[0001] Die Erfindung betrifft eine Halterung für ein Becken für eine Wandmontage.
[0002] Die Becken sind bevorzugt WC-Becken bzw. Klosettbecken oder Urinale. Die Becken können
auch Becken für eine andere Verwendung sein. Im Folgenden wird die Erfindung anhand
eines WC-Beckens beschrieben, ohne jedoch darin eine Beschränkung vornehmen zu wollen.
[0003] WC-Becken werden an Wänden montiert, ohne dass ein Teil des Beckens mit dem Fußboden
in Kontakt steht. Dazu sind an der Wand zunächst zwei Halterungsstangen, vorzugsweise
als Gewindestangen ausgebildet, sowie Wandanschlüsse für den Zulauf an Spülwasser
und für den Ablauf des Abwassers vorgesehen. Die vertikalen und horizontalen Abstände
dieser vier Montagekontakte ist genormt, so dass unterschiedliche WC-Becken an verschiedenen
Vorwandinstallationseinheiten verschiedener Hersteller montiert werden können.
[0004] Aus diesem Grund muss in der Regel vor einer Installation eines WC-Beckens die Höhe
des anzubringenden Beckens festgelegt werden, um dann die Vorwandmontage zu installieren.
Eine nachträgliche vertikale Anpassung der Position des Beckens ist dann nicht oder
nur mit hohem Montageaufwand möglich.
[0005] Aus dem Stand der Technik ist eine variabel einstellbare Installationsmimik bekannt,
die mit dem WC-Becken direkt verbunden ist und die eine vertikale Justierung der Montageposition
innerhalb vorgegebener Grenzen zulässt. Jedoch benötigt man dafür ein in besonderer
Weise ausgestalteten WC-Becken, das einen Bauraum für eine solche Installationsmimik
zur Verfügung stellt.
[0006] Daher liegt der vorliegenden Erfindung das technische Problem zugrunde, eine variabel
einsetzbare Halterung für ein Becken, insbesondere WC-Becken oder Urinal, für eine
Wandmontage anzugeben.
[0007] Das zuvor aufgeführte technische Problem wird erfindungsgemäß durch eine Halterung
gelöst mit einem Rahmen, mit einem Zulaufrohr, mit einem Ablaufrohr, mit Befestigungsöffnungen
zur Aufnahme von, beispielweise in der Wand und /oder in einem Installationselement
befestigten, Halterungsstangen und mit zwei Befestigungselementen, insbesondere als
Gewindestangen ausgebildet, zum Befestigen des Beckens am Rahmen, wobei das Zulaufrohr
mit einem in einer Wand installierten Zulauf und mit einem Zulauf des Beckens verbindbar
ist, wobei das Ablaufrohr mit einem in der Wand installierten Ablauf und mit einem
Ablauf des Beckens verbindbar ist, wobei die Befestigungsöffnungen ausgebildet sind,
um eine Wandmontage des Rahmens in mindestens zwei verschiedenen vertikalen Positionen
zu ermöglichen und wobei die wandseitigen Anschlüsse des Zulaufrohrs und des Ablaufrohrs
gegenüber den beckenseitigen Anschlüssen des Zulaufrohrs und des Ablaufrohrs vertikal
verstellbar sind.
[0008] Die vertikalen und horizontalen Abstände der beckenseitigen Anschlüsse sowie der
beiden Befestigungselementen entsprechen dabei den genormten Abständen, so dass ein
beliebiges Becken, insbesondere WC-Becken oder Urinal, beckenseitig an der Halterung
befestigt werden kann. In gleicher Weise entsprechen die vertikalen und horizontalen
Abstände der wandseitigen Anschlüsse sowie der Befestigungsöffnungen, in mindestens
zwei verschiedenen vertikalen Positionen der Halterung relativ zu der Wandmonatgeposition,
den genormten Abständen zwischen den wandseitig und/oder in einem Installationselement
vormontierten Halterungsstangen, Zulauf und Ablauf.
[0009] Dadurch ist gewährleistet, dass ein Becken, insbesondere ein WC-Becken oder Urinal,
mittels der Halterung mindestens in zwei verschiedenen vertikalen Positionen an der
Wand montiert werden kann. Dabei ist das Modell des Beckens nicht erheblich, da die
beckenseitigen Anschlüsse und Befestigungen die genormten Abstände aufweisen.
[0010] Somit kann auch nach dem Kauf eines Beckens und nach einer wandseitigen Vormontage
die vertikale Position des montierten Beckens verändert werden, ohne dass ein hoher
Aufwand durch eine Erneuerung der Wandmontage aufgebracht werden muss. Ebenso ist
nicht mehr notwendig, ein spezifisch ausgestaltetes WC-Becken mit integrierter verstellbarer
Halterung zu verwenden.
[0011] Für den Ausgleich der verschiedenen vertikalen Positionen der wandseitigen und der
beckenseitigen Elemente gibt es verschiedene Möglichkeiten.
[0012] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Halterung ist vorgesehen, dass zwischen den
wandseitigen Anschlüssen und den beckenseitigen Anschlüssen des Zulaufrohrs und des
Ablaufrohrs jeweils mindestens ein flexibler Schlauchabschnitt vorgesehen ist. Dadurch
kann grundsätzlich zwischen zwei vertikalen Anschlagpositionen jede Zwischenposition
eingenommen werden, so dass das Becken innerhalb vorgegebener Grenzen beliebig positioniert
werden kann. Die flexiblen Schlauchabschnitte können aus einem beliebigem Material
hergestellt sein und sind ausgebildet, um der Belastung des zulaufenden und des ablaufenden
Wassers standzuhalten.
[0013] Eine Alternative zur Ausgestaltung des Zulaufrohres und des Ablaufrohres mit einem
flexiblen Schlauchabschnitt besteht darin, dass das Zulaufrohr und das Ablaufrohr
einen stufenförmigen Verlauf mit jeweils einem Wandabschnitt, einem Beckenabschnitt
und einem zwischen dem Wandabschnitt und dem Beckenabschnitt schräg verlaufenden Winkelabschnitt
aufweisen, dass die Winkelabschnitte zweigeteilt sind, wobei jeweils ein Teil der
Winkelabschnitte mit dem Wandabschnitt und jeweils ein Teil der Winkelabschnitte mit
dem Beckenabschnitt drehfest verbunden ist, dass eine drehbare Flanschverbindung die
getrennten Teile der Winkelabschnitte verbindet und dass das Zulaufrohr und das Ablaufrohr
durch eine Drehung jeweils um eine Achse parallel zur Achse der wandseitigen Anschlüsse
und der beckenseitigen Anschlüsse verstellbar sind.
[0014] Dadurch ist es möglich, wie nachfolgend noch weiter in besonderen Ausgestaltungen
erläutert wird, durch ein Anheben oder Absenken der beckenseitigen Installation aus
Befestigungselementen sowie Zulaufrohr und Ablaufrohr innerhalb vorgegebener vertikaler
Grenzen einen vertikalen Versatz zu verwirklichen, wobei die wandseitige Installation
des Zulaufrohrs und des Ablaufrohrs weiterhin auf die wandseitig installierten Rohre
ausgerichtet bleiben. Die beschriebenen Rohrverbindungen können dabei an sich frei
beweglich sein und können manuell ausgerichtet werden.
[0015] In bevorzugter Weise kann allerdings ein Getriebe zum gemeinsamen Drehen des Zulaufrohrs
und des Ablaufrohrs vorgesehen sein. Das Getriebe weist eine mit dem Rahmen verbundene
Zahnstange auf und das Zulaufrohr und das Ablaufrohr sind mit einem zumindest einen
Teilkreis bildenden Zahnrad verbunden. Wenn der Rahmen angehoben wird, während die
wandseitigen Anschlüsse des Zulaufrohrs und des Ablaufrohrs angeschlossen sind, verdrehen
sich die Winkelabschnitte des Zulaufrohrs und des Ablaufrohrs gegeneinander und ermöglichen
eine relative Verschiebung der wand- und beckenseitigen Anschlüsse gegeneinander.
[0016] Eine weitere Verbesserung des Getriebes wird dadurch erreicht, dass der Rahmen wandseitig
mit einer ersten Mimik versehen ist und dass die erste Mimik Aufnahmeöffnungen für
eine Aufnahme der wandseitigen Halterungsstangen und Aufnahmeöffnungen für eine Aufnahme
des Zulaufrohres und des Ablaufrohres aufweist. Des Weiteren kann der Rahmen beckenseitig
mit einer zweiten Mimik versehen sein und die zweite Mimik kann die beckenseitigen
Befestigungselementen tragen und Aufnahmeöffnungen für eine Aufnahme der wandseitigen
Halterungsstangen und des Zulaufrohres und des Ablaufrohres aufweisen. Die beiden
Mimiken bewirken grundsätzlich wandseitig wie beckenseitig eine Positionierung des
Zulaufrohrs und des Ablaufrohrs sowie der Befestigungselemente zueinander.
[0017] Dabei ist es weiter bevorzugt, dass die Aufnahmeöffnungen für das Zulaufrohr und
das Ablaufrohr einen Innendurchmesser aufweisen, der etwas größer als der jeweilige
Außendurchmesser der beiden Rohre ist. Der dadurch entstehende Zwischenraum belässt
eine Beweglichkeit der beiden Rohre relativ zur jeweiligen Mimik.
[0018] Die Aufnahmeöffnungen der ersten und zweiten Mimiken für das Zulaufrohr und das Ablaufrohr
bieten wandseitig und beckenseitig jeweils ein Widerlager für die Rohre bei der durch
ein Anheben oder Absenken des Rahmens entstehenden Bewegung dar. Durch das Widerlager
entsteht automatisch ein Verdrehen der Winkelabschnitte des Zulaufrohrs und des Ablaufrohrs
in der Ebene der drehbaren Flanschverbindung und das vertikale Verstellen erfolgt,
ohne dass eine manuelle Nachjustierung erfolgen muss.
[0019] Des Weiteren können die Befestigungsöffnungen schlitzförmig ausgebildet sein und
sich vertikal erstrecken. In den Befestigungsöffnungen werden die beiden vormontierten
Halterungsstangen bzw. Gewindestangen zunächst vertikal positioniert und dann fixiert.
Anschließend kann dann das Becken an der Halterung in der vertikal angepassten Position
befestigt werden.
[0020] Alternativ dazu können die Befestigungsöffnungen aus mindestens zwei vertikal übereinander
angeordneter Öffnungen bestehen. Somit wird ein Raster an Öffnungen zur Verfügung
gestellt, das zwar keine stufenlose vertikale Positionierung der Halterung an der
Wand, jedoch ein leichteres Fixieren der Position ermöglicht.
[0021] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die
Zeichnung erläutert. In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1, 1a
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Halterung in einer ersten vertikalen
Einstellung,
- Fig. 2, 2a
- das in Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel einer zweiten vertikalen Einstellung,
- Fig. 3
- ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Halterung in einer perspektivischen
Ansicht auf die wandseitigen Anschlüsse,
- Fig. 4
- die in Fig. 3 gezeigte Halterung ohne wandseitige Mimik,
- Fig. 5
- die in den Fig. 3 und 4 gezeigte Halterung in einer perspektivischen Ansicht auf die
beckenseitigen Anschlüsse und
- Fig. 6
- das in den Fig. 3 bis 5 dargestellte Ausführungsbeispiel mit einer um 90° verdrehten
Anordnung des Zulaufrohres und des Ablaufrohres.
[0022] In der nachfolgenden Beschreibung der verschiedenen erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiele
werden Bauteile und Elemente mit gleicher Funktion und gleicher Wirkungsweise mit
denselben Bezugszeichen versehen, auch wenn die Bauteile und Elemente bei den verschiedenen
Ausführungsbeispielen in ihrer Dimension oder Form Unterschiede aufweisen können.
[0023] In den Fig. 1 und 2 ist ein erstes Ausführungsbeispiel einer Halterung 2 für ein
WC-Becken 4 für eine Wandmontage dargestellt. Die Halterung 2 weist einen Rahmen 6
auf, der eine vorgegebene horizontale Bautiefe aufweist, die für die nachfolgende
Konstruktion der vertikal verstellbaren Elemente erforderlich ist.
[0024] Der Rahmen 6 weist ein Zulaufrohr 8 und ein Ablaufrohr 10 sowie zwei Befestigungsöffnungen
12 zur Aufnahme von in der Wand befestigten Halterungsstangen 14 auf. Des Weiteren
sind zwei Befestigungselemente in Form von Gewindestangen 16 zum Befestigen des WC-Beckens
4 am Rahmen 6 vorgesehen. Das Zulaufrohr 8 ist mit einem in einer Wand 18 installierten
Zulauf 20 und mit einem Zulauf 22 des Beckens 4 verbunden und das Ablaufrohr 10 ist
mit einem in der Wand 18 installierten Ablauf 24 und mit einem Ablauf 26 des Beckens
4 verbunden.
[0025] Die Befestigungsöffnungen 12 sind weiterhin so ausgebildet, dass eine Wandmontage
der Halterung 6 und somit des WC-Beckens 4 in mindestens zwei verschiedenen vertikalen
Positionen möglich ist, was in den beiden Fig. 1 und 2 dargestellt ist.
[0026] Erfindungsgemäß sind die wandseitigen Anschlüsse des Zulaufrohrs 8 und des Ablaufrohrs
10 gegenüber den beckenseitigen Anschlüssen des Zulaufrohrs 8 und des Ablaufrohrs
10 vertikal verstellbar. Dadurch wird die Variabilität der vertikalen Position des
WC-Beckens 4 relativ zur Wand erreicht.
[0027] Für den Ausgleich der verschiedenen vertikalen Positionen ist bei dem in den Fig.
1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel zwischen den wandseitigen Anschlüssen und
den beckenseitigen Anschlüssen des Zulaufrohrs 8 und des Ablaufrohrs 10 jeweils mindestens
ein flexibler Schlauchabschnitt 8a und 10a vorgesehen. Dadurch kann die Funktion der
Halterung 2 und der vertikale Ersatz stufenlos verwirklicht werden.
[0028] Wie in den Fig. 1 und 2 gezeigt wird, sind die Befestigungsöffnungen 12 schlitzförmig
ausgebildet und erstrecken sich vertikal. Dadurch können die Halterungsstangen 14
in vertikaler Richtung an verschiedenen Stellen positioniert werden. Dadurch wird
die gesamte Halterung 2 in vertikaler Richtung an verschiedenen Positionen positionierbar
und das WC-Becken kann in seiner montierten Position vertikal eingerichtet werden.
Dabei zeigt Fig. 1 eine höchste vertikale Positionierung des WC-Beckens 4 und Fig.
2 eine niedrigste Positionierung.
[0029] Die Fig. 1a und 2a zeigen ein gegenüber der vorigen Ausführungsform abgeändertes
Ausführungsbeispiel, wobei gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet
sind. In Fig. 1a sind in der dargestellten Ausgangsposition - im Gegensatz zur Fig.
1 - die Halterungsstangen 14 am oberen - und nicht am unteren - Ende der Befestigungsöffnungen
12 angeordnet. In der in Fig. 2a dargestellten Position befinden sich die Halterungsstangen
14 am unteren Ende der Befestigungsöffnungen 12, im Gegensatz zur Fig. 2, in der der
Anschlag am oberen Ende gezeigt ist.
[0030] Die in Fig. 2a gezeigte Position führt dazu, dass das Ablaufrohr 10 vom WC-Becken
4 aus gesehen nach unten verläuft, während in Fig. 2d ein Anstieg zu erkennen ist.
Die Anordnung nach Fig. 2a hat dabei den Vorteil, dass sich der Wasserspiegel innerhalb
des WC-Beckens nicht erhöht, wenn das WC-Becken in die in Fig. 2a gezeigte Position
verstellt wird. Bei der in Fig. 2 dargestellten Position kommt es dagegen zu einem
Anheben des Wasserspegels innerhalb des WC-Beckens.
[0031] In den Fig. 3 bis 6 ist ein weiteres erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel einer
Halterung 2 dargestellt, wobei gleiche Bezugszeichen gleiche Bauteile wie in den Fig.
1 und 2 bezeichnen. Die Halterung 2 ist in den Fig. 3 bis 6 ohne Wandinstallation
(bis auf die Haltestangen 14) und ohne ein montiertes WC-Becken dargestellt.
[0032] In den Fig. 3 bis 6 sind der Rahmen 6, das Zulaufrohr 8, das Ablaufrohr 10, Befestigungsöffnungen
12, die Haltestangen 14 und die beiden Gewindestangen 16 dargestellt.
[0033] Zudem weisen das Zulaufrohr 8 und das Ablaufrohr 10 einen stufenförmigen Verlauf
mit jeweils einem Wandabschnitt 8b, 10b, einem Beckenabschnitt 8c, 10c und einem zwischen
dem Wandabschnitt 8b, 10b und dem Beckenabschnitt 8c, 10c schräg verlaufenden Winkelabschnitt
8d, 10d auf. Die Winkelabschnitte 8d, 10d sind zweigeteilt sind, wobei jeweils ein
Teil der Winkelabschnitte 8d, 10d mit dem Wandabschnitt 8b, 10b und jeweils ein Teil
der Winkelabschnitte 8d, 10d mit dem Beckenabschnitt 8c, 10c drehfest verbunden ist.
Des Weiteren verbindet jeweils eine drehbare Flanschverbindung 8e, 10e die getrennten
Teile der Winkelabschnitte 8d, 10d. Die Ebene der Flanschverbindung 8e, 10e verläuft
dabei im Wesentlichen senkrecht zu den Achsen der Wandabschnitte 8b, 10b und der Beckenabschnitt
8c, 10c. Somit sind das Zulaufrohr 8 und das Ablaufrohr 10 durch eine Drehung jeweils
um eine Achse parallel zur Achse der wandseitigen Anschlüsse und der beckenseitigen
Anschlüsse verstellbar.
[0034] Wie insbesondere Fig. 4 weiter zeigt, ist ein Getriebe zum gemeinsamen Drehen des
Zulaufrohrs 8 und des Ablaufrohrs 10 vorgesehen. Das Getriebe weist eine mit dem Rahmen
6 verbundene Zahnstange 30 auf und das Zulaufrohr 8 und das Ablaufrohr 10 sind mit
einem zumindest einen Teilkreis bildenden Zahnrad 32, 34 verbunden. Die Zahnräder
32, 34 sind mit der Zahnstange 30 verbunden und werden durch diesen Eingriff zu einer
Drehbewegung angetrieben, wenn der Rahmen 6 angehoben oder abgesenkt wird. Durch die
Drehbewegung werden die vertikalen Positionen der wandseitigen Anschlüsse und der
beckenseitigen Anschlüsse des Zulaufrohrs 8 und des Ablaufrohrs 10 relativ zueinander
verstellt. Sind die wandseitigen Anschlüsse mit dem (beispielweise in den Fig. 1 und
2 gezeigten) wandseitigen Zulauf 20 und dem wandseitigen Ablauf 24 verbunden, bewegen
sich die beckenseitigen Anschlüsse des Zulaufrohrs 8 und des Ablaufrohrs 10 vertikal
nach oben oder unten.
[0035] Die Fig. 3 bis 5 zeigen eine untere bzw. niedrige Positionierung der beckenseitigen
Anschlüsse in einer relativ zu den wandseitigen Anschlüssen. In dieser Einstellung
verlaufen die beiden Teile der Winkelabschnitte 8d, 10d im Wesentlichen gradlinig
zueinander. Um eine höhere bzw. obere Position der beckenseitigen Anschlüsse zu erreichen,
müssen die Wandabschnitte 8b, 10b und die Beckenabschnitte 8c, 10c jeweils gegenläufig
um 90° oder 180° gedreht werden.
[0036] In der oberen Position (nach einer 180°-Drehung) verlaufen die beiden Teile der Winkelabschnitte
8d, 10d im Wesentlichen gradlinig zueinander. In einer nur um 90° gedrehten Zwischenstellung
verlaufen die beiden Teile der Winkelabschnitte 8d, 10d im Wesentlichen in einem Winkel
zueinander und bilden einen abgewinkelten Verlauf aus. Diese Position ist in Fig.
6 dargestellt. Dabei kommt es zudem zu einer Verkürzung des Abstandes zwischen den
Wandabschnitten 8b, 10b und dem Beckenabschnitten 8c, 10c, die bei der Montage des
WC-Beckens berücksichtigt werden muss.
[0037] Weiterhin zeigt Fig. 3, dass der Rahmen 6 wandseitig mit einer ersten Mimik 40 versehen
ist und dass die erste Mimik 40 Aufnahmeöffnungen 42, 44 für eine Aufnahme der wandseitigen
Halterungsstangen 14 und Aufnahmeöffnungen 46 und 48 für eine Aufnahme des Zulaufrohres
8 und des Ablaufrohres 10 aufweist. Dabei sind die Aufnahmeöffnungen 42, 44 an den
Durchmesser der Halterungsstangen 14 angepasst, während die Aufnahmeöffnungen 46 und
48 jeweils etwas größer als die entsprechenden Außendurchmesser des Zulaufrohrs 8
zw. des Ablaufrohrs 10 sind.
[0038] Fig. 5 zeigt wiederum, dass der Rahmen 6 beckenseitig mit einer zweiten Mimik 50
versehen ist und dass die zweite Mimik 50 die beckenseitigen Gewindestangen 16 trägt
und Aufnahmeöffnungen 52 und 54 für eine Aufnahme des Zulaufrohres 8 und des Ablaufrohres
10 aufweist. Auch hier weisen die Aufnahmeöffnungen 52 und 54 einen Innendurchmesser
auf, der etwas größer als der Außendurchmesser der Zulaufrohrs 8 und des Ablaufrohrs
10 ist.
[0039] Die beiden Mimiken 40 und 50 bewirken somit, dass die relativen vertikalen und horizontalen
Abstände zwischen den Anschlüssen des Zulaufrohrs 8 und des Ablaufrohrs 10 und Halterungsstangen
14 bzw. der Gewindestangen 16 sowohl wandseitig als auch beckenseitig im Wesentlichen
eingehalten werden.
[0040] Wenn das Zulaufrohr 8 und das Ablaufrohr 10 mit den entsprechenden Wandanschlüssen
befestigt sind, kann der Rahmen 6 und somit die Mimi 50 beckenseitig vertikal bewegt
werden, so dass durch das Getriebe 30, 32 und 34 das zulaufrohr 8 und das Ablaufrohr
10 gedreht werden. Somit gelangen die beiden Wandabschnitte 8b und 10b mit den wandseitigen
Aufnahmeöffnungen 46 und 48 sowie die Beckenabschnitt 8c und 10c mit den Aufnahmeöffnungen
52 und 54 in Kontakt. Die dadurch entstehen Widerlager führen dann zu einer Drehbewegung
der Teile der Winkelabschnitt 8c und 10c um die drehbaren Flanschverbindung 8e, 10e
und somit zu einem vertikalen Versatz der wandseitigen und beckenseitigen Anschlüsse
der Rohre 8 und 10. Dadurch wird eine manuelle Justierung der Rohabschnitte weitestgehend
vermieden.
[0041] Wie die Fig. 3 bis 5 weiterhin zeigen, sind die beiden Befestigungsöffnungen 12 als
vertikal verlaufende Schlitze ausgebildet, so dass die Halterungsstangen 14 an beliebigen
Positionen innerhalb der Befestigungsöffnungen 12 fixiert werden können. Dazu können
Schraubmuttern oder - wie in Fig. 5 gezeigt -Spannhebel 56 mit Unterlegscheiben 58
vorgesehen sein. In dieser Weise kann die Halterung 2 in ihrer vertikalen Position
fixiert werden.
1. Halterung für ein Becken für eine Wandmontage,
- mit einem Rahmen (6),
- mit einem Zulaufrohr (8),
- mit einem Ablaufrohr (10),
- mit Befestigungsöffnungen (12) zur Aufnahme von Halterungsstangen (14) und
- mit Befestigungselementen (16) zum Befestigen des Beckens am Rahmen (6),
- wobei das Zulaufrohr (8) mit einem in einer Wand installierten Zulauf und mit einem
Zulauf des Beckens verbindbar ist,
- wobei das Ablaufrohr (10) mit einem in der Wand installierten Ablauf und mit einem
Ablauf des Beckens verbindbar ist,
- wobei die Befestigungsöffnungen (12) ausgebildet sind, um eine Wandmontage des Rahmens
(6) in mindestens zwei verschiedenen vertikalen Positionen zu ermöglichen und
- wobei die wandseitigen Anschlüsse des Zulaufrohrs (8) und des Ablaufrohrs (10) gegenüber
den beckenseitigen Anschlüssen des Zulaufrohrs (8 und des Ablaufrohrs (10) vertikal
verstellbar sind.
2. Halterung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen den wandseitigen Anschlüssen und den beckenseitigen Anschlüssen des Zulaufrohrs
(8) und des Ablaufrohrs (10) jeweils mindestens ein flexibler Schlauchabschnitt (8a,
10a) vorgesehen ist.
3. Halterung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das Zulaufrohr (8) und das Ablaufrohr (10) einen stufenförmigen Verlauf mit jeweils
einem Wandabschnitt (8b, 10b), einem Beckenabschnitt (8c, 10c) und einem zwischen
dem Wandabschnitt (8b, 10b) und dem Beckenabschnitt (8c, 10c) schräg verlaufenden
Winkelabschnitt (8d, 10d) aufweisen,
- dass die Winkelabschnitte (8d, 10d) zweigeteilt sind, wobei jeweils ein Teil der Winkelabschnitte
(8d, 10d) mit dem Wandabschnitt (8b, 10b) und jeweils ein Teil der Winkelabschnitte
(8d, 10d) mit dem Beckenabschnitt (8c, 10c) drehfest verbunden ist,
- dass eine drehbare Flanschverbindung (8e, 10e) die getrennten Teile der Winkelabschnitte
(8d, 10d) verbindet und
- dass das Zulaufrohr (8) und das Ablaufrohr (10) durch eine Drehung jeweils um eine Achse
parallel zur Achse der wandseitigen Anschlüsse und der beckenseitigen Anschlüsse verstellbar
sind.
4. Halterung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Getriebe (30, 32, 34) zum gemeinsamen Drehen des Zulaufrohrs (8) und des Ablaufrohrs
(10) vorgesehen ist.
5. Halterung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Getriebe eine mit dem Rahmen (6) verbundene Zahnstange (30) aufweist und das
Zulaufrohr (8) und das Ablaufrohr (10) mit einem zumindest einen Teilkreis bildenden
Zahnrad (32, 34) verbunden sind.
6. Halterung nach Anspruch einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der Rahmen (6) wandseitig mit einer ersten Mimik (40) versehen ist und
- dass die erste Mimik (40) Aufnahmeöffnungen (42, 44) für eine Aufnahme der wandseitigen
Halterungsstangen (14) und Aufnahmeöffnungen (46, 48) für eine Aufnahme des Zulaufrohres
(8) und des Ablaufrohres (10) aufweist.
7. Halterung nach Anspruch einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der Rahmen (6) beckenseitig mit einer zweiten Mimik (50) versehen ist und
- dass die zweite Mimik (50) die beckenseitigen Befestigungselemente (16) trägt und Aufnahmeöffnungen
(52, 54) für eine Aufnahme des Zulaufrohres (8) und des Ablaufrohres (10) aufweist.
8. Halterung nach Anspruch einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Befestigungsöffnungen (12) schlitzförmig ausgebildet sind und sich vertikal erstrecken.
9. Halterung nach Anspruch einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Befestigungsöffnungen aus mindestens zwei vertikal übereinander angeordneter
Öffnungen bestehen.