[0001] Die Erfindung betrifft ein Schutzrollo zur Anordnung an einem Fenster oder einer
Tür, umfassend eine Wickelwelle, auf der ein Gewebebehang und/oder ein Behang aus
einer ein- oder mehrschichtigen Kunststofffolie auf- und abwickelbar anordenbar ist.
[0002] Weiter betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Aufwickeln und Abwickeln eines Gewebebehangs
und/oder eines Behangs aus einer ein- oder mehrschichtigen Kunststofffolie auf eine
Wickelwelle eines Schutzrollos, wobei an der Gewebebahn gegebenenfalls eine Griffleiste
angeordnet ist.
[0003] Schutzrollos gegen Insekten werden eingesetzt, um das Eindringen von Insekten in
Gebäude zu behindern. Im Vergleich zu Insektenschutzausführungen mit am Fensterrahmen
fest eingehängten Rahmen, haben Rollos den Vorteil, dass sie bei Bedarf jederzeit
durch Aufrollen einfach entfernt werden können. Es hat sich jedoch herausgestellt,
dass Insektenschutzrollos häufig eine Eigenschaft haben, die sich störend auf den
Betrieb des Rollos auswirken, diese unter Umständen sogar beschädigend wirkt. Aus
derzeit nicht eindeutig nachvollziehbaren Gründen werden Insektenschutzgewebe schief
aufgewickelt. Dabei wird die Gewebebahn immer weiter auf eine Seite der Wickelwelle
verschoben. Dieses Verschieben geht so weit, bis die Gewebebahn am Seitenteil des
Schutzrollos ansteht. Wenn dies eintritt, streift die Gewebebahn mit ihrem Rand beim
weiteren Aufwickeln am Seitenteil, wobei die Gewebebahn nach wie vor das Bestreben
hat, sich in die Richtung auf das Seitenteil zu verschieben. Es wird damit nicht nur
ein "unschöner" Wickel erzeugt, sondern kann dies dazu führen, dass das Insektenschutzgewebe
über die Zeit seitlich nicht mehr ordentlich geführt wird oder sogar bricht.
[0004] Es ist die Aufgabe der Erfindung, den Betrieb eines Schutzrollos mit einer Gewebebahn
für ein Fenster oder eine Tür zu verbessern.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung wird bei dem eingangs genannten Schutzrollo dadurch gelöst,
dass zumindest eine Kompensationseinrichtung zur Kompensation des Schiefwickelns des
Gewebebehanges auf der Wickelwelle angeordnet ist.
[0006] Durch die Anordnung der Kompensationseinrichtung kann zumindest die Auswirkung des
Schiefwickelns des Gewebebehangs kompensiert werden. Damit kann der ungestörte Betrieb
des Schutzrollos aufrechterhalten werden, selbst wenn die Gewebebahn nach wie vor
schief aufgewickelt wird.
[0007] Nach einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung kann vorgesehen sein, dass
die Wickelwelle horizontal verschiebbar angeordnet ist. Die Verlagerung des Gewebehanges
auf eine Seite des Schutzrollos kann damit durch die Verlagerung der Wickelwelle ausgeglichen
werden, sodass der Gewebebehang gerade von der Wickelwelle abgewickelt und auch wieder
störungsfrei aufgewickelt werden kann. Nachdem die Wickelwelle aus einem robusteren
Werkstoff besteht als der Gewebebehang, kann damit die Gefahr einer Beschädigung des
Schutzrollos reduziert werden.
[0008] Für die horizontale Verschiebung des Gewebebehanges kann bevorzugt vorgesehen sein,
dass die Kompensationseinrichtung ein feststehendes Element mit einem ersten Gewinde
aufweist und die Wickelwelle ein in Bezug auf das feststehende Element horizontal
verschiebbares Element mit einem zweiten Gewinde aufweist, wobei das erste Gewinde
in das zweite Gewinde eingreift. Es kann damit eine einfach herzustellende und kostengünstige
Ausführung der Kompensationsvorrichtung zur Verfügung gestellt werden. Diese wirkt
infolge der Drehung der Wickelwelle bei Aufwickeln oder Abwickeln des Gewebebehanges,
sodass für die horizontale Verstellung der Wickelwelle kein zusätzlicher Antrieb erforderlich
ist.
[0009] Gemäß einer anderen Ausführungsvariante der Erfindung kann ähnlich zur Gewindelösung
vorgesehen sein, dass die Kompensationseinrichtung ein feststehendes Element mit einer
Spiralfeder aufweist und die Wickelwelle ein in Bezug auf das fest-stehende Element
horizontal verschiebbares Element mit einer gewindeähnlichen Oberfläche oder zumindest
einem über die Oberfläche vorragenden Steg aufweist, wobei die gewindeähnliche Oberfläche
oder der Steg zwischen die Federwindungen der Spiralfeder eingreift.
[0010] Nach einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung kann vorgesehen sein, dass
an dem Gewebehang eine Griffleiste angeordnet ist, wobei die Griffleiste ein erstes,
mit dem Gewebebehang verbundenes, Griffleistenteil und ein zweites Griffleistenteil
aufweist, und das erste Griffleistenteil horizontal verschiebbar in dem zweiten Griffleistenteil
geführt ist. Mit dieser Ausführungsvariante kann zwar das schiefe Aufwickeln der Gewebebahn
nicht verhindert werden, allerdings kann damit erreicht werden, dass die Griffleiste
auch beim schiefen Aufwickeln in ihrer Position bleibt. Es kann damit das Verklemmen
der Griffleiste in seitlichen Führungsprofilen der Schutzrollos verhindert werden,
also mit anderen Worten die Auswirkung des Schiefwickelns kompensiert werden.
[0011] Um dabei die Verschiebbarkeit der beiden Griffleistenteile zu vereinfachen kann nach
weiteren Ausführungsvarianten vorgesehen sein, dass das zweite Griffleistenteil Führungsrollen
aufweist, auf denen das erste Griffleistenteil gelagert ist und/oder dass das zweite
Griffleistenteil zumindest ein Gleitelement aufweist, auf dem das erste Griffleistenteil
gelagert ist.
[0012] Weiter wird die Aufgabe der Erfindung mit dem eingangs genannten Verfahren gelöst,
nach dem vorgesehen ist, während des Aufwickelns und Abwickelns der Gewebebahn die
Wickelwelle horizontal verstellt wird und/oder dass eine Griffleiste verwendet wird,
die ein erstes, mit dem Gewebebehang verbundenes, Griffleistenteil und ein zweites
Griffleistenteil aufweist, und dass während des Aufwickelns und Abwickelns der Gewebebahn
das erste Griffleistenteil in horizontaler Richtung relativ zum zweiten Griffleistenteil
verstellt wird. Es können damit die voranstehend genannten Vorteile erreicht werden.
[0013] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
[0014] Es zeigen jeweils in vereinfachter, schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- ein Fenster mit vorgesetztem Schutzrollo;
- Fig. 2
- ein Detail einer ersten Ausführungsvariante des Schutzrollos mit einer Kompensationsvorrichtung;
- Fig. 3
- ein Detail einer zweiten Ausführungsvariante des Schutzrollos mit einer Kompensationsvorrichtung;
- Fig. 4
- ein Detail einer dritten Ausführungsvariante des Schutzrollos mit einer Kompensationsvorrichtung;
- Fig. 5
- das Detail der dritten Ausführungsvariante in Seitenansicht;
- Fig. 6
- ein Detail einer weiteren Ausführungsvariante des Schutzrollos;
- Fig. 7
- einer vierte Ausführungsvariante des Schutzrollos in Ansicht von vorne;
- Fig. 8
- die vierte Ausführungsvariante des Schutzrollos in Ansicht von oben und geschnitten.
[0015] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0016] In Fig. 1 ist ein Fenster 1 mit einem daran angeordneten Schutzrollo 2 (generell
auch als Rollo bezeichenbar) dargestellt. Das Fenster 1 umfasst vorzugsweise einen
üblichen Blendrahmen 3, kann aber auch als Fixverglasung ausgeführt sein. Insbesondere
letzterem Fall kann das Schutzrollo 2 fernbedienbar ausgeführt sein.
[0017] Derartige Fenster 1 können zum Verschluss von Maueröffnungen eines Gebäudes eingesetzt
werden. Da sie an sich bekannt sind, erübrigen sich weitere Ausführungen dazu. Es
sei nur erwähnt, dass, obwohl nicht dargestellt, das Fenster 1 auch zumindest einen
Flügelrahmen und zumindest ein Glaselement umfassen kann.
[0018] Weiter sei erwähnt, dass im Rahmen der Erfindung das Schutzrollo 2 auch an einer
Tür, insbesondere eine Balkontür oder eine Terrassentür, die Großteils den gleichen
Aufbau aufweisen kann, angeordnet werden kann.
[0019] Das Schutzrollo 2 ist mit dem Blendrahmen 3 verbunden. Die Verbindung kann werkzeuglos
und zerstörungsfrei hergestellt sein, wie dies beispielsweise in der
AT 517 909 A1 beschrieben ist. Neben dieser Aufsatzvariante des Schutzrollos 2 ist es auch möglich,
dass das Schutzrollo 2 mit dem Blendrahmen über Verbindungsmittel, wie beispielswiese
Schrauben, verbunden ist und/oder unter Putz angeordnet ist, also in einem verputzten
Kasten, beispielsweise einem Rollladenkasten.
[0020] Das Schutzrollo 2 ist an einer äußeren Oberfläche 4 des Blendrahmens 3 angeordnet.
Die äußere Oberfläche 4 ist in der Einbaulage des Fensters 1 der Umgebung des Gebäudes
zugewandt. Anders ausgedrückt ist das Schutzrollo 2 nicht raumseitig am Blendrahmen
3 montiert.
[0021] Es kann aber auch vorgesehen werden, dass das Schutzrollo 2 an einer Innenseite des
Blendrahmens 3 angeordnet ist.
[0022] Das Schutzrollo 2 kann eine Griffleiste 5 und eine Befestigungsleiste 6 aufweisen.
Im ausgerollten Zustand des Schutzrollos 2 kann die Griffleiste 5 in die Befestigungsleiste
6 eingehängt und damit fixiert sein. Die Griffleist 5 kann aber auch anders fixiert
werden, beispielsweise mit hakenförmigen Elementen, wie dies an sich aus dem Stand
der Technik bekannt ist.
[0023] Weiter kann das Schutzrollo 2 auch seitliche Führungsprofile 7 aufweisen, wie dies
in Fig. 1 gezeigt ist. Das Schutzrollo 2 kann aber auch ohne diese Führungsprofile
7 ausgebildet sein.
[0024] Weiter weist das Schutzrollo 2 einen flächigen Gewebehang 8 auf. Dieser ist auf einer
Wickelwelle 9 befestigt und kann von dieser in den Gebrauchszustand abgewickelt oder
in den Ruhezustand aufgewickelt werden. Dabei kann der Gebebehang in den gegebenenfalls
vorhandenen seitlichen Führungsprofilen 7 geführt sein.
[0025] Die Wickelwelle 9 ist bevorzugt im Bereich des oberen Rahmenprofils des Blendrahmens
3 bzw. generell im oberen Endbereich des Schutzrollos 2 angeordnet, insbesondere in
einem, gegebenenfalls gesonderten, Aufnahmekasten 10 zur Aufnahme des aufgewickelten
Gewebebehangs 8 (auch als Gewebebahn bezeichenbar). Der Gewebebehang 8 kann somit
zwischen der Wickelwelle 9 und der Befestigungsleiste 6 aufgespannt werden.
[0026] Es ist aber auch möglich, dass die Wickelwelle 9 im Bereich des unteren Rahmenprofils
oder im Bereich eines seitlichen Rahmenprofils des Blendrahmens 3 (also stehend) angeordnet
ist. Die Voranstehenden Ausführungen zum Schutzrollo 2 sind in diesem Fall gegebenenfalls
entsprechend anzupassen.
[0027] Die Griffleiste 5 und die Befestigungsleiste 6 sowie die gegebenenfalls vorhandenen
Führungsprofile 7 bestehen vorzugsweise aus einem metallischen Werkstoff, wie beispielsweise
Aluminium oder Stahl.
[0028] Der Gewebebehang 8 kann je nach Verwendung des Schutzrollos 2 aus einem Sonnenschutzwerkstoff,
wie beispielsweise einem textilen Gewebe, z.B. einem so genannten Textilscreen, oder
einem Glasfasergewebe, einem Polyestergewebe etc., oder einem (gitterförmigen) Insektenschutzwerkstoff,
wie beispielsweise aus einem Glasfasergewebe bzw. Glasfasernetz, etc. oder aus einem
(gitterförmigen) Pollenschutz- und/oder (gitterförmigen) Feinstaubwerkstoff, wie beispielsweise
aus einem Glasfasergewebe bzw. Glasfasernetz, etc., bestehen. Es kann aber auch ein
Behang aus einer ein- oder mehrschichtigen Kunststofffolie und/oder einer ein-oder
mehrschichtigen Photovoltaikfolie anstelle oder zusätzlich zum Gewebebehang 8 vorgesehen
werden. Das Schutzrollo 2 kann somit insbesondere eine Sonnenschutzvorrichtung und/oder
eine Blendschutzvorrichtung und/oder eine Sichtschutzvorrichtung und/oder ein Verdunkelungsrollo
und/oder ein Insektenschutzvorrichtung und/oder ein Pollenschutzvorrichtung und/oder
eine Feinstaubschutzvorrichtung, etc. sein.
[0029] In Hinblick auf den Sonnenschutzwerkstoff sei angemerkt, dass der Einsatz eines Textilscreens
den Vorteil hat, dass Licht durchgelassen wird, sodass die Sicht nach außen trotz
Hitze- und Blendschutz möglich ist.
[0030] Die Wickelwelle 9 umfasst eine Einzugsautomatik für den Gewebebehang 8, sodass es
im ausgezogenen Zustand automatisch aufgezogen werden kann. Die Einzugsautomatik kann
dem Stand der Technik entsprechend ausgeführt sein, beispielsweise mit einer Federvorspannung.
[0031] Das Schutzrollo 2 weist weiter eine Kompensationseinrichtung 11 auf, die in Fig.
1 nur angedeutet ist. Mit Kompensationseinrichtung 11 kann die Auswirkung des schiefen
Aufwickelns des Gewebebehanges 8 auf die Bedienbarkeit des Schutzrollos 2 kompensiert
bzw. beseitigt werden. Beim Schiefen Aufwickeln werden die einzelnen Lagen der Gewebebahn
8 auf der Wickelwelle 9 nicht genau übereinander angeordnet, sondern verschieben sich
die Lagen in Richtung auf einen von zwei seitlichen Endbereichen 12, 13 der Wickelwelle
9. Es wurde dabei herausgefunden, dass der Gewebebehang 8 eines Schutzrollos 2 immer
nur in Richtung eines der beiden Endbereiche 12, 13 schief aufwickelt. Es findet also
keine Richtungsumkehr bei mehrmaligem Auf- und Abwickeln während der gesamten Gebrauchsdauer
des Schutzrollos 2 statt. Aus diesem Grund ist es daher ausreichend, wenn das Schutzrollo
2 nur eine Kompensationseinrichtung 11 aufweist. Selbstverständlich können auch mehrere
Kompensationseinrichtungen 11, die gegebenenfalls auch unterschiedlich sein können,
in einem Schutzrollo 2 angeordnet sein.
[0032] Gemäß der bevorzugten Ausführungsvariante des Schutzrollos 2 wird das Schiefwickeln
des Gewebebehangs 8 zugelassen und dafür eine entsprechende Ausgleichsmöglichkeit
geschaffen, sodass die Bedienung des Schutzrollos 2 nicht behindert wird.
[0033] Nach einer Ausführungsvariante des Schutzrollos 2 kann vorgesehen sein, dass die
Kompensationseinrichtung 11 das horizontale Verschieben der Wickelwelle 9 bewirkt.
Dazu kann die Kompensationseinrichtung 11 beispielsweise einen gesonderten Antrieb,
wie z.B. einen Elektromotor, aufweisen oder daraus bestehen. Der Antrieb ist mit der
Wickelwelle 2 wirkungsverbunden, beispielsweise über einen Riemen oder ein Zahnradgetriebe.
Beim Auf- bzw. Abwickeln des Gewebebehangs 8 wird der Antrieb bedarfsweise aktiviert,
z.B. automatisch über einen Sensor, der das beginnende Schiefwickeln des Gewebebehangs
8 erkennt, und die Horizontalverstellung der Wickelwelle 2 einleitet.
[0034] Durch die horizontale Verschiebung der Wickelwelle 9 wird erreicht, dass der Gewebebehang
8 gerade aufgewickelt wird. Dazu erfolgt die horizontale Verschiebung der Wickelwelle
9 in die Richtung, in die der Gewebebehang schief aufwickeln würde. Somit wird also
eine seitliche Verschiebung des Gewebebehanges 8 durch eine seitliche Bewegung der
Wickelwelle 9 in die gleiche Richtung kompensiert.
[0035] Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass bei einer vertikal angeordneten
Wickelwelle 9 die Verschiebung selbstverständlich in vertikaler Richtung erfolgt.
[0036] Zur Vereinfachung des Schutzrollos 2 kann gemäß eine bevorzugten Ausführungsvariante
vorgesehen sein, dass für die seitliche Verschiebung der Wickelwelle kein eigener
Antrieb an sich angeordnet ist, sondern hierfür die Drehung der Wickelwelle 9 beim
Auf- bzw. Abwickeln des Gewebebehangs 8 ausgenutzt wird, die ja ohnehin ausgeführt
wird.
[0037] Für diese Ausführungsvariante, die in Fig. 2 ausschnittweise dargestellt ist, weist
die Kompensationsvorrichtung 11 ein feststehendes Element 14 auf. Das feststehende
Element 14 ist drehfest (also nicht verdrehbar) in dem Schutzrollo 2 angeordnet, beispielsweise
drehfest in einem Seitenteil 15 des Aufnahmekastens 10 (Fig. 1) des Schutzrollos 2
gelagert. Die drehfeste Verbindung kann beispielsweise mittels Formschlusselementen
hergestellt werden, die ebene, als nicht gekrümmte Flächen aufweisen, wie dies an
sich zur Ausbildung von drehfesten Verbindungen bekannt ist. Wie aus Fig. 2 ersichtlich,
kann das feststehende Element 14 zumindest teilweise innerhalb der Wickelwelle 9,
die als Hohlwelle ausgeführt sein kann, angeordnet sein. Das feststehende Element
14 verändert aber seine horizontale Lage nicht, ist diesbezüglich also ortsfest angeordnet.
[0038] Das feststehende Element 14, das beispielsweise zumindest annähernd bolzenförmig
ausgebildet sein kann, insbesondere als Lagerstift für die Wickelwelle 9, weist auf
zumindest einem Teilbereich seiner Oberfläche ein erstes Gewinde 16 auf, das bei der
dargestellten Ausführungsvariante als Außengewinde ausgebildet ist.
[0039] Mit dem feststehenden Element 14 in Eingriff steht ein horizontal verschiebbares
Element 17. Dieses horizontal verschiebbare Element 17 ist insbesondre hülsenförmig
ausgebildet. Für die horizontale Verstellung des horizontal verschiebbaren Elements
17 weist dieses ein zweites Gewinde 18 auf, das sich in der dargestellten Ausführungsvariante
über einen Teilbereich der inneren Oberfläche des horizontal verschiebbaren Elements
erstreckt, also als Innengewinde ausgebildet ist.
[0040] Das erste Gewinde 16 des feststehenden Elements 14 steht in Eingriff mit dem zweiten
Gewinde 18 des horizontal verschiebbaren Elements 17.
[0041] Weiter ist das horizontal verschiebbare Element 17 mit der Wickelwelle 9 verbunden,
sodass also die horizontale Verstellung des horizontal verschiebbaren Elements 17
auch die horizontale Verschiebung der Wickelwelle 9 bewirkt. Für die Verbindung kann
das horizontal verschiebbare Element 17 zumindest eine Ausnehmung 19, beispielsweise
eine Nut, aufweisen, in die ein Vorsprung 20 der Wickelwelle 9 oder eines damit verbundenen
Zwischenstücks 21 eingreift, wie dies aus Fig. 2 ersichtlich ist.
[0042] Das horizontal verschiebbare Element 17 kann auch einstückig mit der Wickelwelle
9 ausgebildet sein, sodass also die Wickelwelle 9 selbst an ihrer inneren Oberfläche
mit dem zweiten Gewinde 18 versehen sein kann.
[0043] In Fig. 2 ist der Gewebebehang 8 im aufgewickelten Zustand dargestellt. Anhand des
gestuften Seitenbereichs ist deutlich erkennbar, dass der Gewebebehang 8 nicht gerade
sondern schief aufgewickelt worden ist.
[0044] Wird nun der Gewebebehang 8 abgewickelt, so dreht sich die Wickelwelle 9 bei der
in Fig. 2 dargestellten Ausführungsvariante gegen den Uhrzeigersinn. Durch diese Drehbewegung
wird das horizontal verschiebbare Elemente 17 entlang des feststehenden Elements 14
(nach links) bewegt. Dadurch vergrößert sich der Abstand zwischen der Wickelwelle
9 und dem Seitenteil 15. Dies wiederum bewirkt, dass auch der noch aufgewickelte Gewebebehang
8 in die Richtung bewegt wird, in die auch die Wickelwelle 9 bewegt wird. Somit kann
der Schieflauf des Gewebebehanges ausgeglichen werden.
[0045] Das erste Gewinde 16 kann eine Steigung aufweisen, die ausgewählt ist aus einem Bereich
von 0,5 mm bis 1,5 mm, insbesondere aus einem Bereich von 0,6 mm bis 1,0 mm.
[0046] Weiter kann das erste Gewinde 16 einen Flankenwinkel aufweisen, der ausgewählt ist
aus einem Bereich von 45 ° bis 90 °, insbesondere aus einem Bereich von 50 ° bis 70
°.
[0047] Das erste Gewinde 16 kann ein metrisches Feingewinde sein.
[0048] Das zweite Gewinde 18 kann an das erste Gewinde 16 entsprechend angepasst sein.
[0049] In der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsvariante ist die Kompensationseinrichtung
11 auf der Seite der Wickelwelle 9 angeordnet, in die auch der Gewebebehang 8 schief
aufwickelt (entspricht dem Endbereich 12 in Fig. 1). Die/eine Kompensationseinrichtung
11 kann aber alternativ oder zusätzlich dazu im anderen Endbereich 13 (Fig. 1) angeordnet
sein.
[0050] Es sei darauf hingewiesen, dass das Schiefwickeln zum Endbereich 12 oder 13 erfolgen
kann. Somit die Darstellung in Fig. 2 bzgl. des Endbereichs 12 nicht als beschränkend
zu verstehen. Wie voranstehend ausgeführt, ändert der Gewebebehang 8 aber die Richtung,
in die er schief aufwickelt, während seiner Gesamtgebrauchsdauer nicht. Damit bleibt
auch die Richtung der Verschiebung der Wickelwelle 9 beim Abwickeln bzw. beim Aufwickeln
des Gewebebehanges 8 über die Gesamtgebrauchsdauer des Schutzrollos 2 gleich, braucht
also nicht verändert werden.
[0051] Für den Fall, dass die Kompensationseinrichtung 11 nicht auf der Seite angeordnet
ist, in die der Gewebebehang 8 hin schief aufwickelt, also nicht auf der rechten Seite
bei der Ausführungsvariante nach Fig. 2, können das erste und zweite Gewinde 16, 18
auch umgekehrt angeordnet sein, also die Wickelwelle 9 mit einem Außengewinde oder
einem horizontal verschiebbaren Element 17 mit Außengewinde versehen sein, und das
feststehende Element 14 ein Innengewinde aufweisen.
[0052] Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante des Schutzrollos 2, die zu jener nach Fig.
2 sehr ähnlich ist, kann vorgesehen sein, dass die Kompensationseinrichtung 11, die
in Fig. 3 dargestellt ist, ein feststehende Element 14 mit einer Spiralfeder aufweist
und die Wickelwelle 9 (Fig. 1) ein in Bezug auf das feststehende Element 14 horizontal
verschiebbares Element 17 mit einer gewindeähnlichen (inneren) Oberfläche 23 aufweist,
wobei die Spiralfeder 22 in die gewindeähnliche Oberfläche 23 eingreift. Die gewindeähnliche
Oberfläche 23 kann auch nur über einen Teilbereich der gesamten (inneren) Oberfläche
des horizontal verstellbaren Elements 17 ausgebildet sein. So ist es beispielsweise
ausreichend, wenn diese Oberfläche 23 nur einen über die Oberfläche vorragenden Steg
aufweist, der bevorzugt als Ringsteg ausgebildet ist, sich jedoch auch nur über einen
Teilbereich des inneren Umfangs des horizontal verschiebbaren Elements 17 erstrecken
kann. Es können auch mehrere stegförmige Vorsprünge angeordnet sein. Der oder die
Vorsprünge kann/können eine zumindest annähernd schneidenartige Querschnittsform aufweisen.
[0053] Das horizontal verschiebbare Element 17 ist bevorzugt wiederum hülsenförmig ausgebildet.
[0054] Die gewindeähnliche Oberfläche bzw. der zumindest eine Vorsprung kann dabei zwischen
die Federwindungen eingreifen. Durch das drehen des horizontal verstellbaren Elements
17 bewegt sich dieses zusammen mit der Wickelwelle 9 ähnlich zu voranstehender Ausführungsvariante
(Fig. 2) mit jeder Umdrehung um die Drahtstärke der Spiralfeder 23 weiter.
[0055] Die Spiralfeder 23 ist ohne Zwischenraum in radialer Richtung an dem feststehenden
Element 14 angeordnet (also eng anliegend). Ein vorderes und ein hinteres Ende 24,
25 der Spiralfeder 23 sind in entsprechenden Ausnehmungen des feststehenden Elementes
14 aufgenommen, um damit ein Verdrehen der Spiralfeder 24 zu vermeiden. Dazu können
die Enden 24, 25 auch umgebogen sein, wie dies aus Fig. 3 ersichtlich ist.
[0056] Nachdem die Ausführungsvariante des Schutzrollos 9 nach Fig. 3 ähnlich zu jener nach
Fig. 2 ist, können die Ausführungen zur Ausführungsvariante nach Fig. 2 auch auf jene
nach Fig. 3 angewandt werden, sodass zur Vermeidung von Wiederholungen darauf verwiesen
sei. Dies betrifft insbesondere auch (aber nicht nur) die Anordnung der Bestandteile
der Kompensationseinrichtung 11 im Schutzrollo 2.
[0057] Die Drahtstärke der Spiralfeder 23 kann zwischen 1 mm und 3 mm betragen.
[0058] Weiter kann ein Abstand 26 zwischen den Federwindungen zwischen 0 mm und 4 mm betragen.
[0059] Die Spiralfeder 23 kann aus einem, insbesondere rechtwinkeligen, Federstahldraht
bestehen.
[0060] Die Fig. 4 und 5 zeigen einen Ausschnitt aus einer weiteren Ausführungsvariante des
Schutzrollos 2. Bei dieser Ausführungsvariante wird die Kompensationseinrichtung 11
durch die Griffleiste 5 gebildet. Dazu ist die Griffleiste 5 zweigeteilt ausgebildet.
Sie weist ein erstes Griffleistenteil 27 und ein zweites Griffleistenteil 28 auf.
Die beiden Griffleistenteile 27, 28 sind insbesondere als längliche Profilelemente
ausgebildet. Dabei ist insbesondere das zweite Griffleistenteil 28 kürzer als das
erste Griffleistenteil 27. Das erste Griffleistenteil 27 kann beispielsweise um 1
% bis 5 % länger sein als das zweite Griffleistenteil 28, bezogen auf die Länge des
zweiten Griffleistenteils 28.
[0061] Das erste Griffleistenteil 27 ist mit dem Gewebebehang 8 direkt verbunden, wie dies
insbesondere aus Fig. 5 ersichtlich ist. Aus diesem Grund kann das erste Griffleistenteil
27 auch als Gewebeleiste bezeichnet werden. Die Verbindung kann beispielsweise über
eine Nut 29, in die ein verdicktes Ende 30 des Gewebebehanges 8 eingreift, hergestellt
sein. Eine Öffnung der Nut 29 in Richtung auf den Gewebebehang 8 ist dabei schmäler
ausgeführt, als die Dicke des verdickten Endes 30, wie dies in Fig. 5 dargestellt
ist. Das erste Griffleistenteil 27 kann aber auch auf andere Weise mit dem Gewebebehang
8 verbunden sein, beispielsweise damit verklebt sein, etc.
[0062] Das erste Griffleistenteil 27 ist horizontal verschiebbar in dem zweiten Griffleistenteil
28 geführt. Dazu kann das erste Griffleistenteil 27 eine erste abgewinkelte Nut 31
aufweisen, in die ein Hakensteg 32 des zweiten Griffleistenteils 28 eingreift, wie
dies in Fig. 6 dargestellt ist.
[0063] Zur einfacheren horizontalen Verschiebbarkeit des ersten Griffleistenteils 27 relativ
zum zweiten Griffleistenteil 28 kann vorgesehen sein, dass das zweite Griffleistenteil
28 Führungsrollen 33 aufweist, auf denen das erste Griffleistenteil 28 gelagert ist.
Zur besseren Führung kann dabei vorgesehen sein, dass eine Führungsnut 34 im ersten
Griffleistenteil 27 zumindest annähernd einen Querschnitt in Form eines längsgestreckten
Sechsecks aufweist, wie dies die Fig. 5 zeigt. Dementsprechend können die Führungsrollen
33 auch daran angepasste keilförmig ausgebildete Führungsflächen 35 aufweisen. Die
Ausbildung kann auch umgekehrt sein, sodass also die Führungsrollen als Keilrollen
(in Art für einen Keilriemen) ausgebildet sind und die Führungsnut 34 Vorsprünge mit
annähernd dreieckförmigem Querschnitt aufweisen. Andere Ausführungsformen sind diesbezüglich
ebenfalls möglich.
[0064] Anstelle der Führungsrollen 33 kann nach einer weiteren Ausführungsvariante das zweite
Griffleistenteil 28 zumindest ein Gleitelement, z.B. eine Leiste aus PTFE, aufweisen,
auf denen das erste Griffleistenteil 27 gelagert ist. Dazu kann das Gleitelement mit
dem zweiten Griffleistenteil 28 verbunden sein.
[0065] Daneben besteht bei allen Ausführungsvarianten mit dem ersten und dem zweiten Griffleistenteil
27, 28 die Möglichkeit, dass die aufeinander abgleitenten Flächen mit einer reibungsvermindernden
Schicht, z.B. einem Gleitlack, versehen sind.
[0066] Es kann weiter vorgesehen sein, dass zur besseren Führung des ersten Griffleistenteils
27 auf dem zweiten Griffleistenteil 28 beim horizontalen Verstellen das zweite Griffleistenteil
eine Nut 36 mit dreieckförmigem Querschnitt aufweist. Das erste Griffleistenteil kann
einen Steg 37 aufweisen, dessen Querschnittsform an jene der Nut 36 angepasst ist,
wie dies aus Fig. 5 ersichtlich ist.
[0067] Wenn die Gewebebahn 8 bei den Ausführungsvariante mit den beiden Griffleistenteilen
27, 28 beim Aufwickeln nach links oder rechts verläuft, kann dies durch die zweigeteilte
Griffleiste 5 kompensiert werden. Damit kann erreicht werden, dass die Griffleiste
5 beim Verlaufen des Gewebebehangs 8 in ihrer Position bleibt, d.h. dass die Griffleiste
5 nicht verkippt wird und somit horizontal ausgerichtet bleibt. Es ist dabei möglich,
dass das zweite Griffleistenteil 28 in den seitlichen Führungsprofilen 7 (Fig. 1)
geführt wird und das erste Griffleistenteil 27 den Verlauf des Gewebebehanges 8 ausgleicht.
[0068] In den Fig. 7 und 8 ist eine weitere Ausführungsvariante des Schutzrollos 2 in Ansicht
von vorne und in Schnittansicht von oben gezeigt. Anders als bei der soeben beschriebenen
Ausführungsvariante ist bei dieser die Griffleiste 5 einteilig ausgeführt. Um hierbei
die Folgen des Schiefwickelns des Gewebebehangs 8 ausgleichen zu können, sind links
und rechts der Griffleiste 5 Führungselemente 38 vorgesehen, in denen die Griffleiste
5 horizontal verschiebbar aufgenommen ist. Somit kann sich die Griffleiste 5 um maximal
eine 39 Tiefe einer Führungsnut 40 der Führungselemente 38 nach links oder rechts
frei bewegen. Die Führungselemente 38 sind ihrerseits in den seitlichen Führungsprofilen
7 des Schutzrollos 2 vertikal verschiebbar aufgenommen (in einer entsprechenden Nut,
wie dies aus Fig. 8 ersichtlich ist. Die Verschiebung erfolgt mit dem Aufwickeln oder
Abwickeln des Gewebebehangs 8. Nachdem die Griffleiste 5 mit dem Gewebebehang 8 verbunden
ist, bewegt sich diese ebenfalls auf oder ab. Um dabei die beiden Führungselemente
38 mitzunehmen, sind diese mit der Griffleiste 5 verbunden. Die Verbindung erfolgt
dabei so, dass die horizontale Verschiebbarkeit der Griffleiste 5 in den Führungsnuten
40 nicht behindert wird. Dazu können die Führungselemente 38 beispielsweise in Form
einer Hülse oder zumindest annähernd in dieser Form ausgeführt und auf die Griffleiste
5 aufgeschoben sein.
[0069] Für das Auf- und Abgleiten der Führungselemente 38 in den Führungsprofilen 7 zu verbessern,
können diese als Gleitelemente ausgeführt sein, z.B. mit einer Gleitbeschichtung beschichtet
oder einen Werkstoff mit geringer Reibung in Bezug auf den Werkstoff der Führungsprofile
7 aufweisen bzw. daraus bestehen.
[0070] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten des Schutzrollos 2,
wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass auch Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten
untereinander möglich sind.
[0071] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus das Schutzrollo 2 bzw. die Kompensationseinrichtung 11 nicht zwingenderweise
maßstäblich dargestellt sind.
Bezugszeichenaufstellung
[0072]
| 1 |
Fenster |
31 |
Nut |
| 2 |
Schutzrollo |
32 |
Hakensteg |
| 3 |
Blendrahmen |
33 |
Führungsrolle |
| 4 |
Oberfläche |
34 |
Führungsnut |
| 5 |
Griffleiste |
35 |
Führungsfläche |
| 6 |
Befestigungsleiste |
36 |
Nut |
| 7 |
Führungsprofil |
37 |
Steg |
| 8 |
Gewebebehang |
38 |
Führungselement |
| 9 |
Wickelwelle |
39 |
Tiefe |
| 10 |
Aufnahmekasten |
40 |
Führungsnut |
| 11 |
Kompensationseinrichtung |
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| 12 |
Endbereich |
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| 13 |
Endbereich |
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| 14 |
Element |
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| 15 |
Seitenteil |
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| 16 |
Gewinde |
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| 17 |
Element |
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| 18 |
Gewinde |
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| 19 |
Ausnehmung |
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| 20 |
Vorsprung |
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| 21 |
Zwischenstück |
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| 22 |
Spiralfeder |
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| 23 |
Oberfläche |
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| 24 |
Ende |
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| 25 |
Ende |
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| 26 |
Abstand |
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| 27 |
Griffleistenteil |
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| 28 |
Griffleistenteil |
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| 29 |
Nut |
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| 30 |
Ende |
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1. Schutzrollo (2) zur Anordnung an einem Fenster (1) oder einer Tür, umfassend eine
Wickelwelle (9), auf der ein Gewebebehang (8) und/oder ein Behang aus einer ein- oder
mehrschichtigen Kunststofffolie auf- und abwickelbar anordenbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Kompensationseinrichtung (11) zur Kompensation des Schiefwickelns
des Gewebebehanges (8) auf der Wickelwelle (9) angeordnet ist.
2. Schutzrollo (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickelwelle (9) horizontal verschiebbar angeordnet ist.
3. Schutzrollo (2) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompensationseinrichtung (11) ein feststehendes Element (14) mit einem ersten
Gewinde (16) aufweist und die Wickelwelle (9) ein in Bezug auf das feststehende Element
(14) horizontal verschiebbares Element (17) mit einem zweiten Gewinde (18) aufweist,
wobei das erste Gewinde (16) in das zweite Gewinde (18) eingreift.
4. Schutzrollo (2) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompensationseinrichtung (11) ein feststehendes Element (14) mit einer Spiralfeder
(22) aufweist und die Wickelwelle (9) ein in Bezug auf das feststehende Element (14)
horizontal verschiebbares Element (17) mit einer gewindeähnlichen Oberfläche oder
zumindest einem über die Oberfläche vorragenden Steg aufweist, wobei die gewindeähnliche
Oberfläche oder der Steg zwischen die Federwindungen der Spiralfeder (22) eingreift.
5. Schutzrollo (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gewebehang (8) eine Griffleiste (5) angeordnet ist, wobei die Griffleiste
(5) ein erstes, mit dem Gewebebehang (8) verbundenes, Griffleistenteil (27) und ein
zweites Griffleistenteil (28) aufweist, und das erste Griffleistenteil (27) horizontal
verschiebbar in dem zweiten Griffleistenteil (28) geführt ist.
6. Schutzrollo (2) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Griffleistenteil (28) Führungsrollen (33) aufweist, auf denen das erste
Griffleistenteil (27) gelagert ist.
7. Schutzrollo (2) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Griffleistenteil (28) zumindest ein Gleitelement aufweist, auf dem das
erste Griffleistenteil (27) gelagert ist.
8. Verfahren zum Aufwickeln und Abwickeln eines Gewebebehanges (8) und/oder eines Behangs
aus einer ein- oder mehrschichtigen Kunststofffolie auf eine Wickelwelle (9) eines
Schutzrollos (2), dadurch gekennzeichnet, dass während des Aufwickelns und Abwickelns der Gewebebehanges (8) die Wickelwelle (9)
horizontal verstellt wird.
9. Verfahren zum Aufwickeln und Abwickeln eines Gewebebehanges (8) auf eine Wickelwelle
(9) eines Schutzrollos (2), wobei an dem Gewebebehang (8) eine Griffleiste (5) angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Griffleiste (5) verwendet wird, die ein erstes, mit dem Gewebebehang (8) verbundenes,
Griffleistenteil (27) und ein zweites Griffleistenteil (28) aufweist, und dass während
des Aufwickelns und Abwickelns des Gewebebehanges (8) das erste Griffleistenteil (27)
in horizontaler Richtung relativ zum zweiten Griffleistenteil (28) verstellt wird.