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EP 3 722 530 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.11.2024 Patentblatt 2024/46 |
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Anmeldetag: 08.01.2020 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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DACHKONSTRUKTION
ROOF CONSTRUCTION
SYSTEME DE TOITURE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
12.04.2019 DE 102019002695
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.10.2020 Patentblatt 2020/42 |
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Patentinhaber: K.L. Kaschier- und Laminier GmbH |
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48455 Bad Bentheim-Gildehaus (DE) |
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Erfinder: |
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- Kischa, Lars
51674 Wiehl (DE)
- Schulze Wehninck, Rembert
82327 Tutzing (DE)
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Vertreter: Cohausz Hannig Borkowski Wißgott |
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Patentanwaltskanzlei GbR
Schumannstraße 97-99 40237 Düsseldorf 40237 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 876 638 DE-A1- 19 752 819
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EP-B1- 2 669 446 DE-A1- 2 263 375
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Dachkonstruktion eines Hallenbaudachs mit Dämmplatten,
die von einer Unterkonstruktion getragen und oberseitig von einer Dachmembran abgedeckt
sind, wobei in der oberen Seitenfläche der Dämmplatten Kletthaken oder Klettpilzköpfe
Halt finden, die an der Unterseite der Dachmembran vorstehen.
[0002] Es ist bekannt, bei Dachkonstruktionen Dämmplatten zu verwenden, die auf einer Unterkonstruktion
liegen und von einer oberen Dachmembran abgedeckt sind, siehe z.B.
EP 2 669 446 B1. Hierbei sind die Dämmplatten an der Unterkonstruktion aufgeschraubt und die Dachmembran
auf die Dämmplatten aufgeklebt. Ein solcher Aufbau erfordert einen erheblichen Arbeits-
und Zeitaufwand. Eine gattungsgemäße Dachkonstruktion offenbart die deutsche Patentanmeldung
DE 2 263 375 A1, wobei diese Dämmplatten aus einer Hartschaumschicht vorschlägt.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Dachkonstruktion der eingangs genannten Art zu
verbessern, so dass die Montage und Reparatur einen geringen Arbeits- und Zeitaufwand
benötigen.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Dämmplatten nicht gewebte
Textilfaserplatten sind, deren Fasern ungeordnet im Wesentlichen waagerecht liegen,
so dass die Kletthaken oder Klettpilzköpfe bei ihrem Eindringen in die Dämmplatte
die Fasern untergreifen und damit sicheren Halt finden.
[0005] Eine solche Konstruktion ermöglicht ein besonders einfaches und schnelles Befestigen
der Dachmembran auf den Dämmplatten, da die Dachmembran nur auf die Dämmplatten aufgelegt
werden muss, um dann mit seinen Kletthaken und/oder Klettpilzköpfen sofort sicheren
Halt an den Dämmplatten zu finden. Zudem kann die Dachmembran jederzeit wieder abgezogen
werden für Korrekturen und Reparaturen.
[0006] Ein besonders sicheres und einfaches Anbringen der Kletthaken und/oder Klettpilzköpfen
an der Dachmembran ist dann gegeben, wenn die Unterseite der Dachmembran eine Folie
aufweist, an deren Unterseite die Kletthaken oder Klettpilzköpfe vorstehen.
[0007] Eine vorteilhafte Verbesserung und Weiterentwicklung besteht darin, dass an der Oberseite
der Unterkonstruktion Kletthaken oder Klettpilzköpfe vorstehen, die in der unteren
Seitenfläche der Dämmplatten Halt finden. Hierdurch wird auch das Befestigen der Dämmplatten
auf der Unterkonstruktion besonders einfach bei geringem Zeit- und Arbeitsaufwand.
Dabei wird vorgeschlagen, dass die Oberseite der Unterkonstruktion eine Folie aufweist,
auf deren Oberseite die Kletthaken oder Klettpilzköpfe vorstehen.
[0008] Vorzugsweise wird vorgeschlagen, dass die Fasern der Dämmplatten Tier- oder Pflanzenfasern
sind oder aus Kunststoff, Glas oder Keramik bestehen. Hierbei sollten die Fasern der
Dämmplatten einen Filz bilden.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung in einem senkrechten Schnitt
ausschnittsweise dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben.
[0010] Die Dachkonstruktion weist als Tragteil eine Unterkonstruktion 2 auf, die aus Metallprofilen
und/oder Holzprofilen zusammengesetzt ist. Auf der Oberseite der Dachkonstruktion
ist eine Kunststofffolie 7 aufgeklebt, an deren Oberseite Kletthaken 5a und/oder Klettpilzköpfe
5b vorstehen, die nach Aufliegen der Dämmplatte 1 in deren Unterseite hineinragen.
[0011] Auf den Dämmplatten 1 liegt eine Dachmembran 3 aus oder mit einem elastischen Material
wie Kunstharz, Bitumen, thermoplastischem Elastomer oder EPDM. An der Unterseite der
Dachmembran 3 stehen Kletthaken 4a und/oder Klettpilzköpfe 4b vor, die nach Auflegen
der Dachmembran 3 in deren Oberseite hineinragen. Vorzugsweise ist an der Unterseite
der Dachmembran 3 eine Kunststofffolie 6 aufgeklebt, an deren Unterseite die Kletthakten
4a oder Klettpilzköpfe 4b vorstehen.
[0012] Die Dämmplatten 1 bestehen aus einem klettfähigen Material, d. h. aus einer nicht
gewebten Textilfaserplatte, deren Fasern ungeordnet im Wesentlichen waagerecht liegen,
so dass die Kletthaken 4a und Klettpilzköpfe 4b bei ihrem Eindringen in die Dämmplatte
1 die Fasern untergreifen und damit sicheren Halt finden. Vorzugsweise bilden die
Fasern einen Filz. Die Fasern der Dämmplatten 1 bestehen vorzugsweise aus Tier- oder
Pflanzenfasern oder aus Kunststoff, Glas oder Keramik.
1. Dachkonstruktion eines Hallenbaudachs mit Dämmplatten (1), die von einer Unterkonstruktion
(2) getragen und oberseitig von einer Dachmembran (3) abgedeckt sind, wobei in der
oberen Seitenfläche (1a) der Dämmplatten (1) Kletthaken (4a) oder Klettpilzköpfe (4b)
Halt finden, die an der Unterseite der Dachmembran (3) vorstehen, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmplatten (1) nicht gewebte Textilfaserplatten sind, deren Fasern ungeordnet
im Wesentlichen waagerecht liegen, so dass die Kletthaken oder Klettpilzköpfe bei
ihrem Eindringen in die Dämmplatte die Fasern untergreifen und damit sicheren Halt
finden.
2. Dachkonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterseite der Dachmembran (3) eine Folie (6) aufweist, an deren Unterseite die
Kletthaken (4a) oder Klettpilzköpfe (4) vorstehen.
3. Dachkonstruktion nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an der Oberseite der Unterkonstruktion (2) Kletthaken (5a) oder Klettpilzköpfe (5b)
vorstehen, die in der unteren Seitenfläche (1b) der Dämmplatten (1) Halt finden.
4. Dachkonstruktion nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite der Unterkonstruktion (2) eine Folie (7) aufweist, auf deren Oberseite
die Kletthaken (5a) oder Klettpilzköpfe (5b) vorstehen.
5. Dachkonstruktion nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern der Dämmplatten (1) Tier- oder Pflanzenfasern sind oder aus Kunststoff,
Glas oder Keramik bestehen.
6. Dachkonstruktion nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern der Dämmplatten (1) einen Filz bilden.
1. Roof construction of a hall roof with insulating panels (1) which are supported by
a substructure (2) and are covered on the upper side by a roof membrane (3), wherein
Velcro hooks (4a) or Velcro mushroom heads (4b) find a hold in the upper side surface
(1a) of the insulating panels (1) and protrude on the underside of the roof membrane
(3), characterised in that the insulating panels (1) are non-woven textile fibre panels, the fibres of which
lie essentially horizontally in a disordered manner, so that the Velcro hooks or Velcro
mushroom heads engage under the fibres when they penetrate into the insulating panel
and thus find a secure hold.
2. Roof construction according to claim 1, characterised in that the underside of the roof membrane (3) comprises a foil (6), on the underside of
which the Velcro hooks (4a) or Velcro mushroom heads (4b) protrude.
3. Roof construction according to claim 1 or 2, characterised in that Velcro hooks (5a) or Velcro mushroom heads (5b) protrude on the upper side of the
substructure (2) and find a hold in the lower side surface (1b) of the insulating
panels (1).
4. Roof construction according to claim 3, characterised in that the upper side of the substructure (2) comprises a foil (7), on the upper side of
which the Velcro hooks (5a) or Velcro mushroom heads (5b) protrude.
5. Roof construction according to one of the preceding claims, characterised in that the fibres of the insulating panels (1) are animal or plant fibres or consist of
plastic, glass or ceramic.
6. Roof construction according to one of the preceding claims, characterised in that the fibres of the insulation panels (1) form a felt.
1. Construction d'un toit de hall avec des panneaux isolants (1) soutenus par une sous-construction
(2) et recouverts sur la face supérieure d'une membrane de toit (3), dans laquelle
des crochets Velcro (4a) ou des têtes de champignon Velcro (4b) sont maintenus sur
la face supérieure (1a) des panneaux isolants (1) et font saillie sur la face inférieure
de la membrane de toit (3), caractérisé par le fait que les panneaux isolants (1) sont des panneaux de fibres textiles non tissées, dont
les fibres se trouvent essentiellement à l'horizontale de manière désordonnée, de
sorte que les crochets Velcro ou les têtes de champignon Velcro s'engagent sous les
fibres lorsqu'ils pénètrent dans le panneau isolant et trouvent ainsi une prise sûre.
2. Construction de toit selon la revendication 1, caractérisée par le fait que la face inférieure de la membrane de toit (3) comprend une feuille (6) sur la face
inférieure de laquelle les crochets Velcro (4a) ou les têtes de champignon Velcro
(4b) font saillie.
3. Construction de toit selon la revendication 1 ou 2, caractérisée par le fait que les crochets Velcro (5a) ou les têtes de champignon Velcro (5b) font saillie sur
la face supérieure de la sous-construction (2) et trouvent une prise dans la face
inférieure (1b) des panneaux isolants (1).
4. Construction de toit selon la revendication 3, caractérisée par le fait que la face supérieure de la sous-construction (2) comprend une feuille (7), sur la face
supérieure de laquelle les crochets Velcro (5a) ou les têtes de champignon Velcro
(5b) font saillie.
5. Construction de toit selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée par le fait que les fibres des panneaux isolants (1) sont des fibres animales ou végétales ou sont
constituées de plastique, de verre ou de céramique.
6. Construction de toit selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée par le fait que les fibres des panneaux isolants (1) forment un feutre.

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