[0001] Die Erfindung betrifft ein Rollabschlusssystem zum Bilden einer Rollabschlussanordnung
aus über Eck angeordneten Rollabschlüssen, insbesondere über Eck angeordneten Rolltoren
und/oder Rollgittern. Außerdem betrifft die Erfindung eine mit einem solchen Rollabschlusssystem
ausbildbare Rollabschlussanordnung.
[0002] Rolltore, wie beispielsweise das auf dem Markt erhältliche Garagentor "RollMatic"
von der Hörmann KG Verkaufsgesellschaft, weisen als Torflügel einen Rolltorbehang
oder Rolltorpanzer auf, der aus mehreren miteinander gelenkig verbundenen Lamellen
verbunden ist, welcher zum Öffnen des Rolltores auf eine Wickelwelle aufwickelbar
ist und zum Schließen des Rolltores von der Wickelwelle abwickelbar ist. Derartige
Rolltore öffnen senkrecht und benötigen kaum Platz. Durch ihre Konstruktionsprinzipien
bieten sie maximalen Platz in und vor dem mit dem Rolltor abschließbaren Gebäude.
[0003] Aus der
DE 10 2016 111 410 A1 ist eine Anordnung von benachbarten Rolltoren, zwischen denen eine bewegliche Mittelstütze
arretierbar angeordnet ist, bekannt.
[0004] Rolltore und/oder Rollgitter werden auch oft in Einkaufspassagen und Einkaufszentren
zum Abschluss von Geschäften eingesetzt, um die Ware vor Diebstahl bzw. die Verkaufsräume
vor unbefugten Zutritt zu schützen. Eine Mehrzahl derartiger Verkaufsräume kann dabei
benachbart zueinander und einander gereiht sein. Auch können vereinzelte Verkaufsräume
benachbart zu Gängen, Ein- und Zugängen angeordnet sein und über Eck verlaufen.
[0005] Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, eine einfache, platzsparende und vorteilhafte
Möglichkeit der Anordnung von Rollabschlüssen an über Eck verlaufenden Gebäudeöffnungen
zu schaffen.
[0006] Zum Lösen dieser Aufgabe schafft die Erfindung ein Rollabschlusssystem zum Bilden
einer Rollabschlussanordnung über Eck nach Anspruch 1 sowie eine Rollabschlussanordnung
über Eck gemäß dem Nebenanspruch.
[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Die Erfindung schafft gemäß einem Aspekt ein Rollabschlusssystem zum Bilden einer
Rollabschlussanordnung über Eck, mit einem ersten Rollabschluss, der einen ersten
Rollabschlussflügel aufweist, einem zweiten Rollabschluss, der einen zweiten Rollabschlussflügel
aufweist, und einer Eckstützeinrichtung, die eine erste Führungsschiene zum Führen
des ersten Rollabschlussflügels und eine zweite Führungsschiene zum Führen des zweiten
Rollabschlussflügels aufweist und zur entfernbaren Anordnung zwischen dem ersten Rollabschlussflügel
und dem zweiten Rollabschlussflügel ausgebildet ist, wobei die erste und zweite Führungsschiene
zueinander derart ausgerichtet sind, dass der erste Rollabschlussflügel in einer ersten
Führungsebene geführt wird und der zweite Rollabschlussflügel in einer zweiten Führungsebene
geführt wird, wobei die erste und die zweite Führungsebene einen Winkel ungleich 0°
zueinander haben.
[0009] Moderne Raumgestaltung und Ladenbau sehen vor, dass Verkaufsräume für Kunden zu allen
an Gänge oder Fußwegen angrenzenden Seiten auch zugänglichen oder einsehbar sind,
damit der zur Verfügung stehende Raum optimal genutzt wird und die Ware bestmöglich
präsentiert werden kann.
[0010] Zur Befestigung und Führung von Rollgittern, Rolltoren, Türen oder Tore, allgemein
von Gebäudeabschlüssen, sind bisher an den Ecken derartiger über Eck verlaufenden
Gebäudeöffnungen Eckstützeinrichtungen wie beispielsweise Pfosten, Säulen, sogar Mauerwerk
oder dergleichen vorgesehen, obwohl diese aus statischer Sicht oft nicht notwendig
wären und lediglich dem sicheren Verschließen der Gebäudeabschlüsse dienen sollen.
[0011] Anstelle von fixen Eckstützeinrichtungen, die den Eckraum dauerhaft in Anspruch nehmen,
sodass sie auch bei geöffneten Gebäudeabschlüssen den nutzbaren Raum einschränken,
dem Kunden im Weg stehen können oder optisch nicht sehr ansprechend sind, sieht die
Erfindung eine entfernbare Eckstützeinrichtung vor, sodass bei vollständig geöffneten
Rollabschlüssen der Eckraum frei nutzbar und zugänglich ist.
[0012] Bei einem Rollabschluss weist ein Rollabschlussflügel üblicherweise Segmente, wie
beispielsweise Lamellen oder Streben, auf, die gelenkig aneinander verbunden sind.
Die Segmente können zu beiden Seiten Führungselemente aufweisen, welche seitlich in
den Führungsschienen geführt und im geschlossenen Zustand des Rollabschlusses einbruchsicher
gehalten werden.
[0013] Die Führungsschienen weisen insbesondere einen vertikal verlaufenden Abschnitt auf.
Im oberen Bereich der Gebäudeöffnung können die Führungsschienen einen gekrümmten
und/oder einen horizontal verlaufenden Abschnitt aufweisen.
[0014] Für einen Rollabschluss können jeweils zu dessen beiden Seiten wenigstens eine Führungsschiene
vorgesehen sein. Für einen Rollabschlussflügel können entsprechend jeweils zu beiden
Seiten in den Führungsschienen geführte Führungselemente vorgesehen sein.
[0015] Im geschlossenen Zustand bildet der Rollabschlussflügel vorzugsweise eine vertikale
Führungsebene.
[0016] Im geöffneten Zustand sind die gelenkig aneinander gereihten Segmente des Rollabschlussflügels
auf einer Wickelwelle, welche sich von einer Seite der Rollabschlussflügels bis zur
anderen Seite im oberen Bereich erstreckt, aufgewickelt und bilden einen Ballen.
[0017] Mit Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung wird ein Rollabschlusssystem aus
einem ersten Rollabschluss und einem zweiten Rollabschluss, der benachbart zu dem
ersten Rollabschluss anordenbar ist, sowie einer Eckstützeinrichtung zwischen den
Rollabschlussflügeln geschaffen.
[0018] Die Eckstützeinrichtung weist insbesondere eine erste Führungsschiene zum Führen
des ersten Rollabschlussflügels und eine zweite Führungsschiene zum Führen des zweiten
Rollabschlussflügels auf.
[0019] Die Führungsschienen sind insbesondere derart zueinander ausgerichtet, dass die Führungsebenen
der wenigstens zwei Rollabschlussflügel in einem Winkel ungleich 0° zueinander gerichtet
sind.
[0020] Gemeint ist also ein Rollabschlusssystem zum Bilden einer Rollabschlussanordnung
über Eck. Die Kanten der Ecke können einen rechten Winkel zueinander haben. Andere
Winkel außer 0° sind auch möglich.
[0021] Eine Idee der Erfindung ist es, die Eckstützeinrichtung zwischen dem ersten Rollabschlussflügel
und dem zweiten Rollabschlussflügel entfernbar anordenbar zu gestalten.
[0022] Mit anderen Worten, wenn sich sowohl der erste Rollabschluss als auch der zweite
Rollabschluss in einem geöffneten Zustand befinden, kann die Eckstützeinrichtung vollständig
aus dem Eckraum entfernt werden, sodass der für die Eckstützeinrichtung benötigte
Eckraum freigegeben werden kann und frei zugänglich wird.
[0023] Bei Ausgestaltungen der Erfindung werden zur Entfernung der Eckstützeinrichtung Technologien
benutzt, wie sie für große Hangartore entwickelt worden sind. Es wird diesbezüglich
auf die eingangs erwähnte
DE 10 2016 111 410 A1 verwiesen.
[0024] Es ist bevorzugt, dass die Rollabschlüsse als Rolltore und/oder Rollgitter ausgebildet
sind.
[0025] Es ist bevorzugt, dass die über Eck gezogene Breite der Eckstützeinrichtung möglichst
gering ausfällt, sodass die Eckstützeinrichtung leicht entfernbar ist und möglichst
wenig Eckraum in Anspruch nimmt.
[0026] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist die über Eck gezogene Breite der
Eckstützeinrichtung derart gewählt, dass sich die im aufgewickelten Zustand befindlichen
benachbarten Rollabschlussflügel der Rollabschlüsse im oberen Bereich nicht berühren.
[0027] Ein Problem bei einer Rolltoranordnung über Eck kann sein, dass im oberen Bereich
der Gebäudeöffnung und im Bereich der Wickelwellen des ersten Rollabschlusses und
des zweiten Rollabschluss nicht genügend Platz für die im aufgewickelten Zustand befindlichen
Rollabschlüsse bereitgestellt wird.
[0028] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des Rollabschlusssystems ist die über Eck gezogene
oder gemessene Breite der Eckstützeinrichtung derart gewählt, dass sich die Ballen
des ersten und zweiten aufgewickelten Rollabschlussflügels im oberen Bereich nicht
berühren.
[0029] Eine Möglichkeit das oben angesprochene Problem zu lösen ist es also, die Breite
der Eckstützeinrichtung entsprechend groß zu wählen.
[0030] Es ist bevorzugt, dass sich die im aufgewickelten Zustand befindlichen benachbarten
Rollabschlussflügel der Rollabschlüsse auf unterschiedlichen Höhen derart angeordnet
sind, dass sie sich im oberen Bereich nicht berühren.
[0031] Eine weitere Möglichkeit, das Platzproblem für die aufgewickelten Rollabschlussflügel
zu lösen, besteht darin, die im aufgewickelten Zustand befindlichen Rollabschlussflügel
auf unterschiedliche Höhen anzuordnen. Die über Eck gemessene Breite der Eckstützeinrichtung
kann dann geringer ausfallen.
[0032] Vorzugsweise weist die Eckstützeinrichtung wenigstens eine entfernbare Stütze auf.
[0033] Vorzugsweise weist die Eckstützeinrichtung eine den Rollabschlüssen gemeinsame entfernbare
Eckstütze auf, an der die erste und die zweite Führungsschiene angeordnet oder ausgebildet
sind.
[0034] Die Eckstützeinrichtung kann also in der Gestalt einer gemeinsamen, entfernbaren
Eckstütze ausgebildet sein. Bei dieser Ausgestaltung sind eine erste Führungsschiene
und eine zweite Führungsscheine an der Eckstütze ausgebildet.
[0035] Alternativ kann die Eckstützeinrichtungen eine erste entfernbare Stütze, an der die
erste Führungsschiene angeordnet oder ausgebildet ist, und eine zweite entfernbare
Stütze aufweist, an der die zweite Führungsschiene angeordnet oder ausgebildet ist.
[0036] Bei letzterer Ausgestaltung weist eine der Stützen vorzugsweise eine größere Breite
auf als die andere, sodass sich die im aufgewickelten Zustand befindlichen benachbarten
Rollabschlussflügel der Rollabschlüsse im oberen Bereich nicht berühren.
[0037] Es ist bevorzugt, dass wenigstens eine Laufschiene für die wenigstens eine Stütze
der Eckstützeinrichtung vorgesehen ist und dass die wenigstens eine Stütze der Eckstützeinrichtung
wenigstens eine Laufschienenerfassungseinrichtung zum Erfassen der Laufschiene zwecks
horizontalen Verschiebens der Stütze in der wenigstens einen Laufschiene aufweist.
[0038] Die Eckstützeinrichtung ist derart ausgebildet, dass sie aus dem Eckraum entfernbar
ist, sodass dieser freigegeben wird.
[0039] Eine mögliche Ausgestaltung ist es, dass die wenigstens eine Stütze horizontal zu
wenigstens einer Seite der über Eck verlaufenden Gebäudeöffnung verschiebbar ist.
[0040] Es ist also vorzugsweise wenigstens eine Laufschiene sowie wenigstens eine Stütze
mit einer Laufschienenerfassungseinrichtung zum Erfassen der wenigstens einen Laufschiene
für das Rollabschlusssystem der vorliegenden Erfindung vorgesehen.
[0041] Es ist bevorzugt, dass die wenigstens eine Stütze einen Grundkörper aus einem langgestreckten
Strangpressprofil aufweist.
[0042] Das Strangpressen ist nach Herstellen der entsprechend geformten Matrize ein einfaches,
schnelles und kostengünstiges Verfahren. Des Weiteren wird dabei ein monolithischer
Grundkörper erhalten.
[0043] Besonders bevorzugt ist, dass die Eckstützeinrichtung eine Arretiereinrichtung zum
lösbaren Befestigen der Eckstützeinrichtung zwischen den Rollabschlussflügeln aufweist,
z.B. kann wenigstens eine Stütze der Eckstützeinrichtung eine Arretiereinrichtung
zum Befestigen an ihrem Einsatzort aufweisen.
[0044] Eine Arretiereinrichtung schafft eine Möglichkeit zum sicheren Führen des ersten
und zweiten Rollabschlussflügels.
[0045] Des Weiteren bietet sie einen erhöhten Schutz vor unbefugtem Zutritt oder Einbruch.
[0046] Gemäß einem weiteren Aspekt schafft die Erfindung eine Rollabschlussanordnung über
Eck mit wenigstens einem ersten Rollabschluss, der einen ersten Rollabschlussflügel
aufweist, wenigstens einem zum ersten Rollabschluss benachbarten zweiten Rollabschluss,
der einen zweiten Rollabschlussflügel aufweist, wobei der erste Rollabschlussflügel
und der zweite Rollabschlussflügel zumindest in einem Schließzustand in einem Winkel
ungleich 0° zueinander stehen, wobei zwischen den Rollabschlussflügeln des ersten
und zweiten Rollabschlusses eine entfernbare Eckstützeinrichtung mit einer ersten
Führungsschiene zum Führen des ersten Rollabschlussflügels und einer zweiten Führungsschiene
zum Führen des zweiten Rollabschlussflügels angeordnet ist. Im Ladenbau gibt es Bedarf
für Rolltorlösungen, die es erlauben, eine oder mehrere Ecken eines Raumes nach dem
Öffnen der Tore freizustellen. Ziel ist dabei, dass keine Säule oder dergleichen in
der Ecke Platz einnimmt.
[0047] Hierfür gibt es mehrere Lösungsmöglichkeiten.
[0048] Eine Lösungsmöglichkeit stellt eine Modifikation der verschiebbaren Mittelstütze,
wie sie aus der oben erwähnten
DE 10 2016 111 410 A1 bekannt ist, dar.
[0049] Eine weitere Lösungsmöglichkeit basiert auf der Verwendung zweier verschiebbarer
Stützeinrichtungen. Dabei ist vorgesehen, für jede Seite eine Stützeinrichtung zu
verwenden. Vorteilhaft ist die Stützeinrichtung auf einer Seite länger ausgebildet
ist als auf der anderen. Dies kann dadurch erreicht werden, indem zwei verschiebbare
Stützeinrichtungen miteinander verbunden werden. Hierdurch wird genügend Einbauraum
geschaffen, um die beiden aufgewickelten Tore über Eck positionieren zu können.
[0050] Eine Idee der Erfindung ist es, eine entfernbare Ecksäule zu schaffen, sodass Tore
über Eck angeordnet werden können.
[0051] Alternativ oder zusätzlich kann die Ecksäule verfahrbar ausgebildet sein.
[0052] Um größere Flexibilität zu bieten, sind Ausführungsbeispiele der Erfindung auch mit
der in der
DE 10 2016 111 410 A1 dargestellten Mittelstütze kombinierbar. Weiterhin ist es nicht erforderlich, die
beiden aufgewickelten Tore auf einer Höhe zu positionieren. Es wäre demnach möglich,
durch unterschiedlich hoch positionierte Tore den Platzbedarf in der Ecke zu reduzieren.
Es ist weiterhin denkbar, dass die beiden Tore nicht in einem rechten Winkel zueinander
positioniert sind.
[0053] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand der beigefügten Zeichnungen
näher erläutert. Darin zeigt:
- Fig. 1
- ein Beispielausschnitt aus einer Grundrissskizze einer Einkaufspassage mit einem Verkaufsraum
über Eck;
- Fig. 2
- eine Darstellung einer Gebäudeöffnung über Eck mit einer durch ein Rollabschlusssystem
gebildeten Rollabschlussanordnung über Eck mit zwei benachbarten Rollabschlüssen und
einer bevorzugten Ausführungsform einer verschiebbaren, in einem Eckraum der Gebäudeöffnung
angeordneten Eckstützeinrichtung, wobei beide Rollabschlüsse im geöffneten Zustand
sind;
- Fig. 3
- eine Darstellung der Rollabschlussanordnung von Fig. 2, wobei ein erster Rollabschluss
geöffneten Zustand und ein zweiter Rollabschluss im geschlossenen Zustand sind;
- Fig. 4
- eine Darstellung der Rollabschlussanordnung von Fig. 2, wobei beide Rollabschlüsse
im geöffneten Zustand sind und die Eckstützeinrichtung zu einer Seite des ersten Rollabschlusses
geschoben ist;
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf eine in dem Eckraum der Gebäudeöffnung angeordnete Eckstützeinrichtung
in einer besonders bevorzugten Ausführungsform;
- Fig. 6
- eine vergrößerte Darstellung der Eckstützeinrichtung von Fig. 5;
- Fig. 7
- eine Seitenansicht der Eckstützeinrichtung von Fig. 5;
- Fig. 8
- eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform einer verschiebbaren Eckstützeinrichtung.
[0054] Fig. 1 zeigt einen Beispielsausschnitt eines Grundrisses einer Einkaufspassage 10
mit einem ersten bis dritten Verkaufsraum 12, 14, 16. Die Verkaufsräume 12, 14, 16
sind durch Mauerwerk 24 oder dergleichen voneinander getrennt.
[0055] Die Einkaufspassage 10 weist einen über Eck verlaufenden Fußweg auf. Die Verkaufsräume
12, 14, 16 weisen zur Seite des Fußwegs der Einkaufspassage 10 gerichtet jeweils eine
Gebäudeöffnung 18, 20, 22 auf.
[0056] Der am Eck angeordnete zweite Verkaufsraum 14 weist entsprechend eine über Eck verlaufende
zweite Gebäudeöffnung 20 auf.
[0057] In Fig. 1 bildet der über Eck verlaufende Fußweg der Einkaufspassage 10 einen rechten
Winkel. Andere spitze und stumpfe Winkel sind jedoch denkbar.
[0058] Die in Fig. 1 gezeigte Gebäudeöffnung 20 weist zwei zueinander gewinkelte Seiten
auf. Mehr als zwei zueinander gewinkelte Seiten sind ebenfalls möglich.
[0059] Zum Verschließen der Verkaufsräume 12, 14, 16 werden in der Einkaufspassage 10 Gebäudeabschlüsse
in Form von Türen, Toren, Rollgittern, Rolltoren oder dergleichen eingesetzt.
[0060] Für den ersten und dritten Verkaufsraum 12, 16 können für Gebäudeabschlüsse notwendige
Teile leicht an dem Mauerwerk 24 befestigt und montiert werden. Beispielsweise können
am Mauerwerk 24 Führungsschienen 26 zum Führen von Rolltoren befestigt werden.
[0061] Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele für ein Rollabschlusssystem 28 beschrieben,
mit dem sich Rolltore oder dergleichen auch in dem in Fig. 1 mit einem Kreis gekennzeichneten
Eckraum E führen lassen, dieser im geöffneten Zustand der Rolltore jedoch frei bleiben
kann.
[0062] Die Fig. 2 bis 4 zeigen den zweiten Verkaufsraum 14 in einer Seitenansicht mit einer
durch ein Rollabschlusssystem 28 gebildeten Rollabschlussanordnung 30 über Eck. Das
Rollabschlusssystem 28 weist einen ersten Rollabschluss 32 und einen zweiten Rollabschluss
34 auf.
[0063] Der erste Rollabschluss 32 weist einen ersten Rollabschlussflügel 36, der zweite
Rollabschluss 34 einen zweiten Rollabschlussflügel 38 auf.
[0064] Zum Schließen wird der erste Rollabschlussflügel 36 entlang einer durch Führungsschienen
aufgespannten ersten Führungsebene 56 bewegt und der zweite Rollabschlussflügel 38
wird entlang einer durch Führungsschienen aufgespannten zweiten Führungsebene 58 bewegt.
[0065] Der erste Rollabschluss 32 weist ferner eine im oberen Bereich des ersten Rollabschluss
32 von der an dem zweiten Rollabschluss 34 angrenzenden Seite bis zu der gegenüberliegenden
Mauerseite verlaufende Laufschiene 60 auf.
[0066] Das Rollabschlusssystem weist ferner eine Eckstützeinrichtung 44 auf.
[0067] Die Fig. 2 bis 7 zeigen eine bevorzugte Ausführungsform der Eckstützeinrichtung 44.
[0068] In den Fig. 2, 3 und 5 ist die Eckstützeinrichtung 44 in dem Eckraum E zwischen dem
ersten Rollabschlussflügel 36 und dem zweiten Rollabschlussflügel 38 angeordnet.
[0069] Fig. 5 zeigt eine Grundrissskizze des zweiten Verkaufsraums 14, wobei der zweite
Rollabschlussflügel 38 mit einer senkrecht verlaufenden Linie skizziert ist.
[0070] Außerdem ist die in dem Eckraum E der Gebäudeöffnung 20 angeordnete Eckstützeinrichtung
44 in einer Draufsicht gezeigt.
[0071] Die Eckstützeinrichtung 44 weist bei der in Fig. 2 bis 7 gezeigten Ausführungsform
eine den Rollabschlüssen 32, 34 gemeinsame, entfernbare Eckstütze 64 auf.
[0072] Die Eckstützeinrichtung 44 kann somit integral ausgebildet sein.
[0073] Fig. 6 zeigt eine vergrößerte Darstellung der Eckstützeinrichtung 44, d.h. der Eckstütze
64, von Fig. 5.
[0074] Bevorzugt ist der Grundkörper 66 der Eckstützeinrichtung 44 aus einem Strangpressprofil
mit einem Innenraum.
[0075] Zur Verstärkung kann der Grundkörper 66 sich von der Rückseite der Eckstützeinrichtung
44 bis zur Vorderseite der Eckstützeinrichtung 44 im Innenraum des Grundkörpers 66
erstreckende Stege aufweisen.
[0076] Die Eckstützeinrichtung 44 weist eine erste Führungsschiene 46 und eine zweite Führungsschiene
48 auf.
[0077] Die erste Führungsschiene 46 und die zweite Führungsschiene 48 der Eckstützeinrichtung
44 sind derart angeordnet, dass die Führungsebenen 56, 58 in einem Winkel ungleich
0° zueinander gerichtet sind.
[0078] Fig. 7 zeigt die Eckstütze 64 von Fig. 5 und 6 in einer Seitenansicht.
[0079] Die Eckstützeinrichtung 44 weist eine an einer oberen Seite der Eckstützeinrichtung
44 angeordnete Laufschienenerfassungseinrichtung 62 auf, die die Laufschiene 60 des
ersten Rollabschlusses 32 erfasst, beispielsweise umfasst oder in diese eingreift.
[0080] Beispielsweise weist die Laufschienenerfassungseinrichtung 62 Rollen auf.
[0081] Weiter weist die Eckstützeinrichtung 44 eine Arretiereinrichtung 68 auf. Die Arretiereinrichtung
68 ist zum Befestigen der Eckstützeinrichtung 44 in dem Eckraum E zwischen den Rollabschlussflügeln
36, 38 ausgebildet.
[0082] Ebenfalls in Fig. 2-5 dargestellt sind eine dem Eckraum E gegenüberliegend, mauerseitig
angeordnete dritte Führungsschiene 50 des ersten Rollabschlusses 32 und vierte Führungsschiene
52 des zweiten Rollabschlusses 34. Die dritte Führungsschiene 50 und die vierte Führungsschiene
52 sind beispielsweise an dem Mauerwerk 24 befestigt.
[0083] Die Führungsschienen 46, 48, 50, 52 weisen jeweils einen vertikal verlaufenden Abschnitt
auf.
[0084] Der in Fig. 2 gezeigte erste Rollabschluss 32 befindet sich im geöffneten Zustand,
sodass der erste Rollabschlussflügel 36 auf eine (in Fig. 2 nicht sichtbare) erste
Wickelwelle 40 aufgewickelt ist.
[0085] Der zweite Rollabschluss 34 befindet sich in Fig. 2 ebenfalls im geöffneten Zustand,
sodass der zweite Rollabschlussflügel 38 auf eine (ebenfalls in Fig. 2 nicht sichtbare)
zweite Wickelwelle 42 aufgewickelt ist.
[0086] Fig. 3 stellt die Rollabschlussanordnung 30 von Fig. 2 dar, wobei der erste Rollabschluss
32 weiter im geöffneten Zustand weilt und der zweite Zustand nun im geschlossenen
Zustand ist.
[0087] Beim Schließen des zweiten Rollabschlusses 32 wird der zweite Rollabschlussflügel
38 von der zweiten Wickelwelle 42 abgewickelt.
[0088] Dabei greift der zweite Rollabschlussflügel 38 vorzugsweise mit (in der Figur nicht
dargestellten) Führungselementen 54 an der zweiten Führungsschiene 48 der in dem Eckraum
E angeordneten Eckstützeinrichtung 44 und an der vierten, mauerseitigen Führungsschiene
52 an und wird von den Führungsschienen 48, 52 geführt. Dies ist auch in Fig. 5 ersichtlich.
[0089] Gleichermaßen wird der erste Rollabschlussflügel 36 beim Schließen des ersten Rollabschlusses
30 von der ersten Wickelwille 40 abgewickelt und in der ersten Führungsschiene 46
der Eckstützeinrichtung 44 sowie in der dritten Führungsschiene 50, welche gegenüber
dem Eckraum E vertikal angeordnet ist, geführt.
[0090] Das Schließen kann manuell oder motorisch getrieben sein.
[0091] Handelt es sich beispielsweise bei dem Rollabschluss 32, 34 um ein Rolltor, so weisen
die Rollabschlussflügel 36, 38 gelenkig miteinander verbundene Lamellen auf. An gegenüberliegenden
Seiten der Lamellen sind vorzugsweise Führungselemente 54, wie beispielsweise Rollen,
angeordnet, die die Führungsschienen 46, 48, 50, 52 erfassen, beispielsweise in diese
eingreifen oder diese umfassen, und die Rollabschlussflügel 36, 38 seitlich halten
und beim Schließen führen.
[0092] Es wird nun auf Fig. 4 Bezug genommen. Fig. 4 zeigt sowohl den ersten Rollabschluss
32 als auch den zweiten Rollabschluss 34 in einem geöffneten Zustand.
[0093] Bei der in Fig. 4 dargestellten Anordnung ist die Eckstützeinrichtung 44 zu einer
dem Eckraum E gegenüberliegenden Seite in eine Parkposition P des ersten Rollabschlusses
32 verschoben.
[0094] Hierzu kann die Arretiereinrichtung 68 der zunächst in dem Eckraum E befindlichen
Eckstützeinrichtung 44 gelöst werden.
[0095] Die Laufschienen 60 und die Laufschienenerfassungseinrichtung 62 ermöglichen sodann
eine horizontale Bewegung der Eckstützeinrichtung 44 von dem Eckraum E in die Parkposition
P.
[0096] Der Eckraum E ist somit frei zugänglich und kann nach Wunsch genutzt werden.
[0097] Zum Schließen wenigstens eines der Rollabschlüsse 32, 34 wird die Eckstützeinrichtung
44 wieder aus ihrer Parkposition P mittels der Laufschienenerfassungseinrichtung 62
und der Laufschiene 60 in den Eckraum E verfahren und dort mittels der Arretiereinrichtung
68 arretiert.
[0098] Sobald die Eckstützeinrichtung 44 in dem Eckraum E angeordnet ist, können die Rollabschlussflügel
36, 38 geschlossen werden.
[0099] In der Fig. 4 befindet sich die Parkposition P an der Seite des ersten Rollabschlusses
32. Gleichermaßen kann sich die Parkposition P auch an der Seite des zweiten Rollabschlusses
34 befinden. Bei letzterer Ausführungsform sind dann die Laufschiene 60 und die Laufschienenerfassungseinrichtung
62 an dem zweiten Rollabschluss 34 angeordnet.
[0100] Bei einer Rollabschlussanordnung 30 über Eck ist zu beachten, dass im oberen Bereich
der Gebäudeöffnung, genauer im Bereich der ersten Wickelwelle 40 und der zweiten Wickelwelle
42, genügend Raum für die im aufgewickelten Zustand befindlichen Rollabschlussflügel
36, 38 zur Verfügung steht.
[0101] Besonders bevorzugt ist daher die Breite B der Eckstützeinrichtung 44, hier der Eckstütze
64, derart gewählt, dass sich die im aufgewickelten Zustand befindlichen benachbarten
Rollabschlussflügel 36, 38 der Rollabschlüsse 32, 34 nicht berühren können.
[0102] Bei der in Fig. 2 bis 7 dargestellten Eckstütze 64 entspricht die Breite B vorzugsweise
mindestens dem Durchmesser des Ballens des auf die zweite Wickelwelle 42 aufgewickelten
zweiten Rollabschlussflügels 38.
[0103] In Fig. 8 wird eine weitere Ausführungsform der Eckstützeinrichtung 44 gezeigt.
[0104] Bei dieser Ausgestaltung umfasst die Eckstützeinrichtung 44 eine erste, entfernbare
Stütze 70 und eine zweite, entfernbare Stütze 72.
[0105] Die erste Stütze 70 weist eine erste Führungsschiene 46 zum Führen des ersten Rollabschlussflügels
36 auf.
[0106] Die zweite Stütze 72 weist eine zweite Führungsschiene 48 zum Führen des zweiten
Rollabschlussflügels 38 auf.
[0107] Die Stützen 70, 72 können zum seitlichen Verschieben entlang der ersten Führungsebene
56 bzw. der zweiten Führungsebene 58 ausgebildet sein.
[0108] Bei letzterer Ausgestaltung des Rollabschlusssystems weisen dann sowohl der erste
Rollabschluss 32 als auch der zweite Rollabschluss 34 jeweils wenigstens eine Laufschiene
60 auf, und entsprechend können sowohl die erste Stütze 70 als auch die zweite Stütze
72 jeweils wenigstens eine
[0109] Laufschienenerfassungseinrichtung 62 aufweisen.
[0110] Die Breite B der Eckstützeinrichtung 44 umfasst in dieser Ausführungsform die Breite
B1 der ersten Stütze 70 und die Breite B2 der zweiten Stütze 72.
[0111] Die Breite B1 der ersten Stütze 70 kann der Breite B2 der zweiten Stütze entsprechen.
[0112] Besonders bevorzugt sind die Breiten B1 und B2 der Stützen 70, 72 unterschiedlich
groß. Beispielsweise ist - wie in Fig. 8 gezeigt - die Breite B1 der ersten Stütze
70 größer als die Breite B2 der zweiten Stütze 72.
[0113] Hierdurch erhält man genügend Einbauraum um die beiden aufgewickelten Rollabschlussflügel
36, 38 zu positionieren.
[0114] Alternativ können die Stützen 64, 70, 72 auch vollständig entfernbar (nicht verschiebbar)
ausgebildet sein.
[0115] Die Rollabschlussanordnung 30 über Eck ist mitunter dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Führungsebene 56 und die zweite Führungsebene 58 einen Winkel ungleich 0°
einschließen.
[0116] Bei dem in den Figuren gezeigten Beispielen schließen die beiden Führungsebenen 56,
58 beispielsweise einen rechten Winkel ein. Andere Winkel außer 0° sind denkbar.
[0117] In einer weiteren (nicht dargestellten) Ausgestaltung des Rollabschlusssystems kann
auf die wenigstens eine Laufschiene 60 und die wenigstens eine Laufschienenerfassungseinrichtung
62 der Eckstützeinrichtung 44 verzichtet werden. Die Eckstützeinrichtung 44 kann dann
vollständig entfernt werden und beispielsweise in einem Nebenraum untergebracht werden.
[0118] Bei der in den Fig. 2 bis 4 dargestellten Rollabschlussanordnung 30 sind die beiden
Wickelwellen 40, 42 des ersten Rollabschlussflügels 36 und des zweiten Rollabschlussflügels
38 auf gleicher Höhe H gemessen vom Boden angeordnet.
[0119] Eine weitere, in den Figuren nicht näher ausgeführte Möglichkeit, den Platzbedarf
der Eckstützeinrichtung 44 in dem Eckraum E zu reduzieren, besteht darin, die Wickelwellen
40, 42 und somit die Ballen der aufgewickelten Rollabschlussflügel 36, 38 auf unterschiedlichen
Höhen anzuordnen.
[0120] So kann beispielsweise die erste Wickelwelle 40 auf einer ersten Höhe H1 und die
zweite Wickelwelle 42 auf eine zweiten Höhe H2 ungleich der ersten Höhe H1 angeordnet
sein.
[0121] Der Vorteil bei einer derartigen Anordnung besteht darin, dass die Breite B der Eckstützeinrichtung
44 dann geringer ausfallen kann.
Bezugszeichenliste:
[0122]
- 10
- Einkaufspassage
- 12
- erster Verkaufsraum
- 14
- zweiter Verkaufsraum
- 16
- dritter Verkaufsraum
- 18
- erste Gebäudeöffnung
- 20
- zweite Gebäudeöffnung
- 22
- dritter Gebäudeöffnung
- 24
- Mauerwerk
- 26
- Führungsschienen
- 28
- Rollabschlusssystem
- 30
- Rollabschlussanordnung
- 32
- erster Rollabschluss
- 34
- zweiter Rollabschluss
- 36
- erster Rollabschlussflügel
- 38
- zweiter Rollabschlussflügel
- 40
- erste Wickelwelle
- 42
- zweite Wickelwelle
- 44
- Eckstützeinrichtung
- 46
- erste Führungsschiene
- 48
- zweite Führungsschiene
- 50
- dritte Führungsschiene
- 52
- vierte Führungsschiene
- 54
- Führungselemente
- 56
- erste Führungsebene
- 58
- zweite Führungsebene
- 60
- Laufschiene
- 62
- Laufschienenerfassungseinrichtung
- 64
- Eckstütze
- 66
- Grundkörper
- 68
- Arretiereinrichtung
- 70
- erste Stütze
- 72
- zweite Stütze
- B
- Breite der Eckstützeinrichtung
- B1
- Breite der ersten Stütze
- B2
- Breite der zweiten Stütze
- E
- Eckraum
- H
- Höhe
- H1
- erste Höhe
- H2
- zweite Höhe
- P
- Parkposition
1. Rollabschlusssystem (28) zum Bilden einer Rollabschlussanordnung (30) über Eck, mit
einem ersten Rollabschluss (32), der einen ersten Rollabschlussflügel (36) aufweist,
einem zweiten Rollabschluss (34), der einen zweiten Rollabschlussflügel (38) aufweist,
und
einer Eckstützeinrichtung (44), die eine erste Führungsschiene (46) zum Führen des
ersten Rollabschlussflügels (36) und eine zweite Führungsschiene (48) zum Führen des
zweiten Rollabschlussflügels (38) aufweist und zur entfernbaren Anordnung zwischen
dem ersten Rollabschlussflügel (36) und dem zweiten Rollabschlussflügel (38) ausgebildet
ist, wobei die erste und zweite Führungsschiene (46, 48) zueinander derart ausgerichtet
sind, dass der erste Rollabschlussflügel (36) in einer ersten Führungsebene (58) geführt
wird und der zweite Rollabschlussflügel (38) in einer zweiten Führungsebene (58) geführt
wird, wobei die erste und die zweite Führungsebene (56, 58) einen Winkel ungleich
0° zueinander haben.
2. Rollabschlusssystem (28) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollabschlüsse (32, 34) als Rolltore und/oder Rollgitter ausgebildet sind.
3. Rollabschlusssystem (28) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die über Eck gezogene Breite (B) der Eckstützeinrichtung (44) derart gewählt ist,
dass sich die im aufgewickelten Zustand befindlichen benachbarten Rollabschlussflügel
(36, 38) der Rollabschlüsse (32, 34) im oberen Bereich nicht berühren.
4. Rollabschlusssystem (28) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die im aufgewickelten Zustand befindlichen benachbarten Rollabschlussflügel
(36, 38) der Rollabschlüsse (32, 34) auf unterschiedlichen Höhen (H1, H2) derart angeordnet
sind, dass sie sich im oberen Bereich nicht berühren.
5. Rollabschlusssystem (28) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Eckstützeinrichtung (44) wenigstens eine entfernbare Stütze aufweist.
6. Rollabschlusssystem (28) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Eckstützeinrichtung (44) eine den Rollabschlüssen (32, 34) gemeinsame entfernbare
Eckstütze (64) aufweist, an der die erste und die zweite Führungsschiene (46, 48)
angeordnet oder ausgebildet sind.
7. Rollabschlusssystem (28) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Eckstützeinrichtungen (44) eine erste entfernbare Stütze (70), an der die erste
Führungsschiene (46) angeordnet oder ausgebildet ist, und eine zweite entfernbare
Stütze (72) aufweist, an der die zweite Führungsschiene (48) angeordnet oder ausgebildet
ist.
8. Rollabschlusssystem (28) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Stütze (70, 72) eine gleiche Breite (B1, B2) aufweisen oder
eine der Stützen eine größere Breite aufweist als die andere, sodass sich die im aufgewickelten
Zustand befindlichen benachbarten Rollabschlussflügel (36, 38) der Rollabschlüsse
(32, 34) im oberen Bereich nicht berühren.
9. Rollabschlusssystem (28) nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Laufschiene (60) für die wenigstens eine Stütze der Eckstützeinrichtung
(44) vorgesehen ist und dass die wenigstens eine Stütze der Eckstützeinrichtung (44)
wenigstens eine Laufschienenerfassungseinrichtung (62) zum Erfassen der Laufschiene
(60) zwecks horizontalen Verschiebens der Stütze in der wenigstens einen Laufschiene
(60) aufweist.
10. Rollabschlusssystem (28) nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Stütze einen Grundkörper (66) aus einem langgestreckten Strangpressprofil
aufweist.
11. Rollabschlusssystem (28) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Eckstützeinrichtung (44) eine Arretiereinrichtung (68) zum lösbaren Befestigen
der Eckstützeinrichtung (44) zwischen den Rollabschlussflügeln (36, 38) aufweist.
12. Rollabschlussanordnung (30) über Eck, ausbildbar mit einem Rollabschlusssystem (28)
nach einem der voranstehenden Ansprüche, mit wenigstens einem ersten Rollabschluss
(32), der einen ersten Rollabschlussflügel (36) aufweist,
wenigstens einem zum ersten Rollabschluss (32) benachbarten zweiten Rollabschluss
(34), der einen zweiten Rollabschlussflügel (38) aufweist,
wobei der erste Rollabschlussflügel (36) und der zweite Rollabschlussflügel (38) zumindest
in einem Schließzustand in einem Winkel ungleich 0° zueinander stehen, wobei zwischen
den Rollabschlussflügeln (36, 38) des ersten und zweiten Rollabschlusses (32, 34)
eine entfernbare Eckstützeinrichtung (44) mit einer ersten Führungsschiene (46) zum
Führen des ersten Rollabschlussflügels (36) und einer zweiten Führungsschiene (48)
zum Führen des zweiten Rollabschlussflügels (38) angeordnet ist.