[0001] Derartige Spender kommen insbesondere im Sanitärbereich zur Ausgabe von einem bahnförmigen
Flächenprodukt, insbesondere Papier, zum Einsatz, beispielsweise zur Ausgabe von Handtuch-Papier
oder Toiletten-Papier. Von dem im Spendertyp typischerweise aufgerollten bahnförmigen
Flächenprodukt werden beim Auslösen eines Auslösesensors (beispielsweise ein Druckknopf
oder ein berührungsloser Sensor) Bahnabschnitte des bahnförmigen Flächenproduktes
ausgegeben, indem der Elektromotor die Ausgabeeinheit derart antreibt, dass die gewünschte
Länge eines Bahnabschnittes aus dem Spender austritt. Der Benutzer kann dann diesen
Bahnabschnitt selbst abreißen, vorzugsweise an vordefinierten Perforationsstellen.
Es ist grundsätzlich aber auch denkbar, dass der Spender bereits vorbestimmte Bahnabschnitte
vollständig abschneidet und blattweise ausgibt.
[0002] Derartige Spender werden meist von einer im Spender angeordneten Stromquelle, insbesondere
von Batterien, betrieben. Wenn diese Batterien zu schwach werden, besteht das Problem,
dass dann die Spender nicht mehr funktionieren, bis die Batterien ausgetauscht werden.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es einen Spender zu schaffen, der auch bei einer schwachen
oder leeren Stromquelle für den Elektromotor noch funktioniert.
[0004] Erfindungsgemäß wird dies durch die Merkmale des Anspruchs 1 erreicht.
[0005] Der erfindungsgemäße Spender schaltet also bei Unterschreiten einer vorbestimmten
Energiemenge in der Stromquelle (schwache oder leere Batterie) automatisch auf einen
Handbetriebsmodus um, bei dem der Benutzer das bahnförmige Flächenprodukt händisch
aus dem Spender ziehen kann. Typischerweise bleibt dieser Handbetriebsmodus aufrecht
bis ein Servicepersonal neue Batterien (Stromquelle) eingelegt hat. Dann kann der
Spender automatisch oder händisch bedient durch das Servicepersonal wieder den Motorbetriebsmodus
aufnehmen.
[0006] Im Handbetriebsmodus kann nach einer bevor Ausführungsform der Erfindung der Elektromotor
trotz der schwachen oder leeren Stromquelle zum Einsatz kommen und zwar nicht zum
Antreiben, sondern zum Bremsen des bahnförmigen Flächenproduktes, um ein Abreißen
eines vorzugsweise durch Perforationen vordefinierten Bahnabschnittes zu erleichtern.
Für das Abbremsen an vordefinierten Stellen kann man beispielsweise mittels eines
elektronischen Schalters den Elektromotor kurzschließen, womit eine erprobte Bremswirkung
eintritt. Diese Steuerung kann prinzipiell über einen mechanischen Kurzschlussschalter
erfolgen, der beispielsweise in Abhängigkeit vom Drehwinkel einer Messerwalze der
Antriebseinheit gesteuert ist.
[0007] Eleganter ist eine Lösung, bei der trotz der schwachen oder leeren Stromquelle für
die Ausgabeeinheit die elektronische Steuervorrichtung noch weiter arbeitet, indem
sie einen gesonderten Stromspeicher aufweist. Dieser gesonderte Stromspeicher kann
beispielsweise eine Knopfbatterie oder dergleichen sein, die eine lange Lebensdauer
aufweisen, weil der Stromverbrauch der elektronischen Steuervorrichtung nicht besonders
hoch ist.
[0008] Besonders vorteilhaft ist eine Ausführungsform, bei der Motor im Handbetriebsmodus
als Generator arbeitet und beim Abziehen des bahnförmigen Flächenproduktes aus dem
Spender den Stromspeicher zur Stromversorgung für die elektronische Steuervorrichtung
(insbesondere einen Kondensator) auflädt. Dann kann die elektronische Steuervorrichtung
weiterarbeiten, auch wenn die Stromquelle für die Ausgabeeinheit bereits schwach oder
leer ist. Man hat dann die Möglichkeit, nicht nur die oben geschilderte Motorbremswirkung
an vordefinierten Stellen durch die elektronische Steuervorrichtung mittels elektronischen
Schaltern steuern zu lassen, sondern auch eine Kommunikationseinrichtung anzusteuern
und zu versorgen. Mittels dieser Kommunikationseinrichtung kann der aktuelle Betriebsmodus
des Spenders einerseits dem Benutzer aber andererseits auch dem Servicepersonal oder
einer Zentrale angezeigt werden. Insbesondere ist es möglich, den Umschaltmodus anzuzeigen,
bei dem Unterschreiten der Energiemenge in der Stromquelle detektiert wird und anschließend
ein Umschalten auf den Handbetriebsmodus erfolgt. Dies ist nämlich für das Servicepersonal
oder eine Zentrale als Aufforderung zu sehen, die Batterien in der Stromquelle oder
die Stromquelle als Ganzes mit eingebauten neuen Batterien zu wechseln.
[0009] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand der nachfolgenden Figurenbeschreibung
näher erläutert.
- Figur 1a und 1b
- zeigen ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Spenders in stark vereinfachter
Form in einer schematischen Seitenansicht, wobei sich der Spender im Motorbetriebsmodus
befindet.
- Figur 2a und 2b
- zeigen ähnliche Darstellungen wie die Figuren 1a und 1b jedoch im Handbetriebsmodus.
- Figur 3
- zeigt in einer schematischen Schnittansicht ein schematisiert dargestelltes Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Spenders.
- Figur 4
- zeigt einen elektronischen Schaltplan des Ausführungsbeispiels einer elektronischen
Steuervorrichtung.
- Figur 5
- zeigt den Ablauf der Stellung der Ausgabeeinheit, insbesondere Messerwalze zur Ausgabe
eines Bahnabschnitts des bahnförmigen Flächenproduktes im Motorbetriebsmodus.
- Figur 6
- zeigt den gleichen Ablauf wie in Figur 5 im Handbetriebsmodus.
- Figur 7
- zeigt den sogenannten Umschaltmodus, bei dem ein Unterschreiten einer vorbestimmten
Energiemenge der Stromquelle festgestellt wird und automatisch ein Umschalten vom
Motorbetriebsmodus in den Handbetriebsmodus erfolgt.
[0010] Die Figur 1a zeigt einen Spender 1 mit einem Spendergehäuse 2 und einem Auslösesensor
3. Der Spender 1 ist bei diesem Ausführungsbeispiel an eine Wand 4 montiert. Andere
Spenderausbildungen und Montagen sind natürlich auch durchaus denkbar und möglich.
[0011] Der Spender 2 hat im Inneren einen nicht dargestellten Vorrat eines bahnförmigen
Flächenproduktes, das abschnittsweise ausgegeben wird.
[0012] Bei dem in Figur 1a dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein Benutzer 5 durch eine
schematisch dargestellte Hand dargestellt. Bei Annäherung der Hand an den Auslösesensor
3 erfolgt die Ausgabe eines Bahnabschnittes 6a, eines bahnförmigen Flächenproduktes,
beispielsweise eines Handtuchs aus Papier oder eines Toilettenpapiers. Diese Ausgabe
ist in Figur 1b dargestellt. Gemäß dem Pfeil 7 kann dann ein Abriss des Bahnabschnittes
6a vom übrigen bahnförmigen Flächenprodukt im Spender, vorzugsweise entlang einer
Perforationslinie, erfolgen.
[0013] Bei dem in den Figuren 1a und 1b dargestellten Ausführungsbeispielen handelt es sich
um den Motorbetriebsmodus, bei dem eine von einem Elektromotor angetriebene Ausgabeeinheit
das bahnförmige Flächenprodukt ausgibt. Die Ausgabeeinheit wird von einem Elektromotor
angetrieben, der von einer im Spender angeordneten Stromquelle mit Energie versorgt
wird. Die Details dazu werden weiter unten, insbesondere anhand der Figuren 3 und
4, beschrieben.
[0014] Wenn nun im Spender die Stromquelle schwach oder ganz leer wird, also die gespeicherte
Energiemenge unter eine vorbestimmte Schwelle fällt, schaltet der Spender erfindungsgemäß
automatisch in einen Umschaltmodus auf den Handbetriebsmodus um. Bei diesem Handbetriebsmodus
steht im Ruhezustand, im Gegensatz zum Motorbetriebsmodus gemäß Figur 1a, nunmehr
gemäß Figur 2a ein von der Hand des Benutzers 5 erfassbares Stück 6b aus dem Spender
1 vor. Dieses vorstehende Stück 6b kann der Benutzer beispielsweise mit beiden Händen
links und rechts erfassen und gemäß der Richtung des Pfeiles 8 nach unten ziehen.
[0015] Gemäß Figur 2b kann nun der Benutzer händisch in Pfeilrichtung 7 den Bahnabschnitt
6a entlang der Perforierung 9 vom übrigen bahnförmigen Flächenprodukt abreißen. Das
händisch erfassbare Stück 6b bleibt aus dem Spender vorstehend und kann für den nächsten
Bahnabschnitt zum Herausziehen verwendet werden.
[0016] Der Auslösesensor 3 ist im Handbetriebsmodus gemäß den Figuren 2a und 2b funktionslos.
[0017] Nach Einlegen von neuen Batterien oder einem Austausch der Stromquelle für den Elektromotor
kann der Spender wieder nach dem Handbetriebsmodus, gemäß dem Motorbetriebsmodus in
den Figuren 1a und 1b, arbeiten. Dieser Austausch erfolgt vorzugsweise durch ein Servicepersonal.
[0018] In Figur 3 ist ein immer noch sehr schematisches Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Spenders 1 gezeigt. Dieser weist ein Gehäuse 2 auf, in dem alle wesentlichen Komponenten
untergebracht sind. Das Gehäuse 2 ist an der Wand 4 montiert.
[0019] Das zu einer Vorratsrolle aufgewickelte bahnförmige Flächenprodukt 6 wird über eine
obere Umlenkrolle 10, eine Messerwalze 11 und eine untere Umlenkrolle 12 nach unten
geführt und kann in Pfeilrichtung 8, im Motorbetriebsmodus elektrisch angetrieben
und im Handbetriebsmodus händisch gezogen, aus dem Spender austreten. Die Messerwalze
wird von einem Elektromotor 13, beispielsweise über einen Kettenantrieb 14, angetrieben.
Es sind aber auch andere Antriebe wie beispielsweise Zahnräder oder dergleichen möglich.
Bevorzugt steht der Motor ständig in Drehverbindung zur Messerwalze 11, sodass nicht
nur der Elektromotor 13 die Messerwalze 11 antreiben kann, sondern auch eine durch
Abziehen des bahnförmigen Flächenproduktes per Hand hervorgerufene Andrehung der Messerwalze
11 umgekehrt den Elektromotor 13 antreibt und dieser als Generator arbeitet.
[0020] Zur Stromversorgung des Elektromotors 13 ist eine schematisch dargestellte Stromquelle
15 vorgesehen. Zur Steuerung des Elektromotors 13 ist eine elektronische Steuervorrichtung
16 vorgesehen. Die Anordnung der letztgenannten Komponenten im Spender kann je nach
Platzbedarf variieren. Die elektrischen Leitungen sind der Übersichtlichkeit halber
nicht dargestellt. Im Motorbetriebsmodus spricht der Auslösesensor 3 bei Annäherung
eines Benutzers, insbesondere von dessen Hand, an. Die elektronische Steuervorrichtung
bewirkt dann eine Andrehung des Elektromotors 13 und damit der Messerwalze 11. Es
erfolgt die Ausgabe eines Bahnabschnitts einer vordefinierten Länge, wobei ein in
der Messerwalze gelagertes, radial bewegliches, gezacktes Messer 17 in an sich bekannter
Weise eine Perforierung im bahnförmigen Flächenprodukt anbringt, die später ein Abreißen
eines vordefinierten Bahnabschnittes 6a durch den Benutzer erleichtert.
[0021] Hall-Sensoren 18 und 19, die mit einem Magneten 20 in der Messerwalze 11 zusammenwirken,
sind in der Lage die Drehstellung der Messerwalze zu erfassen. Sie geben ihre Signale
an die elektronische Steuervorrichtung weiter.
[0022] Der Spender ist mit einer Kommunikationseinrichtung 21 ausgestattet, die auch eine
optische Anzeige 22 umfassen oder ansteuern kann. Über die Kommunikationseinrichtung
21 kann der Zustand des Spenders, insbesondere ob er sich im Motorbetriebsmodus oder
im Handbetriebsmodus befindet, mitgeteilt werden. Dazu kann auch eine drahtlose Verbindung
beispielsweise über W-LAN oder Bluetooth erfolgen, sodass das Servicepersonal oder
eine Zentrale übe den Zustand des Spenders informiert ist, insbesondere darüber, dass
die Stromquelle eine geringe Energiemenge aufweist und daher ein Umschalten auf den
Handbetriebsmodus erfolgt ist.
[0023] Der Spender gemäß Figur 3 ist nur stark schematisch dargestellt. In der Praxis wird
man oberhalb der dargestellten Vorwärtsrolle des bahnförmigen Flächenproduktes 6 noch
eine weitere Reserverolle anbringen, damit beim Aufbrauch der unteren Vorratsrolle
weiterhin ein bahnförmiges Flächenprodukt zur Ausgabe bereitsteht, indem die Reserverolle
in die Position der Vorratsrolle nachrückt. Die Konstruktion eines solchen Spenders
sowie Aufbauten der Messerwalzen sind beim Stand der Technik bestens bekannt und werden
daher nicht im Einzelnen dargestellt.
[0024] In Figur 4 ist nun ein Ausführungsbeispiel eines Schaltplanes der elektronischen
Steuervorrichtung 16 sowie der angeschlossenen Komponenten dargestellt.
[0025] Zentrale Komponente der elektronischen Steuervorrichtung 16 ist ein Mikroprozessor,
der über die Anschlüsse 16a und 16b mit Strom versorgt wird. Dieser Strom stammt aus
der Stromquelle 15 für den Elektromotor 13 sowie aus dem gesonderten Stromspeicher
23 (Kondensator C2).
[0026] Im Motorbetriebsmodus weist die Stromquelle 15 für den Motor genug Energie auf, um
sowohl den Elektromotor 13 zu betreiben, als auch die elektronische Steuervorrichtung
16 mit Energie zu versorgen.
[0027] Fällt nun die Spannung an den Anschlüssen der Stromquelle, genauer gesagt des in
Serie geschalteten Batteriepaketes 15a, ab, was von einer Einrichtung 24 erfasst wird,
schaltet der Mikroprozessor der elektronischen Steuervorrichtung 16 auf den Handbetriebsmodus
um. Dazu wird der Elektromotor 13 betätig, bis zumindest ein mit der Hand greifbares
Stück aus dem Spender vorsteht. Im Handbetriebsmodus wird der im Motorbetriebsmodus
verwendete Auslösesensor 3 deaktiviert. Die Stromversorgung der elektrischen Steuervorrichtung
16 erfolgt durch einen gesonderten Stromspeicher 23 (Kondensator C2), der jedes Mal,
wenn am Papier gezogen wird, aufgeladen wird, indem die durch das Ziehen am Papier
angetriebene Messerwalze 11 den Elektromotor 13 antreibt und dieser als Generator
arbeitet. Die dabei zur Verfügung gestellte Energie wird im Kondensator C2 gespeichert.
Die Diode D verhindert, dass unnötig Energie in die Stromquelle 15 für den Elektromotor
im Motorbetriebsmodus abfließt, denn diese Energie würde nicht reichen, um den Super-Kondensator
C1 oder allfällige Akkumulatoren (anstelle der Batterien 15a) soweit aufzuladen, dass
wieder ein Motorbetriebsmodus möglich ist. Man beschränkt sich daher vorteilhafterweise
darauf, die vom Motor als Generator gelieferte Energie im Handbetriebsmodus ausschließlich
für die elektronische Steuervorrichtung zu verwenden, indem sie im Kondensator C2
gespeichert wird.
[0028] Damit kann auch im Handbetriebsmodus die elektronische Steuervorrichtung arbeiten,
indem sie über die Kommunikationseinrichtung 21 und die optische Anzeige, beispielsweise
den Status, mitteilt. Es kann aber auch ein weiteres Arbeiten der elektronischen Steuervorrichtung
dadurch erfolgen, dass der Elektromotor 13, bei vorbestimmten Stellungen der Messerwalze
11 abrupt abbremst, um das Abreißen eines Bahnabschnittes des bahnförmigen Flächenproduktes
zu erleichtern. Dieses Abbremsen erfolgt dadurch, dass über einen elektronischen Schalter
25 die Pole des Elektromotors 13 kurzgeschlossen werden.
[0029] Zum Antrieb des Elektromotors 13 im Motorbetriebsmodus ist übrigens ein ähnlich aufgebauter
elektronischer Schalter 26 in der Zuleitung zum Elektromotor 13 vorgesehen. Wenn dieser
Schalter 26 geschlossen ist, bewegt der Motor die Messerwalze und die Ausgabe eines
bahnförmigen Flächenproduktes erfolgt.
[0030] Um bei diesem Motorbetriebsmodus ein schnelles und kräftiges Anlauf des Elektromotors
13 zu gewährleisten, ist beim dargestellten Ausführungsbeispiel die Stromquelle 15
"zweiteilig" aufgebaut. Sie besteht nämlich aus einem Batteriepaket 15a und einem
parallel geschalteten Super-Kondensator C1. Dieser kann zwischen den einzelnen Abgaben
eines bahnförmigen Flächenproduktes von dem Batteriepaket 15a aufgeladen werden und
stellt dann, bei Schließen des Schalters 26, auch hohe Strommengen kurzzeitig für
den Elektromotor 13 zur Verfügung.
[0031] In den Figuren 5, 6 und 7 sind nun die unterschiedlichen Betriebsmodi des Spenders
nochmals anhand der Stellung der Messerwalze 11 bzw. des Messers 17 dargestellt.
[0032] Im Motorbetriebsmodus gemäß Figur 5 arbeitet der Spender elektrisch. Die Ausgabe
des bahnförmigen Flächenproduktes erfolgt, ausgelöst durch den Auslösesensor 13 und
gesteuert durch die elektronische Steuervorrichtung, durch elektrisches Antreiben
der Messerwalze 11. Die Grundstellung ist in Figur 5 oben dargestellt. Sie wird durch
einen der beiden Sensoren 18 oder 19 definiert.
[0033] Wenn nun ein Auslösen des Auslösesensors 18 erfolgt, steuert die Steuervorrichtung
16 den Elektromotor 13 so an, dass sich die Messerwalze 11 in Pfeilrichtung dreht.
Dabei tritt das Messer 11 über einen bekannten Mechanismus, beispielsweise über eine
Hebelanordnung oder eine Kulissenbahn, aus der Messerwalze aus und perforiert dort
das vorher nicht perforierte bahnförmige Flächenprodukt 6. Nach einer vollen Umdrehung
ist die Ausgangsstellung wieder erreicht. Es schaut im Wesentlichen ein Bahnabschnitt
der gewünschten Länge aus dem Spender hervor und kann entlang der Perforation vom
Benutzer abgerissen werden. Dabei ist es hilfreich, wenn der Motor 13 an dieser Endstellung
über den Schalter 25 kurzgeschlossen wird, sodass eine hohe Bremswirkung erzielt wird.
[0034] Im Handbetrieb gemäß der Figur 6 ist die Grundstellung festgestellt durch einen der
beiden Sensoren 18 oder 19 eine andere als im Motorbetriebsmodus. Hier schaut nämlich
gemäß Figur 2a bereits ein Stück 6b des bahnförmigen Flächenproduktes aus dem Spender
1 hervor, sodass es mit der Hand ergriffen und abgezogen werden kann. Dabei wird von
außen die Messerwalze 11 händisch angetrieben. Der Perforationsprozess durch das Messer
17 ist derselbe wie im Motorbetriebsmodus. Nach einer vollen Umdrehung erfolgt wiederum
- vorzugsweise durch Kurzschließen der Pole des Elektromotors - ein abrupter Stopp
desselben, sodass das Abreißen des gewünschten Bahnabschnittes entlang der vorher
angefertigten Perforation leichter möglich ist.
[0035] Zwischen dem in Figur 5 dargestellten Motorbetriebsmodus und dem in Figur 6 dargestellten
Handbetriebsmodus gibt es den in Figur 7 dargestellten Umschaltmodus. Hier erfolgt
zunächst auch eine Auslösung durch den Benutzer über den Auslösesensor 3. Der Elektromotor
13 dreht die Messerwalze 11 an. Die Einrichtung zum Erfassung der an der Stromquelle
15 gespeicherten Energiemenge stellt fest, dass diese Energiemenge einen vorbestimmten
Wert unterschritten hat und teilt dies der elektronischen Steuervorrichtung 16 (Mikroprozessor)
mit. Diese schaltet nun auf den Handbetriebsmodus um, indem er den Elektromotor 13
durch Schließen des Schalters 16 dazu bewegt, nach der Endstellung gemäß Figur 5 (normaler
Motorbetrieb), noch weiter zu drehen, bis ein mit der Hand ergreifbares Stück des
bahnförmigen Flächenproduktes aus dem Spender vorsteht. Bei dem in Figur 4 dargestellten
Ausführungsbeispiel erfolgt sogar noch ein weiteres Drehen der Messerwalze um eine
weitere Drehung, sodass insgesamt mehr als eine vordefinierte Bahnabschnittslänge
aus dem Spender vorsteht. Diese kann dann vom Benutzer gleich abgerissen werden, ohne
dass er daran ziehen muss. Erst der nächste Benutzer ist dann im reinen Handbetriebsmodus
und muss das bahnförmige Flächenprodukt händisch aus dem Spender ziehen. Dabei arbeitet
- wie oben beschrieben - der Elektromotor 13 als Generator und ladet den Stromspeicher
23 (Kondensator C2) zur Stromversorgung des Mikroprozessors auf.
Bezugszeichenliste:
[0036]
- 1
- Spender
- 2
- Gehäuse des Spenders
- 3
- Auslösesensor
- 4
- Wand
- 5
- Benutzer (oder dessen Hand)
- 6
- bahnförmiges Flächenprodukt
- 6a
- Bahnabschnitt des bahnförmigen Flächenproduktes
- 6b
- aus dem Spender hervorstehendes, erfassbares Stück des bahnförmigen Flächenproduktes
6
- 7
- Pfeil
- 8
- Pfeil
- 9
- Perforation
- 10
- obere Umlenkrolle
- 11
- Messerwalze
- 12
- untere Umlenkrolle
- 13
- Elektromotor
- 14
- Antriebskette
- 15
- Stromquelle
- 16
- elektronische Steuervorrichtung
- 17
- Messer der Messerwalze 11
- 18
- Sensor
- 19
- Sensor
- 20
- Magnet
- 21
- Kommunikationseinrichtung
- 22
- optische Anzeige
- 23
- Stromspeicher
- 24
- Einrichtung zum Erfassen der in der Stromquelle gespeicherten Energiemenge
- 25
- elektronischer Schalter
- 26
- elektronischer Schalter
- C1
- Super-Kondensator
- C2
- Kondensator
1. Spender (1) zur Ausgabe eines bahnförmigen Flächenprodukts (6), insbesondere Papier,
mit einer mittels eines Elektromotors (13) angetriebenen Ausgabeeinheit, die von einer
im Spender angeordneten Stromquelle (15) mit Energie versorgt wird und über die in
einem Motorbetriebsmodus das bahnförmige Flächenprodukt (6) aus dem Spender (1) ausgebbar
ist, nachdem ein - vorzugsweise berührungslos arbeitender - Auslösesensor (3) anspricht,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Einrichtung zum Erfassen der in der Stromquelle (15) gespeicherten Energiemenge
vorgesehen ist und dass eine elektronische Steuervorrichtung (16) vorgesehen ist,
die bei Unterschreiten einer vorbestimmten Energiemenge in der Stromquelle (15) die
Ausgabe eines vom Benutzer erfassbaren Stückes des bahnförmigen Flächenprodukts (6)
aus dem Spender (1) hervorruft und den Spender (1) auf einen Handbetriebsmodus umschaltet,
bei dem der Benutzer das bahnförmige Flächenprodukt (6) händisch aus dem Spender (1)
zieht.
2. Spender nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine vom Elektromotor (13) antreibbare Messerwalze (11), um die das bahnförmige Flächenprodukt
(6) herumgeführt ist, wobei die Messerwalze (11) im Inneren zumindest ein, vorzugsweise
gezacktes, Schneidmesser (17) aufweist, das an vorbestimmten Drehpositionen der Messerwalze
(11) durch deren Umfang nach außen tritt und das bahnförmige Flächenprodukt (6) perforiert
oder durchtrennt.
3. Spender nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor (13) dauerhaft mit der Ausgabeeinheit in Antriebsverbindung steht,
wobei eine durch händisches Ziehen am bahnförmigen Flächenprodukt (6) hervorgerufene
Bewegung der Ausgabeeinheit eine Drehung des Elektromotors (13) hervorruft.
4. Spender nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und insbesondere nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor (13) in einem Handbetriebsmodus, bei dem der Benutzer das bahnförmige
Flächenprodukt (6) händisch aus dem Spender (1) zieht, als Generator arbeitet und
einen Stromspeicher (23) zur Stromversorgung der elektronischen Steuervorrichtung
(16) und/oder die den Elektromotor (13) versorgende Stromquelle (15) aufladet.
5. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stromspeicher (23) für die elektronische Steuervorrichtung (16) einerseits und
die Stromquelle (15) für den Elektromotor (13) andererseits gesondert ausgebildet
sind.
6. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stromspeicher (23) für die elektronische Steuervorrichtung (16) zumindest einen
Kondensator (C2) umfasst und/oder die Stromquelle (15) für den Elektromotor (13) mindestens
einen Kondensator aufweist, bevorzugt wobei der Kondensator als Super-Kondensator
(C1) ausgebildet ist, besonders bevorzugt wobei der Super-Kondensator (C1) eine Anordnung
mehrerer in Serie geschalteter Kondensatoren umfasst.
7. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der im Handbetriebsmodus als Generator arbeitende Elektromotor (13) lediglich den
Stromspeicher (C2) für die elektronische Steuervorrichtung (16), nicht aber die den
Elektromotor (13) versorgende Stromquelle (15), aufladet.
8. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein - vorzugsweise elektronischer - Schalter (25) und/oder Widerstand zwischen
den beiden Anschlüssen des Elektromotors (13) zur Realisierung einer Bremswirkung
des Elektromotors (13) und damit der Ausgabeeinheit - vorzugsweise an durch Sensor
(18, 19) erfassten, definierten Stellungen derselben - angeordnet ist.
9. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zum Erfassen der in der Stromquelle gespeicherten Energiemenge eine
Einrichtung zum Erfassen der Spannung oder eines Spannungsabfalls bei Belastung an
den Anschlüssen der Stromquelle umfasst.
10. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Mikroprozessor der elektronischen Steuervorrichtung mit einer Kommunikationseinrichtung
(21) in Verbindung steht oder Teil einer Kommunikationseinrichtung (21) ist, die zumindest
beim Umschalten auf den Handbetriebsmodus ein Signal vom Mikroprozessor erhält.
11. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Umschalten auf den Handbetriebsmodus mittels der vom Elektromotor (13) angetriebenen
Ausgabeeinheit die Ausgabe eines bahnförmigen Flächenproduktes (6) erfolgt, dessen
aus dem Spender (1) vorstehende Länge (6b) größer ist als die durch den Abstand von
Perforationen (9) definierte Standardlänge eines vom bahnförmigen Flächenprodukt abreißbaren
Bahnabschnittes (6a).
12. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Umschalten auf den Handbetriebsmodus eine vom Elektromotor (13) angetriebene
Messerwalze (11) sich seit der elektronischen Auslösung um mehr als eine Umdrehung,
vorzugsweise um mehr als zwei Umdrehungen dreht.
13. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Steuervorrichtung (16) nach dem Umschalten auf den Handbetriebsmodus
den Auslösesensor (3) deaktiviert bis neue Batterien in die Stromquelle (15) eingelegt
werden.
14. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Steuervorrichtung (16) nach einer Ausgabe eines vorbestimmten Bahnabschnittes
am Ende desselben den Elektromotor bremst oder abstoppt, vorzugsweise durch Kurzschließen
der beiden Anschlüsse des Elektromotors (13) mittels eines elektronischen Schalters
(25).
15. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Brems- oder Stoppposition der Ausgabeeinheit, insbesondere der Drehwinkel einer
Messerwalze (11) der Ausgabeeinheit, im Motorbetriebsmodus einerseits und im Handbetriebsmodus
andererseits verschieden ist, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass im Motorbetriebsmodus
nach der Ausgabe eines Bahnabschnittes (6a) kein bahnförmiges Flächenprodukt (6) aus
dem Spender (1) vorsteht, während im Handbetriebsmodus ein händisch greifbares Stück
des bahnförmigen Flächenproduktes (6b) nach jeder Ausgabe eines vorhergehenden Bahnabschnittes
(6a) vorsteht.