[0001] Die Erfindung betrifft eine bogenverarbeitende Maschine mit einer Auslage mit einem
Bogenfördersystem und mit einer mindestens eine axial verlagerbare Bremsstation aufweisenden
Bogenbremse und ein Verfahren zum Verstellen einer Bremsstation einer Bogenbremse
in einer Auslage einer bogenverarbeitenden Maschine mit einem Bogenfördersystem.
[0002] Aus der
DE 103 61 204 A1 ist eine Vorrichtung zur axialen Einstellung von Bremsstationen bekannt, bei der
eine Führungstraverse als Hohlzylinder ausgebildet ist und in ihrem Innenraum die
von Gewindespindeln angetriebenen Stellkörper für die Bremsstationen aufnimmt. Der
Antrieb von Gewindespindeln erfolgt durch außerhalb des Maschinengestells der Auslage
angeordnete Stellmotoren. Somit wird Bauraum im Bereich der Bremsstationen geschaffen.
Der Hohlzylinder bedingt aber eine gewisse vertikale Bauhöhe der Bogenbremse und damit
einen relativ großen Bogenfallweg.
[0003] Aus der
DE 20 2006 021 033 U1 bzw.
US 7,887,049 B2 ist ein Bogenbremsensystem zum Bremsen von Druckbogen bekannt, wobei ein Schlitten
eines Bremsmodules an einem T-Träger gelagert ist. Die Stellmotoren zur Axialverstellung
sind den Bremsstationen direkt zugeordnet, so dass viel Bauraum im Bereich der Bremsstationen
benötigt wird. Damit wird Bauraum belegt, der damit nicht für andere Zwecke, wie für
Leitelemente, Luftzufuhr bzw. ein Non-Stop-Rollo, zur Verfügung steht.
[0004] Aus der
EP 1 762 521 A2 ist eine Bogenoffsetrotationsdruckmaschine mit einer Bogenbremse bekannt, wobei Saugeinheiten
tragende Lagerelemente über zwei parallel zueinander angeordnete, quer zur Bogenförderrichtung
orientierte Stützen gelagert sind.
[0005] Aus der
DE 10 2016 211 623 A1 ist eine Doppelstapelauslage bekannt, bei der auch Bogenbremsen eingesetzt werden.
[0006] Aus der
DE 10 2005 003 928 A1 ist eine Vorrichtung zur axialen Einstellung von Bremsstationen im Ausleger bekannt,
wobei mehrere Bremsstationen an einer Führungstraverse verschiebbar geführt sind und
wobei jeder Bremsstation ein Positionierantrieb zugeordnet ist, welcher mit zwei sich
quer zur Bogenförderrichtung erstreckenden Zahnstangen zusammenwirkt.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine alternative bogenverarbeitende Maschine
mit einer Auslage mit einem Bogenfördersystem und mit einer mindestens eine axial
verlagerbare Bremsstation aufweisenden Bogenbremse bzw. ein alternatives Verfahren
zum Verstellen einer Bremsstation einer Bogenbremse in einer Auslage einer bogenverarbeitenden
Maschine mit einem Bogenfördersystem zu schaffen. Insbesondere soll auch eine verbesserte
Verstellbarkeit der Bremsstationen einer Bogenbremse in der Auslage einer bogenverarbeitenden
Maschine, beispielsweise Druckmaschine, geschaffen werden. Insbesondere soll auch
der Bogenfallweg verringert werden.
[0008] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen eines unabhängigen
Vorrichtungsanspruches oder ein Verfahren mit den Merkmalen eines unabhängigen Verfahrensanspruches
gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung
und den Zeichnungen.
[0009] Die Erfindung hat den Vorteil, dass eine alternative bogenverarbeitende Maschine
mit einer Auslage mit einem Bogenfördersystem und mit einer mindestens eine axial
verlagerbare Bremsstation aufweisenden Bogenbremse und ein entsprechendes Verfahren
geschaffen wird. Insbesondere wird auch eine störunanfälligere Bogenbremse geschaffen,
mit der der Ablageprozess von Bogen in der Auslage einer bogenverarbeitenden Maschine
weiter verbessert werden kann. Insbesondere wird auch der Bogenfallweg verringert.
Eine entsprechende bogenverarbeitende Maschine kann beispielsweise eine Druckmaschine,
insbesondere eine Offsetrotationsdruckmaschine, mit einer solchen Auslage sein.
[0010] Bevorzugt wird in einer Auslage der Maschine die Führungstraverse für die Bremsstation
oder die Bremsstationen mit mindestens einer ebenen Außenfläche und/oder Innenfläche
und nach unten offen ausgeführt. Dabei wird bevorzugt ein zumindest annähernd quadratischer
Querschnitt verwendet, der eine Reduzierung der vertikalen Höhe gegenüber einem kreisrunden
Querschnitt erlaubt. Vorteilhafterweise kann dadurch die Bauhöhe der Bremsstation
bzw. Bogenbremse reduziert werden, was letztendlich auch zu einem geringeren Bogenfallweg
führt. Ein geringerer Bogenfallweg wiederum führt zu einer besseren Stapelqualität
des Auslagestapels.
[0011] Beispielsweise kann eine Bogenbremse mit einer Führungstraverse ausgeführt sein,
die einen Stellantrieb zur Axialverstellung mindestens einer Bremsstation zumindest
teilweise abdeckt. Dabei kann die Führungstraverse beispielsweise mit einem nach unten
offenen U-Profil ausgeführt sein und dabei den Stellantrieb für die eine oder auch
für mehrere oder alle Bremsstationen aufnehmen. Das U-Profil besitzt dabei den Vorteil,
dass eine bei einem Reinigungsblasen entstehende Aufwirbelung oder anfallendes Puder
leicht entfernt werden kann. Bevorzugt ist die Führungstraverse derart ausgeführt,
dass diese eine spielfreie Führung der einen Bremsstation oder von mehreren oder allen
Bremsstationen gewährleistet.
[0012] Die Führungstraverse wird bevorzugt derart ausgeführt, dass einerseits ein sicherer
Schutz des Stellantriebes vor Verschmutzungen, insbesondere Puder, und andererseits
eine nahezu spielfreie Führung der Bremsstationen insbesondere während der Produktion
bzw. während des axialen Verstellvorganges erzielt wird. Beispielsweise kann der Stellantrieb
Gewindespindeln bzw. Spindelwellen aufweisen, die durch die in Form einer Haube ausgebildete
Führungstraverse vor Verschmutzungen, insbesondere vor Puder, geschützt sind. Die
in Form einer Haube ausgeführte Führungstraverse überdeckt bevorzugt die gesamte Länge
der Gewindespindeln bzw. Spindelwellen.
[0013] Es kann vorgesehen sein, dass die Führungselemente, z. B. Führungsflächen, der Bremsstation
an ebenen insbesondere geschliffenen Flächen der bevorzugt als Haube ausgebildeten
Führungstraverse derart anliegen, dass die Bremsstation spielfrei geführt ist. Insbesondere
befinden sich die Führungsflächen der Bremsstation in unmittelbarer Nähe eines Stellelementes.
Es tritt während der Produktion vorteilhafterweise keine Bewegung der Bremsstation
auf. Weiterbildend können zusätzliche Klemmsysteme zur Vermeidung jeglicher Bewegung
der Bremsstation außerhalb der Axialverstellung vorgesehen sein.
[0014] Insbesondere kann eine Reinigungseinrichtung zur Reinigung des Stellantriebes und/oder
von Führungsflächen der Bremsstation beispielsweise der jeweiligen Bremsstation zugeordnet
vorgesehen sein, wobei die Reinigungseinrichtung mindestens je eine Düse für eine
zu reinigende Oberfläche aufweist. Insbesondere wird intervallweise und/oder während
eines Verstellvorganges ein Reinigungsblasen mittels der Reinigungseinrichtung durchgeführt.
Damit können Probleme wie etwa Verklemmungen während des Verstellvorganges vermieden
werden. Insbesondere weist die Bogenbremse eine entsprechende Pneumatik auf, mit der
eine sichere Arretierung realisiert wird. Damit ist eine sehr gute Ruhelage der Bremsstation
während der Produktion gewährleistet. Zur weiteren Erhöhung der Sicherheit des Verstellvorganges
wird weiterbildend eine dachförmige Ausbildung der Führungsflächen bzw. Berührungsflächen
der Bremsstation vorgesehen.
[0015] Vorzugsweise kann die von der Reinigungseinrichtung erzeugte Blasluft der Düse gesteuert
oder auch geregelt werden. Die Reinigungseinrichtung kann beispielsweise ein Luftsteuerelement
aufweisen. Es kann ebenfalls die Blasintensität an verschiedenen Düsen der Reinigungseinheit
oder zwischen Düsen verschiedener Bremsstationen unterschiedlich sein. Alternativ
oder zusätzlich kann eine Reinigungseinrichtung auch eine oder mehrere schwenkbare
Düsen aufweisen, die beispielsweise händisch oder automatisiert auf unterschiedliche
Oberflächen ausgerichtet werden können.
[0016] Es können Winkelfehler der Bremsstation vermieden werden, wenn die Bremsstation bzw.
eine Saugleiste exakt in Bogenlaufrichtung ausgerichtet wird. Insbesondere können
Antriebsprobleme vermieden werden, wenn beispielsweise eine Vierkantwelle lagegenau
zu einem Innenvierkant der Bremsstation arbeitet. Durch den Reinigungsvorgang mit
entsprechender Düse besteht stets ein guter Reinigungszustand der Verstelleinrichtung
und der Berührungsstellen zwischen der Führungstraverse und der Bremsstation der Bogenbremse.
Ebenfalls wird die Verschmutzung der Gewindespindeln bzw. Spindelwellen vermindert
bzw. verhindert.
[0017] Im Folgenden soll die Erfindung beispielhaft erläutert werden. Die dazugehörigen
Zeichnungen stellen dabei schematisch dar:
- Fig. 1:
- Auslage einer bogenverarbeitenden Maschine mit einer Bogenbremse;
- Fig. 2:
- Perspektivische Ansicht einer Bogenbremse mit von Gewindespindeln verlagerbaren an
einer Führungstraverse gelagerten Bremsstationen;
- Fig. 3:
- Seitliche Ansicht einer an der Führungstraverse gelagerten Bremsstation.
[0018] Die Fig. 1 zeigt beispielsweise einen Ausschnitt einer Auslage einer bogenverarbeitenden
Maschine, insbesondere einer Bogendruckmaschine, hier speziell einer Bogenoffsetrotationsdruckmaschine,
bevorzugt in Aggregat- und Reihenbauweise. Die Auslage enthält ein nicht weiter dargestelltes
Bogen 1 transportierendes Bogenfördersystem, welches die in der Druckmaschine bedruckten,
lackierten, bearbeiteten usw. Bogen 1 zu einem Auslagestapel 2 transportiert. Dieses
Bogenfördersystem ist bevorzugt als Kettenfördersystem mit zwei jeweils seitlich am
Gestell der Auslage geführten Auslageketten ausgebildet, zwischen denen Greiferwagen
3 angeordnet sind. Dabei sind insbesondere die Kettenführungsschienen jeweils den
vertikal ausgerichteten Gestellwänden der Auslage zugeordnet. Die Greiferwagen 3 weisen
Bogenfixiersysteme auf, mit denen die zu transportierenden Bogen 1 an der Vorderkante
gegriffen werden. Von den Auslageketten werden die Greiferwagen 3 insbesondere kontinuierlich
auf einer Greiferwagenbahn in Bogenlaufrichtung BLR bis über den Auslagestapel 2 geführt,
wo die Greiferwagen 3 die Bogen 1 zur Ablage freigeben. Auf dem Bogenförderweg zum
Auslagestapel 2 ist in der Auslage unterhalb der Bogentransportebene bevorzugt mindestens
ein mechanisches Bogenleitelement, vorzugsweise ein oder mehrere Bogenleitbleche 4,
angeordnet, welches die Bogen 1 auf dem Weg zum Auslagestapel 2 führt. Ein Bogenleitblech
4 weist eine zumindest annähernd geschlossene Oberfläche zum gleitenden und/oder schwebenden
Führen der Bogen 1 auf. Ein Bogenleitblech 4 kann mit einer farbabweisenden Beschichtung
versehen sein. Weiter können Düsenöffnungen zur pneumatischen Führung der Bogen 1
dem Bogenleitelement, insbesondere dem Bogenleitblech 4, zugeordnet sein. Die Druckmaschine
kann vorzugsweise zwischen den Betriebsarten Schöndruck und Schön- und Widerdruck
umstellbar ausgeführt sein. Es kann zwischen dem Bogenleitelement, insbesondere dem
Bogenleitblech 4, und den darüber transportierten Bogen 1, insbesondere in der Betriebsart
Schön- und Widerdruck, ein Luftpolster ausgebildet werden.
[0019] In der Auslage ist dem Auslagestapel 2 in Bogenlaufrichtung BLR eine Bogenbremse
5 vorgeordnet, die die abzulegenden Bogen 1 von den Greiferwagen 3 übernimmt und nach
deren Freigabe von Maschinengeschwindigkeit auf Ablagegeschwindigkeit verzögert. Nach
der Verzögerung durch die Bogenbremse 5 werden die Bogen 1 an nicht dargestellten
Vorder-, Hinter- und/oder Seitenkantenanschlägen ausgerichtet und sauber auf dem Auslagestapel
2 abgelegt. Der Auslagestapel 2 wird bevorzugt von einem nicht dargestellten Stapelhubantrieb
während des Bogenablageprozesses derart abgesenkt, dass die Auslagestapeloberfläche
ein zumindest annähernd konstantes Ablageniveau für die kommenden Bogen 1 bildet.
Die Bogenbremse 5 enthält mindestens zwei Bremsstationen 6, die axial, also quer zur
Bogenlaufrichtung BLR, verlagerbar, insbesondere verschiebbar, angeordnet sind. Es
können aber auch mehrere solcher Bremsstationen 6, beispielsweise mindestens drei
oder genau drei, vier, fünf, sechs, sieben oder formatabhängig auch mehr Bremsstationen
6, eingesetzt werden. Die Bremsstationen 6 werden bevorzugt auf einen jeweiligen seitlichen
in der Regel unbedruckten Bogenrand, auf druckfreie Korridore und/oder auf ausreichend
getrocknete Farbbereiche gestellt. Die Verlagerung kann dabei bevorzugt motorisch
vorgenommen werden. Beispielsweise kann ein Stellantrieb, insbesondere über Spindeln,
die Bremsstationen 6 verlagern. Es kann einer, mehreren oder allen Bremsstationen
6 ein eigener Antrieb zugeordnet sein. Nicht benötigte Bremsstationen 6 können deaktiviert
und/oder aus dem Bereich des Bogenformates verlagert werden.
[0020] Mindestens eine bevorzugt aber mehrere oder alle Bremsstationen 6 können mindestens
je ein Bremselement, bevorzugt ein Bremsband 17, aufnehmen, welches insbesondere um
eine oder mehrere Rotationsachsen umlaufend aufgenommen ist. Das Bremselement, insbesondere
Bremsband 17, tritt bevorzugt in pneumatische Wechselwirkung mit den über die Bogenbremse
5 transportierten Bogen 1. Insbesondere werden die Bogen 1 durch Saugluft in Anlage
an das Bremselement, insbesondere Bremsband 17, gebracht und/oder in einer Anlage
gehalten, so dass ein Kontakt zwischen dem Bremselement, insbesondere Bremsband 17,
und dem jeweiligen Bogen 1 entsteht. Das Bremselement, insbesondere Bremsband 17,
bewegt sich zumindest zeitweise mit einer gegenüber der Maschinengeschwindigkeit geringeren
Geschwindigkeit und verzögert einen jeweiligen vom Greiferwagen 3 freigegebenen Bogen
1 entsprechend. Dem Bremselement, insbesondere Bremsband 17, kann dafür mindestens
ein Antrieb zugeordnet sein, der dieses mit einer konstanten oder veränderlichen gegenüber
der Maschinengeschwindigkeit verringerten Geschwindigkeit antreibt. Bevorzugt wird
das Bremselement, insbesondere Bremsband 17, aber dynamisch und/oder periodisch zwischen
zumindest annähernd Maschinengeschwindigkeit und einer gegenüber dieser geringeren
Ablagegeschwindigkeit betrieben. Bei mehreren Bremselementen, insbesondere Bremsbändern
17, kann der Antrieb dabei auch mehrere oder alle Bremselemente, insbesondere Bremsbänder
17, antreiben bzw. verzögern. Alternativ kann jedem Bremselement, insbesondere Bremsband
17, ein separater Antrieb zugeordnet sein. In Weiterbildung wirkt das Bremselement,
beispielsweise ein Saugring oder das Bremsband 17, mit einem Bremselement, beispielsweise
einem Saugring oder auch einem Bremsband 17, einer weiteren Bremsstation 6 durch bezüglich
der Bogenlaufrichtung BLR divergierende Anordnung querstraffend auf einen jeweiligen
abzulegenden Bogen 1.
[0021] Die Fig. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Bogenbremse 5 mit Bremsstationen
6, beispielsweise wie oben beschrieben. Die Bogenbremse 5 ist insbesondere in einem
separaten Gestell aufgenommen und zur Einstellung auf unterschiedliche Bogenformate
in und entgegen der Bogenlaufrichtung BLR verlagerbar ausgeführt. An einer dem Stapelbereich
zugewandten Seite ist eine Traverse bevorzugt über die Maschinenbreite angeordnet,
welche hier als Hinterkantentraverse 18 ausgeführt der Bogenbremse 5 zugeordnet ist.
Die Hinterkantentraverse 18 trägt bevorzugt mehrere Hinterkantenanschläge 19, die
jeweils um eine in Bogenlaufrichtung BLR orientierte Schwenkachse schwenkbar gelagert
sind. Durch Verlagerung der Bogenbremse 5 in bzw. entgegen der Bogenlaufrichtung BLR
werden die Hinterkantenanschläge 19 auf das aktuelle Bogenformat eingestellt.
[0022] Bevorzugt ist die Traverse, insbesondere die Hinterkantentraverse 18, und/oder eine
weitere Traverse 20 der Bogenbremse 5 mit jeweiligen seitlich im Bereich des Gestells
angeordneten Schildern 21 insbesondere fest verbunden. Im oder außerhalb des Bereiches
einer maximalen Bogenformatbreite kann eine Führungstraverse 10 für die Bremsstationen
6 mit den Schildern 21 verbunden sein bzw. von diesen getragen sein. Bevorzugt ist
die Traverse, insbesondere die Hinterkantentraverse 18, und/oder die weitere Traverse
20 oder sind ggf. Verbindungselemente über die Schilder 21 hinausgeführt, derart,
dass diese das seitliche Gestell der Auslage durch Öffnungen der Gestellwand durchgreifen.
Bevorzugt ist die Gestellwand eine Hauptgestellwand bzw. bildet die Gestellwand eine
Ebene mit einer Zylinder tragenden Wand. Besonders bevorzugt ist die Traverse, insbesondere
Hinterkantentraverse 18, und/oder die weitere Traverse 20 oder ein Verbindungselement
außerhalb des Gestells bzw. außerhalb der Gestellwand der Auslage von einer Fixierplatte
22 aufgenommen, welche gegenüber dem Gestell bzw. der Gestellwand der Auslage abgestützt
ist. Die bevorzugt beidseitig außerhalb des Gestells bzw. der Gestellwände der Auslage
angeordneten Fixierplatten 22 sind insbesondere in und entgegen der Bogenlaufrichtung
BLR gegenüber dem Gestell der Auslage verlagerbar bzw. verschiebbar gehalten bzw.
gelagert. Die Lagerung der Fixierplatten 22 kann beispielsweise mittels Leisten erfolgen.
Bevorzugt sind weitere Verschutzungen zum Kapseln der die Gestellwand durchgreifenden
Elemente vorgesehen.
[0023] Die Bogenbremse 5 enthält hier beispielsweise vier Bremsstationen 6, die von einem
Stellantrieb axial entlang der quer zur Bogenlaufrichtung BLR angeordneten Führungstraverse
10 verlagert bzw. verschoben werden können. Die Führungstraverse 10 ist bevorzugt
in Bogenlaufrichtung BLR gesehen etwa mittig der Bremsstationen 6 angeordnet und insbesondere
mit den seitlichen zur Formateinstellung verlagerbaren Schildern 21 verbunden. Insbesondere
ist die Führungstraverse 10 damit gestellfest aber formatverstellbar angeordnet. Die
Führungstraverse 10 erstreckt sich zumindest über das maximal zu verarbeitende Bogenformat
und trägt insbesondere alle Bremsstationen 6 der Bogenbremse 5.
[0024] Ein Stellantrieb für eine, mehrere oder alle Bremsstationen 6 der Bogenbremse 5 kann
beispielsweise außerhalb der Schilder 21 angeordnete insbesondere unabhängig voneinander
ansteuerbare Spindelantriebe 23 aufweisen, welche jeweils einer Bremsstation 6 zugeordnet
sein können. Beispielsweise sind die Spindelantriebe 23 außerhalb des Gestells bzw.
der Gestellwand angeordnet. Bevorzugt können die Spindelantriebe 23 außerhalb des
Gestells der Auslage an einer beispielsweise auf der Bedienseite der Maschine angeordneten
Fixierplatte 22 angebracht, insbesondere angeschraubt, sein.
[0025] Der Stellantrieb für die Bremsstationen 6 der Bogenbremse 5 enthält hier insbesondere
eine Gewindespindel 12 für jede Bremsstation 6, wobei jede der Gewindespindeln 12
von jeweils einem der Spindelantriebe 23 beispielsweise über eine beliebige Kupplungsverbindung
oder eine spezielle Kardankupplung angetrieben werden kann. Eine jeweilige Bremsstation
6 ist dabei über ein dieser zugeordnetes Stellelement 13 mit der jeweiligen Gewindespindel
12 verbunden und wird von diesem Stellelement 13 bei rotativer Verdrehung der Gewindespindel
12 axial verlagert. Jedes Stellelement 13 weist insbesondere genau eine Verbindungsstelle,
insbesondere eine Eingriffsstelle, zu einer Gewindespindel 12 auf. Die Gewindespindeln
12 der weiteren Bremsstationen 6 werden durch Bohrungen ohne Eingriff zum Stellelement
13 geführt. Die Bogenbremse 5 weist weiterhin einen ersten Antrieb, insbesondere einen
ersten Vierkantwellenantrieb 8, zum Antrieb von Bremselementen, insbesondere Bremsbänder
17, und bevorzugt einen zweiten Antrieb, insbesondere einen zweiten Vierkantwellenantrieb
9, zur pneumatischen Steuerung der Bremselemente, insbesondere Bremsbänder 17, auf.
[0026] Die Fig. 3 zeigt eine seitliche Ansicht einer Bremsstation 6 einer Bogenbremse 5
für eine bogenverarbeitende Maschine, beispielsweise wie oben beschrieben. Die Bremsstation
6 enthält hier einen Grundkörper 7, der an einer über die Maschinenbreite, also quer
zur Bogenlaufrichtung BLR, angeordneten Führungstraverse 10 gelagert ist. Die Bremsstation
6 ist entlang der hier insbesondere profiliert ausgeführten Führungstraverse 10 verlagerbar
bzw. verschiebbar gelagert. Bevorzugt weist die Führungstraverse 10 mindestens eine
ebene Außenfläche und/oder mindestens eine ebene Innenfläche auf und ist nach unten
offen ausgeführt. Die Bremsstation 6 ist der Außenfläche der Führungstraverse 10 bevorzugt
angepasst. Die Führungstraverse 10 weist insbesondere mindestens zwei in einem Winkel
von Null Grad abweichend zueinander angeordnete ebene Außenflächen und/oder Innenflächen
auf. Dabei kann die Führungstraverse 10 mindestens zwei, beispielsweise drei, in einem
rechten Winkel zueinander angeordnete ebene Außenflächen und/oder Innenflächen aufweisen.
Die Außenflächen sind dabei überwiegend auf die Bremsstation 6, insbesondere den Grundkörper
7, ausgerichtet. Bevorzugt weist die Führungstraverse 10 zwei vertikal voneinander
beabstandet angeordnete Außenflächen und/oder Innenflächen auf, wobei eine obere horizontal
angeordnete Außenfläche und/oder Innenfläche vorgesehen ist. Zwischen den Flächen
können auch abgerundete Kanten angeordnet sein. Besonders bevorzugt weist die Führungstraverse
10 eine vertikale Erstreckung und eine horizontale Erstreckung auf, wobei die vertikale
Erstreckung zumindest annähernd der horizontalen Erstreckung entspricht.
[0027] Die Führungstraverse 10 ist hier bevorzugt als ein nach unten offenes U-Profil ausgebildet
und umschließt insbesondere den Stellantrieb zumindest teilweise. Der Stellantrieb
kann dabei ein von einer Gewindespindel 12 axial verlagerbares Stellelement 13 aufweisen,
welches mittels mindestens einer und bevorzugt mehrerer ebener Führungsflächen 14
entlang der Führungstraverse 10 geführt ist. Insbesondere wird eine jeweilige Bremsstation
6 ausschließlich mittels Führungsflächen 14 an der Führungstraverse 10 gelagert und
geführt. Führungsflächen 14 des Stellelementes 13 können unter einem insbesondere
von Null Grad abweichenden Winkel, beispielsweise unter einem rechten Winkel, zueinander
ausgebildet sein. Die Innenflächen der Führungstraverse 10, insbesondere die Führungsflächen
14 der Führungstraverse 10, sind dabei überwiegend auf das Stellelement 13 ausgerichtet.
[0028] Eine Bremsstation 6 ist mit dem zugeordneten Stellelement 13 bevorzugt derart verbunden,
dass diese mittels ebenen Führungsflächen 14 des Stellelementes 13 an ebenen Führungsflächen
14 der Führungstraverse 10 geführt ist, wobei das Stellelement 13 dabei die Bremsstation
6 trägt. Insbesondere wird die Bremsstation 6 ausschließlich vom Stellelement 13 bzw.
von den Führungsflächen 14 des Stellelementes 13 gegenüber den Führungsflächen 14
der Führungstraverse 10 gehalten und geführt. Die Führungsflächen 14 der Führungstraverse
10 und/oder der Bremsstation 6, insbesondere des Stellelementes 13, können bearbeitet,
insbesondere geschliffen, sein. Bevorzugt kann das Stellelement 13 der Bremsstation
6 vorstehende bzw. dachförmige Führungsflächen 14 aufweisen, welche mit beispielsweise
versenkten Führungsflächen 14 der Führungstraverse 10 in Kontakt stehen, wobei der
Kontakt bevorzugt eine mechanische eine Gleitbewegung ermöglichende Anlage der Flächen
ist.
[0029] Das Stellelement 13 ist bevorzugt mittels Fixierelementen mit einem Grundkörper 7
der Bremsstation 6 fest oder lösbar fest verbunden. Beispielsweise kann das Stellelement
13 mittels Anschraubungen 15 am Grundkörper 7 fixiert sein. Die Führungstraverse 10
ist insbesondere bezüglich der Bogenlaufrichtung BLR zumindest annähernd mittig zur
Bremsstation 6 angeordnet, so dass eine Klemmung oder Kippung der Bremsstation 6 gegenüber
der Führungstraverse 10 verhindert ist. Die Bremsstation 6 wird vom Stellelement 13
insbesondere derart geführt, dass die Bremsstation 6 in einem Abstand S1, S2 zur Traverse,
insbesondere Hinterkantentraverse 18, und/oder zur weiteren Traverse 20 gehalten und/oder
geführt ist. Der Abstand S1, S2 kann gleich groß oder auch unterschiedlich groß sein,
wobei eine minimale Erstreckung des Abstandes S1, S2 ausreichend ist. Beispielsweise
kann der Abstand S1, S2 ca. 0,1 mm bis 3 mm, bevorzugt zumindest annähernd 1 mm betragen.
Der Abstand S1, S2 kann während der Axialverstellung und/oder während des Produktionsprozesses
unverändert bleiben.
[0030] Der Bremsstation 6 ist ein bevorzugt mit einer ersten Antriebswelle in Wirkverbindung
stehendes erstes Antriebselement zugeordnet, welches hier bevorzugt als mit einer
Vierkantwelle in Wirkverbindung stehender erster Vierkantwellenantrieb 8 ausgebildet
ist. Über das erste Antriebselement, hier insbesondere den ersten Vierkantwellenantrieb
8, kann ein Antrieb des dem Grundkörper 7 zugeordneten Bremselementes, hier eines
Bremsbandes 17, erfolgen. Dabei erfolgt bevorzugt ein gemeinsamer Antrieb aller den
Bremsstationen 6 der Bogenbremse 5 zugeordneten Bremselemente, insbesondere Bremsbänder
17, durch vorzugweise eine Rotationsbewegung der über die Maschinenbreite angeordneten
Antriebswelle, hier insbesondere Vierkantwelle. Die Vierkantwelle des ersten Vierkantwellenantriebes
8 ist parallel zur Führungstraverse 10 angeordnet. Die Vierkantwelle steht insbesondere
mit Oberflächen von die Vierkantwelle aufnehmenden Abtriebselementen am Grundkörper
7 der und bevorzugt jeder Bremsstation 6 der Bogenbremse 5 in Kontakt. Die Oberflächen
der Abtriebselemente der Bremsstationen 6 gleiten entsprechend an der Außenkontur
der Vierkantwelle bei deren Axialverstellung.
[0031] Der Bremsstation 6 ist weiterhin ein bevorzugt mit einer zweiten Antriebswelle in
Wirkverbindung stehendes zweites Antriebselement zugeordnet, welches hier bevorzugt
als mit einer Vierkantwelle in Wirkverbindung stehender zweiter Vierkantwellenantrieb
9 ausgebildet ist. Über das zweite Antriebselement, hier insbesondere den zweiten
Vierkantwellenantrieb 9, kann beispielsweise eine pneumatische Steuerung für das Bremselement,
hier das Bremsband 17, der Bremsstation 6 vorgenommen werden. Dabei erfolgt bevorzugt
eine gemeinsame pneumatische Steuerung aller den Bremsstationen 6 der Bogenbremse
5 zugeordneten Bremselemente, insbesondere Bremsbänder 17, durch vorzugweise eine
Rotationsbewegung der über die Maschinenbreite angeordneten Antriebswelle, hier insbesondere
Vierkantwelle. Die Vierkantwelle des zweiten Vierkantwellenantriebes 9 ist ebenfalls
parallel zur Führungstraverse 10 angeordnet. Die Vierkantwelle steht insbesondere
mit Oberflächen von die Vierkantwelle aufnehmenden Abtriebselementen am Grundkörper
7 der und bevorzugt jeder Bremsstation 6 der Bogenbremse 5 in Kontakt. Die Oberflächen
der Abtriebselemente der Bremsstationen 6 gleiten entsprechend an der Außenkontur
der Vierkantwelle bei deren Axialverstellung. Die Bremsstation 6 ist hier dementsprechend
entlang der Vierkantwellen und der Führungstraverse 10 axial verlagerbar, insbesondere
verschiebbar, beispielsweise wie oben bereits beschrieben. Die Verbindungsstellen
zwischen den Abtriebselementen der Bremsstation 6 und einer Vierkantwelle vom ersten
Vierkantwellenantrieb 8 bzw. zweiten Vierkantwellenantrieb 9 sind insbesondere spielbehaftet
ausgeführt, um Verklemmungen bei der Axialbewegung zu verhindern.
[0032] Die Bremsstation 6 weist hier am bezüglich der Bogenlaufrichtung BLR stromabwärts
gelegenen Ende des Grundkörpers 7 ein Trägerelement auf, welches seitlich am Grundkörper
7 bevorzugt hervorstehend angeordnet ist. Das Trägerelement ist beispielsweise an
ein am Grundkörper 7 drehbeweglich gelagertes Antriebsrad angeformt. Das Antriebsrad
kann beispielsweise als Igelrad ausgebildet sein zum Antrieb des Bremsbandes 17. Das
Trägerelement weist eine obere Anschlussfläche auf, die hier zumindest annähernd horizontal
angeordnet ist. Bevorzugt ist der hier zumindest annähernd horizontal angeordneten
Anschlussfläche eine Funktionseinheit austauschbar zuordenbar. Eine jeweilige Funktionseinheit
kann dabei ein rotierendes oder umlaufendes Bremselement, insbesondere das Bremsband
17, aufnehmen, ein rotierendes oder umlaufendes Stützelement aufnehmen, ein pneumatisch
wirkendes Element aufweisen oder auch als Blindleiste o. ä. ausgeführt sein. Weiterbildend
kann der Bremsstation 6 ein weiteres Trägerelement beispielsweise auf der gegenüberliegenden
Seite des Grundkörpers 7 zugeordnet sein. Dabei kann das weitere Trägerelement baugleich
aber spiegelbildlich der Bremsstation 6 zugeordnet sein. Weiter können der Bremsstation
6 damit gleiche oder unterschiedliche Funktionseinheiten zugeordnet werden. Beispielsweise
kann die Bremsstation 6 gleichzeitig zwei Bremsbänder 17 oder ein Bremsband 17 und
ein anderes Element über die Trägerelemente aufnehmen. Bevorzugt werden dabei von
den Trägerelementen baugleiche austauschbare Funktionseinheiten aufgenommen.
[0033] Die der Bremsstation 6 bevorzugt tauschbar zugeordnete Funktionseinheit kann eine
ebenfalls zumindest annähernd horizontal angeordnete Grundfläche aufweisen und über
diese Grundfläche mit der Anschlussfläche am Trägerelement der Bremsstation 6 verbunden
werden bzw. sein. Bevorzugt wird eine Funktionseinheit zur Aufnahme und Führung eines
Bremsbandes 17 als Saugleiste 16 ausgebildet. Diese Saugleiste 16 weist am in Bogenlaufrichtung
BLR gesehen vorderen Ende und am hinteren Ende jeweils einen Umlenkbereich mit Umlenkelementen
für das umlaufend führbare Bremsband 17 auf. Zwischen den beiden Umlenkbereichen ist
ein Saugbereich mit mindestens einer Saugluftöffnung an der vom Bremsband 17 zu überstreichenden
Oberfläche ausgebildet. Bevorzugt ist die Saugleiste 16 hier mit zwei Seitenwänden
ausgebildet, zwischen denen eine vordere Umlenkrolle und eine hintere Umlenkrolle
bevorzugt rotationsbeweglich aufgenommen ist. Zwischen der vorderen Umlenkrolle und
der hinteren Umlenkrolle ist hier bevorzugt eine Saugplatte mit einer insbesondere
durchgehend ebenen oder konturierten Führungsfläche für das über die Saugplatte gleitende
Bremsband 17 vorgesehen. In der Saugplatte ist bevorzugt mindestens ein Saugluftkanal
und/oder mindestens eine Saugluftbohrung eingebracht, welche vom Bremsband 17 überstrichen
wird. Ein Saugluftkanal ist dabei bevorzugt mit einer in Bogenlaufrichtung BLR orientierten
Erstreckung an der Oberfläche der Saugplatte ausgebildet. Zwischen der vorderen Umlenkrolle
und der hinteren Umlenkrolle wird das Bremsband 17 in Anlage an der Saugplatte gehalten,
so dass Durchbrüche bzw. Löcher des Bremsbandes 17 in Zusammenwirkung mit dem in dem
Saugluftkanal und/oder der Saugluftbohrung anliegenden Unterdruck eine Saugwirkung
auf die über die Bremsstation 6 transportierten Bogenunterseiten ausbilden. Der anliegende
Unterdruck kann einstellbar oder auch regelbar sein.
[0034] Die Rotationsbewegung des Antriebsrades wird bevorzugt kraft- und/oder formschlüssig
an das Bremsband 17 übertragen, so dass dieses endlos umläuft. Der Antrieb des Bremsbandes
17 erfolgt bevorzugt vom hier als Igelrad ausgebildeten Antriebsrad der Bremsstation
6, wobei das Igelrad hier bevorzugt mit Stiften in die Durchbrüche des Bremsbandes
17 eingreift. Das Igelrad wird bevorzugt vom ersten Antriebselement, insbesondere
dem ersten Vierkantwellenantrieb 8, der Bremsstation 6, beispielsweise über eine Zwischenstufe
oder ein Getriebe, rotatorisch angetrieben. Der Antrieb des Antriebsrades, insbesondere
des Igelrades, erfolgt bevorzugt dynamisch und diskontinuierlich bevorzugt taktgebunden
zwischen zumindest annähernd Maschinengeschwindigkeit und der Ablagegeschwindigkeit.
Als Antrieb für das erste Antriebselement, insbesondere die Vierkantwelle des ersten
Vierkantwellenantriebes 8, kann beispielsweise ein Servomotor 24 eingesetzt werden.
Bevorzugt kann der Servomotor 24 außerhalb des Gestells bzw. der Gestellwand der Auslage
an einer beispielsweise auf der Antriebsseite der Maschine angeordneten Fixierplatte
22 angebracht, insbesondere angeschraubt, sein. Weiterhin kann der Antrieb mit einer
Steuereinrichtung, beispielsweise der Maschinensteuerung, zusammenwirken, über die
eine gewünschte Ablagegeschwindigkeit und/oder bei Bedarf der Bewegungsverlauf des
Bremselementes, insbesondere des Bremsbandes 17, einstellbar und modifizierbar ist.
[0035] Damit ist die Bogenbremse 5 mit den Bremsstationen 6 auf die unterschiedlichen Druckbedingungen
anpassbar. Alternativ kann auch jeder Bremsstation 6 ein separater Antrieb zugeordnet
sein und/oder ein Antrieb des Bremsbandes 17 mit einer unterhalb der Maschinengeschwindigkeit
liegenden konstanten oder veränderlichen Geschwindigkeit erfolgen.
[0036] Einer jeweiligen Bremsstation 6 der Bogenbremse 5 ist ein pneumatischer Anschluss
zugeordnet, der hier bevorzugt als Saugluftanschluss 11 ausgebildet mit mindestens
einem beispielsweise regelbaren nicht dargestellten Unterdruckerzeuger in Verbindung
steht. Der Saugluftanschluss 11 kann beispielsweise zur Saugluftversorgung der der
Anschlussfläche des Trägerelementes zugeordneten Funktionseinheit vorgesehen sein.
Wird beispielsweise eine als Saugleiste 16 ausgebildete Funktionseinheit dem Trägerelement
zugeordnet, kann der Saugbereich dieser Saugleiste 16 mit Saugluft bzw. Unterdruck
beaufschlagt werden. Der pneumatische Anschluss, hier der Saugluftanschluss 11, kann
entlang der Bremsstation 6 oder, wie hier beispielsweise gezeigt, innerhalb des Grundkörpers
7 der Bremsstation 6 weitergeführt sein. Alternativ kann der pneumatische Anschluss
auch als Druckluftanschluss zur Erzeugung eines Unterdruckes an der Bremsstation 6
nach dem Ejektor-Prinzip ausgeführt sein. Weiterbildend können noch weitere pneumatische
insbesondere Saugluft führende Anschlüsse der Bremsstation 6 zugeordnet sein, die
auch außerhalb des Grundkörpers 7 bis zur entsprechenden Wirkstelle geführt sein können.
Es kann auch zumindest teilweise unterschiedliches Saugluft- bzw. Druckluftniveau
für verschiedene Funktionseinheiten bzw. verschiedene Zustände bereitgestellt werden.
[0037] Der Saugluftanschluss 11 wird hier bevorzugt in den Grundkörper 7 der Bremsstation
6 eingearbeitet und führt hier ebenfalls im Grundkörper 7 der Bremsstation 6 bis zum
Trägerelement der Bremsstation 6. Dabei kann an dem pneumatischen Anschluss auch zumindest
zeitweise oder permanent Überdruck angelegt sein. Damit kann eine Blasluftwirkung
durch die Bremsstation 6 erzielt werden. Beispielsweise können pneumatische Stützelemente
mit Blasluft versorgt werden und/oder Reinigungszwecke verfolgt werden. Die Saug-
und/oder Blasluft der Bremsstation 6 kann vorzugweise stufenlos einstellbar oder auch
regelbar ausgeführt sein. Besonders bevorzugt erfolgt eine Taktung der Saug- und/oder
Blasluft der Bremsstation 6 durch ein Luftsteuerelement, insbesondere einen Drehschieber,
welcher der Bremsstation 6, beispielsweise im Grundkörper 7 integriert, zugeordnet
sein kann. Ein Drehschieber kann Ausnehmungen zum separaten Steuern der Saugluft eines
nicht dargestellten Fängerelementes und zweier pneumatischer Anschlüsse für die Funktionseinheit
besitzen. Ein solcher Drehschieber kann beispielsweise durch das zweite Antriebselement,
insbesondere den zweiten Vierkantwellenantrieb 9, betätigt werden. Eine Antriebswelle,
speziell Vierkantwelle, des zweiten Antriebselementes kann beispielsweise von einem
Servomotor 25 eintourig angetrieben sein. Bevorzugt kann der Servomotor 25 außerhalb
des Gestells bzw. der Gestellwand der Auslage an einer beispielsweise auf der Antriebsseite
der Maschine angeordneten Fixierplatte 22 angebracht, insbesondere angeschraubt, sein.
Die Antriebsbewegung der Servomotoren 24, 25 ist bevorzugt einstellbar und/oder auf
die Bogenfolge abstimmbar. Beispielsweise mittels des Drehschiebers kann eine taktweise
pneumatische Steuerung, insbesondere eine Steuerung der Saugluftzufuhr, zu einem nicht
dargestellten Fängerelement und/oder der jeweils eingesetzten Funktionseinheit, insbesondere
der Saugleiste 16 mit Bremsband 17, erfolgen.
[0038] Der Bogenbremse 5, insbesondere einer, mehreren oder allen Bremsstationen 6, ist
insbesondere eine Reinigungseinrichtung zugeordnet, welche zur Reinigung des Stellantriebes
und/oder mindestens einer Fläche mindestens einer Bremsstation 6 mindestens eine Düse
für die zu reinigende Oberfläche aufweist. Diese mindestens eine Düse der Reinigungseinrichtung
richtet insbesondere einen Blasluftstrahl auf eine Verbindungsstelle insbesondere
zwischen einer Gewindespindel 12 und einem Stellelement 13 und/oder eine Oberfläche
des ersten Vierkantwellenantriebs 8 und/oder eine Oberfläche des zweiten Vierkantwellenantriebs
9 und/oder eine Führungsfläche 14 für die Bremsstation 6. Eine Reinigungseinrichtung
kann beispielsweise eine bewegbare Düse aufweisen oder beispielsweise mehrere Düsen
aufweisen, die auf die entsprechenden Stellen der Bremsstation 6 richtbar sind bzw.
gerichtet werden. Eine Düse der Reinigungseinrichtung kann beispielsweise seitlich
am Grundkörper 7 der Bremsstation 6 angeordnet sein.
[0039] Eine Reinigungseinrichtung weist dabei eine Blasluftquelle bzw. einen Druckluftanschluss
auf, welcher entsprechend mit mindestens einer beispielsweise steuerbaren oder regelbaren
Druckluftquelle, beispielsweise einem Kompressor, in Wirkverbindung bzw. Strömungsverbindung
steht. Es können auch weitere Blasluftquellen mit der Reinigungseinrichtung in Verbindung
stehen. Als Blasluftquelle kann beispielsweise während einer Axialverstellung ein
am Saugluftanschluss 11 anzulegender Überdruck dienen. Insbesondere wird von einer
Reinigungseinrichtung ein Blasluftstrahl erzeugt, welcher als beispielsweise kurzzeitiger
Blasluftstoß auf die jeweilige zu reinigende Oberfläche wirkt. Insbesondere ist durch
die Reinigungseinrichtung ein Blasluftstrahl bzw. Blasluftstoß durch die mindestens
eine Düse intervallweise, in Abhängigkeit einer Axialverstellung der Bremsstation
6 und/oder manuell initiierbar ausstoßbar. Um eine höhere Intensität der Blasluftstöße
zu erzielen kann es vorgesehen sein, die Bremsstationen 6 nacheinander zu reinigen
bzw. nur an den konkret axial zu verstellenden Bremsstationen 6 einen Blasluftstoß
zu erzeugen. Es kann auch ein Reinigungsblasen in Produktionspausen durchgeführt werden.
Ein Reinigungsblasen kann beispielsweise während einer oder jeder Axialbewegung der
Bremsstation 6 erfolgen. Alternativ oder zusätzlich kann auch eine Absaugeinrichtung
zum Absaugen von Ablagerungen bzw. von aufgewirbeltem Staub bzw. Puder beispielsweise
unterhalb der Führungstraverse 10 vorgesehen sein.
[0040] Zur Wirkungsweise: Beispielsweise beim Einrichten der Auslage bzw. Maschine bzw.
bei einem Auftragswechsel kann eine Axialverstellung einer oder mehrere Bremsstationen
6 der Bogenbremse 5 nötig sein. Die Axialverstellung einer oder einer jeweiligen Bremsstation
6 erfolgt mittels des Stellantriebes über das Stellelement 13 der jeweiligen Bremsstation
6, wobei das Stellelement 13 mittels der ebenen Führungsflächen 14 an der Führungstraverse
10 geführt ist und dabei die Bremsstation 6 trägt. Eine Bremsstation 6 wird dabei
bevorzugt in einem Abstand S1, S2 zur benachbarten Traverse, insbesondere zur Hinterkantentraverse
18, und/oder zur weiteren Traverse 20 geführt bzw. bewegt. Die Bremsstation 6 wird
dabei bevorzugt ausschließlich und zumindest annähernd spielfrei mittels der Führungsflächen
14 von Führungstraverse 10 und Stellelement 13 gehalten und geführt. Eine Vierkantwelle
eines ersten Vierkantwellenantriebs 8 und eine weitere Vierkantwelle eines weiteren
Vierkantwellenantriebs 9, die Traverse, insbesondere Hinterkantentraverse 18 und/oder
eine weitere Traverse 20 sind dabei jeweils parallel zueinander und quer zur Bogenlaufrichtung
BLR angeordnet. Eine Axialverstellung der Bremsstation 6 kann so entlang der Wellen
beabstandet von den Traversen 18, 20 vom Stellantrieb vorgenommen werden.
Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen
[0041]
- 1
- Bogen
- 2
- Auslagestapel
- 3
- Greiferwagen
- 4
- Bogenleitblech
- 5
- Bogenbremse
- 6
- Bremsstation
- 7
- Grundkörper
- 8
- erster Vierkantwellenantrieb
- 9
- zweiter Vierkantwellenantrieb
- 10
- Führungstraverse
- 11
- Saugluftanschluss
- 12
- Gewindespindel
- 13
- Stellelement
- 14
- Führungsfläche
- 15
- Anschraubung
- 16
- Saugleiste
- 17
- Bremsband
- 18
- Hinterkantentraverse
- 19
- Hinterkantenanschlag
- 20
- weitere Traverse
- 21
- Schild
- 22
- Fixierplatte
- 23
- Spindelantriebe
- 24
- Servomotor
- 25
- Servomotor
- BLR
- Bogenlaufrichtung
- S1,S2
- Abstand
1. Bogenverarbeitende Maschine mit einer Auslage
mit einem Bogenfördersystem,
wobei das Bogenfördersystem als Kettenfördersystem mit zwei jeweils seitlich am Gestell
der Auslage geführten Auslageketten ausgebildet ist, zwischen denen Greiferwagen (3)
angeordnet sind, und
mit einer mindestens eine axial verlagerbare Bremsstation (6) aufweisenden Bogenbremse
(5),
wobei die Bogenbremse (5) eine Führungstraverse (10) aufweist, an der die Bremsstation
(6) abgestützt ist,
wobei ein Stellantrieb (12, 13, 23) zur Axialverstellung der Bremsstation (6) vorgesehen
ist und
wobei ein Antrieb (12, 23, 24, 25) und/oder eine Traverse (18, 20) der Bogenbremse
(5) das Gestell der Auslage durchgreifend angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungstraverse (10) zwei vertikal ausgerichtete voneinander beabstandet angeordnete
Außenflächen und Innenflächen (14) aufweist und eine obere horizontal angeordnete
Außenfläche und Innenfläche (14) vorgesehen ist und die Führungstraverse (10) nach
unten offen ist.
2. Bogenverarbeitende Maschine nach Anspruch 1, wobei die Führungstraverse (10) eine
vertikale Erstreckung und eine horizontale Erstreckung aufweist und die vertikale
Erstreckung zumindest annähernd der horizontalen Erstreckung entspricht und/oder wobei
die Führungstraverse (10) ein nach unten offenes U-Profil aufweist.
3. Bogenverarbeitende Maschine nach Anspruch 1 oder 2, wobei ein mit der Bremsstation
(6) verbundenes Stellelement (13) vorgesehen ist, welches mittels mindestens einer
ebenen Fläche (14) an der Führungstraverse (10) geführt ist und/oder die Bremsstation
(6) trägt.
4. Bogenverarbeitende Maschine nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei die Führungstraverse
(10) bezüglich einer Bogenlaufrichtung (BLR) zumindest annähernd mittig zur Bremsstation
(6) und/oder zu Antriebselementen (8, 9) der oder für die Bremsstation (6) angeordnet
ist.
5. Bogenverarbeitende Maschine nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, wobei die Bremsstation (6)
ausschließlich durch ein Stellelement (13) an der Führungstraverse (10) und/oder zumindest
annähernd spielfrei geführt ist.
6. Bogenverarbeitende Maschine nach Anspruch 1, 2, 3, 4 oder 5, wobei die Bremsstation
(6) mittels geschliffenen Führungsflächen (14) eines Stellelementes (13) und/oder
der Führungstraverse (10) gegenüber der Führungstraverse (10) gelagert und/oder geführt
ist.
7. Bogenverarbeitende Maschine nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5 oder 6, wobei ein Stellelement
(13) für die Bremsstation (6) vorstehende Führungsflächen (14) aufweist, welche mit
versenkten Führungsflächen (14) der Führungstraverse (10) in Kontakt stehen.
8. Bogenverarbeitende Maschine nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6 und/oder 7, wobei ein Stellelement
(13) von einer rotierenden Gewindespindel (12) verlagerbar ist.
9. Bogenverarbeitende Maschine nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 und/oder 8, wobei eine
Düse einer Reinigungseinrichtung einen Blasluftstrahl auf eine Verbindungsstelle zwischen
einer Gewindespindel (12) und einem mit dieser zusammenwirkenden Stellelement (13)
und/oder eine Oberfläche eines Antriebselementes (8, 9) der oder für die Bremsstation
(6) und/oder eine Führungsfläche (14) für die Bremsstation (6) richtet.
10. Bogenverarbeitende Maschine nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 und/oder 9, wobei
eine Traverse (18) der Bogenbremse (5) schwenkbare Hinterkantenanschläge (19) trägt,
die gemeinsam mit der Bogenbremse (5) in oder entgegen einer Bogenlaufrichtung (BLR)
zu einem Auslagestapel (2) positionierbar sind und wobei die Bremsstation (6) in einem
Abstand (S1) zur Traverse (18) gehalten und/oder geführt ist.
11. Verfahren zum Verstellen einer Bremsstation (6) einer Bogenbremse (5) in einer Auslage
einer bogenverarbeitenden Maschine mit einem Bogenfördersystem,
wobei das Bogenfördersystem als Kettenfördersystem mit zwei jeweils seitlich am Gestell
der Auslage geführten Auslageketten ausgebildet ist, zwischen denen Greiferwagen (3)
angeordnet sind,
wobei die Bremsstation (6) an einer Führungstraverse (10) abgestützt ist,
wobei die Bremsstation (6) von einem Stellantrieb (12, 13, 23) entlang der Führungstraverse
(10) axial verlagert wird und
wobei ein Antrieb (12, 23, 24, 25) und/oder eine Traverse (18, 20) der Bogenbremse
(5) das Gestell der Auslage durchgreift,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein mit der Bremsstation (6) verbundenes Stellelement (13) vorgesehen ist, welches
mittels mindestens einer ebenen Fläche (14) an der Führungstraverse (10) geführt ist
und dabei die Bremsstation (6) trägt,
wobei die Führungstraverse (10) ein nach unten offenes U-Profil aufweist.
12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei die Führungstraverse (10) den Stellantrieb (12,
13) zumindest teilweise umschließt und/oder wobei das Stellelement (13) innerhalb
einer U-förmigen Führungstraverse (10) vom Antrieb (12, 23) verlagert wird.
13. Verfahren zum Verstellen einer Bremsstation (6) einer Bogenbremse (5) in einer Auslage
einer bogenverarbeitenden Maschine mit einem Bogenfördersystem,
wobei das Bogenfördersystem als Kettenfördersystem mit zwei jeweils seitlich am Gestell
der Auslage geführten Auslageketten ausgebildet ist, zwischen denen Greiferwagen (3)
angeordnet sind,
wobei die Bremsstation (6) an einer Führungstraverse (10) abgestützt ist,
wobei die Bremsstation (6) von einem Stellantrieb (12, 13, 23) entlang der Führungstraverse
(10) axial verlagert wird und
wobei ein Antrieb (12, 23, 24, 25) und/oder eine Traverse (18, 20) der Bogenbremse
(5) das Gestell der Auslage durchgreift,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein mit der Bremsstation (6) verbundenes Stellelement (13) von zwei voneinander beabstandeten
vertikal ausgerichteten Innenflächen (14) und/oder einer horizontal ausgerichteten
Innenfläche (14) der Führungstraverse (10) geführt ist und entlang von ebenen Innenflächen
(14) der Führungstraverse (10) bewegt wird und die Bremsstation (6) entlang einer
ebenen Außenfläche der Führungstraverse (10) bewegt wird,
wobei mehrere oder alle Antriebe (23, 24, 25) der Bogenbremse (5) von einer Steuereinrichtung
oder der Maschinensteuerung angesteuert werden zur Axialverstellung einer oder mehrerer
Bremsstationen (6) und
wobei eine Reinigungseinrichtung intervallweise und/oder in Abhängigkeit einer Axialverstellung
der Bremsstation (6) einen Blasluftstrahl oder einen Blasluftstoß mittels einer Düse
ausstößt.
14. Verfahren nach Anspruch 13, wobei das mit der Bremsstation (6) verbundene Stellelement
(13) die Bremsstation (6) trägt.
15. Verfahren nach Anspruch 11, 12, 13 oder 14, wobei die Bremsstation (6) ausschließlich
und/oder zumindest annähernd spielfrei an Führungsflächen (14) eines Stellelementes
(13) gehalten und/oder geführt wird.
1. A sheet processing machine having a delivery having a sheet conveying system,
wherein the sheet conveying system is formed as a chain conveying system having two
delivery chains respectively guided laterally on the frame of the delivery, between
which gripper carriages (3) are arranged, and
having at least one sheet brake (5) having an axially displaceable brake station (6),
wherein the sheet brake (5) has a guide traverse (10), on which the brake station
(6) is supported, wherein an actuating drive (12, 13, 23) for axial adjustment of
the brake station (6) is provided and wherein a drive (12, 23, 24, 25) and/or a traverse
(18, 20) of the sheet brake (5) is arranged engaging the frame of the delivery,
characterized in that
the guide traverse (10) has two vertically aligned outer surfaces and inner surfaces
(14) arranged spaced apart from each other and an upper horizontally arranged outer
surface and inner surface (14) is provided and the guide traverse (10) is open downward.
2. The sheet processing machine according to claim 1, wherein the guide traverse (10)
has a vertical extent and a horizontal extent and the vertical extent corresponds
at least approximately to the horizontal extent and/or wherein the guide traverse
(10) has a U profile open downward.
3. The sheet processing machine according to claim 1 or 2, wherein a positioning element
(13) connected to the brake station (6) is provided, which is guided by means of a
flat surface (14) on the guide traverse (10) and/or carries the brake station (6).
4. The sheet processing machine according to claim 1, 2 or 3, wherein, with respect to
a sheet travel direction (BLR) the guide traverse (10) is arranged at least approximately
centrally to the brake station (6) and/or to the drive elements (8, 9) of or for the
brake station (6).
5. The sheet processing machine according to claim 1, 2, 3 or 4, wherein the brake station
(6) is guided exclusively by a positioning element (13) on the guide traverse (10)
and/or at least approximately free of play.
6. The sheet processing machine according to claim 1, 2, 3, 4 or 5, wherein the brake
station (6) is supported and/or is guided by means of polished guide surfaces (14)
of a positioning element (13) and/or of the guide traverse (10) vis-à-vis the guide
traverse (10).
7. The sheet processing machine according to claim 1, 2, 3, 4, 5 or 6, wherein a positioning
element (13) has protruding guide surfaces (14) for the brake station (6), which are
in contact with recessed guide surfaces (14) of the guide traverse (10) .
8. The sheet processing machine according to claim 1, 2, 3, 4, 5, 6 and/or 7, wherein
a positioning element (13) can be displaced by a rotating threaded spindle (12).
9. The sheet processing machine according to claim 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 and/or 8, wherein
a nozzle of a cleaning device directs an air jet to a connection point between a threaded
spindle (12) and a positioning element (13) interacting with said threaded spindle
and/or a surface of a drive element (8, 9) of or for the brake station (6) and/or
a guide surface (14) for the brake station (6).
10. The sheet processing machine according to claim 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 and/or 9, wherein
a traverse (18) of the sheet brake (5) carries pivotable rear edge stops (19), which
can be positioned together with the sheet brake (5) in or against a sheet travel direction
(BLR) to a delivery stack (2) and wherein the brake station (6) is held and/or guided
at a distance (S1) to the traverse (18).
11. A method for adjusting a brake station (6) of a sheet brake (5) in a delivery of a
sheet processing machine having a sheet conveying system,
wherein the sheet conveying system is formed as a chain conveying system having two
delivery chains respectively guided laterally on the frame of the delivery, between
which gripper carriages (3) are arranged,
wherein the brake station (6) is supported on a guide traverse (10),
wherein the brake station (6) is axially displaced by an actuating drive (12, 13,
23) along the guide traverse (10) and
wherein a drive (12, 23, 24, 25) and/or a traverse (18, 20) of the sheet brake (5)
engages the frame of the delivery,
characterized in that
a positioning element (13) connected to the brake station (6) is provided,
which is guided on the guide traverse (10) by means of at least one flat surface (14)
and in the process carries the brake station (6),
wherein the guide traverse (10) has a U profile open downward.
12. The method according to claim 11, wherein the guide traverse (10) at least partially
encloses the actuating drive (12, 13) and/or wherein the positioning element (13)
is displaced within a U-shaped guide traverse (10) by the drive (12, 13).
13. A method for adjusting a brake station (6) of a sheet brake (5) in a delivery of a
sheet processing machine having a sheet conveying system,
wherein the sheet conveying system is formed as a chain conveying system having two
delivery chains respectively guided laterally on the frame of the delivery, between
which gripper carriages (3) are arranged,
wherein the brake station (6) is supported on a guide traverse (10),
wherein the brake station (6) is axially displaced by an actuating drive (12, 13,
23) along the guide traverse (10) and
wherein a drive (12, 23, 24, 25) and/or a traverse (18, 20) of the sheet brake (5)
engages the frame of the delivery,
characterized in that
a positioning element (13) connected to the brake station (6) is guided by two vertically
aligned inner surfaces (14) arranged spaced apart from each other and/or a horizontally
arranged inner surface (14) of the guide traverse (10) and is moved along from flat
inner surfaces (14) of the guide traverse (10) and the brake station (6) is moved
along a flat outer surface of the guide traverse (10),
wherein several or all drives (23, 24, 25) of the sheet brake (5) are controlled by
a control device or the machine controller for the axial adjustment of one or more
brake stations (6) and
wherein a cleaning device emits an air jet or a blast of air by means of a nozzle
at intervals and/or depending on an axial adjustment of the brake station (6).
14. The method according to claim 13, wherein the positioning element (13) connected to
the brake station (6) carries the brake station (6).
15. The method according to claim 11, 12, 13 or 14, wherein the brake station (6) is held
and/or guided exclusively and/or at least approximately free of play on the guide
surfaces (14) of a positioning element (13).
1. Machine de traitement de feuilles avec un présentoir
avec un système d'acheminement de feuilles,
dans laquelle le système d'acheminement de feuilles est conçu en tant que système
d'acheminement à chaînes avec deux chaînes de présentoir respectivement guidées latéralement
au niveau du châssis du présentoir, entre lesquelles sont agencés des chariots de
préhension (3), et
avec un frein de feuille (5) qui présente au moins un poste de freinage (6) qui peut
être déplacé axialement,
dans laquelle le frein de feuille (5) présente une traverse de guidage (10) sur laquelle
s'appuie le poste de freinage (6),
dans laquelle un entraînement de réglage (12, 13, 23) est prévu pour le réglage axial
du poste de freinage (6), et
dans laquelle un entraînement (12, 23, 24, 25) et/ou une traverse (18, 20) du frein
de feuille (5) est agencé de manière à traverser le châssis du présentoir,
caractérisé en ce que
la traverse de guidage (10) présente deux surfaces extérieures et surfaces intérieures
(14) agencées à distance l'une de l'autre et orientées à la verticale, et une surface
extérieure et surface intérieure (14) supérieure agencée à l'horizontale est prévue
et la traverse de guidage (10) est ouverte vers le bas.
2. Machine de traitement de feuilles selon la revendication 1, dans laquelle la traverse
de guidage (10) présente une extension verticale et une extension horizontale, et
l'extension verticale correspond au moins approximativement à l'extension horizontale
et/ou dans laquelle la traverse de guidage (10) présente un profil en U ouvert vers
le bas.
3. Machine de traitement de feuilles selon la revendication 1 ou 2, dans laquelle est
prévu un élément de réglage (13) relié au poste de freinage (6), lequel élément de
réglage est guidé au niveau de la traverse de guidage (10) au moyen d'au moins une
surface (14) plane et/ou porte le poste de freinage (6).
4. Machine de traitement de feuilles selon la revendication 1, 2 ou 3, dans laquelle
la traverse de guidage (10) est agencée, par rapport à une direction de déplacement
de feuille (BLR), au moins approximativement au centre du poste de freinage (6) et/ou
à des éléments d'entraînement (8, 9) du ou pour le poste de freinage (6).
5. Machine de traitement de feuilles selon la revendication 1, 2, 3 ou 4, dans laquelle
le poste de freinage (6) est guidé exclusivement par un élément de réglage (13) au
niveau de la traverse de guidage (10) et/ou au moins approximativement sans jeu.
6. Machine de traitement de feuilles selon la revendication 1, 2, 3, 4 ou 5, dans laquelle
le poste de freinage (6) est monté et/ou guidé par rapport à la traverse de guidage
(10) au moyen de surfaces de guidage (14) poncées d'un élément de réglage (13) et/ou
de la traverse de guidage (10).
7. Machine de traitement de feuilles selon la revendication 1, 2, 3, 4, 5 ou 6, dans
laquelle un élément de réglage (13) pour le poste de freinage (6) présente des surfaces
de guidage (14) qui dépassent, lesquelles sont en contact avec des surfaces de guidage
(14) enfoncées de la traverse de guidage (10).
8. Machine de traitement de feuilles selon la revendication 1, 2, 3, 4, 5, 6 et/ou 7,
dans laquelle un élément de réglage (13) peut être déplacé par une broche filetée
(12) en rotation.
9. Machine de traitement de feuilles selon la revendication 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 et/ou
8, dans laquelle une buse d'un équipement de nettoyage oriente un jet d'air de soufflage
vers un emplacement de liaison entre une broche filetée (12) et un élément de réglage
(13) qui coopère avec celle-ci et/ou une surface d'un élément d'entraînement (8, 9)
du ou pour le poste de freinage (6) et/ou une surface de guidage (14) pour le poste
de freinage (6).
10. Machine de traitement de feuilles selon la revendication 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 et/ou
9, dans laquelle une traverse (18) du frein de feuille (5) porte des butées de bord
arrière (19) pivotantes qui ensemble avec le frein de feuille (5) peuvent être positionnés
par rapport à une pile de présentoir (2) dans ou à l'encontre d'une direction de déplacement
de feuille (BLR), et dans laquelle le poste de freinage (6) est maintenu et/ou guidé
à une distance (S1) par rapport à la traverse (18).
11. Procédé de réglage d'un poste de freinage (6) d'un frein de feuille (5) dans un présentoir
d'une machine de traitement de feuilles avec un système d'acheminement de feuilles,
dans lequel le système d'acheminement de feuilles est conçu en tant que système d'acheminement
à chaînes avec deux chaînes de présentoir respectivement guidées latéralement au niveau
du châssis du présentoir, entre lesquelles sont agencés des chariots de préhension
(3), et
dans lequel le poste de freinage (6) s'appuie sur une traverse de guidage (10),
dans lequel le poste de freinage (6) est déplacé axialement le long de la traverse
de guidage (10) par un entraînement de réglage (12, 13, 23) et
dans lequel un entraînement (12, 23, 24, 25) et/ou une traverse (18, 20) du frein
de feuille (5) traverse le châssis du présentoir,
caractérisé en ce que
un élément de réglage (13) relié au poste de freinage (6) est prévu, lequel élément
de réglage est guidé au moyen d'au moins une surface (14) plane au niveau de la traverse
de guidage (10) et ce faisant porte le poste de freinage (6),
dans lequel la traverse de guidage (10) présente un profil en U ouvert vers le bas.
12. Procédé selon la revendication 11, dans lequel la traverse de guidage (10) entoure
l'entraînement de réglage (12, 13) au moins partiellement et/ou dans lequel l'élément
de réglage (13) est déplacé par l'entraînement (12, 23) à l'intérieur d'une traverse
de guidage (10) en forme de U.
13. Procédé de réglage d'un poste de freinage (6) d'un frein de feuille (5) dans un présentoir
d'une machine de traitement de feuilles avec un système d'acheminement de feuilles,
dans lequel le système d'acheminement de feuilles est conçu en tant que système d'acheminement
à chaînes avec deux chaînes de présentoir respectivement guidées latéralement au niveau
du châssis du présentoir, entre lesquelles sont agencés des chariots de préhension
(3), et
dans lequel le poste de freinage (6) s'appuie sur une traverse de guidage (10),
dans lequel le poste de freinage (6) est déplacé axialement le long de la traverse
de guidage (10) par un entraînement de réglage (12, 13, 23) et
dans lequel un entraînement (12, 23, 24, 25) et/ou une traverse (18, 20) du frein
de feuille (5) traverse le châssis du présentoir,
caractérisé en ce que
un élément de réglage (13) relié au poste de freinage (6) est guidé par deux surfaces
intérieures (14) agencées à distance l'une de l'autre et orientées à la verticale
et/ou une surface intérieure (14) orientée à l'horizontale de la traverse de guidage
(10) et est déplacée le long de surfaces intérieures (14) planes de la traverse de
guidage (10), et le poste de freinage (6) est déplacé le long d'une surface extérieure
plane de la traverse de guidage (10),
dans lequel plusieurs ou tous les entraînements (23, 24, 25) du frein de feuille (5)
sont pilotés par un équipement de commande ou par la commande de machine pour un réglage
axial d'un ou plusieurs postes de freinage (6) et
dans lequel un équipement de nettoyage éjecte un jet d'air de soufflage ou une bouffée
d'air de soufflage au moyen d'une buse, par intervalles ou en fonction d'un réglage
axial du poste de freinage (6).
14. Procédé selon la revendication 13, dans lequel l'élément de réglage (13) relié au
poste de freinage (6) porte le poste de freinage (6).
15. Procédé selon la revendication 11, 12, 13 ou 14, dans lequel le poste de freinage
(6) est maintenu et/ou guidé au moins approximativement sans jeu au niveau de surfaces
de guidage (14) d'un élément de réglage (13).