Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Antenne, insbesondere auf eine Antenne für die
Verwendung in einem Fahrzeug ausgebildet für die Übertragung von Schlüsseldaten zum
Öffnen und/oder Starten des Fahrzeugs.
Stand der Technik
[0002] Antennen bestehen in der Regel aus einem Kern und einer Spule. Je nach der Sendefrequenz
und der Bandbreite muss der Kern und die Spule entsprechend ausgeführt werden. Die
Bandbreiten von Antennen werden immer breiter, z.B. für UWB Antennen und die Reichweite
der Antenne immer grösser, was zum Beispiel zur Folge hat, dass auch die Kerne immer
länger werden. Lange Kerne sind aber auch bruchanfälliger als kürze Kerne und aufwendiger
in der Herstellung.
[0003] Deshalb ist inzwischen bekannt, den Kern durch eine Mehrzahl von hintereinander angeordneten
Unterkernen auszubilden, z.B. in
US10056687,
EP1397845,
US2018/159224. Dies hat den Vorteil, dass die Herstellung der einzelnen Unterkerne einfacher ist
und die Bruchanfälligkeit der Unterkerne sinkt. Es hat sich aber gezeigt, dass die
magnetischen Eigenschaften des aus mehreren Unterkernen gebildeten Kerns sehr anfällig
gegen Stösse oder Temperaturschwankungen sind und diese Antennen oft Probleme mit
der Stabilität der Antenneneigenschaften haben. Die Unterkerne sind entweder mit einem
Spalt oder in Berührung hintereinander angeordnet. Falls die Unterkerne sich berühren,
schwanken die magnetischen Eigenschaften mit dem Anpressdruck zwischen den Unterkernen,
der je nach Temperatur oder Vibrationen schwanken kann. Falls die Unterkerne mit einem
Abstand voneinander angeordnet sind, so variiert oft der Abstand in Abhängigkeit von
Temperatur oder äusseren Krafteinflüssen, was wiederum die elektrischen Eigenschaften
des Kerns und somit der Antenne negativ beeinflusst. Deshalb ist es bisher noch nicht
gelungen eine Antenne hoher Qualität mit einer Mehrzahl von Unterkernen zu realisieren.
Darstellung der Erfindung
[0004] Es ist ein Ziel der Erfindung, eine Antenne zu finden, die robust ist, einfach in
der Herstellung ist und gute und stabile Antenneneigenschaften aufweist.
[0005] Erfindungsgemäss wird dieses Ziel bei einer Antenne und einem Herstellungsverfahren
für eine solche nach den unabhängigen Ansprüchen erzielt.
[0006] Die Verwendung des mindestens einen zweiten Unterkerns, der zwei der mindestens zwei
ersten Unterkerne seitlich überlappt, erlaubt eine magnetische Überbrückung des Berührungspunktes
oder des Spalts zwischen den ersten Unterkernen. Damit wird der Kern unabhängig von
dem Anpressdruck oder der Spaltgrösse zwischen den ersten Unterkernen und somit unabhängig
von Temperaturschwankungen und Vibrationen und anderen externen Einflüssen. Gleichzeitig
kann der Kern aus mehreren Unterkernen ausgebildet werden, was die Herstellung vereinfacht
und für die Bruchstabilität des Kerns vorteilhaft ist.
[0007] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0008] Die Erfindung wird anhand der beigefügten Figuren näher erläutert, wobei zeigen
- Fig. 1
- eine erste Seitenansicht auf eine Antenne nach einem ersten Ausführungsbeispiel der
Erfindung.
- Fig. 2
- eine zweite Seitenansicht auf die Antenne nach dem ersten Ausführungsbeispiel.
- Fig. 3
- eine Schnittansicht entlang der Linie A-A der Antenne nach dem ersten Ausführungsbeispiel.
- Fig. 4
- eine Schnittansicht entlang der Linie B-B der Antenne nach dem ersten Ausführungsbeispiel.
- Fig. 5
- eine Schnittansicht entlang der Linie C-C der Antenne nach dem ersten Ausführungsbeispiel.
- Fig. 6
- eine Schnittansicht entlang der Linie D-D der Antenne nach dem ersten Ausführungsbeispiel.
- Fig. 7
- eine Schnittansicht entlang der Linie E-E der Antenne nach dem ersten Ausführungsbeispiel.
- Fig. 8
- eine 3D Ansicht einer Antenne nach einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung
mit halb aufgeschnittenem Gehäuse und Vergussmaterial.
- Fig. 9
- eine erste Seitenansicht auf die Antenne nach dem zweiten Ausführungsbeispiel.
- Fig. 10
- eine Schnittansicht entlang der Linie B-B der Antenne nach dem zweiten Ausführungsbeispiel.
- Fig. 11
- eine Schnittansicht entlang der Linie A-A der Antenne nach dem zweiten Ausführungsbeispiel.
- Fig. 12
- eine Schnittansicht entlang der Linie C-C der Antenne nach dem zweiten Ausführungsbeispiel.
- Fig. 13
- eine Schnittansicht entlang der Linie D-D der Antenne nach dem zweiten Ausführungsbeispiel.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0009] Fig. 1 bis 7 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung. Fig. 8 bis 13 zeigen
ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung. Beide Ausführungsbeispiele werden nachfolgend
gemeinsam beschrieben. Sofern sich das erste und das zweite Ausführungsbeispiel in
einem Merkmal unterscheiden sollten, so wird dies explizit erwähnt. Ansonsten gelten
alle beschriebenen Merkmale für beide Ausführungsbeispiele.
[0010] In der folgenden Beschreibung werden drei orthogonale Richtungen verwendet, eine
erste Richtung 7, eine zweite Richtung 8 und eine dritte Richtung 9. Die erste Richtung
7 steht vorzugsweise orthogonal auf der zweiten Richtung 8 und der dritten Richtung
9. Die zweite Richtung 8 steht vorzugsweise orthogonal auf der ersten Richtung 7 und
der dritten Richtung 9. Die dritte Richtung 9 steht vorzugsweise orthogonal auf der
ersten Richtung 7 und der zweiten Richtung 8.
[0011] Die Antenne weist einen Kern 1 und eine Spule 2 auf. Vorzugsweise weist die Antenne
weiter ein Gehäuse 3, einen Kernträger 4 und eine Vergussmasse 5 auf.
[0012] Der Kern 1 ist ein magnetischer Kern. Der Kern 1 ist aus einem magnetischen Material.
Magnetisches Material bedeutet, dass das Material paramagnetisch oder ferromagnetisch
ist, vorzugsweise ferromagnetisch. Vorzugsweise ist der Kern 1 aus einem Ferritmaterial
(Ferritmaterial) oder einem Pulvermaterial (Pulverkern). Der magnetische Kern 1 ist
vorzugsweise aus einem steifen magnetischen Material, d.h. der magnetische Kern 1
ist nicht elastisch oder biegsam.
[0013] Der Kern 1 erstreckt sich vorzugsweise entlang der ersten Richtung 7. Die erste Richtung
wird deshalb auch als die Längsrichtung 7 des Kerns 1 bezeichnet. Die Längsachse des
Kerns 1 erstreckt sich somit in die erste Richtung 7. Vorzugsweise ist der Kern 1
länger in die Längsrichtung 7 als in der zweiten Richtung 8 und der dritten Richtung
9. In einem Ausführungsbeispiel ist der Kern 1 in die zweite Richtung 8 (Breite) grösser
als in die dritte Richtung 9 (Dicke oder Höhe). In einem anderen Ausführungsbeispiel
ist der Kern 1 in die zweite Richtung 8 und in die dritte Richtung gleich gross.
[0014] Erfindungsgemäss weist der Kern 1 zumindest zwei erste Unterkerne 1.1 und mindestens
einen zweiten Unterkern 1.2 auf. In dem ersten Ausführungsbeispiel weist der Kern
1 fünf erste Unterkerne 1.1 und vier zweite Unterkerne 1.2 auf. In dem zweiten Ausführungsbeispiel
weist der Kern 1 vier erste Unterkerne 1.1 und drei zweite Unterkerne 1.2 auf. Allerdings
ist die Anzahl beliebig und kann je nach Länge des Kerns 1 und je nach Länge der Unterkerne
1.1, 1.2 beliebig variiert werden. Vorzugsweise weist der Kern 1 n erste Unterkern
1.1 und n-1 oder n zweite Unterkerne 1.2 auf, wobei n gleich oder grösser zwei ist.
[0015] Das magnetische Material des Kerns 1, das zuvor beschrieben wurde, entspricht dem
magnetischen Material der Unterkerne 1.1, 1.2. Vorzugsweise haben dabei alle Unterkerne
1.1, 1.2 das gleiche magnetische Material. Allerdings ist es auch möglich in unterschiedlichen
Unterkernen 1.1, 1.2 unterschiedliche magnetische Materialien zu verwenden.
[0016] Die ersten Unterkerne 1.1 haben eine Längsachse, die sich in die Längsrichtung 7
erstreckt. Vorzugsweise sind die ersten Unterkerne 1.1 in der Längsrichtung 7 länger
als in die zweite Richtung 8 und/oder als in die dritte Richtung 9. Vorzugsweise haben
die ersten Unterkerne 1.1 eine laterale Seite. Vorzugsweise ist die laterale Seite
parallel zu der Längsrichtung 7 angeordnet. Vorzugsweise ist der Orthonormalenvektor
der lateralen Seite der ersten Unterkerne 1.1 parallel zu der zweiten Richtung 8 oder
zu der dritten Richtung 9. Vorzugsweise bildet die laterale Seite eine ebene Fläche
aus. Die ersten Unterkerne 1.1 weisen vorzugsweise eine erste axiale Seite und eine
der ersten axialen Seite gegenüberliegende zweite axiale Seite auf. Die erste und/oder
zweite axiale Seite ist vorzugsweise rechtwinkelig zu der lateralen Seite oder zu
der Längsachse 7 des jeweiligen ersten Unterkerns 1.1. Vorzugsweise sind die erste
und zweite axiale Seite parallel zueinander angerordnet. Vorzugsweise bildet die erste
und/oder zweite axiale Seite eine ebene Fläche aus. Vorzugsweise weisen die ersten
Unterkerne 1.1 jeweils einen rechteckigen Querschnitt auf. Vorzugsweise ist die laterale
Seite aller ersten Unterkerne 1.1 gleich ausgebildet. Allerdings sind auch andere
Querschnittsformen, wie z.B. dreieckig, halbkreisförmig, etc. denkbar. Vorzugsweise
ist die Querschnittsform der ersten Unterkerne 1.1 konstant/gleich entlang der Längsrichtung
7 des ersten Unterkerns 1.1. Vorzugsweise haben alle ersten Unterkerne 1.1 die gleiche
Querschnittsform. Die Querschnittsform des ersten Unterkerns 1.1 wird als der Querschnitt
rechtwinkelig zu der Längsrichtung 7 definiert. Vorzugsweise sind die ersten Unterkerne
1.1 quaderförmig, d.h. mit sechs rechtwinkelig zueinander angeordneten Seiten ausgebildet.
Vorzugsweise sind alle ersten Unterkerne 1.1 mit der gleichen Form ausgebildet.
[0017] Die zweiten Unterkerne 1.2 haben eine Längsachse, die sich in die Längsrichtung 7
erstreckt. Vorzugsweise sind die zweiten Unterkerne 1.2 in der Längsrichtung 7 länger
als in die zweite Richtung 8 und/oder als in die dritte Richtung 9. Vorzugsweise haben
die zweiten Unterkerne 1.2 eine laterale Seite. Vorzugsweise ist die laterale Seite
parallel zu der Längsrichtung 7 und/oder parallel zu der parallelen Seite der ersten
Unterkerne 1.1 angeordnet. Vorzugsweise ist der Orthonormalenvektor der lateralen
Seite der zweiten Unterkerne 1.2 parallel zu der zweiten Richtung 8 oder zu der dritten
Richtung 9 oder zu dem Orthonormalenvektor der lateralen Seite der ersten Unterkerne
1.1. Vorzugsweise entspricht die Form der lateralen Seite der zweiten Unterkerne 1.2
der Form der lateralen Seite der ersten Unterkerne 1.1, so dass die laterale Seiter
der zweiten Unterkerne 1.2 auf den lateralen Seiten der ersten Unterkerne 1.1 (vollflächig)
aufliegen kann. Vorzugsweise bildet die laterale Seite eine ebene Fläche aus. Die
zweiten Unterkerne 1.2 weisen vorzugsweise eine erste axiale Seite und eine der ersten
axialen Seite gegenüberliegende zweite axiale Seite auf. Die erste und/oder zweite
axiale Seite ist vorzugsweise rechtwinkelig zu der lateralen Seite oder zu der Längsachse
7 des jeweiligen zweiten Unterkerns 1.2. Vorzugsweise sind die erste und zweite axiale
Seite parallel zueinander angerordnet. Vorzugsweise bildet die erste und/oder zweite
axiale Seite eine ebene Fläche aus. Vorzugsweise weisen die zweiten Unterkerne 1.2
jeweils einen rechteckigen Querschnitt auf. Vorzugsweise ist die laterale Seite aller
zweiten Unterkerne 1.2 gleich ausgebildet. Allerdings sind auch andere Querschnittsformen,
wie z.B. dreieckig, halbkreisförmig, etc. denkbar. Vorzugsweise haben die zweiten
Unterkerne 1.2 die gleiche Querschnittsform wie die ersten Unterkerne 1.1. Vorzugsweise
ist die Querschnittsform der zweiten Unterkerne 1.2 konstant/gleich entlang der Längsrichtung
7 eines Unterkerns 1.2. Vorzugsweise haben alle zweiten Unterkerne 1.2 die gleiche
Querschnittsform . Die Querschnittsform des zweiten Unterkerns 1.2 wird als der Querschnitt
rechtwinkelig zu der Längsrichtung 7 definiert. Vorzugsweise sind die zweiten Unterkerne
1.2 quaderförmig, d.h. mit sechs rechtwinkelig zueinander angeordneten Seiten ausgebildet.
Vorzugsweise sind alle zweiten Unterkerne 1.2 mit der gleichen Form ausgebildet. Vorzugsweise
sind die zweiten Unterkerne 1.2 wie die ersten Unterkerne 1.1 geformt (siehe erstes
Ausführungsbeispiel). Allerdings ist es auch möglich, dass die ersten und zweiten
Unterkerne 1.1, 1.2 unterschiedlich geformt sind (siehe zweites Ausführungsbeispiel
mit unterschiedlichen Längen der ersten und zweiten Unterkerne 1.1, 1.2). Vorzugsweise
sind die zweiten Unterkerne 1.2 identisch zu den ersten Unterkerne 1.1. Dies erlaubt,
die gleichen Unterkerne für die ersten und zweiten Unterkerne 1.1 und 1.2 zu benutzen.
Es kann aber auch Vorteile haben, unterschiedliche Unterkerne für die ersten Unterkerne
1.1 und die zweiten Unterkerne 1.2 zu verwenden. So könnten unterschiedliche magnetische
Materialen verwendet werden. Die zweiten Unterkerne 1.2 könnten eine höhere Permeabilität
aufweisen, als die ersten Unterkerne 1.1. Dadurch kann man die hohe Permeabilität
nur für die Brückenfunktion verwenden, während für die ersten Unterkerne 1.1, die
den Hauptanteil an dem magnetischen Material aufweist, ein einfacheres (und günstigeres)
magnetisches Material mit einer geringeren magnetischen Permeabilität gewählt wird.
Hier wurden die zweiten Unterkerne 1.2 in der Mehrzahl beschrieben. Die Beschreibung
trifft natürlich auch auf ein Ausführungsbeispiel mit nur einem zweiten Unterkern
1.2 zu.
[0018] Die ersten Unterkerne 1.1 sind vorzugsweise in Längsrichtung 7 hintereinander angeordnet.
Vorzugsweise sind die ersten Unterkerne 1.1 so hintereinander angeordnet, dass die
Längsachsen der ersten Unterkerne 1.1 koaxial angeordnet sind, d.h. die Längsachsen
der ersten Unterkerne 1.1 bilden die jeweilige Verlängerung der benachbarten ersten
Unterkerne 1.1. Vorzugsweise ist dabei die erste axiale Seite eines ersten ersten
Unterkerns 1.1 gegenüber einer ersten axialen Seite eines zweiten ersten Unterkerns
1.1 angeordnet. Vorzugsweise sind die ersten Unterkerne 1.1 so hintereinander angeordnet,
dass die erste axiale Seite des ersten ersten Unterkerns 1.1 mit der ersten axialen
Seite des zweiten ersten Unterkerns 1.1 vollständig überlappt, d.h. die axiale Seite
des ersten ersten Unterkerns 1.1 überlappt die axiale Seite des zweiten ersten Unterkerns
1.1 und/oder die axiale Seite des zweiten ersten Unterkerns 1.1 überlappt die axiale
Seite des ersten ersten Unterkerns 1.1. In anderen Worten, ein erster Unterkern 1.1
stellt eine Verlängerung des benachbarten ersten Unterkerns 1.1 in Längsrichtung 7
dar. In einem Ausführungsbeispiel sind die ersten Unterkerne 1.1 mit einem Abstand
zwischen den axialen Seiten der ersten Unterkernen 1.1 angeordnet sein. In einem Ausführungsbeispiel
sind die axialen Seiten der ersten Unterkerne 1.1 sich berührend angeordnet (siehe
erstes und zweites Ausführungsbeispiel). Aufgrund der nachfolgend beschriebenen magnetischen
Brücke durch die zweiten Unterkerne 1.2 ist es magnetisch gesehen egal, ob die ersten
Unterkerne 1.1 sich berühren oder beabstandet sind. Der Abstand kann deshalb auch
gross gewählt werden, z.B. um Material zu sparen.
[0019] Erfindungsgemäss wird ein erster zweiter Unterkern 1.2 so angeordnet, dass die laterale
Seite des ersten zweiten Unterkerns 1.2 zumindest einen Teil der lateralen Seite eines
ersten ersten Unterkerns 1.1 und zumindest einen Teil der lateralen Seite eines zweiten
ersten Unterkerns 1.1 überlappt. Dies bedeutet, dass eine Projektion des ersten zweiten
Unterkerns 1.2 rechtwinkelig zu der Längsachse 7 auf den ersten ersten Unterkern 1.1
diesen schneidet, und dass eine Projektion des ersten zweiten Unterkerns 1.2 rechtwinkelig
zu der Längsachse 7 auf den zweiten ersten Unterkern 1.1 diesen schneidet. Vorzugsweise
überlappt die laterale Seite des ersten zweiten Unterkerns 1.2 mindestens mit einer
Mindestüberlapplänge die laterale Seite des ersten ersten Unterkerns 1.1 und mindestens
mit der Mindestüberlapplänge die laterale Seite des zweiten ersten Unterkerns 1.1.
Die Mindestüberlapplänge ist dabei mindestens ein Prozent, vorzugsweise mindestens
zwei Prozent des (in Längsrichtung 7) kürzesten Unterkerns des ersten ersten Unterkerns
1.1, des zweiten ersten Unterkerns 1.1 und des ersten zweiten Unterkerns 1.2, vorzugsweise
des (in Längsrichtung 7) kürzesten aller Unterkerne 1.1, 1.2. Dadurch wird eine magnetische
Brücke an der Kontaktstelle zwischen den zwei hintereinander geschalteten ersten Unterkernen
1.1 gebildet, die die Schwankungen durch Temperatur und äussere Einflüsse auf den
Übergang zwischen den zwei ersten Unterkernen 1.1 beseitigt. Vorzugsweise ist die
Überlapplänge aus Stabilitätsgründen aber länger. Vorzugsweise sind die ersten Unterkerne
1.1 in einer ersten Ebene angeordnet und der mindestens eine zweite Unterkern 1.2
in einer zweiten Ebene. Die zweite Ebene ist vorzugsweise parallel zu der ersten Ebene.
In einem Ausführungsbeispiel ist die erste Ebene und/oder die zweite Ebene rechtwinkelig
zu der zweiten Richtung 8, d.h. die ersten Unterkerne 1.1 und der mindestens eine
zweite Unterkern 1.2 sind in die zweite Richtung 8 gestapelt (siehe zweites Ausführungsbeispiel
mit Stapelrichtung in die zweite Richtung 8). In einem Ausführungsbeispiel ist die
erste Ebene und/oder die zweite Ebene rechtwinkelig zu der dritten Richtung 9, d.h.
die ersten Unterkerne 1.1 und der mindestens eine zweite Unterkern 1.2 sind in die
dritte Richtung 9 gestapelt (siehe erstes Ausführungsbeispiel mit Stapelrichtung in
die dritte Richtung 9). Die Stapelrichtung könnte aber auch eine Linearkombination
der zweiten und dritten Richtung 8 und 9 sein. Vorzugsweise überlappt die Projektion
des ersten zweiten Unterkerns 1.2 in Richtung rechtwinkelig zu der Stapelrichtung
und zu der Längsrichtung 7 nicht den ersten ersten Unterkern 1.1 und/oder den zweiten
ersten Unterkern 1.1, und/oder überlappt die Projektion des ersten ersten Unterkerns
1.1 in Richtung rechtwinkelig zu der Stapelrichtung und der Längsrichtung 7 nicht
den ersten zweiten Unterkern 1.2. In dem ersten Ausführungsbeispiel ist das die Projektion
in die zweite Richtung 8 und in dem zweiten Ausführungsbeispiel ist das die Projektion
in die dritte Richtung 9. Allerdings sind auch Ausführungsbeispiele denkbar, in denen
es eine solche Überlappung gibt. So könnten zum Beispiel zwei L-förmige Querschnitte
übereinander gelegt werden, so dass es zwei Stapelrichtungen gibt, z.B. die zweite
und dritte Richtung 8 und 9. In diesem Ausführungsbeispiel, haben die ersten Unterkerne
1.2 und die zweiten Unterkerne 1.1 jeweils einen L-förmigen oder winkelförmigen Querschnitt.
Der Querschnitt der zusammengesetzten ersten und zweiten Unterkerne 1.1 und 1.2 in
einem Überlappungsbereich ergibt dann wieder einen rechteckigen Querschnitt. Vorzugsweise
sind die ersten Unterkerne 1.1 und der mindestens eine zweite Unterkern 1.2 so ausgebildet,
dass die ersten Unterkerne 1.1 und der mindestens eine zweite Unterkern 1.2 in eine
Stapelrichtung rechtwinkelig zu der Längsachse 7 gestapelt werden können oder gestapelt
sind. Allerdings wäre es auch denkbar, den mindestens einen zweiten Unterkern 1.2
in Längsrichtung in eine axiale Öffnung in Längsrichtung 7 in den ersten Unterkernen
1.1 einzuschieben. Aber dies ist in der Herstellung eher aufwendig und wirkt sich
auch auf das Bruchrisiko negativ aus. Die laterale Seite des zweiten Unterkerns 1.2
berührt vorzugsweise die lateralen Seiten des ersten ersten Unterkerns 1.1 und des
zweiten ersten Unterkerns 1.1. Die Längsachse des mindestens einen zweiten Unterkerns
1.2 ist vorzugsweise parallel zu der Längsachse der mindestens zwei ersten Unterkerne
1.1 angeordnet. Vorzugsweise ist die laterale Seite des mindestens einen zweiten Unterkerns
1.2 parallel zu den lateralen Seiten der mindestens zwei ersten Unterkerne 1.1 angeordnet.
Vorzugsweise ist der Querschnitt des Kerns 1 (rechtwinkelig zu der Längsachse 7) in
dem Überlappbereich eines des mindestens einen zweiten Unterkerns 1.2 und eines der
mindestens zwei ersten Unterkerne 1.1 ein Rechteck aus. Vorzugsweise wird dieser rechteckige
Querschnitt des Kerns 1 durch rechteckige Querschnitte der entsprechenden der ersten
und zweiten Unterkerne 1.1 und 1.2 gebildet. Allerdings wäre es auch möglich, den
rechteckigen Querschnitt des Kerns 1 aus dreieckigen Querschnitten, L-förmigen Querschnitten
oder sonstigen Querschnitten der ersten und zweiten Unterkerne 1.1 und 1.2 auszubilden.
[0020] Falls der Kern 1 zwei oder mehr zweite Unterkerne 1.2 hat, gilt vorzugsweise Folgendes
für die Anordnung der zweiten Unterkerne 1.2. In diesem Fall gibt es zumindest einen
zweiten zweiten Unterkern 1.2. Der zweite erste Unterkern 1.1 ist so angeordnet, dass
die laterale Seite des zweite ersten Unterkerns 1.1 zumindest einen Teil der lateralen
Seite des ersten zweiten Unterkerns 1.2 und zumindest einen Teil der lateralen Seite
des zweiten zweiten Unterkerns 1.2 überlappt. Dies bedeutet, dass eine Projektion
des zweiten ersten Unterkerns 1.1 rechtwinkelig zu der Längsachse 7 auf den ersten
zweiten Unterkern 1.2 diesen schneidet, und dass eine Projektion des zweiten ersten
Unterkerns 1.1 rechtwinkelig zu der Längsachse 7 auf den zweiten zweiten Unterkern
1.2 diesen schneidet. Vorzugsweise überlappt die laterale Seite des zweiten ersten
Unterkerns 1.1 mindestens mit einer Mindestüberlapplänge die laterale Seite des ersten
zweiten Unterkerns 1.2 und mindestens mit der Mindestüberlapplänge die laterale Seite
des zweiten zweiten Unterkerns 1.2. Die Mindestüberlapplänge ist dabei mindestens
ein Prozent, vorzugsweise mindestens zwei Prozent des (in Längsrichtung 7) kürzesten
Unterkerns des zweiten ersten Unterkerns 1.1, des ersten zweiten Unterkerns 1.2 und
des zweiten zweiten Unterkerns 1.2, vorzugsweise des kürzesten (in Längsrichtung 7)
aller Unterkerne 1.1, 1.2. Dadurch wird eine magnetische Brücke an der Kontaktstelle
zwischen den zwei hintereinander geschalteten zweiten Unterkernen 1.2 gebildet. Die
zweiten Unterkerne 1.2 sind vorzugsweise in Längsrichtung 7 hintereinander angeordnet.
Vorzugsweise sind die zweiten Unterkerne 1.2 so hintereinander angeordnet, dass die
Längsachsen der zweiten Unterkerne 1.2 koaxial angeordnet sind, d.h. die Längsachsen
der zweiten Unterkerne 1.2 sind die jeweilige Verlängerung der benachbarten zweiten
Unterkerne 1.2. Vorzugsweise ist dabei die erste axiale Seite des ersten zweiten Unterkerns
1.2 gegenüber der ersten axialen Seite des zweiten zweiten Unterkerns 1.2 angeordnet.
Vorzugsweise sind die zweiten Unterkerne 1.2 so hintereinander angeordnet, dass die
erste axiale Seite des ersten zweiten Unterkerns 1.2 mit der axialen Seite des zweiten
zweiten Unterkerns 1.2 vollständig überlappt, d.h. die axiale Seite des ersten zweiten
Unterkerns 1.2 überlappt die erste axiale Seite des zweiten zweiten Unterkerns 1.2
und/oder die erste axiale Seite des zweiten zweiten Unterkerns 1.2 überlappt die erste
axiale Seite des ersten zweiten Unterkerns 1.2. In anderen Worten, ein zweiter Unterkern
1.2 stellt eine Verlängerung des benachbarten zweiten Unterkerns 1.2 in Längsrichtung
7 dar. In einem Ausführungsbeispiel sind die zweiten Unterkerne 1.2 mit einem Abstand
zwischen den axialen Seiten der zweiten Unterkernen 1.2 angeordnet sein (siehe zweites
Ausführungsbeispiel). In einem Ausführungsbeispiel sind die axialen Seiten der zweiten
Unterkerne 1.2 sich berührend angeordnet (siehe erstes Ausführungsbeispiel). Der Abstand
kann beliebig gross gewählt werden, so lange jeder erste Unterkern 1.1 sich über die
gegenüberliegenden axialen Seiten zweier benachbarter zweiter Unterkerne 1.2 hinweg
erstreckt und/oder die benachbarten zweiten Unterkerne 1.2 an deren lateralen Seite
jeweils überlappt.
[0021] Der Kern 1 wird somit durch eine Mehrzahl von hintereinander und nebeneinander angeordneten
Unterkernen 1.1, 1.2 gebildet. Der Kern 1 weist in Längsrichtung 7 zwei entgegengesetzte
Ende auf, die durch die entsprechenden Enden oder axialen Seiten der jeweils letzten
ersten oder zweiten Unterkerne 1.1, 1.2 in der Längsrichtung 7 ausgebildet werden.
[0022] Die Spule 2 ist um den Kern 1, vorzugsweise um den Kernträger 4 gewickelt. Die Wickelrichtung
der Spule 2 ist in Längsrichtung 7. Die Spule 2 weist vorzugsweise eine Mehrzahl von
Windungen um den Kern 1 auf, vorzugsweise mit mehr als zwei, vorzugsweise mit mehr
als fünf, vorzugsweise mit mehr als zehn, vorzugsweise mit mehr als fünfzehn, vorzugsweise
mit mehr als zwanzig Windungen. Die Spule 2 erstreckt sich vorzugsweise von dem ersten
Ende des Kerns 1 bis zu dem zweiten Ende des Kerns 1, so dass der Bereich zwischen
der letzten Windung der Spule 2 in Richtung des ersten Endes des Kerns 1 und der letzten
Windung der Spule 2 in Richtung zweiten Endes des Kerns 1 mindestens 70%, vorzugsweise
mindestens 75%, vorzugsweise mindestens 80% der Längserstreckung des Kerns 1 ausmachen.
Vorzugsweise erstreckt sich die Spule 2 über beide erste Unterkerne 1.1, vorzugsweise
über alle ersten Unterkerne 1.1 hinweg. Vorzugsweise ist die Spule 2 bzw. ein Spulendraht
der Spule 2 auf den Kernträger 4 gewickelt. Allerdings ist es auch möglich, dass die
Spule 2 bzw. der Spulendraht (ohne einen Kernträger 4) direkt auf den Kern 1 zu wickeln.
Die Spule 2 weist vorzugsweise einen Spulendraht auf, der um den Kern 1, bzw. den
Kernträger 4 gewickelt ist. Der Spulendraht ist vorzugsweise isoliert. Vorzugsweise
wird der Spulendraht so gewickelt, dass beide Enden des Spulendrahts an einem Ende
des Kerns 1 mit Anschlüssen der Antenne verbunden sind. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel
ist die Spule 2 von dem ersten Ende des Kerns 1 zu dem zweiten Ende des Kerns 1 in
eine Richtung gewickelt und der Spulendraht dann von dem zweiten Ende des Kerns 1
zu dem ersten Ende des Kerns 1 (ohne Windungen um den Kern 1) zurückgeführt. Es wäre
aber auch möglich, den Spulendraht zuerst von dem ersten Ende des Kerns 1 zu dem zweiten
Ende des Kerns 1 (ohne Windungen um den Kern 1) zu führen und dann von dem zweiten
Ende des Kerns 1 zu dem ersten Ende des Kerns 1 in eine Richtung zu wickeln. Es ist
auch möglich, den Spulendraht in beide Richtungen zu wickeln (Kreuzwicklung).
[0023] Der Kernträger 4 ist ausgebildet den Kern 1 zu tragen/halten. Dies ist vor allem
für die Montage der Antenne vor dem Vergiessen wichtig, so dass alle Antennenteile
in der richtigen Position gehalten werden, bevor die Antenne vergossen wird. Die nachfolgend
beschriebenen Merkmale des Kernträgers 4 beziehen sich deshalb auf den Zustand vor
dem Vergiessen der Antenne, falls dies nicht explizit anders beschrieben ist. Der
Kernträger 4 ist vorzugsweise ausgebildet, die Spule 2 zu tragen. Vorzugsweise weist
der Kernträger 4 eine Innenöffnung auf, in der der Kern 1 gehalten wird. Vorzugsweise
weist der Kernträger 4 eine Aussenfläche auf, auf der die Spule 2 gewickelt wird.
Der Kernträger 4 fixiert (zumindest in eine Richtung) vorzugsweise die Position der
Unterkerne 1.1, 1.2 zueinander. Vorzugsweise fixiert der Kernträger 4 die Unterkerne
1.1, 1.2 so, dass diese rechtwinkelig zu der Längsachse des Kerns 1 bzw. der Unterkerne
1.1, 1.2 (zumindest in eine Richtung, vorzugsweise in alle Richtungen 330°, vorzugsweise
350° radial um die Längsachse, vorzugsweise in alle Richtungen radial um die Längsrichtung
7). Vorzugsweise ist die Spule 2 so auf den Kernträger 4 oder auf Kern 1 (ohne Kernträger
4) gewickelt, dass die Spulenwicklungen die beiden zweiten Unterkerne 1.2 an die ersten
Unterkerne 1.1 drückt und somit deren Position fixiert. In einem Ausführungsbeispiel
werden die Unterkerne 1.1, 1.2 zur Montage in Richtung der Längsachse des Kerns 1
bzw. der Unterkerne 1.1, 1.2 eingeführt. Dies erlaubt, dass die Unterkerne 1.1, 1.2
zueinander stabil positioniert werden können und trotzdem axial zueinander bewegt
werden können. Allerdings ist es auch möglich, die Unterkerne 1.1, 1.2 anders in den
Kernträger 4 einzuführen, z.B. in die Stapelrichtung. Vorzugsweise erstreckt sich
der Kernträger 4 über mindestens 70%, vorzugsweise mindestens 80%, vorzugsweise mindestens
90% der Länge des Kerns 1. Dies erlaubt eine stabile Halterung der Unterkerne 1.1,
1.2. Dies ist für die Positionierung während der Herstellung vorteilhaft, und stabilisiert
die vergossenen Unterkerne 1.1, 1.2 auch später in der Anwendung. In dem gezeigten
Ausführungsbeispiel weist der Kernträger 4 mindestens einen, vorzugsweise zwei parallele
Längsträger 41 (der/die sich in Richtung der Längsachse des Kerns 1 erstreckt/erstrecken)
auf. Vorzugsweise weist der Kernträger 4 eine Mehrzahl von Querträgern 42, die die
Bewegung der Unterkerne 1.1, 1.2 radial zu der Längsachse 7 des Kerns 1, insbesondere
in die dritte Richtung 9 unterbinden/blockieren. In dem Bereich der Querträger 42
ist die Wicklung der Spule 2 vorzugsweise unterbrochen. Vorzugsweise verbinden die
Querträger 42 jeweils die zwei Längsträger 41. Zur Beschreibung werden vier Seiten
(rechtwinkelig zu der Längsachse des Kerns 1) des Kerns 1 als obere Seite (oder erste
Seite), untere Seite (oder zweite Seite) und zwei laterale Seiten (dritte und vierte
Seite) bezeichnet, ohne damit aber die Erfindung auf eine bestimmte Ausrichtung der
Antenne zu beschränken. Vorzugsweise sind die obere und untere Seite gegenüberliegend
und/oder sind die beiden seitlichen Seiten gegenüberliegend. Es gibt vorzugsweise
obere Querträger 42, an denen die obere Seite des Kerns 1 anliegt. Es gibt vorzugsweise
untere Querträger 42, an denen die untere Seite des Kerns 1 anliegt. Vorzugsweise
sind die beiden Längsträger 41 an den zwei seitlichen Seiten des Kerns 1 angeordnet,
so dass die beiden seitlichen Seiten des Kerns 1 an den beiden Längsträgern anliegen.
Der Kernträger 4 weist vorzugsweise an einem Ende einen Verschlussbereich 43, der
ausgebildet ist, eine Öffnung des Gehäuses 3 zu verschliessen, wenn der Kernträger
4 (mit dem Kern 1 und der Spule 2) in das Gehäuse 3 montiert ist. Der Verschlussbereich
43 kann dabei integral mit dem restlichen Kernträger 4 aus einem Stück hergestellt
sein. Es ist aber auch möglich, dass der Verschlussbereich 43 und der restliche Kernträger
4 aus separaten Teilen zusammengesetzt wird (siehe erstes und zweites Ausführungsbeispiel).
Der Verschlussbereich 43 weist vorzugsweise einen Anschluss für die elektrische Verbindung
der Antenne, insbesondere der Spule 2 auf. Vorzugsweise weist der Anschluss zwei elektrisch
leitende Stäbchen auf, die sich durch den Verschlussbereich 43 erstrecken. Eine Seite
jedes leitenden Stäbchens steht dabei aus dem Verschlussbereich 43 auf der äusseren
Seite heraus, so dass die fertige Antenne elektrisch verbunden werden kann. Die gegenüberliegende
Seite jedes leitenden Stäbchens steht auf der inneren Seite des Verschlussbereichs
43 heraus, wobei die Enden der Spule 2 bzw. des Spulendrahts jeweils mit einem dieser
leitenden Stäbchen (auf der Innenseite) verbunden werden. Der Kernträger 4 ist vorzugsweise
so ausgebildet, dass der Kernträger 4 nach der Montage in dem Gehäuse 3 eine vordefinierte
Position aufweist. Auf der einen Seite der Antenne ist dies zum Beispiel durch die
Positionierung des Verschlussbereichs 43 in der Öffnung des Gehäuses 3 gelöst. Vorzugsweise
weist der Kernträger 4 weiter Positionierungsmittel auf, die den Kernträger 4 in der
vordefinierten Position halten, wenn der Kernträger 4 in dem Gehäuse 3 montiert ist.
Die weiteren Positionierungsmittel sind vorzugsweise auf der zu dem Verschlussbereich
43 entgegengesetzten Bereich des Kernträgers 4 angeordnet. Vorzugsweise weisen die
Positionierungsmittel biegsame/federnde Arme, die gegen die Innenwand des Gehäuses
3 drücken und so den Kernträger 4 in dem Gehäuse 3 in die vordefinierte Position bringen.
Durch die Federung der Positioniermittel, wird eine Dämpfung des Kerns 1 erreicht,
der gegen Stösse schützt. Der Kernträger 4 ist vorzugsweise aus einem Kunststoff hergestellt.
[0024] Das Gehäuse 3 ist ausgebildet, den Kern 1 mit der Spule 2 zu umschliessen. Vorzugsweise
ist das Gehäuse 3 ausgebildet, den Kernträger 4 mit dem Kern 1 und der Spule 2 zu
umschliessen. Das Gehäuse 3 weist vorzugsweise eine Öffnung auf, die ausgebildet ist,
den Kern 1 mit der Spule 2 bzw. den Kernträger 4 mit Kern 1 und Spule 2 in das Gehäuse
3 einzuführen. Vorzugsweise wird die Öffnung von dem Kernträger 4 in dem eingeführten
Zustand verschlossen. Allerdings ist es auch möglich, dass die Öffnung von einem separaten
Deckel geschlossen wird.
[0025] Zwischen dem Gehäuse 3 und dem Kern 1 mit der Spule 2 bzw. dem Kernträger 4 mit dem
Kern 1 und der Spule 2 ist eine Vergussmasse 5 angeordnet. Der Kern 1 mit der Spule
2 bzw. der Kernträger 4 mit dem Kern 1 und der Spule 2 wird in das Gehäuse 3 eingeführt
und darin mit der Vergussmasse 5 vergossen. Die Vergussmasse 5 wird oft auch als Potting
bezeichnet. Die Vergussmasse 5 füllt vorzugsweise die, vorzugsweise alle Hohlräume
in dem Gehäuse 3 aus, so dass die Wärme von dem Kern 1 und der Spule 2 effektiv abgeleitet
werden und der Kern 1 mit der Spule 2 bzw. der Kernträger 4 mit dem Kern 1 und der
Spule 2 stabil gelagert wird. Vorzugsweise wird eine Vergussmasse 5 verwendet, die
(im ausgehärteten Zustand) weicher ist als 60 Shore A, vorzugsweise als 40 Shore A,
vorzugsweise als 35 Shore A, vorzugsweise als 30 Shore A, vorzugsweise als 27 Shore
A, vorzugsweise als 25 Shore A. Es wurde herausgefunden, dass die Vergussmasse 5 weicher
als 60 Shore A oder als die anderen genannten bevorzugten Werte, nicht nur die Bruchstabilität
verbessert, sondern überaschenderweise auch die Stabilität der elektrischen Werte
der Antenne verbessert. Vorzugsweise ist die Vergussmasse 5 (im ausgehärteten Zustand)
aber härter als 10 Shore A, vorzugsweise als 15 Shore A. Die Vergussmasse 5 mit einer
Verformung zwischen 10 und 35 Shore A wurde als besonders vorteilhaft gefunden.
[0026] Vorzugsweise ist die beschriebene Antenne für die Verwendung in einem Fahrzeug ausgebildet
für die Übertragung von Schlüsseldaten zum Öffnen und/oder Starten des Fahrzeugs.
Vorzugsweise ist diese Antenne in einem Fahrzeug montiert.
[0027] Zur Herstellung der Antenne werden zuerst die Unterkerne 1.1 und 1.2 wie zuvor beschrieben
angeordnet in den Kernträger 4 montiert. Die Spule 2 wird auf den Kernträger 4 gewickelt.
Der Spulendraht wird mit dem Anschluss der Antenne verbunden. Der Kern 1 mit der Spule
2 bzw. der Kernträger 4 mit dem Kern 1 und der Spule 2 wird in das Gehäuse 3 eingeführt.
Der Kern 1 mit der Spule 2 bzw. der Kernträger 4 mit dem Kern 1 und der Spule 2 wird
in dem Gehäuse 3 mit der Vergussmasse 5 vergossen. Danach härtet die Vergussmasse
5 aus und die Antenne ist fertig.
1. Antenne aufweisend einen magnetischen Kern (1) und eine Spule (2), die um den magnetischen
Kern (1) gewickelt ist, wobei der magnetische Kern (1) mindestens zwei erste Unterkerne
(1.1) aufweist, wobei die mindestens zwei ersten Unterkerne (1.1) hintereinander in
einer Längsrichtung (8) des magnetischen Kerns (1) angeordnet sind, wobei jeder der
mindestens zwei ersten Unterkerne (1.1) eine laterale Seite aufweist, wobei die mindestens
zwei ersten Unterkerne (1.1) einen ersten ersten Unterkern (1.1) und einen zweiten
ersten Unterkern (1.1) aufweisen;
dadurch gekennzeichnet,
der magnetische Kern (1) mindestens einen zweiten Unterkern (1.2) aufweist, wobei
der mindestens eine zweite Unterkern (1.2) einen ersten zweiten Unterkern (1.2) aufweist,
der so an der lateralen Seite des ersten ersten Unterkerns (1.1) und an der lateralen
Seite des zweiten ersten Unterkerns (1.1) angeordnet ist, dass der erste zweite Unterkern
(1.2) zumindest teilweise mit dem ersten ersten Unterkern (1.1) und mindestens teilweise
mit dem zweiten ersten Unterkern (1.1) überlappt, so dass der erste zweite Unterkern
(1.2) eine magnetische Brücke von dem ersten ersten Unterkern (1.1) zu dem zweiten
ersten Unterkern (1.1) ausbildet.
2. Antenne nach Anspruch 1, wobei die laterale Seite des ersten ersten Unterkerns (1.1)
eine ebene Fläche ausbildet, wobei die laterale Seite des zweiten ersten Unterkerns
(1.1) eine ebene Fläche ausbildet, wobei der erste zweite Unterkern (1.2) eine laterale
Seite aufweist, die eine ebene Fläche ausbildet, wobei die laterale Seite des ersten
zweiten Unterkerns (1.2) auf der lateralen Seite des Seite des ersten ersten Unterkerns
(1.1) und auf der lateralen Seite des zweiten ersten Unterkerns (1.1) aufliegt.
3. Antenne nach Anspruch 1 oder 2,
wobei die laterale Seite des ersten ersten Unterkerns (1.1) parallel zu der Längsrichtung
(7) des Kerns angeordnet ist, und/oder
wobei die laterale Seite des zweiten ersten Unterkerns (1.1) parallel zu der Längsrichtung
(7) des Kerns angeordnet ist, und/oder
wobei die laterale Seite des ersten zweiten Unterkerns (1.2) parallel zu der Längsrichtung
(7) des Kerns angeordnet ist.
4. Antenne nach einem der vorigen Ansprüche, wobei eine Längsachse des ersten ersten
Unterkerns (1.1) und/oder eine Längsachse des zweiten ersten Unterkerns (1.1) parallel
zu einer Längsachse des ersten zweiten Unterkerns (1.2) angeordnet ist.
5. Antenne nach einem der vorigen Ansprüche, wobei der erste erste Unterkern (1.1) und
der zweite erste Unterkern (1.1) so hintereinander angordnet sind, dass eine Längsachse
des ersten ersten Unterkerns (1.1) eine Verlängerung einer Längsachse des zweiten
ersten Unterkerns (1.1) darstellt.
6. Antenne nach einem der vorigen Ansprüche, wobei die mindestens zwei ersten Unterkerne
(1.1) in einer ersten Ebene angeordnet sind und der mindestens eine zweite Unterkern
(1.2) in einer zweiten Ebene angeordnet ist/sind, wobei die zweite Ebene vorzugsweise
parallel zu der ersten Ebene ist.
7. Antenne nach einem der vorigen Ansprüche, wobei der erste erste Unterkern (1.1) einen
rechteckigen Querschnitt aufweist und/oder der zweite erste Unterkern (1.1) einen
rechteckigen Querschnitt aufweist, wobei der erste zweite Unterkern einen rechteckigen
Querschnitt aufweist, wobei der magnetische Kern (1) im Bereich, in dem sich der erste
erste Unterkern (1.1) mit dem ersten zweiten Unterkern (1.2) überlappt, wieder einen
rechteckigen Querschnitt ausbildet und/oder der magnetische Kern (1) im Bereich, in
dem sich der zweite erste Unterkern (1.1) mit dem ersten zweiten Unterkern (1.2) überlappt,
wieder einen rechteckigen Querschnitt ausbildet.
8. Antenne nach einem der vorigen Ansprüche, wobei die mindestens zwei ersten Unterkerne
(1.1) einen dritten ersten Unterkern (1.1) aufweist und der mindestens eine zweite
Unterkern (1.2) in einen zweiten zweiten Unterkern (1.2) aufweist, wobei der zweite
zweite Unterkern (1.2) so an der lateralen Seite des zweiten ersten Unterkerns (1.1)
und an der lateralen Seite des dritten ersten Unterkerns (1.1) angeordnet ist, dass
der zweite zweite Unterkern (1.2) zumindest teilweise mit dem zweiten ersten Unterkern
(1.1) und mindestens teilweise mit dem dritten ersten Unterkern (1.1) überlappt.
9. Antenne nach einem Ansprüche 3 bis 6 aufweisend einen Kernträger (4), wobei die mindestens
zwei ersten Unterkerne (1.1) und der mindestens eine zweite Unterkern (1.2) in dem
Kernträger (4) gehalten sind.
10. Antenne nach Anspruch 9, wobei die Spule (2) um den Kernträger (4) gewickelt ist.
11. Antenne nach Anspruch 10, wobei der Kernträger (4) und die Spule (2) um den Kernträger
(4) so ausgebildet sind, dass die Wicklung der Spule (2) den mindestens einen zweiten
Unterkern (1.2) gegen die lateralen Seiten der mindestens zwei ersten Unterkerne (1.1)
drückt.
12. Antenne nach einem der vorigen Ansprüche, wobei der Kernträger (4) sich über zumindest
80% der Länge des magnetischen Kerns (1) erstreckt, und/oder die Spule (2) auf den
Kernträger so gewickelt, dass die Spule (2) sich über mehr als 80 % der Länge des
magnetischen Kerns (1) erstreckt.
13. Antenne nach einem der vorigen Ansprüche aufweisend ein Gehäuse (3) und eine Vergussmasse
(5), wobei der magnetische Kern (1) mit der Spule (2) in dem Gehäuse (3) angeordnet
ist und mit einer Vergussmasse (5) in dem Gehäuse (3) vergossen ist, wobei die Vergussmasse
(5) weicher als 60 Shore A, vorzugsweise als 40 Shore A ist.
14. Fahrzeug aufweisend eine Antenne nach einem der vorigen Ansprüche, wobei die Antenne
für die Übertragung von Schlüsseldaten zum Öffnen und/oder Starten des Fahrzeugs ausgebildet
ist.
15. Herstellungsverfahren für eine Antenne aufweisend die Schritte:
Anordnen eines magnetischen Kerns (1);
Umwickeln des magnetischen Kerns (1) mit einer Spule (2);
wobei der magnetische Kern (1) mindestens zwei erste Unterkerne (1.) aufweist, wobei
der Schritt des Anordnens des magnetischen Kerns (1) das Anordnen der mindestens zwei
Unterkerne (1.1) hintereinander in einer Längsrichtung (8) des magnetische Kerns (1)
aufweist; wobei die mindestens zwei ersten Kerne (1.1) einen ersten ersten Unterkern
(1.1) und einen zweiten ersten Unterkern (1.1) aufweisen;
dadurch gekennzeichnet,
der magnetische Kern (1) mindestens einen zweiten Unterkern (1.2) aufweist, wobei
der mindestens eine zweite Unterkern (1.2) einen ersten zweiten Unterkern (1.2) aufweist,
wobei das Anordnen des magnetischen Kerns (1) den Schritt des Anordnens des ersten
zweiten Unterkerns (1.2) aufweist, in dem der erste zweite Unterkern (1.2) so an der
lateralen Seite des ersten ersten Unterkerns (1.1) und an der lateralen Seite des
zweiten ersten Unterkerns (1.1) angeordnet wird, dass der erste zweite Unterkern (1.2)
zumindest teilweise mit dem ersten ersten Unterkern (1.1) und mindestens teilweise
mit dem zweiten ersten Unterkern (1.1) überlappt, so dass der erste zweite Unterkern
(1.2) eine magnetische Brücke von dem ersten ersten Unterkern (1.1) zu dem zweiten
ersten Unterkern (1.1) ausbildet.