| (19) |
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(11) |
EP 3 702 710 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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15.01.2025 Patentblatt 2025/03 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.11.2021 Patentblatt 2021/45 |
| (22) |
Anmeldetag: 12.02.2020 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (54) |
TROCKNUNGSBEHÄLTER UND VERFAHREN ZUR TROCKNUNG VON KUNSTSTOFFGRANULAT
DRYING CONTAINER AND METHOD FOR DRYING PLASTIC GRANULATE
RÉCIPIENT DE SÉCHAGE ET PROCÉDÉ DE SÉCHAGE DE GRANULÉS EN MATIÈRE PLASTIQUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
27.02.2019 EP 19159624
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.09.2020 Patentblatt 2020/36 |
| (73) |
Patentinhaber: Wenz Kunststoff GmbH & Co. KG |
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58511 Lüdenscheid (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Weller, Karsten
58509 Lüdenscheid (DE)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte Dörner & Kötter PartG mbB |
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Körnerstrasse 27 58095 Hagen 58095 Hagen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 041 941 DE-U1- 202017 107 185 US-A- 5 915 814
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EP-A2- 2 886 984 US-A- 4 974 336 US-A1- 2018 124 994
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- DATABASE WPI Week 201844, Derwent World Patents Index; AN 2018-513619
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[0001] Die Erfindung betrifft einen Trocknungsbehälter zur Trocknung von Kunststoffgranulat
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren
zur Trocknung von Kunststoffgranulat nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 11.
[0002] Vor der Verarbeitung von Kunststoffgranulat ist es zwingend erforderlich, dieses
zu trocknen. Dieses betrifft insbesondere hygroskopische Kunststoffe, wie beispielsweise
PA oder PBT, welche Wassermoleküle vergleichbar einem Schwamm speichern. Durch Feuchtigkeit
des eingesetzten Kunststoffgranulates werden minderwertige Formteile verursacht, welche
den gestellten Anforderungen nicht entsprechen. Typische Fehlerbilder reichen von
den so genannten Feuchtigkeitsschlieren bis hin zu einem Molekularkettenabbau mit
entsprechendem Festigkeitsverlust.
[0003] Zum Trocknen von Kunststoffgranulaten kommen unterschiedliche Trocknungsverfahren
zum Einsatz. Bei Trockenlufttrocknern erfolgt die Trockenlufterzeugung in einer Luft-Trockenpatrone
im Trockner. Die zu entfeuchtende Luft wird in der Trockenpatrone an einem so genannten
Molekularsieb vorbeigeströmt, welches das in der Luft enthaltene Wasser aufnimmt.
Das Molekularsieb besteht aus einem porösen Granulat (beispielsweise einem Silikatgel),
welches eine hohe Aufnahmefähigkeit von Wasser besitzt. Ein solcher Adsorbtionstrockner
ist beispielsweise in der
DE 20 2017 107 185 U1 beschrieben. Hierbei ist ein Trocknungsbehälter angeordnet, der das zu trocknende
Kunststoffgranulat enthält und der einen oberen zylindrischen Teil aufweist, an den
sich ein unterer trichterförmiger Teil anschließt. Die Trocknungsluft wird über einen
mittig in den Trocknungsbehälter angeordneten Diffusorkegel dem Kunststoffgranulat
zugeführt. Dieses sogenannte Adsorbtionsverfahren erweist sich als sehr energieintensiv,
da zur jeweils erforderlichen Reaktivierung des Molekularsiebes eine Erhitzung auf
250°C bis 350°C erforderlich ist.
[0004] In der
EP 0 041 941 A2 ist weiterhin ein Kühlbunker sowie ein Verfahren zur Regelung der Durchströmung eines
Kühlbunkers beschrieben, wobei als weiterer Verwendungszweck allgemein die Verwendung
bei Trocknungsanlagen genannt ist, nicht jedoch die Verwendung zur Trocknung von Kunststoffgranulat.
[0005] Aufgrund des einfachen Aufbaus werden zur Trocknung von Kunststoffgranulat unter
anderem auch Drucklufttrockner eingesetzt. Dabei wird an einen regelmäßig vorhandenen
Druckluftanschluss ein Ventil zur Druck- und Durchflussmengenreduzierung angeschlossen,
an das sich eine Prozessheizung anschließt, welche Luft auf Trocknungstemperatur erwärmt,
bevor sie den Materialbehälter durchströmt. Dabei macht man sich folgenden Effekt
zunutze: Mit steigendem Druck nimmt die Aufnahmefähigkeit der Luft für Wasser ab.
Bei der Verdichtung von Luft wird bereits ein Großteil des Wassers abgeschieden. Wird
diese verdichtete Luft auf den Umgebungsdruck entspannt, hat die entspannte Luft einen
Taupunkt von ca. -25°C. Dabei ist der Taupunkt die Temperatur, bei der die in der
Luft gebundene Feuchtigkeit an einem Objekt kondensiert. Je niedriger der Taupunkt
der Luft, desto höher ist ihre Wasseraufnahmekapazität.
[0006] Der Einsatz der vorstehenden Vorrichtungen zur Trocknung von Kunststoffgranulat hat
sich in der Praxis bewährt. Vor dem Hintergrund des erheblichen Energiebedarfs der
vorbekannten Trocknungsvorrichtungen liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die
Effizienz solcher Trocknungsvorrichtungen zu erhöhen. Gemäß der Erfindung wird diese
Aufgabe durch einen Trocknungsbehälter mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0007] Mit der Erfindung ist ein Trocknungsbehälter zur Trocknung von Kunststoffgranulat
bereitgestellt, dessen Effizienz erhöht ist. Überraschend hat sich gezeigt, dass die
Austragsmenge des in dem Kunststoffgranulat befindlichen Wassers durch das in den
Trocknungsbehälter eingebrachte Trocknungsgas signifikant erhöht wird, wenn das Trocknungsgas
nicht, wie im Stand der Technik bekannt, zentral über einen Diffusorkegel, sondern
vielmehr von außen nach innen durch einen zumindest bereichsweise radial umlaufend
an der Behälterinnenwand angeordneten, zur Behältermittelachse hin kragenden Gasleitkanal
eingebracht wird, der einen geschlossenen, ring- oder teilringförmigen Raum begrenzt,
der mit wenigstens einer Auslassöffnung versehen ist, welche wenigstens eine Auslassöffnung
zur Entnahmeöffnung hin gerichtet ist. Durch die Ausrichtung der Auslassöffnungen
zur Entnahmeöffnung hin wird das Trocknungsgas, vorzugsweise vorgewärmte entspannte
Pressluft oder durch einen Adsorbtionstrockner getrocknete Luft, umlaufend von außen
nach innen in den unteren Bereich des in dem Behälter befindlichen Kunststoffgranulats
eingebracht, von wo es langsam flächig durch das Granulat nach oben steigt und hierbei
über einen längeren Zeitraum Feuchtigkeit von den Granulatpartikeln aufnimmt, die
es umströmt. Hierdurch ist eine erhöhte Feuchtigkeitsabführung aus dem Granulat erzielt.
Durch die zur Entnahmeöffnung hin, nach unten gerichteten Auslassöffnungen ist weiterhin
eine Verstopfung der Auslassöffnungen durch eindringende Granulatpartikel vermieden.
[0008] Alle vorhandenen Gaseinlässe sind an der Behälterwand angeordnet. Insbesondere ist
kein zentraler Innenkörper wie bspw. ein Diffusorkegel zur Einleitung von Trocknungsgas
vorhanden. Hierdurch ist der Trocknungsprozess optimiert. Es hat sich gezeigt, dass
durch derartige im Stand der Technik bekannte zentrale Innenkörper Schattenbereiche
gebildet sind, in denen nur eine verminderte Durchströmung mit aufsteigendem Trockengas
stattfindet.
[0009] Als Trocknungsgas kann auch ein unter Druck komprimiertes Inertgas wie beispielsweise
Stickstoff zum Einsatz kommen, das nach Entspannung ebenfalls eine erhöhte Wasseraufnahmekapazität
aufweist. Hierdurch ist auch die Trocknung von oxidationsfreudigem Kunststoffgranulat
ermöglicht, das bei Trocknung mittels Pressluft gemäß dem Stand der Technik mit dem
Sauerstoff reagieren, im Extremfall sich sogar entzünden könnte.
[0010] Trocknungsbehälter weisen üblicherweise eine hohlzylindrische oder auch hohlquaderförmige
Behälterwand auf, die in eine Trichterform übergeht. Hiervon abweichend kann der Trocknungsbehälter
auch in sonstiger Weise hohlprismaförmig ausgebildet sein. Unter einem Hohlprisma
ist vorliegend ein geometrischer Hohlkörper zu verstehen, der durch Parallelverschiebung
eines ebenen Vielecks entlang einer orthogonal zu diesem angeordneten Geraden gebildet
ist.
[0011] In Weiterbildung der Erfindung ist der Gasleitkanal zumindest teilweise, bevorzugt
vollständig an dem zweiten Abschnitt der Behälterwand angeordnet. Hierdurch ist eine
maximale Durchströmung des Kunststoffmaterials mit Trocknungsgas erzielt. Bevorzugt
ist die wenigstens eine Auslassöffnung in einem Winkel von zwischen 10° und 100°,
bevorzugt zwischen 30° und 70°, besonders bevorzugt zwischen 40° und 50° Grad zu einer
orthogonal zur Behältermittelachse verlaufenden Ebene ausgerichtet.
[0012] In Ausgestaltung der Erfindung ist die wenigstens eine Auslassöffnung in Form eines
Langlochs oder eines Spaltes ausgebildet. Hierdurch ist ein gebündelter, schmaler
Gasstrahl erzielt, wodurch eine gleichmäßige Durchflutung des Granulatmaterials unter
Vermeidung von Verwirbelungen unterstützt ist.
[0013] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist der Gasleitkanal einen radial zur Mittelachse
des Trocknungsbehälters gerichteten Vorsprung auf, in dem die Auslassöffnungen angeordnet
sind. Hierdurch ist einem Eindringen von Granulatpartikeln weiter entgegengewirkt.
[0014] Axial beabstandet zu dem Gasleitkanal auf dessen der Entnahmeöffnung entgegengesetzten
Seite in dem ersten Abschnitt ein durch die Behälterwand geführter zweiter Gaseinlass
angeordnet, der mit einer zweiten Trocknungsgasquelle verbunden ist, die eine Anordnung
mit einer Heizung und einem Gebläse umfasst. Hierdurch ist die Zuführung von vorgewärmten
Gas in einem oberen Bereich des Behälters ermöglicht, durch das dem durch die Durchströmung
des Granulats abgekühlten Trocknungsgas Wärmeenergie zugeführt wird, wodurch die Aufnahmekapazität
des in dem Trocknungsbehälter befindlichen Trocknungsgases für die weitere Durchflutung
des Kunststoffgranulats erhöht wird. Zudem wird durch das erwärmte Trocknungsgas der
zweiten Trocknungsluftquelle in dem Kunststoffgranulat befindliches Wasser in die
Gasphase überführt, wodurch dieses von dem Trocknungsgas besser aufgenommen wird.
Hierdurch ist der Sättigungsgrad des eingebrachten Trocknungsgases erhöht, wodurch
eine Reduzierung des für den Trocknungsprozess erforderlichen Volumens an Trocknungsgas
erzielt ist.
[0015] Bevorzugt ist die zweite Trocknungsgasquelle eine Umgebungsluftquelle. Durch die
Zuführung erwärmter Umgebungsluft, die eine zusätzliche, wenn auch gegenüber dem Trocknungsgas
geringere Aufnahmekapazität aufweist, ist der Trocknungsprozess weiter unterstützt.
Alternativ kann die zweite Trocknungsgasquelle auch eine weitere Trocknungsluftquelle
sein, die bevorzugt durch einen Adsorbtionstrockner gebildet ist, dem entweder Umgebungsluft
oder aus dem Trocknungsbehälter entnommene, weitgehend gesättigte Luft zugeführt wird.
Weiterhin kann die zweite Trocknungsgasquelle auch eine Inertgasquelle, beispielsweise
eine Stickstoffquelle sein.
[0016] In Weiterbildung der Erfindung ist der zweite Gaseinlass im Bereich der der Entnahmeöffnung
zugewandten, unteren Hälfte, bevorzugt im Bereich des unteren Drittels des ersten
Abschnitts der Behälterwand angeordnet.
[0017] In Ausgestaltung der Erfindung mündet der zweite Gaseinlass in einem zweiten, zumindest
bereichsweise radial umlaufend an der Behälterinnenwand angeordneten, zur Behältermittelachse
hin kragenden Gasleitkanal, der wenigstens eine Auslassöffnung aufweist, die bevorzugt
in Form eines Langlochs oder eines Spaltes ausgebildet ist und zur Entnahmeöffnung
hin gerichtet ist.
[0018] In Ausgestaltung der Erfindung ist in dem Behälter, bevorzugt an der Behälterwand,
wenigstens ein Thermosensor und/oder wenigstens ein Taupunktsensor angeordnet, der
mit einer Steuer- und Regeleinrichtung verbunden ist, über die der Volumenstrom wenigstens
einer der Trocknungsgasquellen steuerbar ist, wobei die Steuer- und Regeleinrichtung
mit einem in der Zuleitung zwischen Trocknungsgasquelle und Trocknungsbehälter angeordneten
Ventil und/oder Gebläse verbunden ist. Hierdurch ist eine bedarfsgerechte Zuführung
von Trocknungsgas der ersten und/oder der zweiten Trocknungsgasquelle ermöglicht,
wodurch die Energieeffizienz des Trocknungsprozesses erhöht ist. Hierbei ist insbesondere
die Energieeinsparung beachtlich, die durch eine Reduzierung von in dem Trocknungsbehälter
eingebrachten, entspannten Druckgas, beispielsweise Pressluft erzielt ist.
[0019] Der Erfindung liegt weiterhin die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Trocknung von
Kunststoffgranulat bereitzustellen, das einen effizienten Austrag von Wasser aus dem
Kunststoffgranulat ermöglicht. Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe durch ein Verfahren
mit den Merkmalen des Patentanspruchs 11 gelöst.
[0020] Mit der Erfindung ist ein Verfahren zur Trocknung von Kunststoffgranulat bereitgestellt,
das einen effizienten Austrag von Wasser aus dem Kunststoffgranulat ermöglicht. Dadurch,
dass dem Kunststoffgranulat über einen seitlich an der Behälterwand angeordneten ersten
Gaseinlass über wenigstens eine Auslassöffnung eines radial zumindest bereichsweise
umlaufend angeordneten Gasleitkanals ein entspannter, im Wesentlichen in Gravitationsrichtung
gerichteter Trocknungsgasvolumenstrom zugeführt wird, wobei beabstandet zu dem ersten
Gaseinlass auf dessen der Entnahmeöffnung des Trocknungsbehälters abgewandten Seite
über einen zweiten an der Behälterwand angeordneten Gaseinlass dem Kunststoffgranulat
ein weiterer erwärmter Trocknungsgasvolumenstrom, in Form eines über ein Gebläse eingebrachten
erwärmten Umgebungsluftstroms oder auch eines erwärmten Inertgasstroms zugeführt wird,
ist die Feuchtigkeitsaufnahme des im Trocknungsbehälter befindlichen Trocknungsgases
erhöht, wodurch die Effizienz des Trocknungsprozesses verbessert ist. Durch die Zuführung
von erwärmten Trocknungsgas, insbesondere Umgebungsluft wird dem in dem Trocknungsbehälter
befindlichen, durch die Durchströmung durch Kunststoffgranulat abgekühlten Trocknungsgas
Wärmeenergie zugeführt, wodurch dessen Feuchtigkeitsaufnahmekapazität erhöht ist.
Zudem wird durch das erwärmte Trocknungsgas, insbesondere Umgebungsluft in dem Kunststoffgranulat
befindliches Wasser in die Gasphase überführt, wodurch dieses von dem Trocknungsgas
besser aufgenommen wird. Der Sättigungsgrad des durch den ersten Gaseinlass eingebrachten
Trocknungsgases ist hierdurch erhöht, wodurch das für den Trocknungsprozess erforderliche
Volumen an Trocknungsgas, wie beispielsweise kostenintensiver Pressluft oder auch
einem sonstigen Druckgas, reduziert ist.
[0021] In Weiterbildung der Erfindung wird die Temperatur und/oder der Taupunkt in dem Trocknungsbehälter
durch wenigstens einen Sensor erfasst und auf Basis der erfassten Messwerte erfolgt
eine Steuerung des ersten und/oder des zweiten Trocknungsgasstroms. Hierdurch wird
dem Kunststoffgranulat lediglich ein auf den tatsächlichen Bedarf abgestimmtes Volumen
an Trocknungsgas zugeführt. Bevorzugt ist der erste Trocknungsgasvolumenstrom aus
expandiertem Druckgas wie beispielsweise Pressluft oder aus durch einen Adsorbtionstrockner
getrockneter Umgebungsluft gebildet.
[0022] Andere Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den übrigen Unteransprüchen
angegeben. Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Figuren dargestellt und
werden nachfolgend im Einzelnen beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- die schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Trocknung von Kunststoffgranulat;
- Figur 2
- die schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Trocknung von Kunststoffgranulat
in einer weiteren Ausführungsform und
- Figur 3
- die schematische Detaildarstellung des Gasleitkanals eines Trock-nungsbehälters einer
dritten Ausführungsform.
[0023] Die als Ausführungsbeispiel gewählte Vorrichtung zur Trocknung von Kunststoffgranulat
gemäß Figur 1 besteht im Wesentlichen aus einem Trocknungsbehälter 1, der mit einer
Trocknungsgasquelle 5 verbunden ist. Der Trocknungsbehälter 1 umfasst einen hohlzylindrischen
ersten Abschnitt 11, an den sich ein trichterförmiger zweiter Abschnitt 12 anschließt,
der endseitig eine Entnahmeöffnung 13 aufweist. In dem zylindrischen Abschnitt 11
ist ein erster Gasleitkanal 2 angeordnet, der im Wesentlichen durch eine parallel
zur Behälterwand 10 angeordnete zylindrische Innenwand 21 sowie zwei parallel zueinander
angeordnete Deckwände 22 begrenzt ist, die mit der Behälterwand einen im Wesentlichen
rechteckigen Querschnitt ausbilden. Der erste Gasleitkanal 2 weist einen Gasauslass
23 auf, der in Form eines ringförmigen Spaltes gebildet ist und der durch ein Gasleitblech
24 begrenzt ist. Das Gasleitblech 24 ist derart winklig angestellt, dass der Gasauslass
23 in Richtung der Entnahmeöffnung gerichtet ist. Im Ausführungsbeispiel ist das Gasleitblech
24 in einem Anstellwinkel von α = 45° zu einer orthogonal zur Behältermittelachse
verlaufenden Ebene E
1 angestellt.
[0024] In dem trichterförmigen zweiten Abschnitt 12 des Trocknungsbehälters 2 ist ein zweiter
Gasleitkanal 3 angeordnet. Der Gasleitkanal 3 ist im Wesentlichen durch eine parallel
zur Trocknungsbehälterwand angeordnete trichterförmige Innenwand 31 gebildet, die
über zwei parallel zueinander angeordnete Deckwände 32 mit der Behälterwand verbunden
ist, wodurch ein Querschnitt in Form eines Parallelo-gramms gebildet ist. Der zweite
Gasleitkanal 3 weist einen Gasauslass 33 auf, der in Form eines ringförmigen Spaltes
gebildet ist und durch ein Gasleitblech 34 begrenzt ist. Das Gasleitblech 34 ist derart
winklig angestellt, dass der Gasauslass 33 in Richtung der Entnahmeöffnung gerichtet
ist. Im Ausführungsbeispiel ist das Gasleitblech 34 in einem Anstellwinkel von β =
45° zu einer orthogonal zur Behältermittelachse verlaufenden Ebene E
2 angestellt. Die Gasauslässe 23, 33 sind zur Vermeidung von Verstopfungen durch eindringendes
Granulat jeweils mit einem - nicht dargestellten - Gitter versehen.
[0025] Der erste Gasleitkanal 2 ist mit einer Umgebungsluftquelle 5 verbunden, die aus einem
Gebläse 51 sowie einer dieser nachgeschalteten Heizung 52 gebildet ist. Der zweite
Gasleitkanal 3 ist mit einer Trocknungsgasquelle 6 verbunden, die eine Druckluftquelle
61 umfasst, der wiederum eine Heizung 62 nachgeschaltet ist, mit der sie über ein
Expansionsventil 63 verbunden ist.
[0026] An der Behälterwand 10 sind ein Taupunktsensor 14 und ein Thermosensor 15 angeordnet,
die mit einer Steuer- und Regeleinrichtung 8 verbunden sind, die eingerichtet ist,
Temperatur- und Taupunkt in dem Trocknungsbehälter auf Basis der von den Sensoren
14, 15 ermittelten Messwerte auf hinterlegte Vorgabewerte einzuregeln. Hierzu ist
die Steuer- und Regeleinrichtung 8 zur Steuerung des Volumenstroms der Umgebungsluftquelle
5 mit dem Gebläse 51 und zur Steuerung des Volumenstroms der Pressluftquelle 6 mit
dem Expansionsventil 63 verbunden.
[0027] Im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 ist im Gegensatz zu der Ausführung gemäß Figur
1 der erste Gasleitkanal 2 mit dem Auslass eines Adsorbtionstrockner s 7 verbunden.
Der Adsorbtionstrockner 7 umfasst im Wesentlichen eine ein Molekularsieb enthaltene
Trockenpatrone 71, die über eine erste Leitung 72 mit einem Gebläse 73 sowie einer
diesem nachgeschalteten Heizung 74 verbunden ist. Anstelle erwärmter Umgebungsluft
wird die in dem Trocknungsbehälter 1 eingebrachte expandierte Pressluft über die erste
Leitung 72 durch die Trockenpatrone 71 im Kreislauf geführt. Weiterhin ist durch die
Trockenpatrone 71 eine zweite Leitung 75 geführt, durch die zur Regeneration der Trockenpatrone
71 mittels eines Gebläses 73 mit nachgeschalteter Heizung 74 erhitzte Umgebungsluft
durchgeführt wird.
[0028] In Figur 3 ist ein unterer Abschnitt einer weiteren Ausführungsform eines Trocknungsbehälters
1 in einer Detaildarstellung gezeigt. In diesem Ausführungsbeispiel weist der Trocknungsbehälter
1 einen zweiten Gasleitkanal 4 auf, der im Übergang zwischen dem zylindrischen ersten
Abschnitt 11 und dem trichterförmigen zweiten Abschnitt 12 angeordnet ist. In den
Trocknungsbehälter 1 ist ein rohrförmiges Zylinderblech 41 eingebracht, das im Bereich
des trichterförmigen zweiten Abschnitts 12 auf der Behälterwand 10 aufliegt und mit
dieser verbunden ist. Der Außendurchmesser des Zylinderblechs 41 ist kleiner, als
der Innendurchmesser der Behälterwand 10 des zylindrischen ersten Abschnitts 11. An
das Zylinderblech 41 schließt sich ein kegelstumpfförmiges Trichterblech 42 an, das
über einen Versatzring 43 mit dem Zylinderblech 41 verbunden ist. Der Versatzring
ist radial umlaufend mit langlochförmigen Auslassöffnungen 44 versehen Das dem Versatzring
43 gegenüberliegende, durchmessererweiterte Ende des Trichterblechs 42 liegt an der
Innenwand des zylindrischen ersten Abschnitts 11 des Trocknungsbehälters 1 an und
ist mit diesem verbunden. Der Gasleitkanal 4 ist einerseits begrenzt durch die Behälterwand
10 und andererseits durch eine durch das Zylinderblech 41 und das Trichterblech 42
gebildete Innenwand. Zum Anschluss des Gasleitkanals 4 an einer Trocknungsgasquelle
ist an dem Trocknungsbehälter 1 ein Anschluss 45 befestigt, der die Innenwand 10 im
Bereich des Gasleitkanals 4 durchdringt.
[0029] Wird ein derartig ausgebildeter, mit Kunststoffgranulat befüllter Trocknungsbehälter
1 über den Anschluss 45 mit Trocknungsgas, beispielweise mit entspannter und erwärmter
Pressluft beaufschlagt, so wird der ringförmig ausgebildete Gasleitkanal 4 mit Trocknungsluft
geflutet. Die Trocknungsluft strömt sodann über die Auslassöffnungen 44 des Versatzrings
43 im Wesentlichen in Gravitationsrichtung, also vertikal nach unten in Richtung der
Entnahmeöffnung 13 in das Kunststoffgranulat, wobei sie sich radial nach innen das
Kunststoffgranulat durchströmend ausbreitet. Durch den Auftriebseffekt steigt die
erhitzte Trocknungsluft sodann durch das Kunststoffgranulat nach oben. Über den nach
Verlassen der Auslassöffnungen 44 des Versatzrings 43 durch das Kunststoffgranulat
zurückgelegten Strömungsweg wird dem Kunststoffgranulat von der dieses umströmenden
Trocknungsluft eine Wassermenge entzogen, die - wie sich überraschend gezeigt hat
- signifikant größer ist, als bei Trocknungsbehältern des Standes der Technik mit
zentraler, mittiger Trockenluftzufuhr.
[0030] Beim Durchströmen des Kunststoffgranulats gibt das Trocknungsgas Wärme an das Granulat
ab, wodurch das Trocknungsgas zunehmend abkühlt. Durch den oberhalb des ersten Gasleitkanals
angeordneten - in Figur 3 nicht dargestellten - zweiten Gasleitkanal wird dem Kunststoffgranulat
über das Gebläse 51 erwärmte Umgebungsluft zugeführt. Durch diese erwärmte Umgebungsluft
wird das in dem Granulat enthaltene Wasser in die Gasphase überführt. Zugleich wird
dem Trocknungsgas Wärmeenergie zugeführt, wodurch dessen Wasseraufnahmekapazität wieder
erhöht wird.
[0031] Die Temperatur und der Taupunkt des in dem Trocknungsbehälter befindlichen Trocknungsgases,
vorliegend Trocknungsluft, wird über einen Taupunktsensor 14 und einen Thermosensor
15, die an der Behälterinnenwand angeordnet sind, kontinuierlich erfasst und an eine
Steuer- und Regeleinrichtung 8 gemeldet, die anhand hinterlegter Vorgabewerte die
Temperatur und den Taupunkt durch Ansteuerung des Gebläses 51 einerseits und des Expansionsventils
63 andererseits einregelt.
[0032] Der Trocknungsbehälter 1 sowie auch das Zylinderblech 41, das Trichterblech 43 sowie
der Versatzring 42 sind im Ausführungsbeispiel aus Edelstahl hergestellt. Selbstverständlich
können sämtliche Bauteile auch aus anderen, insbesondere auch aus nichtmetallischen
Werkstoffen hergestellt sein. Die Bezeichnung "Blech" bezieht sich vorliegend ausschließlich
auf die "Dünnwandigkeit" der Bauteile, deren Dicke erheblich geringer ist, als ihr
Flächenmaß und insbesondere nicht auf den Werkstoff.
[0033] Der Gasleitkanal kann an jeder Position des Trocknungsbehälters angeordnet sein.
Bevorzugt ist eine Position weit unten zu wählen, um den Durchströmungsweg des Trocknungsgases
möglichst zu maximieren. Weiterhin können, wie in Figuren 1 und 2 gezeigt, auch mehrere,
insbesondere parallel zueinander angeordnete Gasleitkanäle angeordnet sein, die über
eine gemeinsame Trocknungsgasquelle oder auch jeweils über eine separate Trocknungsgasquelle
gespeist sein können. Durch die Anordnung mehrerer, separat mit Trocknungsgas gespeister
Gasleitkanäle ist eine unterschiedliche Strömungsgeschwindigkeit und/oder Trocknungsgasmenge
einstellbar, wodurch die Durchströmung des Kunststoffgranulats mit Trocknungsgas detaillierter
einstellbar ist.
[0034] Wenngleich in den vorstehenden Ausführungsbeispielen durchgehend Trocknungsluft als
Trocknungsgas Verwendung findet, ist die Erfindung nicht auf den Einsatz von Trocknungsluft
beschränkt. Selbstverständlich ist der Einsatz sämtlicher zur Trocknung von Kunststoffgranulat
geeigneter Trocknungsgase von der Erfindung umfasst, insbesondere auch der Einsatz
von Inertgas wie beispielsweise Stickstoff zur Trocknung von oxidationsfreudigen Kunststoffgranulaten.
1. Trocknungsbehälter (1) zur Trocknung von Kunststoffgranulat, mit einer Behälterwand
(10), die einen hohlzylindrischen oder hohlprismaförmigen ersten Abschnitt (11) aufweist,
der in einen trichterförmigen zweiten Abschnitt (12) übergeht, der endseitig eine
Entnahmeöffnung (13) aufweist und einem durch die Behälterwand (10) geführten Gaseinlass,
der mit einer Trocknungsgasquelle verbunden ist, wobei der Gaseinlass in einem zumindest
bereichsweise radial umlaufend an der Behälterinnenwand angeordneten, zur Behältermittelachse
hin kragenden Gasleitkanal (3, 4) mündet, der einen geschlossenen, ring-oder teilringförmigen
Raum begrenzt, der mit wenigstens einer Auslassöffnung (33, 44) versehen ist, welche
wenigstens eine Auslassöffnung (33, 44) zur Entnahmeöffnung (13) hin gerichtet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass alle vorhandenen Gaseinlässe an der Behälterwand (10) angeordnet sind und kein zentraler
Innenkörper wie bspw. ein Diffusorkegel zur Einleitung von Trockengas vorhanden ist,
wobei axial beabstandet zu dem Gasleitkanal (3, 4) auf dessen der Entnahmeöffnung
(13) entgegengesetzten Seite in dem ersten Abschnitt (11) ein durch die Behälterwand
(10) geführter zweiter Gaseinlass angeordnet ist, der mit einer zweiten Trocknungsgasquelle
verbunden ist, die eine Anordnung mit einer Heizung (52, 64) und einem Gebläse (51,
63) umfasst.
2. Trocknungsbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasleitkanal (3, 4) zumindest teilweise, bevorzugt vollständig an dem zweiten
Abschnitt (12) der Behälterwand (10) angeordnet ist.
3. Trocknungsbehälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Auslassöffnung (33, 44) in einem Winkel von zwischen 10° und
100°, bevorzugt zwischen 30° und 70°, besonders bevorzugt zwischen 40° und 50° Grad
zu einer orthogonal zur Behältermittelachse verlaufenden Ebene (E2) ausgerichtet ist.
4. Trocknungsbehälter nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Auslassöffnung (33, 44) in Form eines Langlochs oder eines Spaltes
ausgebildet ist.
5. Trocknungsbehälter nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasleitkanal (3, 4) einen radial zur Mittelachse des Trocknungsbehälters gerichteten
Vorsprung aufweist, in dem die Auslassöffnungen (33, 44) angeordnet sind.
6. Trocknungsbehälter nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trocknungsgasquelle durch eine Druckgasquelle, insbesondere eine Pressluftquelle
(6) oder durch den Trocknungsgasauslass eines Adsorbtionstrockners (7) gebildet ist.
7. Trocknungsbehälter nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Trocknungsgasquelle eine Umgebungsluftquelle ist.
8. Trocknungsbehälter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Gaseinlass im Bereich der der Entnahmeöffnung (13) zugewandten unteren
Hälfte, bevorzugt des unteren Drittels des ersten Abschnitts (11) der Behälterwand
(10) angeordnet ist.
9. Trocknungsbehälter nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Gaseinlass in einem zweiten Gasleitkanal (2) mündet, der wenigstens eine
Auslassöffnung (23) aufweist, die bevorzugt in Form eines Langlochs oder eines Spaltes
ausgebildet ist und zur Entnahmeöffnung (13) hin gerichtet ist.
10. Trocknungsbehälter nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Trocknungsbehälter (1), insbesondere an der Behälterwand (10) wenigstens ein
Thermosensor (15) und/oder wenigstens ein Taupunktsensor (14) angeordnet ist, der
mit einer Steuer- und Regeleinrichtung (8) verbunden ist, über die der Volumenstrom
wenigstens einer der Trocknungsgasquellen (5, 6) steuerbar ist, wobei die Steuer-
und Regeleinrichtung (8) mit einem in der Zuleitung zwischen Trocknungsgasquelle und
Trocknungsbehälter angeordneten Ventil (63) und/oder Gebläse (51, 63) verbunden ist.
11. Verfahren zur Trocknung von Kunststoffgranulat in einem Trocknungsbehälter nach einem
der vorgenannten Ansprüche, wobei dem Kunststoffgranulat über einen seitlich an der
Behälterwand (10) angeordneten ersten Gaseinlass über wenigstens eine Auslassöffnung
(23, 33, 44) eines radial zumindest bereichsweise umlaufend angeordneten Gasleitkanals
(2, 3, 4) ein im Wesentlichen in Gravitationsrichtung gerichteter erster Trocknungsgasvolumenstrom
zugeführt wird, wobei beabstandet zu dem ersten Gaseinlass auf dessen der Entnahmeöffnung
(13) des Trocknungsbehälters (1) abgewandten Seite über einen zweiten an der Behälterwand
(10) angeordneten Gaseinlass dem Kunststoffgranulat ein weiterer, zweiter erwärmter
Trocknungsgasstrom zugeführt wird, wobei der zweite Trocknungsgasvolumenstrom ein
mittels eines Gebläses (51) eingebrachter, erwärmter Umgebungsluftstrom oder ein erwärmter
Inertgasstrom ist.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur und/oder der Taupunkt in dem Trocknungsbehälter (1) durch wenigstens
einen Sensor (14, 15) erfasst wird und auf Basis der erfassten Messwerte eine Steuerung
wenigstens eines Trocknungsgasvolumenstroms erfolgt.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Trocknungsgasvolumenstrom aus expandiertem Druckgas, insbesondere expandierter
Pressluft oder aus durch einen Adsorbtionstrockner (7) getrockneter Umgebungsluft
gebildet ist.
1. Drying container (1) for drying plastic granulate, with a container wall (10) having
a first section (11) of a hollow-cylindrical shape or the shape of a hollow prism,
which first section merges into a funnel-shaped second section (12), which has a removal
opening (13) at the end and a gas inlet guided through the container wall (10), which
is connected to a drying gas source, wherein the gas inlet leads into a gas duct (3,
4), which is at least partially radially circumferentially arranged on the inner wall
of the container and protrudes towards the central axis of the container, which gas
duct delimits a closed annular or partially annular space, which is provided with
at least one outlet opening (33, 44), which at least one outlet opening (33, 44) is
directed towards the removal opening (13), characterised in that all existing gas inlets are arranged on the container wall (10) and there is no central
inner body such as a diffusor cone for the introduction of dry gas, wherein a second
gas inlet guided through the container wall (10) is arranged axially spaced apart
from the gas duct (3, 4) on its side opposite the removal opening (13) in the first
section (11), which second gas inlet is connected to a second drying gas source, which
comprises an arrangement with a heater (52, 64) and a blower (51, 63).
2. Drying container according to claim 1, characterised in that the gas duct (3, 4) is arranged at least partially, preferably completely, at the
second section (12) of the container wall (10).
3. Drying container according to claim 1 or 2, characterised in that the at least one outlet opening (33, 44) is oriented at an angle of between 10° and
100°, preferably between 30° and 70°, particularly preferably between 40° and 50°
to a plane (E2), which runs orthogonally to the central axis of the container.
4. Drying container according to one of the previous claims, characterised in that the at least one outlet opening (33, 44) is in the form of an oblong hole or a slit.
5. Drying container according to one of the previous claims, characterised in that the gas duct (3, 4) has a projection directed radially towards the central axis of
the drying container, in which projection the outlet openings (33, 44) are arranged.
6. Drying container according to one of the previous claims, characterised in that the drying gas source is formed by a compressed gas source, in particular a compressed
air source (6) or by the drying gas outlet of an adsorption dryer (7).
7. Drying container according to one of the previous claims, characterised in that the second drying gas source is an ambient air source.
8. Drying container according to claim 7, characterised in that the second gas inlet is arranged in the area of the lower half facing the removal
opening (13), preferably of the lower third of the first section (11) of the container
wall (10).
9. Drying container according to claim 7 or 8, characterised in that the second gas inlet ends in a second gas duct (2), which has at least one outlet
opening (23), which is preferably in the form of an oblong hole or a slit and is directed
towards the removal opening (13).
10. Drying container according to one of the previous claims, characterised in that in the drying container (1), in particular at the container wall (10), at least one
thermosensor (15) and/or at least one dew point sensor (14) is arranged, which is
connected to a control and regulation device (8), via which the volume flow of at
least one of the drying gas sources (5, 6) can be controlled, wherein the control
and regulation device (8) is connected to a valve (63) and/or blower (51, 63) arranged
in the feed line between drying gas source and drying container.
11. Method for drying plastic granulate in a drying container according to one of the
previous claims, wherein a first drying gas volume flow substantially directed in
the gravitational direction is supplied to the plastic granulate via a first gas inlet
laterally arranged at the container wall (10) via at least one outlet opening (23,
33, 44) of a radially at least partially circumferentially arranged gas duct (2, 3,
4), wherein a further, second heated drying gas stream is supplied to the plastic
granulate at a distance from the first gas inlet on its side facing away from the
removal opening (13) of the drying container (1) via a second gas inlet arranged at
the container wall (10), wherein the second drying gas volume flow is a heated ambient
air stream or a heated inert gas stream introduced by means of a blower (51).
12. Method according to claim 11, characterised in that the temperature and/or the dew point in the drying container (1) is detected by at
least one sensor (14, 15) and at least one drying gas volume flow is controlled on
the basis of the detected measurement values.
13. Method according to claim 11 or 12, characterised in that the first drying gas volume flow is formed by expanded compressed gas, in particular
expanded compressed air, or by ambient air dried by means of an adsorption dryer (7).
1. Récipient de séchage (1) pour le séchage de granulés en matière plastique, avec une
paroi du récipient (10) qui présente une première section (11) en forme de cylindre
creux ou de prisme creux qui se transforme en une deuxième section (12) en forme d'entonnoir
qui présente à son extrémité une ouverture de prélèvement (13), et une entrée de gaz
qui traverse la paroi du récipient (10) et qui est reliée à une source de gaz de séchage,
sachant que l'entrée de gaz débouche dans un canal de guidage de gaz (3, 4) qui est
disposé au moins par zones radialement sur la circonférence de la paroi intérieure
du récipient, fait saillie vers l'axe central du récipient et délimite un espace annulaire
ou partiellement annulaire fermé qui est pourvu d'au moins une ouverture de sortie
(33, 44), laquelle au moins une ouverture de sortie (33, 44) est orientée vers l'ouverture
de prélèvement (13), caractérisé en ce que toutes les entrées de gaz existantes sont disposées sur la paroi du récipient (10)
et il n'y a pas de corps intérieur central tel que, par exemple, un cône diffuseur
pour introduire du gaz sec, sachant qu'à distance axiale du canal de guidage de gaz
(3, 4), sur son côté opposé à l'ouverture de prélèvement (13) dans la première section
(11), est disposée une deuxième entrée de gaz qui est guidée à travers la paroi du
récipient (10) et est reliée à une deuxième source de gaz de séchage, qui comprend
un agencement avec un dispositif de chauffage (52, 64) et un ventilateur (51, 63).
2. Récipient de séchage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le canal de guidage de gaz (3, 4) est disposé au moins partiellement, de préférence
complètement, sur la deuxième section (12) de la paroi du récipient (10).
3. Récipient de séchage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'au moins une ouverture de sortie (33, 44) est orientée selon un angle compris entre
10° et 100°, de préférence entre 30° et 70°, de manière particulière préférée entre
40° et 50° degrés par rapport à un plan (E2) s'étendant orthogonalement à l'axe central du récipient.
4. Récipient de séchage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins une ouverture de sortie (33, 44) a la forme d'un trou oblong ou d'une
fente.
5. Récipient de séchage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le canal de guidage de gaz (3, 4) présente une projection orientée radialement vers
l'axe central du récipient de séchage, projection dans laquelle sont disposées les
ouvertures de sortie (33, 44).
6. Récipient de séchage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la source de gaz de séchage est formée par une source de gaz comprimé, notamment
une source d'air comprimé (6) ou par la sortie de gaz de séchage d'un sécheur par
adsorption (7).
7. Récipient de séchage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la deuxième source de gaz de séchage est une source d'air ambiant.
8. Récipient de séchage selon la revendication 7, caractérisé en ce que la seconde entrée de gaz est disposée dans la zone de la moitié inférieure, de préférence
le tiers inférieur, de la première section (11) de la paroi du récipient (10) faisant
face à l'ouverture de prélèvement (13).
9. Récipient de séchage selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que la deuxième entrée de gaz débouche dans un deuxième canal de guidage de gaz (2) qui
présente au moins une ouverture de sortie (23) qui a de préférence la forme d'un trou
oblong ou d'une fente et qui est orientée vers l'ouverture de prélèvement (13).
10. Récipient de séchage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un capteur thermique (15) et/ou au moins un capteur de point de rosée (14)
est disposé dans le récipient de séchage (1), en particulier sur la paroi du récipient
(10), qui est relié à un dispositif de commande et de régulation (8), par l'intermédiaire
duquel le débit d'au moins l'une des sources de gaz de séchage (5, 6) peut être commandée,
sachant que le dispositif de commande et de régulation (8) est relié à une vanne (63)
et/ou à un ventilateur (51, 63) disposés dans la conduite d'alimentation entre la
source de gaz de séchage et le récipient de séchage.
11. Procédé de séchage de granulés en matière plastique dans un récipient de séchage selon
l'une des revendications précédentes, sachant qu'un premier débit de gaz de séchage
orienté essentiellement dans le sens de la gravité est amené aux granulés en matière
plastique par une première entrée de gaz disposée latéralement sur la paroi du récipient
(10) via au moins une ouverture de sortie (23, 33, 44) d'un canal de guidage de gaz
(2, 3, 4) disposé au moins par zones radialement en périphérie, sachant qu'un autre
second débit de gaz de séchage chauffé est fourni aux granulés en matière plastique
à distance de la première entrée de gaz sur le côté de celle-ci opposé à l'ouverture
de prélèvement (13) du récipient de séchage (1) via une seconde entrée de gaz disposée
sur la paroi du récipient (10), sachant que le second débit de gaz de séchage est
un flux d'air ambiant chauffé ou un débit de gaz inerte chauffé introduit au moyen
d'un ventilateur (51).
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que la température et/ou le point de rosée dans le récipient de séchage (1) est détecté
par au moins un capteur (14, 15) et au moins un débit de gaz de séchage est commandé
sur la base des valeurs mesurées détectées.
13. Procédé selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce que le premier débit de gaz de séchage est formé de gaz comprimé détendu, notamment d'air
comprimé détendu ou d'air ambiant séché par un sécheur par adsorption (7).


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