[0001] Die Erfindung betrifft ein Bedienpanel für ein Schweißgerät sowie ein Verfahren zum
Konfigurieren von Schweißparametern eines Schweißgerätes mittels eines Bedienpanels.
[0002] Herkömmliche Schweißgeräte verfügen über ein Bedienpanel zur Bedienung des Schweißgerätes,
insbesondere zur Einstellung von Schweißparametern eines von dem Schweißgerät durchgeführten
Schweißprozesses. Die wesentlichen Schweißparameter lassen sich dabei mit Tasten anwählen,
mittels eines Einstellrades verändern und während des Schweißprozesses auf einer Digitalanzeige
anzeigen.
[0003] Die Auswahl von Schweißparametern, insbesondere zur Einstellung eines entsprechenden
Schweißparameterwertes, erfolgt dabei in der Regel mittels Tasten bzw. Tastern. Das
Vorsehen derartiger Tasten auf einem herkömmlichen Bedienpanel hat einerseits den
Nachteil, dass das Bedienpanel für einen Nutzer relativ unübersichtlich wird und somit
die Eingabe von Schweißparametern erschwert und andererseits die Tasten auf dem Bedienpanel
Raum einnehmen, sodass eine Miniaturisierung bzw. Verkleinerung des Bedienpanels,
insbesondere bei tragbaren Schweißgeräten, erschwert bzw. verhindert wird.
[0004] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Bedienpanel für ein Schweißgerät
zu schaffen, das eine einfache und fehlerfreie Eingabe von Schweißparametern ermöglicht
und wenig Fläche bei der Integration in ein Schweißgerät benötigt.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Bedienpanel für ein Schweißgerät mit
den in Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst.
[0006] Die Erfindung schafft demnach ein Bedienpanel für ein Schweißgerät mit
einer Schweißparameteranzeigeeinheit zur Anzeige von Schweißparametern und mit
mindestens einem durch einen Nutzer manuell betätigbaren Bedienelement, wobei das
Bedienpanel durch Ziehen oder Drücken des Bedienelementes zwischen einem Schweißparameter-Auswahlmodus
und einem Schweißparameter-Editiermodus umschaltbar ist,
wobei in dem Schweißparameter-Auswahlmodus durch Drehen des Bedienelementes einer
der Schweißparameter der Schweißparameteranzeigeeinheit auswählbar ist, und
wobei in dem Schweißparameter-Editiermodus durch Drehen des Bedienelementes ein Parameterwert
eines ausgewählten Schweißparameters der Schweißparameteranzeigeeinheit einstellbar
ist.
[0007] Das erfindungsgemäße Bedienpanel bietet den Vorteil, dass das Bedienelement sowohl
für ein Umschalten zwischen zwei Betriebsmodi als auch zur Einstellung von Parameterwerten
eingesetzt werden kann. Hierdurch kann sonst für weitere Bedienelemente, insbesondere
Tasten oder dergleichen, benötigter Platz eingespart werden, sodass das Bedienpanel
insgesamt relativ wenig Platz erfordert. Das erfindungsgemäße Bedienpanel kann somit
auch an Schweißgeräten mit einem relativ kleinen Gehäuse platzsparend vorgesehen werden,
insbesondere auch bei tragbaren Schweißgeräten. Weiterhin wird die Übersichtlichkeit
des Bedienpanels erhöht, sodass die Auswahl von Betriebsmodi und/oder die Einstellung
von Parameterwerten für einen Nutzer erleichtert wird und Eingaben zuverlässiger erfolgen.
[0008] Bei einer möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bedienpanels weist das
manuell betätigbare Bedienelement ein inkremental einstellbares Bedienrad auf.
[0009] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bedienpanels wird
ein Schweißparameter jeweils durch ein zugehöriges Anzeigesegment einer partitionierten
Funktionskurve der Schweißparameteranzeigeeinheit angezeigt.
Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bedienpanels weist
das Anzeigesegment der partitionierten Funktionskurve der Schweißparameteranzeigeeinheit
einen transparenten Kunststoffblock auf, der von einer oder mehreren dimmbaren Leuchtmitteln,
insbesondere lichtemittierenden Dioden, beleuchtbar ist.
[0010] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bedienpanels ist
die zu dem Nutzer hin gerichtete Oberfläche jedes transparenten Kunststoffblockes
eines Anzeigesegmentes der partitionierten Funktionskurve zur Erhöhung der Lichtstreuung
oberflächenbehandelt.
[0011] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bedienpanels ist
in dem Schweißparameter-Editiermodus das Anzeigesegment des ausgewählten Schweißparameters
innerhalb der partitionierten Funktionskurve der Schweißparameteranzeigeeinheit durch
die zugehörigen Leuchtmittel mit voller ungedimmter Leuchtkraft beleuchtet, während
die Anzeigesegmente der übrigen nicht ausgewählten Schweißparameter innerhalb der
partitionierten Funktionskurve der Schweißparameteranzeigeeinheit durch die zugehörigen
Leuchtmittel nicht beleuchtet sind.
[0012] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bedienpanels ist
in dem Schweißparameter-Auswahlmodus das Anzeigesegment des ausgewählten Schweißparameters
innerhalb der partitionierten Funktionskurve der Schweißparameteranzeigeeinheit durch
die zugehörigen Leuchtmittel mit voller ungedimmter Leuchtkraft beleuchtet, während
die Anzeigesegmente der übrigen nicht ausgewählten Schweißparameter innerhalb der
partitionierten Funktionskurve der Schweißparameteranzeigeeinheit durch die zugehörigen
Leuchtmittel mit gedimmter Leuchtkraft beleuchtet sind.
[0013] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bedienpanels wechselt
das Bedienpanel nach Starten eines durch das Schweißgerät ausgeführten Schweißvorganges
in einen Schweißparameter-Anzeigemodus.
[0014] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bedienpanels werden
die Schweißparameter in der partitionierten Funktionskurve der Schweißparameteranzeigeeinheit
des Bedienpanels nach Starten des Schweißvorganges in dem Schweißparameter-Anzeigemodus
in verschiedenen aufeinanderfolgenden Phasen des Schweißvorganges entsprechend dem
in dem Schweißparameter-Editiermodus eingestellten Parameterwert sequenziell angezeigt
und zur Vornahme des Schweißvorganges durch eine Schweißstromquelle des Schweißgerätes
physikalisch eingestellt.
[0015] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bedienpanels ist
in dem Schweißparameter-Anzeigemodus das Anzeigesegment des aktuell aktiven von der
Schweißstromquelle des Schweißgerätes physikalisch eingestellten Schweißparameters
innerhalb der partitionierten Funktionskurve der Schweißparameteranzeigeeinheit durch
die zugehörigen Leuchtmittel mit gedimmter Leuchtkraft beleuchtet.
[0016] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bedienpanels weist
das Bedienpanel mindestens eine Digitalanzeige zur Anzeige eines Parameterwertes eines
in dem Schweißparameter-Auswahlmodus ausgewählten Schweißparameters oder eines während
des Schweißvorganges von der Schweißstromquelle des Schweißgerätes aktiv eingestellten
Schweißparameters auf.
[0017] Die Erfindung schafft ferner gemäß einem weiteren Aspekt ein Schweißgerät mit den
in Patentanspruch 12 angegebenen Merkmalen.
[0018] Die Erfindung schafft demnach ein Schweißgerät mit einem Bedienpanel gemäß dem ersten
Aspekt der Erfindung und mit einer Schweißstromquelle zur Einstellung von Schweißparametern
während des Schweißvorganges entsprechend der in dem Schweißparameter-Editiermodus
eingestellten Parameterwerte der in dem Schweißparameter-Auswahlmodus ausgewählten
Schweißparameter.
[0019] Die Erfindung schafft ferner gemäß einem weiteren Aspekt ein Verfahren zur Konfiguration
von Schweißparametern eines Schweißgerätes mit den in Patentanspruch 13 angegebenen
Merkmalen.
[0020] Die Erfindung schafft demnach ein Verfahren zum Konfigurieren von Schweißparametern
eines Schweißgerätes mittels eines manuell betätigbaren Bedienpanels des Schweißgerätes
gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung, wobei für jeden zu konfigurierbaren Schweißparameter
die folgenden Schritte ausgeführt werden:
Schalten des Bedienpanels in einen Schweißparameter-Auswahlmodus durch Drücken oder
Ziehen eines Bedienelementes des Bedienpanels,
Drehen des Bedienelementes in dem Schweißparameter-Auswahlmodus zur Auswahl des zu
konfigurierenden Schweißparameters,
Umschalten von dem Schweißparameter-Auswahlmodus in einen Schweißparameter-Editiermodus
des Schweißgerätes durch erneutes Drücken des Bedienelementes des Bedienpanels und
Drehen des Bedienelementes in dem Schweißparameter-Editiermodus zum Einstellen eines
Schweißparameterwertes des ausgewählten zu konfigurierenden Schweißparameters.
[0021] Bei einer möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird in dem
Schweißparameter-Editiermodus das Anzeigesegment des ausgewählten Schweißparameters
innerhalb einer partitionierten Funktionskurve der Schweißparameteranzeigeeinheit
durch die zugehörigen Leuchtmittel mit voller ungedimmter Leuchtkraft beleuchtet,
während die Anzeigesegmente der übrigen nicht ausgewählten Schweißparameter innerhalb
der partitionierten Funktionskurve der Schweißparameteranzeigeeinheit durch die zugehörigen
Leuchtmittel nicht beleuchtet werden.
[0022] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird
in dem Schweißparameter-Auswahlmodus das Anzeigesegment des ausgewählten Schweißparameters
innerhalb der partitionierten Funktionskurve der Schweißparameteranzeigeeinheit durch
die zugehörigen Leuchtmittel mit voller ungedimmter Leuchtkraft beleuchtet, während
die Anzeigesegmente der übrigen nicht ausgewählten Schweißparameter innerhalb der
partitionierten Funktionskurve der Schweißparameteranzeigeeinheit durch die zugehörigen
Leuchtmittel mit gedimmter Leuchtkraft beleuchtet werden.
[0023] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird
der in dem Schweißparameter-Editiermodus eingestellte Parameterwert des zu konfigurierenden
Schweißparameters in einem Datenspeicher des Schweißgerätes gespeichert und während
eines anschließenden durch eine Schweißstromquelle des Schweißgerätes ausgeführten
Schweißvorganges aus dem Datenspeicher ausgelesen und physikalisch eingestellt wird.
[0024] Im Weiteren werden Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Bedienpanels und des erfindungsgemäßen
Schweißgerätes sowie des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Konfigurieren von Schweißparametern
eines Schweißgerätes unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren näher erläutert.
[0025] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Ansicht auf ein exemplarisches Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Bedienpanels
für ein Schweißgerät;
- Figuren 2A bis 2H
- Ansichten zur Erläuterung der Funktionsweise des erfindungsgemäßen Bedienpanels;
- Fig. 3
- eine weitere Ansicht zur Erläuterung der Funktionsweise des erfindungsgemäßen Bedienpanels;
- Figuren 4A, 4B, 4C
- weitere Ansichten auf ein erfindungsgemäßes Bedienpanel zur Erläuterung seiner Funktionsweise;
- Fig. 5
- eine weitere Ansicht zur Erläuterung der Funktionsweise eines erfindungsgemäßen Bedienpanels;
- Fig. 6
- ein Ablaufdiagramm zur Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Verfahrens zum Konfigurieren von Schweißparametern;
- Fig. 7
- eine Explosionsdarstellung einer möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bedienpanels;
- Fig. 8
- eine weitere Explosionsansicht zur Darstellung eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Bedienpanels;
- Fig. 9
- ein schematisches Blockschaltbild zur Darstellung einer möglichen Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Schweißgerätes.
[0026] Wie man aus Fig. 1 erkennen kann, dient ein erfindungsgemäßes Bedienpanel 1 gemäß
dem ersten Aspekt der Erfindung zum Einstellen und zur Anzeige von verschiedenen Schweißparametern
eines Schweißgerätes. Das Bedienpanel 1 verfügt über eine Schweißparameteranzeigeeinheit
2 zur Anzeige von Schweißparametern mit verschiedenen Anzeigeelementen. Darüber hinaus
weist das Bedienpanel 1 einen von einem Nutzer betätigbares Bedienelement 3 auf. Dieses
manuell betätigbare Bedienelement 3 kann beispielsweise durch die Hand eines Nutzers
betätigt bzw. bedient werden. Durch Drücken des Bedienelementes 3 kann zwischen einem
Schweißparameter-Auswahlmodus und einem Schweißparameter-Editiermodus umgeschaltet
werden. In dem Schweißparameter-Auswahlmodus ist durch Drehen des Bedienelementes
3 einer der Schweißparameter der Schweißparameteranzeigeeinheit 2 auswählbar. In dem
Schweißparameter-Editiermodus ist durch Drehen des Bedienelementes 3 ein Parameterwert
eines in dem Schweißparameter-Auswahlmodus ausgewählten Schweißparameters einstellbar.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel weist das manuell betätigbare
Bedienelement 3 ein inkremental einstellbares Bedienrad bzw. eine Drehdrückregelungseinheit
auf. Vor Einleitung des Schweißvorganges kann ein Nutzer das Bedienpanel 1, wie es
in Fig. 1 dargestellt ist, durch Drücken des Bedienelementes 3 in den Schweißparameter-Auswahlmodus
versetzen. Sobald das Bedienpanel 1 in den Schweißparameter-Auswahlmodus versetzt
worden ist, kann der Nutzer durch Drehen des Bedienelementes 3 einen der konfigurierbaren
Schweißparameter des Schweißgerätes auswählen bzw. selektieren. Durch erneutes Drücken
des Bedienelementes 3 kann der Nutzer das Bedienelement 3 von dem Schweißparameter-Auswahlmodus
in einen Schweißparameter-Editiermodus versetzen. Sobald das Bedienpanel 1 sich in
dem Schweißparameter-Editiermodus befindet, kann anschließend der Nutzer durch Drehen
des Bedienelementes 3 einen Parameterwert des ausgewählten zu konfigurierenden Schweißparameters
einstellen.
[0027] Ausgehend von dem Zustand in Fig. 1 kann der Nutzer durch Drücken des Bedienelementes
3 Funktionskurvenparameter aufrufen, wie in den Figuren 2A bis 2H dargestellt. Die
Schweißparameteranzeigeeinheit 2 weist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel eine
partitionierte Funktionskurve 4 auf. Verschiedene Schweißparameter des Schweißgerätes
können jeweils durch ein zugehöriges Anzeigesegment 5 der partitionierten Funktionskurve
4 angezeigt werden. Bei einer möglichen Ausführungsform weist jedes Anzeigesegment
5 der partitionierten Funktionskurve 4 der Schweißparameteranzeigeeinheit 2 einen
transparenten Kunststoffblock auf, der von einer oder mehreren dimmbaren Leuchtmitteln
beleuchtbar ist. Bei diesen dimmbaren Leuchtmittel kann es sich beispielsweise um
lichtemittierende Dioden handeln. Die Anzahl der Anzeigesegmente 5 innerhalb der partitionierten
Funktionskurve 4 kann bei unterschiedlichen Ausführungsvarianten unterschiedlich sein.
Die
[0028] Funktionskurve 4 bietet dem Nutzer eine Übersicht über wesentliche Schweißparameter
für den Schweißbetrieb. Dabei kann die Reihenfolge der Schweißparameter durch eine
sogenannte Wäscheleinestruktur vorgegeben sein, wie in Fig. 1 erkennbar. Die in der
Funktionskurve 4 wiedergegebenen Schweißparameter können bei einer möglichen Ausführungsform
einen Startstrom I
s, einen Up-Slope-Zeitraum t
up, mindestens einen Hauptstrom, einen Down-Slope-Zeitraum t
down sowie einen Endstrom I
E aufweisen. Der Startstrom I
s kann für verschiedene Betriebsarten des Schweißgerätes getrennt gespeichert werden.
Der Down-Slope-Zeitraum t
down gibt den Zeitraum an, in welchem bei dem Schweißvorgang die Absenkung von dem Hauptstrom
zu dem Endstrom I
E erfolgt. Der Down-Slope-Zeitraum t
down kann für verschiedene Betriebsarten, insbesondere 2-Takt-Betrieb oder 4-Takt-Betrieb
getrennt gespeichert werden. Bei einer möglichen Ausführungsform weist das Bedienpanel
1 des Schweißgerätes zusätzlich Tasten zur Auswahl einer Betriebsart des Schweißgerätes
auf, insbesondere eines 2-Takt-Betriebes, eines 4-Takt-Betriebes oder eines StabelektrodenSchweißbetriebes
des Schweißgerätes. Die in der Funktionskurve 4 enthaltenen Schweißparameter werden
jeweils durch ein zugehöriges Anzeigesegment 5-1, 5-2, 5-3, 5-4, 5-5, 5-6 angezeigt.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Implementierungsbeispiel umfasst demnach die Funktionskurve
4 sechs Anzeigesegmente 5-1 bis 5-6. Das erste Anzeigesegment 5-1 ist für den Startstrom
I
s des Schweißgerätes vorgesehen. Das Anzeigesegment 5-2 spiegelt den Up-Slope-Zeitraum
t
up wider. Das dritte Anzeigesegment 5-3 und das vierte Anzeigesegment 5-4 sind für zwei
Hauptströme I1, I2 vorgesehen. Das fünfte Anzeigesegment 5-5 zeigt den Down-Slope-Zeitraum
t
down. Das sechste Anzeigesegment 5-6 der Funktionskurve 4 ist für den Endstrom I
E vorgesehen.
[0029] Weiterhin verfügt die Schweißparameteranzeigeeinheit 2 bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
über Tasten 6, 7, 8 zur Auswahl eines 2-Takt-Betriebes, eines 4-Takt-Betriebes und
eines Stabelektrodenschweißbetriebes (Stick). Die Tasten 6, 7, 8 sind optional vorgesehen.
Jedes Anzeigesegment 5-i der partitionierten Funktionskurve 4 der Schweißparameteranzeige
2 weist bei einer möglichen Ausführungsform einen transparenten Kunststoffblock auf,
der von einer darunterliegenden lichtemittierenden Diode beleuchtet wird. In einer
bevorzugten Ausführungsform ist die zu dem Nutzer hin gerichtete Fläche jedes transparenten
Kunststoffblockes der partitionierten Funktionskurve 4 zur Erhöhung der Lichtstreuung
oberflächenbehandelt.
[0030] Bei einer möglichen Ausführungsform wird in dem Schweißparameter-Editiermodus das
Anzeigesegment 5-i des ausgewählten Schweißparameters innerhalb der partitionierten
Funktionskurve 4 der Schweißparameteranzeigeeinheit 2 durch die zugehörigen Leuchtmittel
bzw. die zugehörige lichtemittierende Diode mit voller ungedimmter Leuchtkraft beleuchtet,
während die Anzeigesegmente 5-i der übrigen nicht ausgewählten Schweißparameter innerhalb
der partitionierten Funktionskurve 4 der Schweißparameteranzeigeeinheit 2 durch die
zugehörigen Leuchtmittel bzw. die zugehörige darunterliegende lichtemittierende Diode
nicht beleuchtet sind.
[0031] In dem Schweißparameter-Auswahlmodus wird das Anzeigesegment 5 des ausgewählten Schweißparameters
innerhalb der partitionierten Funktionskurve 4 der Schweißparameteranzeigeeinheit
2 durch die zugehörigen Leuchtmittel bzw. die zugehörige lichtemittierende Diode mit
voller ungedimmter Leuchtkraft beleuchtet, während die Anzeigesegmente 5 der übrigen
nicht ausgewählten Schweißparameter innerhalb der partitionierten Funktionskurve 4
der Schweißparameteranzeigeeinheit 2 durch die zugehörige bzw. die dahinterliegende
lichtemittierende Diode LED mit gedimmter Leuchtkraft beleuchtet werden.
[0032] Durch Drehen des Bedienelementes 3 kann der Nutzer zwischen verschiedenen Anzeigesegmenten
5-i der partitionierten Funktionskurve 4 hin und her drehen, wie in Fig. 2 schematisch
dargestellt. Beispielsweise wird in Fig. 2A das Anzeigesegment 5-3 gewählt, welches
den ersten Hauptstrom I1 wiedergibt, wobei der momentan eingestellte Schweißparameterwert
durch eine erste Digitalanzeige 9 angezeigt wird. Die erste Anzeigeeinheit 9 zeigt
den ersten Hauptstrom I1 mit einem eingestellten Parameterwert von 100 Ampere in dem
dargestellten Beispiel an.
[0033] Durch Drehen des Bedienelementes 3 nach links kann der Nutzer in dem dargestellten
Beispiel gemäß Fig. 2B das zweite Anzeigesegment 5-2 für den Up-Slope-Zeitraum t
up auswählen. Eine zweite Digitalanzeige 10 zeigt den momentan eingestellten Wert für
den Up-Slope-Zeitraum t
up an, nämlich 0,5 Sekunden in dem dargestellten Beispiel.
[0034] Durch weiteres Drehen des Bedienelementes 3 gelangt man zum ersten Anzeigesegment
der partitionierten Funktionskurve 4, nämlich dem Startstrom I
s, wie in Fig. 2C dargestellt. Der Startstrom I
s weist bei dem dargestellten Beispiel eine Stromamplitude als Parameter von 35 Ampere
auf, wie bei der ersten Anzeigeeinheit 9 dargestellt. Dies entspricht 35 % des Hauptstromes
von 100 Ampere, wie in der zweiten Anzeigeeinheit 10 angezeigt.
[0035] Durch Drehen bzw. Betätigen des Bedienelementes 3 kann der Nutzer den TAC auswählen
mit der Pulsfrequenz F-P, die im Setup deaktiviert werden können, wie in Fig. 2D dargestellt.
[0036] Eine Anzeige HF Zünden leuchtet, wenn ein Setup-Parameter HFT für einen Intervall
für Hochfrequenzimpulse eingestellt wird. Durch weiteres Drehen des Bedienelementes
3 kann der Nutzer beispielsweise das sechste Anzeigesegment 5-6 für den Endstrom I
E selektieren, wie in Fig. 2F dargestellt. Bei dem dargestellten Beispiel hat der eingestellte
Stromwert einen Endstrom I
E von 30 Ampere, wie durch die erste Digitalanzeige 9 angezeigt, wobei dies 30 % des
Hauptstromes entspricht, wie durch die zweite Digitalanzeige 10 angezeigt.
[0037] Durch weiteres Drehen des Bedienelementes 3 kann der Nutzer das fünfte Anzeigesegment
5-5 auswählen, wie in Fig. 2G dargestellt. Das fünfte Anzeigesegment 5-5 der Funktionskurve
4 stellt den Down-Slope-Zeitraum t
down dar. Bei dem dargestellten Beispiel ist der eingestellte Down-Slope-Zeitraum t
down 1 Sekunde, wie durch die zweite Digitalanzeige 10 angezeigt.
[0038] Durch Drehen des Bedienelementes 3 kann auch das vierte Anzeigeelement 5-4 für den
zweiten Hauptstrom I2 ausgewählt werden. Der zweite Hauptstrom I2 weist in dem dargestellten
Beispiel einen Stromwert von 50 Ampere auf, wie durch die erste Digitalanzeigeeinheit
9, wobei dies 50 % des ersten Hauptstromes I1 entspricht, wie durch die zweite Digitalanzeige
10 angezeigt.
[0039] Ein Nutzer hat die Möglichkeit, durch Drücken bzw. Betätigen eines Bedienelementes
3 das Bedienpanel 1 in den Schweißparameter-Auswahlmodus zu versetzen, um dann einen
von ihm gewünschten konfigurierbaren Schweißparameter durch Drehen des Bedienelementes
3 auszuwählen, wie in den Figuren 2A bis 2E dargestellt. Durch erneutes Drücken des
Bedienelementes 3 kann von dem Schweißparameter-Auswahlmodus in den Schweißparameter-Editiermodus
umgeschaltet werden. Sobald der Schweißparameter-Editiermodus umgeschaltet werden
wird, hat der Nutzer die Möglichkeit, einen Parameterwert des betreffenden Schweißparameters
zu editieren bzw. einzustellen, insbesondere einen Sollwert einzustellen.
[0040] Beispielsweise kann vor der eigentlichen Durchführung des Schweißvorganges durch
den Nutzer im Editiermodus ein Sollwert von 100 Ampere für den ersten Hauptstrom I1
eingestellt werden, wie in Fig. 3 dargestellt. Wie man in Fig. 3 erkennen kann, wird
im Schweißparameter-Editiermodus das Anzeigesegment 5-3 des betreffenden ausgewählten
Schweißparameters, d.h. des ersten Hauptstroms I1, innerhalb der partitionierten Funktionskurve
4 der Schweißparameteranzeigeeinheit 2 durch die zugehörigen dahinterliegenden Leuchtmittel
mit voller ungedimmter Leuchtkraft beleuchtet, während die Anzeigesegmente 5-1, 5-2,
5-4, 5-5, 5-6 der übrigen nicht ausgewählten Schweißparameter innerhalb der partitionierten
Funktionskurve 4 der Schweißparameteranzeigeeinheit 2 durch die zugehörigen Leuchtmittel
nicht beleuchtet sind bzw. dunkel sind.
[0041] Demgegenüber sind im Schweißparameter-Auswahlmodus die Anzeigesegmente 5 der übrigen
nicht ausgewählten Schweißparameter innerhalb der partitionierten Funktionskurve 4
der Schweißparameteranzeigeeinheit 2 durch die zugehörigen Leuchtmittel mit gedimmter
bzw. verminderter Leuchtkraft beleuchtet, beispielsweise nur mit einer 30% Leuchtkraft.
[0042] Der Nutzer hat somit bei dieser bevorzugten Ausführungsform stets die Möglichkeit
optisch zu erkennen, ob das Bedienpanel 1 sich im Schweißparameter-Editiermodus (Figuren
1, 3) oder in einem Schweißparameter-Auswahlmodus (Figuren 2A bis 2H) befindet.
[0043] Durch mehrmaliges Pressen bzw. Betätigen des Bedienelementes 3 hat der Nutzer die
Möglichkeit, das Bedienpanel 1 zwischen dem Schweißparameter-Auswahlmodus und dem
Schweißparameter-Editiermodus ohne Weiteres hin und her zu schalten.
[0044] Sobald ein durch das Schweißgerät ausgeführter Schweißvorgang startet bzw. eingeleitet
wird, wechselt das Bedienpanel 1 in einer bevorzugten Ausführungsform automatisch
in einen Schweißparameter-Anzeigemodus. Figuren 4A, 4B, 4C zeigen die Schweißparameteranzeigeeinheit
2 des Bedienpanels 1 während der Durchführung eines Schweißvorganges bzw. Schweißprozesses.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird der momentan aktive Schweißparameter
vorzugsweise gedimmt dargestellt. Die Schweißparameter in der partitionierten Funktionskurve
4 der Schweißparameteranzeigeeinheit 2 des Bedienpanels 1 werden nach Starten des
Schweißvorganges in dem Schweißparameter-Anzeigemodus in verschiedenen aufeinanderfolgenden
Phasen des Schweißvorganges entsprechend dem in dem Schweißparameter-Editiermodus
eingestellten Parameterwert sequenziell angezeigt und zur Vornahme des Schweißvorganges
durch eine Schweißstromquelle 11 des Schweißgerätes physikalisch eingestellt. In dem
Schweißparameter-Anzeigemodus wird das Anzeigesegment 5 des aktuell aktiven von der
Schweißstromquelle 11 des Schweißgerätes physikalisch eingestellten Schweißparameters
innerhalb der partitionierten Funktionskurve 4 der Schweißparameteranzeigeeinheit
2 durch die zugehörigen Leuchtmittel mit gedimmter Leuchtkraft beleuchtet. In Fig.
4A ist der aktuell aktive physikalisch eingestellte Schweißparameter der Startstrom
I
s, wobei das Anzeigesegment 5-1 des aktuell aktiven physikalisch eingestellten Schweißparameters
durch das zugehörige Leuchtmittel mit einer gedimmten Leuchtkraft beleuchtet wird.
Die beiden Digitalanzeigen 9, 10 zeigen den momentanen Stromwert in Ampere und die
momentane Spannung in Volt an.
[0045] Fig. 4B zeigt den sequenziellen Wechsel zu dem nächsten physikalisch ausgeführten
Schweißparameter, nämlich den Up-Slope-Zeitraum t
up, welcher durch das Anzeigesegment 5-2 angezeigt wird. In dem Up-Slope-Zeitraum t
up beträgt zu dem dargestellten exemplarischen Zeitpunkt der Stromwert 56 Ampere und
die momentane Spannung 10,7 Volt. Nach Erreichen des Hauptstroms wird die entsprechende
Anzeige ebenfalls gedimmt angezeigt. Bei dem dargestellten Beispiel beträgt der Stromwert
50 Ampere und die Spannung 10,1 Volt, wie in Fig. 4C erkennbar.
[0046] Nach Vollendung des Schweißvorganges können Hold-Werte, d.h. Mittelwerte, des Stromwertes
bzw. des Spannungswertes angezeigt werden und eine Anzeige "Hold" leuchtet. Bei dem
dargestellten Beispiel beträgt der Hold-Stromwert 100 Ampere und die Hold-Spannung
10,5 Volt, wie in Fig. 5 dargestellt.
[0047] Das erfindungsgemäße Bedienpanel 1 kann weitere Bedienelemente 3 aufweisen. Beispielsweise
kann das Bedienpanel 1 bei einer möglichen Ausführungsform zusätzlich als Schweißparameter
eine Balance zum Einstellen einer Aufschmelzleistung und/oder eines Elektrodendurchmessers
einer Schweißelektrode anzeigen.
[0048] Fig. 6 zeigt ein Ablaufdiagramm zur Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines
erfindungsgemäßen Verfahrens zum Konfigurieren von Schweißparametern eines Schweißgerätes
mittels eines manuell betätigbaren Bedienpanels 1 eines Schweißgerätes.
[0049] Bei dem in Fig. 6 schematisch dargestellten Verfahren können die zu konfigurierenden
Schweißparameter des Schweißgerätes durch die folgenden Hauptschritte konfiguriert
werden.
[0050] In einem ersten Schritt S1 wird das Bedienpanel 1 in einen Schweißparameter-Auswahlmodus
geschaltet bzw. versetzt. Dies geschieht vorzugsweise durch Drücken eines Bedienelementes
3 des Bedienpanels 1, beispielsweise eines manuell betätigbaren Bedienelementes 3
in Form eines Drehreglers.
[0051] Sobald das Bedienpanel 1 in den Schweißparameter-Auswahlmodus versetzt worden ist,
kann das Bedienelemente 3 des Bedienpanels 1 anschließend im Schritt S2 zur Auswahl
eines zu konfigurierenden Schweißparameters im Uhrzeigersinn oder entgegen dem Uhrzeigersinn
gedreht werden.
[0052] Anschließend kann der Nutzer das Bedienpanel 1 von dem Schweißparameter-Auswahlmodus
in den Schweißparameter-Editiermodus durch erneutes Drücken des Bedienelementes 3
im Schritt S3 umschalten.
[0053] Sobald das Bedienpanel in den Schweißparameter-Editiermodus durch Drücken des Bedienelementes
3 versetzt worden ist, kann der Nutzer durch Drehen des Bedienelementes 3 im oder
entgegen dem Uhrzeigersinn Parameterwerte des ausgewählten zu konfigurierenden Schweißparameters,
beispielsweise zur Einstellung eines Sollwertes, einstellen.
[0054] Nachdem alle gewünschten Schweißparameter mit entsprechenden Schweißparameterwerten
eingestellt worden sind, kann der Schweißvorgang eingeleitet bzw. gestartet werden.
Dann wird das Bodenpanel 1 des Schweißgerätes in einen Schweißparameter-Anzeigemodus
geschaltet.
[0055] Der in dem Schweißparameter-Editiermodus eingestellte Parameterwert des zu konfigurierenden
Schweißparameters wird bei einer möglichen Ausführungsform in einem internen Datenspeicher
des Schweißgerätes gespeichert und während des anschließenden durch die Schweißstromquelle
11 des Schweißgerätes ausgeführten Schweißvorganges aus dem Datenspeicher ausgelesen.
Bei einer möglichen Ausführungsvariante kann der Datenspeicher auch in dem Bedienpanel
1 integriert sein.
[0056] Fig. 7 zeigt eine Explosionsdarstellung einer möglichen Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen
Bedienpanels 1. Das Bedienpanel 1 umfasst eine mit elektronischen Bauelementen bestückte
Schaltplatine 1-1, ein sogenanntes Distanzgitter 1-2 und ein Frontelement 1-3, die
zusammengesetzt werden können. Auf das Frontelement 1-3 können verschiedene Beschriftungen
aufgedruckt sein, wobei das Frontelement 1-3 im Übrigen transparent ist. Die partitionierte
Funktionskurve 4 verfügt über verschiedene Anzeigesegmente 5-1, wobei jedes Anzeigesegment
5-i der partitionierten Funktionskurve 4 des Distanzgitters 1-2 einen transparenten
Kunststoffblock aufweist, der von einer oder mehreren dimmbaren Leuchtmitteln beleuchtbar
ist. Diese dimmbaren Leuchtmittel bzw. lichtemittierenden Dioden befinden sich auf
der bestückten Schaltplatine 1-1, wie in Fig. 7 dargestellt. Jedes Anzeigesegment
bzw. jeder zugehörige transparente Kunststoffblock 5-i verfügt in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel über drei dahinterliegende Leuchtdioden, wie in Fig. 7 erkennbar.
Die zu dem Nutzer hin gerichtete Fläche jedes transparenten Kunststoffblockes 5-i
der partitionierten Funktionskurve 4 ist vorzugsweise zur Erhöhung der Lichtstreuung
oberflächenbehandelt.
[0057] Hinter den Fenstern für die Digitalanzeigen 9, 10 befinden sich vorzugsweise steuerbare
Segmentanzeigen 9A, 9B, 9C bzw. 10A, 10B, 10C zur Darstellung einer digitalen Ziffer.
[0058] Das Bedienelement 3 weist einen Bedienknopf 3A auf, der auf einen betätigbaren Drehregler
3B, welcher durch eine Öffnung des Frontelementes 1-3 und durch eine Öffnung des Distanzgitters
1-2 aufsetzbar ist. Der Drehregler 3B kann rotiert bzw. gedreht werden und ist zusätzlich
in Z-Richtung in zwei Positionen hin und her schaltbar, wie in Fig. 7 angedeutet.
Vorzugsweise handelt es sich bei dem manuell betätigbaren Bedienelement 3 mit dem
Drehregler 3B um einen inkremental einstellbares Bedienrad.
[0059] Fig. 8 zeigt ein weitere Explosionsansicht des Bedienpanels 1 von hinten. In der
in Fig. 8 dargestellten Explosionsansicht ist die Rückseite des Distanzgitters 1-2
erkennbar, insbesondere die verschiedenen Kunststoffblöcke der Anzeigesegmente 5-i
innerhalb der partitionierten Funktionskurve 4.
[0060] Fig. 9 zeigt schematisch ein erfindungsgemäßes Schweißgerät SG mit einem erfindungsgemäßen
Bedienpanel 1 und einer daran angeschlossenen Schweißstromquelle 11 zur Durchführung
eines Schweißvorgang mithilfe eines daran angeschlossenen Schweißbrenners 12. Die
Schweißstromquelle 11 stellt die Schweißparameter während des Schweißvorganges entsprechend
der in dem Schweißparameter-Editiermodus eingestellten Parameterwerte der in dem Schweißparameter-Auswahlmodus
ausgewählten Schweißparameter physikalisch während des Schweißvorganges ein. Dabei
werden die momentanen tatsächlich eingestellten Schweißparameterwerte durch das Bedienpanel
1 während des Schweißvorganges in dem Schweißparameter-Anzeigemodus dem Nutzer angezeigt.
[0061] Durch das Distanzgitter 1-2 kann erreicht werden, dass die Funktionskurve 4 als homogen
ausgeleuchtete Linie angezeigt wird.
[0062] Das in den Figuren 1 bis 9 dargestellte Bedienpanel 1 zeigt ein mögliches Ausführungsbeispiel,
wobei Variationen des Bedienpanels 1 möglich sind. Beispielsweise kann das Bedienpanel
1 mehrere Bedienelemente 3 enthalten. Weiterhin kann beispielsweise anstatt einer
Digitalanzeige 9, 10 bei einer möglichen Ausführungsvariante auch eine Analoganzeige
vorgesehen sein. Weiterhin kann die Form und Partitionierung der Funktionskurve 4
für verschiedene Schweißgeräte variieren. Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform
können auch mehrere partitionierte Funktionskurven W auf der SchweißparameterAnzeigeeinheit
2 vorgesehen sein. Auch weitere Betriebsmodi sind möglich, beispielsweise mehrere
Editiermodi, insbesondere zur Grob- oder Feinjustierung von Schweißparameterwerten.
[0063] Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bedienpanels weist
dieses neben dem Schweißparameter-Editiermodus, dem Schweißparameter-Auswahlmodus
und dem Schweißparameter-Anzeigemodus einen weiteren Schweißparameter-Setupmodus auf,
der es erlaubt, neben den Hauptschweißparametern zusätzlich Hintergrund-Schweißparameter
einzustellen. Diese Hintergrund-Schweißparameter umfassen Schweißparameter, die relativ
selten geändert bzw. eingestellt werden. Bei einer möglichen Ausführungsform umfassen
die Hintergrund-Schweißparameter im Wesentlichen eine Gasvorströmzeit, eine Gasnachströmzeit,
eine Pulsfrequenz, einen Duty Cycle, einen Grundstrom vor Pulsen, eine Startstromzeit,
eine Endstromzeit und/oder Gasspülparameter. Weiterhin können im Setupmodus auch entsprechende
Werkseinstellungen wiederhergestellt werden (FAC Factory Reset). Bei einer möglichen
Ausführungsvariante kann auch im Setup-Betriebsmodus für die Hintergrund-Schweißparameter
zwischen einem Auswahlmodus und einem Editiermodus hin und her geschaltet werden,
insbesondere durch Drücken oder Ziehen des Bedienelementes 3. In den Setupmodus gelangt
man beispielsweise bei einer möglichen Ausführungsform durch gleichzeitiges Drücken
zweier Tasten der Schweißparameter-Anzeigeeinheit 2.
1. Bedienpanel (1) für ein Schweißgerät (SG) mit
- einer Schweißparameteranzeigeeinheit (2) zur Anzeige von Schweißparametern und mit
- mindestens einem durch einen Nutzer manuell betätigbaren Bedienelement (3),
wobei das Bedienpanel (1) durch Betätigen des Bedienelementes (3) zwischen einem Schweißparameter-Auswahlmodus
und einem Schweißparameter-Editiermodus umschaltbar ist,
- wobei in dem Schweißparameter-Auswahlmodus durch Drehen des Bedienelementes (3)
einer der Schweißparameter der Schweißparameteranzeigeeinheit (2) auswählbar ist,
und
- wobei in dem Schweißparameter-Editiermodus durch Drehen des Bedienelementes (3)
ein Parameterwert eines ausgewählten Schweißparameters der Schweißparameteranzeigeeinheit
(2) einstellbar ist.
2. Bedienpanel nach Anspruch 1,
wobei das manuell betätigbare Bedienelement (3) ein inkremental einstellbares Bedienrad
aufweist.
3. Bedienpanel nach Anspruch 1 oder 2,
wobei ein Schweißparameter jeweils durch ein zugehöriges Anzeigesegment (5) einer
partitionierten Funktionskurve (4) der Schweißparameteranzeigeeinheit (2) angezeigt
wird.
4. Bedienpanel nach Anspruch 3,
wobei das Anzeigesegment (5) der partitionierten Funktionskurve (4) der Schweißparameteranzeigeeinheit
(2) einen transparenten Kunststoffblock aufweist, der von einer oder mehreren dimmbaren
Leuchtmitteln, insbesondere lichtemittierenden Dioden, LEDs, beleuchtbar ist.
5. Bedienpanel nach Anspruch 4,
wobei die zu dem Nutzer hin gerichtete Fläche jedes transparenten Kunststoffblockes
eines Anzeigesegmentes (5) der partitionierten Funktionskurve (4) zur Erhöhung der
Lichtstreuung oberflächenbehandelt ist.
6. Bedienpanel nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 5,
wobei in dem Schweißparameter-Editiermodus das Anzeigesegment (5) des ausgewählten
Schweißparameters innerhalb der partitionierten Funktionskurve (4) der Schweißparameteranzeigeeinheit
(2) durch die zugehörigen Leuchtmittel mit voller ungedimmter Leuchtkraft beleuchtet
ist, während die Anzeigesegmente (5) der übrigen nicht ausgewählten Schweißparameter
innerhalb der partitionierten Funktionskurve (4) der Schweißparameteranzeigeeinheit
(2) durch die zugehörigen Leuchtmittel nicht beleuchtet sind.
7. Bedienpanel nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 6,
wobei in dem Schweißparameter-Auswahlmodus das Anzeigesegment (5) des ausgewählten
Schweißparameters innerhalb der partitionierten Funktionskurve (4) der Schweißparameteranzeigeeinheit
(2) durch die zugehörigen Leuchtmittel mit voller ungedimmter Leuchtkraft beleuchtet
ist, während die Anzeigesegmente (5) der übrigen nicht ausgewählten Schweißparameter
innerhalb der partitionierten Funktionskurve (4) der Schweißparameteranzeigeeinheit
(2) durch die zugehörigen Leuchtmittel mit gedimmter Leuchtkraft beleuchtet sind.
8. Bedienpanel nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 7,
wobei das Bedienpanel (1) nach Starten eines durch das Schweißgerät (SG) ausgeführten
Schweißvorganges in einen Schweißparameter-Anzeigemodus wechselt.
9. Bedienpanel nach Anspruch 8,
wobei die Schweißparameter in der partitionierten Funktionskurve (4) der Schweißparameteranzeigeeinheit
(2) des Bedienpanels (1) nach Starten des Schweißvorganges in dem Schweißparameter-Anzeigemodus
in verschiedenen aufeinanderfolgenden Phasen des Schweißvorganges entsprechend dem
in dem Schweißparameter-Editiermodus eingestellten Parameterwert sequenziell angezeigt
und zur Vornahme des Schweißvorganges durch eine Schweißstromquelle (11) des Schweißgerätes
(SG) physikalisch eingestellt werden.
10. Bedienpanel nach Anspruch 9,
wobei in dem Schweißparameter-Anzeigemodus das Anzeigesegment (5) des aktuell aktiven
von der Schweißstromquelle (11) des Schweißgerätes (SG) physikalisch eingestellten
Schweißparameters innerhalb der partitionierten Funktionskurve (4) der Schweißparameteranzeigeeinheit
(2) durch die zugehörigen Leuchtmittel mit gedimmter Leuchtkraft beleuchtet ist.
11. Bedienpanel nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 12,
wobei das Bedienpanel (1) mindestens eine Digitalanzeige (9, 10) zur Anzeige eines
Parameterwertes eines in dem Schweißparameter-Auswahlmodus ausgewählten Schweißparameters
oder eines während des Schweißvorganges von der Schweißstromquelle (11) des Schweißgerätes
(SG) aktiv eingestellten Schweißparameters aufweist.
12. Schweißgerät (SG) mit einem Bedienpanel (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche
1 bis 11 und mit einer Schweißstromquelle (11) zur Einstellung von Schweißparametern
während des Schweißvorganges entsprechend der in dem Schweißparameter-Editiermodus
eingestellten Parameterwerte der in dem Schweißparameter-Auswahlmodus ausgewählten
Schweißparameter.
13. Verfahren zum Konfigurieren von Schweißparametern eines Schweißgerätes (SG) mittels
eines manuell betätigbaren Bedienpanels (1) des Schweißgerätes (SG) nach einem der
vorangehenden Ansprüche 1 bis 11,
wobei für jeden zu konfigurierenden Schweißparameter die folgenden Schritte ausgeführt
werden:
(a) Schalten (S1) des Bedienpanels (1) in einen Schweißparameter-Auswahlmodus durch
Ziehen oder Drücken eines Bedienelementes (3) des Bedienpanels (1),
(b) Drehen (S2) des Bedienelementes (3) in dem Schweißparameter-Auswahlmodus zur Auswahl
des zu konfigurierenden Schweißparameters,
(c) Umschalten (S3) von dem Schweißparameter-Auswahlmodus in einen Schweißparameter-Editiermodus
des Schweißgerätes (SG) durch erneutes Drücken des Bedienelementes (3) des Bedienpanels
(1) und
(d) Drehen (S4) des Bedienelementes (3) in dem Schweißparameter-Editiermodus zum Einstellen
eines Parameterwertes des ausgewählten zu konfigurierenden Schweißparameters.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
wobei in dem Schweißparameter-Editiermodus ein Anzeigesegment (5) des ausgewählten
Schweißparameters innerhalb der partitionierten Funktionskurve (4) der Schweißparameteranzeigeeinheit
(2) durch die zugehörigen Leuchtmittel mit voller ungedimmter Leuchtkraft beleuchtet
ist, während die Anzeigesegmente (5) der übrigen nicht ausgewählten Schweißparameter
innerhalb der partitionierten Funktionskurve (4) der Schweißparameteranzeigeeinheit
(2) durch die zugehörigen Leuchtmittel nicht beleuchtet werden.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14,
wobei in dem Schweißparameter-Auswahlmodus das Anzeigesegment (5) des ausgewählten
Schweißparameters innerhalb der partitionierten Funktionskurve (4) der Schweißparameteranzeigeeinheit
(2) durch die zugehörigen Leuchtmittel mit voller ungedimmter Leuchtkraft beleuchtet
ist, während die Anzeigesegmente (5) der übrigen nicht ausgewählten Schweißparameter
innerhalb der partitionierten Funktionskurve (4) der Schweißparameteranzeigeeinheit
(2) durch die zugehörigen Leuchtmittel mit gedimmter Leuchtkraft beleuchtet werden.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
wobei der in dem Schweißparameter-Editiermodus eingestellte Parameterwert des zu konfigurierenden
Schweißparameters in einem Datenspeicher des Schweißgerätes (SG) gespeichert und während
eines anschließenden durch eine Schweißstromquelle (11) des Schweißgerätes (SG) ausgeführten
Schweißvorganges aus dem Datenspeicher ausgelesen und physikalisch eingestellt wird.