[0001] Die Erfindung betrifft ein Trainingsgerät zum Trainieren des Kopfballspiels, umfassend
einen Ball und ein Befestigungselement zum Fixieren des Trainingsgeräts.
Stand der Technik
[0002] Zum Trainieren des Kopfballspiels im Fußball sind im Stand der Technik Trainingsgeräte
bekannt, bei denen ein Ball an einer Schnur aufgehängt wird und frei pendeln kann.
Ein solches Kopfballpendel ist beispielsweise in
DE 78 35 390 U1 beschrieben und umfasst eine Befestigungseinrichtung, welche mehrere Stangen oder
Rohre sowie einen am oberen Ende angeordneten Ausleger umfasst. Am Ende des Auslegers
wird der Ball über eine Schnur befestigt.
[0003] Nachteilig an den bekannten Trainingsgeräten ist, dass diese aufgrund der benötigten
Länge der Befestigungsschnur viel Raum benötigen und somit nicht für ein Training
in Innenräumen geeignet sind. Des Weiteren kann ein Widerstand und eine Bewegungsrichtung
des Balls nicht frei vorgegeben werden.
Offenbarung der Erfindung
[0004] Es wird ein Trainingsgerät zum Trainieren des Kopfballspiels vorgeschlagen. Das Trainingsgerät
umfasst einen Ball und ein Befestigungselement zum Fixieren des Trainingsgeräts. Das
Trainingsgerät umfasst zusätzlich ein Verbindungselement, ein erstes Federelement
und ein zweites Federelement, wobei das Verbindungselement unter Verwendung des ersten
Federelements mit dem Befestigungselement gekoppelt ist und der Ball unter Verwendung
des zweiten Federelements mit dem Verbindungselement gekoppelt ist.
[0005] Das Befestigungselement ist bevorzugt eingerichtet, dass Trainingsgerät an einer
Wand, einer Decke, einem Balken, einer Türzarge oder an einer Halterung wie einem
Stativ zu befestigen. Hierzu können am Befestigungselement beispielsweise Öffnungen
für Schrauben vorgesehen sein, mit denen das Befestigungselement an einer Decke oder
einer Wand fixiert werden kann. Alternativ oder zusätzlich können beispielsweise Klammern
oder Rastverbinder vorgesehen sein, mit denen sich das Befestigungselement mit einer
Halterung wie einem Stativ verbinden lässt.
[0006] Der Ball des Trainingsgeräts ist über das zweite Federelement das Verbindungselement
und das erste Federelement mit dem Befestigungselement verbunden. Da die Federelemente
im Vergleich zu einer Befestigungsschnur, wie sie in einem Kopfballpendel verwendet
wird, vergleichsweise steif sind, behält der Ball seine Position solange bei, bis
durch Krafteinwirkung der Widerstand der Federelemente überwunden wird. Aufgrund von
Rückstellkräften der Federelemente kehrt der Ball nach einer Belastung des Trainingsgeräts,
wie beispielsweise einem Stoß auf den Ball, wieder in seine Ausgangsposition zurück.
[0007] Die Position, die der Ball im unbelasteten Zustand des Trainingsgeräts einnimmt,
kann durch Gelenke und/oder Distanzstücke eingestellt werden. Gelenke und/oder Distanzstücke
können jeweils zwischen dem Ball und dem zweiten Federelement, zwischen dem zweiten
Federelement und dem Verbindungselement, zwischen dem Verbindungselement und dem ersten
Federelement und/oder zwischen dem ersten Federelement und dem Befestigungselement
eingesetzt werden. Die Gelenke und/oder Distanzstücke sind dabei bevorzugt derart
ausgestaltet, dass diese nach einer Positionsänderung fixiert werden können. So ist
beispielsweise ein Gelenk bevorzugt mit einer Fixierung ausgerüstet, so dass das jeweilige
Gelenk in der gewählten Position fixiert werden kann. Bevorzugt ist bei dem Trainingsgerät
zwischen dem Ball und dem Verbindungselement und/oder zwischen dem Verbindungselement
und dem Befestigungselement ein fixierbares Drehgelenk angeordnet.
[0008] Der Widerstand, den der Ball des Trainingsgeräts einem Nutzer des Trainingsgeräts
entgegenbringt, ist durch die Federkonstante bzw. die Stärke der beiden Federelemente
gegeben und kann durch Anpassen oder Austauschen eines oder beider Federelemente angepasst
werden.
[0009] Das erste Federelement ist bevorzugt länglich ausgestaltet und weist eine erste Längsachse
auf. Auch das zweite Federelement ist bevorzugt länglich ausgestaltet und weist eine
zweite Längsachse auf. Das erste Federelement und/oder das zweite Federelement sind
bevorzugt jeweils derart ausgestaltet, dass diese bei Belastung des Trainingsgeräts
mit einer Kraft, insbesondere durch einen Stoß auf den Ball, eine Verbiegung erlauben.
Das erste Federelement erlaubt dabei Verbiegungen in Richtungen senkrecht zur ersten
Längsachse und das zweite Federelement erlaubt entsprechend Verbiegungen in Richtungen
senkrecht zur zweiten Längsachse.
[0010] Bevorzugt verläuft in einem unbelasteten Zustand eine erste Längsachse des ersten
Federelements nicht parallel zu einer zweiten Längsachse des zweiten Federelements,
so dass das Trainingsgerät bei einer Belastung wie einem Stoß auf den Ball eine Positionsänderung
des Balls in alle Raumrichtungen ermöglicht.
[0011] Bevorzugt verläuft im unbelasteten Zustand des Trainingsgeräts die erste Längsachse
im Wesentlichen senkrecht zur zweiten Längsachse. Dabei ist mit im Wesentlichen eine
Abweichung von weniger als von +/- 10° und bevorzugt von weniger als +/- 5° gemeint.
[0012] Bevorzugt umfasst das Trainingsgerät zusätzlich eine Messeinheit, welche eingerichtet
ist, eine Anzahl von Stößen gegen den Ball, eine Kraft eines Stoßes gegen den Ball,
eine Geschwindigkeit eines Stoßes gegen den Ball und Kombinationen von mindestens
zweien dieser Parameter zu messen. Die Messeinheit ist bevorzugt am Verbindungselement
befestigt.
[0013] Die Messeinheit kann in einer Variante als ein vollständig analog aufgebauter Stoßzähler
ausgeführt sein, wobei bei einem einwirkenden Stoß ein Zähler um eins erhöht wird.
Dieser Zähler kann beispielsweise als ein mechanisches Zählwerk ausgestaltet sein.
[0014] Alternativ dazu kann die Messeinheit digital ausgestaltet sein, wobei die Messeinheit
bevorzugt mindestens einen Beschleunigungssensor umfasst. Der Beschleunigungssensor
ist dabei eingerichtet, bei einem Stoß auf den Ball eine Beschleunigung an der Position
der Messeinheit zu erfassen. Die Messeinheit ist dann entsprechend eingerichtet, aus
der gemessenen Beschleunigung Parameter betreffend den Stoß abzuleiten, insbesondere
die Geschwindigkeit und die Kraft eines Stoßes. Des Weiteren kann die Messeinheit
eingerichtet sein, die Anzahl der vom Beschleunigungssensor erfassten Stöße zu ermitteln.
[0015] Des Weiteren kann die Messeinheit eingerichtet sein, Daten weiterer Sensoren zu erfassen.
Beispielsweise kann vorgesehen sein, in dem Ball einen Positionssensor anzuordnen,
mit dem jederzeit die Position des Balls im Raum als ein weiterer Parameter erfasst
werden kann. Auf diese Weise kann bei einem Stoß auf den Ball dessen Bewegung erfasst
werden und bei einem Kopfballspiel beispielsweise die Absprunghöhe ermittelt werden.
[0016] Bevorzugt umfasst die Messeinheit Mittel zur Kommunikation mit einem Computer oder
einem Smart-Device wie ein Smartphone oder Tablet, oder Mittel zur Kommunikation mit
einem Cloud-Sever.
[0017] Die Mittel zur Kommunikation sind bevorzugt als eine Funkschnittstelle ausgestaltet,
beispielsweise als Bluetooth- oder WLAN-Schnittstelle. Dabei ist eine WLAN-Schnittstelle
insbesondere geeignet, wenn eine Verbindung zu einem Cloud-Server über das Internet
hergestellt werden soll. Eine Bluetooth-Schnittstelle wird insbesondere für eine Kommunikation
mit einem Smart-Device wie einem Smartphone oder einem Tablet bevorzugt.
[0018] Wird das Trainingsgerät über die Mittel zur Kommunikation mit einem Smart-Device
verbunden, so können beispielsweise mittels einer entsprechenden Anwendung bzw. App
auf dem Smart-Device die erfassten Parameter ausgewertet werden und es können gegebenenfalls
Trainingsempfehlungen zur weiteren Verbesserung des Kopfballspiels gegeben werden.
[0019] Alternativ oder zusätzlich zu den Mitteln zur Kommunikation kann die Messeinheit
eine Anzeige und/oder Eingabemittel umfassen. Die Anzeige kann beispielsweise als
eine LCD oder LED Anzeige oder als ein Display ausgestaltet sein. Die Eingabemittel
können beispielsweise als Knöpfe oder Schalter ausgestaltet sein. Dabei ist es auch
möglich, die Anzeige und die Eingabemittel in einer Vorrichtung zu kombinieren, beispielsweise
in Form eines berührungsempfindlichen Bildschirms.
[0020] Auf der Anzeige können beispielsweise die von der Messeinheit erfassten Daten wie
die Anzahl der Stöße gegen den Ball und/oder Angaben wie die Kraft und/oder die Geschwindigkeit
eines Stoßes gegen den Ball angezeigt werden.
[0021] Für die Stromversorgung der Messeinheit kann diese einen Anschluss für ein Netzteil
aufweisen und/oder einen elektrischen Energiespeicher wie einen Akku enthalten. Eine
Ausführung mit einem wieder aufladbaren Energiespeicher ist bevorzugt, um Kabelverbindungen
zu der Messeinheit zu vermeiden.
[0022] Zum Verändern des Trainingsreizes kann vorgesehen sein, die Masse des Trainingsgeräts
zu variieren. Bei einer größeren Masse muss der Nutzer bei einem Stoß auf den Ball
einen größeren Impuls übertragen, so dass dem Stoß ein größerer Widerstand entgegengesetzt
wird. Um die Masse des Trainingsgeräts verändern zu können ist bevorzugt vorgesehen,
dass das Trainingsgerät zusätzlich Mittel zum Verbinden von Gewichten mit dem Verbindungselement
umfasst. Bevorzugt sind die Mittel zum Verbinden als eine Magnetplatte, als ein Steckverbinder
oder als ein Schraubverbinder ausgestaltet.
[0023] Alternativ zum Verwenden eines Steck- oder Schraubverbinders ist es auch denkbar,
eine Verbindung unter Verwendung von Unterdruck ähnlich einem Saugnapf einzusetzen.
Dabei weist der Ball bevorzugt eine glatte Fläche auf, welche mit einem Saugnapf als
Gegenstück am Trainingsgerät für eine über Unterdruck vermittelte Halterung zusammenwirkt.
[0024] Im Fall einer Magnetplatte sind bevorzugt Gewichte aus einem ferromagnetischen Material
vorgesehen, so dass sich diese an der Magnetplatte gehalten werden können. Sind Steck-
oder Schraubverbinder vorgesehen, sind bevorzugt an den Gewichten entsprechende Gegenstücke
zum Befestigen vorgesehen.
[0025] Als Federelemente sind grundsätzlich alle dem Fachmann bekannten Federn geeignet,
wobei die Federkonstante bzw. die Stärke des jeweiligen Federelements bevorzugt mindestens
so groß sein sollte, dass durch die vom Ball verursachte Gewichtskraft noch zu keiner
nennenswerten Auslenkung des jeweiligen Federelements führt. Insbesondere sind Biegefedern
wie Spiralfedern und Blattfedern geeignet. Diese können insbesondere aus einem Federstahl
gefertigt sein. Beispielsweise werden die Federelemente so ausgelegt, dass eine gewünschte
Auslenkung von weniger als 5 mm durch das Gewicht des Balls im unbelasteten Zustand
vorliegt.
[0026] Bevorzugt umfasst das erste Federelement und/oder das zweite Federelement eine Blattfeder
oder mindestens eine Spiralfeder. Ein Federelement kann aus mehreren Federn zusammengesetzt
sein. Beispielsweise können zwei Spiralfedern mit verschiedenen Durchmessern konzentrisch
zueinander angeordnet werden, wobei die Spiralfeder mit dem größeren Durchmesser die
Spiralfeder mit dem kleineren Durchmesser umschließt.
[0027] Der Ball des Trainingsgeräts ist bevorzugt ein Fußball. Der Fußball kann dabei insbesondere
ein Fußball der Größe 5 sein, wie er im Profisport eingesetzt wird. Der Ball des Trainingsgeräts
ist bevorzugt über einen Verbinder befestigt, der eine starre Verbindung ermöglicht.
Hierzu weist der Ball bevorzugt einen an der Wandung des Balls befestigten oder einen
in eine Wandung des Balls integrierten Verbinder auf, der bevorzugt als ein Schraubverbinder
ausgestaltet ist.
[0028] Bei einer starren Verbindung des Balls ist im Gegensatz zu dem bekannten Kopfballpendel,
bei dem der Ball über eine Schnur befestigt ist, die Position des Balls relativ zum
zweiten Federelement genau definiert und ändert sich während der Benutzung des Trainingsgeräts
nicht. Des Weiteren lassen sich über eine solche starre Verbindung größere Gegenkräfte
auf den Ball und damit auf den Nutzer des Trainingsgeräts übertragen, so dass ein
größerer Trainingsreiz erzeugt werden kann.
[0029] Das Verbindungselement des Trainingsgeräts ist bevorzugt als eine Verbindungsplatte
ausgestaltet. Dabei ist es bevorzugt, an einer Stirnseite der Verbindungsplatte einen
Verbinder zum Verbinden mit dem ersten Federelement anzuordnen. Eine solche Verbindungsplatte
hat zwei Hauptflächen, welche die größten Flächen der Platte bilden. Die Verbindungsplatte
ist zudem bevorzugt länglich ausgeführt, wobei die zu den beiden Hauptflächen senkrechten
Seitenflächen der kürzeren Seite als Stirnflächen bezeichnet werden. Ein Verbinder
zum Verbinden der Verbindungsplatte mit dem zweiten Federelement ist bevorzugt auf
einer der Hauptflächen angeordnet, beispielsweise in Form einer Gewindebohrung zur
Aufnahme eines Schraubverbinders des zweiten Federelements.
[0030] Das Verbindungselement bzw. die Verbindungsplatte ist bevorzugt aus einem Metall,
insbesondere aus einem Stahl gefertigt.
[0031] Das Trainingsgerät umfasst bevorzugt zusätzlich ein Stativ. Das Stativ umfasst bevorzugt
einen Ausleger, wobei das Befestigungselement an dem Ausleger befestigt ist. Das Stativ
ist zudem bevorzugt eingerichtet, frei auf einem Boden aufgestellt zu werden. Um auch
bei Einwirkung von Stößen auf den Ball des Trainingsgeräts einen sicheren Stand zu
haben, weist das Stativ bevorzugt einen Fuß mit entsprechender Grundfläche auf. Des
Weiteren ist das Stativ bevorzugt höhenverstellbar ausgeführt. Dazu kann beispielsweise
ein Verstellmechanismus mit einem fixierbaren Teleskoprohr vorgesehen sein.
Vorteile der Erfindung
[0032] Das vorgeschlagene Trainingsgerät ist insbesondere für ein Techniktraining beim Kopfballspiel
oder der Stoßtechnik geeignet, da der Ball des Trainingsgeräts aufgrund seiner starren
Verbindung mit dem Trainingsgerät genau positioniert werden kann. Zudem können durch
die Federelemente gezielt größere Kräfte und Widerstände eingestellt werden, als dies
bei einem zum Trainieren des Kopfballspiels üblichen Kopfballpendel möglich ist. Neben
einer Anpassung durch Verändern oder Austauschen der Federelemente kann der Trainingsreiz
auch durch leicht anbringbare Zusatzgewichte verändert werden.
[0033] Das Trainingsgerät benötigt durch den Einsatz der Federelemente deutlich weniger
Raum als die bekannten Kopfballpendel und kann mit dem Befestigungselement sowohl
im Innen- als auch im Außenbereich leicht befestigt werden. Sofern am gewünschten
Ort keine geeignete Befestigungsmöglichkeit vorhanden ist, kann das Trainingsgerät
mit einem Stativ kombiniert und somit leicht überall eingesetzt werden.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0034] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Ansicht des Trainingsgeräts von der Seite,
- Figur 2
- eine Ansicht auf das Trainingsgerät von vorne ohne den Ball und das zweite Federelement,
- Figur 3
- eine Schnittansicht des ersten Federelements,
- Figur 4
- eine Schnittansicht des zweiten Federelements und eines Drehgelenks und
- Figur 5
- eine Seitenansicht des Trainingsgeräts mit einem Stativ.
[0035] In der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele der Erfindung werden gleiche
oder ähnliche Komponenten mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet, wobei auf eine wiederholte
Beschreibung dieser in Einzelfällen verzichtet wird. Die Figuren stellen den Gegenstand
der Erfindung nur schematisch dar.
[0036] Figur 1 zeigt ein Trainingsgerät 10 zum Trainieren des Kopfballspiels in einer Ansicht
von der Seite. Das Trainingsgerät 10 umfasst ein Befestigungselement 30, ein Verbindungselement
20, ein zweites Federelement 16 und einen Ball 24.
[0037] Der Ball 24 ist beispielsweise als ein Fußball ausgestaltet. Der Fußball kann dabei
insbesondere ein Fußball der Größe 5 sein, wie er im Profisport eingesetzt wird. Der
Ball 24 ist über einen ersten Verbinder 26 an dem zweiten Federelement 16 befestigt.
[0038] Das zweite Federelement 16 ist am Verbindungselement 20 befestigt, das Verbindungselement
20 ist wiederum mit dem ersten Federelement 12 verbunden und das erste Federelement
12 ist mit dem Befestigungselement 30 verbunden. Mit dem Befestigungselement 30 kann
das Trainingsgerät 10 an einer Wand, einer Decke, einem Balken, einer Türzarge oder
an einer Halterung wie einem Stativ 100, vergleiche Figur 5, befestigt werden.
[0039] Das erste Federelement 12 ist länglich ausgestaltet und weist eine erste Längsachse
14 auf. Auch das zweite Federelement 16 ist länglich ausgestaltet und weist eine zweite
Längsachse 18 auf. Sowohl das erste Federelement 12 als auch das zweite Federelement
16 sind jeweils derart ausgestaltet, dass diese bei Belastung des Trainingsgeräts
10 mit einer Kraft, insbesondere durch einen Stoß auf den Ball 24, eine Verbiegung
erlauben. Das erste Federelement 12 erlaubt dabei Verbiegungen in Richtungen senkrecht
zur ersten Längsachse 14 und das zweite Federelement 16 erlaubt Verbiegungen in Richtungen
senkrecht zur zweiten Längsachse 18.
[0040] Die Ausrichtungen der Längsachsen 14 und 18 ist bevorzugt derart, dass diese nicht
parallel zueinander liegen, so dass das Trainingsgerät bei einem Stoß auf den Ball
24 eine Bewegung des mit den beiden Federelementen 12, 16 verbundenen Balls 24 in
alle Raumrichtungen erlaubt. Bevorzugt ist es dabei, die erste Längsachse 14 und die
zweite Längsachse 18 im Wesentlichen senkrecht zueinander auszurichten, wobei mit
im Wesentlichen eine Abweichung von der senkrechten Anordnung von weniger als 10°,
besonders bevorzugt von weniger als 5° gemeint ist.
[0041] Am Verbindungselement 20 ist in der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform eine Messeinheit
22 befestigt. Mit der Messeinheit 22 können für das Training des Kopfballspiels relevante
Daten erfasst und für eine Auswertung bereitgestellt werden. Die Messeinheit 22 kann
beispielsweise als ein digitaler Zähler ausgestaltet sein, welcher die Anzahl der
Stöße auf den Ball 24 zählt. In weiteren Ausführungsformen können über in der Messeinheit
22 aufgenommene Sensoren beispielsweise eine Anzahl von Stößen gegen den Ball 24,
eine Kraft eines Stoßes gegen den Ball 24, eine Geschwindigkeit eines Stoßes gegen
den Ball 24 und Kombinationen von mindestens zweien dieser Parameter gemessen werden.
Des Weiteren kann die Messeinheit 22 eingerichtet sein, Daten weiterer Sensoren zu
erfassen. Beispielsweise kann vorgesehen sein, in dem Ball 24 einen Positionssensor
anzuordnen, mit dem jederzeit die Position des Balls 24 im Raum als ein weiterer Parameter
erfasst werden kann. Auf diese Weise kann bei einem Stoß auf den Ball 24 dessen Bewegung
erfasst werden und bei einem Kopfballspiel beispielsweise die Absprunghöhe ermittelt
werden.
[0042] Die Messeinheit 22 kann zudem über Mittel zur Kommunikation verfügen. Beispielsweise
können die Mittel zur Kommunikation als eine Bluetooth-Schnittstelle ausgestaltet
sein, mit der die erfassten Parameter an ein Smart-Device wie beispielsweise ein Smartphone
oder ein Tablet übertragen werden können. Mittels einer entsprechenden Anwendung bzw.
App auf dem Smart-Device können die erfassten Parameter dann ausgewertet werden und
es können gegebenenfalls Trainingsempfehlungen zur weiteren Verbesserung des Kopfballspiels
gegeben werden.
[0043] In der in Figur 1 dargestellten Ausführungsform des Trainingsgeräts 10 ist zusätzlich
ein zweiter Verbinder 28 am Verbindungselement 20 angeordnet. Mit dem zweiten Verbinder
28 kann weiteres Zubehör mit dem Trainingsgerät 10 verbunden werden, beispielsweise
um die Masse des Trainingsgeräts 10 durch Anbringen von Gewichten zu vergrößern.
[0044] Der Ball 24 ist über das zweite Federelement 16, das Verbindungselement 20 und das
erste Federelement 12 mit dem Befestigungselement 30 verbunden. Da die Federelemente
12 und 16 vergleichsweise steif sind, behält der Ball 24 seine Position solange bei,
bis durch Krafteinwirkung der Widerstand der Federelemente 12, 16 überwunden wird.
Aufgrund von Rückstellkräften der Federelemente 12, 16 kehrt der Ball 24 nach einer
Belastung, wie beispielsweise einem Stoß auf den Ball 24, wieder in seine Ausgangsposition
zurück.
[0045] Figur 2 zeigt eine Ansicht auf das Trainingsgerät 10 von vorne, wobei für eine bessere
Darstellung der Ball 24 und das zweite Federelement 16 nicht eingezeichnet sind.
[0046] Der Darstellung der Figur 2 kann entnommen werden, dass in dieser Ausführungsform
das Verbindungselement 20 als eine Verbindungsplatte ausgestaltet ist, welche an einer
Stirnseite mit dem ersten Federelement 12 verbunden ist. Auf einer Fläche der Verbindungsplatte
ist ein Gewinde 25 vorgesehen, mit dem das Verbindungselement 20 mit dem zweiten Federelement
16 durch Verschrauben verbunden werden kann. Die Messeinheit 22 ist an einer Seite
des Verbindungselements 20 befestigt.
[0047] Figur 3 zeigt eine Schnittansicht des ersten Federelements 12. Das Federelement 12
ist länglich ausgeführt, wobei ein erstes Ende des ersten Federelements 12 mit dem
Befestigungselement 30 verbunden ist und ein zweites Ende des ersten Federelements
12 mit einem Schraubverbinder 36 verbunden ist. Der Schraubverbinder 36 ist dazu eingerichtet,
das erste Federelement 12 mit dem Verbindungselement 20 zu verbinden.
[0048] In der Schnittansicht der Figur 3 ist zu erkennen, dass das erste Federelement 12
in der dargestellten Ausführungsform eine äußere Feder 32 und eine innere Feder 34
umfasst, welche beide als Spiralfedern ausgestaltet sind. Die beiden Spiralfedern
sind konzentrisch zueinander angeordnet, wobei die äußere Feder 32 die innere Feder
34 berührt und stützt.
[0049] Durch Wahl der Geometrie und des Materials der inneren Feder 34 und der äußeren Feder
32 kann die Kraft eingestellt werden, welche das Trainingsgerät 10 Bewegungen des
Balls 24, vergleiche Figur 1, für Richtungen senkrecht zur ersten Längsachse 14 entgegensetzt.
[0050] In Figur 4 ist eine Schnittansicht des zweiten Federelements 16 und eines fixierbaren
Drehgelenks 40 dargestellt. Das Drehgelenk 40 dient hierbei als erster Verbinder 26
zum Verbinden des Balls 24 mit dem zweiten Federelement 16.
[0051] Das Drehgelenk 40 weist einen ersten Schraubverbinder 50 auf, welcher zur Verbindung
mit dem Ball 24 eingerichtet ist. Entsprechend ist vorgesehen, am Ball 24 einen Schraubverbinder
38 anzuordnen, welcher zur Verbindung mit dem ersten Schraubverbinder 50 des Drehgelenks
40 eingerichtet ist. Der Schraubverbinder 38 des Balls 24 ist dabei bevorzugt fest
mit der Wandung des Balls 24 verbunden oder in die Wandung des Balls 24 integriert.
[0052] Das Drehgelenk 40 verfügt zudem über einen zweiten Schraubverbinder 52, mit dem das
Drehgelenk 40 mit dem zweiten Federelement 16 verbunden werden kann. Entsprechend
weist das zweite Federelement 16 an einem ersten Ende einen ersten Schraubverbinder
54 auf, der zur Verbindung mit dem Drehgelenk 40 eingerichtet ist. Das zweite Federelement
16 weist an einem zweiten Ende einen zweiten Schraubverbinder 56 auf, welcher zur
Verbindung mit dem Gewinde 25 des Verbindungselements 20 eingerichtet ist.
[0053] Das Drehgelenk 40 verlängert zum einen den Abstand zwischen einer Oberfläche des
Balls 24 zum zweiten Federelement 16. Des Weiteren erlaubt das Drehgelenk 40 eine
Veränderung der Position des Balls 24 mit Bezug zum zweiten Federelement 16. Nach
Einstellen der gewünschten Position wird das Drehgelenk 40 fixiert, so dass sich dessen
Einstellung bei einem Stoß auf den Ball 24 nicht ändert.
[0054] In weiteren Ausführungsformen des Trainingsgeräts 10 können alternativ oder zusätzlich
zu dem Drehgelenk 40 weitere fixierbare Gelenke und/oder Distanzstücke zwischen den
einzelnen Elementen des Trainingsgeräts 10 vorgesehen sein, um die Position des Balls
24 relativ zum Befestigungselement 30, vergleiche Figur 1, einstellen zu können.
[0055] In Figur 5 ist eine Seitenansicht des Trainingsgeräts 10 mit einem Stativ 100 dargestellt.
Das Stativ 100 umfasst einen Fuß 102, eine Höhenverstellung 104 und einen Ausleger
106. Das Stativ 100 ist eingerichtet, mit dem Fuß 102 auf dem Boden abgestellt zu
werden. Der Ausleger 106 ist mit dem Befestigungselement 30 verbunden, so dass die
Höhe des Balls 24 des Trainingsgeräts 10 über eine Verstellung der Höhe des Stativs
100 eingestellt werden kann.
[0056] In dem in Figur 5 dargestellten Beispiel des Trainingsgeräts 10 ist zur Erhöhung
der Masse ein Gewicht 72 mit dem Trainingsgerät 10 verbunden. Um das Gewicht 72 aufzunehmen,
ist eine Magnetplatte 70 über den zweiten Verbinder 28 am Verbindungselement 20 befestigt.
Das Gewicht 72 ist hier magnetisch ausgeführt und kann durch einfaches Auflegen auf
die Magnetplatte 70 mit dem Trainingsgerät 70 verbunden werden. Durch Ändern der Masse
des Trainingsgeräts 10 kann die bei einem Stoß auf den Ball 24 zu beschleunigende
Masse erhöht und damit ein Trainingsreiz beim Kopfballtraining verstärkt werden.
Bezugszeichenliste
[0057]
- 10
- Trainingsgerät
- 12
- erstes Federelement
- 14
- erste Längsachse
- 16
- zweites Federelement
- 18
- zweite Längsachse
- 20
- Verbindungselement
- 22
- Messeinheit
- 24
- Ball
- 25
- Gewinde
- 26
- erster Verbinder
- 28
- zweiter Verbinder
- 30
- Befestigungselement
- 32
- äußere Feder
- 34
- innere Feder
- 36
- Schraubverbinder
- 38
- Schraubverbinder
- 40
- Drehgelenk
- 42
- Spiralfeder
- 44
- Bolzen
- 50
- erster Schraubverbinder
- 52
- zweiter Schraubverbinder
- 54
- erster Schraubverbinder
- 56
- zweiter Schraubverbinder
- 70
- Magnetplatte
- 72
- Gewicht
- 100
- Stativ
- 102
- Fuß
- 104
- Höhenverstellung
- 106
- Ausleger
1. Trainingsgerät (10) zum Trainieren des Kopfballspiels, umfassend einen Ball (24) und
ein Befestigungselement (30) zum Fixieren des Trainingsgeräts (10), dadurch gekennzeichnet, dass das Trainingsgerät (10) zusätzlich ein Verbindungselement (20), ein erstes Federelement
(12) und ein zweites Federelement (16) umfasst, wobei das Verbindungselement (20)
unter Verwendung des ersten Federelements (12) mit dem Befestigungselement (30) gekoppelt
ist und der Ball (24) unter Verwendung des zweiten Federelements (16) mit dem Verbindungselement
(20) gekoppelt ist.
2. Trainingsgerät (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einem unbelasteten Zustand eine erste Längsachse (14) des ersten Federelements
(12) nicht parallel zu einer zweiten Längsachse (18) des zweiten Federelements (16)
verläuft.
3. Trainingsgerät (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Federelement (12) derart ausgestaltet und angeordnet ist, dass das erste
Federelement (12) bei Krafteinwirkung auf den Ball (24) eine Verbiegung in eine Richtung
senkrecht zur ersten Längsachse (14) erlaubt und/oder dass das zweite Federelement
(16) derart ausgestaltet und angeordnet ist, dass das zweite Federelement (16) bei
Krafteinwirkung auf den Ball (24) eine Verbiegung in eine Richtung senkrecht zur zweiten
Längsachse (18) erlaubt.
4. Trainingsgerät (10) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass im unbelasteten Zustand die erste Längsachse (14) im Wesentlichen senkrecht zur zweiten
Längsachse (18) verläuft.
5. Trainingsgerät (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Ball (24) und dem Verbindungselement (20) und/oder zwischen dem Verbindungselement
(20) und dem Befestigungselement (30) ein fixierbares Drehgelenk (40) angeordnet ist.
6. Trainingsgerät (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Trainingsgerät (10) eine Messeinheit (22) umfasst, welche eingerichtet ist, eine
Anzahl von Stößen gegen den Ball (24), eine Kraft eines Stoßes gegen den Ball (24),
eine Geschwindigkeit eines Stoßes gegen den Ball (24) und Kombinationen von mindestens
zweien dieser Parameter zu messen.
7. Trainingsgerät (10) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinheit (22) Mittel zur Kommunikation mit einem Computer, Smartphone oder
Tablet oder Mittel zur Kommunikation mit einem Cloud-Sever aufweist.
8. Trainingsgerät nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinheit (22) an dem Verbindungselement (20) befestigt ist.
9. Trainingsgerät (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Trainingsgerät (10) zusätzlich Mittel zum Verbinden von Gewichten (72) mit dem
Verbindungselement (20) umfasst.
10. Trainingsgerät (10) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Verbinden als eine Magnetplatte, als ein Steckverbinder oder als ein
Schraubverbinder ausgestaltet sind.
11. Trainingsgerät (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Federelement (12) und/oder das zweite Federelement (16) eine Blattfeder
oder mindestens eine Spiralfeder umfasst.
12. Trainingsgerät (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Ball (24) einen in eine Wandung des Balls (24) integrierten Schraubverbinder
(38) aufweist.
13. Trainingsgerät (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Ball (24) ein Fußball ist.
14. Trainingsgerät (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (20) als eine Verbindungsplatte ausgestaltet ist, wobei an
einer Stirnseite der Verbindungsplatte ein Verbinder zum Verbinden mit dem ersten
Federelement (12) angeordnet ist.
15. Trainingsgerät (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Trainingsgerät (10) zusätzlich ein Stativ (100) mit einem Ausleger (106) umfasst,
wobei das Befestigungselement (30) an dem Ausleger (106) befestigt ist.