[0001] Die Erfindung betrifft eine Schubladenseitenwand, ein Herstellungsverfahren einer
Schubladenseitenwand, sowie ein Möbel mit einer Schubladenseitenwand.
Stand der Technik
[0002] Ein bewegliches Möbelteil in Form einer Schublade, welches verschieblich an einem
Möbelkorpus anordenbar ist, ist bekannt.
[0003] Eine bekannte Schublade umfasst einen Schubladenboden, eine Schubladenfront, eine
Schubladenrückwand und zwei sich gegenüberliegende Schubladenseitenwände.
[0004] Weiter ist bekannt, dass eine Schubladenseitenwand ein Aufnahmeelement zur Anordnung
des Schubladenbodens an die Schubladenseitenwand umfasst, und dass Montagemittel zum
Verbinden der Schubladenseitenwand an eine Ausziehführung zur verschieblichen Lagerung
der Schublade am Möbelkorpus an der Schubladenseitenwand vorhanden sind.
[0005] Bekannte Schubladenseitenwände bestehen hierbei aus mehreren Teilen, beispielsweise
einem ersten Teil, welches zur Anbindung der Ausziehführung vorgesehen ist, einem
zweiten Teil, welches zur Anordnung des Schubladenbodens ausgebildet ist und einem
weiteren Teil, welches eine Seitenwand der Schublade bildet, um einen Innenraum der
Schublade zu begrenzen.
[0006] Nachteilig an diesen bekannten Schubladenseitenwänden ist, dass sie vergleichsweise
aufwändig herzustellen und zusammenzusetzen und damit auch vergleichsweise teuer sind.
Aufgabe und Vorteile der Erfindung
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Schubladenseitenwand bereitzustellen,
welche vergleichsweise kostengünstig und/oder einfach herzustellen ist.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0009] In den abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte und zweckmäßige Ausführungsformen
der Erfindung angegeben.
[0010] Die Erfindung geht von einer Schubladenseitenwand, insbesondere von einer Schubladenzarge
aus. Der Kern der Erfindung ist darin zu sehen, dass die Schubladenseitenwand aus
einem einzigen, insbesondere zusammenhängenden, integralen Bauteil besteht, wobei
das Bauteil aus Stahl ausgebildet ist, wobei die Schubladenseitenwand ein äußeres
Seitenwandelement und ein inneres Seitenwandelement aufweist, wobei das äußere und
das innere Seitenwandelement sich gegenüberliegend und beabstandet voneinander vorhanden
sind, wobei die Schubladenseitenwand ein Auflageelement aufweist, wobei das Auflageelement
quer, insbesondere senkrecht zum äußeren Seitenwandelement ausgerichtet ist, wobei
das Auflageelement eine Auflagefläche zur Anordnung eines Schubladenbodens aufweist,
wobei ein erstes Ende des äußeren Seitenwandelements in Höhenerstreckung der Schubladenseitenwand
gesehen oberhalb des Auflageelements vorhanden ist und ein zweites Ende des äußeren
Seitenwandelements in Höhenerstreckung der Schubladenseitenwand gesehen unterhalb
des Auflageelements vorhanden ist, wobei das erste und das zweite Ende des äußeren
Seitenwandelements gegenüberliegend und beabstandet zueinander vorhanden sind und
sich in Längserstreckung der Schubladenseitenwand erstrecken. Die Schubladenseitenwand
erstreckt sich in eine Länge, in eine Höhe und in eine Breite. Die Schubladenseitenwand
besitzt eine Länge, eine Höhe und eine Breite. Beispielsweise erstrecken sich das
innere Seitenwandelement mit einer Hauptseite und/oder das äußere Seitenwandelement
mit einer Hauptseite in Richtung der Höhe und der Länge der Schubladenseitenwand.
Insbesondere besitzen die Seitenwandelemente eine Dicke, welche sich vorteilhafterweise
in eine Breitenerstreckung der Schubladenseitenwand erstreckt. Vorteilhafterweise
umfasst das innere Seitenwandelement und/oder das äußere Seitenwandelement eine innere
und eine äußere Hauptseite, wobei die innere Hauptseite und die äußere Hauptseite
jedes Seitenwandelements über die Dicke beabstandet vorhanden sind.
[0011] Die Dicken des inneren Seitenwandelements und des äußeren Seitenwandelements sind
vorteilhafterweise gleich. Beispielsweise umfasst das innere und/oder das äußere Seitenwandelement
eine Dicke von 0,5mm bis 3mm oder von 0,5mm bis 2mm, insbesondere von 0,5mm bis 1,5mm.
Die Dicke des inneren und/oder des äußeren Seitenwandelements ist beispielsweise 0,5mm,
0,6mm, 0,7mm, 0,8mm, 0,9mm, 1,1mm, 1,2mm, 1,3mm, 1,4mm, 1,5mm, 1,6mm, 1,7mm, 1,8mm,
1,9mm, 2mm, 2,5mm oder 3mm, insbesondere 1mm.
[0012] Die Schubladenseitenwand ist vorteilhafterweise zwischen 2mm und 20mm breit, z.B.
zwischen 8mm und 14mm, z.B. zwischen 10 und 13mm. Die Breite der Schubladenseitenwand
ist beispielsweise 12,7mm. Beispielsweise ist die obere Stirnseite zwischen 5mm und
10mm breit. Zum Beispiel ist die obere Stirnseite 8mm breit.
[0013] Vorteilhafterweise bildet das äußere Seitenwandelement der Schubladenseitenwand im
montierten Zustand der Schublade, welche die Schubladenseitenwand umfasst, eine Außenseite
der Schublade. Beispielsweise bildet das äußere Seitenwandelement der Schubladenseitenwand
im montierten Zustand der Schublade mit einer Hauptseite des äußeren Seitenwandelements
eine Außenseite der Schublade, insbesondere eine gesamte seitliche Außenseite.
[0014] Bevorzugterweise bildet das innere Seitenwandelement der Schubladenseitenwand im
montierten Zustand der Schublade, welche die Schubladenseitenwand umfasst, eine Innenseite
der Schublade. Beispielsweise bildet das innere Seitenwandelement der Schubladenseitenwand
im montierten Zustand der Schublade mit einer Hauptseite des inneren Seitenwandelements
eine Innenseite der Schublade. Vorteilhafterweise ist die Hauptseite, welche die Innenseite
des inneren Seitenwandelements bildet, im angeordneten Zustand an der Schublade einem
Innenraum oder Stauraum der Schublade zugewandt.
[0015] Vorteilhafterweise umfasst das innere und das äußere Seitenwandelement jeweils zwei
Hauptseiten, welche sich gegenüberliegend und über die Dicke des jeweiligen Seitenwandelements
beabstandet voneinander vorhanden sind.
[0016] Bevorzugterweise sind das innere Seitenwandelement und das äußere Seitenwandelement
in einer Breitenerstreckung der Schubladenseitenwand voneinander beabstandet vorhanden.
Beispielsweise sind die äußere Hauptseite des inneren Seitenwandelements und die äußere
Hauptseite des äußeren Seitenwandelements zwischen 6mm und 12mm in Breitenerstreckung
der Schubladenseitenwand voneinander beabstandet, z.B. zwischen 6mm und 10mm. Vorteilhafterweise
sind die äußere Hauptseite des inneren Seitenwandelements und die äußere Hauptseite
des äußeren Seitenwandelements 6mm, 7mm, 9mm oder 10mm in Breitenerstreckung der Schubladenseitenwand
voneinander beabstandet, insbesondere 8mm.
[0017] Bevorzugterweise erstreckt sich das äußere Seitenwandelement, insbesondere die äußere
Hauptseite des äußeren Seitenwandelements in Höhenerstreckung der Schubladenseitenwand
gesehen über eine Höhe von 50mm bis 200mm. Die insbesondere gesamte Höhe des äußeren
Seitenwandelements, insbesondere die Höhe der äußeren Hauptseite des äußeren Seitenwandelements
ist beispielsweise 72mm, 89mm oder 171mm.
[0018] Vorteilhafterweise umfasst das äußere Seitenwandelement eine Prägung. An die Prägung
ist vorteilhafterweise eine Designelement anordenbar, z.B. anklemmbar. Das Designelement
ist beispielsweise als ein Herstellerschild oder Brandingschild ausgebildet. Von Vorteil
ist auch, dass die Prägung eine Ausnehmung aufweist, hierdurch ist das Designelement
vergleichsweise einfach anordenbar, z.B. anklemmbar oder anklippsbar.
[0019] Bevorzugterweise ist das innere Seitenwandelement und/oder das äußere Seitenwandelement,
insbesondere entlang einer äußeren Hauptseite, gerade und flach, z.B. plattenartig
ausgebildet. Beispielsweise ist das innere Seitenwandelement und/oder das äußere Seitenwandelement,
insbesondere entlang einer äußeren Hauptseite, durchgehend gerade und flach, z.B.
plattenartig ausgebildet.
[0020] Vorteilhafterweise erstreckt sich die Auflagefläche des Auflageelements in Richtung
der Breite und in Richtung der Länge der Schubladenseitenwand. Beispielsweise ist
die Auflagefläche des Auflageelements quer, insbesondere senkrecht zu einer Hauptseite
des inneren und/oder zu einer Hauptseite des äußeren Seitenwandelements ausgerichtet
vorhanden. Zum Beispiel ist das Auflageelement quer, insbesondere senkrecht zum inneren
Seitenwandelement ausgerichtet. Bevorzugterweise besitzt das Auflageelement eine Dicke,
welche sich vorteilhafterweise in Höhenerstreckung der Schubladenseitenwand erstreckt.
Beispielsweise entspricht die Dicke des Auflageelements der Dicke des inneren und/oder
des äußeren Seitenwandelements.
[0021] Das Auflageelement, insbesondere die Auflagefläche des Auflageelements bildet vorteilhafterweise
eine Anlagefläche für eine Unterseite eines Schubladenbodens einer Schublade. Beispielsweise
ist der Schubladenboden, z.B. mit seiner Unterseite, aufliegend auf der Auflagefläche
des Auflageelements anordenbar. Insbesondere ist der Schubladenboden ausschließlich
mit seiner Unterseite aufliegend auf der Auflagefläche des Auflageelements anordenbar.
[0022] Vorteilhafterweise ist die Schubladenseitenwand als ein durchgängiges, beispielsweise
einstückiges, insbesondere integrales Bauteil vorhanden. Beispielsweise ist die Schubladenseitenwand
aus einem einzigen, insbesondere integralen Bauteil hergestellt. Vorteilhafterweise
ist die Schubladenseitenwand, insbesondere das Bauteil, vollständig aus Stahl ausgebildet.
Vorteilhafterweise ist das Bauteil aus einem Halbzeug mittels eines Stanzvorgangs
hergestellt. Beispielsweise liegt das Bauteil in Form eines Rohlings vor, bevor es
durch einen Formvorgang, einen Umformvorgang und/oder einen Fügevorgang zur Schubladenseitenwand
geformt ist. Bevorzugterweise sind alle Elemente der Schubladenseitenwand, wie z.B.
die Seitenwandelemente, die Stirnseiten und das Auflageelement, als ein integrales
Element ausgebildet. Bevorzugterweise umfassen die Elemente der Schubladenseitenwand,
insbesondere alle Elemente der Schubladenseitenwand, wie z.B. das innere Seitenwandelement
oder das äußere Seitenwandelement oder das Auflageelement, alle eine gleiche, insbesondere
einzige Dicke. Beispielsweise unterscheiden sich die Elemente der Schubladenseitenwand
in ihren Dicken bis auf Abweichungen nicht, wobei die Abweichungen beispielsweise
durch einen Umform- oder Fügevorgang entstanden sind.
[0023] Eine vorteilhafte Modifikation der Schubladenseitenwand ist, dass zueinander umgebogene
Abschnitte des Bauteils die Schubladenseitenwand bilden.
[0024] Das Bauteil ist vorteilhafterweise im Urzustand als Rohling ein Blech, welches ausgestanzt
und insbesondere anschließend in die Form der Schubladenseitenwand umgeformt, z.B.
umgebogen wird.
[0025] Weiter wird vorgeschlagen, dass ein erstes Ende des Auflagenelements in Richtung
des äußeren Seitenwandelements abstehend und beabstandet von einem zweiten Ende des
Auflageelements derart vorhanden ist, dass im Querschnitt quer zur Längserstreckung
der Schubladenseitenwand und in Breitenerstreckung der Schubladenseitenwand gesehen
das innere Seitenwandelement zwischen dem ersten Ende des Auflageelements und dem
zweiten Ende des Auflageelements vorhanden ist, wobei das erste Ende und das zweite
Ende des Auflageelements sich in Längserstreckung der Schubladenseitenwand erstrecken.
[0026] Vorteilhafterweise ist das erste Ende des Auflageelements in Breitenerstreckung der
Schubladenseitenwand gesehen am äußeren Seitenwandelement vorhanden, beispielsweise
an einer inneren Hauptseite des äußeren Seitenwandelements.
[0027] Beispielsweise umfasst das Auflageelement ein Befestigungsorgan zur Befestigung eines
angeordneten Schubladenbodens. Das Befestigungsorgan ist beispielsweise aus dem Auflageelement,
insbesondere aus der Auflagefläche des Auflageelements ausgeschnitten, z.B. ausgelasert
und umgebogen vorhanden. Vorteilhafterweise steht das Befestigungselement beispielsweise
mit einem Ende in Richtung inneres Seitenwandelement aus der Auflagefläche hervor.
Das Befestigungselement ist beispielsweise klammerartig vorhanden.
[0028] Bevorzugterweise umfasst die Schubladenseitenwand ein Abschlusselement, welches am
zweiten Ende des Auflageelements umgebogen vorhanden ist. Das Abschlusselement ist
beispielsweise nach unten abstehend am Auflageelement vorhanden. Das Abschlusselement
ist vorteilhafterweise parallel zum inneren Seitenwandelement und/oder parallel zum
äußeren Seitenwandelement ausgerichtet. Das Abschlusselement ist vorteilhafterweise
mit einem ersten Ende mit der Auflagefläche verbunden. Beispielsweise umfasst das
Abschlusselement ein zweites Ende, welches beabstandet vom ersten Ende des Abschlusselements
vorhanden ist. Vorteilhafterweise umfasst das zweite Ende des Abschlusselements einen
Umschlag, sodass am zweiten Ende eine abgerundete Kante vorhanden ist. Hierdurch ist
das Verletzungsrisiko am zweiten Ende des Abschlusselements, an der ansonsten scharfen
Kante des Abschlusselements verringert. Beispielsweise erstreckt sich das Abschlusselement
in einer Länge in der Längserstreckung der Schubladenseitenwand, in einer Breite in
der Breitenerstreckung der Schubladenseitenwand und in einer Höhe in der Höhenerstreckung
der Schubladenseitenwand. Vorteilhafterweise entspricht die Breite des Abschlusselements
der Dicke des inneren Seitenwandelements und/oder der Dicke des äußeren Seitenwandelements.
Im Bereich des Umschlags ist die Dicke des Abschlusselements vorteilhafterweise verdoppelt,
entspricht beispielsweise insbesondere mindestens der doppelten Dicke des inneren
Seitenwandelements und/oder insbesondere mindestens der doppelten Dicke des äußeren
Seitenwandelements. Der Umschlag erstreckt sich vorteilhafterweise über die gesamte
Länge des Abschlusselements, insbesondere über die gesamte Länge der Schubladenseitenwand.
Durch einen Umschlag ist vorteilhafterweise im Bereich des Umschlags eine Materialwanddopplung
erzielt. Im Bereich des Umschlags umfasst das entsprechende Element vorteilhafterweise
eine doppelte Dicke.
[0029] Auch ist es von Vorteil, dass das erste Ende des äußeren Seitenwandelements über
eine Umbiegung mit einem ersten Ende einer oberen Stirnseite verbunden ist, wobei
ein zweites Ende der oberen Stirnseite über eine Umbiegung mit einem ersten Ende des
inneren Seitenwandelements verbunden ist.
[0030] Im Bereich von einer Umbiegung ist es vorstellbar, dass eine Dicke des Elements aufgrund
der Verformung des Materials des Bauteils kleiner oder größer sind als die Dicke des
verbleibenden Elements.
[0031] Vorteilhafterweise sind das erste und das zweite Ende der oberen Stirnseite, insbesondere
über die Breitenerstreckung der Schubladenseitenwand gesehen, voneinander beabstandet
und gegenüberliegend vorhanden. Beispielsweise erstreckt sich die obere Stirnseite
in einer Länge in der Längserstreckung der Schubladenseitenwand, in einer Breite in
der Breitenerstreckung der Schubladenseitenwand und in einer Höhe in der Höhenerstreckung
der Schubladenseitenwand. Vorteilhafterweise umfasst die obere Stirnseite in Höhenerstreckung
der Stirnseite gesehen eine Dicke, welche der Dicke des inneren Seitenwandelements
und/oder der Dicke des äußeren Seitenwandelements entspricht. Die obere Stirnseite
ist beispielsweise plattenförmig vorhanden.
[0032] Vorstellbar ist auch, dass in einer Ausführungsvariante die obere Stirnseite U-förmig
vorhanden ist. Beispielsweise bildet die obere Stirnseite mit ihrem ersten Ende einen
Umschlag am ersten Ende des äußeren Seitenwandelements und mit ihrem zweiten Ende
einen Umschlag am ersten Ende des inneren Seitenwandelements. Denkbar ist auch, dass
in einer weiteren Ausführungsvariante das erste Ende des äußeren Seitenwandelements
und das erste Ende des inneren Seitenwandelements jeweils einen Umschlag aufweist,
wobei der Umschlag in Breitenerstreckung der Schubladenseitenwand gesehen jeweils
in Richtung des anderen Seitenwandelements umgebogen vorhanden ist. Vorteilhafterweise
ist der jeweilige Umschlag über eine Umbiegung mit der oberen Stirnseite verbunden,
sodass die obere Stirnseite in Höhenerstreckung der Schubladenseitenwand gesehen in
Richtung einer unteren Stirnseite vertieft zwischen dem äußeren Seitenwandelement
und dem inneren Seitenwandelement vorhanden ist. Hierdurch ist eine Aufnahmerinne
realisiert, sodass ein zusätzliches Wandelement an die Schubladenseitenwand anordenbar
ist. Beispielsweise ist hierdurch ein separates Blendenelement, z.B. aus Glas, an
die Schubladenseitenwand anordenbar, z.B. klemmbar.
[0033] Weiter wird vorgeschlagen, dass ein zweites Ende des inneren Seitenwandelements über
eine Umbiegung mit einem zweiten Ende der unteren Stirnseite verbunden ist, wobei
ein erstes Ende der unteren Stirnseite in Richtung des äußeren Seitenwandelements
abstehend vom inneren Seitenwandelement vorhanden ist.
[0034] Vorteilhafterweise sind das erste und das zweite Ende der unteren Stirnseite, insbesondere
über die Breitenerstreckung der Schubladenseitenwand gesehen, voneinander beabstandet
und gegenüberliegend vorhanden.
[0035] Beispielsweise ist das erste Ende der unteren Stirnseite beabstandet von einer inneren
Hauptseite des äußeren Seitenwandelements vorhanden. Insbesondere ist das erste Ende
der unteren Stirnseite beabstandet von der inneren Hauptseite des äußeren Seitenelements
vorhanden, welche einen Hohlraum der Schubladenseitenwand begrenzt. Denkbar ist auch,
dass das erste Ende der unteren Stirnseite anliegend an der inneren Hauptseite des
äußeren Seitenwandelements vorhanden ist. Beispielsweise erstreckt sich die obere
Stirnseite in Breitenrichtung der Schubladenseitenwand gesehen über eine größere Distanz
als die untere Stirnseite. Die obere und die untere Stirnseite sind beispielsweise
parallel zueinander ausgerichtet vorhanden. Beispielsweise stehen das innere und das
äußere Seitenwandelement ausschließlich über die obere Stirnseite in physischem Kontakt
miteinander.
[0036] In einer vorteilhaften Modifikation der Schubladenseitenwand schließen die obere
Stirnseite, die untere Stirnseite, das äußere Seitenwandelement und das innere Seitenwandelement
einen insbesondere einzigen ersten Hohlraum ein, wobei der erste Hohlraum sich über
die vollständige Länge eines Seitenwandelements, insbesondere der Schubladenseitenwand
durchgehend erstreckt. Vorteilhafterweise umfasst die Schubladenseitenwand einen einzigen
Hohlraum. Denkbar ist auch, dass die obere Stirnseite, die untere Stirnseite, das
äußere Seitenwandelement, das innere Seitenwandelement und das Schubladenboden-Anlageelement
den ersten Hohlraum einschließen.
[0037] Beispielsweise begrenzt das äußere Seitenwandelement den Hohlraum mit der inneren
Hauptseite und das innere Seitenwandelement den Hohlraum mit einer inneren Hauptseite.
Beispielsweise ist der Hohlraum an Stirnseiten der Schubladenseitenwand offen vorhanden.
Z.B. ist der Hohlraum in Längserstreckung der Schubladenseitenwand gesehen zwischen
der unteren Stirnseite und dem äußeren Seitenwandelement offen ausgebildet.
[0038] Vorteilhafterweise umfasst das äußere Seitenwandelement am zweiten Ende einen Umschlag.
Das umgeschlagene Element des äußeren Seitenwandelements, das Umschlagelement erstreckt
sich vorteilhafterweise in Höhenerstreckung der Schubladenseitenwand, in vertikaler
Richtung, über das Auflageelement hinaus, sodass es zwischen einem Schubladenboden-Anlageelement
und der inneren Hauptseite des äußeren Seitenwandelements vorhanden ist. Vorteilhafterweise
ist das Umschlagelement anliegend am Schubladenboden-Anlageelement angeordnet. Beispielsweise
ist das Umschlagelement mit dem Schubladenboden-Anlageelement gefügt, insbesondere
verschweißt. Denkbar ist auch, dass die innere Hauptseite des äußeren Seitenwandelements
und das Umschlagelement einen zweiten Hohlraum einschließen. Beispielsweise ist der
zweite Hohlraum durch die innere Hauptseite des äußeren Seitenwandelements und durch
das Umschlagelement in Breitenerstreckung und in Höhenerstreckung der Schubladenseitenwand
vollständig umschlossen. Das Umschlagelement erstreckt sich vorteilhafterweise über
die gesamte Länge der Schubladenseitenwand. Bevorzugterweise erstreckt sich das Umschlageelement
über eine Länge zwischen 50% und 95%, insbesondere zwischen 50% und 90% oder zwischen
60% und 85% der Länge der Schubladenseitenwand.
[0039] Ebenfalls ist es von Vorteil, dass das integrale Bauteil das Schubladenboden-Anlageelement
umfasst, wobei das Schubladenboden-Anlageelement über eine Umbiegung mit dem ersten
Ende der unteren Stirnseite verbunden ist, wobei das Schubladenboden-Anlageelement
über eine weitere Umbiegung mit dem ersten Ende des Auflageelements verbunden ist,
wobei das Schubladenboden-Anlageelement vom insbesondere separat vorhandenen äußeren
Seitenwandelement vollständig von außen überdeckt ist.
[0040] Bevorzugterweise ist das Schubladenboden-Anlageelement beabstandet zum äußeren Seitenwandelement
vorhanden. Vorteilhafterweise sind das Schubladenboden-Anlageelement und das äußere
Seitenwandelement miteinander verbunden, insbesondere unlösbar, beispielsweise gefügt,
z.B. verschweißt. Bevorzugterweise sind das Schubladenboden-Anlageelement und das
äußere Seitenwandelement entlang der Länge der Schubladenseitenwand, insbesondere
entlang der gesamten Länge der Schubladenseitenwand beispielsweise durchgängig miteinander
gefügt. Vorteilhafterweise sind das Schubladenboden-Anlageelement und das Umschlagelement
des äußeren Seitenwandelements entlang der Länge der Schubladenseitenwand, insbesondere
entlang der gesamten Länge der Schubladenseitenwand oder entlang der gesamten Länge
des Umschlagelements beispielsweise durchgängig miteinander gefügt.
[0041] Beispielsweise bilden das Schubladenboden-Anlageelement, die untere Stirnseite und
das Auflageelement eine Ausnehmung. Beispielsweise ist in die Ausnehmung der Schubladenboden
einsetzbar. Vorstellbar ist auch, dass die untere Stirnseite, das Schubladenboden-Anlageelement
und das Auflageelement Bestandteil des inneren Seitenwandelements sind.
[0042] Vorteilhafterweise erstreckt sich eine Höhe des Schubladenboden-Anlageelements in
Höhenerstreckung der Schubladenseitenwand gesehen über eine Höhe von 10mm bis 20mm,
z.B. über eine Höhe von 12mm, 14mm, 18mm oder 16mm. Vorteilhafterweise erstreckt sich
eine Anlagefläche des Schubladenboden-Anlageelements zur Anlage an einem Schubladenboden
in Höhenerstreckung der Schubladenseitenwand gesehen über eine Höhe von 10mm bis 20mm,
z.B. über eine Höhe von 12mm, 14mm, 18mm oder 16mm.
[0043] In einer vorteilhaften Ausbildung der Schubladenseitenwand ist das innere Seitenwandelement
in Höhenerstreckung gesehen kürzer oder gleich lang ausgebildet, als das äußere Seitenwandelement.
[0044] Vorteilhafterweise umfasst die Schubladenseitenwand, insbesondere das integrale Bauteil
Anbindungsmittel, welche dazu ausgebildet sind, eine Schubladenfront, eine Schubladenrückseite
und/oder einen Schubladenboden mit der Schubladenseitenwand zu verbinden. Beispielsweise
sind die Anbindungsmittel zusätzlich zum integralen Bauteil vorhanden und mit dem
integralen Bauteil verbunden. Beispielsweise ist ein Anbindungsmittel in Form eines
Widerhakens am Auflageelement vorhanden.
[0045] Außerdem wird ein Verfahren zur Herstellung einer Schubladenseitenwand nach einer
der vorhergehend genannten Varianten vorgeschlagen, wobei die Schubladenseitenwand
im Verfahren durch einen Biegevorgang aus dem integralen Bauteil hergestellt ist.
Bevorzugterweise umfasst das Verfahren vor dem Biegevorgang einen Ausschneid- und/oder
Ausstanzvorgang, bei dem das integrale Bauteil aus einem Halbzeug, z.B. aus einem
Blech zu einem Rohling ausgeschnitten und/oder ausgestanzt wird. Denkbar ist außerdem,
dass das Verfahren nach dem Ausschneid-und/oder Ausstanzvorgang und vor dem Umbiegevorgang
einen Prägevorgang und/oder einen Profilierungsvorgang aufweist, wobei der Rohling
des Bauteils durch den Prägevorgang geprägt wird und/oder durch den Profilierungsvorgang
profiliert wird. Beispielsweise erhält das Bauteil beim Prägevorgang die Prägung zur
Anordnung des Designelements.
[0046] Weiter erweist es sich von Vorteil, dass das Verfahren einen Fügevorgang umfasst,
wodurch nach dem Biegevorgang Elemente des integralen Bauteils miteinander gefügt
werden. Beispielsweise werden nach dem Biegevorgang Elemente des integralen Bauteiles
miteinander verschweißt.
[0047] Ein bevorzugte Ausbildung der Erfindung ist eine Schublade mit einer Schubladenseitenwand
nach einer der vorgehend genannten Ausführungsvarianten.
[0048] Eine Schublade umfasst eine Schubladenboden, eine Schubladenfront, eine Schubladenrückwand
und zwei sich gegenüberliegende Schubladenseitenwände. Beispielsweise umfasst die
Schublade zwei Schubladenseitenwände, welche symmetrisch zueinander ausgebildet sind.
Zum Beispiel umfasst die Schublade zwei Schubladenseitenwände, welche identisch sind.
[0049] Ein weitere vorteilhafte Ausbildung der Erfindung ist ein Möbel mit einer Schublade
gemäß der vorgenannten Ausbildung und/oder einer Schubladenseitenwand nach einer der
vorgenannten Ausführungsvarianten.
Beschreibung von Ausführungsbeispielen
[0050] Mehrere Ausführungsbeispiele werden anhand der nachstehenden schematischen Zeichnungen
unter Angabe weiterer Einzelheiten und Vorteile näher erläutert.
[0051] Im Einzelnen zeigen:
- Fig. 1
- ein schematisiert dargestelltes erfindungsgemäßes Möbel in perspektivischer Ansicht
schräg von oben mit einer daran verschieblich aufgenommenen Schublade,
- Fig. 2
- ein Querschnittsansicht auf eine erfindungsgemäße Schubladenseitenwand,
- Fig. 3
- eine Querschnittsansicht auf eine weitere Variante einer Schubladenseitenwand,
- Fig. 4 und 6
- jeweils eine perspektivische Ansicht von schräg seitlich außen vorne oben auf eine
Schubladenseitenwand gemäß Figur 2 mit und ohne Prägung an einer äußeren Hauptseite
eines äußeren Seitenwandelements der Schubladenseitenwand,
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht von schräg seitlich innen hinten oben auf die Schubladenseitenwand
gemäß Figur 2,
- Fig. 7
- eine Draufsicht auf ein Bauteil der Schubladenseitenwand in einem ersten ausgestanzten
Zustand,
- Fig. 8
- eine perspektivische Ansicht auf das Bauteil gemäß Figur 7 in einem weiteren Bearbeitungszustand,
in welchem Elemente des Bauteils umgebogen wurden,
- Fig. 9
- eine perspektivische Ansicht auf das Bauteil gemäß Figur 8 in einem weiteren Bearbeitungszustand,
in welchem Elemente des Bauteils profiliert und umgebogen wurden,
- Fig. 10
- eine Draufsicht von vorne auf ein Bauteil der Schubladenseitenwand in einem abgelängten,
ausgestanzten und profilierten Zustand,
- Fig. 11
- eine perspektivische Ansicht auf das Bauteil gemäß Figur 10 in einem weiteren Fertigungszustand
und
- Fig. 12
- eine seitliche Ansicht von schräg seitlich vorne oben auf das Bauteil gemäß Figur
10 in einem weiteren aufgestellten und umgebogenen Zustand, in welchem es einer Schubladenseitenwand
gemäß Figur 3 entspricht.
[0052] Für sich entsprechende Elemente unterschiedlicher Ausführungsbeispiele sind nachfolgend
teilweise die gleichen Bezugszeichen verwendet.
[0053] Figur 1 zeigt stark schematisiert ein erfindungsgemäßes Möbel 1 in einem Nutzzustand
mit einem hohlen quaderförmigen Möbelkorpus 2 und einem als Schublade 3 ausgebildeten
Schubelement, wobei die Schublade 3 am Möbelkorpus 2 verschieblich aufgenommenen ist.
Der Möbelkorpus 2 umfasst zwei gegenüberliegende vertikale Seitenwände 4 und 5, zwischen
denen die Schublade 3 über ein Führungssystem mit teleskopierbaren Führungsmitteln,
z.B. in einer Unterflurausbildung, bzw. einem ersten Schienen-Vollauszug 6 und einen
zweiten Schienen-Vollauszug 7 aus einem im Inneren des Möbelkorpus 2 untergebrachten
Zustand in horizontaler Richtung aus dem Möbelkorpus 2 gemäß P1 herausziehbar und
in entgegengesetzter Richtung gemäß P2 hineinschiebbar ist. In Fig. 1 ist die Schublade
3 im maximal bzw. vollständig aus dem Inneren des Möbelkorpus 2 herausbewegten Zustand
gezeigt. Damit lässt sich nahezu ungehindert von oben auf das Stauvolumen der Schublade
3 zugreifen.
[0054] Wenn an der Schublade 3 anstelle der Schienen-Vollauszüge 6, 7 jeweils ein Schienen-Teilauszug
verwendet wird, lässt sich die Schublade 3 im maximal weit herausbewegten Zustand
nicht so weit aus dem Inneren des Möbelkorpus 2 in Richtung P1 herausbewegen, wie
dies mit den Schienen-Vollauszügen 6, 7 gemäß der Darstellung in Fig. 1 möglich ist.
Das Frontelement 12 ist dann näher zur offenen vorderen Seite des Möbelkorpus 2 als
dies bei der Schublade 3 gemäß Fig. 1 gezeigt ist.
[0055] Der innen an der Seitenwand 4 befestigte Schienen-Vollauszug 6 befindet sich gegenüber
auf gleicher vertikaler Höhe zu dem an der Seitenwand 5 befestigten in Figur 1 verdeckten
Schienen-Vollauszug 7, welcher gestrichelt angedeutet ist.
[0056] Im Möbelkorpus 2 ist oberhalb der Schublade 3 eine über Schienen-Vollauszüge 8 und
9 entsprechend geführte weitere Schublade unterbringbar, die in Figur 1 nicht dargestellt
ist.
[0057] Die Schublade 3 weist gegenüberliegende erfindungsgemäße Schubladen-Seitenwände 10,
11 auf. Außerdem umfasst die Schublade 3 ein Frontelement 12, eine dazu in horizontaler
Richtung gegenüberliegende Rückwand 13 und einen horizontal sich erstreckenden Schubladenboden
14, welcher an die Schubladen-Seitenwände 10, 11, das Frontelement 12 und die Rückwand
13 heranreicht bzw. mit diesen verbunden ist.
[0058] Figur 2 zeigt eine erfindungsgemäße Schubladenseitenwand 15, welche aus einem Bauteil
16 z.B. abgelängt, geprägt, profiliert und/oder umgeformt vorhanden ist.
[0059] Die Schubladenseitenwand 15 umfasst ein äußeres Seitenwandelement 17, ein inneres
Seitenwandelement 18, eine obere Stirnseite 19, eine untere Stirnseite 20, ein Schubladenboden-Anlageelement
21 und ein Auflageelement 22. Das äußere Seitenwandelement 17, das innere Seitenwandelement
18, die obere Stirnseite 19, die untere Stirnseite 20, das Schubladenboden-Anlageelement
21 und das Auflageelement 22 sind integral aus dem Bauteil 16 ausgeformt vorhanden.
[0060] Am Auflageelement 22 ist beispielsweise ein Abschlusselement 23 nach unten abstehend
umgebogen ausgebildet. Ein zweites Ende 24 des Abschlusselements 23 ist beispielsweise
in Form eines Umschlags 25 umgebogen vorhanden, sodass das zweite Ende 24 des Abschlusselements
23 abgerundet vorhanden ist. Am Auflageelement 22 sind beispielswiese ausgestanzte
und umgebogene Widerhaken 26 zur Festlegung eines Schubladenbodens vorhanden.
[0061] Beispielsweise umschließen die untere Stirnseite 20, das Schubladenboden-Anlageelement
21 und das Auflageelement 22 eine Ausnehmung 27. In die Ausnehmung 27 ist im angeordneten
Zustand an der Schublade der Schubladenboden der Schublade anordenbar, insbesondere
einsetzbar. Beispielsweise liegt der Schubladenboden im angeordneten Zustand an der
Schubladenseitenwand 15 auf einer Auflagefläche 28 des Auflageelements 22 auf und/oder
an einer Anlagefläche 29 des Schubladenboden-Anlageelements 21 an.
[0062] Vorteilhafterweise ist das Auflageelement 22 an einem zweiten Ende 30 über eine Umbiegung
mit dem Schubladenboden-Anlageelements 21 verbunden. Beispielsweise ist die untere
Stirnseite an einem ersten Ende 31 über eine Umbiegung mit dem Schubladenboden-Anlageelements
21 verbunden. Zum Beispiel ist die untere Stirnseite an einem zweiten Ende 32 mit
einem zweiten Ende 33 des inneren Seitenwandelements 18 über eine Umbiegung verbunden.
Bevorzugterweise ist das innere Seitenwandelement 18 an einem ersten Ende 34 über
eine Umbiegung mit einem zweiten Ende 35 der oberen Stirnseite 19 verbunden. Zum Beispiel
ist die obere Stirnseite 19 an einem ersten Ende 36 über eine Umbiegung mit einem
ersten Ende 37 des äußeren Seitenwandelements 17 verbunden.
[0063] Bevorzugterweise umfasst das äußere Seitenwandelement 17 an einem zweiten Ende 38
ein Umschlagelement 39. Das Umschlagelement 39 ist beispielsweise über eine Umbiegung
mit dem zweiten Ende 38 des äußeren Seitenwandelements 17 verbunden.
[0064] Das innere Seitenwandelement 18 umfasst eine äußere Hauptseite 40 und eine innere
Hauptseite 41. Das äußere Seitenwandelement 17 umfasst eine äußere Hauptseite 42 und
eine innere Hauptseite 43. Das innere Seitenwandelement 18 und das äußere Seitenwandelement
17 besitzen eine Dicke d, welche jeweils durch den Abstand der inneren und der äußeren
Hauptseiten (40, 41; 42, 43) gebildet ist. Beispielsweise sind die äußeren Hauptseiten
(40, 42) des inneren und des äußeren Seitenwandelements 17, 18 über eine Breite b1
beabstandet. Beispielsweise ist die Breite b1 8mm.
[0065] Die Schubladenseitenwand 15 besitzt eine Höhe h, eine Breite b und eine Länge 1.
[0066] Die obere Stirnseite 19, die untere Stirnseite 20, das innere Seitenwandelement 18
und das äußere Seitenwandelement 17 umschließen einen Hohlraum 44.
[0067] Beispielsweise erstreckt sich das Umschlagelement 39 mit einem freien Ende 45 in
Höhenerstreckung h vom zweiten Ende 38 des äußeren Seitenwandelement 17 über das Auflageelement
22 hinaus nach oben. Beispielsweise ist das Schubladenboden-Anlageelement 21 anliegend
am Umschlagelement 39 vorhanden. Beispielsweise ist das Schubladenboden-Anlageelement
21 durch das Umschlagelement 39 federartig gegenüber dem äußeren Seitenwandelement
17 abgestützt. Zum Beispiel ist das Umschlagelement 39 mit seinem freien Ende 45 federartig
anliegend an der inneren Hauptseite 43 des äußeren Seitenwandelements 17 angeordnet.
Vorteilhafterweise ist das Umschlagelement 39 an einer Fügestelle 46 mit dem Schubladenboden-Anlageelement
21 verbunden, z.B. verschweißt. Die Fügestelle 46 erstreckt sich vorteilhafterweise
entlang der ganzen Länge 1 der Schubladenseitenwand 15 (siehe Figur 5).
[0068] In Figur 3 ist eine weitere Variante einer Schubladenseitenwand 48 gezeigt. Vorteilhafterweise
entspricht die Schubladenseitenwand 48 gemäß Figur 3 der Ausbildung der Schubladenseitenwand
15 gemäß Figur 2, wobei die Schubladenseitenwand 48 im Bereich eines oberen Endes
51 der Schubladenseitenwand 48 gegenüber der Schubladenseitenwand 15 gemäß Figur 2
verändert ist.
[0069] Beispielsweise bildet die obere Stirnseite 47 der Schubladenseitenwand 48 mit ihrem
ersten Ende 49 einen Umschlag am ersten Ende 37 des äußeren Seitenwandelements 17
und mit ihrem zweiten Ende 50 einen Umschlag am ersten Ende 34 des inneren Seitenwandelements
18. Hierdurch ist am oberen Ende 51 der Schubladenseitenwand 48 eine Aufnahmerinne
52 zur Aufnahme eines Wandelements, z.B. eines Glaseinsatz realisiert.
[0070] In den Figuren 4 bis 6 ist jeweils eine Variante einer fertigen Schubladenseitenwand
15 dargestellt, wobei die Schubladenseitenwand 15 gemäß Figur 6 an der äußeren Hauptseite
42 der äußeren Seitenwand 17 eine Prägung 53 umfasst. An die Prägung 53 ist beispielsweise
ein Anzeigeelement und/oder Designelement (nicht abgebildet) anordenbar. Das Anzeigeelement
ist beispielsweise mit dem Herstellernamen beschriftbar.
[0071] In den Figuren 7 bis 9 ist ein vorteilhafter Ablauf eines Herstellungsprozess der
Schubladenseitenwand dargestellt. In Figur 7 ist das Bauteil 16 nach einem ersten
Herstellungsschritt dargestellt. Im ersten Herstellungsschritt wurde das Bauteil 15
aus einem Blech ausgeschnitten oder ausgestanzt. Freilassungen im Bauteil 16 wurden
ebenfalls hinzugefügt. Vorteilhafterweise erfolgte dies ein einem einzigen Arbeitsschritt.
In Figur 8 ist das Bauteil 16 nach einem weiteren Herstellungsschritt dargestellt.
Ausgehend vom Zustand des Bauteils 16 gemäß Figur 7 wurden Element, z.B. die Widerhaken
26 des Bauteils 16 umgebogen. In Figur 9 ist das Bauteil 16 nach einem weiteren Herstellungsschritt
dargestellt. Ausgehend vom Zustand des Bauteils 16 gemäß Figur 8 wurde das Bauteil
16 profiliert.
[0072] In Figur 10 ist der Profilierungszustand des Bauteils 16 gemäß Figur 9 dargestellt,
wobei am Bauteil 16 gemäß Figur 10 der vorhergehende Umbiegeherstellungsschritt gemäß
Figur 8 nicht erfolgt ist. Z.B. sind die Widerhaken 26 am Bauteil 16 gemäß Figur 10
nicht umgebogen.
[0073] In Figur 11 ist ein weiteres Bauteil 54 der Schubladenseitenwand 48 gemäß Figur 3
im Herstellungszustand des Bauteils 16 gemäß Figur 9 dargestellt. In Figur 11 gezeigt
ist eine Profilierung der Aufnahmerinne 52 am oberen Ende 51 der Schubladenseitenwand
48. Ebenfalls umfasst das Bauteil 54 eine Prägung 53 zur Anordnung eines Anzeigeelements.
[0074] In Figur 12 ist das zur Schubladenseitenwand 48 fertig hergestellte, insbesondere
umgebogene und/oder profilierte Bauteil 54 dargestellt.
Bezugszeichenliste
| 1 |
Möbel |
25 |
Umschlag |
| 2 |
Möbelkorpus |
26 |
Widerhaken |
| 3 |
Schublade |
27 |
Ausnehmung |
| 4 - 5 |
Seitenwand |
28 |
Auflagefläche |
| 6 - 9 |
Schienen-Vollauszug |
29 |
Anlagefläche |
| 10 - 11 |
Schubladenseitenwand |
30 - 38 |
Ende |
| 12 |
Frontelement |
39 |
Umschlagelement |
| 13 |
Rückwand |
40 - 43 |
Hauptseite |
| 14 |
Schubladenboden |
44 |
Hohlraum |
| 15 |
Schubladenseitenwand |
45 |
Ende |
| 16 |
Bauteil |
46 |
Fügestelle |
| 17 - 18 |
Seitenwandelement |
47 |
Stirnseite |
| 19 - 20 |
Stirnseite |
48 |
Schubladenseitenwand |
| 21 |
Schubladenboden-Anlageelement |
49 - 51 |
Ende |
| 52 |
Aufnahmerinne |
| 22 |
Auflageelement |
53 |
Prägung |
| 23 |
Abschlusselement |
54 |
Bauteil |
| 24 |
Ende |
|
|
1. Schubladenseitenwand (10, 11, 15, 48), insbesondere Schubladenzarge, wobei die Schubladenseitenwand
(10, 11, 15, 48) aus einem einzigen integralen Bauteil (16, 54) besteht, wobei das
Bauteil (16, 54) aus Stahl ausgebildet ist, wobei die Schubladenseitenwand (10, 11,
15, 48) ein äußeres Seitenwandelement (17) und ein inneres Seitenwandelement (18)
aufweist, wobei das äußere und das innere Seitenwandelement (17, 18) sich gegenüberliegend
und beabstandet voneinander vorhanden sind, wobei die Schubladenseitenwand (10, 11,
15, 48) ein Auflageelement (22) aufweist, wobei das Auflageelement (22) quer zum äußeren
Seitenwandelement (17) ausgerichtet ist, wobei das Auflageelement (22) eine Auflagefläche
(28) zur Anordnung eines Schubladenbodens (14) aufweist, wobei ein erstes Ende (37)
des äußeren Seitenwandelements (17) in Höhenerstreckung der Schubladenseitenwand (10,
11, 15, 48) gesehen oberhalb des Auflageelements (22) vorhanden ist und ein zweites
Ende (38) des äußeren Seitenwandelements (17) in Höhenerstreckung der Schubladenseitenwand
(10, 11, 15, 48) gesehen unterhalb des Auflageelements (22) vorhanden ist, wobei das
erste und das zweite Ende (37, 38) des äußeren Seitenwandelements (17) gegenüberliegend
und beabstandet zueinander vorhanden sind und sich in Längserstreckung der Schubladenseitenwand
(10, 11, 15, 48) erstrecken.
2. Schubladenseitenwand (10, 11, 15, 48) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zueinander umgebogene Abschnitte des Bauteils (16, 54) die Schubladenseitenwand (10,
11, 15, 48) bilden.
3. Schubladenseitenwand (10, 11, 15, 48) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes Ende (30) des Auflagenelements (22) in Richtung des äußeren Seitenwandelements
(17) abstehend und beabstandet von einem zweiten Ende des Auflageelements (22) derart
vorhanden ist, dass im Querschnitt quer zur Längserstreckung der Schubladenseitenwand
(10, 11, 15, 48) und in Breitenerstreckung der Schubladenseitenwand (10, 11, 15, 48)
gesehen das innere Seitenwandelement (18) zwischen dem ersten Ende (30) des Auflageelements
(22) und dem zweiten Ende des Auflageelements (22) vorhanden ist, wobei das erste
Ende (30) und das zweite Ende des Auflageelements (22) sich in Längserstreckung der
Schubladenseitenwand (10, 11, 15, 48) erstrecken.
4. Schubladenseitenwand (10, 11, 15, 48) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Ende (37) des äußeren Seitenwandelements (17) über eine Umbiegung mit einem
ersten Ende (36) einer oberen Stirnseite (19) verbunden ist, wobei ein zweites Ende
(35) der oberen Stirnseite (19) über eine Umbiegung mit einem ersten Ende (34) des
inneren Seitenwandelements (18) verbunden ist.
5. Schubladenseitenwand (10, 11, 15, 48) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites Ende (33) des inneren Seitenwandelements (18) über eine Umbiegung mit
einem zweiten Ende (32) einer unteren Stirnseite (20) verbunden ist, wobei ein erstes
Ende (31) der unteren Stirnseite (20) in Richtung des äußeren Seitenwandelements (17)
abstehend vom inneren Seitenwandelement (18) vorhanden ist.
6. Schubladenseitenwand (10, 11, 15, 48) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Stirnseite (19), die untere Stirnseite (20), das äußere Seitenwandelement
(17) und das innere Seitenwandelement (18) einen einzigen Hohlraum (44) einschließen,
wobei der Hohlraum (44) sich über die vollständige Länge eines Seitenwandelements
(17, 18) durchgehend erstreckt.
7. Schubladenseitenwand (10, 11, 15, 48) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das integrale Bauteil (16, 54) ein Schubladenboden-Anlageelement (21) umfasst, wobei
das Schubladenboden-Anlageelement (21) über eine Umbiegung mit dem ersten Ende (31)
der unteren Stirnseite (20) verbunden ist, wobei das Schubladenboden-Anlageelement
(21) über eine weitere Umbiegung mit dem ersten Ende (30) des Auflageelements (22)
verbunden ist, wobei das Schubladenboden-Anlageelement (21) vom separat vorhandenen
äußeren Seitenwandelement (17) vollständig von außen überdeckt ist.
8. Schubladenseitenwand (10, 11, 15, 48) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das innere Seitenwandelement (18) in Höhenerstreckung gesehen kürzer oder gleich
lang ausgebildet ist, als das äußere Seitenwandelement (17).
9. Verfahren zur Herstellung einer Schubladenseitenwand (10, 11, 15, 48) nach einem der
vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schubladenseitenwand (10, 11, 15, 48) durch einen Biegevorgang aus dem integralen
Bauteil (16, 54) hergestellt ist.
10. Verfahren nach dem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Biegevorgang Elemente des integralen Bauteils (16, 54) miteinander gefügt
werden.
11. Schublade (3) mit einer Schubladenseitenwand (10, 11, 15, 48) nach einem der vorangegangenen
Ansprüche 1 bis 8.
12. Möbel (1) mit einer Schublade (3) nach Anspruch 11 und/oder einer Schubladenseitenwand
(10, 11, 15, 48) nach einem der Ansprüche 1 bis 8.