[0001] Die Erfindung betrifft eine Adapterhülse zur Anpassung des Innendurchmessers von
zylindrischen Hohlzylindern an den Außendurchmesser einer zylindrischen Walze, umfassend
einen Hülsenkörper mit von innen nach außen gesehen einer verformbaren Basishülse,
gegebenenfalls einer Zwischenschicht und einer Deckschicht. Des Weiteren betrifft
die Erfindungen Anordnungen umfassen eine solche Adapterhülse sowie Verfahren zur
Montage eines Hohlzylinders auf einer zylindrischen Walze unter Verwendung einer solchen
Adapterhülse.
Stand der Technik
[0002] In der Druckindustrie finden Sleeves und Adapterhülsen größtenteils im Flexodruckverfahren
Verwendung. Beim Flexodruck wird Farbe über eine Druckform durch Druckspannung auf
ein Druckmedium übertragen. Es zählt neben dem Hoch- und Tiefdruck zu den wichtigsten
Druckverfahren besonders in der Verpackungsindustrie. Es zeichnet sich durch seine
elastische Druckform aus und ist deshalb für das Bedrucken von Papier, Folien und
Faserstoffen einsetzbar. Außerdem kann es für verschiedene Farbsysteme verwendet werden,
was eine universellere Einsetzbarkeit gewährleistet.
[0003] Die verschiedenen Ausführungen von Flexodruckmaschinen werden für den jeweiligen
Einsatzbereich individuell angepasst. Hierbei können sie in die Hauptgruppen Mehrzylinder-
und Zentralzylinderdruckmaschinen unterteilt werden. Durch die Verwendung von Stahlzylindern
mit den verschiedensten Durchmessern, können individuelle Druckrapporte erzielt werden.
Prinzipiell werden Adapterhülsen zur Überbrückung von Rapporten auf einen Stahlzylinder
montiert. Auf die Adapterhülse wird ein Sleeve montiert. Auf den Sleeve wird in der
sogenannten Vormontage eine Druckform oder auch Klischee aufgebracht. Dieses Klischee
kann in Form einer Druckplatte oder in Form eines "In the round-Sleeves" (ITR) mit
endlosem Druckmuster auf den Sleeve montiert werden.
[0004] Weiterhin ist es in der Druckindustrie üblich, einen Aufbau bestehend aus einem Antriebszylinder,
gekennzeichnet durch einen angetriebenen Stahl- oder CFK-Zylinder (kohlenstofffaserverstärkter
Kunststoff-Zylinder), im Folgenden als "Zylinder" bezeichnet, auf den meist eine Adapterhülse
und darauf ein Hohlzylinder, im Folgenden auch als Sleeve bezeichnet, mit den darauf
montierten Druckplatten montiert wird, zu verwenden. Um ein einfaches Montieren zu
erlauben, sind der Antriebszylinder und die Adapterhülse mit Gaskanälen und Gasauslässen
versehen, die Gaskissen zwischen dem Zylinder und der Adapterhülse und der Adapterhülse
und dem Hohlzylinder erzeugen, die für ein einfaches Aufgleiten sorgen. Diese Gaskissen
können entweder konventionell über einfache Öffnungen oder deutlich optimiert über
poröse Bereiche erzeugt werden, wie sie in den kommerziell erhältlichen rotec® EcoBridge
Adapterhülsen verwirklicht werden. Beide Versionen müssen natürlich mit den Gasführungssystemen
der Adapterhülse verbunden werden.
[0005] Es existieren generell zwei Möglichkeiten der Gaszuführung zur Adapterhülse: durch
einen systeminternen Gaskanal des Antriebszylinders oder durch einen separaten Anschluss
für eine externe Gasversorgung an der Adapterhülse. In beiden Fällen gibt es meist
einen Gaskanal, bzw. Gasverteilungssystem, der wie in
EP 2051856 beschrieben in die Zwischenschicht gefräst wird. Bei einer Gaszuführung zur Adapterhülse
vom Zylinder ist es entscheidend, wie gut dieser Übertrag funktioniert, da hier keine
pneumatischen Anschlüsse vorhanden sind sondern lediglich radiale Gaskanäle durch
die Adapterhülse hindurch verlaufen. Dieser Übertrag wird im Regelfall mit einer sogenannten
Eindrehung optimiert, wie sie in
EP 1263592 beschrieben ist. Dies ermöglicht es den Luftkanälen Luft aus einem größeren Bereich
nutzen zu können und vor allem bietet es den entscheidenden Vorteil im Handling, dass
die Einlassöffnungen der Adapterhülse nicht perfekt genau über den Auslassöffnungen
des Zylinders sitzen müssen, sondern nur innerhalb eines von der Eindrehung abgegrenzten
Bereiches. Wenn nun, beispielsweise in einer Druckmaschine, ein Hohlzylinder gewechselt
werden soll, wird im Fall einer systeminternen Gaszuführung mit Zuschalten der Gasversorgung
durch den Antriebszylinder jedoch gleichzeitig zu dem für den Montageprozess gewünschten
Gaskissen zwischen Adapterhülse und Sleeve auch ein Gaspolster zwischen Zylinder und
Adapterhülse erzeugt, und es ist schwierig, nur den Hohlzylinder, nicht jedoch die
Adapterhülse abzuziehen. Wenn ein Hohlzylinder bei extern zuschaltbarer Gasversorgung
gewechselt werden soll, ist die Klemmung der Adapterhülse auf dem Zylinder davon unberührt
und es bildet sich nur zwischen Adapterhülse und Sleeve ein Gaskissen. Um nun Rutschen
der Adapterhülse bei interner Gasführung zu reduzieren, werden oft, sogenannte "Interlocks"
verwendet. Hierbei handelt es sich um eine Kerbe mit einer Ausbuchtung, in die ein
Metall-Pin auf der Oberfläche des Zylinders eingeklinkt werden kann und durch eine
leichte Drehung der Adapterhülse, nicht mehr herausrutschen kann. Eine Klemmung wird
hier nicht erzeugt. Beschrieben ist dieses Bauteil im Dokument
WO 00/44562, welches die Arretierbarkeit von Adapterhülsen darstellt, um "eine axiale Relativbewegung"
zu verhindern. Verbesserte Versionen sind in
WO 2016/135552 und
US 5,819,657 beschrieben. Solche "Interlocks" sind aber in einer Vielzahl von Maschinentypen aufgrund
deren technischer Spezifikationen nicht verwendbar. Selbst wenn diese Spezifikationen
den Einsatz erlauben, ist der Umgang mit diesen Systemen dennoch sehr umständlich.
Vor allem beim Rüstprozess in der Druckmaschine wird dies deutlich. Durch den Zeitdruck
während dieses Prozesses entstehen oft Beschädigungen am Metall-Pin des Antriebszylinders
oder am Interlock selbst. Um diese Nachteile zu umgehen, gibt es bisher nur die Möglichkeit,
entweder die Gasversorgung der Adapterhülse extern sicherzustellen, oder bei der internen
Gaszuführung auf dem Zylinder einen zweiten Gaskreislauf mit eigenen Austrittsöffnungen
zu integrieren, die lediglich dem Auf- und Abziehen der Adapterhülse dienen und je
nach Schaltung nur zwischen Adapterhülse und Zylinder ein Gaskissen aufbauen können.
Diese Version ist beispielsweise in
EP 2 532 523 beschrieben. Ein solcher Antriebszylinder ist deutlich teurer als ein Zylinder mit
nur einer einzigen Gasführung.
[0006] Es existieren auch Lösungen, bei denen sich Sleeves, bzw. Hohlzylinder, auf der Oberfläche
des Antriebszylinders oder der Adapterhülse bewegen lassen, wenn sie von außen von
der Deckschicht radial durch den Sleeve hindurch mit Gas beaufschlagt werden. Beschrieben
wird ein solches Produkt beispielsweise in
WO 2010/096133. Es beinhaltet aber keine internen Gasführungen oder eine zusätzliche durch das durchströmende
Gas angeregten Mechanismus der Klemmung, um eine Adapterhülse, vor allem wenn diese
radial von Luft durchströmt wird, auf dem Antriebszylinder zu fixieren. Eine Klemmwirkung
existiert hier ausschließlich bei abgeschaltetem Gasstrom.
[0007] Neben der Anwendung in den Druckmaschinen selbst, gibt es mit der Vormontage ein
weiteres zentrales Anwendungsgebiet von Adapterhülsen. In der Vormontage werden Sleeves
für den Druck vorbereitet, d.h. die Druckplatten werden, meistens mit doppelseitigem
Klebeband, auch als Tape bezeichnet, auf dem Sleeve fixiert. Um in der Aufnahmevorrichtung
der Vormontageeinheit nun die entsprechenden Sleeves passgenau montieren zu können,
ist bzw. sind passende Adapterhülsen nötig. Diese müssen zum einen eine gute Klemmung
zum Grundzylinder der Montageeinheit aufweisen, als auch eine passgenauen Sitz des
Sleeves gewährleisten. Weiterhin sollen sie sowohl ein Gaskissen zwischen Adapterhülse
und Zylinder und auch zwischen Adapterhülse und Sleeve aufbauen können. Es ist analog
zum beschriebenen Rüstvorgang in der Druckmaschine in der Regel auch hier nicht gewünscht,
dass während des Sleeve-Wechselvorganges die Adapterhülse gelöst wird, was aber bei
einer internen Gasführung ohne Interlock fast immer der Fall sein kann.
[0008] Auf einem Zentralzylinder werden meist eine Adapterhülse und darauf ein Hohlzylinder
mit den darauf montierten Druckplatten eingesetzt. Um ein einfaches Montieren zu erlauben,
sind der Zentralzylinder und die Adapterhülse mit Gaskanälen und Gasauslässen versehen,
die Gaskissen zwischen dem Zylinder und der Adapterhülse und der Adapterhülse und
dem Hohlzylinder erzeugen, die für ein einfaches Aufgleiten sorgen. Wenn nun ein Hohlzylinder
gewechselt werden soll, werden jedoch wieder in beiden Zwischenräumen Gaspolster erzeugt
und es ist schwierig nur den Hohlzylinder, nicht jedoch die Adapterhülse abzuziehen.
Eine Aufgabe der Erfindung kann darin gesehen werden, eine leicht de- bzw. montierbare
Adapterhülse breitzustellen, die selbst bei Gasbeaufschlagung noch klemmt und nur
ein Abziehen des Hohlzylinders bzw. des Sleeves gestattet.
Offenbarung der Erfindung
[0009] Es wird eine Adapterhülse zur Anpassung des Innendurchmessers von zylindrischen Hohlzylindern
an den Außendurchmesser einer zylindrischen Walze vorgeschlagen, umfassend einen Hülsenkörper
mit von innen nach außen gesehen einer verformbaren Basishülse, optional mindestens
einer Zwischenschicht und einer Deckschicht, wobei die Adapterhülse mindestens einen
Gaseinlass aufweist, der mit einem ersten Gasverteilungssystem in Verbindung steht,
und wobei die Adapterhülse mindestens einen mit dem ersten Gasverteilungssystem verbundenen
ersten Gasauslass aufweist, welcher auf einer äußeren Mantelfläche der Adapterhülse
mündet. Die Adapterhülse umfasst ferner ein zweites Gasverteilungssystem, wobei das
zweite Gasverteilungssystem mit dem Gaseinlass in Verbindung steht und das zweite
Gasverteilungssystem einen Hohlraum aufweist, der eingerichtet ist, bei Beaufschlagung
mit einem unter Druck stehenden Gas, von Innen derart Druck auf die verformbare Basishülse
zu übertragen, dass zumindest in einem Teilbereich der Adapterhülse der Innendurchmesser
des Hülsenkörpers durch eine Verformung der Basishülse reduziert wird.
[0010] Die Adapterhülse weist einen Hülsenkörper auf, der im Wesentlichen denen der aus
dem Stand der Technik bekannten Adapterhülsen entspricht. Der Hülsenkörper weist eine
Rohr-Form bzw. eine Form eines hohlen Kreiszylinders auf und umfasst bevorzugt von
innen nach außen gesehen eine verformbare Basishülse, optional eine Zwischenschicht
und eine Deckschicht. Insbesondere die Basishülse, die optionale Zwischenschicht und
die Deckschicht entsprechen im Wesentlichen denen der Adapterhülsen des Stands der
Technik.
[0011] Die verformbare Basishülse kann aus einer oder mehreren Schichten aufgebaut sein,
vorzugsweise besteht sie aus einer Schicht. Die verformbare Basishülse kann aus einer
flexiblen Keramikschicht, Metallschicht, z.B. aus Aluminium, Nickel und vergleichbaren
Legierungen oder aus einem verstärkten oder unverstärkten Kunststoff oder Kombinationen
davon bestehen. Beim Einsatz von Metallen, Legierungen und Keramik liegen diese bevorzugt
in Form einer Teilschicht vor, insbesondere in Form einer Lochplatte, einem Drahtgewebe
oder Kombinationen mehrerer dieser Materialien. Bevorzugt werden verstärkte Kunststoffe
eingesetzt, die mit Fasern, Füllstoffen oder Kombinationen davon verstärkt sind. Als
Fasern kommen insbesondere Metall-, Glas- und/oder Kohlenstofffasern in Frage, es
können aber auch Kunststofffasern eingesetzt werden. Füllstoffe können in Form von
anorganischen oder organischen Partikeln eingearbeitet sein. Unter den anorganischen
Füllstoffen können Carbonate, Silikate, Sulfate oder Oxide Verwendung finden, wie
beispielsweise Kalziumcarbonat oder Kalziumsulfat, Bentonite, Titandioxide, Siliziumoxide,
Quarz oder Kombinationen davon. Bevorzugt erfolgt die Verstärkung mittels Fasern,
besonders bevorzugt mittels Glas- und/oder Kohlenstofffasern. Diese können in Form
von Geweben, Fließen, verschiedenen Lagen von mehrheitlich parallelen Fasern oder
Kombinationen davon verwendet werden.
[0012] Als Kunststoffe oder Kunststoffmischungen kommen solche in Frage, die eine Glasübergangstemperatur
oberhalb 50°C, Vorzugsweise oberhalb 70°C, besonders bevorzugt oberhalb 80°C aufweisen.
Um die Herstellung der Basishülse einfach zu gestalten, werden bevorzugt thermisch
und/oder UV-härtbare Mischungen eingesetzt, mit welchen die Fasern so imprägniert
werden, dass sie in der Kunststoffmatrix eingebettet sind. Als thermisch härtbare
Mischungen werden bevorzugt Epoxide, ungesättigte Polyester-Styrol Mischungen, Polyester,
Polyether und Polyurethane eingesetzt. Vorzugsweise werden Epoxide und ungesättigte
Polyester-Styrol Mischungen verwendet.
[0013] Als optionale Zwischenschicht werden sowohl harte als auch verformbare Materialien
eingesetzt, die sich vorzugsweise verformen lassen und sich anschließend wieder in
ihre Ausgangsform zurückstellen, also ein Rückstellvermögen aufweisen. Hierzu sind
verschiedene Polymere wie natürliche und künstliche Kautschuke, Elastomere und Schaumstoffe
einsetzbar. Die Schaumstoffe können offene oder geschlossene Poren oder Kombinationen
davon aufweisen. Vorzugsweise werden geschlossene Poren eingesetzt. Die Schaumstoffe
werden aus Polymeren, wie beispielsweise Polyethylen, Polypropylen, Polystyrol, Polestern
und Polyurethanen hergestellt. Als Schaumstoff wird bevorzugt ein Polyurethanschaumstoff
verwendet.
[0014] Für die Deckschicht werden harte Materialien, bevorzugt Metalle, Legierungen, Keramiken,
Gläser, Polymere wie beispielsweise Polyether, Polyester, Polyurethane, Epoxide und
generell faserverstärkte oder geschäumte Kunststoffe und Kombinationen davon eingesetzt.
Die Oberfläche der Deckschicht kann rau oder glatt ausgestaltet sein, vorzugsweise
ist sie möglichst glatt, um ein einfaches Aufgleiten von Hohlzylindern zu ermöglichen.
Bevorzugt ist die Deckschicht formstabil bzw. hart.
[0015] Die Materialien der Schichten sind dabei bevorzugt so gewählt, dass sie für Gase
so undurchlässig sind, dass ein Druckaufbau möglich ist und der Druck über eine Zeit
von mehreren Tagen oder Stunden aufrechterhalten werden kann. In einigen Fällen kann
es auch erforderlich sein, die Schichten elektrisch leitfähig auszurüsten (siehe beispielsweise
EP 1346846 A1,
EP 1144200 A1,
EP 2051856 A1 EP 1263592 A1), um elektrostatische Aufladungen zu vermeiden.
[0016] Die Dicke der Basisschicht liegt im Bereich von 0,3 mm bis 8 mm, bevorzugt im Bereich
von 0,5 mm bis 5 mm, besonders bevorzugt im Bereich von 2,9 mm bis 4,5 mm. Die Dicke
der optionalen Zwischenschicht liegt im Bereich von 0,2 mm bis 125 mm, bevorzugt im
Bereich von 10 mm bis 100 mm. Die Dicke der Deckschicht liegt im Bereich von 0,5 mm
bis 10 mm, bevorzugt im Bereich von 1 mm bis 3 mm, Die Wandstärke der Adapterhülse
liegt im Bereich von 8 mm bis 150 mm, bevorzugt im Bereich von 15 bis 75 mm. Die Wandstärke
der Adapterhülse ist dabei die Summe der Wandstärken aller Schichten der Adapterhülse.
[0017] Der Innendurchmesser der erfindungsgemäßen Adapterhülse liegt im Bereich von 10 mm
bis 1000 mm, bevorzugt im Bereich von 40 mm bis 630 mm, besonders bevorzugt im Bereich
von 85 mm bis 275 mm. Der Außendurchmesser der erfindungsgemäßen Adapterhülse liegt
im Bereich von 20 mm bis 2000 mm, bevorzugt im Bereich von 100 mm bis 700 mm, besonders
bevorzugt im Bereich von 125 mm bis 300 mm.
[0018] Die erfindungsgemäße Adapterhülse weist mindestens einen Gaseinlass auf, der mit
einem ersten Gasverteilungssystem in Verbindung steht.
[0019] Der oder die Gaseinlässe sind in der erfindungsgemäßen Adapterhülse mit einen ersten
Gasverteilungssystem verbunden, das das Gas in der Adapterhülse verteilt. Das erste
Gasverteilungssystem kann aus Kanälen oder Schläuchen bestehen, die in oder zwischen
Basis- und Deckschicht, in einer oder mehreren Zwischenschichten, zwischen verschiedenen
Schichten oder Kombinationen davon verlaufen. Vorzugsweise ist das erste Gasverteilungssystem
in Form von einem oder mehreren Kanälen ausgeführt, die in die Oberfläche oder den
Kern einer Schicht eingebracht werden, beispielsweise durch Bohren, Fräsen, Gravieren,
Spanen, Schneiden oder Kombinationen davon. Das erste Gasverteilungssystem steht in
der erfindungsgemäßen Adapterhülse mit einem ersten Gasauslass in Verbindung, der
auf einer äußeren Mantelfläche und damit auf der Oberfläche der Deckschicht mündet.
Der erste Gasauslass kann dabei in Form von einer oder mehreren runden, schlitzförmigen
oder eckigen Öffnungen in der Deckschicht oder als poröses Material oder ein Material
mit einem hohen Anteil an Öffnungen ausgebildet sein. Der erste Gasauslass befindet
sich dabei entlang der Längsrichtung der Adapterhülse gesehen bevorzugt im ersten
Drittel einer Seite der Adapterhülse und diese Seite ist vorzugsweise die einem Bediener
zugewandte Seite.
[0020] Die erfindungsgemäße Adapterhülse umfasst weiterhin ein zweites Gasverteilungssystem,
wobei das zweite Gasverteilungssystem mit dem Gaseinlass in Verbindung steht und das
zweite Gasverteilungssystem einen Hohlraum aufweist, der eingerichtet ist, bei Beaufschlagung
mit einem unter Druck stehenden Gas, von Innen derart Druck auf die verformbare Basishülse
zu übertragen, dass zumindest in einem Teilbereich der Adapterhülse der Innendurchmesser
des Hülsenkörpers durch eine Verformung der Basishülse reduziert wird. Das zweite
Gasverteilungssystem kann aus Kanälen oder Schläuchen bestehen, die in oder zwischen
Basis- und Deckschicht, in einer oder mehreren Zwischenschichten, zwischen verschiedenen
Schichten oder Kombinationen davon verlaufen. Vorzugsweise ist das zweite Gasverteilungssystem
in Form von einem oder mehreren Kanälen ausgeführt, die in die Oberfläche oder den
Kern einer Schicht eingebracht werden, beispielsweise durch Bohren, Fräsen, Gravieren,
Spanen, Schneiden oder Kombinationen davon. Der Hohlraum kann dabei so gestaltet sein,
dass er einen Teil des Gasverteilungssystems darstellt oder aber in Form eines oder
mehrerer zusätzlicher Hohlräume gebildet wird. Der zusätzliche Hohlraum kann in oder
zwischen Basis- und Deckschicht, in einer oder mehreren Zwischenschichten, zwischen
verschiedenen Schichten oder Kombinationen davon angeordnet sein. Vorzugsweise befindet
er sich in der Nähe der Basisschicht. Der zusätzliche Hohlraum kann beispielsweise
durch Bohren, Fräsen, Gravieren, Spanen, Schneiden oder Kombinationen davon erzeugt
werden.
[0021] In einer Ausführungsform der Adapterhülse ist an einer Stirnseite der Adapterhülse
ein Gasanschluss als Gaseinlass angeordnet. In diesem Fall wird die Adapterhülse so
mit Gas versorgt, dass auch eine Aufschieben auf einen Zylinder möglich ist, der kein
Gas zur Bildung eines Gaskissens zur Verfügung stellt. Der Gasanschluss kann dabei
in Form einer Schnellkupplung, einer Gasolive, einem Rohr, einem Rohr in Verbindung
mit einem Schlauch mit Schelle ausgebildet sein. Vorzugsweise ist der Gasanschluss
eine Schnellkupplung.
[0022] Bevorzugt umfasst die Adapterhülse ein drittes Gasverteilungssystem, welches mit
dem Gaseinlass in Verbindung steht, und die Adapterhülse weist ferner mindestens einen
zweiten Gasauslass auf, welcher mit dem dritten Gasverteilungssystem verbunden ist
und auf einer inneren Mantelfläche der Adapterhülse auf der Oberfläche der verformbaren
Basishülse mündet.
[0023] Das dritte Gasverteilungssystem kann aus Kanälen oder Schläuchen bestehen, die in
oder zwischen Basis- und Deckschicht, in einer oder mehreren Zwischenschichten, zwischen
verschiedenen Schichten oder Kombinationen davon verlaufen. Vorzugsweise ist das dritte
Gasverteilungssystem in Form von einem oder mehreren Kanälen ausgeführt, die in die
Oberfläche oder den Kern einer Schicht eingebracht werden, beispielsweise durch Bohren,
Fräsen, Gravieren, Spanen, Schneiden oder Kombinationen davon.
[0024] Der mindestens eine zweite Gasauslass kann dabei in Form von einer oder mehreren
runden, schlitzförmigen oder eckigen Öffnungen in der Basisschicht der Basishülse
ausgebildet sein. Für die Anordnung, Zahl und Ausgestaltung der Öffnungen des zweiten
Gasauslasses gelten die oben für den ersten Gasauslass gemachten Angaben und Beschreibungen.
[0025] In einer weiteren Ausführungsform der Adapterhülse ist der mindestens eine Gaseinlass
auf der Innenseite des Hülsenkörpers angeordnet und ist zur Verbindung mit Gasauslässen
auf der äußeren Mantelfläche der zylindrischen Walze eingerichtet. Mit dieser Anordnung
ist es möglich, Gas, das von der zylindrischen Walze, beispielsweise einem Druckformzylinder
zur Verfügung gestellt wird, auf den die Adapterhülse aufgebracht ist, an die Oberfläche
der Adapterhülse gelangt und zur Montage eines oder mehrerer weiterer Hohlzylinder
genutzt werden kann.
[0026] Der an der Basisschicht des Hülsenkörpers angebrachte Gaseinlass dient dazu, Gas
in die Adapterhülse einzulassen, das von einem Zylinder, auf den die Adapterhülse
aufgeschoben werden soll, zur Verfügung gestellt wird. Der Gaseinlass kann dabei in
Form von einer oder mehreren runden, schlitzförmigen oder eckigen Öffnungen in der
Deckschicht oder als poröses Material oder als ein Material mit einem hohen Anteil
an Öffnungen ausgebildet sein.
[0027] Der Gaseinlass befindet sich dabei entlang der Längsrichtung der Adapterhülse gesehen
bevorzugt im ersten Drittel einer Seite der Adapterhülse und diese Seite ist vorzugsweise
die einem Bediener zugewandte Seite.
[0028] Bevorzugt umfasst die Adapterhülse eine Gassteuereinheit, welche eingerichtet ist,
den Fluss von Gas vom Gaseinlass zum ersten Gasverteilungssystem, zum zweiten Gasverteilungssystem
und/oder zum dritten Gasverteilungssystem freizugeben und/oder zu sperren.
[0029] Durch unterschiedliche Einstellungen der Gassteuereinheit ist es möglich, das Gas
gezielt in kein, ein, zwei oder alle drei Gasverteilungssysteme zu lenken und damit
unterschiedliche Funktionen zu erzeugen. Wenn das Gas zu keinem Gasverteilungssystem
geleitet wird, ist ein Aufschieben der Adapterhülse auf einen Zylinder mit eigener
Gasversorgung möglich. Wenn das Gas nur zum ersten Gasverteilungssystem geleitet wird,
ist eine Montage eines weiteren Hohlzylinders auf die Adapterhülse möglich, weil das
durchgeleitete Gas ein Gaskissen zwischen Adapterhülse und Hohlzylinder erzeugt. Wird
das Gas nur zum zweiten Gasverteilungssystem geleitet, wird die Adapterhülse auf einem
vorhandenen Zylinder, beispielsweise einem Druckformzylinder, festgeklemmt. Wird das
Gas nur zum dritten Gasverteilungssystem geleitet, kann mit dem dadurch erzeugten
Gaskissen die Adapterhülse auf einen Zylinder aufgeschoben werden, insbesondere auf
einen Zylinder ohne eigene Gasversorgung. Wenn das Gas zum ersten und zum zweiten
Gasverteilungssystem geleitet wird, kann ein Hohlzylinder durch das gebildete Gaskissen
auf der Adapterhülse verschoben werden ohne dass die Adapterhülse verschoben wird,
da diese auf den Zylinder geklemmt ist. Eine gleichzeitige Gaseinleitung in das zweite
und dritte Gasverteilungssystem ist zwar möglich, hat jedoch keinen Vorteil, da sich
die Effekte der Klemmung und der Gaskissenbildung gegenseitig stören bzw. aufheben.
Ähnliches gilt für den Fall der gleichzeitigen Gasversorgung aller drei Verteilungssysteme,
außer das nun noch ein Verschieben eines Hohlzylinders auf der Adapterhülse möglich
wäre.
[0030] Die Gassteuereinheit kann aus einer oder mehreren Komponenten bestehen und sowohl
in die Adapterhülse integriert sein als auch außerhalb der Adapterhülse angeordnet
sein. Bevorzugt ist die Gassteuereinheit innerhalb der Adapterhülse angeordnet.
[0031] Bevorzugt ist die Gassteuereinheit aus der Gruppe bestehend aus einem Zweiwegehahn,
einem Dreiwegehahn, mindestens einem Schalter, mindestens einem Ventil, einer Hohlschraube
und Kombinationen mindestens zweier dieser Einheiten ausgewählt.
[0032] Die Gassteuereinheit ist beispielsweise zwischen dem Gaseinlass und dem ersten, zweiten
und/oder dritten Gasverteilungssystem eingesetzt. Des Weiteren ist es beispielsweise
möglich, dass das erste Gasverteilungssystem ohne Zwischenschaltung einer Gassteuereinheit
mit dem Gaseinlass verbunden ist und die Gassteuereinheit in einer Verbindung zwischen
dem ersten Gasverteilungssystem und dem zweiten Gasverteilungssystem und/oder dem
dritten Gasverteilungssystem angeordnet ist.
[0033] Die Komponenten der Gassteuereinheit können einzeln oder im Verbund gesteuert werden,
wobei die Steuerung manuell oder automatisch oder halbautomatisch über eine Kontrolleinrichtung
erfolgen kann. Bevorzugt ist die Gassteuereinheit derart eingerichtet und ausgestaltet,
dass die Steuerung der Gassteuereinheit von außerhalb der Adapterhülse erfolgt. Beispielsweise
können Ventile bzw. Schalter elektronisch oder manuell geschaltet werden. Im Falle
einer elektronischen Schaltung kann diese sowie eine ggf. erforderliche Energieversorgung
in Form von Batterien oder Akkumulatoren in die Adapterhülse integriert sein. Eine
weitere Möglichkeit ist eine kabellose Kommunikation der Kontrolleinrichtung mit den
Komponenten der Gassteuereinheit.
[0034] Bevorzugt ist der mindestens eine erste Gasauslass und/ oder der mindestens eine
zweite Gasauslass eingerichtet, Druckluft über die Länge der Adapterhülse verteilt
oder benachbart zu einer Stirnseite der Adapterhülse auszulassen.
[0035] Der erste und/oder der zweite Gasauslass sind bevorzugt an einem Ende der Adapterhülse
eingebaut. Hierdurch wird sichergestellt, dass das erzeugte Luftpolster bis an die
Stirnseiten eines Druckformzylinders heranreicht und ein leichtes Aufziehen einer
Adapterhülse auf einen Druckformzylinder oder einer Druckhülse auf eine Adapterhülse
möglich ist. Der Abstand des ersten und des zweiten Gasauslasses vom Ende der Adapterhülse
liegt bevorzugt im Bereich von 1 mm bis 100 mm, besonders bevorzugt im Bereich von
5 mm bis 50 mm.
[0036] Bevorzugt ist der mindestens eine erste Gasauslass und/oder der mindestens eine zweite
Gasauslass als umlaufend angeordnete Bohrungen oder umlaufend angeordnete gasdurchlässige
poröse Bereiche ausgeführt.
[0037] Ist der Gaseinlass der Adapterhülse auf der Innenseite des Hülsenkörpers angeordnet,
so kann auch dieser als eine oder mehrere Öffnungen oder als ein oder mehrere gasdurchlässige
poröse Bereiche ausgestaltet sein. Beispiele hierfür sind umlaufend angeordnete Bohrungen
oder umlaufend angeordnete gasdurchlässige poröse Bereiche.
[0038] Um einen Bereich porös und gasdurchlässig auszugestalten, können sowohl poröse Materialien
als auch Materialien mit einem hohen Anteil an Öffnungen pro Fläche verwendet werden.
Derartige Materialien können siebartige, rechenartige, lamellenartige oder schlitzförmige
Öffnungen aufweisen.
[0039] Der erste Gasauslass, der zweite Gasauslass und/oder der Gaseinlass können dabei
in Form von einer oder mehreren runden, schlitzförmigen oder eckigen Öffnungen bzw.
Bohrungen in der Deckschicht bzw. in der Basisschicht bestehen. Die Öffnungen können
jedoch auch in Form poröser Bereiche ausgebildet sein, die in die Deckschicht bzw.
in die Basisschicht und ggf. in die Zwischenschicht eingefügt sind und poröse Materialien
umfassen. Unter porösen Materialien werden Materialien verstanden, bei denen die Poren
einen Volumenanteil im Bereich von 1% und 50%, besonders bevorzugt im Bereich von
5 bis 40% und ganz besonders bevorzugt in einem Bereich von 10% bis 30% des Materials
einnehmen. Hierbei ist die Prozentangabe auf den Volumenanteil der Poren im Volumen
des gesamten porösen Materials bezogen. Die Porengröße liegt im Bereich von 1 µm bis
500 µm, bevorzugt von 2 µm bis 300 µm, bevorzugt von 5 µm bis 100 µm und ganz besonders
bevorzugt von 10 µm bis 50 µm. Die Poren sind bevorzugt homogen über das Volumen des
porösen Materials verteilt. Beispiele für solche Materialien sind geschäumte Materialien
mit offenen Zellen oder gesinterte poröse Materialien.
[0040] Die Durchlässigkeit wird beispielsweise nach IS0 4022 : 1987 bestimmt, wobei bei
einem gegebenen Volumenstrom bei konstantem Druck und Temperatur der Druckverlust
nach Durchströmen des porösen Materials mit gegebener Filterfläche gemessen und die
Durchströmbarkeitskoeffizienten α für laminare und β für turbulente Strömung bestimmt
werden. Die erfindungsgemäßen porösen Materialien weisen bevorzugt einen Wert für
α größer als 0,01 *10
-12m
2 und für β einen Wert größer als 0,01 *10
-7 m auf. Besonders bevorzugt weisen die porösen Materialien einen Wert von Wert für
α größer als 0,05 *10
-12m
2 und für β einen Wert größer als 0,1 *10
-7 m auf.
[0041] Bevorzugt ist der poröse Bereich auf einen porösen Bereich oder auf mehrere poröse
Bereiche aufgeteilt. Dabei ist ein poröser Bereich bevorzugt als in Umfangsrichtung
umlaufender Ring ausgestaltet oder ein poröser Bereich umfasst mehrere Teilbereiche,
die in Form eines in Umfangsrichtung umlaufenden, unterbrochenen Rings ausgestaltet
und angeordnet sind. Die Breite eines Rings liegt bevorzugt im Bereich von 1 cm bis
20 cm und besonders bevorzugt im Bereich von 5 cm bis 15 cm. Alternativ oder zusätzlich
kann mindestens ein poröser Bereich in Form einer axial verlaufenden Leiste vorgesehen
werden. Die Verwendung von porösen Materialien bieten die Vorteile, dass weniger Gas
verbraucht und die Lärmbelästigung reduziert wird.
[0042] Als ein Material mit hohem Anteil an Öffnungen wird ein Material angesehen, welches
mindestens eine Öffnung pro 500 mm
2 Fläche aufweist. Bevorzugt weist das Material mit hohem Anteil an Öffnungen mindestens
eine Öffnung pro 200 mm
2 Fläche auf. Der Durchmesser der Öffnungen liegt dabei im Bereich von 0,1 mm bis 2
mm, vorzugsweise im Bereich von 0,2 mm bis 1,5 mm, besonderes bevorzugt im Bereich
von 0,3mm bis 1mm. Die Zahl der Öffnungen ist größer als 1, vorzugsweise größer 4
und besonders bevorzugt größer 6. Die Öffnungen können regelmäßig oder unregelmäßig
über den Umfang verteilt sein und ein-oder mehrreihig angeordnet sein.
[0043] Das Material mit hohem Anteil an Öffnungen weist an seiner außenliegenden Oberfläche
beispielsweise einen Flächenanteil der Öffnungen im Bereich von 0,3% bis 90% auf.
Bevorzugt weist die Oberfläche einen Flächenanteil der Öffnungen von 1% bis 90% auf.
Dabei wird ein Flächenanteil der Öffnungen im Bereich von 5% bis 80 % besonders bevorzugt
und ein Flächenanteil der Öffnungen im Bereich von 10% bis 70% ganz besonders bevorzugt.
Beispielsweise beträgt der Flächenanteil der Öffnungen im Bereich von 0,3 % bis 50%.
Die Öffnungen sind als durchgängige oder verzweigte Öffnungen oder Kanäle ausgeführt
und stehen mit der Gaszuführung in Verbindung. Der Durchmesser der Öffnungen oder
die Breite der Kanäle oder Schlitze liegt im Bereich von 100 µm bis 5 mm bevorzugt
im Bereich von 500 µm bis 2 mm.
[0044] Bevorzugt erstreckt sich der Hohlraum im Wesentlichen über die Länge der Adapterhülse
oder der Hohlraum ist auf einen an eine der Stirnseiten angrenzenden Bereich begrenzt.
Der Hohlraum kann dabei so gestaltet sein, dass er einen Teil des Gasverteilungssystems
darstellt, in Form eines Endes eines Kanals des Gasverteilungssystems, oder aber in
Form eines oder mehrerer zusätzlicher Hohlräume gebildet wird. Das bzw. die Enden
der Kanäle des zweiten Gasverteilungssystems bzw. der bzw. die zusätzlichen Hohlräume
können an einem oder mehreren beliebigen Orten in der Adapterhülse angeordnet sein.
Sie können gleichmäßig oder ungleichmäßig über die Länge der Adapterhülse verteilt
oder in einem oder beiden ersten Drittel der Adapterhülse angeordnet sein. Die Enden
der Kanäle oder die Hohlräume können umlaufend angeordnet sein. Der Hohlraum kann
aber auch als ein umlaufender Kanal ausgebildet sein, was den Vorteil hat, dass nur
eine gaszuführende Verbindung nötig ist. Vorzugsweise sind die Enden bzw. der oder
die Hohlräume in Längsrichtung der Adapterhülse gesehen im ersten Drittel der Adapterhülse
angeordnet, das dem Gaseinlass gegenüber liegt. In anderen Worten sind die Enden der
Kanäle bzw. der oder die Hohlräume im ersten Drittel der Adapterhülse auf der einem
Bediener abgewandten Seite angeordnet.
[0045] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine Anordnung enthaltend eine zylindrische
Walze und mindestens eine auf der Walze aufgenommene im Vorgehenden beschriebenen
Adapterhülse. In einer derartigen Anordnung kann die zylindrische Walze eine beliebige
zylindrische Walze sein, die rotieren und weitere Hohlzylinder aufnehmen kann. Solche
Anordnungen treten vor allem in Druck und Veredelungs- bzw. Verarbeitungsprozessen
auf. Insbesondere in Anordnungen für den Tiefdruck, Hochdruck und Offsetdruckverfahren
sind erfindungsgemäße Anordnungen einsetzbar.
[0046] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine Anordnung enthaltend eine zylindrische
Walze, mindestens eine auf der Walze aufgenommene Adapterhülse wie vorgehend beschrieben
und mindestens einen auf der Adapterhülse aufgenommenen Hohlzylinder. In einer derartigen
Anordnung kann die zylindrische Walze eine beliebige zylindrische Walze sein, die
rotieren und weitere Hohlzylinder aufnehmen kann, wobei die Adapterhülse zum Anpassen
der Durchmesser von zylindrischer Walze und dem Hohlzylinder dient. Solche Anordnungen
treten vor allem in Druck und Veredelungs- bzw. Verarbeitungsprozessen auf. Insbesondere
in Anordnungen für den Tiefdruck, Hochdruck und Offsetdruckverfahren sind erfindungsgemäße
Anordnungen einsetzbar.
[0047] Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren zur Montage eines Holzylinders
auf einer zylindrischen Walze unter Verwendung einer vorgehend beschriebenen Adapterhülse
bereitzustellen. Das Verfahren umfasst die Schritte:
- a) Bereitstellen einer zylindrischen Walze, Bereitstellen einer der zuvor beschriebenen
Adapterhülsen und Bereitstellen eines Hohlzylinders,
- b) Positionieren der Adapterhülse auf der zylindrischen Walze,
- c) Beaufschlagen der Adapterhülse mit einem unter Druck stehendem Gas derart, dass
das Gas in einen Hohlraum der Adapterhülse gelangt, wobei das Gas im Hohlraum derart
Druck auf eine verformbare Basishülse der Adapterhülse überträgt, dass zumindest in
einem Teilbereich der Adapterhülse der Innendurchmesser der Adapterhülse durch eine
Verformung der Basishülse reduziert wird und dadurch die Adapterhülse auf der zylindrischen
Walze klemmt,
- d) Beaufschlagen der Adapterhülse mit einem unter Druck stehendem Gas derart, dass
das Gas über ein erstes Gasverteilungssystem der Adapterhülse über mindestens einen
ersten Gasauslass an der äußeren Mantelfläche der Adapterhülse ausströmt und ein Gaspolster
ausbildet,
- e) Aufbringen und Positionieren des Holzylinders auf der Adapterhülse
- f) Abschalten der Gasversorgung, wobei gegebenenfalls ein Überdruck in dem Hohlraum
der Adapterhülse erhalten bleiben kann, ist in einer weiteren Ausführungsform enthalten.
[0048] Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren zur Demontage eines Hohlzylinders
von einer zylindrische Walze bereitzustellen, wobei der Holzylinder unter Verwendung
einer der beschriebenen Adapterhülsen montiert wurde. Das Verfahren beinhaltet die
folgenden Schritte:
- a) Bereitstellen einer Anordnung enthaltend eine mit einer Gasversorgung ausgerüstete
Walze, eine der zuvor beschriebenen Adapterhülsen und mindestens einen Hohlzylinder,
- b) Beaufschlagen der Adapterhülse mit einem unter Druck stehendem Gas derart, dass
das Gas in einen Hohlraum der Adapterhülse gelangt, wobei das Gas im Hohlraum derart
Druck auf eine verformbare Basishülse der Adapterhülse überträgt, dass zumindest in
einem Teilbereich der Adapterhülse der Innendurchmesser der Adapterhülse durch eine
Verformung der Basishülse reduziert wird und dadurch die Adapterhülse auf der zylindrischen
Walze klemmt,
- c) Beaufschlagung der Adapterhülse mit einem Gas, so dass das Gas über ein erstes
Gasverteilungssystem der Adapterhülse und über mindestens einen ersten Gasauslass
an der äußeren Mantelfläche der Adapterhülse ausströmt und ein Gaspolster ausbildet,
- d) Abziehen des Hohlzylinders.
[0049] Bevorzugt umfasst das Verfahren zur Montage oder zur Demontage zusätzlich, dass eine
Adapterhülse mit mindestens einem Gaseinlass auf der Innenseite des Hülsenkörpers
bereitgestellt wird, wobei die zylindrische Walze mit einer Gasverteilung ausgerüstet
ist, so dass die zylindrische Walze für das Positionieren der Adapterhülse auf der
zylindrischen Walze ein Gaspolster bereitstellt und nach dem Positionieren der Adapterhülse
auf der zylindrischen Walze das Gas zum Beaufschlagen der Adapterhülse durch die zylindrische
Walze bereitgestellt wird. Dieses Verfahren kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn
die zylindrische Walze eine eigene Gasversorgung umfasst. In diesem Fall sind in der
erfindungsgemäßen Adapterhülle kein drittes Gasverteilungssystem und keine zweite
Gasauslassöffnung vorgesehen.
[0050] Bevorzugt umfasst das Verfahren zur Montage oder zur Demontage zusätzlich, dass eine
Adapterhülse mit mindestens einem an der Stirnseite der Adapterhülse als Gaseinlass
angeordnetem Gasanschluss bereitgestellt wird, wobei zum Aufbringen der Adapterhülse
auf die zylindrische Walze die Adapterhülse über den Gasanschluss der Adapterhülse
derart mit einem Gas beaufschlagt wird, dass das Gas aus mindestens einem zweiten
Gasauslass austritt, welcher an einer inneren Mantelfläche der Adapterhülse mündet,
und ein Gaspolster ausbildet, welches eine Montage oder eine Demontage der Adapterhülse
auf der zylindrischen Walze ermöglicht. Dieses Verfahren kommt vor allem dann zum
Einsatz, wenn die zylindrische Walze keine eigene Gasversorgung umfasst. In diesem
Fall sind in der erfindungsgemäßen Adapterhülle ein drittes Gasverteilungssystem und
eine zweite Gasauslassöffnung vorgesehen.
[0051] Als Gas sind alle Gase einsetzbar, vorzugsweise wird Druckluft verwendet. Unter Umständen
kann es sinnvoll sein, Inertgase (beispielsweise Stickstoff Argon Helium oder CO2)
zu verwenden, um Feuer oder Explosionen zu vermeiden, oder um unerwünschte Reaktionen
(z.B. Oxidation) von Produkten oder Bauteilen zu verhindern oder zu reduzieren. Meist
werden die Gase unter Überdruck verwendet, um ein entsprechendes Gaspolster erzeugen
zu können und die Drücke variieren je nach Anwendungsfall von 1 bar bis 30 bar bevorzugt
4 bis 8 bar.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0052] Es zeigen:
Figur 1 einen Querschnitt der Adapterhülse ohne Zwischenschicht,
Figur 2 einen Querschnitt der Adapterhülse mit Zwischenschicht,
Figur 3 einen Längsschnitt der Adapterhülse mit erstem und zweitem Gasverteilungssystem,
Figur 4 einen Längsschnitt der Adapterhülse mit erstem, zweitem und drittem Gasverteilungssystem,
Figur 5 einen Längsschnitt der Adapterhülse mit erstem und zweitem Gasverteilungssystem
sowie einem zusätzlichen Hohlraum am Ende des zweiten Gasverteilungssystems und
Figur 6 einen Längsschnitt der Adapterhülse mit erstem, zweitem und drittem Gasverteilungssystem
sowie einem zusätzlichen Hohlraum am Ende des zweiten Gasverteilungssystems
[0053] Figur 1 zeigt einen Querschnitt einer ersten Ausführungsform einer Adapterhülse 10.
Die Adapterhülse 10 der Figur 1 weist einen Hülsenkörper mit einer verformbaren Basisschicht
3 und einer Deckschicht 5 auf. Die Form des Hülsenkörpers entspricht im Wesentlichen
einem hohlen Kreiszylinder. Eine äußere Mantelfläche 30 der Adapterhülse 10 wird durch
die außenliegende Seite der Deckschicht 5 gebildet und eine innere Mantelfläche 32
der Adapterhülse 10 wird durch die außenliegende Fläche der Basisschicht 3 gebildet.
[0054] Die Adapterhülse 10 umfasst des Weiteren einen an der Innenseite des Hülsenkörpers
angeordneten Gaseinlass 6. Der Gaseinlass 6 ist in der in Figur 1 dargestellten Ausführungsform
als eine Öffnung in der verformbaren Basisschicht 3 ausgeführt, vorzugsweise als radial
umlaufender Ring von Öffnungen.
[0055] Ein erstes Gasverteilungssystem 1 der Adapterhülse 10 umfasst mehrere Kanäle 20,
22 welche in der verformbaren Basisschicht 3 und/oder der Deckschicht 5 oder dazwischen
verlaufen. Ein in radialer Richtung in der flexiblen Basisschicht 3 und der Deckschicht
5 verlaufender Kanal 20 verbindet den Gaseinlass 6 mit dem ersten Gasverteilungssystem
1.
[0056] Über einen in radialer Richtung verlaufenden Kanal 20 ist das Gasverteilungssystem
1 mit einem ersten Gasauslass 7 verbunden, welcher an der Oberfläche der Deckschicht
5 und damit an der Außenseite der Adapterhülse 10 mündet. Die Adapterhülse 10 weist
weitere, in der Darstellung der Figur 1 nicht sichtbare erste Gasauslässe 7 auf, welche
über weitere Kanäle durch das erste Gasverteilungssystem 1 mit Gas versorgt werden
können. Aus den ersten Gasauslässen 7 ausströmendes Gas kann verwendet werden, um
ein Luftpolster zu erzeugen, welches ein einfaches Aufziehen eines Hohlzylinders auf
die Adapterhülse 10 ermöglicht.
[0057] Die Adapterhülse 10 weist zudem ein zweites Gasverteilungssystem 2 auf, von dem in
der Ansicht der Figur 1 nur ein in axialer Richtung verlaufender Kanal 22 sichtbar
ist. Das zweite Gasverteilungssystem 2 steht über Verbindungkanäle 24 und eine Gassteuereinheit
8 mit dem ersten Gasverteilungssystem 1 in Verbindung. Ausgehend von dem Gaseinlass
6 kann Gas über das erste Gasverteilungssystem 1 und die Gassteuereinheit 8 zum zweiten
Gasverteilungssystem 2 geführt werden. Über die Gassteuereinheit 8 kann ein Gasfluss
zum zweiten Gasverteilungssystem 2 freigegeben oder gesperrt werden.
[0058] Figur 2 zeigt einen Querschnitt einer zweiten Ausführungsform einer Adapterhülse
10. Die Adapterhülse 10 der Figur 2 weist einen Hülsenkörper mit von innen nach außen
gesehen einer verformbaren Basisschicht 3, einer Zwischenschicht 4 und einer Deckschicht
5 auf. Die Form des Hülsenkörpers entspricht im Wesentlichen einem hohlen Kreiszylinder.
[0059] Die Adapterhülse 10 umfasst des Weiteren einen an der Innenseite des Hülsenkörpers
angeordneten Gaseinlass 6. Der Gaseinlass 6 ist in wie mit Bezug zur ersten Ausführungsform
der Figur 1 beschrieben als eine Öffnung in der verformbaren Basisschicht 3 ausgeführt,
vorzugsweise als radial umlaufender Ring von Öffnungen.
[0060] Ein erste Gasverteilungssystem 1 umfasst mehrere Kanäle 20, 22 welche in der verformbaren
Basisschicht 3, der Zwischenschicht 4 und/oder der Deckschicht 5 oder zwischen den
Schichten verlaufen. Das erste Gasverteilungssystem 1 ist über einen in radialer Richtung
in der flexiblen Basisschicht 3 und der Zwischenschicht 4 verlaufenden Kanal 20 mit
dem ersten Gaseinlass 6 verbunden.
[0061] Über einen in radialer Richtung in der Zwischenschicht 4 und der Deckschicht 5 verlaufenden
Kanal 20 ist das Gasverteilungssystem 1 mit einem ersten Gasauslass 7 verbunden, welcher
an der Oberfläche der Deckschicht 5 und damit an der Außenseite der Adapterhülse 10
mündet. Die Adapterhülse 10 weist weitere, in der Darstellung der Figur 2 nicht sichtbare
erste Gasauslässe 7 auf, welche über weitere Kanäle durch das erste Gasverteilungssystem
1 mit Gas versorgt werden können.
[0062] Die Adapterhülse 10 weist zudem ein zweites Gasverteilungssystem 2 auf, von dem in
der Ansicht der Figur 2 nur ein in axialer Richtung verlaufender Kanal 22 sichtbar
ist. Das zweite Gasverteilungssystem 2 steht über Verbindungkanäle 24 und eine Gassteuereinheit
8 mit dem ersten Gasverteilungssystem 1 in Verbindung. Ausgehend von dem Gaseinlass
6 kann Gas über das erste Gasverteilungssystem 1 und die Gassteuereinheit 8 zum zweiten
Gasverteilungssystem 2 geführt werden. Über die Gassteuereinheit 8 kann ein Gasfluss
zum zweiten Gasverteilungssystem 2 freigegeben oder gesperrt werden.
[0063] Figur 3 zeigt schematisch einen Längsschnitt der Adapterhülse 10 der zweiten Ausführungsform.
[0064] Wie bereits mit Bezug zur Figur 2 beschrieben weist die Adapterhülse 10 einen Hülsenkörper
mit einer verformbaren Basisschicht 3, einer Zwischenschicht 4 und einer Deckschicht
5 auf. Die äußere Mantelfläche 30 der Adapterhülse 10 wird durch die außenliegende
Seite der Deckschicht 5 gebildet und die innere Mantelfläche 32 der Adapterhülse 10
wird durch die außenliegende Fläche der Basisschicht 3 gebildet.
[0065] Der Gaseinlass 6 ist Form einer Öffnung in der verformbaren Basisschicht 3 ausgeführt,
vorzugsweise als radial umlaufender Ring von Öffnungen. Ein in radialer Richtung verlaufender
Kanal 20 verläuft in der verformbaren Basisschicht 3 und der Zwischenschicht 4 und
verbindet den Gaseinlass 6 mit dem ersten Gasverteilungssystem 1.
[0066] Das erste Gasverteilungssystem 1 umfasst mehrere Kanäle 20, 22, von denen in der
Figur 3 nur ein in radialer Richtung zum ersten Gasauslass 7 verlaufender Kanal 20
sichtbar ist. Die Adapterhülse 10 weist weitere, in der Darstellung der Figur 3 nicht
sichtbare erste Gasauslässe 7 auf, welche über weitere Kanäle durch das erste Gasverteilungssystem
1 mit Gas versorgt werden können und vorzugsweise als umlaufender Ring von Öffnungen
ausgestaltet ist. Aus den ersten Gasauslässen 7 ausströmendes Gas kann verwendet werden,
um ein Luftpolster zu erzeugen, welches ein einfaches Aufziehen eines Hohlzylinders
auf die Adapterhülse 10 ermöglicht.
[0067] Die Adapterhülse 10 weist zudem ein zweites Gasverteilungssystem 2 auf. Das zweite
Gasverteilungssystem 2 steht über die Gassteuereinheit 8 mit dem ersten Gasverteilungssystem
1 in Verbindung und verfügt über einen in axialer Richtung verlaufenden Kanal 22 und
einen in radialer Richtung in Richtung der verformbaren Basisschicht 3 verlaufenden
radialen Kanal 20.
[0068] Der radial verlaufende Kanal 20 des zweiten Gasverteilungssystems 2 stellt einen
Hohlraum 12 dar, der an die verformbare Basisschicht 3 angrenzt. Wird unter Druck
stehendes Gas über den Gaseinlass 6, und die Gassteuereinheit 8 dem zweiten Gasverteilungssystem
2 zugeführt, so kann in dem Hohlraum 12 durch einströmendes Gas im Hohlraum 12 Druck
aufgebaut werden. Das im Hohlraum 12 befindliche und unter Druck stehende Gas übt
eine Kraft auf die verformbare Basishülse 3 aus, die eine Verformung der Basishülse
3 und damit eine Reduzierung des Innendurchmessers der Adapterhülse 10 bewirkt. Ist
die Adapterhülse 10 auf einen Zylinder aufgezogen, so bewirkt die Verringerung des
Innendurchmessers ein Klemmen der Adapterhülse 10 auf dem Zylinder.
[0069] Figur 4 zeigt schematisch einen Längsschnitt der Adapterhülse 10 einer dritten Ausführungsform.
[0070] Wie bereits mit Bezug zur Figur 2 beschrieben weist die Adapterhülse 10 einen Hülsenkörper
mit einer verformbaren Basisschicht 3, einer Zwischenschicht 4 und einer Deckschicht
5 auf. Im Gegensatz zu der zweiten Ausführungsform der Figuren 2 und 3 weist die Adapterhülse
10 der dritten Ausführungsform an einer der Stirnseiten als Gaseinlass 6 einen Gasanschluss
13 auf. Über den Gasanschluss 13 kann beispielsweise eine Druckluftleitung mit der
Adapterhülse 10 verbunden werden.
[0071] Der Gasanschluss 13 steht mit der Gassteuereinheit 8 in Verbindung. Die Gassteuereinheit
8 kann einen Gasfluss vom Gasanschluss 13 zu dem ersten Gasverteilungssystem 1 und
dem zweiten Gasverteilungssystem 2 sowie einem dritten Gasverteilungssystem 11 freigeben
oder sperren.
[0072] Das erste Gasverteilungssystem 1 umfasst mehrere Kanäle 20, 22, von denen in der
Figur 4 nur ein in radialer Richtung zum ersten Gasauslass 7 verlaufender Kanal 20
sichtbar ist. Die Adapterhülse 10 weist weitere, in der Darstellung der Figur 4 nicht
sichtbare erste Gasauslässe 7 auf, welche über weitere Kanäle durch das erste Gasverteilungssystem
1 mit Gas versorgt werden können. Aus den ersten Gasauslässen 7 ausströmendes Gas
kann verwendet werden, um ein Luftpolster zu erzeugen, welches ein einfaches Aufziehen
eines Hohlzylinders auf die Adapterhülse 10 ermöglicht. Über die Gassteuereinheit
8 kann durch Steuern des Gasflusses das Luftpolster beeinflusst werden.
[0073] Das zweite Gasverteilungssystem verfügt über einen in axialer Richtung verlaufenden
Kanal 22 und einen in radialer Richtung in Richtung der verformbaren Basisschicht
3 verlaufenden radialen Kanal 20. Der radial verlaufende Kanal 20 des zweiten Gasverteilungssystems
2 stellt einen Hohlraum 12 dar, der an die verformbare Basisschicht 3 angrenzt. Wird
unter Druck stehendes Gas über den Gasanschluss 13 und der Gassteuereinheit 8 dem
zweiten Gasverteilungssystem 2 zugeführt, so kann in dem Hohlraum 12 durch einströmendes
Gas im Hohlraum 12 Druck aufgebaut werden. Das im Hohlraum 12 befindliche und unter
Druck stehende Gas übt eine Kraft auf die verformbare Basishülse 3 aus, die eine Verformung
der Basishülse 3 und damit eine Reduzierung des Innendurchmessers der Adapterhülse
10 bewirkt. Ist die Adapterhülse 10 auf einen Zylinder aufgezogen, so bewirkt die
Verringerung des Innendurchmessers ein Klemmen der Adapterhülse 10 auf dem Zylinder.
[0074] Die in Figur 4 gezeigte Adapterhülse 10 der dritten Ausführungsform weist ein drittes
Gasverteilungssystem 11 auf, von dem in der Darstellung der Figur 4 ein in axialer
Richtung verlaufender Kanal 22 und ein in radialer Richtung verlaufender Kanal 20
sichtbar sind. Der radial verlaufende Kanal 20 verbindet das dritte Gasverteilungssystem
11 mit einem zweiten Gasauslass 9, welcher an der Innenseite der Adapterhülse 10 als
Öffnung in der verformbaren Basissicht 3 ausgeführt ist. Die Adapterhülse 10 verfügt
über weitere zweite Gasauslässe 9, welche in der Figur 4 nicht sichtbar sind. Wird
dem dritten Gasverteilungssystem 11 durch entsprechende Ansteuerung der Gassteuereinheit
8 ein Gas zugeführt, so wird dieses zu den zweiten Gasauslässen 9 geleitet und strömt
dort aus. Durch das an den zweiten Gasauslässen 9 ausströmende Gas wird ein Luftpolster
auf der Innenseite der Adapterhülse 10 erzeugt, welches ein leichtes Aufziehen der
Adapterhülse 10 auf einen Zylinder erlaubt.
[0075] Figur 5 zeigt schematisch einen Längsschnitt der Adapterhülse 10 einer vierten Ausführungsform.
Die in Figur 5 dargestellte Adapterhülse 10 entspricht der mit Bezug zu den Figuren
2 und 3 beschriebenen Adapterhülse 10 der zweiten Ausführungsform, wobei zwischen
der verformbaren Basisschicht 3 und der Mündung eines in radialer Richtung verlaufenden
Kanals 20 des zweiten Gasverteilungssystems 2 der Hohlraum 12 als ein radial umlaufender
ausgehöhlter Bereich 26 in der Zwischenschicht 4 ausgestaltet ist. Der ausgehölte
Bereich 26 erlaubt es, über eine größere Fläche Druck auf die verformbare Basisschicht
3 auszuüben, so dass eine Verringerung des Innendurchmessers der Adapterhülse 10 über
einer größeren Fläche erfolgt.
[0076] Figur 6 zeigt schematisch einen Längsschnitt der Adapterhülse 10 einer fünften Ausführungsform.
Die in Figur 6 dargestellte Adapterhülse 10 entspricht der mit Bezug zur Figur 4 beschriebenen
Adapterhülse 10 der dritten Ausführungsform, wobei zwischen der verformbaren Basisschicht
3 und der Mündung eines in radialer Richtung verlaufenden Kanals 20 des zweiten Gasverteilungssystems
2 der Hohlraum 12 als ein radial umlaufender ausgehöhlter Bereich 26 in der Zwischenschicht
4 ausgestaltet ist. Der ausgehölte Bereich 26 erlaubt es, über eine größere Fläche
Druck auf die verformbare Basisschicht 3 auszuüben, so dass eine Verringerung des
Innendurchmessers der Adapterhülse 10 über einer größeren Fläche erfolgt.
Bezugszeichenliste
[0077]
- 1
- erstes Gasverteilungssystem
- 2
- zweites Gasverteilungssystem
- 3
- verformbare Basishülse
- 4
- Zwischenschicht
- 5
- Deckschicht
- 6
- Gaseinlass
- 7
- erster Gasauslass
- 8
- Gassteuereinheit
- 9
- zweiter Gasauslass
- 10
- Adapterhülse
- 11
- drittes Gasverteilungssystem
- 12
- optionaler Hohlraum
- 13
- Gasanschluss
- 20
- Kanal
- 22
- Kanal in Längsrichtung
- 24
- Verbindungskanal
- 26
- ausgehöhlter Bereich
- 30
- äußere Mantelfläche
- 32
- innere Mantelfläche
1. Adapterhülse (10) zur Anpassung des Innendurchmessers von zylindrischen Hohlzylindern
an den Außendurchmesser einer zylindrischen Walze, umfassend einen Hülsenkörper mit
von innen nach außen gesehen einer verformbaren Basishülse (3), optional mindestens
einer Zwischenschicht (4) und einer Deckschicht (5), wobei
die Adapterhülse mindestens einen Gaseinlass (6) aufweist, der mit einem ersten Gasverteilungssystem
(1) in Verbindung steht,
und wobei die Adapterhülse (10) mindestens einen mit dem ersten Gasverteilungssystem
(1) verbundenen ersten Gasauslass (7) aufweist, welcher auf einer äußeren Mantelfläche
(30) der Adapterhülse (10) mündet, dadurch gekennzeichnet, dass
die Adapterhülse (10) ferner ein zweites Gasverteilungssystem (2) umfasst, wobei das
zweite Gasverteilungssystem (2) mit dem Gaseinlass (6) in Verbindung steht und das
zweite Gasverteilungssystem (2) einen Hohlraum (12) aufweist, der eingerichtet ist,
bei Beaufschlagung mit einem unter Druck stehenden Gas, von Innen derart Druck auf
die verformbare Basishülse (3) zu übertragen, dass zumindest in einem Teilbereich
der Adapterhülse (10) der Innendurchmesser des Hülsenkörpers durch eine Verformung
der Basishülse (3) reduziert wird.
2. Adapterhülse (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Stirnseite der Adapterhülse (10) ein Gasanschluss (13) als Gaseinlass (6)
angeordnet ist.
3. Adapterhülse (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Adapterhülse (10) ein drittes Gasverteilungssystem (11) umfasst, welches mit
dem Gaseinlass (6) in Verbindung steht, und die Adapterhülse (10) ferner mindestens
einen zweiten Gasauslass (9) aufweist, welcher mit dem dritten Gasverteilungssystem
verbunden (11) ist und auf einer inneren Mantelfläche (32) der Adapterhülse (10) auf
der Oberfläche der verformbaren Basishülse (3) mündet.
4. Adapterhülse (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Gaseinlass (6) auf der Innenseite des Hülsenkörpers (12) angeordnet
ist und zur Verbindung mit Gasauslässen auf der äußeren Mantelfläche der zylindrischen
Walze eingerichtet ist.
5. Adapterhülse (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Adapterhülse (10) eine Gassteuereinheit (8) umfasst, welche eingerichtet ist,
den Fluss von Gas vom Gaseinlass (6) zum ersten Gasverteilungssystem (1), zum zweiten
Gasverteilungssystem (2) und/oder zum dritten Gasverteilungssystem (11) freizugeben
und/oder zu sperren.
6. Adapterhülse (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gassteuereinheit (8) ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus einem Zweiwegehahn,
einem Dreiwegehahn, mindestens einem Schalter, mindestens einem Ventil, einer Hohlschraube
und Kombinationen mindestens zweier dieser Einheiten.
7. Adapterhülse (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine erste Gasauslass (7) und/ oder der mindestens eine zweite Gasauslass
(9) eingerichtet ist, Druckluft über die Länge der Adapterhülse (10) verteilt oder
benachbart zu einer Stirnseite der Adapterhülse (10) auszulassen.
8. Adapterhülse (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine erste Gasauslass (7) und/ oder der mindestens eine zweite Gasauslass
(9) als umlaufend angeordnete Bohrungen oder umlaufend angeordnete poröse Bereiche
ausgeführt ist.
9. Adapterhülse (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum (12) sich im Wesentlichen über die Länge der Adapterhülse (10) erstreckt
oder auf einen an eine der Stirnseiten angrenzenden Bereich begrenzt ist.
10. Anordnung enthaltend eine zylindrische Walze und mindestens eine auf der Walze aufgenommene
Adapterhülse (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9.
11. Anordnung enthaltend eine zylindrische Walze, mindestens eine auf der Walze aufgenommene
Adapterhülse (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 und mindestens einen auf der Adapterhülse
(10) aufgenommenen Hohlzylinder.
12. Verfahren zur Montage eines Holzylinders auf einer zylindrischen Walze unter Verwendung
einer Adapterhülse (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, umfassend die Schritte:
a) Bereitstellen einer zylindrischen Walze, Bereitstellen einer Adapterhülse (10)
und Bereitstellen eines Hohlzylinders,
b) Positionieren der Adapterhülse (10) auf der zylindrischen Walze,
c) Beaufschlagen der Adapterhülse (10) mit einem unter Druck stehendem Gas derart,
dass das Gas in einen Hohlraum (12) der Adapterhülse (10) gelangt, wobei das Gas im
Hohlraum (12) derart Druck auf eine verformbare Basishülse (3) der Adapterhülse (10)
überträgt, dass zumindest in einem Teilbereich der Adapterhülse (10) der Innendurchmesser
der Adapterhülse (10) durch eine Verformung der Basishülse (3) reduziert wird und
dadurch die Adapterhülse (10) auf der zylindrischen Walze klemmt,
d) Beaufschlagen der Adapterhülse (10) mit einem unter Druck stehendem Gas derart,
dass das Gas über ein erstes Gasverteilungssystem (1) der Adapterhülse (10) über mindestens
einen ersten Gasauslass (7) an der äußeren Mantelfläche der Adapterhülse (10) ausströmt
und ein Gaspolster ausbildet,
e) Aufbringen und Positionieren des Holzylinders auf der Adapterhülse (10)
f) Abschalten der Gasversorgung, wobei gegebenenfalls ein Überdruck in dem Hohlraum
(12) der Adapterhülse (10) erhalten bleiben kann.
13. Verfahren zur Demontage eines Hohlzylinders von einer zylindrische Walze, welcher
unter Verwendung einer Adapterhülse (10) montiert wurde, beinhaltend folgende Schritte:
a) Bereitstellen einer Anordnung enthaltend eine mit einer Gasversorgung ausgerüstete
Walze, eine Adapterhülse (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 und mindestens einen
Hohlzylinder,
b) Beaufschlagen der Adapterhülse (10) mit einem unter Druck stehendem Gas derart,
dass das Gas in einen Hohlraum (12) der Adapterhülse (10) gelangt, wobei das Gas im
Hohlraum (12) derart Druck auf eine verformbare Basishülse (3) der Adapterhülse (10)
überträgt, dass zumindest in einem Teilbereich der Adapterhülse (10) der Innendurchmesser
der Adapterhülse (10) durch eine Verformung der Basishülse (3) reduziert wird und
dadurch die Adapterhülse (10) auf der zylindrischen Walze klemmt,
c) Beaufschlagung der Adapterhülse (10) mit einem Gas, so dass das Gas über ein erstes
Gasverteilungssystem (1) der Adapterhülse (10) und über mindestens einen ersten Gasauslass
(7) an der äußeren Mantelfläche der Adapterhülse (10) ausströmt und ein Gaspolster
ausbildet,
d) Abziehen des Hohlzylinders.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13 dadurch gekennzeichnet, dass eine Adapterhülse (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 9 bereitgestellt wird und die
zylindrische Walze mit einer Gasverteilung ausgerüstet ist, so dass die zylindrische
Walze für das Positionieren der Adapterhülse (10) auf der zylindrischen Walze ein
Gaspolster bereitstellt und nach dem Positionieren der Adapterhülse (10) auf der zylindrischen
Walze das Gas zum Beaufschlagen der Adapterhülse (10) durch die zylindrische Walze
bereitgestellt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Adapterhülse (10) nach einem der Ansprüche 2, 3 oder 5 bis 9 bereitgestellt
wird, wobei zum Aufbringen der Adapterhülse (10) auf die zylindrische Walze die Adapterhülse
(10) über einen Gasanschluss (13) der Adapterhülse (10) derart mit einem Gas beaufschlagt
wird, dass das Gas aus mindestens einem zweiten Gasauslass (9) austritt, welcher an
einer inneren Mantelfläche der Adapterhülse (10) mündet, und ein Gaspolster ausbildet,
welches eine Montage oder eine Demontage der Adapterhülse (10) auf der zylindrischen
Walze ermöglicht.
1. Adapter sleeve (10) for adapting the internal diameter of cylindrical hollow cylinders
to the external diameter of a cylindrical roller, comprising a sleeve body which has,
viewed from the inside to the outside, a deformable base sleeve (3), optionally at
least one intermediate layer (4), and a cover layer (5),
the adapter sleeve having at least one gas inlet (6) which is connected to a first
gas distribution system (1),
and the adapter sleeve (10) having at least one first gas outlet (7) which is connected
to the first gas distribution system (1) and which opens on an outer lateral face
(30) of the adapter sleeve (10),
characterised in that
the adapter sleeve (10) further comprises a second gas distribution system (2), the
second gas distribution system (2) being connected to the gas inlet (6) and the second
gas distribution system (2) having a cavity (12) which is designed, when supplied
with a pressurised gas, to transmit pressure from the inside to the deformable base
sleeve (3) in such a way that the internal diameter of the sleeve body is reduced
by deformation of the base sleeve (3) at least in a portion of the adapter sleeve
(10).
2. Adapter sleeve (10) according to claim 1, characterised in that a gas connection (13) is provided as a gas inlet (6) on an end face of the adapter
sleeve (10).
3. Adapter sleeve (10) according to claim 2, characterised in that the adapter sleeve (10) comprises a third gas distribution system (11) which is connected
to the gas inlet (6), and the adapter sleeve (10) further comprises at least one second
gas outlet (9) which is connected to the third gas distribution system (11) and opens
on an inner lateral face (32) of the adapter sleeve (10) on the surface of the deformable
base sleeve (3).
4. Adapter sleeve (10) according to claim 1, characterised in that the at least one gas inlet (6) is arranged on the inside of the sleeve body (12)
and is designed for connection to gas outlets on the outer lateral face of the cylindrical
roller.
5. Adapter sleeve (10) according to any of claims 1 to 4, characterised in that the adapter sleeve (10) comprises a gas control unit (8) which is designed to release
and/or block the flow of gas from the gas inlet (6) to the first gas distribution
system (1), to the second gas distribution system (2) and/or to the third gas distribution
system (11).
6. Adapter sleeve (10) according to claim 5, characterised in that the gas control unit (8) is selected from the group consisting of a two-way tap,
a three-way tap, at least one switch, at least one valve, a banjo bolt and combinations
of at least two of these units.
7. Adapter sleeve (10) according to any of claims 1 to 6, characterised in that the at least one first gas outlet (7) and/or the at least one second gas outlet (9)
is designed to let out compressed air distributed over the length of the adapter sleeve
(10) or adjacent to an end face of the adapter sleeve (10).
8. Adapter sleeve (10) according to any of claims 1 to 7, characterised in that the at least one first gas outlet (7) and/or the at least one second gas outlet (9)
are designed as circumferentially arranged bores or circumferentially arranged porous
regions.
9. Adapter sleeve (10) according to any of claims 1 to 8, characterised in that the cavity (12) extends substantially over the length of the adapter sleeve (10)
or is limited to a region adjacent to one of the end faces.
10. Arrangement comprising a cylindrical roller and at least one adapter sleeve (10) according
to any of claims 1 to 9 received on the roller.
11. Arrangement comprising a cylindrical roller, at least one adapter sleeve (10) according
to any of claims 1 to 9 received on the roller, and at least one hollow cylinder received
on the adapter sleeve (10).
12. Method for mounting a hollow cylinder on a cylindrical roller using an adapter sleeve
(10) according to any of claims 1 to 9, comprising the steps of:
a) providing a cylindrical roller, providing an adapter sleeve (10) and providing
a hollow cylinder,
b) positioning the adapter sleeve (10) on the cylindrical roller,
c) supplying the adapter sleeve (10) with a pressurised gas in such a way that the
gas enters a cavity (12) in the adapter sleeve (10), wherein the gas in the cavity
(12) transmits pressure to a deformable base sleeve (3) of the adapter sleeve (10)
in such a way that, at least in a portion of the adapter sleeve (10), the internal
diameter of the adapter sleeve (10) is reduced by deformation of the base sleeve (3),
as a result of which the adapter sleeve (10) clamps onto the cylindrical roller,
d) supplying the adapter sleeve (10) with a pressurised gas in such a way that the
gas flows out via a first gas distribution system (1) of the adapter sleeve (10) via
at least one first gas outlet (7) on the outer lateral face of the adapter sleeve
(10) and forms a gas cushion,
e) attaching and positioning the hollow cylinder on the adapter sleeve (10),
f) switching off the gas supply, wherein overpressure may optionally be maintained
in the cavity (12) of the adapter sleeve (10).
13. Method for demounting a hollow cylinder, which was mounted using an adapter sleeve
(10), from a cylindrical roller, comprising the following steps:
a) providing an arrangement comprising a roller equipped with a gas supply, an adapter
sleeve (10) according to any of claims 1 to 9, and at least one hollow cylinder,
b) supplying the adapter sleeve (10) with a pressurised gas in such a way that the
gas enters a cavity (12) in the adapter sleeve (10), wherein the gas in the cavity
(12) transmits pressure to a deformable base sleeve (3) of the adapter sleeve (10)
in such a way that, at least in a portion of the adapter sleeve (10), the internal
diameter of the adapter sleeve (10) is reduced by deformation of the base sleeve (3),
as a result of which the adapter sleeve (10) clamps onto the cylindrical roller,
c) supplying the adapter sleeve (10) with a gas such that the gas flows out via a
first gas distribution system (1) of the adapter sleeve (10) and via at least one
first gas outlet (7) on the outer lateral face of the adapter sleeve (10) and forms
a gas cushion,
d) removing the hollow cylinder.
14. Method according to either claim 12 or claim 13, characterised in that an adapter sleeve (10) according to any of claims 4 to 9 is provided and the cylindrical
roller is equipped with a gas distributor so that the cylindrical roller provides
a gas cushion for positioning the adapter sleeve (10) on the cylindrical roller and,
after the adapter sleeve (10) has been positioned on the cylindrical roller, the gas
for supplying the adapter sleeve (10) is provided by the cylindrical roller.
15. Method according to either claim 12 or claim 13, characterised in that an adapter sleeve (10) according to any of claims 2, 3 or 5 to 9 is provided, the
adapter sleeve (10), in order to attach the adapter sleeve (10) to the cylindrical
roller, being supplied with a gas via a gas connection (13) of the adapter sleeve
(10) in such a way that the gas exits from at least one second gas outlet (9) that
opens on an inner lateral face of the adapter sleeve (10) and forms a gas cushion
that allows mounting or demounting of the adapter sleeve (10) on or from the cylindrical
roller.
1. Douille d'adaptation (10) pour l'adaptation du diamètre intérieur de cylindres creux
cylindriques au diamètre extérieur d'un rouleau cylindrique, comprenant un corps de
douille avec, vu de l'intérieur vers l'extérieur, une douille de base (3) déformable,
éventuellement au moins une couche intermédiaire (4) et une couche de recouvrement
(5), dans laquelle
la douille d'adaptation présente au moins une entrée de gaz (6), qui est reliée à
un premier système de distribution de gaz (1),
et dans laquelle la douille d'adaptation (10) présente au moins une première sortie
de gaz (7) reliée au premier système de distribution de gaz (1), laquelle débouche
sur une surface d'enveloppe extérieure (30) de la douille d'adaptation (10),
caractérisée en ce que
la douille d'adaptation (10) comprend en outre un deuxième système de distribution
de gaz (2), dans laquelle le deuxième système de distribution de gaz (2) est relié
à l'entrée de gaz (6) et le deuxième système de distribution de gaz (2) présente une
cavité (12), qui est conçue, lors d'une sollicitation avec un gaz sous pression, pour
transmettre depuis l'intérieur une pression sur la douille de base (3) déformable,
de telle sorte qu'au moins dans une zone partielle de la douille d'adaptation (10)
le diamètre intérieur du corps de douille est réduit par une déformation de la douille
de base (3).
2. Douille d'adaptation (10) selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'un raccord de gaz (13) en tant qu'entrée de gaz (6) est disposé sur une face avant
de la douille d'adaptation (10).
3. Douille d'adaptation (10) selon la revendication 2, caractérisée en ce que la douille d'adaptation (10) comprend un troisième système de distribution de gaz
(11), lequel est relié à l'entrée de gaz (6), et la douille d'adaptation (10) présente
en outre au moins une deuxième sortie de gaz (9), laquelle est reliée au troisième
système de distribution de gaz (11) et débouche sur une surface d'enveloppe intérieure
(32) de la douille d'adaptation (10) sur la surface de la douille de base (3) déformable.
4. Douille d'adaptation (10) selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'au moins une entrée de gaz (6) est disposée sur la face intérieure du corps de
douille (12) et conçue pour être reliée aux sorties de gaz sur la surface d'enveloppe
extérieure du rouleau cylindrique.
5. Douille d'adaptation (10) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la douille d'adaptation (10) comprend une unité de commande de gaz (8), laquelle
est conçue pour libérer et/ou pour bloquer le flux de gaz de l'entrée de gaz (6) vers
le premier système de distribution de gaz (1), vers le deuxième système de distribution
de gaz (2) et/ou vers le troisième système de distribution de gaz (11).
6. Douille d'adaptation (10) selon la revendication 5, caractérisée en ce que l'unité de commande de gaz (8) est choisie dans le groupe constitué d'un robinet
à deux voies, d'un robinet à trois voies, d'au moins un commutateur, d'au moins une
vanne, d'une vis creuse et de combinaisons d'au moins deux de ces unités.
7. Douille d'adaptation (10) selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que l'au moins une première sortie de gaz (7) et/ou l'au moins une deuxième sortie de
gaz (9) est conçue pour faire sortir l'air comprimé de manière distribuée sur la longueur
de la douille d'adaptation (10) ou au voisinage d'une face frontale de la douille
d'adaptation (10).
8. Douille d'adaptation (10) selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que l'au moins une première sortie de gaz (7) et/ou l'au moins une deuxième sortie de
gaz (9) est réalisée en tant que trous disposés de manière périphérique ou zones poreuses
disposées de manière périphérique.
9. Douille d'adaptation (10) selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que la cavité (12) s'étend sensiblement sur la longueur de la douille d'adaptation (10)
ou est limitée à une zone adjacente à une des faces frontales.
10. Ensemble contenant un rouleau cylindrique et au moins une douille d'adaptation (10)
selon l'une quelconque des revendications 1 à 9 reçue sur le rouleau.
11. Ensemble contenant un rouleau cylindrique, au moins une douille d'adaptation (10)
selon l'une quelconque des revendications 1 à 9 reçue sur le rouleau et au moins un
cylindre creux reçu sur la douille d'adaptation (10).
12. Procédé pour le montage d'un cylindre creux sur un rouleau cylindrique au moyen d'une
douille d'adaptation (10) selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, comprenant
les étapes :
a) de fourniture d'un rouleau cylindrique, fourniture d'une douille d'adaptation (10)
et fourniture d'un cylindre creux,
b) de positionnement de la douille d'adaptation (10) sur le rouleau cylindrique,
c) de sollicitation de la douille d'adaptation (10) avec un gaz sous pression, de
telle sorte que le gaz parvienne dans une cavité (12) de la douille d'adaptation (10),
dans lequel le gaz dans la cavité (12) transmet une pression sur une douille de base
(3) déformable de la douille d'adaptation (10), de telle sorte qu'au moins dans une
zone partielle de la douille d'adaptation (10) le diamètre intérieur de la douille
d'adaptation (10) est réduit par une déformation de la douille de base (3) et ainsi
la douille d'adaptation (10) est serrée sur le rouleau cylindrique,
d) de sollicitation de la douille d'adaptation (10) avec un gaz sous pression, de
telle sorte que le gaz s'échappe par l'intermédiaire d'un premier système de distribution
de gaz (1) de la douille d'adaptation (10) par au moins une première sortie de gaz
(7) sur la surface d'enveloppe extérieure de la douille d'adaptation (10) et réalise
un coussin de gaz,
e) d'application et de positionnement du cylindre creux sur la douille d'adaptation
(10)
f) de désactivation de l'alimentation en gaz, dans lequel le cas échéant une surpression
dans la cavité (12) de la douille d'adaptation (10) peut être conservée.
13. Procédé pour le démontage d'un cylindre creux d'un rouleau cylindrique, lequel a été
monté au moyen d'une douille d'adaptation (10), comportant les étapes suivantes :
a) la fourniture d'un ensemble contenant un rouleau équipé d'une alimentation en gaz,
une douille d'adaptation (10) selon l'une quelconque des revendications 1 à 9 et au
moins un cylindre creux,
b) la sollicitation de la douille d'adaptation (10) avec un gaz sous pression, de
telle sorte que le gaz parvienne dans une cavité (12) de la douille d'adaptation (10),
dans lequel le gaz dans la cavité (12) transmet une pression sur une douille de base
(3) déformable de la douille d'adaptation (10), de telle sorte qu'au moins dans une
zone partielle de la douille d'adaptation (10), le diamètre intérieur de la douille
d'adaptation (10) est réduit par une déformation de la douille de base (3) et serre
ainsi la douille d'adaptation (10) sur le rouleau cylindrique,
c) la sollicitation de la douille d'adaptation (10) avec un gaz, de sorte que le gaz
s'échappe par l'intermédiaire d'un premier système de distribution de gaz (1) de la
douille d'adaptation (10) et par au moins une première sortie de gaz (7) sur la surface
d'enveloppe extérieure de la douille d'adaptation (10) et réalise un coussin de gaz,
d) le retrait du cylindre creux.
14. Procédé selon la revendication 12 ou 13 caractérisé en ce qu'une douille d'adaptation (10) selon l'une quelconque des revendications 4 à 9 est
fournie et le rouleau cylindrique est équipé d'une distribution de gaz, de sorte que
le rouleau cylindrique fournit un coussin de gaz pour le positionnement de la douille
d'adaptation (10) sur le rouleau cylindrique et après le positionnement de la douille
d'adaptation (10) sur le rouleau cylindrique le gaz est fourni par le rouleau cylindrique
pour la sollicitation de la douille d'adaptation (10).
15. Procédé selon la revendication 12 ou 13, caractérisé en ce qu'une douille d'adaptation (10) selon l'une quelconque des revendications 2, 3 ou 5
à 9 est fournie, dans lequel pour l'application de la douille d'adaptation (10) sur
le rouleau cylindrique la douille d'adaptation (10) est sollicitée avec un gaz par
l'intermédiaire d'un raccord de gaz (13) de la douille d'adaptation (10), de telle
sorte que le gaz sort d'au moins une deuxième sortie de gaz (9), laquelle débouche
sur une surface d'enveloppe intérieure de la douille d'adaptation (10), et réalise
un coussin de gaz, lequel permet un montage ou un démontage de la douille d'adaptation
(10) sur le rouleau cylindrique.