[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Behälter mit einer umlaufenden Seitenwand
und einer Bodenplatte, die derart mit der Seitenwand verbunden ist, dass die Bodenplatte
den Behälter einseitig verschließt, wobei die Seitenwand und die Bodenplatte einen
Innenraum begrenzen und der Behälter eine senkrecht zu der Bodenplatte verlaufende
Längsachse aufweist, wobei die Seitenwand und die Bodenplatte Papier, Pappe oder Kartonage
umfassen.
[0002] Die umlaufende Seitenwand verbindet röhrenförmig eine obere und eine untere Öffnung
des Behälters, wobei die untere Öffnung durch die Bodenplatte verschlossen ist. Die
obere Öffnung ist durch einen Deckel verschlossen oder durch einen Deckel verschließbar.
Der Deckel kann zusammen mit der umlaufenden Seitenwand aus einem Stück gefertigt
sein oder an der Seitenwand befestigt werden.
[0003] Die Seitenwand und die Bodenplatte begrenzen einen Innenraum, der der Aufbewahrung
von Objekten unterschiedlicher Größe, Form und Zweck dient. Ein insbesondere aus einem
leichten Material, wie Papier, Pappe oder Kartonage, hergestellter oder umfassender
Behälter wird häufig als Spenderbox für Wegwerf- oder Einmalartikel, wie beispielsweise
Taschentücher, Hygienetücher, Feucht- und Desinfektionstücher verwendet. Die Wegwerf-
oder Einmalartikel werden ineinander gefaltet (als sog. interfoldete Tücher) in den
Behälter eingelegt und können durch eine in einem Deckel des Behälters angeordnete
Öffnung entnommen werden.
[0004] Der Deckel ist häufig zusammen mit der umlaufenden Seitenwand aus einem Stück gefertigt
oder wird zuerst an der Seitenwand befestigt. Die ineinander gefalteten Tücher werden
in der Produktion anschließend durch die noch nicht verschlossene Bodenöffnung in
den Behälter eingelegt. Danach wird die Bodenöffnung durch eine Bodenplatte verschlossen.
Damit sich die Bodenplatte nicht ungewollt von der Seitenwand löst, werden die Seitenwand
und die Bodenplatte miteinander verklebt.
[0005] Ein entsprechendes Herstellungsverfahren ist in der Gebrauchsmusterschrift
DE 20 2015 002 191 U1 beschrieben. Dabei werden mit der Seitenwand verbundene Laschen in den Innenraum
des Behälters derart umgebogen, dass eine Außenfläche der Lasche und eine entsprechend
gegenüberliegende Innenfläche der Bodenplatte einander berühren und miteinander verklebt
werden können. Da die Klebestellen im Innenraum des ansonsten bereits allseitig verschlossenen
Behälters angeordnet sind, ist es schwierig die für das Herstellen einer zuverlässigen
Klebeverbindung notwendige Kraft zum Zusammenpressen auf der einander berührenden
Klebeflächen zu übertragen. Gleichzeitig erhöht die für die Klebeverbindung erforderliche
Klebstoffmenge die Produktionskosten.
[0006] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen einfach und kostengünstig
herstellbaren Behälter bereitzustellen.
[0007] Diese Aufgabe wird durch einen Behälter der Eingangsgenannten Art gelöst, wobei die
Bodenplatte einen Anschlag zum in Eingriff bringen mit einer Stirnfläche der Seitenwand
aufweist, wobei der Anschlag ein ungewolltes Eindringen der Bodenplatte in einer ersten,
parallel zu der Längsachse des Behälters verlaufenden Richtung in das Behälterinnere
verhindert, und die Bodenplatte mindestens einen Wandabschnitt mit einem Haken aufweist,
wobei sich der Wandabschnitt mit dem Haken in den Innenraum hineinstreckt und der
Haken mit einem an der Seitenwand angeordneten Halteelement in Eingriff bringbar ist,
wobei durch ein Ineingriffkommen des Hakens mit dem Halteelement eine Bewegung der
Bodenplatte weg von der Seitenwand in eine Richtung entgegensetzt zu der ersten Richtung
begrenzt ist.
[0008] Die Verbindung zwischen Bodenplatte und Seitenwand umfasst zwei in entgegengesetzte
Richtungen wirkende Formschlüsse. Die zwei Formschlüsse verhindern, dass die Bodenplatte
ungewollt einerseits in das Behälterinnere gedrückt und andererseits - abgesehen von
einem möglicherweise vorhandenen Toleranzbereich - von der Stirnfläche der Seitenwand
wegbewegt werden kann. Durch die zwei in entgegengesetzte Richtung wirkenden Formschlüsse
ist es nicht zwingend erforderlich, die Seitenwand und die Bodenplatte miteinander
zu verkleben.
[0009] Eine ungewollte Bewegung der Bodenplatte in das Innere des Behälters wird durch das
Zusammenwirken von dem Anschlag der Bodenplatte und der Stirnfläche der Seitenwand
verhindert. Der Anschlag der Bodenplatte und die Stirnfläche der Seitenwand bilden
einen ersten Formschluss. Wirkt eine Kraft derart auf die Bodenplatte, dass der Anschlag
gegen die Stirnfläche der Seitenwand gedrückt wird, verhindert der Kontakt zwischen
dem Anschlag und der Stirnfläche der Seitenwand, dass die Bodenplatte weiter in einer
ersten, parallel zu der Längsachse des Behälters verlaufende Richtung in das Behälterinnere
hineinbewegt werden kann.
[0010] Ein ungewolltes Bewegen der Bodenplatte weg von der Stirnfläche der Seitenwand wird
durch das Zusammenwirken von Haken und Halteelement verhindert. Der Haken und das
Halteelement bilden einen zweiten Formschluss. Durch ein Ineingriffkommen des Hakens
mit dem Halteelement kann der Haken nicht in eine Richtung entgegengesetzt zu der
ersten Richtung aus dem Halteelement gelöst werden.
[0011] Die Seitenwand kann mehrteilig oder aus einem Stück gefertigt sein. Beispielsweise
kann die umlaufende Seitenwand aus einem Bogen Papier, Pappe oder Kartonage hergestellt
oder ein Bogen Papier, Pappe oder Kartonage aufweisen, der zu einem Zylindermantel
gerollt, zu einem ovalen Hohlkörper gebogen oder zu einem Hohlkörper mit einem polygonalen
Querschnitt gefaltet ist. Entsprechend kann der Querschnitt des Behälters beispielsweise
kreisförmig, oval, rechteckig oder eckig sein.
[0012] In einer Ausführungsform sind der Anschlag und die Stirnfläche in Eingriff miteinander
während gleichzeitig der Haken und das Halteelement ineinandergreifen. Während die
Stirnfläche den Anschlag berührt und so ein ungewolltes Eindringen der Bodenplatte
in den Innenraum des Behälters verhindert, sind der Haken und das Halteelement derart
im Eingriff miteinander, dass eine Bewegung der Bodenplatte weg von der Seitenwand
in eine Richtung entgegensetzt zu der ersten Richtung ausgeschlossen ist. Die Bodenplatte
kann auf diese Weise weder in den Innenraum des Behälters noch von der Stirnfläche
der Seitenwand gelöst werden. Nach einem Erstmaligen in Eingriffbringen der Stirnfläche
mit dem Anschlag sowie des Hakens mit dem Halteelement ist die Bodenplatte derart
mit der Seitenwand verbunden, dass die Bodenplatte nicht von der Seitenwand gelöst
werden kann, ohne dass dabei die Bodenplatte und/oder die Seitenwand beschädigt wird.
[0013] In einer Ausführungsform weist das Halteelement einen sich senkrecht zu der Längsachse
des Behälters erstreckenden Flächenabschnitt auf, mit dem der mindestens eine Haken
zumindest abschnittsweise derart in Eingriff bringbar ist, dass durch ein Ineingriffkommen
des Hakens mit dem Flächenabschnitt eine Bewegung der Bodenplatte weg von der Seitenwand
in einer Richtung entgegengesetzt zu der ersten Richtung begrenzt ist. Der sich senkrecht
zu der Längsachse des Behälters erstreckende Flächenabschnitt bildet eine Auf- oder
Anlagefläche für den Haken. Durch Ineingriffkommen des Hakens mit dem Flächenabschnitt
wird eine Bewegung des Hakens relativ zu dem Halteelement in einer Richtung entgegengesetzt
zu der ersten Richtung verhindert.
[0014] In einer Ausführungsform ist das Halteelement ein mit der Seitenwand verbundener
Vorsprung oder eine mit der Seitenwand verbundene Lasche oder eine mit der Seitenwand
verbundene Tasche oder eine in der Seitenwand angeordnete Ausnehmung oder ein in das
Behälterinnere umgebogener Randabschnitt der Seitenwand, wobei vorzugsweise sich der
in den Innenraum umgebogene Randabschnitt über den gesamten Umfang der Seitenwand
erstreckt.
[0015] Ein mit der Seitenwand verbundener Vorsprung hat einen Flächenabschnitt der sich
zumindest abschnittsweise senkrecht von der Seitenwand in den Innenraum erstreckt.
Der Vorsprung und der Haken können nach Art einer Rastverbindung in Eingriff gebracht
werden. Der Vorsprung kann beispielsweise ein mit der Seitenwand verbundener Materialabschnitt
sein. Vorzugsweise erstreckt sich der Materialabschnitt über den gesamten Umfang der
Seitenwand. Der Vorsprung kann ein in den Innenraum des Behälters umgebogener Randabschnitt
der Seitenwand sein, wobei der umgebogene Randabschnitt derart mit der Seitenwand
verklebt ist, dass das Halteelement nicht zwischen den umgebogenen Randabschnitt und
der Seitenwand eingreifen kann.
[0016] Eine mit der Seitenwand verbundene Lasche kann beispielsweise durch ein Materialband
gebildet werden, welches innenseitig mit der Seitenwand durch voneinander beanstandete
Klebepunkte verbunden ist. In die zwischen zwei benachbarten Klebepunkten ausgebildete
Lasche kann ein Haken eingreifen. Beispielsweise kann das Materialband ein Textilband
oder ein Streifen aus Papier, Pappe, Kartonage oder Kunststoff sein, der sich auf
der Innenseite der Seitenwand zumindest abschnittsweise in Umfangsrichtung des Behälters
erstreckt.
[0017] Eine Tasche ist im Sinne der vorliegenden Erfindung ein dreiseitig mit der Seitenwand
verbundener Materialabschnitt. Beispielsweise ein rechteckiger Materialabschnitt der
entlang drei seiner vier Kanten mit der Seitenwand verbunden ist. Ein Haken kann in
die Tasche aus Richtung der vierten, nicht mit der Seitenwand verbundenen Kante in
die Tasche eingreifen. Eine Tasche kann auch einen anderen geometrischen, beispielsweise
einen teilkreisförmigen oder dreieckigen, Querschnitt haben solange die Tasche eine
Öffnung auf einer der Bodenplatte abgewandten Seite hat, in die ein Haken eingreifen
kann.
[0018] Eine in der Seitenwand angeordnete Ausnehmung ist eine Durchbrechung in der Seitenwand
in die ein Haken eingreifen kann.
[0019] Das Halteelement kann auch ein in den Innenraum des Behälters umgebogener Randabschnitt
der Seitenwand sein. In den durch das Umbiegen des Randabschnitts entstandenen Zwischenraum
zwischen der Seitenwand und dem umgebogen Randabschnitt kann ein Haken eingreifen
und so die Bodenplatte mit der Seitenwand verbinden.
[0020] In einer Ausführungsform sind das Halteelement und die Seitenwand des Behälters zusammenhängend
aus einem einzigen Stück gefertigt.
[0021] In einer Ausführungsform weist die Seitenwand eine Innenfläche und der Wandabschnitt
eine der Innenfläche der Seitenwand zugewandte Außenfläche auf, wobei die Innenfläche
der Seitenwand und die Außenfläche des Wandabschnitts einander überlappend angeordnet
sind, wobei vorzugsweise sich die Innenfläche der Seitenwand und die Außenfläche des
Wandabschnitts in den einander überlappenden Bereichen zumindest abschnittsweise,
insbesondere flächig, berühren. Die Außenfläche des Wandabschnitts folgt zumindest
abschnittsweise dem Verlauf der Innenflächen der Seitenwand und bildet so Bereiche
in denen die Innenfläche der Seitenwand und die Außenfläche des Wandabschnitts einander
überlappend angeordnet sind.
[0022] In einem Zustand in dem die Bodenplatte mit der Seitenwand verbunden ist, stabilisiert
der Wandabschnitt die Seitenwand. Nicht notwendigerweise müssen sich die Innenfläche
der Seitenwand und die Außenfläche des Wandabschnitts in den Überlappungsbereich dauerhaft
berühren. Ein Abstand zwischen der Innenfläche der Seitenwand und der Außenfläche
des Wandabschnitts in den Überlappungsbereich definiert den maximalen Weg, den die
Seitenwand in Richtung des Wandabschnitts bewegt werden kann bevor der Wandabschnitt
eine weitergehende Bewegung der Seitenwand in diese Richtung einschränkt. Vorzugsweise
sind die Geometrie der Innenfläche der Seitenwand und die Geometrie der Außenfläche
des Wandabschnitts in dem Überlappungsbereich derart gewählt, dass die Innenfläche
der Seitenwand und die Außenfläche des Wandabschnitts einander berühren. Auf diese
Weise kann die Bodenplatte passgenau mit der Seitenwand abschließen. Weiter vorzugsweise
sind in dem Überlappungsbereich das mindestens eine Halteelement und/oder der mindestens
eine Haken derart angeordnet, dass der gegen die Seitenwand drückende Wandabschnitt
der Bodenplatte den in das Halteelement eingreifenden Haken fixiert. Beispielsweise
kann der Wandabschnitt nach Art einer Presspassung das Halteelement in Richtung der
Seitenwand drücken und so den in das Halteelement eingreifenden Haken einklemmen.
[0023] Ist das Halteelement ein in den Innenraum des Behälters umgebogener Randabschnitt,
so stabilisiert der Wandabschnitt zusätzlich das Halteelement.
[0024] In einer Ausführungsform erstreckt sich der mindestens eine Wandabschnitt vollständig
umlaufend entlang dem Umfang der Innenfläche der Seitenwand oder es sind eine Mehrzahl
von Wandabschnitten entlang dem Umfang der Innenfläche der Seitenwand verteilt angeordnet.
Der Wandabschnitt kann also ein einzelner sich entlang der Innenfläche der Seitenwand
erstreckender Wandabschnitt sein oder aus einer Mehrzahl von Wandabschnitten gebildet
sein, die voneinander beanstandet entlang dem Umfang der Innenfläche der Seitenwand
angeordnet sind. Sowohl der umlaufende Wandabschnitt als auch die Mehrzahl von Wandabschnitten
helfen die Seitenwand des Behälters zu stabilisieren.
[0025] In einer Ausführungsform weist jeder Wandabschnitt mindestens einen Haken auf, wobei
vorzugsweise eine Mehrzahl von Haken entlang dem Umfang der Innenfläche der Seitenwand
verteilt angeordnet sind, wobei vorzugsweise die Mehrzahl von Haken in äquidistanten
Abständen entlang dem Umfang der Innenfläche der Seitenwand verteilt angeordnet sind.
Die in Umfangsrichtung der Seitenwand voneinander beanstandet angeordneten Wandabschnitte
weisen jeweils mindestens einen Haken auf, sodass die Wandabschnitte über jeweils
mindestens einen Haken und entsprechend dem Haken zugeordnetes Halteelement mit der
Seitenwand verbunden sind. Ein Wandabschnitt kann auch mehrere Haken aufweisen. Vorzugsweise
sind drei, vier, fünf, sechs, sieben oder acht Haken entlang dem Umfang der Innenfläche
der Seitenwand verteilt angeordnet.
[0026] Der mindestens eine Wandabschnitt und der mindestens eine dem Wandabschnitt zugeordnete
Haken können zusammenhängend aus einem Stück gefertigt sein. Beispielsweise kann der
Haken ein von dem Wandabschnitt hervorstehender, entlang einer vorbestimmten Faltlinie
in Richtung eines dem Haken nächstliegenden Abschnitts der Seitenwand umgebogener
Laschenabschnitt sein.
[0027] In einer Ausführungsform sind der Wandabschnitt und der Haken aus einem von der Bodenplatte
hervorstehenden Materialstreifen gebildet, wobei der Wandabschnitt der direkt mit
der Bodenplatte verbundene Teil des Materialstreifens ist, der in den Laschenabschnitt
übergeht. Der Übergang zwischen dem Wandabschnitt und dem Laschenabschnitt kann nahtlos
und/oder stufenlos sein.
[0028] Damit der durch Umbiegen des Laschenabschnitts geformte Haken mit einem Halteelemente
in Eingriff bringbar ist, ist in einer Ausführungsform vorgesehen, dass die Differenz
zwischen dem senkrechten Abstand d1 der Faltlinie von der Bodenplatte und der Länge
d2 der senkrechten Projektion des an der Faltlinie umgebogenen Laschenabschnitts auf
die Längsachse des Behälters größer oder gleich dem maximalen, senkrechten Abstand
d3 der am weitesten von der Bodenplatte beabstandet angeordneten, mit dem mindestens
einen Haken in Eingriff stehenden Fläche des Halteelements von der Bodenplatte ist.
Wenn d1 - d2 ≥ d3 ist, kann der Wandabschnitt mit dem Haken durch Einsetzen der Bodenplatte
ausreichend weit in den Innenraum des Behälters eingeführt werden, dass der Haken
mit der am weitesten von der Bodenplatte beabstandeten Eingriffsfläche des Halteelementes
in Eingriff bringbar ist. Ist die Differenz d1 -d2 kleiner als d3, kann der Wandabschnitt
mit dem Haken durch Einsetzen der Bodenplatte in einigen Ausführungsformen nicht mit
dem Halteelemente derart in Eingriff gebracht werden, um eine Bewegung der Bodenplatte
weg von der Seitenwand in eine Richtung entgegensetzt zu der ersten Richtung zu begrenzen.
[0029] In einer Ausführungsform ist der mindestens eine Haken und/oder der mindestens eine
Wandabschnitt aus Papier, Pappe oder Kartonage hergestellt.
[0030] In einer Ausführungsform ist der Anschlag der Bodenplatte ein umlaufender Rand der
Bodenplatte, der die Stirnfläche der Seitenwand berührt. Die Stirnfläche der Seitenwand
liegt auf dem Rand der Bodenplatte auf und verhindert so, dass die Bodenplatte weiter
in die erste Richtung in das Innere des Behälters bewegbar ist. Der Querschnitt der
Bodenplatte kann gegenüber dem durch die umlaufende Seitenwand gebildeten Querschnitt
des Behälters ein Übermaß aufweisen.
[0031] Der Behälter kann einen Deckel aufweisen, der derart mit der Seitenwand verbunden
ist, dass der Deckel den Behälters auf einer der Bodenplatte gegenüberliegenden Seite
des Behälters verschließt, wobei vorzugsweise der Deckel Papier, Pappe oder Kartonage
umfasst.
[0032] In einer Ausführungsform sind der Deckel und die Seitenwand zusammenhängend aus einem
Stück gefertigt oder der Deckel und die Seitenwand derart miteinander verbunden, dass
der Deckel und die Seitenwand nicht voneinander getrennt werden können, ohne dass
dabei der Deckel und/oder die Seitenwand beschädigt wird. Sind der Deckel und die
Seitenwand durch ein Fixiermittel für eine dauerhafte Befestigung, wie beispielsweise
eine Klebstoffschicht oder eine die Seitenwand und den Deckel durchdringende Heftklammer,
miteinander verbunden, gilt das Lösen des Fixiermittels im Sinne der vorliegenden
Erfindung als eine Beschädigung von Deckel und/oder Seitenwand.
[0033] Der Deckel kann eine Aufreiß- oder Spenderöffnung aufweisen, durch die ein in dem
Behälter angeordnetes Objekt entnommen werden kann, ohne dass der Deckel von der Seitenwand
gelöst wird. In einer Ausführungsform ist in dem Innenraum des Behälters ein Stapel
von ineinander gefalteten Wegwerf- oder Einmalartikeln in Form eines interfoldeten
Produkts angeordnet.
[0034] Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen
Behälters, welches die Schritte aufweist:
- Bereitstellen eines Materialbogens oder einer Mehrzahl von Materialabschnitten zum
Formen einer umlaufenden Seitenwand;
- Formen oder Anbringen von mindestens einem Halteelement an dem Materialbogen oder
in der Mehrzahl von Materialabschnitten zum Formen der umlaufenden Seitenwand;
- Herstellen der umlaufenden Seitenwand durch Umformen des Materialbogens oder Zusammenfügen
der Mehrzahl von Materialabschnitten;
- Bereitstellen einer Bodenplatte mit einem Anschlag zum in Eingriff bringen mit einer
Stirnfläche der Seitenwand und mit mindestens einem Wandabschnitt mit einem Haken
zum in Eingriff bringen mit dem mindestens einen Halteelement; und
- Verbinden der Bodenplatte und der umlaufenden Seitenwand, sodass einerseits der Anschlag
die Stirnfläche der Seitenwand berührt und ein ungewolltes Eindringen der Bodenplatte
in eine erste, parallel zu der Längsachse des Behälters verlaufenden Richtung in das
Behälterinnere verhindert, und andererseits sich der Wandabschnitt mit dem Haken in
das Behälterinnere hineinstreckt und der Haken mit dem an der Seitenwand angeordneten
Halteelement in Eingriff bringbar ist, wobei durch Ineingriffkommen des Hakens mit
dem Halteelement eine Bewegung der Bodenplatte weg von der Seitenwand in eine Richtung
entgegengesetzt zu der ersten Richtung begrenzt ist.
[0035] Vor dem Verbinden der Bodenplatte und der umlaufenden Seitenwand kann ein Stapel
von Einmal- oder Wegwerfartikeln, wie beispielsweise Taschentücher, Hygienetücher,
Feucht- und Desinfektionstücher, mit einer Interfolder-Faltung in den Innenraum des
Behälters eingesetzt werden. Der Behälter kann auch einen Deckel mit einer Spenderöffnung
aufweisen. Der Deckel und die Seitenwand können aus einem einzigen Stück gefertigt
sein. Auch ist es möglich den Deckel als separates Element mit der umlaufenden Seitenwand
zu verbinden.
[0036] In einer Ausführungsform wird das mindestens eine Halteelement durch Umbiegen eines
Randabschnittes entlang einer vorbestimmten Faltlinie in dem Materialbogen oder in
mindestens einem der Mehrzahl von Materialabschnitten hergestellt. Anschließend wird
die umlaufende Seitenwand durch Umformen des Materialbogens oder Zusammenfügen der
Mehrzahl von Materialabschnitten hergestellt.
[0037] Es versteht sich, dass alle zuvor oder nachfolgend beschriebenen Merkmale des erfindungsgemäßen
Behälters auch als im Zusammenhang mit einem Verfahren zum Herstellen erfindungsgemäßen
Behälters offenbart gelten, selbst wenn die Merkmale nur im Zusammenhang mit dem Behälter
beschrieben sind. Entsprechend gelten alle Merkmale des Behälters, die zuvor oder
nachfolgend im Zusammenhang mit einem erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren beschrieben
sind, auch als im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Behälter offenbart.
[0038] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
werden anhand der vorliegenden Beschreibung einer Ausführungsform und der dazugehörigen
Figuren deutlich, wobei gleiche Bezugszeichen auf gleiche Elemente verweisen. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine Explosionsansicht eines Behälters gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung;
- Figur 2:
- eine teiltransparente Perspektivansicht auf den Behälter gemäß Figur 1;
- Figur 3:
- einen Teilschritt in der Herstellung einer Seitenwand für einen erfindungsgemäßen
Behälter,
- Figur 4:
- einen weiteren Teilschritt in der Herstellung einer Seitenwand für einen erfindungsgemäßen
Behälter,
- Figur 5:
- einen vergrößerten, schematischen Teilschnitt durch einen Behälter gemäß der vorliegenden
Erfindung,
- Figur 6:
- eine schematische Darstellung von Haken und Halteelement zur Veranschaulichung von
Größenverhältnissen bei einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
und
- Figur 7
- eine schematische Darstellung von Haken und Halteelement zur Veranschaulichung von
Größenverhältnissen bei einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
[0039] Die Figuren 1 und 2 zeigen einen Behälter 1 gemäß einer ersten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung, wobei der Behälter 1 in der Figur 1 in einer Explosionsansicht
und in der Figur 2 in einer teiltransparenten Perspektivansicht dargestellt ist. Der
Behälter 1 ist ein zylindrischer Hohlkörper mit einer umlaufenden Seitenwand 2, die
den Zylindermantel des Behälters 1 bildet. Einseitig verschlossen ist der Behälter
1 durch eine Bodenplatte 3, die mit der Seitenwand 2 verbunden ist. Die Seitenwand
2 und die Bodenplatte 3 begrenzen einen Innenraum des Behälters 1, wobei sich eine
Längsachse 6 des Behälters senkrecht von der Bodenplatte 3 erstreckt. Auf einer der
Bodenplatte 3 gegenüberliegenden Seite ist der Behälter 1 mit einem Deckel 5 verschlossen.
Der Deckel 5 weist eine Aufreißöffnung 5a zum Entnehmen von in dem Innenraum des Behälters
1 angeordneten Einmaltücher mit einer Interfolder-Faltung auf.
[0040] Die Bodenplatte 3 hat einen kreisförmigen Querschnitt und weist einen Anschlag 3a
in Form eines ringförmigen Randabschnitts sowie einen umlaufenden Wandabschnitt 4
auf. Der umlaufende Wandabschnitt 4 ist radial innenliegend zu dem ringförmigen Anschlag
3a angeordnet.
[0041] In einem Zustand in dem die Bodenplatte 3 mit der Seitenwand 2 verbunden ist, erstreckt
sich der Wandabschnitt 4 in den Innenraum des Behälters 1. Der Anschlag 3a dient der
Anlage an eine Stirnfläche 2a der Seitenwand 2 und verhindert so, dass die Bodenplatte
3 ungewollt in eine erste Richtung 7, parallel zu der Längsachse 6 des Behälters 1
weiter in den Innenraum des Behälters 1 eingeschoben werden kann. Der Anschlag 3a
und die Stirnfläche 2a bilden einen ersten Formschluss.
[0042] Um ein ungewolltes Lösen der Bodenplatte 3 von der Seitenwand 2 zu verhindern ist
ein zweiter Formschluss vorhanden, der von vier Haken 4a und einem mit den vier Haken
4a in Eingriff stehenden Halteelement 2b gebildet wird.
[0043] Das Halteelement 2b ist ein in den Innenraum des Behälters umgebogener Randabschnitt
2c der Seitenwand 2, dessen Herstellungsschritte in den Figuren 3 und 4 veranschaulicht
sind. Die Seitenwand 2 und das Halteelement 2b sind aus einem einzigen Stück Kartonage
hergestellt. In einem ersten Schritt wird ein Randabschnitt 2c der Seitenwand 2 entlang
einer Faltlinie gefaltet. Anschließend wird die Seitenwand zu einem zylindrischen
Hohlkörper gerollt, sodass der umgebogene Randabschnitt 2c ein in dem Innenraum des
Behälters 2 angeordnetes Halteelement 2 ist. Das Halteelement 2b erstreckt sich über
den gesamten Umfang der Seitenwand 2.
[0044] Die Haken 4a greifen in den umgebogenen Randabschnitt 2c der Seitenwand 2 ein. Der
zweite Formschluss begrenzt eine Bewegung der Bodenplatte 3 weg von der Seitenwand
2 relativ zu der Seitenwand 2 in eine Richtung 8 entgegengesetzt zu der ersten Richtung
7 des ersten Formschluss. Jeder Haken 4a wird durch einen Laschenabschnitt 4d gebildet,
der von dem Wandabschnitt 4 hervorsteht und entlang einer Faltlinie in Richtung des
nächstliegenden Abschnittes der Seitenwand 2 umgebogen ist. Die Haken 4a sind in äquidistanten
Abständen entlang des Umfangs des Wandabschnittes 4 angeordnet. Der Wandabschnitt
4 und die Haken 4a sind aus einem einzigen Stück Kartonage gefertigt.
[0045] Der Wandabschnitt 4 hat eine Außenfläche 4b, die in einem Zustand in dem die Bodenplatte
3 mit der Seitenwand 2 verbunden ist, an einer Innenfläche 2d der Seitenwand 2 vollumfänglich
anliegt. Da die Innenfläche 2d der Seitenwand 2 zugleich Teil der der Außenfläche
4b zugewandten Fläche des Halteelementes 2b ist, stabilisiert der Wandabschnitt 4
das Halteelemente 2b und verhindert, dass der das Halteelement 2b bildende Randabschnitt
2c der Seitenwand 2 ungewollt in seine Ausgangsposition zurückgebogen wird.
[0046] Ein vergrößerter schematischer Teilschnitt durch den Behälter 1 ist in der Figur
5 dargestellt. Der vergrößerte Teilschnitt veranschaulicht die zwei in entgegensetzte
Richtungen 7, 8 wirkenden Formschlüsse, die einerseits ein ungewolltes Eindringen
der Bodenplatte 3 in den Innenraum des Behälters in einer ersten, parallel zu der
Längsachse 6 des Behälters 1 verlaufende Richtung 7 und andererseits ein ungewolltes
Lösen der Bodenplatte 3 von der Seitenwand 2 in eine Richtung 8 entgegensetzt zu der
ersten Richtung 7 verhindern. Das Zusammenwirken des Anschlags 3a und der Stirnfläche
2a der Seitenwand 2 verhindert, dass die Bodenplatte 3 ungewollt weiter in das Behälterinnere
eindringt. Die zu den Haken 4a umgebogenen Laschenabschnitte greifen in das Halteelement
2b ein. Das Halteelement 2b ist seinerseits ein in das Behälterinnere umgebogener
Randabschnitt 2c der Seitenwand 2. Die Außenfläche 4b des Wandabschnitts 4 drückt
gegen die Innenfläche 2d der Seitenwand 2 und stabilisiert auf diese Weise die Position
des Halteelementes 2b. Nach dem erstmaligen Einsetzen der Bodenplatte 3 kann diese
aufgrund der zwei Formschlüsse nicht mehr von der Seitenwand 2 gelöst werden, ohne
dass dabei die Bodenplatte 3 und/oder die Seitenwand 2 beschädigt wird.
[0047] In der Figur 6 sind schematisch ein Wandabschnitt 4 mit einem Haken 4a und ein Halteelement
2b zur Veranschaulichung von Größenverhältnisse bei einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dargestellt. Der Wandabschnitt 4 und der Haken 4a bestehen
aus einem sich von der Bodenplatte 3 erstreckenden Materialstreifen. Der sich unmittelbar
an die Bodenplatte 3 anschließende Teil des Materialstreifens ist der Wandabschnitt
4 an dem sich ein Laschenabschnitt 4d anschließt. Der Laschenabschnitt 4d ist entlang
einer Faltlinie 4c in Richtung des nächstliegenden Abschnitts der Seitenwand 2 zu
einem Haken 4a umgebogen.
[0048] Der Haken 4a ist dafür vorgesehen, um mit einem an der Seitenwand 2 angeordneten
Halteelement 2b in Eingriff gebracht zu werden. Das Halteelement 2b und der Wandabschnitt
4 mit dem Haken 4a sind zur besseren Darstellung versetzt zueinander angeordnet. Das
Haltelement 2b ist ein entlang einer Faltlinie in den Innenraum des Behälters 1 umgebogener
Randabschnitt 2c.
[0049] Der senkrechte Abstand zwischen der Bodenplatte 3 und der Faltlinie 4c entlang der
der Laschenabschnitt 4d zu einem Haken 4a umgebogen ist, ist mit dem Bezugszeichen
d1 bezeichnet. Die Länge der senkrechten Projektion des an der Faltlinie umgebogenen
Laschenabschnitts auf die Längsachse ist d2. Der maximale, senkrechte Abstand der
am weitesten von der Bodenplatte 3 beabstandet angeordneten, mit dem mindestens einen
Haken 4a in Eingriff bringbaren Fläche 2e ist d3. Damit der Haken 4a beim Einsetzen
der Bodenplatte 3 in den Zwischenraum zwischen dem umgebogenen Randabschnitt 2c und
der Seitenwand 2, d.h. in das Halteelement 2b, eingreifen kann, ist die Differenz
d1-d2 größer oder gleich d3.
[0050] Die Figur 7 zeigt schematisch einen Wandabschnitt 4 mit einem Haken 4a und ein Halteelement
2b zur Veranschaulichung von Größenverhältnisse bei einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Der Wandabschnitt 4 und der Haken 4a sind wie in der Figur
6 ausgestaltet, lediglich das Halteelement 2b ist bei dieser Ausführungsform ein mit
der Seitenwand 2 verbundener Vorsprung mit einem sich senkrecht zu der Längsachse
6 des Behälters 1 erstreckenden Flächenabschnitt 2e. Der Vorsprung ist ein Materialband,
welches in Umfangsrichtung mit der Seitenwand 2 verklebt ist.
[0051] Der Abstand d3 des sich senkrecht zu der Längsachse 6 des Behälters 1 erstreckenden
Flächenabschnitt 2e ist derart gewählt, dass die Differenz d1-d2 geringfügig größer
als der Abstand d3 ist. In einem Zustand in dem die Bodenplatte 3 in den Behälter
1 eingesetzt ist, kommt der Haken 4a derart in Eingriff mit dem sich senkrecht zu
der Längsachse 6 des Behälters 1 erstreckenden Flächenabschnitt 2e des Vorsprungs,
dass die Bodenplatte 3 nicht weg von der Seitenwand 2 in eine Richtung 8 entgegensetzt
zu der ersten Richtung 7 bewegt werden kann.
[0052] Gleichzeitig berührt der Anschlag 3a die Stirnfläche 2a der Seitenwand 2, sodass
die Bodenplatte 3 nicht weiter in den Innenraum des Behälters 1 bewegt werden kann.
[0053] Für Zwecke der ursprünglichen Offenbarung wird darauf hingewiesen, dass sämtliche
Merkmale, wie sie sich aus der vorliegenden Beschreibung, den Zeichnungen und den
Ansprüchen für einen Fachmann erschließen, auch wenn sie konkret nur im Zusammenhang
mit bestimmten weiteren Merkmalen beschrieben wurden, sowohl einzeln als auch in beliebigen
Zusammenstellungen mit anderen der hier offenbarten Merkmale oder Merkmalsgruppen
kombinierbar sind, soweit dies nicht ausdrücklich ausgeschlossen wurde oder technische
Gegebenheiten derartige Kombinationen unmöglich oder sinnlos machen. Auf die umfassende,
explizite Darstellung sämtlicher denkbarerer Merkmalskombinationen wird hier nur der
Kürze und der Lesbarkeit der Beschreibung wegen verzichtet.
[0054] Während die Erfindung im Detail in den Zeichnungen und der vorangehenden Beschreibung
dargestellt und beschreiben wurde, erfolgt diese Darstellung und Beschreibung lediglich
beispielhaft und ist nicht als Beschränkung des Schutzbereichs gedacht, so wie er
durch die Ansprüche definiert wird. Die Erfindung ist nicht auf die offenbarten Ausführungsformen
beschränkt.
[0055] Abwandlungen der offenbarten Ausführungsformen sind für den Fachmann aus den Zeichnungen,
der Beschreibung und den beigefügten Ansprüchen offensichtlich. In den Ansprüchen
schließt das Wort "aufweisen" nicht andere Elemente oder Schritte aus, und der unbestimmte
Artikel "eine" oder "ein" schließt eine Mehrzahl nicht aus. Die bloße Tatsache, dass
bestimmte Merkmale in unterschiedlichen Ansprüchen beansprucht sind, schließt ihre
Kombination nicht aus. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als Beschränkung
des Schutzbereichs gedacht.
Bezugszeichenliste
[0056]
- 1
- Behälter
- 2
- Seitenwand
- 2a
- Stirnfläche
- 2b
- Halteelement
- 2c
- Randabschnitt
- 2d
- Innenfläche
- 2e
- in Eingriff bringbare Fläche des Halteelements
- 3
- Bodenplatte
- 3a
- Anschlag
- 4
- Wandabschnitt
- 4a
- Haken
- 4b
- Außenfläche
- 4c
- Faltlinie
- 4d
- Laschenabschnitt
- 5
- Deckel
- 5a
- Aufreißöffnung
- 6
- Längsachse
- 7
- erste Richtung
- 8
- zweite Richtung
1. Behälter (1) mit
einer umlaufenden Seitenwand (2) und
einer Bodenplatte (3), die derart mit der Seitenwand (2) verbunden ist, dass die Bodenplatte
(3) den Behälter einseitig verschließt, wobei die Seitenwand (2) und die Bodenplatte
(3) einen Innenraum begrenzen und der Behälter (1) eine senkrecht zu der Bodenplatte
(3) verlaufende Längsachse (6) aufweist, wobei die Seitenwand (2) und die Bodenplatte
(3) Papier, Pappe oder Kartonage umfassen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Bodenplatte (3) einen Anschlag (3a) zum in Eingriff bringen mit einer Stirnfläche
(2a) der Seitenwand (2) aufweist, wobei der Anschlag (3a) ein ungewolltes Eindringen
der Bodenplatte (3) in einer ersten, parallel zu der Längsachse (6) verlaufenden Richtung
(7) in den Innenraum verhindert, und
die Bodenplatte (3) mindestens einen Wandabschnitt (4) mit einem Haken (4a) aufweist,
wobei sich der Wandabschnitt (4) mit dem Haken (4a) in den Innenraum hineinstreckt
und der Haken (4a) mit einem an der Seitenwand (2) angeordneten Halteelement (2b)
in Eingriff bringbar ist, wobei durch ein Ineingriffkommen des Hakens (4a) mit dem
Halteelemlent (2b) eine Bewegung der Bodenplatte (3) weg von der Seitenwand (2) in
eine Richtung (8) entgegengesetzt zu der ersten Richtung (7) begrenzt ist.
2. Behälter (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (2b) einen sich senkrecht zu der Längsachse (6) des Behälters (1)
erstreckenden Flächenabschnitt (2e) aufweist, mit dem der mindestens eine Haken (4a)
zumindest abschnittsweise derart in Eingriff bringbar ist, dass durch ein Ineingriffkommen
des Hakens (4a) mit dem Flächenabschnitt eine Bewegung der Bodenplatte (3) weg von
der Seitenwand (2) in eine Richtung (8) entgegensetzt zu der ersten Richtung (7) begrenzt
ist.
3. Behälter (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (2b) ein mit der Seitenwand (2) verbundener Vorsprung oder eine
mit der Seitenwand (2) verbundene Lasche oder eine mit der Seitenwand (2) verbundene
Tasche oder eine in der Seitenwand (2) angeordnete Ausnehmung oder ein in das Behälterinnere
umgebogener Randabschnitt (2c) der Seitenwand (2) ist, wobei vorzugsweise sich der
in den Innenraum umgebogene Randabschnitt (2c) über den gesamten Umfang der Seitenwand
(2) erstreckt.
4. Behälter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (2b) und die Seitenwand (2) des Behälters (1) zusammenhängend aus
einem einzigen Stück gefertigt sind.
5. Behälter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwand (2) eine Innenfläche (2d) und der Wandabschnitt (4) eine der Innenfläche
(2d) der Seitenwand (2) zugewandte Außenfläche (4b) aufweist, wobei die Innenfläche
(2d) der Seitenwand (2) und die Außenfläche (4b) des Wandabschnitts (4) einander überlappend
angeordnet sind, wobei vorzugsweise sich die Innenfläche (2d) der Seitenwand (2) und
die Außenfläche (4b) des Wandabschnitts (4) in den einander überlappenden Bereichen
zumindest abschnittsweise, insbesondere flächig, berühren.
6. Behälter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich der mindestens eine Wandabschnitt (4) vollständig entlang dem Umfang der Innenfläche
(2d) der Seitenwand (2) erstreckt oder eine Mehrzahl von Wandabschnitten (4) entlang
dem Umfang der Innenfläche (2d) der Seitenwand (2) verteilt angeordnet sind.
7. Behälter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Wandabschnitt (4) mindestens einen Haken (4a) aufweist, wobei vorzugsweise
eine Mehrzahl von Haken (4a) entlang dem Umfang der Innenfläche (2d) der Seitenwand
(2) verteilt angeordnet sind, wobei vorzugsweise die Mehrzahl von Haken (4a) in äquidistanten
Abständen entlang dem Umfang der Innenfläche (2d) der Seitenwand (2) verteilt angeordnet
sind.
8. Behälter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Wandabschnitt (4) und der mindestens eine dem Wandabschnitt (4)
zugeordnete Haken (4a) zusammenhängend aus einem Stück gefertigt sind.
9. Behälter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis8, dadurch gekennzeichnet, dass der Haken (4a) ein von dem Wandabschnitt (4) hervorstehender, entlang einer Faltlinie
(4c) in Richtung eines dem Haken (4a) nächstliegenden Abschnitts der Seitenwand (2)
umgebogener Laschenabschnitt (4d) ist.
10. Behälter (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Differenz zwischen dem senkrechten Abstand (d1) der Faltlinie (4c) von der Bodenplatte
(3) und der Länge (d2) der senkrechten Projektion des an der Faltlinie (4c) umgebogenen
Laschenabschnitts (4d) auf die Längsachse größer oder gleich dem maximalen, senkrechten
Abstand (d3) der am weitesten von der Bodenplatte (3) beabstandet angeordneten, mit
dem mindestens einen Haken (4) in Eingriff stehenden Fläche des Halteelementes (2b)
von der Bodenplatte (3) ist.
11. Behälter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (3a) der Bodenplatte (3) ein umlaufender Rand der Bodenplatte (3) ist,
der die Stirnfläche (2a) der Seitenwand (2) berührt.
12. Behälter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Haken (4a) und/oder der mindestens eine Wandabschnitt (4) aus
Papier, Pappe oder Kartonage hergestellt ist.
13. Behälter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) einen Deckel (5) aufweist, der derart mit der Seitenwand (2) verbunden
ist, dass der Deckel (5) den Behälter (1) auf einer der Bodenplatte (3) gegenüberliegenden
Seite des Behälters (1) verschließt, wobei vorzugsweise der Deckel (5) Papier, Pappe
oder Kartonage umfasst.
14. Behälter (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (5) und die Seitenwand (2) zusammenhängend aus einem Stück gefertigt sind
oder der Deckel (5) und die Seitenwand (2) derart miteinander verbunden sind, dass
der Deckel (5) und die Seitenwand (2) nicht voneinander getrennt werden können, ohne
dass dabei der Deckel (5) und/oder die Seitenwand (2) beschädigt wird.
15. Behälter (1) nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (5) eine Aufreißöffnung (5a) aufweist.
16. Behälter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass im Innenraum des Behälters (1) ein Stapel von ineinander gefalteten Wegwerf- oder
Einmalartikeln angeordnet ist.