[0001] Die Erfindung betrifft eine Abfülleinrichtung mit einem Abwurfbehälter zum Befüllen
von oben offenen Verpackungsbehältnissen nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1, ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 5 sowie eine Form-Fill-Seal-Einrichtung
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 6.
[0002] Derartige Abfülleinrichtungen sind schon längere Zeit bekannt und vielfach im täglichen
Einsatz, um feste oder flexible Verpackungsbehältnisse zu befüllen. Insbesondere sind
sie in Füllmaschinen gebräuchlich, mit denen vorzugsweise oben offene, aber am unteren
Ende verschlossene Säcke befüllt werden. Im Bereich der Schwergutsäcke, also jene
Säcke, die mit einem Füllgewicht von mindestens 5kg befüllt werden, werden die Säcke
in der Regel unten verschlossen, bevor sie die Abfülleinrichtung erreichen. Dazu wird
in einer Sackherstelleinrichtung von einem Schlauch ein Schlauchstück vereinzelt und
unten verschlossen, wobei letzteres bevorzugt vor der Vereinzelung erfolgt. Sackherstelleinrichtung
und Abfülleinrichtung sind vorzugsweise Bestandteile einer einzelnen Maschine, die
oft als FFS-Maschine bezeichnet werden. Hierin wird ein Sack von der Sackherstelleinrichtung
mittels Transportorganen, in der Regel Greifer, zur Abfülleinrichtung transportiert.
[0003] In dem Abwurfbehälter der Abfülleinrichtung liegt das Produkt (im Folgenden auch
als "Füllgut" bezeichnet), bei dem es sich um ein schütt- oder rieselfähiges Produkt
handelt, zumindest teilweise auf wenigstens einer Öffnungsklappe auf, wenn sich diese
in ihrer Verschlussstellung befindet. Bei sich öffnender Öffnungsklappe und wenn die
Öffnungsklappe sich in ihrer Offenstellung, in der die Ablassöffnung ihre größte Öffnungsfläche
hat, befindet, fällt das Produkt aufgrund der Schwerkraft in den unterhalb des Abwurfbehälters
angeordneten Sack hinein. Bei immer größer werdenden Abfüllgeschwindigkeiten spielt
es eine zunehmende Rolle, dass bei der sich öffnenden Öffnungsklappe ein Teil des
Produkts zunächst an der Öffnungsklappe anhaftet, bevor es bei sich weiter öffnender
Öffnungsklappe nachrutscht. Im Extremfall beginnt bereits wieder der Schließvorgang
der Öffnungsklappe, ohne dass das Produkt vollständig in den Sack gegeben wurde. Um
diesen Nachteil zu entgehen, hat man versucht, die Geschwindigkeit der Öffnungsbewegung
zu erhöhen, um damit die Abfüllzeit zu verkürzen. Jedoch trifft dann die Öffnungsklappe
mit einer höheren Geschwindigkeit an die Offenposition, was die mechanische Belastung
der Abfülleinrichtung erhöht. Dabei kann sogar die Produktwaage, mit der die Produktmenge,
die in einen einzelnen Sack eingefüllt wird, verwogen wird, nachteilig beeinfluss
werden.
[0004] Die
DE 10 2010 045 178 A1 offenbart eine herkömmliche Abfülleinrichtung, bei der ein Anschlag vorgesehen ist,
der als Dämpfer ausgestaltet sein kann, so dass die Bewegung der Öffnungsklappen beim
Schließen verzögerbar ist.
[0006] Die
DE 10 20123 105 754 A1 zeigt eine Form-Fill-Seal-Einrichtung, in welcher eine Abfülleinrichtung integriert
ist.
[0007] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die soeben beschriebenen Nachteile
zu vermeiden. Insbesondere ist es die Aufgabe, die Abfüllzeit zu verkürzen und dabei
die mechanischen Belastungen der Abfülleinrichtung gleich zu halten oder sogar zu
verringern.
[0008] Die Lösung der Aufgabe gelingt durch die Merkmale des Anspruchs 1.
[0009] Zunächst einmal wird die Bewegung der zumindest einen Öffnungsklappe durch einen
Antrieb hervorgerufen, indem der Antrieb die Öffnungsklappe mit einer Kraft beaufschlagt.
Vorzugsweise ist dieser Antrieb für die Bewegung zur Öffnung, aber auch zum Verschließen
der Ablassöffnung eingerichtet. Dabei kann es sich um einen elektrischen Antrieb handeln,
aber auch um einen pneumatischen Antrieb. In letzterem Fall ist vorzugsweise eine
doppelt, also in beide Richtungen, wirkende Kolben-Zylinder-Einheit vorgesehen. Ein
pneumatischer Antrieb ist vorteilhaft, da dieser kostengünstig ist und ein geringes
Gewicht aufweist. Weitere Antriebsarten sind an dieser Stelle jedoch ebenfalls denkbar
und können in Abhängigkeit von den Anforderungen vorgesehen werden.
[0010] Der Ausdruck "wenigstens eine Öffnungsklappe" umfasst selbstverständlich auch mehrere
Öffnungsklappen. Bevorzugt sind zwei Öffnungsklappen vorgesehen, so dass die Ablassöffnung
schnell zu öffnen und zu verschließen ist. Die Bewegungsart der Öffnungsklappe kann
ein Schwenken, Drehen, Verschieben und/oder eine weitere Bewegungsart sein.
[0011] Die Bewegung der Öffnungsklappe ist bei Erreichen der Verschlussstellung und/oder
bei Erreichen der Offenstellung vorzugsweise durch Anschläge begrenzt.
[0012] Durch das Vorsehen einer Verzögerungseinrichtung ist es möglich, die Bewegung der
Öffnungsklappe mit einer zusätzlichen Verzögerungskraft zu beaufschlagen und damit
abzubremsen. Demnach resultiert diese Verzögerungskraft nicht aus der allgegenwärtigen
Reibung der beteiligten Bauteile, sondern ist als zusätzliche Kraft aufzufassen. Diese
zusätzliche Kraft ist erfindungsgemäß auf einem Teilstück der Bewegung der Öffnungsklappe
bereitgestellt. Auf zumindest einem zweiten Teilstück verläuft die Bewegung der Öffnungsklappe
somit ohne Einfluss durch die Verzögerungseinrichtung. Damit ist es möglich, die Öffnungsklappe
auf diesem zweiten Teilstück mit einer im Vergleich zum Stand der Technik größeren
Öffnungsgeschwindigkeit zu betreiben, so dass die Ablassöffnung schneller als bisher
vollständig oder nahezu vollständig geöffnet sein kann. Diese Maßnahme verkürzt die
Abfüllzeit zum Teil erheblich. Mit der erfindungsgemäßen Verzögerungseinrichtung kann
nun die höhere Geschwindigkeit der Öffnungsklappe soweit abgebremst werden, so dass
die Öffnungsklappe mit einer deutlich verringerten Geschwindigkeit in die Verschluss-
und/oder Offenstellung gelangt, wodurch die mechanische Belastung reduzierbar ist.
[0013] Bevorzugt ist es dabei, wenn das Teilstück, auf dem die Öffnungsklappe verzögerbar
ist, kleiner ist als der Weg zwischen der Verschlussstellung und Offenstellung, da
sonst das gewünschte Ergebnis, nämlich auf einem zweiten Teilstück eine hohe Geschwindigkeit
zu erzielen, nicht ausreichend erreichbar ist. Vorzugsweise ist das genannte Teilstück
kleiner als 50%, vorzugsweise kleiner als 30 % der Strecke zwischen der Verschlussstellung
und der Offenstellung. Das genannte Teilstück erstreckt sich dabei vorzugweise bis
zur Offenstellung im Falle des Öffnens der Öffnungsklappe bzw. bis zur Verschlussstellung
im Falle des Schließens der Öffnungsklappe.
[0014] Erfindungsgemäß ist ein Schaltelement vorgesehen, mit welchem die Verzögerungseinrichtung
zuschaltbar ist. Mit diesem Schaltelement ist also der Beginn der Verzögerung schaltbar,
vorzugsweise zusätzlich das Ende der Verzögerung. Dieses Schaltelement wird vorteilhafterweise
von einer Steuereinrichtung angesteuert. Der Vorteil eines Schaltelements ist, dass
der Beginn der Verzögerung variabel und damit an die Bewegungsgeschwindigkeit der
Öffnungsklappe anpassbar ist.
[0015] Vorteilhaft ist dabei, wenn als Schaltelement ein Ventil (auch Schaltventil genannt)
vorgesehen ist. Mit einem solchen Ventil ist ein Fluidstrom durchleitbar oder unterbrechbar.
So kann ein Fluidstrom, insbesondere ein Luftstrom, der von der sich bewegenden Öffnungsklappe
hervorgerufen wird, in der Durchleitstellung des Ventils ohne Widerstand abgegeben
werden. Wird das Ventil hingegen geschlossen, so ist der Strom unterbrochen, und die
Öffnungsklappe erfährt einen verzögernden Widerstand. Dazu kann ein kompressibles
Fluid vorgesehen sein. Ein Ventil ist dabei vorzugsweise ein schnellschaltendes Ventil
mit Schaltzeiten unter 20 Mikrosekunden (ms), insbesondere unter 10ms. Vorteilhaft
ist es, wenn das schnellschaltende Ventil beispielsweise als Magnetventil ausgeführt
ist.
[0016] Ein Schaltelement, das im Rahmen der vorliegenden Erfindung vorgesehen sein kann,
kann aber auch beispielsweise eine elektrische Bremse zu- und abschalten. Es kann
aber auch eine mechanische Verzögerungseinrichtung vorgesehen sein, wie etwa ein Federelement,
welches durch ein Schaltelement in oder außer Wirkverbindung mit der Öffnungsklappe
bringbar ist.
[0017] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Verzögerungseinrichtung
ein Drosselelement, insbesondere eine Luftdrossel, umfasst. Mit einem Drosselelement
kann beispielsweise die Bewegungsenergie, die von der Öffnungsklappe auf das Fluid
übertragen wird, in eine andere Energieform, beispielsweise in Wärmeenergie, umgewandelt
werden. Umgangssprachlich spricht man häufig von Energievernichtung. Der Vorteil eines
Drosselelements ist es, dass die Verzögerung der Öffnungsklappe sich über einen nennenswerten
Zeitraum erstreckt, so dass die Bewegung der Öffnungsklappe nicht zu schnell beendet
wird. Eine zu plötzliche Beendigung der Bewegung kann hohe Beanspruchungen der beteiligten
Bauteile bedeuten, welche mit einem Drosselelement verringerbar sind. Weiter kann
es vorgesehen sein, dass die Drosselleistung des Drosselelements variabel, insbesondere
einstellbar, ist. Damit kann die Größe der Verzögerung an die aktuellen Erfordernisse
angepasst werden. Ein bevorzugtes Beispiel eines Drosselelements ist eine Luftdrossel,
mit welcher insbesondere die durchleitbare Luftmenge reduzierbar ist.
[0018] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Abfülleinrichtung
eine Produktwaage umfasst, an welcher die Öffnungsklappen angeordnet sind. Insbesondere
ist dabei der Produktanteil, der sich bereits in dem Abwurfbehälter befinden kann,
verwiegbar. In diesem Fall ist die vorliegende Erfindung besonders vorteilhaft einsetzbar,
da - wie bereits beschrieben - die Öffnungsklappe mit gegenüber dem Stand der Technik
stark reduzierter Geschwindigkeit in die Offenstellung und/oder die Verschlussstellung
gelangt, so dass mechanische Belastungen und die damit einhergehenden Schwingungen
reduziert werden. Grundsätzlich beeinflussen Schwingungen die Wägung negativ, so dass
die vorliegende Erfindung die Güte der Wägung verbessern kann.
[0019] Die oben genannte Aufgabe wird ferner auch gelöst durch ein Verfahren nach dem Anspruch
5. Das Verfahren zum Befüllen von oben offenen Verpackungsbehältnissen mittels einer
Abfülleinrichtung mit einem Abwurfbehälter und mit wenigstens einer Öffnungsklappe
zum Öffnen und Verschließen einer Ablassöffnung für das Produkt, wobei die Öffnungsklappe
zwischen einer Verschlussstellung und einer Offenstellung mittels eines Antriebs entlang
eines Weges bewegt wird ist, ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, dass auf
einem Teilstück des Weges die Bewegung der Öffnungsklappe mittels zumindest einer
Verzögerungseinrichtung verzögert wird.
[0020] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren werden dabei die gleichen Vorteile erzielt, die
bereits oben im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Abfülleinrichtung beschrieben
worden sind.
[0021] Die genannte Aufgabe wird ferner gelöst durch eine Form-Fill-Seal-Einrichtung, welche
- eine Sackbildungseinrichtung, mit welcher aus einem Schlauchmaterial nacheinander
Schlauchstücke vereinzelbar sind, deren untere Enden mit jeweils einem Boden versehbar
sind, um oben offene Säcke zu bilden,
- eine Abfülleinrichtung zum sukzessiven Abfüllen eines Produkts in die Säcke,
- eine Verschließeinrichtung, mit welcher die oberen Öffnungen der Säcke verschließbar
sind
- Halteeinrichtungen, mit welchen die Säcke innerhalb wenigstens einer der vorgenannten
Einrichtungen haltbar ist
- Transporteinrichtungen, mit welchen die Säcke zwischen den einzelnen vorgenannten
Einrichtungen einzeln verbringbar sind,
umfasst und sich erfindungsgemäß dadurch auszeichnet, dass die Abfülleinrichtung wie
oben beschrieben umfasst.
[0022] Mit einer solchen Form-Fill-Seal-Einrichtung sind die gleichen Vorteile erreichbar,
wie sie im Zusammenhang mit einer erfindungsgemäßen Abfülleinrichtung bereits beschrieben
wurden. In der erfindungsgemäßen Form-Fill-Seal-Einrichtung werden die Säcke in jeweils
separaten Einrichtungen, die häufig auch als Stationen bezeichnet werden, erzeugt,
befüllt und verschlossen, wobei sie aufgrund der Transport- und Halteeinrichtungen
innerhalb der Form-Fill-Seal-Einrichtung niemals ungeführt sind.
[0023] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung gehen aus der nachfolgenden
Beschreibung hervor, in der unter Bezugnahme auf die Figuren verschiedene Ausführungsbeispiele
im Einzelnen erläutert sind. . Im Rahmen der gesamten Offenbarung gelten Merkmale
und Einzelheiten, die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren beschrieben
sind, selbstverständlich auch im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Abfülleinrichtung
und/oder mit der erfindungsgemäßen Form-Fill-Seal-Einrichtung und jeweils umgekehrt,
so dass bezüglich der Offenbarung zu den einzelnen Aspekten der Erfindung stets wechselseitig
Bezug genommen wird beziehungsweise werden kann. Die einzelnen Figuren zeigen:
- Fig. 1
- Eine Form-Fill-Seal-Maschine
- Fig. 2
- Einzelheiten einer erfindungsgemäßen Abfülleinrichtung
- Fig. 3
- Wie Figur 2, jedoch mit geöffneten Öffnungsklappen
- Fig. 4
- Einen ersten Aufbau einer erfindungsgemäßen Abfülleinrichtung
- Fig. 5
- Einen zweiten Aufbau einer erfindungsgemäßen Abfülleinrichtung
- Fig. 6
- Wie Fig. 5, jedoch mit weiter bewegtem Kolben
[0024] Die Figur 1 zeigt eine Form-Fill-Seal-Maschine 1, oft kurz FFS-Maschine genannt,
die zum Formen, Füllen und Schließen von Säcken geeignet ist und auf die sich die
Lehre der vorliegenden Druckschrift vorteilhaft anwenden lässt. Diese Vorrichtung
1 umfasst einen Tragarm 2, auf welchem ein Wickel 3 mit schlauchförmiger Folie 4 aufliegt.
Die schlauchförmige Folie 4 weist in Figur 1 nicht dargestellte Seitenfalten auf.
Die Transportwalzen 5, die zum Teil auch angetrieben sein können, sorgen für eine
in der Regel kontinuierliche Abwicklung der schlauchförmigen Folie 4. Der durch eine
Kolben-Zylinder-Einheit 10 mit einer Last beaufschlagte Hebel 9, welcher eine Umlenkwalze
6 trägt und insgesamt häufig als Tänzereinrichtung bezeichnet wird, und die Transportwalze
7, 8 sowie das Vorschubrollenpaar 15 sorgen insgesamt auf an sich bekannte Weise dafür,
dass die schlauchförmige Folie 4 auf ihrem weiteren Transportweg taktweise intermittierend
weiterbewegt wird. Die Transportwalze 8a ist Bestandteil einer Registervorrichtung
29, mit welcher die Länge des Transportweges der schlauchförmigen Folie 4 an das Format
der späteren Säcke 27 angepasst werden kann. Dazu ist die Transportwalze 8a relativ
zur Vorrichtung 1 verschieblich angeordnet. Zum Verschieben steht ein händisch oder
elektromotorisch betriebener und an sich bekannter Spindeltrieb zur Verfügung.
[0025] Mit dem Vorschubrollenpaar 15 wird die schlauchförmige Folie 4 durch die Schweißbacken
33 einer Querschweißstation 13 und durch eine Querschneidestation 16 hindurch geschoben.
Die Werkzeuge der Querschweißstation 13 und der Querschneidestation 16 können auf
nicht näher beschriebene Weise, beispielsweise durch eine Parallelogrammanordnung
14, in Ebenen orthogonal zur Vorschubrichtung der schlauchförmigen Folie 4 auf diese
zu und von dieser weg bewegt werden. Nachdem die Greifer 17 die schlauchförmige Folie
4 ergriffen haben, wird oberhalb der Greifer 17 ein Schlauchstück 18 in der Querschneidestation
16 von der schlauchförmigen Folie 4 abgetrennt. Zeitgleich wird oberhalb der Schnittkante
an der schlauchförmigen Folie 4 in der Querschweißstation 13 eine Querschweißung angebracht,
welche den Boden oder die Kopfseite des im nächsten Arbeitstakt der Vorrichtung 1
zu bildenden Schlauchstücks 18 darstellt. Dementsprechend werden in der Querschweißstation
13 Kopfnähte erzeugt. Allgemein kann die Herstellung der Kopf- oder Bodennähte jedoch
nicht nur, auch wenn vorzugsweise, durch eine Querschweißung erfolgen, sondern es
sind auch weitere Fügeverfahren, etwa das Kleben, denkbar.
[0026] Die Greifer 17 befördern das Schlauchstück 18 zu einem Übergabepunkt, an dem weitere
Greifer 19 das Schlauchstück 18 erfassen und zu einer Füllstation 20 transportieren.
Dort wird das Schlauchstück 18 an stationäre Greifer 21 übergeben und von den Saugern
22 geöffnet, so dass das Produkt, welches durch die Abfülleinrichtung 23 geleitet
wird, in das Schlauchstück 18 gelangen kann. Das Schlauchstück 18 liegt dabei mit
seinem unteren Ende auf einem Transportband 24 auf, so dass das Schlauchstück 18 während
des Befüllvorganges nicht übermäßig entlang seiner Längskanten belastet wird. Weitere
Greifer 25 befördern das befüllte Schlauchstück zur Kopf- oder Bodennahtschweißstation
26, in der das Schlauchstück 18 mit einer Kopf- bzw. Bodenschweißnaht verschlossen
wird und so einen fertigen Sack 27 bildet. Auch das Verschließen des Schlauchstücks
18 in seinem Kopfbereich kann durch ein anderes Fügeverfahren erfolgen. Der fertige
Sack 27 wird von dem Transportband 24 aus der Vorrichtung 1 heraus geführt. Hierbei
ist der Sack 27 in der Regel sehr viel höher (in y-Richtung) als breit (in x-Richtung).
[0027] Die
Figur 2 stellt nun detaillierter wesentliche Bestandteile der Abfülleinrichtung 23 dar.
Das Füllgut 201 wird in dem Dosierbehälter 202 bereitgestellt. Das bedeutet, dass
der Dosierbehälter ein Reservoir für das Füllgut 201 darstellt. Es gilt nun, von diesem
Füllgut eine vorgesehene Portion für einen Sack abzuteilen. Dazu ist die Auslassöffnung
203 des Dosierbehälters mit einer Klappe 204 verschlossen, die bewegbar ist, um die
Auslassöffnung teilweise oder ganz freizugeben. Dazu kann, wie es in der Figur 2 gezeigt
ist, die Klappe 204 schwenkbar um eine Schwenkachse 205 gelagert sein. Bei geöffneter
Klappe 204 gelangt nun das Füllgut 201 in den Behälter 210. Dieser kann mit einer
Waage versehen sein, die das Gewicht des sich in dem Wägebehälter befindlichen Füllguts
messen kann. Diese Ausführungsform ist in der Figur 2 gezeigt. Die Waage ist durch
die beiden Federn 211 symbolisiert. Diese Federn können Bestandteil einer Federwaage
sein. Selbstverständlich sind dem Fachmann zahlreiche andere Ausgestaltungen einer
Waage und auch viele Wägeverfahren bekannt. Daher ist die Darstellung einer Waage
und insbesondere einer Federwaage nicht als Einschränkung zu verstehen.
[0028] Ist nun das Sollgewicht der Portion des Füllguts für einen Sack erreicht, so wird
die Klappe 204 wieder geschlossen. Sodann werden die Öffnungsklappen 212 des Wägebehälters
in Pfeilrichtung P geöffnet, so dass die abgewogene Portion des Füllguts über einen
optionalen Fülltrichter 115 in den Sack 27 gegeben werden kann. Die Figur 2 zeigt
die Öffnungsklappen jedoch noch in ihrer Verschlussstellung.
[0029] Das Öffnen und das Schließen der Öffnungsklappen erfolgt durch zumindest einen Antrieb,
der im vorliegenden Ausführungsbeispiel als eine in zwei Richtungen wirkende Kolbenzylindereinheit
213 ausgebildet ist. Deren Zylinder 214 ist drehbar an einer der beiden Öffnungsklappen
angelenkt, während die Kolbenstange 216, die mit dem innerhalb des Zylinders 214 verschiebbar
Kolben 215 verbunden ist, drehbar an der anderen Öffnungsklappe angelenkt ist. Es
ist zu betonen, dass solche Kolbenzylindereinheiten auch auf andere Weise angelenkt
sein können. So kann eine Kolbenzylindereinheit an einer Öffnungsklappe und dem Maschinenstell
angelenkt sein. Auch andere Antriebsarten sind an dieser Stelle denkbar.
[0030] In der
Figur 3 sind im Wesentlichen die gleichen Komponenten wie in der Figur 2 dargestellt, jedoch
befinden sich die Öffnungsklappen nun in ihrer Offenstellung. Gleichzeitig sind optionale
Anschläge 217 zu erkennen, an denen die Öffnungsklappen 212 in ihrer Offenstellung
anliegen können.
[0031] In der
Figur 4 ist nun die Kolbenzylindereinheit 213 mit einer fluidbehafteten Ansteuerung zu
erkennen, welche Bestandteil einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist.
Der Kolben 214 umfasst einen erstes Volumen 220 und ein zweites Volumen 221, die voneinander
durch den Kolben 215 getrennt sind. Das Volumen 220 ist mit einer Fluidleitung 222
verbunden, so dass ein unter Druck P
1 stehendes Fluid durch eine entsprechende Stellung des Wegeventils 223, in welchem
die Fluidleitung 222 beginnt, in das Volumen eingeleitet werden kann. Der Kolben 215
wird aus diesem Grunde in Richtung K verschoben, wobei das in dem Volumen 221 befindliche
Fluid herausgedrückt wird und in die Fluidleitung 224 gelangt, welche sich in einem
Verzweigungspunkt in einen ersten Fluidleitungszweig 225 und in einen zweiten Fluidleitungszweig
226 aufteilt. Der Fluidleitungszweig 226 endet in einem Schaltventil 227, das zwei
Schaltstellungen aufweist. In einer ersten Schaltstellung ist der Fluidstrom blockiert,
so dass das Fluid nicht aus der Fluidleitung ausströmen kann. In einer zweiten Schaltstellung
kann das Fluid ungehindert, also ohne Widerstand aus der Fluidleitung 226 austreten.
[0032] Befindet sich das Schaltventil 227 in der ersten Schaltstellung (Fluidstrom blockiert
bzw. unterbrochen), so strömt das Fluid durch den Fluidleitungszweig 225, in dem eine
Drossel 228 angeordnet ist, welche einen Widerstand darstellt. Vorzugsweise ist die
Drossel 228 bzw. ihr Widerstand einstellbar. Von der Drossel 228 aus gelangt das Fluid
in das Wegeventil 223, welches derart geschaltet ist, dass das Fluid ableitbar ist,
beispielsweise in die Umgebung oder in ein Fluidreservoir. Das Schalten des Schaltventils
227 in die erste Schaltstellung und damit hervorgerufene Durchleiten des Fluids durch
die Drossel 228 verursacht eine Gegenkraft für den Kolben 215, der hierdurch gebremst
wird. Ein während der Bewegung des Kolbens durchgeführte Schaltung des Schaltventils
227 von der zweiten Schaltstellung in die erste Schaltstellung ermöglicht es, den
ersten Teil der Bewegung des Kolbens, welche bis zu der besagten Schaltung des Schaltventils
andauert, mit einer Geschwindigkeit v
1 durchzuführen, und den zweiten Teil der Bewegung, welcher ab der Schaltung des Schaltung
des Schaltventils startet, mit einer Geschwindigkeit v
2 durchzuführen, welche stetig reduzierbar, bis der Kolben seine Endposition erreicht
hat. Die Geschwindigkeit v
1 ist vorzugsweise im Wesentlichen konstant oder stetig ansteigend. Weiterhin ist vorgesehen,
dass v
1 größer ist als v
2.
[0033] Der Zeitpunkt des Schaltens des Schaltventils 227 kann zeitgesteuert und/oder weggesteuert
sein. Im ersten Fall ist das Schaltventil nach einer Zeitspanne, in der sich der Kolben
bewegt, schaltbar. Hierzu steht eine nicht dargestellte Steuereinheit zur Verfügung,
die vorzugsweise zunächst den Start der Bewegung des Kolbens triggert und anschließend
nach Ablauf der genannten Zeitspanne das Schaltens des Schaltventils 227 von der zweiten
Schaltstellung in die erste Schaltstellung. Im zweiten Fall ist ein Sensor 229 vorgesehen,
welcher dafür eingerichtet ist, zumindest das Überschreiten eines Punktes durch den
Kolben zu erkennen. Die Steuereinheit kann unmittelbar nach einem entsprechenden Signal
des Sensors 229 die Schaltung des Schaltventils 227 ansteuern.
[0034] Im Ausführungsbeispiel der Figur 4 wurde der Aufbau einer fluidbehafteten Ansteuerung
nur für den Fall des Öffnens der Öffnungsklappen dargestellt.
[0035] Selbstverständlich kann ein solcher Aufbau zusätzlich oder alternativ auch zum Schließen
der Öffnungsklappen vorgesehen sein. Dazu kann zunächst das Wegeventil 223 derart
schaltbar sein, dass das unter Überdruck stehende Fluid in das Volumen 221 eingeleitet
werden kann. Weiterhin wäre die Fluidleitung 222 mit einem Verzweigungspunkt zu versehen,
wobei ein erster Zweig über eine Drossel zum Wegeventil 223 führt und ein zweiter
Zweig zu einem Schaltventil, welches analog zum Schaltventil 227 ausgestaltet ist
und auch eine entsprechende Wirkung hat. Für eine kombinierte Wirkungsweise, also
das Verschieben des Kolbens in beide Richtungen, ist es vorteilhaft, wenn die Drosseln
nur in einer Richtung dem Fluid einen Widerstand bieten. In die entgegengesetzte Richtung
besteht keine oder nur eine geringe Drosselwirkung. Auch eine Zeit- und/oder Wegesteuerung
kann in der Art realisiert sein, wie sie oben im Zusammenhang mit dem in Figur 4 gezeigten
Aufbau erläutert worden ist.
[0036] Als Fluid ist bevorzugt ein Gas, insbesondere Luft, vorgesehen.
[0037] Die
Figur 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung. Hierbei erfolgt das Verschieben
des Kolbens wie im Ausführungsbeispiel der Figur 4 durch das Einleiten eines unter
Überdruck stehenden Fluids in das Volumen 220 bzw. 221. Das Verzögern, also das Abbremsen
der Bewegung des Kolbens kann auch durch eine mechanische Einrichtung, beispielsweise
einem Federelement, welche direkt oder indirekt auf die Kolbenstange und/oder auf
die Öffnungsklappe wirkt, wobei die Wirkung der mechanischen Einrichtung jedoch nur
im zweiten Teil der Bewegung erfolgt. Die Wirkung dieses mechanischen Elements wird
nun anhand der in der Figur 5 als Beispiel gezeigten Spiralfeder erläutert. Zunächst
steht das durch den sich bewegenden Kolben ebenfalls bewegte Element (hier die Kolbenstange
216) ohne Kontakt zur Spiralfeder. Im zweiten Teil der Bewegung kommt die Kolbenstange
mit seinem Endbereich (hier beispielhaft als Platte 231 dargestellt) in Kontakt mit
der Feder 230, was in der
Figur 6 dargestellt ist. Die Kraft, die zum Zusammendrücken der Feder benötigt wird, bremst
die Bewegung des Kolbens 215. Die Feder 230 selbst kann an einer Befestigungselement
232 befestigt sein, welches relativ zum Gestell der Abfülleinrichtung unbeweglich
sein kann.
[0038] Es ist jedoch vorteilhaft, wenn das Befestigungselement vom Zylinder weg in Richtung
des Pfeils F bewegbar ist, um die Federkraft abzubauen, wobei der Abstand zwischen
dem Zylinder und dem Befestigungselement 232 vergrößert wird. Dabei ist das Bewegungsprofil
des Befestigungselements 232 auf das Bewegungsmuster des Kolbens 215 abzustimmen,
damit die gewünschte Verzögerung eintritt.
[0039] Die mechanische Einrichtung kann auch auf andere Arten ausgeführt sein. Auch kann
eine elektrische oder eine elektromagnetische Einrichtung vorgesehen sein, die auf
den Kolben und/oder Kolbenstange wirkt, um im zweiten Teil der Bewegung des Kolbens
diesen zu bremsen. Eine Wirbelstrombremse ist hier ebenso denkbar wie ein schaltbarer
Elektromagnet.
| Bezugszeichenliste |
| 1 |
Vorrichtung zum Herstellen und Befüllen von Säcken |
| 2 |
Tragarm |
| 3 |
Wickel |
| 4 |
Folie /Schlauchförmige Folie / Kunststoffschlauch |
| 5 |
Transportwalze |
| 6 |
Umlenkwalze |
| 7 |
Transportwalze |
| 8 , 8a |
Transportwalze |
| 9 |
Hebel |
| 10 |
Kolben-Zylinder-Einheit |
| 11 |
|
| 12 |
|
| 13 |
Querschweißstation |
| 14 |
Parallelogrammanordnung |
| 15 |
Vorschubrollenpaar |
| 16 |
Querschneide- und Querschweißstation |
| 17 |
Greifer |
| 18 |
Schlauchstück |
| 19 |
Greifer |
| 20 |
Füllstation |
| 21 |
Stationärer Greifer |
| 22 |
Sauger |
| 23 |
Abfülleinrichtung |
| 24 |
Transportband |
| 25 |
Greifer |
| 26 |
Kopf- oder Bodennahtschweißstation |
| 27 |
Sack |
| 28 |
|
| 29 |
Registervorrichtung |
| 30 |
|
| 31 |
|
| 32 |
|
| 33 |
Stützfläche |
| 34 |
Gestrichelte Linie "Höhe (y) Sacköffnung" |
| 35 |
Pfeil Abstand Öffnung 62 des Schlauchstückes 18 zur Stützfläche 58 in vertikaler Richtung |
| 36 |
Symmetrielinie des Abfüllstutzens 23 |
| 37 |
Rüttler |
| 115 |
Fülltrichter |
| 201 |
Füllgut |
| 202 |
Dosierbehälter |
| 203 |
Auslassöffnung |
| 204 |
Klappe |
| 205 |
Schwenkachse |
| 206 |
|
| 207 |
|
| 208 |
|
| 209 |
|
| 210 |
Wägebehälter |
| 211 |
Federn |
| 212 |
Öffnungsklappe |
| 213 |
Kolbenzylindereinheit |
| 214 |
Zylinder |
| 215 |
Kolben |
| 216 |
Kolbenstange |
| 220. |
Erstes Volumen |
| 221. |
Zweites Volumen |
| 222. |
(Erste) Fluidleitung |
| 223. |
Wegeventil |
| 224. |
(zweite) Fluidleitung |
| 225. |
Fluidleitungszweig |
| 226. |
Fluidleitungszweig |
| 227, |
Schaltventil |
| 228. |
Drossel |
| 229. |
Sensor |
| 230. |
Feder |
| 231. |
Platte |
| 232. |
Befestigungselement |
| F |
Pfeil, Bewegungsrichtung des Befestigungselements |
| K |
Pfeil, Bewegungsrichtung des Kolbens |
| P |
Pfeil, Öffnungsrichtung der Öffnungsklappen |
| x |
Transportrichtung der Säcke |
| y |
Richtung orthogonal zu den Richtungen × und z |
| z |
Richtung der Schwerkraft |
1. Abfülleinrichtung (23) mit einem Abwurfbehälter (202) zum Befüllen von oben offenen
Verpackungsbehältnissen (27) mit wenigstens einer Öffnungsklappe (212) zum Öffnen
und Verschließen einer Ablassöffnung (203) für das Produkt (201), wobei die Öffnungsklappe
zwischen einer Verschlussstellung und einer Offenstellung mittels eines Antriebs (213)
entlang eines Weges bewegbar ist,
wobei wenigstens eine Verzögerungseinrichtung (228) vorgesehen ist, mit welcher auf
einem Teilstück des Weges die Bewegung der Öffnungsklappe verzögerbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Schaltelement (227) vorgesehen ist, mit welchem die Verzögerungseinrichtung zuschaltbar
ist.
2. Abfülleinrichtung nach dem vorstehenden Anspruch
dadurch gekennzeichnet, dass
das Schaltelement ein absperrbares Ventil umfasst.
3. Abfülleinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verzögerungseinrichtung ein Drosselelement, insbesondere eine Luftdrossei, umfasst.
4. Abfülleinrichtung einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Produktwaage (210) vorgesehen ist, an welcher die Öffnungsklappen angeordnet
sind.
5. Verfahren zum Befüllen von oben offenen Verpackungsbehältnissen (27) mittels einer
Abfülleinrichtung (23) mit einem Abwurfbehälter (202) und mit wenigstens einer Öffnungsklappe
(212) zum Öffnen und Verschließen einer Ablassöffnung (203) für das Produkt (201),
wobei die Öffnungsklappe zwischen einer Verschlussstellung und einer Offenstellung
mittels eines Antriebs (213) entlang eines Weges bewegt wird,
wobei auf einem Teilstück des Weges die Bewegung der Öffnungsklappe mittels zumindest
einer Verzögerungseinrichtung (228) verzögert wird.
dadurch gekennzeichnet, dass
mit einem Schaltelement (227) die Verzögerungseinrichtung zugeschaltet wird.
6. Form-Fill-Seal-Einrichtung, umfassend
- eine Sackbildungseinrichtung (13,16), mit welcher aus einem Schlauchmateria (4)
nacheinander Schlauchstücke (18) vereinzelbar sind, deren untere Enden mit jeweils
einem Boden versehbar sind, um oben offene Säcke (27) zu bilden,
- eine Abfülleinrichtung (23) zum sukzessiven Abfüllen eines Produkts (201) in die
Säcke,
- eine Verschließeinrichtung (26), mit welcher die oberen Öffnungen der Säcke verschließbar
sind,
- Halteeinrichtungen (21), mit welchen die Säcke innerhalb wenigstens einer der vorgenannten
Einrichtungen haltbar ist,
- Transporteinrichtungen (17,19,25), mit welchen die Säcke zwischen den einzelnen
vorgenannten Einrichtungen einzeln verbringbar sind,
wobei die Abfülleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 ausgebildet ist.
1. A filling device (23) having a dispensing container (202) for filling packaging containers
(27) open at the top having at least one opening flap (212) for opening and closing
an outlet opening (203) for the product (201) is movable along a path between a closed
position and an open position by means of a drive (213) , wherein at least one delay
device (228) is provided, with which the movement of the opening flap over a portion
of the path can be delayed,
characterized in that
a switching element (227) is provided with which the delay device can be switched
on.
2. The filling device according to the preceding claim
characterized in that
a switching element comprises a shut-off valve.
3. The filling device according to any one of the preceding claims
characterized in that
the delay device comprises a throttle element, in particular an air throttle.
4. The filling device according to any one of the preceding claims
characterized in that
a product scale (210) is provided, on which the opening flaps are arranged.
5. A method for filling packaging containers (27) open at the top by means of a filling
device (23) with a dispensing container (202) and with at least one opening flap (212)
for opening and closing an outlet opening (203) for the product (201),
wherein the opening flap is moved along a path between a closed position and an open
position by means of a drive (213),
wherein the movement of the opening flap over a portion of the path is delayed by
means of at least one delay device (228),
characterized in that
the delay device is switched on with a switching element (227).
6. A form-fill seal device, comprising
- a bag-forming device (13, 16), by means of which hose pieces (18) can be successively
separated from a hose material (4), the lower ends of which can each be provided with
a bottom, in order to form bags (27) open at the top,
- a filling device (23) for successively filling a product (201) into the bags,
- a closing device (26), with which the top openings of the bags can be closed,
- holding devices (21), with which the bags can be held within at least one of the
aforementioned devices
- transport devices (17, 19, 25), by means of which the bags can be moved individually
between the individual aforementioned devices,
wherein the filling device is designed according to any one of claims 1 to 4.
1. Dispositif de remplissage (23) avec un récipient de mise au rebut (202) pour le remplissage
de récipients d'emballage (27) ouverts en haut, avec au moins un clapet d'ouverture
(212) pour l'ouverture et la fermeture d'une ouverture de vidange (203) pour le produit
(201),
dans lequel le clapet d'ouverture est mobile entre une position fermée et une position
ouverte à l'aide d'un entraînement (213) le long d'une trajectoire,
dans lequel au moins un dispositif de retardement (228) est prévu, avec lequel le
mouvement du clapet d'ouverture peut être retardé sur une partie de la trajectoire,
caractérisé en ce que
un élément de commutation (227) est prévu, avec lequel le dispositif de retardement
peut être activé.
2. Dispositif de remplissage selon la revendication précédente,
caractérisé en ce que
l'élément de commutation comprend une vanne pouvant être fermée.
3. Dispositif de remplissage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif de retardement comprend un élément d'étranglement, plus particulièrement
un étranglement d'air.
4. Dispositif de remplissage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
une balance de produit (210) est prévue, au niveau de laquelle les clapets d'ouverture
sont disposés.
5. Procédé de remplissage de récipients d'emballage (27) ouverts en haut, au moyen d'un
dispositif de remplissage (23) avec un récipient de mise au rebut (202) et avec au
moins un clapet d'ouverture (212) pour l'ouverture et la fermeture d'une ouverture
de vidange (203) pour le produit (201),
dans lequel le clapet d'ouverture est déplacée le long d'une trajectoire entre une
position fermée et une position ouvert au moyen d'un entraînement (213),
dans lequel, sur une partie de la trajectoire, le mouvement du clapet d'ouverture
est retardé au moyen d'au moins un dispositif de retardement (228),
caractérisé en ce que
avec un élément de commutation (227), le dispositif de retardement est activé.
6. Dispositif « Form-Fill-Seal » comprenant
- un dispositif de formation de sacs (13, 16), avec lequel des morceaux de gaine (18)
pouvant être séparés les uns après les autres à partir d'un matériau en forme de gaine
(4), dont les extrémités inférieures peuvent chacune être munies d'un fond, afin de
former des sacs (27) ouverts en haut,
- un dispositif de remplissage (23) pour l'introduction successive d'un produit (201)
dans les sacs,
- un dispositif de fermeture (26), avec lequel les ouvertures supérieures des sacs
peuvent être fermées,
- des dispositifs de maintien (21), avec lesquels les sacs peuvent être maintenus
à l'intérieur d'au moins un des dispositifs mentionnés ci-dessus,
- des dispositifs de transport (17, 19, 25) avec lesquels les sacs peuvent être déplacés
individuellement entre les différents dispositifs, dans lequel le dispositif de remplissage
est conçu selon l'une des revendications 1 à 4.