des Dübels kann dann
dadurch bewerkstelligt werden, dass der gewindefreie zweite Endabschnitt beim (insbesondere
drehenden) Einführen in den Dübel den Dübel dennoch aufspreizt oder zumindest in gewisser
Weise radial nach außen verschiebt und eine reibschlüssige Verbindung zwischen Untergrund
und Befestigungselement, vermittelt durch den Dübel, ermöglicht. Gemäß einem solchen
Ausführungsbeispiel ist das Ausbilden eines Gewindes im zweiten Endabschnitt mit Vorteil
vermieden, was die Herstellung des Montagesets vereinfacht. Gleichzeitig kann die
vorzugsweise rein reibschlüssige Verbindung zwischen Dübel und gewindefreiem zweiten
Endabschnitt des Befestigungselements dennoch ausreichend sein, um Windlasten aufzunehmen,
wie sie beispielsweise auf einen Fensterrahmen einwirken können, der mittels des Montagesets
an einer Laibung einer Wand eines Gebäudes befestigt ist. Insbesondere horizontale
Befestigungen von seitlichen Rahmenabschnitten an einer solchen Wand können mittels
eines gewindefreien zweiten Endabschnitts bewerkstelligt werden. Gleichzeitig ermöglicht
das Einführen eines gewindefreien zweiten Endabschnitts in den Dübel eine gewisse
Anpassung der Anordnung an sich ändernde Kräfteverhältnisse, beispielsweise im Falle
von arbeitendem Holz eines Holzrahmens.
[0020] Gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel kann der zum Einführen in den Dübel ausgebildete
zweite Endabschnitt des Befestigungselements mit einem nichtgewindeschneidenden Dübelgewinde
zum Eingreifen in den Dübel ausgebildet sein. Besonders bevorzugt ist es, das Dübelgewinde
als nichtschneidendes Dübelgewinde auszubilden, das sich bei drehendem Einbringen
in den Dübel (insbesondere in einen Kunststoffdübel) reibschlüssig an die Innenfläche
der Dübelhülse anlegt, ohne dort ein Gewinde in den Dübel zu schneiden. In entsprechender
Weise kann das Verfahren ein Einführen des mit einem Dübelgewinde versehenen zweiten
Endabschnitts des Befestigungselements in den Dübel aufweisen, ohne dass in dem Dübel
ein Gegengewinde geschnitten wird. Alternativ zu der oben beschriebenen Ausgestaltung,
wonach der zweite Endabschnitt gewindefrei sein kann, kann es gemäß dem nun beschriebenen
Ausführungsbeispiel vorteilhaft sein, den zweiten Endabschnitt mit einem Dübelgewinde
zu versehen, das sich bei drehendem Eindringen in den Dübel allerdings mantelflächenseitig
nicht in ein Inneres des Dübels einschneidet. Anschaulich kann ein solches Dübelgewinde
bei einer Rissbildung in dem Untergrund ein selbsttätiges Nachspreizen des Dübels
mittels des Dübelgewindes bewirken (siehe insbesondere Beschreibung zur Figur 1).
[0021] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann das Dübelgewinde Gewindegänge aufweisen, deren
(insbesondere ansteigenden und/oder abfallenden) Flanken mit einer Längsachse des
Befestigungselements einen Winkel von nicht mehr als 30°, insbesondere von nicht mehr
als 25°, einschließen. Es hat sich erwiesen, dass sich bei dieser Ausgestaltung des
Dübelgewindes im Falle einer Rissbildung im Untergrund eine Nachspreizung des Befestigungselements
im Dübel ergibt, welche die Befestigung des Befestigungselements in dem Untergrund
ungeachtet der Rissbildung aufrecht erhält. Dies kann es sogar erlauben, insbesondere
in erdbebengefährdeten Gegenden eine zuverlässige Montage eines Rahmens an einem Untergrund
zu ermöglichen. Besonders bevorzugt ist es, wenn das beschriebene Dübelgewinde symmetrische
ansteigende und abfallende Flanken an seinen Gewindegängen aufweist. Diese Symmetrie
bezieht sich hierbei insbesondere auf einen identischen Winkel der ansteigenden und
der abfallenden Flanken der Gewindegänge bezogen auf eine Längsachse des Befestigungselements.
[0022] Das Dübelgewinde kann einen kreiszylindrischen Dübelgewindeabschnitt und optional
einen sich daran endseitig anschließenden verjüngenden Dübelgewindeabschnitt an einem
Ende des zweiten Endabschnitts des Befestigungselements aufweisen. Anschaulich kann
gemäß der beschriebenen Ausgestaltung das Dübelgewinde einen kreiszylindrischen Abschnitt
und einen zum Beispiel kegelförmigen Endabschnitt aufweisen.
[0023] Die beschriebene Ausgestaltung des Befestigungselements mit einem nichtschneidenden
Gewinde im zweiten Endabschnitt kann vorteilhaft sein, wenn eine ausreichend stabile
Befestigung des Befestigungselements in dem Dübel und in dem Untergrund gewünscht
wird und dennoch eine Ausgleichsfähigkeit der Anordnung aus Dübel und Befestigungselement
erreicht werden soll. Dies kann zum Beispiel wünschenswert sein, wenn ein Fensterrahmen
an einer Wand eines Gebäudes montiert werden soll und dabei oberseitig und/oder unterseitig
in eine Laibung eingeführt werden soll.
[0024] Insbesondere kann es beim Einbau eines Fensters in eine Laibung einer Gebäudewand
vorteilhaft sein, Befestigungselemente mit gewindefreien Bolzenabschnitten im Bereich
des zweiten Endabschnitts zur seitlichen Befestigung des Fensterrahmens und Befestigungselemente
mit nichtschneidendem Dübelgewinde zur Befestigung in einem oberen und/oder einem
unteren Bereich der Laibung vorzunehmen.
[0025] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann der erste Endabschnitt des Befestigungselements
zum vollständigen Einführen in das Durchgangsloch dimensioniert sein. Mit anderen
Worten kann das Befestigungselement so ausgebildet sein, dass es als Ganzes in ein
kreiszylindrisches Durchgangsloch in dem Rahmen eingeführt werden kann, dabei eine
Befestigungswirkung zwischen dem Rahmengewinde des Befestigungselements und dem Rahmen
bewerkstelligen kann und von einem Anschlagen des Befestigungselements an einer äußeren
Hauptfläche des Rahmens frei ist. Dies ermöglicht eine von einem Benutzer frei einstellbare
Eindringtiefe des Befestigungselements in Rahmen und Untergrund und erlaubt daher
die universelle Verwendung nur eines Befestigungselements und nur eines Dübels für
viele unterschiedliche Einbausituationen.
[0026] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann in einer Stirnfläche des Befestigungselements
ein Antrieb zum Drehantreiben des Befestigungselements ausgebildet sein. Im Rahmen
der vorliegenden Anmeldung kann unter einem "Antrieb" insbesondere eine Vertiefung
in der Stirnfläche des Befestigungselements verstanden werden, die zum drehenden Eingreifen
eines Antriebswerkzeugs (insbesondere eines Schraubendrehers oder eines Akkuschraubers)
ausgebildet ist. Zum Beispiel kann ein solcher Antrieb ein Längsschlitz, ein Kreuzschlitz,
ein Inbus, ein Torx-Antrieb, ein AW-Antrieb etc. sein. Greift ein Benutzer mit einem
Antriebswerkzeug in einen solchen stirnseitigen Antrieb des Befestigungselements ein,
kann durch drehendes Antreiben des Befestigungselements eine Verankerung des Befestigungselements
in dem Rahmen durch Eindrehen des Rahmengewindes des Befestigungselements in den Rahmen
im Bereich des Durchgangslochs bewirkt werden. Im montierten Zustand kann der Antrieb
insbesondere im Inneren des Durchgangslochs des Rahmens angeordnet sein oder kann
bündig mit einer Außenfläche des Rahmens abschließen.
[0027] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann der erste Endabschnitt des Befestigungselements
als kopffreier Rahmengewindeabschnitt ausgebildet sein. Mit anderen Worten kann das
Befestigungselement von einem Kopf gänzlich frei sein. Unter einem "Kopf" eines Befestigungselements
kann in diesem Zusammenhang insbesondere ein radial aufgeweiteter Endabschnitt eines
Befestigungselements verstanden werden, der sich an eine Außenfläche des Rahmens ringförmig
anlegen kann. Ein Befestigungselement gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel
kann von einem solchen Kopf jedoch gänzlich frei sein, wodurch das Einführen des ersten
Endabschnitts bis zu einer gewünschten Tiefe in dem Durchgangsloch des Rahmens gefördert
werden kann. Das Rahmengewinde kann sich bei einer solchen Ausgestaltung in axialer
Richtung bis zu der Stirnfläche hin erstrecken.
[0028] Gemäß einem alternativen Ausführungsbeispiel kann der erste Endabschnitt des Befestigungselements
mit einem Kopf und einem daran angrenzenden Rahmengewindeabschnitt ausgebildet sein,
wobei ein maximaler Außendurchmesser des Kopfs einen maximalen Außendurchmesser des
Rahmengewindes nicht überschreitet. Insbesondere kann der maximale Außendurchmesser
des Kopfs gleich dem maximalen Außendurchmesser des Rahmengewindes sein. Bei der Verwendung
kleindimensionierter Befestigungselemente kann es vorkommen, dass die Stirnfläche
eines kopffreien Befestigungselements keine ausreichend große Fläche aufweist, um
darin einen Antrieb (wie oben beschrieben) auszubilden, der bei Drehantrieb durch
ein Antriebswerkzeug ein komfortables drehendes Einbringen des Befestigungselements
ermöglicht. Insbesondere in einem solchen Szenario kann das Befestigungselement einen
radial aufgeweiteten Kopf aufweisen, dessen Radius jedoch gemäß der beschriebenen
Ausführungsform ausreichend klein ist, dass der Kopf als Ganzes ebenfalls in das Durchgangsloch
des Rahmens eingeführt werden kann, ohne dass dadurch die Befestigung des Befestigungselements
an dem Rahmen durch das Rahmengewinde des Befestigungselements beeinträchtigt wird.
Dies kann dadurch erreicht werden, dass der Kopf des Befestigungselements zwar gegenüber
einem Kerndurchmesser eines Schafts des ersten Endabschnitts des Befestigungselements
radial aufgeweitet ist, jedoch nicht in radialer Richtung über das Rahmengewinde hervorsteht.
Auf diese Weise ist ein fester Halt des Befestigungselements im Rahmen und gleichzeitig
ein komfortables Eindrehen des Befestigungselements in den Rahmen durch einen ausreichend
groß dimensionierten Antrieb ermöglicht.
[0029] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann der erste Endabschnitt des Befestigungselements
einen größeren Außendurchmesser aufweisen als der zweite Endabschnitt des Befestigungselements.
Anschaulich kann das Befestigungselement aus zwei Schaftabschnitten gebildet sein,
die im Bereich des ersten Endabschnitts einen größeren Außendurchmesser haben als
im Bereich des zweiten Endabschnitts. Dies ermöglicht einerseits das Einführen des
Befestigungselements in einen ausreichend klein dimensionierten Dübel und gleichzeitig
die stabile Verankerung des Befestigungselements in einem größeren Durchgangsloch
(verglichen mit dem Bohrloch) in dem Rahmen.
[0030] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann ein dem Untergrund abgewandter Abschnitt des
Durchgangslochs des Rahmens von dem Befestigungselement frei sein. Anders ausgedrückt
kann das Befestigungselement derart tief in den Rahmen eingeschraubt werden, dass
das Befestigungselement und das Durchgangsloch an der Außenseite des Rahmens eine
Vertiefung bilden. Insbesondere kann das Rahmengewinde nur über einen Teil (insbesondere
nur über einen untergrundseitigen Teil) des Durchgangslochs haltend in den Rahmen
eingreifen. Ein insbesondere äußerer Bereich des Durchgangslochs kann dagegen von
dem Befestigungselement frei sein. Auf diese Weise ist es möglich, eine ausreichende
Verankerung des Befestigungselements an dem Rahmen und gleichzeitig ein ausreichend
tiefes Einschrauben des Befestigungselements in den Dübel zu erreichen, um eine stabile
Befestigung an dem Untergrund zu erzielen. Zum Beispiel kann eine ausreichende Befestigungskraft
des Befestigungselements an dem Rahmen noch erreichbar sein, wenn über mindestens
50% der axialen Erstreckung des Durchgangslochs in dem Rahmen hinweg das Rahmengewinde
des Befestigungselements in den Rahmen eingreift.
[0031] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann ein Ende (zum Beispiel eine Spitze) des Befestigungselements
gegenüber einem innenseitigen Ende eines Aufnahmelochs des Dübels nach außen hin (d.h.
zu dem Rahmen hin) zurückversetzt sein oder über den Dübel in Setzrichtung hinausstehen
(d.h. sich tiefer in das Bohrloch hinein erstrecken als der Dübel). Es ist gemäß einem
exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung daher nicht zwingend erforderlich
(aber möglich und sogar vorteilhaft), dass ein Ende des Befestigungselements sich
exakt bis zu einem Ende eines Aufnahmelochs des Dübels hin erstreckt. Vielmehr ist
es auch möglich, einen Teil des Aufnahmelochs in axialer Richtung von dem Befestigungselement
frei zu halten, um eine ausreichend stabile Befestigung des Befestigungselements an
dem Rahmen über einen ausreichend großen axialen Abschnitt des Rahmengewindes hinweg
zu erreichen. Auf der anderen Seite ist es aber auch möglich, den Dübel bis über das
bohrlochtiefste Ende des Aufnahmelochs in dem Dübel hinaus noch tiefer in das Bohrloch
einzudrehen, zum Beispiel um den ersten Endabschnitt des Befestigungselements ausreichend
tief in dem Durchgangsloch des Rahmens zu versenken. Ausführungsbeispiele der Erfindung
geben dem Benutzer also auch an dieser Stelle die Freiheit und Flexibilität, ein einziges
Befestigungselement und einen einzigen Dübel über einen breiten Bereich von Geometrien
bzw. Einbausituationen hinweg verwenden zu können.
[0032] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann der Rahmen in einem (von Null unterschiedlichen)
Abstand von dem Untergrund entfernt montiert werden. Anders ausgedrückt kann das Montageset
gemäß exemplarischen Ausführungsbeispielen der Erfindung auch für eine Abstandsmontage
verwendet werden, um ein Anbauteil wie einen Rahmen in einem Abstand von dem Untergrund
zu montieren. Auch in diesem Zusammenhang ist wiederum von Vorteil, das annähernd
beliebig tiefe Setzen des ersten Endabschnitts des Befestigungselements in den Rahmen
und/oder des zweiten Endabschnitts in den Dübel über einen breiten Bereich hinweg
variieren zu können.
[0033] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann der Dübel nur in das Bohrloch und nicht in das
Durchgangsloch eingeführt sein. Wenn der Dübel nur in das Bohrloch eingesetzt wird,
ohne sich auch durch den Rahmen bzw. einen Abstand zwischen Rahmen und Untergrund
hindurch zu erstrecken, ist die Dübellänge nur von der Tiefe des Bohrlochs abhängig
und somit sowohl von der Dicke des Rahmens als auch von einem gewünschten Abstand
des Rahmens vom Untergrund unabhängig. Somit trägt die Einführung des Dübels nur in
das Bohrloch, nicht aber bis in den Bereich des Rahmens hinein dazu bei, dass das
Montageset für unterschiedliche Einbauszenarien mit einem einzigen Dübel auskommt.
[0034] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann der Rahmen ein Fensterrahmen oder Türrahmen
sein. Im Falle eines Fensters wird eine Laibung in der Wand durch vier miteinander
ringförmig verbundene ebene Flächenabschnitte gebildet. Bei einer Tür hingegen kann
eine Laibung durch drei miteinander verbundene Wandflächenabschnitte und einen Bereich
des Bodens abgegrenzt werden.
[0035] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann das Verfahren ein vollständiges Einführen des
ersten Endabschnitts des Befestigungselements in das Durchgangsloch derart aufweisen,
dass eine außenseitige Stirnfläche des Befestigungselements nicht über eine dem Untergrund
abgewandte Hauptfläche des Rahmens hervorsteht. Insbesondere kann das außenseitige
Ende des Befestigungselements im Inneren des Durchgangslochs angeordnet sein oder
bündig mit dem Durchgangsloch abschließen bzw. mit einer Außenfläche des Rahmens fluchten.
Durch die Einstellung der Setztiefe des Befestigungselements in dem Rahmen kann eine
Anpassung an herrschende geometrische Bedingungen der Einbausituation vorgenommen
werden, ohne dass auf eine Mehrzahl unterschiedlich langer Befestigungselemente bzw.
Dübel zurückgegriffen werden muss.
[0036] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann das Verfahren ein Einführen des ersten Endabschnitts
des Befestigungselements in das Durchgangsloch derart aufweisen, dass das Rahmengewinde
zu einem ersten Teil in den Rahmen eingreift und zu einem anderen zweiten Teil gegenüber
einer dem Untergrund zugewandten Hauptfläche des Rahmens hervorsteht. Beispielsweise
kann der erste Teil mindestens 50 % der axialen Erstreckung des Rahmengewindes ausmachen.
Dann kann ein außenseitiger Abschnitt des Durchgangslochs des Rahmens von dem Befestigungselement
frei sein, ein innenseitiger Bereich des Durchgangslochs des Rahmens von dem Befestigungselement
ausgefüllt sein und ein überstehender Bereich des ersten Endabschnitts des Befestigungselements
über die Innenfläche des Rahmens überstehend angeordnet sein. Zwar kann der zuletzt
genannte überstehende Bereich des ersten Endabschnitts zur Befestigungswirkung des
Befestigungselements im Rahmen nichts beitragen, was jedoch unerheblich ist, sofern
ein verbleibender anderer Abschnitt des Rahmengewindes des Befestigungselements über
eine ausreichend große Axialerstreckung hinweg in den Rahmen eingreift und diesen
hält.
[0037] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann das Verfahren ein Einführen des zweiten Endabschnitts
des Befestigungselements in den Dübel derart aufweisen, dass ein freies Ende des zweiten
Endabschnitts genau bis zu einem Ende einer Einführöffnung des Dübels reicht. Alternativ
kann die Erstreckung des zweiten Endabschnitts in die Aufnahmeöffnung des Dübels hinein
auch so ausgewählt werden, dass ein Teil der Einführöffnung des Dübels von dem Befestigungselement
frei bleibt. Weiter alternativ kann ein Ende des zweiten Endabschnitts des Befestigungselements
über ein bohrlochtiefstes Ende der Aufnahmeöffnung des Dübels hinausstehen. Auch was
die Befestigung des Befestigungselements im Dübel anbetrifft, kann über einen größeren
räumlichen Bereich hinweg ein Überstehen der Einführöffnung über den zweiten Endabschnitt
oder ein Überstehen des zweiten Endabschnitts über die Dübelöffnung erreicht werden.
Auf diese Weise ist auch dübelseitig eine flexible Anpassung der Montage des Montagesets
auf die gegebenen Einbaugeometrien ermöglicht.
[0038] Gemäß einem Ausführungsbeispiel weist das Verfahren ein Einführen des zweiten Endabschnitts
des Befestigungselements in den Dübel unter Verspreizung des Dübels gegen eine Wandung
des Untergrunds auf. Anschaulich kann ein Einführen des zweiten Endabschnitts des
Befestigungselements in den Dübel in eine Aufnahmeöffnung des Dübels dazu führen,
dass Spreizschenkel oder andere Spreizelemente des Dübels seitlich aufspreizen und
sich gegen eine Wandung des Untergrunds drücken, die durch das Bohrloch begrenzt wird.
[0039] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann das Verfahren ein reibschlüssiges Einführen
des gewindefreien zweiten Endabschnitts (der insbesondere als glatter Bolzenabschnitt
ausgebildet sein kann) des Befestigungselements in den Dübel aufweisen. Mit anderen
Worten kann eine Befestigungswirkung des Befestigungselements in dem Dübel lediglich
durch Reibung zwischen einer Mantelfläche des Befestigungselements im zweiten Endabschnitt
und einer Innenwandung des Dübels bewerkstelligt werden.
[0040] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann das Befestigungselement eine Schraube sein.
Eine solche Schraube kann einen Schraubenschaft und optional einen Schraubenkopf aufweisen.
Auch kann eine Schraube ein Schraubenende aufweisen, das zum Beispiel als punktförmige
Spitze oder Bohrspitze ausgebildet sein kann. Der Schaft der Schraube kann zumindest
über einen Teilbereich davon mit einem oder mehreren Gewinden versehen sein. In dem
optionalen Kopf oder einer Stirnfläche der Schraube kann ein Antrieb ausgebildet sein,
zum Beispiel ein Längsschlitz, ein Kreuzschlitz, ein AW-Antrieb oder ein Torx-Antrieb.
Die Schraube kann beispielsweise aus einem metallischen Material, zum Beispiel Stahl
oder Eisen, hergestellt sein. Optional kann zumindest ein Oberflächenbereich der Schraube
gehärtet sein.
[0041] Die beschriebene Architektur zum Ausbilden einer Schraube-Dübel Anordnung ist mit
verschiedenartigen Schraubentypen kompatibel. Als Schrauben können sowohl solche mit
Vollgewinde oder Teilgewinde am Schraubenschaft oder auch Bohrschrauben verwendet
werden.
[0042] Mögliche Untergründe, in welche der Dübel und das Befestigungselement eingebracht
werden kann, sind Stein, Beton, Metall, Holz, etc. Solche Untergründe können makroskopische
Hohlräume aufweisen oder von makroskopischen Hohlräumen frei sein.
[0043] Im Weiteren werden Bezug nehmend auf die Figuren weitere Ausführungsbeispiele der
Erfindung beschrieben.
[0044] Es zeigen:
Figur 1 eine Anordnung aus einem Montageset, einem Rahmen und einem Untergrund gemäß
einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Figur 2 eine Anordnung aus einem Montageset, einem Rahmen und einem Untergrund gemäß
einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Figur 3 eine Anordnung aus einem Montageset, einem Rahmen und einem Untergrund gemäß
einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Figur 4 eine Anordnung aus einem Montageset, einem Rahmen und einem Untergrund gemäß
noch einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Figur 5 eine Anordnung aus einem Montageset, einem Rahmen und einem Untergrund gemäß
einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Figur 6 eine Anordnung aus einem Montageset, einem Rahmen und einem Untergrund gemäß
noch einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Figur 7 und Figur 8 herkömmliche Anordnungen aus Untergrund, Rahmen, Schraube und
Dübel.
Figur 9 eine Anordnung aus Untergrund, Rahmen und mehreren Montagesets, jeweils gebildet
aus Befestigungselement und Dübel, gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
[0045] Entsprechende Elemente sind in unterschiedlichen Figuren mit entsprechenden Bezugszeichen
bezeichnet.
[0046] Bevor unter Bezugnahme auf die Figuren exemplarische Ausführungsbeispiele der Erfindung
näher erläutert werden, werden einige allgemeine Überlegungen beschrieben, auf deren
Basis exemplarische Ausführungsbeispiele der Erfindung aufgefunden wurden.
[0047] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung ist ein Montageset bzw.
Montagekit für die Montage eines Rahmens (insbesondere für die Fenstermontage) geschaffen,
bei dem ein Satz aus einem einzigen Dübel und einem einzigen (insbesondere schraubenartigen)
Befestigungselement für unterschiedliche Einbauanwendungen bzw. Einbaugeometrien ausreichend
sein kann. Ein solches Montageset kann auch in problematischen Kraftkonstellationen
eingesetzt werden, zum Beispiel wenn ein Fensterrahmen im Betrieb hohen Windlasten
ausgesetzt ist und/oder wenn in einem Untergrund (zum Beispiel Beton) nach dem Setzen
eine Rissbildung auftritt.
[0048] Gemäß einem herkömmlichen Ansatz, der in
Figur 7 dargestellt ist, wird ein Dübel 200 durch einen Fensterrahmen 202 in einen Untergrund
204 aus Beton gesteckt. Ein Schraubenkopf einer Schraube 206 bildet einen oberen Endabschnitt
208 der Schraube 206 und liegt mit einer Unterseite flächig auf einer äußeren Hauptoberfläche
des Fensterrahmens 202 auf. Für jeden Anwendungsfall muss ein Dübel 200 und muss eine
Schraube 206 passender Längen ausgesucht werden. Dies ist aufwendig.
[0049] Gemäß einem anderen herkömmlichen Ansatz, der in
Figur 8 dargestellt ist, wird immer der gleiche Dübel 300 verwendet und dieser lediglich
in den Untergrund 302 gesteckt, um Fensterrahmen 304 zu montieren. Allerdings müssen
für unterschiedliche Einbausituationen unterschiedlich lange Schrauben 306 individuell
ausgesucht werden. Ein Schraubenkopf der Schraube 306 bildet einen oberen Endabschnitt
308 der Schraube 306 und liegt mit einer Unterseite flächig auf einer äußeren Hauptoberfläche
des Fensterrahmens 304 auf.
[0050] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung wird zur Montage eines
Rahmens (insbesondere zur Fenstermontage) nur ein Dübel (insbesondere ein XXL-Dübel
oder ein W-UR-Dübel der Firma Würth) mit nur einem Befestigungselement (zum Beispiel
einer AMO-Schraube der Firma Würth) eingesetzt. Nach der Montage kann der Schraubenkopf
zum Beispiel bündig mit dem Fensterrahmen abschließen. Das beschriebene Montageset
erlaubt eine Variabilität hinsichtlich des Umstands, wie weit die Schraube im Dübel
steckt. Ein Abstand zwischen einem Fensterrahmen und einer Laibung kann in bestimmten
Einbausituationen unbekannt sein. Die Schraube kann also verschieden tief im Dübel
angeordnet sein, wenn der Kopf des Befestigungselements oder ein entsprechender Endabschnitt
eines kopffreien Befestigungselements bündig mit dem Fensterrahmen abschließt. Es
kann also mit einer Schraube (bzw. allgemeiner mit einem Befestigungselement) und
einem Dübel über breite Bereiche hinweg im Wesentlichen jeder Montagefall abgedeckt
werden.
[0051] Mit Vorteil kann die Schraube ein bei Einbringen in einen Kunststoffdübel kein Gewinde
schneidendes Dübelgewinde aufweisen. Auf diese Weise ist es möglich, auch ein Setzen
in einem gerissenen oder reißenden Betonuntergrund durchzuführen, da durch den beschriebenen
Dübelgewindeabschnitt (vorzugsweise mit geringem Flankenwinkel bezogen auf eine Längsachse
des Befestigungselements) anschaulich eine Nachspreizung des Dübels und damit eine
Verbesserung der Setzkraft selbst bei auftretenden Rissen im Untergrund erreichbar
ist.
[0052] Insbesondere bei einem Kunststoff-Fensterrahmen kann ein bündiges Abschließen des
Befestigungselements mit dem Rahmen gewünscht sein. Ein bündiges Abschließen ist also
insbesondere bei Kunststofffenstern vorteilhaft, insbesondere wenn diese an einem
außenseitigen Ende und/oder am gegenüberliegenden Ende einen umlaufenden Metallrahmen
zur Befestigung haben. Würde die Schraube bzw. das Befestigungselement tiefer eingeschraubt,
würde sie nur noch in die dem Untergrund zugewandte Metalllasche greifen. Der Fensterrahmen
wäre dann eventuell nicht mehr ausreichend befestigt. Bei anders ausgebildeten Kunststoffrahmen
besteht hingegen eine völlige Freiheit hinsichtlich der Montage.
[0053] Insbesondere bei Fensterrahmen aus Holz ist es jedoch auch möglich, eine Schraube
ohne Kopf oder mit Kopf mit ausreichend geringer Radialerstreckung verschieden tief
in den Fensterrahmen zu setzen. Die Schraube steht dann im Untergrund auch verschieden
tief aus dem Dübel heraus.
[0054] Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung ist somit ein Montageset
bzw. Montagesatz zur Montage eines Rahmens (insbesondere eines Fensterrahmens) mit
Dübel und (zumindest abschnittsweise) schraubenartigem Befestigungselement bereitgestellt.
[0055] Bevorzugt kann das Befestigungselement in einem zweiten Endabschnitt einen gewindefreien
Bolzen aufweisen und kann in einem gegenüberliegenden ersten Endabschnitt mit einem
Rahmengewinde zum Einführen in ein Gegengewinde in dem Durchgangsloch des Rahmens
ausgebildet sein. Es ist auch möglich (zum Beispiel bei einem Holzrahmen), dass sich
das Rahmengewinde des ersten Endabschnitts des Befestigungselements selbstschneidend
in eine das Durchgangsloch in dem Rahmen begrenzende Wandung des Rahmens einschneidet.
Anders ausgedrückt kann das Rahmengewinde auch selbstfurchend bzw. selbstschneidend
sein. In dem zweiten Endabschnitt ist es gemäß einem Ausführungsbeispiel hingegen
möglich, einen gewindefreien Bolzenabschnitt vorzusehen, was ein Walzen eines Dübelgewindes
entbehrlich macht. Dies vereinfacht die Herstellung des Befestigungselements. Mit
einem dort ausreichend dick vorgesehenen Schaft kann eine hohe Biegesteifigkeit erreicht
werden. Dann ist bei reibschlüssigem Eingriff zwischen Dübel und gewindefreiem zweiten
Endabschnitt auch eine Aufnahme von Windkräften und dergleichen ermöglicht. Anschaulich
kann bei dem Montageset dann ein anpassungsfähiges Lager für die befestigte Anordnung
im Untergrund (zum Beispiel einer Wand) liegen, was auch einen Ausgleich von Temperaturschwankungen
des Rahmens ermöglicht. Darüber hinaus kann mit einem Montageset gemäß einem exemplarischen
Ausführungsbeispiel der Erfindung ein Durchdrehen des Dübels in filigranem Stein verhindert
werden.
[0056] Gemäß einem anderen exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung kann vorteilhaft
ein Befestigungselement in dem genannten zweiten Endabschnitt mit einem Dübelgewinde
ausgestattet werden, das in einem Dübel kein Gegengewinde schneidet. Dies erlaubt
ein Setzen auch in gerissenem Beton, da ein solches nichtschneidendes Dübelgewinde
nachspreizen kann, wenn ein Riss im Boden entsteht.
[0057] Mit Vorteil kann gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel ein Montageset geschaffen
werden, bei dem alle Dübel gleich lang und alle Befestigungselemente gleich lang (und
vorzugsweise auch insgesamt vollständig gleich) ausgebildet sind. Ein entsprechendes
Befestigungselement kann kopffrei oder mit einem derart kleinen Kopf ausgebildet sein,
dass ein Einführen auch des Kopfs in das Durchgangsloch in dem Rahmen ermöglicht ist,
ohne dass dadurch die Befestigung des Befestigungselements am Rahmen durch das in
den Rahmen eingreifende Rahmengewinde beeinträchtigt wird. Das Befestigungselement
(das insbesondere schraubenartig ausgebildet sein kann) kann beliebig tief in den
Rahmen (insbesondere einen Fensterrahmen) gedreht werden, was durch den ausreichend
kleinen Kopf oder eine kopffreie Ausgestaltung ermöglicht werden kann. Die Schraube
kann verschieden tief im Dübel stecken und kann sogar darüber hervorstehen. Für alle
Anwendungsfälle kann ein und dasselbe Montageset verwendet werden.
[0058] Figur 1 zeigt eine Anordnung 150 gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Die Anordnung 150 weist einen als Betonwand ausgebildeten Untergrund 104, ein im Weiteren
näher beschriebenes Montageset 100 aus einem Befestigungselement 110 und einem Dübel
106 und einen hier als Fensterrahmen ausgebildeten Rahmen 102 auf. Wie in Figur 1
dargestellt, ist der Rahmen 102 mittels des Montagesets 100 an dem Untergrund 104
in einem vorgegebenen Abstand D befestigt. Einer äußeren Begrenzungsfläche 156 des
Rahmens 102 liegt dessen innere Begrenzungsfläche 158 gegenüber, die in dem Abstand
D von dem Untergrund 104 angeordnet ist.
[0059] Das in Figur 1 dargestellte Montageset 100 dient also zur Abstandsmontage des Rahmens
102 an dem Untergrund 104 und weist den hier als Kunststoffdübel ausgebildeten Dübel
106 und das hier als schraubenartiger Edelstahlkörper ausgebildete Befestigungselement
110 auf. Wie in Figur 1 dargestellt, ist in dem Untergrund 104 ein Bohrloch 108 gebildet
(insbesondere gebohrt oder in anderer Weise erzeugt). Nachfolgend wird der Dübel 106
zum Beispiel mittels eines Hammers in das Bohrloch 108 - und nur in dieses - eingetrieben.
Mit anderen Worten erstreckt sich der Dübel 106 nicht durch Durchgangsloch 112 in
dem Rahmen 102 hindurch. Dadurch ist die benötigte Länge des Dübels 106 nur durch
die vorgebbare axiale Länge des Bohrlochs 108 bedingt. Es kann also ein einziger Dübel
106 für viele unterschiedlichen Einbausituationen verwendet werden.
[0060] Das Befestigungselement 110 wird bei der Montage durch das hier kreiszylindrische
Durchgangsloch 112 in dem Rahmen 102 durchgeführt und in den in dem Bohrloch 108 eingeführten
Dübel 106 drehend eingeführt. Letzteres erfolgt in der Weise, dass sich ein Rahmengewinde
116 in einem ersten Endabschnitt 114 des Befestigungselements 110 in dem Durchgangsloch
112 in dem Rahmen 102 ein Gegengewinde schneidet, wodurch das Befestigungselement
110 an dem Rahmen 102 befestigt wird. Ferner erfolgt das Setzen des Befestigungselements
110, ohne dass sich ein zweiter Endabschnitt 118 des Befestigungselements 110 in dem
Dübel 106 ein Gewinde schneidet. Dies resultiert aus der besonderen Formgebung eines
im zweiten Endabschnitt 118 gebildeten Dübelgewindes 124 mit geringen Flankenwinkel,
wie nachfolgend beschrieben. Das Befestigungselement 110 verbleibt daher relativ locker
oder lose bzw. ohne strengen Formschluss in dem Dübel 106. Im Falle einer Rissbildung
in dem Untergrund 104 kann die Hülse des Dübels 106 geringfügig erweitert werden,
ohne sich axial zu verschieben. Infolge dieser geringfügigen radialen Erweiterung
wird das Befestigungselement 110 auch geringfügig nach außen gezogen, wobei sich diese
axiale Bewegung aufgrund der flachen Gewindeflanken des Dübelgewindes 124 in eine
radiale Kraft nach außen umsetzt. Als Ergebnis daraus wird die Dübelhülse nachgespreizt.
Aufgrund dieser Ausgestaltung des Dübelgewindes 124 ist das Befestigungselement 110
auch dann zuverlässig verankert, wenn es zu einer Rissbildung im Untergrund 104 kommt.
[0061] Der zuletzt beschriebene Effekt ist in einem Detail 163 von Figur 1 näher dargestellt,
wo die Ausgestaltung eines Teils des zweiten Endabschnitts 118 des Befestigungselements
110 veranschaulicht ist. Wie Detail 163 zeigt, sind die ansteigenden Flanken 183 und
die abfallenden Flanken 181 des Dübelgewindes 124 des Befestigungselements 110 so
ausgebildet, dass ein jeweiliger Flankenwinkel α mit einer Längsachse 161 des Befestigungselements
110 nicht mehr als 30°, vorzugsweise nicht mehr als 25° beträgt. Wie in Detail 163
zu erkennen ist, beträgt der spitze Flankenwinkel α zwischen einer abfallenden Flanke
181 und der Längsachse 161 maximal 30° und beträgt der spitze Flankenwinkel α zwischen
einer ansteigenden Flanke 183 und der Längsachse 161 ebenfalls maximal 30°. Bevorzugt,
aber nicht zwingend sind die beiden genannten Flankenwinkel α, α identisch und ist
das zugehörige Dübelgewinde 124 folglich symmetrisch. Das Dübelgewinde 124 hat also
Gewindegänge, die in einer Seitenansicht bzw. einer Querschnittsansicht die Form eines
abgeflachten Dreiecks haben.
[0062] Der bohrlochaußenseitige erste Endabschnitt 114 des Befestigungselements 110 ist
teils in das Durchgangsloch 112 eingeführt und an einem unteren Ende sogar durch das
Durchgangsloch 112 unterseitig überstehend hindurchgeführt. Der erste Endabschnitt
114 des Befestigungselements 110 ist also so dimensioniert, das heißt hat einen ausreichend
geringen Außendurchmesser d1, um vollständig in das Durchgangsloch 112 eingeführt
werden zu können, ohne an der äußeren Begrenzungsfläche 156 des Rahmens 102 anzuschlagen.
Gleichzeitig ist das Rahmengewinde 116 an einer Mantelfläche des kreiszylindrischen
ersten Endabschnitts 114 des Befestigungselements 110 so dimensioniert und ausgebildet,
dass es in eine das Durchgangsloch 112 begrenzende Mantelfläche des Rahmens 102 halternd
(insbesondere unter Bilden eines Gegengewindes formschlüssig) eingreift. Mit anderen
Worten ist das Befestigungselement 110 an dem Rahmen 102 mittels des Rahmengewindes
116 befestigt. Das Rahmengewinde 116 kann entweder in ein bereits vorhandenes Gegengewinde
in dem Durchgangsloch 112 eingeschraubt werden oder kann selbstfurchend bzw. selbstschneidend
ein Gegengewinde in dem Rahmen 102 erzeugen.
[0063] Darüber hinaus weist das Befestigungselement 110 den einstückig an dem ersten Endabschnitt
114 angeformten zweiten Endabschnitt 118 auf, der ein bohrlochseitiges Ende des Befestigungselements
110 bildet. Der zweite Endabschnitt 118 wird bei der Montage also in den Dübel 106
eingeführt und kann zum Beispiel ein Spreizen von Spreizelementen des Dübels 106 auslösen,
so dass sich die Spreizelemente des Dübels 106 befestigend gegen die Wandung des Untergrunds
104 verpressen, ohne allerdings ein Gewinde im Dübel 106 zu schneiden. Somit fungiert
der zweite Endabschnitt 118 zum Befestigen des Befestigungselements 110 an dem Untergrund
104.
[0064] Gemäß Figur 1 ist das Befestigungselement 110 vollständig durch die äußere Hauptoberfläche
oder Begrenzungsfläche 156 des Dübels 102 hindurchgeführt, so dass der erste Endabschnitt
114 genau teilweise in dem Durchgangsloch 112 und teilweise in einem Abstandsbereich
zwischen Rahmen 102 und Untergrund 104 angeordnet ist. Der zweite Endabschnitt 118
ist teilweise in dem Dübel 106 und zu einem anderen Teil in dem Abstandsbereich zwischen
Rahmen 102 und Untergrund 104 angeordnet. Ein dem Untergrund 104 abgewandter Abschnitt
des Durchgangslochs 112 ist daher von dem Befestigungselement 110 frei. Gemäß Figur
1 ist ein Ende 126 des Befestigungselements 110 an einem innenseitigen Ende 152 eines
Aufnahmelochs des Dübels 106 angeordnet.
[0065] Wie ebenfalls Figur 1 zu entnehmen ist, ist der erste Endabschnitt 114 des Befestigungselements
110 zum vollständigen Einführen in das Durchgangsloch 112 dimensioniert, das heißt
schlägt beim fortgesetzten Einführen nicht außenseitig an die Hauptoberfläche 156
an. Dadurch kann ein Benutzer je nach Einbausituation das Befestigungselement 110
durch Ansetzen eines nicht gezeigten Antriebselements an einen Antrieb 120 in einer
Stirnfläche 154 des Befestigungselements 110 Letzteres bis zu einer gewünschten Tiefe
in den Rahmen 102 und in den Untergrund 104 einführen. Auf diese Weise ist es möglich,
für unterschiedliche Einbausituationen bzw. Einbaugeometrien jeweils ein und dasselbe
Befestigungselement 110 und ein und denselben Dübel 106 zu verwenden, ohne Befestigungselemente
bzw. Dübel unterschiedlicher Längen vorhalten zu müssen.
[0066] Der nur schematisch dargestellte Antrieb 120 kann zum Beispiel ein Längsschlitz,
Kreuzschlitz, Inbus, Torx-Antrieb oder AW-Antrieb sein. Das Antriebswerkzeug kann
zum Beispiel ein Schraubendreher oder Akkuschrauber sein.
[0067] Gemäß Figur 1 ist der erste Endabschnitt 114 als kopffreier Rahmengewindeabschnitt
ausgebildet. Anders ausgedrückt ist der erste Endabschnitt 114 gemäß Figur 1 ein kreiszylindrischer
Schaftabschnitt mit außenseitig angeformtem Rahmengewinde 116. Es ist kein radial
aufgeweiteter Kopf am oberen Ende des Befestigungselements 110 gemäß Figur 1 vorgesehen.
Dies ermöglicht das Einführen des Befestigungselements 110 bis zu einer beliebig wählbaren
Tiefe in Rahmen 102 bzw. Untergrund 104.
[0068] In Figur 1 ist ferner gezeigt, dass auch im zweiten Endabschnitt 118 des Befestigungselements
110 ein Außengewinde vorgesehen ist, das als Dübelgewinde 124 bezeichnet wird. Das
Dübelgewinde 124 kann zum Andrücken an eine Innenwandung des als Kunststoffdübel ausgebildeten
Dübels 106 verwendet werden, ohne sich dort aber ein Gegengewinde zu schneiden. Wie
in Figur 1 dargestellt, hat das Dübelgewinde 124 einen kreiszylindrischen Dübelgewindeabschnitt,
der dem ersten Endabschnitt 114 zugewandt ist, und hat einen sich an den kreiszylindrischen
Dübelgewindeabschnitt endseitig anschließenden verjüngenden Dübelgewindeabschnitt
an einem konisch zulaufenden Ende 126 des zweiten Endabschnitts 118 des Befestigungselements
110. Es hat sich erwiesen, dass das Ausbilden des zweiten Endabschnitts 118 mit einem
Dübelgewindeabschnitt mit ausreichend flachen Gewindegängen eine Nachverspreizung
des Dübels 106 im Falle einer Rissbildung im Untergrund 104 auslöst und dadurch die
Befestigungskraft verbessert.
[0069] Zur Montage der Anordnung 150 wird der Rahmen 102 in einem gewünschten Abstand D
zu dem Untergrund 104 angeordnet, in dem bereits zuvor das Bohrloch 108 gebildet wurde.
Mittels eines Antriebswerkzeugs, das in den Antrieb 120 in der Stirnfläche 154 des
Befestigungselements 110 eingreift, wird eine drehende Setzkraft auf das Befestigungselement
110 ausgeübt. Infolgedessen dringt der zweite Endabschnitt 118 in den Dübel 106 ein,
der zuvor in das Bohrloch 108 eingesetzt wurde. Durch Eindrehen des Befestigungselements
110 wird auch der erste Endabschnitt 114 in das Durchgangsloch 112 des Rahmens 102
eingeführt und bis zu einer gewünschten axialen Position vorwärtsgetrieben. In der
in Figur 1 dargestellten Setzkonfiguration befestigt das Rahmengewinde 116 den ersten
Endabschnitt 114 des Befestigungselements 110 rigide am Rahmen 102 und befestigt das
Dübelgewinde 124 den zweiten Endabschnitt 118 loser am Dübel 106 und daher mittelbar
am Untergrund 104.
[0070] Wie ferner in Figur 1 dargestellt, ist der kreiszylindrische erste Endabschnitt 114
des Befestigungselements 110 mit einem größeren Außendurchmesser d1 ausgebildet als
ein Außendurchmesser d2 des zweiten Endabschnitts 118 im Bereich des kreiszylindrischen
Dübelgewindeabschnitts.
[0071] Eine in
Figur 2 dargestellte Anordnung 150 gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung
unterscheidet sich von dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 zum einen dahingehend,
dass gemäß Figur 2 das Befestigungselement 110 mit einem Kopf 122 versehen ist. Dabei
ist der Kopf 122 am oberen Ende des Befestigungselements 110 angebracht und bildet
daher ein oberes Ende des ersten Endabschnitts 114. Der Kopf 122 und der daran angrenzende
Rahmengewindeabschnitt sind ausgebildet, dass ein Außendurchmesser d3 des Kopfs einen
Außendurchmesser d4 des Rahmengewindes nicht überschreitet. Allerdings kann der Außendurchmesser
d3 des Kopfs 122 größer als ein Kerndurchmesser d5 des ersten Endabschnitts 114 sein.
Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass durch den Kopf 122 als radial aufgeweitetes
Ende des Befestigungselements 110 ein ausreichend großer Antrieb 120 in der Stirnfläche
154 des Befestigungselements 110 ausgebildet werden kann, um ein kraftarmes und zuverlässiges
Eindrehen des Befestigungselements 110 beim Montieren zu ermöglichen. Andererseits
ist durch die beschriebenen Größenverhältnisse auch sichergestellt, dass der Kopf
122 in das Durchgangsloch 112 des Rahmens 102 eingeführt werden kann, ohne dass dadurch
das Ausbilden einer Gewindeverankerung zwischen dem Rahmengewinde 116 und einer umgebenden
Wandung des Rahmens 102 beeinträchtigt wird.
[0072] Eine in
Figur 3 dargestellte Anordnung 150 gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung
unterscheidet sich von der Anordnung 150 gemäß Figur 1 insbesondere dadurch, dass
gemäß Figur 3 das Dübelgewinde 124 weggelassen ist. Stattdessen ist bei dem bevorzugten
Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 der zweite Endabschnitt 118 als gewindefreier glatter
Bolzenabschnitt ausgebildet. Beim Setzen des Befestigungselements 110 gemäß Figur
3 bewirkt das Rahmengewinde 116 wiederum eine Befestigung des Befestigungselements
110 an dem Rahmen 102. Eine gewisse Befestigung des Befestigungselements 110 in dem
Dübel 106 und daher an dem Untergrund 104 wird gemäß Figur 3 dadurch erreicht, dass
bei Eindrehen des Befestigungselements 110 der gewindefreie Bolzenabschnitt des zweiten
Endabschnitts 118 beim Einführen in die Aufnahmeöffnung des Dübels 106 Spreizelemente
des Dübels 106 nach außen hin verschiebt und dadurch gegen die Wandung des Untergrunds
104 verpresst. Dies erfolgt allerdings ebenfalls, ohne dass sich der zweite Endabschnitt
118 des Befestigungselements 110 in dem Dübel 106 ein Gewinde schneidet. Daher bleibt
es bei einer relativ losen bzw. lockeren reibschlüssigen Kopplung zwischen dem ersten
Endabschnitt 114 des Befestigungselements 110 und dem Dübel 106. Es kommt daher nur
zum Ausbilden einer reibschlüssigen Verbindung zwischen dem gewindefreien zweiten
Endabschnitt 118 des Befestigungselements 110 und dem Dübel 106 sowie mittelbar mit
dem Untergrund 104. Gemäß der Ausführungsform von Figur 3 ist nicht nur das Ausbilden
bzw. Walzen eines Dübelgewindes an dem Befestigungselement 110 unter Vereinfachung
des Herstellungsprozesses entbehrlich, sondern es ist auch eine gewisse Ausgleichsbewegung
möglich, wenn zum Beispiel thermische Ausdehnung die geometrischen Verhältnisse der
Anordnung 150 verändert oder sich der Rahmen 102 im Laufe der Zeit mechanisch verändert,
zum Beispiel durch Arbeiten von Holz des Rahmens 102. Außerdem hat sich herausgestellt,
dass die rein reibschlüssige Verbindung zwischen dem gewindefreien zweiten Endabschnitt
118 gemäß Figur 3 ausreicht, um Windkräfte aufzunehmen, wie sie bei Gebäuden auftreten.
[0073] Eine in
Figur 4 dargestellte Anordnung 150 gemäß einem weiteren exemplarischen Ausführungsbeispiel
der Erfindung unterscheidet sich von der in Figur 1 dargestellten Anordnung 1 dadurch,
dass sich gemäß Figur 4 das Ende 126 des zweiten Endabschnitts 118 des Befestigungselements
110 über ein Ende des Dübels 106 hinaus erstreckt. Da dies weder die Befestigung des
Rahmens 102 mittels des ersten Endabschnitts 114 noch die Befestigung des zweiten
Endabschnitts 118 am Dübel 106 und daher mittelbar am Untergrund 104 beeinträchtigt,
zeigt die Ausführungsform gemäß Figur 4 die hohe Flexibilität bei der Verwendung eines
Montagesets 100 für unterschiedliche Einbausituationen.
[0074] Eine in
Figur 5 dargestellte Anordnung 150 gemäß einem weiteren exemplarischen Ausführungsbeispiel
der Erfindung unterscheidet sich von der Anordnung 150 gemäß Figur 1 im Wesentlichen
dadurch, dass gemäß Figur 5 die Stirnfläche 154 des Befestigungselements 110 gegenüber
einer äußeren Hauptfläche 156 des Rahmens ausgerichtet ist bzw. bezüglich dieser fluchtend
ausgebildet ist. Gleichzeitig ist gemäß Figur 5 das Ende 126 nur teilweise in den
Aufnahmehohlraum des Dübels 106 eingeführt, so dass ein befestigungselementfreies
Ende des Aufnahmehohlraums verbleibt. Dies ist zulässig, solange der in den Dübel
106 eingeführte Teilbereich des zweiten Endabschnitts 118 ausreichend lang ist, um
eine ausreichende Verankerung des Befestigungselements 102 in dem Untergrund 104 vermittels
des Dübels 106 zu erreichen. Die Befestigung des Rahmens 102 an dem Befestigungselement
110 mittels des ersten Endabschnitts 114 ist gemäß Figur 5 besonders stabil ausgebildet,
da über die gesamte Axialerstreckung des Durchgangslochs 112 eine Gewindeverbindung
zwischen dem Rahmengewinde 116 und dem Rahmen 102 ermöglicht ist.
[0075] Das Ausführungsbeispiel der Anordnung 150 gemäß
Figur 6 unterscheidet sich von dem der Anordnung 150 gemäß Figur 3 durch das Ausbilden eines
Kopfes 122 in der in Figur 2 dargestellten Weise.
[0076] Wie anhand der Beschreibung der Ausführungsformen von Figur 1 bis Figur 6 für einen
Fachmann ersichtlich, können die unterschiedlichen Merkmale des Montagesets in beliebiger
Weise mittlerweile miteinander kombiniert werden.
[0077] Figur 9 zeigt eine Anordnung 150 gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Die Anordnung 150 weist einen als Wand ausgebildeten Untergrund 104, einen in eine
Laibung 182 des Untergrunds 104 eingesetzten Fensterrahmen 102 und mehrere Montagesets
100 auf. Jedes der Montagesets 100 ist aus einem als Schraube ausgebildeten Befestigungselement
110 und einem Kunststoff-Dübel 106 gebildet, wie oben beschrieben.
[0078] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 9 sind zwei Typen von Montagesets 100 vorgesehen,
nämlich ein erster mit Bezugszeichen 100' ausgebildeter Montagesatz und ein zweiter
mit Bezugszeichen 100" ausgebildeter Montagesatz. Der erste Montagesatz 100' bezieht
sich auf die vertikal gesetzten Befestigungselemente 110 und zugehörigen Dübel 106,
wohingegen sich der zweite Montagesatz 100" auf die horizontal gesetzten Befestigungselemente
110 und zugehörigen Dübel 106 bezieht. Die Befestigungselemente 110 des ersten Montagesatzes
100' können als Schrauben mit Dübelgewinde 124 ausgebildet sein (wie in Figur 1, Figur
2, Figur 4 und Figur 5 dargestellt) oder können als Schrauben mit glattem zweiten
Endabschnitt 118 (d.h. ohne Dübelgewinde 124) ausgebildet sein (wie in Figur 3 und
Figur 6 dargestellt). Im Unterschied hierzu können die Befestigungselemente 100 des
zweiten Montagesatzes 100" bevorzugt als Schrauben mit glattem zweiten Endabschnitt
118 (d.h. ohne Dübelgewinde 124) ausgebildet sein.
[0079] Anschaulich können die Schrauben mit glattem zweiten Endabschnitt 118 zum Aufnehmen
von Windlasten dienen und erlauben eine gewisse Ausgleichsbewegung. Die Schrauben
mit Dübelgewinde 124 können für eine besonders stabile Befestigung sorgen.
[0080] In einem Ausführungsbeispiel ist es auch möglich, dass die Montagesets 100" Befestigungselemente
110 mit glattem zweiten Endabschnitt 118 ohne Dübelgewinde 124 haben und die an der
Unterseite des Fensterrahmens 102 angebrachten Montagesets 100' Befestigungselemente
mit Dübelgewinde 124 aufweisen. Die an der Oberseite des Fensterrahmens 102 angebrachten
Montagesets 100' können Befestigungselemente mit oder ohne Dübelgewinde 124 aufweisen.
[0081] Es ist auch möglich, bei jedem der Montagesets 100, die bei der Montage eines Rahmens
102 an einem Untergrund 104 verwendet werden (beispielsweise in einer Geometrie entsprechend
Figur 9), die Befestigungselemente 110 aller Montagesets 100 ohne Dübelgewinde 124
bzw. mit einem gewindefreien Bolzenabschnitt als glatter zweiter Endabschnitt 118
auszubilden. Bei einer solchen Ausführungsform ist es zum Beispiel möglich, zunächst
die seitlichen bzw. horizontal verlaufenden Befestigungselemente 110 zu setzen und
nachfolgend die vertikal verlaufenden Befestigungselemente 110 zu setzen. Allgemeiner
kann es vorteilhaft sein, bei einer Anordnung mit mehreren Montagesets 100 (zum Beispiel
in der in Figur 9 dargestellten Weise) mindestens ein Befestigungselement 110 von
mindestens einem Montageset 100 ohne Dübelgewinde 124 und mit einem dübelfreien Bolzen
als zweitem Endabschnitt 118 auszugestalten.
[0082] Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass "aufweisend" keine anderen Elemente oder Schritte
ausschließt und "eine" oder "ein" keine Vielzahl ausschließt. Ferner sei darauf hingewiesen,
dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele
beschrieben worden sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten
anderer oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen
in den Ansprüchen sind nicht als Einschränkung anzusehen.
1. Montageset (100) zum Montieren eines Rahmens (102) an einem Untergrund (104), wobei
das Montageset (100) aufweist:
einen Dübel (106) zum Einbringen in ein Bohrloch (108) in dem Untergrund (104); und
ein Befestigungselement (110) zum Durchführen durch ein Durchgangsloch (112) in dem
Rahmen (102) und zum Einführen in den Dübel (106) in dem Bohrloch (108);
wobei ein erster Endabschnitt (114) des Befestigungselements (110) zum Einführen in
das Durchgangsloch (112) dimensioniert ist und ein Rahmengewinde (116) zum haltenden
Eingreifen in den Rahmen (102) aufweist;
wobei ein dem ersten Endabschnitt (114) gegenüberliegender zweiter Endabschnitt (118)
des Befestigungselements (110) zum Einführen in den Dübel (106) zum Befestigen des
Befestigungselements (110) mittels des Dübels (106) an dem Untergrund (104) ausgebildet
ist, ohne dass sich der zweite Endabschnitt (118) des Befestigungselements (110) in
dem Dübel (106) ein Gewinde schneidet.
2. Montageset (100) gemäß Anspruch 1, wobei der zum Einführen in den Dübel (106) ausgebildete
zweite Endabschnitt (118) des Befestigungselements (110) gewindefrei, insbesondere
mit glatter Außenfläche, ausgebildet ist.
3. Montageset (100) gemäß Anspruch 1, wobei der zum Einführen in den Dübel (106) ausgebildete
zweite Endabschnitt (118) des Befestigungselements (110) mit einem nichtschneidenden
Dübelgewinde (124) zum Eingreifen in den Dübel (106) ausgebildet ist.
4. Montageset (100) gemäß Anspruch 3, wobei das Dübelgewinde (124) Gewindegänge aufweist,
deren Flanken (181, 183) mit einer Längsachse (161) des Befestigungselements (110)
einen Winkel (α) von nicht mehr als 30°, insbesondere von nicht mehr als 25°, einschließen.
5. Montageset (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der erste Endabschnitt (114)
des Befestigungselements (110) zum vollständigen und gewindeschneidenden Einführen
in ein, insbesondere kreiszylindrisches, Durchgangsloch (112) dimensioniert und geformt
ist.
6. Montageset (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei in einer Stirnfläche des
ersten Endabschnitts (114) des Befestigungselements (110) ein Antrieb (120) zum Drehantreiben
des Befestigungselements (110) ausgebildet ist.
7. Montageset (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der erste Endabschnitt (114)
des Befestigungselements (110) als kopffreier Rahmengewindeabschnitt ausgebildet ist.
8. Montageset (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der erste Endabschnitt (114)
des Befestigungselements (110) mit einem Kopf (122) und einem daran angrenzenden Rahmengewindeabschnitt
ausgebildet ist, wobei ein Außendurchmesser (d3) des Kopfs (122) einen Außendurchmesser
(d4) des Rahmengewindes (116) nicht überschreitet.
9. Montageset (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei ein Außendurchmesser (l3)
des ersten Endabschnitts (114) des Befestigungselements (110) größer ist als ein Außendurchmesser
(l4) des zweiten Endabschnitts (118) des Befestigungselements (110).
10. Anordnung (150), aufweisend:
einen Untergrund (104);
ein Montageset (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9; und
einen Rahmen (102);
wobei der Rahmen (102) mittels des Montagesets (100) an dem Untergrund (104) befestigt
ist.
11. Anordnung (150) gemäß Anspruch 10, mit zumindest einem der folgenden Merkmale:
wobei ein dem Untergrund (104) abgewandter Abschnitt des Durchgangslochs (112) von
dem Befestigungselement (110) frei ist;
wobei eine Stirnfläche des ersten Endabschnitts (114) des Befestigungselements (110)
mit einer dem Untergrund (104) abgewandten Begrenzungsfläche (156) des Rahmens (102)
fluchtet;
wobei ein bohrlochinnenseitiges Ende (126) des Befestigungselements (110) gegenüber
einem bohrlochinnenseitigen Ende (152) eines Aufnahmelochs des Dübels (106) in bohrlochaußenseitiger
Richtung zurückversetzt ist oder über den Dübel (106) in Setzrichtung hinaussteht;
wobei der Rahmen (102) in einem Abstand (D) von dem Untergrund (104) beabstandet montiert
ist;
wobei der Dübel (106) nur in das Bohrloch (108) und nicht in das Durchgangsloch (112)
eingeführt ist;
wobei der Rahmen (102) ein Fensterrahmen oder ein Türrahmen ist.
12. Verfahren zum Montieren eines Rahmens (102) an einem Untergrund (104), wobei das Verfahren
aufweist:
Einbringen eines Dübels (106) in ein Bohrloch (108) in dem Untergrund (104) ;
Durchführen eines Befestigungselements (110) durch ein Durchgangsloch (112) in dem
Rahmen (102) und Einführen in den Dübel (106) in dem Bohrloch (108) ;
Einführen eines ersten Endabschnitts (114) des Befestigungselements (110) in das Durchgangsloch
(112) derart, dass ein Rahmengewinde (116) an dem ersten Endabschnitt (114) in den
Rahmen (102) eingreift und den Rahmen (102) hält; und
Einführen eines dem ersten Endabschnitt (114) gegenüberliegenden zweiten Endabschnitts
(118) des Befestigungselements (110) in den Dübel (106) zum Befestigen des Befestigungselements
(110) mittels des Dübels (106) an dem Untergrund (104), ohne dass sich der zweite
Endabschnitt (118) des Befestigungselements (110) in dem Dübel (106) ein Gewinde schneidet.
13. Verfahren gemäß Anspruch 12, mit zumindest einem der folgenden Merkmale:
wobei das Verfahren ein vollständiges Einführen des ersten Endabschnitts (114) des
Befestigungselements (110) in das Durchgangsloch (112) derart aufweist, dass eine
außenseitige Stirnfläche (154) des Befestigungselements (110) außenseitig nicht über
eine dem Untergrund (104) abgewandte Hauptfläche (156) des Rahmens (102) hervorsteht;
wobei das Verfahren ein vollständiges Einführen des ersten Endabschnitts (114) des
Befestigungselements (110) in das Durchgangsloch (112) derart aufweist, dass eine
außenseitige Stirnfläche (154) des Befestigungselements (110) im Inneren des Durchgangslochs
(112) des Rahmens (102) angeordnet wird;
wobei das Verfahren ein vollständiges Einführen des ersten Endabschnitts (114) des
Befestigungselements (110) in das Durchgangsloch (112) derart aufweist, dass eine
außenseitige Stirnfläche (154) des Befestigungselements (110) mit einer dem Untergrund
(104) abgewandten äußeren Begrenzungsfläche (156) des Rahmens (102) fluchtet;
wobei das Verfahren ein Einführen des ersten Endabschnitts (114) des Befestigungselements
(110) in das Durchgangsloch (112) derart aufweist, dass das Rahmengewinde (116) zu
einem ersten Teil in den Rahmen (102) eingreift und zu einem zweiten Teil gegenüber
einer dem Untergrund (104) zugewandten Hauptfläche (158) des Rahmens (102) in Richtung
Untergrund (104) hervorsteht;
wobei das Verfahren ein Einführen des zweiten Endabschnitts (118) des Befestigungselements
(110) in den Dübel (106) derart aufweist, dass ein freies Ende (126) des zweiten Endabschnitts
(118) bis zu einem Ende einer Einführöffnung des Dübels (106) reicht;
wobei das Verfahren ein Einführen des zweiten Endabschnitts (118) des Befestigungselements
(110) in den Dübel (106) derart aufweist, dass ein freies Ende (126) des zweiten Endabschnitts
(118) gegenüber einem Ende einer Einführöffnung des Dübels (106) derart zurückversetzt
ist, dass ein Teil der Einführöffnung des Dübels (106) von den Befestigungselement
(110) frei bleibt;
wobei das Verfahren ein Einführen des zweiten Endabschnitts (118) des Befestigungselements
(110) in den Dübel (106) derart aufweist, dass ein freies Ende (126) des zweiten Endabschnitts
(118) durch ein Ende einer Einführöffnung des Dübels (106) austritt und in Setzrichtung
im Vergleich zu dem Dübel (106) tiefer in das Bohrloch (108) hervorsteht;
wobei das Verfahren ein Einführen des zweiten Endabschnitts (118) des Befestigungselements
(110) in den Dübel (106) unter Verspreizung des Dübels (106) gegen eine Wandung des
Untergrunds (104) aufweist;
wobei das Verfahren ein Einführen des mit einem Dübelgewinde (124) versehenen zweiten
Endabschnitts (118) des Befestigungselements (110) in den Dübel (106) aufweist, ohne
dass dadurch ein Gegengewinde in dem Dübel (106) geschnitten wird, wobei das Verfahren
bei einer Rissbildung in dem Untergrund (104) vorzugsweise ein Nachspreizen des Dübels
(106) mittels des Dübelgewindes (124) aufweist;
wobei das Verfahren ein reibschlüssiges Einführen eines gewindefreien, insbesondere
glatten, zweiten Endabschnitts (118) des Befestigungselements (110) in den Dübel (106)
aufweist.
14. Verwendung mehrerer identischer Montagesets (100) gemäß einem der Ansprüche 1 bis
9 zum Montieren von jedem von einer Mehrzahl von Rahmen (102) an einem jeweiligen
Untergrund (104) mit unterschiedlichen Setztiefen des jeweiligen Befestigungselements
(110) in dem jeweiligen Rahmen (102) und/oder mit unterschiedlichen Abständen (D)
des jeweiligen Rahmens (102) von dem jeweiligen Untergrund (104) und/oder mit unterschiedlichen
Eindringtiefen des jeweiligen Befestigungselements (110) in dem jeweiligen Dübel (106).