[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung eines Wasserfahrzeuges,
insbesondere einer Luftmatratze, die unkompliziert und lösbar an einem Wasserfahrzeug
angebracht werden kann nach den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie ein Wasserfahrzeug
mit einer Antriebsvorrichtung nach Anspruch 13.
[0002] Wasserfahrzeuge, insbesondere Luftmatratzen, sind aus dem Stand der Technik in unterschiedlichen
Ausgestaltungen bekannt und dienen dem Transport einer oder mehrerer Personen. Derartige
Wasserfahrzeuge zeichnen sich dadurch aus, dass sie zum Transport und zur Lagerung
besonders platzsparend sind und zur Benutzung durch ein Aufblasen, Aufklappen oder
Auffalten in einen Betriebszustand gebracht werden können, so dass der mindestens
eine Benutzer sich mit diesem auf einem Gewässer bewegen kann.
[0003] Die Fortbewegung mittels solcher Wasserfahrzeuge erfolgt herkömmlich durch Erzeugung
von Vortrieb durch den mindestens einen Benutzer, beispielsweise durch Schwimmbewegungen,
Paddelbewegung oder mittels technischer Hilfsmittel, beispielsweise Paddel. Auch motorisierte
Antriebsvorrichtungen sind aus dem Stand der Technik vorbekannt.
[0004] Ein solcher Antrieb ist beispielsweise aus der
DE 20 2012 010 580 U1 vorbekannt und weist zwei Schaufelräder auf, die auf dem Wasserfahrzeug angeordnet
sind. Die beiden Schaufelräder werden eigenständig rotatorisch angetrieben, wobei
eine Richtungsänderung des Wasserfahrzeuges durch unterschiedliche Drehgeschwindigkeiten
der beiden Schaufelräder erreicht ist. Die Antriebsvorrichtung mit den Schaufelrädern
ist auf der Nutzseite des Wasserfahrzeugs angeordnet, wodurch der Benutzer bei der
Benutzung des Wasserfahrzeuges eingeengt und der Benutzerkomfort stark eingeschränkt
ist.
[0005] Aus der
DE 26 45 764 A1 ist eine selbst schwimmende Antriebsvorrichtung für ein Wasserfahrzeug vorbekannt,
welche batteriebetrieben ist. Die Antriebsvorrichtung kann entweder die Luftmatratze
ziehen, oder nach Art eines Außenbordmotors schieben, wobei der sich auf der Luftmatratze
befindliche Benutzer die Antriebsvorrichtung hält und entsprechend einer gewünschten
Lenkbewegungen zustellt, wodurch der Benutzer stets mit der Antriebsvorrichtung beschäftigt
ist und die Fahrt mit dem Wasserfahrzeug nicht uneingeschränkt genießen kann.
[0007] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Antriebsvorrichtung zur Verfügung
zu stellen, die einerseits ein Höchstmaß an Benutzerkomfort ermöglicht. Die Antriebsvorrichtung
soll andererseits an unterschiedlichen Bauarten und Größen von Wasserfahrzeuge adaptierbar
sein, intuitiv bedienbar und kostengünstig in der Herstellung sein.
[0008] Diese Aufgaben werden durch die Antriebsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 und dem Wasserfahrzeug gemäß Anspruch 13 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der
Erfindung sind Bestandteil der Unteransprüche.
[0009] Die erfindungsgemäße Antriebsvorrichtung zur rumpfseitigen Montage an ein Wasserfahrzeug
zur Personenbeförderung, insbesondere an eine Luftmatratze, mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 umfasst ein erstes Antriebsmittel und ein zweites Antriebsmittel, eine
Steuereinheit, mindestens eine Energiequelle, eine Bedieneinrichtung und mindestens
ein Befestigungsmittel. Die Energiequelle versorgt dabei die Antriebsvorrichtung mit
elektrischer Energie, wobei die Steuereinheit in Abhängigkeit von Benutzereingaben
an der Bedieneinrichtung das erste Antriebsmittel und das zweite Antriebsmittel unabhängig
voneinander ansteuert. Die Antriebsvorrichtung ist somit unterhalb des Wasserfahrzeuges
an dessen Rumpf angeordnet, wodurch die Nutzseite des Wasserfahrzeuges vollständig
für einen Benutzer zur Verfügung steht. Darüber hinaus weist die Antriebsvorrichtung
kein Manövrierorgan auf, wie beispielsweise ein Ruder, wodurch sich einerseits die
Steuerung für den Benutzer besonders einfach darstellt und andererseits die Komplexität
der Antriebsvorrichtung auf das Geringste reduziert ist. Das erste Antriebsmittel
und das zweite Antriebsmittel können fest oder querbeweglich an dem mindestens einen
Befestigungsmittel angeordnet sein, wodurch der Abstand zwischen dem ersten Antriebsmittel
und dem zweiten Antriebsmittel an die Breite des Wasserfahrzeuges angepasst werden
kann. Es hat sich nämlich erwiesen, dass mit steigendem Abstand zwischen dem ersten
Antriebsmittel und dem zweiten Antriebsmittel die Manövrierfähigkeit des Wasserfahrzeuges
gesteigert ist, wobei bevorzugt das erste Antriebsmittel und das zweite Antriebsmittel
eine halbe Breite des Wasserfahrzeuges voneinander entfernt sind, so dass auch bei
unterschiedlichen Positionen des Benutzers auf dem Wasserfahrzeug keines der Antriebsmittel
Gefahr läuft, aufzutauchen.
[0010] Darüber hinaus ist es vorteilhaft, wenn das erste Antriebsmittel und das zweite Antriebsmittel
jeweils eine Wellenanlage mit jeweils mindestens einer Antriebsschraube umfasst. Die
Wellenanlage besteht dabei aus mindestens einem elektrischen Motor und mindestens
einer Welle, die den Motor mit der Antriebsschraube koppelt.
[0011] Dabei ist besonders bevorzugt die Wellenanlage als ein V-, L-Trieb oder als Saildrive
ausgebildet, wobei besonders bevorzugt der V- oder L-Trieb ist, da dieser keine Getriebe,
Zahnräder oder dergleichen zwangsweise benötigt. Weiter bevorzugt ist dabei ein L-Trieb,
da dieser die Motorleistung besonders gut in einen Vortrieb umsetzt.
[0012] Die Wellenanlage kann dabei abstandsvariabel ausgebildet sein, wodurch der Abstand
zwischen dem jeweiligen Motor und der jeweiligen Antriebsschraube einstellbar ist.
Die Wellenanlage kann hierzu beispielsweise teleskopartig ausgestaltet sein, wodurch
die Antriebseinrichtung auch bei unterschiedlich breit ausgestalteten Wasserfahrzeugen
für einen bestmöglichen Vortrieb und eine größtmögliche Manövrierfähigkeit sorgt.
[0013] Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass die Steuereinheit eine Antenne aufweist,
und die Bedieneinrichtung eine Fernbedienung ist. Die Antriebsvorrichtung kann somit
durch die Bedieneinrichtung ferngesteuert werden. Die Fernbedienung ist handlich und
mobil, wodurch der Benutzer auf dem Wasserfahrzeug absolut uneingeschränkt ist und
der Benutzerkomfort erheblich gesteigert ist. Die Bedieneinrichtung ist vorteilhafterweise
geeignet, auch über große Entfernungen mit der Steuereinheit des ersten Antriebsmittels
und des zweiten Antriebsmittels zu kommunizieren. Die Fernbedienung kann beispielsweise
in einem ISM-Band im Frequenzbereich von 2,4 GHz betrieben werden und eine Reichweite
von mehr als 50 m, weiterhin mehr als 500 m bis ca. maximal 5000 m aufweisen. Die
Bedieneinrichtung kann eine Vielzahl von Kanälen aufweisen und eine maximale Störungsunempfindlichkeit
durch optimiertes Frequenzhopping, breiter Kanalspreizung und Antennendiversifikation
erhalten. Darüber hinaus ist es ist weiterhin vorteilhaft, wenn die Bedieneinrichtung
wasserdicht und schwimmfähig ist. Die Bedieneinrichtung kann von dem Benutzer des
Wasserfahrzeuges sorglos mitgeführt werden, ohne dass die Gefahr besteht, dass diese
durch Wassereinwirkung beschädigt wird. Auch kann der Benutzer bei einem Bad in dem
Gewässer die Bedieneinrichtung mitnehmen und das Wasserfahrzeug durch entsprechende
Eingaben an der Bedieneinrichtung nachführen.
[0014] Gemäß der Erfindung ist das mindestens eine Befestigungsmittel gurtförmig ausgebildet.
Das gurtförmige Befestigungsmittel ist aufgrund der individuell und flexibel anpassbaren
Form bestens geeignet, die erfindungsgemäße Antriebsvorrichtung und/oder Teile der
erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung an einer beliebigen Form eines Wasserfahrzeuges
zu befestigen. Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn das mindestens
eine Befestigungsmittel ein Klettband, ein Gürtel, ein Riemen, ein Spanngurt, ein
Klebeband, ein Seil oder dergleichen ist. Auch kann das mindestens eine Befestigungsmittel
eine Knopfverbindung, einen Reißverschluss eine Schnallenverbindung oder eine stoffschlüssige
Verbindung umfassen. Das Befestigungsmittel wird in diesen konkreten nicht abschließend
genannten Beispielen um das Wasserfahrzeug gelegt und entsprechend verzurrt, wodurch
die Antriebsvorrichtung oder Teile davon fest an dem Wasserfahrzeug befestigt werden
können. Das Befestigungsmittel kann bevorzugt das Wasserfahrzeug umgreifen. Um die
Ausrichtung der Antriebsvorrichtung in der Querachse des Wasserfahrzeuges zu vereinfachen,
kann das Befestigungsmittel auf der dem Wasserfahrzeug abgewandten Seite mit einer
Skala, Skalierung, einem Maßband oder dergleichen versehen sein. Die Skala an dem
Befestigungsmittel ermöglicht besonders einfach eine Zentrierung der Antriebsvorrichtung
unter dem Wasserfahrzeug. Durch entsprechende Materialwahl kann das Befestigungsmittel
auf der Seite des Wasserfahrzeuges eine als angenehm empfundene Oberfläche aufweisen,
wodurch sich das Befestigungsmittel nicht benutzerkomfortmindernd auswirkt. Das Befestigungsmittel
befestigt somit lösbar die Antriebsvorrichtung an dem Wasserfahrzeug, so dass nach
dem Gebrauch des Wasserfahrzeuges die Antriebsvorrichtung ohne weiteres demontiert
werden kann und erneut bei dem gleichen Wasserfahrzeug oder auch bei einem anderen
Wasserfahrzeug zum Einsatz kommen kann.
[0015] Darüber hinaus ist es besonders vorteilhaft, wenn das mindestens eine Befestigungsmittel,
durch das das erste Antriebsmittel und das zweite Antriebsmittel parallel und beabstandet
rumpfseitig an dem Wasserfahrzeug angeordnet sind, einen Druckkörper umfasst, der
mit in einem druckbeaufschlagten Medium z.B. Luft gefüllt ist. Der Druck in dem Druckkörper
ist derart groß gewählt, dass der Druckkörper eine ausreichend hohe Steifigkeit aufweist,
um das erste Antriebsmittel und das zweite Antriebsmittel in ihrer Positionierung
bei allen denkbaren fahrbaren Manövern des Wasserfahrzeuges zu halten. Typischer Weise
ist der Druck in dem Druckkörper um ein Vielfaches größer als in einer Luftmatratze.
Auch kann der Druckkörper zum Auftrieb des Wasserfahrzeuges beitragen, um das Gewicht
der beiden Antriebsmittel, der Steuereinheit, der Energiequelle usw. zu kompensieren.
Der Druckkörper kann auf beliebige Art mit dem Wasserfahrzeug verbunden sein. So kann
der Druckkörper z. B. über Befestigungsgurte an dem Wasserfahrzeug befestigt sein.
Eine bevorzugte Befestigung erfolgt aber z. B. mit Verkleben, Verschweißen, insbesondere
Laserschweißen oder Ähnlichem. Die letztgenannten Befestigungsarten sind insbesondere
dann vorteilhaft, wenn der Druckkörper und das Wasserfahrzeug eine äußere Kunststoffhaut
aufweisen
[0016] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Antriebsvorrichtung
ein Gehäuse aufweist, an dem das erste Antriebsmittel und das zweite Antriebsmittel
angeordnet sind. Das Gehäuse weist mindestens eine dem Wasserfahrzeug zugewandte Seite
und mindestens eine von dem Wasser abgewandte Seite auf, wobei besonders bevorzugt
das erste Antriebsmittel und das zweite Antriebsmittel fest auf der dem Wasserfahrzeug
abgewandten Seite angeordnet sind. Das Gehäuse kann hydrodynamisch günstig ausgeformt
sein. Das Gehäuse hält das erste Antriebsmittel und das zweite Antriebsmittel ausgerichtet
in der gewünschten Position. Insbesondere ein Verschwenken bzw. ein Verdrehen in einer
Achse quer zur Fahrtrichtung ist dadurch verhindert, wodurch der Vortrieb besonders
effizient ist und dass Vorschubverhalten stabilisiert ist.
[0017] Weiterhin ist es besonders vorteilhaft, wenn das Gehäuse wasserdicht ist und in dem
Gehäuse die Steuereinheit sowie die Energiequelle angeordnet sind. Das Gehäuse kann
eine oder mehrere Gehäuseöffnungen aufweisen, durch die die Energiequelle, beispielsweise
wiederaufladbare Batterien, eingesetzt werden können. Das Gehäuse kann ein oder mehrteilig
ausgebildet sein und aus einem Kunststoff spritzgegossen werden, wobei die beiden
Gehäuseteile mittels einer Dichtung, insbesondere einer Gummidichtung, verschlossen
sind. An dem Gehäuse sind die Befestigungsmittel angebracht. Bei dem Betrieb der Antriebsvorrichtung
befinden sich somit alle wesentlichen Bauteile rumpfseitig des Wasserfahrzeuges, so
dass die Nutzseite für den Benutzer freigehalten ist.
[0018] Die Antriebsvorrichtung kann darüber hinaus mindestens ein Schwert oder einen Kiel
aufweisen, durch welche ein seitliches Abdriften reduziert ist, und das Wasserfahrzeug
bei der Wasserfahrt stabilisiert ist. Das Schwert oder der Kiel können in der Längsrichtung
klappbar an der Antriebsvorrichtung befestigt sein, so dass diese für den Transport
oder bei Grundkontakt eingeklappt werden können.
[0019] Gemäß der Erfindung ist die Antenne zum Empfang der Steuersignale von der Bedieneinrichtung
in dem Befestigungsmittel angeordnet. Aufgrund der höheren Extinktion der elektromagnetischen
Wellen in Wasser ist die Reichweite der als Fernbedienung ausgebildeten Bedieneinrichtung,
die von dem Rumpf des Wasserfahrzeuges hervorkommt, sehr begrenzt. Die Antenne kann
beispielsweise in den Gurt, das Band, das Seil oder dergleichen eingearbeitet oder
eingeformt sein, sodass größtmögliche Reichweite auch bei geringer Funkleistung ermöglicht
ist.
[0020] Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn das erste Antriebsmittel und
das zweite Antriebsmittel jeweils eine Antriebsleistung von mindestens 25 W aufweisen.
Weiterhin vorteilhaft sind Antriebsleistungen von 50 W, 100 W oder sogar 200 W oder
mehr. Da bis zu einer Gesamtleistung von 11,03 kW kein gesonderter Führerschein notwendig
ist, sollte vorteilhafterweise die Gesamtleistung diesen Wert nicht überschreiten.
Als Antriebsmittel sind besonders Gleichstrommotoren, insbesondere bürstenlose Gleichstrommotoren
(BLDC), geeignet. Ferner betrifft die vorliegende Erfindung ein Wasserfahrzeug mit
einer erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung, umfassend das erste Antriebsmittel und
das zweite Antriebsmittel, die Steuereinheit, die Energiequelle, die Bedieneinrichtung
und das Befestigungsmittel, wobei das erste Antriebsmittel und das zweite Antriebsmittel
auf der Rumpfseite des Wasserfahrzeuges angeordnet sind, und wobei die Antriebsvorrichtung
durch das mindestens eine Befestigungsmittel an dem Wasserfahrzeug lösbar gehalten
ist.
[0021] Weiterhin ist es besonders vorteilhaft, wenn das Wasserfahrzeug eine Luftmatratze
ist, wobei im Sinne dieser Offenbarung das Wasserfahrzeug eine Luftmatratze mit einer
oder mehreren Luftkammern, ein Schwimmbrett oder eine Schwimmmatte ist, welche individuell
geformt ausgebildet sein können. Luftmatratzen können in Form alltäglicher Dinge wie
Schlauchboot, Mobiltelefon, Sessel, Tier oder dergleichen ausgeformt sein. Schwimmbretter
oder Schwimmmatten können falt- oder klappbar sein und aus einem Schaumstoff und/oder
aus mindestens einem festen Schwimmkörper gebildet sein.
[0022] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die beigefügten Figuren ausführlich beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Antriebsvorrichtung die durch ein Befestigungsmittel an dem Rumpf eines Wasserfahrzeuges
gehalten ist,
- Figur 2
- eine schematische Draufsicht auf den Rumpf des Wasserfahrzeuges mit der erfindungsgemäßen
Antriebsvorrichtung gemäß Figur 1,
- Figur 3
- eine teilweise geschnittene Darstellung des Wasserfahrzeuges mit der erfindungsgemäßen
Antriebsvorrichtung entlang der Schnittlinie Y-Y,
- Figur 4
- ein teilweise geschnittene Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels des Wasserfahrzeuges
mit der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung, und
- Figur 5
- eine schematische Draufsicht auf das Wasserfahrzeug mit der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung
gemäß Figur 4.
[0023] Nachfolgend werden unter Bezugnahme auf die Figuren 1 bis 5 zwei erfindungsgemäße
Ausführungsbeispiele der Erfindung im Detail beschrieben.
[0024] Figur 1 ist ein Wasserfahrzeug 2 zur Personenbeförderung mit einer Antriebsvorrichtung
1 zu entnehmen. Das Wasserfahrzeug 2 ist eine Luftmatratze in Form eines Liegesessels,
der aus einer Vielzahl von befüllbaren und luftdicht verschließbaren Luftkammern gebildet
ist. Die Luftkammer ist mit Luft mit einem Druck P1 gefüllt. Auf einer Nutzseite 3
kann ein Benutzer 5 auf dem Wasserfahrzeug 2 Platz nehmen und mit dem Wasserfahrzeug
2 auf einem Gewässer 6 fahren. Dabei taucht das Wasserfahrzeug 2 mit seiner Rumpfseite
4 durch eine Wasseroberfläche 7 in das Gewässer 6 ein.
[0025] Die Antriebsvorrichtung 1 ist durch ein erstes Befestigungsmittel 10 auf der Rumpfseite
4 an dem Wasserfahrzeug 2 unterhalb der Wasseroberfläche 7 befestigt und umfasst,
wie Figur 2 und Figur 3 zu entnehmen ist, ein erstes Antriebsmittel 11 und ein zweites
Antriebsmittel 12, eine Energiequelle 18, eine Steuereinheit 19 sowie eine Bedieneinrichtung
30. In diesem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Befestigungsmittel 10 gurtförmig
ausgebildet.
[0026] Das erste Antriebsmittel 11 und das zweite Antriebsmittel 12 sind in einer Querachse
Y-Y parallel und beabstandet an einem Gehäuse 22 angeordnet und voneinander unabhängig
durch die Steuereinheit 19 angesteuert.
[0027] Das Gehäuse 22 ist zweiteilig aus einem Kunststoff spritzgegossen und die beiden
Gehäusehälften sind wasserdicht mittels einer Dichtung verschlossen. Das Gehäuse 22
weist eine dem Wasserfahrzeug 2 zugewandte Seite 23 und eine von dem Wasserfahrzeug
2 abgewandte Seite 24 auf und umhüllt die Energiequelle 18 und die Steuereinheit 19.
Das erste Antriebsmittel 11 und das zweite Antriebsmittel 12 sind auf der von dem
Wasserfahrzeug 2 abgewandten Seite 24 angeordnet, die hydrodynamisch günstig ausgeformt
ist und liegt flächig mit der Seite 23 an dem Wasserfahrzeug 2 an. Auf der abgewandten
Seite 24 sind zwei Kiele 25 bzw. Schwerter angeordnet, durch die das Wasserfahrzeug
2 stabilisiert ist und ein Abdriften vermindert ist.
[0028] Durch das Anliegen der Seite 23 an dem Gehäuse 22 ist verhindert, dass bei der Erzeugung
des Vortriebs durch das erste Antriebsmittel 11 und das zweite Antriebsmittel 12 die
Antriebsvorrichtung 1 bzw. das Gehäuse 22 um die Querachse Y-Y verdreht wird. Dadurch
ist der Vortrieb bestmöglich in dem Gewässer 6 bei allen Betriebspunkten ausgerichtet.
[0029] Das Gehäuse 22 ist darüber hinaus mit dem ersten Befestigungsmittel 10 verbunden.
Das erste Befestigungsmittel 10 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein flaches
Gurtband z.B aus einem Gewebe mit zwei freien Enden, welche gegenläufig um das Wasserfahrzeug
2 gelegt werden und unter Zug mittels eines Klettverschlusses miteinander verbunden
werden können. Das erste Befestigungsmittel 10 umreift fest das Wasserfahrzeug 2,
wodurch die Antriebsvorrichtung 1 an dem Wasserfahrzeug 2 fixiert ist. Auf der dem
Wasserfahrzeug 2 zugewandten Seite des Gurtbandes kann eine Haftungsverbesserung,
beispielsweise Gummirippen, Noppen oder dergleichen angeordnet sein, wodurch die Haltekraft
des ersten Befestigungsmittels 10 an dem Wasserfahrzeug 2 verbessert ist. Auf der
von dem Wasserfahrzeug 2 abgewandten Seite des Gurtbandes ist - siehe Figur 2 - eine
Skala 26 angeordnet, durch die der Benutzer 5 die möglichst zentrische Positionierung
in der Querachse Y-Y an dem Wasserfahrzeug 2 qualitativ und quantitativ überprüfen
kann.
[0030] Das erste Befestigungsmittel 10 ist in einer Längsrichtung X-X mittig an dem Gehäuse
22 befestigt. Alternativ kann das Befestigungsmittel 10 auch beabstandet von der Mitte
des Gehäuses 22 an diesem befestigt sein, um ein durch den Vorschub erzeugtes Drehmoment
an dem Gehäuses 22 besser am Wasserfahrzeug 2 aufnehmen zu können. Das Befestigungsmittel
10 ist wie in Figur 3 dargestellt zwischen der Seite 23 und Seite 24 an dem Gehäuse
22 befestigt , wodurch das Gehäuse 22 durch das Befestigungsmittel 10 besonderes gut
gegen das Wasserfahrzeug 2 gedrückt ist.
[0031] Die Energiequelle 18 ist eine Batterie, besonders bevorzugt eine wiederaufladbare
Batterie, durch die die elektrischen Motoren 14 des ersten Antriebsmittels 11 und
des zweiten Antriebsmittels 12 betrieben sind. Die Energiequelle 18 und die Steuereinheit
19 sind in dem wasserdichten Gehäuse 22 vor Feuchtigkeit und mechanischen Einwirkungen
geschützt.
[0032] Das erste Antriebsmittel 11 und das zweite Antriebsmittel 12 umfassen jeweils eine
Wellenanlage 13 in Form eines L-Triebs mit einem Motor 14, einer Antriebswelle 15
und einer Antriebsschraube 16, wobei durch die Rotation der Antriebsschraube 16 der
Vorschub der Antriebsvorrichtung 1 erzeugt ist. Die elektrischen Motoren 14 des ersten
Antriebsmittels 11 und des zweiten Antriebsmittels 12 sind bürstenlose 12V Gleichstrommotoren
und haben jeweils eine Leistung von 100 W. Das erste Antriebsmittel 11 und das zweite
Antriebsmittel 12 umfassen darüber hinaus jeweils eine Gondel 17, durch die die jeweilige
Antriebsschraube 16 gekapselt ist. Die Gondel 17 schützt die Antriebsschraube 16 und
verhindert ein Kontakt mit menschlichen Gliedmaßen, wodurch eine Verletzungsgefahr
für den Benutzer 5 verhindert ist.
[0033] Der Benutzer 5 kann mittels der Bedieneinrichtung 30 Befehle an die Steuereinheit
19 übergeben, welche durch eine entsprechende Ansteuerung des ersten Antriebsmittels
11 und des zweiten Antriebsmittels 12 umgesetzt werden. Die Bedieneinrichtung 30 ist
eine Fernbedienung, die eingerichtet ist, auch über größere Entfernungen mit der Steuereinheit
19 zu kommunizieren. Ein weitere Benutzer 5' kann beispielsweise vom Ufer das Wasserfahrzeug
2 fernsteuern. Die Bedieneinrichtung 30 kommuniziert mit der Steuereinheit 19 mittels
Funk auf einem ISM-Band in einem Frequenzbereich von ca. 2,4 GHz. Alternativ können
typische Frequenzbänder für den Modellbau verwendet werden, beispielsweise 27 MHz,
35 MHz, 40 MHz und 433 MHz.
[0034] Die Bedieneinrichtung 30 ist wasserfest und als Schwimmkörper ausgebildet. Der Benutzer
5 kann zusammen mit der Bedieneinrichtung 30 von dem Wasserfahrzeug 2 wegschwimmen,
und dieses gegebenenfalls hinterher fahren lassen. Bei Verlust der Bedieneinrichtung
30 kann diese ohne weiteres von der Wasseroberfläche 7 abgefischt werden.
[0035] Bei einer einfachen Geradeausfahrt werden das erste Antriebsmittel 11 und das zweite
Antriebsmittel 12 in gleicher Weise betrieben, wobei bevorzugt die Antriebsschraube
16 des ersten Antriebsmittels 11 und die Antriebsschraube 16 des zweiten Antriebsmittels
12 gegenläufig rotieren, um den Radeffekt zu unterdrücken. Bei der Geradeausfahrt
erzeugen beide Antriebsmittel 11, 12 den gleichen Vorschub. Durch entsprechende Eingabe
an der Bedieneinrichtung 30, welche beispielsweise einen Steuerknüppel 31 aufweist,
kann eine Kurvenfahrt eingeleitet werden. Die Steuereinheit 19 steuert das erste Antriebsmittel
11 und das zweite Antriebsmittel 12 unterschiedlich an, wodurch beispielsweise das
erste Antriebsmittel 11 mehr Vorschub erzeugt als das zweite Antriebsmittel 12 und
vice versa und eine Kurvenfahrt eingeleitet ist, ohne dass ein Manövrierorgan vorgesehen
ist. Auch unterschiedliche Vorschubrichtungen des ersten Antriebsmittels 11 und des
zweiten Antriebsmittels 12 sind möglich, beispielsweise wenn an Ort und Stelle gewendet
werden soll bzw. wenn das Wasserfahrzeug 2 sich kontinuierlich drehen soll. Bei einer
Kurvenfahrt kann die gesamte Antriebsleistung der Antriebsvorrichtung konstant gehalten
werden, indem beispielsweise das erste Antriebsmittel 11 weniger Leistung erzeugt
und das zweite Antriebsmittel 12 um den gleichen Betrag mehr Leistung liefert.
[0036] Um die Manövrierfähigkeit zu steigern ist der Abstand entlang der Querachse Y-Y zwischen
dem ersten Antriebsmittel 11 und dem zweiten Antriebsmittel 12 größtmöglichen zu wählen.
Dementsprechend sind das erste Antriebsmittel 11 und das zweite Antriebsmittel 12
auf diametral gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses 22 angeordnet, oder können jeweils
an einem eigenen Gehäuse 22 angeordnet sein, wodurch der Benutzer 5 den Abstand zwischen
dem ersten Antriebsmittel 11 und dem zweiten Antriebsmittel 12 in Abhängigkeit von
der Größe und der Bauform des Wasserfahrzeuges 2 positionieren kann.
[0037] Aufgrund der höheren Extinktion der elektromagnetischen Wellen im Wasser ist in dem
ersten Befestigungsmittel 10 eine Antenne 20 angeordnet, durch die die Funksignale
oberhalb der Wasseroberfläche 7 des Gewässers 6, insbesondere auf der Nutzseite 3
des Wasserfahrzeuges 2, empfangen werden und zu dem auf der Rumpfseite 4 und unterhalb
der Wasseroberfläche 7 angeordneten Gehäuse 22 bzw. der Steuereinheit 19 geleitet
werden. Die Antenne 20 ist innerhalb des Gurtes des Befestigungsmittels 10 angeordnet,
beispielweise eingewebt oder eingenäht. Nach der Benutzung des Wasserfahrzeugs 2 mit
der Antriebsvorrichtung 1 kann die Klett-Verbindung gelöst werden und die Antriebsvorrichtung
1 von dem Wasserfahrzeug 2 getrennt werden. Die Luft wird abschließend aus dem Wasserfahrzeug
2 abgelassen, und die Antriebsvorrichtung 1 sowie das Wasserfahrzeug 2 können platzsparend
bis zu einem nächsten Einsatz verstaut werden.
[0038] Figur 4 zeigt eine Weiterbildung der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung 1 bzw.
des erfindungsgemäßen Wasserfahrzeuges 2.
[0039] Die Antriebsvorrichtung 1 zur rumpfseitigen Montage an einem Wasserfahrzeug 2 umfasst
ein erstes Befestigungsmittel 10 sowie ein zweites Befestigungsmittel 10', wobei das
erste Befestigungsmittel 10', das erste Antriebsmittel 11 und das zweite Antriebsmittel
12 parallel und beabstandet hält und eine Druckkammer 27 umfasst, die mit einem druckbeaufschlagten
Medium z.B. Luft mit einem Druck P2 befüllt ist. Der Druck P2 in der Druckkammer 27
ist größer als der Druck P1 in der Luftkammer des Schlauchboots, wodurch die Druckkammer
27 eine ausreichend hohe Steifigkeit aufweist, um das erste Antriebsmittel 11 und
das zweite Antriebsmittel 12 bei allen denkbaren Manövern exakt in ihrer Positionierung
zueinander zu halten. Der Druck P2 in der Druckkammer 27 ist mindestens doppelt so
groß wie der Druck P1 in der Luftkammer des Schlauchboots, also P2 ≥ 2*P1. Das erste
Befestigungsmittel 10 ist eingerichtet, die Antriebsvorrichtung 1 an dem Wasserfahrzeug
2 bzw. dem Schlauchboot zu befestigen, währenddessen das zweite Befestigungsmittel
10' ausgebildet ist, die Antenne 20 an dem Wasserfahrzeug 2 bzw. dem Schlauchboot
oberhalb der Wasseroberfläche 7 zu befestigen. Das zweite Befestigungsmittel 10' kann
in dem ersten Befestigungsmittel 10 integriert sein, wobei sich herausgestellt hat,
dass eine getrennte Anordnung des ersten Befestigungsmittels 10 und des zweiten Befestigungsmittel
10' strukturelle Vorteile, insbesondere für die Antenne 20, mit sich bringt.
[0040] In oder an der Druckkammer 27 kann das Gehäuse 22 angeordnet sein, wodurch dieses
rumpfseitig durch das erste Befestigungsmittel 10 unterhalb der Wasseroberfläche 7
angeordnet ist und nicht den Komfort des Benutzers innerhalb, bzw. auf dem Wasserfahrzeig
2 beeinträchtigt.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 1
- Antriebsvorrichtung
- 2
- Wasserfahrzeug
- 3
- Nutzseite
- 4
- Rumpf
- 5
- Benutzer
- 6
- Gewässer
- 7
- Wasseroberfläche
- 10
- Befestigungsmittel
- 11
- erstes Antriebsmittel
- 12
- zweites Antriebsmittel
- 13
- Wellenanlage
- 14
- Motor
- 15
- Antriebswelle
- 16
- Antriebsschraube
- 17
- Gondel
- 18
- Energiequelle
- 19
- Steuereinheit
- 20
- Antenne
- 22
- Gehäuse
- 23
- Wasserfahrzeug zugewandte Seite
- 24
- Wasserfahrzeug abgewandten Seite
- 25
- Kiel
- 26
- Skala
- 27
- Druckkammer
- 30
- Bedieneinrichtung
- 31
- Steuerknüppel
1. Antriebsvorrichtung (1) zur rumpfseitigen Montage an einem Wasserfahrzeug zur Personenbeförderung,
insbesondere an einer Luftmatratze, umfassend:
- ein erstes Antriebsmittel (11) und ein zweites Antriebsmittel (12),
- eine Steuereinheit (19),
- eine Energiequelle (18),
- eine Bedieneinrichtung (30),
- mindestens ein Befestigungsmittel (10), wobei das mindestens eine Befestigungsmittel
gurtförmig ausgebildet ist,
- wobei die Antriebsvorrichtung (1) durch die Energiequelle (18) mit elektrischer
Energie versorgt ist,
- wobei die Steuereinheit (19) das erste Antriebsmittel (11) und das zweite Antriebmittel
(12) in Abhängigkeit von einer Benutzereingabe an der Bedieneinrichtung (30) ansteuert,
und
- wobei das erste Antriebsmittel (11) und das zweite Antriebsmittel (12) parallel
und beabstandet fest an dem mindestens einen Befestigungsmittel (10) angeordnet sind,
- wobei die Steuereinheit (19) eine Antenne (20) aufweist,
- wobei die Bedieneinrichtung (30) eine Fernbedienung ist, und
- wobei die Antenne (20) in dem mindestens einen Befestigungsmittel (10) angeordnet
ist.
2. Antriebsvorrichtung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Antriebsmittel (11) und das zweite Antriebsmittel (12) jeweils eine Wellenanlage
(13) mit jeweils mindestens einem Motor (14), einer Antriebswelle (15) und einer Antriebsschraube
(16) umfasst.
3. Antriebsvorrichtung (1) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsschraube (16) des ersten Antriebsmittels und die Antriebsschraube (16)
des zweiten Antriebsmittels (12) gegenläufig betrieben sind.
4. Antriebsvorrichtung (1) nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Wellenanlage (13) ein V- oder L-Trieb oder ein Saildrive aufweist.
5. Antriebsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen dem Motor (14) und der jeweiligen Antriebsschraube (16) durch
eine teleskopartige Welle abstandsvariabel ist.
6. Antriebsvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bedieneinrichtung (30) wasserdicht und schwimmfähig ist.
7. Antriebsvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Befestigungsmittel (10) eine Druckkammer (27) mit einem Druck
(P2) umfasst, und dass die Druckkammer (27) zur rumpfseitigen Befestigung der Antriebsvorrichtung
(1) an dem Wasserfahrzeug (2) ausgebildet ist.
8. Antriebsvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Befestigungsmittel (10, 10') ein gurtförmiges Klettband, ein
Riemen, ein Gürtelband, ein Spanngurt, ein Klebeband, ein Seil ist und/oder eine Knopf-,
Reißverschluss-, Zipper- oder stoffschlüssige Verbindung oder dergleichen umfasst.
9. Antriebsvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Gehäuse (22) vorgesehen ist, dass das Gehäuse (22) eine dem Wasserfahrzeug (2)
zugewandte Seite (23) aufweist und eine von dem Wasserfahrzeug(2) abgewandte Seite
(24), wobei auf der von dem Wasserfahrzeug (2) abgewandten Seite (24) das erste Antriebsmittel
(11) und das zweite Antriebsmittel (12) angeordnet sind.
10. Antriebsvorrichtung (1) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (22) wasserdicht ist, und dass in dem Gehäuse (22) die Steuereinheit
(19) und die Energiequelle (18) angeordnet sind.
11. Antriebsvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Antriebsmittel (11) und das zweite Antriebsmittel (12) eine Antriebsleistung
von jeweils mindestens 25W aufweisen.
12. Wasserfahrzeug (2) mit einer Antriebsvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche,
wobei das erste Antriebsmittel (11) und das zweite Antriebsmittel (12) auf einer Rumpfseite
(4) des Wasserfahrzeuges (2) angeordnet sind, und wobei die Antriebsvorrichtung (1)
durch das Befestigungsmittel (10) an dem Wasserfahrzeug (2) lösbar gehalten ist.
13. Wasserfahrzeug (2) nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass das Wasserfahrzeug (2) eine Luftmatratze mit wenigstens einer mit einem Druck (P1)
aufblasbaren Luftkammer ist.
14. Wasserfahrzeug (2) nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass der Druck (P2) der Druckkammer größer ist als der Druck (P1) der Luftkammer, bevorzugt
P2 ≥ 2∗P1.
1. Drive apparatus (1) for hull-side installation on a watercraft for passenger transport,
in particular on an air mattress,
- a first propulsion device (11) and a second propulsion device (12),
- a control unit (19),
- a power source (18),
- an operating device (30),
- at least one attachment means (10), wherein the at least one means is implemented
in a belt-like form,
- wherein the drive apparatus (1) is supplied by the power source (18) with electrical
energy,
- wherein the control unit (19) controls the first propulsion device (11) and the
second propulsion device (12) in dependency on a user input on the operating device
(30), and
- wherein the first propulsion device (11) and the second propulsion device (12) are
fixedly arranged, parallel and at a distance to each other, on the at least one attachment
means (10),
- wherein the control unit (19) comprises an antenna (20),
- wherein the operating device (30) is a remote control, and
- wherein the antenna (20) is arranged in the at least one attachment means (10).
2. Drive apparatus (1) in accordance with claim 1,
characterized in that
the first propulsion device (11) and the second propulsion device (12) each comprise
a wave machine (13), each of which has at least one motor (14), a drive shaft (15)
and a propeller (16).
3. Drive apparatus (1) in accordance with claim 2,
characterized in that
the propeller (16) of the first propulsion device (11) and the propeller (16) of the
second propulsion device (12) run in opposite directions.
4. Drive apparatus (1) in accordance with claim 2 or 3,
characterized in that
the wave machine (13) comprises a V drive, an L drive or a sail drive.
5. Drive apparatus (1) in accordance with any of claims 2 to 4,
characterized in that
the distance between the motor (14) and the respective propeller (16) can be varied
by means of a telescope-like shaft.
6. Drive apparatus (1) in accordance with any of the preceding claims,
characterized in that
the operating device (30) is water-proof and floatable.
7. Drive apparatus (1) in accordance with any of the preceding claims,
characterized in that
the at least one attachment means (10) comprises a pressure chamber (27) with a pressure
(P2), and in that the pressure chamber (27) is implemented for the hull-sided attachment of the drive
apparatus (1) to the watercraft (2).
8. Drive apparatus (1) in accordance with any of the preceding claims,
characterized in that
at least one of the attachment means (10, 10') is a belt-shaped hook and loop tape,
a strap, a belt strap, a tension belt, an adhesive tape, a rope and/or comprises a
button fastening, a slide fastener, a zipper or a firmly bonded connection or similar.
9. Drive apparatus (1) in accordance with any of the preceding claims,
characterized in that
a housing (22) is provided, in that the housing (22) comprises a side (23) which faces towards the watercraft (2) and
a side (24) which faces away from the watercraft (2), wherein, the first propulsion
device (11) and the second propulsion device (12) are arranged on the side (24) facing
away from the watercraft (2).
10. Drive apparatus (1) in accordance with claim 9,
characterized in that
the housing (22) is waterproof, and in that the control unit (19) and the power source (18) are arranged in the housing (22).
11. Drive apparatus (1) in accordance with any of the preceding claims,
characterized in that
each of the first propulsion means (11) and the second propulsion means (12) produce
a driving power of at least 25W.
12. Watercraft (2) with a drive apparatus (1) in accordance with any of the preceding
claims, wherein the first propulsion means (11) and the second propulsion means (12)
are arranged on a hull-side (4) of the watercraft (2), and wherein the drive apparatus
(1) is detachably held on the watercraft (2) by the attachment means (10).
13. Watercraft (2) in accordance with claim 12,
characterized in that
the watercraft (2) is an air mattress with at least one air chamber which can be inflated
with a pressure (P1).
14. Watercraft (2) in accordance with claim 13,
characterized in that
the pressure (P2) of the pressure chamber is greater than the pressure (P1) of the
air chamber, preferably P2 ≥ 2∗P1.
1. Dispositif d'entraînement (1) pour être monté sur le corps d'un véhicule aquatique
pour le transport de personnes, notamment matelas pneumatique comprenant :
- un premier moyen d'entraînement (11) et un second moyen d'entraînement (12),
- une unité de commande (19),
- une source d'énergie (18),
- une commande (30),
- au moins un moyen de fixation (10), ce moyen de fixation étant en forme de sangle,
* le dispositif d'entraînement (1) étant alimenté en énergie électrique à partir de
la source d'énergie (18),
* l'unité de commande (19) commandant le premier moyen d'entraînement (11) et le second
moyen d'entraînement (12) en fonction de l'entrée de l'utilisateur faite par la commande
(30),
* le premier moyen d'entraînement (11) et le second moyen d'entraînement (12) étant
montés parallèlement et de manière écartés, de façon fixe à au moins un moyen de fixation
(10),
* l'unité de commande (19) comporte une antenne (20),
* la commande (30) est une télécommande,
* l'antenne (20) est prévue dans le moyen de fixation (10).
2. Dispositif d'entraînement (1) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le premier moyen d'entraînement (11) et le second moyen d'entraînement (12) comprennent
chacun une installation d'arbre (13) avec au moins un moteur (14), un arbre d'entraînement
(15) et une vis d'entraînement (16).
3. Dispositif d'entraînement (1) selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
la vis d'entraînement (16) du premier moyen d'entraînement et la vis d'entraînement
(16) du second moyen d'entraînement (12) fonctionnent en sens opposé.
4. Dispositif d'entraînement (1) selon la revendication 2 ou 3,
caractérisé en ce que
l'installation d'arbres (13) comporte un entraînement en V ou en L ou un entraînement
à câble.
5. Dispositif d'entraînement (1) selon l'une des revendications 2 à 4,
caractérisé en ce que
la distance entre le moteur (14) et la vis d'entraînement (16) respective est modifiable
par un arbre télescopique.
6. Dispositif d'entraînement (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la commande (30) est étanche et flottante.
7. Dispositif d'entraînement (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le moyen de fixation (10) comporte une chambre de pression (27) avec une pression
(P2) et la chambre de pression (27) est conçue pour la fixation côté corps du dispositif
d'entraînement (1) au véhicule aquatique (2).
8. Dispositif d'entraînement (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le moyen de fixation (10, 10') est une bande à micro-griffes en forme de sangle, une
courroie, une sangle, une sangle de tension, une bande adhésive, un câble et/ou une
liaison par boutons pression, par micro-griffes, par tirettes, ou par une liaison
par la matière ou analogue.
9. Dispositif d'entraînement (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
il est prévu un boîtier (22), ce boîtier ayant un côté (23) tourné vers le véhicule
aquatique (2) et un côté (24) opposé au véhicule aquatique (2), le côté (24) opposé
au véhicule aquatique (2), recevant le premier moyen d'entraînement (11) et le second
moyen d'entraînement (12).
10. Dispositif d'entraînement (1) selon la revendication 9,
caractérisé en ce que
le boîtier (22) est étanche et l'unité de commande (19) et la source d'énergie (18)
sont logés dans le boîtier (22).
11. Dispositif d'entraînement (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le premier moyen d'entraînement (11) et le second moyen d'entraînement (12) ont une
puissance motrice chacun, d'au moins 25W.
12. Véhicule aquatique (2) comportant un dispositif d'entraînement (1), selon l'une des
revendications précédentes,
le premier moyen d'entraînement (11) et le second moyen d'entraînement (12) étant
installés côté corps (4) du véhicule aquatique (2), et
le dispositif d'entraînement (1) étant fixé de manière amovible au véhicule aquatique
(2) par le moyen de fixation (10).
13. Véhicule aquatique (2) selon la revendication 12,
caractérisé en ce que
le véhicule aquatique (2) est un matelas pneumatique avec une chambre à air gonflable
à une certaine pression (P1).
14. Véhicule aquatique (2) selon la revendication 14,
caractérisé en ce que
la pression (P2) de la chambre de pression est supérieure à la pression (P1) de la
chambre à air de préférence P2 ≥ à 2∗P1.