[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben mehrerer Krane, deren
Bewegungen von Anti-Kollisions-Einrichtungen der Krane auf drohende Kollisionen überwacht
werden, sowie eine Gruppe von Kranen umfassend einen Kran mit zumindest einer Bewegungseinrichtung
zum Bewegen eines Kranelements, einer Steuereinheit zum Ansteuern der Bewegungseinrichtung
sowie einer Anti-Kollisions-Einrichtung zum Überwachen der Kranbewegungen des Kranelements
auf mögliche Kollisionen mit einem anderen Kran.
[0002] Krane mit Antikollisionseinrichtungen sind seit Längerem bekannt, vgl. beispielsweise
DE 10 2015 010 726 A1,
FR 2876992 A1,
US 2013/299440 A1 oder
KR 2014 0132602 A. Ferner zeigt die Schrift
DE 10 2006 040 782 A1 ein Verfahren zum Steuern zweier Krane, die von einer Antikollisionsvorrichtung überwacht
werden, wobei bei Erkennen einer kommenden Kollision die Krane abgeschaltet oder zur
Kollision führende Bewegungen unterbunden werden. Dabei kann ein zweiter Kran vom
Steuerstand des ersten Krans her per Fernsteuerung bedient werden. Dieses Dokument
offenbart damit ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine Krangruppe
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 12.
[0003] Auf Baustellen werden regelmäßig mehrere Krane gleichzeitig eingesetzt, deren üblicherweise
kreisförmige Arbeitsbereiche sich partiell überlappen, was einerseits durch die räumlichen
Gegebenheiten der Baustelle bedingt sein kann, andererseits aber auch notwendig ist,
um trotz kreisförmiger Arbeitsbereiche eine möglichst vollständige Abdeckung der Baustellenfläche
zu erzielen. Um im Bereich der partiellen Überlappung der Arbeitsbereiche der Krane
Kollisionen zwischen den Kranen, insbesondere deren Auslegern, zu verhindern, werden
die Krane üblicherweise mit Anti-Kollisions-Einrichtungen ausgerüstet, die Kranbewegungen
überwachen und im kollisionsgefährdeten Arbeitsbereich, das heißt in dem vorgenannten
Überlappungsbereich, in die Kransteuerung eingreifen, um Bewegungen zu verlangsamen
oder zu stoppen, wenn eine Kollision droht.
[0004] Die genannten Anti-Kollisions-Einrichtungen können hierbei über eine geeignete Sensorik
die Stellung bzw. Position und Bewegung des eigenen Krans bestimmen, beispielsweise
durch einen Drehgeber am Drehwerk die Ausrichtung des Auslegers um die aufrechte Drehachse,
durch einen Wippsensor die Wippstellung des Auslegers oder durch einen Laufkatzensensor
die Stellung der Laufkatze am Ausleger und damit die Ausladung des Hubseils. Anhand
festlegbarer Kollisionsbereiche weiß die Anti-Kollisions-Einrichtung anhand der sensorisch
erfassten Kranposition, wann sich der Kran in dem zuvor genannten Überlappungsbereich
bewegt, der das Risiko einer Kollision mit einem anderen Kran birgt. Andererseits
können die Anti-Kollisions-Einrichtungen der Krane miteinander kommunizieren, sodass
eine jeweilige Anti-Kollisions-Einrichtung weiß, ob sich der andere Kran ebenfalls
in dem Überlappungsbereich bewegt bzw. darauf zusteuert. Die Anti-Kollisions-Einrichtungen
übermitteln hierzu die jeweils sensorisch oder in anderer Weise bestimmten Positions-
und/oder Zustandsdaten "ihres" Krans an die Anti-Kollisions-Einrichtungen der anderen
Krane, sodass die Anti-Kollisions-Einrichtung eines jeweiligen Krans die Positions-
und/oder Zustandsdaten der anderen Krane berücksichtigen kann, wenn es um die Entscheidung
geht, ob in die Kransteuerung eingegriffen und eine jeweilige Kranbewegung beeinflusst,
insbesondere gestoppt werden soll.
[0005] Ein solches Anti-Kollisions-System, das die über ein Netzwerk verbundenen Anti-Kollisions-Einrichtungen
der einzelnen Krane umfasst, kann allerdings in bestimmten Situationen Beschränkungen
mit sich bringen, die den Baustellenbetrieb in unerwünschter Weise behindern. Insbesondere
wenn ein Kran außer Betrieb gesetzt ist, beispielsweise sich in der Windfreistellung
befindet, ist es bislang üblicherweise nicht möglich, diesen unbesetzten Kran aus
dem Kollisionsbereich herauszufahren, sodass ein anderer Kran, dessen Arbeitsbereich
sich mit dem unbesetzten Kran überlappt, in seinem Aktionsradius entsprechend behindert
ist. Da die Anti-Kollisions-Einrichtung nur die Bewegungen des eigenen Krans in Abhängigkeit
der Positions- und/oder Statusinformationen der anderen Kran beeinflussen darf, kann
der unbesetzte Kran nicht betätigt und wegbewegt werden. Üblicherweise muss ein Kranführer
kommen, um den unbesetzten Kran zu aktivieren und aus dem Kollisionsbereich zu fahren,
oder die Arbeitsaufgabe des behinderten Krans muss verschoben werden, bis auch der
unbesetzte Kran wieder besetzt ist.
[0006] Um die Behinderung des Arbeitsbereichs eines Krans durch andere Krane, die unbesetzt
bzw. außer Betrieb gesetzt sind, zu vermeiden bzw. zu reduzieren, wird in der Schrift
FR 30 30 469 A1 vorgeschlagen, einen unbesetzten Kran in der Windfreistellung nicht gänzlich außer
Betrieb zu setzen, sondern in einen Autopilot-Modus zu schalten, in dem sich der Kran
zwar frei nach dem Wind ausrichten kann, solange kein anderer Kran in den Kollisionsbereich
fahren will. Will allerdings ein benachbarter Kran in den Kollisionsbereich fahren,
steuert die Autopilotfunktion den unbesetzten Kran selbsttätig aus dem Überlappungsbereich.
In dem besagten Autopilot-Modus empfängt die Anti-Kollisions-Einrichtung des unbesetzten
Krans weiterhin die Positions- bzw. Bewegungsdaten des benachbarten Krans, um dann,
wenn sich der benachbarte Kran dem Überlappungsbereich nähert, den unbesetzten Kran,
falls nötig, selbsttätig aus dem Überlappungsbereich herauszufahren, wobei der Kran
nur soweit verdreht wird, dass sich sein Ausleger näherungsweise tangential an den
kreisförmigen Arbeitsbereich des benachbarten Krans erstreckt, um den drohenden, zusätzlichen
Windwiderstand möglichst klein zu halten.
[0007] Eine solche Autopilotfunktion erfordert jedoch eine komplexe Struktur der Kransteuerung
und auch der Kransensorik, um automatisierte Kranbewegungen ohne Kontrolle durch einen
Kranführer mit ausreichender Sicherheit fahren zu können. Herkömmliche Krane sind
hierzu oft nicht in der Lage bzw. müssten aufwendig nachgerüstet werden, um solche
automatisierten Kranbewegungen aus dem Kollisionsbereich heraus zu ermöglichen bzw.
mit ausreichender Sicherheit ausführen zu können.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfahren
sowie einen verbesserten Kran der eingangs genannten Art zu schaffen, die Nachteile
des Standes der Technik vermeiden und letzteren in vorteilhafter Weise weiterbilden.
Insbesondere soll eine verbesserte Nutzung und Ausbildung der Anti-Kollisions-Einrichtung
geschaffen werden, die Krankollisionen sicher verhindert, gleichzeitig aber unerwünschte
Behinderungen von Arbeitsaufgaben vermeidet, ohne hierfür komplexe Kransteuerungs-Nachrüstungen
zu benötigen.
[0009] Erfindungsgemäß wird die genannte Aufgabe durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1 sowie
eine Gruppe von Kranen gemäß Anspruch 12 gelöst. Bevorzugte Ausgestal-tungen der Erfindung
sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0010] Es wird also vorgeschlagen, einen störenden, unbesetzten Kran bedienergestützt und
damit unter der Kontrolle eines Kranführers aus dem Kollisionsbereich herauszufahren,
um einem benachbarten Kran, der unter Überwachung seiner Anti-Kollisions-Einrichtung
ansonsten nicht in den Überlappungsbereich mit dem unbesetzten Kran einfahren könnte,
seine Arbeitsaufgabe zu ermöglichen. Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, dass bei
einer drohenden Kollision zwischen einem ersten, in Betrieb befindlichen Kran und
einem zweiten, außer Betrieb befindlichen Kran, der erste Kran stillgesetzt wird,
eine Fernsteuer-Verbindung von dem ersten Kran zu dem zweiten Kran aufgebaut wird,
der zweite Kran durch Steuerbefehle, die am ersten, stillgesetzten Kran bereitgestellt
und durch die Fernsteuer-Verbindung auf den zweiten Kran übermittelt werden, aus dem
Kollisionsbereich, der eine beabsichtigte Bewegung des ersten Krans stört, herausbewegt
wird, und der zweiten Kran nach dem ferngesteuerten Herausbewegen aus dem Kollisionsbereich
stillgesetzt sowie der erste Kran wieder in Gang gesetzt wird, so dass der erste Kran
seine Aufgabe ausführen kann. Hierdurch kann ein an sich unbesetzter, außer Betrieb
befindlicher Kran, wenn er die Arbeitsaufgabe eines benachbarten Krans stört, sicher,
unter Kontrolle des Kranführers des be-nachbarten Krans aus dem Kollisionsbereich
herausgefahren werden, ohne dass der Kran hierfür eine komplexe vollautomatische Kransteuerung
benötigen würde, die automatisierte Kranbewegungen ermöglicht.
[0011] In Weiterbildung der Erfindung werden die Steuerbefehle über das Netzwerk der Anti-Kollisions-Einrichtungen
übertragen, über das ansonsten die Positions- und/oder Zustandsdaten der Krane zwischen
den Anti-Kollisions-Einrichtungen übertragen werden. Grundsätztlich wäre es auch möglich,
für die Übertragung der Steuerbefehle von dem vorübergehend stillgesetzten Kran auf
den fernzusteuernden Kran einen separaten Kommunikationskanal vorzusehen, über den
lediglich die Steuerbefehle übertragen werden. Die Nutzung des Kommunikationsnetzwerks
zwischen den Anti-Kollisions-Einrichtungen ist jedoch besonders vorteilhaft, da die
bereits vorhandene Infrastruktur genutzt wird und die Anti-Kollisions-Einrichtungen
unmittelbar die zu erwartenden Bewegungen anhand der Steuerbefehle überwachen können.
[0012] Die genannten Steuerbefehle zum Fernsteuern des wegzubewegenden Krans können an dem
vorgenannten ersten Kran in an sich unterschiedlicher Weise erzeugt werden. Vorteilhafterweise
kann hierfür die Steuereinheit und deren Eingabemittel genutzt werden, die an sich
zum Steuern des ersten Krans vorhanden ist. Insbesondere können die Steuerbefehle
zum Fernsteuern des zweiten Krans durch Betätigen der Eingabemittel der Steuereinheit
des ersten Krans erzeugt werden und sodann durch die genannte Fernsteuer-Kommunikationsverbindung
an den zweiten Kran übertragen werden. Die genannten Eingabemittel können dabei manuell
betätigbar ausgebildet sein, aber auch andere Eingabemittel umfassen, die beispielsweise
akustisch oder durch Gestensteuerung oder in anderer Weise betätigbar sind. Solche
Eingabemittel können beispielsweise einen Joystick, Betätigungsschalter und/oder -schieber,
einen Drehknopf oder ein Touchscreen umfassen. Insbesondere können die genannten Eingabemittel
in der Kranführerkabine des jeweiligen Krans vorgesehen sein. Gegebenenfalls können
aber auch die Eingabemittel einer tragbaren Betätigungs- und/oder Steuereinheit des
ersten Krans verwendet werden, mittels derer der genannte erste Kran durch einen am
Boden befindlichen Kranführer betätigt werden kann. Da der "eigene" erste Kran, zu
dem die Steuereinheit nebst Eingabemitteln an sich gehört, stillgesetzt ist, werden
die hiermit erzeugten Steuerbefehle nicht vom ersten Kran selbst ausgeführt, sondern
können über die Fernsteuerverbindung auf den zweiten Kran übertragen werden. Die Steuereinheit
des ersten Krans und/oder dessen Anti-Kollisions-Einrichtung arbeitet hierbei in einem
Fernsteuermodus, in dem die an den Eingabemitteln erzeugten Steuerbefehle nicht zum
Ansteuern der Antriebe des eigenen Krans verwendet werden, sondern über die Fernsteuerverbindung
an den zweiten Kran geschickt werden.
[0013] Alternativ oder zusätzlich können die Steuerbefehle zum Fernsteuern des zweiten Krans
aber auch automatisch oder halbautomatisch von einem Bewegungssteuermodul der Anti-Kollisions-Einrichtung
des ersten Krans generiert werden, wenn in der genannten Weise der erste Kran stillgesetzt
wurde und die Fernsteuerverbindung zum zweiten Kran aufgebaut wurde. Ein solches Bewegungssteuermodul
kann beispielsweise in Form eines Softwarebausteins in der elektronisch ausgebildeten
Anti-Kollisions-Einrichtung ausgebildet und dort beispielsweise in einem Speicher
abgelegt sein sowie von einem Mikroprozessor der Anti-Kollisions-Einrichtung abgearbeitet
werden. Das genannte Bewegungssteuermodul kann hierbei die Steuerbefehle zum Fernsteuern
des zweiten Krans und Herausbewegen des zweiten Krans aus dem Kollisionsbereich anhand
der Positions- und/oder Statusdaten generieren, die der zweite Kran an den ersten
Kran übermittelt, und/oder anhand der Positions- und/oder Statusdaten, die die Anti-Kollisions-Einrichtung
des ersten Krans bezüglich des ersten Krans bestimmt hat.
[0014] Eine halbautomatische Generierung der Steuerbefehle zum Fernsteuern des wegzubewegenden
Krans durch das genannte Bewegungssteuermodul der Anti-Kollisons-Einrichtung des ersten
Krans kann dabei beispielsweise dergestalt erfolgen, dass dem Kranführer des ersten
Krans ein Vorschlag für einen entsprechenden Steuerbefehl gemacht wird, beispielsweise
auf einem Display oder einer anderen Anzeigevorrichtung angezeigt wird, ggfs. in Kombination
mit einer Bestätigungsaufforderung, sodass der Kranführer den vorgeschlagenen Steuerbefehl
bestätigen kann, wenn er ihn für sinnvoll erachtet. In einer weiteren Ausführungsform
kann die Generierung der Steuerbefehle zum Fernsteuern des zweiten Krans am ersten
Kran aber auch vollautomatisch erfolgen.
[0015] Nichtsdestotrotz kann der zweiten Kran aber auch gänzlich manuell ferngesteuert werden,
was ggfs. auch akustische, gestentechnische oder andere Steuereingaben mit umfassen
kann. Hierzu kann der Kranführer des ersten Krans dessen Kransteuerung und die zugehörigen
Eingabemittel in an sich gewohnter Weise betätigen, um den zweiten Kran fernzusteuern
und aus dem Kollisionsbereich herauszubewegen. Dies ermöglicht eine besonders einfache
Ausbildung der Kransteuerungseinheiten, die an sich herkömmlich ausgebildet bleiben
können und lediglich mit einer Schnittstelle zum Empfangen und/oder Ausgeben von Fernsteuerbefehlen
versehen werden können.
[0016] Die an der Steuereinheit des zweiten Krans empfangenen Fernsteuer-Steuerbefehle werden
von der Steuereinheit des zweiten Krans in an sich gewohnter Weise abgearbeitet, insbesondere
wie Steuersignale behandelt, die an den Eingabemitteln der Steuereinheit des zweiten
Krans selbst eingegeben worden wären. Die Steuereinheit des zweiten Krans kann die
empfangenen Fernsteuersignale in entsprechende Ansteuersignale an die zumindest eine
Bewegungseinrichtung des zweiten Krans umsetzen, um deren Antriebe in Gang zu setzen
bzw. zu beschleunigen oder zu stoppen.
[0017] Je nach Ausbildung und Anordnung der Krane sowie deren jeweiliger Stellung können
über die Fernsteuereinrichtung der Anti-Kollisions-Einrichtungen verschiedene Bewegungen
ferngesteuert werden. Insbesondere kann in der genannten Weise das Drehwerk des zweiten
Krans betätigt werden, um dessen Ausleger um eine aufrechte Achse zu verdrehen und
hierdurch aus dem Kollisionsbereich zu bewegen. Sind die Krane, insbesondere deren
Ausleger, in unterschiedlichen Höhen angeordnet, kann es ggfs. auch ausreichend sein,
die Laufkatze des höheren Krans weiter nach innen zu verfahren, um das von der Laufkatze
ablaufende Hubseil aus dem Kollisionsbereich mit dem ersten Kran herauszufahren. In
diesem Fall kann die genannte Fernsteuereinrichtung eine Bewegung der Laufkatze des
zweiten Krans veranlassen. Besitzen die Krane wippbare Ausleger, kann die Fernsteuereinrichtung
eine Kollision auch dadurch auflösen, dass der Ausleger des zweiten Krans aufgewippt
und dadurch dessen Ausladung reduziert wird, was beispielsweise in Kombination mit
einem Verdrehen des Auslegers um dessen aufrechte Achse erfolgen kann.
[0018] Vom zeitlichen Ablauf her kann es günstig sein, wenn die vorgenannten Schritte Stillsetzen
des ersten Krans und Aufbauen der Fernsteuer-Verbindung in geordneter Weise nacheinander
erfolgen. Insbesondere kann zunächst der erste Kran stillgesetzt werden, bevor dann
die Fernsteuer-Verbindung zwischen dem ersten Kran und dem zweiten Kran aufgebaut
wird. Umgekehrt kann nach erfolgtem, ferngesteuerten Herausbewegen des zweiten Krans
aus dem Kollisionsbereich, zunächst die Fernsteuer-Verbindung wieder unterbrochen
werden, bevor der erste Kran wieder in Gang gesetzt wird.
[0019] Das besagte Stillsetzen des ersten Krans kann beinhalten, dass alle Antriebseinrichtungen
außer Gang bzw. stillgesetzt oder deaktiviert werden und die zugehörigen Bewegungseinrichtungen
eingebremst werden. Insbesondere kann das Drehwerk zum Verdrehen des Auslegers um
eine aufrechte Achse und/oder das Hubwerk zum Anheben und Absenken eines Hubseils
und des daran befestigten Lasthakens und/oder ein Laufkatzenantrieb zum Verfahren
einer Laufkatze stillgesetzt und eingebremst werden.
[0020] Um sicherzustellen, dass beim Betätigen der Eingabemittel der Steuereinheit des ersten
Krans die hierdurch generierten Steuerbefehle nur zum Fernsteuern des zweiten Krans
verwendet werden und keine Ansteuerung bzw. Bewegungen der Antriebe des ersten Krans
selbst bewirken, kann das genannte Stillsetzen des ersten Krans weiterhin beinhalten,
dass die Steuerbefehlsverbindungen zwischen der Steuereinheit des ersten Krans und
dessen Bewegungseinrichtungen deaktiviert und/oder die Antriebseinrichtungen von der
Steuerungseinheit steuerungstechnisch abgekoppelt werden und/oder die generierten
Steuerbefehle sozusagen zur Fernsteuereinrichtung umgeleitet werden. Beispielsweise
können im Fernsteuermodus die Signalausgänge der Eingabemittel auf das Fernsteuermodul
geschaltet und von den üblichen Steuersignalverbindungen zu den Antriebseinrichtungen
des ersten Krans abgetrennt sein. Dies kann hardwaretechnisch durch entsprechende
Signalweichen, aber auch softwaretechnisch beispielsweise durch eine entsprechende
Datenbus-Steuerung erfolgen.
[0021] Nach einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung kann das beschriebene Fernsteuermodul
nicht nur dazu genutzt werden, einen unbesetzten, störenden Kran aus dem Überlappungsbereich
herauszubewegen, sondern auch für andere Kranarbeitsaufgaben eingesetzt werden. Insbesondere
können hierdurch aufeinander abgestimmte Kranbewegungen mehrerer Krane wie beispielsweise
Tandemhübe in einfacher Weise gesteuert und ausgeführt werden. Insbesondere können
mehrere Krane aufeinander abgestimmt bewegt werden, indem zumindest an einem ersten
Kran Bewegungs- und/oder Positions- und/oder Zustandsdaten und/oder Steuerbefehle
zum Bewegen des ersten Krans während der aufeinander abzustimmenden Bewegung von dessen
Anti-Kollisions-Einrichtung bestimmt werden und an einen zweiten Kran übermittelt
werden, wobei die am ersten Kran bestimmten Bewegungs- und/oder Positions- und/oder
Zustandsdaten und/oder Steuerbefehle des ersten Krans auf einer Anzeigevorrichtung
am zweiten Kran angezeigt werden und/oder von der Steuereinheit des genannten zweiten
Krans zum Steuern zumindest einer Bewegungseinrichtung des ersten und/oder zweiten
Krans zum Ausführen der aufeinander abgestimmten Bewegung verwendet werden.
[0022] Im Vergleich zur bisherigen Abstimmung, die im Wesentlichen dadurch erfolgt, dass
die beiden Kranführer bei einem Tandemhub untereinander mittels Funkfernsprecheinrichtungen
miteinander kommunizieren und ggfs. durch eine externe Aufsicht ergänzt werden, erleichtert
es die Aufgabe beträchtlich, wenn jeder Kranführer kontinuierlich oder zumindest schrittweise
exakt die Positions- und/oder Bewegungsinformationen des anderen Krans, sowie sie
von der jeweiligen Anti-Kollisions-Einrichtung bestimmt werden, aktuell angesagt bzw.
angezeigt erhält. Ebenfalls hilfreich ist es, wenn alternativ oder zusätzlich auch
die Steuerbefehle gegenseitig angezeigt werden, sodass durch die jeweiligen Steuerbefehle
initiierte Kranbewegungen des jeweils anderen Krans antizipiert werden können.
[0023] Alternativ oder zusätzlich zu einem solchen gegenseitigen Anzeigen der Positions-
und/oder Bewegungs- und/oder Zustandsdaten und/oder Steuerbefehle, können die von
den miteinander vernetzten Anti-Kollisions-Einrichtungen übermittelten Daten bzw.
Informationen und/oder Steuerbefehle auch dazu genutzt werden, die aufeinander abzustimmenden
Kranbewegungen halbautomatisch oder vollautomatisch zu beeinflussen. Insbesondere
kann im Sinne des zuvor schon erläuterten Fernsteuerungsmodus einer der Krane bzw.
dessen Steuereinheit die übermittelten Positions- und/oder Bewegungs- und/oder Zustandsdaten
und/oder die übermittelten Steuerbefehle dergestalt verarbeiten, dass zumindest eine
Bewegungseinrichtung so angesteuert wird, dass der die genannten Daten bzw. Steuerbefehle
empfangende Kran eine Kranbewegung ausführt, die die Kranbewegung des anderen Krans
in gewünschter Weise abbildet. Insbesondere kann anhand der empfangenen Daten und/oder
Steuerbefehle eine synchrone Kranbewegung ausgeführt werden. Hierbei können die an
einem Kran erzeugten Steuerbefehle sowohl zum Ansteuern der Antriebe des "eigenen"
Krans sowie per Fernsteuer-Übertragung zum Ansteuern der Antriebe des zumindest einen
weiteren Krans verwendet werden, so dass ein Kranführer am ersten Kran gleichzeitig
auch den zweiten Kran steuert bzw. mit einer Steuereinheit eines Krans gleichzeitig
zwei Krane angestuert werden.
[0024] Je nach gewünschter Abstimmung der Kranbewegungen muss dies allerdings keine tatsächlich
synchrone oder richtungsidentische Kranbewegung sein. Beispielsweise kann dies eine
gegenläufige Kranbewegung sein, wenn ein gemeinsam zu hebender Gegenstand verdreht
werden soll oder aus einer horizontalen Aufnahmestellung in eine leicht schräge Montagestellung
bewegt werden soll.
[0025] Insbesondere kann die Steuereinheit eines jeweiligen Krans einen Slave-Betriebsmodus
aufweisen, in dem die Steuereinheit des Krans anhand der übermittelten Bewegungsdaten
und/oder Steuerbefehle zumindest eine Bewegungseinrichtung derart ansteuert, dass
der Kran den Kranbewegungen des die Daten übermittelnden Krans in der gewünschten
Weise, insbesondere zumindest näherungsweise synchron oder beispielsweise gegenläufig,
folgt.
[0026] In Weiterbildung der Erfindung können die Kranbewegungen anhand der wechselweise
übermittelten Bewegungs- und/oder Positions- und/oder Statusdaten und/oder Steuerbefehle,
die von den miteinander kommunizierenden Anti-Kollisions-Einrichtungen bereitgestellt
werden, derart aufeinander abgestimmt werden, dass beispielsweise die Krane einen
Tandemhub ausführen.
[0027] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann zumindest die Steuereinheit eines
Krans einen Teach-In-Modus besitzen, in dem die Steuereinheit einen Bewegungsablauf
und/oder eine Bewegungsbahn anhand von Bewegungs- und/oder Positionsdaten und/oder
Steuerbefehlen lernt, die von einem anderen Kran aus übermittelt werden. Beispielsweise
kann der vorgenannte Fernsteuermodus dazu genutzt werden, dem fernzusteuernden Kran
eine Bewegungsbahn einzulernen, die dann abgerufen werden kann, um zusammen mit einem
anderen Kran den genannten Tandemhub oder einen anderen aufeinander abgestimmten Kranhub
auszuführen. Für ein solches Teach-In können die entsprechenden Daten und Steuerbefehle
ebenfalls über das Kommunikationsnetzwerk der Anti-Kollisions-Einrichtungen übermittelt
werden.
[0028] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels und
zugehöriger Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1:
- eine schematische Darstellung zweier Krane, die teilweise überlappende Arbeitsbereiche
besitzen und jeweils mit Anti-Kollisions-Einrichtungen ausgerüstet sind, die miteinander
kommunizieren können,
- Fig. 2:
- eine Draufsicht auf die beiden Krane aus Fig. 1, die deren überlappende Arbeitsbereiche
verdeutlicht, und
- Fig. 3:
- eine schematische Seitenansicht der beiden Krane aus Fig. 1 beim Ausführen eines Tandemhubs.
[0029] Wie die Figuren zeigen, können die Krane 1 und 2 jeweils als Turmdrehkrane ausgebildet
sein, deren Ausleger 3 jeweils auf einem Turm 4 sitzt und mittels eines Drehwerks
5 um eine aufrechte Achse verdreht werden kann, wobei die Krane als Obendreher oder
Untendreher ausgebildet sein können. Entlang des genannten Auslegers 3 kann eine Laufkatze
6 durch ein Katzfahrwerk 7 verfahrbar sein, um die Ausladung des von der Laufkatze
6 ablaufenden Hubseils 8 und des daran befestigten Lasthakens 9 verändern zu können.
Das genannte Hubseil 8 kann durch ein Hubwerk 10 eingeholt oder abgelassen werden,
um den Lasthaken 9 anzuheben bzw. abzusenken.
[0030] Wie Fig. 2 zeigt, können die Krane 1 und 2 im Wesentlichen kreisförmige Arbeitsbereiche
11 bzw. 12 haben, die sich partiell überlappen, wobei die Überlappung der Arbeitsbereiche
11 und 12 durch die Bezugsziffer 130 gekennzeichnet ist. Die genannten Arbeitsbereiche
11 und 12 kommen durch die Verdrehbarkeit der Ausleger 3 sowie die Verfahrbarkeit
der Laufkatze 6 zustande.
[0031] Wie Fig. 1 zeigt, können die Ausleger 3 der Krane 1 und 2 in unterschiedlichen Höhen
angeordnet sein, sodass sich die Ausleger 3 an sich übereinander hinweg bzw. untereinander
hindurch bewegen ließen. Allerdings kann es je nach Stellung der Laufkatze 6 dennoch
zu Kollisionen mit dem ablaufenden Hubseil 8 kommen. Es versteht sich jedoch, dass
die Krane 1 und 2 mit ihren Auslegern 3 auch in derselben Höhe angeordnet sein können,
sodass dann die Ausleger 3 selbst miteinander kollidieren könnten.
[0032] Jeder der Krane 1 und 2 besitzt eine Kransteuerung mit einer elektronischen Steuereinheit
13, die beispielsweise einen Mikroprozessor aufweisen kann, um in einem Speicher abgelegte
Steuerungsprogramme abarbeiten zu können. Weiterhin umfasst jeder Kran eine Sensorik
14, um Bewegungen und/oder die Position der beweglichen Kranelemente bestimmen zu
können, insbesondere die rotatorische Stellung des Auslegers 3, die Stellung der Laufkatze
6 am jeweiligen Ausleger 3 sowie die Höhe des Lasthakens 9. Dies kann beispielsweise
durch Sensoren bestimmt werden, die dem Drehwerk 5, dem Katzfahrwerk 7 und dem Hubwerk
10 zugeordnet sind. Alternativ oder zusätzlich können auch GPS-Sensoren Verwendung
finden, die die Positionen der Kranelemente in einem globalen Positionssystem ermitteln
können. Andere Bestimmungsmittel wie beispielsweise Radarsensoren können ebenfalls
vorgesehen sein.
[0033] Mit der genannten Steuereinheit 13 können Eingabemittel 15 zum Eingeben von Steuerbefehlen
verbunden sein, die die Kranbewegungen steuern. Die genannten Eingabemittel 15 können
beispielsweise in einer Kranführerkabine 16 vorgesehen sein.
[0034] Weiterhin umfasst jeder der Krane 1 und 2 eine Anti-Kollisions-Einrichtung 17 und
18, die die Kranbewegungen des jeweiligen Krans überwacht, beispielsweise durch Auswertung
der Signale der genannten Sensorik 14. Wie Fig. 1 verdeutlicht, können die Anti-Kollisions-Einrichtungen
17 und 18 der Krane 1 und 2 über ein Kommunikationsnetzwerk 19 des Anti-Kollisions-Systems
20, zu dem die Anti-Kollisions-Einrichtungen 17 und 18 gehören, miteinander kommunizieren,
sodass die kollisionsgefährdeten Krane 1 und 2 bzw. die Anti-Kollisions-Einrichtungen
17 und 18 jeweils wissen, in welcher Stellung sich der andere Kran befindet bzw. welche
Bewegung der andere Kran jeweils gerade ausführt. Hierzu übermitteln die Anti-Kollisions-Einrichtungen
17 und 18 Positions- und/oder Bewegungs- und/oder Statusdaten "ihres" Krans an den
jeweils anderen Kran über die genannte Kommunikationsverbindung 19 des Anti-Kollisions-Systems
20.
[0035] Die Anti-Kollisions-Einrichtungen 17 und 18 können die genannten Daten jeweils auswerten
und hierzu beispielsweise ein Kollisionsbestimmungsprogramm ausführen, das in einem
Speicher abgelegt sein und von einem Mikroprozessor der elektronischen Anti-Kollisions-Einrichtung
ausgeführt werden kann. Droht eine Kollision, kann die jeweilige Anti-Kollisions-Einrichtung
17 bzw. 18 in die Steuerung ihres eigenen Krans eingreifen und beispielsweise dem
Kranführer ein Warnsignal anzeigen und/oder die Bewegung des Krans stoppen.
[0036] Droht bei einer auszuführenden Bewegung eine Kollision mit einem unbesetzten, außer
Gang gesetzten Kran, kann folgendermaßen vorgegangen werden:
Will beispielsweise der erste Kran 1, wie dies Fig. 2 zeigt, in den Überlappungsbereich
130 der beiden Arbeitsbereiche 11 und 12 einfahren, wenn dort der Ausleger 3 des unbesetzten,
außer Betrieb befindlichen zweiten Krans 2 steht, gibt die Anti-Kollision-Einrichtung
17 des ersten Krans 1 zunächst ein Warnsignal und greift ggfs. in die Kransteuerung
des ersten Krans 1 ein, um die Kranbewegung zu stoppen und eine Kollision zu verhindern.
[0037] Um nun den unbesetzten zweiten Kran 2 aus dem Überlappungsbereich 130 herausfahren
zu können, setzt die Anti-Kollisions-Einrichtung 17 des ersten Krans 1 den ersten
Kran 1 still, wobei hierzu die Antriebe stillgesetzt und die Bewegungseinrichtungen
eingebremst werden können, insbesondere das Drehwerk 5, der Katzfahrantrieb 7 und
das Hubwerk 10. Weiterhin kann die Steuereinheit 13 in einen Fernsteuermodus geschaltet
werden und/oder die Steuerbefehlsverbindung der Steuereinheit 13 des ersten Krans
1 zu dessen Antriebseinrichtungen deaktiviert werden, sodass ein Betätigen der Eingabemittel
15 keine Verfahrbewegungen am ersten Kran bewirken können.
[0038] Um eine Fernsteuerverbindung zu dem zweiten Kran 2 aufbauen zu können, wird erfindugsgemäss
vorgesehen, dass konn über das Kommunikationsnetzwerk 19 des Anti-Kollisions-Systems
20 ein Aufwecksignal vom ersten Kran 1 an den zweiten Kran 2 gesendet wird, um dessen
Steuereinheit 13 aufzuwecken und in einen Fernsteuermodus zu schalten. Das genannte
Aufwecksignal kann der Anti-Kollisions-Einrichtung 17 des ersten Krans bzw. dessen
Steuereinheit 13 generiert und über das Netzwerk 19 an den zweiten Kran 2 gesandt
werden.
[0039] Ist der erste Kran 1 in der genannten Weise stillgesetzt und der zweite Kann 2 aufgeweckt,
kann über das Kommunikationsnetwerk 19 des Anti-Kollisions-Systems 20 eine Remote-Verbindung
bzw. eine Fernsteuerverbindung 21 zwischen den beiden Kranen aufgebaut werden, um
am ersten Kran 1 generierte Steuerbefehle an den zweiten Kran 2 zu übermitteln. Die
genannten Steuerbefehle können durch Betätigung der Eingabemittel 15 der Steuereinheit
13 des ersten Krans generiert werden, sodass der Kranführer des ersten Krans 1 in
an sich gewohnter Weise den zweiten Kran steuern und aus dem Kollisionsbereich, das
heißt dem Überlappungsbereich 130, herausbewegen kann.
[0040] Ist der zweite Kran 2 aus dem Überlappungsbereich 130 herausgefahren, wird der Kran
2 über die Fernsteuerverbindung 21 eingebremst und wieder stillgesetzt.
[0041] Der erste Kran 1 bzw. dessen Anti-Kollisions-Einrichtung 17 und/oder dessen Steuereinheit
13 meldet sich sodann vom zweiten Kran 2 wieder ab und loggt sich in die eigene Steuerung
wieder ein. Insbesondere wird die zuvor genannte Fernsteuerverbindung 21 wieder deaktiviert
und die Steuereinheit 13 des ersten Krans 1 aus dem zuvor genannten Fernsteuermodus
wieder in den normalen Betriebsmodus gesetzt, um wiederum die eigenen Antriebseinrichtungen
ansteuern zu steuern.
[0042] Schließlich kann der erste Kran 1 die beabsichtigte Kranbewegung in den Überlappungsbereich
130 hinein bzw. darüber hinweg ausführen.
[0043] Fig. 3 verdeutlicht eine weitere Einsatzmöglichkeit, die der genannte Fernsteuermodus
bzw. die Kommunikation über das Anti-Kollisions-System 20 ermöglicht. Insbesondere
können die beiden Krane 1 und 2 aufeinander abgestimmte Kranbewegungen in einfacher
Weise ausführen, beispielsweise in Form eines Tandemhubs, bei dem ein gemeinsames
Werkstück 22 an den Lasthaken 9 beider Krane 1 und 2 befestigt und durch beide Krane
1 und 2 gemeinsam gehoben wird. Bei einem solchen Tandemhub kann das Werkstück 22
von einem ersten Punkt zu einem zweiten Punkt angehoben und/oder abgesenkt und/oder
verfahren werden, wobei der Verfahrweg linear oder auch kurvig sein kann, wobei das
Werkstück 22 seine Orientierung bzw. Winkellage im Raum behalten oder auch verdreht
werden kann.
[0044] Hierzu kann zunächst in einfacher Ausbildung der Erfindung vorgesehen sein, dass
die miteinander kommunzierenden Anti-Kollisions-Einrichtungen 17 und 18 die an ihrem
Kran jeweils bestimmten Positions- und/oder Bewegungs- und/oder Statusdaten jeweils
zum anderen Kran übertragen, wobei sie an dem jeweils empfangenden Kran angezeigt
werden, beispielsweise auf einem Display, das der Kranführer einsehen kann. Durch
das wechselweise, gegenseitige Anzeigen der genannten Daten am jeweils anderen Kran
weiß der jeweilige Kranführer stets aktuell, in welcher Position bzw. Stellung sich
der jeweils andere Kran befindet bzw. in welche Richtung sich der jeweils andere Kran
bewegt.
[0045] Alternativ oder zusätzlich können dabei auch von einem Kran auf den anderen Kran
Steuerbefehle übertragen und dort eventuell angezeigt werden, wobei beispielsweise
die Steuerbefehle, die am ersten Kran 1 durch Betätigen dessen Eingabemittel erzeugt
werden und den ersten Kran entsprechend bewegen, auf den zweiten Kran 2 übertragen
werden können. Werden die Steuerbefehle dort, das heißt am zweiten Kran 2 angezeigt,
kann der dort befindliche Kranführer die entsprechenden Steuerbefehle entsprechend
nachmachen.
[0046] Alternativ oder zusätzlich können solche von Kran zu Kran übertragenden Steuerbefehle
jedoch in einem Fernsteuermodus auch dazu genutzt werden, den die Steuerbefehle empfangenden
Kran synchron mit dem die Steuerbefehle sendenden Kran zu bewegen. In dem zuvor genannten
Fernsteuermodus kann die empfangende Steuereinheit die Befehle entsprechend umsetzen,
um den empfangenden Kran synchron mit dem sendenden Kran zu bewegen.
[0047] Ferner kann in der zuvor schon beschriebenen Weise ein Kran in entsprechender Weise
auch eingelernt werden, um in einem Teach-In-Modus eine gewünschte Bewegungsbahn zu
lernen, die dann für eine aufeinander abgestimmte Bewegung der beiden Krane aktiviert
bzw. abgerufen werden kann.
1. Verfahren zum Betreiben mehrerer Krane (1, 2), deren Bewegungen von Anti-Kollisions-Einrichtungen
(17, 18) der Krane (1, 2) auf drohende Kollisionen überwacht werden, wobei bei einer
drohenden Kollision zwischen einem ersten, in Betrieb befindlichen Kran (1) und einem
zweiten, außer Betrieb befindlichen Kran (2)
- der erste Kran (1) stillgesetzt wird,
- eine Fernsteuerverbindung (21) von dem ersten Kran (1) zu dem zweiten Kran (2) aufgebaut
wird, dadurch gekennzeichnet, dass zum Aufbau der Fernsteuerverbindung (21) eine Steuereinheit (13) des zweiten Krans
(2) durch einen Aufwachbefehl, der über eine Kommunikationsverbindung (19) zwischen
den Anti-Kollisions-Einrichtungen (17, 18) vom ersten Kran (1) auf den zweiten Kran
(2) übertragen wird, aufgeweckt und in einen Fernsteuermodus gesetzt wird,
- der zweite Kran (2) durch Steuerbefehle, die am ersten, stillgesetzten Kran (1)
generiert und durch die Fernsteuerverbindung (21) auf den zweiten Kran (2) übermittelt
werden, aus dem Kollisionsbereich (130), der eine beabsichtigte Bewegung des ersten
Krans (1) stört, herausbewegt wird, und
- der zweite Kran (2) nach dem ferngesteuerten Herausbewegen aus dem Kollisionsbereich
(130) stillgesetzt und der erste Kran (1) wieder in Gang gesetzt und bewegt wird.
2. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei beim Stillsetzen des ersten Krans
(1) eine Steuerbefehlsverbindung zwischen der Steuereinheit (13) des ersten Krans
(1) und zumindest einer Bewegungseinrichtung des ersten Krans (1) deaktiviert wird
und/oder eine Steuerbefehlsverbindung von Eingabemitteln (14) der Steuereinheit (13)
des ersten Krans (1) zu einem Fernsteuermodul des ersten Krans (1) aktiviert wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei beim Stillsetzen des ersten
Krans (1) zumindest eine Bewegungseinrichtung des ersten Krans (1), insbesondere dessen
Drehwerk (5), eingebremst wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Steuerbefehle zum ferngesteuerten
Bewegen des zweiten Krans (2) in einem manuellen Fernsteuermodus durch Betätigen von
Eingabemitteln (14) einer/der Steuereinheit des ersten Krans (1), die zum Steuern
von Bewegungen des ersten Krans (1) vorgesehen sind, erzeugt werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Steuerbefehle zum ferngesteuerten
Bewegen des zweiten Krans (2) in einem automatischen Fernsteuermodus automatisch oder
halbautomatisch von einem Bewegungssteuermodul der Anti-Kollisions-Einrichtung (17)
des ersten Krans (1) generiert werden.
6. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Steuerbefehle zum ferngesteuerten
Bewegen des zweiten Krans (2) von dem genannten Bewegungssteuermodul in Abhängigkeit
von Positions- und/oder Bewegungsdaten, die die Position und/oder Bewegung des ersten
Krans (1) kennzeichnen, und/oder in Abhängigkeit von Positionsdaten, die die Position
und/oder Stellung des zweiten Krans (2) kennzeichnen und von der Anti-Kollisions-Einrichtung
(18) des zweiten Krans (2) an die Anti-Kollisions-Einrichtung (17) des ersten Krans
(1) übermittelt wurden/werden, generiert werden.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Steuerbefehle zum ferngesteuerten
Bewegen des zweiten Krans (2) über eine/die Kommunikationsverbindung (19) zwischen
den Anti-Kollisions-Einrichtungen (17, 18) von dem ersten Kran (1) auf den zweiten
Kran (2) übertragen werden.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der erste Kran (1) vor dem
Aufbauen der Fernsteuerverbindung stillgesetzt wird und die genannte Fernsteuerverbindung
vor dem wieder in Gang Setzen des ersten Krans (1) beendet wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die mehreren Krane (1, 2)
aufeinander abgestimmt bewegt werden, wobei zumindest an einem ersten Kran (1) Bewegungs-
und/oder Positions- und/oder Statusdaten und/oder Steuerbefehle währen der aufeinander
abzustimmenden Bewegung von dessen Anti-Kollisions-Einrichtung (17) bestimmt werden
und an einen zweiten Kran (2) übermittelt werden, wobei die am ersten Kran (1) ermittelten
Bewegungs- und/oder Positions- und/oder Statusdaten und/oder Steuerbefehle auf einer
Anzeigeeinrichtung am zweiten Kran (2) angezeigt werden und/oder von der Steuereinheit
(13) des zweiten Krans (2) zum Steuern zumindest einer Bewegungseinrichtung des ersten
und/oder zweiten Krans (2) zum Ausführen der aufeinander abgestimmten Bewegung verwendet
werden.
10. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Steuereinheit (13) des zweiten
Krans (2) einen Slave-Betriebsmodus aufweist, in dem die Steuereinheit (13) des zweiten
Krans (2) anhand der übermittelten Bewegungs- und/oder Positions- und/oder Statusdaten
des ersten Krans und/oder anhand vom ersten Kran (1) übermittelten Steuerbefehlen
zumindest eine Bewegungseinrichtung des zweiten Krans (2) derart ansteuert, dass der
zweite Kran (2) Kranbewegungen des ersten Krans zumindest näherungsweise synchron
folgt und/oder in vorbestimmter Weise in Kranbewegungen des zweiten Krans umsetzt.
11. Verfahren nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei die Kranbewegungen
der beiden Krane (1, 2) anhand der wechselweise übermittelten Bewegungs- und/oder
Positions- und/oder Statusdaten und/oder Steuerbefehlen, die von den Anti-Kollisions-Einrichtungen
(17, 18) bereitgestellt und/oder übermittelt werden, derart aufeinander abgestimmt
werden, dass die Krane (1, 2) einen Tandemhub ausführen.
12. Krangruppe, umfassend einen Kran mit zumindest einer Bewegungseinrichtung zum Bewegen
eines Kranelements, einer Steuereinheit (13) zum Ansteuern der Bewegungseinrichtung,
sowie einer Anti-Kollisions-Einrichtung (17) zum Überwachen der Kranbewegungen des
Kranelements auf mögliche Kollisionen mit einem anderen Kran (2),
dadurch gekennzeichnet, dass die Anti-Kollisions-Einrichtung (17) einen Fernsteuer-Betriebsmodus aufweist, in
dem bei einer drohenden Kollision zwischen einem ersten, in Betrieb befindlichen Kran
(1) und einem zweiten, außer Betrieb befindlichen Kran (2)
- der erste Kran (1) stillgesetzt wird,
- eine Fernsteuerverbindung (21) von dem ersten Kran (1) zu dem zweiten Kran (2) aufgebaut
wird, wobei zum Aufbau der Fernsteuerverbindung (21) eine Steuereinheit (13) des zweiten
Krans (2) durch einen Auf-wachbefehl, der über eine Kommunikationsverbindung (19)
zwi-schen den Anti-Kollisions-Einrichtungen (17, 18) vom ersten Kran (1) auf den zweiten
Kran (2) übertragen wird, aufgeweckt und in einen Fernsteuermodus gesetzt wird,
- der zweite Kran (2) durch Steuerbefehle, die am ersten, stillgesetzten Kran (1)
generiert und durch die Fernsteuerverbindung (21) auf den zweiten Kran (2) übermittelt
werden, aus dem Kollisionsbereich (130), der eine beabsichtigte Bewegung des ersten
Krans (1) stört, herausbewegt wird, und
- der zweite Kran (2) nach dem ferngesteuerten Herausbewegen aus dem Kollisionsbereich
(130) stillgesetzt und der erste Kran (1) wieder in Gang gesetzt und bewegt wird.
13. Krangruppe nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Anti-Kollisions-Einrichtung
(17) einen Bewegungskoordinations-Betriebsmodus aufweist, in dem die Bewegung des
Krans auf die Bewegung eines weiteren, zweiten Krans abgestimmt wird, wobei während
der aufeinander abzustimmenden Bewegung von der Anti-Kollisions-Einrichtung (17) des
Krans Bewegungs- und/oder Positions- und/oder Statusdaten und/oder Steuerbefehle bestimmt
werden und an den genannten weiteren, zweiten Kran übermittelt werden, um dort auf
einer Anzeigevorrichtung angezeigt zu werden und/oder von der Steuereinheit des zweiten
Krans zum Steuern zumindest einer Bewegungseinrichtung des ersten und/oder zweiten
Krans zum Ausführen der aufeinander abgestimmten Bewegung verwendet zu werden.
14. Krangruppe nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Steuereinheit (13) des Krans
einen Slave-Betriebsmodus aufweist, in dem die Steuereinheit (13) den Kran anhand
vom anderen Kran übermittelten Bewegungs- und/oder Positions- und/oder Statusdaten
und/oder anhand vom anderen Kran übermittelter Steuerbefehle die zumindest eine Bewegungseinrichtung
derart ansteuert, dass der Kran Kranbewegungen des genannten anderen, zweiten Krans
nachbildet, insbesondere synchron folgt.
15. Krangruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Bewegungseinrichtung
ein Auslegerverstellwerk zum Verstellen eines Kranauslegers, insbesondere ein Drehwerk
(5) zum Verdrehen eines Kranauslegers um eine aufrechte Achse, umfasst.
1. Method for operating multiple cranes (1, 2), the movements of which are monitored
for imminent collisions by anti-collision devices (17, 18) of the cranes (1, 2), wherein
in the event of an imminent collision between a first crane (1) being operated and
a second crane (2) which is not being operated
- the first crane (1) is stopped,
- a remote control connection (21) is established from the first crane (1) to the
second crane (2), characterised in that for establishing the remote control connection (21), a control unit (13) of the second
crane (2) is woken up and set in a remote control mode by a wake-up command transmitted
from the first crane (1) to the second crane (2) via a communication link (19) between
the anti-collision devices (17, 18),
- the second crane (2) is moved out of the collision region (130), which is interfering
with an intended movement of the first crane (1), by means of control commands, which
are provided at the first stopped crane (1) and transmitted to the second crane (2)
by the remote control connection (21), and
- the second crane (2) is stopped after being moved out of the collision region (130)
by remote control and the first crane (1) is started up again and moved.
2. Method according to the preceding claim, wherein when the first crane (1) is stopped,
a control command connection between the control unit (13) of the first crane (1)
and at least one movement device of the first crane (1) is deactivated and/or a control
command connection from input means (14) of the control unit (13) of the first crane
(1) to a remote control module of the first crane (1) is activated.
3. Method according to any one of the preceding claims, wherein when the first crane
(1) is stopped, at least one movement device of the first crane (1), in particular
its slewing gear (5), is braked.
4. Method according to any one of the preceding claims, wherein the control commands
for remotely moving the second crane (2) in a manual remote control mode are generated
by operating input means (14) of a/the control unit of the first crane (1) provided
for controlling movements of the first crane (1).
5. Method according to any one of the preceding claims, wherein the control commands
for remotely moving the second crane (2) in a automatic remote control mode are automatically
or semi-automatically generated by a movement control module of the anti-collision
device (17) of the first crane (1).
6. Method according to the preceding claim, wherein the control commands for remotely
moving the second crane (2) are generated by said movement control module in dependence
on position and/or movement data characterising the position and/or movement of the
first crane (1) and/or in dependence on position data characterising the position
and/or attitude of the second crane (2) transmitted from the anti-collision device
(18) of the second crane (2) to the anti-collision device (17) of the first crane
(1).
7. Method according to any one of the preceding claims, wherein the control commands
for remotely moving the second crane (2) are transmitted from the first crane (1)
to the second crane (2) via a/the communication link (19) between the anti-collision
devices (17, 18).
8. Method according to any one of the preceding claims, wherein the first crane (1) is
stopped before the remote control connection is established and said remote control
connection is terminated before the first crane (1) is restarted.
9. Method according to any one of the preceding claims, wherein the multiple cranes (1,
2) are moved in a coordinated manner, wherein movement and/or position and/or status
data and/or control commands are determined at least at a first crane (1) during the
movement to be coordinated by its anti-collision device (17) and are transmitted to
a second crane (2), wherein the movement and/or position and/or status data and/or
control commands determined at the first crane (1) are displayed on a display device
at the second crane (2) and/or are used by the control unit (13) of the second crane
(2) for controlling at least one movement device of the first and/or second crane
(2) for executing the coordinated movement.
10. Method according to the preceding claim, wherein the control unit (13) of the second
crane (2) has a slave operating mode, in which the control unit (13) of the second
crane (2) controls at least one movement device of the second crane (2) on the basis
of the transmitted movement and/or position and/or status data of the first crane
and/or on the basis of control commands transmitted by the first crane (1) in such
a way that the second crane (2) follows crane movements of the first crane at least
approximately synchronously and/or converts them in a predetermined manner into crane
movements of the second crane.
11. Method according to the two preceding claims, wherein the crane movements of both
cranes (1, 2) are coordinated with one another on the basis of the alternately transmitted
movement and/or position and/or status data and/or control commands, which are provided
and/or transmitted by the anti-collision devices (17, 18), in such a way that the
cranes (1, 2) execute a tandem lift.
12. Crane assembly comprising a crane having at least one moving device for moving a crane
element, a control unit (13) for controlling the moving device, and an anti-collision
device (17) for monitoring the crane movements of the crane element for possible collisions
with another crane (2),
characterised in that the anti-collision device (17) has a remote control operating mode in which, in the
event of an imminent collision between a first crane (1) in operation and a second
crane (2) out of operation, the remote control operating mode (17) is activated by
the control unit (13).
- the first crane (1) is stopped,
- a remote control connection (21) is established from the first crane (1) to the
second crane (2), wherein for establishing the remote control connection (21), a control
unit (13) of the second crane (2) is woken up and set in a remote control mode by
a wake-up command transmitted from the first crane (1) to the second crane (2) via
a communication link (19) between the anti-collision devices (17, 18),
- the second crane (2) is moved out of the collision region (130), which is interfering
with an intended movement of the first crane (1), by means of control commands, which
are provided at the first stopped crane (1) and transmitted to the second crane (2)
by the remote control connection (21), and
- the second crane (2) is stopped after being moved out of the collision region (130)
by remote control and the first crane (1) is started up again and moved.
13. Crane assembly according to the preceding claim, wherein the anti-collision device
(17) has a movement coordination mode of operation in which the movement of the crane
is coordinated with the movement of a further, second crane, wherein during the movement
to be coordinated, movement and/or position and/or status data and/or control commands
are determined by the anti-collision device (17) of the crane and transmitted to said
further, second crane to be displayed there on a display device and/or used by the
control unit of the second crane to control at least one movement device of the first
and/or second crane to perform the coordinated movement.
14. Crane assembly according to the preceding claim, wherein the control unit (13) of
the crane has a slave operating mode, in which the control unit (13) controls the
crane on the basis of movement and/or position and/or status data transmitted by the
other crane and/or on the basis of control commands transmitted by the other crane,
the at least one movement device in such a way that the crane simulates crane movements
of the said other, second crane, in particular follows them synchronously.
15. Crane assembly according to any one of the preceding claims, wherein the movement
device comprises a boom adjusting mechanism for adjusting a crane boom, in particular
a slewing gear (5) for slewing a crane boom about an upright axis.
1. Procédé pour faire fonctionner plusieurs grues (1, 2), dont les mouvements sont surveillés
par des dispositifs anti-collision (17, 18) des grues (1, 2) pour détecter les collisions
imminentes, dans lequel, lors d'une collision imminente entre une première grue (1)
en service et une deuxième grue (2) hors service,
- la première grue (1) est arrêtée,
- une liaison de commande à distance (21) de la première grue (1) à la deuxième grue
(2) est établie, caractérisé en ce que, pour établir la liaison de commande à distance (21), une unité de commande (13)
de la deuxième grue (2) est réveillée par une instruction de réveil, qui est transmise
de la première grue (1) à la deuxième grue (2) par le biais d'une liaison de communication
(19) entre les dispositifs anti-collision (17, 18), et est mise dans un mode de commande
à distance,
- la deuxième grue (2) est retirée de la zone de collision (130) qui interfère avec
un mouvement prévu de la première grue (1) par des instructions de commande qui sont
générées sur la première grue (1) arrêtée et communiquées à la deuxième grue (2) par
la liaison de commande à distance (21), et
- la deuxième grue (2) est arrêtée après le retrait commandé à distance hors de la
zone de collision (130) et la première grue (1) est remise en marche et en mouvement.
2. Procédé selon la revendication précédente, dans lequel, lors de l'arrêt de la première
grue (1), une liaison d'instructions de commande entre l'unité de commande (13) de
la première grue (1) et au moins un dispositif de mise en mouvement de la première
grue (1) est désactivée et/ou une liaison d'instructions de commande depuis des moyens
de saisie (14) de l'unité de commande (13) de la première grue (1) vers un module
de commande à distance de la première grue (1) est activée.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel, lors de l'arrêt de
la première grue (1), au moins un dispositif de mise en mouvement de la première grue
(1), en particulier son dispositif de rotation (5), est freiné.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel les instructions de
commande pour le mouvement commandé à distance de la deuxième grue (2) sont générées
dans un mode de commande à distance manuelle par l'actionnement de moyens de saisie
(14) d'une/de l'unité de commande de la première grue (1), qui sont prévus pour commander
les mouvements de la première grue (1).
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel les instructions de
commande pour le mouvement commandé à distance de la deuxième grue (2) sont générées
dans un mode de commande à distance automatique, de manière automatique ou semi-automatique,
par un module de commande de mouvement du dispositif anti-collision (17) de la première
grue (1).
6. Procédé selon la revendication précédente, dans lequel les instructions de commande
pour le mouvement commandé à distance de la deuxième grue (2) sont générées par ledit
module de commande de mouvement en fonction de données de position et/ou de mouvement,
qui caractérisent la position et/ou le mouvement de la première grue (1), et/ou en
fonction de données de position, qui caractérisent la position et/ou situation de
la deuxième grue (2) et qui sont/ont été communiquées par le dispositif anti-collision
(18) de la deuxième grue (2) au dispositif anti-collision (17) de la première grue
(1).
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel les instructions de
commande pour le mouvement commandé à distance de la deuxième grue (2) sont transmises
de la première grue (1) à la deuxième grue (2) par le bais d'une/de la liaison de
communication (19) entre les dispositifs anti-collision (17, 18).
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la première grue (1)
est arrêtée avant l'établissement de la liaison de commande à distance et ladite liaison
de commande à distance est terminée avant la remise en marche de la première grue
(1).
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel les plusieurs grues
(1, 2) sont mises en mouvement de manière coordonnée, dans lequel, au moins sur la
première grue (1), des données de mouvement et/ou de position et/ou d'état et/ou des
instructions de commande sont déterminées pendant le mouvement à coordonner par son
dispositif anti-collision (17) et sont communiquées à une deuxième grue (2), les données
de mouvement et/ou de position et/ou d'état et/ou les instructions de commande déterminées
sur la première grue (1) étant affichées sur un dispositif d'affichage situé sur la
deuxième grue (2) et/ou étant utilisées par l'unité de commande (13) de la deuxième
grue (2) pour commander au moins un dispositif de mise en mouvement de la première
et/ou de la deuxième grue (2) afin que le mouvement coordonné soit exécuté.
10. Procédé selon la revendication précédente, dans lequel l'unité de commande (13) de
la deuxième grue (2) présente un mode de fonctionnement asservi, dans lequel l'unité
de commande (13) de la deuxième grue (2) commande au moins un dispositif de mise en
mouvement de la deuxième grue (2) à l'aide des données de mouvement et/ou de position
et/ou d'état de la première grue communiquées et/ou à l'aide d'instructions de commande
communiquées par la première grue (1) de telle manière que la deuxième grue (2) suit
au moins approximativement de manière synchrone des mouvements de grue de la première
grue et/ou les transforme de manière prédéfinie en mouvements de grue de la deuxième
grue.
11. Procédé selon l'une des deux revendications précédentes, dans lequel les mouvements
de grue des deux grues (1, 2) sont coordonnés à l'aide des données de mouvement et/ou
de position et/ou d'état communiquées alternativement et/ou des instructions de commande
qui sont fournies et/ou communiquées par les dispositifs anti-collision (17, 18) de
telle manière que les grues (1, 2) exécutent un levage en tandem.
12. Groupe de grues, comprenant une grue avec au moins un dispositif de mise en mouvement
pour la mise en mouvement d'un élément de grue, une unité de commande (13) pour la
commande du dispositif de mise en mouvement, ainsi qu'un dispositif anti-collision
(17) pour la surveillance des mouvements de grue de l'élément de grue pour détecter
de possibles collisions avec une autre grue (2),
caractérisé en ce que le dispositif anti-collision (17) présente un mode de fonctionnement par commande
à distance, dans lequel, lors d'une collision imminente entre une première grue (1)
en service et une deuxième grue (2) hors service,
- la première grue (1) est arrêtée,
- une liaison de commande à distance (21) de la première grue (1) à la deuxième grue
(2) est établie, dans lequel, pour établir la liaison de commande à distance (21),
une unité de commande (13) de la deuxième grue (2) est réveillée par une instruction
de réveil, qui est transmise de la première grue (1) à la deuxième grue (2) par le
biais d'une liaison de communication (19) entre les dispositifs anti-collision (17,
18), et est mise dans un mode de commande à distance,
- la deuxième grue (2) est retirée de la zone de collision (130) qui interfère avec
un mouvement prévu de la première grue (1) par des instructions de commande qui sont
générées sur la première grue (1) arrêtée et communiquées à la deuxième grue (2) par
la liaison de commande à distance (21), et
- la deuxième grue (2) est arrêtée après le retrait commandé à distance hors de la
zone de collision (130) et la première grue (1) est remise en marche et en mouvement.
13. Groupe de grues selon la revendication précédente, dans lequel le dispositif anti-collision
(17) présente un mode de fonctionnement à coordination de mouvement, dans lequel le
mouvement de la grue et le mouvement d'une autre, deuxième, grue sont coordonnés,
dans lequel, pendant le mouvement à coordonner, des données de mouvement et/ou de
position et/ou d'état et/ou des instructions de commande sont déterminées par le dispositif
anti-collision (17) de la grue et communiquées à ladite autre, deuxième, grue, pour
y être affichées sur un dispositif d'affichage et/ou pour être utilisées par l'unité
de commande de la deuxième grue pour commander au moins un dispositif de mise en mouvement
de la première et/ou de la deuxième grue afin que le mouvement coordonné soit exécuté.
14. Groupe de grues selon la revendication précédente, dans lequel l'unité de commande
(13) de la grue présente un mode de fonctionnement asservi, dans lequel l'unité de
commande (13) de la grue commande l'au moins un dispositif de mise en mouvement à
l'aide de données de mouvement et/ou de position et/ou d'état communiquées par l'autre
grue et/ou à l'aide d'instructions de commande communiquées par l'autre grue, de telle
manière que la grue reproduit, en particulier suit de manière synchrone, des mouvements
de grue de ladite autre, deuxième, grue.
15. Groupe de grues selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le dispositif
de mise en mouvement comprend un mécanisme de déplacement de flèche pour déplacer
une flèche de grue, en particulier un dispositif de rotation (5) pour la rotation
d'une flèche de grue sur un axe vertical.