(19)
(11) EP 3 715 575 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
30.09.2020  Patentblatt  2020/40

(21) Anmeldenummer: 19165486.2

(22) Anmeldetag:  27.03.2019
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E06B 1/60(2006.01)
E06B 1/62(2006.01)
E06B 1/02(2006.01)
E06B 1/30(2006.01)
E06B 3/70(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(71) Anmelder: Puderbach, Hans Jakob
56335 Neuhäusel (DE)

(72) Erfinder:
  • Weigle, Torsten
    56335 Neuhäusel (DE)

(74) Vertreter: Preusche, Rainer 
Preusche & Partner Patent- und Rechtsanwälte mbB Schlossstraße 1
56068 Koblenz
56068 Koblenz (DE)

   


(54) RAHMEN FÜR EIN FENSTER ODER EINE TÜR, VERFAHREN ZUR MONTAGE DES RAHMENS


(57) [Die Erfindung betrifft einen Rahmen (100) für ein Fenster oder eine Tür mit einer Anzahl von länglichen Rahmenabschnitten (110), wobei zumindest einer der Rahmenabschnitte (110) ein längliches inneres Rahmenelement (111) zum Kontakt mit einer Füllung des Fensters oder der Tür und zumindest ein längliches äußeres Rahmenelement (112) zur Befestigung an einer Laibungsfläche (LF) einer Wandöffnung (WO) zur Aufnahme des Fensters oder der Tür umfasst, wobei in einem Einbauzustand des Rahmens (100) in der Wandöffnung (WO) eine Längsachse des inneren Rahmenelements (111), des äußeren Rahmenelements (112) und des Rahmenabschnitts (110) jeweils im Wesentlichen parallel zu der Laibungsfläche (LF) und einer Rahmenebene ausgerichtet ist, wobei das äußere Rahmenelement (112) durch eine Anzahl von Verstellelementen (120) entlang einer Verstellachse senkrecht zu der Laibungsfläche (LF) über eine Verstellstrecke verstellbar mit dem inneren Rahmenelement (111) mechanisch verbunden ist, sodass eine Breite des Rahmenabschnitts (110) entlang der Verstellachse um die Verstellstrecke von einer Minimalbreite bis zu einer Maximalbreite einstellbar ist. Zumindest ein von dem inneren Rahmenelement (111) und dem äußeren Rahmenelement (112) umschlossener Hohlraum (130) ist über die gesamte Verstellstrecke des Rahmenabschnitts (110) luftdicht umschlossen; und/oder an dem äußeren Rahmenelement (112) ist zumindest ein elastisches thermisches äußeres Dämmmittel (150) und/oder inneres Dämmmittel (140) zur Verringerung eines Wärmetransports senkrecht zur Rahmenebene angeordnet. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren (200) zum Einbau des Rahmens (100) in eine Wandöffnung (WO).]




Beschreibung

Technisches Gebiet



[0001] Die Erfindung betrifft einen Rahmen für ein Fenster oder eine Tür mit einer Anzahl von länglichen Rahmenabschnitten, wobei zumindest einer der Rahmenabschnitte ein längliches inneres Rahmenelement zum Kontakt mit einer Füllung des Fensters oder der Tür und zumindest ein längliches äußeres Rahmenelement zur Befestigung an einer Laibungsfläche einer Wandöffnung zur Aufnahme des Fensters oder der Tür umfasst, wobei eine Längsachse des äußeren Rahmenelements, des inneren Rahmenelements und des Rahmenabschnitts jeweils im Wesentlichen parallel zu der Laibungsfläche und einer Rahmenebene ausgerichtet ist, und wobei das äußere Rahmenelement durch eine Anzahl von Verstellelementen entlang einer Verstellachse senkrecht zu der Laibungsfläche über eine Verstellstrecke verstellbar mit dem inneren Rahmenelement mechanisch verbunden ist, sodass eine Breite des Rahmenabschnitts entlang der Verstellachse um die Verstellstrecke von einer Minimalbreite bis zu einer Maximalbreite einstellbar ist.

[0002] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Einbau des Rahmens in eine Wandöffnung.

Stand der Technik



[0003] Beim Einbau eines Fensters wird üblicherweise der Rahmen in die Fensteröffnung eingesetzt und mittels Montagehilfen wie z.B. Montagekissen und/oder Keilen, ausgerichtet und in der Öffnung fixiert. Dies erfolgt meistens an der linken und rechten Seite des Fensters und ist umständlich, da jede Veränderung der Auskeilung an einer Position immer eine Korrektur an mindestens zwei bis drei anderen Positionen nach sich zieht, sodass der Fensterrahmen jedes Mal neu in der Fensteröffnung ausgerichtet werden muss.

[0004] Bei einem herkömmlichen Austausch eines Fensters muss der Rahmen des neuen Fensters auf jeder Seite ca. 1,5 cm kleiner bemessen sein als die vorhandene, schon fertig verputzte oder tapezierte Öffnung. Das ist erforderlich, um den Fensterrahmen in die Öffnung hinein zu stellen und um einen Spalt zu erhalten in den nach dem Einbau das erforderliche Dämmmaterial eingebracht werden kann.

[0005] Das hat den optischen Nachteil, dass dieser Spalt auch nach dem Einbau des Fensters noch sichtbar ist und entweder mit Acryl ausgefugt werden muss oder mit unschönen Deckleisten zugeklebt oder abgedeckt wird. Im Neubau werden Fenster nach dem Setzten bis an den Rahmen heran eingeputzt, wodurch kein Spalt zwischen dem Rahmen und der umgebenden Wand mehr vorhanden ist. Das ist beim Fensteraustausch jedoch viel zu aufwendig. Bisher bleiben hier immer baulich bedingt die seitlichen Spalte sichtbar, die dann abgedeckt werden müssen.

[0006] Nach dem Einbau eines Fensterrahmens wird üblicherweise in die seitlichen Spalte zwischen Rahmen und Wand ein Dämmmaterial (beispielsweise Bauschaum) eingebracht. Für den Anschluss an das Mauerwerk wird dann eine breite Deckleiste auf den Rahmen aufgeklebt, die den seitlichen Spalt mit abdeckt. Zusätzlich muss der Anschluss der Deckleiste an das Mauerwerk noch mit einer Acrylfuge ausgebildet werden.

[0007] Die Druckschrift GB2120713A beschreibt eine Rahmenanordnung für eine Duschtür, mit der eine nicht lotrechte Ausrichtung einer angrenzenden Wand ausgeglichen werden kann. Die Rahmenanordnung umfasst ein feststehendes Rahmenelement, das an einer Wand befestigt ist, und eine Verstellanordnung. Durch die Verstellanordnung kann ein verstellbares Rahmenelement gegenüber dem feststehenden Rahmenelement verschoben werden, sodass sich ein Rahmen mit einstellbarer Breite ergibt.

[0008] Die Druckschrift GB2294285A beschreibt einen Tür- oder Fensterrahmen, bei dem die Breite von einem oder mehreren der länglichen Rahmenelemente, die den Rahmen bilden, einstellbar ist. Auf diese Weise entsteht ein Rahmen mit Standard-Innenabmessungen, der in eine Wandöffnung mit nicht-Standard-Abmessungen eingepasst werden kann.

[0009] Die Druckschrift GB2212541A offenbart einen weiteren verstellbaren Tür- oder Fensterrahmen. Dabei ist ein inneres Rahmenelement mit einem äußeren Rahmenelement über eine Anzahl von Schrauben so verbunden, dass sich ein breitenverstellbarer Rahmen ergibt. Gemäß GB2212541A wird die Breite des Rahmens vor dem Einbau des Rahmens in einer Wandöffnung voreingestellt.

[0010] Es ist jedoch weiterhin notwendig, die Rahmen bei dem Einbau aufwändig in der Wandöffnung auszurichten. Um eine ausreichende Wärmedämmung zu erreichen, ist es außerdem notwendig, rund um den Rahmen ein Dämmmaterial einzubringen, das dann auch noch aufwändig abgedeckt werden muss, um ein ästhetisches Aussehen zu erhalten.

[0011] Die Wärmedämmung der Rahmen selbst wird in den genannten Druckschriften nicht thematisiert. Durch die Verstellbarkeit der Rahmenbreite enthalten die offenbarten Rahmen keine luftdicht geschlossenen Kammern wie übliche nicht verstellbare Rahmen aus Kunststoff oder Metall. Daher bieten die offenbarten Rahmen wahrscheinlich keine gemäß heutigen Anforderungen zur Energieeinsparung ausreichende Wärmedämmung.

Technische Aufgabe



[0012] Die Aufgabe der Erfindung ist es, einen kostengünstigen, insbesondere zum Austausch bestehender Fenster oder Türen schnell und einfach zu montierenden Rahmen für ein Fenster oder eine Tür zu schaffen, der eine hohe Wärmedämmung und ein ansprechendes Aussehen bietet. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein einfaches und schnelles Einbauverfahren für einen Rahmen für ein Fenster oder eine Tür, insbesondere zum Austausch bestehender Fenster oder Türen, zu schaffen.

Technische Lösung



[0013] Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung stellt einen Rahmen gemäß Anspruch 1 bereit, der die technische Aufgabe löst. Ebenso wird die Aufgabe durch ein Verfahren zum Einbau eines Rahmens gemäß Anspruch 11 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

Beschreibung der Ausführungsarten



[0014] Ein erfindungsgemäßer Rahmen für ein Fenster oder eine Tür umfasst eine Anzahl von länglichen Rahmenabschnitten. Ein länglicher Körper im Sinne der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass er eine Längserstreckung entlang einer Längsachse des Körpers aufweist, die wesentlich größer ist als jede Quererstreckung des Körpers in einer Ebene senkrecht zur Längsachse. Beispielsweise kann die Längserstreckung zumindest fünfmal, insbesondere zumindest zehnmal, so groß sein wie die größte Quererstreckung.

[0015] Der Rahmen kann insbesondere ein Rahmen für ein Fenster, eine Fenstertür, eine Haustür, eine Nebeneingangstüre, eine Wohnungstür oder eine Innen-Tür sein. Geeignete Rahmenmaterialien sind beispielsweise Kunststoff, Holz, Aluminium, eine Kombination von Holz und Aluminium, eine Kombination von Aluminium und Kunststoff oder andere Kombinationen der vorgenannten Materialien.

[0016] Im einfachsten Fall sind die Rahmenabschnitte gerade. Beispielsweise kann, insbesondere bei einem rechteckigen Rahmen, jede Seite des Rahmens von jeweils genau einem Rahmenabschnitt gebildet sein. Je nach baulichen Gegebenheiten kann zumindest ein Rahmenabschnitt gebogen ausgestaltet sein, beispielsweise um eine Wandöffnung mit zumindest einer gewölbten Laibungsfläche optimal auszufüllen.

[0017] Zumindest einer der Rahmenabschnitte umfasst ein längliches inneres Rahmenelement zum Kontakt mit einer Füllung des Fensters oder der Tür und zumindest ein längliches äußeres Rahmenelement zur Befestigung an einer Laibungsfläche einer Wandöffnung zur Aufnahme des Fensters oder der Tür. Die Füllung kann beispielsweise einen Fensterflügel, eine Fensterscheibe oder ein Türblatt umfassen.

[0018] Vorzugsweise umfasst der Rahmenabschnitt genau ein inneres Rahmenelement und ein, zwei oder mehrere äußere Rahmenelemente. Vorzugsweise entspricht eine Längsstreckung des oder der äußeren Rahmenelemente der Längserstreckung des Rahmenabschnitts. Durch diese Ausgestaltungen kann der Rahmen besonders einfach aufgebaut sein.

[0019] Vorzugsweise handelt es sich bei dem zumindest einen Rahmenabschnitt um einen mit seiner Längsachse in einem Einbauzustand des Rahmens vertikal ausgerichteten Rahmenabschnitt. Insbesondere können zwei Rahmenabschnitte, die beispielsweise im Einbauzustand die rechte und die linke Seite eines Rahmens bilden, jeweils ein äußeres Rahmenelement und ein inneres Rahmenelement umfassen. Eine verstellbare Breite eines Rahmenabschnitt ist insbesondere bei einem vertikal ausgerichteten Rahmenabstand von Vorteil, der mit gattungsgemäßen Rahmen in erster Linie die horizontale Ausrichtung des Rahmens in der Wandöffnung und das verschließen von Spalten rechts und links neben dem Rahmen ein Problem darstellt.

[0020] Der Rahmen kann zumindest einen mit seiner Längsachse im Einbauzustand horizontal ausgerichteten Rahmenabschnitt umfassen, der ein äußeres und ein in inneres Rahmenelement umfasst, wobei dieser Rahmenabschnitt im Einbauzustand eine obere oder untere Seite des Rahmens bilden kann. Dadurch kann, insbesondere zusätzlich zu einem Spalt rechts und/oder links des Rahmens, ein Spalt oberhalb des Rahmens durch eine entsprechende Einstellung der Breite des oberen Randabschnitts geschlossen werden, und/oder das Fenster kann durch eine entsprechende Einstellung der Breite des unteren Rahmenabschnitts, insbesondere im Fall einer nicht waagerechten Brüstung, waagerecht ausgerichtet werden.

[0021] Eine Längsachse des inneren Rahmenelements, des äußeren Rahmenelements und des Rahmenabschnitts sind im Einbauzustand des Rahmens in der Wandöffnung jeweils im Wesentlichen parallel zu der Laibungsfläche und einer Rahmenebene ausgerichtet. Als Rahmenebene wird im Sinne der Erfindung eine Mittelebene des Rahmens bezeichnet, die parallel zu einer Mittelebene des Fensters oder der Tür in einem geschlossenen Zustand liegt. "Im Wesentlichen parallel" bedeutet im Sinne der Erfindung, dass keine exakte Parallelität erforderlich ist, sondern, insbesondere bei der Verwendung des Rahmens zur Sanierung von Bestandsbauten, deren Wandöffnungen häufig nicht genau lotrechte oder waagerechte Laibungsflächen aufweisen, geringe Abweichungen von der Parallelität von beispielsweise 0,1° bis 5°, insbesondere 0,5° bis 2,5°, möglich sind.

[0022] Das äußere Rahmenelement ist durch eine Anzahl von Verstellelementen entlang einer Verstellachse senkrecht zu der Laibungsfläche über eine Verstellstrecke verstellbar mit dem inneren Rahmenelement mechanisch verbunden, sodass eine Breite des Rahmenabschnitts entlang der Verstellachse um die Verstellstrecke von einer Minimalbreite bis zu einer Maximalbreite einstellbar ist.

[0023] Durch eine Verstellung der Breite ist es möglich, den Rahmen ohne zusätzliche Befestigungsmittel oder Ausrichthilfen in der Wandöffnung auszurichten und Spalte zwischen dem Rahmen und der Wand im gleichen Arbeitsschritt zu verschließen. Ferner kann der Rahmen durch eine weitere Vergrößerung der Breite, wenn der Rahmenabschnitt bereits an der Laibungsfläche anliegt, in der Wandöffnung verklemmt und so zumindest provisorisch befestigt werden.

[0024] Die beiden Rahmenelemente sind vorzugsweise materialidentisch und/oder in der gleichen Farbe ausgeführt, so dass im Einbauzustand nur eine kleine Kante zwischen den Rahmenelementen sichtbar ist.

[0025] Das äußere Rahmenelement kann in das innere Rahmenelement eingesetzt sein oder umgekehrt. Wenn das äußere Rahmenelement in das innere Rahmenelement eingesetzt ist, also das innere Rahmenelement das äußere Rahmenelement teilweise umschließt, ist diese sichtbare Kante auch immer parallel zu einem angrenzenden Rand des Fensters oder der Tür, auch wenn die Laibungsfläche uneben und/oder nicht lotrecht ist. Das äußere Rahmenelement passt sich der Laibungsfläche an, ohne dass eine Schiefstellung sichtbar wird.

[0026] Die Verstellelemente sind vorzugsweise so stabil ausgelegt und im inneren und im äußeren Rahmenelement so stabil befestigt, dass sie durch ein Fixieren oder Befestigen des Rahmens in der Wandöffnung, z.B. durch ein Anziehen eines Rahmendübels, nicht beschädigt werden. Für eine ausreichende mechanische Stabilität können die Verstellelemente beispielsweise ein Metall, insbesondere einen Stahl, umfassen, insbesondere daraus bestehen.

[0027] Die Verstellelemente können thermisch leitend sein, beispielsweise wenn sie ein Metall umfassen, oder thermisch isolierend, beispielsweise indem sie einen Kunststoff, umfassen, insbesondere daraus bestehen. Thermisch isolierende Verstellelemente haben den Vorteil, dass sie keine Wärmebrücken zwischen dem inneren und dem äußeren Rahmenelement, die die Wärmedämmwirkung des Rahmens beeinträchtigen könnten, bilden können. Um sowohl eine hohe mechanische Stabilität als auch eine thermische Isolierung durch die Verstellelemente sicherzustellen, können sie beispielsweise einen faserverstärkten Kunststoff oder einen Keramikwerkstoff umfassen, insbesondere daraus bestehen.

[0028] Die Verstellelemente können beispielsweise eine Anzahl von Schrauben umfassen, die in dem inneren Rahmenelement um die Verstellachse drehbar gelagert und entlang der Verstellachse formschlüssig gehalten sind und die jeweils mit ihrem Gewinde in ein Gewinde in dem äußeren Rahmenelement eingreifen, sodass das äußere Rahmenelement gegenüber dem inneren Rahmenelement durch eine Drehung der Schrauben um die Verstellachse wie bei einem Spindelantrieb entlang der Verstellachse verschoben wird.

[0029] Eine besonders einfache und schnelle Einstellung der Breite ist beispielsweise möglich, indem die Schrauben mit Hilfe eines Akkuschraubers gedreht werden.

[0030] Vorzugsweise sind die Schrauben mit einem Links-Gewinde ausgestaltet, sodass sich die Breite durch eine Rechtsdrehung der Schrauben vergrößert, was eine intuitive Bedienung ermöglicht.

[0031] Die Länge der Verstellstrecke kann beispielsweise durch die Auswahl einer Gewindelänge von als Schrauben ausgestalteten Verstellelementen je nach Anwendungsfall, insbesondere je nach zu erwartendem Spaltmaß zwischen Rahmen und Wandöffnung, angepasst sein.

[0032] Vorzugsweise umfasst der Rahmen eine Anzahl von Abdeckungen, mit denen die Verstellelemente nach dem Einbau des Rahmens abgedeckt werden können, um ein versehentliches Verstellen der Breite zu verhindern. Sind die Verstellelementen als Schrauben ausgeführt, können deren Köpfe beispielsweise in dem inneren Rahmenelement versenkt angeordnet sein, sodass sie mit Abdeckkappen abgedeckt werden können.

[0033] Damit die Verstellelemente auch bei festen Fensterelementen ohne zu öffnenden Flügel zugänglich sind, können die Verstellelemente, beispielsweise als Schrauben, unter den seitlichen Glasleisten angeordnet sein oder mittig im Rahmen. Die Scheibe kann auch wie im dem Stand der Technik ohnehin üblich erst nach dem Einbau des Rahmens eingesetzt werden, wenn kein Bedienen der Verstellelemente mehr notwendig ist.

[0034] Wenn eine Mehrzahl von Verstellelementen vorhanden ist, kann dadurch die Breite des Rahmenabschnitts an unterschiedlichen Positionen entlang der Längsachse Rahmenabschnitts unterschiedlich eingestellt werden. Dadurch ist es beispielsweise möglich, einen Spalt zwischen dem Rahmenabschnitt und der Laibungsfläche auch dann zu verschließen, wenn der Rahmenabschnitt und die Laibungsfläche initial nicht parallel zueinander ausgerichtet sind, beispielsweise aufgrund einer nicht lotrechten Ausrichtung der Laibungsfläche.

[0035] Zumindest ein von dem inneren Rahmenelement und dem äußeren Rahmenelement umschlossener Hohlraum ist vorzugsweise über die gesamte Verstellstrecke des Rahmenabschnitts, also bei jeder einstellbaren Breite des Rahmenabschnitts, luftdicht umschlossen. "Luftdicht" im Sinne der Erfindung bedeutet, dass ein Transport von Luft in den und aus dem Hohlraum so stark verlangsamt ist, dass die in dem Hohlraum eingeschlossene Luft oder ein anderes darin eingeschlossenes Gas eine vergleichbare Verringerung eines Wärmetransports in einer senkrecht zur Rahmenebene verlaufenden Transportrichtung bewirkt wie die Luftkammern fachüblicher Hohlkammer-Fensterrahmen aus Kunststoff. Der Hohlraum kann beispielsweise durch eine passgenaue Fertigung der Rahmenelemente, insbesondere ihrer Kontaktflächen, zueinander luftdicht umschlossen sein.

[0036] An dem äußeren Rahmenelement kann zumindest ein elastisches thermisches äußeres und/oder inneres Dämmmittel zur Verringerung eines Wärmetransports in einer senkrecht zur Rahmenebene verlaufenden Transportrichtung angeordnet, insbesondere vorinstalliert, sein.

[0037] Durch das äußere und/oder innere Dämmmittel und/oder den luftdicht umschlossenen Hohlraum wird die Wärmedämmwirkung des Rahmens gegenüber vorbekannten, insbesondere breitenverstellbaren, Rahmen wesentlich erhöht, sodass insbesondere aktuelle Anforderungen zur Energieeinsparung erfüllt werden können. Das äußere und/oder innere Dämmmittel kann beispielsweise einen elastischen Montageschaum, einen Schaumstoff, ein Silikon, einen elastischen Kunststoff und/oder ein Gummi umfassen.

[0038] Bei handelsüblichen, nicht breitenverstellbaren Rahmen ist es verhältnismäßig einfach, eine ausreichende Wärmedämmung zu erreichen, da dazu nur ein statisches inneres Dämmmittel, im Extremfall nur genau ein inneres Dämmmittel, beispielsweise ein Kern aus einem geschäumten Kunststoff, notwendig ist. Bei einem erfindungsgemäßen Rahmen ist es dagegen wesentlich aufwendiger, eine ausreichende Wärmedämmung zu erreichen, da aufgrund der Beweglichkeit der Komponenten des Rahmens relativ zueinander ein oder mehrere dynamische innere Dämmmittel notwendig sind.

[0039] Die Anordnung eines elastischen äußere und/oder inneren Dämmmittels an dem äußeren Rahmenelement stellt eine besondere Herausforderung dar, da ein solches äußeres und/oder inneres Dämmmittel durch mechanische Belastungen leicht beschädigt werden kann. Sowohl an einer der Laibungsfläche zugewandten Außenfläche des äußeren Rahmenelements als auch an einer dem inneren Rahmenelement zugewandten Innenfläche des äußeren Rahmenelements ist das Dämmmittel einer hohen mechanischen Belastung ausgesetzt: an der Außenfläche durch eine mögliche Reibung entlang der Laibungsfläche beim Einsetzen des Rahmens und/oder durch eine übermäßige Kompression zwischen der Außenfläche und der Laibungsfläche; an der Innenfläche durch Reibung und/oder Kompression aufgrund einer Bewegung des äußeren Rahmenelements relativ zu dem inneren Rahmenelement und/oder den Verstellelementen.

[0040] Das äußere Rahmenelement und/oder das innere Rahmenelement kann zumindest ein thermisches Entkopplungselement zur Reduzierung eines Wärmetransports durch das jeweilige Rahmenelement senkrecht zur Rahmenebene umfassen. Das Entkopplungselement kann beispielsweise einen Abschnitt des jeweiligen Rahmenelements aus einem Material mit geringer Wärmeleitfähigkeit, beispielsweise einem Kunststoff oder einem Holz umfassen. Insbesondere kann das gesamte Rahmenelement aus einem Material mit geringer Wärmeleitfähigkeit bestehen.

[0041] Vorzugsweise entspricht die Verstellstrecke zumindest einem beim Einbau des Rahmens typischen Spaltmaß zwischen dem Rahmen und der Laibungsfläche, wobei die Verstellstrecke bevorzugt von 0,5 cm bis 5 cm, besonders bevorzugt von 1 cm bis 2 cm, meist bevorzugt etwa 1,5 cm, beträgt. Durch eine derart angepasste Verstellstrecke können beim Einbau des Rahmens typischerweise auftretende Spalte vollständig verschlossen werden. Vorteilhafterweise ist die Verstellstrecke größer als eine über die Längserstreckung des Rahmenabschnitts maximale Abweichung einer Ausrichtung der Laibungsfläche von einer lotrechten oder waagerechten Ausrichtung der Laibungsfläche. Dadurch kann eine solche Abweichung durch eine entsprechende Einstellung der Breite des Rahmenabschnitts ausgeglichen werden.

[0042] Der Hohlraum ist vorzugsweise an den Enden des Rahmenabschnitts, beispielsweise durch jeweils eine Abdeckung und/oder ein inneres Dämmmittel, insbesondere ein Stück Quellband, luftdicht abgeschlossen. Daraus ergibt sich der Vorteil, dass der Hohlraum auch dann allseitig luftdicht umschlossen sein kann, wenn die Rahmenelemente an ihren Enden offen ausgestaltet sind, beispielsweise weil sich an ihren Enden offene Rahmenelemente, beispielsweise durch Extrusion, einfacher herstellen lassen als an ihren Enden geschlossene Rahmenelemente.

[0043] Der Hohlraum ist vorzugsweise durch zumindest ein Dichtmittel an einer Kontaktfläche zwischen dem inneren Rahmenelement und dem äußeren Rahmenelement abgedichtet. Das Dichtmittel kann beispielsweise eine Beschichtung der Kontaktfläche und/oder eine an der Kontaktfläche angebrachte Dichtung, beispielsweise eine Gummilippe, umfassen. Durch das Dichtmittel kann der Hohlraum trotz der Beweglichkeit der Rahmenelemente gegeneinander luftdicht abgeschlossen werden, ohne dass dafür eine besonders hohe Passgenauigkeit der Rahmenelemente zueinander notwendig wäre.

[0044] Das Dichtmittel ist vorzugsweise zwischen den Rahmenelementen verdeckt angeordnet, um eine Beschädigung des Dichtmittels durch mechanische Einwirkungen von außen zu verhindern und das Aussehen des Rahmens nicht zu beeinträchtigen.

[0045] Das zumindest eine elastische thermische äußere Dämmmittel kann an einer der Laibungsfläche im Einbauzustand zugewandten Außenfläche des äußeren Rahmenelements zum thermisch dämmenden Anlegen an die Laibungsfläche, insbesondere entlang der gesamten Längserstreckung des äußeren Rahmenelements entlang seiner Längsachse, angeordnet sein.

[0046] Vorzugsweise ist das äußere Dämmmittel zumindest so elastisch, dass es typische Unebenheiten der Außenfläche und oder der Laibungsfläche, beispielsweise mit einer Tiefe von 0,1 mm bis 1 mm, insbesondere von 1 mm bis 3 mm, ausgleichen kann, sodass zwischen dem äußeren Rahmenelement und der Laibungsfläche eine bezüglich eines Wärmetransports senkrecht zur Rahmenebene dämmende Verbindung entsteht.

[0047] Durch das äußere Dämmmittel, das beispielsweise einen Schaumstoff, ein Silikon, einen elastischen Kunststoff und/oder ein Gummi umfassen, insbesondere daraus bestehen, kann, kann der Rahmen wärmedämmend mit der Laibung verbunden werden, ohne dass dazu ein zusätzlicher Arbeitsschritt, beispielsweise ein Ausschäumen eines Spalts, notwendig wäre.

[0048] An der Außenfläche können mehrere äußere Dämmmittel, beispielsweise mehrere parallel zu der Längsachse des äußeren Rahmenelements und bezüglich einer Richtung senkrecht zur Rahmenebene nebeneinander angeordnete Dämmstreifen, angeordnet sein. Dabei kann durch zwischen den äußeren Dämmmitteln eingeschlossene Luftpolster eine zusätzliche Dämmwirkung erreicht werden.

[0049] Je nach Anforderungen an die Dämmung am Einbauort des Rahmens können in ihrem Material, ihren Abmessungen und/oder ihrer Anzahl unterschiedliche äußere Dämmmittel vorgesehen sein, um eine unterschiedlich starke Dämmwirkung zu erreichen. Dadurch kann ein einheitlicher Rahmen mit unterschiedlichen äußeren Dämmmitteln modular für unterschiedliche Anforderungen ausgestaltet werden.

[0050] Insbesondere kann das äußere Dämmmittel lösbar mit dem äußeren Rahmenelement verbunden sein, beispielsweise durch eine Klemm-Verbindung, sodass das äußere Dämmmittel ja nach Anforderungen schnell und einfach ausgetauscht werden kann.

[0051] Das äußere Dämmmittel kann in einer Transportrichtung senkrecht zur Rahmenebene flüssigkeitsdicht und insbesondere auch gasdicht sein. Ein solches äußeres Dämmmittel, beispielsweise aus einem geschlossenporigen Schaumstoff, kann beispielsweise verhindern, dass Regenwasser oder Zugluft durch einen Spalt zwischen Rahmen und Laibungsfläche in ein Gebäude, in dessen Außenwand der Rahmen eingebaut ist, eindringt.

[0052] Zumindest ein von dem inneren Rahmenelement und dem äußeren Rahmenelement umschlossener Hohlraum kann durch das zumindest eine elastische thermische innere Dämmmittel, insbesondere vollständig, ausgefüllt sein, wobei sich das innere Dämmmittel bei einer Verstellung der Breite des Rahmenabschnitts von der Minimalbreite zur Maximalbreite selbstständig ausdehnt. Damit das innere Dämmmittel selbstständig expandiert, kann es beispielsweise bei einer Minimalbreite des Rahmenabschnitts in einem elastisch komprimierten Zustand in den Rahmenabschnitt eingebracht sein, sodass es sich selbstständig elastisch ausdehnt, um den zur Verfügung stehenden Platz auszufüllen, sobald die Breite des Rahmenabschnitts vergrößert wird.

[0053] Bei dem zumindest einen Hohlraum kann es sich um genau einen Hohlraum oder mehrere Hohlräume handeln, die fluidleitend miteinander verbunden oder voneinander getrennt sein können.

[0054] Durch seine elastische Eigenschaft kann das innere Dämmmittel, das beispielsweise einen Schaumstoff, ein Silikon, einen elastischen Kunststoff und/oder ein Gummi umfassen, insbesondere daraus bestehen, kann, den zumindest einen Hohlraum unabhängig von der eingestellten Breite ausfüllen. Dadurch wird im Gegensatz zu bekannten Rahmen mit einstellbarer Breite unabhängig von der eingestellten Breite eine gute Wärmedämmung erreicht, wie sie insbesondere aufgrund von Vorgaben zur Energieeinsparung notwendig ist.

[0055] Das innere Dämmmittel kann an dem inneren Rahmenelement und/oder dem äußeren Rahmenelement befestigt, beispielsweise angeklebt, sein. Vorzugsweise ist das innere Dämmmittel sowohl an dem inneren Rahmenelement als auch an dem äußeren Rahmenelement befestigt, wodurch eine Expansion des innere Dämmmittels bei einer Vergrößerung der Breite des Rahmenabschnitts unterstützt wird. Insbesondere kann je zumindest ein inneres Dämmmittel an dem inneren Rahmenelement und an dem äußeren Rahmenelement befestigt sein.

[0056] Der Rahmen kann eine Anzahl von Öffnungen in dem inneren Rahmenelement und/oder dem äußeren Rahmenelement zum Einfüllen eines thermischen Dämmfluides zum, insbesondere vollständigen, Ausfüllen zumindest eines von dem inneren Rahmenelement und dem äußeren Rahmenelement umschlossenen Hohlraums und bevorzugt zum Ausfüllen eines Spalts zwischen dem äußeren Rahmenelement und der Laibungsfläche umfassen. Durch das Dämmfluid, das beispielsweise als Montageschaum, insbesondere als Polyurethan-Schaum, ausgestaltet sein kann, kann ebenfalls eine gute Wärmedämmung unabhängig von der eingestellten Breite des Rahmenabschnitts erreicht werden. Wenn auch der Spalt gleichzeitig mit dem Hohlraum ausgefüllt werden kann, ergibt sich daraus der besondere Vorteil, dass kein zusätzlicher Arbeitsschritt zum Ausfüllen des Spalts notwendig ist.

[0057] Vorzugsweise sind die Öffnungen in einem im Einbauzustand oberen Bereich des Rahmenabschnitts angeordnet, sodass das Dämmfluid den zumindest einen Hohlraum von der Schwerkraft unterstützt ausfüllen kann.

[0058] Der Rahmen kann eine Anzahl von sich an die Anzahl von Öffnungen fluidleitend anschließenden Kanälen in dem inneren Rahmenelement und/oder dem äußeren Rahmenelement zur gleichmäßigen Verteilung des Dämmfluides in dem zumindest einen Hohlraum und bevorzugt in dem Spalt zwischen dem äußeren Rahmenelement und der Laibungsfläche umfassen. Die Kanäle können sicherstellen, dass auch ein, beispielsweise durch Stützstreben im Inneren der Rahmenelemente, verwinkelt aufgebauter Hohlraum vollständig von dem Dämmfluid ausgefüllt werden kann.

[0059] An der Außenfläche des äußeren Rahmenelements kann eine Anzahl von Halteelementen zur Halterung des äußeren Rahmenelements an der Laibungsfläche und/oder zur Beabstandung des äußeren Rahmenelements von der Laibungsfläche um einen für eine Dämmwirkung des äußeren Dämmmittels notwendigen Mindestabstand angeordnet ist.

[0060] Die Halteelemente, die beispielsweise Stege, Stifte, Spitzen und/oder Krallen umfassen können, können verhindern, dass sich der Rahmen beim Einbau entlang der Laibungsfläche verschiebt, sodass der Einbau vereinfacht wird.

[0061] Ferner können die Halteelemente einen Mindestabstand, beispielsweise zwischen 1 mm und 5 mm, zwischen dem äußeren Rahmenelement und der Laibungsfläche sicherstellen, sodass das äußere Dämmmittel nicht so stark komprimiert wird, dass es beschädigt und/oder in seiner Dämmwirkung beeinträchtigt wird.

[0062] Die Halteelemente können einstückig, starr oder lösbar mit dem äußeren Rahmenelement verbunden sein. die Halteelemente können beispielsweise in das äußere Rahmenelement eingesteckt und/oder eingehängt und/oder daran angeklemmt sein. Lösbar verbundene Haltelemente können schnell und einfach ausgetauscht werden, beispielsweise um einen einheitlichen Rahmen auf einfache Weise an ein Material und/oder eine Oberflächenbeschaffenheit der Laibungsfläche und/oder an ein Material und/oder eine Dicke eines äußeren Dämmmittels an der Außenfläche modular anzupassen.

[0063] Das äußere Dämmmittel kann teilweise in einer Vertiefung in der Außenfläche des äußeren Rahmenelements angeordnet sein. Durch eine Anordnung teilweise in einer Vertiefung, beispielsweise in einer entlang der Längsachse des äußeren Rahmenelements ausgerichteten Nut, kann das äußere Dämmmittel besonders zuverlässig befestigt und vor einer übermäßigen Komprimierung, die die Dämmwirkung beeinträchtigen könnte, geschützt werden.

[0064] Der Rahmenabschnitt kann eine Anzahl von Führungsvorrichtungen, bevorzugt Führungsnuten und Führungszapfen umfassend, zur Führung des äußeren Rahmenelements an dem inneren Rahmenelement entlang der Verstellachse umfassen. Durch die Führungsvorrichtungen wird ein Verkanten der Rahmenelemente gegeneinander, insbesondere wenn eine Mehrzahl von Verstellelementen ungleichmäßig verstellt wird, verhindert und der Rahmenabschnitt wird, insbesondere wenn der Rahmenabschnitt auf eine Breite nahe seiner Maximalbreite eingestellt ist, mechanisch stabilisiert. Für eine besonders zuverlässige Führung kann ein Führungszapfen beispielsweise als Pilzkopf-Zapfen ausgestaltet sein.

[0065] Die Führung kann auch durch einen straffen seitlichen Sitz der Rahmenelemente ineinander sichergestellt sein, wobei beispielsweise eine Anzahl von äußeren Führungsabschnitten eines Rahmenelements das andere Rahmenelement teilweise umschließt.

[0066] Insbesondere im Fall einer langen Verstellstrecke, beispielsweise von 1 cm bis 3 cm, kann das äußere Rahmenelement zumindest einen Führungsvorsprung umfassen, der von dem inneren Rahmenelement zur Führung des äußeren Rahmenelements entlang der Verstellachse teilweise umschlossen wird.

[0067] Um eine Schiefstellung des äußeren Rahmenelements gegenüber dem inneren Rahmenelement, beispielsweise zum Ausgleich einer nicht lotrechten Laibungsfläche, zu ermöglichen, kann die Führung mit einem mechanischen Spiel ausgestaltet sein.

[0068] Der Rahmenabschnitt kann zusätzlich zu dem äußeren Rahmenelement zumindest ein weiteres längliches äußeres Rahmenelement umfassen, wobei das äußere Rahmenelement und das weitere äußere Rahmenelement im Wesentlichen parallel zueinander und bezüglich einer Richtung senkrecht zur Rahmenebene nebeneinander angeordnet sind, und das weitere äußere Rahmenelement durch eine Anzahl von weiteren Verstellelementen entlang der Verstellachse senkrecht zu der Laibungsfläche unabhängig von dem äußeren Rahmenelement verstellbar mit dem inneren Rahmenelement mechanisch verbunden ist.

[0069] Durch das weitere äußere Rahmenelement kann der Rahmenabschnitt auch an einer Laibungsfläche, die eine Stufe zwischen einer inneren Laibungs-Teilfläche und einer äußeren Laibungs-Teilfläche aufweist, an beide Laibungs-Teilflächen spaltfrei herangeführt werden, sodass auch in diesem Fall kein zusätzliches Auffüllen eines Spaltes erforderlich ist.

[0070] Vorzugsweise sind das äußere Rahmenelemente und das weitere äußere Rahmenelement gleichartig aufgebaut, dass der Rahmen aus möglichst wenigen unterschiedlichen Einzelteilen hergestellt werden kann.

[0071] Das äußere Rahmenelement kann entlang seiner Längsachse eine größere Längserstreckung aufweisen als das innere Rahmenelement und dadurch entlang der Längsachse zumindest einen Überstand über das innere Rahmenelement bilden, wobei zumindest ein an den Rahmenabschnitt an einer Ecke des Rahmens, angrenzender weiterer Rahmenabschnitt eine Aussparung zur Aufnahme des Überstands umfassen kann.

[0072] An den Ecken eines Rahmens sind die Rahmenabschnitte in der Regel mit einer Gehrung miteinander verbunden. Damit bei einer Vergrößerung der Breite eines an die Ecke angrenzenden Rahmenabschnitts keine Lücke zwischen den Rahmenabschnitten entsteht, muss das äußere Rahmenelement des Rahmenabschnitts eine größere Längserstreckung aufweisen als das innere Rahmenelement. Vorzugsweise sollte die Längserstreckung des äußere Rahmenelements einer dazu parallelen Gesamterstreckung des Rahmens entsprechen, sodass das äußere Rahmenelement an der Ecke mit einer Außenfläche des angrenzenden Rahmenabschnitts fluchtet.

[0073] Vorzugsweise bildet das äußere Rahmenelement an seinen beiden Enden jeweils einen Überstand über das innere Rahmenelement, und die beiden sich an den Rahmenabschnitte an jeweils einer Ecke des Rahmens anschließenden weiteren Rahmenabschnitte weisen jeweils eine Aussparung zur Aufnahme je eines Überstands auf. Dadurch wird an beiden Enden des Rahmenabschnitts die Bildung einer Lücke verhindert.

[0074] Der Rahmenabschnitt, insbesondere das äußere Rahmenelement und/oder das innere Rahmenelement kann eine Anzahl von Verbindern zur Befestigung einer Rollladenschiene, beispielsweise eine Anzahl von Vertiefungen zum Anklemmen der Rollladenschiene, umfassen.

[0075] Der Rahmenabschnitt, insbesondere das äußere Rahmenelement und/oder das innere Rahmenelement kann, insbesondere wenn er aus einem Kunststoff besteht, einen integrierten, beispielsweise U-förmigen, Metallkern, insbesondere aus Stahl, zur Aussteifung und zur Verbesserung des Einbruchschutzes umfassen.

[0076] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Einbau eines erfindungsgemäßen Rahmens in eine Wandöffnung umfasst zumindest die folgenden Schritte, insbesondere in der genannten Reihenfolge:
  1. a) Einsetzen des Rahmens in die Wandöffnung, wobei zwischen dem Rahmenabschnitt und einer Laibungsfläche der Wandöffnung ein Spalt mit einem Spaltmaß verbleibt, wobei das Spaltmaß kleiner als die Verstellstrecke der Breite des Rahmenabschnitts ist, und
  2. b) Anpassen der Breite des zumindest einen Rahmenabschnitts durch die Verstellelemente zur Ausrichtung des Rahmens in der Wandöffnung.


[0077] Vor dem Einsetzen kann das Verfahren ein Einstellen der Breite zumindest eines Rahmenabschnitts des Rahmens durch die Verstellelemente auf eine Einsetzbreite unterhalb der Maximalbreite des Rahmenabschnitts umfassen. Vorzugsweise wird der Rahmen jedoch bereits auf die Minimalbreite eingestellt an den Einbauort angeliefert, sodass für einen möglichst einfachen Einbau kein Einstellen der Breite vor dem Einsetzen notwendig ist.

[0078] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kann die Breite des zumindest einen Rahmenabschnitt zunächst so gering eingestellt werden oder bereits produktionsseitig so gering eingestellt sein, dass sich der Rahmen auf einfache Weise, insbesondre ohne zu verkanten oder zu verklemmen, in die Wandöffnung einsetzen lässt.

[0079] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kann der Rahmen nach dem Einsetzen ausgerichtet werden. Dies geschieht durch ein Anpassen der Breite des zumindest einen Rahmenabschnitts, wobei insbesondere die Breite so weit erhöht werden kann, dass sich das äußere Rahmenelement des Rahmenabschnitts an der Laibungsfläche abstützt. Dann kann der Rahmen durch eine weitere Vergrößerung der Breite des Rahmenabschnitts oder eines gegenüberliegenden Rahmenabschnitts entlang der Verstellachse in der Wandöffnung verschoben werden. Durch das Anpassen der Breite kann somit in einem einzigen Arbeitsschritt der Rahmen in der Wandöffnung zentriert werden und der Spalt zwischen dem äußeren Rahmenelement und Laibungsfläche verschlossen werden.

[0080] Wenn der Rahmenabschnitt eine Mehrzahl von Verstellelementen umfasst, sind vorzugsweise die äußeren zur Ausrichtung und Fixierung ausgelegt, ohne dass die dazwischen liegenden mittleren Verstellelemente dabei stören. Dafür können die mittleren Verstellelemente beispielsweise nach einer Ausrichtung mit den äußeren Verstellelementen nachträglich eingesetzt werden, um den Rahmen in der Maueröffnung zu fixieren. Alternativ können alle Verstellelemente der Reihe nach schrittweise eingestellt werden.

[0081] Bei dem Rahmenabschnitt handelt es sich vorzugsweise um zumindest einen im Einbauzustand des Rahmens vertikalen Rahmenabschnitt, insbesondere um zwei vertikale Rahmenabschnitte, die vorzugsweise die im Einbauzustand rechte Seite und die linke Seite eines rechteckigen Rahmens bilden. Dadurch können die im Stand der Technik besonders aufwendigen Schritte, den Rahmen in horizontaler Richtung zu zentrieren und die Spalte rechts und links neben dem Rahmen auszufüllen, durch das erfindungsgemäße Anpassen der Breite ersetzt werden.

[0082] Zusätzlich oder alternativ kann der zumindest eine Rahmenabschnitt auch zumindest einen horizontalen Rahmenabschnitt umfassen. So können analog zur horizontalen Ausrichtung des Rahmens eine vertikale Ausrichtung des Rahmens und ein Verschließen eines Spalts im Einbauzustand über dem Rahmen durch ein Anpassen der Breite des oberen und/oder unteren Rahmenabschnitts erfolgen.

[0083] Das Verfahren kann ein Vergrößern der Breite des zumindest einen Rahmenabschnitts durch die Verstellelemente zur kraftschlüssigen Fixierung des Rahmens an der Laibungsfläche umfassen. Wird die Breite weiter vergrößert, wenn das äußere Rahmenelement und ein gegenüberliegender Rahmenabschnitt bereits an der jeweiligen Laibungsfläche anliegen, wird der Rahmen dadurch kraftschlüssig in der Wandöffnung verklemmt.

[0084] Das Vergrößern kann insbesondere im gleichen Arbeitsschritt wie das Anpassen erfolgen, sodass der Rahmen direkt nach dem Anpassen kraftschlüssig fixiert ist. Dadurch kann der Einbau besonders schnell und ohne die Gefahr, dass sich der Rahmen nach dem Anpassen unbeabsichtigt bewegt, erfolgen.

[0085] Beispielsweise um ein äußeres Dämmmittel an einer Außenfläche des Rahmens vor zu starker Komprimierung zu bewahren, kann auch auf das Vergrößern verzichtet werden.

[0086] Das Verfahren kann ein Befestigen des Rahmens in der Wandöffnung durch formschlüssige Befestigungsmittel, beispielsweise Schrauben und/oder Rahmendübel, umfassen. Dieses Befestigen kann wie bei vorbekannten Rahmen üblich erfolgen.

[0087] Das Verfahren umfasst vorzugsweise ein Aufbringen eines Klebstoffs auf eine der Laibungsfläche im Einbauzustand zugewandten Außenfläche des äußeren Rahmenelements des Rahmenabschnitts und/oder auf die Laibungsfläche, bevorzugt vor dem Einsetzen. Mit Hilfe des, beispielsweise einkomponentigen oder zweikomponentigen, Klebstoffs kann der Rahmen stoffschlüssig mit der Laibungsfläche verbunden werden, sodass der Rahmen, insbesondere auch ohne formschlüssige Befestigungsmittel, sicher in der Wandöffnung gehalten wird. Das ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die Wandöffnung wie bei modernen Häusern oft üblich von filigran aufgebauten Hohlkammersteinen mit hoher Wärmedämmwirkung, deren Hohlräume von einer dünnen Materialschicht, beispielsweise mit einer Dicke von nur 3 cm, umschlossen sind, begrenzt ist, in denen sich Schrauben oder Dübel nur schlecht befestigen lassen.

[0088] Der Klebstoff kann einen Wärmetransport senkrecht zur Rahmenebene zwischen dem äußeren Rahmenelement und der Laibungsfläche verringern und/oder einen Spalt zwischen dem Rahmenelement und der Laibungsfläche flüssigkeitsdicht, insbesondere gasdicht, abdichteten. Somit kann der Klebstoff ein äußeres Dämmmittel an dem äußeren Rahmenelement ergänzen oder ersetzen.

[0089] In dem Verfahren kann der Rahmen kraftschlüssig und/oder stoffschlüssig in der Wandöffnung fixiert werden. Insbesondere kann das Verfahren ohne eine stoffschlüssige Verbindung des Rahmens mit der Laibungsfläche erfolgen, wie sie sich im Stand der Technik beispielsweise durch ein Ausfüllen eines Spalts zwischen Rahmen und Laibungsfläche mit Montageschaum ergeben würde. Dadurch, dass keine stoffschlüssige Verbindung erfolgt, kann der Rahmen, ohne den Rahmen oder die Laibungsfläche zu beschädigen, wieder aus der Wandöffnung gelöst werden, indem die Breite zumindest eines Rahmenabschnitts verringert wird und/oder die formschlüssigen Befestigungsmittel entfernt werden. Dadurch kann der Rahmen besonders einfach und schnell gegen einen anderen Rahmen ausgetauscht und/oder an anderer Stelle wiederverwendet werden.

[0090] Vorzugsweise liegt ein äußeres Dämmmittel des äußeren Rahmenelements oder das äußere Rahmenelement selbst des Rahmenabschnitts nach dem Anpassen spaltfrei an der Laibungsfläche an. Dadurch entfällt der im Stand der Technik notwendige, zusätzliche Arbeitsschritt, den Spalt zwischen Rahmenabschnitt und Laibungsfläche auszufüllen und/oder abzudecken. Es werden insbesondere keine zusätzlichen Abdeckleisten benötigt, die aufwendig auf Länge und Gehrung zugeschnitten und angepasst werden müssten.

[0091] Für einen optisch besonders ansprechenden Anschluss des Rahmenabschnitts an die Laibungsfläche kann nach dem Anpassen der Breite und gegebenenfalls einem Vergrößern der Breite und einem Befestigen des Rahmens ein Anbringen einer Dichtungsmasse, beispielsweise einer Acrylnaht, in einem Winkel zwischen dem Rahmenabschnitt und der Laibungsfläche erfolgen.

[0092] Das Verfahren kann ein Einfüllen eines thermischen Dämmfluides zum Ausfüllen zumindest eines von dem inneren Rahmenelement und dem äußeren Rahmenelement des Rahmenabschnitts umschlossenen Hohlraums und bevorzugt zum Ausfüllen eines Spalts zwischen dem äußeren Rahmenelement und der Laibungsfläche durch eine Anzahl von Öffnungen in dem inneren Rahmenelement und/oder dem äußeren Rahmenelement umfassen. Durch das Dämmfluid, beispielsweise einen Montageschaum, können der zumindest eine Hohlraum und vorzugsweise auch der Spalt wärmedämmend ausgefüllt werden, sodass der Rahmenabschnitt, insbesondere wenn er kein anderes Dämmmittel enthält, eine hohe Wärmedämmung bewirkt.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen



[0093] Weitere Vorteile, Ziele und Eigenschaften der Erfindung werden anhand nachfolgender Beschreibung und anliegender Zeichnungen erläutert, in welchen beispielhaft erfindungsgemäße Gegenstände dargestellt sind. Merkmale, welche in den Figuren wenigstens im Wesentlichen hinsichtlich ihrer Funktion übereinstimmen, können hierbei mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet sein, wobei diese Merkmale nicht in allen Figuren beziffert und erläutert sein müssen.

Figur 1 zeigt eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Rahmens.

Figur 2 zeigt einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Rahmenabschnitts.

Figur 3 zeigt schematische Querschnitte einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Rahmenabschnitts.

Figur 4 zeigt schematische Querschnitte erfindungsgemäßer Ausgestaltungen eines Rahmenabschnitts.

Figur 5 zeigt einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Rahmenabschnitts.

Figur 6 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Ausgestaltung einer Führungsvorrichtung.

Figur 7 zeigt einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Rahmenabschnitt.

Figur 8 zeigt einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Rahmenabschnitts.

Figur 9 zeigt schematische Querschnitte erfindungsgemäßer Ausgestaltungen eines Rahmenabschnitts.

Figur 10 zeigt einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines äußeren Rahmenelements.

Figur 11 zeigt einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Rahmenabschnitts.

Figur 12 zeigt eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Rahmens.

Figur 13 zeigt einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Rahmenabschnitts.

Figur 14 zeigt eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Rahmens.

Figur 15 zeigt schematische Ansichten einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Rahmens.

Figur 16 zeigt schematische Ansichten einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Rahmens.

Figur 17 zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Verfahrens.


Fig.1



[0094] Figur 1 zeigt eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Rahmens 100, der in einer durch zwei Laibungsflächen LF angedeuteten Wandöffnung angeordnet ist. Der Rahmen 100 ist beispielsweise rechteckig, wobei beispielsweise die in der Darstellung linke Seite und die rechte Seite des Rahmens 100 jeweils von einem Rahmenabschnitt 110 gebildet werden, der jeweils ein inneres Rahmenelement 111 und ein äußeres Rahmenelement 112 umfasst. Das innere Rahmenelement 111 ist mit dem äußeren Rahmenelement 112 jeweils über eine Anzahl von Verstellelementen (nicht dargestellt) entlang einer in der Darstellung horizontalen Verstellachse verstellbar befestigt, sodass eine Breite des Rahmenabschnitts 110 entlang der Verstellachse einstellbar ist.

[0095] Die in der Darstellung obere Seite und untere Seite des Rahmens 100 ist beispielsweise von jeweils einem weiteren Rahmenabschnitt 110a gebildet, der beispielsweise nicht in seiner jeweiligen Breite verstellbar ist.

[0096] Die Rahmenabschnitte 110 und die weiteren Rahmenabschnitte 110a sind beispielsweise an den Ecken des Rahmens 100 miteinander verbunden, sodass sie zusammen einen rechteckigen Rahmen 100 bilden.

Fig.2



[0097] Figur 2 zeigt einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Rahmenabschnitts 110. Dieser und die folgenden Querschnitte zeigen jeweils eine Ebene senkrecht zur Längsachse des Rahmenabschnitts 110. Der dargestellte Rahmenabschnitt 110 umfasst ein inneres Rahmenelement 111 und ein äußeres Rahmenelement 112. Das innere Rahmenelement 111 ist mit dem äußeren Rahmenelement 112 über zumindest ein Verstellelement 120, beispielsweise eine Schraube, entlang einer in der Darstellung horizontalen Verstellachse verstellbar befestigt, sodass eine Breite des Rahmenabschnitts 110 entlang der Verstellachse einstellbar ist.

[0098] Das Verstellelement 120 ist über ein Lager 121, beispielsweise eine Ringnut zur Aufnahme eines, insbesondere ringförmigen, Vorsprungs 123 des Verstellelements 120, um die Verstellachse drehbar gelagert und entlang der Verstellachse formschlüssig an dem inneren Rahmenelement 111 gehalten. Das Verstellelement 120 ist beispielsweise über ein Gewinde 122 mit dem äußeren Rahmenelement 112 verbunden, sodass das äußere Rahmenelement 112 durch eine Drehung des Verstellelements 120 um die Verstellachse wie bei einem Spindelantrieb entlang der Verstellachse relativ zu dem inneren Rahmenelement 111 verschoben werden kann.

Fig.3



[0099] Figur 3 zeigt schematische Querschnitte einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Rahmenabschnitts 110. Der dargestellte Rahmenabschnitt 110 umfasst ein inneres Rahmenelement 111 und ein äußeres Rahmenelement 112. Das innere Rahmenelement 111 ist mit dem äußeren Rahmenelement 112 über zumindest ein Verstellelement 120, beispielsweise eine Schraube, entlang einer in der Darstellung horizontalen Verstellachse verstellbar befestigt, sodass eine Breite des Rahmenabschnitts 110 entlang der Verstellachse einstellbar ist.

[0100] Der dargestellte Rahmenabschnitt umfasst ein in einem Hohlraum 130 zwischen dem inneren Rahmenelement 111 und dem äußeren Rahmenelement 112 angeordnetes inneres thermisches Dämmmittel 140, beispielsweise ein Quellband.

[0101] Das äußere Rahmenelement 112 umfasst an einer in einem Einbauzustand einer Laibungsfläche LF zugewandten Außenfläche 113 ein äußeres Dämmmittel 150, beispielsweise ein Quellband, zur Anlage an die Laibungsfläche LF.

[0102] Figur 3a zeigt den Rahmenabschnitt 110 in einem Lieferzustand und Figur 3b zeigt den Rahmenabschnitt 110 in einem Einbauzustand, wobei das äußere Rahmenelement 112 in dem Einbauzustand gegenüber dem Lieferzustand relativ zu dem inneren Rahmenelement 111 entlang der Verstellachse verschoben ist, sodass eine Breite des Rahmenabschnitts 110 entlang der Verstellachse vergrößert ist.

[0103] Das innere Dämmmittel 140 ist so elastisch ausgestaltet, dass es sowohl im Lieferzustand als auch im Einbauzustand den Hohlraum 130 ausfüllt.

[0104] Im Einbauzustand liegt das äußere Dämmmittel 150 vorzugsweise spaltfrei an der Laibungsfläche LF an.

Fig.4



[0105] Figur 4 zeigt schematische Querschnitte erfindungsgemäßer Ausgestaltungen eines Rahmenabschnitts 110 mit einem inneren Rahmenelement 111 und einem äußeren Rahmenelement 112, die über ein Verstellelement 120 entlang einer in der Darstellung horizontalen Verstellachse verstellbar miteinander verbunden sind.

[0106] Das äußere Rahmenelement 112 umfasst jeweils einen in das innere Rahmenelement 111 zur Führung entlang der Verstellachse eingreifenden Führungsvorsprung 192.

[0107] Der dargestellte Rahmenabschnitt 110 umfasst außerdem zwei äußere Führungsabschnitte 192. Die äußeren Führungsabschnitte 192 können an dem inneren Rahmenelement 111 angeordnet sein und das äußere Rahmenelement 112 teilweise umschließen (Figur 4a) oder an dem äußeren Rahmenelement 112 angeordnet sein und das innere Rahmenelement 111 teilweise umschließen (Figur 4b), oder je ein äußerer Führungsabschnitt 192 kann an dem inneren Rahmenelement 111 und an dem äußeren Rahmenelement 112 angeordnet sein und das jeweils andere Rahmenelement 111, 112 teilweise bedecken (Figur 4c).

[0108] Besonders vorteilhaft ist dabei die in Figur 4a dargestellte Ausgestaltung, bei der das äußere Rahmenelement 112 teilweise von dem inneren Rahmenelement 111 umschlossen ist, sodass die Kante 117 zwischen den äußeren Führungsabschnitten 191 und dem äußeren Rahmenelement 112 unabhängig von einer Einstellung des äußeren Rahmenelements 112 parallel zu einer Seitenkante eines an dem inneren Rahmenelement 111 anliegenden Fensters oder einer Tür (nicht dargestellt) verläuft.

Fig.5



[0109] Figur 5 zeigt einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Rahmenabschnitts 110. Der dargestellte Rahmenabschnitt 110 unterscheidet sich von dem in Figur 3 dargestellten Rahmenabschnitt 110 dadurch, dass an zumindest einer Kante der Außenseite 113 des äußeren Rahmenelements 112 ein Dichtmittel 151, insbesondere ein Dichtprofil, zur fluiddichtenden Verbindung des äußeren Rahmenelements 112 mit der Laibungsfläche LF angebracht, beispielsweise aufgesteckt, ist.

[0110] Durch das Dichtmittel 151 kann beispielsweise ein Eindringen von Regenwasser zwischen das äußere Rahmenelement 112 und die Laibungsfläche LF, wodurch das äußere Dämmmittel 150 beschädigt werden könnte, verhindert werden.

Fig.6



[0111] Figur 6 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Ausgestaltung einer Führungsvorrichtung 190 zur Führung des äußeren Rahmenelements 112 an dem inneren Rahmenelement 111 eines Rahmenabschnitts entlang einer senkrecht zur Zeichenebene verlaufenden Verstellachse. Die Führungsvorrichtung 190 umfasst beispielsweise einen in einer Führungsnut 193 geführten Führungszapfen 194, insbesondere einen Pilzkopfzapfen.

Fig.7



[0112] Figur 7 zeigt einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Rahmenabschnitts 110. Der dargestellte Rahmenabschnitt 110 unterscheidet sich von dem in Figur 3 dargestellten Rahmenabschnitt 110 dadurch, dass an der Außenseite 113 des äußeren Rahmenelements 112 nicht ein sondern zwei äußere Dämmmittel 150, beispielsweise zwei parallel zu der senkrecht zur Zeichenebene verlaufenden Längsachse des Rahmenabschnitts 110 angeordnete Dämmbänder, angeordnet sind. Weiterhin sind die äußeren Dämmmittel 150 jeweils teilweise in einer Vertiefung, beispielsweise einer Nut, in der Außenfläche 113 angeordnet.

Fig.8



[0113] Figur 8 zeigt einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Rahmenabschnitts 110. Der dargestellte Rahmenabschnitt 110 unterscheidet sich von dem in Figur 5 dargestellten Rahmenabschnitt 110 dadurch, dass das Dichtmittel 151 in eine Nut an einer zu der zur Zeichenebene senkrechten Längsachse des Rahmenabschnitts 110 parallelen Kante der Außenfläche 113 eingesteckt ist.

[0114] Alternativ oder ergänzend zu dem Dichtmittel 151 kann die Fuge zwischen der Außenfläche 113 und der Laibungsfläche LF beispielsweise mit einer Dichtungsmasse 152, beispielsweise einer Acrylnaht, abgedichtet sein.

Fig.9



[0115] Figur 9 zeigt schematische Querschnitte erfindungsgemäßer Ausgestaltungen eines Rahmenabschnitts 110. Je nach Anwendungsfall kann eine Breitenverstellung des Rahmenabschnitts 110 über eine mehr oder weniger lange Verstellstrecke erforderlich sein.

[0116] Für eine kurze Verstellstrecke kann ein das innere Rahmenelement 11 mit dem äußeren Rahmenelement 112 verbindendes Verstellelement 120, beispielsweise eine Schraube, über ein kurzes Gewinde 122 mit dem äußeren Rahmenelement 112 verbunden sein (Fig.9a).

[0117] Für eine längere Verstellstrecke kann ein längeres Gewinde 122 vorgesehen sein (Fig. 9b). Um trotz der längeren Verstellstrecke eine zuverlässige Führung des äußeren Rahmenelements 112 an dem inneren Rahmenelement 11 zu erreichen, kann das äußere Rahmenelement 112 einen von dem inneren Rahmenelement 111 teilweise umschlossenen Führungsvorsprung 192 umfassen.

Fig.10



[0118] Figur 10 zeigt einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines äußeren Rahmenelements 112. Das dargestellte äußere Rahmenelement 112 umfasst an seiner im Einbauzustand der Laibungsfläche LF zugewandten Außenfläche 113 eine Anzahl von Halteelementen 160. Die Halteelemente 160 sind beispielsweise als in die Außenfläche 113 eingesteckte Spitzen oder Krallen ausgestaltet.

[0119] Die Halteelemente 160 beabstanden die Außenfläche 113 von der Laibungsfläche LF, sodass ein an der Außenfläche 113 angebrachtes äußeres Dämmmittel 150 nicht übermäßig komprimiert wird. Ferner können die Halteelemente 160 ein Verrutschen des äußeren Rahmenelements 112 entlang der Laibungsfläche LF verhindern.

Fig.11



[0120] Figur 11 zeigt einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Rahmenabschnitts 110. Der Rahmenabschnitt 110 umfasst ein inneres Rahmenelement 111 und ein damit über eine Anzahl von Verstellelementen 120 entlang einer in der Darstellung horizontalen Verstellachse verstellbar verbundenes äußeres Rahmenelement 112 wie in den vorherigen Ausgestaltungen.

[0121] Zusätzlich umfasst der dargestellte Rahmenabschnitt 110 ein weiteres äußeres Rahmenelement 112a, das über eine Anzahl von weiteren Verstellelementen 120a entlang der Verstellachse verstellbar mit dem inneren Rahmenelement 111 verbunden ist. Insbesondere können das weitere äußere Rahmenelement 112a und das äußere Rahmenelement 112 sowie die Verstellelemente 120 und die weiteren Verstellelemente 120a gleichartig ausgestaltet sein.

[0122] Das äußere Rahmenelement 112 kann in einem Einbauzustand mit Hilfe der Verstellelemente 120 an eine Laibungsfläche LF angelegt werden. Das weitere äußere Rahmenelement 112a kann mit Hilfe der weiteren Verstellelemente 120a an eine weitere Laibungsfläche LFa, die gegenüber der Laibungsfläche LF entlang der Verstellachse versetzt sein kann, angelegt werden.

[0123] Die Laibungsfläche LF und die weitere Laibungsfläche LFa können beispielsweise eine innere und eine äußere Laibung einer Wandöffnung bilden.

Fig.12



[0124] Figur 12 zeigt eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Rahmens 100, der in einer Wandöffnung WO angeordnet ist. Die Ausgestaltung des Rahmens 100 entspricht beispielsweise der in Figur 1 dargestellten Ausgestaltung.

[0125] Bei dem in der Darstellung rechten Rahmenabschnitt 110 des Rahmens 100 ist das äußere Rahmenelement 112 relativ zu dem inneren Rahmenelement 111 so eingestellt, dass die Breite des Rahmenabschnitts 110 entlang seiner Längsachse in der Darstellung von unten nach oben zunimmt. Dadurch kann das äußere Rahmenelement 112, insbesondere spaltfrei, an eine nicht lotrechte Laibungsfläche LF der Wandöffnung WO angelegt werden.

[0126] Im dargestellten Beispiel ist das äußere Rahmenelement 112 teilweise von dem inneren Rahmenelement 111 umschlossen, sodass die sichtbare Kante 117 am Übergang zwischen den beiden Rahmenelementen 111, 112 auch bei einer nicht lotrechten Ausrichtung des äußeren Rahmenelements 112 lotrecht verläuft.

Fig.13



[0127] Figur 13 zeigt einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Rahmenabschnitts 110. Der Rahmenabschnitt 110 umfasst ein inneres Rahmenelement 111 und ein damit über eine Anzahl von Verstellelementen 120 entlang einer in der Darstellung horizontalen Verstellachse verstellbar verbundenes äußeres Rahmenelement 112 wie in den vorherigen Ausgestaltungen.

[0128] Zusätzlich umfasst der Rahmenabschnitt 110, insbesondere das innere Rahmenelement 111 ein Aussteifungsmittel 199 zur Aussteifung des Rahmenabschnitts 110, beispielsweise einen, insbesondere U-förmigen, Stahlkern.

Fig.14



[0129] Figur 14 zeigt eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Rahmens 100. Der Rahmen 100 ist beispielsweise rechteckig, wobei jede Seite des Rahmens 100 von je einem Rahmenabschnitt 110 oder weiteren Rahmenabschnitt 110a gebildet ist. Die in ihrer Breite verstellbaren Rahmenabschnitte 110 und die in ihrer Breite nicht verstellbaren weiteren Rahmenabschnitte 110a liegen einander paarweise gegenüber.

[0130] Im dargestellten Beispiel sind die die rechte und linke Seite des Rahmens 100 bildenden Rahmenabschnitte 110 bis zu den Ecken 101 des Rahmens 100 durchlaufend angeordnet, und die die obere und untere Seite des Rahmens 100 bildenden weiteren Rahmenabschnitte 110a sind dazwischen angeordnet.

[0131] In dieser Anordnung entstehen bei einer Vergrößerung der Breite der Rahmenabschnitte 110 an den Ecken 101 keine Lücken zwischen den Rahmenabschnitten 110 und den angrenzenden weiteren Rahmenabschnitten 110a.

Fig.15



[0132] Figur 15 zeigt schematische Ansichten einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Rahmens 100. Im Unterschied zum in Figur 14 dargestellten Beispiel sind die die obere und untere Seite des Rahmens 100 bildenden weiteren Rahmenabschnitte 110a bis zu den Ecken 101 des Rahmens 100 durchlaufend angeordnet, und die die rechte und linke Seite des Rahmens 100 bildenden Rahmenabschnitte 110 sind dazwischen angeordnet.

[0133] Figur 15b zeigt eine Vergrößerung des in Figur 15a mit A markierten Bildausschnitts, wobei der Übersichtlichkeit halber das äußere Rahmenelement 112 nicht dargestellt ist. Das äußere Rahmenelement 112 ist entlang der in der Darstellung vertikalen Längsachse des Rahmenabschnitts 110 um einen Überstand 115, der der Höhe des angrenzenden weiteren Rahmenelements 110a entspricht, länger ist als das innere Rahmenelement 111 und bis an die Ecke 101 geführt. Das angrenzende weiter Rahmenelement 110a umfasst eine Aussparung 116 zur Aufnahme des Überstands 115.

[0134] Auch in dieser Ausgestaltung entsteht bei einer Vergrößerung der Breite des Rahmenabschnitts 110 an der Ecke 101 keine Lücke zwischen dem Rahmenabschnitt 110 und dem angrenzenden weiteren Rahmenabschnitt 110a.

Fig.16



[0135] Figur 16 zeigt schematische Ansichten einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Rahmens 100, wobei Figur 16b eine Vergrößerung des in Figur 16a mit A bezeichneten Bildausschnitts zeigt. Im Unterschied zum in Figur 15 dargestellten Beispiel sind hier die Rahmenabschnitte 110 mit den benachbarten weiteren Rahmenabschnitten 110a an den Ecken 101 des Rahmens 100 jeweils mit einer Gehrung verbunden.

[0136] Das äußere Rahmenelement 112 ist entlang der in der Darstellung vertikalen Längsachse des Rahmenabschnitts 110 um einen Überstand 115, länger ist als das innere Rahmenelement 111 und bis an die Ecke 101 geführt. Das angrenzende weiter Rahmenelement 110a umfasst eine Aussparung 116 zur Aufnahme des Überstands 115.

[0137] Figur 16c zeigt den gleichen Bildausschnitt wie Figur 16b, wobei in Figur 16c gegenüber dem Zustand von Figur 16b das äußere Rahmenelement 112 gegenüber dem inneren Rahmenelement 111 nach rechts verschoben ist, sodass die Breite des Rahmenabschnitts 110 vergrößert ist. Auch in diesem Zustand liegt zwischen dem Rahmenabschnitt 110 und dem weiteren Rahmenabschnitt 110a an der Ecke 101 keine Lücke vor.

Fig.17



[0138] Figur 17 zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines Verfahrens 200 zum Einbau eines erfindungsgemäßen Rahmens in eine Wandöffnung.

[0139] Das Verfahren 200 umfasst vorzugsweise ein Aufbringen 201 eines Klebstoffs auf eine der Laibungsfläche LF im Einbauzustand zugewandten Außenfläche 113 des äußeren Rahmenelements 112 eines Rahmenabschnitts 110 und/oder auf die Laibungsfläche LF.

[0140] Das Verfahren 200 umfasst, insbesondere nach dem Aufbringen 201, ein Einsetzen 210 des Rahmens 100 in die Wandöffnung WO, wobei zwischen dem Rahmenabschnitt 110 und einer Laibungsfläche LF der Wandöffnung WO ein Spalt mit einem Spaltmaß verbleibt, wobei das Spaltmaß kleiner als die Verstellstrecke der Breite des Rahmenabschnitts 110 ist.

[0141] Das Verfahren 200 umfasst, insbesondere nach dem Einsetzen 210, ein Anpassen 220 der Breite des zumindest einen Rahmenabschnitts 110 des Rahmens 100 durch die Verstellelemente 120 zur Ausrichtung des Rahmens 100 in der Wandöffnung WO, wobei vorzugsweise ein äußeres Dämmmittel 150 des äußeren Rahmenelements 112 des Rahmenabschnitts 110 nach dem Anpassen 220 spaltfrei an der Laibungsfläche LF anliegt.

[0142] Insbesondere im gleichen Schritt wie das Anpassen 220, kann das Verfahren 200 ein Vergrößern 230 der Breite des zumindest einen Rahmenabschnitts 110 durch die Verstellelemente 120 zur kraftschlüssigen Fixierung des Rahmens 100 an der Laibungsfläche LF.

[0143] Das Verfahren 200 kann, insbesondere nach dem Anpassen 220, ein Einfüllen 250 eines thermischen Dämmfluides, beispielsweise eines Montageschaums, zum Ausfüllen zumindest eines von dem inneren Rahmenelement 111 und dem äußeren Rahmenelement 112 des Rahmenabschnitts 110 umschlossenen Hohlraums 130 durch eine Anzahl von Öffnungen 180 in dem inneren Rahmenelement 111 und/oder dem äußeren Rahmenelement 112 umfassen.
Liste der Bezugszeichen
100 Rahmen 160 Halteelement
101 Ecke    
110 Rahmenabschnitt    
110a weiterer Rahmenabschnitt    
111 inneres Rahmenelement 190 Führungsvorrichtung
112 äußeres Rahmenelement 191 äußerer Führungsabschnitt
112a weiteres äußeres Rahmenelement 192 Führungsvorsprung
113 Außenfläche 193 Führungsnut
115 Überstand 194 Führungszapfen
116 Aussparung 199 Aussteifungsmittel
117 Kante 200 Verfahren
120 Verstellelement 201 Aufbringen
120a weiteres Verstellelement 210 Einsetzen
121 Lager 220 Anpassen
122 Gewinde 230 Vergrößern
123 Vorsprung 250 Einfüllen
130 Hohlraum    
140 inneres Dämmmittel    
150 äußeres Dämmmittel A Bildausschnitt
151 Dichtmittel LF Laibungsfläche
152 Dichtungsmasse WO Wandöffnung



Ansprüche

1. Rahmen (100) für ein Fenster oder eine Tür

a) mit einer Anzahl von länglichen Rahmenabschnitten (110),

b) wobei zumindest einer der Rahmenabschnitte (110) ein längliches inneres Rahmenelement (111) zum Kontakt mit einer Füllung des Fensters oder der Tür und zumindest ein längliches äußeres Rahmenelement (112) zur Befestigung an einer Laibungsfläche (LF) einer Wandöffnung (WO) zur Aufnahme des Fensters oder der Tür umfasst,

c) wobei in einem Einbauzustand des Rahmens (100) in der Wandöffnung (WO) eine Längsachse des inneren Rahmenelements (111), des äußeren Rahmenelements (112) und des Rahmenabschnitts (110) jeweils im Wesentlichen parallel zu der Laibungsfläche (LF) und einer Rahmenebene ausgerichtet ist, und

d) wobei das äußere Rahmenelement (112) durch eine Anzahl von Verstellelementen (120) entlang einer Verstellachse senkrecht zu der Laibungsfläche (LF) über eine Verstellstrecke verstellbar mit dem inneren Rahmenelement (111) mechanisch verbunden ist, sodass eine Breite des Rahmenabschnitts (110) entlang der Verstellachse um die Verstellstrecke von einer Minimalbreite bis zu einer Maximalbreite einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass

e) zumindest ein von dem inneren Rahmenelement (111) und dem äußeren Rahmenelement (112) umschlossener Hohlraum (130) über die gesamte Verstellstrecke des Rahmenabschnitts (110) luftdicht umschlossen ist; und/oder

f) an dem äußeren Rahmenelement (112) zumindest ein elastisches thermisches äußeres Dämmmittel (150) und/oder inneres Dämmmittel (140) zur Verringerung eines Wärmetransports in einer senkrecht zur Rahmenebene verlaufenden Transportrichtung angeordnet ist.


 
2. Rahmen (100) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Hohlraum (130)

a) an den Enden des Rahmenabschnitts, bevorzugt durch jeweils eine Abdeckung und/oder ein inneres Dämmmittel, luftdicht abgeschlossen. ist, und/oder

b) durch zumindest ein Dichtmittel an einer Kontaktfläche zwischen dem inneren Rahmenelement (111) und dem äußeren Rahmenelement (112) abgedichtet ist.


 
3. Rahmen (100) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das zumindest eine elastische thermische äußeres Dämmmittel (150) an einer der Laibungsfläche (LF) im Einbauzustand zugewandten Außenfläche (113) des äußeren Rahmenelements (112) zum thermisch dämmenden Anlegen an die Laibungsfläche (LF), bevorzugt entlang der gesamten Längserstreckung des äußeren Rahmenelements (112) entlang seiner Längsachse, angeordnet ist.
 
4. Rahmen (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 3
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest ein von dem inneren Rahmenelement (111) und dem äußeren Rahmenelement (112) umschlossener Hohlraum (130) durch das zumindest eine elastische thermische innere Dämmmittel (140) ausgefüllt ist, wobei sich das innere Dämmmittel (140) bei einer Verstellung der Breite des Rahmenabschnitts (110) von der Minimalbreite zur Maximalbreite selbstständig ausdehnt.
 
5. Rahmen (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
gekennzeichnet durch
eine Anzahl von Öffnungen (180) in dem inneren Rahmenelement (111) und/oder dem äußeren Rahmenelement (112) zum Einfüllen eines thermischen Dämmfluides zum Ausfüllen zumindest eines von dem inneren Rahmenelement (111) und dem äußeren Rahmenelement (112) umschlossenen Hohlraums (130) und bevorzugt zum Ausfüllen eines Spalts zwischen dem äußeren Rahmenelement (112) und der Laibungsfläche (LF).
 
6. Rahmen (100) nach Anspruch 5,
gekennzeichnet durch
eine Anzahl von sich an die Anzahl von Öffnungen (180) fluidleitend anschließenden Kanälen (181) in dem inneren Rahmenelement (111) und/oder dem äußeren Rahmenelement (112) zur gleichmäßigen Verteilung des Dämmfluides in dem zumindest einen Hohlraum (130) und bevorzugt in dem Spalt zwischen dem äußeren Rahmenelement (112) und der Laibungsfläche (LF).
 
7. Rahmen (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass

a) an der Außenfläche (113) des äußeren Rahmenelements (112) eine Anzahl von Halteelementen (160) zur Halterung des äußeren Rahmenelements (112) an der Laibungsfläche (LF) und/oder zur Beabstandung des äußeren Rahmenelements (112) von der Laibungsfläche (LF) um einen für eine Dämmwirkung des äußeren Dämmmittels (150) notwendigen Mindestabstand angeordnet ist, und/oder

b) das äußere Dämmmittel (150) teilweise in einer Vertiefung in der Außenfläche (113) des äußeren Rahmenelements (112) angeordnet ist.


 
8. Rahmen (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Rahmenabschnitt (110) eine Anzahl von Führungsvorrichtungen (190), bevorzugt Führungsnuten und Führungszapfen umfassend, zur Führung des äußeren Rahmenelements (112) an dem inneren Rahmenelement (111) entlang der Verstellachse und zur mechanischen Stabilisierung des Rahmenabschnitts (110) umfasst.
 
9. Rahmen (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Rahmenabschnitt (110) zusätzlich zu dem äußeren Rahmenelement (112) ein weiteres längliches äußeres Rahmenelement (112a) umfasst, wobei

a) das äußere Rahmenelement (112) und das weitere äußere Rahmenelement (112a) im Wesentlichen parallel zueinander und bezüglich einer Richtung senkrecht zur Rahmenebene nebeneinander angeordnet sind, und

b) das weitere äußere Rahmenelement (112a) durch eine Anzahl von weiteren Verstellelementen (120a) entlang der Verstellachse senkrecht zu der Laibungsfläche (LF) unabhängig von dem äußeren Rahmenelement (112) verstellbar mit dem inneren Rahmenelement (111) mechanisch verbunden ist.


 
10. Rahmen (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass

a) das äußere Rahmenelement (112) entlang seiner Längsachse eine größere Längserstreckung aufweist als das innere Rahmenelement (111) und dadurch entlang der Längsachse zumindest einen Überstand (115) über das innere Rahmenelement (111) bildet,

b) wobei zumindest ein an den Rahmenabschnitt (110) an einer Ecke (101) des Rahmens (100) angrenzender weiterer Rahmenabschnitt (110a) eine Aussparung (116) zur Aufnahme des Überstands (115) umfasst.


 
11. Verfahren (200) zum Einbau eines Rahmens (100) nach einem der
Ansprüche 1 bis 10 in eine Wandöffnung (WO),
gekennzeichnet durch folgende Schritte:

a) Einsetzen (210) des Rahmens (100) in die Wandöffnung (WO), wobei zwischen dem Rahmenabschnitt (110) und einer Laibungsfläche (LF) der Wandöffnung (WO) ein Spalt mit einem Spaltmaß verbleibt, wobei das Spaltmaß kleiner als die Verstellstrecke der Breite des Rahmenabschnitts (110) ist, und

b) Anpassen (220) der Breite des zumindest einen Rahmenabschnitts (110) des Rahmens (100) durch die Verstellelemente (120) zur Ausrichtung

des Rahmens (100) in der Wandöffnung (WO).
 
12. Verfahren (200) nach Anspruch 11,
gekennzeichnet durch folgenden Schritt:
Vergrößern (230) der Breite des zumindest einen Rahmenabschnitts (110) durch die Verstellelemente (120) zur kraftschlüssigen Fixierung des Rahmens (100) an der Laibungsfläche (LF).
 
13. Verfahren (200) nach Anspruch 11 oder 12,
gekennzeichnet durch folgenden Schritt:
Aufbringen (201) eines Klebstoffs auf eine der Laibungsfläche (LF) im Einbauzustand zugewandten Außenfläche (113) des äußeren Rahmenelements (112) des Rahmenabschnitts (110) und/oder auf die Laibungsfläche (LF), bevorzugt vordem Einsetzen (210).
 
14. Verfahren (200) nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein äußeres Dämmmittel (150) des äußeren Rahmenelements (112) des Rahmenabschnitts (110) nach dem Anpassen (220) spaltfrei an der Laibungsfläche (LF) anliegt.
 
15. Verfahren (200) nach einem der Ansprüche 11 bis 14,
gekennzeichnet durch folgenden Schritt:
Einfüllen (250) eines thermischen Dämmfluides zum Ausfüllen zumindest eines von dem inneren Rahmenelement (111) und dem äußeren Rahmenelement (112) des Rahmenabschnitts (110) umschlossenen Hohlraums (130) durch eine Anzahl von Öffnungen (180) in dem inneren Rahmenelement (111) und/oder dem äußeren Rahmenelement (112).
 




Zeichnung





































Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente