[0001] Die Erfindung betrifft eine Streck-Biege-Richtanlage nach dem Oberbegriff des Anspruches
1 sowie ein Verfahren zu deren Betätigung nach dem Oberbegriff des Anspruches 10.
[0002] Streck-Biege-Richtanlagen, wie die in Fig. 3 schematisch dargestellte Anlage, sind
Anlagen, die eingesetzt werden, um in eisenhaltigen und nichteisenhaltigen metallischen
Bändern innere Spannungen zu minimieren und dadurch eine bessere Planheit zu erzielen.
Unter metallischen Bändern werden jegliche bandförmigen Materialien verstanden. Der
Begriff "metallisch" umfasst Metalle an sich als auch deren Legierungen. Da die Bänder
nach dem vorhergehenden Walzprozess Unplanheiten aufweisen, wird der Richtprozess
durchgeführt. Diese Unplanheiten entstehen durch unterschiedlich lange Fasern im Material
und zeigen sich durch wellige Verformungen im Band. Dies ist zur Erläuterung in den
Fig. 4a, 4b sowie Fig. 5a bis 5d dargestellt. Hat das bandförmige Material 10 gemäß
Fig. 4a Wellen 12, sind dafür unterschiedliche Faserlängen gemäß Fig. 4b verantwortlich.
Im Hinblick auf die Referenzfaserlänge L
ref weisen die benachbarten Fasern eine unterschiedliche Differenzlänge ΔL auf. Diese
welligen Verformungen können sich im bandförmigen Material 10 als Mittelwellen 13
gemäß Fig. 5a, als Randwellen 14 gemäß Fig. 5b, als einseitige Randwellen gemäß Fig.
5c oder als eine Kombination von Randwellen 14 und Mittelwellen 13 darstellen.
[0003] Für den Veredelungsprozess wird in der in Fig. 3 dargestellten Streck-Biege-Richtanlage
das von einem auf einer Abhaspel angeordneten Coil in Laufrichtung 24 zugeführte,
bandförmige Material 10 mithilfe von einem Brems-S-Block 16 und einem Zug-S-Block
18 ein Hochzugbereich erzeugt, in dem das bandförmige Material 10 gestreckt wird.
(Die Bezeichnung "S" wird verwendet, um zu verdeutlichen, dass das Band in diesen
Bereichen S-förmig um Walzen geführt wird.) Der auftretende Zug wird über eine Messvorrichtung
22 gemessen. Zusätzlich wird das Band im Biege-Richt-Aggregat 26 Wechselbiegungen
unterzogen. Durch diese beiden Maßnahmen werden die kürzeren Fasern an die längeren
angeglichen und Eigenspannungen abgebaut. Das so gerichtete bandförmige Material wird
anschließend auf einem Recoiler 28 wieder aufgewickelt.
[0004] Um die Wechselbiegung im Biege-Richt-Aggregat 26 zu erzeugen, werden gemäß Fig. 6,
7a, 7b präzise Richtwalzen 30 von oben und unten über die gesamte Bandbreite eingesetzt.
Diese Richtwalzen 30 werden, um ein Durchhängen zu vermeiden, von kürzeren Stützrollen
32 abgestützt. Da Unplanheiten im bandförmigen Material 10 partiell auftreten, z.B.
im Randbereich, sind die Stützungen der unteren Richtwalzen 30 einstellbar ausgeführt.
Dadurch wird es möglich, den Richtwalzen 30 eine Biegekontur einzustellen, um eine
gezielte Streckung der kürzeren Fasern zu erzeugen. Bei beidseitigen Randwellen 14
werden beispielsweise die inneren Stützungen angehoben, um die kürzeren, in der Bandmitte
liegenden Fasern zu strecken.
[0005] Für den Richtprozess kann zusätzlich nach dem Stand der Technik ein Unplanheit-Mess-System
(UMS), das von der Ungerer Technology GmbH bezogen werden kann, gemäß Fig. 8 eingesetzt
werden. Dieses Unplanheit-Mess-System wurde speziell zur Messung der Unplanheit bei
Bändern mit relativ niedrigen spezifischen Bandzügen konzipiert. Es ermittelt die
Unplanheiten über die gesamte Bandbreite des Produktes nach dem Zug-S-Block 18 und
ist in der Lage, die einzelnen Stützungen des Biege-Richt-Aggregats 26 so einzustellen,
dass ein optimales Richtergebnis erzielt wird. Um die Unplanheiten zu erkennen, werden
für das UMS empfindliche Kraftsensoren eingesetzt, welche auf einer feststehenden
Achse montiert werden. Vorzugsweise wird dafür eine Messrolle 36 verwendet. Über nebeneinander
angeordnete Segmente werden unterschiedliche Kräfte vom Band bzw. bandförmigen Material
10, welche durch die Unplanheiten verursacht werden, direkt an die Sensoren übertragen.
Für jedes Segment werden vorzugsweise zwei Kraftsensoren eingesetzt. Diese Messwerte
werden von einer Auswerteeinheit 34 verarbeitet und an den Controller C weitergegeben.
Der Controller C berechnet die optimalen Parameter für den Richtprozess und regelt
damit über eine speicherprogrammierbare Steuerung SPS mittels einer Lageregelung 38
die Einstellung der Stützungen, also der Stützrollen 32. Das UMS ist direkt nach dem
Zug-S-Block 18 im Niederzugbereich möglichst nahe am Richtprozess angeordnet, um die
Totstrecke 42 möglichst gering zu halten. Die Totstrecke ist die Strecke, die das
Material benötigt, um vom Biege-Richt-Aggregat 26 bis zur Messrolle 36 zu gelangen,
bevor an der Messrolle eine Unplanheit festgestellt werden kann, die dann in einem
geschlossenen Regelkreis einen Regelprozess startet.
[0006] Aus der
DE 35 24 382 A1 ist eine Streck-Biege-Richtanlage für ein Bandmaterial mit einem Niederzugbereich
sowie einem Hochzugbereich bekannt. In beiden Bereichen werden Unplanheiten gemessen
und daraus werden über Prozessoren Stellwerte für den Schlupf der Walzen berechnet,
um dadurch einen möglichst gleichmäßigen Zug und damit eine gleichmäßige Qualität
des Bandes zu erhalten. Dabei wird nämlich gleichmäßig auf beiden Seiten die Spannung
gemessen und daraus werden die Stellwerte ermittelt, ein Auswahlmittel zur selektiven
Auswahl zwischen Niederzugbereich oder Hochzugbereich liegt nicht vor.
[0007] In der
DE 22 03 911 A1 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Steuern der Planheit eines Metallbandes
offenbart. Unplanheiten werden durch Abstandssensoren erfasst und im Anschluss erfolgt
eine entsprechende Nachregelung der Eintauchtiefe der Richtrollen. Dies erfolgt über
einen Eingriff einer Regelstrecke, jedoch nicht durch eine Auswahl von Hochdruckbereich
oder Niederzugbereich.
[0008] Aus der
DE 10 2004 043 150 A1 ist ein in Fig. 9 dargestelltes Mess-System bekannt, welches im Hochzugbereich eingesetzt
wird. Dabei wird eine nach dem Biege-Richt-Aggregat 26 angeordnete Walze des Zug-S-Blocks
18- durch eine Messwalze 40 ersetzt. Diese Walze besteht aus einem massiven Körper.
Die Sensoren werden am Umfang des massiven Walzenkörpers eingesetzt und die gesamte
Lauffläche der Messwalze 40 mit einer PU-Beschichtung überzogen. Die Sensoren sind
in der Lage, kleinste Kraftunterschiede im Band zu erfassen. Anschließend werden die
ermittelten Kraftwerte an eine Auswerteelektronik als Auswerteeinheit 34 übermittelt,
dort entsprechend aufgearbeitet und an einen Controller C zur Berechnung von optimalen
Parametern für den Richtprozess in einem geschlossenen Regelkreis übermittelt. Der
Vorteil besteht in einer im Vergleich zum obengenannten UMS-System deutlich kürzeren
Totstrecke 42.
Darstellung der Erfindung
[0009] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe
zugrunde, eine Streck-Biege-Richtanlage und ein Verfahren zu deren Betätigung so auszugestalten,
dass die Qualität der damit bearbeiteten Bänder gesteigert wird.
[0010] Dies wird mit einer Streck-Biege-Richtanlage mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 sowie durch ein Verfahren zu deren Betätigung mit den Merkmalen des Patentanspruches
10 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche.
[0011] Die Streck-Biege-Richtanlage weist dazu ein Zuführmittel zur Zuführung eines bandförmigen
Materials in einen Hochzugbereich und einen Niederzugbereich auf, wobei der Niederzugbereich
dem Hochzugbereich in Laufrichtung des bandförmigen Materials stromabwärts nachgeordnet
ist. Im Hochzugbereich ist ein Biege-Richt-Aggregat angeordnet. Ergänzend sind ein
Messsystem zur Ermittlung erster Messwerte im Hochzugbereich und ein Messsystem zur
Ermittlung zweiter Messwerte im Niederzugbereich vorgesehen. Ein Controller ist zur
Ermittlung der Abweichung der ersten Messwerte von einem vorgegebenen oder vorgebbaren
Sollwerte des Biege-Richtergebnisses vorgesehen und ein Controller zur Ermittlung
der Abweichung der zweiten Messwerte von diesem Sollwert. Von dem oder den Controllern
werden Stellgrößen ermittelt, um innerhalb geschlossener Regelkreise die Abweichungen
zu minimieren. Mit anderen Worten sind also wenigstens zwei Messsysteme, einmal in
einem Hochzugbereich und einmal in einem Niederzugbereich vorgesehen, um die Qualität
des zu verarbeitenden Materials bedarfsweise zu optimieren. Über Auswahlmittel kann
dabei entschieden werden, ob der erste oder der zweite geschlossene Regelkreis zur
Optimierung eingesetzt wird. Eine derartige Auswahl kann nach bestimmten Kriterien
erfolgen, die entweder auf Erfahrungswerten oder Materialkennwerten beruhen, aber
auch erst im Laufe des Prozesses neu gebildet werden können, da im jeweiligen geschlossenen
Regelkreis im Hochzugbereich als auch im Niederzugbereich gleichzeitig gemessen wird,
sodass anhand der so ermittelten Kennwerte eine Optimierung ausgewählt werden kann.
Dadurch lässt sich auf einfache und günstige Weise ein qualitativ hochwertiges Band
herstellen.
[0012] Zu bedenken ist dabei, dass eine Messvorrichtung für den Hochzugbereich bisher in
der Regel nur in Walzwerken eingesetzt wurde, während die im Stand der Technik bekannten
Lösungen außerhalb von Walzwerken Messwerte und insbesondere Planunebenheiten im Niederzugbereich
am Material erfassen, welches durch das im Hochzugbereich angeordnete Biege-Richt-Aggregat
bereits vom Coil kommend gerichtet wurde. Erst die Kombination aus beiden Messvorrichtungen
gestattet jedoch eine optimale Einflussnahme je nach den Gegebenheiten des Bandes,
den Anforderungen an das zu fertigende Material und/oder den Materialeigenschaften.
[0013] Vorzugsweise ist ein einziger Controller zur gleichzeitigen Ermittlung der Abweichung
der ersten als auch der zweiten Messwerte vom Sollwert vorgesehen, sodass die Auswahlmittel
alternativ den ersten oder den zweiten Regelkreis auswählen. Dadurch kann im Controller
ohne weitere Synchronisation zwischen verschiedenen Reglern und Steuerungen eine Optimierung
bereits bei geringen Abweichungen dahingehend vorgenommen werden, dass von dem einen
auf den anderen Regelkreis umgeschaltet wird.
[0014] Günstigerweise ist eine Auswerteeinheit zur Auswertung der ersten und/oder der zweiten
Messwerte vorgesehen, das heißt, es können auch mehr als eine Auswerteeinheit vorgesehen
sein. Die Auswahlmittel werden dadurch befähigt, in Abhängigkeit der Auswertung den
ersten oder den zweiten geschlossenen Regelkreis auszuwählen. Als Auswahlmittel kommt
dabei sowohl eine manuelle als auch eine halbautomatische oder automatische Auswahl
in Betracht, je nachdem welche Vorgaben dem Controller und der Auswerteeinheit gegeben
werden.
[0015] Des Weiteren ist es von Vorteil, wenn Anzeigemittel zur Anzeige der ersten und zweiten
Messwerte vorgesehen sind und/oder die Auswahlmittel zur manuellen Auswahl durch eine
Bedienungsperson vorgesehen sind. Ein Bediener wird damit in die Lage versetzt, anhand
der Anzeige auf einen Blick zu erkennen, wohin sich die Messwerte der beiden Messvorrichtungen
gerade bewegen und damit zu entscheiden, ob er dem ersten oder dem zweiten Regelkreis
den Vorzug gibt.
[0016] Das Messsystem im Hochzugbereich wird vorzugsweise durch eine nach dem Biege-Richt-Aggregat
angeordnete Messwalze gebildet. Dabei ist es insbesondere von Vorteil, wenn dazu eine
Walze eines Zug-S-Blocks, der üblicherweise nach dem Biege-Richt-Aggregat angeordnet
ist, durch eine Messwalze ersetzt wird, an deren Umfang Sensoren eingesetzt sind und
deren Lauffläche mit einer elastischen Beschichtung überzogen ist. Dadurch kann nahezu
unmittelbar nach dem Biege-Richt-Aggregat festgestellt werden, ob sich im Hochzugsbereich
ein qualitativ gutes Ergebnis einstellt, sodass die Totstrecke zwischen Biege-Richt-Aggregat
und Messsystem verkürzt wird. Wird die Messwalze in einer bevorzugten Ausführungsform
als Teil des Zug-S-Blocks ausgebildet, ist kein gesondertes Messsystem oder keine
gesonderte Lagerung für eine derartige Walze erforderlich, stattdessen kann die ohnehin
im Zug-S-Block vorhandene Walze durch die Messvorrichtung ersetzt werden, was die
Kosten des gesamten Aufbaus weiter verringert.
[0017] Das Messsystem zur Ermittlung der zweiten Messwerte im Niederzugbereich ist vorteilhaft
nach dem Zug-S-Block anzuordnen, wobei es möglichst nahe zu diesem Block angeordnet
wird. Eine derartige Anordnung trägt dazu bei, auch für dieses Messsystem die Totstrecke
und dadurch den Ausschuss zu verringern.
[0018] Dabei ist es besonders bevorzugt, wenn die hierfür verwendet Messrolle nebeneinander
angeordnete Messsegmente mit wenigstens einem Sensor, vorzugsweise mit zwei Kraftsensoren
aufweist, da es gerade im Niederzugbereich darauf ankommt, möglichst exakt über die
gesamte Fläche die Unterschiede über die Bandbreite zu erfassen. Während im Hochzugbereich
aufgrund der dort auftretenden Kräfte manche Verformungen nicht wahrnehmbar sind,
treten diese unter geringeren Zugkräften im Niederzugbereich nach elastischer Rückverformung
wieder vermehrt auf und können insofern dort deutlich erkannt werden. Dazu ist einer
feinere Auflösung von Vorteil, was durch die Anordnung der Messsegmente erreicht werden
kann.
[0019] Es ist von Vorteil, wenn ergänzend Speichermittel zur Speicherung von Betriebsparametern
bereitgestellt werden, um einmal festgestellte Betriebsparameter für künftige Prozesse
zu nutzen. Insofern werden diese Betriebsparameter in einer Datenbank gespeichert,
in der die Betriebsparameter gemeinsam mit Daten über das bearbeitete Material hinterlegt
werden. Auf diese Weise kann eine Datenbank und gegebenenfalls auch ergänzt um Expertenwissen
ein Datensatz hinterlegt werden, der bei vergleichbaren Materialien von vornherein
eingesetzt werden kann, um bereits mit einer möglichst guten Näherung von Anfang an
auf der Anlage zu arbeiten. Dadurch kann das Ergebnis schneller optimiert und der
Ausschuss grundsätzlich verringert werden.
[0020] Verfahrensgemäß wird das bandförmige Material dem Hochzug- und Niederzugbereich zugeführt.
Es werden im Hochzugbereich als auch im Niederzugbereich erste bzw. zweite Messwerte
ermittelt und es wird eine Abweichung von einem Sollwert ermittelt. Aufgrund dieser
Abweichung wird eine Stellgröße für das Biege-Richt-Aggregat für beide Messsysteme
berechnet, die zu einer Optimierung des Ergebnisses beitragen können. Aufgrund von
vorgegebenen oder vorgebbaren Kriterien wie einer Abweichung vom Sollwert aber auch
Erfahrungswerten oder Materialkennwerten wird dann ausgewählt, ob mit dem ersten oder
zweiten geschlossenen Regelkreis zur Erzielung des gewünschten Ergebnisses gearbeitet
wird. Damit können sowohl die Vorteile einer Messung im Hochzugbereich als auch die
Vorteile einer Messung im Niederzugbereich gleichzeitig betrachtet werden, sodass
jederzeit entschieden werden kann, in welchen Regelkreisen ein besseres Ergebnis zu
erzielen ist. Das System kann dann manuell, halbautomatisch oder automatisch, je nach
den vorliegenden Informationen und der Ausstattung der Vorrichtung auf den jeweiligen
Regelkreis umgeschaltet werden, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.
[0021] Vorzugsweise erfolgt die Ermittlung der Abweichung der ersten und zweiten Messwerte
mittels eines einzigen Controllers gleichzeitig für beide Messsysteme, sodass alternativ
der erste oder zweite geschlossene Regelkreis ausgewählt wird. Verfahrensgemäß liegen
damit sämtliche Informationen gleichzeitig vor, um eine informierte Entscheidung treffen
zu können.
[0022] Günstigerweise werden die ersten und zweiten Messwerte im Hinblick auf die Erreichung
eines guten Ergebnisses nach vorbestimmten Kriterien ausgewertet, wobei in Abhängigkeit
der Auswertung dann der entsprechende Regelkreis ausgewählt wird. Derartige Kriterien
können zunächst bestimmte Anforderungen an die zu erzielende Qualität des zu bearbeitenden
Bandes sein, es können aber ebenso Materialkennwerte oder Erfahrungswerte sein, die
vom Bediener vorgegeben oder aus einem Expertenwissen entnehmbar sind, das gegebenenfalls
in einer Datenbank hinterlegt ist.
[0023] Für eine manuelle Auswahl werden vorteilhafterweise die ersten und zweiten Messwerte
einem Bediener gleichzeitig angezeigt, sodass dieser den für das zu erzielende Ergebnis
optimalen Regelkreis über Auswahlmittel 48 auswählen kann. Dadurch kann der Bediener
auf einen Blick entscheiden, was im Moment gerade die optimale Lösung ist. Da dies
sich über den Lauf der Zeit selbst bei einem Coil ändern kann, kann dieser Prozess
auch automatisiert und überwacht werden, sodass bedarfsweise ein Hinweis auf einen
geeigneten Umschaltzeitpunkt dem Bediener gegeben werden kann.
[0024] Da das zu bearbeitende Material in Laufrichtung zunächst den Hochzugbereich und dann
den Niederzugbereich durchläuft, ist es besonders von Vorteil, wenn das Verfahren
zunächst anhand der ersten Messwerte aus dem Hochzugbereich in einem ersten geschlossenen
Regelkreis betrieben wird, bis das gerichtete bandförmige Material die Messrolle im
Niederzugbereich erreicht, sodass dann auf den zweiten geschlossenen Regelkreis im
Niederzugbereich umgeschaltet werden kann. Ob ein derartiges Umschalten in diesem
Moment erforderlich ist oder nicht, kann anhand der ermittelten Messwerte bestimmt
werden. Durch eine derartige Ausgestaltung lässt sich die Totstrecke weiter verringern.
[0025] Besonders vorteilhaft ist es, wenn bereits auf der Streck-Biege-Richtanlage ermittelte
Betriebsparameter gemeinsam mit Daten über das zu bearbeitende Material in einer Datenbank
abgespeichert werden und zu einem späteren Zeitpunkt für die Verarbeitung vergleichbarer
Materialien wieder verwendet werden können. Dies verringert die Einrichtzeit und Rüstzeit
und optimiert den Ablauf dahingehend, dass schnell ein gutes Ergebnis erreicht werden
kann. Gegebenenfalls kann dem in der Datenbank vorliegenden Wissen ein Expertenwissen
überlagert werden, das Kenntnisse über bestimmte Materialeigenschaften und damit einhergehende
Betriebsparameter für die Streck-Biege-Richtanlage enthält.
[0026] Sowohl die Streck-Biege-Richtanlage als auch das Verfahren können mit einem Programm
betrieben werden, das mit einem Programmcode eingerichtet und/oder programmiert ist,
um die gewünschten Ergebnisse und Vorteile zu erreichen, wenn der Programmcode auf
einen Computer, einem Prozessor oder einer programmierbaren Hardwarekomponente ausgeführt
wird.
[0027] Weitere Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen und aus der folgenden Beschreibung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels.
[0028] Im Folgenden wird die Erfindung an Hand eines in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels
der Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Anordnung der Komponenten der
Erfindung,
- Fig. 2
- einen schematischen Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens,
- Fig. 3
- einen schematischen Aufbau einer Streck-Biege-Richtanlage nach dem Stand der Technik,
- Fig. 4a, 4b
- eine dreidimensionale Darstellung von Randwellen und zugehörigen Faserlängen an einem
zu verarbeitenden Material,
- Fig. 5a bis 5d
- Darstellungen von Mittelwellen, Randwellen, einseitige Randwellen sowie einer Kombination
von Rand- und Mittelwellen an einem zu verarbeitenden Material,
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung eines Richtprozess nach dem Stand der Technik,
- Fig. 7a, 7b
- eine stirnseitige Ansicht sowie eine Seitenansicht von Richtwalzen und Stützrollen
bei einem Richtprozess gemäß Fig. 6,
- Fig. 8
- eine schematische Darstellung eines Unplanheit-Mess-Systems für den Niederzugbereich
nach dem Stand der Technik,
- Fig. 9
- eine schematische Darstellung eines Planheits-Mess-Systems nach der DE 10 2004 043 150A1.
Ausführliche Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele
[0029] Die Erfindung wird jetzt beispielhaft unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen
näher erläutert. Allerdings handelt es sich bei den Ausführungsbeispielen nur um Beispiele,
die nicht das erfinderische Konzept auf eine bestimmte Anordnung beschränken sollen.
Bevor die Erfindung im Detail beschrieben wird, ist darauf hinzuweisen, dass sie nicht
auf die jeweiligen Bauteile der Vorrichtung sowie die jeweiligen Verfahrensschritte
beschränkt ist, da diese Bauteile und Verfahren variieren können. Die hier verwendeten
Begriffe sind lediglich dafür bestimmt, besondere Ausführungsformen zu beschreiben
und werden nicht einschränkend verwendet. Wenn zudem in der Beschreibung oder in den
Ansprüchen die Einzahl oder unbestimmte Artikel verwendet werden, bezieht sich dies
auch auf die Mehrzahl dieser Elemente, solange nicht der Gesamtzusammenhang eindeutig
etwas Anderes deutlich macht.
[0030] Erfindungsgemäß werden erstmals beide Messsysteme für den Hoch- und Niederzugbereich
kombiniert. Dieses System zeichnet sich vorzugsweise durch die Verwendung eines einzigen
Controllers C aus, grundsätzlich können aber auch mehrere Controller verwendet werden.
Dieser vorzugsweise eine Controller C ist in der Lage die Planheitsmesswerte der Messwalze
40 im Hochzugbereich 50 und der Messrolle 36 im Niederzugbereich 52 auszuwerten. Anhand
dieser Werte werden die Stützungen der Richtmaschine verstellt.
[0031] Die Auswerteeinheiten 34 der beiden Messeinheiten sind mit dem Controller verbunden.
Dieser nimmt die Planheitswerte der beiden Einheiten auf und berechnet mit den Messwerten
der aktiven Messeinheit die optimalen Parameter für den Richtprozess. Der Anlagenbediener
bestimmt vorzugsweise, nach welcher der beiden Messeinheiten der Richtprozess geregelt
werden soll. Er ist daher in der Lage, je nach Anforderung und Material, die besser
geeignete Messeinheit zu verwenden und kann diese auch während eines Prozesses wechseln.
Um für den jeweiligen Prozess die beiden Einheiten miteinander vergleichen zu können,
ist es möglich, die Planheitsmesswerte zu visualisieren. Dabei werden die Messwerte
der Messrolle 36 im Niederzugbereich 52 und der Messwalze 40 im Hochzugbereich 50
graphisch und/oder als Zahlenwerte vorzugsweise zeitgleich auf einer Anzeigeeinheit
46 dargestellt.
[0032] Somit wird durch das erfindungsgemäße System eine genauere Anpassung der Stützungen
an die Unplanheiten des Bandes erreicht. Zudem wird es ermöglicht, je nach Materialanforderung,
-legierung und/oder -dicke das besser geeignete System zu verwenden und damit optimale
Richtergebnisse zu erzielen.
[0033] Bei sehr dünnen und weichen Materialien wie zum Beispiel Aluminium könnte es vorkommen,
dass durch den hohen Zug Unplanheiten nicht eindeutig erfasst werden können. Dies
kann durch die elastischen Eigenschaften der Bänder verursacht werden. Wird das Band
mit dem hohen Zug so weit gestreckt, dass es plan erscheint, könnten Unplanheiten
in diesem Moment nicht messbar sein und nach Reduzierung des Zugs durch die elastische
Rückverformung wieder auftreten. In diesem Fall wäre es möglich, das Messsystem während
des Prozesses zu ändern und damit den Prozess zu verbessern.
[0034] Ein weiterer Vorteil ist, dass Ausschuss bei Materialien, bei denen bessere Richtergebnisse
mit der Messrolle 36 im Niederzugbereich 52 erzielt werden, dauerhaft reduziert werden
kann. Dazu wird zunächst die Messwalze 40 im Hochzugbereich 50 aktiviert und nach
der Totstrecke zur Messrolle 36 im Niederzugbereich 52 umgeschaltet.
[0035] Die Messwalze 40 im Hochzugbereich 50 hingegen eignet sich beispielsweise für hochfeste
Materialien. Da das Band deutlich fester ist, werden die Unplanheiten nicht durch
den hohen Zug verfälscht. Daher kann für diesen Fall dauerhaft die Messwalze 40 im
Hochzugbereich 50 eingesetzt und damit der Vorteil der wesentlich kürzeren Totstrecke
ausgenutzt werden.
[0036] Nachdem das bandförmige Material 10 eingefädelt wurde, kann die die Anlage gestartet
werden. Zunächst arbeitet der Controller C mit den Werten der Hochzug-Messwalze 40,
da deren Totstrecke deutlich geringer ist. Als Totstrecke wird dabei die Materiallänge
verstanden, die infolge der Regelstrecke von einer Stelleinrichtung, dem Biege-Richt-Aggregat
26, bis zum Messpunkt erforderlich ist, bevor eine erfasste Unplanheit durch einen
Reglereingriff am Biege-Richt-Aggregats 26 zu einer Beeinflussung der erfassten Unplanheit
führt. Der Controller C stellt das Biege-Richt-Aggregat 26 entsprechend mit den berechneten
Parametern ein, um das optimale Richtergebnis zu erzielen. Nachdem das gerichtete
Band die Niederzug-Messrolle 36 erreicht hat, schaltet der Controller C eigenständig
von der Hochzug-Messwalze 40 zur Niederzug-Messrolle 36 um und regelt die Stützrollen
32 des Biege-Richt-Aggregats mit den Messwerten der Niederzug-Messrolle 36, sofern
nicht eine anderweite Einstellung vom Bediener über die Eingabemittel 49 oder von
der Streck-Biege-Richtanlage z.B. aufgrund von der Maschine bereits bekannter früherer
Ergebnisse vorgegeben wird.
[0037] Der Anlagenbediener kann jederzeit manuell über Eingabemittel 49 eingreifen und den
Controller C beliebig umstellen. Über die Eingabemittel 49 kann er auch Prozessdaten
ein- und vorgebenDes Weiteren kann der Anlagenbediener eine Datenbank 44 anlegen,
in der z.B. für vorgegebene oder bereits schon einmal auf der Anlage gerichtete Materialien
Parameter für den Prozess abgespeichert werden können. Dadurch kann der Controller
C bei sich wiederholenden Aufträgen eigenständig die optimale Messrolle 36 bzw. Messwalze
40 auswählen.
[0038] In der Datenbank 44 können neben den Daten über bereits auf der Anlage erfolgte Prozesse
auch weitere Daten hinterlegt werden, wie zum Beispiel eine Zuordnung bestimmter Betriebsparameter
zu bestimmten Materialien oder auch ein Expertenwissen. Bei einem Expertenwissen handelt
es sich um Informationen, wie ein erfahrener Bediener die Streck-Biege-Richtanlage
betreiben würde und mit welchen Parametern er arbeiten würde, um ein gutes Ergebnis
zu erzielen. Hier können auch weitere physikalische Eigenschaften eingepflegt werden,
wie die Betriebsgeschwindigkeit oder temperaturabhängige Eigenschaften.
[0039] Da sich sowohl die Messwalze 40 im Hochzugbereich 50 als auch die Messrolle 36 im
Niederzugbereich 52 im Eingriff befinden und ihre Messwerte anzeigen, ist es möglich,
die Messwerte der beiden Messeinrichtungen zu interpolieren und miteinander von der
Software vergleichen zu lassen. Das wird ermöglicht, indem man bspw. einen Mittelwert
je Messeinrichtung bildet und diesen mit definierten Grenzen bei einen Intervall von
bspw. 50 Regelzyklen bestimmt. Je nach Ergebnis und Auswertung der Software, kann
der Controller C dann selbstständig entscheiden, welches Messsystem das geeignetere
ist. Diese Umschaltung kann automatisch erfolgen oder es kann eine Empfehlung an den
Anlagenbediener ausgesprochen werden.
[0040] Fig. 2 zeigt schematisch einen Verfahrensablauf. Im Schritt 100 wird bandförmiges
Material 10 einem Hochzugsbereich 50 und einem Niederzugsbereich 52 zugeführt. Das
so zugeführte Material wird im Schritt 101 mittels einer Messeinrichtung im Hochzugsbereich
gemessen, wobei Planheitsabweichungen als erste Messwerte ermittelt werden. Nach dem
Hochzugbereich gelangt das bandförmige Material in den Niederzugbereich 52 und dort
erfolgt im Schritt 102 ebenfalls ein Messen der Planheitsabweichungen. Dies führt
zu den zweiten Messwerten.
[0041] Im Schritt 103 erfolgt ein Vergleich der Planheitsabweichungen mit einem Sollwert
für die Planheitsabweichungen. Ist die Planheitsabweichung kleiner gleich dem Sollwert
wird die Streck-Biege-Richtanlage mit diesen Betriebsparametern betrieben. Wird der
Sollwert nicht eingehalten, wird im Schritt 104 vorzugsweise anhand vorgegebener Kriterien
ausgewählt, ob mit der Regelstrecke im Hochzugbereich oder im Niederzugbereich Einfluss
auf das Ergebnis und damit auf die Planheitsabweichung genommen wird. Je nachdem,
welche Strecke ausgewählt wird, wird entweder im Schritt 105 oder im Schritt 106 die
Stellgröße für den Hochzugbereich 50 oder den Niederzugbereich 52 berechnet. Die Stellgröße
wird dann im Schritt 107 auf das Biege-Richt-Aggregat 26 angewandt und das Verfahren
springt dann zurück zu Schritt 101 und 102, um die Planheitsabweichungen im Hochzugbereich
50 bzw. im Niederzugbereich 52 zu messen. Das Verfahren beginnt dann von vorne.
[0042] Für die Auswahl der Regelstrecke im Schritt 104 und die Bestimmung der Stellgröße
in den Schritten 105 und 106 können auch Informationen angewandt werden, die aus einer
Datenbank 44 stammen, in die Betriebsparameter aus früheren Prozessen, Materialkennwerte
oder auch ein Expertenwissen Eingang gefunden haben.
Bezugszeichenliste
[0043]
- 10
- bandförmiges Material
- 12
- Welle
- 13
- Mittelwelle
- 14
- Randwelle
- 16
- Brems-S-Block
- 18
- Zug-S-Block
- 20
- Abhaspel
- 22
- Messvorrichtung
- 24
- Laufrichtung
- 26
- Biege-Richt-Aggregat
- 28
- Recoiler
- 30
- Richtwalze
- 32
- Stützrolle
- 34
- Auswerteeinheit
- 36
- Messrolle
- 36a
- Messsegment
- 38
- Lageregelung
- 40
- Messwalze im Hochzugbereich
- 42
- Totstrecke
- 44
- Datenbank
- 46
- Anzeigeeinheit
- 48
- Auswahlmittel
- 49
- Eingabeeinheit
- 50
- Hochzugbereich
- 52
- Niederzugbereich
- Lref
- Referenzlänge
- ΔL
- Differenzlänge
- C
- Controller
- SPS
- Speicherprogrammierte Steuerung
- 100 bis 108
- Verfahrensschritte
1. Streck-Biege-Richtanlage mit
- einem Zuführmittel zur Zuführung eines bandförmigen Materials (10) entlang einer
Laufrichtung (24) in einen Hochzugbereich (50) und einen Niederzugbereich (52), wobei
der Niederzugbereich (52) in Laufrichtung (24) dem Hochzugbereich (50) stromabwärts
nachgeordnet ist,
- einem Biege-Richt-Aggregat (26), das im Hochzugbereich (50) angeordnet ist,
- wenigstens einem Messsystem zur Ermittlung erster Messwerte im Hochzugbereich (50),
- einem Controller (C), der zur Ermittlung einer Abweichung der ersten Messwerte von
einem vorgegebenen oder vorgebbaren Sollwert des Biege-Richtergebnisses und zur Ermittlung
wenigstens einer Stellgröße für das Biege-Richt-Aggregat (26) in Abhängigkeit der
ermittelten Abweichung innerhalb eines ersten geschlossenen Regelkreises bestimmt
und geeignet ist,
- einem Stellmittel zur Beeinflussung der Stellgröße,
- wobei ergänzend wenigstens ein Messsystem zur Ermittlung zweiter Messwerte im Niederzugbereich
vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Controller (C) zur Ermittlung einer Abweichung der zweiten Messwerte von dem
vorgegebenen oder vorgebbaren Sollwert des Biege-Richtergebnisses und zur Ermittlung
der wenigstens einen Stellgröße in Abhängigkeit der ermittelten Abweichung innerhalb
eines zweiten geschlossenen Regelkreises bestimmt und geeignet ist, und
dass Auswahlmittel (48) vorgesehen sind, die dazu bestimmt und geeignet sind, den
ersten oder den zweiten geschlossenen Regelkreis zur Verringerung der Abweichung der
ersten und/oder zweiten Messwerte von dem vorgegebenen oder vorgebbaren Sollwert auszuwählen.
2. Streck-Biege-Richtanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Controller ein einziger Controller (C) ist, der zur gleichzeitigen Ermittlung
der Abweichung der ersten und der zweiten Messwerte von dem vorgegebenen oder vorgebbaren
Sollwert bestimmt und geeignet ist, und dass die Auswahlmittel (48) dazu bestimmt
und geeignet sind, alternativ den ersten oder den zweiten geschlossenen Regelkreis
auszuwählen.
3. Streck-Biege-Richtanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Auswerteeinheit (34) zur Auswertung der ersten und der zweiten Messwerte
vorgesehen ist und dass die Auswahlmittel (48) dazu bestimmt und geeignet sind, in
Abhängigkeit der Auswertung den ersten oder den zweiten geschlossenen Regelkreis auszuwählen.
4. Streck-Biege-Richtanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Anzeigemittel (46) zur Anzeige der ersten und der zweiten Messwerte vorgesehen sind
und/oder dass die Auswahlmittel (48) zur manuellen Auswahl durch eine Bedienungsperson
vorgesehen sind.
5. Streck-Biege-Richtanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Messsystem zur Ermittlung der ersten Messwerte im Hochzugbereich
(50) durch eine nach dem Biege-Richt-Aggregat (26) angeordnete Messwalze (40) gebildet
ist.
6. Streck-Biege-Richtanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Walze eines Zug-S-Blocks (18) durch die Messwalze (40) ersetzt ist, an deren
Umfang Sensoren eingesetzt sind und deren Lauffläche mit einer elastischen Beschichtung
überzogen ist.
7. Streck-Biege-Richtanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Messsystem zur Ermittlung der zweiten Messwerte durch eine nach
dem Biege-Richt-Aggregat (26) und nach dem Zug-S-Block (18) im Niederzugbereich (52)
angeordnete Messrolle (36) gebildet ist
8. Streck-Biege-Richtanlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Messrolle (36) nebeneinander angeordnete Messsegmente (36a) mit wenigstens einem
Sensor, vorzugsweise mit zwei Kraftsensoren, aufweist.
9. Streck-Biege-Richtanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Speichermittel zur Speicherung der infolge des ersten oder zweiten geschlossenen
Regelkreises eingestellten Betriebsparameter vorgesehen sind und dass eine Datenbank
(44) vorgesehen ist, die dazu bestimmt und geeignet ist, diese Betriebsparameter gemeinsam
mit Daten über das mit diesen Betriebsparametern bearbeitete Material zu hinterlegen.
10. Verfahren zum Betrieb zum Betrieb einer Streck-Biege-Richtanlage nach einem der vorhergehenden
Ansprüche mit den Schritten:
- Zuführen eines bandförmigen Materials (10) entlang einer Laufrichtung (24) in einen
Hochzugbereich (50) und einen Niederzugbereich (52), wobei ein Biege-Richt-Aggregat
(26) im Hochzugbereich (50) angeordnet ist und wobei der Niederzugbereich (52) in
Laufrichtung (24) dem Hochzugbereich (50) stromabwärts nachgeordnet ist
- Ermitteln erster Messwerte im Hochzugbereich (50),
- Ermitteln einer Abweichung der ersten Messwerte von einem vorgegebenen oder vorgebbaren
Sollwert des Biege-Richtergebnisses,
- Ermitteln wenigstens einer Stellgröße für das Biege-Richt-Aggregat (26) in Abhängigkeit
der ermittelten Abweichung innerhalb eines geschlossenen Regelkreises,
- Ermitteln zweiter Messwerte im Niederzugbereich (52),
gekennzeichnet durch
- Ermitteln einer Abweichung der zweiten Messwerte von dem vorgegebenen oder vorgebbaren
Sollwert des Biege-Richtergebnisses.
- Ermitteln der wenigstens einen Stellgröße in Abhängigkeit der ermittelten Abweichung
innerhalb eines zweiten geschlossenen Regelkreises,
- Auswählen des ersten oder des zweiten geschlossenen Regelkreises zur Verringerung
der Abweichung der ersten und/oder zweiten Messwerte von dem vorgegebenen oder vorgebbaren
Sollwert.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Abweichung der ersten und der zweiten Messwerte von dem vorgegebenen oder vorgebbaren
Sollwert gleichzeitig mittels eines einzigen Controllers (C) ermittelt wird und dass
alternativ der erste oder der zweite geschlossene Regelkreis ausgewählt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und die zweiten Messwerte im Hinblick auf die Erreichung eines Biege-Richtergebnisses
nach vorbestimmten Kriterien ausgewertet werden und dass in Abhängigkeit der Auswertung
der erste oder der zweite geschlossene Regelkreis ausgewählt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und zweiten Messwerte einem Bediener gleichzeitig angezeigt werden und/oder
dass der erste oder der zweite geschlossene Regelkreis von einer Bedienungsperson
manuell auswählbar ist.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren zunächst an Hand der ersten Messwerte aus dem Hochzugbereich (50) im
ersten geschlossenen Regelkreis betrieben wird, bis das gerichtete bandförmige Material
(10) die Messrolle (36) im Niederzugbereich (52) erreicht hat, und dass anschließend
auf den zweiten geschlossenen Regelkreis im Niederzugbereich (52) umgeschaltet wird.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Abspeichern bereits zuvor beim Betrieb der Streck-Biege-Richtanlage ermittelter Betriebsparameter
für die Streck-Biege-Richtanlage gemeinsam mit Daten über das mit diesen Betriebsparametern
bearbeitete Material in einer Datenbank (44) und Verwenden der hinterlegten Daten
für die Bearbeitung vergleichbarer Materialien.
16. Programm mit einem Programmcode eingerichtet und/oder programmiert zum Betrieb der
Streck-Biege-Richtanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 9 und/oder zum Durchführen
des Verfahrens nach einem der Ansprüche 10 bis 15, wenn der Programmcode auf einem
Computer, einem Prozessor oder einer programmierbaren Hardwarekomponente ausgeführt
wird.
1. A stretching-bending-straightening system, comprising
- a feed means for feeding a strip-shaped material (10) in a movement direction (24)
into a high-tension region (50) and a low-tension region (52), wherein the low-tension
region (52) is arranged downstream of the high-tension region (50) in the movement
direction (24),
- a bending-straightening apparatus (26), which is situated in the high-tension region
(50),
- at least one measuring system for determining first measured values in the high-tension
region (50),
- a controller (C), which is intended and suitable for determining a deviation of
the first measured values from a predefined or predefinable desired value of the bending-straightening
result and for determining at least one manipulated variable for the bending-straightening
apparatus (26) depending on the determined deviation within a first closed control
loop,
- an adjustment means for influencing the manipulated variable,
- wherein there is provided in addition at least one measuring system for determining
second measured values in the low-tension region,
characterized in that a controller (C) is intended and suitable for determining a deviation of the second
measured values from the predefined or predefinable desired value of the bending-straightening
result and for determining the at least one manipulated variable depending on the
determined deviation within a second closed control loop, and
in that selection means (48) are provided that are intended and suitable for selecting the
first or the second closed control loop in order to reduce the deviation of the first
and/or second measured values from the predefined or predefinable desired value.
2. A stretching-bending-straightening system in accordance with claim 1, characterized in that the controller is a single controller (C), which is intended and suitable for determining
simultaneously the deviation of the first and the second measured values from the
predefined or predefinable desired value, and in that the selection means (48) are intended and suitable for selecting the first or the
second closed control loop alternatively.
3. A stretching-bending-straightening system in accordance with claim 1 or 2, characterized in that at least one analysis unit (34) for analyzing the first and/or the second measured
values is provided, and in that the selection means (48) are intended and suitable for selecting the first or the
second closed control loop depending on the analysis.
4. A stretching-bending-straightening system in accordance with any one of the preceding
claims, characterized in that display means (48) for displaying the first and second measured values are provided
and/or in that the selection means (48) are provided for manual selection by an operator.
5. A stretching-bending-straightening system in accordance with any one of the preceding
claims, characterized in that the at least one measuring system for determining the first measured values in the
high-tension region (50) is formed by a measuring roller (40) arranged after the bending-straightening
apparatus (26).
6. A stretching-bending-straightening system in accordance with claim 5, characterized in that a roller of a tension S-block (18) is replaced by the measuring roller (40) having
sensors deployed on its circumference, the running surface of the measuring roller
being covered by a resilient coating.
7. A stretching-bending-straightening system in accordance with any one of the preceding
claims, characterized in that the at least one measuring system for determining the second measured values is formed
by a measuring roller (36) arranged after the bending-straightening apparatus (26)
and after the tension S-block (18) in the low-tension region (52).
8. A stretching-bending-straightening system in accordance with claim 7, characterized in that the measuring roller (36) has adjacently arranged measuring segments (36a) having
at least one sensor, preferably having two force sensors.
9. A stretching-bending-straightening system in accordance with any one of the preceding
claims, characterized in that storage means for storing the operating parameters adjusted as a result of the first
or second closed control loop are provided, and in that a data bank (44) is provided, which is intended and suitable for storing these operating
parameters together with data regarding the material processed by these operating
parameters.
10. A method for operating a stretching-bending-straightening system in accordance with
one of the preceding claims, said method comprising the steps:
- feeding a material (10) in strip form in a movement direction (24) into a high-tension
region (50) and a low-tension region (52), wherein a bending-straightening apparatus
(26) is arranged in the high-tension region (50), and wherein the low-tension region
(52) is arranged downstream of the high-tension region (50) in the movement direction
(24),
- determining first measured values in the high-tension region (50),
- determining a deviation of the first measured values from a predefined or predefinable
desired value of the bending-straightening result,
- determining at least one manipulated variable for the bending-straightening apparatus
(26) depending on the determined deviation within a closed control loop,
- determining second measured values in the low-tension region (52), characterized by
- determining a deviation of the second measured values from the predefined or predefinable
desired value of the bending-straightening result,
- determining the at least one manipulated variable depending on the determined deviation
within a second closed control loop,
- selecting the first or the second closed control loop in order to reduce the deviation
of the first and/or second measured values from the predefined or predefinable desired
value.
11. A method in accordance with claim 10, characterized in that the deviation of the first and the second measured values from the predefined or
predefinable desired value is determined simultaneously by means of a single controller
(C), and in that the first or the second closed control loop is selected alternatively.
12. A method in accordance with claim 10 or 11, characterized in that the first and the second measured values are analyzed on the basis of predetermined
criteria in view of achieving a bending-straightening result, and in that the first or the second closed control loop is selected depending on the analysis.
13. A method in accordance with any one of claims 10 to 12, characterized in that the first and second measured values are displayed to an operator simultaneously,
and/or in that the first or the second closed control loop is selectable manually by an operator.
14. A method in accordance with any one of the preceding claims, characterized in that the method is operated initially on the basis of the first measured values from the
high-tension region (50) in the first closed control loop, until the straightened
material (10) in strip form reaches the measuring roller (36) in the low-tension region
(52), and in that a switch is then made to the second closed control loop in the low-tension region
(52).
15. A method in accordance with any one of the preceding claims, characterized by storing, in a data bank (44), operating parameters already determined in advance
during operation of the stretching-bending-straightening system, jointly with data
regarding the material processed with said operating parameters, and using the stored
data for the processing of comparable materials.
16. A program with a program code configured and/or programmed for operation of the stretching-bending-straightening
system in accordance with any one of claims 1 to 9 and/or for execution of the method
in accordance with any one of claims 10 to 15 when the program code is executed on
a computer, a processor or a programmable hardware component.
1. Système d'étirement, de courbure et de redressement, doté
- d'un système d'approvisionnement permettant l'approvisionnement d'un matériau (10)
en forme de bande le long d'une direction de déplacement (24) dans une zone de traction
élevée (50) et une zone de traction faible (52), dans lequel la zone de traction faible
(52) est disposée en aval après la zone de traction élevée (50) dans la direction
de déplacement (24),
- d'un groupe de courbure et redressement (26), qui est disposé dans la zone de traction
élevée (50),
- d'au moins un système de mesure permettant la détermination de premières valeurs
de mesure dans la zone de traction élevée (50),
- d'un dispositif de commande (C), qui est destiné et approprié pour la détermination
d'une déviation des premières valeurs de mesure par rapport à une valeur souhaitée
prédéfinie ou pouvant être prédéfinie du résultat de la courbure et du redressement
et pour la détermination d'au moins une grandeur de réglage pour le groupe de courbure
et redressement (26) en fonction de la déviation déterminée dans une première boucle
de réglage fermée, et
- d'un moyen de réglage permettant d'avoir une influence sur la grandeur de réglage,
- dans lequel, en complément, au moins un système de mesure est prévu pour la détermination
de deuxièmes valeurs de mesure dans la zone de traction faible,
caractérisé en ce qu'un dispositif de commande (C) est destiné et approprié pour la détermination d'une
déviation des deuxièmes valeurs de mesure par rapport à une valeur souhaitée prédéfinie
ou pouvant être prédéfinie du résultat de la courbure et du redressement et pour la
détermination de l'au moins une grandeur de réglage en fonction de la déviation déterminée
dans une deuxième boucle de réglage fermée, et que des moyens de sélection (48), qui
sont destinés et appropriés pour sélectionner la première ou la deuxième boucle de
réglage fermée, sont prévus pour la diminution de la déviation des premières et/ou
deuxièmes valeurs de mesures par rapport à la valeur souhaitée prédéfinie ou pouvant
être prédéfinie.
2. Système d'étirement, de courbure et de redressement selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de commande est un dispositif de commande (C) unique, qui est destiné
et approprié pour la détermination simultanée de la déviation des premières et deuxièmes
valeurs de mesure par rapport à la valeur souhaitée prédéfinie ou pouvant être prédéfinie,
et que des moyens de sélection (48) sont destinés et appropriés pour sélectionner
alternativement la première ou la deuxième boucle de réglage fermée.
3. Système d'étirement, de courbure et de redressement selon la revendication 1 ou la
revendication 2, caractérisé en ce qu'au moins une unité d'évaluation (34) est prévue pour l'évaluation des premières et
deuxièmes valeurs de mesure et que les moyens de sélection (48) sont destinés et appropriés
pour sélectionner, en fonction de l'évaluation, la première ou la deuxième boucle
de réglage fermée.
4. Système d'étirement, de courbure et de redressement selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que des moyens d'affichage (46) sont prévus pour l'affichage des premières et deuxièmes
valeurs de mesure, et/ou que des moyens de sélection (48) sont prévus pour la sélection
manuelle par un opérateur.
5. Système d'étirement, de courbure et de redressement selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que l'au moins un système de mesure est conçu pour la détermination des premières valeurs
de mesure dans la zone de traction élevée (50) par un rouleau de mesure (40) disposé
après le groupe de courbure et redressement (26).
6. Système d'étirement, de courbure et de redressement selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'un rouleau d'un bloc de traction S (18) est remplacé par le rouleau de mesure (40),
sur le périmètre duquel sont insérés des capteurs et dont la surface de roulement
est recouverte d'un revêtement élastique.
7. Système d'étirement, de courbure et de redressement selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que l'au moins un système de mesure est conçu pour la détermination des deuxièmes valeurs
de mesure par un rouleau de mesure (36) disposé après le groupe de courbure et redressement
(26) et après le bloc de traction S (18) dans la zone de traction faible (52).
8. Système d'étirement, de courbure et de redressement selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'au rouleau de mesure (36) présente des segments de mesure (36a) disposés les uns
à côté des autres avec au moins un capteur, de préférence, avec deux capteurs de force.
9. Système d'étirement, de courbure et de redressement selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que des moyens d'enregistrement sont prévus pour l'enregistrement des paramètres de fonctionnement
réglés selon les première ou deuxième boucles de réglage fermées et qu'une banque
de données (44) est prévue, qui est destinée et appropriée pour déposer ces paramètres
de fonctionnement conjointement avec des données concernant le matériau travaillé
avec ces paramètres de fonctionnement.
10. Procédé pour la mise en oeuvre d'un système d'étirement, de courbure et de redressement
selon l'une des revendications précédentes, avec les étapes :
- d'approvisionnement d'un matériau (10) sous forme d'une bande le long d'une direction
de déplacement (24) dans une zone de traction élevée (50) et une zone de traction
faible (52), dans lequel un groupe de courbure et redressement (26) est disposé dans
la zone de traction élevée (50), et dans lequel la zone de traction faible (52) est
disposée en aval après la zone de traction élevée (50) dans la direction de déplacement
(24)
- de détermination de premières valeurs de mesure dans la zone de traction élevée
(50),
- de détermination d'une déviation des premières valeurs de mesure par rapport à une
valeur souhaitée prédéfinie ou pouvant être prédéfinie du résultat de la courbure
et du redressement,
- de détermination d'au moins une grandeur de réglage pour le groupe de courbure et
redressement (26) en fonction de la déviation déterminée dans une boucle de réglage
fermée,
- de détermination de deuxièmes valeurs de mesure dans la zone de traction faible
(52),
caractérisé par
- la détermination d'une déviation des deuxièmes valeurs de mesure par rapport à une
valeur souhaitée prédéfinie ou pouvant être prédéfinie du résultat de la courbure
et du redressement,
- la détermination de l'au moins une grandeur de réglage en fonction de la déviation
déterminée dans une deuxième boucle de réglage fermée,
- la sélection de la première ou de la deuxième boucle de réglage fermée pour la diminution
de la déviation des premières et/ou deuxièmes valeurs de mesure par rapport à la valeur
souhaitée prédéfinie ou pouvant être prédéfinie.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que la déviation des premières et deuxièmes valeurs de mesure par rapport à la valeur
souhaitée prédéfinie ou pouvant être prédéfinie est déterminée simultanément au moyen
d'un dispositif de commande (C) unique et que la première ou la deuxième boucle de
réglage fermée est choisie alternativement.
12. Procédé selon la revendication 10 ou la revendication 11, caractérisé en ce que les premières et deuxièmes valeurs de mesure sont évaluées selon des critères prédéterminés
en ce qui concerne la production d'un résultat de la courbure et du redressement et
que la première, ou la deuxième boucle de réglage fermée est choisie en fonction de
l'évaluation.
13. Procédé selon l'une des revendications 10 à 12, caractérisé en ce que les premières et deuxièmes valeurs de mesure sont affichées simultanément à un opérateur,
et/ou que la première ou la deuxième boucle de réglage fermée peut être choisie manuellement
par un opérateur.
14. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le procédé fonctionne tout d'abord à l'aide des premières valeurs de mesure à partir
de la zone de traction élevée (50) dans la première boucle de réglage fermée, jusqu'à
ce que le matériau en forme de bande (10) ait atteint le rouleau de mesure (36) dans
la zone de traction faible (52) et qu'ensuite on commute vers la deuxième boucle de
réglage fermée dans la zone de traction faible (52).
15. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par un enregistrement de paramètres de fonctionnement pour le système d'étirement de
courbure et de redressement, déterminés déjà auparavant lors de la mise en œuvre du
système d'étirement, de courbure et de redressement, conjointement avec des données
concernant le matériau travaillé avec ces paramètres de fonctionnement dans une banque
de données (44), et l'emploi des données enregistrées pour le travail de matériaux
comparables.
16. Programme avec un code de programme installé et/ou programmé pour la mise en œuvre
du système d'étirement de courbure et de redressement selon l'une des revendications
1 à 9 et/ou pour l'exécution du procédé selon l'une des revendications 10 à 15, lorsque
le code de programme est exécuté sur un ordinateur, un processeur ou un composant
matériel programmable.