[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Schmelzkörpern,
umfassend das Herstellen einer Schmelzdispersion umfassend mindestens ein wasserlösliches
oder wasserdispergierbares Trägermaterial und mindestens einen Feststoff in einem
ersten Behälter; Vermischen der so erhaltenen Schmelzdispersion mit mindestens einem
Ästhetikum in einem nachfolgenden Behälter und Umformen der so erhaltenen Schmelzdispersion,
um feste Pastillen zu erhalten. Offenbart werden weiterhin auf die nach diesem Verfahren
hergestellten Schmelzkörper, auf ein Wasch- oder Reinigungsmittel, das diese enthält,
auf die Verwendung eines solchen Wasch- oder Reinigungsmittels zum Reinigen von Textilien
oder harten Oberflächen sowie entsprechende Verfahren zum Reinigen von Textilien oder
harten Oberflächen unter Verwendung eines solchen Wasch- oder Reinigungsmittels.
[0002] Bei der Anwendung von Wasch- und Reinigungsmitteln verfolgt der Verbraucher nicht
nur das Ziel, die zu behandelnden Objekte zu waschen, zu reinigen oder zu pflegen,
sondern er wünscht sich auch, dass die behandelten Objekte, wie z.B. Textilien, nach
der Behandlung, beispielsweise nach der Wäsche, angenehm riechen. Insbesondere aus
diesem Grunde enthalten die meisten kommerziell verfügbaren Wasch- und Reinigungsmittel
Duftstoffe.
[0003] Die meisten der Duftstoffe sind jedoch leichtflüchtig. Aus diesem Grund verbleibt
beim Einsatz herkömmlicher Wasch- oder Reinigungsmittel nach der Anwendung, insbesondere
nach dem Waschen, nur ein geringer Anteil des eingesetzten Duftstoffes auf dem behandelten
Objekt.
[0004] Dadurch geht oft nur ein schwacher Duft von dem behandelten Objekt, wie insbesondere
der Wäsche, aus, welcher dann bereits nach kurzer Zeit immer schwächer wird. So verschwindet
das angenehme Frischegefühl des behandelten Objekts schon nach kurzer Zeit.
[0005] Oftmals werden Duftstoffe in Form von Duftstoffpastillen entweder als integraler
Bestandteil eines Wasch- oder Reinigungsmittels verwendet, oder aber direkt zu Beginn
eines Waschgangs in separater Form in die Waschtrommel dosiert. Auf diese Weise kann
der Verbraucher durch individuelle Dosierung die Beduftung der zu waschenden Wäsche
kontrollieren.
[0006] Derartige Duftpastillen werden üblicherweise aus Schmelzdispersionen hergestellt,
deren Hauptbestandteil ein wasserlösliches oder wasserdispergierbares Trägermaterial
mit einer geeigneten Schmelztemperatur ist. Neben den ebenfalls enthaltenden Duftkomponenten
und gegebenenfalls sonstigen Hilfsstoffen, wie waschaktiven Substanzen, können solchen
Schmelzdispersionen auch Feststoffe zugesetzt werden, um beispielsweise die Viskosität
der zu verarbeitenden Dispersion zu beeinflussen. Die Produktion der Pastillen erfordert
die ununterbrochene Bereitstellung einer solchen Schmelzdispersion.
[0007] Die Bereitstellung der Schmelzdispersion erfolgt naturgemäß bei Temperaturen oberhalb
Raumtemperatur, wobei die absolute Temperatur der Schmelzdispersion durch die chemische
[0008] Natur des Trägermaterials ebenso bestimmt wird wie durch den weiteren Prozessverlauf,
beispielsweise den im Prozessverlauf vorgesehenen oder eben nicht vorgesehenen Einsatz
zusätzlicher Heiz- oder Kühlelemente.
[0009] Die erhöhte Temperatur der Schmelzdispersion kann sich auf die chemische Integrität
der eingesetzten Wirk- und Hilfsstoffe und/oder auf die physikalische Integrität des
eingesetzten Stoffsystems, beispielsweise dessen Lagerstabilität auswirken.
[0010] Im Hinblick auf die chemische Integrität der eingesetzten Wirk- und Hilfsstoffe sind
insbesondere solche Instabilitäten zu vermeiden, welche durch den Verbraucher in einfacher
Weise sensorisch wahrgenommen werden können. Hierzu zählen vornehmlich der Duft und
die Farbwirkung der Schmelzkörper. Aus diesem Grund sind längere Verweilzeiten der
temperaturempfindlichen Duft- und Farbkomponente bei höheren Temperaturen, d.h. Temperaturen
entsprechend der Schmelztemperatur des Trägermaterials, wenn möglich zu vermeiden.
[0011] Zusätzlich sind insbesondere solche Prozessabläufe wünschenswert, die eine unkomplizierte,
mit wenig Aufwand verbundene Produktumstellung (anderes Parfüm, andere Farbe) ermöglichen.
Weiterhin sollten allgemein größere Mengen nicht verkaufsgeeigneter, nicht spezifikationsgerechter
Ware (Verschnittmaterial) bei Produktumstellungen vermieden werden.
[0012] Im Stand der Technik sind Herstellungsverfahren üblich, in denen zunächst eine Schmelze
bestehend aus dem Trägermaterial sowie ggf. Feststoffen und weiteren Bestandteilen
erzeugt wird und die so erhaltene Schmelze direkt mit der Duftkomponente sowie ggf.
noch weiteren Bestandteilen, wie Farbstoffen, vermischt wird. Die fertige Schmelzdispersion
wird anschließend zu Pastillen geformt. Bei einem derartigen Herstellungsverfahren,
welches beispielsweise in dem europäischen Patent
EP 2 496 679 B1 beschrieben wird, ist allerdings mit den vorgenannten Nachteilen zu rechnen. Weitere
Verfahren zur Herstellung parfümhaltiger Zusammensetzungen sind in
US 2011/015114,
US 2014/179587,
WO 02/31092 und
WO 2004/035721 offenbart.
[0013] Es besteht folglich weiterhin Bedarf an einem verbesserten Herstellungsverfahren
für Schmelzkörperpastillen, insbesondere Duftpastillen, welches die erwähnten Nachteile
minimiert oder sogar eliminiert.
[0014] Diese Aufgabe wurde erfindungsgemäß durch ein Verfahren gelöst, welches mindestens
drei separate, aufeinander folgende Verfahrensschritte umfasst, sodass ein ununterbrochener
Produktionsprozess bereitgestellt wird.
[0015] In einem ersten Aspekt richtet sich die vorliegende Erfindung daher auf ein Verfahren
zur Herstellung parfümhaltiger Schmelzkörper, umfassend die folgenden Schritte:
- i) Herstellen einer Schmelzdispersion umfassend mindestens ein wasserlösliches oder
wasserdispergierbares geschmolzenes Trägermaterial mit einer Schmelztemperatur von
>30°C als kontinuierliche Phase und mindestens einen Feststoff als disperse Phase
in einem ersten Behälter;
- ii) Vermischen der Schmelzdispersion aus Schritt i) mit mindestens einem Ästhetikum
außerhalb des ersten Behälters; und
- iii) Umformen des in Schritt ii) erhaltenen Gemisches, um feste Schmelzkörper zu erhalten.
[0016] In einem weiteren Aspekt richtet sich die vorliegende Erfindung auf einen Schmelzkörper,
hergestellt in einem Verfahren, wie hierin beschrieben.
[0017] In einem weiteren Aspekt richtet sich die vorliegende Erfindung ebenfalls auf die
Verwendung der Schmelzkörper, hergestellt nach einem Verfahren wie hierin beschrieben,
als Textilpflegemittel, vorzugsweise Beduftungsmittel und/oder Weichspüler, zum Beduften
und/oder Konditionieren von textilen Flächengebilden.
[0018] In noch einem Aspekt richtet sich die vorliegende Erfindung weiterhin auf ein Wasch-
oder Reinigungsmittel, umfassend einen Schmelzkörper, hergestellt nach einem Verfahren
wie hierin beschrieben.
[0019] Diese und weitere Aspekte, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden für den Fachmann
aus dem Studium der folgenden detaillierten Beschreibung und Ansprüche ersichtlich.
Dabei kann jedes Merkmal aus einem Aspekt der Erfindung in jedem anderen Aspekt der
Erfindung eingesetzt werden. Ferner ist es selbstverständlich, dass die hierin enthaltenen
Beispiele die Erfindung beschreiben und veranschaulichen sollen, diese aber nicht
einschränken und insbesondere die Erfindung nicht auf diese Beispiele beschränkt ist.
[0020] "Schmelzkörper", wie hierin verwendet, bezeichnet nicht poröse, schmelzbare, wasserlösliche
oder wasserdispergierbare bei Standardbedingungen (20°C, 1013 mbar) als Feststoffe
vorliegende Körper, die durch Erstarren und Umformung der hierin beschriebenen Schmelzen
erhältlich sind.
[0021] Die Schmelzkörper können jede beliebige Form haben. Die Formgebung erfolgt dabei
insbesondere in Schritt iii) des beschriebenen Verfahrens. Bevorzugt sind feste, partikuläre
[0022] Formen, wie beispielsweise um im Wesentlichen sphärische, figürliche, schuppen-,
quader-, zylinder-, kegel-, kugelkalotten- bzw. linsen-, hemisphären-, scheibchen-
oder nadelförmige Schmelzkörper. Beispielsweise können die Schmelzkörper eine Gummibärchen-artige,
figürliche Ausgestaltung haben. Aufgrund ihrer Konfektionierungseigenschaften und
ihres Leistungsprofils sind hemisphärische Schmelzkörper besonders bevorzugt.
[0023] Bevorzugte Schmelzkörper weisen in beliebiger Raumrichtung einen maximalen Durchmesser
zwischen 4 und 15 mm, vorzugsweise zwischen 5 und 10 mm auf. Besonders bevorzugte
Schmelzkörper sind durch einen maximalen Durchmesser von 2 bis 8 mm, besonders bevorzugt
von 4 bis 6 mm gekennzeichnet. Derartige Schmelzkörper sind einerseits besonders gut
wasserlöslich und weisen andererseits eine für den Verbraucher optisch ansprechende
Größe auf.
[0024] 100% hemispährische (halbkugelförmige) Partikel sind durch Verhältnis von Höhe zu
Durchmesser von 0,5 gekennzeichnet. Erfindungsgemäß werden auch solche Schmelzkörper
als hemisphärisch bezeichnet, die ein Verhältnis von Höhe zu Durchmesser von 0,25
bis 0,49 aufweisen. Besonders bevorzugt sind Schmelzkörper mit einem Verhältnis von
Höhe zu Durchmesser von 0,35 bis 0,45.
[0025] Üblicherweise liegt das Gewicht der einzelnen Schmelzkörper zwischen 2 bis 150 mg,
vorzugsweise zwischen 5 bis 10 mg.
[0026] "Wasserlöslich", wie hierin verwendet, bedeutet eine Löslichkeit in Wasser bei 20°C
von mindestens 1 g/L, vorzugsweise mindestens 10 g/L, noch bevorzugter mindestens
50 g/L.
[0027] "Wasserdispergierbar", wie hierin verwendet, bedeutet, dass sich das Trägermaterial
mit bekannten Verfahren in Wasser bei einer Temperatur von 20°C dispergieren lässt.
[0028] Alle Prozentangaben sind, sofern nicht anders angegeben, Gewichts-%. Numerische Bereiche,
die in dem Format "von x bis y" angegeben sind, schließen die genannten Werte ein.
Wenn mehrere bevorzugte numerische Bereiche in diesem Format angegeben sind, ist es
selbstverständlich, dass alle Bereiche, die durch die Kombination der verschiedenen
Endpunkte entstehen, ebenfalls erfasst werden.
[0029] "Mindestens ein", wie hierin verwendet, bezieht sich auf 1 oder mehr, beispielsweise
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder mehr. Insbesondere bezieht sich diese Angabe auf die
Art des Mittels/der Verbindung und nicht die absolute Zahl der Moleküle. "Mindestens
ein Duftstoff", bedeutet daher, dass mindestens eine Art von Duftstoff erfasst wird,
aber auch 2 oder mehr verschiedene Arten von Duftstoffen enthalten sein können.
[0030] Die vorliegende Erfindung richtet sich auf ein Herstellungsverfahren für Schmelzkörper,
wie zum Beispiel Duftpastillen, wobei eine Schmelzdispersion in einer ununterbrochenen
Prozessabfolge hergestellt und in einem letzten Schritt umgeformt wird. Das wie hierin
beschriebene Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass Produktumstellungen, d.h. veränderte
Zusammensetzung der Schmelzdispersion, beispielsweise durch Verwendung einer anderen
Duft- und/oder Farbkomponente, ohne großen Aufwand möglich sind, wobei darüber hinaus
das Anfallen verkaufsunfähiger Produktmengen weitestgehend vermieden werden kann.
Ein weiterer Vorteil des wie hierin beschriebenen Verfahrens besteht darin, dass das
in die herzustellende Schmelzdispersion eingearbeitete, temperaturempfindliche Ästhetikum
eine, im Vergleich zu im Stand der Technik bekannten Herstellungsverfahren, kurze
Verweilzeit bei erhöhten Temperaturen (entsprechend der Schmelztemperatur des jeweiligen
Trägermaterials) hat, wodurch nach dem wie hierin beschriebenen Verfahren hergestellte
Pastillen eine verbesserte Farbwirkung und/oder eine verbesserte Beduftung bei ihrer
Verwendung zeigen.
[0031] Ein erster Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher ein Verfahren zur Herstellung
von Schmelzkörpern. Gemäß der vorliegenden Erfindung umfasst das Verfahren die nachfolgend
beschriebenen Schritte:
In einem ersten Schritt i) wird, in einem ersten Behälter, eine parfümfreie Schmelzdispersion
umfassend mindestens ein wasserlösliches oder wasserdispergierbares Trägermaterial
und mindestens einen Feststoff hergestellt. Das eingesetzte wasserlösliche oder wasserdispergierbare
geschmolzene Trägermaterial weist eine Schmelztemperatur von >30°C, vorzugsweise >40°C
und insbesondere >50°C auf.
[0032] Behälter, die für diesen Zweck geeignet sind, sind dem Fachmann generell geläufig.
Voraussetzung für die Anwendbarkeit in einem wie hierin beschriebenen Verfahren ist
allerdings, dass der Behälter ein gründliches Vermischen der Komponenten der in Schritt
i) herzustellenden Schmelzdispersion ermöglicht und des Weiteren mindestens eine regulierbare
Öffnung umfasst, über die die Komponenten der in Schritt i) herzustellenden Schmelzdispersion
in den Behälter eingebracht werden können, sowie zusätzlich mindestens eine weitere
regulierbare Öffnung, über die die in Schritt i) hergestellte Schmelzdispersion aus
dem Behälter entlassen werden kann. Über diese Öffnungen können Ein- und/oder Auslassstrom
mengengesteuert werden. Bei dem ersten Behälter kann es sich beispielsweise um ein
Mischaggregat handeln. Die Bestandteile der Schmelze werden dabei auf eine Temperatur
über dem Schmelzpunkt des Trägermaterials erhitzt, vorzugsweise auf eine Temperatur
oberhalb 40°C, bevorzugter oberhalb 50°C. Alternativ oder zusätzlich kann das Trägermaterial
bereits in geschmolzener Form zugeführt und in dem ersten Behälter mit dem mindestens
einen Feststoff vermischt werden.
[0033] Gemäß einigen Ausführungsformen erfolgt die Überführung der Schmelzdispersion aus
dem ersten Behälter in den nachfolgenden Behälter mittels Druck, sodass die Schmelzdispersion
aus dem ersten Behälter in den nachfolgenden Behälter gepumpt/gepresst wird. Ein derartiges
Herauspumpen der Schmelze bietet den Vorteil, dass eine weitestgehend vollständige,
zügige Überführung der Schmelze von einem Behälter in den nächsten gewährleistet wird,
sodass möglichst wenig Restmaterial, welches als Rückstand in dem jeweiligen Austrittsbehälter
verbleibt, verlorengeht. Gleiches gilt für den Auslass der in Schritt ii) hergestellten
Schmelzdispersion. Das Überführen der Schmelzdispersion aus dem ersten in den nachfolgenden
Behälter bzw. aus dem nachfolgenden Behälter zur Umformung kann auch direkt mittels
geeigneter Mischaggregate erfolgen.
[0034] Um auch einen prozessökonomischen Austausch des Trägermaterials zu gewährleisten,
kann das Aufschmelzen des Trägermaterials in einem zusätzlichen, dem ersten Behälter
vorgeschalteten Behälter erfolgen. In verschiedenen Ausführungsformen erfolgt das
Schmelzen des Trägermaterials grundsätzlich durch Erwärmen desselben auf eine Temperatur,
die nicht mehr als 20 °C über dem Schmelzpunkt des Trägermaterials liegt. Dies gilt
auch, wenn das Aufschmelzen des Trägermaterials in dem bereits beschriebenen ersten
Behälter erfolgt. Das Schmelzen kann mit allen üblichen und den Fachmann bekannten
Verfahren und Vorrichtungen erfolgen. Gemäß einigen Ausführungsformen kann das so
aufgeschmolzene Trägermaterial dann, in einem Schritt i) des wie hierin beschriebenen
Verfahrens vorgeschalteten Verfahrensschritt a), in den ersten Behälter überführt
werden, um die Schmelzdispersion gemäß Schritt i) herzustellen. Es ist entsprechend
wünschenswert, dass der erste Behälter zusätzlich zumindest eine regulierbare Öffnung
umfasst, welche die Einleitung eines so aufgeschmolzenen Trägermaterials ermöglicht.
Gemäß einigen Ausführungsformen zeichnet sich das hierin beschriebene Verfahren dementsprechend
dadurch aus, dass das Trägermaterial in einem Schritt i) vorgeschalteten Schritt a)
aufgeschmolzen wird.
[0035] Bei der Herstellung sowohl der Schmelze aus Schritt i) sowie der Schmelze aus Schritt
ii) können die einzelnen Durchflüsse (sämtliche Materialein/ausleitungen, wie hierin
beschrieben) optional mittels Durchflussmengenmessung der einzelnen Dosierströme,
d.h. der Schmelze, des Duftstoffstroms und ggf. weiterer Ströme gesteuert werden.
Hierüber lassen sich beispielsweise auch die Mengenverhältnisse der einzelnen Bestandteile
einstellen.
[0036] Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich vorzugsweise dadurch aus, dass die in
Schritt i) hergestellte Schmelzdispersion aus dem ersten Behälter direkt in den nachfolgenden
Behälter überführt wird.
[0037] Bei dem erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren handelt es sich um eine sequentielle
Prozessabfolge. Eine wie hierin beschriebene Prozessabfolge kann kontinuierlich oder
auch als Batch-Verfahren erfolgen, wobei ein kontinuierlicher Prozess bevorzugt ist.
Die kontinuierliche Prozessführung ermöglicht es, im laufenden Betrieb die Menge oder
chemische Natur des eingesetzten Ästhetikums zu ändern, beispielsweise die Zuführung
von Duftstoff in Schritt ii) zu stoppen, und die Produktion auf ein alternatives Verfahrensprodukt
umzustellen. Aufgrund der zeitlich späten Eindosierung des Ästhetikums in Schritt
ii), müssen dessen Restemengen bei einer solchen Änderung durch die nachfließende
Schmelzdispersion nur aus einem Teil der Produktionsanlage (dem der Dosierstelle für
das Ästhetikum nachfolgenden Teil der Produktionsanlage) ausgespült werden. Der entsprechende
Vorlauf, welcher eine unerwünschte Mischung mehrerer Ästhetika oder eine falsche Konzentration
des erwünschten Ästhetikums enthält, kann verworfen oder als Verschnittmaterial zurückgeführt
werden kann (in Schritt i) oder ii).
[0038] Wie bereits erwähnt besteht ein Vorteil des wie hierin beschriebenen Verfahrens darin,
dass Produktionsumstellungen ohne großen Aufwand ermöglicht werden. Durch den sequentiellen
Prozessablauf können die in den einzelnen Verfahrensschritten zuzuführenden Komponenten,
d.h. Trägermaterial, Feststoff, Farbstoff, Duftstoff sowie ggf. weitere Inhaltsstoffe,
weitestgehend separat voneinander gegen Alternativen ausgetauscht werden, ohne dass
der gesamte Herstellungsprozess zum Erliegen kommen muss. Darüber hinaus kann auf
diese Weise das Anfallen großer Mengen an verkaufsungeeigneten Produktmengen vermieden
werden. Soll beispielsweise ein Duft- und/oder Farbstoffwechsel erfolgen, wird zunächst
die Zuführung des Duft- und/oder Farbstoffs gestoppt und die in Schritt i) hergestellte
Schmelzdispersion weiterhin aus dem ersten Behälter in den zweiten Behälter überführt
und aus diesem zur Umformung weitergeleitet. Dadurch wird das System sozusagen mit
der duft- und/oder farbstofffreien Schmelze "gespült" und Duft- und/oder Farbstoffreste
entfernt. Der so erhaltene Verschnitt kann später bei einem erneuten Einsatz desselben
Duft- und/oder Farbstoffs in den Prozess zurückgeführt werden. Anschließend kann ein
anderer Farb- und/oder Duftstoff zugeführt werden, wobei der Vorlauf wiederum verworfen
oder als Verschnittmaterial in den Prozess zurückgeführt werden kann. Da ununterbrochen
Schmelze erzeugt wird, erfolgt der Wechsel des Duft- und/oder Farbstoffs sozusagen
im laufenden Prozess und die Verschnittmengen sind vergleichsweise gering.
[0039] Gemäß einigen Ausführungsformen zeichnet sich das hierin beschriebene Verfahren dadurch
aus, dass Verschnittmaterial, welches nach Schritt ii) erhalten wird in Schritt i)
oder ii), vorzugsweise in Schritt i) zurückgeführt wird.
[0040] In einem zweiten Schritt ii) wird die in Schritt i) hergestellte Schmelzdispersion
mit mindestens einem Ästhetikum außerhalb des ersten Behälters vermischt. Dabei wird
Schritt ii) vorzugsweise entweder (1) in einem dem ersten Behälter nachgeordneten
Behälter oder (2) direkt in dem aus dem ersten Behälter austretenden Auslaufstrom
durchgeführt. Mit anderen Worten wird (1) die Schmelzdispersion in einen nachfolgenden
Behälter überführt wird und in diesem mit mindestens einem Ästhetikum vermischt oder
(2) das mindestens eine Ästhetikum kontinuierlich in den Auslaufstrom des ersten Behälters
zugemischt wird
[0041] Das Zumischen des Ästhetikums in den Auslaufstrom des ersten Behälters kann beispielsweise
realisiert werden, indem die Rohrleitung, durch welche die Schmelzdispersion aus dem
ersten Behälter ausgeleitet wird, mit einer Zuleitung für das Ästhetikum versehen
wird.
[0042] Der erste und der nachfolgende Behälter stehen, gemäß der vorliegenden Erfindung,
in Verbindung miteinander. Über diese Verbindung wird, gemäß der vorliegenden Erfindung,
die in dem ersten Behälter hergestellte Schmelzdispersion in den nachfolgenden Behälter
überführt. "Nachgeordnet" oder "nachfolgend", wie in diesem Kontext verwendet, bedeutet,
dass der betreffende Behälter von dem ersten Behälter aus gesehen diesem nachgeschaltet
ist, d.h. der Volumenstrom aus dem ersten Behälter zu einem späteren Verfahrenszeitpunkt
in diesen nachfolgenden Behälter gelangt. Es ist aber durchaus möglich, dass der aus
dem ersten Behälter austretende Volumenstrom vorher noch andere, zwischengeschaltete
Behälter, durchläuft.
[0043] Auch für den nachfolgenden Behälter gilt, dass ein gründliches Vermischen der in
den Behälter eingeleiteten Komponenten gewährleistet werden muss. Weitern umfasst
der Behälter mindestens eine regulierbare Öffnung, über welche die in Schritt i) hergestellte
Schmelzdispersion in den Behälter eingeleitet werden kann, mindestens eine weitere
regulierbare Öffnung, über welche das Ästhetikum (sowie ggf. weitere Komponenten)
in den Behälter einleitet werden kann, sowie darüber hinaus zusätzlich mindestens
eine regulierbare Öffnung, über welche die in Schritt ii) hergestellte Schmelzdispersion
aus dem Behälter entlassen werden kann. Auch dieser Behälter kann beispielsweise ein
geeignetes Mischaggregat, wie z.B. ein statischer Mischer, sein.
[0044] Die Vermischung kann aber auch durch kontinuierliches Zumischen des mindestens einen
Ästhetikums in den aus dem ersten Behälter austretenden Auslaufstrom, d.h. ohne die
Notwendigkeit eines separaten Behälters erfolgen. In diesem Fall ist die Öffnung,
über welche das mindestens eine Ästhetikum in die Schmelzdispersion eingeleitet wird,
vorzugsweise regulierbar. Auch wenn im Folgenden die Erfindung bezugnehmend auf das
Vermischen in einem nachfolgenden Behälter beschrieben wird, ist selbstverständlich,
dass die beschriebenen Ausführungsformen auch auf die vorstehend beschriebene Alternative
des Mischens im Auslaufstrom des ersten Behälters übertragbar sind. Dabei kann das
Mischungsvolumen des nachfolgenden Behälters auch das Volumen der Leitung, in welcher
der Auslaufstrom aus dem ersten Behälter geführt wird, sein.
[0045] Ästhetikum, wie hierin verwendet, bezeichnet einen Wirk- oder Hilfsstoff, welcher
bei der zur Herstellung der Schmelzdispersion in Schritt i) eingesetzten Temperatur
temperaturempfindlich ist, also bei dieser Temperatur chemisch oder physikalisch desintegriert.
[0046] Ästhetikum, wie hierin verwendet, bezeichnet insbesondere einen Wirk- oder Hilfsstoff,
dessen Einsatz in den Schmelzkörpern durch den Verbraucher sensorisch wahrnehmbar
ist. Die Gruppe der Ästhetika umfasst dabei die Duft- und Farbstoffe.
[0047] Der Duftstoff wird vorzugsweise in flüssiger Form eingesetzt, beispielsweise als
Parfümöl, Lösung in einem geeigneten Lösungsmittel oder als Aufschlämmung von Parfümkapseln
in einem, typischerweise wasserhaltigen, Lösungsmittel. "Flüssig" wie in diesem Zusammenhang
verwendet, bedeutet unter den Einsatzbedingungen flüssig, vorzugsweise bei 20°C flüssig.
Gemäß einigen Ausführungsformen handelt es sich bei dem mindestens einen Duftstoff
jedoch um eine weitestgehend "trockene", d.h. weitestgehend wasserfreie Komponente.
Gemäß einigen Ausführungsformen zeichnet sich das hierin beschriebene Verfahren dadurch
aus, dass der mindestens eine Duftstoff in Form von Duftstoffkapseln und/oder Parfümölen
eingesetzt wird.
[0048] Der Farbstoffe wird vorzugsweise ebenfalls in flüssiger Form eingesetzt, beispielsweise
in Form einer wässrigen Lösung oder Aufschlämmung. Neben Wasser können die geeigneten
Farbstoffzubereitungen auch organische Lösungsmittel, insbesondere Polyole enthalten.
[0049] In einem dritten Schritt iii) erfolgt das Umformen der in Schritt ii) erhaltenen
Schmelzdispersion, um feste Schmelzkörper zu erhalten. Beispielsweise über die vorangehend
erwähnte Öffnung, die den Auslass der in Schritt ii) hergestellten Schmelzdispersion
aus dem nachfolgenden Behälter ermöglicht, wird die hergestellte Schmelze der Umformung
zugeführt.
[0050] Die Umformung der nach Schritt ii) erhaltenen Schmelze kann über übliche Verfahren
zur Formgebung erfolgen. Geeignete Verfahren zur Formgebung sind dem Fachmann bekannt
und involvieren das Abkühlen der Schmelze auf eine Temperatur, die unterhalb der Schmelztemperatur
des Trägermaterials liegt, so dass die Schmelze erstarrt und dabei/dann ihre endgültige
Form erhält. Beispiele schließen Pastillierung, Vertropfung, Schmelzextrusion, Prillverfahren
und weitere ein. Gemäß bevorzugten Ausführungsformen erfolgt die Umformung in Schritt
iii) mittels eines Kühlbandes.
[0051] Mit besonderem Vorzug erfolgt die Herstellung der Schmelzkörper durch Pastillierung.
Ein entsprechendes bevorzugtes Verfahren umfasst die folgenden Schritte:
- i) Herstellen einer Schmelzdispersion umfassend mindestens ein wasserlösliches oder
wasserdispergierbares geschmolzenes Trägermaterial mit einer Schmelztemperatur von
>30°C als kontinuierliche Phase und mindestens einen Feststoff als disperse Phase
in einem ersten Behälter;
- ii) Vermischen der Schmelzdispersion aus Schritt i) mit mindestens einem Ästhetikum
außerhalb des ersten Behälters, vorzugsweise indem (1) die Schmelzdispersion in einen
nachfolgenden Behälter überführt wird und in diesem mit mindestens einem Ästhetikum
vermischt wird, besonders bevorzugt, indem (2) das mindestens eine Ästhetikum kontinuierlich
in den Auslaufstrom des ersten Behälters zugemischt wird;
- iii) Ausbringen von Tropfen des resultierenden Gemisches auf ein Stahlband mittels
eines Tropfenformers mit rotierender, gelochter Außentrommel
- iv) Verfestigen der Tropfen des Gemisches auf dem Stahlband zu festen Schmelzkörpern.
[0052] In einer bevorzugten Ausführungsform wird die in Schritt i) hergestellte Schmelzdispersion
mittels einer Rohrleitung aus dem ersten Behälter ausgeleitet und dem Tropfenformer
zugeleitet. Dabei ist es weiterhin bevorzugt, dass das mindestens eine Ästhetikum
mittels einer weiteren Rohrleitung aus einem entsprechenden Vorratsbehälter kontinuierlich
in den Auslaufstrom des ersten Behälters einzuleiten. Hierfür eignet sich insbesondere
eine flüssige Zubereitung des Ästhetikums, beispielsweise in Form einer Lösung. Die
Temperatur des Ästhetikums bzw. der flüssigen Zubereitung des Ästhetikums liegt vor
der Einleitung in den Auslaufstrom des ersten Behälters vorzugsweise mindestens 10°C,
bevorzugt mindestens 20"C und insbesondere mindestens 30°C unterhalb der Temperatur
der den Auslaufstrom bildenden Schmelzdispersion.
[0053] Es ist weiterhin bevorzugt, nach der Einleitung des Ästhetikums in die Schmelzdispersion
das resultierende Gemisch in der Rohrleitung zu vermischen. Vorzugsweise erfolgt die
Vermischung mittels eines statischen Mischers, welcher sich in der Rohrleitung in
Fließrichtung der Schmelzdispersion hinter dem Zutrittspunkt des Ästhetikums und vor
dem Eintrittspunkt des Gemisches in den Tropfenformer befindet.
[0054] Die Länge des in der Rohrleitung angebrachten statischen Mischers in Fließrichtung
der Schmelzdispersion beträgt vorzugsweise mindestens das 10-fache, bevorzugt mindestens
das 20-fache und insbesondere mindestens das 50-fache des Durchmessers der Rohrleitung.
[0055] Um eine optimale Vermischung von Schmelzdispersion und Ästhetikum zu gewährleisten,
beträgt der Abstand zwischen dem Ende des statischen Mischers und dem Eintrittspunkt
der Rohrleitung in den Tropfenformer weniger als das 500-fache, vorzugsweise weniger
als das 200-fache und insbesondere weniger als das 100-fache des Durchmessers der
Rohrleitung.
[0056] Als Durchmesser der Rohrleitung wird deren Innendurchmesser ohne Berücksichtigung
der Wanddicke bezeichnet.
[0057] Aus der Rohrleitung tritt das Gemisch aus Schmelzdispersion und Ästhetikum in den
Tropfenformer mit rotierender, gelochter Außentrommel ein. Der Abschnitt der Rohrleitung,
welcher sich innerhalb der Trommel des Tropfenformers befindet wird nachfolgend zur
Unterscheidung von der vorherigen Rohrleitung als Zuführkanal bezeichnet. Der Zuführkanal
erstreckt sich vorzugsweise über mindestens 80%, besonders bevorzugt über mindestens
90% und insbesondere über 100% der Länge der Trommel des Tropfenformers.
[0058] Das in den Zuführkanal eingeleitete Gemisch tritt aus dem Zuführkanal vorzugsweise
durch an der Unterseite des Zuführkanals befindliche Bohrungen aus dem Zuführkanal
auf eine Verteiler- oder Düsenleiste aus, welche ihrerseits an der Innenseite der
rotierenden, gelochten Außentrommel anliegt. Das Gemisch durchläuft die Verteiler-
oder Düsenleiste und wird nachfolgend aus den Löcher der rotierenden Außentrommel
auf ein unterhalb dieser Löcher befindliches Stahlband ausgebracht. Der Abstand zwischen
der Außenseite der rotierenden, gelochten Außentrommel und der Oberfläche des Stahlbandes
beträgt vorzugsweise zwischen 5 und 20 mm.
[0059] Zur weiteren Verbesserung der Durchmischung von Schmelzdispersion und Ästhetikum
und zur Verhinderung oder Minimierung von Sedimentation kann im Zuführkanal ein weiterer
Mischer angeordnet sein. Bevorzugt handelt es sich dabei um einen dynamischen Mischer,
beispielsweise eine innerhalb des Zuführkanals drehbar angeordnete Wendel.
[0060] Um die Temperaturbelastung des Ästhetikums zu minimieren beträgt die Verweilzeit
des Gemisches aus Schmelzdispersion und Ästhetikum in der Rohrleitung bis zum Austritt
aus der rotierenden, gelochten Außentrommel des Tropfenformers vorzugsweise weniger
als 20 Sekunden, besonders bevorzugt weniger als 10 Sekunden und insbesondere zwischen
0,5 und 5 Sekunden.
[0061] Die Viskosität (Texas Instruments AR-G2 Rheometer; Platte/Platte, 4cm Durchmesser,
1100µm Spalte; Scherrate 10/1sec) des Gemisches bei Austritt aus der rotierenden,
gelochten Außentrommel beträgt vorzugsweise zwischen 1000 und 10000 mPas.
[0062] Auf dem Stahlband werden die aus dem Tropfenformer ausgebrachten Tropfen des Gemisches
zu festen Schmelzkörpern verfestigt. Die Zeitdauer zwischen dem Auftropfen des Gemisches
auf das Stahlband und dem vollständigen Verfestigen der Mischung beträgt vorzugsweise
zwischen 5 und 60 Sekunden, besonders bevorzugt zwischen 10 und 50 Sekunden und insbesondere
zwischen 20 und 40 Sekunden.
[0063] Die Verfestigung der Mischung wird vorzugsweise durch eine Kühlung unterstützt und
beschleunigt. Die Kühlung der auf das Stahlband ausgebrachten Tropfen kann direkt
oder indirekt erfolgen. Als direkte Kühlung ist beispielsweise eine Kühlung mittels
Kaltluft einsetzbar. Bevorzugt ist jedoch die indirekte Kühlung der Tropfen durch
Kühlung der Unterseite des Stahlbandes mittels Kaltwasser.
[0064] Das Trägermaterial, welches für die Verwendung in einem Verfahren, wie hierin beschrieben
geeignet ist, kann ein beliebiges, im Stand der Technik für die Zwecke der Herstellung
von Duftpastillen üblicherweise verwendetes Trägermaterial sein. Beispielsweise kann
es sich bei dem mindestens einen Trägermaterial um ein wasserlösliches oder wasserdispergierbares
Trägerpolymer handeln, welches die angegebene Schmelztemperatur von >30°C, insbesondere
>40 °C aufweist. Gemäß einigen Ausführungsformen zeichnet sich das hierin beschriebene
Verfahren dadurch aus, dass das mindestens eine Trägermaterial ausgewählt ist aus
wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren Trägerpolymeren mit einem Schmelzpunkt
>30°C bis 250°C, vorzugsweise >40°C bis 150°C, vorzugsweise ausgewählt aus Polyalkylenglykolen,
besonders bevorzugt Polyethylenglykol.
[0065] In verschiedenen Ausführungsformen zeichnet sich das mindestens eine Trägerpolymer
dadurch aus, dass es einen Schmelzpunkt von 48°C bis 120°C, vorzugsweise von 48°C
bis 80°C aufweist. "Wasserlöslich", und "wasserdipsergierbar" haben hierbei die oben
angegebenen Bedeutungen.
[0066] In verschiedenen bevorzugten Ausführungsformen ist das mindestens eine Trägerpolymer
ausgewählt aus Polyalkylenglykolen.
[0067] Im Kontext der vorliegenden Erfindung sind solche Polyalkylenglykole geeignet, die
ein mittleres Molekulargewicht (M
n) von >1000 g/mol, insbesondere >1500 g/mol, vorzugsweise ein mittleres Molekulargewicht
zwischen 3.000 und 15.000, noch bevorzugter ein mittleres Molekulargewicht zwischen
4.000 und 13.000, weiter bevorzugt ein mittleres Molekulargewicht zwischen 4000 und
6000, 6000 und 8000 oder 9.000 und 12.000 und insbesondere bevorzugt von etwa 4000
oder etwa 6000 g/mol aufweisen.
[0068] Wenn im Rahmen dieser Anmeldung von "mittlerem Molekulargewicht von Polyalkylenglykolen"
gesprochen wird, so beziehen sich diese Angaben jeweils auf die zahlenmittleren Molekulargewichte
(M
n), die sich rechnerisch aus der OH-Zahl gemessen gemäß DIN 53240-1:2012-07 ergeben.
[0069] Gemäß der vorliegenden Erfindung sind insbesondere solche Polyalkylglykole geeignet,
die einen Schmelzpunkt zwischen 40 °C und 90 °C aufweisen, insbesondere im Bereich
von 45 bis 70°C. Beispiele für Polyalkylenglykole, die im Kontext der vorliegenden
Erfindung geeignet sind, sind Polypropylenglykol und Polyethylenglykol.
[0070] Gemäß einigen Ausführungsformen handelt es sich bei dem mindestens einen Trägerpolymer
vorzugsweise um Polyethylenglykol.
[0071] In einigen Ausführungsformen handelt es sich bei dem mindestens einen Trägerpolymer
um ein Polyethylenglykol mit einem mittleren Molekulargewicht (M
n) von >1500 g/mol, vorzugsweise einem mittleren Molekulargewicht zwischen 3.000 und
15.000, noch bevorzugter mit einem mittleren Molekulargewicht zwischen 4.000 und 13.000,
weiter bevorzugt ein mittleres Molekulargewicht zwischen 4000 und 6000, 6000 und 8000
oder 9.000 und 12.000 und insbesondere bevorzugt von etwa 4000 oder etwa 6000 g/mol
aufweisen. In einigen Ausführungsformen zeichnet sich ein solches Polyethylenglykol
durch einen Schmelzpunkt im Bereich von 45 bis 70°C, vorzugsweise 50 bis 65°C aus,
noch bevorzugter 50 bis 60°C. "Etwa" oder "ungefähr", wie hierin im Zusammenhang mit
einem Zahlenwert verwendet, bedeutet den Zahlenwert ±10%, vorzugsweise ±5%. Ein Molekulargewicht
von etwa 6000 g/mol bedeutet somit 5400-6600 g/mol, vorzugsweise 5700-6300 g/mol.
[0072] In verschiedenen Ausführungsformen wird das mindestens eine Trägerpolymer in einer
Menge eingesetzt, dass der resultierende Schmelzkörper, d.h. die Duftstoffpastille
von 30 bis 95 Gew.-%, vorzugsweise von 35 bis 85 Gew.-%, beispielsweise 40 bis 80
oder 40 bis 78 Gew.-%, basierend auf dem Gesamtgewicht des Schmelzkörpers, des Trägerpolymers
enthält.
[0073] Alternativ zu den zuvor beschriebenen polymeren Trägermaterialien können als Trägermaterialien
auch spezifische Salze eingesetzt werden. Bei diesen spezifischen Salzen handelt es
sich insbesondere um wasserhaltige Salze, deren Wasserdampf-Partialdruck bei einer
bestimmten Temperatur im Bereich von 30 bis 100°C dem H
2O-Partialdruck der gesättigten Lösung dieses Salzes entspricht.
[0074] Der Schmelzkörper, wie er hierin beschrieben wird, wird aus einer Lösung des Trägermaterials
in dem in der Zusammensetzung enthaltenem Wasser/Kristallwasser hergestellt, wobei
hierin für eine solche Lösung auch der Begriff "Schmelze" im Gegensatz zu der etablierten
Verwendung verwendet wird, um den Zustand zu bezeichnen, bei dem sich das Trägermaterial
durch die Abspaltung von Wasser im eigenen Kristallwasser löst und so eine Flüssigkeit
bildet. Der Begriff "Schmelze", wie hierin verwendet, bezeichnet somit den flüssigen
Zustand der Zusammensetzung, der bei Überschreiten der Temperatur entsteht, bei welcher
das Trägermaterial Kristallwasser abspaltet und sich dann in dem, in der Zusammensetzung
enthaltenem Wasser löst. Die entsprechende Dispersion, die die hierin beschriebenen
(Fest)Stoffe dispergiert in der Schmelze des Trägermaterials enthält, ist somit ebenfalls
Gegenstand der Erfindung. Wenn also im Folgenden auf die feste, partikuläre Zusammensetzung
Bezug genommen wird, ist immer auch die entsprechende Schmelze/Schmelzdispersion,
aus welcher dieser erhältlich ist, erfasst. Da sich diese mit Ausnahme des Aggregatzustands
von der Zusammensetzung her nicht unterscheiden, werden die Begriffe hierin synonym
verwendet.
[0075] Ein bevorzugtes Trägermaterial zeichnet sich dadurch aus, dass es ausgewählt ist
aus wasserhaltigen Salzen, deren Wasserdampf-Partialdruck bei einer Temperatur im
Bereich von 30 bis 100°C dem H
2O-Partialdruck der gesättigten Lösung dieses Salzes bei derselben Temperatur entspricht.
Dies führt dazu, dass sich das entsprechende wasserhaltige Salz, hierin auch als "Hydrat"
bezeichnet, beim Erreichen oder Überschreiten dieser Temperatur im eigenen Kristallwasser
löst und dadurch von einem festen in einen flüssigen Aggregatzustand übergeht. Vorzugsweise
zeigen die erfindungsgemäßen Trägermaterialien dieses Verhalten bei einer Temperatur
im Bereich von 40 bis 90°C, besonders bevorzugt zwischen 50 und 85°C, noch bevorzugter
zwischen 55 und 80°C.
[0076] Zu den zuvor beschriebenen wasserlöslichen Trägermaterialien aus der Gruppe wasserhaltiger
Salze zählen insbesondere das Natriumacetat-Trihydrat (Na(CH
3COO) · 3H
2O), das Glaubersalz (Na
2SO
4 · 10H
2O) sowie das Trinatriumphosphat Dodecahydrat (Na
3PO
4 · 12 H
2O).
[0077] Ein besonders geeignetes Hydrat ist Natriumacetat-Trihydrat (Na(CH
3COO) · 3H
2O), da es sich in dem besonders bevorzugten Temperaturbereich von 55 bis 80°C, konkret
bei etwa 58°C, im eigenen Kristallwasser löst. Das Natriumacetat-Trihydrat kann direkt
als solches eingesetzt werden, es ist aber auch alternativ der Einsatz von wasserfreiem
Natriumacetat in Kombination mit freiem Wasser möglich, wobei sich das Trihydrat dann
in situ bildet. In solchen Ausführungsformen wird das Wasser in unter- oder überstöchiometrischer
Menge bezogen auf die Menge, die notwendig ist, um das gesamte Natriumacetat in Natriumacetat-Trihydrat
zu überführen, eingesetzt, vorzugsweise in einer Menge von mindestens 60 Gew.-%, vorzugsweise
mindestens 70 Gew.-%, noch bevorzugter mindestens 80 Gew.-%, am meisten bevorzugt
90 Gew.-%, 100 Gew.-% oder mehr, der Menge, die theoretisch erforderlich ist, um das
gesamte Natriumacetat in Natriumacetat-Trihydrat (Na(CH
3COO) · 3H
2O) zu überführen. Besonders bevorzugt ist der überstöchiometrische Einsatz von Wasser.
Bezogen auf die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen bedeutet das, dass wenn (wasserfreies)
Natriumacetat allein oder in Kombination mit einem Hydrat davon, vorzugsweise dem
Trihydrat, eingesetzt wird, ebenfalls Wasser eingesetzt wird, wobei die Menge an Wasser
mindestens der Menge entspricht, die stöchiometrisch notwendig wäre, um zu gewährleisten,
dass mindestens 60 Gew.-% der Gesamtmenge aus Natriumacetat und dessen Hydraten, vorzugsweise
mindestens 70 Gew.-%, weiter bevorzugt mindestens 80 Gew.-%, noch weiter bevorzugt
mindestens 90 Gew.-%, am meisten bevorzugt mindestens 100 Gew.-%, in Form von Natriumacetat-Trihydrat
vorliegt. Wie bereits oben beschrieben ist es besonders bevorzugt, dass die Menge
an Wasser die Menge, die theoretisch notwendig wäre, um das gesamte Natriumacetat
in das korrespondierende Trihydrat zu überführen, übersteigt. Dies bedeutet beispielsweise,
dass eine Zusammensetzung, die 50 Gew.-% wasserfreies Natriumacetat und kein Hydrat
davon enthält, mindestens 19,8 Gew.-% Wasser (60% von 33 Gew.-%, die theoretisch notwendig
wären, um das gesamte Natriumacetat in das Trihydrat zu überführen), enthält.
[0078] Alle im Folgenden beschriebenen Ausführungsformen sind explizit mit beiden der vorgenannten
Alternativen kombinierbar.
[0079] In verschiedenen Ausführungsformen wird das mindestens eine Trägermaterial aus der
Gruppe der wasserhaltigen Salzen, deren Wasserdampf-Partialdruck bei einer Temperatur
im Bereich von 30 bis 100°C dem H
2O-Partialdruck der gesättigten Lösung dieses Salzes bei derselben Temperatur entspricht,
in einer Menge eingesetzt, dass der resultierende Schmelzkörper, von 30 bis 95 Gew.-%,
vorzugsweise von 40 bis 90 Gew.-%, beispielsweise 45 bis 90 Gew.-%, basierend auf
dem Gesamtgewicht des Schmelzkörpers, des Trägermaterials enthält.
[0080] Die beiden besonders bevorzugten Trägermaterialien sind Polyethylenglycol und Natriumacetat.
[0081] Ein erstes besonders bevorzugtes Verfahren umfasst die folgenden Schritte:
- i) Herstellen einer Schmelzdispersion umfassend mindestens ein wasserlösliches oder
wasserdispergierbares geschmolzenes Polyethylenglycol mit einer Schmelztemperatur
von >30°C als kontinuierliche Phase und mindestens einen Feststoff als disperse Phase
in einem ersten Behälter;
- ii) Vermischen der Schmelzdispersion aus Schritt i) mit mindestens einem Ästhetikum
außerhalb des ersten Behälters, vorzugsweise indem (1) die Schmelzdispersion in einen
nachfolgenden Behälter überführt wird und in diesem mit mindestens einem Ästhetikum
vermischt wird, besonders bevorzugt, indem (2) das mindestens eine Ästhetikum kontinuierlich
in den Auslaufstrom des ersten Behälters zugemischt wird;
- iii) Ausbringen von Tropfen des resultierenden Gemisches auf ein Stahlband mittels
eines Tropfenformers mit rotierender, gelochter Außentrommel
- iv) Verfestigen der Tropfen des Gemisches auf dem Stahlband zu festen Schmelzkörpern.
[0082] Ein zweites besonders bevorzugtes Verfahren umfasst die folgenden Schritte:
- i) Herstellen einer Schmelzdispersion umfassend Natriumacetat Trihydrat als kontinuierliche
Phase und mindestens einen Feststoff als disperse Phase in einem ersten Behälter;
- ii) Vermischen der Schmelzdispersion aus Schritt i) mit mindestens einem Ästhetikum
außerhalb des ersten Behälters, vorzugsweise indem (1) die Schmelzdispersion in einen
nachfolgenden Behälter überführt wird und in diesem mit mindestens einem Ästhetikum
vermischt wird, besonders bevorzugt, indem (2) das mindestens eine Ästhetikum kontinuierlich
in den Auslaufstrom des ersten Behälters zugemischt wird;
- iii) Ausbringen von Tropfen des resultierenden Gemisches auf ein Stahlband mittels
eines Tropfenformers mit rotierender, gelochter Außentrommel
- iv) Verfestigen der Tropfen des Gemisches auf dem Stahlband zu festen Schmelzkörpern.
[0083] Wie dargelegt, umfasst die in Schritt i) herzustellende Schmelzdispersion neben dem
mindestens einen Trägermaterial mindestens einen Feststoff, beispielsweise einen Füllstoff.
Damit sichergestellt ist, dass dieser mindestens eine Feststoff in der gewünschten
Partikelgröße in den ersten Behälter eingebracht wird, kann es von Vorteil sein, wenn
dem ersten Behälter zu diesem Zwecke mindestens eine Siebvorrichtung vorgeschaltet
ist, die der mindestens eine Feststoff durchläuft, bevor er in den ersten Behälter
eingebracht wird. Gemäß einigen Ausführungsformen zeichnet sich das hierin beschriebene
Verfahren folglich dadurch aus, dass der mindestens eine Feststoff in einem Schritt
i) vorgeschalteten Schritt b) mindestens eine Siebvorrichtung durchläuft. Gemäß einigen
Ausführungsformen zeichnet sich das hierin beschriebene Verfahren dadurch aus, dass
der mindestens eine Feststoff ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Polysacchariden,
wie Stärke, insbesondere Maisstärke, Kieselsäuren, wie pyrogener Kieselsäure, Silikaten,
insbesondere Alkalisilikaten, Sulfaten, insbesondere Alkalimetallsulfaten, wie Natriumsulfat,
Phosphaten, insbesondere Alkalimetallphosphaten, wie Pentanatrium- bzw. Pentakaliumtriphosphat,
Halogeniden und Carbonaten, insbesondere Alkalicarbonaten, wie beispielsweise Natriumcarbonat.
[0084] Der mindestens eine Feststoff kann in einer Menge von 0,01 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise
1 bis 20 Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Schmelzkörper, eingesetzt werden.
Der mindestens eine Feststoff weist eine Schmelztemperatur auf, die über der Schmelztemperatur
des Trägermaterials und der in dem beschriebenen Verfahren herrschenden Temperatur
liegt, um so eine Schmelzdispersion bereitzustellen.
[0085] Wie ebenfalls bereits voranstehend erwähnt, besteht ein weiterer Vorteil des wie
hierin beschriebenen Verfahrens darin, dass die eingesetzten Ästhetika eine vergleichsweise
geringe Verweildauer bei erhöhten Temperaturen, d.h., Temperaturen entsprechend der
Schmelztemperatur des jeweiligen Trägermaterials, hat. Da die Duft- und Farbkomponente
temperaturempfindlich ist, kann durch eine geringe Verweildauer bei erhöhten Temperaturen
die Beduftungs- und Farbqualität besagter Komponente verbessert werden, wodurch ein
überlegenes Endprodukt erzielt wird. Gemäß dem vorliegenden Verfahren wird dieser
Vorteil gewährleistet, indem die Duft- und/oder Farbkomponente erst unmittelbar vor
der Umformung mit dem aufgeschmolzenen Material in Berührung kommt.
[0086] Gemäß einigen Ausführungsformen zeichnet sich das hierin beschriebene Verfahren des
Weiteren dadurch aus, dass, indem der nachfolgende Behälter bzw. die Leitung, in welchem
die in Schritt i) hergestellte Schmelzdispersion mit dem mindestens einen Ästhetikum
(sowie ggf. weiteren Komponenten) vermischt wird, ein vergleichsweise geringes Fassungsvolumen
aufweist. Auf diese Weise werden, im Falle eines Anlagenstillstandes, nur vergleichsweise
geringe Mengen Duftstoff durch ein übermäßig langes Verweilen bei erhöhten Temperaturen
temperaturgeschädigt und es entstehen folglich nur geringe Mengen Verschnittmaterial.
Insbesondere weist der nachfolgende in Schritt ii) eingesetzte Behälter, wie hierin
beschrieben, ein vergleichsweise geringes Fassungsvolumen auf, wenn sein Fassungsvolumen
maximal 1500 I, vorzugsweise maximal 1300 I, insbesondere maximal 1000 I, am meisten
bevorzugt maximal 200 I misst. Gemäß einigen Ausführungsformen zeichnet sich das hierin
beschriebene Verfahren dadurch aus, dass der Behälter aus Schritt ii) ein statischer
oder dynamischer Mixer mit einem Fassungsvolumen von ≤200 l oder ein Rührkessel mit
einem Fassungsvolumen von ≤1200 l ist.
[0087] Eine weitere Komponente der wie hierin beschrieben hergestellten Schmelzkörper ist
mindestens ein Ästhetikum, Bevorzugte Ästhetika sind die Duft- und Farbstoffe.
[0088] Bei einem Duftstoff handelt es sich um eine den Geruchsinn anregende, chemische Substanz.
Um den Geruchssinn anregen zu können, sollte die chemische Substanz zumindest teilweise
in der Luft verteilbar sein, d.h. der Duftstoff sollte bei 25°C zumindest in geringem
Maße flüchtig sein. Ist der Duftstoff nun sehr flüchtig, klingt die Geruchsintensität
dann schnell wieder ab. Bei einer geringeren Flüchtigkeit ist der Gerucheindruck jedoch
nachhaltiger, d.h. er verschwindet nicht so schnell. In einer Ausführungsform weist
der Duftstoff daher einen Schmelzpunkt auf, der im Bereich von -100°C bis 100°C, bevorzugt
von -80°C bis 80°C, noch bevorzugter von -20°C bis 50°C, insbesondere von -30°C bis
20°C liegt. In einer weiteren Ausführungsform weist der Duftstoff einen Siedepunkt
auf, der im Bereich von 25°C bis 400°C, bevorzugt von 50°C bis 380°C, mehr bevorzugt
von 75°C bis 350°C, insbesondere von 100°C bis 330°C liegt.
[0089] Insgesamt sollte eine chemische Substanz eine bestimmte Molekülmasse nicht überschreiten,
um als Duftstoff zu fungieren, da bei zu hoher Molekülmasse die erforderliche Flüchtigkeit
nicht mehr gewährleitstet werden kann. In einer Ausführungsform weist der Duftstoff
eine Molekülmasse von 40 bis 700 g/mol, noch bevorzugter von 60 bis 400 g/mol auf.
[0090] Der Geruch eines Duftstoffes wird von den meisten Menschen als angenehm empfunden
und entspricht häufig dem Geruch nach beispielsweise Blüten, Früchten, Gewürzen, Rinde,
Harz, Blättern, Gräsern, Moosen und Wurzeln. So können Duftstoffe auch dazu verwendet
werden, um unangenehme Gerüche zu überlagern oder aber auch um einen nicht riechenden
Stoff mit einem gewünschten Geruch zu versehen. Als Duftstoffe können einzelne Riechstoffverbindungen,
z.B. die synthetischen Produkte vom Typ der Ester, Ether, Aldehyde, Ketone, Alkohole
und Kohlenwasserstoffe verwendet werden.
[0091] Duftstoffverbindungen vom Typ der Aldehyde sind beispielsweise Adoxal (2,6,10-Trimethyl-9-undecenal),
Anisaldehyd (4-Methoxybenzaldehyd), Cymal (3-(4-Isopropyl-phenyl)-2-methylpropanal),
Ethylvanillin, Florhydral (3-(3-isopropylphenyl)butanal), Helional (3-(3,4-Methylendioxyphenyl)-2-methylpropanal),
Heliotropin, Hydroxycitronellal, Lauraldehyd, Lyral (3- und 4-(4-Hydroxy-4-methylpentyl)-3-
cyclohexen-1-carboxaldehyd), Methylnonylacetaldehyd, Lilial (3-(4-tert-Butylphenyl)-2-methylpropanal),
Phenylacetaldehyd, Undecylenaldehyd, Vanillin, 2,6,10-Trimethyl-9-undecenal, 3-Dodecen-1-al,
alpha-n-Amylzimtaldehyd, Melonal (2,6-Dimethyl-5-heptenal), 2,4-Di-methyl-3-cyclohexen-1-carboxaldehyd
(Triplal), 4-Methoxybenzaldehyd, Benzaldehyd, 3-(4-tert- Butylphenyl)-propanal, 2-Methyl-3-(para-methoxyphenyl)propanal,
2-Methyl-4-(2,6,6-timethyl-2(1)-cyclohexen-1-yl)butanal, 3-Phenyl-2-propenal, cis-/trans-3,7-Dimethyl-2,6-octadien-1-al,
3,7-Dimethyl-6-octen-1-al, [(3,7-Dimethyl-6-octenyl)oxy]acetaldehyd, 4-Isopropylbenzylaldehyd,
1,2,3,4,5,6,7,8-Octahydro-8,8-dimethyl-2-naphthaldehyd, 2,4-Dimethyl-3-cyclohexen-1-carboxaldehyd,
2-Methyl-3-(isopropylphenyl)propanal, 1-Decanal, 2,6-Dimethyl-5-heptenal, 4-(Tricyclo[5.2.1.0(2,6)]-decyliden-8)-butanal,
Octahydro-4,7-methan-1H-indencarboxaldehyd, 3-Ethoxy-4-hydroxybenzaldehyd, para-Ethyl-alpha,alpha-dimethylhydrozimtaldehyd,
alpha-Methyl-3,4-(methylendioxy)-hydrozimtaldehyd, 3,4-Methylendioxybenzaldehyd, alpha-n-Hexylzimtaldehyd,
m-Cymen-7-carboxaldehyd, alpha-Methylphenylacetaldehyd, 7-Hydroxy-3,7-dimethyloctanal,
Undecenal, 2,4,6-Trimethyl-3-cyclohexen-1-carboxaldehyd, 4-(3)(4-Methyl-3-pentenyl)-3-cyclohexencarboxaldehyd,
1-Dodecanal, 2,4-Dimethylcyclohexen-3-carboxaldehyd, 4-(4-Hydroxy-4-methylpentyl)-3-cylohexen-1-carboxaldehyd,
7-Methoxy-3,7-dimethyloctan-1-al, 2-Methyl- undecanal, 2-Methyldecanal, 1-Nonanal,
1-Octanal, 2,6,10-Trimethyl-5,9-undecadienal, 2-Methyl-3-(4-tert-butyl)propanal, Dihydrozimtaldehyd,
1-Methyl-4-(4-methyl-3-pentenyl)-3-cyclohexen-1-carboxaldehyd, 5- oder 6-Methoxyhexahydro-4,7-methanindan-1-
oder -2-carboxaldehyd, 3,7-Dimethyloctan-1-al, 1-Undecanal, 10-Undecen-1-al, 4-Hydroxy-3-methoxybenzaldehyd,
1-Methyl-3-(4-methylpentyl)-3-cyclohexencarboxaldehyd, 7-Hydroxy-3J-dimethyl-octanal,
trans-4-Decenal, 2,6-Nonadienal, para-Tolylacetaldehyd, 4-Methylphenylacetaldehyd,
2-Methyl-4-(2,6,6-trimethyl-1-cyclohexen-1-yl)-2-butenal, ortho-Methoxyzimtaldehyd,
3,5,6-Trimethyl-3-cyclohexen-carboxaldehyd, 3J-Dimethyl-2-methylen-6-octenal, Phenoxyacetaldehyd,
5,9-Dimethyl-4,8-decadienal, Päonienaldehyd (6,10-Dimethyl-3-oxa-5,9-undecadien-1-al),
Hexahydro-4,7-methanindan-1-carboxaldehyd, 2-Methyloctanal, alpha-Methyl-4-(1-methylethyl)benzolacetaldehyd,
6,6-Dimethyl-2-norpinen-2-propionaldehyd, para-Methylphenoxyacetaldehyd, 2-Methyl-3-phenyl-2-propen-1-al,
3,5,5-Trimethylhexanal, Hexahydro-8,8-dimethyl-2-naphthaldehyd, 3-Propyl-bicyclo-[2.2.1]-hept-5-en-2-carbaldehyd,
9-Decenal, 3-Methyl-5-phenyl-1-pentanal, Methylnonylacetaldehyd, Hexanal und trans-2-Hexenal.
[0092] Duftstoffverbindungen vom Typ der Ketone sind beispielsweise Methyl-beta-naphthylketon,
Moschusindanon (1,2,3,5,6,7-Hexahydro-1,1,2,3,3- pentamethyl-4H-inden-4-on), Tonalid
(6-Acetyl-1,1,2,4,4,7-hexamethyltetralin), alpha-Damascon, beta-Damascon, delta-Damascon,
iso-Damascon, Damascenon, Methyldihydrojasmonat, Menthon, Carvon, Kampfer, Koavon
(3,4,5,6,6-Pentamethylhept-3-en-2-on), Fenchon, alpha-Ionon, beta- lonon, gamma-Methyl-lonon,
Fleuramon (2-heptylcyclopen-tanon), Dihydrojasmon, cis-Jasmon, iso-E-Super (1-(1,2,3,4,5,6J,8-octahydro-2,3,8,8-tetramethyl-2-naphthalenyl)-ethan-1-on
(und Isomere)), Methylcedrenylketon, Acetophenon, Methylacetophenon, para-Methoxyacetophenon,
Methyl-beta-naphtylketon, Benzylaceton, Benzophenon, para-Hydroxyphenylbutanon, Sellerie-
Keton(3-methyl-5-propyl-2-cyclohexenon), 6-Isopropyldecahydro-2-naphton, Dimethyloctenon,
Frescomenthe (2-butan-2-yl-cyclohexan-1-on), 4-(1-Ethoxyvinyl)-3,3,5,5-tetramethylcyclohexanon,
Methylheptenon, 2-(2-(4-Methyl-3-cyclohexen-1-yl)propyl)cyclopentanon, 1-(p-Menthen-6(2)yl)-1-propanon,
4-(4-Hydroxy-3-methoxyphenyl)-2-butanon, 2-Acetyl-3,3-dimethylnorbornan, 6,7- Dihydro-1,1,2,3,3-pentamethyl-4(5H)-indanon,
4-Damascol, Dulcinyl(4-(1,3-benzodioxol-5-yl) butan-2-on), Hexalon (1-(2,6,6-trimethyl-2-cyclohexene-1-yl)-1,6-heptadien-3-on),
IsocyclemonE(2-acetonaphthon-1,2,3,4,5,6,7,8-octahydro-2,3,8,8-tetramethyl), Methylnonylketon,
Methylcyclocitron, Methyllavendelketon, Orivon (4-tert-Amyl-cyclohexanon), 4-tert-Butylcyclohexanon,
Delphon (2-pentyl-cyclopentanon), Muscon (
CAS 541-91-3), Neobutenon (1-(5,5-dimethyl-1- cyclohexenyl)pent-4-en-1-on), Plicaton (
CAS 41724-19-0), Velouton (2,2,5-Trimethyl-5- pentylcyclopentan-1-on),2,4,4,7-Tetramethyl-oct-6-en-3-on
und Tetrameran (6,10- Dimethylundecen-2-on).
[0093] Duftstoffverbindungen vom Typ der Alkohole sind beispielsweise 10-Undecen-1-ol, 2,6-Dimethylheptan-2-ol,
2-Methyl-butanol, 2-Methylpentanol, 2- Phenoxyethanol, 2-Phenylpropanol, 2-tert.-Butycyclohexanol,
3,5,5-Trimethylcyclohexanol, 3-Hexanol, 3-Methyl-5-phenyl-pentanol, 3-Octanol, 3-Phenyl-propanol,
4-Heptenol, 4-lsopropyl- cyclohexanol, 4-tert.-Butycyclohexanol, 6,8-Dimethyl-2-nona-nol,
6-Nonen-1-ol, 9-Decen-1-ol, α-Methylbenzylalkohol, α-Terpineol, Amylsalicylat, Benzylalkohol,
Benzylsalicylat, β-Terpineol, Butylsalicylat, Citronellol, Cyclohexylsalicylat, Decanol,
Di-hydromyrcenol, Dimethylbenzylcarbinol, Dimethylheptanol, Dimethyloctanol, Ethylsalicylat,
Ethylvanilin, Eugenol, Farnesol, Geraniol, Heptanol, Hexylsalicylat, Isoborneol, Isoeugenol,
Isopulegol, Linalool, Menthol, Myrtenol, n-Hexanol, Nerol, Nonanol, Octanol, p-Menthan-7-ol,
Phenylethylalkohol, Phenol, Phenylsalicylat, Tetrahydrogeraniol, Tetrahydrolinalool,
Thymol, trans-2-cis-6-Nonadicnol, trans-2-Nonen-1-ol, trans-2-Octenol, Undecanol,
Vanillin, Champiniol, Hexenol und Zimtalkohol.
[0094] Duftstoffverbindungen vom Typ der Ester sind z.B. Benzylacetat, Phenoxyethylisobutyrat,
p-tert-Butylcyclohexylacetat, Linalylacetat, Dimethylbenzylcarbinylacetat (DMBCA),
Phenylethylacetat, Benzylacetat, Ethylmethylphenyl- glycinat, Allylcyclohexylpropionat,
Styrallylpropionat, Benzylsalicylat, Cyclohexylsalicylat, Floramat, Melusat und Jasmacyclat.
[0095] Zu den Ethern zählen beispielsweise Benzylethylether und Ambroxan. Zu den Kohlenwasserstoffen
gehören hauptsächlich Terpene wie Limonen und Pinen.
[0096] Bevorzugt werden Mischungen verschiedener Duftstoffe verwendet, die gemeinsam eine
ansprechende Duftnote erzeugen. Ein derartiges Gemisch an Duftstoffen kann auch als
Parfüm oder Parfümöl bezeichnet werden. Solche Parfümöle können auch natürliche Duftstoffgemische
enthalten, wie sie aus pflanzlichen Quellen zugänglich sind.
[0097] Zu den Duftstoffen pflanzlichen Ursprungs zählen ätherische Öle wie Angelikawurzelöl,
Anisöl, Arnikablütenöl, Basilikumöl, Bayöl, Champacablütenöl, Citrusöl, Edeltannenöl,
Edeltannenzapfenöl, Elemiöl, Eukalyptusöl, Fenchelöl, Fichtennadelöl, Galbanumöl,
Geraniumöl, Gingergrasöl, Guajakholzöl, Gurjunbalsamöl, Helichrysumöl, Ho-Öl, Ingweröl,
Irisöl, jasminöl, Kajeputöl, Kalmusöl, Kamillenöl, Kampferöl, Kanagaöl, Kardamomenöl,
Kassiaöl, Kiefernnadelöl, Kopaivabalsamöl, Korianderöl, Krauseminzeöl, Kümmelöl, Kuminöl,
Labdanumöl, Lavendelöl, Lemongrasöl, Lindenblütenöl, Limettenöl, Mandarinenöl, Melissenöl,
Minzöl, Moschuskörneröl, Muskatelleröl, Myrrhenöl, Nelkenöl, Neroliöl, Niaouliöl,
Olibanumöl, Orangenblütenöl, Orangenschalenöl, Origanumöl, Palmarosaöl, Patschuliöl,
Perubalsamöl, Petitgrainöl, Pfefferöl, Pfefferminzöl, Pimentöl, Pine-Öl, Rosenöl,
Rosmarinöl, Salbeiöl, Sandelholzöl, Sellerieöl, Spiköl, Sternanisöl, Terpentinöl,
Thujaöl, Thymianöl, Verbenaöl, Vetiveröl, Wacholderbeeröl, Wermutöl, Wintergrünöl,
Ylang-Ylang-Öl, Ysop-Öl, Zimtöl, Zimtblätteröl, Zitronellöl, Zitronenöl sowie Zypressenöl
sowie Ambrettolid, Ambroxan, alpha-Amylzimtaldehyd, Anethol, Anisaldehyd, Anisalkohol,
Anisol, Anthranilsäuremethylester, Acetophenon, Benzylaceton, Benzaldehyd, Benzoesäureethylester,
Benzophenon, Benzylalkohol, Benzylacetat, Benzylbenzoat, Benzylformiat, Benzylvalerianat,
Borneol, Bornylacetat, Boisambrene forte, alpha-Bromstyrol, n-Decylaldehyd, n-Dodecylaldehyd,
Eugenol, Eugenolmethylether, Eukalyptol, Farnesol, Fenchon, Fenchylacetat, Geranylacetat,
Geranylformiat, Heliotropin, Heptincarbonsäuremethylester, Heptaldehyd, Hydrochinon-Dimethylether,
Hydroxyzimtaldehyd, Hydroxyzimtalkohol, Indol, Iron, Isoeugenol, Isoeugenolmethylether,
Isosafrol, Jasmon, Kampfer, Karvakrol, Karvon, p-Kresolmethylether, Cumarin, p-Methoxyacetophenon,
Methyl-n-amylketon, Methylanthranilsäuremethylester, p-Methylacetophenon, Methylchavikol,
p-Methylchinolin, Methyl-beta-naphthylketon, Methyl-n-nonylacetaldehyd, Methyl-n-nonylketon,
Muskon, beta-Naphtholethylether, beta-Naphthol-methylether, Nerol, n-Nonylaldehyd,
Nonylalkohol, n-Octylaldehyd, p-Oxy-Acetophenon, Pentadekanolid, beta-Phenylethylalkohol,
Phenylessigsäure, Pulegon, Safrol, Salicylsäureisoamylester, Salicylsäuremethylester,
Salicylsäurehexylester, Salicylsäurecyclohexylester, Santalol, Sandelice, Skatol,
Terpineol, Thymen, Thymol, Troenan, gamma-Undelacton, Vanillin, Veratrumaldehyd, Zimtaldehyd,
Zimtalkohol, Zimtsäure, Zimtsäureethylester, Zimtsäurebenzylester, Diphenyloxid, Limonen,
Linalool, Linalylacetat und - Propionat, Melusat, Menthol, Menthon, Methyl-n-heptenon,
Pinen, Phenylacetaldehyd, Terpinylacetat, Citral, Citronellal, sowie Mischungen daraus.
[0098] In einer Ausführungsform kann es bevorzugt sein, dass zumindest ein Teil des Duftstoffs
als Duftstoffvorläufer oder in verkapselter Form (Duftstoffkapseln), insbesondere
in Mikrokapseln, eingesetzt wird. Bei den Mikrokapseln kann es sich um wasserlösliche
und/oder wasserunlösliche Mikrokapseln handeln. Es können beispielsweise Melamin-Harnstoff-Formaldehyd-Mikrokapseln,
Melamin-Formaldehyd-Mikrokapseln, Harnstoff-Formaldehyd-Mikrokapseln oder Stärke-Mikrokapseln
eingesetzt werden. "Duftstoffvorläufer" bezieht sich auf Verbindungen, die erst nach
chemischer Umwandlung/Spaltung, typischerweise durch Einwirkung von Licht oder anderen
Umgebungsbedingungen, wie pH-Wert, Temperatur, etc., den eigentlichen Duftstoff freisetzen.
Derartige Verbindungen werden häufig auch als Duftspeicherstoffe oder "Pro-Fragrance"
bezeichnet.
[0099] Unabhängig davon in welcher Form sie eingesetzt werden, beträgt die Menge an Duftstoff
in der wie hierin beschrieben hergestellten Schmelzkörper-Zusammensetzung vorzugsweise
zwischen 1 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 15 Gew.-%, insbesondere von 3 bis 10
Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Schmelzkörper-Zusammensetzung.
[0100] Wie bereits dargelegt, enthält eine erfindungsgemäß hergestellte Schmelzkörper-Zusammensetzung
mindestens einen Farbstoff, um den ästhetischen Eindruck der Schmelzkörper-Zusammensetzung
zu verbessern. Bevorzugte Farbstoffe, deren Auswahl dem Fachmann keinerlei Schwierigkeit
bereitet, sollten eine hohe Lagerstabilität und Unempfindlichkeit gegenüber den übrigen
Inhaltsstoffen der Wasch- oder Reinigungsmittel und gegen Licht sowie keine ausgeprägte
Substantivität gegenüber Textilfasern aufweisen, um diese nicht anzufärben.
[0101] Der Farbstoff ist ein üblicher Farbstoff, der für unterschiedliche Wasch- oder Reinigungsmittel
eingesetzt werden kann. Vorzugsweise ist der Farbstoff ausgewählt aus Acid Red 18
(CI 16255), Acid Red 26, Acid Red 27, Acid Red 33, Acid Red 51, Acid Red 87, Acid
Red 88, Acid Red 92, Acid Red 95, Acid Red 249 (CI 18134), Acid Red 52 (CI 45100),
Acid Violet 126, Acid Violet 48, Acid Violet 54, Acid Yellow 1, Acid Yellow 3 (CI
47005), Acid Yellow 11, Acid Yellow 23 (CI 19140), Acid Yellow 3, Direct Blue 199
(CI 74190), Direct Yellow 28 (CI 19555), Food Blue 2 (CI 42090), Food Blue 5:2 (CI
42051:2), Food Red 7(01 16255), Food Yellow 13 (CI 47005), Food Yellow 3 (CI 15985),
Food Yellow 4 (CI 19140), Reactive Green 12, Solvent Green 7 (CI 59040).
[0102] Besonders bevorzugte Farbstoffe sind wasserlösliche Säurefarbstoffe, beispielsweise
Food Yellow 13 (Acid Yellow 3, CI 47005), Food Yellow 4 (Acid Yellow 23, CI 19140),
Food Red 7 (Acid Red 18, CI 16255), Food Blue 2 (Acid Blue 9, CI 42090), Food Blue
5 (Acid Blue 3, CI 42051), Acid Red 249 (CI 18134), Acid Red 52 (CI 45100), Acid Violet
126, Acid Violet48, Acid Blue 80(01 61585), Acid Blue 182, Acid Blue 182, Acid Green
25 (CI 61570), Acid Green 81.
[0103] Ebenso bevorzugt eingesetzt werden auch wasserlösliche Direktfarbstoffe, beispielsweise
Direct Yellow 28 (CI 19555), Direct Blue 199 (CI 74190) und wasserlösliche Reaktiv-Farbstoffe,
beispielsweise Reactive Green 12, sowie die Farbstoffe Food Yellow 3 (CI 15985), Acid
Yellow 184.
[0104] Ebenso bevorzugt eingesetzt werden wässrige Dispersionen folgender Pigment-Farbstoffe,
Pigment Black 7 (CI 77266), Pigment Blue 15 (CI 74160), Pigment Blue 15:1 (CI 74160),
Pigment Blue 15:3 (CI 74160), Pigment Green 7 (CI 74260), Pigment Orange 5, Pigment
Red 112 (CI 12370), Pigment Red 112 (CI 12370), Pigment Red 122 (CI 73915), Pigment
Red 179 (CI 71130), Pigment Red 184 (CI 12487), Pigment Red 188 (CI 12467), Pigment
Red 4 (CI 12085), Pigment Red 5 (CI 12490), Pigment Red 9, Pigment Violet 23 (CI 51319),
Pigment Yellow 1 (CI 28 11680), Pigment Yellow 13 (CI 21100), Pigment Yellow 154,
Pigment Yellow 3 (CI 11710), Pigment Yellow 74, Pigment Yellow 83 (CI 21108), Pigment
Yellow 97. In bevorzugten Ausführungsformen werden folgende Pigmentfarbstoffe in Form
von Dispersionen eingesetzt: Pigment Yellow 1 (CI 11680), Pigment Yellow 3 (CI 11710),
Pigment Red 112 (CI 12370), Pigment Red 5 (CI 12490), Pigment Red 181 (CI 73360),
Pigment Violet 23 (CI 51319), Pigment Blue 15:1 (CI 74160), Pigment Green 7 (CI 74260),
Pigment Black 7 (CI 77266).
[0105] In ebenfalls bevorzugten Ausführungsformen werden wasserlösliche Polymerfarbstoffe,
beispielsweise Liquitint, Liquitint Blue HP, Liquitint Blue MC, Liquitint Blue 65,
Liquitint Cyan 15, Liquitint Patent Blue,Liquitint Violet 129, Liquitint Royal Blue,
Liquitint Experimental Yellow 8949-43, Liquitint Green HMC, Liquitint Yellow LP, Liquitint
Yellow II und Mischungen daraus eingesetzt.
[0106] Besonders bevorzugt ist der Einsatz wasserlöslicher Farbstoffe, wobei wasserlösliche
Polymerfarbstoffe ganz besonders bevorzugt eingesetzt werden.
[0107] Zur Gruppe der ganz besonders bevorzugten Farbstoffe zählen Acid Blue 3, Acid Yellow
23, Acid Red 33, Acid Violet 126, Liquitint Yellow LP, Liquitint Cyan 15, Liquitint
Blue HP und Liquitint Blue MC.
[0108] Der Gewichtsanteil des Farbstoffs an der Schmelzkörper-Zusammensetzung beträgt vorzugsweise
0,001 bis 0,5 Gew.-%, vorzugsweise 0,002 bis 0,2 Gew.-%.
[0109] Sowohl die in Schritt i) als auch in Schritt ii) herzustellende Schmelzdispersion
kann, neben den bereits erwähnten Komponenten, weitere Inhaltsstoffe umfassen. Geeignete
zusätzliche Inhaltsstoffe können, beispielsweise und ohne Einschränkung, ausgewählt
sein aus der Gruppe bestehend aus Füllstoffen, Perlglanzmitteln, Haut-pflegenden Verbindungen,
Textil-pflegenden Verbindungen und Bitterstoffen.
[0110] Gemäß einigen Ausführungsformen zeichnet sich das hierin beschriebene Verfahren dadurch
aus, dass die Textil-pflegende Verbindung ausgewählt wird aus Textil-weichmachenden
Verbindungen, Silikonölen, Antiredepositionsmitteln, optischen Aufhellern, Vergrauungsinhibitoren,
Einlaufverhinderern, Knitterschutzmitteln, Farbübertragungsinhibitoren, antimikrobiellen
Wirkstoffen, Germiziden, Fungiziden, Antioxidantien, Antistatika, Bügelhilfsmitteln,
Phobier- und Imprägniermitteln, Quell- und Schiebefestmitteln, UV-Absorber sowie Mischungen
daraus.
[0111] Gemäß einigen Ausführungsformen zeichnet sich das hierin beschriebene Verfahren dadurch
aus, dass die Textil-pflegende Verbindung eine Textil-weichmachende Verbindung ist,
vorzugsweise ausgewählt aus Polysiloxanen, Textil-weichmachenden Tonen, kationischen
Polymeren und Mischungen daraus.
[0112] Wie ebenfalls bereits dargelegt, kann die Schmelzkörper-Zusammensetzung, die wie
hierin beschrieben hergestellt wird, in verschiedenen Ausführungsformen ferner mindestens
eine Textil-pflegende Verbindung umfassen. Unter einer Textil-pflegenden Verbindung
wird in diesem Zusammenhang jede Verbindung verstanden, die damit behandelten textilen
Flächengebilden einen vorteilhaften Effekt vermittelt, wie beispielsweise einen Textil-weichmachenden
Effekt, Knitterfestigkeit bzw. die schädliche oder negative Effekte, die beim Reinigen
und/oder Konditionieren und/oder Tragen auftreten können, wie beispielsweise Verblassen,
Vergrauung, usw., reduziert.
[0113] Die Textil-pflegende Verbindung kann vorzugsweise aus Textil-weichmachenden Verbindungen,
Bleichmitteln, Bleichaktivatoren, Enzymen, Silikonölen, Antiredepositionsmittel, optischen
Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Einlaufverhinderer, Knitterschutzmittel, Farbübertragungsinhibitoren,
antimikrobiellen Wirkstoffen, Germiziden, Fungiziden, Antioxidantien, Antistatika,
Bügelhilfsmitteln, Phobier- und Imprägniermitteln, Quell- und Schiebefestmitteln,
UV-Absorber sowie Mischungen daraus ausgewählt werden.
[0114] Es ist insbesondere bevorzugt, dass die Textil-pflegende Verbindung eine Textil-weichmachende
Verbindung ist. Dabei ist ganz besonders bevorzugt, dass die Textil-weichmachende
Verbindung aus Polysiloxanen, Textil-weichmachenden Tonen, kationischen Polymeren
und Mischungen daraus ausgewählt ist.
[0115] Die Verwendung von Polysiloxanen und/oder kationischen Polymeren als Textil-pflegende
Verbindung in der Schmelzkörper-Zusammensetzung ist vorteilhaft, da diese nicht nur
einen weichmachenden Effekt zeigen, sondern auch den Parfümeindruck auf der Wäsche
verstärken. Die Verwendung von weichmachenden Tonen als Textil-pflegende Verbindung
in der Schmelzkörper-Zusammensetzung ist vorteilhaft, da diese zusätzlich einen Wasser-enthärtenden
Effekt aufweisen und so beispielsweise Kalkablagerungen auf der Wäsche verhindert
werden können. Um eine optimale Leistung zu erzielen, kann es bevorzugt sein, dass
eine Schmelzkörper-Zusammensetzung eine Kombination von wenigstens zwei Textil-pflegenden
Verbindungen enthält.
[0116] Wenn die erfindungsgemäß hergestellte Schmelzkörper-Zusammensetzung derartige Textil-pflegende
Verbindungen enthält, wird sie insbesondere als Textilpflegemittel oder Weichspüler
oder als Bestandteil eines solchen Mittels oder auch als Bestandteil eines Waschmittels
eingesetzt.
[0117] Ein solcher Weichspüler kann im Hauptwaschgang eines automatischen Wasch- oder Reinigungsverfahrens
eingesetzt werden. Die Schmelzkörper-Zusammensetzung kann beispielsweise zusammen
mit dem Wasch- oder Reinigungsmittel in die Trommel oder die Einspülkammer einer Waschmaschine
gegeben werden. Dies hat den Vorteil, dass kein zusätzlicher Spülgang notwendig ist
und keine unschönen Ablagerungen in der Einspülkammer auftreten
[0118] Weiterhin kann eine wie hierin beschrieben hergestellte feste Schmelzkörper-Zusammensetzung
im Waschgang eines Wäschereinigungsverfahrens eingesetzt werden und so die Textil-pflegende
Verbindung und das Parfüm bereits direkt zu Beginn des Waschverfahrens zur Wäsche
transportieren, um so ihr volles Potential entfalten zu können. Weiterhin ist diese
feste Schmelzkörper-Zusammensetzung einfacher und besser zu handhaben als flüssige
Zusammensetzungen, da keine Tropfen am Flaschenrand zurückbleiben, die bei der anschließenden
Lagerung der Flasche zu Rändern auf dem Untergrund oder zu unschönen Ablagerungen
im Bereich des Verschlusses führen. Dasselbe gilt für den Fall, dass bei der Dosierung
etwas von der Schmelzkörper-Zusammensetzung versehentlich verschüttet wird. Die verschüttete
Zusammensetzung kann auch einfacher und sauberer entfernt werden.
[0119] Ein bevorzugt einsetzbares Polysiloxan weist zumindest folgende Struktureinheit auf
mit
R1= unabhängig voneinander C1-C30-Alkyl, vorzugsweise C1-C4-Alkyl, insbesondere Methyl oder Ethyl,
n = 1 bis 5000, vorzugsweise 10 bis 2500, insbesondere 100 bis 1500.
[0120] Es kann bevorzugt sein, dass das Polysiloxan zusätzlich auch folgende Struktureinheit
aufweist: mit
R1= C1-C30-Alkyl, vorzugsweise C1-C4-Alkyl, insbesondere Methyl oder Ethyl,
Y = ggf. substituiertes, lineares oder verzweigtes C1-C20-Alkylen, vorzugsweise -(CH2)m- mit m= 1 bis 16, vorzugsweise 1 bis 8, insbesondere 2 bis 4, im speziellen 3,
R2, R3 = unabhängig voneinander H oder gegebenenfalls substituiertes, lineares oder verzweigtes
C1-C30-Alkyl, vorzugsweise mit Aminogruppen substituiertes C1-C30-Alkyl, besonders bevorzugt -(CH2)b-NH2 mit b = 1 bis 10, äußerst bevorzugt b = 2,
x = 1 bis 5000, vorzugsweise 10 bis 2500, insbesondere 100 bis 1500.
[0121] Weist das Polysiloxan nur die Struktureinheit a) mit R
1 = Methyl auf, handelt es sich um ein Polydimethylsiloxan. Polydimethylpolysiloxane
sind als effiziente Textil-pflegende Verbindungen bekannt.
[0122] Geeignete Polydimethysiloxane umfassen DC-200 (ex Dow Corning), Baysilone
® M 50, Baysilone
® M 100, Baysilone
® M 350, Baysilone
® M 500, Baysilone
® M 1000, Baysilone
® M 1500, Baysilone
® M 2000 oder Baysilone
® M 5000 (alle ex GE Bayer Silicones).
[0123] Es kann allerdings auch bevorzugt sein, dass das Polysiloxan die Struktureinheiten
a) und b) enthält. Ein besonders bevorzugtes Polysiloxan weist die folgende Struktur
auf:
(CH
3)
3Si-[O-Si(CH
3)
2]
n-[O-Si(CH
3){(CH
2)
3-NH-(CH
2)
2-NH
2}]
x-OSi(CH
3)
3
wobei die Summe n + x eine Zahl zwischen 2 und 10.000 ist.
[0124] Geeignete Polysiloxane mit den Struktureinheiten a) und b) sind beispielsweise kommerziell
unter den Markennamen DC2-8663, DC2-8035, DC2-8203, DC05-7022 oder DC2-8566 (alle
ex Dow Corning) erhältlich. Erfindungsgemäß ebenfalls geeignet sind beispielsweise
die im Handel erhältlichen Produkte Dow Corning
® 7224, Dow Corning
® 929 Cationic Emulsion oder Formasil 410 (GE Silicones).
[0125] Ein geeigneter Textil-weichmachender Ton ist beispielsweise ein Smectit-Ton. Bevorzugte
Smectit-Tone sind Beidellit-Tone, Hectorit-Tone, Laponit-Tone, Montmorillonit-Tone,
Nontronit-Tone, Saponit-Tone, Sauconit-Tone und Mischungen daraus. Montmorillonit-Tone
sind die bevorzugten weichmachenden Tone. Bentonite enthalten hauptsächlich Montmorillonite
und können als bevorzugte Quelle für den Textil-weichmachenden Ton dienen. Die Bentonite
können als Pulver oder Kristalle eingesetzt werden.
[0126] Geeignete Bentonite werden beispielsweise unter den Bezeichnungen Laundrosil
® von der Firma Süd-Chemie oder unter der Bezeichnung Detercal von der Firma Laviosa
vertrieben. Es ist bevorzugt, dass die Textil-pflegende Zusammensetzung einen pulverförmigen
Bentonit als Textil-pflegende Verbindung enthält.
[0127] Geeignete kationische Polymere sind unter der Sammelbezeichnung "Polyquaternium"
zusammengefasst. Im Folgenden sind einige geeignete Polyquaternium-Verbindungen genauer
aufgeführt.
POLYQUATERNIUM-1 (CAS-Nummer: 68518-54-7)
Definition: {(HOCH2CH2)3N+-CH2CH=CHCH2-[N+(CH3)2-CH2CH=CHCH2]x-N+(CH2CH2OH)3}[Cl-]x+2
POLYQUATERNIUM-2 (CAS-Nummer: 63451-27-4)
Definition: [-N(CH3)2-CH2CH2CH2-NH-C(O)-NH-CH2CH2CH2-N(CH3)2-CH2CH2OCH2CH2-]2+(Cl-)2
POLYQUATERNIUM-3
Definition: Copolymer von Acrylamid und Trimethylammoniumethylmethacrylatmethosulfat
POLYQUATERNIUM-4 (CAS-Nummer: 92183-41-0)
Definition: Copolymer von Hydroxyethylcellulose und Diallyldimethylammoniumchlorid
Beispielsweise erhältlich als Celquat® H 100 oder Celquat® L200 (ex National Starch)
POLYQUATERNIUM-5 (CAS-Nummer: 26006-22-4)
Definition: Copolymer von Acrylamid und β-Methacrylyloxyethyltrimethylammoniummethosulfat.
POLYQUATERNIUM-6 (CAS-Nummer: 26062-79-3)
Definition: Polymer von Dimethyldiallylammoniumchlorid
POLYQUATERNIUM-7 (CAS-Nummer: 26590-05-6)
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz bestehend aus Acrylamid- und Dimethyldiallylammoniumchlorid-Monomeren.
POLYQUATERNIUM-8
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz von Methyl- und Stearyldimethylaminoethylmethacrylat,
welches mit Dimethylsulfat quaternierte wurde
POLYQUATERNIUM-9
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz von Polydimethylaminoethylmethacrylat,
welches mit Methylbromid quaternierte wurde
POLYQUATERNIUM-11 (CAS-Nummer: 53633-54-8)
Definition: Quaternäres Ammoniumpolymer, welches durch Umsetzung von Diethylsulfat
mit dem Copolymer von Vinylpyrrolidon und Dimethylaminoethylmethacrylat gebildet wird.
POLYQUATERNIUM-12 (CAS-Nummer: 68877-50-9)
Definition: Quaternäres Ammoniumpolymersalz, welches durch Umsetzung des Ethylmethacrylat/-
Abietylmethacrylat/Diethylaminoethylmethacrylat-Copolymers mit Dimethylsulfat erhältlich
ist
POLYQUATERNIUM-13 (CAS Nummer: 68877-47-4)
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz, welches durch Umsetzung des Ethylmethacrylat/Oleylmethacrylat/Diethylaminoethylmethacrylat-Copolymers
mit Dimethylsulfat erhältlich ist
POLYQUATERNIUM-14 (CAS-Nummer: 27103-90-8)
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz der Formel -{-CH2-C-(CH3)-[C(O)O-CH2CH2-N(CH3)3-]}x+[CH3SO4]-x
POLYQUATERNIUM-15 (CAS-Nummer: 35429-19-7)
Definition: Copolymer von Acrylamid und β-Methacrylyloxyethyltrimethylammoniumchlorid
POLYQUATERNIUM-16 (CAS-Nummer: 95144-24-4)\
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz, gebildet aus Methylvinylimidazoliumchlorid
und Vinylpyrrolidon
POLYQUATERNIUM-17 (CAS-Nummer: 90624-75-2)
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz, welches durch Umsetzung von Adipinsäure
und Dimethylaminopropylamin mit Dichlorethylether erhältlich ist.
POLYQUATERNIUM-18
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz, welches durch Umsetzung von Azelainsäure
und Dimethylaminopropylamin mit Dichlorethylether erhältlich ist.
POLYQUATERNIUM-19
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz, welches durch Umsetzung von Polyvinylalkohol
mit 2,3-Epoxypropylamin erhältlich ist.
POLYQUATERNIUM-20
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz, welches durch Umsetzung von Polyvinyloctadecylether
mit 2,3-Epoxypropylamin erhältlich ist.
POLYQUATERNIUM-21 (CAS-Nummer: 102523-94-4)
Definition: Polysiloxan/Polydimethyldialkylammoniumacetat-Copolymer
POLYQUATERNIUM-22 (CAS-Nummer: 53694-17-0)
Definition: Dimethyldiallylammoniumchlorid/Acrylsäure-Copolymer
POLYQUATERNIUM-24 (CAS-Nummer: 107987-23-5)
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz aus der Umsetzung von Hydroxyethylcellulose
mit einem mit Lauryldimethylammonium substituierten-Epoxid
POLYQUATERNIUM-27
Definition: Blockcopolymer aus der Umsetzung von Polyquaternium-2 mit Polyquaternium-17.
POLYQUATERNIUM-28 (CAS-Nummer: 131954-48-8)
Definition: Vinylpyrrolidon/Methacrylamidopropyltrimethylammoniumchlorid-Copolymer
POLYQUATERNIUM-29
Definition: Chitosan, welches mit Propylenoxid umgesetzt und mit Epichlorhydrin quaternisiert
wurde
POLYQUATERNIUM-30
Definition: Polymeres quaternäres Ammoniumsalz der Formel: -[CH2C(CH3)(C(O)OCH3)]x-[CH2C(CH3)(C(O)OCH2CH2N+(CH3)2CH2COO-)]y-
POLYQUATERNIUM-31 (CAS-Nummer. 136505-02-7)
POLYQUATERNIUM-32 (CAS-Nummer: 35429-19-7)
Definition: Polymer von N,N,N-Trimethyl-2-[(2-methyl-1-oxo-2-propenyl)oxy]-ethanaminiumchlorid
mit 2-Propenamid
POLYQUATERNIUM-37 (CAS-Nummer: 26161-33-1)
Definition: Homopolymer von Methacryloyltrimethylchlorid Beispielsweise erhältlich
als Synthalen® CR (ex 3V Sigma)
POLYQUATERNIUM-44 (CAS-Nummer: 150595-70-5)
Definition: Quaternäres Ammoniumsalz des Copolymers von Vinylpyrrolidon und quaternisiertem
Imidazolin
POLYQUATERNIUM-68 (CAS-Nummer: 827346-45-2)
Definition: Quaternisiertes Copolymer von Vinylpyrrolidon, Methacrylamid, Vinylimidazol
und quaternisiertem Vinylimidazol
[0128] In verschiedenen Ausführungsformen kann die Schmelzkörper-Zusammensetzung eine Textil-weichmachende
Verbindung und eine oder mehr weitere Textil-pflegende Verbindung(en) enthalten.
[0129] Die Menge an Textil-pflegender Verbindung in der Schmelzkörper-Zusammensetzung kann,
in verschiedenen Ausführungsformen, 0,1 bis 15 Gew.-% und bevorzugt zwischen 0,5 und
12 Gew.-% betragen. Insbesondere handelt es sich bei einer solchen Textil-pflegenden
Verbindung um Bentonit.
[0130] Die Schmelzkörper-Zusammensetzung kann optional weitere Inhaltsstoffe enthalten.
Um die anwendungstechnischen und/oder ästhetischen Eigenschaften der Schmelzkörper-Zusammensetzung
unabhängig von ihrem Einsatzzweck zu verbessern, kann diese zusätzliche Inhaltsstoffe
enthalten, vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Perlglanzmitteln,
Haut-pflegenden Verbindungen, Bitterstoffen und Mischungen daraus.
[0131] Die Schmelzkörper-Zusammensetzung kann zur Erhöhung des Glanzes ein Perlglanzmittel
enthalten. Beispiele für geeignete Perlglanzmittel sind Ethylenglykolmono- und -distearat
sowie PEG-3-distearat.
[0132] Weiterhin kann die Schmelzkörper-Zusammensetzung eine hautpflegende Verbindung umfassen.
[0133] Unter einer hautpflegenden Verbindung wird eine Verbindung oder eine Mischung aus
Verbindungen verstanden, die bei Kontakt eines Textils mit dem Waschmittel auf das
Textil aufziehen und bei Kontakt des Textils mit Haut der Haut einen Vorteil verleihen
verglichen mit einem Textil, welche nicht mit der erfindungsgemäßen Schmelzkörper-Zusammensetzung
behandelt wurde. Dieser Vorteil kann beispielsweise den Transfer der hautpflegenden
Verbindung vom Textil auf die Haut, einen geringeren Wassertransfer von der Haut auf
das Textil oder eine geringere Reibung auf der Hautoberfläche durch das Textil umfassen.
[0134] Die hautpflegende Verbindung ist vorzugsweise hydrophob, kann flüssig oder fest sein
und muss kompatibel mit den anderen Inhaltsstoffen der festen, Textil-pflegenden Schmelzkörper-Zusammensetzung
sein. Die hautpflegende Verbindung kann beispielsweise
- a) Wachse wie Carnauba, Spermaceti, Bienenwachs, Lanolin, Derivate davon sowie Mischungen
daraus;
- b) Pflanzenextrakte, zum Beispiel pflanzliche Öle wie Avokadoöl, Olivenöl, Palmöl,
Palmenkernöl, Rapsöl, Leinöl, Sojaöl, Erdnussöl, Korianderöl, Ricinusöl, Mohnöl, Kakaoöl,
Kokosnussöl, Kürbiskernöl, Weizenkeimöl, Sesamöl, Sonnenblumenöl, Mandelöl, Macadamianussöl,
Aprikosenkernöl, Haselnussöl, Jojobaöl oder Canolaöl, Kamille, Aloe Vera sowie Mischungen
daraus;
- c) höhere Fettsäuren wie Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure,
Behensäure, Ölsäure, Linolsäure, Linolensäure, Isostearinsäure oder mehrfach ungesättigte
Fettsäuren;
- d) höhere Fettalkohole wie Laurylalkohol, Cetylalkohol, Stearylalkohol, Oleylalkohol,
Behenylalkohol oder 2-Hexadecanol,
- e) Ester wie Cetyloctanoat, Lauryllactat, Myristyllactat, Cetyllactat, Isopropylmyristat,
Myristylmyristat, Isopropylpalmitat, Isopropyladipat, Butylstearat, Decyloleat, Cholesterolisostearat,
Glycerolmonostearat, Glyceroldistearat, Glyceroltristearat, Alkyllactat, Alkylcitrat
oder Alkyltartrat;
- f) Kohlenwasserstoffe wie Paraffine, Mineralöle, Squalan oder Squalen;
- g) Lipide;
- h) Vitamine wie Vitamin A, C oder E oder Vitaminalkylester;
- i) Phospholipide;
- j) Sonnenschutzmittel wie Octylmethoxylcinnamat und Butylmethoxybenzoylmethan;
- k) Silikonöle wie lineare oder cyclische Polydimethylsiloxane, Amino-, Alkyl-, Alkylaryl-
oder Arylsubstituierte Silikonöle und
- l) Mischungen daraus umfassen.
[0135] Die Menge an hautpflegender Verbindung beträgt vorzugsweise zwischen 0,01 und 10
Gew.-%, vorzugsweise zwischen 0,1 und 5 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt zwischen
0,3 und 3 Gew.-% bezogen auf die feste Schmelzkörper-Zusammensetzung. Es kann sein,
dass die Hautpflegende Verbindung zusätzlich auch einen Textil-pflegenden Effekt besitzt.
[0136] Um eine orale Aufnahme der Schmelzkörper durch Menschen, insbesondere Kinder, oder
Tiere zu verhindern, kann diese einen Bitterstoff wie Bitrex
® enthalten.
[0138] In verschiedenen Ausführungsformen ist es bevorzugt, dass der Schmelzkörper neben
dem Trägermaterial, dem mindestens einen Feststoff, dem mindestens einen Ästhetikum
keine weiteren Verbindungen in nennenswerter Menge (d.h. in Mengen >1 Gew.-% bezogen
auf das Gesamtgewicht des Schmelzkörpers) enthält.
[0139] Ein weiterer Gegenstand ist ein parfüm- und farbstoffhaltiger Schmelzkörper, der
nach einem wie hierin beschriebenen Verfahren hergestellt wurde. Ein besonderer Vorteil
eines solchen Schmelzkörpers ist die verbesserte Duft- oder Farbqualität, die durch
eine vergleichsweise geringe Verweilzeit der Duft- oder Farbkomponente bei erhöhten
Temperaturen, d.h. Temperaturen entsprechend der Schmelztemperatur des jeweiligen
Trägermaterials, gewährleistet wird.
[0140] Bei der Hauptkomponente der wie hierin beschrieben hergestellten Schmelzkörper handelt
es sich um mindestens ein wasserlösliches oder wasserdispergierbares Trägermaterial,
wie bereits oben beschrieben.
[0141] Bei den Ästhetika-haltigen Schmelzkörpern, die gemäß einem Verfahren wie hierin beschrieben
hergestellt wurde, handelt es sich um Schmelzkörper, die bei Raumtemperatur und Temperaturen
bis 30°C, vorzugsweise bis 40°C fest sind.
[0142] Erwähnt sei auch die Verwendung der wie hierin beschrieben hergestellten Schmelzkörper
als Textilpflegemittel, vorzugsweise Beduftungsmittel und/oder Weichspüler, zum Beduften
und/oder Konditionieren von textilen Flächengebilden. Die Schmelzkörper können dabei
ein Textilbehandlungsmittel, wie beispielsweise ein Weichspüler oder ein Teil eines
solchen Mittels sein.
[0143] Ferner offenbart ein Wasch- oder Reinigungsmittel, umfassend die erfindungsgemäßen
Schmelzkörper.
[0144] Durch das Einbringen der erfindungsgemäß hergestellten Schmelzkörper in ein Wasch-
oder Reinigungsmittel steht dem Verbraucher ein Textil-pflegendes Wasch- oder Reinigungsmittel
("2in1"-Wasch- oder Reinigungsmittel) zur Verfügung und er braucht nicht zwei Mittel
zu dosieren sowie keinen separaten Spülgang. Da die erfindungsgemäß hergestellten
Schmelzkörper parfümhaltig sind, muss nicht auch das Wasch- oder Reinigungsmittel
parfümiert werden. Dies führt nicht nur zu geringeren Kosten, sondern ist auch für
Verbraucher mit empfindlicher Haut und/oder Allergien vorteilhaft.
[0145] Die hierin beschriebenen Schmelzkörper eignen sich insbesondere zum Konditionieren
von textilen Flächengebilden und werden dazu zusammen mit einem herkömmlichen Wasch-
oder Reinigungsmittel im (Haupt)Waschgang eines herkömmlichen Wasch- und Reinigungsprozesses
mit den textilen Flächengebilden in Kontakt gebracht.
[0146] Ist der erfindungsgemäß hergestellte Schmelzkörper Teil eines Wasch- oder Reinigungsmittels,
kann ein festes Wasch- oder Reinigungsmittel vorzugsweise mit 1 bis 20 Gew.-%, insbesondere
mit 5 bis 15 Gew.-%, der erfindungsgemäßen Schmelzkörper-Zusammensetzung gemischt
werden.
[0147] Die im Zusammenhang mit den erfindungsgemäßen Verfahren beschriebenen bevorzugten
Ausführungsformen sind ebenfalls auf die Schmelzkörper als solche, die diese enthaltenden
Wasch- und Reinigungsmittel sowie die hierin beschriebenen Verwendungen übertragbar
und umgekehrt.