[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Dekorfolie.
[0002] Weiters betrifft die Erfindung eine Dekorfolie mit zumindest einer Trägerfolie und
zumindest einer Dekorschicht.
[0003] Bei der Herstellung von Dekorfolien, welche den Eindruck einer gebürsteten Oberfläche,
insbesondere gebürsteten metallischen Oberfläche in Edelstahloptik, vermitteln sollen,
wird üblicherweise eine Folie gebürstet und anschließend mit einer metallischen Schicht
beschichtet. Derartige Dekorfolien werden üblicherweise im Automobilbau, in der Architektur,
im Möbelbau und für elektrische Geräte, Kühlschränke, Toaster, (tragbare) Elektrogeräte,
Wandpaneele etc. verwendet, um den Eindruck einer gebürsteten metallischen Oberfläche
zu erzeugen. Hierzu werden die Folien auf jene Oberfläche der entsprechenden Gegenstände
aufgeklebt, die den Eindruck einer gebürsteten Metalloberfläche aufweisen sollen.
[0004] Eine Folie und ein Verfahren der eingangsgenannten Art sind beispielsweise aus der
WO 2007054343 A2 bekannt geworden. Nachteilig an den bekannten Verfahren ist, dass sie relativ aufwendig
und kostenintensiv sind.
[0005] Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung die Nachteile des Stands der Technik zu überwinden
und die Herstellung von Dekorfolien mit einer metallischen und gebürsteten Oberfläche
zu vereinfachen.
[0006] Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren der eingangsgenannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass es zumindest folgende mit oder ohne Zwischenschritte ausgeführte
Schritte umfasst,
- i) Bereitstellen einer Trägerfolie und
- ii) Aufdrucken zumindest einer, ein Bürstmuster einer gebürsteten Oberfläche aufweisenden
Dekorschicht mittels eines Druckverfahrens auf die Trägerfolie, insbesondere direkt
auf die Trägerfolie.
[0007] Durch die erfindungsgemäße Lösung wird die Herstellung von Folien, welche eine gebürstete
Oberfläche aufweisen, wesentlich vereinfacht, da ein eigener von einem Beschichten
der Folie getrennter Schritt des Bürstens der Folie entfällt.
[0008] Um den Eindruck einer gebürsteten metallischen Oberfläche zu erzeugen, kann zum Aufdrucken
der Dekorschicht zumindest eine, metallische Pigmente, insbesondere AI und/oder Cu
und/oder Ag und/oder Au und/oder Ni und/oder Cr und/oder Pt und/oder Pd und/oder TiO
2 und/oder Cr-Oxide und/oder ZnS und/oder ITO und/oder Bi-Oxid und/oder ATO und/oder
FTO und/oder ZnO und/oder AI
2O
3 und/oder Zn-Chromat und/oder Fe-Oxide und/oder CuO, enthaltende Tinte oder zumindest
ein, metallische Pigmente, insbesondere AI und/oder Cu und/oder Ag und/oder Au und/oder
Ni und/oder Cr und/oder Pt und/oder Pd und/oder TiO
2 und/oder Cr-Oxide und/oder ZnS und/oder ITO und/oder Bi-Oxid und/oder ATO und/oder
FTO und/oder ZnO und/oder AI
2O
3 und/oder Zn-Chromat und/oder Fe-Oxide und/oder CuO und/oder farbkippende Interferenzpigmente
und/oder SiO
2 Pigmente enthaltender Lack verwendet werden.
[0009] Gemäß einer Variante der Erfindung kann anstelle der Verwendung eines Lacks oder
einer Tinte zum Aufdrucken der Dekorschicht in Schritt ii) die Dekorschicht durch
Aufdrucken zumindest einer in flüssiger Form vorliegenden Metalllegierung oder zumindest
eines in flüssiger Form vorliegenden Metalls, insbesondere AI und/oder Cu und/oder
Ag und/oder Au und/oder Ni und/oder Cr und/oder Pt und/oder Pd und/oder TiO
2 und/oder Cr-Oxide und/oder ZnS und/oder ITO und/oder Bi-Oxid und/oder ATO und/oder
FTO und/oder ZnO und/oder AI
2O
3 und/oder Zn-Chromat und/oder Fe-Oxide und/oder CuO hergestellt werden.
[0010] Um eine Befestigung der Dekorfolie auf einem beliebigen Gegenstand bzw. Substrat
zu erleichtern, kann die Trägerfolie zwischen Schritt i) und Schritt ii) oder nach
Schritt ii) auf einer der Dekorschicht gegenüberliegenden Oberfläche mit einer Siegelschicht
beschichtet werden, sodass die Trägerfolie zwischen der Dekorschicht und der Siegelschicht
zu liegen kommt, oder dass die Dekorschicht mit einer Siegelschicht beschichtet wird,
oder dass die Dekorschicht selbst die Siegelschicht bildet.
[0011] An dieser Stelle sei daraufhingewiesen, dass unter "Beschichten" in diesem Dokument
sowohl ein mittelbares als auch ein unmittelbares Beschichten verstanden wird. In
diesem Sinne bedeutet in dem gesamten Dokument "eine erste Schicht ist mit einer zweiten
Schicht beschichtet" sowohl, dass die zweite Schicht direkt und unmittelbar auf der
ersten Schicht ohne Zwischenschicht aufgebracht ist und an dieser anliegt, als auch,
dass zwischen der ersten Schicht und der zweiten Schicht Zwischenschichten, beispielsweise
in Form von Haftvermittlern, etc., angeordnet sein können.
[0012] Die Funktion der Siegelschicht besteht bevorzugt darin, Unebenheiten des Substrates,
auf welches die Dekorfolie aufgebracht wird auszugleichen. Besonders bevorzugt handelt
es sich bei der Siegelschicht um ein fugenfüllendes Material. Zum Verkleben der erfindungsgemäßen
Dekorfolie mit der Oberfläche eines Substrats, beispielsweise einer Möbelfront, etc.
kann noch zusätzlich eine Klebeschicht auf die Siegelschicht aufgebracht werden.
[0013] Abhängig von der Oberfläche des Substrates kann die Siegelschicht selbst schon an
der Substratoberfläche kleben bzw. dauerhaft haften, ohne dass hierfür ein weiterer
Kleber zum Einsatz kommen muss. So kann beispielsweise bei Substraten mit einer Oberfläche
aus Kunststoff auf einen Kleber verzichtet werden, während bei Metalloberflächen die
Verwendung eines zusätzlichen Klebers vorteilhaft ist.
[0014] Um die Dekorfolie vor mechanischen Beschädigungen zu schützen, kann auf zumindest
eine Seite der Dekorfolie als eine äußerste Schicht der Dekorfolie eine Schutzschicht
aus einem Klarlack, insbesondere aus einem UV-härtenden Klarlack aufgebracht werden,
bevorzugt wird die Dekorschicht mit dem Klarlack beschichtet. Die Seite, auf welcher
der Schutzlack aufgebracht wird, wird hierbei so gewählt, dass die Schutzschicht bei
der applizierten Dekorfolie außen liegt. Bevorzugt weist der Klarlack eine hohe Kratzfestigkeit
auf. Der UV-härtende Lack kann beispielsweise ein radikalisch polymerisierbarer UV-Lack
auf Basis von Acrylmonomeren sein.
[0015] Qualitativ besonders hochwertige Oberflächen, die von einer tatsächlich gebürsteten
Oberfläche nicht unterscheidbar sind, lassen sich dadurch realisieren, dass die Dekorschicht
mittels zumindest eines ein Druckraster mit einer eingeprägten Bürststruktur aufweisenden
Druckzylinders auf die Trägerfolie aufgedruckt wird, wobei eine Negativstruktur der
eingeprägten Bürststruktur in die Dekorschicht übertragen wird.
[0016] Vorteilhafterweise besteht die in Schritt i) bereitgestellte Trägerfolie aus einem
oder mehreren Materialien ausgewählt aus der Gruppe Polyimid (PI), Polypropylen (PP),
monoaxial orientiertem Polypropylen (MOPP), biaxial orientierten Polypropylen (BOPP),
Polyethylen (PE), Polyphenylensulfid (PPS), Polyetheretherketon (PEEK) Polyetherketon
(PEK), Polyethylenimid (PEI), Polysulfon (PSU), Polyaryletherketon (PAEK), Polyethylennaphthalat
(PEN), flüssigkristalline Polymere (LCP), Polyester, Polybutylenterephthalat (PBT),
Polyethylenterephthalat (PET), Polyamid (PA), Polycarbonat (PC), Cycloolefincopolymere
(COC), Polyoximethylen (POM), Acrylnitril-butadien-styrol (ABS), Polyvinylchlorid
(PVC) Ethylentetrafluorethylen (ETFE), Polytetrafluorethylen (PTFE), Polyvinylfluorid
(PVF), Polyvinylidenfluorid (PVDF) und/oder Ethylen-Tetrafluorethylen-Hexafluorpropylen-Fluorterpolymer
(EFEP).
[0017] Die oben genannte Aufgabe kann auch mit einer Dekorfolie der eingangsgenannten Art
erfindungsgemäß dadurch gelöst werden, dass die Dekorfolie insbesondere nach einem
der Ansprüche 1 bis 7 hergestellt ist und die zumindest eine Dekorschicht ein Bürstmuster
einer gebürsteten Oberfläche aufweist und das Bürstmuster und die Dekorschicht auf
die Trägerfolie aufgedruckt sind, insbesondere direkt auf die Trägerfolie aufgedruckt
sind.
[0018] Gemäß einer Variante der Erfindung kann die Dekorschicht aus zumindest einer, metallische
Pigmente, insbesondere AI und/oder Cu und/oder Ag und/oder Au und/oder Ni und/oder
Cr und/oder Pt und/oder Pd und/oder TiO
2 und/oder Cr-Oxide und/oder ZnS und/oder ITO und/oder Bi-Oxid und/oder ATO und/oder
FTO und/oder ZnO und/oder AI
2O
3 und/oder Zn-Chromat und/oder Fe-Oxide und/oder CuO, enthaltenden Tinte oder aus zumindest
einem, metallische Pigmente, insbesondere AI und/oder Cu und/oder Ag und/oder Au und/oder
Ni und/oder Cr und/oder Pt und/oder Pd und/oder TiO
2 und/oder Cr-Oxide und/oder ZnS und/oder ITO und/oder Bi-Oxid und/oder ATO und/oder
FTO und/oder ZnO und/oder AI
2O
3 und/oder Zn-Chromat und/oder Fe-Oxide und/oder CuO und/oder farbkippende Interferenzpigmente
und/oder SiO
2 Pigmente, enthaltenden Lack hergestellt sein.
[0019] Alternativ kann die Dekorschicht aus aus zumindest einer Metalllegierung oder zumindest
einem Metall, insbesondere AI und/oder Cu und/oder Ag und/oder Au und/oder Ni und/oder
Cr und/oder Pt und/oder Pd und/oder TiO
2 und/oder Cr-Oxide und/oder ZnS und/oder ITO und/oder Bi-Oxid und/oder ATO und/oder
FTO und/oder ZnO und/oder AI2O
3 und/oder Zn-Chromat und/oder Fe-Oxide und/oder CuO hergestellt sein.
[0020] Die Trägerfolie der erfindungsgemäßen Dekorfolie kann aus einem oder mehreren Materialien
ausgewählt aus der Gruppe Polyimid (PI), Polypropylen (PP), monoaxial orientiertem
Polypropylen (MOPP), biaxial orientierten Polypropylen (BOPP), Polyethylen (PE), Polyphenylensulfid
(PPS), Polyetheretherketon (PEEK) Polyetherketon (PEK), Polyethylenimid (PEI), Polysulfon
(PSU), Polyaryletherketon (PAEK), Polyethylennaphthalat (PEN), flüssigkristalline
Polymere (LCP), Polyester, Polybutylenterephthalat (PBT , Polyethylenterephthalat
(PET), Polyamid (PA), Polycarbonat (PC), Cycloolefincopolymere (COC), Polyoximethylen
(POM), Acrylnitril-butadien-styrol (ABS), Polyvinylchlorid (PVC), Ethylentetrafluorethylen
(ETFE), Polytetrafluorethylen (PTFE), Polyvinylfluorid (PVF), Polyvinylidenfluorid
(PVDF) und/oder Ethylen-Tetrafluorethylen-Hexafluorpropylen-Fluorterpolymer (EFEP)
bestehen. Weiters kann eine äußerste Schicht der Dekorfolie durch eine Schutzschicht
aus einem Klarlack, insbesondere aus einem UV-gehärteten Klarlack, gebildet sein,
wobei die Schutzschicht bevorzugt auf die Dekorschicht aufgebracht ist.
[0021] Zudem kann die Trägerfolie an einer der Dekorschicht gegenüberliegenden Oberfläche
mit einer Siegelschicht beschichtet sein, sodass die Trägerfolie zwischen der Dekorschicht
und der Siegelschicht angeordnet ist, oder dass die Dekorschicht mit der Siegelschicht
beschichtet ist, oder dass die Dekorschicht selbst die Siegelschicht bildet.
[0022] Die Siegelschicht kann aus Polymeren hergestellt sein, beispielsweise, Copolyester,
Harze auf Basis von Acrylat,- Urethan- und Epoxidgruppen, Si-modifizierten Bindemittel,
Polyolefinen etc.
[0023] Vorteilhafterweise kann die Siegelschicht aus einem Kunststoff, insbesondere aus
einem duroplastischen, elastomeren und/oder thermoplastischen Kunststoff gebildet
sein.
[0024] Gemäß einer vorteilhaften Variante der Erfindung kann die Trägerfolie eine Dicke
zwischen 5 - 700 µm, bevorzugt 5 - 200 µm, besonders bevorzugt 5 - 125 µm, insbesondere
10 -75 µm aufweisen.
[0025] Günstigerweise kann die Dekorschicht eine Schichtdicke zwischen 5 nm bis 100 µm,
insbesondere zwischen 5 nm und 50 µm, bevorzugt zwischen 5 nm und 30 µm, besonders
bevorzugt zwischen 100 nm und 20 µm, aufweisen.
[0026] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann die Schutzschicht eine Schichtdicke
zwischen 0,5 µm bis 100 µm, vorzugsweise zwischen 1 µm bis 50 µm, besonders bevorzugt
zwischen 1 µm und 20 µm aufweisen.
[0027] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
[0028] Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- Einen Schichtaufbau einer erfindungsgemäßen Dekorfolie.
[0029] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0030] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen,
dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mitumfassen, z.B. ist die Angabe
1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze
1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereiche beginnen
mit einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10
oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1, oder 5,5 bis 10.
[0031] Gemäß Fig. 1 wird bei einem Verfahren zur Herstellung einer Dekorfolie 1 in einem
Schritt i) eine Trägerfolie 2 bereitgestellt. In einem Schritt ii) wird dann eine
Dekorschicht 3 mit einem Bürstmuster einer gebürsteten Oberfläche mittels eines Druckverfahrens
auf die Trägerfolie 2 aufgedruckt. Besonders bevorzugt wird die Dekorschicht direkt
auf die Trägerfolie 2 aufgedruckt. Vor dem Bedrucken der Trägerfolie 2 kann diese
auch vorbehandelt werden, beispielsweise indem eine Schicht aus einem Haftvermittler
aufgebracht wird.
[0032] Die Dekorschicht 3 wird bevorzugt mittels eines ein Druckraster mit einer eingeprägten
Bürststruktur aufweisenden Druckzylinders auf die Trägerfolie 2 aufgedruckt. Hierbei
wird eine Negativstruktur der in die Mantelfläche des Druckzylinders eingeprägten,
beispielsweise eingravierten, Bürststruktur in die Dekorschicht 3 übertragen. Hierbei
erfolgt eine Nachstellung einer Bürststruktur mit dem Druckzylinder. Als Druckverfahren
kann beispielsweise ein Tiefdruckverfahren zum Einsatz kommen.
[0033] Die Trägerfolie 2 kann aus einem oder mehreren Materialien ausgewählt aus der Gruppe
Polyimid (PI), Polypropylen (PP), monoaxial orientiertem Polypropylen (MOPP), biaxial
orientierten Polypropylen (BOPP), Polyethylen (PE), Polyphenylensulfid (PPS), Polyetheretherketon
(PEEK) Polyetherketon (PEK), Polyethylenimid (PEI), Polysulfon (PSU), Polyaryletherketon
(PAEK), Polyethylennaphthalat (PEN), flüssigkristalline Polymere (LCP), Polyester,
Polybutylenterephthalat (PBT), Polyethylenterephthalat (PET), Polyamid (PA), Polycarbonat
(PC), Cycloolefincopolymere (COC), Polyoximethylen (POM), Acrylnitril-butadien-styrol
(ABS), Polyvinylchlorid (PVC) Ethylentetrafluorethylen (ETFE), Polytetrafluorethylen
(PTFE), Polyvinylfluorid (PVF), Polyvinylidenfluorid (PVDF) und/oder Ethylen-Tetrafluorethylen-Hexafluorpropylen-Fluorterpolymer
(EFEP) bestehen.
[0034] Zum Aufdrucken der Dekorschicht 3 auf die Trägerfolie kann zumindest eine, metallische
Pigmente, insbesondere AI und/oder Cu und/oder Ag und/oder Au und/oder Ni und/oder
Cr und/oder Pt und/oder Pd und/oder TiO
2 und/oder Cr-Oxide und/oder ZnS und/oder ITO und/oder Bi-Oxid und/oder ATO und/oder
FTO und/oder ZnO und/oder AI
2O
3 und/oder Zn-Chromat und/oder Fe-Oxide und/oder CuO, enthaltende Tinte oder zumindest
ein, metallische Pigmente, insbesondere AI und/oder Cu und/oder Ag und/oder Au und/oder
Ni und/oder Cr und/oder Pt und/oder Pd und/oder TiO
2 und/oder Cr-Oxide und/oder ZnS und/oder ITO und/oder Bi-Oxid und/oder ATO und/oder
FTO und/oder ZnO und/oder AI
2O
3 und/oder Zn-Chromat und/oder Fe-Oxide und/oder CuO und/oder farbkippende Interferenzpigmente
und/oder SiO
2 Pigmente enthaltender Lack verwendet werden.
[0035] Alternativ kann in Schritt ii) die Dekorschicht 3 durch Aufdrucken zumindest einer
in flüssiger Form vorliegenden Metalllegierung oder zumindest eines in flüssiger Form
vorliegenden Metalls, insbesondere AI und/oder Cu und/oder Ag und/oder Au und/oder
Ni und/oder Cr und/oder Pt und/oder Pd und/oder TiO
2 und/oder Cr-Oxide und/oder ZnS und/oder ITO und/oder Bi-Oxid und/oder ATO und/oder
FTO und/oder ZnO und/oder AI
2O
3 und/oder Zn-Chromat und/oder Fe-Oxide und/oder CuO hergestellt werden.
[0036] Die Dekorschicht 3 kann mit einem Klarlack, insbesondere mit einem UV-härtenden Klarlack,
als Schutzschicht 5 gegen ein Zerkratzen beschichtet werden. Die Schutzschicht 5 kann
direkt auf die Dekorschicht 3 aufgebracht werden. Alternativ können jedoch noch eine
oder mehrere Schichten, beispielsweise ein Haftvermittler, etc., zwischen der Dekorschicht
3 und der Schutzschicht 5 angeordnet werden. Der UV-härtende Lack kann beispielsweise
ein radikalisch polymerisierbarer UV-Lack auf Basis von Acrylmonomeren sein. Die Schutzschicht
5 kann alternativ auch auf einer der Dekorschicht 3 gegenüberliegenden Seite der Trägerfolie
2 angeordnet sein. Die Anordnung der Schutzschicht 5 hängt davon ab, welche Seite
der Dekorfolie 1 in einem montierten Zustand außen liegt und der Oberfläche, auf der
die Dekorfolie 1 angebracht werden soll, abgewandt ist.
[0037] Zwischen Schritt i) und Schritt ii) oder nach Schritt ii) kann Trägerfolie 2 auf
einer der Dekorschicht 3 gegenüberliegenden Oberfläche mit einer Siegelschicht 4 beschichtet
werden. In dem Schichtaufbau der fertiggestellten Dekorfolie 1 kommt die Trägerfolie
2 zwischen der Dekorschicht 3 und der Siegelschicht 4 zu liegen. Alternativ kann die
Siegelschicht 4 aber auch auf der Seite der ein Bürstmuster einer gebürsteten Oberfläche
aufweisenden Dekorschicht 3 aufgebracht sein, wobei die Schutzschicht 5 hierbei auf
der der Dekorschicht 3 gegenüberliegenden Seite der Trägerfolie 2 angeordnet sein
kann. Die Siegelschicht 4 kann aus einem Kunststoff, insbesondere aus einem duroplastischen,
elastomeren und/oder thermoplastischen Kunststoff gebildet sein. Die Dekorschicht
3 selbst kann gemäß einer alternativen Ausführungsform als Siegelschicht 4 ausgebildet
sein und diese ersetzen.
[0038] Auf die Siegelschicht 4 der fertiggestellten Dekorfolie 1 oder auf die Dekorschicht
3 oder auf die Seite der Dekorfolie 1, welche der Dekorschicht 3 abgewandt ist, kann
beispielsweise noch eine Schicht 6 aus einem Farblack oder einem Kleber, beispielsweise
einem gefärbten Kleber zur Verbindung mit einem Substrat 7, d.h. der Oberfläche eines
zu beschichtenden Gegenstandes, aufgebracht sein. Die Schicht 6 kann beispielsweise
aus PVB (Polyvinylbutyral), PVC (Polyvinylchlorid), PU (Polyurethan), Polyester, Melaminharzen,
Epoxidharzen oder unter Einwirkung von elektromagnetischer Strahlung aushärtenden
Systemen wie Acrylaten hergestellt sein. Der pigmentierte Lack der Schicht 6 oder
die Dekorschicht 3 könnte auch die Siegelschicht 4 bilden und diese ersetzen.
[0039] Bei dem in Fig. 1 dargestellten Schichtaufbau kann die Trägerfolie 2 eine Dicke zwischen
5 - 700 µm, bevorzugt 5 - 200 µm, besonders bevorzugt 5 - 125 µm, insbesondere 10-75
µm aufweisen. Die Dekorschicht 3 weist eine Schichtdicke zwischen 5 nm bis 100 µm,
insbesondere zwischen 5 nm und 50 µm, bevorzugt zwischen 5 nm und 30 µm, besonders
bevorzugt zwischen 100 nm und 20 µm, auf. Die Schutzschicht 5 kann hingegen eine Schichtdicke
zwischen 0,5 µm bis 100 µm, vorzugsweise zwischen 1 µm bis 50 µm, besonders bevorzugt
zwischen 1 µm und 20 µm aufweisen während die Siegelschicht 4 bevorzugt Schichtdicken
zwischen 100 nm bis 20 µm aufweist.
[0040] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus Elemente teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert
dargestellt wurden.
Bezugszeichenaufstellung
[0041]
- 1
- Dekorfolie
- 2
- Trägerfolie
- 3
- Dekorschicht
- 4
- Siegelschicht
- 5
- Schutzschicht
- 6
- Klebeschicht
- 7
- Substrat
1. Verfahren zur Herstellung einer Dekorfolie (1),
dadurch gekennzeichnet, dass es zumindest folgende mit oder ohne Zwischenschritte ausgeführte Schritte umfasst,
i) Bereitstellen einer Trägerfolie (2) und
ii) Aufdrucken zumindest einer, ein Bürstmuster einer gebürsteten Oberfläche aufweisenden
Dekorschicht (3) mittels eines Druckverfahrens auf die Trägerfolie (2), insbesondere
direkt auf die Trägerfolie (2).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Aufdrucken der Dekorschicht (3) zumindest eine, metallische Pigmente, insbesondere
AI und/oder Cu und/oder Ag und/oder Au und/oder Ni und/oder Cr und/oder Pt und/oder
Pd und/oder TiO2 und/oder Cr-Oxide und/oder ZnS und/oder ITO und/oder Bi-Oxid und/oder ATO und/oder
FTO und/oder ZnO und/oder AI2O3 und/oder Zn-Chromat und/oder Fe-Oxide und/oder CuO, enthaltende Tinte oder zumindest
ein, metallische Pigmente, insbesondere AI und/oder Cu und/oder Ag und/oder Au und/oder
Ni und/oder Cr und/oder Pt und/oder Pd und/oder TiO2 und/oder Cr-Oxide und/oder ZnS und/oder ITO und/oder Bi-Oxid und/oder ATO und/oder
FTO und/oder ZnO und/oder AI2O3 und/oder Zn-Chromat und/oder Fe-Oxide und/oder CuO und/oder farbkippende Interferenzpigmente
und/oder SiO2 Pigmente enthaltender Lack verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass in Schritt ii) die Dekorschicht (3) durch Aufdrucken zumindest einer in flüssiger
Form vorliegenden Metalllegierung oder zumindest eines in flüssiger Form vorliegenden
Metalls, insbesondere AI und/oder Cu und/oder Ag und/oder Au und/oder Ni und/oder
Cr und/oder Pt und/oder Pd und/oder TiO2 und/oder Cr-Oxide und/oder ZnS und/oder ITO und/oder Bi-Oxid und/oder ATO und/oder
FTO und/oder ZnO und/oder AI2O3 und/oder Zn-Chromat und/oder Fe-Oxide und/oder CuO hergestellt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerfolie (2) zwischen Schritt i) und Schritt ii) oder nach Schritt ii) auf
einer der Dekorschicht (3) gegenüberliegenden Oberfläche mit einer Siegelschicht (4)
beschichtet wird, sodass die Trägerfolie (2) zwischen der Dekorschicht (3) und der
Siegelschicht (4) zu liegen kommt, oder dass die Dekorschicht (3) mit einer Siegelschicht
(4) beschichtet wird, oder dass die Dekorschicht (3) selbst die Siegelschicht bildet.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass auf zumindest eine Seite der Dekorfolie (1) als eine äußerste Schicht der Dekorfolie
(1) eine Schutzschicht (5) aus einem Klarlack, insbesondere aus einem UV-härtenden
Klarlack aufgebracht wird, bevorzugt wird die Dekorschicht (3) mit dem Klarlack, beschichtet.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, dass die Dekorschicht (3) mittels zumindest eines ein Druckraster mit einer eingeprägten
Bürststruktur aufweisenden Druckzylinders auf die Trägerfolie aufgedruckt wird, wobei
eine Negativstruktur der eingeprägten Bürststruktur in die Dekorschicht (3) übertragen
wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die in Schritt i) bereitgestellte Trägerfolie (2) aus einem oder mehreren Materialien
ausgewählt aus der Gruppe Polyimid (PI), Polypropylen (PP), monoaxial orientiertem
Polypropylen (MOPP), biaxial orientierten Polypropylen (BOPP), Polyethylen (PE), Polyphenylensulfid
(PPS), Polyetheretherketon (PEEK) Polyetherketon (PEK), Polyethylenimid (PEI), Polysulfon
(PSU), Polyaryletherketon (PAEK), Polyethylennaphthalat (PEN), flüssigkristalline
Polymere (LCP), Polyester, Polybutylenterephthalat (PBT), Polyethylenterephthalat
(PET), Polyamid (PA), Polycarbonat (PC), Cycloolefincopolymere (COC), Polyoximethylen
(POM), Acrylnitril-butadien-styrol (ABS), Polyvinylchlorid (PVC) Ethylentetrafluorethylen
(ETFE), Polytetrafluorethylen (PTFE), Polyvinylfluorid (PVF), Polyvinylidenfluorid
(PVDF) und/oder Ethylen-Tetrafluorethylen-Hexafluorpropylen-Fluorterpolymer (EFEP)
besteht.
8. Dekorfolie (1) mit zumindest einer Trägerfolie (2) und zumindest einer Dekorschicht
(3), wobei die Dekorfolie (1) insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 7 hergestellt
ist, dadurch gekennzeichnet, dass, die zumindest eine Dekorschicht (3) ein Bürstmuster einer gebürsteten Oberfläche
aufweist und das Bürstmuster und die Dekorschicht (1) auf die Trägerfolie (2) aufgedruckt
sind, insbesondere direkt auf die Trägerfolie (2) aufgedruckt sind.
9. Dekorfolie nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Dekorschicht (3) aus zumindest einer, metallische Pigmente, insbesondere AI und/oder
Cu und/oder Ag und/oder Au und/oder Ni und/oder Cr und/oder Pt und/oder Pd und/oder
TiO2 und/oder Cr-Oxide und/oder ZnS und/oder ITO und/oder Bi-Oxid und/oder ATO und/oder
FTO und/oder ZnO und/oder AI2O3 und/oder Zn-Chromat und/oder Fe-Oxide und/oder CuO, enthaltenden Tinte oder aus zumindest
einem, metallische Pigmente, insbesondere AI und/oder Cu und/oder Ag und/oder Au und/oder
Ni und/oder Cr und/oder Pt und/oder Pd und/oder TiO2 und/oder Cr-Oxide und/oder ZnS und/oder ITO und/oder Bi-Oxid und/oder ATO und/oder
FTO und/oder ZnO und/oder AI2O3 und/oder Zn-Chromat und/oder Fe-Oxide und/oder CuO und/oder farbkippende Interferenzpigmente
und/oder SiO2 Pigmente enthaltenden Lack hergestellt ist.
10. Dekorfolie nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Dekorschicht (3) aus zumindest einer Metalllegierung oder zumindest einem Metall,
insbesondere AI und/oder Cu und/oder Ag und/oder Au und/oder Ni und/oder Cr und/oder
Pt und/oder Pd und/oder TiO2 und/oder Cr-Oxide und/oder ZnS und/oder ITO und/oder Bi-Oxid und/oder ATO und/oder
FTO und/oder ZnO und/oder AI2O3 und/oder Zn-Chromat und/oder Fe-Oxide und/oder CuO hergestellt ist.
11. Dekorfolie nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerfolie (2) aus einem oder mehreren Materialien ausgewählt aus der Gruppe
Polyimid (PI), Polypropylen (PP), monoaxial orientiertem Polypropylen (MOPP), biaxial
orientierten Polypropylen (BOPP), Polyethylen (PE), Polyphenylensulfid (PPS), Polyetheretherketon
(PEEK) Polyetherketon (PEK), Polyethylenimid (PEI), Polysulfon (PSU), Polyaryletherketon
(PAEK), Polyethylennaphthalat (PEN), flüssigkristalline Polymere (LCP), Polyester,
Polybutylenterephthalat (PBT), Polyethylenterephthalat (PET), Polyamid (PA), Polycarbonat
(PC), Cycloolefincopolymere (COC), Polyoximethylen (POM), Acrylnitril-butadien-styrol
(ABS), Polyvinylcarbonat (PVC) Ethylentetrafluorethylen (ETFE), Polytetrafluorethylen
(PTFE), Polyvinylfluorid (PVF), Polyvinylidenfluorid (PVDF) und/oder Ethylen-Tetrafluorethylen-Hexafluorpropylen-Fluorterpolymer
(EFEP) besteht.
12. Dekorfolie nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine äußerste Schicht der Dekorfolie (1) durch eine Schutzschicht (5) aus einem Klarlack,
insbesondere aus einem UV-gehärteten Klarlack, gebildet ist, wobei die Schutzschicht
(5) bevorzugt auf die Dekorschicht (3) aufgebracht ist.
13. Dekorfolie nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerfolie (2) an einer der Dekorschicht (3) gegenüberliegenden Oberfläche mit
einer Siegelschicht (4) beschichtet ist, sodass die Trägerfolie (2) zwischen der Dekorschicht
(3) und der Siegelschicht (4) angeordnet ist, oder dass die Dekorschicht (3) mit der
Siegelschicht(4) beschichtet ist, oder dass die Dekorschicht (3) selbst die Siegelschicht
(4) bildet.
14. Dekorfolie nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass Siegelschicht (4) aus einem Kunststoff, insbesondere aus einem duroplastischen, elastomeren
und/oder thermoplastischen Kunststoff gebildet ist.
15. Dekorfolie nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass Trägerfolie (2) eine Dicke zwischen 5 - 700 µm, bevorzugt 5 - 200 µm, besonders bevorzugt
5 - 125 µm, insbesondere 10 - 75 µm aufweist.
16. Dekorfolie nach einem der Ansprüche 8 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Dekorschicht (3) eine Schichtdicke zwischen 5 nm bis 100 µm, insbesondere zwischen
5 nm und 50 µm, bevorzugt zwischen 5 nm und 30 µm, besonders bevorzugt zwischen 100
nm und 20 µm, aufweist.
17. Dekorfolie nach einem der Ansprüche 8 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzschicht (5) eine Schichtdicke zwischen 0,5 µm bis 100 µm, vorzugsweise
zwischen 1 µm bis 50 µm, besonders bevorzugt zwischen 1 µm und 20 µm aufweist.