Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft einen Rahmen für ein Fenster oder eine Tür mit einer Anzahl
von länglichen Rahmenabschnitten, wobei zumindest einer der Rahmenabschnitte ein längliches
inneres Rahmenelement zum Kontakt mit einer Füllung des Fensters oder der Tür und
zumindest ein längliches äußeres Rahmenelement zur Befestigung an einer Laibungsfläche
einer Wandöffnung zur Aufnahme des Fensters oder der Tür umfasst, wobei eine Längsachse
des äußeren Rahmenelements, des inneren Rahmenelements und des Rahmenabschnitts jeweils
im Wesentlichen parallel zu der Laibungsfläche und einer Rahmenebene ausgerichtet
ist, und wobei das äußere Rahmenelement durch eine Anzahl von Verstellelementen entlang
einer Verstellachse senkrecht zu der Laibungsfläche über eine Verstellstrecke verstellbar
mit dem inneren Rahmenelement mechanisch verbunden ist, sodass eine Breite des Rahmenabschnitts
entlang der Verstellachse um die Verstellstrecke von einer Minimalbreite bis zu einer
Maximalbreite einstellbar ist.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Einbau des Rahmens in eine Wandöffnung.
Stand der Technik
[0003] Beim Einbau eines Fensters wird üblicherweise der Rahmen in die Fensteröffnung eingesetzt
und mittels Montagehilfen wie z.B. Montagekissen und/oder Keilen, ausgerichtet und
in der Öffnung fixiert. Dies erfolgt meistens an der linken und rechten Seite des
Fensters und ist umständlich, da jede Veränderung der Auskeilung an einer Position
immer eine Korrektur an mindestens zwei bis drei anderen Positionen nach sich zieht,
sodass der Fensterrahmen jedes Mal neu in der Fensteröffnung ausgerichtet werden muss.
[0004] Bei einem herkömmlichen Austausch eines Fensters muss der Rahmen des neuen Fensters
auf jeder Seite ca. 1,5 cm kleiner bemessen sein als die vorhandene, schon fertig
verputzte oder tapezierte Öffnung. Das ist erforderlich, um den Fensterrahmen in die
Öffnung hinein zu stellen und um einen Spalt zu erhalten in den nach dem Einbau das
erforderliche Dämmmaterial eingebracht werden kann.
[0005] Das hat den optischen Nachteil, dass dieser Spalt auch nach dem Einbau des Fensters
noch sichtbar ist und entweder mit Acryl ausgefugt werden muss oder mit unschönen
Deckleisten zugeklebt oder abgedeckt wird. Im Neubau werden Fenster nach dem Setzten
bis an den Rahmen heran eingeputzt, wodurch kein Spalt zwischen dem Rahmen und der
umgebenden Wand mehr vorhanden ist. Das ist beim Fensteraustausch jedoch viel zu aufwendig.
Bisher bleiben hier immer baulich bedingt die seitlichen Spalte sichtbar, die dann
abgedeckt werden müssen.
[0006] Nach dem Einbau eines Fensterrahmens wird üblicherweise in die seitlichen Spalte
zwischen Rahmen und Wand ein Dämmmaterial (beispielsweise Bauschaum) eingebracht.
Für den Anschluss an das Mauerwerk wird dann eine breite Deckleiste auf den Rahmen
aufgeklebt, die den seitlichen Spalt mit abdeckt. Zusätzlich muss der Anschluss der
Deckleiste an das Mauerwerk noch mit einer Acrylfuge ausgebildet werden.
[0007] Die Druckschrift
GB2120713A beschreibt eine Rahmenanordnung für eine Duschtür, mit der eine nicht lotrechte Ausrichtung
einer angrenzenden Wand ausgeglichen werden kann. Die Rahmenanordnung umfasst ein
feststehendes Rahmenelement, das an einer Wand befestigt ist, und eine Verstellanordnung.
Durch die Verstellanordnung kann ein verstellbares Rahmenelement gegenüber dem feststehenden
Rahmenelement verschoben werden, sodass sich ein Rahmen mit einstellbarer Breite ergibt.
[0008] Die Druckschrift
GB2294285A beschreibt einen Tür- oder Fensterrahmen, bei dem die Breite von einem oder mehreren
der länglichen Rahmenelemente, die den Rahmen bilden, einstellbar ist. Auf diese Weise
entsteht ein Rahmen mit Standard-Innenabmessungen, der in eine Wandöffnung mit nicht-Standard-Abmessungen
eingepasst werden kann.
[0009] Die Druckschrift
GB2212541A offenbart einen weiteren verstellbaren Tür- oder Fensterrahmen. Dabei ist ein inneres
Rahmenelement mit einem äußeren Rahmenelement über eine Anzahl von Schrauben so verbunden,
dass sich ein breitenverstellbarer Rahmen ergibt. Gemäß
GB2212541A wird die Breite des Rahmens vor dem Einbau des Rahmens in einer Wandöffnung voreingestellt.
[0010] Es ist jedoch weiterhin notwendig, die Rahmen bei dem Einbau aufwändig in der Wandöffnung
auszurichten. Um eine ausreichende Wärmedämmung zu erreichen, ist es außerdem notwendig,
rund um den Rahmen ein Dämmmaterial einzubringen, das dann auch noch aufwändig abgedeckt
werden muss, um ein ästhetisches Aussehen zu erhalten.
[0011] Die Wärmedämmung der Rahmen selbst wird in den genannten Druckschriften nicht thematisiert.
Durch die Verstellbarkeit der Rahmenbreite enthalten die offenbarten Rahmen keine
luftdicht geschlossenen Kammern wie übliche nicht verstellbare Rahmen aus Kunststoff
oder Metall. Daher bieten die offenbarten Rahmen wahrscheinlich keine gemäß heutigen
Anforderungen zur Energieeinsparung ausreichende Wärmedämmung.
Technische Aufgabe
[0012] Die Aufgabe der Erfindung ist es, einen kostengünstigen, insbesondere zum Austausch
bestehender Fenster oder Türen schnell und einfach zu montierenden Rahmen für ein
Fenster oder eine Tür zu schaffen, der eine hohe Wärmedämmung und ein ansprechendes
Aussehen bietet. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein einfaches und schnelles
Einbauverfahren für einen Rahmen für ein Fenster oder eine Tür, insbesondere zum Austausch
bestehender Fenster oder Türen, zu schaffen.
Technische Lösung
[0013] Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung stellt einen Rahmen gemäß Anspruch 1 bereit,
der die technische Aufgabe löst. Ebenso wird die Aufgabe durch ein Verfahren zum Einbau
eines Rahmens gemäß Anspruch 11 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich
aus den abhängigen Ansprüchen.
Beschreibung der Ausführungsarten
[0014] Ein erfindungsgemäßer Rahmen für ein Fenster oder eine Tür umfasst eine Anzahl von
länglichen Rahmenabschnitten. Ein länglicher Körper im Sinne der Erfindung zeichnet
sich dadurch aus, dass er eine Längserstreckung entlang einer Längsachse des Körpers
aufweist, die wesentlich größer ist als jede Quererstreckung des Körpers in einer
Ebene senkrecht zur Längsachse. Beispielsweise kann die Längserstreckung zumindest
fünfmal, insbesondere zumindest zehnmal, so groß sein wie die größte Quererstreckung.
[0015] Der Rahmen kann insbesondere ein Rahmen für ein Fenster, eine Fenstertür, eine Haustür,
eine Nebeneingangstüre, eine Wohnungstür oder eine Innen-Tür sein. Geeignete Rahmenmaterialien
sind beispielsweise Kunststoff, Holz, Aluminium, eine Kombination von Holz und Aluminium,
eine Kombination von Aluminium und Kunststoff oder andere Kombinationen der vorgenannten
Materialien.
[0016] Im einfachsten Fall sind die Rahmenabschnitte gerade. Beispielsweise kann, insbesondere
bei einem rechteckigen Rahmen, jede Seite des Rahmens von jeweils genau einem Rahmenabschnitt
gebildet sein. Je nach baulichen Gegebenheiten kann zumindest ein Rahmenabschnitt
gebogen ausgestaltet sein, beispielsweise um eine Wandöffnung mit zumindest einer
gewölbten Laibungsfläche optimal auszufüllen.
[0017] Zumindest einer der Rahmenabschnitte umfasst ein längliches inneres Rahmenelement
zum Kontakt mit einer Füllung des Fensters oder der Tür und zumindest ein längliches
äußeres Rahmenelement zur Befestigung an einer Laibungsfläche einer Wandöffnung zur
Aufnahme des Fensters oder der Tür. Die Füllung kann beispielsweise einen Fensterflügel,
eine Fensterscheibe oder ein Türblatt umfassen.
[0018] Vorzugsweise umfasst der Rahmenabschnitt genau ein inneres Rahmenelement und ein,
zwei oder mehrere äußere Rahmenelemente. Vorzugsweise entspricht eine Längsstreckung
des oder der äußeren Rahmenelemente der Längserstreckung des Rahmenabschnitts. Durch
diese Ausgestaltungen kann der Rahmen besonders einfach aufgebaut sein.
[0019] Vorzugsweise handelt es sich bei dem zumindest einen Rahmenabschnitt um einen mit
seiner Längsachse in einem Einbauzustand des Rahmens vertikal ausgerichteten Rahmenabschnitt.
Insbesondere können zwei Rahmenabschnitte, die beispielsweise im Einbauzustand die
rechte und die linke Seite eines Rahmens bilden, jeweils ein äußeres Rahmenelement
und ein inneres Rahmenelement umfassen. Eine verstellbare Breite eines Rahmenabschnitt
ist insbesondere bei einem vertikal ausgerichteten Rahmenabstand von Vorteil, der
mit gattungsgemäßen Rahmen in erster Linie die horizontale Ausrichtung des Rahmens
in der Wandöffnung und das verschließen von Spalten rechts und links neben dem Rahmen
ein Problem darstellt.
[0020] Der Rahmen kann zumindest einen mit seiner Längsachse im Einbauzustand horizontal
ausgerichteten Rahmenabschnitt umfassen, der ein äußeres und ein in inneres Rahmenelement
umfasst, wobei dieser Rahmenabschnitt im Einbauzustand eine obere oder untere Seite
des Rahmens bilden kann. Dadurch kann, insbesondere zusätzlich zu einem Spalt rechts
und/oder links des Rahmens, ein Spalt oberhalb des Rahmens durch eine entsprechende
Einstellung der Breite des oberen Randabschnitts geschlossen werden, und/oder das
Fenster kann durch eine entsprechende Einstellung der Breite des unteren Rahmenabschnitts,
insbesondere im Fall einer nicht waagerechten Brüstung, waagerecht ausgerichtet werden.
[0021] Eine Längsachse des inneren Rahmenelements, des äußeren Rahmenelements und des Rahmenabschnitts
sind im Einbauzustand des Rahmens in der Wandöffnung jeweils im Wesentlichen parallel
zu der Laibungsfläche und einer Rahmenebene ausgerichtet. Als Rahmenebene wird im
Sinne der Erfindung eine Mittelebene des Rahmens bezeichnet, die parallel zu einer
Mittelebene des Fensters oder der Tür in einem geschlossenen Zustand liegt. "Im Wesentlichen
parallel" bedeutet im Sinne der Erfindung, dass keine exakte Parallelität erforderlich
ist, sondern, insbesondere bei der Verwendung des Rahmens zur Sanierung von Bestandsbauten,
deren Wandöffnungen häufig nicht genau lotrechte oder waagerechte Laibungsflächen
aufweisen, geringe Abweichungen von der Parallelität von beispielsweise 0,1° bis 5°,
insbesondere 0,5° bis 2,5°, möglich sind.
[0022] Das äußere Rahmenelement ist durch eine Anzahl von Verstellelementen entlang einer
Verstellachse senkrecht zu der Laibungsfläche über eine Verstellstrecke verstellbar
mit dem inneren Rahmenelement mechanisch verbunden, sodass eine Breite des Rahmenabschnitts
entlang der Verstellachse um die Verstellstrecke von einer Minimalbreite bis zu einer
Maximalbreite einstellbar ist.
[0023] Durch eine Verstellung der Breite ist es möglich, den Rahmen ohne zusätzliche Befestigungsmittel
oder Ausrichthilfen in der Wandöffnung auszurichten und Spalte zwischen dem Rahmen
und der Wand im gleichen Arbeitsschritt zu verschließen. Ferner kann der Rahmen durch
eine weitere Vergrößerung der Breite, wenn der Rahmenabschnitt bereits an der Laibungsfläche
anliegt, in der Wandöffnung verklemmt und so zumindest provisorisch befestigt werden.
[0024] Die beiden Rahmenelemente sind vorzugsweise materialidentisch und/oder in der gleichen
Farbe ausgeführt, so dass im Einbauzustand nur eine kleine Kante zwischen den Rahmenelementen
sichtbar ist.
[0025] Das äußere Rahmenelement kann in das innere Rahmenelement eingesetzt sein oder umgekehrt.
Wenn das äußere Rahmenelement in das innere Rahmenelement eingesetzt ist, also das
innere Rahmenelement das äußere Rahmenelement teilweise umschließt, ist diese sichtbare
Kante auch immer parallel zu einem angrenzenden Rand des Fensters oder der Tür, auch
wenn die Laibungsfläche uneben und/oder nicht lotrecht ist. Das äußere Rahmenelement
passt sich der Laibungsfläche an, ohne dass eine Schiefstellung sichtbar wird.
[0026] Die Verstellelemente sind vorzugsweise so stabil ausgelegt und im inneren und im
äußeren Rahmenelement so stabil befestigt, dass sie durch ein Fixieren oder Befestigen
des Rahmens in der Wandöffnung, z.B. durch ein Anziehen eines Rahmendübels, nicht
beschädigt werden. Für eine ausreichende mechanische Stabilität können die Verstellelemente
beispielsweise ein Metall, insbesondere einen Stahl, umfassen, insbesondere daraus
bestehen.
[0027] Die Verstellelemente können thermisch leitend sein, beispielsweise wenn sie ein Metall
umfassen, oder thermisch isolierend, beispielsweise indem sie einen Kunststoff, umfassen,
insbesondere daraus bestehen. Thermisch isolierende Verstellelemente haben den Vorteil,
dass sie keine Wärmebrücken zwischen dem inneren und dem äußeren Rahmenelement, die
die Wärmedämmwirkung des Rahmens beeinträchtigen könnten, bilden können. Um sowohl
eine hohe mechanische Stabilität als auch eine thermische Isolierung durch die Verstellelemente
sicherzustellen, können sie beispielsweise einen faserverstärkten Kunststoff oder
einen Keramikwerkstoff umfassen, insbesondere daraus bestehen.
[0028] Die Verstellelemente können beispielsweise eine Anzahl von Schrauben umfassen, die
in dem inneren Rahmenelement um die Verstellachse drehbar gelagert und entlang der
Verstellachse formschlüssig gehalten sind und die jeweils mit ihrem Gewinde in ein
Gewinde in dem äußeren Rahmenelement eingreifen, sodass das äußere Rahmenelement gegenüber
dem inneren Rahmenelement durch eine Drehung der Schrauben um die Verstellachse wie
bei einem Spindelantrieb entlang der Verstellachse verschoben wird.
[0029] Eine besonders einfache und schnelle Einstellung der Breite ist beispielsweise möglich,
indem die Schrauben mit Hilfe eines Akkuschraubers gedreht werden.
[0030] Vorzugsweise sind die Schrauben mit einem Links-Gewinde ausgestaltet, sodass sich
die Breite durch eine Rechtsdrehung der Schrauben vergrößert, was eine intuitive Bedienung
ermöglicht.
[0031] Die Länge der Verstellstrecke kann beispielsweise durch die Auswahl einer Gewindelänge
von als Schrauben ausgestalteten Verstellelementen je nach Anwendungsfall, insbesondere
je nach zu erwartendem Spaltmaß zwischen Rahmen und Wandöffnung, angepasst sein.
[0032] Vorzugsweise umfasst der Rahmen eine Anzahl von Abdeckungen, mit denen die Verstellelemente
nach dem Einbau des Rahmens abgedeckt werden können, um ein versehentliches Verstellen
der Breite zu verhindern. Sind die Verstellelementen als Schrauben ausgeführt, können
deren Köpfe beispielsweise in dem inneren Rahmenelement versenkt angeordnet sein,
sodass sie mit Abdeckkappen abgedeckt werden können.
[0033] Damit die Verstellelemente auch bei festen Fensterelementen ohne zu öffnenden Flügel
zugänglich sind, können die Verstellelemente, beispielsweise als Schrauben, unter
den seitlichen Glasleisten angeordnet sein oder mittig im Rahmen. Die Scheibe kann
auch wie im dem Stand der Technik ohnehin üblich erst nach dem Einbau des Rahmens
eingesetzt werden, wenn kein Bedienen der Verstellelemente mehr notwendig ist.
[0034] Wenn eine Mehrzahl von Verstellelementen vorhanden ist, kann dadurch die Breite des
Rahmenabschnitts an unterschiedlichen Positionen entlang der Längsachse Rahmenabschnitts
unterschiedlich eingestellt werden. Dadurch ist es beispielsweise möglich, einen Spalt
zwischen dem Rahmenabschnitt und der Laibungsfläche auch dann zu verschließen, wenn
der Rahmenabschnitt und die Laibungsfläche initial nicht parallel zueinander ausgerichtet
sind, beispielsweise aufgrund einer nicht lotrechten Ausrichtung der Laibungsfläche.
[0035] Zumindest ein von dem inneren Rahmenelement und dem äußeren Rahmenelement umschlossener
Hohlraum ist vorzugsweise über die gesamte Verstellstrecke des Rahmenabschnitts, also
bei jeder einstellbaren Breite des Rahmenabschnitts, luftdicht umschlossen. "Luftdicht"
im Sinne der Erfindung bedeutet, dass ein Transport von Luft in den und aus dem Hohlraum
so stark verlangsamt ist, dass die in dem Hohlraum eingeschlossene Luft oder ein anderes
darin eingeschlossenes Gas eine vergleichbare Verringerung eines Wärmetransports in
einer senkrecht zur Rahmenebene verlaufenden Transportrichtung bewirkt wie die Luftkammern
fachüblicher Hohlkammer-Fensterrahmen aus Kunststoff. Der Hohlraum kann beispielsweise
durch eine passgenaue Fertigung der Rahmenelemente, insbesondere ihrer Kontaktflächen,
zueinander luftdicht umschlossen sein.
[0036] An dem äußeren Rahmenelement kann zumindest ein elastisches thermisches äußeres und/oder
inneres Dämmmittel zur Verringerung eines Wärmetransports in einer senkrecht zur Rahmenebene
verlaufenden Transportrichtung angeordnet, insbesondere vorinstalliert, sein.
[0037] Durch das äußere und/oder innere Dämmmittel und/oder den luftdicht umschlossenen
Hohlraum wird die Wärmedämmwirkung des Rahmens gegenüber vorbekannten, insbesondere
breitenverstellbaren, Rahmen wesentlich erhöht, sodass insbesondere aktuelle Anforderungen
zur Energieeinsparung erfüllt werden können. Das äußere und/oder innere Dämmmittel
kann beispielsweise einen elastischen Montageschaum, einen Schaumstoff, ein Silikon,
einen elastischen Kunststoff und/oder ein Gummi umfassen.
[0038] Bei handelsüblichen, nicht breitenverstellbaren Rahmen ist es verhältnismäßig einfach,
eine ausreichende Wärmedämmung zu erreichen, da dazu nur ein statisches inneres Dämmmittel,
im Extremfall nur genau ein inneres Dämmmittel, beispielsweise ein Kern aus einem
geschäumten Kunststoff, notwendig ist. Bei einem erfindungsgemäßen Rahmen ist es dagegen
wesentlich aufwendiger, eine ausreichende Wärmedämmung zu erreichen, da aufgrund der
Beweglichkeit der Komponenten des Rahmens relativ zueinander ein oder mehrere dynamische
innere Dämmmittel notwendig sind.
[0039] Die Anordnung eines elastischen äußere und/oder inneren Dämmmittels an dem äußeren
Rahmenelement stellt eine besondere Herausforderung dar, da ein solches äußeres und/oder
inneres Dämmmittel durch mechanische Belastungen leicht beschädigt werden kann. Sowohl
an einer der Laibungsfläche zugewandten Außenfläche des äußeren Rahmenelements als
auch an einer dem inneren Rahmenelement zugewandten Innenfläche des äußeren Rahmenelements
ist das Dämmmittel einer hohen mechanischen Belastung ausgesetzt: an der Außenfläche
durch eine mögliche Reibung entlang der Laibungsfläche beim Einsetzen des Rahmens
und/oder durch eine übermäßige Kompression zwischen der Außenfläche und der Laibungsfläche;
an der Innenfläche durch Reibung und/oder Kompression aufgrund einer Bewegung des
äußeren Rahmenelements relativ zu dem inneren Rahmenelement und/oder den Verstellelementen.
[0040] Das äußere Rahmenelement und/oder das innere Rahmenelement kann zumindest ein thermisches
Entkopplungselement zur Reduzierung eines Wärmetransports durch das jeweilige Rahmenelement
senkrecht zur Rahmenebene umfassen. Das Entkopplungselement kann beispielsweise einen
Abschnitt des jeweiligen Rahmenelements aus einem Material mit geringer Wärmeleitfähigkeit,
beispielsweise einem Kunststoff oder einem Holz umfassen. Insbesondere kann das gesamte
Rahmenelement aus einem Material mit geringer Wärmeleitfähigkeit bestehen.
[0041] Vorzugsweise entspricht die Verstellstrecke zumindest einem beim Einbau des Rahmens
typischen Spaltmaß zwischen dem Rahmen und der Laibungsfläche, wobei die Verstellstrecke
bevorzugt von 0,5 cm bis 5 cm, besonders bevorzugt von 1 cm bis 2 cm, meist bevorzugt
etwa 1,5 cm, beträgt. Durch eine derart angepasste Verstellstrecke können beim Einbau
des Rahmens typischerweise auftretende Spalte vollständig verschlossen werden. Vorteilhafterweise
ist die Verstellstrecke größer als eine über die Längserstreckung des Rahmenabschnitts
maximale Abweichung einer Ausrichtung der Laibungsfläche von einer lotrechten oder
waagerechten Ausrichtung der Laibungsfläche. Dadurch kann eine solche Abweichung durch
eine entsprechende Einstellung der Breite des Rahmenabschnitts ausgeglichen werden.
[0042] Der Hohlraum ist vorzugsweise an den Enden des Rahmenabschnitts, beispielsweise durch
jeweils eine Abdeckung und/oder ein inneres Dämmmittel, insbesondere ein Stück Quellband,
luftdicht abgeschlossen. Daraus ergibt sich der Vorteil, dass der Hohlraum auch dann
allseitig luftdicht umschlossen sein kann, wenn die Rahmenelemente an ihren Enden
offen ausgestaltet sind, beispielsweise weil sich an ihren Enden offene Rahmenelemente,
beispielsweise durch Extrusion, einfacher herstellen lassen als an ihren Enden geschlossene
Rahmenelemente.
[0043] Der Hohlraum ist vorzugsweise durch zumindest ein Dichtmittel an einer Kontaktfläche
zwischen dem inneren Rahmenelement und dem äußeren Rahmenelement abgedichtet. Das
Dichtmittel kann beispielsweise eine Beschichtung der Kontaktfläche und/oder eine
an der Kontaktfläche angebrachte Dichtung, beispielsweise eine Gummilippe, umfassen.
Durch das Dichtmittel kann der Hohlraum trotz der Beweglichkeit der Rahmenelemente
gegeneinander luftdicht abgeschlossen werden, ohne dass dafür eine besonders hohe
Passgenauigkeit der Rahmenelemente zueinander notwendig wäre.
[0044] Das Dichtmittel ist vorzugsweise zwischen den Rahmenelementen verdeckt angeordnet,
um eine Beschädigung des Dichtmittels durch mechanische Einwirkungen von außen zu
verhindern und das Aussehen des Rahmens nicht zu beeinträchtigen.
[0045] Das zumindest eine elastische thermische äußere Dämmmittel kann an einer der Laibungsfläche
im Einbauzustand zugewandten Außenfläche des äußeren Rahmenelements zum thermisch
dämmenden Anlegen an die Laibungsfläche, insbesondere entlang der gesamten Längserstreckung
des äußeren Rahmenelements entlang seiner Längsachse, angeordnet sein.
[0046] Vorzugsweise ist das äußere Dämmmittel zumindest so elastisch, dass es typische Unebenheiten
der Außenfläche und oder der Laibungsfläche, beispielsweise mit einer Tiefe von 0,1
mm bis 1 mm, insbesondere von 1 mm bis 3 mm, ausgleichen kann, sodass zwischen dem
äußeren Rahmenelement und der Laibungsfläche eine bezüglich eines Wärmetransports
senkrecht zur Rahmenebene dämmende Verbindung entsteht.
[0047] Durch das äußere Dämmmittel, das beispielsweise einen Schaumstoff, ein Silikon, einen
elastischen Kunststoff und/oder ein Gummi umfassen, insbesondere daraus bestehen,
kann, kann der Rahmen wärmedämmend mit der Laibung verbunden werden, ohne dass dazu
ein zusätzlicher Arbeitsschritt, beispielsweise ein Ausschäumen eines Spalts, notwendig
wäre.
[0048] An der Außenfläche können mehrere äußere Dämmmittel, beispielsweise mehrere parallel
zu der Längsachse des äußeren Rahmenelements und bezüglich einer Richtung senkrecht
zur Rahmenebene nebeneinander angeordnete Dämmstreifen, angeordnet sein. Dabei kann
durch zwischen den äußeren Dämmmitteln eingeschlossene Luftpolster eine zusätzliche
Dämmwirkung erreicht werden.
[0049] Je nach Anforderungen an die Dämmung am Einbauort des Rahmens können in ihrem Material,
ihren Abmessungen und/oder ihrer Anzahl unterschiedliche äußere Dämmmittel vorgesehen
sein, um eine unterschiedlich starke Dämmwirkung zu erreichen. Dadurch kann ein einheitlicher
Rahmen mit unterschiedlichen äußeren Dämmmitteln modular für unterschiedliche Anforderungen
ausgestaltet werden.
[0050] Insbesondere kann das äußere Dämmmittel lösbar mit dem äußeren Rahmenelement verbunden
sein, beispielsweise durch eine Klemm-Verbindung, sodass das äußere Dämmmittel ja
nach Anforderungen schnell und einfach ausgetauscht werden kann.
[0051] Das äußere Dämmmittel kann in einer Transportrichtung senkrecht zur Rahmenebene flüssigkeitsdicht
und insbesondere auch gasdicht sein. Ein solches äußeres Dämmmittel, beispielsweise
aus einem geschlossenporigen Schaumstoff, kann beispielsweise verhindern, dass Regenwasser
oder Zugluft durch einen Spalt zwischen Rahmen und Laibungsfläche in ein Gebäude,
in dessen Außenwand der Rahmen eingebaut ist, eindringt.
[0052] Zumindest ein von dem inneren Rahmenelement und dem äußeren Rahmenelement umschlossener
Hohlraum kann durch das zumindest eine elastische thermische innere Dämmmittel, insbesondere
vollständig, ausgefüllt sein, wobei sich das innere Dämmmittel bei einer Verstellung
der Breite des Rahmenabschnitts von der Minimalbreite zur Maximalbreite selbstständig
ausdehnt. Damit das innere Dämmmittel selbstständig expandiert, kann es beispielsweise
bei einer Minimalbreite des Rahmenabschnitts in einem elastisch komprimierten Zustand
in den Rahmenabschnitt eingebracht sein, sodass es sich selbstständig elastisch ausdehnt,
um den zur Verfügung stehenden Platz auszufüllen, sobald die Breite des Rahmenabschnitts
vergrößert wird.
[0053] Bei dem zumindest einen Hohlraum kann es sich um genau einen Hohlraum oder mehrere
Hohlräume handeln, die fluidleitend miteinander verbunden oder voneinander getrennt
sein können.
[0054] Durch seine elastische Eigenschaft kann das innere Dämmmittel, das beispielsweise
einen Schaumstoff, ein Silikon, einen elastischen Kunststoff und/oder ein Gummi umfassen,
insbesondere daraus bestehen, kann, den zumindest einen Hohlraum unabhängig von der
eingestellten Breite ausfüllen. Dadurch wird im Gegensatz zu bekannten Rahmen mit
einstellbarer Breite unabhängig von der eingestellten Breite eine gute Wärmedämmung
erreicht, wie sie insbesondere aufgrund von Vorgaben zur Energieeinsparung notwendig
ist.
[0055] Das innere Dämmmittel kann an dem inneren Rahmenelement und/oder dem äußeren Rahmenelement
befestigt, beispielsweise angeklebt, sein. Vorzugsweise ist das innere Dämmmittel
sowohl an dem inneren Rahmenelement als auch an dem äußeren Rahmenelement befestigt,
wodurch eine Expansion des innere Dämmmittels bei einer Vergrößerung der Breite des
Rahmenabschnitts unterstützt wird. Insbesondere kann je zumindest ein inneres Dämmmittel
an dem inneren Rahmenelement und an dem äußeren Rahmenelement befestigt sein.
[0056] Der Rahmen kann eine Anzahl von Öffnungen in dem inneren Rahmenelement und/oder dem
äußeren Rahmenelement zum Einfüllen eines thermischen Dämmfluides zum, insbesondere
vollständigen, Ausfüllen zumindest eines von dem inneren Rahmenelement und dem äußeren
Rahmenelement umschlossenen Hohlraums und bevorzugt zum Ausfüllen eines Spalts zwischen
dem äußeren Rahmenelement und der Laibungsfläche umfassen. Durch das Dämmfluid, das
beispielsweise als Montageschaum, insbesondere als Polyurethan-Schaum, ausgestaltet
sein kann, kann ebenfalls eine gute Wärmedämmung unabhängig von der eingestellten
Breite des Rahmenabschnitts erreicht werden. Wenn auch der Spalt gleichzeitig mit
dem Hohlraum ausgefüllt werden kann, ergibt sich daraus der besondere Vorteil, dass
kein zusätzlicher Arbeitsschritt zum Ausfüllen des Spalts notwendig ist.
[0057] Vorzugsweise sind die Öffnungen in einem im Einbauzustand oberen Bereich des Rahmenabschnitts
angeordnet, sodass das Dämmfluid den zumindest einen Hohlraum von der Schwerkraft
unterstützt ausfüllen kann.
[0058] Der Rahmen kann eine Anzahl von sich an die Anzahl von Öffnungen fluidleitend anschließenden
Kanälen in dem inneren Rahmenelement und/oder dem äußeren Rahmenelement zur gleichmäßigen
Verteilung des Dämmfluides in dem zumindest einen Hohlraum und bevorzugt in dem Spalt
zwischen dem äußeren Rahmenelement und der Laibungsfläche umfassen. Die Kanäle können
sicherstellen, dass auch ein, beispielsweise durch Stützstreben im Inneren der Rahmenelemente,
verwinkelt aufgebauter Hohlraum vollständig von dem Dämmfluid ausgefüllt werden kann.
[0059] An der Außenfläche des äußeren Rahmenelements kann eine Anzahl von Halteelementen
zur Halterung des äußeren Rahmenelements an der Laibungsfläche und/oder zur Beabstandung
des äußeren Rahmenelements von der Laibungsfläche um einen für eine Dämmwirkung des
äußeren Dämmmittels notwendigen Mindestabstand angeordnet ist.
[0060] Die Halteelemente, die beispielsweise Stege, Stifte, Spitzen und/oder Krallen umfassen
können, können verhindern, dass sich der Rahmen beim Einbau entlang der Laibungsfläche
verschiebt, sodass der Einbau vereinfacht wird.
[0061] Ferner können die Halteelemente einen Mindestabstand, beispielsweise zwischen 1 mm
und 5 mm, zwischen dem äußeren Rahmenelement und der Laibungsfläche sicherstellen,
sodass das äußere Dämmmittel nicht so stark komprimiert wird, dass es beschädigt und/oder
in seiner Dämmwirkung beeinträchtigt wird.
[0062] Die Halteelemente können einstückig, starr oder lösbar mit dem äußeren Rahmenelement
verbunden sein. die Halteelemente können beispielsweise in das äußere Rahmenelement
eingesteckt und/oder eingehängt und/oder daran angeklemmt sein. Lösbar verbundene
Haltelemente können schnell und einfach ausgetauscht werden, beispielsweise um einen
einheitlichen Rahmen auf einfache Weise an ein Material und/oder eine Oberflächenbeschaffenheit
der Laibungsfläche und/oder an ein Material und/oder eine Dicke eines äußeren Dämmmittels
an der Außenfläche modular anzupassen.
[0063] Das äußere Dämmmittel kann teilweise in einer Vertiefung in der Außenfläche des äußeren
Rahmenelements angeordnet sein. Durch eine Anordnung teilweise in einer Vertiefung,
beispielsweise in einer entlang der Längsachse des äußeren Rahmenelements ausgerichteten
Nut, kann das äußere Dämmmittel besonders zuverlässig befestigt und vor einer übermäßigen
Komprimierung, die die Dämmwirkung beeinträchtigen könnte, geschützt werden.
[0064] Der Rahmenabschnitt kann eine Anzahl von Führungsvorrichtungen, bevorzugt Führungsnuten
und Führungszapfen umfassend, zur Führung des äußeren Rahmenelements an dem inneren
Rahmenelement entlang der Verstellachse umfassen. Durch die Führungsvorrichtungen
wird ein Verkanten der Rahmenelemente gegeneinander, insbesondere wenn eine Mehrzahl
von Verstellelementen ungleichmäßig verstellt wird, verhindert und der Rahmenabschnitt
wird, insbesondere wenn der Rahmenabschnitt auf eine Breite nahe seiner Maximalbreite
eingestellt ist, mechanisch stabilisiert. Für eine besonders zuverlässige Führung
kann ein Führungszapfen beispielsweise als Pilzkopf-Zapfen ausgestaltet sein.
[0065] Die Führung kann auch durch einen straffen seitlichen Sitz der Rahmenelemente ineinander
sichergestellt sein, wobei beispielsweise eine Anzahl von äußeren Führungsabschnitten
eines Rahmenelements das andere Rahmenelement teilweise umschließt.
[0066] Insbesondere im Fall einer langen Verstellstrecke, beispielsweise von 1 cm bis 3
cm, kann das äußere Rahmenelement zumindest einen Führungsvorsprung umfassen, der
von dem inneren Rahmenelement zur Führung des äußeren Rahmenelements entlang der Verstellachse
teilweise umschlossen wird.
[0067] Um eine Schiefstellung des äußeren Rahmenelements gegenüber dem inneren Rahmenelement,
beispielsweise zum Ausgleich einer nicht lotrechten Laibungsfläche, zu ermöglichen,
kann die Führung mit einem mechanischen Spiel ausgestaltet sein.
[0068] Der Rahmenabschnitt kann zusätzlich zu dem äußeren Rahmenelement zumindest ein weiteres
längliches äußeres Rahmenelement umfassen, wobei das äußere Rahmenelement und das
weitere äußere Rahmenelement im Wesentlichen parallel zueinander und bezüglich einer
Richtung senkrecht zur Rahmenebene nebeneinander angeordnet sind, und das weitere
äußere Rahmenelement durch eine Anzahl von weiteren Verstellelementen entlang der
Verstellachse senkrecht zu der Laibungsfläche unabhängig von dem äußeren Rahmenelement
verstellbar mit dem inneren Rahmenelement mechanisch verbunden ist.
[0069] Durch das weitere äußere Rahmenelement kann der Rahmenabschnitt auch an einer Laibungsfläche,
die eine Stufe zwischen einer inneren Laibungs-Teilfläche und einer äußeren Laibungs-Teilfläche
aufweist, an beide Laibungs-Teilflächen spaltfrei herangeführt werden, sodass auch
in diesem Fall kein zusätzliches Auffüllen eines Spaltes erforderlich ist.
[0070] Vorzugsweise sind das äußere Rahmenelemente und das weitere äußere Rahmenelement
gleichartig aufgebaut, dass der Rahmen aus möglichst wenigen unterschiedlichen Einzelteilen
hergestellt werden kann.
[0071] Das äußere Rahmenelement kann entlang seiner Längsachse eine größere Längserstreckung
aufweisen als das innere Rahmenelement und dadurch entlang der Längsachse zumindest
einen Überstand über das innere Rahmenelement bilden, wobei zumindest ein an den Rahmenabschnitt
an einer Ecke des Rahmens, angrenzender weiterer Rahmenabschnitt eine Aussparung zur
Aufnahme des Überstands umfassen kann.
[0072] An den Ecken eines Rahmens sind die Rahmenabschnitte in der Regel mit einer Gehrung
miteinander verbunden. Damit bei einer Vergrößerung der Breite eines an die Ecke angrenzenden
Rahmenabschnitts keine Lücke zwischen den Rahmenabschnitten entsteht, muss das äußere
Rahmenelement des Rahmenabschnitts eine größere Längserstreckung aufweisen als das
innere Rahmenelement. Vorzugsweise sollte die Längserstreckung des äußere Rahmenelements
einer dazu parallelen Gesamterstreckung des Rahmens entsprechen, sodass das äußere
Rahmenelement an der Ecke mit einer Außenfläche des angrenzenden Rahmenabschnitts
fluchtet.
[0073] Vorzugsweise bildet das äußere Rahmenelement an seinen beiden Enden jeweils einen
Überstand über das innere Rahmenelement, und die beiden sich an den Rahmenabschnitte
an jeweils einer Ecke des Rahmens anschließenden weiteren Rahmenabschnitte weisen
jeweils eine Aussparung zur Aufnahme je eines Überstands auf. Dadurch wird an beiden
Enden des Rahmenabschnitts die Bildung einer Lücke verhindert.
[0074] Der Rahmenabschnitt, insbesondere das äußere Rahmenelement und/oder das innere Rahmenelement
kann eine Anzahl von Verbindern zur Befestigung einer Rollladenschiene, beispielsweise
eine Anzahl von Vertiefungen zum Anklemmen der Rollladenschiene, umfassen.
[0075] Der Rahmenabschnitt, insbesondere das äußere Rahmenelement und/oder das innere Rahmenelement
kann, insbesondere wenn er aus einem Kunststoff besteht, einen integrierten, beispielsweise
U-förmigen, Metallkern, insbesondere aus Stahl, zur Aussteifung und zur Verbesserung
des Einbruchschutzes umfassen.
[0076] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Einbau eines erfindungsgemäßen Rahmens in eine
Wandöffnung umfasst zumindest die folgenden Schritte, insbesondere in der genannten
Reihenfolge:
- a) Einsetzen des Rahmens in die Wandöffnung, wobei zwischen dem Rahmenabschnitt und
einer Laibungsfläche der Wandöffnung ein Spalt mit einem Spaltmaß verbleibt, wobei
das Spaltmaß kleiner als die Verstellstrecke der Breite des Rahmenabschnitts ist,
und
- b) Anpassen der Breite des zumindest einen Rahmenabschnitts durch die Verstellelemente
zur Ausrichtung des Rahmens in der Wandöffnung.
[0077] Vor dem Einsetzen kann das Verfahren ein Einstellen der Breite zumindest eines Rahmenabschnitts
des Rahmens durch die Verstellelemente auf eine Einsetzbreite unterhalb der Maximalbreite
des Rahmenabschnitts umfassen. Vorzugsweise wird der Rahmen jedoch bereits auf die
Minimalbreite eingestellt an den Einbauort angeliefert, sodass für einen möglichst
einfachen Einbau kein Einstellen der Breite vor dem Einsetzen notwendig ist.
[0078] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kann die Breite des zumindest einen Rahmenabschnitt
zunächst so gering eingestellt werden oder bereits produktionsseitig so gering eingestellt
sein, dass sich der Rahmen auf einfache Weise, insbesondre ohne zu verkanten oder
zu verklemmen, in die Wandöffnung einsetzen lässt.
[0079] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kann der Rahmen nach dem Einsetzen ausgerichtet
werden. Dies geschieht durch ein Anpassen der Breite des zumindest einen Rahmenabschnitts,
wobei insbesondere die Breite so weit erhöht werden kann, dass sich das äußere Rahmenelement
des Rahmenabschnitts an der Laibungsfläche abstützt. Dann kann der Rahmen durch eine
weitere Vergrößerung der Breite des Rahmenabschnitts oder eines gegenüberliegenden
Rahmenabschnitts entlang der Verstellachse in der Wandöffnung verschoben werden. Durch
das Anpassen der Breite kann somit in einem einzigen Arbeitsschritt der Rahmen in
der Wandöffnung zentriert werden und der Spalt zwischen dem äußeren Rahmenelement
und Laibungsfläche verschlossen werden.
[0080] Wenn der Rahmenabschnitt eine Mehrzahl von Verstellelementen umfasst, sind vorzugsweise
die äußeren zur Ausrichtung und Fixierung ausgelegt, ohne dass die dazwischen liegenden
mittleren Verstellelemente dabei stören. Dafür können die mittleren Verstellelemente
beispielsweise nach einer Ausrichtung mit den äußeren Verstellelementen nachträglich
eingesetzt werden, um den Rahmen in der Maueröffnung zu fixieren. Alternativ können
alle Verstellelemente der Reihe nach schrittweise eingestellt werden.
[0081] Bei dem Rahmenabschnitt handelt es sich vorzugsweise um zumindest einen im Einbauzustand
des Rahmens vertikalen Rahmenabschnitt, insbesondere um zwei vertikale Rahmenabschnitte,
die vorzugsweise die im Einbauzustand rechte Seite und die linke Seite eines rechteckigen
Rahmens bilden. Dadurch können die im Stand der Technik besonders aufwendigen Schritte,
den Rahmen in horizontaler Richtung zu zentrieren und die Spalte rechts und links
neben dem Rahmen auszufüllen, durch das erfindungsgemäße Anpassen der Breite ersetzt
werden.
[0082] Zusätzlich oder alternativ kann der zumindest eine Rahmenabschnitt auch zumindest
einen horizontalen Rahmenabschnitt umfassen. So können analog zur horizontalen Ausrichtung
des Rahmens eine vertikale Ausrichtung des Rahmens und ein Verschließen eines Spalts
im Einbauzustand über dem Rahmen durch ein Anpassen der Breite des oberen und/oder
unteren Rahmenabschnitts erfolgen.
[0083] Das Verfahren kann ein Vergrößern der Breite des zumindest einen Rahmenabschnitts
durch die Verstellelemente zur kraftschlüssigen Fixierung des Rahmens an der Laibungsfläche
umfassen. Wird die Breite weiter vergrößert, wenn das äußere Rahmenelement und ein
gegenüberliegender Rahmenabschnitt bereits an der jeweiligen Laibungsfläche anliegen,
wird der Rahmen dadurch kraftschlüssig in der Wandöffnung verklemmt.
[0084] Das Vergrößern kann insbesondere im gleichen Arbeitsschritt wie das Anpassen erfolgen,
sodass der Rahmen direkt nach dem Anpassen kraftschlüssig fixiert ist. Dadurch kann
der Einbau besonders schnell und ohne die Gefahr, dass sich der Rahmen nach dem Anpassen
unbeabsichtigt bewegt, erfolgen.
[0085] Beispielsweise um ein äußeres Dämmmittel an einer Außenfläche des Rahmens vor zu
starker Komprimierung zu bewahren, kann auch auf das Vergrößern verzichtet werden.
[0086] Das Verfahren kann ein Befestigen des Rahmens in der Wandöffnung durch formschlüssige
Befestigungsmittel, beispielsweise Schrauben und/oder Rahmendübel, umfassen. Dieses
Befestigen kann wie bei vorbekannten Rahmen üblich erfolgen.
[0087] Das Verfahren umfasst vorzugsweise ein Aufbringen eines Klebstoffs auf eine der Laibungsfläche
im Einbauzustand zugewandten Außenfläche des äußeren Rahmenelements des Rahmenabschnitts
und/oder auf die Laibungsfläche, bevorzugt vor dem Einsetzen. Mit Hilfe des, beispielsweise
einkomponentigen oder zweikomponentigen, Klebstoffs kann der Rahmen stoffschlüssig
mit der Laibungsfläche verbunden werden, sodass der Rahmen, insbesondere auch ohne
formschlüssige Befestigungsmittel, sicher in der Wandöffnung gehalten wird. Das ist
insbesondere dann von Vorteil, wenn die Wandöffnung wie bei modernen Häusern oft üblich
von filigran aufgebauten Hohlkammersteinen mit hoher Wärmedämmwirkung, deren Hohlräume
von einer dünnen Materialschicht, beispielsweise mit einer Dicke von nur 3 cm, umschlossen
sind, begrenzt ist, in denen sich Schrauben oder Dübel nur schlecht befestigen lassen.
[0088] Der Klebstoff kann einen Wärmetransport senkrecht zur Rahmenebene zwischen dem äußeren
Rahmenelement und der Laibungsfläche verringern und/oder einen Spalt zwischen dem
Rahmenelement und der Laibungsfläche flüssigkeitsdicht, insbesondere gasdicht, abdichteten.
Somit kann der Klebstoff ein äußeres Dämmmittel an dem äußeren Rahmenelement ergänzen
oder ersetzen.
[0089] In dem Verfahren kann der Rahmen kraftschlüssig und/oder stoffschlüssig in der Wandöffnung
fixiert werden. Insbesondere kann das Verfahren ohne eine stoffschlüssige Verbindung
des Rahmens mit der Laibungsfläche erfolgen, wie sie sich im Stand der Technik beispielsweise
durch ein Ausfüllen eines Spalts zwischen Rahmen und Laibungsfläche mit Montageschaum
ergeben würde. Dadurch, dass keine stoffschlüssige Verbindung erfolgt, kann der Rahmen,
ohne den Rahmen oder die Laibungsfläche zu beschädigen, wieder aus der Wandöffnung
gelöst werden, indem die Breite zumindest eines Rahmenabschnitts verringert wird und/oder
die formschlüssigen Befestigungsmittel entfernt werden. Dadurch kann der Rahmen besonders
einfach und schnell gegen einen anderen Rahmen ausgetauscht und/oder an anderer Stelle
wiederverwendet werden.
[0090] Vorzugsweise liegt ein äußeres Dämmmittel des äußeren Rahmenelements oder das äußere
Rahmenelement selbst des Rahmenabschnitts nach dem Anpassen spaltfrei an der Laibungsfläche
an. Dadurch entfällt der im Stand der Technik notwendige, zusätzliche Arbeitsschritt,
den Spalt zwischen Rahmenabschnitt und Laibungsfläche auszufüllen und/oder abzudecken.
Es werden insbesondere keine zusätzlichen Abdeckleisten benötigt, die aufwendig auf
Länge und Gehrung zugeschnitten und angepasst werden müssten.
[0091] Für einen optisch besonders ansprechenden Anschluss des Rahmenabschnitts an die Laibungsfläche
kann nach dem Anpassen der Breite und gegebenenfalls einem Vergrößern der Breite und
einem Befestigen des Rahmens ein Anbringen einer Dichtungsmasse, beispielsweise einer
Acrylnaht, in einem Winkel zwischen dem Rahmenabschnitt und der Laibungsfläche erfolgen.
[0092] Das Verfahren kann ein Einfüllen eines thermischen Dämmfluides zum Ausfüllen zumindest
eines von dem inneren Rahmenelement und dem äußeren Rahmenelement des Rahmenabschnitts
umschlossenen Hohlraums und bevorzugt zum Ausfüllen eines Spalts zwischen dem äußeren
Rahmenelement und der Laibungsfläche durch eine Anzahl von Öffnungen in dem inneren
Rahmenelement und/oder dem äußeren Rahmenelement umfassen. Durch das Dämmfluid, beispielsweise
einen Montageschaum, können der zumindest eine Hohlraum und vorzugsweise auch der
Spalt wärmedämmend ausgefüllt werden, sodass der Rahmenabschnitt, insbesondere wenn
er kein anderes Dämmmittel enthält, eine hohe Wärmedämmung bewirkt.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0093] Weitere Vorteile, Ziele und Eigenschaften der Erfindung werden anhand nachfolgender
Beschreibung und anliegender Zeichnungen erläutert, in welchen beispielhaft erfindungsgemäße
Gegenstände dargestellt sind. Merkmale, welche in den Figuren wenigstens im Wesentlichen
hinsichtlich ihrer Funktion übereinstimmen, können hierbei mit gleichen Bezugszeichen
gekennzeichnet sein, wobei diese Merkmale nicht in allen Figuren beziffert und erläutert
sein müssen.
Figur 1 zeigt eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines
Rahmens.
Figur 2 zeigt einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung
eines Rahmenabschnitts.
Figur 3 zeigt schematische Querschnitte einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines
Rahmenabschnitts.
Figur 4 zeigt schematische Querschnitte erfindungsgemäßer Ausgestaltungen eines Rahmenabschnitts.
Figur 5 zeigt einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung
eines Rahmenabschnitts.
Figur 6 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Ausgestaltung einer Führungsvorrichtung.
Figur 7 zeigt einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung
eines Rahmenabschnitt.
Figur 8 zeigt einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung
eines Rahmenabschnitts.
Figur 9 zeigt schematische Querschnitte erfindungsgemäßer Ausgestaltungen eines Rahmenabschnitts.
Figur 10 zeigt einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung
eines äußeren Rahmenelements.
Figur 11 zeigt einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung
eines Rahmenabschnitts.
Figur 12 zeigt eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines
Rahmens.
Figur 13 zeigt einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung
eines Rahmenabschnitts.
Figur 14 zeigt eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines
Rahmens.
Figur 15 zeigt schematische Ansichten einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines
Rahmens.
Figur 16 zeigt schematische Ansichten einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines
Rahmens.
Figur 17 zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung
eines Verfahrens.
Fig.1
[0094] Figur 1 zeigt eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines
Rahmens 100, der in einer durch zwei Laibungsflächen LF angedeuteten Wandöffnung angeordnet
ist. Der Rahmen 100 ist beispielsweise rechteckig, wobei beispielsweise die in der
Darstellung linke Seite und die rechte Seite des Rahmens 100 jeweils von einem Rahmenabschnitt
110 gebildet werden, der jeweils ein inneres Rahmenelement 111 und ein äußeres Rahmenelement
112 umfasst. Das innere Rahmenelement 111 ist mit dem äußeren Rahmenelement 112 jeweils
über eine Anzahl von Verstellelementen (nicht dargestellt) entlang einer in der Darstellung
horizontalen Verstellachse verstellbar befestigt, sodass eine Breite des Rahmenabschnitts
110 entlang der Verstellachse einstellbar ist.
[0095] Die in der Darstellung obere Seite und untere Seite des Rahmens 100 ist beispielsweise
von jeweils einem weiteren Rahmenabschnitt 110a gebildet, der beispielsweise nicht
in seiner jeweiligen Breite verstellbar ist.
[0096] Die Rahmenabschnitte 110 und die weiteren Rahmenabschnitte 110a sind beispielsweise
an den Ecken des Rahmens 100 miteinander verbunden, sodass sie zusammen einen rechteckigen
Rahmen 100 bilden.
Fig.2
[0097] Figur 2 zeigt einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung
eines Rahmenabschnitts 110. Dieser und die folgenden Querschnitte zeigen jeweils eine
Ebene senkrecht zur Längsachse des Rahmenabschnitts 110. Der dargestellte Rahmenabschnitt
110 umfasst ein inneres Rahmenelement 111 und ein äußeres Rahmenelement 112. Das innere
Rahmenelement 111 ist mit dem äußeren Rahmenelement 112 über zumindest ein Verstellelement
120, beispielsweise eine Schraube, entlang einer in der Darstellung horizontalen Verstellachse
verstellbar befestigt, sodass eine Breite des Rahmenabschnitts 110 entlang der Verstellachse
einstellbar ist.
[0098] Das Verstellelement 120 ist über ein Lager 121, beispielsweise eine Ringnut zur Aufnahme
eines, insbesondere ringförmigen, Vorsprungs 123 des Verstellelements 120, um die
Verstellachse drehbar gelagert und entlang der Verstellachse formschlüssig an dem
inneren Rahmenelement 111 gehalten. Das Verstellelement 120 ist beispielsweise über
ein Gewinde 122 mit dem äußeren Rahmenelement 112 verbunden, sodass das äußere Rahmenelement
112 durch eine Drehung des Verstellelements 120 um die Verstellachse wie bei einem
Spindelantrieb entlang der Verstellachse relativ zu dem inneren Rahmenelement 111
verschoben werden kann.
Fig.3
[0099] Figur 3 zeigt schematische Querschnitte einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines
Rahmenabschnitts 110. Der dargestellte Rahmenabschnitt 110 umfasst ein inneres Rahmenelement
111 und ein äußeres Rahmenelement 112. Das innere Rahmenelement 111 ist mit dem äußeren
Rahmenelement 112 über zumindest ein Verstellelement 120, beispielsweise eine Schraube,
entlang einer in der Darstellung horizontalen Verstellachse verstellbar befestigt,
sodass eine Breite des Rahmenabschnitts 110 entlang der Verstellachse einstellbar
ist.
[0100] Der dargestellte Rahmenabschnitt umfasst ein in einem Hohlraum 130 zwischen dem inneren
Rahmenelement 111 und dem äußeren Rahmenelement 112 angeordnetes inneres thermisches
Dämmmittel 140, beispielsweise ein Quellband.
[0101] Das äußere Rahmenelement 112 umfasst an einer in einem Einbauzustand einer Laibungsfläche
LF zugewandten Außenfläche 113 ein äußeres Dämmmittel 150, beispielsweise ein Quellband,
zur Anlage an die Laibungsfläche LF.
[0102] Figur 3a zeigt den Rahmenabschnitt 110 in einem Lieferzustand und Figur 3b zeigt
den Rahmenabschnitt 110 in einem Einbauzustand, wobei das äußere Rahmenelement 112
in dem Einbauzustand gegenüber dem Lieferzustand relativ zu dem inneren Rahmenelement
111 entlang der Verstellachse verschoben ist, sodass eine Breite des Rahmenabschnitts
110 entlang der Verstellachse vergrößert ist.
[0103] Das innere Dämmmittel 140 ist so elastisch ausgestaltet, dass es sowohl im Lieferzustand
als auch im Einbauzustand den Hohlraum 130 ausfüllt.
[0104] Im Einbauzustand liegt das äußere Dämmmittel 150 vorzugsweise spaltfrei an der Laibungsfläche
LF an.
Fig.4
[0105] Figur 4 zeigt schematische Querschnitte erfindungsgemäßer Ausgestaltungen eines Rahmenabschnitts
110 mit einem inneren Rahmenelement 111 und einem äußeren Rahmenelement 112, die über
ein Verstellelement 120 entlang einer in der Darstellung horizontalen Verstellachse
verstellbar miteinander verbunden sind.
[0106] Das äußere Rahmenelement 112 umfasst jeweils einen in das innere Rahmenelement 111
zur Führung entlang der Verstellachse eingreifenden Führungsvorsprung 192.
[0107] Der dargestellte Rahmenabschnitt 110 umfasst außerdem zwei äußere Führungsabschnitte
192. Die äußeren Führungsabschnitte 192 können an dem inneren Rahmenelement 111 angeordnet
sein und das äußere Rahmenelement 112 teilweise umschließen (Figur 4a) oder an dem
äußeren Rahmenelement 112 angeordnet sein und das innere Rahmenelement 111 teilweise
umschließen (Figur 4b), oder je ein äußerer Führungsabschnitt 192 kann an dem inneren
Rahmenelement 111 und an dem äußeren Rahmenelement 112 angeordnet sein und das jeweils
andere Rahmenelement 111, 112 teilweise bedecken (Figur 4c).
[0108] Besonders vorteilhaft ist dabei die in Figur 4a dargestellte Ausgestaltung, bei der
das äußere Rahmenelement 112 teilweise von dem inneren Rahmenelement 111 umschlossen
ist, sodass die Kante 117 zwischen den äußeren Führungsabschnitten 191 und dem äußeren
Rahmenelement 112 unabhängig von einer Einstellung des äußeren Rahmenelements 112
parallel zu einer Seitenkante eines an dem inneren Rahmenelement 111 anliegenden Fensters
oder einer Tür (nicht dargestellt) verläuft.
Fig.5
[0109] Figur 5 zeigt einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung
eines Rahmenabschnitts 110. Der dargestellte Rahmenabschnitt 110 unterscheidet sich
von dem in Figur 3 dargestellten Rahmenabschnitt 110 dadurch, dass an zumindest einer
Kante der Außenseite 113 des äußeren Rahmenelements 112 ein Dichtmittel 151, insbesondere
ein Dichtprofil, zur fluiddichtenden Verbindung des äußeren Rahmenelements 112 mit
der Laibungsfläche LF angebracht, beispielsweise aufgesteckt, ist.
[0110] Durch das Dichtmittel 151 kann beispielsweise ein Eindringen von Regenwasser zwischen
das äußere Rahmenelement 112 und die Laibungsfläche LF, wodurch das äußere Dämmmittel
150 beschädigt werden könnte, verhindert werden.
Fig.6
[0111] Figur 6 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Ausgestaltung einer Führungsvorrichtung
190 zur Führung des äußeren Rahmenelements 112 an dem inneren Rahmenelement 111 eines
Rahmenabschnitts entlang einer senkrecht zur Zeichenebene verlaufenden Verstellachse.
Die Führungsvorrichtung 190 umfasst beispielsweise einen in einer Führungsnut 193
geführten Führungszapfen 194, insbesondere einen Pilzkopfzapfen.
Fig.7
[0112] Figur 7 zeigt einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung
eines Rahmenabschnitts 110. Der dargestellte Rahmenabschnitt 110 unterscheidet sich
von dem in Figur 3 dargestellten Rahmenabschnitt 110 dadurch, dass an der Außenseite
113 des äußeren Rahmenelements 112 nicht ein sondern zwei äußere Dämmmittel 150, beispielsweise
zwei parallel zu der senkrecht zur Zeichenebene verlaufenden Längsachse des Rahmenabschnitts
110 angeordnete Dämmbänder, angeordnet sind. Weiterhin sind die äußeren Dämmmittel
150 jeweils teilweise in einer Vertiefung, beispielsweise einer Nut, in der Außenfläche
113 angeordnet.
Fig.8
[0113] Figur 8 zeigt einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung
eines Rahmenabschnitts 110. Der dargestellte Rahmenabschnitt 110 unterscheidet sich
von dem in Figur 5 dargestellten Rahmenabschnitt 110 dadurch, dass das Dichtmittel
151 in eine Nut an einer zu der zur Zeichenebene senkrechten Längsachse des Rahmenabschnitts
110 parallelen Kante der Außenfläche 113 eingesteckt ist.
[0114] Alternativ oder ergänzend zu dem Dichtmittel 151 kann die Fuge zwischen der Außenfläche
113 und der Laibungsfläche LF beispielsweise mit einer Dichtungsmasse 152, beispielsweise
einer Acrylnaht, abgedichtet sein.
Fig.9
[0115] Figur 9 zeigt schematische Querschnitte erfindungsgemäßer Ausgestaltungen eines Rahmenabschnitts
110. Je nach Anwendungsfall kann eine Breitenverstellung des Rahmenabschnitts 110
über eine mehr oder weniger lange Verstellstrecke erforderlich sein.
[0116] Für eine kurze Verstellstrecke kann ein das innere Rahmenelement 11 mit dem äußeren
Rahmenelement 112 verbindendes Verstellelement 120, beispielsweise eine Schraube,
über ein kurzes Gewinde 122 mit dem äußeren Rahmenelement 112 verbunden sein (Fig.9a).
[0117] Für eine längere Verstellstrecke kann ein längeres Gewinde 122 vorgesehen sein (Fig.
9b). Um trotz der längeren Verstellstrecke eine zuverlässige Führung des äußeren Rahmenelements
112 an dem inneren Rahmenelement 11 zu erreichen, kann das äußere Rahmenelement 112
einen von dem inneren Rahmenelement 111 teilweise umschlossenen Führungsvorsprung
192 umfassen.
Fig.10
[0118] Figur 10 zeigt einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung
eines äußeren Rahmenelements 112. Das dargestellte äußere Rahmenelement 112 umfasst
an seiner im Einbauzustand der Laibungsfläche LF zugewandten Außenfläche 113 eine
Anzahl von Halteelementen 160. Die Halteelemente 160 sind beispielsweise als in die
Außenfläche 113 eingesteckte Spitzen oder Krallen ausgestaltet.
[0119] Die Halteelemente 160 beabstanden die Außenfläche 113 von der Laibungsfläche LF,
sodass ein an der Außenfläche 113 angebrachtes äußeres Dämmmittel 150 nicht übermäßig
komprimiert wird. Ferner können die Halteelemente 160 ein Verrutschen des äußeren
Rahmenelements 112 entlang der Laibungsfläche LF verhindern.
Fig.11
[0120] Figur 11 zeigt einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung
eines Rahmenabschnitts 110. Der Rahmenabschnitt 110 umfasst ein inneres Rahmenelement
111 und ein damit über eine Anzahl von Verstellelementen 120 entlang einer in der
Darstellung horizontalen Verstellachse verstellbar verbundenes äußeres Rahmenelement
112 wie in den vorherigen Ausgestaltungen.
[0121] Zusätzlich umfasst der dargestellte Rahmenabschnitt 110 ein weiteres äußeres Rahmenelement
112a, das über eine Anzahl von weiteren Verstellelementen 120a entlang der Verstellachse
verstellbar mit dem inneren Rahmenelement 111 verbunden ist. Insbesondere können das
weitere äußere Rahmenelement 112a und das äußere Rahmenelement 112 sowie die Verstellelemente
120 und die weiteren Verstellelemente 120a gleichartig ausgestaltet sein.
[0122] Das äußere Rahmenelement 112 kann in einem Einbauzustand mit Hilfe der Verstellelemente
120 an eine Laibungsfläche LF angelegt werden. Das weitere äußere Rahmenelement 112a
kann mit Hilfe der weiteren Verstellelemente 120a an eine weitere Laibungsfläche LFa,
die gegenüber der Laibungsfläche LF entlang der Verstellachse versetzt sein kann,
angelegt werden.
[0123] Die Laibungsfläche LF und die weitere Laibungsfläche LFa können beispielsweise eine
innere und eine äußere Laibung einer Wandöffnung bilden.
Fig.12
[0124] Figur 12 zeigt eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines
Rahmens 100, der in einer Wandöffnung WO angeordnet ist. Die Ausgestaltung des Rahmens
100 entspricht beispielsweise der in Figur 1 dargestellten Ausgestaltung.
[0125] Bei dem in der Darstellung rechten Rahmenabschnitt 110 des Rahmens 100 ist das äußere
Rahmenelement 112 relativ zu dem inneren Rahmenelement 111 so eingestellt, dass die
Breite des Rahmenabschnitts 110 entlang seiner Längsachse in der Darstellung von unten
nach oben zunimmt. Dadurch kann das äußere Rahmenelement 112, insbesondere spaltfrei,
an eine nicht lotrechte Laibungsfläche LF der Wandöffnung WO angelegt werden.
[0126] Im dargestellten Beispiel ist das äußere Rahmenelement 112 teilweise von dem inneren
Rahmenelement 111 umschlossen, sodass die sichtbare Kante 117 am Übergang zwischen
den beiden Rahmenelementen 111, 112 auch bei einer nicht lotrechten Ausrichtung des
äußeren Rahmenelements 112 lotrecht verläuft.
Fig.13
[0127] Figur 13 zeigt einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung
eines Rahmenabschnitts 110. Der Rahmenabschnitt 110 umfasst ein inneres Rahmenelement
111 und ein damit über eine Anzahl von Verstellelementen 120 entlang einer in der
Darstellung horizontalen Verstellachse verstellbar verbundenes äußeres Rahmenelement
112 wie in den vorherigen Ausgestaltungen.
[0128] Zusätzlich umfasst der Rahmenabschnitt 110, insbesondere das innere Rahmenelement
111 ein Aussteifungsmittel 199 zur Aussteifung des Rahmenabschnitts 110, beispielsweise
einen, insbesondere U-förmigen, Stahlkern.
Fig.14
[0129] Figur 14 zeigt eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines
Rahmens 100. Der Rahmen 100 ist beispielsweise rechteckig, wobei jede Seite des Rahmens
100 von je einem Rahmenabschnitt 110 oder weiteren Rahmenabschnitt 110a gebildet ist.
Die in ihrer Breite verstellbaren Rahmenabschnitte 110 und die in ihrer Breite nicht
verstellbaren weiteren Rahmenabschnitte 110a liegen einander paarweise gegenüber.
[0130] Im dargestellten Beispiel sind die die rechte und linke Seite des Rahmens 100 bildenden
Rahmenabschnitte 110 bis zu den Ecken 101 des Rahmens 100 durchlaufend angeordnet,
und die die obere und untere Seite des Rahmens 100 bildenden weiteren Rahmenabschnitte
110a sind dazwischen angeordnet.
[0131] In dieser Anordnung entstehen bei einer Vergrößerung der Breite der Rahmenabschnitte
110 an den Ecken 101 keine Lücken zwischen den Rahmenabschnitten 110 und den angrenzenden
weiteren Rahmenabschnitten 110a.
Fig.15
[0132] Figur 15 zeigt schematische Ansichten einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines
Rahmens 100. Im Unterschied zum in Figur 14 dargestellten Beispiel sind die die obere
und untere Seite des Rahmens 100 bildenden weiteren Rahmenabschnitte 110a bis zu den
Ecken 101 des Rahmens 100 durchlaufend angeordnet, und die die rechte und linke Seite
des Rahmens 100 bildenden Rahmenabschnitte 110 sind dazwischen angeordnet.
[0133] Figur 15b zeigt eine Vergrößerung des in Figur 15a mit A markierten Bildausschnitts,
wobei der Übersichtlichkeit halber das äußere Rahmenelement 112 nicht dargestellt
ist. Das äußere Rahmenelement 112 ist entlang der in der Darstellung vertikalen Längsachse
des Rahmenabschnitts 110 um einen Überstand 115, der der Höhe des angrenzenden weiteren
Rahmenelements 110a entspricht, länger ist als das innere Rahmenelement 111 und bis
an die Ecke 101 geführt. Das angrenzende weiter Rahmenelement 110a umfasst eine Aussparung
116 zur Aufnahme des Überstands 115.
[0134] Auch in dieser Ausgestaltung entsteht bei einer Vergrößerung der Breite des Rahmenabschnitts
110 an der Ecke 101 keine Lücke zwischen dem Rahmenabschnitt 110 und dem angrenzenden
weiteren Rahmenabschnitt 110a.
Fig.16
[0135] Figur 16 zeigt schematische Ansichten einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung eines
Rahmens 100, wobei Figur 16b eine Vergrößerung des in Figur 16a mit A bezeichneten
Bildausschnitts zeigt. Im Unterschied zum in Figur 15 dargestellten Beispiel sind
hier die Rahmenabschnitte 110 mit den benachbarten weiteren Rahmenabschnitten 110a
an den Ecken 101 des Rahmens 100 jeweils mit einer Gehrung verbunden.
[0136] Das äußere Rahmenelement 112 ist entlang der in der Darstellung vertikalen Längsachse
des Rahmenabschnitts 110 um einen Überstand 115, länger ist als das innere Rahmenelement
111 und bis an die Ecke 101 geführt. Das angrenzende weiter Rahmenelement 110a umfasst
eine Aussparung 116 zur Aufnahme des Überstands 115.
[0137] Figur 16c zeigt den gleichen Bildausschnitt wie Figur 16b, wobei in Figur 16c gegenüber
dem Zustand von Figur 16b das äußere Rahmenelement 112 gegenüber dem inneren Rahmenelement
111 nach rechts verschoben ist, sodass die Breite des Rahmenabschnitts 110 vergrößert
ist. Auch in diesem Zustand liegt zwischen dem Rahmenabschnitt 110 und dem weiteren
Rahmenabschnitt 110a an der Ecke 101 keine Lücke vor.
Fig.17
[0138] Figur 17 zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung
eines Verfahrens 200 zum Einbau eines erfindungsgemäßen Rahmens in eine Wandöffnung.
[0139] Das Verfahren 200 umfasst vorzugsweise ein Aufbringen 201 eines Klebstoffs auf eine
der Laibungsfläche LF im Einbauzustand zugewandten Außenfläche 113 des äußeren Rahmenelements
112 eines Rahmenabschnitts 110 und/oder auf die Laibungsfläche LF.
[0140] Das Verfahren 200 umfasst, insbesondere nach dem Aufbringen 201, ein Einsetzen 210
des Rahmens 100 in die Wandöffnung WO, wobei zwischen dem Rahmenabschnitt 110 und
einer Laibungsfläche LF der Wandöffnung WO ein Spalt mit einem Spaltmaß verbleibt,
wobei das Spaltmaß kleiner als die Verstellstrecke der Breite des Rahmenabschnitts
110 ist.
[0141] Das Verfahren 200 umfasst, insbesondere nach dem Einsetzen 210, ein Anpassen 220
der Breite des zumindest einen Rahmenabschnitts 110 des Rahmens 100 durch die Verstellelemente
120 zur Ausrichtung des Rahmens 100 in der Wandöffnung WO, wobei vorzugsweise ein
äußeres Dämmmittel 150 des äußeren Rahmenelements 112 des Rahmenabschnitts 110 nach
dem Anpassen 220 spaltfrei an der Laibungsfläche LF anliegt.
[0142] Insbesondere im gleichen Schritt wie das Anpassen 220, kann das Verfahren 200 ein
Vergrößern 230 der Breite des zumindest einen Rahmenabschnitts 110 durch die Verstellelemente
120 zur kraftschlüssigen Fixierung des Rahmens 100 an der Laibungsfläche LF.
[0143] Das Verfahren 200 kann, insbesondere nach dem Anpassen 220, ein Einfüllen 250 eines
thermischen Dämmfluides, beispielsweise eines Montageschaums, zum Ausfüllen zumindest
eines von dem inneren Rahmenelement 111 und dem äußeren Rahmenelement 112 des Rahmenabschnitts
110 umschlossenen Hohlraums 130 durch eine Anzahl von Öffnungen 180 in dem inneren
Rahmenelement 111 und/oder dem äußeren Rahmenelement 112 umfassen.
Liste der Bezugszeichen
100 |
Rahmen |
160 |
Halteelement |
101 |
Ecke |
|
|
110 |
Rahmenabschnitt |
|
|
110a |
weiterer Rahmenabschnitt |
|
|
111 |
inneres Rahmenelement |
190 |
Führungsvorrichtung |
112 |
äußeres Rahmenelement |
191 |
äußerer Führungsabschnitt |
112a |
weiteres äußeres Rahmenelement |
192 |
Führungsvorsprung |
113 |
Außenfläche |
193 |
Führungsnut |
115 |
Überstand |
194 |
Führungszapfen |
116 |
Aussparung |
199 |
Aussteifungsmittel |
117 |
Kante |
200 |
Verfahren |
120 |
Verstellelement |
201 |
Aufbringen |
120a |
weiteres Verstellelement |
210 |
Einsetzen |
121 |
Lager |
220 |
Anpassen |
122 |
Gewinde |
230 |
Vergrößern |
123 |
Vorsprung |
250 |
Einfüllen |
130 |
Hohlraum |
|
|
140 |
inneres Dämmmittel |
|
|
150 |
äußeres Dämmmittel |
A |
Bildausschnitt |
151 |
Dichtmittel |
LF |
Laibungsfläche |
152 |
Dichtungsmasse |
WO |
Wandöffnung |
1. Rahmen (100) für ein Fenster oder eine Tür
a) mit einer Anzahl von länglichen Rahmenabschnitten (110),
b) wobei zumindest einer der Rahmenabschnitte (110) ein längliches inneres Rahmenelement
(111) zum Kontakt mit einer Füllung des Fensters oder der Tür und zumindest ein längliches
äußeres Rahmenelement (112) zur Befestigung an einer Laibungsfläche (LF) einer Wandöffnung
(WO) zur Aufnahme des Fensters oder der Tür umfasst,
c) wobei in einem Einbauzustand des Rahmens (100) in der Wandöffnung (WO) eine Längsachse
des inneren Rahmenelements (111), des äußeren Rahmenelements (112) und des Rahmenabschnitts
(110) jeweils im Wesentlichen parallel zu der Laibungsfläche (LF) und einer Rahmenebene
ausgerichtet ist, und
d) wobei das äußere Rahmenelement (112) durch eine Anzahl von Verstellelementen (120)
entlang einer Verstellachse senkrecht zu der Laibungsfläche (LF) über eine Verstellstrecke
verstellbar mit dem inneren Rahmenelement (111) mechanisch verbunden ist, sodass eine
Breite des Rahmenabschnitts (110) entlang der Verstellachse um die Verstellstrecke
von einer Minimalbreite bis zu einer Maximalbreite einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass
e) zumindest ein von dem inneren Rahmenelement (111) und dem äußeren Rahmenelement
(112) umschlossener Hohlraum (130) über die gesamte Verstellstrecke des Rahmenabschnitts
(110) luftdicht umschlossen ist; und/oder
f) an dem äußeren Rahmenelement (112) zumindest ein elastisches thermisches äußeres
Dämmmittel (150) und/oder inneres Dämmmittel (140) zur Verringerung eines Wärmetransports
in einer senkrecht zur Rahmenebene verlaufenden Transportrichtung angeordnet ist.
2. Rahmen (100) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Hohlraum (130)
a) an den Enden des Rahmenabschnitts, bevorzugt durch jeweils eine Abdeckung und/oder
ein inneres Dämmmittel, luftdicht abgeschlossen. ist, und/oder
b) durch zumindest ein Dichtmittel an einer Kontaktfläche zwischen dem inneren Rahmenelement
(111) und dem äußeren Rahmenelement (112) abgedichtet ist.
3. Rahmen (100) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das zumindest eine elastische thermische äußeres Dämmmittel (150) an einer der Laibungsfläche
(LF) im Einbauzustand zugewandten Außenfläche (113) des äußeren Rahmenelements (112)
zum thermisch dämmenden Anlegen an die Laibungsfläche (LF), bevorzugt entlang der
gesamten Längserstreckung des äußeren Rahmenelements (112) entlang seiner Längsachse,
angeordnet ist.
4. Rahmen (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 3
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest ein von dem inneren Rahmenelement (111) und dem äußeren Rahmenelement (112)
umschlossener Hohlraum (130) durch das zumindest eine elastische thermische innere
Dämmmittel (140) ausgefüllt ist, wobei sich das innere Dämmmittel (140) bei einer
Verstellung der Breite des Rahmenabschnitts (110) von der Minimalbreite zur Maximalbreite
selbstständig ausdehnt.
5. Rahmen (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
gekennzeichnet durch
eine Anzahl von Öffnungen (180) in dem inneren Rahmenelement (111) und/oder dem äußeren
Rahmenelement (112) zum Einfüllen eines thermischen Dämmfluides zum Ausfüllen zumindest
eines von dem inneren Rahmenelement (111) und dem äußeren Rahmenelement (112) umschlossenen
Hohlraums (130) und bevorzugt zum Ausfüllen eines Spalts zwischen dem äußeren Rahmenelement
(112) und der Laibungsfläche (LF).
6. Rahmen (100) nach Anspruch 5,
gekennzeichnet durch
eine Anzahl von sich an die Anzahl von Öffnungen (180) fluidleitend anschließenden
Kanälen (181) in dem inneren Rahmenelement (111) und/oder dem äußeren Rahmenelement
(112) zur gleichmäßigen Verteilung des Dämmfluides in dem zumindest einen Hohlraum
(130) und bevorzugt in dem Spalt zwischen dem äußeren Rahmenelement (112) und der
Laibungsfläche (LF).
7. Rahmen (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) an der Außenfläche (113) des äußeren Rahmenelements (112) eine Anzahl von Halteelementen
(160) zur Halterung des äußeren Rahmenelements (112) an der Laibungsfläche (LF) und/oder
zur Beabstandung des äußeren Rahmenelements (112) von der Laibungsfläche (LF) um einen
für eine Dämmwirkung des äußeren Dämmmittels (150) notwendigen Mindestabstand angeordnet
ist, und/oder
b) das äußere Dämmmittel (150) teilweise in einer Vertiefung in der Außenfläche (113)
des äußeren Rahmenelements (112) angeordnet ist.
8. Rahmen (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Rahmenabschnitt (110) eine Anzahl von Führungsvorrichtungen (190), bevorzugt Führungsnuten
und Führungszapfen umfassend, zur Führung des äußeren Rahmenelements (112) an dem
inneren Rahmenelement (111) entlang der Verstellachse und zur mechanischen Stabilisierung
des Rahmenabschnitts (110) umfasst.
9. Rahmen (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Rahmenabschnitt (110) zusätzlich zu dem äußeren Rahmenelement (112) ein weiteres
längliches äußeres Rahmenelement (112a) umfasst, wobei
a) das äußere Rahmenelement (112) und das weitere äußere Rahmenelement (112a) im Wesentlichen
parallel zueinander und bezüglich einer Richtung senkrecht zur Rahmenebene nebeneinander
angeordnet sind, und
b) das weitere äußere Rahmenelement (112a) durch eine Anzahl von weiteren Verstellelementen
(120a) entlang der Verstellachse senkrecht zu der Laibungsfläche (LF) unabhängig von
dem äußeren Rahmenelement (112) verstellbar mit dem inneren Rahmenelement (111) mechanisch
verbunden ist.
10. Rahmen (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) das äußere Rahmenelement (112) entlang seiner Längsachse eine größere Längserstreckung
aufweist als das innere Rahmenelement (111) und dadurch entlang der Längsachse zumindest
einen Überstand (115) über das innere Rahmenelement (111) bildet,
b) wobei zumindest ein an den Rahmenabschnitt (110) an einer Ecke (101) des Rahmens
(100) angrenzender weiterer Rahmenabschnitt (110a) eine Aussparung (116) zur Aufnahme
des Überstands (115) umfasst.
11. Verfahren (200) zum Einbau eines Rahmens (100) nach einem der
Ansprüche 1 bis 10 in eine Wandöffnung (WO),
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
a) Einsetzen (210) des Rahmens (100) in die Wandöffnung (WO), wobei zwischen dem Rahmenabschnitt
(110) und einer Laibungsfläche (LF) der Wandöffnung (WO) ein Spalt mit einem Spaltmaß
verbleibt, wobei das Spaltmaß kleiner als die Verstellstrecke der Breite des Rahmenabschnitts
(110) ist, und
b) Anpassen (220) der Breite des zumindest einen Rahmenabschnitts (110) des Rahmens
(100) durch die Verstellelemente (120) zur Ausrichtung
des Rahmens (100) in der Wandöffnung (WO).
12. Verfahren (200) nach Anspruch 11,
gekennzeichnet durch folgenden Schritt:
Vergrößern (230) der Breite des zumindest einen Rahmenabschnitts (110) durch die Verstellelemente
(120) zur kraftschlüssigen Fixierung des Rahmens (100) an der Laibungsfläche (LF).
13. Verfahren (200) nach Anspruch 11 oder 12,
gekennzeichnet durch folgenden Schritt:
Aufbringen (201) eines Klebstoffs auf eine der Laibungsfläche (LF) im Einbauzustand
zugewandten Außenfläche (113) des äußeren Rahmenelements (112) des Rahmenabschnitts
(110) und/oder auf die Laibungsfläche (LF), bevorzugt vordem Einsetzen (210).
14. Verfahren (200) nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein äußeres Dämmmittel (150) des äußeren Rahmenelements (112) des Rahmenabschnitts
(110) nach dem Anpassen (220) spaltfrei an der Laibungsfläche (LF) anliegt.
15. Verfahren (200) nach einem der Ansprüche 11 bis 14,
gekennzeichnet durch folgenden Schritt:
Einfüllen (250) eines thermischen Dämmfluides zum Ausfüllen zumindest eines von dem
inneren Rahmenelement (111) und dem äußeren Rahmenelement (112) des Rahmenabschnitts
(110) umschlossenen Hohlraums (130) durch eine Anzahl von Öffnungen (180) in dem inneren
Rahmenelement (111) und/oder dem äußeren Rahmenelement (112).