[0001] Die Erfindung betrifft einen stapelbaren Systembehälter nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 sowie ein Transportsystem nach dem Oberbegriff des Anspruchs 6.
[0002] Aus der
DE 10 2013 110 496 ist ein stapelbarer Systembehälter mit einem einen nach oben offenen Stauraum aufweisenden
Bodenteil und einem an dem Bodenteil schwenkbar befestigten und den Stauraum nach
oben begrenzenden Deckelteil bekannt. Zudem weist der Systembehälter zwei an gegenüberliegenden
Seitenwänden des Bodenteils beweglich befestigte Koppelungsvorrichtungen auf, welche
zur Koppelung des Systembehälters mit weiteren Systembehältern dienen und damit eine
sichere Stapelung derartiger Systembehälter ermöglichen. Die Koppelungsvorrichtungen
sind zwischen einer Ruheposition, in welcher die Koppelungsvorrichtung außer Eingriff
mit dem weiteren Systembehälter stehen, und einer Koppelungsposition, in welcher die
Kopplungsvorrichtungen in Eingriff mit dem weiteren Systembehälter bringbar sind,
beweglich ausgebildet und ausgelegt, mit korrespondierenden, nach oben über eine Oberseite
des Systembehälters bzw. des Deckelteils hervorstehenden Koppelungselementen eines
darunter angeordneten, gleichartigen Behälters haltend zusammenzuwirken. Die Koppelungselemente
sind ein integraler Bestandteil des entsprechenden Bodenteils und umfassen jeweils
mindestens eine Falle zum Einrasten der Koppelungsvorrichtung. Die Koppelungselemente
sind zudem an gegenüberliegenden Enden der Oberseite des Systembehälters angeordnet
und ermöglichen das Zentrieren, Positionieren und Stapeln mehrerer derartiger Systembehälter
aufeinander. Nach dem Ausrichten von mehreren Systembehältern können diese über die
Koppelungsvorrichtungen und die Koppelungselemente formstabil, aber lösbar verbunden
werden. Um eine einfache und schnelle Verbindung der Systembehälter zu erreichen,
sind die Koppelungsvorrichtungen beispielsweise über ein Federelement jeweils in eine
Koppelungsposition vorgespannt, so dass die Koppelungsvorrichtungen sich automatisch
mit den Koppelungselementen des weiteren Systembehälters verbinden, sobald diese mit
ausreichend Druck zusammengefügt werden. Dieser Form- und Kraftschluss ermöglicht
ein komfortables Tragen mehrere miteinander verbundener Systembehälter in einer Hand.
[0003] Ferner ist aus dem Stand der Technik eine Vertriebsbox aus dem Hause Peddinghaus
bekannt, deren Deckel außen liegende Führungsschienen zum Einführen weiterer, kleinerer
Boxen aufweist, wobei die kleineren Boxen klemmend in entsprechende Führungsnuten
an dem Deckel geschoben werden.
[0004] Die
US 2009/0236255 A1 zeigt einen stapelbaren Systembehälter mit einem Bodenteil und einem an diesen befestigbaren
Deckelteil, wobei die beiden Teile über an den Bodenteil befestigbare Flügel miteinander
verbindbar sind und diese Flügel über Filmscharniere an dem Bodenteil befestigt sind.
[0005] Die
DE 7244356 hat einen Behälter zum Aufbewahren und Transportieren von in Krankenhäusern benötigten
Gütern zum Gegenstand, wobei mehrere gleichartige Behälter mit Verriegelungsvorrichtungen
miteinander verbindbar sind.
[0006] Die
WO 2017/001083 zeigt einen stapelbaren Lagerbehälter mit einem Korpus und einem Deckel, wobei Seitenwände
des Korpus mit Rastarmen versehen sind, wobei der Korpus Füße aufweist und wobei der
Deckel oberseitig Rastnocken aufweist.
[0007] Die
DE 4107267 A1 offenbart einen stapelbaren Systembehälter mit einem Bodenteil und einem an diesem
Bodenteil schwenkbar befestigten Deckelteil, welches an einer Oberseite zwei voneinander
beabstandete Führungsschienen zur formschlüssigen Aufnahme eines weiteren Behälters
aufweist, wobei die Führungsschienen jeweils einen Laufsteg aufweisen, der von einem
weiteren Behälter untergreifbar ist und wobei die Laufstege in Richtung zueinander
vorstehen und an dem Deckelteil mindestens eine nach oben vorstehende Arretiernase
vorgesehen ist. Ähnliche Systeme werden in den Druckschriften
US 5,890,613 A,
DE 20 2015 005 752 U1,
WO 2016/091570 A1,
DE 20 2012 102 760 U1 und
WO 02/11955 A1 offenbart.
[0008] Die
US 5,176,281 offenbart einen stapelbaren Systembehälter mit einem Bodenteil und einem daran schwenkbar
befestigten Deckel, wobei an der Oberseite des Deckels zwei voneinander beabstandete
Führungsschienen zur Aufnahme eines weiteren Behälters vorhanden sind, welche einen
Laufsteg aufweisen, der von diesem weiteren Behälter untergreifbar ist. Die Laufstege
stehen in Richtung zueinander vor. Bei diesem stapelbaren Systembehälter wird die
lösbare Fixierung des weiteren Behälters gegenüber unbeabsichtigtem Herausrutschen
durch einen Reibschluss erzielt, gegen dessen Kraft der weitere Behälter herausgezogen
werden kann.
[0009] Die
US 6,250,730 B1 offenbart eine Sicherheitsvorrichtung gegen das unbeabsichtigte Herausziehen von
Schubladen bei Möbelstücken.
[0010] Gegenstand der
US 3,743,372 ist ein modulares Lagersystem mit mehreren, aufeinander stapelbaren Systembehältern.
[0011] Die
US 5,890,613 A zeigt bei einer Schwalbenschwanzführung eine Arretiernase in einer der Führungsschienen.
[0012] Aus dem Hause Hitachi sind außerdem Zubehör-Boxen zur Aufbewahrung und zum Transport
von Kleinteilen bekannt, wobei der Deckel einer Box mehrere Führungsschienen aufweist,
in welche weitere darüber liegende Boxen eingeschoben werden können. Die Führungsschienen
weisen jeweils einen Laufsteg auf, der von dem darüber angeordneten, weiteren Behälter
beim Einschieben untergriffen wird. Die Laufstege zeigen hierbei voneinander weg,
also jeder Laufsteg zeigt zu einer gegenüberliegenden Außenseite der Box hin. Dies
erfordert ein sehr zielgenaues Aufsetzen der beiden Boxen aufeinander, um eine sichere
Verriegelung zu ermöglichen. Außerdem sind die in Richtung der Außenseite der Box
hervorstehenden Laufstege beim Aufsetzen des darüber anzuordnenden Behälters nicht
sichtbar, wodurch das Aufsetzen und Einschieben der darüber liegenden Box erschwert
wird.
[0013] Aufgabe der Erfindung ist es, einen stapelbaren Systembehälter sowie ein Transportsystem
zu schaffen, welcher eine besonders stabile und intuitive gegenseitige Befestigung
eines Behälters auf einem Systembehälter ermöglicht. Gelöst wird diese Aufgabe, was
den stapelbaren Systembehälter betrifft, mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs
1 und hinsichtlich des Transportsystems mit den Merkmalen des Anspruchs 6. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind den jeweiligen Unteransprüchen entnehmbar.
[0014] Der erfindungsgemäße stapelbare Systembehälter zeichnet sich dadurch aus, dass das
Deckelteil an einer Oberseite zwei voneinander beabstandete Führungsschienen aufweist.
Die Führungsschienen, welche bevorzugt parallel zueinander ausgerichtet sind, ermöglichen
eine formschlüssige Aufnahme eines weiteren Systembehälters. Zur Verbindung der Systembehälter
ist der obere Systembehälter in die Führungsschienen des unteren Systembehälters einzuschieben,
wodurch sich ein besonders stabiler formschlüssiger Verbund ergibt. Die Führungsschienen
können jeweils am Rand des Deckelteils benachbart zu zwei gegenüberliegenden Seitenwänden
des Deckelteils ausgebildet sein oder auch von diesen beabstandet angeordnet sein.
[0015] Die Führungsschienen weisen jeweils einen Laufsteg auf, wobei die Laufstege in Richtung
zueinander hervorstehen. Die Laufstege sind von einem weiteren Behälter untergreifbar.
Durch diesen Hintergriff wird eine besonders stabile gegenseitige Befestigung ermöglicht.
[0016] Zur gegenseitigen Arretierung gestapelter Systembehälter ist vorgesehen, dass an
dem Deckelteil mindestens eine nach oben vorstehende Arretiernase vorgesehen ist.
Die Arretiernase ist in einer der Führungsschienen integral aufgenommen sein kann
und bildet einen Anschlag in der eingeschobenen Arretierposition, so dass sich die
verbunden Systembehälter nicht ohne Weiteres lösen.
[0017] Um das Einschieben eines Behälters in die Führungsschienen des Systembehälters zu
beschleunigen, können die Laufstege jeweils eine Aussparung aufweisen, so dass der
Einschubvorgang nicht über die gesamte Länge der Führungsschienen erfolgen muss, sondern
lediglich über einen Teil und damit deutlich schneller erfolgen kann.
[0018] Es kann zudem vorgesehen sein, dass an dem Deckelteil zwischen den zwei Führungsschienen
mindestens eine weitere Führungsschiene angeordnet ist, so dass mehrere kleinere Systembehälter
nebeneinander auf dem Deckelteil fixierbar sind. Die mittlere Führungsschiene kann
dazu zwei Laufstege aufweisen, von denen jeweils einer in Richtung der seitlichen
Führungsschienen vorsteht.
[0019] In einer fertigungstechnisch günstigen Ausführungsform können die Führungsschienen
dabei integral mit dem Deckelteil ausgebildet sein, es ist jedoch auch möglich, die
Führungsschienen separat auszubilden, so dass diese nachgerüstet oder modifiziert
werden können.
[0020] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform können an dem Bodenteil zwei Laufschienen
angeordnet sein, welche insbesondere komplementär zu den Führungsschienen auf dem
Deckelteil ausgebildet sind. Hierdurch können mehrere derartige Systembehälter besonders
einfach aufeinander gestapelt und lösbar miteinander verbunden werden.
[0021] In einer konstruktiv günstigen Ausführungsform können die Laufschienen dabei durch
die Bodenplatten-Kanten des Bodenteils gebildet sein, welche seitlich von einander
gegenüberliegenden Seitenwänden des Bodenteils abstehen.
[0022] Um das Einschieben des weiteren Behälters in die Führungsschienen zu beschleunigen,
können die Laufschienen entsprechend den Laufstegen jeweils eine Ausnehmung aufweisen.
Die Ausnehmungen erstreckt sich dabei bevorzugt über eine Distanz, welche größer ist
als die längliche Erstreckung der durch die Aussparungen begrenzten Abschnitte der
Laufstege.
[0023] Um eine stabile gegenseitige Arretierung des Systembehälters mit dem Behälter zu
gewährleisten, kann mindestens eine der Laufschienen einen Arretieranschlag korrespondierend
zur Arretiernase am Deckelteil aufweisen. Durch den formschlüssigen Hintergriff zwischen
Arretieranschlag und Arretiernase wird eine besonders stabile Arretierung in der eingeschobenen
Position ermöglicht.
[0024] In einer vorteilhaften Ausführungsform kann der Abstand zwischen der Oberkante der
Laufschiene und der Unterkante des Arretieranschlags größer sein als die Höhe der
Arretiernase. Damit kann zum Dearretieren in der eingeschobenen Position der obere
Systembehälter in einem vorderen Abschnitt angehoben und damit um eine Achse quer
zur Ausziehrichtung verkippt werden, so dass der Arretieranschlag über die Arretiernase
angehoben und hinwegbewegt werden kann.
[0025] In einer konstruktiv günstigen Ausführungsform können die Arretieranschläge dabei
in einer Seitenausnehmung der entsprechenden Seitenwand des Bodenteils ausgebildet
sein. Hierdurch sind die Arretieranschläge vor Fremdeinwirkungen geschützt und optisch
ansprechend versteckt.
[0026] Zudem wird ein Transportsystem mit einem Systembehälter und einem weiteren Behälter
beansprucht, wobei der Systembehälter an einem Deckelteil angeordnete Führungsschienen
mit jeweils einem Laufsteg aufweist, welche von komplementären Laufschienen des darüber
anzuordnenden Behälters haltend hintergriffen werden können.
[0027] In einer vorteilhaften Ausführungsform kann dabei das Transportsystem eine Arretiervorrichtung
mit mindestens einer Arretiernase und einem korrespondierenden Arretieranschlag zur
Arretierung des zweiten Systembehälters in einer eingeschobenen hinteren Arretierposition
umfassen.
[0028] Bevorzugt kann jeweils eine Arretiernase an den Führungsschienen zur Führung des
zweiten Systembehälters in Ausziehrichtung angeordnet sein. Hierdurch wird ein gegenseitiges
Verkanten des Behälters und des Systembehälters vermieden.
[0029] Weitere Besonderheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Transportsystems mit einem Systembehälter und einem
darüber angeordneten weiteren Behälter;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht des Transportsystems von Figur 1 mit einem Abstand zwischen
dem Systembehälter und dem weiteren Behälter;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht eines weiteren Transportsystems mit zwei voneinander
beabstandeten alternativen Behältern bzw. Systembehältern;
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht einer alternativen Ausführungsform eines Systembehälters
mit zusätzlichem mittigen Laufsteg;
[0030] Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Transportsystems 1, umfassend einen
oberen Behälter 2 und einen damit lösbar verbundenen unteren Systembehälter 3. Der
obere Behälter 2 umfasst ein Bodenteil 4 und ein damit schwenkbar verbundenes Deckelteil
5, durch welche ein Stauraum des Behälters 2 begrenzt wird. Das Deckelteil 5 kann
mittels Verschlusslaschen 6 gegenüber dem Bodenteil 4 in der gezeigten Schließstellung
fixiert werden, um ein unbeabsichtigtes Öffnen des oberen Behälters 2 zu verhindern.
An der Vorderseite weist der obere Behälter 2 zudem einen Tragegriff 7 auf, welcher
schwenkbar an dem Bodenteil 4 befestigt ist. Gleichermaßen ist auch der (untere) Systembehälter
3 ausgebildet, welcher ein Bodenteil 8 und ein schwenkbar damit verbundenes Deckelteil
9 umfasst, welche mittels Verschlusslaschen 10 in der gezeigten Schließstellung gegenseitig
fixierbar sind. Zudem ist an der Vorderseite des Bodenteils 8 des unteren Systembehälters
3 auch ein Tragegriff 11 schwenkbar befestigt.
[0031] Der obere Behälter 2 weist an gegenüberliegenden Seitenwänden des Bodenteils 4 schwenkbar
angeordnete Koppelungsvorrichtungen 12 und an der Oberseite des Deckelteils 5 dazu
korrespondierende Koppelungselemente 13 auf. Durch eine derartige Ausgestaltung des
oberen Behälters 2 können mehrere baugleiche Behälter aufeinander gestapelt und mittels
der Koppelungsvorrichtung und der Koppelungselemente lösbar verbunden werden. Zur
Ausgestaltung der Koppelungsvorrichtung wird auf die Offenbarung der
De 10 2013 110 496 und
DE 10 2016 112 853 verwiesen, deren Inhalt in diese Anmeldung aufgenommen wird.
[0032] Der untere Systembehälter 3 weist ebenfalls entsprechende Koppelungsvorrichtungen
und Koppelungselemente auf, um mehrere -Systembehälter stapeln und sicher verbinden
zu können.
[0033] Sowohl der obere Behälter 2 als auch der untere Systembehälter 3 sind spiegelbildlich
ausgebildet, so dass die entsprechenden Elemente der Behälter 2, 3 auf der linken
und rechten Seite identisch vorhanden sind, wie den Figuren zu entnehmen ist. Auch
wenn zur Vereinfachung immer nur eine Seite beschrieben wird, so gilt die Beschreibung
jedoch auch für die gegenüberliegende spiegelbildliche Seite der Behälter 2, 3.
[0034] Figur 2 zeigt eine perspektivische Ansicht des Transportsystems 1 von Figur 1 mit
zwei voneinander beabstandeten Behältern 2, 3. Wie aus der Darstellung zu entnehmen
ist, weist das Deckelteil 9 des unteren Systembehälters 3 zwei voneinander beabstandete
parallele Führungsschienen 14, 15 auf, welche zur formschlüssigen Aufnahme des oberen
Behälters 2 ausgebildet sind. Die Führungsschienen 14, 15 erstrecken sich dabei über
die gesamte Tiefe des Deckelteils 9 und sind zudem von den gegenüberliegenden Seitenwänden,
insbesondere den dort ausgebildeten entsprechenden Koppelelementen beabstandet auf
dem Deckelteil 9 angeordnet. Hierdurch wird gewährleistet, dass der untere Systembehälter
3 je nach Anforderung mit dem etwas kleineren oberen Behälter 2 mittels der Führungsschienen
14, 15 oder alternativ mittels der in Bezug auf den oberen Behälter 2 beschriebenen,
jedoch beim unteren Systembehälter 3 identisch ausgebildeten Koppelelementen mit weiteren
baugleichen Systembehältern verbindbar ist.
[0035] Die Führungsschienen 14, 15 weisen jeweils einen Laufsteg 16, 17 auf, welche sich
horizontal und damit parallel zur Deckeloberseite erstrecken und in Richtung zueinander
von den Führungsschienen 14, 15 vorstehen. Korrespondierend hierzu weist der obere
Behälter 2 an den gegenüberliegenden Seitenwänden des Bodenteils 4 je eine Laufschiene
18, 19 auf, welche ausgebildet sind, die Laufstege 16, 17 der Führungsschienen 14,
15 haltend vertikal zu hintergreifen.
[0036] Die Verbindung der Behälter 2, 3 erfolgt dabei derart, dass der obere Behälter 2
mit den Laufschienen 18, 19 in die Führungsschienen 14, 15 eingeschoben wird, so dass
die Laufschienen 18, 19 die Laufstege 16, 17 untergreifen. Die Laufschienen 18, 19
sind dabei durch die Bodenplatten-Kanten des Bodenteils 4 des oberen Behälters 2 gebildet,
welche seitlich von den einander gegenüberliegenden Seitenwänden des Bodenteils 4
abstehen.
[0037] Um ein unbeabsichtigtes Lösen des oberen Behälters 2 von dem unteren Systembehälter
3 zu verhindern, ist eine Arretiervorrichtung zur Arretierung des oberen Behälters
2 in einer eingeschobenen hinteren Arretierposition gegenüber dem unteren Systembehälter
3 vorgesehen, welche eine an dem Deckelteil 9 des unteren Systembehälters 3 befestigte
Arretiernase 20 und einen an dem Bodenteil 4 des oberen Behälters 2 befestigten Arretieranschlag
21 umfasst. Bei der gezeigten Ausführungsform ist dabei jeweils eine Arretiernase
20 an den Führungsschienen 14, 15 und jeweils ein Arretieranschlag 21 an den Laufschienen
18, 19 angeordnet, so dass der beschriebene spiegelbildliche Aufbau der Behälter 2,
3 beibehalten ist.
[0038] In dem gezeigten Ausführungsbeispiel weisen die Führungsschienen 14, 15 ein vorderes
offenes Ende und ein gegenüberliegendes hinteres geschlossenes Ende auf, so dass das
Einschieben des oberen Behälters 2 nur von vorne erfolgen kann. Die Arretiernasen
20 sind an dem offenen Ende der Führungsschienen 14, 15 oben an den Laufstegen 16,
17 integral ausgebildet und stehen vertikal nach oben vor. Hierzu komplementär sind
die Arretieranschläge in einer Seitenausnehmung der entsprechenden Seitenwand des
Bodenteils 4 ausgebildet, was beispielhaft anhand des Arretieranschlags 21 in der
Seitenausnehmung 22 gezeigt ist. Die Arretieranschläge stehen dabei wie der Arretieranschlag
21 in der Seitenausnehmung 22 vertikal nach unten vor.
[0039] Um eine sichere Arretierung des oberen Behälters 2 in den Führungsschienen 14, 15
des unteren Systembehälters 3 zu gewährleisten, stehen die Arretieranschläge 21 gerade
so weit nach unten vor, dass der Abstand zwischen der Oberkante der Laufschienen 18,
19 und der Unterkante der Arretieranschläge größer ist als der vertikale Überstand
und damit die Höhe der Arretiernasen 20. Damit kann zum Dearretieren in der eingeschobenen
Position der obere Systembehälter 2 in einem vorderen Abschnitt, beispielsweise an
dem Tragegriff 7, angehoben und damit um eine Achse quer zur Ausziehrichtung verkippt
werden, so dass die Arretieranschläge 21 über die Arretiernasen 20 angehoben und hinwegbewegt
werden können. Für ein einfaches Einschieben und Arretieren des oberen Behälters 2
kann zudem vorgesehen sein, dass die Arretiernasen 20 und/oder die Arretieranschläge
21 in Einschubrichtung eine Abflachung aufweisen, welche bei einem Kontakt von Arretiernasen
20 und Arretieranschläge 21 beim Einschieben zu einem automatischen Anheben des oberen
Systembehälters 2 führen und damit beim Einschiebevorgang die Arretiernasen 20 besonders
leicht von den Arretieranschlägen 21 überwunden werden können.
[0040] Wie der Figur 2 weiter zu entnehmen ist, weist der untere Systembehälter 3 zwischen
den Führungsschienen 14, 15 keinen weiteren Tragegriff auf, wie er beispielsweise
beim oberen Behälter 2 in Form des weiteren Tragegriffs 23 vorgesehen ist. In einer
alternativen Ausführungsform kann jedoch auch beim unteren Systembehälter 3 zwischen
den Führungsschienen 14, 15 ein derartiger weiterer Tragegriff vorgesehen sein.
[0041] Figur 3 zeigt eine perspektivische Ansicht eines weiteren Transportsystems 1 mit
zwei voneinander beabstandeten alternativen Behältern 2, 3. Im Unterschied zur zuvor
beschriebenen Ausführungsform weisen hierbei die Laufstege 16, 17 des unteren Systembehälters
3 jeweils eine Aussparung 24a, 24b auf. Die übrigen Elemente sind identisch zu der
zuvor beschriebenen Ausführungsform ausgebildet und mit denselben Bezugszeichen versehen.
[0042] Wie auch bei der ersten Ausführungsform in den Figuren 1 und 2 sind die Laufschienen
18, 19 jeweils von einer Ausnehmung unterbrochen, in welcher die Koppelungsvorrichtung
angeordnet ist, wie dies exemplarisch der Ausnehmung 25 an der Laufschiene 18 zu entnehmen
ist, in welcher die Koppelungsvorrichtung 12 angeordnet ist.
[0043] Eine besonders schnelle Befestigung des oberen Behälters 2 an dem unteren Systembehälter
3 kann hierbei dadurch erfolgen, dass die Laufschienen 18, 19 des oberen Behälters
2 nicht über die gesamte Länge der Laufstege 16, 17 eingeschoben werden müssen, sondern
nur zu einem kleineren Teil. So können bei dieser Ausführungsform die hinteren Abschnitte
der Laufschienen 18, 19 vertikal von oben durch die Aussparungen 24a, 24b in die Führungsschienen
14, 15 eingesetzt werden und anschließend bis zur Arretierposition in Einschubrichtung
entlang der Führungsschienen 14, 15 eingeschoben werden. Vorteilhaft sind dabei die
Aussparungen 24a, 24b etwa mittig zwischen dem vorderen offenen Ende und dem hinteren
geschlossenen Ende der Führungsschienen 14, 15 angeordnet, so dass über die vorderen
und hinteren Abschnitte der Laufstege 16, 17 gleichermaßen Haltekraft übertragbar
ist. Für eine einfache Montage ist vorgesehen, dass die Länge der Aussparungen 24a,
24b in Einschubrichtung mindestens der Erstreckung der hinteren Abschnitte der Laufstege
16, 17 entspricht, was ein vertikales Einsetzen ermöglicht. Es kann jedoch auch vorgesehen
sein, dass die Länge der Aussparungen 24a, 24b geringer ist als die Erstreckung der
hinteren Abschnitte der Laufstege 16, 17, so dass ein Einsetzen nur unter einem Winkel
durch Verkippen möglich ist.
[0044] In einer nicht gezeigten Ausführungsform kann zudem vorgesehen sein, dass die Koppelungsvorrichtungen
12 in der eingeschobenen Arretierposition mit entsprechenden Gegenelementen in den
Führungsschienen 14, 15 zusammenwirken, so dass hierdurch eine zusätzliche oder alternative
Arretiervorrichtung gebildet wird. Diese kann in bekannter Weise durch Zusammendrücken
der Koppelungsvorrichtungen 12 gelöst werden. Durch entsprechende schräge Gleitflächen
kann zudem vorgesehen sein, dass die Koppelungsvorrichtungen 12 automatisch in entsprechende
Gegenelemente, beispielsweise Fallen, eingreifen, wenn der obere Behälter in die hintere
Arretierposition eingeschoben ist. Hierdurch können die bereits vorhandenen Koppelungsvorrichtungen
12 neben der gegenseitigen Arretierung gleichartiger Systembehälter intuitiv auch
zur lösbaren Fixierung an den Führungsschienen 14, 15 verwendet werden.
[0045] Zusätzlich können bei den gezeigten Ausführungsformen auch an dem Deckelteil 5 des
oberen Behälters 2,2 ebenfalls Führungsschienen entsprechend den Führungsschienen
14, 15, jedoch lediglich mit geringerem gegenseitigem Abstand, angeordnet sein, so
dass auch auf dem oberen Behälter 2, 2 ein weiterer kleinerer Systembehälter stapelbar
und befestigbar ist. Über den weiteren Tragegriff 23 des oberen Behälters 2, 2 bzw.
den Tragegriff des obersten Behälters kann damit das gesamte Transportsystem einfach
gegriffen und transportiert werden.
[0046] Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt die Figur 4. Bei diesem Ausführungsbeispiel
ist an dem Deckelteil 9 des unteren Systembehälters 3 eine weitere Führungsschiene
27 zwischen den beiden Führungsschienen 14 und 15 und parallel zu diesen angeordnet,
welche ebenfalls mit Laufstegen 28 und 29 ausgestattet ist, die den Laufstegen 16
bzw. 17 der äußeren Führungsschienen 14 bzw. 15 gegenüberstehen. Auf diese Weise lassen
sich mehrere, kleinere obere Behälter nebeneinander auf dem Deckelteil 9 des unteren
Systembehälters 3 befestigen.
Bezugszeichenliste
[0047]
- 1
- Transportsystem
- 2
- Oberer Behälter
- 3
- Unterer Systembehälter
- 4
- Bodenteil des oberen Behälters
- 5
- Deckelteil des oberen Behälters
- 6
- Verschlusslasche des oberen Behälters
- 7
- Tragegriff des oberen Behälters
- 8
- Bodenteil des unteren Systembehälters
- 9
- Deckelteil des unteren Systembehälters
- 10
- Verschlusslasche des unteren Systembehälters
- 11
- Tragegriff des unteren Systembehälters
- 12
- Koppelungsvorrichtung
- 13
- Koppelungselement
- 14
- Erste Führungsschiene
- 15
- Zweite Führungsschiene
- 16
- Erster Laufsteg
- 17
- Zweiter Laufsteg
- 18
- Erste Laufschiene
- 19
- Zweite Laufschiene
- 20
- Arretiernase
- 21
- Arretieranschlag
- 22
- Seitenausnehmung
- 23
- Weiterer Tragegriff des oberen Behälters
- 24a, 24b
- Aussparung
- 25
- Ausnehmung
1. Stapelbarer Systembehälter (3) mit einem Bodenteil (8) und einem an dem Bodenteil
(8) schwenkbar befestigten Deckelteil (9), welches an einer Oberseite zwei voneinander
beabstandete Führungsschienen (14, 15) zur formschlüssigen Aufnahme eines weiteren
Behälters (2) aufweist, wobei die Führungsschienen (14, 15) jeweils einen Laufsteg
(16, 17) aufweisen, der von einem weiteren Behälter (2) untergreifbar ist, wobei die
Laufstege (16, 17) in Richtung zueinander vorstehen und wobei an dem Deckelteil (9)
mindestens eine nach oben vorstehende Arretiernase (20) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Arretiernase (20) in einer der Führungsschienen (14; 15) integral
aufgenommen ist.
2. Stapelbarer Systembehälter (3) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschienen (14; 15) parallel zueinander ausgerichtet sind.
3. Stapelbarer Systembehälter (3) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Laufstege (16; 17) jeweils mindestens eine Aussparung (24a; 24b) aufweisen.
4. Stapelbarer Systembehälter (3) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass an dem Deckelteil (9) eine weitere Führungsschiene (27) zwischen den zwei Führungsschienen
(14; 15) angeordnet ist.
5. Stapelbarer Systembehälter (3) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschienen (14; 15; 27) integral mit dem Deckelteil (9) ausgebildet sind.
6. Transportsystem (1), umfassend mindestens einen Systembehälter (3) und einen Behälter
(2), wobei an dem Deckelteil (9) des Systembehälters (3) Führungsschienen (14; 15;
27) mit jeweils einem Laufsteg (16; 17; 28; 29) angeordnet sind, welche von komplementären
Laufschienen (18, 19) des Behälters (2) haltend hintergriffen werden, wobei die Laufstege
(16; 17; 28; 29) in Richtung zueinander vorstehen und wobei an dem Deckelteil (9)
mindestens eine nach oben vorstehende Arretiernase (20) angeordnet ist, und der Behälter
(2) einen korrespondierenden Arretieranschlag (21) aufweist zur Arretierung des Behälters
(2) in einer eingeschobenen hinteren Arretierposition, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils eine Arretiernase (20) an den Führungsschienen (14; 15) zur Führung des Behälters
in Ausziehrichtung angeordnet ist, wobei der Abstand zwischen der Oberkante der Laufschienen
(18; 19) des Behälters (2) und der Unterkante der Arretieranschläge (21) des Behälters
(2) größer ist als die Höhe der Arretiernasen (20) des ersten Systembehälters (3).
7. Transportsystem (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein Arretieranschlag (21) an einer Seitenwand der Laufschienen (18; 19) ausgebildet
ist.
1. Stackable system container (3) having a bottom part (8) and a lid part (9) which is
pivotably attached to the bottom part (8) and which has on an upper side two guide
rails (14, 15) spaced apart from one another for positively receiving a further container
(2), wherein the guide rails (14, 15) each have a running bar (16, 17) which can be
engaged from below by a further container (2), wherein the running bars (16, 17) project
in the direction toward each another and wherein at least one upwardly projecting
locking lug (20) is provided on the lid part (9), characterized in that the at least one locking lug (20) is integrally accommodated in one of the guide
rails (14; 15).
2. Stackable system container (3) according to claim 1, characterized in that the guide rails (14; 15) are aligned parallel to one another.
3. Stackable system container (3) according to one of the preceding claims, characterized in that the running bars (16; 17) each have at least one recess (24a; 24b).
4. Stackable system container (3) according to one of the preceding claims, characterized in that a further guide rail (27) is arranged on the lid part (9) between the two guide rails
(14; 15).
5. Stackable system container (3) according to one of the preceding claims, characterized in that the guide rails (14; 15; 27) are formed integrally with the lid part (9).
6. Transport system (1), comprising at least one system container (3) and a container
(2), wherein running rails (14; 15; 27), each having a running bar (16; 17; 28; 29),
are arranged on the lid part (9) of the system container (3), which running rails
are engaged by complementary running bars (18, 19) of the container (2) in a holding
manner, wherein the running bars (16; 17; 28; 29) projecting in a direction toward
each other and at least one upwardly projecting locking lug (20) being arranged on
the lid part (9), and the container (2) having a corresponding locking stop (21) for
locking the container (2) in a pushed-in rear locking position, characterized in that a locking lug (20) is arranged on each of the guide rails (14; 15) for guiding the
container in pull-out direction, the distance between the upper edge of the running
rails (18; 19) of the container (2) and the lower edge of the locking stops (21) of
the container (2) being greater than the height of the locking lugs (20) of the first
system container (3).
7. Transport system (1) according to claim 6, characterized in that a locking stop (21) is formed on each side wall of the running rails (18; 19).
1. Récipient de système (3) empilable comportant une partie de fond (8) et une partie
de recouvrement (9) fixée de manière à pouvoir pivoter sur la partie de fond (8),
laquelle partie de recouvrement présente, sur une face supérieure, deux rails de guidage
(14, 15) espacés l'un de l'autre pour la réception par complémentarité de forme d'un
autre récipient (2), dans lequel les rails de guidage (14, 15) présentent respectivement
une passerelle (16, 17) qui peut être saisie par en dessous par un autre récipient
(2), dans lequel les passerelles (16, 17) font saillie en direction l'une de l'autre
et dans lequel au moins un ergot d'arrêt (20) faisant saillie vers le haut est prévu
sur la partie de recouvrement (9), caractérisé en ce que l'au moins un ergot d'arrêt (20) est reçu intégralement dans l'un des rails de guidage
(14 ; 15).
2. Récipient de système (3) empilable selon la revendication 1,
caractérisé en ce que les rails de guidage (14 ; 15) sont orientés parallèlement l'un à l'autre.
3. Récipient de système (3) empilable selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les passerelles (16 ; 17) présentent respectivement au moins un évidement (24a ;
24b).
4. Récipient de système (3) empilable selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un autre rail de guidage (27) est disposé sur la partie de recouvrement (9) entre
les deux rails de guidage (14 ; 15).
5. Récipient de système (3) empilable selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les rails de guidage (14 ; 15 ; 27) sont réalisés d'un seul tenant avec la partie
de recouvrement (9).
6. Système de transport (1), comprenant au moins un récipient de système (3) et un récipient
(2), dans lequel des rails de guidage (14 ; 15 ; 27) comportant respectivement une
passerelle (16 ; 17 ; 28 ; 29) sont disposés sur la partie de recouvrement (9) du
récipient de système (3), lesquels rails de guidage sont saisis par l'arrière de manière
à être maintenus par des rails de roulement (18, 19) complémentaires du récipient
(2), dans lequel les passerelles (16 ; 17 ; 28 ; 29) font saillie en direction l'une
de l'autre et dans lequel au moins un ergot d'arrêt (20) faisant saillie vers le haut
est disposé sur la partie de recouvrement (9), et le récipient (2) présente une butée
d'arrêt (21) correspondante pour l'arrêt du récipient (2) dans une position d'arrêt
arrière rentrée, caractérisé en ce que respectivement un ergot d'arrêt (20) est disposé sur les rails de guidage (14 ; 15)
pour le guidage du récipient dans la direction d'extraction, dans lequel la distance
entre le bord supérieur des rails de roulement (18 ; 19) du récipient (2) et le bord
inférieur des butées d'arrêt (21) du récipient (2) est supérieure à la hauteur des
ergots d'arrêt (20) du premier récipient de système (3).
7. Système de transport (1) selon la revendication 6,
caractérisé en ce que respectivement une butée d'arrêt (21) est réalisée sur une paroi latérale des rails
de roulement (18 ; 19).