[0001] Die Erfindung betrifft einen Befestigungsrahmen für eine Betätigungsplatte zur Betätigung
eines Ventils einer Sanitärinstallation, insbesondere eines Ablaufventils eines Unterputzspülkastens,
mit einem Flansch und einem kragenförmigen Abschnitt, wobei der Flansch oder der kragenförmige
Abschnitt Befestigungsausnehmungen, vorzugsweise Befestigungslöcher aufweist.
[0002] Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Betätigungsvorrichtung für ein Ventil einer
Sanitärinstallation, insbesondere für ein Ablaufventil eines Unterputzspülkastens,
mit einem Befestigungsrahmen für eine Betätigungsplatte, wobei der Befestigungsrahmen
einen Flansch und einen kragenförmigen Abschnitt aufweist, wobei der Flansch oder
der kragenförmige Abschnitt Befestigungsausnehmungen, vorzugsweise Befestigungslöcher
aufweist, und mit einer Betätigungsplatte, die mindestens ein Bedienelement, z. B.
eine Bedientaste aufweist.
[0003] Befestigungsrahmen für Betätigungsvorrichtungen für Ventile von Sanitärinstallationen
sind in vielfältigen Ausführungen bekannt. Zu diesen Betätigungsvorrichtungen zählen
insbesondere Betätigungsplatten für Toiletten oder Urinale zur Auslösung eines Spülwasserstroms
und Armaturen zur Einstellung einer Wassertemperatur und eines Wasservolumenstroms.
[0004] Auch sind im Stand der Technik bereits Vorrichtungen bekannt, die ein an einer Stromquelle
angeschlossenes Leuchtmittel aufweisen, welches dazu dient, die Betätigungsvorrichtung
oder die Umgebung der Betätigungsvorrichtung zu beleuchten.
[0005] Die
DE 20 2008 005 518 U1 beschreibt eine Betätigungsplatte für Sanitärinstallationen, insbesondere für einen
Unterputzspülkasten, die Lichtaustrittsöffnungen aufweist und auf deren Rückseite
mindestens ein Leuchtmittel angeordnet ist. Als Stromquelle für das Leuchtmittel dient
ein Netzteil oder eine auf der Rückseite der Betätigungsplatte angeordnete Batterie.
Zur Auslösung eines Spülwasserstroms weist die Betätigungsplatte wenigstens eine Drückertaste
auf. Die Lichtaustrittsöffnungen sind dabei in der Betätigungsplatte selbst und/oder
in der Drückertaste ausgebildet.
[0006] Aus der
DE 10 2017 114 462 A1 ist eine Betätigungsvorrichtung für ein Ablaufventil eines sanitären Spülkastens
bekannt, die eine Abdeckplatte und ein Bedienelement aufweist, wobei das Bedienelement
ein Leuchtmittel aufweist und wobei diesem Leuchtmittel ein Lichtleiter zugeordnet
ist, der von dem Leuchtmittel ausgestrahltes Licht in Richtung der Abdeckplatte leitet.
Hier befindet sich das Leuchtmittel unmittelbar in dem Bedienelement vor der Abdeckplatte
und der Lichtleiter ist über einen Reflektor mittelbar mit dem Leuchtmittel verbunden.
Über einen lichtsensitiven Sensor wird das Leuchtmittel bei abnehmender Raumhelligkeit
eingeschaltet und ermöglicht so eine Orientierung im Dunkeln, jedoch ist die Steuerung
nicht bedarfsgerecht. Bei offener Badezimmertür kommt es zu mitunter unerwünschten
Lichtemissionen in den Wohn- und/oder Schlafbereich. Des Weiteren kann diese Betätigungsvorrichtung
nur als Einheit verwendet werden und ermöglicht somit keine Kombination mit bereits
vorhandenen Betätigungsplatten.
[0007] Davon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Betätigungsvorrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, die mindestens eines der voranstehend aufgezeigten
Probleme überwindet.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen Befestigungsrahmen mit den im Anspruch
1 angegebenen Merkmalen gelöst. Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen
Befestigungsrahmens sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0009] Der erfindungsgemäße Befestigungsrahmen ist dadurch gekennzeichnet, dass dessen Flansch
als Lichtleiter ausgebildet oder mit einem Lichtleiter versehen ist, wobei der Flansch
mit mindestens einem Leuchtmittel versehen ist.
[0010] Der erfindungsgemäße Befestigungsrahmen bietet eine platzsparende und vergleichsweise
kostengünstige Möglichkeit, eine integrierte Beleuchtung für eine Betätigungsvorrichtung,
zu schaffen. Der erfindungsgemäße Befestigungsrahmen kann sowohl einen Befestigungsrahmen
einer bereits vorhandenen Betätigungsplatte bzw. Betätigungsvorrichtung ersetzen oder
bei der Erstinstallation einer Betätigungsvorrichtung als neuer Befestigungsrahmen
für eine Betätigungsplatte verwendet werden.
[0011] Der Flansch des erfindungsgemäßen Befestigungsrahmens ist vorzugsweise selbst als
Lichtleiter ausgeführt, mit einer einer Raumwand oder Vorwand zugeordneten Rückseite
und einer, einer an dem Befestigungsrahmen befestigten Betätigungsplatte zugewandten,
Vorderseite. Alternativ oder ergänzend kann der Flansch des erfindungsgemäßen Befestigungsrahmens
mit mindestens einem separat hergestellten Lichtleiter, beispielsweise einem rahmenförmigen,
streifenförmigen, L-förmigen oder U-förmigen Lichtleiter, versehen sein. Der mindestens
eine separat hergestellte Lichtleiter kann auf die Vorderseite oder die Rückseite
des Flansches des Befestigungsrahmens aufgebracht sein.
[0012] Das von dem mindestens einen Leuchtmittel emittierte Licht kann in dem als Lichtleiter
ausgebildeten Flansch bzw. in dem separat hergestellten, auf den Flansch aufgebrachten
Lichtleiter homogenisiert werden und entlang des vollen Umfangs oder entlang mindestens
einer Teillänge des Umfangs des Flansches austreten. Dies ermöglicht eine stilvolle
Beleuchtung der Betätigungsplatte und führt dazu, dass die Betätigungsplatte in der
Dämmerung und bei Dunkelheit gut erkennbar ist. Des Weiteren kann so beispielsweise
eine Hinterleuchtung einer Betätigungsplatte und/oder eine sogenannte Ambientebeleuchtung
erzeugt werden. Diese werden von dem Benutzer bzw. Kunden als angenehm empfunden und
können gleichzeitig als indirekte Beleuchtung eines Gebäuderaumes, beispielsweise
eines Badezimmers, genutzt werden. Auch kann der erfindungsgemäße Befestigungsrahmen
als Orientierungslicht bei Dunkelheit genutzt werden.
[0013] Der zusätzliche Nutzen des erfindungsgemäßen Befestigungsrahmens bzw. einer diesen
aufweisenden Betätigungsvorrichtung kommt insbesondere dann zur Geltung, wenn eine
müde Person nachts eine Toilette oder ein Badezimmer nutzt und dabei die bei Müdigkeit
oft als störend empfundene Hauptbeleuchtung des Badezimmers nicht einschalten möchte.
[0014] Ein erfindungsgemäßer Befestigungsrahmen und insbesondere dessen Flansch können zumindest
abschnittsweise aus einem mindestens teilweise transparenten, transluzenten oder opaken
Material hergestellt sein. Eine abschnittsweise Verwendung eines mindestens teilweise
transparenten oder transluzenten Materials kann zu einer Kostenersparnis führen, wenn
für den nicht als Lichtleiter ausgebildeten Teil des Befestigungsrahmes die sonst
gängigen Materialien verwendet werden können. Beispielsweise aber nicht ausschließlich
sind hierbei Kunststoffe und/oder Gläser denkbar.
[0015] Vorzugsweise ist das mindestens eine Leuchtmittel lösbar mit dem Befestigungsrahmen
verbunden und der Vorderseite des Flansches und somit der den Befestigungsrahmen tragenden
Wand zugewandt. Die lösbare Verbindung von Leuchtmittel und Befestigungsrahmen erlaubt
die Verwendung von verschiedenen Leuchtmitteln, um beispielsweise die Lichtintensität
und/oder Farbe der Beleuchtung den Wünschen des Benutzers anzupassen. Zusätzlich kann
durch die Orientierung des Leuchtmittels in Richtung der Wand ein ungewolltes direktes
Durchleuchten der Betätigungsplatte bzw. ein direktes Leuchten des Leuchtmittels in
den Gebäuderaum vermieden oder zumindest reduziert werden, indem das mindestens eine
Leuchtmittel durch seine Anordnung und Ausbildung Licht in Richtung der Rückseite
des Flansches emittiert.
[0016] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Befestigungsrahmens kann
auf der Rückseite des Flansches oder auf den separat hergestellten, mit dem Flansch
verbundenen Lichtleiter eine Abschirm- und Reflexionsfolie aufgebracht sein, wobei
die Abschirm- und Reflexionsfolie eine reflektierende Seite aufweist und diese dem
mindestens einen Leuchtmittel bzw. den mehreren Leuchtmitteln auf der Vorderseite
des Flansches zugewandt ist. Durch die Abschirm- und Reflexionsfolie wird verhindert,
dass das von dem mindestens einen Leuchtmittel emittierte Licht den Lichtleiter über
seine Rückseite verlässt. Bevorzugt wird das von dem mindestens einen Leuchtmittel
emittierte Licht im Wesentlichen nur radial, d. h. über den vollen Umfang oder entlang
mindestens einer Teillänge des Umfanges des Flansches emittiert wird. Hierdurch kann
die Lichtstärke der Beleuchtung erhöht werden. Vorteilhafterweise kann die reflektierende
Oberfläche der Abschirm- und Reflexionsfolie nach einer weiteren Ausgestaltung der
Erfindung derart ausgestaltet sein, dass diese Oberfläche diffus reflektierend und/oder
lichtstreuend ist und in Zusammenwirkung mit dem Flansch das, von dem mindestens einem
Lichtleiter emittierte Licht homogenisiert, um eine stilvolle und nicht blendende
Beleuchtung zu erzeugen.
[0017] Vorzugsweise ist auch die Vorderseite des Flansches zumindest mittelbar mit einer
Abschirm- und Reflexionsfolie versehen, wobei diese Folie aus einer Vorderansicht
vor dem mindestens einen Leuchtmittel angeordnet und ihre reflektierende Seite den
Leuchtmitteln zugewandt ist. Diese Abschirm- und Reflexionsfolie verhindert eine ungewollte
und oft vom Nutzer bzw. Kunden als störend empfundene Lichtemission in Richtung einer
Betätigungsplatte bzw. durch Spalte zwischen Betätigungselementen und der Aufnahme
der Betätigungselemente. Darüber hinaus verbessert die Verwendung von mindestens einer
Abschirm- und Reflexionsfolie die integrierte Beleuchtung bei einer Nachrüstung vorhandener
Sanitärinstallationen, insbesondere vorhandener Betätigungsplatten.
[0018] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Befestigungsrahmens
besteht darin, dass das mindestens eine Leuchtmittel aus einer oder mehrerer Leuchtdioden
(LEDs) gebildet ist. Leuchtdioden können mit einer für den Menschen ungefährlichen
Kleinspannung betrieben werden und entweder durch Batterien oder Netzspannung gespeist
werden. Zudem zeichnen sich LEDs durch relativ kleine Abmessungen, durch eine lange
Lebensdauer sowie durch einen geringen Energieverbrauch aus und sind in vielen Lichtintensitäten
und Farben erhältlich.
[0019] Vorzugsweise ist das Leuchtmittel aus einer Vielzahl LEDs gebildet und beispielsweise
auf einer Platine oder mehreren Platinen angeordnet. Die einzelnen LEDs können dabei
in regelmäßigen oder gleichen Abständen und/oder in unregelmäßigen Abständen auf der
Platine verteilt sein. Durch eine frei wählbare Verteilung der einzelnen LEDs in dem
Leuchtmittel können gezielte Lichteindrücke erzeugt werden. So ist es beispielsweise
denkbar, dass in bestimmte Richtungen mehr oder weniger intensiv Licht aus einer oder
mehreren Umfangsflächen des als Lichtleiter ausgebildeten Flansches austritt und/oder
anstelle einer möglichst homogenen Beleuchtung regelmäßige oder unregelmäßige Beleuchtungsmuster,
z. B. ein Strahlenmuster oder Strahlenkranz, erzeugt werden.
[0020] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Befestigungsrahmens
weist mindestens eine Aufnahmestelle zur Aufnahme mindestens eines Sensors, insbesondere
eines optischen Näherungssensors, auf. Die mindestens eine Aufnahmestelle befindet
sich innerhalb des Flansches des Befestigungsrahmens und ist auf einer zumindest teilweise
oder im Wesentlichen planen und zum Flansch parallelen Fläche angeordnet, wobei der
Sensor vorzugsweise lösbar mit dem Befestigungsrahmen verbunden, beispielsweise eingesteckt
und/oder verrastet ist.
[0021] Vorzugsweise kann der Sensor Bewegungen in dem betreffenden Gebäuderaum, beispielsweise
Badezimmer, erfassen und bei einer Annäherung eines Benutzers das Leuchtmittel einschalten
oder dessen Einschaltung bewirken. Des Weiteren ist es möglich, dass der Sensor derart
ausgebildet oder hergerichtet ist, dass er erst ab einer gewissen Dunkelheit in dem
betreffenden Gebäuderaum reagiert. Somit hat der Sensor vorzugsweise zusätzlich eine
Dämmerungsfunktion, so dass er erst ab bestimmten Lichtverhältnissen in der Umgebung
der Betätigungsvorrichtung reagiert.
[0022] Für eine Festlegung der axialen Position des Sensors, wobei diese Achse senkrecht
zur Vorderseite des Flansches verläuft, besitzt der Sensor vorzugsweise Anschlagmittel,
beispielsweise kragenförmige Absätze.
[0023] Für eine wahlweise Positionierung des Sensors ist es vorteilhaft, dass der Befestigungsrahmen
nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung über mindestens zwei Aufnahmestellen
verfügt, wobei vorzugsweise mindestens eine der Aufnahmestellen mindestens teilweise
im Bereich der horizontalen Mittelachse des Befestigungsrahmens angeordnet ist, während
mindestens eine weitere der Aufnahmestellen mindestens teilweise im Bereich der vertikalen
Mittelachse des Befestigungsrahmens angeordnet ist. So kann der Sensor bei unterschiedlich
ausgeführten Betätigungsplatten jeweils passgenau hinter einem Spalt, der durch ein
Bedienelement, z. B. eine Taste, und eine Aufnahmeöffnung einer Betätigungsplatte,
in die das Bedienelement eingesetzt ist, begrenzt ist, positioniert werden und ist
in seiner Wirkweise nicht durch das Material der Betätigungsplatte eingeschränkt.
Dies ermöglicht die Verwendung von hochwertigen Materialien für die Betätigungsplatte,
beispielsweise Kunststoff, Glas, Metall und/oder Keramik.
[0024] Die oben angegebene Aufgabe der Erfindung wird insbesondere durch eine Betätigungsvorrichtung
der eingangs genannten Art mit einem erfindungsmäßen Befestigungsrahmen gelöst. Der
Befestigungsrahmen kann dabei gemäß der voranstehend angegebenen Ausgestaltungen ausgeführt
sein.
[0025] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer mehrere Ausführungsbeispiele darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel eines Befestigungsrahmens in einer Draufsicht;
- Fig. 2
- ein Ausführungsbeispiel eines Befestigungsrahmens mit mindestens einem Leuchtmittel
und mindestens einer Abschirm- und Reflexionsfolie vor und hinter dem Befestigungsrahmen
sowie einen optischen Sensor in einer Vorderansicht;
- Fig. 3
- ein Ausführungsbeispiel für eine kompatible Betätigungsplatte in einer Vorderansicht;
und
- Fig. 4
- ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine kompatible Betätigungsplatte in einer Vorderansicht.
[0026] Die Fig. 1 und 2 zeigen ein Ausführungsbeispiel eines Befestigungsrahmens 1, welcher
der Montage einer Betätigungsplatte 2 zur Betätigung eines Ventils einer Sanitärinstallation,
beispielsweise eines Ablaufventils eines Unterputzspülkastens dient. Der Befestigungsrahmen
1 hat einen Flansch 3 und einen kragenförmigen Abschnitt 1.1 sowie Befestigungsausnehmungen,
vorzugsweise Befestigungslöcher 1.2. Der kragenförmige Abschnitt 1.1 wird bei der
Montage des Befestigungsrahmens 1 in eine in einer Vorwand ausgebildete Revisionsöffnung
eingesetzt. Der Befestigungsrahmen 1 ist dabei derart ausgebildet, dass sein Flansch
3 zwischen der Vorwand und der an dem Befestigungsrahmen 1 lösbar befestigten Betätigungsplatte
2 angeordnet ist. Der Flansch 3 kann dabei eine Schattenfuge zwischen Vorwand und
Betätigungsplatte 2 begrenzen.
[0027] Der Befestigungsrahmen 1 ermöglicht eine koronaartige Beleuchtung der Betätigungsplatte
sowie ein indirektes Beleuchten eines Gebäuderaumes, beispielsweise eines Badezimmers.
Zur Erzeugung einer indirekten Beleuchtung ist der Flansch 3 des Befestigungsrahmens
1 als Lichtleiter ausgebildet und mit einem Leuchtmittel 4 versehen.
[0028] Die in Fig. 1 dargestellten Abschirm- und Reflexionsfolien 5 und 6 besitzen vorzugsweise
mindestens teilweise eine diffus reflektierende und/oder lichtstreuende Oberfläche
5.1 und 6.1 und können für eine Homogenisierung des in den Lichtleiter einfallenden
Lichtes beispielsweise auf der Rückseite 3.1 des Flansches 3 mindestens teilweise
aufgebracht sein, wobei die diffus reflektierende und/oder Licht streuende Oberfläche
der Abschirm- und Reflexionsfolie 5.1 dem Leuchtmittel 4 zugewandt ist.
[0029] Die von vorne betrachtet vor dem mindestens einen Leuchtmittel, angeordnete Abschirm-
und Reflexionsfolie 6 verhindert, dass Licht an der Vorderseite der Betätigungsplatte
2 direkt in den Gebäuderaum emittiert wird. Zusätzlich ist in dem Ausführungsbeispiel
gezeigt, dass das Leuchtmittel 4 derart ausgestaltet und angeordnet sein kann, dass
das Licht vorzugsweise in Richtung der Rückseite 3.1 des Flansches 3 emittiert wird.
[0030] Für Wartungs- und/oder Nachrüstzwecken ist das in Fig. 1 dargestellte Leuchtmittel
lösbar mit dem Flansch 3 des Befestigungsrahmens 1 verbunden. Somit kann beispielsweise
eine vorhandene Betätigungseinrichtung aufgewertet und/oder die Intensität und/oder
Farbe der Beleuchtung den Kundenwünschen entsprechend angepasst werden.
[0031] In Fig. 1 ist des Weiteren skizziert, dass das Leuchtmittel bevorzugt, aber nicht
ausschließlich aus einer beziehungsweise mehreren LEDs besteht und diese auf einer
Platine angeordnet sind. Nicht gezeigt ist die mögliche Anordnung der LEDs zueinander,
die bei dem erfindungsgemäßen Befestigungsrahmen regelmäßig und/oder unregelmäßig
ausgeführt sein kann.
[0032] Ein vorzugsweise optischer Sensor 7 zur Annäherungserfassung ist in den Fig. 1 und
2 zu erkennen. Zwei mögliche Aufnahmestellen 1.3 für den Sensor 7 in dem Befestigungsrahmen
1 sind in der Vorderansicht des Befestigungsrahmens 1 in Fig. 2 gezeigt, wobei die
Aufnahmestellen 1.3 auf einer zumindest teilweisen planen und zu der Vorder- und/oder
Rückseite des Flansches 3 parallelen Fläche 1.4 angeordnet sind.
[0033] Vorzugsweise ist eine der Aufnahmestellen 1.3 zumindest abschnittsweise im Bereich
der vertikalen Mittellinie 1.5 des Befestigungsrahmens 1 und die weitere Aufnahmestelle
1.3 im Bereich der horizontalen Mittellinie 1.5 des Befestigungsrahmens 1 positioniert.
Bedarfsweise kann der Befestigungsrahmen 1 über nur eine Aufnahmestelle 1.3 oder mehrere,
beispielsweise drei, vier oder noch mehr Aufnahmestellen 1.3 verfügen.
[0034] In dem Ausführungsbeispiel ist der Sensor 7 rückseitig in den Befestigungsrahmen
1 eingebracht, beispielsweise gesteckt, wobei ein kragenförmiger Absatz 7.1 des Sensors
7 die axiale Position desselben an dem Befestigungsrahmen 1 in Bezug auf eine senkrecht
auf der Ebene der Fläche 1.4 stehenden Achse festlegt, wobei Rastelemente 7.2 an dem
Sensor 7 diesen in dem Befestigungsrahmen 1 lösbar festhalten.
[0035] Der Flansch 3 ist derart ausgebildet, dass in Zusammenwirkung mit der mindestens
einen Abschirm- und Reflexionsfolie 5 das von dem mindestens einen Leuchtmittel 4
emittierte Licht homogenisiert wird und entlang des vollen Umfangs 3.2 oder entlang
mindestens einer Teillänge des Umfangs 3.2 des Flansches 3 austritt. Dazu ist der
Flansch 3 zumindest abschnittsweise aus einem mindestens teilweise transparenten,
transluzenten oder opaken Material, beispielsweise Kunststoff und/oder Glas, hergestellt.
[0036] Beispiele von mit dem erfindungsgemäßen Befestigungsrahmen 1 kombinierbaren Betätigungsplatten
2 sind in den Fig. 3 und Fig. 4 gezeigt. Bei einer Montage (nicht gezeigt) einer der
Betätigungsplatte an dem Befestigungsrahmen 1 der Betätigungsvorrichtung kann für
eine bedarfsgesteuerte Schaltung des Leuchtmittels mindestens ein Sensor 7, vorzugsweise
ein optischer Sensor, zur Annäherungserfassung vorhanden sein, wobei der Sensor 7
hinter der Betätigungsplatte 2 und hinter einem durch das mindestens eine Bedienelement
2.1 begrenzten Spalt 2.2 angeordnet Betätigungsplatte 2und lösbar mit dem Befestigungsrahmen
1 verbunden ist. Bei solch einer Anordnung können vorteilhafterweise für die Herstellung
der Betätigungsplatte 2 hochwertige Materialien verwendet werden, beispielsweise Metalle
und beschichtete Kunststoffe, ohne die Funktionsweise des Sensors 7 zu beeinträchtigen.
[0037] Die Ausführung der Erfindung ist nicht auf die in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
beschränkt. Vielmehr sind zahlreiche Varianten denkbar, die auch bei einer von den
Ausführungsbeispielen abweichenden Gestaltung von der Erfindung und ihren in den beigefügten
Ansprüchen angegebenen Ausgestaltungen Gebrauch machen. Beispielsweise kann der Flansch
3 auch mit einem separat hergestellten Lichtleiter versehen sein, der auf die Vorderseite
oder die Rückseite des Flansches 3 aufgebracht, beispielsweise aufgeklebt ist. Die
Rückseite, d.h. die dem Flansch abgewandte Seite, und/oder die dem Flansch 3 zugewandte
Seite des Lichtleiters ist dann vorzugsweise mindestens teilweise mit einer Abschirm-
und Reflexionsfolie 5 versehen.
1. Befestigungsrahmen (1) für eine Betätigungsplatte (2) zur Betätigung eines Ventils
einer Sanitärinstallation, insbesondere eines Ablaufventils eines Unterputzspülkastens,
mit einem Flansch (3) und einem kragenförmigen Abschnitt (1.1), wobei der Flansch
(3) oder der kragenförmige Abschnitt (1.1) Befestigungsausnehmungen, vorzugsweise
Befestigungslöcher (1.2) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Flansch (3) als Lichtleiter ausgebildet oder mit einem Lichtleiter versehen ist,
wobei der Flansch (3) mit mindestens einem Leuchtmittel (4) versehen ist.
2. Befestigungsrahmen (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückseite (3.1) des Flansches (3) oder der Lichtleiter mindestens teilweise mit
einer Abschirm- und Reflexionsfolie (5) versehen ist.
3. Befestigungsrahmen (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Flansch an seiner Vorderseite zumindest mittelbar mit einer Abschirm- und Reflexionsfolie
(6) versehen ist, die aus einer Vorderansicht vor dem mindestens einen Leuchtmittel
(4) angeordnet ist.
4. Befestigungsrahmen (1) nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschirm- und Reflexionsfolie (5 oder 6) eine diffus reflektierende und/oder
lichtstreuende Oberfläche (5.1 oder 6.1) aufweist.
5. Befestigungsrahmen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Leuchtmittel (4) derart ausgebildet und angeordnet ist, dass
es Licht in Richtung der Rückseite (3.1) des Flansches (3) emittiert.
6. Befestigungsrahmen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Leuchtmittel (4) lösbar mit dem Flansch (3) verbunden ist.
7. Befestigungsrahmen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Leuchtmittel (4) aus mindestens einer LED gebildet ist.
8. Befestigungsrahmen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Leuchtmittel (4) aus mehreren LEDs gebildet ist, wobei die LEDs auf einer Platine
in regelmäßigen oder gleichen Abständen und/oder in unregelmäßigen Abständen angeordnet
sind.
9. Befestigungsrahmen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsrahmen (1) mindestens eine Aufnahmestelle (1.3) für mindestens einen
Sensor (7), vorzugsweise einen optischen Sensor, zur Annäherungserfassung aufweist,
wobei der Sensor (7) lösbar mit dem Befestigungsrahmen (1) verbunden ist.
10. Befestigungsrahmen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsrahmen (1) mindestens zwei Aufnahmestellen (1.3) für eine wahlweise
Positionierung mindestens eines Sensors (7), vorzugsweise eines optischen Sensors,
zur Annäherungserfassung aufweist, wobei vorzugsweise eine der Aufnahmestellen (1.3)
im Bereich der horizontalen Mittelachse (1.6) des Befestigungsrahmens (1) angeordnet
ist und eine weitere der Aufnahmestellen (1.3) im Bereich der vertikalen Mittelachse
(1.5) des Befestigungsrahmens (1) angeordnet ist.
11. Befestigungsrahmen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 in Kombination mit Anspruch
2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Flansch (3) in Zusammenwirkung mit der mindestens einen Abschirm- und Reflexionsfolie
(5) das von dem mindestens einem Leuchtmittel (4) emittierte Licht homogenisiert,
wobei das Licht entlang des vollen Umfangs oder entlang mindestens einer Teillänge
des Umfangs des Flansches (3) austritt.
12. Befestigungsrahmen (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Flansch (3) zumindest abschnittsweise aus einem zumindest teilweise transparenten,
transluzenten oder opaken Material, vorzugsweise aus Kunststoff oder Glas, hergestellt
ist.
13. Betätigungsvorrichtung für ein Ventil einer Sanitärinstallation, insbesondere für
ein Ablaufventil eines Unterputzspülkastens, mit einem Befestigungsrahmen (1) für
eine Betätigungsplatte (2), wobei der Befestigungsrahmen (1) einen Flansch (3) und
einen kragenförmigen Abschnitt (1.1) aufweist, wobei der Flansch (3) oder der kragenförmige
Abschnitt (1.1) Befestigungsausnehmungen, vorzugsweise Befestigungslöcher (1.2) aufweist,
und mit einer Betätigungsplatte (2), die mindestens ein Bedienelement (2.1) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Flansch (3) als Lichtleiter ausgebildet oder mit einem Lichtleiter versehen ist,
wobei der Flansch (3) mit mindestens einem Leuchtmittel (4) versehen ist.
14. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsrahmen (1) mindestens eine Aufnahmestelle (1.3) für mindestens einen
Sensor (7), vorzugsweise einen optischen Sensor, zur Annäherungserfassung aufweist,
wobei der Sensor (7) hinter der Betätigungsplatte (2) und hinter einem durch das mindestens
eine Bedienelement begrenzten Spalt (2.2) angeordnet ist.
15. Betätigungsvorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsrahmen (1) gemäß dem Befestigungsrahmen (1) nach einem der Ansprüche
1 bis 12 ausgeführt ist.