[0001] Die Erfindung betrifft einen Klebstoffapplikator zum Lagern und/oder zur Anwendung
eines Klebstoffs, wobei der Klebstoffapplikator insbesondere zum Einbringen von Klebstoff
zwischen einen Haftgrund und einen Adapter vorgesehen ist, der insbesondere zur Anbringung
von Halterungselementen an dem Haftgrund ausgebildet und auf dem Haftgrund angeordnet
ist. Die Erfindung betrifft dabei außerdem ein zur Lagerung und Anwendung von Klebstoff
mit einem Klebstoffapplikator geeignetes Kit.
Gebiet der Erfindung
[0002] Derartige Klebstoffapplikatoren weisen dabei ein zum Lagern des Klebstoffs geeignetes
Klebstoffreservoir und außerdem Mittel zum Ausbringen des Klebstoffs aus dem Klebstoffreservoir
und Einbringen des Klebstoffs zwischen den Adapter und den Haftgrund auf.
Stand der Technik
[0003] Aus dem Stand der Technik bekannte, als Klebstoffreservoir dienende Aluminiumtuben
zum Lagern von Klebstoff weisen bedingt aufgrund von Materialunverträglichkeiten zwischen
Klebstoff und Tube eine limitierte Lagerbeständigkeit auf, wobei der Klebstoff in
derartigen Tuben unerwünscht vorzeitig aushärtet. Die Innenseite derartiger Aluminiumtuben
kann dabei eine Epoxy-Schutzlackschicht aufweisen, die einen Kontakt zwischen Klebstoff
und Aluminium verhindern soll.
[0004] Aufgrund der Tubengeometrie ist der Auftrag der Epoxy-Schutzlackschicht jedoch nicht
immer gleichmäßig und teilweise zu dünn, so dass eine Migration eines im Klebstoff
enthaltenen Sikkativs durch die Schutzlackschicht zur Außenhülle erfolgen kann. Der
Kontakt dieses Sikkativ mit dem Aluminium führt zu einer Gasentwicklung, die ein Aufblähen
der Tube und ein Aufbrechen des Schutzlackes zur Folge hat. Dadurch kann ein punktueller
Kontakt zwischen Aluminium und Klebstoff entstehen, was letztlich dessen Aushärtung
auslösen kann.
[0005] Weiterhin sind derartige Tuben insbesondere für ein bestimmungsgemäßes Ausbringen
des Klebstoffs aus der Tube und Einbringen des Klebstoffs zwischen einen Haftgrund
und einen eingangs erwähnten Adapter mittels Druck auf die Tube und/oder Aufrollen
der Tube mittels einem Werkzeug nur umständlich zu handhaben, wobei die Gefahr einer
unsachgemäßen Handhabung besteht, die zu einem unerwünschten Ausbringen des Klebstoffs
an eine nicht für den Klebstoff vorgesehene Stelle und/oder zu unerwünschtem Klebstoffverlust
führen kann.
[0006] Beispielsweise aus der
EP 2 389 519 B1 ist ein Montagesystem zur Anbringung von Halterungselementen an einem Untergrund
umfassend ein Befestigungselement mit einem tellerartigen Grundkörper mit einer Einfüllöffnung
zur Einbringung eines Haftmittels zwischen Untergrund und Befestigungselement bekannt,
wobei der Grundkörper eine zum Untergrund hin offene Ausnehmung aufweist, die das
eingebrachte Haftmittel aufnimmt, wobei der Grundkörper Mittel zur Verbindung wenigstens
eines Halterungselements mit dem Befestigungselement aufweist.
[0007] Der Klebstoff wird in einem eingangs erwähnten und mittels einer in der
EP 2 389 519 B1 nicht näher beschriebenen Tube in einem bereitgestellten Klebstoffreservoir gelagert.
Zum Ausbringen des Klebstoffs aus der Tube und zum Einbringen des Klebstoffs zwischen
Untergrund und Befestigungselement ist eine Tülle erforderlich, die auf die geöffnete
Tube aufgeschraubt wird, nachdem man einen Verschluss der Tube abgeschraubt hat. An
ihrem vorderen Ende weist die Tülle ein Außengewinde auf, das in ein entsprechendes
Innengewinde eines in dem Grundkörper vorgesehenen Kanals eingeschraubt wird, wonach
der Klebstoff über den Kanal in die Ausnehmung des Grundkörpers eingeführt wird.
[0008] Die dabei erforderlichen drei Schraubvorgänge, nämlich zunächst Abschrauben des Verschlusses
der Tube, hieran anschließendes Aufschrauben der Tülle auf die Tube und Einschrauben
der Tülle in das Innengewinde sind nachteilhaft aufwendig und umständlich in ihrer
Handhabung. Darüber hinaus besteht bei allen drei Schraubvorgängen die Gefahr eines
Klebstoffverlustes und/oder Ausbringen des Klebstoffs an einer unerwünschten Stelle
durch unbeabsichtigtes Drücken der Tube beim Schrauben.
[0009] Aus der
DE 198 09 255 A1 ist eine Kartusche zur Aufnahme einer viskosen oder pastösen Masse bekannt, wobei
die Kartusche einen Rohrabschnitt, einen in diesem verschieblich geführten Folgekolben,
einen Kartuschenboden, einen bodenseitigen, mit einem Gewinde oder Steckanschluss
versehenen Ausgabestutzen für die Masse sowie einen Verschluss für den Ausgabestutzen
aufweist. Der Verschluss ist als Deckel ausgebildet, der entgegengesetzt zu seiner
Gebrauchslage mit dem Ausgabestutzen homogen verbunden ist, wobei die Verbindung von
Deckel und Ausgabestutzen als Dünnstelle ausgebildet ist, sowie der Deckel einen sich
axial erstreckenden Ringansatz aufweist, zum spielfreien Einstecken bzw. Aufstecken
in den bzw. auf den Ausgabestutzen nach erfolgtem Trennen von Deckel und Ausgabestutzen
und Drehen des Deckels in seine Gebrauchslage. Die Kartusche soll dabei in gefülltem
Zustand, vor dem Gebrauch, sicher verschlossen sein, und zum erstmaligen Gebrauch
einfach geöffnet werden können und anschließend der Ausgabestutzen einfach wieder
abgedeckt werden können. Außerdem , offenbart die
DE 198 09 255 A1 einen Klebestoffapplikator gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0010] Aus der
US 2013/0075402 A1 ist ein einstückig aus Kunststoff hergestellter Verpackungsbehälter aus Kunststoff
bekannt, der das Verpackungsgut gegen externe Einflüsse schützen und der dennoch auf
einfache Weise zu öffnen sein soll. Der Verpackungsbehälter weist ein durch Spritzguss
hergestelltes festes Wandteil und ein abtrennbares Wandteil auf, die durch eine Sollbruchstelle
verbunden sind. Die Sollbruchstelle ist mit einer Sperrschicht bedeckt, die eine erhöhte
Barrierewirkung gegen Gase, Wasserdampf oder Lösungsmittel aufweist. Die Sperrschicht
soll die Durchlässigkeit der Sollbruchsteile verhindern.
Aufgabe
[0011] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Klebstoffapplikator anzugeben, der
zum Lagern und zur Anwendung von Klebstoff geeignet sein soll, wobei der Klebstoffapplikator
insbesondere auch zum Einbringen von Klebstoff zwischen einen Haftgrund und einen
Adapter geeignet sein soll, der insbesondere zur Anbringung von Halterungselementen
an dem Haftgrund ausgebildet sein kann. Weitere Aufgabe ist hierbei ein zur Lagerung
und Anwendung von Klebstoff mit einem Klebstoffapplikator geeignetes Kit bereitzustellen.
Lösung
[0012] Diese Aufgabe wird durch die Erfindung mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs
gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Der Wortlaut sämtlicher Ansprüche wird hiermit durch Bezugnahme zum Inhalt dieser
Beschreibung gemacht.
[0013] Die Erfindung betrifft dabei insbesondere einen Klebstoffapplikator zur Lagerung
und Anwendung von Klebstoff mit einem einen Hohlraum aufweisenden Klebstoffreservoir,
einem Kolben und einer Düse, die derart ausgebildet und angeordnet sind, dass ein
in dem Klebstoffreservoir befindlicher Klebstoff mittels Handbetätigung des Kolbens
über eine Öffnung einer Kanüle der Düse ausbringbar ist, wobei die Düse zur Lagerung
des Klebstoffs verschlossen ist und zum Ausbringen des Klebstoffs geöffnet werden
kann.
[0014] Ein vorstehender Klebstoffapplikator ist dabei besonders geeignet für ein Kit zur
Lagerung und Ausbringung von Klebstoff, das neben dem Klebstoffapplikator außerdem
einen Metallbeutel und/oder eine Metallfolie aufweist, in die der Klebstoffapplikator
zur Lagerung eingeschweißt ist.
[0015] Das Klebstoffreservoir des Klebstoffapplikators ist dabei geeigneter Weise aus einem
Kunststoff ausgebildet, der vorteilhaft derart ausgewählt und/oder ausgebildet ist,
dass mittels Einschweißens des Klebstoffapplikators mit verschlossener Düse in den
Metallbeutel und/oder die Metallfolie des Kits der in dem Klebstoffreservoir befindliche
Klebstoff eine vorbestimmte Haltbarkeit von mehr als einem Jahr und bevorzugt bis
zu drei Jahren aufweist.
[0016] Ein für eine vorstehende wünschenswert lange vorbestimmte Haltbarkeit des in dem
Klebstoffapplikator gelagerten Klebstoffs geeignetes Klebstoffreservoir kann besonders
vorteilhaft aus Polyethylen (PE) sein, wobei der Metallbeutel und/oder die Metallfolie
insbesondere ein Aluminiumbeutel und/oder Aluminiumfolie sein kann.
[0017] PE ist als Material insbesondere für das Klebstoffreservoir besonders geeignet, nachdem
PE sich spritzgießen lässt und sich somit beliebig in Geometrie und Design gestalten
lässt. Da PE jedoch nicht gasdicht ist, ist ein zusätzliches Einschweißen im Aluminiumbeutel
erforderlich. Hierbei ist auch herstellungstechnisch von Vorteil, wenn auch der Kolben
und die Düse des Klebstoffapplikators aus dem gleichen Material wie das Klebstoffreservoir
bereitgestellt sind.
[0018] Mittels Ausbildung einer Wandstärke insbesondere des Klebstoffreservoirs mit einer
vorbestimmten Dicke geeigneter Weise mehr als 0,3 mm und bevorzugt im Bereich von
0,5 mm kann eine wesentlich höhere Wandstärke als mittels dem eingangs beschriebenen
Epoxy-Schutzlack ausgebildet werden, so dass das ebenfalls eingangs beschriebene Migrationsproblem
bei einer mit einer Epoxy-Schutzschicht versehenen Aluminiumtube und die damit verbundene
vorzeitige Aushärtung vorteilhaft beseitigt werden kann. Die beschriebene vorteilhafte
Art der Verpackung des Klebstoffapplikators ist insbesondere geeignet zur Lagerung
von Silan-modifizierten-Polymer Klebstoffen (SMP Klebstoff) und/oder Montage- oder
Hybridklebstoff und darüber hinaus generell geeignet für alle luftempfindlichen Klebstoffe
also auch reine Silikonkleb- oder Dichtstoffe.
[0019] Mit dem Kit und insbesondere dem Klebstoffapplikator mit dem Klebstoffreservoir aus
PE und der Wandstärke von mehr als 0,3 mm und bevorzugt im Bereich von 0,5 mm kann
ein Klebstoffapplikator mit vorteilhaft verlängerter Lagerfähigkeit des Klebstoffs
von mehr als einem Jahr und bevorzugt bis zu drei Jahren bereitgestellt werden. Hierbei
ist klar, dass die vorteilhafte Lagerfähigkeit des Klebstoffs auch mit Wandstärken
des Klebstoffreservoirs von mehr als 0,5 mm erzielt wird. Der bevorzugte Bereich von
0,5 mm der Wandstärke des Klebstoffreservoirs ist dabei insbesondere auch herstellungstechnisch
von Vorteil.
[0020] Die verschlossene Düse des eingangs beschriebenen Klebstoffapplikators weist besonders
vorteilhaft eine zum Öffnen der Düse geeignet ausgebildete und/oder angeordnete Sollbruchstelle
auf. Durch diese Maßnahme kann der Klebstoffapplikator wünschenswert einfach mittels
Handbetätigung angewendet und eine etwaige Kontamination mit Klebstoff, etwa einer
Hand einer Bedienperson, besonders vorteilhaft weitgehend ausgeschlossen werden.
[0021] Die vorstehende Sollbruchstelle ist dabei geeigneter Weise an einer Spitze der Düse
derart ausgebildet und/oder angeordnet, dass die Düse mittels Betätigung von Hand
derart aufgebrochen und/oder abgedreht werden kann, dass die geöffnete und/oder aufgebrochene
Düse zumindest eine Öffnung aufweist, über die der Klebstoff aus dem Klebstoffreservoir
austreten kann. Die Sollbruchstelle kann dabei derart ausgebildet und/oder angeordnet
sein, dass die Spitze mittels Betätigung von Hand abgebrochen und/oder abgedreht werden
kann.
[0022] Die Sollbruchstelle ist besonders vorteilhaft mittels einer an der Spitze der Düse
ausgebildeten umlaufenden Nut derart ausgebildet, dass die Wandstärke der Düse an
der umlaufenden Nut auf einen vorbestimmten Betrag verjüngt ist. Die umlaufende Nut
ist hierbei geeigneter Weise derart ausgebildet und/oder angeordnet, dass eine mittels
Aufbrechen der Düse an der umlaufenden Nut geöffnete Düse eine Öffnung zum Ausbringen
des Klebstoffs aus dem Klebstoffreservoir aufweist, deren Rand von der umlaufenden
Nut gebildet ist.
[0023] Die umlaufende Nut ist weiterhin derart ausgebildet und/oder angeordnet, dass der
mit dem vorstehenden Rand der Öffnung seiner Düse bestimmungsgemäß auf einen Haftgrund
aufgesetzte Klebstoffapplikator an dem Rand zumindest eine zum Austreten des Klebstoffes
aus dem Klebstoffreservoir geeignete seitliche Ausnehmung aufweist.
[0024] Auf diese Weise ist die Möglichkeit geschaffen, den Klebstoffapplikator bestimmungsgemäß
mit dem Rand der Öffnung seiner Düse auf einen Haftgrund teilweise aufzusetzen und
dabei mit einer Hand zu halten, während die andere Hand einen axialen Druck auf einen
Betätigungskopf des Kolbens ausüben kann, wonach der Kolben den Klebstoff aus dem
Klebstoffreservoir verdrängt und der Klebstoff über die seitliche Ausnehmung aus der
Düse ausgebracht wird.
[0025] Die umlaufende Nut kann weiterhin geeigneter Weise derart ausgebildet und/oder angeordnet
sein, dass der mit dem Rand seiner Düse bestimmungsgemäß auf einen Haftgrund aufgesetzte
Klebstoffapplikator an dem Rand zwei oder mehrere zum Austreten des Klebstoffes aus
dem Klebstoffreservoir geeignete, einander gegenüberliegende seitliche Ausnehmungen
aufweist. Auf diese Weise kann der über die seitlichen Ausnehmungen ausgebrachte Klebstoff
besonders gleichmäßig in entgegengesetzte Richtungen auf den Haftgrund verteilt werden.
[0026] Die umlaufende Nut kann weiterhin vorteilhaft derart ausgebildet und/oder angeordnet
sein, dass eine seitliche Ausnehmung des Rands der Düse zwei aufeinander zulaufende
Flanken des Rands aufweist, die einen Winkel zwischen 30° und 60° mit einer Achse
des Klebstoffapplikators und/oder des Klebstoffreservoirs und/oder der Düse einschließen,
wobei der Winkel vorzugsweise insbesondere etwa 45° beträgt.
[0027] Die aufeinander zulaufenden Flanken können dabei geeigneter Weise einen Scheitel
der Ausnehmung bilden, wobei der Scheitel vorteilhaft abgerundet ausgebildet sein
kann. Der abgerundete Scheitel kann dabei einen Radius aufweisen, der der Tiefe der
Ausnehmung entspricht, so dass die umlaufende Nut zumindest teilweise wellenförmig
ausgebildet ist.
[0028] Die Spitze einer wie vorstehend beschrieben, mit einer zumindest teilweise wellenförmigen
Nut als Sollbruchstelle versehenen Düse, lässt sich besonders einfach von Hand abdrehen,
nachdem eine Drehbewegung der Spitze in einer Ebene senkrecht zu einer Achse des Klebstoffapplikators
und/oder des Klebstoffreservoirs und/oder der Düse mittels der seitlichen Flanken
in eine Verschiebung der Spitze in Achsrichtung überführt wird und die Sollbruchstelle
dabei in Drehrichtung verdrillt und gleichzeitig in Achsrichtung gezogen wird.
[0029] Eine vorstehend als Nut ausgebildete Sollbruchstelle weist somit eine besonders vorteilhafte
Doppelfunktion auf. Auf diese Weise werden nämlich die vorteilhaften seitlichen Ausnehmungen
zum seitlichen Ausbringen des Klebstoffs bei auf einen Haftgrund aufgesetztem Rand
der Düse geschaffen, und darüber hinaus lässt sich die Spitze wie vorstehend beschrieben
besonders einfach auch per Hand und ohne, dass ein Werkzeug erforderlich ist, abdrehen
und/oder aufbrechen.
[0030] Eine zum Abdrehen und/oder Aufbrechen vorgesehene und entsprechend angeordnete und
ausgebildete Spitze kann außerdem einen sich in die Kanüle erstreckenden, mit der
Spitze einstückigen Abschnitt aufweisen, der vorteilhaft derart konisch ausgebildet
und in der Kanüle angeordnet sein kann, dass der Abschnitt einen vorbestimmten Raum
der Kanüle einnimmt und die innere Wand der Kanüle insbesondere an dem der Spitze
gegenüberliegenden Ende des Abschnitts um einen vorbestimmten Betrag von dem Abschnitt
beabstandet ist.
[0031] Mittels dem sich in die Kanüle erstreckenden Abschnitt der zum Abdrehen und/oder
Aufbrechen vorgesehenen Spitze kann weitgehend sichergestellt werden, dass, nachdem
die Spitze abgedreht und/oder aufgebrochen ist, nicht sofort Klebstoff über die Öffnung
der Kanüle austritt sondern sich stattdessen die Kanüle weiter mit aus dem Reservoir
in die Kanüle langsam nachlaufendem Klebstoff füllen kann.
[0032] Weiterhin kann der vorstehende vorbestimmte Betrag der Beabstandung des sich in die
Kanüle erstreckenden Abschnitts von der inneren Wand der Kanüle derart ausgewählt
sein, dass die Spitze zum Aufbrechen der Düse gekippt werden kann. Diese Maßnahme
ist besonders vorteilhaft bei Vorsehung eines nachfolgend beschriebenen, mit der Spitze
der Düse einstückigen Hebelelements, das zum Aufbrechen der Sollbruchstelle der Düse
zusammen mit der Spitze der Düse in eine beliebige Raumrichtung verkippbar und/oder
verdrehbar ist, wonach das Abdrehen und/oder Aufbrechen der Spitze weiter vereinfacht
wird.
[0033] Das vorstehende Hebelelement kann vorteilhaft L-förmig ausgebildet sein, wobei die
Spitze geeigneter Weise auf einer mittels dem L-förmigen Hebelelement ausgebildeten
Schulter sitzen kann. Dabei kann sich das Hebelelement benachbart zu zwei Seiten der
Spitze und/oder der Düse erstrecken, wobei die Spitze geeigneter Weise mittig auf
dem Hebelelement sitzen kann, und wobei die Abmessungen des Hebelelements derart vorbestimmt
sein können, dass das Hebelelement einen seitlichen Rand des Klebstoffreservoirs nicht
überragt.
[0034] Diese Ausbildung und Anordnung des Hebelelements ist von Vorteil, um einen besonders
kompakt ausgebildeten Klebstoffapplikator bereitzustellen, der auf einfache Weise
und zuverlässig in eine Aluminiumfolie und/oder einen Aluminiumbeutel eingeschweißt
werden kann und damit für das vorstehend beschriebene Kit zur Lagerung und Anwendung
von Klebstoff besonders geeignet ist.
[0035] Die Aluminiumfolie und/oder der Aluminiumbeutel lassen sich dabei besonders eng auf
der Oberfläche des Klebstoffapplikators ausbilden, wobei darüber hinaus beim Einschweißen
unerwünschte Lufteinschlüsse vorteilhaft vermieden werden können.
[0036] Ein wünschenswert kompakt ausgebildeter Klebstoffapplikator mit den vorstehend beschriebenen
Merkmalen kann ein zylindrisch mit einer Mittelachse ausgebildetes Klebstoffreservoir
aufweisen, wobei die Düse exzentrisch zu dem Klebstoffreservoir und/oder der Mittelachse
und benachbart zu einem seitlichen Rand des Klebstoffreservoirs angeordnet sein kann.
Dabei kann die Düse außerdem geeigneter Weise konisch ausgebildet sein, und im Bereich
der Spitze kann die Düse zylindrisch ausgebildet sein. Die Düse kann dabei insbesondere
eine vorbestimmte Wandstärke aufweisen, deren Dicke gegenüber der Wandstärke des Klebstoffreservoirs
erhöht ist. Die Wandstärke der Düse ist dabei derart auch im Verhältnis zu der Wandstärke
an der Sollbruchstelle ausgewählt, dass die Düse beim Abdrehen und/oder Aufbrechen
der Spitze und/oder beim Aufsetzen der Düse auf einen Haftgrund und bei einem Druck
mit der Hand auf einen aus dem Klebstoffreservoir heraus ragenden Betätigungskopf
des Kolbens eine wünschenswerte Stabilität aufweist.
[0037] Ein Klebstoffapplikator mit den vorstehend beschriebenen Merkmalen ist besonders
zur Lagerung und/oder Ausbringung des Klebstoffs aus dem Klebstoffreservoir durch
eine Öffnung der an dem Klebstoffreservoir ausgebildeten Düse des Klebstoffapplikators
geeignet. Darüber hinaus ist ein derartiger Klebstoffapplikator insbesondere zum Einbringen
des Klebstoffs in eine einem Haftgrund zugewandte Ausnehmung eines Grundkörpers eines
Adapters zur Befestigung und Tragen eines Halterungselements geeignet.
[0038] Geeigneter Weise ist dabei an dem Adapter eine Einlassöffnung an seinem Grundkörper
zum Einbringen des Klebstoffs in die Ausnehmung des Adapters vorgesehen. Der Klebstoffapplikator
mit den vorstehend beschriebenen Merkmalen ist dabei insbesondere zum Einbringen des
Klebstoffs durch die Einlassöffnung in die Ausnehmung des Grundkörpers per Hand geeignet,
wobei hierfür insbesondere die Abmessungen der Einlassöffnung des Grundkörpers geringfügig
größer als die Abmessungen der Düse des Klebstoffapplikators ausgebildet sind. Zum
Einbringen des Klebstoffs wird die Düse mit ihrer Öffnung in die Einlassöffnung eingeführt
und mit ihrem, die Öffnung ihrer Kanüle umgebenden, Rand auf den Haftgrund aufgesetzt,
wonach auf den Kolben per Hand ein Druck in Achsrichtung ausgeübt wird.
[0039] Ein vorstehender Klebstoffapplikator ist dabei mit seiner Düse derart korrespondierend
mit der Einlassöffnung des Grundkörpers ausgebildet, dass der Rand der Öffnung der
Düse auf den Haftgrund aufsetzbar ist, so dass der Klebstoff mittels einem auf einen
Kopf des Kolbens wirkenden Drucks über die seitlichen Ausnehmungen an dem Rand der
Düse aus dem Klebstoffreservoir ausbringbar und in die Ausnehmung des Grundkörpers
einbringbar ist.
[0040] Ein insbesondere für die vorstehende Anwendung und auch für das vorstehend beschriebene
Kit zur Lagerung und Anwendung von Klebstoff geeigneter Klebstoffapplikator kann geeigneter
Weise eine Länge im Bereich von 50 mm aufweisen und dessen Klebstoffreservoir kann
einen Durchmesser im Bereich von 15 mm aufweisen, wonach der Klebstoffapplikator für
eine wünschenswerte Füllmenge von 3 g eines vorstehenden Klebstoffs geeignet ist.
Die endgültige Länge nach Einschweißen in einen Aluminiumbeutel oder eine Aluminiumfolie
kann in einem Bereich von 80 mm liegen und eine geeignete Wandstärke des Klebstoffreservoirs
kann wie vorstehend beschrieben bevorzugt etwa 0,5 mm betragen. Eine vorbestimmte
Haltbarkeit eines in einem Klebstoffapplikator mit den vorstehenden Merkmalen gelagerten
Klebstoffs kann wie ebenfalls vorstehend beschrieben vorteilhaft mehr als ein Jahr
und bevorzugt bis zu drei Jahre betragen.
[0041] Ein vorstehender Klebstoffapplikator ist wie beschrieben wünschenswert kompakt ausgebildet
und geeignet auf einfache Weise in eine Aluminiumfolie und/oder einen Aluminiumbeutel
eingeschweißt zu werden, und darüber hinaus geeignet, mittels Betätigung per Hand
angewendet zu werden, wobei eine Hand den Klebstoffapplikator an eine vorbestimmte
Position positioniert und die andere Hand einen axialen Druck auf einen Betätigungskopf
des Kolbens ausüben kann. Mittels Vorsehung geeigneter, nachträglich an einen Klebstoffapplikator
anzubringender Flügel, dessen Aluminiumhülle zu seiner bestimmungsgemäßen Anwendung
entfernt ist, kann der Klebstoffapplikator auf einfache Weise als einhändig bedienbare
Spritze ausgebildet werden.
[0042] Die Flügel können neben dem Kit als optionale Bestandteile dem in Aluminiumfolie
und/oder einem Aluminiumbeutel eingeschweißten Klebstoffapplikator ebenso wie der
vorstehend beschriebene Adapter in einer oder mehreren weiteren Verpackungen(en) beiliegen.
[0043] Weitere Einzelheiten und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von bevorzugten Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Unteransprüchen. Hierbei
können die jeweiligen Merkmale für sich alleine oder zu mehreren in Kombination miteinander
verwirklicht sein. Die Möglichkeiten, die Aufgabe zu lösen, sind nicht auf die Ausführungsbeispiele
beschränkt. So umfassen beispielsweise Bereichsangaben stets alle - nicht genannten
- Zwischenwerte und alle denkbaren Teilintervalle.
[0044] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel ist in den Figuren schematisch dargestellt. Gleiche
Bezugsziffern in den einzelnen Figuren bezeichnen dabei gleiche oder funktionsgleiche
bzw. hinsichtlich ihrer Funktionen einander entsprechende Elemente. Verschiedene Ansichten
gleicher Elemente könnten unterschiedlich skaliert sein. Der Einfachheit und Übersichtlichkeit
halber zeigen insbesondere auf einem Blatt gemeinsam dargestellte Figuren jeweils
nicht alle Bezugszeichen. Im Einzelnen zeigt:
- Fig. 1A
- eine schematische perspektivische Darstellung eines Klebstoffapplikators nach einer
Ausführung der Erfindung in einem ersten Betriebszustand;
- Fig. 1B
- den Klebstoffapplikator von Fig. 1A in einem zweiten Betriebszustand seines Kolbens;
- Fig. 1C
- eine Seitenansicht des Klebstoffapplikators von Fig. 1A;
- Fig. 1D
- eine Seitenansicht des Klebstoffapplikators von Fig. 1B in einem zweiten Betriebszustand
seines Kolbens und seiner Düse;
- Fig. 2A
- eine perspektivische Darstellung des Kolbens des Klebstoffapplikators von Fig. 1A;
- Fig. 2B
- eine Seitenansicht des Kolbens von Fig. 2A;
- Fig. 2C
- einen Schnitt durch den Kolben von Fig. 2B entlang der Linie L-L von Fig. 2B;
- Fig. 3A
- eine Seitenansicht des Klebstoffreservoirs des Klebstoffapplikators von Fig. 1C;
- Fig. 3B
- einen Schnitt durch das Klebstoffreservoir von Fig. 3A entlang der Linie L-L von Fig.
3A;
- Fig. 3C
- eine vergrößerte teilweise transparente Darstellung einer Seitenansicht der Düse des
Klebstoffreservoirs von Fig. 3B;
- Fig. 4A
- eine Seitenansicht des Klebstoffapplikators von Fig. 1C mit geöffneter Düse bestimmungsgemäß
zum Ausbringen von Klebstoff auf einen Haftgrund aufgesetzt; und
- Fig. 4B
- eine perspektivische Darstellung des Klebstoffapplikators von Fig. 4A mit seiner bestimmungsgemäß
in einen Adapter eingeführten Düse.
[0045] Fig. 1A zeigt eine schematische perspektivische Darstellung eines Klebstoffapplikators
1 nach einer Ausführung der Erfindung in einem ersten Betriebszustand. Der Klebstoffapplikator
1 weist ein zylindrisch ausgebildetes Klebstoffreservoir 10 und einen mit seinem Boden
112 benachbart zu einem oberen Rand des Klebstoffreservoirs 10 in dem Klebstoffreservoir
10 angeordneten Kolben 11. Der Boden 112 ist an einem Ende eines kreuzförmigen Stabs
110 angeordnet und an dem gegenüberliegenden Ende ist ein Betätigungskopf 111 des
Kolbens 11 angeordnet. Fig. 1C zeigt hierzu eine Seitenansicht des Klebstoffreservoirs
10 in einer teilweise transparenten Darstellung, in der der Boden 112 sichtbar ist.
[0046] Mittels Druck auf den Betätigungskopf 111 in Richtung der Achse A des zylindrischen
Klebstoffreservoirs 10 kann der Boden 112 des Kolbens 11 in Richtung zu einer an einem
Boden des Klebstoffreservoirs 10 ausgebildeten Düse 12 verschoben werden, wonach ein
in dem Klebstoffreservoir 10 befindlicher Klebstoff aus der geöffneten Düse 12 ausgebracht
werden kann. Dieser Betriebszustand des Klebstoffapplikators 1 ist in Fig. 1B und
1D dargestellt, wobei in der perspektivischen Darstellung von Fig. 1B der Boden 112
des Kolbens 11 nicht sichtbar ist und die Düse 12 von einer Spitze 122 der Düse verschlossen
ist. In der teilweise transparenten Seitenansicht von Fig. 1D ist der Kolben 11 vollständig
derart in das Klebstoffreservoir 10 eingeschoben, dass der Boden 112 des Kolbens benachbart
zu dem Boden des Klebstoffreservoirs 10 angeordnet ist. Die mit ihrem Rand 121A ihrer
Öffnung auf den schraffiert dargestellten Haftgrund aufgesetzte Düse 12 weist zwei
seitliche Ausnehmungen 123 auf, die nachfolgend unter Bezugnahme auf Fig. 4A beschrieben
werden.
[0047] An der Spitze 122 der Düse 12 ist eine um die Düse 12 umlaufende Nut 121 ausgebildet,
deren Wandstärke vorbestimmt derart gering ausgebildet ist, dass durch ein Verdrehen
und/oder Aufbrechen der Spitze 122 die Spitze 122 von der Düse 12 abgedreht und/oder
abgebrochen werden kann, wonach eine Kanüle 120 der Düse 12 freiliegt und die Düse
12 derart geöffnet ist, dass ein in dem Klebstoffreservoir 10 befindlicher Klebstoff
mittels einem axialen Druck auf den Kolben 11 über die Öffnung der Düse 12 aus dem
Klebstoffreservoir 10 ausgebracht werden kann. Mittels der umlaufenden Nut 121 ist
eine eingangs beschriebene Sollbruchstelle 121 zum Öffnen der Düse 12 bereitgestellt,
die derart ausgebildet ist, dass nach Verdrehen und/oder Aufbrechen der Spitze 122
der von der Nut 121 vorgegebene Rand 121A der Öffnung der Düse 12 freiliegt.
[0048] Zur Erleichterung des Verdrehens und/oder Aufbrechens der Spitze 122 sitzt die Spitze
122 auf einer Schulter eines L-förmigen flachen Hebelelements 126, das einstückig
mit der Spitze 122 ausgebildet ist. Die Düse 12 ist exzentrisch zur Mittelachse A
des Klebstoffapplikators 1 und/oder des Klebstoffreservoirs 10 und benachbart zu einem
seitlichen Rand des Klebstoffreservoirs 10 angeordnet. Das Hebelelement 126 ist derart
ausgebildet und angeordnet, dass es einen seitlichen Rand des Klebstoffreservoirs
10 nicht überragt, wonach ein in seinem ersten Betriebszustand wünschenswert kompakter
Klebstoffapplikator 1 bereitgestellt ist, der besonders für das eingangs beschriebene
Kit zur Lagerung und Anwendung von Klebstoff geeignet ist.
[0049] Fig. 2A zeigt eine perspektivische Darstellung des Kolbens 11 des Klebstoffapplikators
1 von Fig. 1A mit dem kreuzförmigen Stab 110 an dessen gegenüberliegende Enden jeweils
ein Betätigungskopf 111 und ein Boden 112 des Kolbens 11 ausgebildet ist. Fig. 2B
zeigt hierzu eine Seitenansicht des Kolbens 11 von Fig. 2A und Fig. 2C zeigt einen
Schnitt durch den Kolben 11 von Fig. 2B entlang der Linie L-L von Fig. 2B.
[0050] Der Boden 112 ist gegenüber der Achse A des Klebstoffapplikators 1 und/oder des Kolbens
11 vorteilhaft um einen Winkel α11 von etwa 10° geringfügig abgewinkelt, um trotz
der für die Stabilität des Bodens nötigen Wandstärke die Kontaktfläche zwischen Kolbenboden
und Innenwand des Klebstoffapplikators zu verringern und somit aufgrund der reduzierten
Reibung einen geringeren Widerstand beim Drücken des Kolbens zu erreichen, was das
Ausbringen des in dem Klebstoffapplikator befindlichen Klebstoffs erleichtert.
[0051] Fig. 3A zeigt eine Seitenansicht des Klebstoffreservoirs 10 des Klebstoffapplikators
1 von Fig. 1C aus einer anderen Perspektive und ohne den Kolben 11, mit der eine Kanüle
120 aufweisenden Düse 12 und der Spitze 122 der Düse 12. An der Spitze 122 der Düse
12 ist die umlaufende Nut 121 mit einer vorbestimmt geringen Wandstärke ausgebildet,
mittels der die Sollbruchstelle 121 zum Herausbrechen und/oder Abdrehen der Spitze
122 bereitgestellt ist.
[0052] Fig. 3B zeigt einen Schnitt durch das Klebstoffreservoir 10 von Fig. 3A entlang der
Linie L-L von Fig. 3A mit der in dieser Ausführung leicht konisch zulaufenden Düse
12, deren Wandstärke gegenüber der Wandstärke des seitlichen Rands des Klebstoffreservoirs
10 erhöht ist, was beim Aufsetzen des mittels Verdrehen und/oder Aufbrechen der Spitze
122 mit ihrem von der umlaufenden Nut 121 vorgegebenen und freigelegten Rand 121A
der Öffnung der Düse 12 auf einen Haftgrund der Düse 12 und/oder dem Klebstoffapplikator
1 eine wünschenswerte Stabilität verleiht. Die Düse 12 kann in ihrem zu dem Rand 121A
benachbarten Bereich wie die Kanüle 120 auch zylindrisch ausgebildet sein.
[0053] Die Spitze 122 ist einstückig mit dem L-förmigen Hebelelement 126 ausgebildet, auf
dessen Schulter sie sitzt, wobei das L-förmige Hebelelement 126 den seitlichen Rand
des Klebstoffreservoirs 10 nicht überragt, wonach diese Anordnung besonders kompakt
ausgebildet ist und damit für das eingangs beschriebene Kit zur Lagerung und Anwendung
von Klebstoff geeignet ist und dabei insbesondere geeignet ist, in einen eingangs
beschriebenen Aluminiumbeutel und/oder eine Aluminiumfolie zur Lagerung mit einer
wünschenswerten Haltbarkeit eingeschweißt zu werden.
[0054] In die Kanüle 120 erstreckt sich ein mit der Spitze 122 einstückiger Abschnitt 125
der Spitze 122 der konisch ausgebildet ist, und insbesondere dessen sich in die Kanüle
120 erstreckendes Ende von der seitlichen inneren Wand der Kanüle 120 einen vorbestimmten
Abstand aufweist. Mit dem Abschnitt 125 ist sichergestellt, dass beim Verdrehen und/oder
Aufbrechen der Spitze 122 kein Klebstoff aus der Kanüle 120 austritt. Weiterhin ist
der Abschnitt 125 derart ausgebildet und in der Kanüle 120 angeordnet, dass das Hebelelement
126 in eine beliebige Raumrichtung zum Aufbrechen und/oder Verdrehen der Spitze 122
verdreht und/oder verkippt werden kann.
[0055] Fig. 3C zeigt eine vergrößerte teilweise transparente Darstellung einer Seitenansicht
der Düse 12 des Klebstoffreservoirs 10 von Fig. 3B mit der Spitze 122, die an der
umlaufenden Nut 121 vorgesehen ist und die mit dem Hebelelement 126 und dem sich in
die Kanüle 120 erstreckenden Abschnitt 125 einstückig ausgebildet ist. Die umlaufende
Nut 121 ist wellenförmig derart ausgebildet, dass sich bei einem Herausbrechen und/oder
Verdrehen der Spitze 12 zwei einander gegenüberliegende seitliche Ausnehmungen 123
bilden, die in Fig. 4A dargestellt sind.
[0056] Die seitlichen Ausnehmungen 123 weisen gegenüber dem Rand 121A geneigte Flanken 124
auf, die bei dieser Ausführung geeigneter Weise mit der Achse A des Klebstoffapplikators
1 und/oder Klebstoffreservoirs 10 einen Winkel α12 von etwa 45° einschließen. Die
Ausnehmungen 123 weisen außerdem einen abgerundeten Scheitel mit einem Radius R auf,
der etwa der Tiefe der Ausnehmungen 123 entspricht. Auf diese Weise ist vorteilhaft
eine Kontur der Nut 121 bereitgestellt mittels der bei einer Verdrehung des Hebelelements
126 in Richtung senkrecht zur Achse A eine Verschiebung der Spitze 122 in Achsrichtung
erzeugt wird, wonach wie eingangs beschrieben die Nut 121 verdrillt und gedehnt wird,
so dass die Spitze 122 besonders einfach mittels Betätigung von Hand aufgebrochen
und/oder abgedreht werden kann und die Öffnung der Düse 12 mit ihrem wie die Nut 121
ebenfalls vorteilhaft wellenförmigen Rand 121A bereitgestellt ist.
[0057] Fig. 4A zeigt eine Seitenansicht des Klebstoffapplikators 1 von Fig. 1C mit geöffneter
Düse 12 bestimmungsgemäß zum Ausbringen von Klebstoff auf einen Haftgrund aufgesetzt,
der in der Zeichnung schraffiert dargestellt ist. Die geöffnete Düse ist mit ihrem
Rand 121A ihrer Öffnung zum bestimmungsgemäßen Ausbringen von Klebstoff auf den Haftgrund
aufgesetzt, wobei der Rand 121A mit den Ausnehmungen 123 derart ausgebildet ist, dass
der Klebstoff durch die Ausnehmungen 123 aus der Düse 12 ausgebracht werden kann.
Auf diese Weise kann der Klebstoff selbst bei aufgesetzter Düse 12 gleichmäßig in
verschiedene Raumrichtungen verteilt werden.
[0058] Fig. 4B zeigt eine perspektivische Darstellung des Klebstoffapplikators 1 von Fig.
4A mit seiner bestimmungsgemäß in eine Einlassöffnung 21 eines Adapters 2 eingeführten
Düse 12. Über die Einlassöffnung 21 lässt sich eine zu einem Haftgrund, auf dem der
Adapter 2 angeordnet ist und befestigt werden soll, benachbarte Ausnehmung bei in
die Ausnehmung eingesetzter Düse 12 befüllen, wobei dazu die Düse 12 wie in Fig. 4A
dargestellt mit dem Rand 121A ihrer Öffnung auf dem Haftgrund aufsitzt und die beiden
seitlichen Ausnehmungen 123 freiliegen. Der auf diese Weise mit seiner Düse 12 in
die befüllbare Ausnehmung des Grundkörpers 20 eingeführte Klebstoffapplikator 1 kann
auf einfache Weise mit einer Hand gehalten werden und mit der anderen Hand mittels
Drücken auf den Betätigungskopf 111 des Kolbens 11 zum Einbringen von Klebstoff in
die Ausnehmung des Grundkörpers 20 betätigt werden.
[0059] Es sind zahlreiche Abwandlungen und Weiterbildungen der beschriebenen Ausführungsbeispiele
verwirklichbar.
Bezugszeichen
[0060]
- 1
- Klebstoffapplikator
- 10
- Zylinder, Klebstoffreservoir
- 11
- Kolben
- 110
- Stab
- 111
- Kopf, Betätigungskopf
- 112
- Boden
- 12
- Düse
- 120
- Kanüle
- 121
- Nut, Sollbruchstelle
- 121A
- umlaufender Rand
- 122
- Spitze
- 123
- Ausnehmung
- 124
- Flanke
- 125
- Abschnitt
- 126
- L-förmiges Hebelelement
- 2
- Adapter
- 20
- Grundkörper
- 21
- Öffnung, Einlassöffnung
- A
- Achse, Mittelachse
- L
- Linie
- R
- Radius
- α11
- Winkel
- α12
- Winkel, Flankenwinkel
zitierte Literatur
1. Klebstoffapplikator (1) zur Lagerung und Anwendung von Klebstoff mit einem einen Hohlraum
aufweisenden Klebstoffreservoir (10), einem Kolben (11) und einer Düse (12), die derart
ausgebildet und angeordnet sind, dass ein in dem Klebstoffreservoir (10) befindlicher
Klebstoff mittels Handbetätigung des Kolbens (11) über eine Öffnung einer Kanüle (120)
der Düse (12) ausbringbar ist, wobei die Düse (12) zur Lagerung des Klebstoffs verschlossen
ist und zum Ausbringen des Klebstoffs geöffnet werden kann, wobei
die Düse (12) eine zum Öffnen der Düse (12) geeignet ausgebildete und/oder angeordnete
Sollbruchstelle (121) aufweist, wobei
die Sollbruchstelle (121) an einer Spitze (122) der Düse (12) derart ausgebildet und/oder
angeordnet ist, dass die Spitze (122) der Düse (12) mittels Betätigung von Hand derart
abgebrochen und/oder abgedreht werden kann, dass die geöffnete und/oder aufgebrochene
Düse (12) zumindest eine Öffnung aufweist, über die der Klebstoff aus dem Klebstoffreservoir
(10) austreten kann, wobei
die Sollbruchstelle (121) mittels einer an der Spitze der Düse (12) ausgebildeten
umlaufenden Nut (121) derart ausgebildet ist, dass die Wandstärke der Düse (12) an
der umlaufenden Nut (121) auf einen vorbestimmten Betrag verjüngt ist, und wobei die
umlaufende Nut (121) derart ausgebildet und/oder angeordnet ist, dass eine mittels
Aufbrechen und/oder Abdrehen der Düse (12) an der umlaufenden Nut (121) geöffnete
Düse (12) eine Öffnung zum Ausbringen des Klebstoffs aus dem Klebstoffreservoir (10)
aufweist, deren Rand (121A) von der umlaufenden Nut (121) gebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die umlaufende Nut (121) derart ausgebildet und/oder angeordnet ist, dass der mit
dem Rand (121A) seiner Düse (12) bestimmungsgemäß auf einen Haftgrund aufgesetzte
Klebstoffapplikator (1) an dem Rand (121A) zumindest eine zum Austreten des Klebstoffes
aus dem Klebstoffreservoir (10) geeignete seitliche Ausnehmung (123) aufweist.
2. Klebstoffapplikator (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die umlaufende Nut (121) derart ausgebildet und/oder angeordnet ist, dass der mit
dem Rand (121A) der Öffnung seiner Düse (12) bestimmungsgemäß auf einen Haftgrund
aufgesetzte Klebstoffapplikator (1) an dem Rand (121A) zwei zum seitlichen Austreten
des Klebstoffes aus dem Klebstoffreservoir (10) geeignete einander gegenüberliegende
seitliche Ausnehmungen (123) aufweist.
3. Klebstoffapplikator (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die umlaufende Nut (121) derart ausgebildet und/oder angeordnet ist, dass die seitliche
Ausnehmung (123) zwei aufeinander zulaufende Flanken (124) des Rands (121A) aufweist,
die einen Winkel (α12) zwischen 30° und 60° mit einer Achse (A) des Klebstoffapplikators
(1) und/oder der Düse (12) einschließen, wobei der Winkel (α12) vorzugsweise etwa
45° beträgt.
4. Klebstoffapplikator (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die aufeinander zulaufenden Flanken (124) einen Scheitel der Ausnehmung (123) bilden,
wobei der Scheitel abgerundet ausgebildet sein kann, und der abgerundete Scheitel
einen Radius (R1) aufweisen kann, der der Tiefe der Ausnehmung (123) entspricht, so
dass die umlaufende Nut (121) und der Rand (121A) zumindest teilweise wellenförmig
ausgebildet ist.
5. Klebstoffapplikator (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Spitze (122) einen sich in die Kanüle (120) erstreckenden mit der Spitze (122)
einstückigen Abschnitt (125) aufweist, der derart konisch ausgebildet und in der Kanüle
(120) angeordnet ist, dass der Abschnitt (125) einen vorbestimmten Raum der Kanüle
(120) einnimmt und die innere Wand der Kanüle (120) insbesondere an dem der Spitze
(122) gegenüberliegenden Ende des Abschnitts (125) um einen vorbestimmten Betrag von
dem Abschnitt (125) beabstandet ist, wobei der vorbestimmte Betrag derart ausgewählt
sein kann, dass die Spitze (122) zum Aufbrechen der Düse (12) gekippt und/oder gedreht
werden kann.
6. Klebstoffapplikator (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an der Spitze (122) der Düse (12) ein mit der Spitze (122) einstückiges Hebelelement
(126) zum Aufbrechen der Düse (12) vorgesehen ist, das derart angeordnet und ausgebildet
ist, dass mittels Betätigung des Hebelelements (126) von Hand die Spitze (122) der
Düse (12) zum Aufbrechen der Sollbruchstelle (121) der Düse (12) in eine beliebige
Raumrichtung verkippbar und/oder verdrehbar ist.
7. Klebstoffapplikator (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Hebelelement (126) L-förmig ausgebildet ist, wobei die Spitze (122) derart auf
einer mittels dem L-förmigen Hebelelement (126) ausgebildeten Schulter sitzt, dass
das Hebelelement (126) sich benachbart zu zwei Seiten der Spitze (122) und/oder der
Düse (12) erstreckt, wobei die Spitze (122) mittig auf dem Hebelelement (126) sitzen
kann, und wobei die Abmessungen des Hebelelements (126) derart vorbestimmt sein können,
dass das Hebelelement (126) einen seitlichen Rand des Klebstoffreservoirs (10) nicht
überragt.
8. Klebstoffapplikator (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Klebstoffreservoir (10) zylindrisch mit einer Mittelachse (A) ausgebildet ist,
wobei die Düse (12) exzentrisch zu der Achse (A) und benachbart zu einem seitlichen
Rand des Klebstoffreservoirs (10) angeordnet ist, und wobei die Düse (12) konisch
ausgebildet sein kann und im Bereich der Spitze (122) zylindrisch ausgebildet sein
kann, und wobei
die Düse (12) eine vorbestimmte Wandstärke aufweist, deren Dicke gegenüber der Wandstärke
des Klebstoffreservoirs (10) erhöht ist.
9. Klebstoffapplikator (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Klebstoffapplikator
(1) zur Ausbringung des Klebstoffs aus dem Klebstoffreservoir (10) durch eine Öffnung
der an dem Klebstoffreservoir (10) ausgebildeten Düse (12) des Klebstoffapplikators
(1) und zum Einbringen des Klebstoffs in eine einem Haftgrund zugewandte Ausnehmung
eines Grundkörpers(20) eines Adapters (2) über eine Einlassöffnung (21) des Grundkörpers
(20) des Adapters (2) geeignet ausgebildet ist, wobei der Klebstoffapplikator (1)
zur Ausbringung des Klebstoffs durch die Einlassöffnung (21) in die Ausnehmung des
Grundkörpers (20) per Hand derart ausgebildet ist, dass ein Querschnitt des Rands
(121A) der Düse (12) geringfügig kleiner als ein Querschnitt der Einlassöffnung (21)
des Grundkörpers (20) ist.
10. Klebstoffapplikator (1) nach Anspruch 9, wobei die Düse (12) derart korrespondierend
mit der Einlassöffnung (21) des Grundkörpers (20) ausgebildet ist, dass der Klebstoff
mittels einem auf einen Kopf (111) des Kolbens (11) wirkenden Drucks über die seitlichen
Ausnehmungen (123) an dem Rand der Düse (12) aus dem Klebstoffreservoir (10) ausbringbar
und bestimmungsgemäß in die Ausnehmung des Grundkörpers (20) einbringbar ist.
11. Kit zur Lagerung und Anwendung von Klebstoff mit einem Klebstoffapplikator (1) nach
einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Kit neben dem Klebstoffapplikator (1) außerdem einen Metallbeutel und/oder eine
Metallfolie aufweist, wobei das Klebstoffreservoir (10) des Klebstoffapplikators (1)
aus einem Kunststoff ausgebildet ist, der derart ausgewählt und/oder ausgebildet ist,
dass mittels Einschweißen des Klebstoffapplikators (1) mit verschlossener Düse (12)
in den Metallbeutel und/oder die Metallfolie der in dem Klebstoffreservoir (10) befindliche
Klebstoff eine vorbestimmte Haltbarkeit von mehr als einem Jahr und bevorzugt bis
zu drei Jahren aufweist, wobei
das Klebstoffreservoir (10) des Klebstoffapplikators (1) aus Polyethylen (PE) ist
und der Metallbeutel und/oder die Metallfolie ein Aluminiumbeutel und/oder eine Aluminiumfolie
ist.
12. Kit nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Klebstoff ein Montage- oder Hybridklebstoff ist, wobei der Klebstoff insbesondere
ein Silan-modifizierter Polymer Klebstoff (SMP-Klebstoff) sein kann.
13. Kit nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (11) und die Düse (12) aus dem gleichen Material wie das Klebstoffreservoir
(10) bereitgestellt ist.
1. Adhesive applicator (1) for storing and applying adhesive, comprising an adhesive
reservoir (10) having a cavity, a piston (11), and a nozzle (12), which are configured,
and arranged, in such a way that an adhesive located in the adhesive reservoir (10)
can be discharged via an opening in a cannula (120) of the nozzle (12) by means of
manual actuation of the piston (11), wherein the nozzle (12) is closed for storage
of the adhesive and can be opened for discharging of the adhesive, wherein
the nozzle (12) has a predetermined breaking point (121) which is suitably configured
and/or arranged for opening of the nozzle (12), wherein
the predetermined breaking point (121) is configured and/or arranged at a tip (122)
of the nozzle (12) in such a way that the tip (122) of the nozzle (12) can be broken
off and/or twisted off by means of manual actuation in such a way that the open and/or
broken-open nozzle (12) has at least one opening via which the adhesive can exit out
of the adhesive reservoir (10), wherein
the predetermined breaking point (121) is formed by means of an peripheral groove
(121), configured at the tip of the nozzle (12), in such a way that the wall thickness
of the nozzle (12) at the peripheral groove (121) is tapered to a predetermined extent,
and wherein the peripheral groove (121) is configured and/or arranged in such a way
that a nozzle (12), opened by breaking open and/or twisting off the nozzle (12) at
the peripheral groove (121), has an opening for discharging the adhesive from the
adhesive reservoir (10), the edge (121A) of said opening being formed by the peripheral
groove (121),
characterized in that
the peripheral groove (121) is configured and/or arranged in such a way that the adhesive
applicator (1), placed with the edge (121A) of its nozzle (12) onto a substrate as
intended, has, at the edge (121A), at least one lateral cutout (123) suitable for
allowing the adhesive to exit out of the adhesive reservoir (10).
2. Adhesive applicator (1) according to Claim 1, characterized in that the peripheral groove (121) is configured and/or arranged in such a way that the
adhesive applicator (1), placed with the edge (121A) of the opening of its nozzle
(12) onto a substrate as intended, has, at the edge (121A), two mutually opposite
lateral cutouts (123) suitable for allowing the adhesive to exit laterally out of
the adhesive reservoir (10).
3. Adhesive applicator (1) according to Claim 1 or 2, characterized in that the peripheral groove (121) is configured and/or arranged in such a way that the
lateral cutout (123) has two flanks (124) of the edge (121A) which run towards one
another and which enclose an angle (α12) of between 30° and 60° with an axis (A) of
the adhesive applicator (1) and/or of the nozzle (12), wherein the angle (α12) is
preferably approximately 45°.
4. Adhesive applicator (1) according to Claim 3, characterized in that the flanks (124) running towards one another form an apex of the cutout (123), wherein
the apex can be of rounded configuration, and the rounded apex can have a radius (R1)
which corresponds to the depth of the cutout (123), such that the peripheral groove
(121) and the edge (121A) are of at least partially wave-like configuration.
5. Adhesive applicator (1) according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the tip (122) has a portion (125) which extends into the cannula (120), which is
in one piece with the tip (122) and which is of conical configuration and is arranged
in the cannula (120) in such a way that the portion (125) assumes a predetermined
space of the cannula (120) and the inner wall of the cannula (120) is spaced apart
from the portion (125), in particular at that end of the portion (125) which is opposite
to the tip (122), by a predetermined extent, wherein the predetermined extent can
be selected in such a way that the tip (122) can be tilted and/or twisted in order
to break open the nozzle (12).
6. Adhesive applicator (1) according to one of Claims 1 to 5, characterized in that a lever element (126), in one piece with the tip (122), for breaking open the nozzle
(12) is provided at the tip (122) of the nozzle (12), said lever element being arranged,
and configured, in such a way that, by means of manual actuation of the lever element
(126), the tip (122) of the nozzle (12) can be tilted and/or twisted in any desired
spatial direction in order to break open the predetermined breaking point (121) of
the nozzle (12).
7. Adhesive applicator (1) according to Claim 6, characterized in that the lever element (126) is of L-shaped configuration, wherein the tip (122) sits
on a shoulder formed by means of the L-shaped lever element (126) in such a way that
the lever element (126) extends adjacent to two sides of the tip (122) and/or of the
nozzle (12), wherein the tip (122) can sit centrally on the lever element (126), and
wherein the dimensions of the lever element (126) can be predetermined in such a way
that the lever element (126) does not protrude beyond a lateral edge of the adhesive
reservoir (10).
8. Adhesive applicator (1) according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the adhesive reservoir (10) is of cylindrical configuration with a centre axis (A),
wherein the nozzle (12) is arranged eccentrically with respect to the axis (A) and
adjacent to a lateral edge of the adhesive reservoir (10), and wherein the nozzle
(12) can be of conical configuration and can be of cylindrical configuration in the
region of the tip (122), and wherein
the nozzle (12) has a predetermined wall thickness, the thickness of which is increased
in relation to the wall thickness of the adhesive reservoir (10).
9. Adhesive applicator (1) according to one of the preceding claims, wherein the adhesive
applicator (1) is suitably configured to discharge the adhesive from the adhesive
reservoir (10) through an opening in the nozzle (12) of the adhesive applicator (1),
said nozzle being configured on the adhesive reservoir (10), and to introduce the
adhesive into a cutout, facing a substrate, of a main body (20) of an adapter (2)
via an inlet opening (21) in the main body (20) of the adapter (2), wherein, to discharge
the adhesive through the inlet opening (21) into the cutout of the main body (20)
by hand, the adhesive applicator (1) is configured in such a way that a cross section
of the edge (121A) of the nozzle (12) is slightly smaller than a cross section of
the inlet opening (21) of the main body (20).
10. Adhesive applicator (1) according to Claim 9, wherein the nozzle (12) is configured
so as to correspond with the inlet opening (21) of the main body (20) in such a way
that the adhesive can be discharged from the adhesive reservoir (10) via the lateral
cutouts (123) at the edge of the nozzle (12), and can be introduced into the cutout
of the main body (20) as intended, by means of a pressure acting on a head (111) of
the piston (11).
11. Kit for storing and applying adhesive by means of an adhesive applicator (1) according
to one of Claims 1 to 10,
characterized in that,
in addition to the adhesive applicator (1), the kit also has a metal bag and/or a
metal foil, wherein
the adhesive reservoir (10) of the adhesive applicator (1) is formed from a plastic
which is selected and/or configured in such a way that welding of the adhesive applicator
(1) with nozzle (12) closed into the metal bag and/or the metal foil has the effect
that the adhesive located in the adhesive reservoir (10) has a predetermined storage
life of more than one year and preferably up to three years, wherein
the adhesive reservoir (10) of the adhesive applicator (1) is composed of polyethylene
(PE) and the metal bag and/or the metal foil is an aluminium bag and/or an aluminium
foil.
12. Kit according to Claim 11, characterized in that the adhesive is an assembly adhesive or hybrid adhesive, wherein the adhesive can
in particular be a silane-modified polymer adhesive (SMP adhesive).
13. Kit according to Claim 11 or 12, characterized in that the piston (11) and the nozzle (12) are provided from the same material as the adhesive
reservoir (10).
1. Applicateur d'adhésif (1) destiné au stockage et à l'utilisation d'un adhésif, comportant
un réservoir d'adhésif (10) présentant un espace creux, un piston (11) et une buse
(12), qui sont réalisés et disposés de telle sorte qu'un adhésif se trouvant dans
le réservoir d'adhésif (10) peut être évacué par actionnement manuel du piston (11)
via une ouverture d'une canule (120) de la buse (12), la buse (12) étant fermée pour
le stockage de l'adhésif et pouvant être ouverte pour l'évacuation de l'adhésif,
la buse (12) présentant un point destiné à la rupture (121) réalisé et/ou disposé
de manière appropriée à l'ouverture de la buse (12),
le point destiné à la rupture (121) étant réalisé et/ou disposé au niveau d'une pointe
(122) de la buse (12), de telle sorte que la pointe (122) de la buse (12) puisse être,
par actionnement manuel, rompue et/ou détachée par torsion, de telle sorte que la
buse (12) ouverte et/ou rompue présente au moins une ouverture, via laquelle l'adhésif
peut sortir du réservoir d'adhésif (10),
le point destiné à la rupture (121) étant réalisé au moyen d'une rainure (121) périphérique
réalisée au niveau de la pointe de la buse (12), de telle sorte que l'épaisseur de
paroi de la buse (12) soit rétrécie à une valeur prédéfinie au niveau de la rainure
(121) périphérique, et la rainure (121) périphérique étant réalisée et/ou disposée
de telle sorte qu'une buse (12) ouverte par rupture et/ou détachement par torsion
de la buse (12) au niveau de la rainure (121) périphérique présente une ouverture
pour l'évacuation de l'adhésif hors du réservoir d'adhésif (10), ouverture dont le
bord (121A) est formé par la rainure (121) périphérique, caractérisé en ce que
la rainure (121) périphérique est réalisée et/ou disposée de telle sorte que l'applicateur
d'adhésif (1) placé par le bord (121A) de sa buse (12) correctement sur une couche
d'adhérence présente au niveau du bord (121A) au moins un évidement (123) latéral
approprié à la sortie de l'adhésif hors du réservoir d'adhésif (10).
2. Applicateur d'adhésif (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la rainure (121) périphérique est réalisée et/ou disposée de telle sorte que l'applicateur
d'adhésif (1) placé par le bord (121A) de l'ouverture de sa buse (12) correctement
sur une couche d'adhérence présente au niveau du bord (121A) deux évidements (123)
latéraux opposés l'un à l'autre appropriés à la sortie latérale de l'adhésif hors
du réservoir d'adhésif (10).
3. Applicateur d'adhésif (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la rainure (121) périphérique est réalisée et/ou disposée de telle sorte que l'évidement
(123) latéral présente deux flancs (124), convergeant l'un vers l'autre, du bord (121A),
qui forment avec un axe (A) de l'applicateur d'adhésif (1) et/ou de la buse (12) un
angle (α12) entre 30° et 60°, l'angle (α12) valant de préférence approximativement
45°.
4. Applicateur d'adhésif (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que les flancs (124) convergeant l'un vers l'autre forment un sommet de l'évidement (123),
le sommet pouvant être réalisé de manière arrondie, et le sommet arrondi pouvant présenter
un rayon (R1) qui correspond à la profondeur de l'évidement (123), de sorte que la
rainure (121) périphérique et le bord (121A) soient réalisés au moins partiellement
de manière ondulée.
5. Applicateur d'adhésif (1) selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la pointe (122) présente une partie (125) d'une seule pièce avec la pointe (122),
s'étendant dans la canule (120), laquelle partie est réalisée de manière conique et
est disposée dans la canule (120) de telle sorte que la partie (125) occupe un espace
prédéfini de la canule (120) et que la paroi intérieure de la canule (120) soit, en
particulier à l'extrémité de la partie (125) opposée à la pointe (122), espacée de
la partie (125) d'une valeur prédéfinie, la valeur prédéfinie pouvant être sélectionnée
de telle sorte que la pointe (122) puisse être basculée et/ou tournée pour la rupture
de la buse (12) .
6. Applicateur d'adhésif (1) selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'un élément levier (126) d'une seule pièce avec la pointe (122) est prévu au niveau
de la pointe (122) de la buse (12) pour la rupture de la buse (12), lequel élément
levier est disposé et réalisé de telle sorte que, par actionnement de l'élément levier
(126) manuellement, la pointe (122) de la buse (12) peut être basculée et/ou peut
être tournée dans une direction spatiale quelconque pour la rupture du point destiné
à la rupture (121) de la buse (12).
7. Applicateur d'adhésif (1) selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'élément levier (126) est réalisé en forme de L, la pointe (122) reposant sur un
épaulement réalisé au moyen de l'élément levier (126) en forme de L, de telle sorte
que l'élément levier (126) s'étende de manière adjacente à deux côtés de la pointe
(122) et/ou de la buse (12), la pointe (122) pouvant reposer centralement sur l'élément
levier (126), et les dimensions de l'élément levier (126) pouvant être prédéfinies
de telle sorte que l'élément levier (126) ne dépasse pas au-delà d'un bord latéral
du réservoir d'adhésif (10).
8. Applicateur d'adhésif (1) selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le réservoir d'adhésif (10) est réalisé de manière cylindrique avec un axe médian
(A), la buse (12) étant disposée de manière excentrée par rapport à l'axe (A) et de
manière adjacente à un bord latéral du réservoir d'adhésif (10), et la buse (12) pouvant
être réalisée de manière conique et pouvant être réalisée de manière cylindrique dans
la région de la pointe (122), et
la buse (12) présentant une épaisseur de paroi prédéfinie dont l'épaisseur est accrue
par rapport à l'épaisseur de paroi du réservoir d'adhésif (10).
9. Applicateur d'adhésif (1) selon l'une des revendications précédentes, l'applicateur
d'adhésif (1) étant réalisé de manière appropriée à l'évacuation de l'adhésif hors
du réservoir d'adhésif (10) à travers une ouverture de la buse (12), réalisée au niveau
du réservoir d'adhésif (10), de l'applicateur d'adhésif (1) et à l'introduction de
l'adhésif dans un évidement, tourné vers une couche d'adhérence, d'un corps de base
(20) d'un adaptateur (2) via une ouverture d'entrée (21) du corps de base (20) de
l'adaptateur (2), l'applicateur d'adhésif (1) étant réalisé pour l'évacuation manuelle
de l'adhésif à travers l'ouverture d'entrée (21) dans l'évidement du corps de base
(20), de telle sorte qu'une section transversale du bord (121A) de la buse (12) soit
légèrement plus petite qu'une section transversale de l'ouverture d'entrée (21) du
corps de base (20).
10. Applicateur d'adhésif (1) selon la revendication 9, la buse (12) étant réalisée de
manière correspondante à l'ouverture d'entrée (21) du corps de base (20), de telle
sorte que l'adhésif puisse être évacué hors du réservoir d'adhésif (10) grâce à une
pression agissant sur une tête (111) du piston (11) via les évidement (123) latéraux
au niveau du bord de la buse (12) et puisse être introduit correctement dans l'évidement
du corps de base (20).
11. Ensemble destiné au stockage et à l'utilisation d'un adhésif, comportant un applicateur
d'adhésif (1) selon l'une des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce que
l'ensemble présente en plus de l'applicateur d'adhésif (1) en outre un sachet métallique
et/ou une feuille métallique,
le réservoir d'adhésif (10) de l'applicateur d'adhésif (1) étant réalisé à partir
d'une matière synthétique qui est sélectionnée et/ou réalisée de telle sorte que,
par emballage par rétraction de l'applicateur d'adhésif (1) avec la buse fermée (12)
dans le sachet métallique et/ou la feuille métallique, l'adhésif se trouvant dans
le réservoir d'adhésif (10) présente une durabilité prédéfinie de plus d'un an et
de préférence de jusqu'à trois ans,
le réservoir d'adhésif (10) de l'applicateur d'adhésif (1) étant constitué de polyéthylène
(PE) et le sachet métallique et/ou la feuille métallique étant un sachet en aluminium
et/ou une feuille d'aluminium.
12. Ensemble selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'adhésif est un adhésif de montage ou hybride, l'adhésif pouvant en particulier
être un adhésif polymère modifié silane (adhésif SMP).
13. Ensemble selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce que le piston (11) et la buse (12) sont produits à partir du même matériau que le réservoir
d'adhésif (10).