[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung von Komponenten in einem tragbaren
Nass-Sauger, wobei der Nass-Sauger einen Behälter zum Auffangen eines Flüssigkeit-Schmutz-Gemischs
umfasst. Die Komponentenanordnung wird insbesondere gekennzeichnet durch eine geneigte
Dichtebene als oberer Abschluss eines Auffangbehälters des Nass-Saugers, wobei die
geneigte Dichtebene eine Filtereinheit umfasst. Darüber hinaus betrifft die Erfindung
in einem zweiten Aspekt einen Nass-Sauger mit einer solchen Komponentenanordnung.
[0002] Häufig ist der auf einer Baustelle entstehende Staub gesundheitsschädlich und sollte
nicht von Menschen eingeatmet werden. Es wird üblicherweise zwischen primären und
sekundären Staub unterschieden. Primärer Staub entsteht bei diversen Anwendungen,
wie dem Bohren, Meißeln oder Schleifen von Oberflächen. Dieser Staub verbreitet sich
in der Luft und kann einfach von Personen in der Nähe eingeatmet werden. Der Staub
kann sich auch auf dem Boden oder anderen Flächen sammeln und wird dadurch zu sekundärem
Staub. Hinsichtlich dieses sekundären Staubs besteht die Gefahr, dass der Staub bei
weiteren Arbeitsschritten wieder aufgewirbelt wird und so in die Atemwege von Arbeitern
oder Passanten gelangt.
[0003] Um primären Staub zu vermeiden, wird üblicherweise ein Entstauber verwendet, der
durch geeignete Systeme oder Anbauteile den Staub direkt an seinem Entstehungsort
sammelt und/oder absaugt. Damit wird verhindert, dass der Staub in die Umgebungsluft
gelangt und von Arbeitern oder Passanten eingeatmet wird. Zum Absaugen des sekundären
Staubs wird ebenfalls häufig ein Entstauber oder ein Staubsauger verwendet, um den
Staub vom Boden gezielt aufzusaugen und zu entsorgen.
[0004] Auf Baustellen wird zur Vermeidung von primärem Staub auch Wasser oder andere Flüssigkeiten
zu Hilfe genommen, beispielsweise um den Staub zu binden. Die gezielte Zugabe von
Wasser oder Flüssigkeit bindet den entstehenden Staub und verhindert dadurch, dass
der Staub in die Umgebungsluft gelangt. Dieses Vorgehen wird beispielsweise bei Schneideprozessen
angewendet. Das Binden von Staub mit Hilfe von Flüssigkeiten, wie Wasser, führt allerdings
zu einem Flüssigkeit-Schmutz-Gemisch, das ebenfalls entsorgt bzw. abgesaugt werden
muss. Das Flüssigkeit-Schmutz-Gemisch oder Flüssigkeit-Staub-Gemisch wird im Sinne
der Erfindung bevorzugt auch als «Schlamm» bezeichnet. Um den Schlamm aufzusaugen,
sind im Stand der Technik sogenannte Nass-Sauger bekannt, die darauf ausgelegt sind,
auch flüssige Stoffe und Schlämme aufzunehmen, um diese gezielt zu entsorgen. Viele
Nass-Sauger-System weisen dazu einen Auffangbehälter auf, in dem der Schlamm bzw.
das aufgesammelte Flüssigkeit-Schmutz-Gemisch aufbewahrt bzw. zwischengelagert werden
kann, bevor der Auffangbehälter bzw. der Nass-Sauger geleert und sein Inhalt entsorgt
wird.
[0005] Konventionelle Nass-Sauger-Systeme, die aus dem Stand der Technik bekannt sind, beruhen
üblicherweise darauf, dass die Nass-Sauger eine einzige definierte Lage haben, wenn
sie betrieben werden. Beispielsweise können mobile Nass-Sauger auf Rädern über den
Boden bewegt werden, wobei sie stets aufrecht stehen und insbesondere nicht verkippt
werden. Im Betrieb steht eine mittig durch den Nass-Sauger verlaufende gedankliche
Zentralachse üblicherweise im Wesentlichen senkrecht auf dem Untergrund oder dem zu
reinigenden Boden, über den der Nass-Sauger bewegt werden kann. Durch diese definierte
Betriebslage des Nass-Saugers im Raum kann sichergestellt werden, dass einzelne Komponenten
des Nass-Saugers nicht mit dem Schlamm bzw. dem Flüssigkeit-Schmutz-Gemisch in Berührung
kommen. Es soll insbesondere vermieden werden, dass der Filter, der Motor, die Filterabreinigungseinheit
bzw. die Sauger-Turbine mit Flüssigkeit getränkt werden. Ein solches Nass-Werden der
genannten Komponenten kann zu einer Beschädigung und einem Funktionsausfall des Nass-Saugers
oder seiner Einzelkomponenten führen.
[0006] In Bezug auf die Verwendung von Nass-Saugern wird von Nutzerseite immer stärker ein
mobiles Arbeiten gefordert. Gewünscht wird insbesondere ein möglichst kabelloses Arbeiten,
bei dem beispielsweise mobile Energiequellen, wie Akkumulatoren (Akkus), eingesetzt
werden und als Energiequellen für die mobilen Nass-Sauger fungieren. Um die Mobilität
bei der Verwendung von Nass-Saugern noch weiter zu erhöhen, sind im Stand der Technik
Entstauber-Systeme bekannt, die mittels Tragegurten auf dem Rücken getragen werden
können. Diese Systeme können üblicherweise nur "trocken" verwendet werden, da nicht
sichergestellt werden kann, dass die Lage des Saugers aufrecht ist und damit der Filter,
die Filterabreinigungseinheit, der Motor und/oder die Turbine im Trockenen liegen.
Eine Verwendung "nur trocken" bedeutet im Sinne der Erfindung, dass der entsprechende
Entsauber als reiner Trocken-Sauger ausgebildet ist und nicht dazu eingerichtet ist,
Schlamm oder Flüssigkeiten aufzusaugen. Die gefährdeten Komponenten eines fiktiven
tragbaren Nass-Saugers könnten insbesondere dadurch mit Schlamm und Flüssigkeit in
Berührung kommen, dass sich der Anwender mit einem solchen Sauger auf dem Rücken nach
vorne lehnt, um beispielsweise einen Gegenstand vom Boden aufzuheben. Durch diese
Verkippung würde der im Auffangbehälter befindliche Schlamm innerhalb des Nass-Saugers
so bewegt werden, dass er in den Bereich der Komponenten gelangen kann, die vor dem
Schlamm und dem flüssigen Flüssigkeit-Schmutz-Gemisch geschützt werden sollen.
[0007] Die Aufgabe, die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegt, besteht somit darin,
einen Nass-Sauger bereitzustellen, der nicht die Mängel und Nachteile des Standes
der Technik aufweist und als tragbares, mobiles System verwendet werden kann. Insbesondere
soll ein Nass-Sauger entwickelt werden, der es dem Anwender erlaubt, frei von Kabeln
und hoch mobil auch Flüssigkeiten und Schlämme aufzusaugen. Mit anderen Worten besteht
die Aufgabe der Erfindung darin, einen Rucksack-Entstauber zu entwickeln, der auch
Flüssigkeiten verarbeiten und/oder aufnehmen kann. Insbesondere soll der bereitzustellende
Nass-Sauger in verschiedenen, häufig vorkommenden Arbeitssituationen, die mit einer
Verkippung des Saugers in verschiedene Richtungen einhergehen, verwendet werden können,
ohne dass es zu einer Beeinträchtigung potentiell gefährdeter Komponenten, wie Turbine,
Motor, Filterabreinigungsmodul und/oder Filter, durch die im aufgesaugten Schlamm
enthaltenen Flüssigkeiten kommt.
[0008] Die Aufgabe wird gelöst durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte
Ausführungsformen zu dem Gegenstand der unabhängigen Ansprüche finden sich in den
abhängigen Ansprüchen.
[0009] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Anordnung von Komponenten in einem tragbaren Nass-Sauger,
wobei der Nass-Sauger einen Behälter zum Auffangen eines Flüssigkeit-Schmutz-Gemischs
umfasst. Die Komponentenanordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass ein oberer Abschluss
des Auffangbehälters eine geneigte Dichtebene umfasst, wobei die geneigte Dichtebene
eine Filtereinheit umfasst. Die Dichtebene kann beispielsweise in einem Winkelbereich
von 20 bis 60 Grad geneigt sein. Tests haben gezeigt, dass Neigungswinkel in diesem
Winkelbereich besonders wirksam verhindern, dass Wasser oder Schlamm in den Saugschlauch
eindringen kann.
[0010] Die Aufgabe wird darüber hinaus gelöst durch einen Nass-Sauger, der eine erfindungsgemäße
Komponentenanordnung umfasst. In einem zweiten Aspekt betrifft die Erfindung somit
einen Nass-Sauger, der eine vorgeschlagene Komponentenanordnung umfasst. Die für die
Komponentenanordnung eingeführten Begriffe, Definitionen und technischen Vorteile
gelten vorzugsweise für den vorgeschlagenen Nass-Sauger analog. Der Nass-Sauger kann
insbesondere auf dem Rücken eines Nutzers getragen werden. Dazu kann der Nass-Sauger
die entsprechenden Befestigungsmittel oder Gurte umfassen, um dem Nutzer ein angenehmes
und komfortables Tragen des Nass-Saugers zu ermöglichen. Es ist im Sinne der Erfindung
insbesondere bevorzugt, dass der Nass-Sauger einen Auffangbehälter aufweist, dessen
Rückseite dem Rücken des Nutzers zugewandt ist, wenn der Nass-Sauger vom Nutzer auf
seinem Rücken getragen wird. Die Vorderseite des Auffangbehälters ist vorzugsweise
im Wesentlichen parallel zur Rückseite des Auffangbehälters, während eine Unterseite
bzw. eine Bodenfläche des Auffangbehälters im Wesentlichen senkrecht zu der Rückseite
und/oder der Vorderseite des Auffangbehälters ausgebildet ist. Vorzugsweise wird der
Auffangbehälter in einem oberen Bereich von einem oberen Abschluss abgeschlossen,
wobei dieser obere Abschluss vorzugsweise der Unter- oder Bodenseite des Auffangbehälters
gegenüber angeordnet vorliegt. Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass der obere
Abschluss auch als Oberseite des Auffangbehälters bezeichnet wird. Vorzugsweise umfasst
die Oberseite des Auffangbehälters eine geneigte Dichtebene, wobei die geneigte Dichtebene
eine Filtereinheit des Nass-Saugers umfasst. Der Behälter zum Auffangen eines Flüssigkeit-Schmutz-Gemischs
wird bevorzugt auch als Auffangbehälter bezeichnet und die Anordnung von Komponenten
in dem Rucksack-Sauger als Komponentenanordnung.
[0011] Ein besonderer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass der vorgeschlagene Rucksack-Sauger
lageunabhängig verwendet werden kann. Der Begriff "lageunabhängig" bedeutet im Sinne
der Erfindung bevorzugt, dass der Sauger insbesondere in häufig vorkommenden Arbeitssituationen
verwendet werden kann, die mit einer Verkippung des Nass-Saugers einhergehen können.
Diese häufig vorkommenden Arbeitssituationen definieren vorzugsweise erlaubte Kippzustände,
wobei durch die Neigung der Dichtebene innerhalb des Auffangbehälters des Rucksack-Saugers
vorteilhafterweise gewährleistet werden kann, dass der vorgeschlagene Nass-Sauger
in diesen erlaubten Kippzuständen verwendet werden kann, ohne dass die Saugerkomponenten,
wie Motor, Turbine, Filterabreinigungseinheit und/oder Filter, in Kontakt mit Flüssigkeit
bzw. Schlamm geraten. Insbesondere liegen erlaubte Kippzustände in folgenden Situationen
vor: wenn a) der Nass-Sauger zwischen 0 und 90 Grad nach vorne verkippt wird, b) wenn
der Nass-Sauger um weniger als 30 Grad, bevorzugt weniger als 20 Grad, zur Seite verkippt
wird und/oder c) wenn der Nass-Sauger um weniger als 30 Grad nach hinten verkippt
wird. Dementsprechend können unerlaubten Kippzustände insbesondere dann vorliegen,
wenn a) der Nass-Sauger um mehr als 90 Grad nach vorne verkippt wird, b) der Nass-Sauger
um mehr als 20 Grad, bevorzugt mehr als 30 Grad, zur Seite verkippt wird und/oder
c) wenn der Nass-Sauger um mehr als 30 Grad nach hinten verkippt wird. Die genannten
Winkel werden vorzugsweise von einer im Wesentlichen vertikal verlaufenden Achse aus
betrachtet, wobei diese im Wesentlichen vertikal verlaufende Achse eine gedachte bzw.
virtuelle Achse darstellt, die vorzugsweise im Wesentlichen parallel zu einer Wirbelsäule
des Nutzers verläuft. Die Raumrichtung «nach vorne» bezieht sich im Sinne der Erfindung
vorzugsweise auf ein «Nach vorne Beugen» des Nutzers, bei dem sich der Oberkörper
des Nutzers nach vorne beugt, d.h. in die Raumrichtung, die dem Rücken des Nutzers
abgewandt ist bzw. in Richtung des Bauches des Nutzers. Vorzugsweise verkürzt sich
beim «Nach vorne Beugen» des Nutzers ein Abstand zwischen dem Gesicht und dem Bauch
des Nutzers. Die Raumrichtung «nach hinten» entspricht vorzugsweise einem «Nach hinten
Beugen» des Nutzers, wobei sich beim «Nach hinten Beugen» des Nutzers vorzugsweise
ein Abstand zwischen der Vorderseite des Nass-Saugers und dem Boden reduziert. Vorzugsweise
entsprechen im Kontext der vorliegenden Erfindung die Raumrichtungen «nach vorne»
und «nach hinten» gerade nicht den Seitenflächenbezeichnungen des Auffangbehälters
bzw. des Nass-Saugers. Die dem Nutzer bzw. seinem Rücken zugewandte Seite des Nass-Saugers
bzw. des Auffangbehälters wird vorzugsweise als «Rückseite» des Nass-Saugers bzw.
des Auffangbehälters bezeichnet, während die gegenüberliegenden Seite des Nass-Saugers
bzw. des Auffangbehälters als «Vorderseite» des Nass-Saugers bzw. des Auffangbehälters
bezeichnet wird.
[0012] Es ist im Sinne der Erfindung ganz besonders bevorzugt, dass der Filter des Nass-Saugers
an einer der «Kipprichtung nach vorne» abgewandten Seite angeordnet wird. Mit anderen
Worten ist es im Kontext der Erfindung bevorzugt, dass der Filter im Bereich der Oberseite
des Auffangbehälters angeordnet vorliegt, und zwar in Richtung der Vorderseite des
Auffangbehälters, die vorzugsweise dem Rücken des Nutzers abgewandt ist, wenn der
Nutzer den Rucksack-Sauger auf seinem Rücken trägt. Durch diese bevorzugte Anordnung
des Filters innerhalb des Saugers wird vorteilhafterweise erreicht, dass der Filter
auch bei einem Verkippen des Nass-Saugers, insbesondere in die Raumrichtung nach vorne,
nicht mit Flüssigkeit getränkt wird bzw. damit in Berührung kommt, so lange das Verkippen
in den erlaubten Winkelbereichen erfolgt.
[0013] Es ist in einer Ausführungsform der Erfindung bevorzugt, dass der Nass-Sauger einen
Gyrosensor umfasst, der dazu eingerichtet ist, ein Verkippen des Nass-Saugers zu detektieren.
Die Feststellung der unerlaubten Kippzustände erfolgt vorzugsweise mit Hilfe der oben
genannten Winkelwerte und unter Verwendung des Gyrosensors. Beispielsweise wird ein
unerlaubter Zustand festgestellt, wenn sich ein Nutzer, der den Rucksack-Sauger auf
dem Rücken trägt, um mehr als 90 Grad nach vorne beugt. Vorzugsweise ist der der Nass-Sauger
in Verbindung mit dem Gyrosensor dazu in der Lage, dass der Nass-Sauger abgeschaltet
wird, wenn unerlaubte Kippzustände festgestellt werden. In dem genannten Beispiel
würde der Gyrosensor das Vorliegen eines unerlaubten Kippzustands feststellen, wenn
sich der Träger des Nass-Saugers um mehr als 90 Grad nach vorne beugt. Der Nass-Sauger
würde dann automatisch - beispielsweise unter Verwendung einer Steuereinrichtung,
die mit dem Gyrosensor und dem Nass-Sauger verbunden vorliegt oder mit diesen Informationen
und/oder Steuerfehle austauschen kann - ausgeschaltet werden, um zu vermeiden, dass
der Schlamm oder die Feuchtigkeit im Auffangbehälter des Saugers in den Bereich der
Filtereinheit bzw. der Dichtebene des Auffangbehälters bzw. des Nass-Saugers gelangt.
Vorzugsweise umfasst der Nass-Sauger einen Gyrosensor, der dazu eingerichtet ist,
den Nass-Sauger ab einem Kippwinkel von 90° nach "vorne", 20-30° nach links oder rechts
und bis zu 30° nach "hinten" abzuschalten und so das Einsaugen von Wasser durch den
Filter in die Turbine zu verhindern. Insbesondere kann der Gyrosensor mit einer Steuereinheit
des Nass-Saugers dergestalt kommunizieren, dass das Einsaugen des Flüssigkeit-Schmutz-Gemischs
bei Vorliegen eines unerlaubten Kippzustands unterbunden wird. Dies kann beispielsweise
dadurch erreicht werden, dass der Motor und/oder die Turbine des Nass-Saugers abgeschaltet
werden, wenn der Gyrosensor einen unerlaubten Kippzustand feststellt. Es ist im Sinne
der Erfindung bevorzugt, dass der Nass-Sauger insbesondere in den erlaubten Kippzuständen
betrieben wird, wobei die erlaubten Kippzustände insbesondere den häufig vorkommenden
Arbeitssituationen entsprechen, die mit einer Verkippung des Nass-Saugers in den oben
genannten "erlaubten" Winkelbereichen einhergehen können.
[0014] Der obere Abschluss des Auffangbehälters, der die geneigte Dichtebene und die Filtereinheit
umfasst, kann vorzugsweise auch als Oberseite des Auffangbehälters bezeichnet werden.
Die Oberseite des Auffangbehälters kann vorzugsweise zwei verschiedene Abschnitte
aufweisen bzw. von diesen verschiedenen Abschnitten gebildet werden. Es ist im Sinne
der Erfindung insbesondere bevorzugt, dass die Oberseite des Auffangbehälters einen
im Wesentlichen horizontal ausgebildeten Abschnitt umfasst, wobei der im Wesentlichen
horizontal ausgebildeten Abschnitt dazu eingerichtet ist, eine Rückseite des Auffangbehälters
und die geneigte Dichtebene zu verbinden. Mit anderen Worten liegt der im Wesentlichen
horizontal ausgebildeten Abschnitt der Oberseite des Auffangbehälters zwischen der
geneigten Dichtebene und der Rückseite des Auffangbehälters vor. Mit noch anderen
Worten umfasst der Auffangbehälter eine obere horizontale Kante, so dass ein möglichst
großer Kippwinkel des Nass-Saugers erreicht werden kann, ohne dass das gesammelte
Wasser die Dichtfläche und beispielsweise die darin enthaltenen Komponenten, wie die
Filtereinheit, flutet. Vorzugsweise schützt die Dichtebene durch ihre Lage auch die
oberhalb der Dichtebene angeordneten Komponenten, wie Turbine, Filterabreinigungseinheit
und/oder Motor. Durch die Lage der Dichtebene innerhalb des Nass-Saugers bzw. des
Rucksack-Saugers wird im oberen Bereich ein hinreichend großer Raum zur optimierten
Anordnung der vor dem Schmutzwasser zu schützenden Komponenten bereitgestellt, während
im unteren Bereich des Saugers in hinreichend großer Raum zur Aufnahme des Flüssigkeits-Schmutz-Gemischs
erhalten wird. Der Bereich oberhalb der Dichtebene wird im Sinne der Erfindung vorzugsweise
als Dichtraum bezeichnet. Mit anderen Worten ermöglicht die geneigte Anordnung der
Dichtebene, die die Filtereinheit umfasst, eine optimale Raumaufteilung innerhalb
des vorgeschlagenen Nass-Saugers. Dadurch kann einerseits eine große Menge von Schlamm
aufgenommen werden, bevor eine Leerung des Auffangbehälters erforderlich ist. Auf
der anderen Seite können die Komponenten des Saugers, die vor dem Schlamm geschützt
werden sollen, wie Motor, Turbine, Filterabreinigungseinheit und/oder Filtereinheit
optimal davor bewahrt werden, mit der Flüssigkeit in Kontakt zu gelangen. Mithin werden
sie durch die vorgeschlagene Anordnung der Komponenten besonders wirksam vor einem
unerwünschten Tränken geschützt, so dass mit der vorgeschlagenen Erfindung überraschenderweise
ein tragbarer Rucksack-Nass-Sauger bereitgestellt werden kann, der auch in häufig
vorkommenden Arbeitssituationen, die mit einer Verkippung des Nass-Saugers einhergehen,
verwendet werden kann. Dadurch stellt die Erfindung eine Abkehr vom Stand der Technik
dar, da die Fachwelt bisher davon ausgegangen war, dass Nass-Sauger nicht als Rucksack-Sauger
bereitgestellt werden können. Die Fachwelt hatte dieses Vorurteil entwickelt, da bisher
davon ausgegangen wurde, dass es nicht möglich ist, die Komponenten eines mobilen
tragbaren Nass-Saugers so anzuordnen, dass auch bei einem Verkippen des Saugers durch
Beugebewegungen des Nutzers ein Nass-Werden bzw. Tränken von gefährdeten Komponenten
des Saugers verhindert werden kann.
[0015] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass ein Filterabreinigungsmodul des Nass-Saugers
mittig oberhalb der Filtereinheit angeordnet vorliegt. Mit anderen Worten umfass der
Nass-Sauger vorzugsweise ein Filterabreinigungsmodul, das insbesondere im Wesentlichen
mittig oberhalb der Filtereinheit angeordnet vorliegt. Da die Filtereinheit vorzugsweise
in der geneigten Dichtebene des Auffangbehälters angeordnet vorliegt, ist es im Sinne
der Erfindung bevorzugt, dass die Filterabreinigungseinheit in Verlängerung einer
vorzugsweise mittig durch die Filtereinheit verlaufenden gedanklichen Zentralachse
angeordnet vorliegt. Die Anordnung des Filterabreinigungsmoduls wird auch in den Figuren
dargestellt. Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass das Filterabreinigungsmodul
auch als APFC-Modul des Nass-Saugers bezeichnet wird. Es ist im Sinne der Erfindung
insbesondere bevorzugt, dass die Filterabreinigungseinheit im Wesentlichen mittig
oberhalb des Filters platziert wird. Durch diese im Wesentlichen mittige Anordnung
der Filterabreinigungseinheit über dem Filter wird vorteilhafterweise eine optimale
Filterabreinigung erreicht.
[0016] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass der Nass-Sauger eine Energieversorgungseinheit
umfasst, wobei die Energieversorgungseinheit im Wesentlichen oberhalb des im Wesentlichen
horizontal ausgebildeten Abschnitts des oberen Abschlusses des Auffangbehälters angeordnet
ist. Bei der Energieversorgungseinheit kann es sich insbesondere um Akkumulatoren
(Akkus) handeln, die eine kabellose Verwendung des Nass-Saugers ermöglichen. Vorzugsweise
weist der Nass-Sauger eine Turbine auf, wobei die Turbine im Wesentlichen oberhalb
des im Wesentlichen horizontal ausgebildeten Abschnitts des oberen Abschlusses des
Auffangbehälters angeordnet ist. Mit anderen Worten ist es im Sinne der Erfindung
bevorzugt, dass die Energieversorgungseinheit und die Turbine nebeneinander und in
räumlicher Nähe zur Rückseite des Auffangbehälters angeordnet sind. Eine beispielhafte
Anordnung von Energieversorgungseinheit und Turbine des Nass-Saugers wird in den Figuren
dargestellt. Dadurch, dass die Energieversorgungseinheit und die Turbine oberhalb
der Dichtebene des Nass-Saugers angeordnet sind, wird mit der Erfindung wirksam vermieden,
dass Wasser, Schlamm oder Flüssigkeit in den oberen Bereich des Saugers eindringen
kann, so dass die Energieversorgungseinheit und die Turbine wirksam vor Wasser, Schlamm
oder Flüssigkeit geschützt werden. Es ist im Sinne der Erfindung insbesondere bevorzugt,
dass der obere Bereich des Nass-Saugers einen abgedichteten Bereich oder einen Dichtbereich
bildet, wobei die Turbine und die Energieversorgungseinheit in diesem Dichtbereich
angeordnet vorliegen. Durch die bevorzugte Anordnung der Energieversorgungseinheit
und der Turbine nebeneinander und in räumlicher Nähe zur Rückseite des Auffangbehälters,
insbesondere im Dichtbereich des Nass-Saugers, wird insbesondere eine optimale Gewichtsverteilung
innerhalb des Nass-Saugers erreicht, die besonders vorteilhaft ist, wenn der Rucksack-Sauger
von einem Nutzer auf dem Rücken getragen wird. Insbesondere liegen die «schweren»
Komponenten, wie Akkus und Turbine, durch diese bevorzugte Anordnung nahe am Nutzer
vor, so dass das Gewicht des Saugers durch eine entfernte Anordnung dieser Komponenten
nicht unnötig erhöht wird.
[0017] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass ein Saugschlauch im Bereich eines Saugschlauchanschlusses
mit einem Einlassstutzen in den Auffangbehälter einmündet, wobei der Saugschlauchanschluss
im Bereich des oberen Abschlusses des Auffangbehälters angeordnet ist. Es ist im Sinne
der Erfindung ganz besonders bevorzugt, dass der Schlaucheinlass möglichst weit oben
im Auffangbehälter angeordnet ist. Darüber hinaus kann es bevorzugt sein, dass der
Saugschlauchanschluss zwischen der Filtereinheit und dem im Wesentlichen horizontal
ausgebildeten Abschnitt des oberen Abschlusses des Auffangbehälters angeordnet vorliegt.
Es ist im Sinne der Erfindung insbesondere bevorzugt, dass der Saugschlauchanschluss
im Bereich der geneigten Dichtebene in den Auffangbehälter einmündet. Durch die bevorzugte
Anordnung des Schlaucheinlasses möglichst weit oben im Auffangbehälter wird vorteilhafterweise
verhindert, dass bei gekippter Lage des Saugers Wasser durch den Schlauch aus dem
Auffangbehälter ausläuft.
[0018] Vorzugsweise kann der Einlassstutzen als Diffusor ausgebildet sein. Es ist im Sinne
der Erfindung ganz besonders bevorzugt, dass die Rückseite des Auffangbehälters als
Prallwand für das eingesaugte Wasser-Schmutz-Gemisch dient. Vorzugsweise ist eine
auffangbehälterseitige Öffnung des Schlaucheinlasses zur Rückseite des Auffangbehälters
hin ausgerichtet, so dass das Schmutz-Flüssigkeits-Gemisch, das mit dem Sauger in
den Auffangbehälter gesaugt wird, zunächst im Wesentlichen horizontal in den Auffangbehälter
gesaugt wird, wobei die Rückseite des Auffangbehälters als Prallwand fungieren kann,
um eine Entschleunigung bzw. ein Abbremsen des Gemischs zu bewirken. Durch die Nutzung
der Rückseite des Auffangbehälters als Prallwand kann das eingesaugte Medium nicht
direkt zum Filter gelangen. Dadurch wird verhindert, dass das eingesaugte Material
in den Bereich des Filters gelangt und den Filter benetzt bzw. verschmutzt. Insbesondere
ermöglicht das im Wesentlichen horizontale Einsaugen des Schmutz-Flüssigkeits-Gemischs
eine optimale Verteilung des Schmutzes im Auffangbehälter, die dazu beiträgt, dass
der Schlamm im Bereich des Bodens des Auffangbehälters bleibt, auch wenn der Nass-Sauger
verkippt wird.
[0019] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass der Nass-Sauger Sonden zur Detektierung
einer Oberfläche des Flüssigkeit-Schmutz-Gemischs umfasst. Es ist im Sinne der Erfindung
insbesondere bevorzugt, dass eine Füllmenge des Auffangbehälters mit den Sonden festgestellt
werden kann. Mit anderen Worten sind die Sonden dazu eingerichtet, eine Füllmenge
des Auffangbehälters zu begrenzen, indem der Füllstand festgestellt wird und erforderlichenfalls
entsprechende Massnahmen abgeleitet werden können. Es ist im Sinne der Erfindung ganz
besonders bevorzugt, dass die Daten, die mit den Sonden ermittelt werden, von einer
Steuereinrichtung des Nass-Saugers ausgewertet werden, wobei die Steuereinrichtung
insbesondere dazu eingerichtet ist, in Abhängigkeit der ermittelten Füllstände innerhalb
des Auffangbehälters entsprechende Maßnahmen zu veranlassen. Beispielsweise kann die
Menge des Flüssigkeit-Schmutz-Gemischs im Auffangbehälter durch eine Länge der Sonden
begrenzt werden, indem der Einsaugvorgang abgeschaltet wird, wenn die Sonden feststellen,
dass ein kritischer Füllstand des Auffangbehälters überschritten wird bzw. dass das
Flüssigkeit-Schmutz-Gemisch der Filtereinheit zu nahekommt.
[0020] Es ist im Sinne der Erfindung ganz besonders bevorzugt, dass die Sonden dazu eingerichtet
sind, die Oberfläche des Flüssigkeit-Schmutz-Gemischs in dem Auffangbehälter zu ermitteln,
so dass ein Kontakt des Flüssigkeit-Schmutz-Gemischs mit der Filtereinheit verhindert
werden kann. Vorzugsweise ragen die Sonden über den untersten Punkt des Filters in
den Behälter hinein, um die Oberfläche des Flüssigkeit-Schmutz-Gemischs zu detektieren.
Die Oberfläche des Flüssigkeit-Schmutz-Gemischs kann im Sinne der Erfindung vorzugsweise
auch als Füllstand des Auffangbehälters bezeichnet werden, wobei der Fachmann weiß,
dass dieser Füllstand im Kontext der vorliegenden Erfindung auch geneigt sein kann.
Dies kann beispielsweise dann passieren, wenn sich der Nutzer des Nass-Saugers, der
den vorzugsweise als Rucksack-Sauger ausgebildeten Nass-Sauger auf dem Rücken trägt,
nach vorne beugt. Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die Sonden oberhalb
und/oder unterhalb bzw. rechts und/oder links der Filtereinheit angeordnet sind. Mit
anderen Worten können die Sonden zwischen der Filtereinheit und dem Saugschlaucheinlass
bzw. zwischen der Filtereinheit und dem im Wesentlichen horizontal ausgebildeten Abschnitt
des oberen Abschlusses des Auffangbehälters angeordnet vorliegen. Diese Anordnung
der Sonde wird vorzugsweise als «links» von der Filtereinheit bezeichnet. Auf der
anderen Seite kann eine Sonde zwischen der Filtereinheit und der Vorderseite des Auffangbehälters
angeordnet sein. Diese Anordnung der Sonde wird vorzugsweise als «rechts» von der
Filtereinheit bezeichnet. Vorzugsweise bilden die Sonden eine im Wesentlichen halbkreisförmige
Anordnung, wobei ein Radius der im Wesentlichen halbkreisförmige Sonden-Anordnung
im Wesentlichen senkrecht zur Dichtebene des Auffangbehälters angeordnet vorliegen
kann. Vorteilhafterweise sorgen die Sonden bei Kontakt mit Schlamm oder Wasser für
ein Abschalten der Turbine bzw. des Saugers zum Schutze des Motors und/oder des Filters.
[0021] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die Filtereinheit einen Flachfaltenfilter
umfasst oder von einem Flachfaltenfilter gebildet wird. Es kann im Sinne der Erfindung
alternativ bevorzugt sein, einen Patronenfilter zu verwenden, wobei ein solcher Patronenfilter
in seinem Inneren ein Kugel-Abschaltelement aufweisen kann. Das Kugel-Abschaltelement
umfasst vorzugsweise eine Kugel, die mit einem steigenden Füllstand im Sammelbehälter
auf dem Wasser oder dem Schlamm aufschwimmt und ggf. den Einlass zur Turbine blockieren
kann.
[0022] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass der Filter ein Polyester-Material (PES)
umfasst bzw. aus einem PES-Material gebildet wird. Insbesondere kann der Filter eine
Oberflächenbeschichtung aufweisen. Durch die Verwendung eines Filters aus PES mit
einer Oberflächenbeschichtung kann vorteilhafterweise ein Durchsickern des Wassers
bzw. des Schlamms durch den Filter zur Turbine und/oder zum Motor des Nass-Saugers
verzögert werden. Insbesondere wird dadurch ein Eindringen von Feuchtigkeit und Schlamm
in den Dichtbereich oberhalb der Dichtebene verhindert. Es kann im Kontext der vorliegenden
Erfindung insbesondere ein Universalfilter eingesetzt werden, der außerhalb des Saugeinsatzes
beispielsweise für 10 min wasserundurchlässig ist.
[0023] Vorzugsweise kann eine Abdichtung zwischen Saugerkopf des Nass-Saugers und dem Auffangbehälter
mit einer Gummidichtung und durch das Pressen des Kopfes auf den Behälter erreicht
werden. Insbesondere kann Moosgummi als Material für die Gummidichtung verwendet werden.
Die Dichtung kann vorzugsweise als Scharnier zum Einhängen mit Kniehebel zum Festspannen
ausgeführt werden. Der Saugerkopf kann vorzugsweise an der Turbinenseite, die vorzugsweise
einer Anwenderseite entspricht, eingehängt und mit einem oder mehreren Kniehebeln
auf den Behälter gespannt werden, um einen möglichst hohen und gleichmäßigen Druck
auf die Dichtungen aufzubringen. Dies sorgt für eine besonders gute Dichtung zwischen
Behälter und Saugerkopf.
[0024] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Figurenbeschreibung. Die Figuren,
die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der
Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen
weiteren Kombinationen zusammenfassen.
[0025] In den Figuren sind gleiche und gleichartige Komponenten mit gleichen Bezugszeichen
beziffert. Es zeigen:
- Fig. 1
- Seitenansicht einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
- Fig. 2
- verschiedene Kippzustände einer bevorzugten Ausgestaltung des Nass-Saugers
Ausführungsbeispiele:
[0026] Figur 1 zeigt eine Seitenansicht einer bevorzugten Ausgestaltung eines vorgeschlagenen
Nass-Saugers (1). Dargestellt ist der Nass-Saugers (1), der insbesondere als tragbarer
Rucksack-Sauger ausgebildet ist. Der Nass-Sauger (1) kann von einem Nutzer auf dessen
Rücken getragen werden, wobei die in Figur 1 dargestellte bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung Traggurte (17) umfasst, die das Tragen des Nass-Saugers (1) unterstützen
bzw. erleichtern. Der Nass-Sauger (1) umfasst einen Auffangbehälter (2), in dem ein
Flüssigkeits-Schmutz-Gemisch (3, siehe Figur 2) bzw. Schlamm (3, siehe Figur 2) gesammelt
werden kann, das zuvor von dem Nass-Sauger (1) durch den Saugschlauch (12) eingesaugt
wurde. Der Schlamm (3) gelangt über einen Saugschlauchanschluss (13) in den Auffangbehälter
(2), wobei der Saugschlauch (12) in seinem Einmündungsbereich in den Auffangbehälter
(2) insbesondere einen Einlassstutzen (14) umfasst. Der Einlassstutzen (14) kann vorzugsweise
als Diffusor ausgebildet sein, wobei eine Öffnung des Einlassstutzens (14) im Wesentlichen
parallel zu einer Rückseite (8) des Auffangbehälters (2) ausgebildet ist. Dadurch
kann die Rückseite (8) des Auffangbehälters (2) als Prallwand für das eingesaugte
Flüssigkeits-Schmutz-Gemisch (3) fungieren.
[0027] Der Auffangbehälter (2) bildet vorzugsweise den unteren Bereich des Nass-Saugers
(1). Der Auffangbehälter (2) wird nach oben vorzugsweise von einem oberen Abschluss
(4) begrenzt, der darüber hinaus die Grenze zu einem oberen Bereich des Nass-Saugers
(1) bildet. Der obere Bereich des Nass-Saugers (1) wird im Sinne der Erfindung vorzugsweise
als Dichtbereich bezeichnet. Der obere Abschluss (4) wird vorzugsweise von zwei Abschnitten
(5, 7) gebildet, wobei ein im Wesentlichen horizontal ausgebildeter Abschnitt (7)
in Richtung der Rückseite (8) des Auffangbehälters (2) orientiert ist, während eine
geneigte Dichtebene (5) in Richtung der Vorderseite des Auffangbehälters (2) orientiert
ist. Der im Wesentlichen horizontal ausgebildete Abschnitt (7) des oberen Abschlusses
(4) des Auffangbehälters (2) ist vorzugsweise im Wesentlichen horizontal in Bezug
auf eine ebene Bodenfläche des Auffangbehälters (2) des Nass-Saugers ausgebildet.
Die im Wesentlichen horizontal ausgebildete Oberkante (4) des Auffangbehälters (2)
ermöglicht insbesondere einen besonders großen Kippwinkel des Nass-Saugers (1), ohne
dass der gesammelte Schlamm (3) im Auffangbehälter (2) die Dichtfläche (5) oder die
Filtereinheit (6) flutet bzw. in den Saugschlauch (12) gelangt.
[0028] Die Dichtebene (5) bildet vorzugsweise den zweiten Abschnitt des oberen Abschlusses
(4) des Auffangbehälters (2). Die Dichtebene (5) umfasst die Filtereinheit (6) des
Nass-Saugers (1), die insbesondere vor Kontakt mit dem Schlamm (3) geschützt werden
soll. Um dies zu gewährleisten, umfasst der Nass-Sauger (1) Sonden (15), mit denen
der Füllstand des Schlamms (3) im Auffangbehälter (2) ermittelt werden kann. Vorzugsweise
bilden die Sonden (15) eine im Wesentlichen halbkreisförmige Anordnung, deren tiefster
Punkt in den Auffangbehälter (2) hineinragt und bei Kontakt mit dem Schlamm (3) ein
Signal abgibt, dass von einer Steuereinrichtung (nicht dargestellt) des Nass-Saugers
(1) ausgewertet werden kann. Es kann im Sinne der Erfindung beispielsweise bevorzugt
sein, dass sich der Nass-Sauger (1) automatisch abschaltet, wenn die Sonden (15) in
Kontakt mit dem Schlamm (3) sind bzw. einen Füllstand des Schmutz-Flüssigkeits-Gemischs
(3) detektieren, der als bedenklich oder gefährlich eingestuft wird. Durch die Vorsehung
der Sonden (15), die beispielsweise die Filtereinheit (6) in der Dichtebene (5) umschließen,
kann verhindert werden, dass die Filtereinheit (6) in Kontakt mit dem Schlamm (3)
gerät. Dies könnte dazu führen, dass Schlamm (3) oder Flüssigkeit (3) aufgrund eines
Durchnässens des Filters (6) in den Raum oberhalb der Dichtebene (5) gelangt. Ein
solches unerwünschtes Durchnässen wird aufgrund der Anordnung der Filtereinheit (6)
in der geneigten Dichtebene (5) wirksam vermieden und die Komponenten in dem oberhalb
des Auffangbehälters (2) angeordneten Dichtraum werden wirksam vor Wasser und Schlamm
(3) geschützt. In dem oberhalb des Auffangbehälters (2) angeordneten Dichtraum sind
insbesondere die Turbine (11) und die Energieversorgungseinheit (10) angeordnet (in
der Seitenansicht ist nur eines der beiden Objekte zu sehen). Vorzugsweise liegen
die Turbine (11) und die Energieversorgungseinheit (10) oberhalb des im Wesentlichen
horizontal ausgebildeten Abschnitt des oberen Abschlusses (4) des Auffangbehälters
(2) vor, wobei die Turbine (11) und die Energieversorgungseinheit (10) insbesondere
nebeneinander im Dichtraum angeordnet sein können.
[0029] In den oberhalb des Auffangbehälters (2) angeordneten Dichtraum ragt oberhalb der
Filtereinheit (6) und strömungstechnisch hinter der Filtereinheit (6) angeordnet die
Filterabreinigungseinheit (9), die auch als APFC-Modul bezeichnet wird. Auch sie wird
von der Dichtebene (5) und der darin enthaltenen Filtereinheit (6) vor Schlamm (3)
und Wasser geschützt. Ferner kann der Nass-Sauger (1) einen Gyrosensor (16) aufweisen.
[0030] Figur 2 zeigt verschiedene Kippzustände einer bevorzugten Ausgestaltung des Nass-Saugers
(1). Figur 2a zeigt den Nass-Sauger (1) in einer aufrechten Stellung. In dieser Stellung
wird der Nass-Sauger (1) beispielsweise von einem aufrechtstehenden Nutzer getragen,
der sich in keine Richtung nach vorne, nach hinten oder zur Seite beugt. Somit betragen
alle Kippwinkel null Grad und der Nass-Sauger (1), der in Figur 2a dargestellt ist,
befindet sich in einem erlaubten Kippzustand, wobei der in Figur 2a dargestellte aufrechte
Zustand des Nass-Saugers (1) ein Sonderzustand des erlaubten Zustands darstellt. Im
erlaubten Kippzustand kann mit der vorgeschlagenen Komponentenanordnung gewährleistet
werden, dass die Filtereinheit (6) nicht durchweicht und kein Wasser oder Schlamm
(3) aus dem Auffangbehälter (2) in den Dichtraum oberhalb der Dichtebene (5) bzw.
in den Saugschlauch (12) gelangt. In dem in Figur 2a dargestellten Anwendungsfall
liegt ein Füllstand des Flüssigkeit-Schmutz-Gemisches (3) unterhalb der Sonden (15),
die vorzugsweise eine halbkreisförmige Anordnung bilden. Vorzugsweise umschließen
die Sonden (15) die Filtereinheit (6), die in der geneigten Dichtebene (5) liegt.
[0031] Auch Figur 2b zeigt einen erlaubten Kippzustand, wobei der Nass-Sauger (1) in dem
in Figur 2b gezeigten Beispiel beispielsweise um 40 Grad nach vorne geneigt ist. Dadurch
ergibt sich eine Schrägstellung des Auffangbehälters (2), so dass auch der Schlamm
(3) eine schräge Füllstandsoberfläche innerhalb des Auffangbehälters (2) ausbildet.
Der Füllstand des Schlamms (3) liegt in dem in Figur 2b gezeigten Beispiel knapp unterhalb
der Sonden (15), die den Füllstand des Schlamms (3) detektieren können bzw. ein Signal
abgeben können, wenn sie in Kontakt mit dem Flüssigkeits-Schmutz-Gemisch (3) gelangen.
Deutlich zu sehen ist, dass der Füllstand des Schlamms (3) bei der in Figur 2b dargestellten
Verkippung des Nass-Saugers (1) nach vorne nicht ausreicht, um die Filtereinheit (6)
zu erreichen. Darüber hinaus gelangt in dem in Figur 2b dargestellten erlaubten Kippzustand
kein Schlamm (3) in den Saugschlauch (12). Ferner schützt der im Wesentlichen horizontal
ausgebildete Abschnitt (7) der Oberseite (4) des Auffangbehälters (2) in Verbindung
mit der Dichtebene (5) die Turbine (10) und die Energieversorgungseinheit (10) vor
dem Schlamm (3).
[0032] Figur 2c zeigt einen Übergang zwischen einem erlaubten und einem nicht erlaubten
Kippzustand des Nass-Saugers (1). Bei dem in Figur 2c dargestellten Ausführungsbeispiel
der Erfindung liegt eine Verkippung um 90 Grad in die Raumrichtung «nach vorne» vor,
die gerade noch einen erlaubten Kippzustand darstellt, während Kippzustände mit größeren
Neigungswinkeln verbotene Kippzustände darstellen, bei denen der Sass-Sauger (1) automatisch
abgeschaltet wird. In den nicht erlaubten Kippzustand des Nass-Saugers (1) kann beispielsweise
Schlamm (3) in den Saugschlauch (12) gelangen. Figur 2c zeigt deutlich, dass trotz
der starken Verkippung des Nass-Saugers (1) nach vorne die Filtereinheit (6) durch
die Neigung der Dichtebene (5) weiter vor Kontakt mit dem Schlamm (3) geschützt wird.
Der in Figur 2c dargestellte Kippzustand des Nass-Saugers (1) wird beispielsweise
dann angenommen, wenn sich ein Nutzer, der den Nass-Sauger (1) auf dem Rücken trägt,
stark nach vorne beugt. Vorzugsweise ist der Nass-Sauger (1) so eingerichtet, dass
bei Einnehmen eines unerlaubten Kippzustands die Turbine (11) abgeschaltet wird, so
dass der Einsaugvorgang beendet wird. Dadurch können der Motor und der Filter (6)
des Nass-Saugers (1) vor Feuchtigkeit, Verunreinigungen und Beschädigungen geschützt
werden. Andere unerlaubte Zustände können beispielsweise durch eine starke Verkippung
zur Seite oder nach hinten eingenommen werden. Es kann auch vorkommen, dass sich ein
Nutzer sowohl zur Seite, als auch nach vorne oder hinten beugt. Vorzugsweise ist der
vorgeschlagene Nass-Sauger (1) dazu eingerichtet, auch mit sich überlagernden Kippzuständen
umzugehen und bei Gefahr für die empfindlichen Komponenten des Nass-Saugers (1), wie
Turbine (11), Filter (6), Abreinigungseinheit (9) und/oder Motor, ein Abschalten der
Turbine (11) bzw. eine Beendigung des Einsaugvorgangs herbeizuführen.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 1 Nass-Sauger
- 2 Auffangbehälter
- 3 Flüssigkeit-Schmutz-Gemisch/Schlamm
- 4 oberer Abschluss des Auffangbehälters
- 5 Dichtebene
- 6 Filtereinheit
- 7 im Wesentlichen horizontal ausgebildeter Abschnitt
- 8 Rückseite
- 9 Filterabreinigungsmodul
- 10 Energieversorgungseinheit
- 11 Turbine
- 12 Saugschlauch
- 13 Saugschlauchanschluss
- 14 Einlassstutzen
- 15 Sonden
- 16 Gyrosensor
- 17 Tragegurte
1. Anordnung von Komponenten in einem tragbaren Nass-Saugers (1), wobei der Nass-Sauger
(1) einen Behälter (2) zum Auffangen eines Flüssigkeit-Schmutz-Gemischs (3) umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein oberer Abschluss (4) des Auffangbehälters (2) eine geneigte Dichtebene (5) umfasst,
wobei die geneigte Dichtebene eine Filtereinheit (6) umfasst.
2. Komponentenanordnung nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, dass
der obere Abschluss (4) des Auffangbehälters (2) einen im Wesentlichen horizontal
ausgebildeten Abschnitt (7) umfasst, wobei der im Wesentlichen horizontal ausgebildeten
Abschnitt (7) dazu eingerichtet ist, eine Rückseite (8) des Auffangbehälters (2) und
die geneigte Dichtebene (5) zu verbinden.
3. Komponentenanordnung nach Anspruch 1 oder 2
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Filterabreinigungsmodul (9) des Nass-Saugers (1) mittig oberhalb der Filtereinheit
(6) angeordnet vorliegt.
4. Komponentenanordnung nach Anspruch 2 oder 3
dadurch gekennzeichnet, dass
der Nass-Sauger (1) eine Energieversorgungseinheit (10) umfasst, wobei die Energieversorgungseinheit
(10) im Wesentlichen oberhalb des im Wesentlichen horizontal ausgebildeten Abschnitts
(7) des oberen Abschlusses (4) des Auffangbehälters (2) angeordnet ist.
5. Komponentenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 4
dadurch gekennzeichnet, dass
der Nass-Sauger (1) eine Turbine (11) umfasst, wobei die Turbine (11) im Wesentlichen
oberhalb des im Wesentlichen horizontal ausgebildeten Abschnitts (7) des oberen Abschlusses
(7) des Auffangbehälters (2) angeordnet ist.
6. Komponentenanordnung nach Anspruch 5
dadurch gekennzeichnet, dass
die Energieversorgungseinheit (10) und die Turbine (11) nebeneinander und in räumlicher
Nähe zur Rückseite (8) des Auffangbehälters (2) angeordnet sind.
7. Komponentenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 6
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Saugschlauch (12) im Bereich eines Saugschlauchanschlusses (13) mit einem Einlassstutzen
(14) in den Auffangbehälter (2) einmündet, wobei der Saugschlauchanschluss (13) im
Bereich des oberen Abschluss (4) des Auffangbehälters (2) angeordnet ist.
8. Komponentenanordnung nach Anspruch 7
dadurch gekennzeichnet, dass
der Einlassstutzen (14) als Diffusor ausgebildet ist.
9. Komponentenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
der Nass-Sauger (1) Sonden (15) zur Detektierung einer Oberfläche des Flüssigkeit-Schmutz-Gemischs
(3) umfasst.
10. Komponentenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
der Nass-Sauger (1) einen Gyrosensor (16) umfasst, der dazu eingerichtet ist, ein
Verkippen des Nass-Saugers (1) zu detektieren.
11. Komponentenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
die Filtereinheit (6) einen Flachfaltenfilter umfasst.
12. Nass-Sauger (1)
dadurch gekennzeichnet, dass
der Nass-Sauger (1) eine Komponentenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche
umfasst.