(19)
(11) EP 3 711 891 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
23.09.2020  Patentblatt  2020/39

(21) Anmeldenummer: 19163549.9

(22) Anmeldetag:  18.03.2019
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B23K 9/095(2006.01)
B23K 9/32(2006.01)
B23K 9/10(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(71) Anmelder: Fronius International GmbH
4643 Pettenbach (AT)

(72) Erfinder:
  • Lattner, Peter
    4643 Pettenbach (AT)
  • Günther, Neubacher
    4643 Pettenbach (AT)
  • Eckl, Bernhard
    4643 Pettenbach (AT)
  • Strasser, Manuel
    4643 Pettenbach (AT)
  • Hörzing, Axel
    4643 Pettenbach (AT)

(74) Vertreter: Isarpatent 
Patent- und Rechtsanwälte Behnisch Barth Charles Hassa Peckmann & Partner mbB Friedrichstrasse 31
80801 München
80801 München (DE)

   


(54) BEDIENPANEL FÜR EIN SCHWEISSGERÄT ; SCHWEISSGERÄT MIT EINEM SOLCHEN PANEL ; VERFAHREN ZUM KONFIGURIEREN VON SCHWEISSPARAMETER EINES SOLCHEN SCHWEISSGERÄTES


(57) Diese Anmeldung betrifft ein Bedienpanel (1) für ein Schweißgerät mit einer Schweißparameteranzeigeeinheit (2) zur Anzeige von Schweißparametern und mit mindestens einem durch einen Nutzer manuell betätigbaren Bedienelement (3), wobei das Bedienpanel (1) durch Betätigen des Bedienelementes (3) zwischen einem Schweißparameter-Auswahlmodus und einem Schweißparameter-Editiermodus umschaltbar ist, wobei in dem Schweißparameter-Auswahlmodus durch Drehen des Bedienelementes (3) einer der Schweißparameter der Schweißparameteranzeigeeinheit (2) auswählbar ist, und wobei in dem Schweißparameter-Editiermodus durch Drehen des Bedienelementes (3) ein Parameterwert eines ausgewählten Schweißparameters der Schweißparameteranzeigeeinheit (2) einstellbar ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Bedienpanel für ein Schweißgerät sowie ein Verfahren zum Konfigurieren von Schweißparametern eines Schweißgerätes mittels eines Bedienpanels.

[0002] Herkömmliche Schweißgeräte verfügen über ein Bedienpanel zur Bedienung des Schweißgerätes, insbesondere zur Einstellung von Schweißparametern eines von dem Schweißgerät durchgeführten Schweißprozesses. Die wesentlichen Schweißparameter lassen sich dabei mit Tasten anwählen, mittels eines Einstellrades verändern und während des Schweißprozesses auf einer Digitalanzeige anzeigen.

[0003] Die Auswahl von Schweißparametern, insbesondere zur Einstellung eines entsprechenden Schweißparameterwertes, erfolgt dabei in der Regel mittels Tasten bzw. Tastern. Das Vorsehen derartiger Tasten auf einem herkömmlichen Bedienpanel hat einerseits den Nachteil, dass das Bedienpanel für einen Nutzer relativ unübersichtlich wird und somit die Eingabe von Schweißparametern erschwert und andererseits die Tasten auf dem Bedienpanel Raum einnehmen, sodass eine Miniaturisierung bzw. Verkleinerung des Bedienpanels, insbesondere bei tragbaren Schweißgeräten, erschwert bzw. verhindert wird.

[0004] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Bedienpanel für ein Schweißgerät zu schaffen, das eine einfache und fehlerfreie Eingabe von Schweißparametern ermöglicht und wenig Fläche bei der Integration in ein Schweißgerät benötigt.

[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Bedienpanel für ein Schweißgerät mit den in Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst.

[0006] Die Erfindung schafft demnach ein Bedienpanel für ein Schweißgerät mit
einer Schweißparameteranzeigeeinheit zur Anzeige von Schweißparametern und mit
mindestens einem durch einen Nutzer manuell betätigbaren Bedienelement, wobei das Bedienpanel durch Ziehen oder Drücken des Bedienelementes zwischen einem Schweißparameter-Auswahlmodus und einem Schweißparameter-Editiermodus umschaltbar ist,
wobei in dem Schweißparameter-Auswahlmodus durch Drehen des Bedienelementes einer der Schweißparameter der Schweißparameteranzeigeeinheit auswählbar ist, und
wobei in dem Schweißparameter-Editiermodus durch Drehen des Bedienelementes ein Parameterwert eines ausgewählten Schweißparameters der Schweißparameteranzeigeeinheit einstellbar ist.

[0007] Das erfindungsgemäße Bedienpanel bietet den Vorteil, dass das Bedienelement sowohl für ein Umschalten zwischen zwei Betriebsmodi als auch zur Einstellung von Parameterwerten eingesetzt werden kann. Hierdurch kann sonst für weitere Bedienelemente, insbesondere Tasten oder dergleichen, benötigter Platz eingespart werden, sodass das Bedienpanel insgesamt relativ wenig Platz erfordert. Das erfindungsgemäße Bedienpanel kann somit auch an Schweißgeräten mit einem relativ kleinen Gehäuse platzsparend vorgesehen werden, insbesondere auch bei tragbaren Schweißgeräten. Weiterhin wird die Übersichtlichkeit des Bedienpanels erhöht, sodass die Auswahl von Betriebsmodi und/oder die Einstellung von Parameterwerten für einen Nutzer erleichtert wird und Eingaben zuverlässiger erfolgen.

[0008] Bei einer möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bedienpanels weist das manuell betätigbare Bedienelement ein inkremental einstellbares Bedienrad auf.

[0009] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bedienpanels wird ein Schweißparameter jeweils durch ein zugehöriges Anzeigesegment einer partitionierten Funktionskurve der Schweißparameteranzeigeeinheit angezeigt.
Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bedienpanels weist das Anzeigesegment der partitionierten Funktionskurve der Schweißparameteranzeigeeinheit einen transparenten Kunststoffblock auf, der von einer oder mehreren dimmbaren Leuchtmitteln, insbesondere lichtemittierenden Dioden, beleuchtbar ist.

[0010] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bedienpanels ist die zu dem Nutzer hin gerichtete Oberfläche jedes transparenten Kunststoffblockes eines Anzeigesegmentes der partitionierten Funktionskurve zur Erhöhung der Lichtstreuung oberflächenbehandelt.

[0011] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bedienpanels ist in dem Schweißparameter-Editiermodus das Anzeigesegment des ausgewählten Schweißparameters innerhalb der partitionierten Funktionskurve der Schweißparameteranzeigeeinheit durch die zugehörigen Leuchtmittel mit voller ungedimmter Leuchtkraft beleuchtet, während die Anzeigesegmente der übrigen nicht ausgewählten Schweißparameter innerhalb der partitionierten Funktionskurve der Schweißparameteranzeigeeinheit durch die zugehörigen Leuchtmittel nicht beleuchtet sind.

[0012] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bedienpanels ist in dem Schweißparameter-Auswahlmodus das Anzeigesegment des ausgewählten Schweißparameters innerhalb der partitionierten Funktionskurve der Schweißparameteranzeigeeinheit durch die zugehörigen Leuchtmittel mit voller ungedimmter Leuchtkraft beleuchtet, während die Anzeigesegmente der übrigen nicht ausgewählten Schweißparameter innerhalb der partitionierten Funktionskurve der Schweißparameteranzeigeeinheit durch die zugehörigen Leuchtmittel mit gedimmter Leuchtkraft beleuchtet sind.

[0013] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bedienpanels wechselt das Bedienpanel nach Starten eines durch das Schweißgerät ausgeführten Schweißvorganges in einen Schweißparameter-Anzeigemodus.

[0014] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bedienpanels werden die Schweißparameter in der partitionierten Funktionskurve der Schweißparameteranzeigeeinheit des Bedienpanels nach Starten des Schweißvorganges in dem Schweißparameter-Anzeigemodus in verschiedenen aufeinanderfolgenden Phasen des Schweißvorganges entsprechend dem in dem Schweißparameter-Editiermodus eingestellten Parameterwert sequenziell angezeigt und zur Vornahme des Schweißvorganges durch eine Schweißstromquelle des Schweißgerätes physikalisch eingestellt.

[0015] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bedienpanels ist in dem Schweißparameter-Anzeigemodus das Anzeigesegment des aktuell aktiven von der Schweißstromquelle des Schweißgerätes physikalisch eingestellten Schweißparameters innerhalb der partitionierten Funktionskurve der Schweißparameteranzeigeeinheit durch die zugehörigen Leuchtmittel mit gedimmter Leuchtkraft beleuchtet.

[0016] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bedienpanels weist das Bedienpanel mindestens eine Digitalanzeige zur Anzeige eines Parameterwertes eines in dem Schweißparameter-Auswahlmodus ausgewählten Schweißparameters oder eines während des Schweißvorganges von der Schweißstromquelle des Schweißgerätes aktiv eingestellten Schweißparameters auf.

[0017] Die Erfindung schafft ferner gemäß einem weiteren Aspekt ein Schweißgerät mit den in Patentanspruch 12 angegebenen Merkmalen.

[0018] Die Erfindung schafft demnach ein Schweißgerät mit einem Bedienpanel gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung und mit einer Schweißstromquelle zur Einstellung von Schweißparametern während des Schweißvorganges entsprechend der in dem Schweißparameter-Editiermodus eingestellten Parameterwerte der in dem Schweißparameter-Auswahlmodus ausgewählten Schweißparameter.

[0019] Die Erfindung schafft ferner gemäß einem weiteren Aspekt ein Verfahren zur Konfiguration von Schweißparametern eines Schweißgerätes mit den in Patentanspruch 13 angegebenen Merkmalen.

[0020] Die Erfindung schafft demnach ein Verfahren zum Konfigurieren von Schweißparametern eines Schweißgerätes mittels eines manuell betätigbaren Bedienpanels des Schweißgerätes gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung, wobei für jeden zu konfigurierbaren Schweißparameter die folgenden Schritte ausgeführt werden:

Schalten des Bedienpanels in einen Schweißparameter-Auswahlmodus durch Drücken oder Ziehen eines Bedienelementes des Bedienpanels,

Drehen des Bedienelementes in dem Schweißparameter-Auswahlmodus zur Auswahl des zu konfigurierenden Schweißparameters,

Umschalten von dem Schweißparameter-Auswahlmodus in einen Schweißparameter-Editiermodus des Schweißgerätes durch erneutes Drücken des Bedienelementes des Bedienpanels und Drehen des Bedienelementes in dem Schweißparameter-Editiermodus zum Einstellen eines Schweißparameterwertes des ausgewählten zu konfigurierenden Schweißparameters.



[0021] Bei einer möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird in dem Schweißparameter-Editiermodus das Anzeigesegment des ausgewählten Schweißparameters innerhalb einer partitionierten Funktionskurve der Schweißparameteranzeigeeinheit durch die zugehörigen Leuchtmittel mit voller ungedimmter Leuchtkraft beleuchtet, während die Anzeigesegmente der übrigen nicht ausgewählten Schweißparameter innerhalb der partitionierten Funktionskurve der Schweißparameteranzeigeeinheit durch die zugehörigen Leuchtmittel nicht beleuchtet werden.

[0022] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird in dem Schweißparameter-Auswahlmodus das Anzeigesegment des ausgewählten Schweißparameters innerhalb der partitionierten Funktionskurve der Schweißparameteranzeigeeinheit durch die zugehörigen Leuchtmittel mit voller ungedimmter Leuchtkraft beleuchtet, während die Anzeigesegmente der übrigen nicht ausgewählten Schweißparameter innerhalb der partitionierten Funktionskurve der Schweißparameteranzeigeeinheit durch die zugehörigen Leuchtmittel mit gedimmter Leuchtkraft beleuchtet werden.

[0023] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der in dem Schweißparameter-Editiermodus eingestellte Parameterwert des zu konfigurierenden Schweißparameters in einem Datenspeicher des Schweißgerätes gespeichert und während eines anschließenden durch eine Schweißstromquelle des Schweißgerätes ausgeführten Schweißvorganges aus dem Datenspeicher ausgelesen und physikalisch eingestellt wird.

[0024] Im Weiteren werden Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Bedienpanels und des erfindungsgemäßen Schweißgerätes sowie des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Konfigurieren von Schweißparametern eines Schweißgerätes unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren näher erläutert.

[0025] Es zeigen:
Fig. 1
eine Ansicht auf ein exemplarisches Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Bedienpanels für ein Schweißgerät;
Figuren 2A bis 2H
Ansichten zur Erläuterung der Funktionsweise des erfindungsgemäßen Bedienpanels;
Fig. 3
eine weitere Ansicht zur Erläuterung der Funktionsweise des erfindungsgemäßen Bedienpanels;
Figuren 4A, 4B, 4C
weitere Ansichten auf ein erfindungsgemäßes Bedienpanel zur Erläuterung seiner Funktionsweise;
Fig. 5
eine weitere Ansicht zur Erläuterung der Funktionsweise eines erfindungsgemäßen Bedienpanels;
Fig. 6
ein Ablaufdiagramm zur Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Konfigurieren von Schweißparametern;
Fig. 7
eine Explosionsdarstellung einer möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bedienpanels;
Fig. 8
eine weitere Explosionsansicht zur Darstellung eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Bedienpanels;
Fig. 9
ein schematisches Blockschaltbild zur Darstellung einer möglichen Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schweißgerätes.


[0026] Wie man aus Fig. 1 erkennen kann, dient ein erfindungsgemäßes Bedienpanel 1 gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung zum Einstellen und zur Anzeige von verschiedenen Schweißparametern eines Schweißgerätes. Das Bedienpanel 1 verfügt über eine Schweißparameteranzeigeeinheit 2 zur Anzeige von Schweißparametern mit verschiedenen Anzeigeelementen. Darüber hinaus weist das Bedienpanel 1 einen von einem Nutzer betätigbares Bedienelement 3 auf. Dieses manuell betätigbare Bedienelement 3 kann beispielsweise durch die Hand eines Nutzers betätigt bzw. bedient werden. Durch Drücken des Bedienelementes 3 kann zwischen einem Schweißparameter-Auswahlmodus und einem Schweißparameter-Editiermodus umgeschaltet werden. In dem Schweißparameter-Auswahlmodus ist durch Drehen des Bedienelementes 3 einer der Schweißparameter der Schweißparameteranzeigeeinheit 2 auswählbar. In dem Schweißparameter-Editiermodus ist durch Drehen des Bedienelementes 3 ein Parameterwert eines in dem Schweißparameter-Auswahlmodus ausgewählten Schweißparameters einstellbar. Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel weist das manuell betätigbare Bedienelement 3 ein inkremental einstellbares Bedienrad bzw. eine Drehdrückregelungseinheit auf. Vor Einleitung des Schweißvorganges kann ein Nutzer das Bedienpanel 1, wie es in Fig. 1 dargestellt ist, durch Drücken des Bedienelementes 3 in den Schweißparameter-Auswahlmodus versetzen. Sobald das Bedienpanel 1 in den Schweißparameter-Auswahlmodus versetzt worden ist, kann der Nutzer durch Drehen des Bedienelementes 3 einen der konfigurierbaren Schweißparameter des Schweißgerätes auswählen bzw. selektieren. Durch erneutes Drücken des Bedienelementes 3 kann der Nutzer das Bedienelement 3 von dem Schweißparameter-Auswahlmodus in einen Schweißparameter-Editiermodus versetzen. Sobald das Bedienpanel 1 sich in dem Schweißparameter-Editiermodus befindet, kann anschließend der Nutzer durch Drehen des Bedienelementes 3 einen Parameterwert des ausgewählten zu konfigurierenden Schweißparameters einstellen.

[0027] Ausgehend von dem Zustand in Fig. 1 kann der Nutzer durch Drücken des Bedienelementes 3 Funktionskurvenparameter aufrufen, wie in den Figuren 2A bis 2H dargestellt. Die Schweißparameteranzeigeeinheit 2 weist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel eine partitionierte Funktionskurve 4 auf. Verschiedene Schweißparameter des Schweißgerätes können jeweils durch ein zugehöriges Anzeigesegment 5 der partitionierten Funktionskurve 4 angezeigt werden. Bei einer möglichen Ausführungsform weist jedes Anzeigesegment 5 der partitionierten Funktionskurve 4 der Schweißparameteranzeigeeinheit 2 einen transparenten Kunststoffblock auf, der von einer oder mehreren dimmbaren Leuchtmitteln beleuchtbar ist. Bei diesen dimmbaren Leuchtmittel kann es sich beispielsweise um lichtemittierende Dioden handeln. Die Anzahl der Anzeigesegmente 5 innerhalb der partitionierten Funktionskurve 4 kann bei unterschiedlichen Ausführungsvarianten unterschiedlich sein. Die

[0028] Funktionskurve 4 bietet dem Nutzer eine Übersicht über wesentliche Schweißparameter für den Schweißbetrieb. Dabei kann die Reihenfolge der Schweißparameter durch eine sogenannte Wäscheleinestruktur vorgegeben sein, wie in Fig. 1 erkennbar. Die in der Funktionskurve 4 wiedergegebenen Schweißparameter können bei einer möglichen Ausführungsform einen Startstrom Is, einen Up-Slope-Zeitraum tup, mindestens einen Hauptstrom, einen Down-Slope-Zeitraum tdown sowie einen Endstrom IE aufweisen. Der Startstrom Is kann für verschiedene Betriebsarten des Schweißgerätes getrennt gespeichert werden. Der Down-Slope-Zeitraum tdown gibt den Zeitraum an, in welchem bei dem Schweißvorgang die Absenkung von dem Hauptstrom zu dem Endstrom IE erfolgt. Der Down-Slope-Zeitraum tdown kann für verschiedene Betriebsarten, insbesondere 2-Takt-Betrieb oder 4-Takt-Betrieb getrennt gespeichert werden. Bei einer möglichen Ausführungsform weist das Bedienpanel 1 des Schweißgerätes zusätzlich Tasten zur Auswahl einer Betriebsart des Schweißgerätes auf, insbesondere eines 2-Takt-Betriebes, eines 4-Takt-Betriebes oder eines StabelektrodenSchweißbetriebes des Schweißgerätes. Die in der Funktionskurve 4 enthaltenen Schweißparameter werden jeweils durch ein zugehöriges Anzeigesegment 5-1, 5-2, 5-3, 5-4, 5-5, 5-6 angezeigt. Bei dem in Fig. 1 dargestellten Implementierungsbeispiel umfasst demnach die Funktionskurve 4 sechs Anzeigesegmente 5-1 bis 5-6. Das erste Anzeigesegment 5-1 ist für den Startstrom Is des Schweißgerätes vorgesehen. Das Anzeigesegment 5-2 spiegelt den Up-Slope-Zeitraum tup wider. Das dritte Anzeigesegment 5-3 und das vierte Anzeigesegment 5-4 sind für zwei Hauptströme I1, I2 vorgesehen. Das fünfte Anzeigesegment 5-5 zeigt den Down-Slope-Zeitraum tdown. Das sechste Anzeigesegment 5-6 der Funktionskurve 4 ist für den Endstrom IE vorgesehen.

[0029] Weiterhin verfügt die Schweißparameteranzeigeeinheit 2 bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel über Tasten 6, 7, 8 zur Auswahl eines 2-Takt-Betriebes, eines 4-Takt-Betriebes und eines Stabelektrodenschweißbetriebes (Stick). Die Tasten 6, 7, 8 sind optional vorgesehen. Jedes Anzeigesegment 5-i der partitionierten Funktionskurve 4 der Schweißparameteranzeige 2 weist bei einer möglichen Ausführungsform einen transparenten Kunststoffblock auf, der von einer darunterliegenden lichtemittierenden Diode beleuchtet wird. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die zu dem Nutzer hin gerichtete Fläche jedes transparenten Kunststoffblockes der partitionierten Funktionskurve 4 zur Erhöhung der Lichtstreuung oberflächenbehandelt.

[0030] Bei einer möglichen Ausführungsform wird in dem Schweißparameter-Editiermodus das Anzeigesegment 5-i des ausgewählten Schweißparameters innerhalb der partitionierten Funktionskurve 4 der Schweißparameteranzeigeeinheit 2 durch die zugehörigen Leuchtmittel bzw. die zugehörige lichtemittierende Diode mit voller ungedimmter Leuchtkraft beleuchtet, während die Anzeigesegmente 5-i der übrigen nicht ausgewählten Schweißparameter innerhalb der partitionierten Funktionskurve 4 der Schweißparameteranzeigeeinheit 2 durch die zugehörigen Leuchtmittel bzw. die zugehörige darunterliegende lichtemittierende Diode nicht beleuchtet sind.

[0031] In dem Schweißparameter-Auswahlmodus wird das Anzeigesegment 5 des ausgewählten Schweißparameters innerhalb der partitionierten Funktionskurve 4 der Schweißparameteranzeigeeinheit 2 durch die zugehörigen Leuchtmittel bzw. die zugehörige lichtemittierende Diode mit voller ungedimmter Leuchtkraft beleuchtet, während die Anzeigesegmente 5 der übrigen nicht ausgewählten Schweißparameter innerhalb der partitionierten Funktionskurve 4 der Schweißparameteranzeigeeinheit 2 durch die zugehörige bzw. die dahinterliegende lichtemittierende Diode LED mit gedimmter Leuchtkraft beleuchtet werden.

[0032] Durch Drehen des Bedienelementes 3 kann der Nutzer zwischen verschiedenen Anzeigesegmenten 5-i der partitionierten Funktionskurve 4 hin und her drehen, wie in Fig. 2 schematisch dargestellt. Beispielsweise wird in Fig. 2A das Anzeigesegment 5-3 gewählt, welches den ersten Hauptstrom I1 wiedergibt, wobei der momentan eingestellte Schweißparameterwert durch eine erste Digitalanzeige 9 angezeigt wird. Die erste Anzeigeeinheit 9 zeigt den ersten Hauptstrom I1 mit einem eingestellten Parameterwert von 100 Ampere in dem dargestellten Beispiel an.

[0033] Durch Drehen des Bedienelementes 3 nach links kann der Nutzer in dem dargestellten Beispiel gemäß Fig. 2B das zweite Anzeigesegment 5-2 für den Up-Slope-Zeitraum tup auswählen. Eine zweite Digitalanzeige 10 zeigt den momentan eingestellten Wert für den Up-Slope-Zeitraum tup an, nämlich 0,5 Sekunden in dem dargestellten Beispiel.

[0034] Durch weiteres Drehen des Bedienelementes 3 gelangt man zum ersten Anzeigesegment der partitionierten Funktionskurve 4, nämlich dem Startstrom Is, wie in Fig. 2C dargestellt. Der Startstrom Is weist bei dem dargestellten Beispiel eine Stromamplitude als Parameter von 35 Ampere auf, wie bei der ersten Anzeigeeinheit 9 dargestellt. Dies entspricht 35 % des Hauptstromes von 100 Ampere, wie in der zweiten Anzeigeeinheit 10 angezeigt.

[0035] Durch Drehen bzw. Betätigen des Bedienelementes 3 kann der Nutzer den TAC auswählen mit der Pulsfrequenz F-P, die im Setup deaktiviert werden können, wie in Fig. 2D dargestellt.

[0036] Eine Anzeige HF Zünden leuchtet, wenn ein Setup-Parameter HFT für einen Intervall für Hochfrequenzimpulse eingestellt wird. Durch weiteres Drehen des Bedienelementes 3 kann der Nutzer beispielsweise das sechste Anzeigesegment 5-6 für den Endstrom IE selektieren, wie in Fig. 2F dargestellt. Bei dem dargestellten Beispiel hat der eingestellte Stromwert einen Endstrom IE von 30 Ampere, wie durch die erste Digitalanzeige 9 angezeigt, wobei dies 30 % des Hauptstromes entspricht, wie durch die zweite Digitalanzeige 10 angezeigt.

[0037] Durch weiteres Drehen des Bedienelementes 3 kann der Nutzer das fünfte Anzeigesegment 5-5 auswählen, wie in Fig. 2G dargestellt. Das fünfte Anzeigesegment 5-5 der Funktionskurve 4 stellt den Down-Slope-Zeitraum tdown dar. Bei dem dargestellten Beispiel ist der eingestellte Down-Slope-Zeitraum tdown 1 Sekunde, wie durch die zweite Digitalanzeige 10 angezeigt.

[0038] Durch Drehen des Bedienelementes 3 kann auch das vierte Anzeigeelement 5-4 für den zweiten Hauptstrom I2 ausgewählt werden. Der zweite Hauptstrom I2 weist in dem dargestellten Beispiel einen Stromwert von 50 Ampere auf, wie durch die erste Digitalanzeigeeinheit 9, wobei dies 50 % des ersten Hauptstromes I1 entspricht, wie durch die zweite Digitalanzeige 10 angezeigt.

[0039] Ein Nutzer hat die Möglichkeit, durch Drücken bzw. Betätigen eines Bedienelementes 3 das Bedienpanel 1 in den Schweißparameter-Auswahlmodus zu versetzen, um dann einen von ihm gewünschten konfigurierbaren Schweißparameter durch Drehen des Bedienelementes 3 auszuwählen, wie in den Figuren 2A bis 2E dargestellt. Durch erneutes Drücken des Bedienelementes 3 kann von dem Schweißparameter-Auswahlmodus in den Schweißparameter-Editiermodus umgeschaltet werden. Sobald der Schweißparameter-Editiermodus umgeschaltet werden wird, hat der Nutzer die Möglichkeit, einen Parameterwert des betreffenden Schweißparameters zu editieren bzw. einzustellen, insbesondere einen Sollwert einzustellen.

[0040] Beispielsweise kann vor der eigentlichen Durchführung des Schweißvorganges durch den Nutzer im Editiermodus ein Sollwert von 100 Ampere für den ersten Hauptstrom I1 eingestellt werden, wie in Fig. 3 dargestellt. Wie man in Fig. 3 erkennen kann, wird im Schweißparameter-Editiermodus das Anzeigesegment 5-3 des betreffenden ausgewählten Schweißparameters, d.h. des ersten Hauptstroms I1, innerhalb der partitionierten Funktionskurve 4 der Schweißparameteranzeigeeinheit 2 durch die zugehörigen dahinterliegenden Leuchtmittel mit voller ungedimmter Leuchtkraft beleuchtet, während die Anzeigesegmente 5-1, 5-2, 5-4, 5-5, 5-6 der übrigen nicht ausgewählten Schweißparameter innerhalb der partitionierten Funktionskurve 4 der Schweißparameteranzeigeeinheit 2 durch die zugehörigen Leuchtmittel nicht beleuchtet sind bzw. dunkel sind.

[0041] Demgegenüber sind im Schweißparameter-Auswahlmodus die Anzeigesegmente 5 der übrigen nicht ausgewählten Schweißparameter innerhalb der partitionierten Funktionskurve 4 der Schweißparameteranzeigeeinheit 2 durch die zugehörigen Leuchtmittel mit gedimmter bzw. verminderter Leuchtkraft beleuchtet, beispielsweise nur mit einer 30% Leuchtkraft.

[0042] Der Nutzer hat somit bei dieser bevorzugten Ausführungsform stets die Möglichkeit optisch zu erkennen, ob das Bedienpanel 1 sich im Schweißparameter-Editiermodus (Figuren 1, 3) oder in einem Schweißparameter-Auswahlmodus (Figuren 2A bis 2H) befindet.

[0043] Durch mehrmaliges Pressen bzw. Betätigen des Bedienelementes 3 hat der Nutzer die Möglichkeit, das Bedienpanel 1 zwischen dem Schweißparameter-Auswahlmodus und dem Schweißparameter-Editiermodus ohne Weiteres hin und her zu schalten.

[0044] Sobald ein durch das Schweißgerät ausgeführter Schweißvorgang startet bzw. eingeleitet wird, wechselt das Bedienpanel 1 in einer bevorzugten Ausführungsform automatisch in einen Schweißparameter-Anzeigemodus. Figuren 4A, 4B, 4C zeigen die Schweißparameteranzeigeeinheit 2 des Bedienpanels 1 während der Durchführung eines Schweißvorganges bzw. Schweißprozesses. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird der momentan aktive Schweißparameter vorzugsweise gedimmt dargestellt. Die Schweißparameter in der partitionierten Funktionskurve 4 der Schweißparameteranzeigeeinheit 2 des Bedienpanels 1 werden nach Starten des Schweißvorganges in dem Schweißparameter-Anzeigemodus in verschiedenen aufeinanderfolgenden Phasen des Schweißvorganges entsprechend dem in dem Schweißparameter-Editiermodus eingestellten Parameterwert sequenziell angezeigt und zur Vornahme des Schweißvorganges durch eine Schweißstromquelle 11 des Schweißgerätes physikalisch eingestellt. In dem Schweißparameter-Anzeigemodus wird das Anzeigesegment 5 des aktuell aktiven von der Schweißstromquelle 11 des Schweißgerätes physikalisch eingestellten Schweißparameters innerhalb der partitionierten Funktionskurve 4 der Schweißparameteranzeigeeinheit 2 durch die zugehörigen Leuchtmittel mit gedimmter Leuchtkraft beleuchtet. In Fig. 4A ist der aktuell aktive physikalisch eingestellte Schweißparameter der Startstrom Is, wobei das Anzeigesegment 5-1 des aktuell aktiven physikalisch eingestellten Schweißparameters durch das zugehörige Leuchtmittel mit einer gedimmten Leuchtkraft beleuchtet wird. Die beiden Digitalanzeigen 9, 10 zeigen den momentanen Stromwert in Ampere und die momentane Spannung in Volt an.

[0045] Fig. 4B zeigt den sequenziellen Wechsel zu dem nächsten physikalisch ausgeführten Schweißparameter, nämlich den Up-Slope-Zeitraum tup, welcher durch das Anzeigesegment 5-2 angezeigt wird. In dem Up-Slope-Zeitraum tup beträgt zu dem dargestellten exemplarischen Zeitpunkt der Stromwert 56 Ampere und die momentane Spannung 10,7 Volt. Nach Erreichen des Hauptstroms wird die entsprechende Anzeige ebenfalls gedimmt angezeigt. Bei dem dargestellten Beispiel beträgt der Stromwert 50 Ampere und die Spannung 10,1 Volt, wie in Fig. 4C erkennbar.

[0046] Nach Vollendung des Schweißvorganges können Hold-Werte, d.h. Mittelwerte, des Stromwertes bzw. des Spannungswertes angezeigt werden und eine Anzeige "Hold" leuchtet. Bei dem dargestellten Beispiel beträgt der Hold-Stromwert 100 Ampere und die Hold-Spannung 10,5 Volt, wie in Fig. 5 dargestellt.

[0047] Das erfindungsgemäße Bedienpanel 1 kann weitere Bedienelemente 3 aufweisen. Beispielsweise kann das Bedienpanel 1 bei einer möglichen Ausführungsform zusätzlich als Schweißparameter eine Balance zum Einstellen einer Aufschmelzleistung und/oder eines Elektrodendurchmessers einer Schweißelektrode anzeigen.

[0048] Fig. 6 zeigt ein Ablaufdiagramm zur Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Konfigurieren von Schweißparametern eines Schweißgerätes mittels eines manuell betätigbaren Bedienpanels 1 eines Schweißgerätes.

[0049] Bei dem in Fig. 6 schematisch dargestellten Verfahren können die zu konfigurierenden Schweißparameter des Schweißgerätes durch die folgenden Hauptschritte konfiguriert werden.

[0050] In einem ersten Schritt S1 wird das Bedienpanel 1 in einen Schweißparameter-Auswahlmodus geschaltet bzw. versetzt. Dies geschieht vorzugsweise durch Drücken eines Bedienelementes 3 des Bedienpanels 1, beispielsweise eines manuell betätigbaren Bedienelementes 3 in Form eines Drehreglers.

[0051] Sobald das Bedienpanel 1 in den Schweißparameter-Auswahlmodus versetzt worden ist, kann das Bedienelemente 3 des Bedienpanels 1 anschließend im Schritt S2 zur Auswahl eines zu konfigurierenden Schweißparameters im Uhrzeigersinn oder entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht werden.

[0052] Anschließend kann der Nutzer das Bedienpanel 1 von dem Schweißparameter-Auswahlmodus in den Schweißparameter-Editiermodus durch erneutes Drücken des Bedienelementes 3 im Schritt S3 umschalten.

[0053] Sobald das Bedienpanel in den Schweißparameter-Editiermodus durch Drücken des Bedienelementes 3 versetzt worden ist, kann der Nutzer durch Drehen des Bedienelementes 3 im oder entgegen dem Uhrzeigersinn Parameterwerte des ausgewählten zu konfigurierenden Schweißparameters, beispielsweise zur Einstellung eines Sollwertes, einstellen.

[0054] Nachdem alle gewünschten Schweißparameter mit entsprechenden Schweißparameterwerten eingestellt worden sind, kann der Schweißvorgang eingeleitet bzw. gestartet werden. Dann wird das Bodenpanel 1 des Schweißgerätes in einen Schweißparameter-Anzeigemodus geschaltet.

[0055] Der in dem Schweißparameter-Editiermodus eingestellte Parameterwert des zu konfigurierenden Schweißparameters wird bei einer möglichen Ausführungsform in einem internen Datenspeicher des Schweißgerätes gespeichert und während des anschließenden durch die Schweißstromquelle 11 des Schweißgerätes ausgeführten Schweißvorganges aus dem Datenspeicher ausgelesen. Bei einer möglichen Ausführungsvariante kann der Datenspeicher auch in dem Bedienpanel 1 integriert sein.

[0056] Fig. 7 zeigt eine Explosionsdarstellung einer möglichen Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen Bedienpanels 1. Das Bedienpanel 1 umfasst eine mit elektronischen Bauelementen bestückte Schaltplatine 1-1, ein sogenanntes Distanzgitter 1-2 und ein Frontelement 1-3, die zusammengesetzt werden können. Auf das Frontelement 1-3 können verschiedene Beschriftungen aufgedruckt sein, wobei das Frontelement 1-3 im Übrigen transparent ist. Die partitionierte Funktionskurve 4 verfügt über verschiedene Anzeigesegmente 5-1, wobei jedes Anzeigesegment 5-i der partitionierten Funktionskurve 4 des Distanzgitters 1-2 einen transparenten Kunststoffblock aufweist, der von einer oder mehreren dimmbaren Leuchtmitteln beleuchtbar ist. Diese dimmbaren Leuchtmittel bzw. lichtemittierenden Dioden befinden sich auf der bestückten Schaltplatine 1-1, wie in Fig. 7 dargestellt. Jedes Anzeigesegment bzw. jeder zugehörige transparente Kunststoffblock 5-i verfügt in dem dargestellten Ausführungsbeispiel über drei dahinterliegende Leuchtdioden, wie in Fig. 7 erkennbar. Die zu dem Nutzer hin gerichtete Fläche jedes transparenten Kunststoffblockes 5-i der partitionierten Funktionskurve 4 ist vorzugsweise zur Erhöhung der Lichtstreuung oberflächenbehandelt.

[0057] Hinter den Fenstern für die Digitalanzeigen 9, 10 befinden sich vorzugsweise steuerbare Segmentanzeigen 9A, 9B, 9C bzw. 10A, 10B, 10C zur Darstellung einer digitalen Ziffer.

[0058] Das Bedienelement 3 weist einen Bedienknopf 3A auf, der auf einen betätigbaren Drehregler 3B, welcher durch eine Öffnung des Frontelementes 1-3 und durch eine Öffnung des Distanzgitters 1-2 aufsetzbar ist. Der Drehregler 3B kann rotiert bzw. gedreht werden und ist zusätzlich in Z-Richtung in zwei Positionen hin und her schaltbar, wie in Fig. 7 angedeutet. Vorzugsweise handelt es sich bei dem manuell betätigbaren Bedienelement 3 mit dem Drehregler 3B um einen inkremental einstellbares Bedienrad.

[0059] Fig. 8 zeigt ein weitere Explosionsansicht des Bedienpanels 1 von hinten. In der in Fig. 8 dargestellten Explosionsansicht ist die Rückseite des Distanzgitters 1-2 erkennbar, insbesondere die verschiedenen Kunststoffblöcke der Anzeigesegmente 5-i innerhalb der partitionierten Funktionskurve 4.

[0060] Fig. 9 zeigt schematisch ein erfindungsgemäßes Schweißgerät SG mit einem erfindungsgemäßen Bedienpanel 1 und einer daran angeschlossenen Schweißstromquelle 11 zur Durchführung eines Schweißvorgang mithilfe eines daran angeschlossenen Schweißbrenners 12. Die Schweißstromquelle 11 stellt die Schweißparameter während des Schweißvorganges entsprechend der in dem Schweißparameter-Editiermodus eingestellten Parameterwerte der in dem Schweißparameter-Auswahlmodus ausgewählten Schweißparameter physikalisch während des Schweißvorganges ein. Dabei werden die momentanen tatsächlich eingestellten Schweißparameterwerte durch das Bedienpanel 1 während des Schweißvorganges in dem Schweißparameter-Anzeigemodus dem Nutzer angezeigt.

[0061] Durch das Distanzgitter 1-2 kann erreicht werden, dass die Funktionskurve 4 als homogen ausgeleuchtete Linie angezeigt wird.

[0062] Das in den Figuren 1 bis 9 dargestellte Bedienpanel 1 zeigt ein mögliches Ausführungsbeispiel, wobei Variationen des Bedienpanels 1 möglich sind. Beispielsweise kann das Bedienpanel 1 mehrere Bedienelemente 3 enthalten. Weiterhin kann beispielsweise anstatt einer Digitalanzeige 9, 10 bei einer möglichen Ausführungsvariante auch eine Analoganzeige vorgesehen sein. Weiterhin kann die Form und Partitionierung der Funktionskurve 4 für verschiedene Schweißgeräte variieren. Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform können auch mehrere partitionierte Funktionskurven W auf der SchweißparameterAnzeigeeinheit 2 vorgesehen sein. Auch weitere Betriebsmodi sind möglich, beispielsweise mehrere Editiermodi, insbesondere zur Grob- oder Feinjustierung von Schweißparameterwerten.

[0063] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bedienpanels weist dieses neben dem Schweißparameter-Editiermodus, dem Schweißparameter-Auswahlmodus und dem Schweißparameter-Anzeigemodus einen weiteren Schweißparameter-Setupmodus auf, der es erlaubt, neben den Hauptschweißparametern zusätzlich Hintergrund-Schweißparameter einzustellen. Diese Hintergrund-Schweißparameter umfassen Schweißparameter, die relativ selten geändert bzw. eingestellt werden. Bei einer möglichen Ausführungsform umfassen die Hintergrund-Schweißparameter im Wesentlichen eine Gasvorströmzeit, eine Gasnachströmzeit, eine Pulsfrequenz, einen Duty Cycle, einen Grundstrom vor Pulsen, eine Startstromzeit, eine Endstromzeit und/oder Gasspülparameter. Weiterhin können im Setupmodus auch entsprechende Werkseinstellungen wiederhergestellt werden (FAC Factory Reset). Bei einer möglichen Ausführungsvariante kann auch im Setup-Betriebsmodus für die Hintergrund-Schweißparameter zwischen einem Auswahlmodus und einem Editiermodus hin und her geschaltet werden, insbesondere durch Drücken oder Ziehen des Bedienelementes 3. In den Setupmodus gelangt man beispielsweise bei einer möglichen Ausführungsform durch gleichzeitiges Drücken zweier Tasten der Schweißparameter-Anzeigeeinheit 2.


Ansprüche

1. Bedienpanel (1) für ein Schweißgerät (SG) mit

- einer Schweißparameteranzeigeeinheit (2) zur Anzeige von Schweißparametern und mit

- mindestens einem durch einen Nutzer manuell betätigbaren Bedienelement (3),
wobei das Bedienpanel (1) durch Betätigen des Bedienelementes (3) zwischen einem Schweißparameter-Auswahlmodus und einem Schweißparameter-Editiermodus umschaltbar ist,

- wobei in dem Schweißparameter-Auswahlmodus durch Drehen des Bedienelementes (3) einer der Schweißparameter der Schweißparameteranzeigeeinheit (2) auswählbar ist, und

- wobei in dem Schweißparameter-Editiermodus durch Drehen des Bedienelementes (3) ein Parameterwert eines ausgewählten Schweißparameters der Schweißparameteranzeigeeinheit (2) einstellbar ist.


 
2. Bedienpanel nach Anspruch 1,
wobei das manuell betätigbare Bedienelement (3) ein inkremental einstellbares Bedienrad aufweist.
 
3. Bedienpanel nach Anspruch 1 oder 2,
wobei ein Schweißparameter jeweils durch ein zugehöriges Anzeigesegment (5) einer partitionierten Funktionskurve (4) der Schweißparameteranzeigeeinheit (2) angezeigt wird.
 
4. Bedienpanel nach Anspruch 3,
wobei das Anzeigesegment (5) der partitionierten Funktionskurve (4) der Schweißparameteranzeigeeinheit (2) einen transparenten Kunststoffblock aufweist, der von einer oder mehreren dimmbaren Leuchtmitteln, insbesondere lichtemittierenden Dioden, LEDs, beleuchtbar ist.
 
5. Bedienpanel nach Anspruch 4,
wobei die zu dem Nutzer hin gerichtete Fläche jedes transparenten Kunststoffblockes eines Anzeigesegmentes (5) der partitionierten Funktionskurve (4) zur Erhöhung der Lichtstreuung oberflächenbehandelt ist.
 
6. Bedienpanel nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 5,
wobei in dem Schweißparameter-Editiermodus das Anzeigesegment (5) des ausgewählten Schweißparameters innerhalb der partitionierten Funktionskurve (4) der Schweißparameteranzeigeeinheit (2) durch die zugehörigen Leuchtmittel mit voller ungedimmter Leuchtkraft beleuchtet ist, während die Anzeigesegmente (5) der übrigen nicht ausgewählten Schweißparameter innerhalb der partitionierten Funktionskurve (4) der Schweißparameteranzeigeeinheit (2) durch die zugehörigen Leuchtmittel nicht beleuchtet sind.
 
7. Bedienpanel nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 6,
wobei in dem Schweißparameter-Auswahlmodus das Anzeigesegment (5) des ausgewählten Schweißparameters innerhalb der partitionierten Funktionskurve (4) der Schweißparameteranzeigeeinheit (2) durch die zugehörigen Leuchtmittel mit voller ungedimmter Leuchtkraft beleuchtet ist, während die Anzeigesegmente (5) der übrigen nicht ausgewählten Schweißparameter innerhalb der partitionierten Funktionskurve (4) der Schweißparameteranzeigeeinheit (2) durch die zugehörigen Leuchtmittel mit gedimmter Leuchtkraft beleuchtet sind.
 
8. Bedienpanel nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 7,
wobei das Bedienpanel (1) nach Starten eines durch das Schweißgerät (SG) ausgeführten Schweißvorganges in einen Schweißparameter-Anzeigemodus wechselt.
 
9. Bedienpanel nach Anspruch 8,
wobei die Schweißparameter in der partitionierten Funktionskurve (4) der Schweißparameteranzeigeeinheit (2) des Bedienpanels (1) nach Starten des Schweißvorganges in dem Schweißparameter-Anzeigemodus in verschiedenen aufeinanderfolgenden Phasen des Schweißvorganges entsprechend dem in dem Schweißparameter-Editiermodus eingestellten Parameterwert sequenziell angezeigt und zur Vornahme des Schweißvorganges durch eine Schweißstromquelle (11) des Schweißgerätes (SG) physikalisch eingestellt werden.
 
10. Bedienpanel nach Anspruch 9,
wobei in dem Schweißparameter-Anzeigemodus das Anzeigesegment (5) des aktuell aktiven von der Schweißstromquelle (11) des Schweißgerätes (SG) physikalisch eingestellten Schweißparameters innerhalb der partitionierten Funktionskurve (4) der Schweißparameteranzeigeeinheit (2) durch die zugehörigen Leuchtmittel mit gedimmter Leuchtkraft beleuchtet ist.
 
11. Bedienpanel nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 12,
wobei das Bedienpanel (1) mindestens eine Digitalanzeige (9, 10) zur Anzeige eines Parameterwertes eines in dem Schweißparameter-Auswahlmodus ausgewählten Schweißparameters oder eines während des Schweißvorganges von der Schweißstromquelle (11) des Schweißgerätes (SG) aktiv eingestellten Schweißparameters aufweist.
 
12. Schweißgerät (SG) mit einem Bedienpanel (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 11 und mit einer Schweißstromquelle (11) zur Einstellung von Schweißparametern während des Schweißvorganges entsprechend der in dem Schweißparameter-Editiermodus eingestellten Parameterwerte der in dem Schweißparameter-Auswahlmodus ausgewählten Schweißparameter.
 
13. Verfahren zum Konfigurieren von Schweißparametern eines Schweißgerätes (SG) mittels eines manuell betätigbaren Bedienpanels (1) des Schweißgerätes (SG) nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 11,
wobei für jeden zu konfigurierenden Schweißparameter die folgenden Schritte ausgeführt werden:

(a) Schalten (S1) des Bedienpanels (1) in einen Schweißparameter-Auswahlmodus durch Ziehen oder Drücken eines Bedienelementes (3) des Bedienpanels (1),

(b) Drehen (S2) des Bedienelementes (3) in dem Schweißparameter-Auswahlmodus zur Auswahl des zu konfigurierenden Schweißparameters,

(c) Umschalten (S3) von dem Schweißparameter-Auswahlmodus in einen Schweißparameter-Editiermodus des Schweißgerätes (SG) durch erneutes Drücken des Bedienelementes (3) des Bedienpanels (1) und

(d) Drehen (S4) des Bedienelementes (3) in dem Schweißparameter-Editiermodus zum Einstellen eines Parameterwertes des ausgewählten zu konfigurierenden Schweißparameters.


 
14. Verfahren nach Anspruch 13,
wobei in dem Schweißparameter-Editiermodus ein Anzeigesegment (5) des ausgewählten Schweißparameters innerhalb der partitionierten Funktionskurve (4) der Schweißparameteranzeigeeinheit (2) durch die zugehörigen Leuchtmittel mit voller ungedimmter Leuchtkraft beleuchtet ist, während die Anzeigesegmente (5) der übrigen nicht ausgewählten Schweißparameter innerhalb der partitionierten Funktionskurve (4) der Schweißparameteranzeigeeinheit (2) durch die zugehörigen Leuchtmittel nicht beleuchtet werden.
 
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14,
wobei in dem Schweißparameter-Auswahlmodus das Anzeigesegment (5) des ausgewählten Schweißparameters innerhalb der partitionierten Funktionskurve (4) der Schweißparameteranzeigeeinheit (2) durch die zugehörigen Leuchtmittel mit voller ungedimmter Leuchtkraft beleuchtet ist, während die Anzeigesegmente (5) der übrigen nicht ausgewählten Schweißparameter innerhalb der partitionierten Funktionskurve (4) der Schweißparameteranzeigeeinheit (2) durch die zugehörigen Leuchtmittel mit gedimmter Leuchtkraft beleuchtet werden.
 
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
wobei der in dem Schweißparameter-Editiermodus eingestellte Parameterwert des zu konfigurierenden Schweißparameters in einem Datenspeicher des Schweißgerätes (SG) gespeichert und während eines anschließenden durch eine Schweißstromquelle (11) des Schweißgerätes (SG) ausgeführten Schweißvorganges aus dem Datenspeicher ausgelesen und physikalisch eingestellt wird.
 




Zeichnung

























Recherchenbericht









Recherchenbericht