| (19) |
 |
|
(11) |
EP 3 730 221 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
09.04.2025 Patentblatt 2025/15 |
| (22) |
Anmeldetag: 17.04.2020 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM ÜBERWACHEN EINES WENIGSTENS EINEN BESCHICHTUNGSVORGANG
AUFWEISENDEN BESCHICHTUNGSPROZESSES
DEVICE AND METHOD FOR MONITORING A COATING PROCESS INVOLVING AT LEAST ONE COATING
PROCESS
DISPOSITIF ET PROCÉDÉ DE SURVEILLANCE D'UN PROCESSUS DE REVÊTEMENT COMPORTANT AU MOINS
UN PROCESSUS DE REVÊTEMENT
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
25.04.2019 DE 102019110661
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
28.10.2020 Patentblatt 2020/44 |
| (73) |
Patentinhaber: Intrinex GmbH |
|
56767 Kolverath (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Bretz, Thomas
79117 Freiburg im Breisgau (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 613 138 GB-A- 2 555 125
|
DE-A1- 102017 118 609
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Überwachen eines wenigstens einen Beschichtungsvorgang
aufweisenden Beschichtungsprozesses gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Überwachen eines wenigstens einen
Beschichtungsvorgang aufweisenden Beschichtungsprozesses gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 13.
[0003] Eine derartige Vorrichtung und ein derartiges Verfahren zum Überwachen eines wenigstens
einen Beschichtungsvorgang aufweisenden Beschichtungsprozesses sind aus
DE 10 2017 118 609 A1 bekannt. Bei der vorbekannten Vorrichtung und dem vorbekannten Verfahren ist eine
Trägerplatte vorhanden, die eine durch eine kreisförmige Ausnehmung gebildete Zentralfreimachung
und eine Anzahl von um die Zentralfreimachung angeordneten Aufnahmeräumen aufweist.
Die Vorrichtung verfügt weiterhin über eine Drehscheibe, die drehbar in der Zentralfreimachung
der Trägerplatte gelagert ist und die wenigstens eine Analyseausnehmung aufweist.
Weiterhin ist die vorbekannte Vorrichtung mit einem Antrieb ausgestattet, mit dem
die Drehscheibe in wenigstens einer Drehrichtung zu einer Drehung antreibbar ist,
und verfügt über eine Triggereinheit zum Ansteuern des Antriebs. Dadurch lässt beziehungsweise
lassen sich durch aufeinanderfolgendes Drehen der Drehscheibe insbesondere nach Durchführen
des gesamten Beschichtungsprozesses die bei jeweils einem Beschichtungsvorgang aufgetragene
Schicht beziehungsweise aufgetragenen Schichten beispielsweise zu Zwecken der Prozesssteuerung
oder Qualitätssicherung untersuchen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren der
eingangs genannten Art anzugeben, mit denen sich ein wenigstens einen Beschichtungsvorgang
aufweisender Beschichtungsprozess in situ sehr genau überwachen lässt.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren zum Überwachen eines wenigstens einen Beschichtungsvorgang
aufweisenden Beschichtungsprozesses mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs
13 gelöst.
[0007] Dadurch, dass bei der Vorrichtung und bei dem Verfahren gemäß der Erfindung die Triggereinheit
über eine eine Sensoreinheit aufweisende Steuerelektronik ansteuerbar ist und die
Sensoreinheit für einen Beschichtungsprozess charakteristische und auch miteinander
verknüpfbare Messsignale liefert, lässt sich die Drehscheibe mit der Analyseausnehmung
sehr genau beispielsweise zu Beginn oder am Ende eines Beschichtungsvorgangs versetzen.
Dadurch lässt beziehungsweise lassen sich die während eines Beschichtungsvorgangs
abgeschiedene Schicht beziehungsweise abgeschiedenen Schichten im Rahmen einer Auswertung
insbesondere zu Zwecken der Prozesssteuerung und Qualitätsüberwachung sehr genau untersuchen,
da sichergestellt ist, dass das Abscheiden der Schicht oder der Schichten in dem unter
der Analyseausnehmung liegenden Bereich eines Substrats sehr genau mit dem jeweiligen
Beschichtungsvorgang synchronisiert ist beziehungsweise sind.
[0008] Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
[0009] Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung mit Bezug auf
die Figuren der Zeichnung.
[0010] Es zeigen:
- Fig. 1
- zeigt in einer perspektivischen Ansicht ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung
gemäß der Erfindung, die in einem Eckbereich einer Flachglasplatte als Substrat aufgelegt
ist, mit Blick auf eine auf eine Trägerplatte aufgelegte Deckplatte,
- Fig. 2
- in einer perspektivischen Ansicht das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 mit abgenommener
Deckplatte mit Blick auf eine mit einer Zahnstruktur ausgebildeten Drehscheibe sowie
auf in Aufnahmeräumen angeordneten weiteren Komponenten,
- Fig. 3
- in einer perspektivischen Ansicht die Trägerplatte des Ausführungsbeispiels gemäß
Fig. 1 und Fig. 2 mit einem eine Zentralfreimachung umgebenden Drehscheibenlagerring,
- Fig. 4
- in einem Blockschaubild wesentliche elektrische und elektromechanische Elemente des
Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 1 und Fig. 2,
- Fig. 5
- in einem beispielhaften Schaubild den zeitlichen Verlauf von durch einfallende elektromagnetische
Strahlung im sichtbaren oder ultravioletten Spektralbereich gebildeten Messsignalen
beim beispielhaften Durchführen eines Verfahrens gemäß der Erfindung mit in etwa gleichbleibenden
Maximalintensitäten,
- Fig. 6
- in einem beispielhaften Schaubild den zeitlichen Verlauf von durch einfallende elektromagnetische
Strahlung im sichtbaren oder ultravioletten Spektralbereich gebildeten Messsignalen
beim beispielhaften Durchführen eines Verfahrens gemäß der Erfindung mit sich verändernden
Maximalintensitäten und
- Fig. 7
- in einem Blockschaubild wesentliche elektronische und elektromechanische Elemente
einer Weiterbildung des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 4.
[0011] Fig. 1 zeigt in einer perspektivischen Ansicht einen Eckbereich 103 einer Flachglasplatte
106 als Substrat für einen vorzugsweise mehrere Beschichtungsvorgänge aufweisenden
Beschichtungsprozess. In dem Eckbereich 103 der Flachglasplatte 106 ist als Ausführungsbeispiel
einer Vorrichtung gemäß der Erfindung ein Messgerät 109 aufgelegt und zweckmäßigerweise
mittels eines sehr dünnen, gegenüber einem Beschichtungsprozess, dem die Flachglasplatte
106 unterzogen wird, widerstandsfähigen Klebebandes lösbar fest mit der Flachglasplatte
106 verbunden. Dadurch verbleibt das Messgerät 109 während des Beschichtungsprozesses
auf der Flachglasplatte 106 für eine in-situ-Überwachung eines Beschichtungsprozesses
an Ort und Stelle.
[0012] Das Messgerät 109 weist eine quaderartige Gestalt mit einer rechteckförmigen Grundfläche
und einer gegenüber den Seitenkanten der Grundfläche sehr niedrigen Höhe von einigen
Millimetern bis typischerweise höchstens etwa 10 Millimeter auf, um die maximale Durchlaufhöhe
von bei dem Beschichtungsprozess eingesetzten Abscheideeinrichtungen für auf die Flachglasplatte
106 aufzubringenden Schichten einzuhalten oder zu unterschreiten.
[0013] Das Messgerät 109 verfügt als wesentliche, in Fig. 1 sichtbare mechanische Komponenten
über eine Trägerplatte 112 mit einer aus Gründen der Gewichtsersparnis relativ großflächigen,
kreisförmigen Zentralfreimachung 115 als Ausnehmung, in der eine runde, aus Gründen
der Gewichtsersparnis relativ kleinflächig kreisringartig ausgebildete Drehscheibe
118 angeordnet ist, die gegenüber der Trägerplatte 112 drehbar ist. Die Drehscheibe
118 ist mit einer Analyseausnehmung 121 ausgebildet, die in Abhängigkeit der Drehstellung
der Drehscheibe 118 einen definierten Analysebeschichtungsbereich der Flachglasplatte
106 freiliegen lässt. Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die
Abmessungen der Analyseausnehmung 121 in radialer Richtung und in Umfangsrichtung
in etwa gleich.
[0014] Weiterhin ist das Messgerät 109 mit einer Deckplatte 124 ausgestattet, die die Trägerplatte
112 bis auf die Zentralfreimachung 115 auf der der Flachglasplatte 106 abgewandten
Oberseite abdeckt. Die Deckplatte 124 ist über eine Anzahl von Schraubverbindungen
127 lösbar mit der Trägerplatte 112 verbunden.
[0015] In der Deckplatte 124 sind weiterhin Sensorausnehmungen 130, 133 ausgebildet, deren
Zweck weiter unten näher erläutert ist.
[0016] Fig. 2 zeigt in einer perspektivischen Ansicht das anhand Fig. 1 erläuterte Messgerät
109 mit abgenommener und in Fig. 2 demnach nicht dargestellter Deckplatte 124 mit
Blick auf die bei bestimmungsgemäßer Verwendung des Messgeräts 109 einem Substrat,
beispielsweise in Gestalt einer Flachglasplatte 106, abgewandten Oberseite. Die Trägerplatte
112 verfügt über eine Anzahl von bodenseitig geschlossenen Aufnahmeräumen 203, 206,
209, 212, die in Eckbereichen der Trägerplatte 112 um die Zentralfreimachung 115 herum
ausgebildet sind. Zwischen den Aufnahmeräumen 203, 206, 209, 212 erstrecken sich Kabelkanäle
215, 218, 221. In zwei an einer Langseite ausgebildeten Aufnahmeräumen 203, 206 ist
als wiederaufladbarer Speicher für elektrische Energie jeweils ein Akku 224, 227 angeordnet,
die über in Kabelkanälen 215, 218 liegende elektrische Leitungen 230, 233 mit einer
ebenfalls in einem Aufnahmeraum 209 angeordneten Steuerelektronik 236 verbunden sind
und unter anderem diese mit elektrischer Energie versorgen.
[0017] In einem weiteren Aufnahmeraum 212 wiederum ist als Antrieb für ein Drehen der Drehscheibe
118 um jeweils einen Drehschritt über einen bestimmten Winkelbereich, der bei dem
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 zweckmäßigerweise etwas größer als die Erstreckung
der Analyseausnehmung 121 in Umfangsrichtung ist, ein elektromechanischer Kipphebelmechanismus
242 angeordnet, der über eine in einem Kabelkanal 221 liegende elektrische Leitung
239 mit der Steuerelektronik 236 und über diese mit den Akkus 224, 227 ansteuerbar
beziehungsweise mit elektrischer Energie beaufschlagbar ist.
[0018] Die Steuerelektronik 236 ist mit einer Sensoreinheit ausgestattet, die über einen
Strahlungssensor 245 für elektromagnetische Strahlung verfügt, der im Bereich einer
in der Deckplatte 124 ausgebildeten Sensorausnehmung 130 auf der Steuerelektronik
236 positioniert sind. Mit dem Strahlungssensor 245 ist insbesondere bei Beschichtungsvorgängen
eines Beschichtungsprozesses auf ein Substrat wie eine Flachglasplatte 106 applizierte
elektromagnetische Strahlung vom ultravioletten bis nahen infraroten Spektralbereich
in Gestalt von Messsignalen erfassbar. Weiterhin verfügt die Sensoreinheit der Steuerelektronik
236 über einen im Bereich der anderen Sensorausnehmung 133 angeordneten und für langwelligere
Strahlung im nahen bis fernen infraroten Spektralbereich empfindlichen Temperatursensor
248 zum Erfassen der Temperatur der Umgebung des Messgeräts 109 als weiteres Messsignal
und über einen Beschleunigungssensor 251 zum Erfassen der Beschleunigungen, die auf
das Messgerät 109 einwirken, als weiteres Messsignal im zeitlichen Verlauf.
[0019] Die einen Prozessor 254 aufweisende Steuerelektronik 236 ist weiterhin mit einem
Wechseldatenspeicher 257, mit einem Festspeicher 260 und mit einem Programmspeicher
263 bestückt, wobei während eines Beschichtungsprozesses in dem Wechseldatenspeicher
257 und in dem Festspeicher 260 die Messsignale in deren zeitlichen Verlauf abspeicherbar
sind, während in dem Programmspeicher 263 im Zugriff ein den Prozessor 254 steuerndes
Programm abgelegt ist.
[0020] Zum Zugriff auf den Festspeicher 260 und den Programmspeicher 263 sind drahtgebundene
Schnittstellen 266 zum Datenaustausch sowie zum Aufladen der Akkus 224, 227 und eine
drahtlose Schnittstelle 269 zum Datenaustausch in der Steuerelektronik 236 integriert.
[0021] Der über einen Leitungsverteiler 272 mit der an die Steuerelektronik 236 angeschlossenen
elektrischen Leitung 239 verbundene elektromechanische Kipphebelmechanismus 242 ist
mit einem elektromagnetisch arbeitenden Antrieb 275 ausgestattet, mit dem über einen
sich in Richtung der Drehscheibe 118 erstreckenden und zwischen zwei Anschlagnasen
278, 281 angeordneten Zwischenhebel 284 ein Schwenkhebel 287 anlenkbar ist, der in
der Darstellung gemäß Fig. 2 über einen Rastzahn 290 mit einer umfänglich an der Drehscheibe
118 ausgebildeten Zahnstruktur 293 in Eingriff ist. Der Schwenkhebel 287 ist mit einer
Rückzugsfeder 296 als Rückzug bei nicht angesteuertem Kipphebelmechanismus 242 im
Eingriff mit der Zahnstruktur 293 gehalten.
[0022] Fig. 3 zeigt in einer perspektivischen Ansicht die Trägerplatte 112 ohne die in der
gemäß der Beschreibung zu Fig. 2 in der Trägerplatte 112 verbauten Komponenten bei
dem anhand Fig. 1 und Fig. 2 erläuterten Messgerät 109 als Ausführungsbeispiel einer
Vorrichtung gemäß der Erfindung. Aus Fig. 3 ist ersichtlich, dass die Anschlagsnasen
278, 281 einander gegenüberliegen und dass zwischen ihnen ein Freiraum zur Aufnahme
des in Fig. 3 nicht dargestellten Zwischenhebels 284 belassen ist. Zwischen den Anschlagsnasen
278, 281 ist ein Gelenkstift 303 vorhanden, an dem der Zwischenhebel 284 drehbar gelagert
ist. Bei Betätigen des Zwischenhebels 284 mittels des Antriebs 275 wirken die Anschlagsnasen
278, 281 so auf den Zwischenhebel 284 ein, dass mittels des Rastzahns 290 über die
Zahnstruktur 293 ein Drehen der Drehscheibe 118 und damit der Analyseausnehmung 121
in einer Richtung bewirkt ist.
[0023] Weiterhin lässt sich der Darstellung gemäß Fig. 3 entnehmen, dass ein Drehscheibenlagerring
306 als Drehscheibenlager aus einem reibungsarmen, chemisch und thermisch widerstandsfähigen
Kunststoffmaterial die Zentralfreimachung 115 der Trägerplatte 112 umgibt, so dass
die Drehscheibe 118 reibungsarm gelagert ist.
[0024] Fig. 4 zeigt in einem Blockschaubild wesentliche elektrische, elektronische und elektromechanische
Komponenten des Messgeräts 109 als Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung gemäß der
Erfindung, die teilweise in der Steuerelektronik 236 integriert und teilweise bereits
insbesondere in Zusammenhang mit Fig. 2 erläutert worden sind. Aus Fig. 4 ist ersichtlich,
dass an den Prozessor 254 der Strahlungssensor 245, der Temperatursensor 248, der
Beschleunigungssensor 251 sowie der Wechseldatenspeicher 257 und der Festspeicher
260 angeschlossen sind. Weiterhin sind an den Prozessor 254 die drahtgebundenen Schnittstellen
266, die Drahtlosschnittstelle 269 sowie die Akkus 224, 227 mit einer Ladeschaltung
403 angeschlossen, die auch die Schnittstellen 266, 269 mit elektrischer Energie versorgen.
An den Prozessor 254 ist weiterhin eine Treiberstufe 406 einer Triggereinheit angeschlossen,
die ebenfalls über die Akkus 224, 227 mit elektrischer Energie versorgbar ist, und
mit der der elektromechanische Antrieb 275 des Kipphebelmechanismus 242 als Aktor
ansteuerbar ist.
[0025] Weiterhin ist in Fig. 4 eine externe Datenverarbeitungseinheit 409 dargestellt, die
über die Schnittstellen 266, 269 mit dem Prozessor 254 verbindbar ist, um Steuersoftware
für den Prozessor 254 einzuspeisen, den Wechseldatenspeicher 257 sowie den Festspeicher
260 auszulesen und das Messgerät 109 zu parametrieren.
[0026] Der Prozessor 254 ist dazu eingerichtet, in Abhängigkeit der von dem Strahlungssensor
245, dem Temperatursensor 248 und/oder dem Beschleunigungssensor 251 gelieferten,
für den oder jeden Beschichtungsvorgang eines Beschichtungsprozesses charakteristischen
Messsignale zum einen diese dem Wechseldatenspeicher 257 und/oder dem Festspeicher
260 einzuschreiben sowie dahingehend zu verarbeiten, dass die Drehscheibe 118 über
Ansteuern des elektromechanischen Antriebs 275 über die Treiberstufe 406 vor oder
nach einem Beschichtungsvorgang zu einer Drehung um einen Drehschritt angetrieben
wird.
[0027] Fig. 5 zeigt in einem Schaubild den Verlauf eines gegen die Zeit t abgetragenen Messsignals
503 bei Durchlauf durch zwei typische Beschichtungsvorgänge eines Beschichtungsprozesses.
Bei dem Messsignal 503 gemäß Fig. 5 handelt es sich um das Ausgangssignal des Strahlungssensors
245, der hier relativ hochenergetische sichtbare oder ultraviolette Strahlung in ihrer
jeweiligen Intensität erfasst.
[0028] Aus Fig. 5 ist ersichtlich, dass bei einem Beschichtungsvorgang, bei dem eine im
sichtbaren oder ultravioletten Spektralbereich emittierende Strahlungsquelle Verwendung
findet, das Messsignal 503 zwischen einer zu Beginn einer ansteigenden Flanke liegenden
Zeit t1 und einer am Ende einer absteigenden Flanke liegenden Zeit t2 ein einziges
Maximum vorhanden ist, während zwischen einer Zeit t3, die zu Beginn einer ansteigenden
Flanke liegt, und einer Zeit t4, die am Ende einer absteigenden Flanke liegt, das
Messsignal 503 während des zugehörigen Beschichtungsvorgangs zwei Maxima aufweist.
Dadurch ist ersichtlich, dass mit dem Messsignal 503 des Strahlungssensors 245 zum
einen der Intensitätsverlauf von für den jeweiligen Beschichtungsvorgang charakteristischer
Strahlung erfassbar ist, aber auch die Beschichtungsvorgänge mit ihren jeweiligen
typischen Intensitätsverläufen an erfasster Strahlung voneinander unterscheidbar und
damit bestimmten Positionen eines Substrats beim Durchlaufen eines Beschichtungsprozesses
zuweisbar sind.
[0029] Der Darstellung gemäß Fig. 5 lässt sich weiterhin entnehmen, dass die Zeitpunkte
t1, t2, t3, t4 grundsätzlich für das Ansteuern des elektromechanischen Antriebs 275
verwendbar sind, da diese für jeweils einen Beschichtungsvorgang charakteristisch
sind.
[0030] Zweckmäßigerweise erfolgt das Aktivieren der Treiberstufe 406 zu den Zeiten t1, t3
zu Beginn einer ansteigenden Flanke bei einem höheren Signalniveau l2 des Messsignals
503, während bei einem tieferen Signalniveau l1 zu den Zeiten t2, t4 am Ende einer
absteigenden Flanke die Drehscheibe 118 in ihre nächste Position gedreht wird. Dadurch
ist eine Schalthysterese erreicht und sichergestellt, dass die Analyseausnehmung 121
zu Beginn eines neuen Beschichtungsvorgangs an ihrer neuen Position ist. Für den Fall,
dass beispielsweise aufgrund eines Defekts der Sensoreinheit kein für das Weiterschalten
verwertbares Messsignal 503 vorhanden sein sollte, ist vorgesehen, dass im Rahmen
einer Notfallprozedur das Weiterschalten nach einem vorgegebenen, an den zu erwartenden
zeitlichen Verlauf des Beschichtungsprozesses angepassten festen Zeitplan erfolgt.
[0031] Zweckmäßigerweise werden die durch die vorteilhafterweise von mehreren Sensoren unterschiedlichen
Typs, wie bei dem erläuterten Ausführungsbeispiel dem Strahlungssensor 245, dem Temperatursensor
248 und dem Beschleunigungssensor 251, bereitgestellten Messsignale derart miteinander
verknüpft, dass sich in der Summe der Messsignale die Gesamtheit der während eines
Beschichtungsprozesses auftretenden Ereignisse wiederspiegelt.
[0032] So lassen sich beispielsweise die Messsignale des Beschleunigungssensors 251 dahingehend
auswerten, dass typische beschleunigte Bewegungen des Substrats beispielsweise zu
Beginn und am Ende eines Beschichtungsprozesses ausgewertet werden, um die Vorrichtung
gemäß der Erfindung anzuschalten und abzuschalten, während die von dem Strahlungssensor
245 und/oder dem Temperatursensor 248 gelieferten Messsignale das schrittweise Drehen
der Drehscheibe 118 auslösen.
[0033] Eine weitere Funktion des Beschleunigungssensors 251 besteht zweckmäßigerweise darin,
über diesen den Gleichlauf der das Substrat bewegenden Fördereinrichtung zu überwachen
und bei Abweichungen beispielsweise durch verschlissene Rollen als Transportelemente
einen Warnhinweis zu veranlassen.
[0034] Bei einer nicht dargestellten Abwandlung des anhand Fig. 1 und Fig. 2 erläuterten
Ausführungsbeispiels ist die Drehscheibe 118 mit einer sich über einen mehrere Drehschritte
der Drehscheibe 118 umfassenden größeren Winkelbereich in Umfangsrichtung erstreckenden
Analyseausnehmung 121 ausgebildet. Dadurch lassen sich im Bereich der kreisbogenartig
ausgebildeten Analyseausnehmung 121 über mehrere Beschichtungsvorgänge Stapel von
Schichten jeweils unterschiedlicher Abfolge analysieren.
[0035] Bei einer weiteren Abwandlung ist vorgesehen, unter Unterdrücken wenigstens eines
Drehschrittes der Drehscheibe 118 die Analyseausnehmung 121 bei wenigstens zwei Beschichtungsvorgängen
unbewegt zu lassen. Dadurch lässt sich ein Stapel von zwei oder mehr Schichten aufbauen
und in diesem Sinne herausfiltern.
[0036] Fig. 6 zeigt in einem Schaubild den Verlauf eines gegen die Zeit t abgetragenen,
einer Intensität I entsprechenden Messsignals 503 bei Durchlauf durch zwei typische
Beschichtungsvorgänge eines Beschichtungsprozesses mit gegenüber dem Schaubild gemäß
Fig. 5 abfallenden Maximalintensitäten, die beispielsweise durch eine sich nach und
nach aufbauende strahlungsabsorbierende Beschichtung auf einem Strahlungssensor 245
verursacht wird. Um unter diesen Umständen weiterhin verlässlich beispielsweise eine
Prozesssteuerung und Qualitätsüberwachung vornehmen zu können, ist vorgesehen, dass
die Steuerelektronik 236 mit einem Schaltschwellenanpassungsmodul ausgestattet ist,
mit dem, wie nachfolgend beispielhaft näher erläutert, die Schaltschwellen anpassbar
sind.
[0037] Mit dem Schaltschwellenanpassungsmodul ist zu einem Zeitpunkt t1, bei dem eine erste
Aktivierungsschaltschwelle lact1, die mit einem vorbestimmten Verhältnis über einer
typischen untersten Minimalintensität Imin1-2 und damit auf einer ansteigenden Flanke
liegt, überschritten worden ist, die Treiberstufe 406 aktivierbar. Anschließend ist
mit dem Schaltschwellenanpassungsmodul ein erstes lokales Intensitätsmaximum Imax1
zum Zeitpunkt t2 bestimmbar und relativ zu dem Intensitätsmaximum Imax1 im Voraus
eine erste Vorschubschaltschwelle Ifwd1 auf der fallenden Flanke zum Weiterschalten
bestimmbar. Nach Unterschreiten der ersten Vorschubschaltschwelle Ifwd1 zum Zeitpunkt
t3 erfolgt ein Erzeugen eines Signals zum Drehen um einen Drehschritt.
[0038] Anschließend ist zu einem Zeitpunkt t4, bei dem eine vorausbestimmte zweite Aktivierungsschaltschwelle
lact2, die mit einem auch unter Berücksichtigung des durch das vorangegangene lokale
Intensitätsmaximum Imax1 vorbestimmten Verhältnis über einer typischen untersten Minimalintensität
Imin1-2 und damit auf einer ansteigenden Flanke liegt, erneut die Treiberstufe 406
aktivierbar. Anschließend ist mit dem Schaltschwellenanpassungsmodul ein zweites lokales
Intensitätsmaximum Imax2 zum Zeitpunkt t5 bestimmbar und im Voraus relativ zu dem
zweiten Intensitätsmaximum Imax2 eine zweite Vorschubschaltschwelle auf der fallenden
Flanke bestimmbar.
[0039] Bei diesem Beispiel ist jedoch mit dem Schaltschwellenanpassungsmodul feststellbar,
dass aufgrund des Vorhandenseins einer Doppelkathode an dieser Stelle vor Unterschreiten
der vorausberechneten zweiten Vorschubschaltschwelle zum Zeitpunkt t6 ein lokales
Minimum Imin3 durchlaufen worden ist, so dass die zweite Vorschubschaltschwelle nicht
mehr unterschritten werden wird. Vielmehr erfolgt ein Erzeugen eines Signals zum Drehen
um einen Drehschritt sowie ein Bestimmen einer dritten Aktivierungsschaltschwelle
lact3 unter Berücksichtigung des vorangegangenen lokalen Intensitätsmaximums Imax2
und des vorangegangenen lokalen Intensitätsminimums Imin3 im Voraus. Nach Überschreiten
der dritten Aktivierungsschaltschwelle lact3 zum Zeitpunkt t7 ist die Treiberstufe
406 wieder aktivierbar.
[0040] Anschließend ist mit dem Schaltschwellenanpassungsmodul ein drittes lokales Intensitätsmaximum
Imax3 zum Zeitpunkt t8 und relativ zu dem dritten Intensitätsmaximum Imax3 im Voraus
eine dritte Vorschubschaltschwelle Ifwd3 auf der fallenden Flanke bestimmbar. Nach
Unterschreiten der dritten Vorschubschaltschwelle Ifwd3 zum Zeitpunkt t9 erfolgt erneut
ein Erzeugen eines Signals zum Drehen um einen Drehschritt.
[0041] Auf diese Art und Weise sind auch die durch eine Doppelkathode entstehenden Einzelintensitäten
mit entsprechenden Beschichtungsvorgängen voneinander getrennt analysierbar.
[0042] Fig. 7 zeigt in einem Blockschaubild eine Weiterbildung des anhand Fig. 4 erläuterten
Ausführungsbeispiels. Bei der Weiterbildung gemäß Fig. 7 ist ein Schallaufnehmer 703
beispielsweise in Gestalt eines Körperschallsensors oder eines Mikrofons vorgesehen,
der über eine Wandlerstufe 706 an den Prozessor 254 angeschlossen ist. Weiterhin ist
die Weiterbildung gemäß Fig. 7 mit einem Zähler 709 ausgestattet, mit dem die Weiterschaltungen
zählbar sind.
[0043] Mit der Weiterbildung gemäß Fig. 7 ist es möglich, bei beispielsweise durch Verkratzen
der Oberfläche eines Substrats durch Ablagerungen an Transportrollen die hierfür charakteristischen
Schallsignale aufzunehmen sowie mit Angabe des Zählerstandes und der verstrichenen
Zeit die Position des den Kratzer verursachenden Materials innerhalb der Beschichtungsanlage
zu bestimmen. Dadurch lässt sich bei Bedarf eine effiziente Reparatur der Beschichtungsanlage
durchführen.
1. Vorrichtung zum Überwachen eines wenigstens einen Beschichtungsvorgang aufweisenden
Beschichtungsprozesses mit einer Trägerplatte (112), die eine Zentralfreimachung (115)
und Aufnahmeräume (203, 206, 209, 212) aufweist, mit einer Drehscheibe (118), die
drehbar in der Zentralfreimachung (115) der Trägerplatte (112) gelagert ist und die
wenigstens eine Analyseausnehmung (121) aufweist, mit einem Antrieb (275), mit dem
die Drehscheibe (118) in wenigstens einer Drehrichtung zu einer Drehung antreibbar
ist, und mit einer Triggereinheit (406) zum Ansteuern des Antriebs (275), dadurch gekennzeichnet, dass eine lösbar fest mit der Trägerplatte (112) verbindbare Deckplatte (124) vorhanden
ist, die wenigstens eine Sensorausnehmung (130, 133) aufweist, dass eine die Triggereinheit
(406) umfassende Steuerelektronik (236) vorhanden ist, die in einem Aufnahmeraum (209)
angeordnet ist und die eine Sensoreinheit (245, 248, 251) aufweist, mit der in Abhängigkeit
von für einen Beschichtungsprozess charakteristischen, von der Sensoreinheit (245,
248, 251) erfassten Messsignalen (503) die Triggereinheit (406) zu bestimmten Zeitpunkten
(t1, t2, t3, t4, t7, t9) des Beschichtungsprozesses ansteuerbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit wenigstens einen Strahlungssensor (245) umfasst, der für bei einem
Beschichtungsprozess zum Durchführen eines Beschichtungsvorgangs erzeugte, relativ
kurzwellige elektromagnetische Strahlung sensitiv ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit wenigstens einen Temperatursensor (248) umfasst, der für bei einem
Beschichtungsprozess im Bereich der Vorrichtung herrschende Temperaturen sensitiv
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder Anspruch 3, dass die Sensoreinheit wenigstens einen
Beschleunigungssensor (251) aufweist, der für während eines Beschichtungsprozesses
auftretende Beschleunigungen sensitiv ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schallaufnehmer (703) und ein Zähler (709) zum Lokalisieren von Verkratzungen
verursachenden Beschichtungsvorgängen vorhanden sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerelektronik (236) eine Schnittstelle für einen Wechseldatenspeicher (257)
aufweist, auf dem zeitaufgelöst Messsignale abspeicherbar sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerelektronik (236) wenigstens einen Festspeicher (260), auf dem Messsignale
zeitaufgelöst abspeicherbar sind, und eine Schnittstelle (266, 269) zum Auslesen des
Festspeichers (260) aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerelektronik (236) einen Programmspeicher (263) und eine Schnittstelle (266,
269) zum Zugriff auf den Programmspeicher (263) aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Energiespeicher (224, 227) für elektrische Energie vorhanden ist,
der in einem Aufnahmeraum (203, 206) angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (275) eine Komponente eines elektromechanischen Kipphebelmechanismus
(242) ist, der mit einer entlang des Umfangs der Drehscheibe (118) ausgebildeten Zahnstruktur
(293) zum Drehen der Drehscheibe (118) in Eingriff bringbar ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Kipphebelmechanismus (242) mit einem in einer Richtung betätigbaren Schwenkhebel
(287) zum aktiven Antrieb der Drehscheibe (118) in einer Drehrichtung und mit einem
federunterstützten Rückzug (296) zum Überführen des Schwenkhebels (287) in eine Ruhestellung
eingerichtet ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Trägerplatte (112) und der Drehscheibe (118) ein reibungsarmes Drehscheibenlager
(306) angeordnet ist.
13. Verfahren zum Überwachen eines wenigstens einen Beschichtungsvorgang aufweisenden
Beschichtungsprozesses mit den Schritten
- Bereitstellen eines Substrats,
- Anordnen einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 auf
dem Substrat,
- Abnehmen der Vorrichtung von dem Substrat und Analysieren eines Analysebeschichtungsbereichs
oder von Analysebeschichtungsbereichen, die jeweils von der Analyseausnehmung (121)
während eines Beschichtungsvorganges von der Analyseausnehmung (121) frei belassen
waren,
gekennzeichnet durch die Schritte
- Bereitstellen einer Vorrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen eines der Ansprüche
1 bis 12 und
- Durchführen eines Beschichtungsprozesses mit Erfassen von Messsignalen durch die
Sensoreinheit (245, 248, 251) und Ansteuern der Triggereinheit (406) zu bestimmten
Zeitpunkten (t1, t2, t3, t4, t7, t9) mit Drehen der Drehscheibe (118).
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehscheibe (118) jeweils zu einem Zeitpunkt (t2, t3, t4, t6) am Ende einer abfallenden
Flanke eines Messsignals (503) gedreht wird.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitpunkte (t2, t3, t4, t6) in Abhängigkeit der maximalen Intensität (Imax1,
Imax2) eines Beschichtungsvorgangs festgelegt werden.
1. Device for monitoring a coating process comprising at least one coating operation,
with a carrier plate (112) which has a central clearance (115) and receiving spaces
(203, 206, 209, 212), with a turntable (118) which is rotatably mounted in the central
clearance (115) of the carrier plate (112) and which has at least one analysis recess
(121), with a drive (275) with which the turntable (118) can be driven to rotate in
at least one direction of rotation, and with a trigger unit (406) for controlling
the drive (275), characterized in that there is a cover plate (124) which can be detachably connected to the carrier plate
(112) and which has at least one sensor recess (130, 133), that there is control electronics
(236) comprising the trigger unit (406) and which is arranged in a receiving space
(209). and which has a sensor unit (245, 248, 251) with which the trigger unit (406)
can be controlled at specific times (t1, t2, t3, t4, t7, t9) of the coating process
depending on measurement signals (503) characteristic of a coating process and detected
by the sensor unit (245, 248, 251).
2. Device according to claim 1, characterized in that the sensor unit comprises at least one radiation sensor (245) which is sensitive
to relatively short-wave electromagnetic radiation generated during a coating process
for carrying out a coating operation.
3. Device according to claim 2, characterized in that the sensor unit comprises at least one temperature sensor (248) which is sensitive
to temperatures prevailing in the region of the device during a coating process.
4. Device according to claim 2 or claim 3, characterized in that the sensor unit has at least one acceleration sensor (251) which is sensitive to
accelerations occurring during a coating process.
5. Device according to one of claims 1 to 4, characterized in that a sound sensor (703) and a counter (709) are provided for locating coating processes
causing scratches.
6. Device according to one of claims 1 to 5, characterized in that the control electronics (236) have an interface for a removable data storage device
(257) on which time-resolved measurement signals can be stored.
7. Device according to one of claims 1 to 6, characterized in that the control electronics (236) have at least one memory (260) on which measurement
signals can be stored in a time-resolved manner, and an interface (266, 269) for reading
out the memory (260).
8. Device according to one of claims 1 to 7, characterized in that the control electronics (236) have a program memory (263) and an interface (266,
269) for accessing the program memory (263).
9. Device according to one of claims 1 to 8, characterized in that at least one energy storage device (224, 227) for electrical energy is present, which
is arranged in a receiving space (203, 206).
10. Device according to one of claims 1 to 9, characterized in that the drive (275) is a component of an electromechanical rocker arm mechanism (242)
which can be brought into engagement with a tooth structure (293) formed along the
circumference of the turntable (118) for rotating the turntable (118).
11. Device according to claim 10, characterized in that the rocker arm mechanism (242) is equipped with a pivot lever (287) operable in one
direction for actively driving the turntable (118) in one direction of rotation and
with a spring-assisted retraction (296) for transferring the pivot lever (287) into
a rest position.
12. Device according to one of claims 1 to 11, characterized in that a low-friction turntable bearing (306) is arranged between the carrier plate (112)
and the turntable (118).
13. Method for monitoring a coating process comprising at least one coating operation,
comprising the steps - Providing a substrate,
arranging a device having the features of the preamble of claim 1 on the substrate,
removing the device from the substrate and analyzing a coated area or areas which
were each left free from the analysis recess (121) during a coating process,
characterized by the steps - Providing a device having the characterizing features of one of claims
1 to 12 and
Carrying out a coating process with detection of measurement signals by the sensor
unit (245, 248, 251) and controlling the trigger unit (406) at specific times (t1,
t2, t3, t4, t7, t9) by rotating the turntable (118).
14. Method according to claim 13, characterized in that the turntable (118) is rotated at a time (t2, t3, t4, t6) at the end of a falling
edge of a measurement signal (503).
15. Method according to claim 13 or claim 14, characterized in that the times (t2, t3, t4, t6) are determined as a function of the maximum intensity
(Imax1, Imax2) of a coating process.
1. Dispositif de surveillance d'un processus de revêtement comprenant au moins une opération
de revêtement, comprenant une plaque de support (112) qui présente un espace libre
central (115) et des espaces de réception (203, 206, 209, 212), un plateau tournant
(118) qui est monté rotatif dans l'espace libre central (115) de la plaque de support
(112) et qui présente au moins un évidement d'analyse (121), un entraînement (275)
avec lequel le plateau tournant (118) peut être entraîné en rotation dans au moins
un sens de rotation, et une unité de déclenchement (406) pour commander l'entraînement
(275), caractérisé en ce qu'il est prévu une plaque de recouvrement (124) qui peut être reliée de manière amovible
à la plaque de support (112) et qui présente au moins un évidement de capteur (130,
133), en ce qu'il est prévu une électronique de commande (236) comprenant l'unité de déclenchement
(406) et qui est disposée dans un espace de réception (209). et qui comporte une unité
de capteur (245, 248, 251) avec laquelle l'unité de déclenchement (406) peut être
commandée à des moments spécifiques (t1, t2, t3, t4, t7, t9) du processus de revêtement
en fonction de signaux de mesure (503) caractéristiques d'un processus de revêtement
et détectés par l'unité de capteur (245, 248, 251).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité de détection comprend au moins un capteur de rayonnement (245) qui est sensible
à un rayonnement électromagnétique à ondes relativement courtes généré pendant un
processus de revêtement pour réaliser une opération de revêtement.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'unité de détection comprend au moins un capteur de température (248) qui est sensible
aux températures régnant dans la région du dispositif pendant un processus de revêtement.
4. Dispositif selon la revendication 2 ou la revendication 3, caractérisé en ce que l'unité de capteur comporte au moins un capteur d'accélération (251) qui est sensible
aux accélérations se produisant pendant un processus de revêtement.
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'un capteur sonore (703) et un compteur (709) est prévu pour localiser les rayures
pendant les processus de revêtement.
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'électronique de commande (236) comporte une interface pour un dispositif de stockage
de données amovible (257) sur lequel des signaux de mesure résolus dans le temps peuvent
être stockés.
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'électronique de commande (236) comporte au moins une mémoire (260) sur laquelle
des signaux de mesure peuvent être stockés de manière résolue dans le temps, et une
interface (266, 269) pour lire la mémoire (260).
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'électronique de commande (236) comporte une mémoire de programme (263) et une interface
(266, 269) pour accéder à la mémoire de programme (263).
9. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'il comporte au moins un dispositif de stockage d'énergie (224, 227) pour l'énergie
électrique, qui est disposé dans un espace de réception (203, 206).
10. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'entraînement (275) est un composant d'un mécanisme à culbuteur électromécanique
(242) qui peut être amené en prise avec une structure dentée (293) formée le long
de la circonférence du plateau tournant (118) pour faire tourner le plateau tournant
(118).
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que le mécanisme à culbuteurs (242) est équipé d'un levier pivotant (287) pouvant être
actionné dans une direction pour entraîner activement le plateau tournant (118) dans
une direction de rotation et d'un mécanisme de rétraction assisté par ressort (296)
pour transférer le levier pivotant (287) dans une position de repos.
12. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce qu'un palier de plateau tournant à faible frottement (306) est disposé entre la plaque
de support (112) et le plateau tournant (118).
13. Procédé de surveillance d'un procédé de revêtement comprenant au moins une opération
de revêtement, comprenant les étapes - Fournir un substrat,
- disposer sur le substrat un dispositif présentant les caractéristiques du préambule
de la revendication 1,
- retirer le dispositif du substrat et analyser une ou plusieurs zones de revêtement
d'analyse qui ont chacune été laissées libres de l'évidement d'analyse (121) au cours
d'un processus de revêtement,
caractérisé par les étapes - Fournir un dispositif présentant les caractéristiques caractéristiques
de l'une des revendications 1 à 12 et
- Réalisation d'un processus de revêtement avec détection de signaux de mesure par
l'unité de capteur (245, 248, 251) et commande de l'unité de déclenchement (406) à
des instants précis (t1, t2, t3, t4, t7, t9) par rotation du plateau tournant (118).
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que le plateau tournant (118) est mis en rotation à un instant (t2, t3, t4, t6) à la
fin d'un front descendant d'un signal de mesure (503).
15. Procédé selon la revendication 13 ou la revendication 14, caractérisé en ce que les temps (t2, t3, t4, t6) sont déterminés en fonction de l'intensité maximale (Imax1,
Imax2) d'un processus de revêtement.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente