(19)
(11) EP 3 726 651 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
21.10.2020  Patentblatt  2020/43

(21) Anmeldenummer: 19169288.8

(22) Anmeldetag:  15.04.2019
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H01Q 1/32(2006.01)
H01F 27/26(2006.01)
H01Q 7/08(2006.01)
H01F 3/10(2006.01)
H01Q 1/40(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(71) Anmelder: Schaffner EMV AG
4542 Luterbach (CH)

(72) Erfinder:
  • Lebreton, Stéphane
    68790 Morschwiller-le-bas (FR)
  • Pasko, Herr Szymon
    43-188 Orzesze (PL)
  • Musiqi, Shemsi
    4522 Rüttenen (CH)

(74) Vertreter: P&TS SA (AG, Ltd.) 
Avenue J.-J. Rousseau 4 P.O. Box 2848
2001 Neuchâtel
2001 Neuchâtel (CH)

   


(54) ANTENNE


(57) Antenne aufweisend einen magnetischen Kern (1) und eine Spule (2), die um den magnetischen Kern (1) gewickelt ist, wobei der magnetische Kern (1) mindestens zwei erste Unterkerne (1.1) und mindestens einen zweiten Unterkern (1.2) aufweist, wobei die mindestens zwei ersten Unterkerne (1.1) hintereinander in einer Längsrichtung (8) des magnetischen Kerns (1) angeordnet sind, wobei jeder der mindestens zwei ersten Unterkerne (1.1) eine laterale Seite aufweist, wobei die mindestens zwei ersten Unterkerne (1.1) einen ersten ersten Unterkern (1.1) und einen zweiten ersten Unterkern (1.1) aufweisen, wobei der mindestens eine zweite Unterkern (1.2) einen ersten zweiten Unterkern (1.2) aufweist, der so an der lateralen Seite des ersten ersten Unterkerns (1.1) und an der lateralen Seite des zweiten ersten Unterkerns (1.1) angeordnet ist, dass der erste zweite Unterkern (1.2) zumindest teilweise mit dem ersten ersten Unterkern (1.1) und mindestens teilweise mit dem zweiten ersten Unterkern (1.1) überlappt.




Beschreibung

Technisches Gebiet



[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Antenne, insbesondere auf eine Antenne für die Verwendung in einem Fahrzeug ausgebildet für die Übertragung von Schlüsseldaten zum Öffnen und/oder Starten des Fahrzeugs.

Stand der Technik



[0002] Antennen bestehen in der Regel aus einem Kern und einer Spule. Je nach der Sendefrequenz und der Bandbreite muss der Kern und die Spule entsprechend ausgeführt werden. Die Bandbreiten von Antennen werden immer breiter, z.B. für UWB Antennen und die Reichweite der Antenne immer grösser, was zum Beispiel zur Folge hat, dass auch die Kerne immer länger werden. Lange Kerne sind aber auch bruchanfälliger als kürze Kerne und aufwendiger in der Herstellung.

[0003] Deshalb ist inzwischen bekannt, den Kern durch eine Mehrzahl von hintereinander angeordneten Unterkernen auszubilden, z.B. in US10056687, EP1397845, US2018/159224. Dies hat den Vorteil, dass die Herstellung der einzelnen Unterkerne einfacher ist und die Bruchanfälligkeit der Unterkerne sinkt. Es hat sich aber gezeigt, dass die magnetischen Eigenschaften des aus mehreren Unterkernen gebildeten Kerns sehr anfällig gegen Stösse oder Temperaturschwankungen sind und diese Antennen oft Probleme mit der Stabilität der Antenneneigenschaften haben. Die Unterkerne sind entweder mit einem Spalt oder in Berührung hintereinander angeordnet. Falls die Unterkerne sich berühren, schwanken die magnetischen Eigenschaften mit dem Anpressdruck zwischen den Unterkernen, der je nach Temperatur oder Vibrationen schwanken kann. Falls die Unterkerne mit einem Abstand voneinander angeordnet sind, so variiert oft der Abstand in Abhängigkeit von Temperatur oder äusseren Krafteinflüssen, was wiederum die elektrischen Eigenschaften des Kerns und somit der Antenne negativ beeinflusst. Deshalb ist es bisher noch nicht gelungen eine Antenne hoher Qualität mit einer Mehrzahl von Unterkernen zu realisieren.

Darstellung der Erfindung



[0004] Es ist ein Ziel der Erfindung, eine Antenne zu finden, die robust ist, einfach in der Herstellung ist und gute und stabile Antenneneigenschaften aufweist.

[0005] Erfindungsgemäss wird dieses Ziel bei einer Antenne und einem Herstellungsverfahren für eine solche nach den unabhängigen Ansprüchen erzielt.

[0006] Die Verwendung des mindestens einen zweiten Unterkerns, der zwei der mindestens zwei ersten Unterkerne seitlich überlappt, erlaubt eine magnetische Überbrückung des Berührungspunktes oder des Spalts zwischen den ersten Unterkernen. Damit wird der Kern unabhängig von dem Anpressdruck oder der Spaltgrösse zwischen den ersten Unterkernen und somit unabhängig von Temperaturschwankungen und Vibrationen und anderen externen Einflüssen. Gleichzeitig kann der Kern aus mehreren Unterkernen ausgebildet werden, was die Herstellung vereinfacht und für die Bruchstabilität des Kerns vorteilhaft ist.

[0007] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Kurze Beschreibung der Figuren



[0008] Die Erfindung wird anhand der beigefügten Figuren näher erläutert, wobei zeigen
Fig. 1
eine erste Seitenansicht auf eine Antenne nach einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Fig. 2
eine zweite Seitenansicht auf die Antenne nach dem ersten Ausführungsbeispiel.
Fig. 3
eine Schnittansicht entlang der Linie A-A der Antenne nach dem ersten Ausführungsbeispiel.
Fig. 4
eine Schnittansicht entlang der Linie B-B der Antenne nach dem ersten Ausführungsbeispiel.
Fig. 5
eine Schnittansicht entlang der Linie C-C der Antenne nach dem ersten Ausführungsbeispiel.
Fig. 6
eine Schnittansicht entlang der Linie D-D der Antenne nach dem ersten Ausführungsbeispiel.
Fig. 7
eine Schnittansicht entlang der Linie E-E der Antenne nach dem ersten Ausführungsbeispiel.
Fig. 8
eine 3D Ansicht einer Antenne nach einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung mit halb aufgeschnittenem Gehäuse und Vergussmaterial.
Fig. 9
eine erste Seitenansicht auf die Antenne nach dem zweiten Ausführungsbeispiel.
Fig. 10
eine Schnittansicht entlang der Linie B-B der Antenne nach dem zweiten Ausführungsbeispiel.
Fig. 11
eine Schnittansicht entlang der Linie A-A der Antenne nach dem zweiten Ausführungsbeispiel.
Fig. 12
eine Schnittansicht entlang der Linie C-C der Antenne nach dem zweiten Ausführungsbeispiel.
Fig. 13
eine Schnittansicht entlang der Linie D-D der Antenne nach dem zweiten Ausführungsbeispiel.

Wege zur Ausführung der Erfindung



[0009] Fig. 1 bis 7 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung. Fig. 8 bis 13 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung. Beide Ausführungsbeispiele werden nachfolgend gemeinsam beschrieben. Sofern sich das erste und das zweite Ausführungsbeispiel in einem Merkmal unterscheiden sollten, so wird dies explizit erwähnt. Ansonsten gelten alle beschriebenen Merkmale für beide Ausführungsbeispiele.

[0010] In der folgenden Beschreibung werden drei orthogonale Richtungen verwendet, eine erste Richtung 7, eine zweite Richtung 8 und eine dritte Richtung 9. Die erste Richtung 7 steht vorzugsweise orthogonal auf der zweiten Richtung 8 und der dritten Richtung 9. Die zweite Richtung 8 steht vorzugsweise orthogonal auf der ersten Richtung 7 und der dritten Richtung 9. Die dritte Richtung 9 steht vorzugsweise orthogonal auf der ersten Richtung 7 und der zweiten Richtung 8.

[0011] Die Antenne weist einen Kern 1 und eine Spule 2 auf. Vorzugsweise weist die Antenne weiter ein Gehäuse 3, einen Kernträger 4 und eine Vergussmasse 5 auf.

[0012] Der Kern 1 ist ein magnetischer Kern. Der Kern 1 ist aus einem magnetischen Material. Magnetisches Material bedeutet, dass das Material paramagnetisch oder ferromagnetisch ist, vorzugsweise ferromagnetisch. Vorzugsweise ist der Kern 1 aus einem Ferritmaterial (Ferritmaterial) oder einem Pulvermaterial (Pulverkern). Der magnetische Kern 1 ist vorzugsweise aus einem steifen magnetischen Material, d.h. der magnetische Kern 1 ist nicht elastisch oder biegsam.

[0013] Der Kern 1 erstreckt sich vorzugsweise entlang der ersten Richtung 7. Die erste Richtung wird deshalb auch als die Längsrichtung 7 des Kerns 1 bezeichnet. Die Längsachse des Kerns 1 erstreckt sich somit in die erste Richtung 7. Vorzugsweise ist der Kern 1 länger in die Längsrichtung 7 als in der zweiten Richtung 8 und der dritten Richtung 9. In einem Ausführungsbeispiel ist der Kern 1 in die zweite Richtung 8 (Breite) grösser als in die dritte Richtung 9 (Dicke oder Höhe). In einem anderen Ausführungsbeispiel ist der Kern 1 in die zweite Richtung 8 und in die dritte Richtung gleich gross.

[0014] Erfindungsgemäss weist der Kern 1 zumindest zwei erste Unterkerne 1.1 und mindestens einen zweiten Unterkern 1.2 auf. In dem ersten Ausführungsbeispiel weist der Kern 1 fünf erste Unterkerne 1.1 und vier zweite Unterkerne 1.2 auf. In dem zweiten Ausführungsbeispiel weist der Kern 1 vier erste Unterkerne 1.1 und drei zweite Unterkerne 1.2 auf. Allerdings ist die Anzahl beliebig und kann je nach Länge des Kerns 1 und je nach Länge der Unterkerne 1.1, 1.2 beliebig variiert werden. Vorzugsweise weist der Kern 1 n erste Unterkern 1.1 und n-1 oder n zweite Unterkerne 1.2 auf, wobei n gleich oder grösser zwei ist.

[0015] Das magnetische Material des Kerns 1, das zuvor beschrieben wurde, entspricht dem magnetischen Material der Unterkerne 1.1, 1.2. Vorzugsweise haben dabei alle Unterkerne 1.1, 1.2 das gleiche magnetische Material. Allerdings ist es auch möglich in unterschiedlichen Unterkernen 1.1, 1.2 unterschiedliche magnetische Materialien zu verwenden.

[0016] Die ersten Unterkerne 1.1 haben eine Längsachse, die sich in die Längsrichtung 7 erstreckt. Vorzugsweise sind die ersten Unterkerne 1.1 in der Längsrichtung 7 länger als in die zweite Richtung 8 und/oder als in die dritte Richtung 9. Vorzugsweise haben die ersten Unterkerne 1.1 eine laterale Seite. Vorzugsweise ist die laterale Seite parallel zu der Längsrichtung 7 angeordnet. Vorzugsweise ist der Orthonormalenvektor der lateralen Seite der ersten Unterkerne 1.1 parallel zu der zweiten Richtung 8 oder zu der dritten Richtung 9. Vorzugsweise bildet die laterale Seite eine ebene Fläche aus. Die ersten Unterkerne 1.1 weisen vorzugsweise eine erste axiale Seite und eine der ersten axialen Seite gegenüberliegende zweite axiale Seite auf. Die erste und/oder zweite axiale Seite ist vorzugsweise rechtwinkelig zu der lateralen Seite oder zu der Längsachse 7 des jeweiligen ersten Unterkerns 1.1. Vorzugsweise sind die erste und zweite axiale Seite parallel zueinander angerordnet. Vorzugsweise bildet die erste und/oder zweite axiale Seite eine ebene Fläche aus. Vorzugsweise weisen die ersten Unterkerne 1.1 jeweils einen rechteckigen Querschnitt auf. Vorzugsweise ist die laterale Seite aller ersten Unterkerne 1.1 gleich ausgebildet. Allerdings sind auch andere Querschnittsformen, wie z.B. dreieckig, halbkreisförmig, etc. denkbar. Vorzugsweise ist die Querschnittsform der ersten Unterkerne 1.1 konstant/gleich entlang der Längsrichtung 7 des ersten Unterkerns 1.1. Vorzugsweise haben alle ersten Unterkerne 1.1 die gleiche Querschnittsform. Die Querschnittsform des ersten Unterkerns 1.1 wird als der Querschnitt rechtwinkelig zu der Längsrichtung 7 definiert. Vorzugsweise sind die ersten Unterkerne 1.1 quaderförmig, d.h. mit sechs rechtwinkelig zueinander angeordneten Seiten ausgebildet. Vorzugsweise sind alle ersten Unterkerne 1.1 mit der gleichen Form ausgebildet.

[0017] Die zweiten Unterkerne 1.2 haben eine Längsachse, die sich in die Längsrichtung 7 erstreckt. Vorzugsweise sind die zweiten Unterkerne 1.2 in der Längsrichtung 7 länger als in die zweite Richtung 8 und/oder als in die dritte Richtung 9. Vorzugsweise haben die zweiten Unterkerne 1.2 eine laterale Seite. Vorzugsweise ist die laterale Seite parallel zu der Längsrichtung 7 und/oder parallel zu der parallelen Seite der ersten Unterkerne 1.1 angeordnet. Vorzugsweise ist der Orthonormalenvektor der lateralen Seite der zweiten Unterkerne 1.2 parallel zu der zweiten Richtung 8 oder zu der dritten Richtung 9 oder zu dem Orthonormalenvektor der lateralen Seite der ersten Unterkerne 1.1. Vorzugsweise entspricht die Form der lateralen Seite der zweiten Unterkerne 1.2 der Form der lateralen Seite der ersten Unterkerne 1.1, so dass die laterale Seiter der zweiten Unterkerne 1.2 auf den lateralen Seiten der ersten Unterkerne 1.1 (vollflächig) aufliegen kann. Vorzugsweise bildet die laterale Seite eine ebene Fläche aus. Die zweiten Unterkerne 1.2 weisen vorzugsweise eine erste axiale Seite und eine der ersten axialen Seite gegenüberliegende zweite axiale Seite auf. Die erste und/oder zweite axiale Seite ist vorzugsweise rechtwinkelig zu der lateralen Seite oder zu der Längsachse 7 des jeweiligen zweiten Unterkerns 1.2. Vorzugsweise sind die erste und zweite axiale Seite parallel zueinander angerordnet. Vorzugsweise bildet die erste und/oder zweite axiale Seite eine ebene Fläche aus. Vorzugsweise weisen die zweiten Unterkerne 1.2 jeweils einen rechteckigen Querschnitt auf. Vorzugsweise ist die laterale Seite aller zweiten Unterkerne 1.2 gleich ausgebildet. Allerdings sind auch andere Querschnittsformen, wie z.B. dreieckig, halbkreisförmig, etc. denkbar. Vorzugsweise haben die zweiten Unterkerne 1.2 die gleiche Querschnittsform wie die ersten Unterkerne 1.1. Vorzugsweise ist die Querschnittsform der zweiten Unterkerne 1.2 konstant/gleich entlang der Längsrichtung 7 eines Unterkerns 1.2. Vorzugsweise haben alle zweiten Unterkerne 1.2 die gleiche Querschnittsform . Die Querschnittsform des zweiten Unterkerns 1.2 wird als der Querschnitt rechtwinkelig zu der Längsrichtung 7 definiert. Vorzugsweise sind die zweiten Unterkerne 1.2 quaderförmig, d.h. mit sechs rechtwinkelig zueinander angeordneten Seiten ausgebildet. Vorzugsweise sind alle zweiten Unterkerne 1.2 mit der gleichen Form ausgebildet. Vorzugsweise sind die zweiten Unterkerne 1.2 wie die ersten Unterkerne 1.1 geformt (siehe erstes Ausführungsbeispiel). Allerdings ist es auch möglich, dass die ersten und zweiten Unterkerne 1.1, 1.2 unterschiedlich geformt sind (siehe zweites Ausführungsbeispiel mit unterschiedlichen Längen der ersten und zweiten Unterkerne 1.1, 1.2). Vorzugsweise sind die zweiten Unterkerne 1.2 identisch zu den ersten Unterkerne 1.1. Dies erlaubt, die gleichen Unterkerne für die ersten und zweiten Unterkerne 1.1 und 1.2 zu benutzen. Es kann aber auch Vorteile haben, unterschiedliche Unterkerne für die ersten Unterkerne 1.1 und die zweiten Unterkerne 1.2 zu verwenden. So könnten unterschiedliche magnetische Materialen verwendet werden. Die zweiten Unterkerne 1.2 könnten eine höhere Permeabilität aufweisen, als die ersten Unterkerne 1.1. Dadurch kann man die hohe Permeabilität nur für die Brückenfunktion verwenden, während für die ersten Unterkerne 1.1, die den Hauptanteil an dem magnetischen Material aufweist, ein einfacheres (und günstigeres) magnetisches Material mit einer geringeren magnetischen Permeabilität gewählt wird. Hier wurden die zweiten Unterkerne 1.2 in der Mehrzahl beschrieben. Die Beschreibung trifft natürlich auch auf ein Ausführungsbeispiel mit nur einem zweiten Unterkern 1.2 zu.

[0018] Die ersten Unterkerne 1.1 sind vorzugsweise in Längsrichtung 7 hintereinander angeordnet. Vorzugsweise sind die ersten Unterkerne 1.1 so hintereinander angeordnet, dass die Längsachsen der ersten Unterkerne 1.1 koaxial angeordnet sind, d.h. die Längsachsen der ersten Unterkerne 1.1 bilden die jeweilige Verlängerung der benachbarten ersten Unterkerne 1.1. Vorzugsweise ist dabei die erste axiale Seite eines ersten ersten Unterkerns 1.1 gegenüber einer ersten axialen Seite eines zweiten ersten Unterkerns 1.1 angeordnet. Vorzugsweise sind die ersten Unterkerne 1.1 so hintereinander angeordnet, dass die erste axiale Seite des ersten ersten Unterkerns 1.1 mit der ersten axialen Seite des zweiten ersten Unterkerns 1.1 vollständig überlappt, d.h. die axiale Seite des ersten ersten Unterkerns 1.1 überlappt die axiale Seite des zweiten ersten Unterkerns 1.1 und/oder die axiale Seite des zweiten ersten Unterkerns 1.1 überlappt die axiale Seite des ersten ersten Unterkerns 1.1. In anderen Worten, ein erster Unterkern 1.1 stellt eine Verlängerung des benachbarten ersten Unterkerns 1.1 in Längsrichtung 7 dar. In einem Ausführungsbeispiel sind die ersten Unterkerne 1.1 mit einem Abstand zwischen den axialen Seiten der ersten Unterkernen 1.1 angeordnet sein. In einem Ausführungsbeispiel sind die axialen Seiten der ersten Unterkerne 1.1 sich berührend angeordnet (siehe erstes und zweites Ausführungsbeispiel). Aufgrund der nachfolgend beschriebenen magnetischen Brücke durch die zweiten Unterkerne 1.2 ist es magnetisch gesehen egal, ob die ersten Unterkerne 1.1 sich berühren oder beabstandet sind. Der Abstand kann deshalb auch gross gewählt werden, z.B. um Material zu sparen.

[0019] Erfindungsgemäss wird ein erster zweiter Unterkern 1.2 so angeordnet, dass die laterale Seite des ersten zweiten Unterkerns 1.2 zumindest einen Teil der lateralen Seite eines ersten ersten Unterkerns 1.1 und zumindest einen Teil der lateralen Seite eines zweiten ersten Unterkerns 1.1 überlappt. Dies bedeutet, dass eine Projektion des ersten zweiten Unterkerns 1.2 rechtwinkelig zu der Längsachse 7 auf den ersten ersten Unterkern 1.1 diesen schneidet, und dass eine Projektion des ersten zweiten Unterkerns 1.2 rechtwinkelig zu der Längsachse 7 auf den zweiten ersten Unterkern 1.1 diesen schneidet. Vorzugsweise überlappt die laterale Seite des ersten zweiten Unterkerns 1.2 mindestens mit einer Mindestüberlapplänge die laterale Seite des ersten ersten Unterkerns 1.1 und mindestens mit der Mindestüberlapplänge die laterale Seite des zweiten ersten Unterkerns 1.1. Die Mindestüberlapplänge ist dabei mindestens ein Prozent, vorzugsweise mindestens zwei Prozent des (in Längsrichtung 7) kürzesten Unterkerns des ersten ersten Unterkerns 1.1, des zweiten ersten Unterkerns 1.1 und des ersten zweiten Unterkerns 1.2, vorzugsweise des (in Längsrichtung 7) kürzesten aller Unterkerne 1.1, 1.2. Dadurch wird eine magnetische Brücke an der Kontaktstelle zwischen den zwei hintereinander geschalteten ersten Unterkernen 1.1 gebildet, die die Schwankungen durch Temperatur und äussere Einflüsse auf den Übergang zwischen den zwei ersten Unterkernen 1.1 beseitigt. Vorzugsweise ist die Überlapplänge aus Stabilitätsgründen aber länger. Vorzugsweise sind die ersten Unterkerne 1.1 in einer ersten Ebene angeordnet und der mindestens eine zweite Unterkern 1.2 in einer zweiten Ebene. Die zweite Ebene ist vorzugsweise parallel zu der ersten Ebene. In einem Ausführungsbeispiel ist die erste Ebene und/oder die zweite Ebene rechtwinkelig zu der zweiten Richtung 8, d.h. die ersten Unterkerne 1.1 und der mindestens eine zweite Unterkern 1.2 sind in die zweite Richtung 8 gestapelt (siehe zweites Ausführungsbeispiel mit Stapelrichtung in die zweite Richtung 8). In einem Ausführungsbeispiel ist die erste Ebene und/oder die zweite Ebene rechtwinkelig zu der dritten Richtung 9, d.h. die ersten Unterkerne 1.1 und der mindestens eine zweite Unterkern 1.2 sind in die dritte Richtung 9 gestapelt (siehe erstes Ausführungsbeispiel mit Stapelrichtung in die dritte Richtung 9). Die Stapelrichtung könnte aber auch eine Linearkombination der zweiten und dritten Richtung 8 und 9 sein. Vorzugsweise überlappt die Projektion des ersten zweiten Unterkerns 1.2 in Richtung rechtwinkelig zu der Stapelrichtung und zu der Längsrichtung 7 nicht den ersten ersten Unterkern 1.1 und/oder den zweiten ersten Unterkern 1.1, und/oder überlappt die Projektion des ersten ersten Unterkerns 1.1 in Richtung rechtwinkelig zu der Stapelrichtung und der Längsrichtung 7 nicht den ersten zweiten Unterkern 1.2. In dem ersten Ausführungsbeispiel ist das die Projektion in die zweite Richtung 8 und in dem zweiten Ausführungsbeispiel ist das die Projektion in die dritte Richtung 9. Allerdings sind auch Ausführungsbeispiele denkbar, in denen es eine solche Überlappung gibt. So könnten zum Beispiel zwei L-förmige Querschnitte übereinander gelegt werden, so dass es zwei Stapelrichtungen gibt, z.B. die zweite und dritte Richtung 8 und 9. In diesem Ausführungsbeispiel, haben die ersten Unterkerne 1.2 und die zweiten Unterkerne 1.1 jeweils einen L-förmigen oder winkelförmigen Querschnitt. Der Querschnitt der zusammengesetzten ersten und zweiten Unterkerne 1.1 und 1.2 in einem Überlappungsbereich ergibt dann wieder einen rechteckigen Querschnitt. Vorzugsweise sind die ersten Unterkerne 1.1 und der mindestens eine zweite Unterkern 1.2 so ausgebildet, dass die ersten Unterkerne 1.1 und der mindestens eine zweite Unterkern 1.2 in eine Stapelrichtung rechtwinkelig zu der Längsachse 7 gestapelt werden können oder gestapelt sind. Allerdings wäre es auch denkbar, den mindestens einen zweiten Unterkern 1.2 in Längsrichtung in eine axiale Öffnung in Längsrichtung 7 in den ersten Unterkernen 1.1 einzuschieben. Aber dies ist in der Herstellung eher aufwendig und wirkt sich auch auf das Bruchrisiko negativ aus. Die laterale Seite des zweiten Unterkerns 1.2 berührt vorzugsweise die lateralen Seiten des ersten ersten Unterkerns 1.1 und des zweiten ersten Unterkerns 1.1. Die Längsachse des mindestens einen zweiten Unterkerns 1.2 ist vorzugsweise parallel zu der Längsachse der mindestens zwei ersten Unterkerne 1.1 angeordnet. Vorzugsweise ist die laterale Seite des mindestens einen zweiten Unterkerns 1.2 parallel zu den lateralen Seiten der mindestens zwei ersten Unterkerne 1.1 angeordnet. Vorzugsweise ist der Querschnitt des Kerns 1 (rechtwinkelig zu der Längsachse 7) in dem Überlappbereich eines des mindestens einen zweiten Unterkerns 1.2 und eines der mindestens zwei ersten Unterkerne 1.1 ein Rechteck aus. Vorzugsweise wird dieser rechteckige Querschnitt des Kerns 1 durch rechteckige Querschnitte der entsprechenden der ersten und zweiten Unterkerne 1.1 und 1.2 gebildet. Allerdings wäre es auch möglich, den rechteckigen Querschnitt des Kerns 1 aus dreieckigen Querschnitten, L-förmigen Querschnitten oder sonstigen Querschnitten der ersten und zweiten Unterkerne 1.1 und 1.2 auszubilden.

[0020] Falls der Kern 1 zwei oder mehr zweite Unterkerne 1.2 hat, gilt vorzugsweise Folgendes für die Anordnung der zweiten Unterkerne 1.2. In diesem Fall gibt es zumindest einen zweiten zweiten Unterkern 1.2. Der zweite erste Unterkern 1.1 ist so angeordnet, dass die laterale Seite des zweite ersten Unterkerns 1.1 zumindest einen Teil der lateralen Seite des ersten zweiten Unterkerns 1.2 und zumindest einen Teil der lateralen Seite des zweiten zweiten Unterkerns 1.2 überlappt. Dies bedeutet, dass eine Projektion des zweiten ersten Unterkerns 1.1 rechtwinkelig zu der Längsachse 7 auf den ersten zweiten Unterkern 1.2 diesen schneidet, und dass eine Projektion des zweiten ersten Unterkerns 1.1 rechtwinkelig zu der Längsachse 7 auf den zweiten zweiten Unterkern 1.2 diesen schneidet. Vorzugsweise überlappt die laterale Seite des zweiten ersten Unterkerns 1.1 mindestens mit einer Mindestüberlapplänge die laterale Seite des ersten zweiten Unterkerns 1.2 und mindestens mit der Mindestüberlapplänge die laterale Seite des zweiten zweiten Unterkerns 1.2. Die Mindestüberlapplänge ist dabei mindestens ein Prozent, vorzugsweise mindestens zwei Prozent des (in Längsrichtung 7) kürzesten Unterkerns des zweiten ersten Unterkerns 1.1, des ersten zweiten Unterkerns 1.2 und des zweiten zweiten Unterkerns 1.2, vorzugsweise des kürzesten (in Längsrichtung 7) aller Unterkerne 1.1, 1.2. Dadurch wird eine magnetische Brücke an der Kontaktstelle zwischen den zwei hintereinander geschalteten zweiten Unterkernen 1.2 gebildet. Die zweiten Unterkerne 1.2 sind vorzugsweise in Längsrichtung 7 hintereinander angeordnet. Vorzugsweise sind die zweiten Unterkerne 1.2 so hintereinander angeordnet, dass die Längsachsen der zweiten Unterkerne 1.2 koaxial angeordnet sind, d.h. die Längsachsen der zweiten Unterkerne 1.2 sind die jeweilige Verlängerung der benachbarten zweiten Unterkerne 1.2. Vorzugsweise ist dabei die erste axiale Seite des ersten zweiten Unterkerns 1.2 gegenüber der ersten axialen Seite des zweiten zweiten Unterkerns 1.2 angeordnet. Vorzugsweise sind die zweiten Unterkerne 1.2 so hintereinander angeordnet, dass die erste axiale Seite des ersten zweiten Unterkerns 1.2 mit der axialen Seite des zweiten zweiten Unterkerns 1.2 vollständig überlappt, d.h. die axiale Seite des ersten zweiten Unterkerns 1.2 überlappt die erste axiale Seite des zweiten zweiten Unterkerns 1.2 und/oder die erste axiale Seite des zweiten zweiten Unterkerns 1.2 überlappt die erste axiale Seite des ersten zweiten Unterkerns 1.2. In anderen Worten, ein zweiter Unterkern 1.2 stellt eine Verlängerung des benachbarten zweiten Unterkerns 1.2 in Längsrichtung 7 dar. In einem Ausführungsbeispiel sind die zweiten Unterkerne 1.2 mit einem Abstand zwischen den axialen Seiten der zweiten Unterkernen 1.2 angeordnet sein (siehe zweites Ausführungsbeispiel). In einem Ausführungsbeispiel sind die axialen Seiten der zweiten Unterkerne 1.2 sich berührend angeordnet (siehe erstes Ausführungsbeispiel). Der Abstand kann beliebig gross gewählt werden, so lange jeder erste Unterkern 1.1 sich über die gegenüberliegenden axialen Seiten zweier benachbarter zweiter Unterkerne 1.2 hinweg erstreckt und/oder die benachbarten zweiten Unterkerne 1.2 an deren lateralen Seite jeweils überlappt.

[0021] Der Kern 1 wird somit durch eine Mehrzahl von hintereinander und nebeneinander angeordneten Unterkernen 1.1, 1.2 gebildet. Der Kern 1 weist in Längsrichtung 7 zwei entgegengesetzte Ende auf, die durch die entsprechenden Enden oder axialen Seiten der jeweils letzten ersten oder zweiten Unterkerne 1.1, 1.2 in der Längsrichtung 7 ausgebildet werden.

[0022] Die Spule 2 ist um den Kern 1, vorzugsweise um den Kernträger 4 gewickelt. Die Wickelrichtung der Spule 2 ist in Längsrichtung 7. Die Spule 2 weist vorzugsweise eine Mehrzahl von Windungen um den Kern 1 auf, vorzugsweise mit mehr als zwei, vorzugsweise mit mehr als fünf, vorzugsweise mit mehr als zehn, vorzugsweise mit mehr als fünfzehn, vorzugsweise mit mehr als zwanzig Windungen. Die Spule 2 erstreckt sich vorzugsweise von dem ersten Ende des Kerns 1 bis zu dem zweiten Ende des Kerns 1, so dass der Bereich zwischen der letzten Windung der Spule 2 in Richtung des ersten Endes des Kerns 1 und der letzten Windung der Spule 2 in Richtung zweiten Endes des Kerns 1 mindestens 70%, vorzugsweise mindestens 75%, vorzugsweise mindestens 80% der Längserstreckung des Kerns 1 ausmachen. Vorzugsweise erstreckt sich die Spule 2 über beide erste Unterkerne 1.1, vorzugsweise über alle ersten Unterkerne 1.1 hinweg. Vorzugsweise ist die Spule 2 bzw. ein Spulendraht der Spule 2 auf den Kernträger 4 gewickelt. Allerdings ist es auch möglich, dass die Spule 2 bzw. der Spulendraht (ohne einen Kernträger 4) direkt auf den Kern 1 zu wickeln. Die Spule 2 weist vorzugsweise einen Spulendraht auf, der um den Kern 1, bzw. den Kernträger 4 gewickelt ist. Der Spulendraht ist vorzugsweise isoliert. Vorzugsweise wird der Spulendraht so gewickelt, dass beide Enden des Spulendrahts an einem Ende des Kerns 1 mit Anschlüssen der Antenne verbunden sind. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Spule 2 von dem ersten Ende des Kerns 1 zu dem zweiten Ende des Kerns 1 in eine Richtung gewickelt und der Spulendraht dann von dem zweiten Ende des Kerns 1 zu dem ersten Ende des Kerns 1 (ohne Windungen um den Kern 1) zurückgeführt. Es wäre aber auch möglich, den Spulendraht zuerst von dem ersten Ende des Kerns 1 zu dem zweiten Ende des Kerns 1 (ohne Windungen um den Kern 1) zu führen und dann von dem zweiten Ende des Kerns 1 zu dem ersten Ende des Kerns 1 in eine Richtung zu wickeln. Es ist auch möglich, den Spulendraht in beide Richtungen zu wickeln (Kreuzwicklung).

[0023] Der Kernträger 4 ist ausgebildet den Kern 1 zu tragen/halten. Dies ist vor allem für die Montage der Antenne vor dem Vergiessen wichtig, so dass alle Antennenteile in der richtigen Position gehalten werden, bevor die Antenne vergossen wird. Die nachfolgend beschriebenen Merkmale des Kernträgers 4 beziehen sich deshalb auf den Zustand vor dem Vergiessen der Antenne, falls dies nicht explizit anders beschrieben ist. Der Kernträger 4 ist vorzugsweise ausgebildet, die Spule 2 zu tragen. Vorzugsweise weist der Kernträger 4 eine Innenöffnung auf, in der der Kern 1 gehalten wird. Vorzugsweise weist der Kernträger 4 eine Aussenfläche auf, auf der die Spule 2 gewickelt wird. Der Kernträger 4 fixiert (zumindest in eine Richtung) vorzugsweise die Position der Unterkerne 1.1, 1.2 zueinander. Vorzugsweise fixiert der Kernträger 4 die Unterkerne 1.1, 1.2 so, dass diese rechtwinkelig zu der Längsachse des Kerns 1 bzw. der Unterkerne 1.1, 1.2 (zumindest in eine Richtung, vorzugsweise in alle Richtungen 330°, vorzugsweise 350° radial um die Längsachse, vorzugsweise in alle Richtungen radial um die Längsrichtung 7). Vorzugsweise ist die Spule 2 so auf den Kernträger 4 oder auf Kern 1 (ohne Kernträger 4) gewickelt, dass die Spulenwicklungen die beiden zweiten Unterkerne 1.2 an die ersten Unterkerne 1.1 drückt und somit deren Position fixiert. In einem Ausführungsbeispiel werden die Unterkerne 1.1, 1.2 zur Montage in Richtung der Längsachse des Kerns 1 bzw. der Unterkerne 1.1, 1.2 eingeführt. Dies erlaubt, dass die Unterkerne 1.1, 1.2 zueinander stabil positioniert werden können und trotzdem axial zueinander bewegt werden können. Allerdings ist es auch möglich, die Unterkerne 1.1, 1.2 anders in den Kernträger 4 einzuführen, z.B. in die Stapelrichtung. Vorzugsweise erstreckt sich der Kernträger 4 über mindestens 70%, vorzugsweise mindestens 80%, vorzugsweise mindestens 90% der Länge des Kerns 1. Dies erlaubt eine stabile Halterung der Unterkerne 1.1, 1.2. Dies ist für die Positionierung während der Herstellung vorteilhaft, und stabilisiert die vergossenen Unterkerne 1.1, 1.2 auch später in der Anwendung. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel weist der Kernträger 4 mindestens einen, vorzugsweise zwei parallele Längsträger 41 (der/die sich in Richtung der Längsachse des Kerns 1 erstreckt/erstrecken) auf. Vorzugsweise weist der Kernträger 4 eine Mehrzahl von Querträgern 42, die die Bewegung der Unterkerne 1.1, 1.2 radial zu der Längsachse 7 des Kerns 1, insbesondere in die dritte Richtung 9 unterbinden/blockieren. In dem Bereich der Querträger 42 ist die Wicklung der Spule 2 vorzugsweise unterbrochen. Vorzugsweise verbinden die Querträger 42 jeweils die zwei Längsträger 41. Zur Beschreibung werden vier Seiten (rechtwinkelig zu der Längsachse des Kerns 1) des Kerns 1 als obere Seite (oder erste Seite), untere Seite (oder zweite Seite) und zwei laterale Seiten (dritte und vierte Seite) bezeichnet, ohne damit aber die Erfindung auf eine bestimmte Ausrichtung der Antenne zu beschränken. Vorzugsweise sind die obere und untere Seite gegenüberliegend und/oder sind die beiden seitlichen Seiten gegenüberliegend. Es gibt vorzugsweise obere Querträger 42, an denen die obere Seite des Kerns 1 anliegt. Es gibt vorzugsweise untere Querträger 42, an denen die untere Seite des Kerns 1 anliegt. Vorzugsweise sind die beiden Längsträger 41 an den zwei seitlichen Seiten des Kerns 1 angeordnet, so dass die beiden seitlichen Seiten des Kerns 1 an den beiden Längsträgern anliegen. Der Kernträger 4 weist vorzugsweise an einem Ende einen Verschlussbereich 43, der ausgebildet ist, eine Öffnung des Gehäuses 3 zu verschliessen, wenn der Kernträger 4 (mit dem Kern 1 und der Spule 2) in das Gehäuse 3 montiert ist. Der Verschlussbereich 43 kann dabei integral mit dem restlichen Kernträger 4 aus einem Stück hergestellt sein. Es ist aber auch möglich, dass der Verschlussbereich 43 und der restliche Kernträger 4 aus separaten Teilen zusammengesetzt wird (siehe erstes und zweites Ausführungsbeispiel). Der Verschlussbereich 43 weist vorzugsweise einen Anschluss für die elektrische Verbindung der Antenne, insbesondere der Spule 2 auf. Vorzugsweise weist der Anschluss zwei elektrisch leitende Stäbchen auf, die sich durch den Verschlussbereich 43 erstrecken. Eine Seite jedes leitenden Stäbchens steht dabei aus dem Verschlussbereich 43 auf der äusseren Seite heraus, so dass die fertige Antenne elektrisch verbunden werden kann. Die gegenüberliegende Seite jedes leitenden Stäbchens steht auf der inneren Seite des Verschlussbereichs 43 heraus, wobei die Enden der Spule 2 bzw. des Spulendrahts jeweils mit einem dieser leitenden Stäbchen (auf der Innenseite) verbunden werden. Der Kernträger 4 ist vorzugsweise so ausgebildet, dass der Kernträger 4 nach der Montage in dem Gehäuse 3 eine vordefinierte Position aufweist. Auf der einen Seite der Antenne ist dies zum Beispiel durch die Positionierung des Verschlussbereichs 43 in der Öffnung des Gehäuses 3 gelöst. Vorzugsweise weist der Kernträger 4 weiter Positionierungsmittel auf, die den Kernträger 4 in der vordefinierten Position halten, wenn der Kernträger 4 in dem Gehäuse 3 montiert ist. Die weiteren Positionierungsmittel sind vorzugsweise auf der zu dem Verschlussbereich 43 entgegengesetzten Bereich des Kernträgers 4 angeordnet. Vorzugsweise weisen die Positionierungsmittel biegsame/federnde Arme, die gegen die Innenwand des Gehäuses 3 drücken und so den Kernträger 4 in dem Gehäuse 3 in die vordefinierte Position bringen. Durch die Federung der Positioniermittel, wird eine Dämpfung des Kerns 1 erreicht, der gegen Stösse schützt. Der Kernträger 4 ist vorzugsweise aus einem Kunststoff hergestellt.

[0024] Das Gehäuse 3 ist ausgebildet, den Kern 1 mit der Spule 2 zu umschliessen. Vorzugsweise ist das Gehäuse 3 ausgebildet, den Kernträger 4 mit dem Kern 1 und der Spule 2 zu umschliessen. Das Gehäuse 3 weist vorzugsweise eine Öffnung auf, die ausgebildet ist, den Kern 1 mit der Spule 2 bzw. den Kernträger 4 mit Kern 1 und Spule 2 in das Gehäuse 3 einzuführen. Vorzugsweise wird die Öffnung von dem Kernträger 4 in dem eingeführten Zustand verschlossen. Allerdings ist es auch möglich, dass die Öffnung von einem separaten Deckel geschlossen wird.

[0025] Zwischen dem Gehäuse 3 und dem Kern 1 mit der Spule 2 bzw. dem Kernträger 4 mit dem Kern 1 und der Spule 2 ist eine Vergussmasse 5 angeordnet. Der Kern 1 mit der Spule 2 bzw. der Kernträger 4 mit dem Kern 1 und der Spule 2 wird in das Gehäuse 3 eingeführt und darin mit der Vergussmasse 5 vergossen. Die Vergussmasse 5 wird oft auch als Potting bezeichnet. Die Vergussmasse 5 füllt vorzugsweise die, vorzugsweise alle Hohlräume in dem Gehäuse 3 aus, so dass die Wärme von dem Kern 1 und der Spule 2 effektiv abgeleitet werden und der Kern 1 mit der Spule 2 bzw. der Kernträger 4 mit dem Kern 1 und der Spule 2 stabil gelagert wird. Vorzugsweise wird eine Vergussmasse 5 verwendet, die (im ausgehärteten Zustand) weicher ist als 60 Shore A, vorzugsweise als 40 Shore A, vorzugsweise als 35 Shore A, vorzugsweise als 30 Shore A, vorzugsweise als 27 Shore A, vorzugsweise als 25 Shore A. Es wurde herausgefunden, dass die Vergussmasse 5 weicher als 60 Shore A oder als die anderen genannten bevorzugten Werte, nicht nur die Bruchstabilität verbessert, sondern überaschenderweise auch die Stabilität der elektrischen Werte der Antenne verbessert. Vorzugsweise ist die Vergussmasse 5 (im ausgehärteten Zustand) aber härter als 10 Shore A, vorzugsweise als 15 Shore A. Die Vergussmasse 5 mit einer Verformung zwischen 10 und 35 Shore A wurde als besonders vorteilhaft gefunden.

[0026] Vorzugsweise ist die beschriebene Antenne für die Verwendung in einem Fahrzeug ausgebildet für die Übertragung von Schlüsseldaten zum Öffnen und/oder Starten des Fahrzeugs. Vorzugsweise ist diese Antenne in einem Fahrzeug montiert.

[0027] Zur Herstellung der Antenne werden zuerst die Unterkerne 1.1 und 1.2 wie zuvor beschrieben angeordnet in den Kernträger 4 montiert. Die Spule 2 wird auf den Kernträger 4 gewickelt. Der Spulendraht wird mit dem Anschluss der Antenne verbunden. Der Kern 1 mit der Spule 2 bzw. der Kernträger 4 mit dem Kern 1 und der Spule 2 wird in das Gehäuse 3 eingeführt. Der Kern 1 mit der Spule 2 bzw. der Kernträger 4 mit dem Kern 1 und der Spule 2 wird in dem Gehäuse 3 mit der Vergussmasse 5 vergossen. Danach härtet die Vergussmasse 5 aus und die Antenne ist fertig.


Ansprüche

1. Antenne aufweisend einen magnetischen Kern (1) und eine Spule (2), die um den magnetischen Kern (1) gewickelt ist, wobei der magnetische Kern (1) mindestens zwei erste Unterkerne (1.1) aufweist, wobei die mindestens zwei ersten Unterkerne (1.1) hintereinander in einer Längsrichtung (8) des magnetischen Kerns (1) angeordnet sind, wobei jeder der mindestens zwei ersten Unterkerne (1.1) eine laterale Seite aufweist, wobei die mindestens zwei ersten Unterkerne (1.1) einen ersten ersten Unterkern (1.1) und einen zweiten ersten Unterkern (1.1) aufweisen;
dadurch gekennzeichnet,
der magnetische Kern (1) mindestens einen zweiten Unterkern (1.2) aufweist, wobei der mindestens eine zweite Unterkern (1.2) einen ersten zweiten Unterkern (1.2) aufweist, der so an der lateralen Seite des ersten ersten Unterkerns (1.1) und an der lateralen Seite des zweiten ersten Unterkerns (1.1) angeordnet ist, dass der erste zweite Unterkern (1.2) zumindest teilweise mit dem ersten ersten Unterkern (1.1) und mindestens teilweise mit dem zweiten ersten Unterkern (1.1) überlappt, so dass der erste zweite Unterkern (1.2) eine magnetische Brücke von dem ersten ersten Unterkern (1.1) zu dem zweiten ersten Unterkern (1.1) ausbildet.
 
2. Antenne nach Anspruch 1, wobei die laterale Seite des ersten ersten Unterkerns (1.1) eine ebene Fläche ausbildet, wobei die laterale Seite des zweiten ersten Unterkerns (1.1) eine ebene Fläche ausbildet, wobei der erste zweite Unterkern (1.2) eine laterale Seite aufweist, die eine ebene Fläche ausbildet, wobei die laterale Seite des ersten zweiten Unterkerns (1.2) auf der lateralen Seite des Seite des ersten ersten Unterkerns (1.1) und auf der lateralen Seite des zweiten ersten Unterkerns (1.1) aufliegt.
 
3. Antenne nach Anspruch 1 oder 2,
wobei die laterale Seite des ersten ersten Unterkerns (1.1) parallel zu der Längsrichtung (7) des Kerns angeordnet ist, und/oder
wobei die laterale Seite des zweiten ersten Unterkerns (1.1) parallel zu der Längsrichtung (7) des Kerns angeordnet ist, und/oder
wobei die laterale Seite des ersten zweiten Unterkerns (1.2) parallel zu der Längsrichtung (7) des Kerns angeordnet ist.
 
4. Antenne nach einem der vorigen Ansprüche, wobei eine Längsachse des ersten ersten Unterkerns (1.1) und/oder eine Längsachse des zweiten ersten Unterkerns (1.1) parallel zu einer Längsachse des ersten zweiten Unterkerns (1.2) angeordnet ist.
 
5. Antenne nach einem der vorigen Ansprüche, wobei der erste erste Unterkern (1.1) und der zweite erste Unterkern (1.1) so hintereinander angordnet sind, dass eine Längsachse des ersten ersten Unterkerns (1.1) eine Verlängerung einer Längsachse des zweiten ersten Unterkerns (1.1) darstellt.
 
6. Antenne nach einem der vorigen Ansprüche, wobei die mindestens zwei ersten Unterkerne (1.1) in einer ersten Ebene angeordnet sind und der mindestens eine zweite Unterkern (1.2) in einer zweiten Ebene angeordnet ist/sind, wobei die zweite Ebene vorzugsweise parallel zu der ersten Ebene ist.
 
7. Antenne nach einem der vorigen Ansprüche, wobei der erste erste Unterkern (1.1) einen rechteckigen Querschnitt aufweist und/oder der zweite erste Unterkern (1.1) einen rechteckigen Querschnitt aufweist, wobei der erste zweite Unterkern einen rechteckigen Querschnitt aufweist, wobei der magnetische Kern (1) im Bereich, in dem sich der erste erste Unterkern (1.1) mit dem ersten zweiten Unterkern (1.2) überlappt, wieder einen rechteckigen Querschnitt ausbildet und/oder der magnetische Kern (1) im Bereich, in dem sich der zweite erste Unterkern (1.1) mit dem ersten zweiten Unterkern (1.2) überlappt, wieder einen rechteckigen Querschnitt ausbildet.
 
8. Antenne nach einem der vorigen Ansprüche, wobei die mindestens zwei ersten Unterkerne (1.1) einen dritten ersten Unterkern (1.1) aufweist und der mindestens eine zweite Unterkern (1.2) in einen zweiten zweiten Unterkern (1.2) aufweist, wobei der zweite zweite Unterkern (1.2) so an der lateralen Seite des zweiten ersten Unterkerns (1.1) und an der lateralen Seite des dritten ersten Unterkerns (1.1) angeordnet ist, dass der zweite zweite Unterkern (1.2) zumindest teilweise mit dem zweiten ersten Unterkern (1.1) und mindestens teilweise mit dem dritten ersten Unterkern (1.1) überlappt.
 
9. Antenne nach einem Ansprüche 3 bis 6 aufweisend einen Kernträger (4), wobei die mindestens zwei ersten Unterkerne (1.1) und der mindestens eine zweite Unterkern (1.2) in dem Kernträger (4) gehalten sind.
 
10. Antenne nach Anspruch 9, wobei die Spule (2) um den Kernträger (4) gewickelt ist.
 
11. Antenne nach Anspruch 10, wobei der Kernträger (4) und die Spule (2) um den Kernträger (4) so ausgebildet sind, dass die Wicklung der Spule (2) den mindestens einen zweiten Unterkern (1.2) gegen die lateralen Seiten der mindestens zwei ersten Unterkerne (1.1) drückt.
 
12. Antenne nach einem der vorigen Ansprüche, wobei der Kernträger (4) sich über zumindest 80% der Länge des magnetischen Kerns (1) erstreckt, und/oder die Spule (2) auf den Kernträger so gewickelt, dass die Spule (2) sich über mehr als 80 % der Länge des magnetischen Kerns (1) erstreckt.
 
13. Antenne nach einem der vorigen Ansprüche aufweisend ein Gehäuse (3) und eine Vergussmasse (5), wobei der magnetische Kern (1) mit der Spule (2) in dem Gehäuse (3) angeordnet ist und mit einer Vergussmasse (5) in dem Gehäuse (3) vergossen ist, wobei die Vergussmasse (5) weicher als 60 Shore A, vorzugsweise als 40 Shore A ist.
 
14. Fahrzeug aufweisend eine Antenne nach einem der vorigen Ansprüche, wobei die Antenne für die Übertragung von Schlüsseldaten zum Öffnen und/oder Starten des Fahrzeugs ausgebildet ist.
 
15. Herstellungsverfahren für eine Antenne aufweisend die Schritte:

Anordnen eines magnetischen Kerns (1);

Umwickeln des magnetischen Kerns (1) mit einer Spule (2);

wobei der magnetische Kern (1) mindestens zwei erste Unterkerne (1.) aufweist, wobei der Schritt des Anordnens des magnetischen Kerns (1) das Anordnen der mindestens zwei Unterkerne (1.1) hintereinander in einer Längsrichtung (8) des magnetische Kerns (1) aufweist; wobei die mindestens zwei ersten Kerne (1.1) einen ersten ersten Unterkern (1.1) und einen zweiten ersten Unterkern (1.1) aufweisen;

dadurch gekennzeichnet,

der magnetische Kern (1) mindestens einen zweiten Unterkern (1.2) aufweist, wobei der mindestens eine zweite Unterkern (1.2) einen ersten zweiten Unterkern (1.2) aufweist, wobei das Anordnen des magnetischen Kerns (1) den Schritt des Anordnens des ersten zweiten Unterkerns (1.2) aufweist, in dem der erste zweite Unterkern (1.2) so an der lateralen Seite des ersten ersten Unterkerns (1.1) und an der lateralen Seite des zweiten ersten Unterkerns (1.1) angeordnet wird, dass der erste zweite Unterkern (1.2) zumindest teilweise mit dem ersten ersten Unterkern (1.1) und mindestens teilweise mit dem zweiten ersten Unterkern (1.1) überlappt, so dass der erste zweite Unterkern (1.2) eine magnetische Brücke von dem ersten ersten Unterkern (1.1) zu dem zweiten ersten Unterkern (1.1) ausbildet.


 




Zeichnung



















Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente