[0001] Die Erfindung betrifft Verfahren zum Ermitteln einer Bedienposition eines beweglichen
Bedienterminals, zwecks Bedienung durch einen Fahrer in einem Fahrzeug.
[0002] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Verschieben eines beweglichen
Bedienterminals, zwecks Bedienung durch einen Fahrer in einem Fahrzeug.
[0003] Ferner betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung der obigen Verfahren.
[0004] Die
DE 195 32 917 Cl beschreibt ein Bedienterminal für Betankungsanlagen, das über einen Schwenkarm
horizontal verschwenkbar ist sowie durch eine vertikal angeordnete Linearführungen
höhenverstellbar ist. Das Verstellen bzw. das Verschwenken des Bedienterminals wird
manuell durch den Fahrer vorgenommen.
[0005] Den aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen ist somit gemein, dass der Fahrer
dafür sorgen muss, dass er sich und das Fahrzeug derart positioniert, dass eine Bedienung
des Bedienterminals möglich ist.
[0006] Es besteht ein ständiges Bedürfnis ein Bedienterminal durch einen Fahrer eins Kraftfahrzeuges
komfortabel bedienen zu können.
[0007] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, Maßnahmen aufzuzeigen, die eine komfortable
Bedienung eines Bedienterminals durch einen Fahrer eines Kraftfahrzeugs ermöglichen.
[0008] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche gelöst. Bevorzugte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den rückbezogenen Ansprüchen beschrieben, die
jeweils einzeln oder in Kombination einen Aspekt der Erfindung darstellen können.
[0009] Erfindungsgemäß wird also ein Verfahren zum Ermitteln einer Bedienposition eines
beweglichen Bedienterminals, zwecks Bedienung durch einen Fahrer in einem Fahrzeug,
bereitgestellt, umfassend die folgenden Verfahrensschritte:
- a) Bereitstellen einer Abstandssensorvorrichtung an einem Koordinatenursprung eines
kartesischen Koordinatensystems mit x-, y- und z-Richtung, wobei die Abstandssensorvorrichtung
einen in x- und z-Richtung verschiebbaren Sensor umfasst, der dazu ausgestaltet ist
einen Abstand in y-Richtung zu ermitteln,
- b) Bereitstellen des Fahrzeuges mit einer Fahrerseite in einem Abstand in y-Richtung
zur Abstandssensorvorrichtung,
- c) Ermitteln des Abstands in y-Richtung,
- d) Ermitteln einer Höhe einer Motorhaube des Fahrzeuges durch Ermitteln des Abstands
in y-Richtung während eines Verschiebens des Sensors in z-Richtung und ein Erkennen
einer Änderung des ermittelten Abstandes,
- e) Ermitteln einer x-Position einer A-Säule des Fahrzeuges durch Ermitteln des Abstands
in y-Richtung während eines Verschiebens des Sensors in minus-x-Richtung und ein Erkennen
einer Änderung des ermittelten Abstandes unter Berücksichtigung der ermittelten Höhe
der Motorhaube,
- f) Ermitteln der Bedienposition durch Abziehen eines vordefinierten y-Abstandswertes
vom in Schritt c) ermittelten Abstand in y-Richtung, durch Addieren eines vordefinierten
z-Abstandswertes zu der in Schritt d) ermittelten Höhe der Motorhaube, und durch Addieren
eines vordefinierten x-Abstandswertes zu der in Schritt e) ermittelten x-Position
der A-Säule,
wobei die Schritte c) bis f) mittels der Abstandsensorvorrichtung automatisiert durchgeführt
werden.
[0010] Beim obigen Verfahren wird die Bedienposition des Bedienterminals anhand der Position
der A-Säule des Fahrzeugs, sowie der Höhe der Motorhaube des Fahrzeuges automatisiert
ermittelt. Das Verfahren basiert darauf, dass physische Eigenschaften des Fahrzeuges,
wie die Höhe der Motorhaube, sowie die x-Position der A-Säule automatisiert ermittelt
werden. Aufgrund dieser Eigenschaften des Fahrzeuges wird auf die Position des Fahrers
im Fahrzeug geschlossen. Es hat sich nämlich gezeigt, dass bei Fahrzeugen mit einer
hohen Motorhaube, auch der Fahrer eine erhöhte Sitzposition einnimmt. Für Fahrer von
Fahrzeugen mit hoher Motorhaube liegt eine komfortable Bedienposition des Bedienterminals
auch entsprechend höher. Als Referenzpunkt für die Bedienposition wird also nicht
der Fahrer des Fahrzeuges verwendet, sondern die physischen Eigenschaften des Fahrzeugs
und somit das Fahrzeug selbst. Somit ermöglicht das Verfahren, eine für den Fahrer
komfortabel Bedienposition zu ermitteln, ohne dabei direkt die Position des Fahrers
zu ermitteln. Insbesondere ermöglicht das Verfahren, unabhängig vom Verhalten des
Fahrers, das Bedienterminal in einer für den Fahrer komfortablen Bedienposition bereitzustellen.
Das erfindungsgemäße Verfahren bestimmt bevorzugt die Position der A-Säule und die
Höhe der Motorhaube mittels eines Sensors, der insbesondere in zwei zueinander orthogonalen
Richtungen, im Folgenden als x- und z-Richtung bezeichnet, verschiebbar ist. Der Sensor
ist bevorzugt dazu ausgestaltet einen Abstand zu einem Objekt in eine y-Richtung zu
bestimmen, wobei die y-Richtung orthogonal zur x- und orthogonal zur z-Richtung ist.
Ein solcher Sensor ist somit einfach aufgebaut. Da das erfindungsgemäße Verfahren
die Bedienposition des Bedienterminals mittels eines solchen Sensors bestimmt, ist
das Verfahren auch einfach umzusetzen. Weiterhin kann mittels nur eines Sensors die
Bedienposition ermittelt werden. Dies spart insbesondere Kosten, das auch nur ein
Sensor eingesetzt werden muss. Das Verfahren ist somit günstiger und einfacher im
Vergleich zu Verfahren, bei denen mehrere Sensoren verwendet werden. Des Weiteren
hat das Verfahren den Vorteil, dass es bei unterschiedlichen Fahrzeugtypen mit hoher
Zuverlässigkeit angewendet werden kann, da nahezu jeder Kraftwagen eine Motorhaube
und eine A-Säule aufweist. Des Weiteren weist das Verfahren den Vorteil auf, dass
es sehr schnell die Bedienposition des Bedienterminals ermitteln kann, da die Ermittlung
der Höhe der Motorhaube und der Position der A-Säule in nur wenigen Verfahrensschritten
durchgeführt wird. Des Weiteren ist das Verfahren durch seine Einfachheit auch wenig
anfällig für Fehler. Zusammengefasst führt das erfindungsgemäße Verfahren dazu, dass
auf einfache, zuverlässige und schnelle Weise die Bedienposition des Bedienterminals
ermittelt werden kann, was wiederum ermöglicht, dem Fahrer des Kraftfahrzeugs das
Bedienterminal auch in der ermittelten Bedienposition zur Verfügung zu stellen. Somit
trägt das Verfahren dazu bei, unabhängig vom Verhalten des Fahrers, den Komfort des
Fahrers beim Bedienen des Bedienterminals zu erhöhen.
[0011] Das Verfahren stellt in einem ersten Verfahrensschritt a) die Abstandssensorvorrichtung
am Koordinatenursprung des kartesischen Koordinatensystems mit x-, y- und z-Richtung
bereit, wobei die Abstandssensorvorrichtung den in x- und z-Richtung verschiebbaren
Sensor umfasst, der dazu ausgestaltet ist den Abstand in y-Richtung zu ermitteln.
Grundsätzlich ist es auch möglich, dass die Abstandssensorvorrichtung mehr als einen
Sensor umfasst. Beispielsweis kann die Abstandssensorvorrichtung zwei Sensoren umfassen,
wobei ein Sensor insbesondere in x-Richtung verschiebbar ist und der zweite Sensor
insbesondere in z-Richtung verschiebbar ist. Grundsätzlich kann vorgesehen sein, dass
die Abstandssensorvorrichtung zwei Sensoren umfasst, wobei mindestens einer davon
bevorzugt dazu ausgestaltete ist, in die x- und z-Richtung verschiebbar zu sein. In
eine Richtung verschiebbar sein bedeutet im Sinne der Erfindung, dass der Sensor in
die positive wie auch in die negative Richtung verschoben werden kann. In anderen
Worten, kann der Sensor entlang der Richtung vor- und zurück verschoben werden. Bevorzugt
ist allerdings vorgesehen, dass das Verfahren nur einen Sensor umfasst, wobei der
Sensor bevorzugt in die x- und z-Richtung verschiebbar ist. Hierdurch wird das Verfahren
kostengünstig.
[0012] In einem weiteren Verfahrensschritt b) wird das Fahrzeug mit der Fahrerseite in einem
Abstand in y-Richtung zur Abstandssensorvorrichtung bereitgestellt. Beispielsweise
befindet sich die Fahrerseite auf der linken Seite des Fahrzeugs. In diesem Fall wird
das Fahrzeug mit seiner linken Seite in einem Abstand in y-Richtung zur Abstandssensorvorrichtung
bereitgestellt. In anderen Worten befindet sich nach dem Bereitstellen des Fahrzeugs
die Abstandssensorvorrichtung auf der Fahrerseite des Fahrzeugs. Bevorzugt wird das
Fahrzeug derart bereitgestellt, dass die y-Richtung im Wesentlichen senkrecht auf
die fahrerseitige Fahrzeugseite gerichtet ist. Dies kann beispielsweise durch bauliche
Maßnahmen, wie eine Straße mit Bordstein oder Ähnlichem umgesetzt werden. Im Wesentlichen
senkrecht bedeutet, dass Abweichungen von der Senkrechten im Bereich von +/- 15 Grad
möglich sind. Bevorzugt wird das Fahrzeug durch Heranfahren an die Abstandssensorvorrichtung
bereitgestellt. So kann beispielsweise die Abstandssensorvorrichtung am linken Straßenrand
einer Straße stehen, wobei die y-Richtung senkrecht zum Straßenverlauf zeigt und das
Fahrzeug fährt derart an die Abstandssensorvorrichtung heran, dass die linke Fahrzeugseite
mit dem Abstand in y-Richtung neben der Abstandssensorvorrichtung zum Stehen kommt.
[0013] In einem weiteren Verfahrensschritt c) wird der Abstand in y-Richtung ermittelt,
wobei dies automatisiert mittels der Abstandsensorvorrichtung durchgeführt wird. Bevorzugt
wird in diesem Schritt also der Abstand zwischen der Abstandssensorvorrichtung und
der fahrerseitigen Fahrzeugseite ermittelt. Da der Sensor dazu ausgestaltet ist, einen
Abstand in y-Richtung zu ermitteln ist dies besonders einfach umzusetzen. Beim Sensor
kann es sich beispielsweise um einen Sensor handeln, der mittels einer Laufzeitmessung
den Abstand in y-Richtung bestimmt. Bei der Laufzeitmessung wird indirekte durch Messung
jener Zeit, die ein Signal für das Durchlaufen der Strecke zu einem Objekt benötigt,
die Entfernung zum Objekt ermittelt. So kann beispielsweise ein zeitlich kurzer Lichtpuls
vom Sensor ausgesandt werden, der von der fahrerseitigen Fahrzeugseite reflektiert
wird, und so wieder zurück zum Sensor läuft. Durch Messen der Laufzeit des Lichtpulses
kann der Abstand zwischen dem Sensor und der fahrerseitigen Fahrzeugseite bestimmt
werden. Bevorzugt befindet sich der Sensor der Abstandsensorvorrichtung beim Ermitteln
des Abstands in y-Richtung in einer Höhe von etwa 80 cm über Bodenniveau, wobei Toleranzen
von +/- 30 cm möglich sind. Durch diese Maßnahme kann auf einfache Weise sichergestellt
werden, dass durch das Ermitteln des Abstands in y-Richtung, auch der Abstand zwischen
fahrerseitiger Fahrzeugseite und Sensor ermittelt wird. Nach Schritt b) ist also der
Abstand in y-Richtung zwischen dem Sensor der Abstandssensorvorrichtung und der fahrerseitigen
Fahrzeugseite bekannt. Das Ermitteln des Abstands zwischen fahrerseitiger Fahrzeugseite
und Sensor, ermöglicht das Ermitteln der y-Position des Bedienterminals. Somit kann
darüber die Distanz in y-Richtung des Bedienterminals zum Fahrer festgelegt werden,
denn in der Regel befindet sich der Fahrer nicht mittig im Fahrzeug, sondern auf der
Fahrerseite.
[0014] In einem weiteren Verfahrensschritt d) wird die Höhe der Motorhaube des Fahrzeuges
durch Ermitteln des Abstands in y-Richtung während des Verschiebens des Sensors in
z-Richtung und ein Erkennen der Änderung des ermittelten Abstandes, ermittelt. Auch
dies findet automatisiert mittels der Abstandssensorvorrichtung statt. Bevorzugt wird
das Fahrzeug also in Verfahrensschritt b) derart an der Abstandsensorvorrichtung bereitgestellt,
dass sich die Abstandssensorvorrichtung bezogen auf die Fahrtrichtung des Fahrzeuges,
in etwa neben der Motorhaube des Fahrzeuges befindet. Dies kann beispielsweise durch
bauliche Maßnahmen wie eine Stoppeinrichtung eine Haltelinie und/oder eine Schranke
umgesetzt werden. Anders ausgedrückt befindet sich in x-Richtung vor der Abstandssensorvorrichtung
die bauliche Maßnahme, so dass das Fahrzeug derart neben der Abstandsensorvorrichtung
zum Stehen kommt, dass sich die Abstandssensorvorrichtung neben der Motorhaube des
Fahrzeuges befindet. Somit lässt sich mittels der Abstandssensorvorrichtung auch die
Höhe der Motorhaube ermitteln. Dies geschieht indem der Sensor in z-Richtung, also
in der Höhe verschoben wird und während des Verschiebens den Abstand in y-Richtung,
also den Abstand zur fahrerseitigen Fahrzeugseite bestimmt. Bevorzugt wird der Sensor
von einer geringen Höhe über Bodenniveau in eine große Höhe über Bodenniveau verschoben.
Dies ist insbesondere vorteilhaft, da der Sensor sich aufgrund des vorherigen Verfahrensschrittes
c) schon auf einer geringen Höhe über Bodenniveau, in etwa 80 cm über Bodenniveau,
befindet. Somit beschleunigt sich das Verfahren. Alternativ kann auch vorgesehen sein,
dass der Sensor von einer großen Höhe in eine geringere Höhe verschoben wird. Insbesondere
beim Verwenden mehrere Sensoren kann dies zu einer Beschleunigung des Verfahrens führen,
da derart die Verfahrwege der Sensoren verkürzt werden können. Weiter bevorzugt wird
die aktuelle Höhe in der sich der Sensor während des Verschiebens befindet, automatisiert
ermittelt. Da beim Verschieben des Sensors sich der vom Sensor ermittelte Abstand
in y-Richtung, also der Abstand zur fahrerseitigen Fahrzeugseite, beim Erreichen der
Oberkante der Motorhaube in kurzer Zeit stark in der Größe verändert, ändert sich
das Messsignals des Sensors sprunghaft. Das Erkennen dieser sprunghaften Änderung
des Messsignals ermöglicht die Ermittlung der Höhe der Motorhaube. Beispielsweise
kann die sprunghafte Änderung des Messsignals erkannt werden, indem die erste Ableitung
des Messsignals ermittelt wird. Somit kann mittels des Sensors die Höhe der Motorhaube
bestimmt werden. Beispielsweise beträgt der Abstand zur fahrerseitigen Fahrzeugseite
70 cm. Sobald der Sensor durch das Verschieben in z-Richtung eine Höhe erreicht hat,
die in etwas über der Höhe der Motorhaube liegt, wird der Sensor als Abstand in y-Richtung
einen Wert ermitteln, der viel größer als 70 cm ist. Beispielsweise kann der Sensor
einen Wert von etwa 7 m ermitteln, weil sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite
im Abstand von etwa 7 m eine Hauswand befindet. Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass
wenn der Sensor während des Verschiebens in z-Richtung einen Abstand in y-Richtung
ermittelt, der größer als ein erster vordefinierter Grenzwert ist, die aktuelle Höhe
des Sensors der Höhe der Motorhaube entspricht. Bevorzugt beträgt der erste Grenzwert
zwischen 1 m und 2 m. Da die aktuelle Höhe, in der sich der Sensor während des Verschiebens
befindet, automatisiert ermittelt wird, ist die Höhe der Motorhaube durch die Höhe
des Sensors beim Verändern des Abstandes in y-Richtung von 70 cm auf einen Abstand,
der größer als der erste Grenzwert ist, gegeben. Nach diesem Schritt ist also die
Höhe der Motorhaube des Fahrzeuges bekannt. Die Höhe der Motorhaube des Fahrzeuges
ermöglicht das Ermitteln der Höhe des Bedienterminals. Es hat sich gezeigt, dass Fahrer
von Fahrzeugen mit einer hohen Motorhaube eine hohe Bedienposition des Bedienterminals
als komfortabel empfinden, und Fahrer von Fahrzeugen mit einer niedrigen Motorhaube
eine niedrige Bedienposition des Bedienterminals als komfortabel empfinden.
[0015] In einem weiteren Verfahrensschritt e) wird die x-Position der A-Säule des Fahrzeuges
durch Ermitteln des Abstands in y-Richtung während eines Verschiebens des Sensors
in minus-x-Richtung und ein Erkennen einer Änderung des ermittelten Abstandes unter
Berücksichtigung der ermittelten Höhe der Motorhaube, ermittelt. Dieser Schritt findet
ebenfalls automatisiert mit der Abstandssensorvorrichtung statt. In diesem Schritt
e) findet also ein Ermitteln der x-Position der A-Säule statt, d.h. die Position der
A-Säule bezogen auf x-Achse des Koordinatensystems wird ermittelt. Die x-Achse des
Koordinatensystems ist bevorzugt parallel zur ursprünglichen Fahrtrichtung des Fahrzeuges,
wobei auch hier Toleranzen von +/- 15 Grad möglich sind. Das Ermitteln der x-Position
der A-Säule findet analog zum Verfahrensschritt d) statt, wobei dabei die in Verfahrensschritt
d) ermittelte Höhe der Motorhaube berücksichtig wird. Der Sensor wird in minus-x-Richtung,
also entgegen der ursprünglichen Fahrtrichtung des Fahrzeuges, verschoben und während
des Verschiebens wird der Abstand in y-Richtung, also der Abstand zur fahrerseitigen
Fahrzeugseite bestimmt. Besonders bevorzugt befindet sich dabei der Sensor auf einer
Höhe, die etwas über der ermittelten Höhe der Motorhaube des Fahrzeuges liegt. Bevorzugt
befindet sich der Sensor dabei auf einer Höhe die 10 cm bis 20 cm über der ermittelten
Höhe der Motorhaube liegt. Weiter bevorzugt wird der Sensor dabei in eine Richtung
verschoben, die von der Front des Fahrzeugs zum Heck des Fahrzeugs zeigt. Anders ausgedrückt
wird dabei der Sensor von einer x-Position, die in etwa neben der Motorhaube liegt
in eine x-Position, die in etwa neben der Fahrertür liegt, verschoben. Somit liegt
dazwischen die A-Säule des Fahrzeuges. Weiter bevorzugt wird die aktuelle x-Position,
in der sich der Sensor während des Verschiebens befindet, automatisiert ermittelt.
Da beim Verschieben des Sensors sich der vom Sensor ermittelte Abstand in y-Richtung,
also der Abstand zur fahrerseitigen Fahrzeugseite, beim Erreichen der A-Säule in kurzer
Zeit stark in der Größe verändert, ändert sich das Messsignals des Sensors sprunghaft.
Das Erkennen dieser sprunghaften Änderung des Messsignals ermöglicht die Ermittlung
der x-Position der A-Säule. Beispielsweise kann die sprunghafte Änderung des Messsignals
erkannt werden, indem die erste Ableitung des Messsignals ermittelt wird. Somit kann
mittels des Sensors die x-Position der A-Säule bestimmt werden. Um auf das obige Zahlenbeispiel
aus Verfahrensschritt d) zurückzukommen: Beispielsweise ermittelt der Sensor zu Beginn
des Verschiebens einen Wert von etwa 7 m, da der Abstand in y-Richtung in etwa 10
cm über der Höhe der Motorhaube bestimmt wird und sich auf der gegenüberliegenden
Straßenseite in einem Abstand von etwa 7 m eine Hauswand befindet. Beim Verschieben
des Sensors in minus-x-Richtung, wird der Sensor zu jenem Zeitpunkt einen Wert von
etwa 70 cm ermitteln, wenn die x-Position des Sensors, der x-Position der A-Säule
entspricht. Da die aktuelle x-Position in der sich der Sensor während des Verschiebens
befindet automatisiert ermittelt wird, ist die x-Position der A-Säule durch die x-Position
des Sensors beim Verändern des Abstandes in y-Richtung von 7 m auf 70 cm gegeben.
Insbesondere, wenn der Sensor während des Verschiebens in minus-x-Richtung einen Abstand
in y-Richtung ermittelt, der kleiner als ein zweiter vordefinierter Grenzwert ist,
entspricht die aktuelle x-Position des Sensors der x-Position der A-Säule. Bevorzugt
beträgt der zweite Grenzwert zwischen 1 m und 2 m. Nach diesem Schritt ist also die
x-Position der A-Säule des Fahrzeuges bekannt. Die x-Position der A-Säule ermöglicht
das Ermitteln der Position des Bedienterminals relativ zur Fahrzeuglänge. Es hat sich
gezeigt, dass Fahrer sich in Fahrzeugen in einem engen Bereich hinter der A-Säule
befinden.
[0016] In einem weiteren Schritt des Verfahrens kann nun aufgrund des ermittelten Abstandes
in y-Richtung, der ermittelten Höhe der Motorhaube und der ermittelten x-Position
der A-Säule die Bedienposition des Bedienterminals festgestellt werden. Das Verfahren
basiert nämlich darauf, dass diese physischen Eigenschaften des Fahrzeuges verwendet
werden, um auf die Position des Fahrers im Fahrzeug zu schließen. Dabei wird von einem
durchschnittlich großen Fahrer ausgegangen. Es werden also vordefinierte x-,y- und
z-Abstandswerte zu den ermittelten Werten addiert und/oder von ihnen subtrahiert.
Die Höhe der Motorhaube wird dabei als Ausgangspunkt für die Bedienhöhe des Bedienterminals
verwendet. Die x-Position der A-Säule wird als Ausgangsposition für die Position des
Bedienterminals entlang der Fahrzeuglänge verwendet und der ermittelte y-Abstandswert
wird als Ausgangspunkt für den Abstand des Bedienterminals zum Fahrer verwendet. In
Verfahrensschritt f) findet also ein Ermitteln der Bedienposition durch Abziehen eines
vordefinierten y-Abstandswertes vom in Schritt c) ermittelten Abstand in y-Richtung,
durch Addieren eines vordefinierten z-Abstandswertes zu der in Schritt d) ermittelten
Höhe der Motorhaube, und durch Addieren eines vordefinierten x-Abstandswertes zu der
in Schritt e) ermittelten x-Position der A-Säule statt. Die vordefinierte x-,y- und
z-Abstandswerte sind bevorzugt für eines durchschnittlich großen Fahrer ermittelt
worden, so dass ein durchschnittlich großer Fahrer das Bedienterminal in dieser Position
bequem bedienen kann. Bevorzugt beträgt der vordefinierte x-Abstandswert zwischen
15 cm und 1 m, der vordefinierte y-Abstandswert zwischen 30 cm und 50 cm, der vordefinierte
z-Abstandswert zwischen 15 cm und 1 m. Die so errechnete x,y,z-Position bildet die
Bedienposition.
[0017] In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Bereitstellen
des Fahrzeuges mit einer Fahrerseite in einem Abstand in y-Richtung zur Abstandssensorvorrichtung
ein Bereitstellen des Fahrzeuges an einer Haltelinie, einer Stoppeinrichtung und/oder
einer Schranke umfasst. Dies ermöglicht insbesondere ein einfaches Ermitteln des Abstands
in y-Richtung in Verfahrensschritt c), ein einfaches Ermitteln der Höhe der Motorhaube
in Verfahrensschritt d) sowie ein einfaches Ermitteln der x-Position der A-Säule in
Verfahrensschritt e). Somit vereinfacht und beschleunigt sich dadurch auch das Ermitteln
der Bedienposition in Verfahrensschritt f).
[0018] In diesem Zusammenhang ist in einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der Erfindung
vorgesehen, dass das Bereitstellen einer Abstandssensorvorrichtung ein Bereitstellen
der Abstandssensorvorrichtung an einer Seite einer Straße in einem Bereich vor der
Haltelinie, der Stoppeinrichtung und/oder der Schranke umfasst. Der Bereich vor der
Haltelinie, der Stoppeinrichtung und/oder der Schranke bezieht sich dabei bevorzugt
auf die Fahrtrichtung des Fahrzeuges. Beispielsweise befindet sich an der linken Seite
der Straße die Abstandsensorvorrichtung und auf die Fahrtrichtung bezogen kurz dahinter
die Haltelinie, die Stoppeinrichtung und/oder die Schranke. Das Fahrzeug kommt somit
derart neben der Abstandsensorvorrichtung zum Stehen, dass sich die Abstandssensorvorrichtung
neben der Motorhaube des Fahrzeuges befindet.
[0019] In einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der Erfindung umfasst das Verfahren zusätzlich
den folgenden Schritt: g) Feinjustieren der Bedienposition, durch Aufnahme eines Kamerabildes
an der ermittelten Bedienposition mittels einer Kamera, Erkennen einer Position des
Fahrers auf dem Kamerabild mittels Bilderkennungsalgorithmen, und Anpassen der ermittelten
Bedienposition auf Basis der erkannten Position des Fahrers. Die in Schritt f) ermittelte
Bedienposition wird also als Grundlage für ein Feinjustieren verwendet. Das Feinjustieren
findet mittels einer Kamera statt, die ein Kamerabild aufnimmt. Da das Kamerabild
an der ermittelten Bedienposition aufgenommen wird, wird somit ein Kamerabilde des
Fahrers des Fahrzeuges aufgenommen. Als Ausgangslage für das Feinjustieren wird also
die ermittelte Bedienposition verwendet, welche schon eine komfortabel Bedienung des
Bedienterminals ermöglicht, ohne die Position des Fahrers direkt ermittelt zu haben.
Beim Feinjustieren wird nun die Position des Fahrers direkt ermittelt. Zum Feinjustieren
des Bedienterminals wird also als Bezugspunkt der Fahrer des Fahrzeuges verwendet.
Seine Position wird auf dem Kamerabild mittels Bilderkennungsalgorithmen erkannt,
und als Basis für das Anpassen der Bedienposition verwendet. Somit wird die Bedienposition
am Fahrer des Fahrzeuges ausgerichtet und ist somit auch für den Fahrer des Fahrzeuges
sehr komfortabel. Insbesondere ist die feinjustierte Bedienposition auch für sehr
kleine oder sehr große Fahrer komfortabel.
[0020] Erfindungsgemäß wird weiterhin ein Verfahren zum Verschieben eines beweglichen Bedienterminals,
zwecks Bedienung durch einen Fahrer in einem Fahrzeug, umfassend die folgenden Verfahrensschritte
bereitgestellt:
- A) Bereitstellen des Bedienterminals in einer Startposition,
- B) Erkennen der Anwesenheit des Fahrzeuges,
- C) Ermitteln der Bedienposition des beweglichen Bedienterminals durch das Verfahren
zum Ermitteln der Bedienposition, das wie vorstehend beschrieben aus- und weitergebildet
sein kann,
- D) automatisiertes Verfahren, Verschwenken und/oder Verschieben des Bedienterminals
in die ermittelte Bedienposition,
- E) Erkennen der Abwesenheit des Fahrzeuges,
- F) automatisiertes Verfahren, Verschwenken und/oder Verschieben des Bedienterminals
in die Startposition.
[0021] Es handelt sich also um ein Verfahren zum Verschieben des beweglichen Bedienterminals,
um eine komfortable Bedienung des Bedienterminals durch den Fahrer zu ermöglichen,
wobei das Verfahren auf die Verfahrensschritte des weiter oben beschriebenen Verfahrens
zum Ermitteln der Bedienposition zurückgreift.
[0022] In einem ersten Verfahrensschritt A) wird das Bedienterminal in der Startposition
bereitgestellt. Beim Bedienterminal handelt es sich um ein bewegliches Bedienterminal,
also um ein Bedienterminal, das seiner Position relativ zum Fahrzeug verändern kann,
wobei die Position des Fahrzeuges dabei konstant bleibt. Das Bedienterminal wird in
der Startposition bereitgestellt, wobei es derart bereitgestellt wird, dass es das
Fahrzeug in seinem Fortkommen möglichst nicht hindert. In der Startposition befindet
sich das Bedienterminal also beispielsweise vom Straßenrand her zurückversetzt. Anders
ausgedrückt ragt das Bedienterminal bevorzugt nicht in die Straße herein.
[0023] In einem weiteren Verfahrensschritt B) wird die Anwesenheit des Fahrzeuges erkannt.
Hierbei handelt es sich bevorzugt um die Anwesenheit des Fahrzeuges in der Nähe des
Bedienterminals.
[0024] Weiter bevorzugt entspricht dies auch der Anwesenheit des Fahrzeuges in der Nähe
der Abstandssensorvorrichtung. Bevorzugt wird die Anwesenheit des Fahrzeuges automatisiert
durch die Abstandssensorvorrichtung erkannt. Das Fahrzeug fährt also beispielsweise
neben das Bedienterminal und kommt daneben zum Stehen, wobei seine Anwesenheit durch
die Abstandssensorvorrichtung erkannt wird.
[0025] In einem weiteren Verfahrensschritt C) wird dann mittels des oben beschriebenen Verfahrens
zum Ermitteln der Bedienposition die Bedienposition des beweglichen Bedienterminals
ermittelt. Dabei wird der Verfahrensschritt b) des Verfahrens zum Ermitteln der Bedienposition,
nämlich das Bereitstellen des Fahrzeuges mit der Fahrerseite in einem Abstand in y-Richtung
zur Abstandssensorvorrichtung, durch das Heranfahren und zum Stehen kommen des Fahrzeuges
neben dem Bedienterminal umgesetzt.
[0026] Daraufhin wird das Bedienterminals in einem weiteren Schritt D) automatisiert in
die ermittelte Bedienposition verfahren, verschwenkt und/oder verschoben. Nach diesem
Schritt befindet sich das Bedienterminal also nicht mehr in der Startposition sondern
in der Bedienposition, wodurch es für den Fahrer sehr komfortabel zu bedienen ist.
Die Bedienposition bezieht sich bevorzugt auf die Mitte eines Bedienfeldes des Bedienterminals.
Das Bedienfeld kann beispielsweise ein Touch-Display und/oder Knöpfe umfassen. Der
Fahrer kann durch das Verfahren also das Bedienfeld des Bedienterminals komfortabel
vom Fahrersitz aus bedienen. Da sich das Bedienterminal somit auf eine Vorwärtsfahrtrichtung
bezogen hinter den Seitenspiegeln des Fahrzeuges befindet, hindert die Bedienposition
den Fahrer auch nicht am wieder anfahren, nachdem der Fahrer die Bedienung des Bedienterminals
beendet hat.
[0027] Bevorzugt erkennt das Bedienterminal, wann der Fahrer den Bedienvorgang beendet hat.
Beispielweise ist der Bedienvorgang mit Drücken einer Bestätigungstaste am Bedienterminal,
mit dem Öffnen der Schranke und/oder mit der Herausgabe eines Tickets durch das Bedienterminal
beendet. Bevorzugt verlässt daraufhin das Fahrzeug das Bedienterminal, wobei das Verfahren
in einem weiteren Verfahrensschritt E) die Abwesenheit des Fahrzeuges erkennt. Es
kann also vorgesehen sein, dass das Verfahren die Abwesenheit des Fahrzeuges auf Basis
des Bedienvorganges am Bedienterminal erkennt. Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen
sein, dass das Verfahren die Abwesenheit des Fahrzeuges durch zusätzliche Maßnahmen
erkennt. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass das Verfahren die Abwesenheit des
Fahrzeuges erkennt, in dem eine Anwesenheit des Fahrzeuges an einem in x-Richtung
weiter vorne liegenden Punkt erkannt wird.
[0028] Aufgrund der erkannten Abwesenheit des Fahrzeuges wird anschließend, um einem weiteren
Fahrzeug das vereinfachte Heranfahren an das Bedienterminal zu ermöglichen, das Bedienterminal
in Verfahrensschritt F) automatisierte in die Startposition verfahren, verschwenken
und/oder verschoben.
[0029] In Zusammenhang mit den weiter oben erwähnten Möglichkeiten hinsichtlich des Erkennens
der Anwesenheit bzw. des Erkennens der Abwesenheit des Fahrzeuges, ist in einer bevorzugten
Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass das Erkennen der Anwesenheit und/oder
das Erkennen der Abwesenheit des Fahrzeuges ein Ermitteln des Abstandes in y-Richtung
mittels des Sensors der Abstandssensorvorrichtung und ein Vergleichen des gemessenen
Abstandes mit einem Grenzwert umfasst. Insbesondere ist also vorgesehen, dass zum
Erkennen der Anwesenheit und/oder Abwesenheit des Fahrzeuges die Abstandssensorvorrichtung
eingesetzt wird. Somit wird also durch Ermitteln des Abstandes in y-Richtung auch
erkannt, ob ein Fahrzeug anwesend ist oder nicht. Hierfür ist bevorzugt vorgesehen,
dass wenn die Abstandssensorvorrichtung für eine Zeit von mindestens 2 Sekunden, bevorzugt
von mindestens 5 Sekunden einen Abstand in y-Richtung von kleiner als 3 m, bevorzugt
kleiner als 2 m, weiter bevorzugt kleiner als 1,5 m ermittelt, die Anwesenheit des
Fahrzeuges erkannt wird. Analog wird die Abwesenheit des Fahrzeuges erkannt, wenn
die Abstandssensorvorrichtung für eine Zeit von mindestens 2 Sekunden, bevorzugt von
mindestens 5 Sekunden einen Abstand in y-Richtung von größer als 2 m, bevorzugt größer
als 3 m, weiter bevorzugt größer als 4 m ermittelt.
[0030] Ebenfalls in Zusammenhang mit den Möglichkeiten hinsichtlich des Erkennens der Anwesenheit
bzw. des Erkennens der Abwesenheit des Fahrzeuges, ist in einer bevorzugten Weiterbildung
der Erfindung vorgesehen, dass das Erkennen der Anwesenheit und/oder das Erkennen
der Abwesenheit des Fahrzeuges ein Ermitteln eines Druckes, einer Kraft und/oder eines
Gewichtes mittels eines Waagesensors umfasst. Es kann also alternativ oder zusätzlich
ein Waagesensor verwendet werden, der den Druck, die Kraft und/oder das Gewicht des
Fahrzeuges auf der Straße erfasst. Bevorzugt ist der Waagesensor im Bereich neben
dem Bedienterminal und/oder im Bereich neben der Abstandssensorvorrichtung angebracht.
Weiter bevorzugt ist der Waagesensors am Boden der Fahrbahn angebracht. Insbesondere
ist der Waagesensor im Bereich vor der Stoppeinrichtung, der Haltelinie und/oder der
Schranke angebracht, aufgrund derer das Fahrzeug neben der Abstandsensorvorrichtung
und/oder neben dem Bedienterminal zum Stehen kommt. Alternativ oder zusätzlich kann
der Waagesensor im Bereich nach der Stoppeinrichtung, der Haltelinie und/oder der
Schranke angebracht sein, so dass durch Erkennen der Anwesenheit des Fahrzeuges hinter
der Stoppeinrichtung, der Haltelinie und/oder der Schranke, die Abwesenheit des Fahrzeuges
vor dem Bedienterminal ermittelt werden kann. Das zusätzliche Verwenden eines Waagesensors
verbessert insbesondere die Fehleranfälligkeit des Verfahrens, da die Anwesenheit
bzw. Abwesenheit des Fahrzeuges über eine Methode erkannt wird, die spezifisch auf
Fahrzeuge reagiert. Fehlerkennungen aufgrund von zufällig vorbeilaufenden Personen
sind mittels dieser Methode nicht möglich.
[0031] Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass
das Bereitstellen des Bedienterminals in einer Startposition ein Bereitstellen des
Bedienterminals derart umfasst, dass das Fahrzeug auf im Wesentlichen direktem Weg
zu einer Haltelinie, einer Stoppeinrichtung und/oder einer Schranke fahren kann. Wie
bereits erwähnt wird das Bedienterminal in der Startposition bereitgestellt, die derart
gewählt ist, dass das Fahrzeug in seinem Fortkommen möglichst nicht durch das Bedienterminal
gehindert ist. Insbesondere befindet sich also die Startposition des Bedienterminals
zurückversetzt neben dem Straßenrand, im Bereich vor der Haltelinie, der Stoppeinrichtung
und/oder der Schranke.
[0032] Erfindungsgemäß wird weiterhin eine Vorrichtung zur Durchführung des obigen Verfahrens
zum Verschieben eines beweglichen Bedienterminals bereitgestellt, umfassend eine Abstandssensorvorrichtung,
eine Steuereinheit und ein bewegliches Bedienterminal, wobei die Abstandssensorvorrichtung
einen in zwei zueinander orthogonalen Richtungen verschiebbaren Sensor umfasst, und
wobei der Sensor dazu ausgestaltet ist einen Abstand in eine Richtung zu ermitteln,
die orthogonal zu den zwei Richtung ist, in die der Sensor verschiebbar ist, wobei
das bewegliche Bedienterminal automatisiert von einer Startposition in eine Bedienposition
verfahrbar, verschwenkbar und/oder verschiebbar ist und wobei die Steuereinheit zur
Durchführung des Verfahrens hergerichtet ist. Besonders bevorzugt ist die Vorrichtung
auch zur Durchführung des Verfahrens zum Ermitteln der Bedienposition des beweglichen
Bedienterminals geeignet. Hierfür ist also die Steuereinheit zur Durchführung des
Verfahrens zum Ermitteln der Bedienposition des beweglichen Bedienterminals hergerichtet.
Grundsätzlich ist möglich, dass die Abstandssensorvorrichtung mehr als einen Sensor
umfasst. Bevorzugt umfasst die Abstandssensorvorrichtung zwei Sensoren, wobei wenigstens
einer in zwei zueinander orthogonalen Richtungen verschiebbar ist oder der eine Sensor
in eine erste Richtung verschiebbar ist und der zweite Sensor in eine zweite Richtung,
die orthogonal zur ersten Richtung ist, verschiebbar ist. Zwei Sensoren beschleunigen
das Verfahren beträchtlich, da beispielsweise der erste Sensor den Abstand in y-Richtung
in Verfahrensschritt c) ermitteln kann während der zweite Sensor die Höhe der Motorhaube
in Verfahrensschritt d) ermitteln kann.
[0033] Das bewegliche Bedienterminal ist dazu ausgebildet, dass seine Position relativ zum
Fahrzeug automatisiert verändert werden kann. Beispielsweis kann das Bedienterminal
an einem Roboterarm aufgehängt sein. Der Roboterarm kann beispielsweise mehrere Gelenke
umfassen, so dass durch Veränderung der Gelenkwinkel sich die Position des Bedienterminals
ändert. Alternativ oder zusätzlich kann das Bedienterminal einen höhenverstellbaren
Standfuß umfassen, der auf einer Schiene automatisiert verfahren werden kann. Weiter
alternativ oder zusätzlich kann das Bedienterminal über Räder verfügen.
[0034] Die Steuereinheit der Vorrichtung steuert nicht nur die Bewegung des Bedienterminals
sondern auch die Bewegung des verschiebbaren Sensors. Insbesondere loggt die Steuereinheit
die aktuelle Position des Sensors und des Bedienterminals mit. Des Weiteren verarbeitet
die Steuereinheit den vom Sensor ermittelten Abstand und generiert auf dessen Basis
Steuerbefehle für den Sensor und/oder das Bedienterminal.
[0035] Weiter bevorzugt kann die Vorrichtung einen Waagesensors umfassen, der dazu ausgestaltet
ist einen Druck, eine Kraft und/oder ein Gewicht zu erfassen. Bevorzugt ist der Waagesensor
im Bereich neben dem Bedienterminal und/oder im Bereich neben der Abstandssensorvorrichtung
angebracht. Weiter bevorzugt ist der Waagesensors am Boden der Fahrbahn angebracht.
Bevorzugt verarbeitet die Steuereinheit auch Signale vom Waagesensor.
[0036] Bevorzugt kann die Vorrichtung eine Stoppeinrichtung, eine Haltelinie und/oder eine
Schranke umfassen. Insbesondere ist die Stoppeinrichtung, die Haltelinie und/oder
die Schranke derart angebracht, dass aufgrund der Stoppeinrichtung, der Haltelinie
und/oder der Schranke das Fahrzeug neben der Abstandsensorvorrichtung und/oder neben
dem Bedienterminal zum Stehen kommt.
[0037] Weiter bevorzugt kann die Vorrichtung eine Kamera umfassen. Die Kamera ist derart
ausgebildet, dass sie automatisiert ein Kamerabild von der in Schritt f) ermittelten
Bedienposition aufnehmen kann. Bevorzugt ist die Kamera also mit der Steuereinheit
kommunikationstechnisch verbunden.
[0038] Weiter bevorzugt kann die Vorrichtung mit einer optischen Kennzeichenerkennung gekoppelt
sein.
[0039] Weiter bevorzugt kann die Vorrichtung mit einer Datenbank in Verbindung stehen.
[0040] Weiter bevorzugt kann die Vorrichtung mit einer automatischen Einlassvorrichtung
verbunden sein.
[0041] Nachfolgend wird die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen weiter beschrieben. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Draufsicht auf ein Fahrzeug und eine Vorrichtung zur Durchführung
eines Verfahrens zum Verschieben eines beweglichen Bedienterminals, zwecks Bedienung
durch einen Fahrer in dem Fahrzeug, gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der
Erfindung, und
- Fig. 2
- eine schematische Seitenansicht des Fahrzeuges und der Vorrichtung aus Figur 1.
[0042] Figuren 1 zeigt ein Fahrzeug 10 sowie eine Vorrichtung 12 zur Durchführung eines
Verfahrens zum Verschieben eines beweglichen Bedienterminals 14, zwecks Bedienung
durch einen Fahrer in dem Fahrzeug 10, wobei Figur 1 eine Draufsicht dargestellt ist.
Figur 2 zeigt eine Seitenansicht des Fahrzeuges 10 aus Figur 1, wobei zwecks Übersichtlichkeit
die Vorrichtung 12 in Figur 2 nicht dargestellt ist. Die Vorrichtung 12 umfasst in
diesem Ausführungsbeispiel das bewegliche Bedienterminal 14, eine Abstandssensorvorrichtung
16, eine Steuereinheit 18, sowie eine Haltelinie 20. Die Abstandssensorvorrichtung
16 umfasst einen in zwei zueinander orthogonale Richtungen verschiebbaren Sensor 22,
der dazu ausgestaltet ist, einen Abstand in eine Richtung zu ermitteln, die orthogonal
zu den zwei Richtung ist, in die der Sensor 22 verschiebbar ist. In diesem bevorzugten
Ausführungsbeispiel ist der Sensor in x-Richtung 24 sowie in z-Richtung 26 verschiebbar
und ermittelt einen Abstand in y-Richtung 28. Dass der Sensor 22 in x-Richtung 24
sowie in z-Richtung 26 verschiebbar ist bedeutet insbesondere auch, dass der Sensor
22 in minus-z-Richtung sowie in minus-x-Richtung 40 verschiebbar ist. Das bewegliche
Bedienterminal 14 kann mittels eines Roboterarmes 30 automatisiert von einer Startposition
32 in eine Bedienposition 34 verschwenkt werden.
[0043] Im Folgenden werden die Schritte des Verfahrens zum Verschieben des beweglichen Bedienterminals
14, zwecks Bedienung durch den Fahrer in dem Fahrzeug 10 mit Bezugnahme auf die Figuren
1 und 2 erläutert.
[0044] In einem ersten Schritt A) wird das Bedienterminal 14 in der Startposition 32 bereitgestellt.
Die Startposition 32 ist derart, dass sich das Bedienterminal 14 vom Straßenrand zurückversetzt
ist. In Figur 1 ist das Bedienterminal 14 in der Startposition 32 gestrichelt dargestellt.
[0045] In einem weiteren Schritt B) wird die Anwesenheit des Fahrzeuges 10 erkannt. Im hier
bevorzugten Ausführungsbeispiel wird dieser Schritt mittels des Sensors 22 der Abstandssensorvorrichtung
16 durchgeführt. Der Sensor misst einen Abstand in y-Richtung 28. Bevor das Fahrzeug
10 vor der Haltelinie 20 war (nicht dargestellt), wurde vom Sensor ein Abstand ermittelt,
der größer als 3 m ist. Durch das Heranfahren des Fahrzeuges 10 an die Haltelinie
10 hat sich der vom Sensor 22 ermittelte Abstand verringert. Der Sensor 22 hat für
länger als 2 Sekunden einen Abstand, der geringer als 1,5 m ist, registriert und so
die Anwesenheit des Fahrzeuges 10 erkannt.
[0046] In weiteren Schritten wird die Bedienposition 34 des beweglichen Bedienterminals
14 ermittelt. Hierfür wird vom Sensor 22 ein Abstand in y-Richtung 28, also der Abstand
29 vom Sensor 22 zur Fahrzeugseite bestimmt. Im hier gezeigten Ausführungsbeispiel
sei dieser Abstand 29 auf 1,2 m bestimmt worden.
[0047] In einem weiteren Schritt wird eine Höhe 31 einer Motorhaube 36 des Fahrzeuges 10
bestimmt. Hierfür wird der Sensor 22, während der Sensor 22 den Abstand in y-Richtung
28 misst, in z-Richtung 26 verschoben. Die Messpunkte, die der Sensor 22 dabei abtastet,
sind besonders gut in Figur 2 zu erkennen. Sobald der Sensor 22 die Oberkannte der
Motorhaube 36 erreicht hat, vergrößert sich der vom Sensor 22 bestimmt Abstand in
y-Richtung 28 stark.
[0048] Da die aktuelle Höhe, in der sich der Sensor 22 während des Verschiebens befindet,
bekannt ist, kann derart die Höhe 31 der Motorhaube 36 bestimmt werden. Im hier gezeigten
Ausführungsbeispiel wird dies derart umgesetzt, dass wenn der Sensor 22 während des
Verschiebens in z-Richtung 26 einen Abstand in y-Richtung 28 ermittelt, der größer
als 1,5 m ist, die aktuelle Höhe des Sensors 22 der Höhe 31 der Motorhaube 36 entspricht.
[0049] In einem weiteren Schritt wird eine x-Position 39 einer A-Säule 38 des Fahrzeuges
10 bestimmt. Hierfür wird der Sensor 22, während der Sensor 22 den Abstand in y-Richtung
28 misst, in minus-x-Richtung 40, also entgegen der x-Richtung 24 verschoben. Der
Sensor 22 befindet sich dabei 10 cm über der ermittelten Höhe 31 der Motorhaube 36.
Die Messpunkte, die der Sensor 22 dabei abtastet, sind ebenfalls besonders gut in
Figur 2 zu erkennen. Sobald der Sensor 22 nun die A-Säule 38 erreicht hat verringert
sich der vom Sensor 22 bestimmt Abstand in y-Richtung 28 stark.
[0050] Da die aktuelle x-Position in der sich der Sensor 22 während des Verschiebens befindet,
bekannt ist, kann derart die x-Position 39 der A-Säule 38 bestimmt werden. Im hier
gezeigten Ausführungsbeispiel wird dies derart umgesetzt, dass wenn der Sensor 22
während des Verschiebens in minus-x-Richtung 40 einen Abstand in y-Richtung 28 ermittelt,
der kleiner als 1,5 m ist, die aktuelle x-Position des Sensors 22 der x-Position 39
der A-Säule 38 entspricht.
[0051] In einem weiteren Schritt wird die Bedienposition 34 ermittelt, indem vom ermittelten
Abstand 29 in y-Richtung 26 ein vordefinierter y-Abstandswert 42 abgezogen wird, zur
ermittelten Höhe 31 der Motorhaube 36 ein vordefinierten z-Abstandswerte addiert wird,
und zur ermittelten x-Position 39 der A-Säule 38 ein vordefinierter x-Abstandswert
46 addiert wird.
[0052] In einem weiteren Schritt wird das Bedienterminal 14 automatisiert in die Bedienposition
32 verschwenkt. Die Bedienposition 32 entspricht dabei der Position einer Mitte eines
Bediendisplays des Bedienterminals. Der Fahrer des Fahrzeuges 10 kann nun komfortabel
vom Fahrzeug aus das Bedienterminal 14 bedienen.
[0053] Nachdem der Fahrer die Bedienung des Bedienterminals 14 abgeschlossen hat wird vom
Verfahren in einem weiteren Schritt die Abwesenheit des Fahrzeuges 10 erkannt. Im
vorliegenden Ausführungsbeispiel wird die Abwesenheit des Fahrzeuges 10 auf Basis
des Bedienvorganges am Bedienterminal 14 erkannt. Der Fahrer hat seinen Bedienvorgang
durch Bestätigen der OK-Taste beendet.
[0054] Daraufhin wird in einem weiteren Schritt das Bedienterminal 14 in die Startposition
32 zurückgeschwenkt, um einem eventuell nachfolgenden Fahrzeug das Heranfahren zu
erleichtern.
[0055] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens, kann es vorteilhaft sein, dass
zusätzlich das Autokennzeichen eines Fahrzeuges 10 optisch erkannt wird, in einem
Datenspeicher abgelegt wird und mittels einer Datenbank abfragbar ist, ob dieses Kennzeichen
hinterlegt ist und welche Dienstleistungen und/oder Produkte zu diesem Kennzeichen
hinterlegt sind. Dies hat den Vorteil, dass der Autofahrer seine Dienste und/oder
Produkte über das Internet buchen kann und diese seinem Fahrzeug 10 über das Autokennzeichen
zugeordnet werden.
[0056] Beispielsweise kann dem Autofahrer im Display des Bedienterminals 14 der Vorrichtung
12 angezeigt werden, welche Produkte und Dienstleistungen er ausgewählt hat. Wenn
ein Produkt hinterlegt ist, kann der Fahrer dieses angebotene Produkt am Bedienterminal
14 bestätigen, weitere und/oder Dienstleistungen auswählen bzw. bestätigen (Opt-IN),
oder ändern (Opt-Out). Das bewegen/weiterfahren des Fahrzeug 10 vom Bedienterminal
14 kann beispielsweise als Bestätigung der gebuchten Produkte und/oder Dienstleistungen
gelten und ggf. einen Rechnungsbeleg erzeugen. Alternativ können die Produkte und/oder
Dienstleistungen auf dem Display des Bedienteils 12 nach Bestätigung des Fahrers als
gebucht angezeigt werden, und/oder wenn das Fahrzeug 10 nicht mehr vom Sensor erfasst
wird und die Abwesenheit/Durchfahrt des Fahrzeuges 10 durch entsprechende Sensoren
bestätigt wird.
[0057] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens, kann es vorteilhaft sein, dass
beispielsweise über das Kennzeichen des Fahrzeuges 10 die Produkte und/oder Dienstleistungen
über das Internet gebucht werden, so dass eine personenbezogene Eingangskontrolle
entfällt und der Zugang für das Fahrzeug, beispielsweise zu einer Waschanlage, automatisch
über die Erkennung des Kennzeichens erfolgt, und die gebuchten Produkte und/oder Dienstleistungen
mittels der Vorrichtung 12 dem jeweiligen Fahrzeugt 10 zugeordnet werden bzw. zur
Anwendung gebracht werden.
[0058] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens, kann vorzugsweise über die
Kennung des Nummernschilds eines Fahrzeuges 10, welches in einer Datenbank hinterlegt
ist und wobei diese Datenbank in Kontakt mit der Vorrichtung 12 steht, eine über das
Bedienterminal 14 und/oder über das Internet erfolgte Auswahl von Produkt/en und/oder
Dienstleistungen diesem Fahrzeug automatisch, zur nachfolgenden Prozessierung, zugeordnet
werden.
[0059] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens, kann über die Kennung
des Nummernschilds eines Fahrzeuges 10 die Vorrichtung 14 eine Einlasskontrolle für
das Fahrzeug 10 steuern.
Bezugszeichenliste
[0060]
- 10
- Fahrzeug
- 12
- Vorrichtung
- 14
- Bedienterminal
- 16
- Ab standssensorvorrichtung
- 18
- Steuereinheit
- 20
- Haltelinie
- 22
- Sensor
- 24
- x-Richtung
- 26
- z-Richtung
- 28
- y-Richtung
- 29
- Abstand zwischen Sensor und Fahrzeugseite
- 30
- Roboterarm
- 31
- Höhe der Motorhaube
- 32
- Startposition
- 34
- Bedienposition
- 36
- Motorhaube
- 38
- A-Säule
- 39
- x-Position
- 40
- minus-x-Richtung
- 42
- vordefinierte y-Abstandswert
- 44
- vordefinierte z-Abstandswert
- 46
- vordefinierte x-Abstandswert
1. Verfahren zum Ermitteln einer Bedienposition (34) eines beweglichen Bedienterminals
(14), zwecks Bedienung durch einen Fahrer in einem Fahrzeug (10), umfassend die folgenden
Verfahrensschritte:
a) Bereitstellen einer Abstandssensorvorrichtung (16) an einem Koordinatenursprung
eines kartesischen Koordinatensystems mit x-, y- und z-Richtung (24, 28, 26), wobei
die Abstandssensorvorrichtung (16) einen in x- und z-Richtung (24, 26) verschiebbaren
Sensor (22) umfasst, der dazu ausgestaltet ist einen Abstand in y-Richtung (28) zu
ermitteln,
b) Bereitstellen des Fahrzeuges (10) mit einer Fahrerseite in einem Abstand (29) in
y-Richtung (28) zur Abstandssensorvorrichtung (16),
c) Ermitteln des Abstands (29) in y-Richtung (28),
d) Ermitteln einer Höhe (31) einer Motorhaube (36) des Fahrzeuges (10) durch Ermitteln
des Abstands in y-Richtung (28) während eines Verschiebens des Sensors (22) in z-Richtung
(26) und ein Erkennen einer Änderung des ermittelten Abstandes,
e) Ermitteln einer x-Position (39) einer A-Säule (38) des Fahrzeuges (10) durch Ermitteln
des Abstands in y-Richtung (28) während eines Verschiebens des Sensors (22) in minus-x-Richtung
(40) und ein Erkennen einer Änderung des ermittelten Abstandes unter Berücksichtigung
der ermittelten Höhe (31) der Motorhaube (36),
f) Ermitteln der Bedienposition (34) durch Abziehen eines vordefinierten y-Abstandswertes
(42) vom in Schritt c) ermittelten Abstand (29) in y-Richtung (28), durch Addieren
eines vordefinierten z-Abstandswertes (44) zu der in Schritt d) ermittelten Höhe (31)
der Motorhaube (36), und durch Addieren eines vordefinierten x-Abstandswertes (46)
zu der in Schritt e) ermittelten x-Position (39) der A-Säule (38),
wobei die Schritte c) bis f) mittels der Abstandsensorvorrichtung (16) automatisiert
durchgeführt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Bereitstellen des Fahrzeuges (10) mit einer Fahrerseite
in einem Abstand (29) in y-Richtung (28) zur Abstandssensorvorrichtung (16) ein Bereitstellen
des Fahrzeuges (10) an einer Haltelinie (20), einer Stoppeinrichtung und/oder einer
Schranke umfasst.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Bereitstellen einer Abstandssensorvorrichtung
(16) ein Bereitstellen der Abstandssensorvorrichtung (16) an einer Seite einer Straße
in einem Bereich vor der Haltelinie (20), der Stoppeinrichtung und/oder der Schranke
umfasst.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Verfahren zusätzlich
den folgenden Schritt umfasst: g) Feinjustieren der Bedienposition (34), durch Aufnahme
eines Kamerabildes an der ermittelten Bedienposition (34), Erkennen einer Position
des Fahrers auf dem Kamerabild mittels Bilderkennungsalgorithmen, und Anpassen der
ermittelten Bedienposition (34) auf Basis der erkannten Position des Fahrers.
5. Verfahren zum Verschieben eines beweglichen Bedienterminals (14), zwecks Bedienung
durch einen Fahrer in einem Fahrzeug (10), umfassend die folgenden Verfahrensschritte:
A) Bereitstellen des Bedienterminals (14) in einer Startposition (32),
B) Erkennen der Anwesenheit des Fahrzeuges (10),
C) Ermitteln der Bedienposition (34) des beweglichen Bedienterminals (14) durch das
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
D) automatisiertes Verfahren, Verschwenken und/oder Verschieben des Bedienterminals
(14) in die ermittelte Bedienposition (34),
E) Erkennen der Abwesenheit des Fahrzeuges (10),
F) automatisiertes Verfahren, Verschwenken und/oder Verschieben des Bedienterminals
(14) in die Startposition (32).
6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei das Erkennen der Anwesenheit und/oder das Erkennen
der Abwesenheit des Fahrzeuges (10) ein Ermitteln des Abstandes (29) in y-Richtung
(28) mittels des Sensors (22) der Abstandssensorvorrichtung (16) und ein Vergleichen
des gemessenen Abstandes mit einem Grenzwert umfasst.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, wobei das Erkennen der Anwesenheit und/oder das
Erkennen der Abwesenheit des Fahrzeuges (10) ein Ermitteln eines Druckes, einer Kraft
und/oder eines Gewichtes mittels eines Waagesensors umfasst.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei das Bereitstellen des Bedienterminals
(14) in einer Startposition (32) ein Bereitstellen des Bedienterminals (14) derart
umfasst, dass das Fahrzeug (10) auf im Wesentlichen direktem Weg zu einer Haltelinie
(20), einer Stoppeinrichtung und/oder einer Schranke fahren kann.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 8, wobei über die Kennung des Nummernschilds
eines Fahrzeuges (10), welches in einer Datenbank hinterlegt ist und diese in Kontakt
mit der Vorrichtung (12) steht, eine über das Bedienterminal (14) und/oder über das
Internet erfolgte Auswahl von Produkt/en und/oder Dienstleistungen diesem Fahrzeug
automatisch, zur nachfolgenden Prozessierung, zugeordnet wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 9, wobei über die Kennung des Nummernschilds
eines Fahrzeuges (10) die Vorrichtung (14) eine Einlasskontrolle für das Fahrzeug
(10) steuert.
11. Vorrichtung (12) zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10
umfassend eine Abstandssensorvorrichtung (16), eine Steuereinheit (18) und ein bewegliches
Bedienterminal (14), wobei die Abstandssensorvorrichtung (16) einen in zwei zueinander
orthogonalen Richtungen (24, 26) verschiebbaren Sensor (22) umfasst, und wobei der
Sensor (22) dazu ausgestaltet ist einen Abstand in eine Richtung (28) zu ermitteln,
die orthogonal zu den zwei Richtung (24, 26) ist, in die der Sensor (22) verschiebbar
ist, wobei das bewegliche Bedienterminal (14) automatisiert von einer Startposition
(32) in eine Bedienposition (34) verfahrbar, verschwenkbar und/oder verschiebbar ist
und wobei die Steuereinheit (18) zur Durchführung des Verfahrens hergerichtet ist.
12. Vorrichtung (12) nach Anspruch 11, wobei die Vorrichtung (12) mit einer optischen
Kennzeichenerkennung gekoppelt ist.
13. Vorrichtung (12) nach Anspruch 11 oder 12, wobei die Vorrichtung (12) mit einer Datenbank
in Verbindung steht.
14. Vorrichtung (12) nach einem der Ansprüche 11 bis 13, wobei die Vorrichtung (12) mit
einer automatischen Einlassvorrichtung verbunden ist.