[0001] Die Erfindung betrifft einen Montageadapter zur temporären Befestigung eines vorauseilenden
Sicherheitsgeländers an einem Baugerüst beim Auf- und/oder Abbau des Baugerüstes.
[0002] Weiter betrifft die Erfindung ein Sicherheitsgeländer zur temporären Befestigung
an einem Baugerüst beim Auf- und/oder Abbau des Baugerüstes, wobei das Sicherheitsgeländer
beim Aufbau jeweils eine nächste Gerüstetage bis zu deren Fertigstellung oder jeweils
eine oberste Gerüstetage bis zu deren vollständigen Abbau sichert.
[0003] Zudem betrifft die Erfindung einen Bausatz zum Errichten eines Baugerüstes sowie
ein Baugerüst.
[0004] Schließlich betrifft die Erfindung noch Verfahren zum Auf- und Abbau eines Baugerüstes.
[0005] Aus dem Stand der Technik sind sogenannte vorauseilende Sicherheitsgeländer zur Absturzsicherung
der jeweils obersten Gerüstetage eines Baugerüstes bekannt. Die Sicherheitsgeländer
werden jeweils aus der letzten fertig gestellten, das heißt vor allem gesicherten,
Gerüstetage heraus zur Sicherung der nächsten Gerüstetage montiert, beim Aufbau also
von unten nach oben. Sobald diese nächste obere Gerüstetage fertig gestellt und gesichert
ist, kann das Sicherheitsgeländer zur temporären Sicherung der wieder nächsthöheren
Gerüstetage bis zu deren Fertigstellung umgesetzt werden. In analoger Anwendung können
die Sicherheitsgeländer auch beim Abbau eines Baugerüstes eingesetzt werden.
[0007] Weiterhin ist es aus den Druckschriften
DE 10 2005 012 904 A1 und
DE 103 05 158 A1 bekannt, dass die Sicherheitsgeländer mit seitlich angebrachten Streben oder Stiften
an den Vertikalholmen des Baugerüstes befestigt werden.
[0008] Nachteilhaft an den bekannten Sicherheitsgeländern ist, dass deren Handhabung kompliziert
ist und dass die bisher bekannten Sicherheitsgeländer lediglich jeweils mit Baugerüsten
einer bestimmten Herstellermarke kompatibel sind.
[0009] Weiterhin erfüllen die bisher bekannten temporären Sicherheitsgeländer die seit Februar
2019 herrschende Sicherheitsnorm TRBS 2121 Teil 1 nicht. Diese Norm besagt unter anderem,
dass als Absturzsicherung an dem temporären Sicherheitsgeländer zwei Horizontalholme
ausgebildet sein müssen.
[0010] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein vorauseilendes Sicherheitsgeländer sowie
eine alternative Art der Befestigung des Sicherheitsgeländers an einem Baugerüst zu
schaffen, welche die voranstehend genannten Probleme lösen. Weiterhin ist es Aufgabe
der Erfindung, ein entsprechendes Baugerüst und Verfahren hierfür bereitzustellen.
[0011] Diese Aufgaben werden durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand untergeordneter Ansprüche.
[0012] Der Erfinder hat erkannt, dass mittels eines Montageadapters, welcher einerseits
an dem Baugerüst und an welchem andererseits das Sicherheitsgeländer befestigt werden
kann, ein flexibel einsetzbares Sicherheitsgeländer bereitgestellt werden kann. Der
Montageadapter kann dabei so ausgestaltet werden, dass das Sicherheitsgeländer mit
Baugerüsten diverser Hersteller verwendet werden kann. Weiterhin ist der Auf- und
Abbau eines Baugerüstes mit Hilfe von derartigen Montageadaptern, an denen das Sicherheitsgeländer
temporär befestigt wird, ohne großen zusätzlichen Aufwand möglich.
[0013] Zudem können bei dem mit dem Montageadapter verwendbaren Sicherheitsgeländer zwei
obere Vertikalholme ausgebildet werden, so dass die voranstehend genannte Sicherheitsnorm
erfüllt wird.
[0014] Demgemäß schlägt der Erfinder einen Montageadapter zur temporären Befestigung eines
vorauseilenden Sicherheitsgeländers an einem Baugerüst beim Auf- und/oder Abbau des
Baugerüstes vor. Der erfindungsgemäße Montageadapter ist in einer bevorzugten Ausführungsform
einerseits zum temporären Anschlagen an einem Vertikalholm des Baugerüsts und andererseits
zum temporären Befestigen des Sicherheitsgeländers an dem Montageadapter ausgebildet.
[0015] Besonders bevorzugt ist hierfür mindestens eine Aufnahmeeinheit zum Aufnehmen von
Befestigungselementen jeweils eines Sicherheitsgeländers und mindestens eine Befestigungseinrichtung
zum Anschlagen des Montageadapters an dem Baugerüst ausgebildet.
[0016] Die mindestens eine Aufnahmeeinheit sowie vor allem die mindestens eine Befestigungseinrichtung
können vorteilhafterweise sehr variabel ausgestaltet werden, sodass der Montageadapter
an Baugerüsten diverser Hersteller verwendet werden kann. In einer einfachen, jedoch
bevorzugten Ausführungsform ist die Aufnahmeeinheit als Vierkantrohr ausgebildet.
Das Vierkantrohr ist vorteilhafterweise aus einem möglichst stabilen Material wie
Metall, vorzugsweise Stahl, hergestellt. Weiterhin bevorzugt ist das Vierkantrohr
einstückig hergestellt, um mögliche Materialschwächen oder Sollbruchstellen zu verhindern.
Im Übrigen weist die als Vierkantrohr ausgebildete Aufnahmeeinheit vorteilhafterweise
eine Längserstreckung entlang einer Längsachse auf, die deutlich größer ist als deren
Durchmesser.
[0017] In einer bevorzugten Ausführungsform des Montageadapters weist die mindestens eine
Aufnahmeeinheit mindestens zwei Nuten auf, die im montierten Zustand des Montageadapters
betrachtet übereinander beziehungsweise untereinander angeordnet sind. Die Nuten sind
vorteilhafterweise gleich ausgebildet, insbesondere gleich lang und gleich breit.
[0018] Im montierten Zustand betrachtet sind die beiden Nuten vorzugsweise übereinander
beziehungsweise untereinander angeordnet. Das heißt, die Längserstreckungen beziehungsweise
die Längsachsen der Nuten verlaufen vorzugsweise in einer Linie. Dabei sind die Nuten
vorteilhafterweise länglich beziehungsweise schlitzförmig ausgebildet. In die Nuten
der mindestens einen Aufnahmeeinheit werden vorteilhafterweise die Befestigungselemente
des Sicherheitsgeländers aufgenommen. Die schlitzförmigen Nuten dienen dabei als eine
Art Führung für die Befestigungselemente beim Einhängen.
[0019] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform sieht daher vor, dass die mindestens zwei
Nuten im montierten Zustand des Montageadapters betrachtet an ihren oberen Enden jeweils
eine Öffnung zum Einführen der Befestigungselemente des Sicherheitsgeländers aufweisen.
Beim Befestigen des Sicherheitsgeländers an den Montageadaptern werden die Befestigungselemente
vorzugsweise einfach von oben in die Nuten eingeführt. Die unteren, geschlossenen
Enden der Nuten bilden dementsprechend einen Anschlag für die Befestigungselemente
aus. In einer Variante sind die Öffnungen der Nuten im montierten Zustand des Montageadapters
betrachtet gebäudeseitig, also hinten, angeordnet. In einer anderen Variante sind
die Öffnungen im montierten Zustand des Montageadapters betrachtet außen, also vorne
beziehungsweise vom Gebäude weg orientiert, angeordnet. Noch eine Variante sieht eine
seitliche Anordnung der Nuten an der Aufnahmeeinheit vor.
[0020] Es wird darauf hingewiesen, dass jegliche verwendete relative Ortsbegriffe sich stets
auf den montierten Zustand des Montageadapters beziehungsweise weitergehend auf den
befestigten Zustand des Sicherheitsgeländers an dem Baugerüst beziehen.
[0021] In einer Ausführungsform des Montageadapters ist genau eine Aufnahmeeinheit zum Aufnehmen
von Befestigungselementen eines Sicherheitsgeländers ausgebildet.
[0022] In einer anderen Ausführungsform des Montageadapters sind zwei Aufnahmeeinheiten
zum Aufnehmen von Befestigungselementen von zwei Sicherheitsgeländern ausgebildet.
[0023] Zur Gewichtseinsparung können in den Aufnahmeeinheiten beispielsweise Aussparungen
ausgebildet sein.
[0024] Jede Aufnahmeeinheit kann zwei oder mehr Nuten aufweisen. Dabei sind jeweils mindestens
zwei Nuten an einer Seite einer Aufnahmeeinheit angeordnet. Gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform weist jede Aufnahmeeinheit mindestens eine Montageebene auf, in der
sich die Nuten erstrecken, wobei die mindestens eine Montageebene seitlich versetzt
und parallel zu einer Befestigungsachse des Montageadapters angeordnet ist. Die Befestigungsachse
des Montageadapters entspricht in einer bevorzugten Ausführungsform dem Vertikalholm
des Baugerüstes, an dem der Montageadapter im montierten Zustand befestigt ist. Entsprechend
verläuft die Befestigungsachse vorteilhafterweise außerhalb der Aufnahmeeinheit(en).
[0025] Eine Variante sieht vor, dass eine Aufnahmeeinheit genau eine Montageebene aufweist.
Eine andere Variante sieht vor, dass eine Aufnahmeeinheit zwei oder drei Montageebenen
aufweist.
[0026] Vorteilhafterweise verläuft/verlaufen die Montageebene(n) jeweils parallel zu einer
Außenseite der Aufnahmeeinheit. Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführungsform
entspricht die Montageebene einer Außenseite der Aufnahmeeinheit.
[0027] In einer Ausführungsform weisen zwei benachbarte Aufnahmeeinheiten jeweils eine Montageebene
auf, wobei die Montageebenen parallel zueinander ausgerichtet sind. Grundsätzlich
entsprechen benachbarte Aufnahmeeinheiten entweder den zwei Aufnahmeeinheiten eines
Montageadapters oder den zwei Aufnahmeeinheiten von zwei Montageadaptern, zwischen
beziehungsweise an denen ein Sicherheitsgeländer befestigt wird.
[0028] In einer weiteren Ausführungsform weisen zwei benachbarte Aufnahmeeinheiten jeweils
eine Montageebene auf, wobei diese beiden Montagebenen in einem Winkel zueinander
stehen. Ein Montageadapter mit zwei im Winkel zueinander stehenden Montagebenen ist
vorteilhafterweise dazu geeignet, ein Sicherheitsgeländer an einem Baugerüst an einer
Gebäudeecke anzubringen. Bei der Gebäudeecke kann es sich entweder um ein Inneneck
oder um ein Außeneck des Gebäudes handeln. Vorzugsweise stehen die Montageebenen in
dieser Ausführungsform in einem Winkel von 90° zueinander. Eine Ausbildung mit einem
Winkel ungleich 90° liegt jedoch ebenso im Rahmen der Erfindung, um Sicherheitsgeländer
an Baugerüste für Gebäude mit nicht-rechtwinkeligen Innen- und/oder Außenecken zu
befestigen.
[0029] Eine besondere Ausführungsform sieht vor, dass eine Aufnahmeeinheit zwei Montageebenen
aufweist, die in einem Winkel, vorzugsweise im 90°-Winkel, zueinander stehen.
[0030] Jede Aufnahmeeinheit weist erfindungsgemäß mindestens zwei Nuten auf, wobei die Nuten
in einer Montageebene angeordnet sind.
[0031] Gemäß einer Ausführungsform weist die mindestens eine Aufnahmeeinheit in einer Montageebene
zwei Nuten auf.
[0032] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die mindestens eine Aufnahmeeinheit in
einer Montageebene mindestens eine zusätzliche Nut auf. Beispielsweise sind also in
einer Montageebene drei oder vier etc. Nuten, vorzugsweise jedoch drei Nuten, ausgebildet.
Entsprechend ist auch eine Ausführungsform möglich, bei der eine Aufnahmeeinheit zwei
Montageebenen mit unterschiedlichen vielen Nuten aufweist, beispielsweise zwei Nuten
in der einen Montageebene und drei Nuten in der anderen Montageebene.
[0033] Eine weitere Vorschrift für Sicherheitsgeländer besagt, dass die Befestigung von
Sicherheitsgeländer einen Mindesthub aufweisen muss, mit dem sich das Sicherheitsgeländer
nach oben bewegen können muss, ohne dass sich die Befestigung des Sicherheitsgeländers
löst. Entsprechend sieht eine Ausführungsform vor, dass die Nuten derart ausgebildet
sind, dass zum Aushängen der Befestigungselemente des Sicherheitsgeländers aus den
Nuten eine Hubhöhe des Sicherheitsgeländers von mindestens 15 cm notwendig ist. Mit
anderen Worten weisen die Nuten - im montierten Zustand, also mit der Öffnung nach
oben - bevorzugt eine Tiefe beziehungsweise Länge von mindestens 15 cm auf. Dieser
Wert der Mindesttiefe der Nuten entspricht der Summe aus der maximalen Hubhöhe eines
Befestigungselementes in der Nut und dem Durchmesser des Befestigungselementes.
[0034] Sowohl das Anschlagen der Montageadapter an dem Baugerüst als auch das Befestigen
des Sicherheitsgeländers an den Montageadaptern erfolgt manuell. Um das Einhängen
des Sicherheitsgeländers in die Montageadapter, also das Einführen der Befestigungselemente
in die Nuten zu erleichtern, ist vorteilhafterweise an einem unteren Bereich der Öffnung
der Nuten jeweils eine Einführschiene ausgebildet. Die Einführschiene ist in einer
einfachen Ausführungsform als eine Art Lippe ausgebildet. Die Lippe kann beispielsweise
an eine Aufnahmeeinheit aus Metall einfach an die Öffnung der Nut angeschweißt werden.
[0035] Der erfindungsgemäße Montageadapter weist mindestens eine Befestigungseinrichtung
zum Anschlagen des Montageadapters an das Baugerüst, vorzugsweise an einen Vertikalholm
des Baugerüsts, auf. Um eine sichere Befestigung zu gewährleisten, weist der Montageadapter
mehr als eine Befestigungseinrichtung, vorteilhafterweise zwei Befestigungseinrichtungen,
auf.
[0036] Eine Ausführungsform sieht vor, dass eine erste Befestigungseinrichtung als manuell
lösbare Schraub-Klemm-Verbindung ausgebildet ist. Eine derartige Verbindung ist vorteilhafterweise
werkzeuglos und einhändig bedienbar.
[0037] Eine weitere Ausführungsform sieht eine weitere Befestigungseinrichtung vor, die
als Sicherungseinheit ausgebildet ist, welche am Baugerüst einen Anschlag gegen ein
Herunterfallen ausbildet. Die Sicherungseinheit ist vorteilhafterweise als eine Art
Haken ausgebildet. Dieser Haken kann beispielsweise in ein Knotenblech unter einem
Gerüstboden oder in einen Horizontalholm des Baugerüsts eingehängt werden. Weiterhin
vorteilhaft ermöglicht die Sicherungseinheit das Anschlagen des Montageadapters in
einer definierten Höhe an dem Vertikalholm. Ebenso kann der Montageadapter mittels
der Sicherungseinheit zunächst einfach an das Baugerüst gehängt werden, um ein Herunterfallen
zu verhindern, und anschließend mittels der ersten Befestigungseinrichtung an dem
Vertikalholm fixiert werden.
[0038] Noch eine weitere Ausführungsform sieht mindestens eine weitere Befestigungseinrichtung
vor, welche am Baugerüst einen Anschlag gegen ein seitliches Verrutschen ausbildet.
Bevorzugt wird der Anschlag zumindest an einem Vertikalholm, an dem der Montageadapter
befestigt wird, ausgebildet. Dadurch kann vorteilhafterweise bei der Montage des Montageadapters
ein seitliches Verrutschen verhindert werden. In einer Variante ist im oberen Bereich
des Montageadapters eine V-förmige, nach oben offene Nut ausgebildet, in welche bei
der Montage vorteilhafterweise ein Teil des Baugerüstes, insbesondere ein Horizontalholm
oder ein Knotenblech, positioniert werden kann.
[0039] Die Nut kann beispielsweise an eine Art Griff beziehungsweise bogenförmigem Anschlag
ausgebildet sein, welcher um den Vertikalholm, an dem der Montageadapter befestigt
wird, herumgreift. In einer anderen, zusätzlichen oder alternativen Variante ist in
einem unteren Bereich des Montageadapters eine Art Doppelwange mit mittiger Vertiefung
ausgebildet, wobei der Vertikalholm, an dem der Montageadapter befestigt wird, vorteilhafterweise
in der Vertiefung positioniert wird. Vorzugsweise ermöglichen beide Varianten in Kombination,
also der Griff mit der Nut und die Doppelwange eine optimale Positionierung und Sicherung
des Montageadapters.
[0040] Weiterhin betrifft die Erfindung ein Sicherheitsgeländer zur temporären Befestigung
an einem Baugerüst beim Auf- und/oder Abbau des Baugerüstes, wobei das Sicherheitsgeländer
beim Aufbau jeweils eine nächste Gerüstetage bis zu deren Fertigstellung oder jeweils
eine oberste Gerüstetage bis zu deren vollständigen Abbau sichert, wobei das Sicherheitsgeländer
derart ausgebildet ist, dass es mittels mindestens eines erfindungsgemäßen, voranstehend
beschriebenen Montageadapters temporär an dem Baugerüst befestigbar ist.
[0041] Das erfindungsgemäße Sicherheitsgeländer weist in einer bevorzugten Ausführungsform
mindestens einen Horizontalholm sowie zwei seitlich angeordnete Vertikalholme, zwischen
denen sich der mindestens eine Horizontalholm erstreckt, auf, wobei an den Vertikalholmen
seitlich angeordnete Befestigungselemente ausgebildet sind, die beim Auf- und Abbau
des Baugerüstes temporär in den Aufnahmeeinheiten der Montageadapter einsetzbar sind.
Vorteilhafterweise wird das Sicherheitsgeländer an beiden Seiten an jeweils einem
Montageadapter befestigt. Die Befestigungselemente des Sicherheitsgeländers werden
hierfür in die Aufnahmeeinheiten, genauer gesagt in die Nuten der Aufnahmeeinheiten,
eingesetzt.
[0042] Daher sieht eine bevorzugte Ausführungsform vor, dass die Befestigungselemente im
Wesentlichen komplementär zu den Aufnahmeeinheiten, insbesondere zu den Nuten an den
Aufnahmeeinheiten, ausgebildet sind.
[0043] Eine weiterführende Ausführungsform sieht vor, dass die Befestigungselemente zapfenförmig
mit einer endständigen Verdickung ausgebildet sind, wobei der Zapfen zum Einführen
in die Nut ausgebildet ist. Der Durchmesser der Zapfen ist vorteilhafterweise kleiner
als die Breite der Nut, um ein möglichst reibungsloses Gleiten der Zapfen in der Nut
zu ermöglichen. Bevorzugt ist der Durchmesser der Zapfen jedoch lediglich wenige Millimeter
kleiner als die Breite der Nut, um unnötigen Spielraum zu vermeiden, welcher zu einer
Instabilität des Sicherheitsgeländers führen würde, jedoch um ein ungehindertes Gleiten
in der Nut zu ermöglichen. Endständig, also an den Enden, weist der Zapfen vorteilhafterweise
eine Verdickung auf, um ein unbeabsichtigtes Herausziehen oder seitliches Lösen der
Zapfen aus der Nut zu verhindern. Wird der Zapfen in die Nut eingeführt, befindet
sich die Verdickung vorteilhafterweise im Inneren der Aufnahmeeinheit. Beispielsweise
sind die zapfenförmigen Befestigungselemente mit endständiger Verdickung als Pilzkopfschrauben
ausgebildet.
[0044] Bevorzugterweise entspricht die Anzahl der Befestigungselemente je Vertikalholm der
Anzahl der Nuten je Aufnahmeeinheit. Somit kann jedes Befestigungselement zum Befestigen
des Sicherheitsgeländers an den Montageadaptern in eine Nut eingeführt werden, um
eine sichere, insbesondere kippsichere, Befestigung zu gewährleisten.
[0045] Wie voranstehend bereits ausgeführt, besagt eine Sicherheitsvorschrift für Sicherheitsgeländer,
dass die Befestigung einem Hub von mindestens 15 cm standhalten muss, bevor sich das
Sicherheitsgeländer aus der Befestigung löst.
[0046] Eine weitere Sicherheitsvorschrift besagt, dass sich der oberste Punkt des Sicherheitsgeländers
bei einer Querbelastung von 30 kg nur maximal 3,5 cm nach außen, also vom Gebäude
weg, bewegen darf. Um diese Sicherheitsvorschrift einzuhalten, sieht daher eine bevorzugte
Ausführungsform vor, dass der Wert A = (D-d)
∗ H/h maximal 3,5 cm beträgt, wobei gilt:
D: Breite der Nut,
d: Durchmesser des Zapfens in der Nut,
h: Abstand vom oberen zum unteren Zapfen,
H: Abstand vom oberen Zapfen zum oberen Vertikalholm, und
A: Auslenkung des Geländers am höchsten Punkt bei einer Belastung mit einem Gewicht
von 30 kg.
[0047] In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Befestigungselemente im unteren Bereich
der Vertikalholme des Sicherheitsgeländers angeordnet. Das Sicherheitsgeländer wird
also im unteren Bereich an den Montageadaptern befestigt und erstreckt sich dann vorteilhafterweise
im Wesentlichen nach oben in Richtung der jeweils abzusichernden obersten Gerüstetage.
[0048] Noch eine Sicherheitsvorschrift besagt, dass ein Sicherheitsgeländer mindestens zwei
Horizontalholme im oberen Bereich, also als temporäres Geländer als Absturzsicherung
für einen Gerüstbauer, aufweisen muss. Entsprechend sieht eine bevorzugte Ausführungsform
vor, dass zwei obere Horizontalholme und ein unterer Horizontalholm ausgebildet sind.
Die beiden oberen Horizontalholme dienen als Absturzsicherung und bilden das eigentliche
Geländer aus und der untere Horizontalholm dient im Wesentlichen zur Stabilisierung
des Sicherheitsgeländers. Zur weiteren Stabilisierung des Sicherheitsgeländers sowie
zur weiteren Absturzsicherung können vorteilhafterweise zumindest zwischen den beiden
oberen Horizontalholmen Querverstrebungen ausgebildet sein.
[0049] Um eine einfache Handhabung des Sicherheitsgeländers zu ermöglichen, ist in einer
vorteilhaften Ausführungsform am unteren Horizontalholm mindestens ein Handgriff zum
Einsetzen des Sicherheitsgeländers in die Montageadapter ausgebildet. Der Handgriff
ist beispielsweise als U-förmiger Holm ausgebildet, welcher leicht zu greifen ist.
[0050] Eine weitere Ausführungsform des Sicherheitsgeländers sieht vor, dass der mindestens
eine Horizontalholm teleskopierbar ausgeführt ist. Somit kann die Breite des Sicherheitsgeländers
vorteilhafterweise variabel eingestellt werden. Optional können an den teleskopierbaren
Horizontalholmen Justierelemente ausgebildet sein, welche die Holme jeweils auf eine
bestimmte Länge beziehungsweise Breite fixieren. Weiterführend ist der mindestens
eine teleskopierbare Horizontalholm vorteilhafterweise über Gelenke mit den Vertikalholmen
verbunden. Dies ermöglicht eine größere Variabilität des Sicherheitsgeländers in der
Anwendung.
[0051] Zudem betrifft die Erfindung einen Bausatz zum Errichten eines Baugerüstes, zumindest
aufweisend: mehrere Gerüstböden und mehrere Vertikal- und Horizontalholme einschließlich
deren Verbindungselemente zur Errichtung mehrerer, übereinander liegender Gerüstetagen,
mindestens ein voranstehend beschriebenes, erfindungsgemäßes Sicherheitsgeländer,
und mindestens zwei voranstehend beschriebene, erfindungsgemäße Montageadapter zum
temporären Befestigen des Sicherheitsgeländers an dem Baugerüst beim Auf- und/oder
Abbau. Die Horizontalholme des Bausatzes bilden vorteilhafterweise das eigentliche
Gerüstgeländer aus, welches dauerhaft an der jeweiligen Gerüstetage verbleibt.
[0052] Die Erfindung betrifft auch ein Baugerüst, errichtet aus einem voranstehend beschriebenen,
erfindungsgemäßen Bausatz. Je Gerüstetage ist mindestens ein Gerüstetagensegment vorgesehen.
Mit anderen Worten wird eine komplette Gerüstetage aus mindestens einem, vorteilhafterweise
mehreren Gerüstetagensegmenten gebildet. Die jeweils oberste Gerüstetage beziehungsweise
ein jeweils oberstes Gerüstetagensegment wird bis zur Fertigstellung, insbesondere
bis zur Absicherung mit dem eigentlichen Gerüstgeländer, temporär durch das erfindungsgemäße
Sicherheitsgeländer gesichert.
[0053] Der Auf- und Abbau des erfindungsgemäßen Baugerüstes mit den erfindungsgemäßen Sicherheitsgeländern
ist entweder etagenweise oder segmentweise möglich. Die einzelnen Verfahrensschritte
der erfindungsgemäßen Verfahren zum Auf- und Abbau werden jeweils für ein Gerüstetagensegment
beschrieben und können in beliebiger Reihenfolge und Anzahl wiederholt werden, um
das Baugerüst vollständig und mit allen Gerüstetagensegmenten aufzubauen und zu sichern.
[0054] Schließlich betrifft die Erfindung noch ein Verfahren zum Aufbau eines voranstehend
beschriebenen, erfindungsgemäßen Baugerüstes aus einem voranstehend beschriebenen,
erfindungsgemäßen Bausatz, zumindest aufweisend die folgenden Verfahrensschritte:
- Anbringen eines Gerüstbodens eines nächsten oberen Gerüstetagensegments auf bereits
errichteten Vertikalholmen eines letzten gesicherten Gerüstetagensegments,
- Anschlagen jeweils eines Montageadapters an zwei benachbarten bereits errichteten
Vertikalholmen,
- Einsetzen eines Sicherheitsgeländers in die beiden Montageadapter zum Schutz des nächsten
oberen Gerüstetagensegments von dem letzten gesicherten Gerüstetagensegments aus,
- Fertigstellen des oberen Gerüstetagensegments einschließlich Einrichten eines Gerüstgeländers
zwischen den Vertikalholmen, und
- Wiederholen der voranstehenden Verfahrensschritte nach Bedarf.
[0055] Erfindungsgemäß wird das Sicherheitsgeländer jeweils von unten derart an dem Baugerüst
angebracht, dass es jeweils die oberste, also die nächste fertigzustellende, Gerüstetage
sichert. Sobald das Sicherheitsgeländer befestigt ist, kann die oberste Gerüstetage
fertiggestellt werden, vor allem kann das eigentliche Gerüstgeländer angebracht werden.
Ein Gerüstbauer ist also zu keiner Zeit ungesichert.
[0056] Die Erfindung betrifft auch noch ein Verfahren zum Abbau eines voranstehend beschriebenen,
erfindungsgemäßen Baugerüstes aus einem voranstehend beschriebenen, erfindungsgemäßen
Bausatz, zumindest aufweisend die folgenden Verfahrensschritte:
- Anschlagen jeweils eines Montageadapters an zwei benachbarten Vertikalholmen unterhalb
des letzten gesicherten Gerüstetagensegments,
- Einsetzen des Sicherheitsgeländers von dem letzten gesicherten Gerüstetagensegment
aus,
- Entfernen des Gerüstgeländers und des Gerüstbodens sowie falls vorhanden der Vertikalholme
des obersten Gerüstetagensegments, und
- Wiederholen der voranstehenden Verfahrensschritte nach Bedarf.
[0057] Beim Abbau wird erfindungsgemäß zunächst die oberste Gerüstetage mit Sicherung durch
das Sicherheitsgeländer bis auf den Gerüstboden abgebaut. Anschließend kann das Sicherheitsgeländer
von unten, also aus der letzten vollständigen und gesicherten Gerüstetage heraus,
eine Gerüstetage weiter runter gesetzt werden. Der Gerüstbauer ist also auch beim
Abbau stets gesichert.
[0058] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der bevorzugten Ausführungsbeispiele mit Hilfe
der Figuren näher beschrieben, wobei nur die zum Verständnis der Erfindung notwendigen
Merkmale dargestellt sind. Es zeigen im Einzelnen:
- FIG 1:
- eine schematische Perspektivansicht eines Montageadapters,
- FIG 2:
- eine schematische Vorderansicht des Montageadapters gemäß der Figur 1,
- FIG 3:
- eine schematische Perspektivansicht des Montageadapters in einer anderen Ausführungsform,
- FIG 4:
- eine schematische Rückansicht des Montageadapters gemäß der Figur 3,
- FIG 5:
- eine schematische Seitenansicht des Montageadapters gemäß der Figur 3,
- FIG 6:
- eine schematische Draufsicht des Montageadapters gemäß der Figur 3,
- FIG 7:
- eine schematische Perspektivansicht einer Aufnahmeeinheit des Montageadapters gemäß
der Figur 1,
- FIG 8:
- eine schematische Vorderansicht der Aufnahmeeinheit gemäß der Figur 7,
- FIG 9:
- eine schematische Seitenansicht der Aufnahmeeinheit gemäß der Figur 7,
- FIG 10:
- eine schematische Perspektivansicht einer Aufnahmeeinheit in einer anderen Ausführungsform,
- FIG 11:
- eine schematische Vorderansicht der Aufnahmeeinheit gemäß der Figur 10,
- FIG 12:
- eine schematische Seitenansicht der Aufnahmeeinheit gemäß der Figur 10,
- FIG 13:
- eine schematische Perspektivansicht des Montageadapters in einer weiteren Ausführungsform,
- FIG 14:
- eine weitere schematische Perspektivansicht des Montageadapters gemäß der Figur 13
mit Befestigungselementen,
- FIG 15:
- eine schematische Seitenansicht eines Sicherheitsgeländers,
- FIG 16:
- eine schematische Perspektivansicht eines Ausschnittes des Sicherheitsgeländers gemäß
der Figur 15 mit dem Montageadapter gemäß der Figur 1,
- FIG 17:
- eine schematische Seitenansicht des Sicherheitsgeländers gemäß der Figur 16 mit zwei
Montageadaptern gemäß der Figur 1,
- FIG 18A-D:
- verschiedene schematische Ansichten der Schritte zum Aufbau eines Baugerüstes mit
Sicherheitsgeländern,
- FIG 19:
- eine schematische Perspektivansicht des Montageadapters in einer anderen Ausführungsform,
- FIG 20:
- eine schematische Rückansicht des Montageadapters gemäß der Figur 19,
- FIG 21:
- eine schematische Seitenansicht des Montageadapters gemäß der Figur 19,
- FIG 22:
- eine schematische Draufsicht des Montageadapters gemäß der Figur 19,
- FIG 23:
- eine schematische Perspektivansicht eines ersten Halteteils der Halterung des Montageadapters
gemäß der Figur 19, und
- FIG 24:
- eine schematische Perspektivansicht eines zweiten Halteteils der Halterung des Montageadapters
gemäß der Figur 20.
[0059] Die
Figur 1 zeigt eine schematische Perspektivansicht eines Montageadapters 1. Der Montageadapter
1 umfasst zwei gegenüberliegend und parallel zueinander angeordnete Aufnahmeeinheiten
10. An den Aufnahmeeinheiten 10 sind jeweils zwei untereinander angeordnete Nuten
11 ausgebildet. Die Nuten 11 erstrecken sich jeweils in einer seitlichen Montageebene
M1 der Aufnahmeeinheiten 10. An ihren oberen Enden weisen die Nuten 11 eine Öffnung
12 auf, durch die die Befestigungselemente eines Sicherheitsgeländers in die Nuten
11 eingeführt werden können.
[0060] Weiterhin weist der Montageadapter 1 eine Befestigungseinrichtung zum Anschlagen
des Montageadapters 1 an einem Baugerüst auf. Die Befestigungseinrichtung weist in
dieser Ausführungsform des Montageadapters 1 drei Befestigungseinheiten auf.
[0061] Eine obere Befestigungseinheit ist als eine Art Arm oder Bogen ausgeführt, welcher
um einen Vertikalholm des Baugerüstes herumgreift und so einen oberen Anschlag 21
ausbildet, um den Montageadapter 1 beim Befestigen zunächst zu stabilisieren. An dem
bogenförmigen Anschlag 21 sind zudem zwei Nasen ausgebildet, welche eine nach unten
offene V-förmige Nut 22 bilden. Die Nasen beziehungsweise die Nut 22 dienen als Haken
zum Einhängen des Montageadapters 1 an dem Baugerüst, beispielsweise in ein Knotenblech
des Baugerüstes, um so den Montageadapter 1 vor dessen endgültiger Befestigung zu
sichern.
[0062] Eine mittlere Befestigungseinheit ist als Schraub-Klemm-Kupplung 25 ausgebildet.
Hiermit wird der Montageadapter 1 an einem Vertikalholm des Baugerüstes angeschlagen.
Die Schraub-Klemm-Kupplung 25 ist an einer Rechteckscheibe 24 zwischen den beiden
Aufnahmeeinheiten 10 angeschraubt.
[0063] Eine untere Befestigungseinheit ist als Doppelwange 23 ausgebildet, in deren Mitte
der Vertikalholm angeordnet wird, um den Montageadapter 1 zu stabilisieren.
[0064] Die Aufnahmeeinheiten 10 und die drei Befestigungseinheiten sind in dieser Ausführungsform
miteinander verschweißt.
[0065] Die
Figur 2 zeigt eine schematische Vorderansicht des Montageadapters 1 gemäß der Figur 1. Die
Vorderseite des Montageadapters 1 ist in dessen montierten Zustand vom Baugerüst weg
orientiert, also außen. Zu sehen sind in dieser Ansicht vor allem die Öffnungen 12
der Nuten 11, welche auf der Vorder- beziehungsweise Außenseite der Aufnahmeeinheiten
10 angeordnet sind. Die Montageebene M1 ist jeweils seitlich an den Aufnahmeeinheiten
10 angeordnet.
[0066] Die
Figur 3 zeigt eine schematische Perspektivansicht eines Montageadapters 1 in einer anderen
Ausführungsform. Im Folgenden wird lediglich auf die Unterschiede dieser Ausführungsform
zu dem Montageadapter 1 gemäß der Figur 1 eingegangen. In der Ausführungsform gemäß
der Figur 3 sind die beiden Nasen beziehungsweise die V-förmige Nut 22 an dem bogenförmigen
Anschlag 21 der oberen Befestigungseinheit nach oben hin ausgerichtet. Zur Stabilisierung
kann die Nut 22 von unten zum Beispiel um ein Knotenblech des Baugerüstes geschoben
werden. Zur besseren Übersicht ist auf die Darstellung der Schraub-Klemm-Kupplung
verzichtet. Zwischen den Aufnahmeeinheiten 10 ist lediglich die Rechteckscheibe 24
dargestellt, an der die Schraub-Klemm-Kupplung befestigt wird.
[0067] Die
Figur 4 zeigt eine schematische Rückansicht des Montageadapters 1 gemäß der Figur 3, die
Figur 5 eine schematische Seitenansicht und die
Figur 6 eine schematische Draufsicht.
[0068] Die
Figur 7 zeigt eine schematische Perspektivansicht einer Aufnahmeeinheit 10 des Montageadapters
gemäß der Figur 1. Die Aufnahmeeinheit 10 ist aus einem Vierkantrohr hergestellt und
einstückig ausgeführt. Das Vierkantrohr besteht aus einem stabilen Material wie Metall.
In der einen Montageebene M1 der Aufnahmeeinheit 10 sind die zwei Nuten 11 ausgebildet,
die sich über- beziehungsweise untereinander entlang der Längsachse des Vierkantrohres
erstrecken. Im montierten Zustand verläuft die Längsachse des Vierkantrohres parallel
seitlich versetzt zur Befestigungsachse des Montageadapters 1.
[0069] Beide Nuten 11 weisen an ihren oberen Enden eine Öffnung 12 auf. Die Öffnungen 12
zeigen im montierten Zustand nach vorne beziehungsweise außen.
[0070] Die
Figur 8 zeigt eine schematische Vorderansicht der Aufnahmeeinheit 10 gemäß der Figur 7 und
die
Figur 9 eine schematische Seitenansicht.
[0071] Die
Figur 10 zeigt eine schematische Perspektivansicht einer Aufnahmeeinheit 10 in einer weiteren
Ausführungsform. Die Aufnahmeeinheit 10 weist zwei Montageebenen M1 und M2 auf, in
denen sich jeweils zwei Nuten 11 erstrecken. Die Montageebenen M1, M2 beziehungsweise
die Nuten 11 sind an zwei gegenüberliegenden Seiten der Aufnahmeeinheit 10 ausgebildet.
Jeweils zwei gegenüberliegend angeordnete Nuten 11 weisen an ihren oberen Enden eine
gemeinsame Öffnung 12 auf.
[0072] Die
Figur 11 zeigt eine schematische Vorderansicht der Aufnahmeeinheit 10 gemäß der Figur 10 und
die
Figur 12 eine schematische Seitenansicht.
[0073] Die
Figur 13 zeigt eine schematische Perspektivansicht des Montageadapters 1 in einer weiteren
Ausführungsform. Gleiche Bauteile sind mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet,
von daher wird lediglich auf die Unterschiede zu den anderen Ausführungsformen eingegangen.
In dieser Ausführungsform sind die Nuten 11 und deren Öffnungen 12 unterschiedlich
ausgebildet. Die untere Nut 11 ist etwas kürzer ausgebildet als die obere Nut 11.
Die Öffnung 12 der unteren Nut 11 ist nach zwei Seiten der Aufnahmeeinheit 10 ausgebildet.
Die obere Nut 11 ragt bis zum Ende der Aufnahmeeinheit 10 beziehungsweise ist nach
oben offen. Entsprechend entspricht die Öffnung 12 der oberen Nut 11 der oberen Öffnung
des Vierkantrohres beziehungsweise der Aufnahmeeinheit 10. Weiterhin ist auf einer
Vorder- beziehungsweise Außenseite der Aufnahmeeinheiten 10 an den oberen Enden der
unteren und oberen Nuten 11 eine Einführschiene nach Art einer hervorragenden Lippe
26 ausgebildet. Die untere Lippe 26 ist als separates Teil ausgebildet und beispielsweise
mit den Vierkantrohren verschweißt. Die obere Lippe 26 ist an die obere Befestigungseinheit,
also den bogenförmigen Anschlag 21, integriert beziehungsweise einteilig mit diesem
ausgebildet. Die Lippen 26 sind leicht nach hinten unten, also in Richtung der Öffnung
geneigt.
[0074] Die
Figur 14 zeigt eine weitere schematische Perspektivansicht des Montageadapters 1 gemäß der
Figur 13 mit jeweils zwei Befestigungselementen 46 auf beiden Seiten. Die Befestigungselemente
46 sind als Pilzkopfschrauben ausgebildet mit einer endständigen Verdickung 46b und
einem dünneren Zapfen 46a. Wie in der nachfolgenden Figur 15 zu sehen ist, werden
die Befestigungselemente 46 durch Bohrungen in den Vertikalholmen 41 hindurch gesteckt
und an ihren inneren Enden mit Muttern 46c gesichert.
[0075] Beim Einführen der Befestigungselemente 46 in diese Montageadapter 1 dieser Ausführungsform
werden zuerst die oberen Befestigungselemente 46 von oben in die Öffnungen 12 der
Nuten 11 eingeführt. Dabei wird das Sicherheitsgeländer 40 oben nach hinten, also
in Richtung Gebäude, gekippt. Anschließend wird das Sicherheitsgeländer 40 mit den
oberen Befestigungselementen 46 in den oberen Nuten 11 etwas abgesenkt und in die
Gegenrichtung gekippt, sodass die unteren Befestigungselemente 46 in die unteren Nuten
11 eingeführt werden können. Das Sicherheitsgeländer 40 kann anschließend vollständig
zum Anschlag der Befestigungselemente 46 an den unteren Enden der Nuten 11 abgesenkt
werden.
[0076] Die
Figur 15 zeigt eine schematische Seitenansicht eines Sicherheitsgeländers 40. Das Sicherheitsgeländer
40 umfasst zwei seitlich angeordnete Vertikalholme 41 und drei Horizontalholme, die
sich zwischen den Vertikalholmen 41 erstrecken. Die zwei oberen Horizontalholme bilden
die Geländerholme 42 aus und der untere Horizontalholm 43 dient vor allem zur Versteifung
des Sicherheitsgeländers 40. Weiterhin sind zwischen den Geländerholmen 42 zwei Querverstrebungen
44 zur Stabilisierung und zum zusätzlichen Absturzschutz ausgebildet. An dem unteren
Horizontalholm 43 ist ein U-förmiger Handgriff 45 angeordnet.
[0077] Erfindungsgemäß sind an den Vertikalholmen 41 im unteren Bereich jeweils zwei seitlich
angeordnete Befestigungselemente 46 ausgebildet, die beim Auf- und Abbau des Baugerüstes
temporär in die Nuten der Aufnahmeeinheiten der Montageadapter eingesetzt werden.
Die Befestigungselemente 46 sind in dieser Ausführungsform als Pilzkopfschrauben ausgebildet,
welche einen Zapfen 46a und eine endständige Verdickung 46b aufweisen.
[0078] Die
Figur 16 zeigt einen Ausschnitt des Sicherheitsgeländers 40 gemäß der Figur 15 im Bereich
der Befestigungselemente 46 an einem Vertikalholm 41 sowie einen Montageadapter 1.
Die Befestigungselemente 46 sind komplementär zu den Nuten 11 ausgebildet. Zum Befestigen
des Sicherheitsgeländers 40 werden die Befestigungselemente 46 durch die Öffnungen
12 von vorne in die Nuten 11 eingeführt. Die Verdickungen 46b gleiten in den Nuten
11 nach unten und die unteren, geschlossenen Enden der Nuten 11 bilden einen Anschlag
aus und halten das Sicherheitsgeländer 40.
[0079] Die
Figur 17 zeigt nochmals das Sicherheitsgeländer 40 der Figur 15 mit zwei Montageadaptern 1.
Die Befestigungselemente befinden sich in dieser Darstellung erst auf der Höhe der
Öffnungen, sind also noch nicht bis zum Anschlag in die Nuten herunter geführt worden.
[0080] Die Figuren 18A-D zeigen verschiedene schematische Ansichten der Schritte zum Aufbau
eines Baugerüstes 50 mit Sicherheitsgeländern 40. Die
Figur 18A zeigt einen Ausschnitt eines stark vereinfacht dargestellten Baugerüstes 50 mit drei
Gerüstetagensegmenten I bis III je Gerüstetage. Jedes Segment I bis III weist Vertikalholme
51 auf, sowie einen Gerüstboden 52. Diese Gerüstboden 52 bilden eine erste und oberste
Gerüstetage E1, die noch nicht gesichert ist. Das Anbringen der Gerüstboden 52 erfolgte
hier vom Boden aus, also sozusagen von einer letzten gesicherten Etage E0 aus. An
die Vertikalholme 41 des linken Segmentes I sind bereits zwei Montageadapter 1 befestigt.
[0081] In einem nächsten Schritt, siehe
Figur 18B, wird jeweils ein Sicherheitsgeländer 40 in zwei benachbarte Montageadapter 1, das
heißt in zwei Montageadapter 1, die an benachbarten Vertikalholmen 51 befestigt sind,
eingehängt. Dies geschieht von unten aus der letzten gesicherten Etage E0, also dem
Boden. Hierzu dient der Handgriff 45, welcher an dem unteren Horizontalholm 43 des
Sicherheitsgeländers 40 angebracht ist.
[0082] Nach dem Anbringen des/der Sicherheitsgeländer(s) 40 ist das jeweilige Segment I
bis III beziehungsweise die Etage E1 gesichert und der Gerüstbauer kann nun im Schutz
des Sicherheitsgeländers 40 die oberste Etage E1 fertigstellen. Insbesondere kann
nun das eigentliche, dauerhafte Gerüstgeländer 53 angebracht werden, siehe
Figur 18C. Weiterhin wird der Gerüstboden 52 für die nächste Gerüstetage E2 von unten an weiteren
Vertikalholmen 51 angebracht.
[0083] Im folgenden Schritt, siehe
Figur 18D, werden erneut an den Vertikalholmen 51 der letzten gesicherten Etage E1 weitere
Montageadapter 1 angebracht, in die die Sicherheitsgeländer 40 von unten nach oben
jeweils eine Etage höher gehängt werden, sodass nun die oberste Etage E2 wieder gesichert
ist und fertig gestellt werden kann.
[0084] Die
Figur 19 zeigt eine schematische Perspektivansicht eines Montageadapters 1 in noch einer anderen
Ausführungsform. Diese Ausführungsform weist zwischen den Aufnahmeeinheiten 10 eine
Halterung 30 auf, an welcher die Aufnahmeeinheiten 10 fixiert sind und die Befestigungseinrichtung
angebracht werden kann. Die Halterung 30 ist zweiteilig mit einem ersten Halteteil
31 und einem zweiten Halteteil 32 ausgeführt, siehe Figuren 23 und 24. Die Halteteile
31 und 32 weisen jeweils zwei armförmige Laschen 31a beziehungsweise 32a auf und können
einfach zusammengesteckt werden.
[0085] Die
Figur 20 zeigt eine schematische Rückansicht des Montageadapters 1 gemäß der Figur 5, die
Figur 21 eine schematische Seitenansicht und die
Figur 22 eine schematische Draufsicht.
[0086] Die
Figur 23 zeigt eine schematische Perspektivansicht des ersten Halteteils 31 der Halterung
30 des Montageadapters 1 gemäß der Figur 5. Das Halteteil 31 weist an beiden Längsseiten
jeweils zwei Laschen 31a auf. Am oberen Ende des Halteteils 31 ist ein Haken 31b ausgebildet,
welcher zur Verbindung mit dem zweiten Halteteil 32 dient, siehe Figur 24.
[0087] Die
Figur 24 zeigt eine schematische Perspektivansicht des zweiten Halteteils 32. Das Halteteil
32 weist an beiden Längsseiten jeweils zwei Laschen 32a auf, die im mit dem ersten
Halteteil 31 verbundenen Zustand jeweils versetzt zu den Laschen 31a des ersten Halteteils
31 angeordnet sind. Am oberen Ende des Halteteils 32 ist eine Öse 32b ausgebildet,
in die der Haken 31b des ersten Halteteils 31 eingreift, um die Halteteile 31 und
32 zu verbinden.
[0088] Obwohl die Erfindung im Detail durch das bevorzugte Ausführungsbeispiel näher illustriert
und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele
eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden,
ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen. Insbesondere beschränkt sich die
Erfindung nicht auf die nachfolgend angegebenen Merkmalskombinationen, sondern es
können auch für den Fachmann offensichtlich ausführbare andere Kombinationen und Teilkombinationen
aus den offenbarten Merkmalen gebildet werden. Ebenso liegt es im Rahmen der Erfindung,
eine mechanische Umkehr der Funktionen der einzelnen mechanischen Elemente der Erfindung
zu bewirken.
[0089] Nachfolgend werden besonders günstige Variationen erfindungsgemäßer Ausführungsbeispiele
der voranstehend ausgeführten Erfindung beschrieben:
- I. Montageadapter 1 zur temporären Befestigung eines vorauseilenden Sicherheitsgeländers
40 an einem Baugerüst 50 beim Auf- und/oder Abbau des Baugerüstes 50.
- II. Montageadapter 1 gemäß dem voranstehenden Ausführungsbeispiel I, dadurch gekennzeichnet,
dass der Montageadapter 1 einerseits zum temporären Anschlagen an einem Vertikalholm
51 des Baugerüsts 50 und andererseits zum temporären Befestigen des Sicherheitsgeländers
40 an dem Montageadapter 1 ausgebildet ist.
- III. Montageadapter 1 gemäß einem der voranstehenden Ausführungsbeispiele I bis II,
dadurch gekennzeichnet, dass
III.i mindestens eine Aufnahmeeinheit 10 zum Aufnehmen von Befestigungselementen 46
jeweils eines Sicherheitsgeländers 40 und
III.ii mindestens eine Befestigungseinrichtung zum Anschlagen des Montageadapters
1 an dem Baugerüst 50 ausgebildet ist.
- IV. Montageadapter 1 gemäß dem voranstehenden Ausführungsbeispiel III, dadurch gekennzeichnet,
dass die mindestens eine Aufnahmeeinheit 10 mindestens zwei Nuten 11 aufweist, die
im montierten Zustand des Montageadapters 1 betrachtet übereinander angeordnet sind.
- V. Montageadapter 1 gemäß dem voranstehenden Ausführungsbeispiel IV, dadurch gekennzeichnet,
dass die mindestens zwei Nuten 11 im montierten Zustand des Montageadapters 1 betrachtet
an ihren oberen Enden jeweils eine Öffnung 12 zum Einführen der Befestigungselemente
46 des Sicherheitsgeländers 40 aufweisen.
- VI. Montageadapter 1 gemäß einem der voranstehenden Ausführungsbeispiele II bis V,
dadurch gekennzeichnet, dass genau eine Aufnahmeeinheit 10 zum Aufnehmen von Befestigungselementen
46 eines Sicherheitsgeländers 40 ausgebildet ist.
- VII. Montageadapter 1 gemäß einem der voranstehenden Ausführungsbeispiele II bis V,
dadurch gekennzeichnet, dass zwei Aufnahmeeinheiten 10 zum Aufnehmen von Befestigungselementen
46 von zwei Sicherheitsgeländern 40 ausgebildet sind.
- VIII. Montageadapter 1 gemäß einem der voranstehenden Ausführungsbeispiel IV bis VII,
dadurch gekennzeichnet, dass jede Aufnahmeeinheit 10 mindestens eine Montageebene
M1, M2 aufweist, in der sich die Nuten 11 erstrecken, wobei die mindestens eine Montageebene
M1, M2 seitlich versetzt und parallel zu einer Befestigungsachse des Montageadapters
1 angeordnet ist.
- IX. Montageadapter 1 gemäß dem voranstehenden Ausführungsbeispiel VIII, dadurch gekennzeichnet,
dass zwei benachbarte Aufnahmeeinheiten 10 jeweils eine Montageebene M1 aufweisen,
wobei die Montageebenen M1 parallel zueinander ausgerichtet sind.
- X. Montageadapter 1 gemäß einem der voranstehenden Ausführungsbeispiele VIII bis IX,
dadurch gekennzeichnet, dass zwei benachbarte Aufnahmeeinheiten 10 jeweils eine Montageebene
M1, M2 aufweisen, wobei die Montagebenen M1, M2 in einem Winkel zueinander stehen.
- XI. Montageadapter 1 gemäß einem der voranstehenden Ausführungsbeispiele VIII bis
X, dadurch gekennzeichnet, dass eine Aufnahmeeinheit 10 zwei Montageebenen M1, M2
aufweist, die in einem Winkel zueinander stehen.
- XII. Montageadapter 1 gemäß einem der voranstehenden Ausführungsbeispiele VIII bis
XI, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Aufnahmeeinheit 10 in einer Montageebene
M1, M2 zwei Nuten 11 aufweist.
- XIII. Montageadapter 1 gemäß einem der voranstehenden Ausführungsbeispiele VIII bis
XII, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Aufnahmeeinheit 10 in einer Montageebene
M1, M2 mindestens eine zusätzliche Nut 11 aufweist.
- XIV. Montageadapter 1 gemäß einem der voranstehenden Ausführungsbeispiele IV bis XIII,
dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten 11 derart ausgebildet sind, dass zum Aushängen
der Befestigungselemente 46 des Sicherheitsgeländers 40 aus den Nuten 11 eine Hubhöhe
des Sicherheitsgeländers 40 von mindestens 15 cm notwendig ist.
- XV. Montageadapter 1 gemäß einem der voranstehenden Ausführungsbeispiele IV bis XIV,
dadurch gekennzeichnet, dass an einem unteren Bereich der Öffnung 12 der Nuten 11
jeweils eine Einführschiene ausgebildet ist.
- XVI. Montageadapter 1 gemäß einem der voranstehenden Ausführungsbeispiele I bis XV,
dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Befestigungseinrichtung als manuell lösbare
Schraub-Klemm-Verbindung ausgebildet ist.
- XVII. Montageadapter 1 gemäß einem der voranstehenden Ausführungsbeispiele I bis XVI,
dadurch gekennzeichnet, dass eine weitere Befestigungseinrichtung als Sicherungseinheit
ausgebildet ist, welche am Baugerüst 50 einen Anschlag gegen ein Herunterfallen ausbildet.
- XVIII. Montageadapter 1 gemäß einem der voranstehenden Ausführungsbeispiele I bis
XVI, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine weitere Befestigungseinrichtung
ausgebildet ist, welche am Baugerüst 50 einen Anschlag gegen ein seitliches Verrutschen
ausbildet.
- XIX. Sicherheitsgeländer 40 zur temporären Befestigung an einem Baugerüst 50 beim
Auf- und/oder Abbau des Baugerüstes 50, wobei das Sicherheitsgeländer 40 beim Aufbau
jeweils eine nächste Gerüstetage E1, E2 bis zu deren Fertigstellung oder jeweils eine
oberste Gerüstetage E1, E2 bis zu deren vollständigen Abbau sichert, dadurch gekennzeichnet,
dass das Sicherheitsgeländer 40 derart ausgebildet ist, dass es mittels mindestens
eines Montageadapters 1 gemäß einem der voranstehenden Ausführungsbeispiele I bis
XVIII temporär an dem Baugerüst 50 befestigbar ist.
- XX. Sicherheitsgeländer 40 gemäß dem voranstehenden Ausführungsbeispiel XIX, zumindest
aufweisend:
XXi. mindestens einen Horizontalholm 42, 43 sowie zwei seitlich angeordnete Vertikalholme
41, zwischen denen sich der mindestens eine Horizontalholm 42, 43 erstreckt, dadurch
gekennzeichnet, dass
XXii. an den Vertikalholmen 41 seitlich angeordnete Befestigungselemente 46 ausgebildet
sind, die beim Auf- und Abbau des Baugerüstes 50 temporär in den Aufnahmeeinheiten
10 der Montageadapter 1 einsetzbar sind.
- XXI. Sicherheitsgeländer 40 gemäß einem der voranstehenden Ausführungsbeispiele XIX
bis XX, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente 46 im Wesentlichen komplementär
zu den Aufnahmeeinheiten 10 ausgebildet sind.
- XXII. Sicherheitsgeländer 40 gemäß einem der voranstehenden Ausführungsbeispiele XIX
bis XXI, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente 46 zapfenförmig mit
einer endständigen Verdickung 46b ausgebildet sind, wobei der Zapfen 46a zum Einführen
in die Nut 11 ausgebildet ist.
- XXIII. Sicherheitsgeländer 40 gemäß einem der voranstehenden Ausführungsbeispiele
XIX bis XXII, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Befestigungselemente 46
je Vertikalholm 41 der Anzahl der Nuten 11 je Aufnahmeeinheit 10 entspricht.
- XXIV. Sicherheitsgeländer 40 gemäß einem der voranstehenden Ausführungsbeispiele XIX
bis XXIII, dadurch gekennzeichnet, dass der Wert A = (D-d) * H/h maximal 3,5 cm beträgt,
wobei gilt:
D: Breite der Nut,
d: Durchmesser des Zapfens in der Nut,
h: Abstand vom oberen zum unteren Zapfen,
H: Abstand vom oberen Zapfen zum oberen Vertikalholm, und
A: Auslenkung des Geländers am höchsten Punkt bei einer Belastung mit einem Gewicht
von 30 kg.
- XXV. Sicherheitsgeländer 40 gemäß einem der voranstehenden Ausführungsbeispiele XIX
bis XXIV, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente 46 im unteren Bereich
der Vertikalholme 41 angeordnet sind.
- XXVI. Sicherheitsgeländer 40 gemäß einem der voranstehenden Ausführungsbeispiele XIX
bis XXV, dadurch gekennzeichnet, dass zwei obere Horizontalholme 42 und ein unterer
Horizontalholm 43 ausgebildet sind.
- XXVII. Sicherheitsgeländer 40 gemäß dem voranstehenden Ausführungsbeispiel XXVI, dadurch
gekennzeichnet, dass am unteren Horizontalholm 43 mindestens ein Handgriff 45 zum
Einsetzen des Sicherheitsgeländers 40 in die Montageadapter 1 ausgebildet ist.
- XXVIII. Sicherheitsgeländer 40 gemäß einem der voranstehenden Ausführungsbeispiele
XIX bis XXVII, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Horizontalholm 42,
43 teleskopierbar ausgeführt ist.
- XXIX. Sicherheitsgeländer 40 gemäß dem voranstehenden Ausführungsbeispiel XXVIII,
dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine teleskopierbare Horizontalholm 42,
43 über Gelenke mit den Vertikalholmen 41 verbunden ist.
- XXX. Bausatz zum Errichten eines Baugerüstes 50, zumindest aufweisend:
XXXi. mehrere Gerüstböden 52 und mehrere Vertikal- und Horizontalholme 41, 42, 43
einschließlich deren Verbindungselemente zur Errichtung mehrerer, übereinander liegender
Gerüstetagen E1, E2,
XXXii. mindestens ein Sicherheitsgeländer 40 gemäß einem der voranstehenden Ausführungsbeispiele
XIX bis XXIX, und
mindestens zwei Montageadapter 1 gemäß einem der voranstehenden Ausführungsbeispiele
I bis XVIII zum temporären Befestigen des Sicherheitsgeländers 40 an dem Baugerüst
50 beim Auf- und/oder Abbau.
- XXXI. Baugerüst 50, errichtet aus einem Bausatz gemäß dem voranstehenden Ausführungsbeispiel
XXX.
- XXXII. Verfahren zum Aufbau eines Baugerüstes 50 gemäß dem voranstehenden Ausführungsbeispiel
XXXI aus einem Bausatz gemäß dem voranstehenden Ausführungsbeispiel XXX, zumindest
aufweisend die folgenden Verfahrensschritte:
XXXIIi. Anbringen eines Gerüstbodens 52 eines nächsten oberen Gerüstetagensegments
auf bereits errichteten Vertikalholmen 51 eines letzten gesicherten Gerüstetagensegments,
XXXIIii. Anschlagen jeweils eines Montageadapters 1 an zwei benachbarten bereits errichteten
Vertikalholmen 51,
XXXIIiii. Einsetzen eines Sicherheitsgeländers 40 in die beiden Montageadapter 1 zum
Schutz des nächsten oberen Gerüstetagensegments von dem letzten gesicherten Gerüstetagensegments
aus,
XXXIIiv. Fertigstellen des oberen Gerüstetagensegments einschließlich Einrichten eines
Gerüstgeländers 53 zwischen den Vertikalholmen 51, und
XXXIIv. Wiederholen der voranstehenden Verfahrensschritte nach Bedarf.
- XXXIII.Verfahren zum Abbau eines Baugerüstes 50 gemäß dem voranstehenden Ausführungsbeispiel
XXXI aus einem Bausatz gemäß dem voranstehenden Ausführungsbeispiel XXX, zumindest
aufweisend die folgenden Verfahrensschritte:
XXXIIIi. Anschlagen jeweils eines Montageadapters 1 an zwei benachbarten Vertikalholmen
51 unterhalb des letzten gesicherten Gerüstetagensegments,
XXXIIIii. Einsetzen des Sicherheitsgeländers 40 von dem letzten gesicherten Gerüstetagensegment
aus,
XXXIIIiii. Entfernen des Gerüstgeländers 53 und des Gerüstbodens 52 sowie falls vorhanden
der Vertikalholme 51 des obersten Gerüstetagensegments, und XXXIIIiv. Wiederholen
der voranstehenden Verfahrensschritte nach Bedarf.
Bezugszeichenliste
[0090]
- 1
- Montageadapter
- 10
- Aufnahmeeinheit
- 11
- Nut
- 12
- Öffnung
- 21
- bogenförmiger Anschlag
- 22
- V-förmige Nut
- 23
- Doppelwange
- 24
- Rechteckscheibe
- 25
- Schraub-Klemm-Kupplung
- 26
- Lippe
- 30
- Halterung
- 31
- erstes Halteteil
- 31a
- Lasche des ersten Halteteils
- 31b
- Haken
- 32
- zweites Halteteil
- 32a
- Lasche des zweiten Halteteils
- 32b
- Öse
- 40
- Sicherheitsgeländer
- 41
- Vertikalholm
- 42
- obere Geländerholme
- 43
- unterer Horizontalholm
- 44
- Querverstrebungen
- 45
- Handgriff
- 46
- Befestigungselement
- 46a
- Zapfen
- 46b
- Verdickung
- 46c
- Mutter
- 50
- Baugerüst
- 51
- Vertikalholm
- 52
- Gerüstboden
- 53
- Gerüstgeländer
- D
- Breite einer Nut
- d
- Durchmesser eines Zapfens
- H
- Abstand vom obersten Zapfen zum obersten Horizontalholm des Sicherheitsgeländers
- h
- Abstand vom obersten zum untersten Zapfen
- A
- Auslenkung des obersten Horizontalholm des Sicherheitsgeländers
- M1, M2
- Montageebene
- E0, E1, E2
- Gerüstetage
- I, II, III
- Gerüst(-etagen-)segment
1. Montageadapter (1) zur temporären Befestigung eines vorauseilenden Sicherheitsgeländers
(40) an einem Baugerüst (50) beim Auf- und/oder Abbau des Baugerüstes (50).
2. Montageadapter (1) gemäß dem voranstehenden Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Montageadapter (1) einerseits zum temporären Anschlagen an einem Vertikalholm
(51) des Baugerüsts (50) und andererseits zum temporären Befestigen des Sicherheitsgeländers
(40) an dem Montageadapter (1) ausgebildet ist.
3. Montageadapter (1) gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 1 bis 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
3.1. mindestens eine Aufnahmeeinheit (10) zum Aufnehmen von Befestigungselementen
(46) jeweils eines Sicherheitsgeländers (40) und
3.2. mindestens eine Befestigungseinrichtung zum Anschlagen des Montageadapters (1)
an dem Baugerüst (50) ausgebildet ist.
4. Montageadapter (1) gemäß dem voranstehenden Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Aufnahmeeinheit (10) mindestens zwei Nuten (11) aufweist, die
im montierten Zustand des Montageadapters (1) betrachtet übereinander angeordnet sind.
5. Montageadapter (1) gemäß dem voranstehenden Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Nuten (11) im montierten Zustand des Montageadapters (1) betrachtet
an ihren oberen Enden jeweils eine Öffnung (12) zum Einführen der Befestigungselemente
(46) des Sicherheitsgeländers (40) aufweisen.
6. Montageadapter (1) gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass jede Aufnahmeeinheit (10) mindestens eine Montageebene (M1, M2) aufweist, in der
sich die Nuten (11) erstrecken, wobei die mindestens eine Montageebene (M1, M2) seitlich
versetzt und parallel zu einer Befestigungsachse des Montageadapters (1) angeordnet
ist.
7. Montageadapter (1) gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (11) derart ausgebildet sind, dass zum Aushängen der Befestigungselemente
(46) des Sicherheitsgeländers (40) aus den Nuten (11) eine Hubhöhe des Sicherheitsgeländers
(40) von mindestens 15 cm notwendig ist.
8. Sicherheitsgeländer (40) zur temporären Befestigung an einem Baugerüst (50) beim Auf-
und/oder Abbau des Baugerüstes (50), wobei das Sicherheitsgeländer (40) beim Aufbau
jeweils eine nächste Gerüstetage (E1, E2) bis zu deren Fertigstellung oder jeweils
eine oberste Gerüstetage (E1, E2) bis zu deren vollständigen Abbau sichert,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sicherheitsgeländer (40) derart ausgebildet ist, dass es mittels mindestens eines
Montageadapters (1) gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 1 bis 7 temporär
an dem Baugerüst (50) befestigbar ist.
9. Sicherheitsgeländer (40) gemäß dem voranstehenden Patentanspruch 8, zumindest aufweisend:
9.1. mindestens einen Horizontalholm (42, 43) sowie zwei seitlich angeordnete Vertikalholme
(41), zwischen denen sich der mindestens eine Horizontalholm (42, 43) erstreckt,
dadurch gekennzeichnet, dass
9.2. an den Vertikalholmen (41) seitlich angeordnete Befestigungselemente (46) ausgebildet
sind, die beim Auf- und Abbau des Baugerüstes (50) temporär in den Aufnahmeeinheiten
(10) der Montageadapter (1) einsetzbar sind.
10. Sicherheitsgeländer (40) gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 8 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente (46) zapfenförmig mit einer endständigen Verdickung (46b)
ausgebildet sind, wobei der Zapfen (46a) zum Einführen in die Nut (11) ausgebildet
ist.
11. Sicherheitsgeländer (40) gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass der Wert

wobei gilt:
D: Breite der Nut,
d: Durchmesser des Zapfens in der Nut,
h: Abstand vom oberen zum unteren Zapfen,
H: Abstand vom oberen Zapfen zum oberen Vertikalholm, und
A: Auslenkung des Geländers am höchsten Punkt bei einer Belastung mit einem Gewicht
von 30 kg.
12. Bausatz zum Errichten eines Baugerüstes (50), zumindest aufweisend:
12.1. mehrere Gerüstböden (52) und mehrere Vertikal- und Horizontalholme (41, 42,
43) einschließlich deren Verbindungselemente zur Errichtung mehrerer, übereinander
liegender Gerüstetagen (E1, E2),
12.2. mindestens ein Sicherheitsgeländer (40) gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche
8 bis 11, und
12.3. mindestens zwei Montageadapter (1) gemäß einem der voranstehenden Patentansprüche
1 bis 7 zum temporären Befestigen des Sicherheitsgeländers (40) an dem Baugerüst (50)
beim Auf- und/oder Abbau.
13. Baugerüst (50), errichtet aus einem Bausatz gemäß dem voranstehenden Patentanspruch
12.
14. Verfahren zum Aufbau eines Baugerüstes (50) gemäß dem voranstehenden Patentanspruch
13 aus einem Bausatz gemäß dem voranstehenden Patentanspruch 12, zumindest aufweisend
die folgenden Verfahrensschritte:
14.1. Anbringen eines Gerüstbodens (52) eines nächsten oberen Gerüstetagensegments
auf bereits errichteten Vertikalholmen (51) eines letzten gesicherten Gerüstetagensegments,
14.2. Anschlagen jeweils eines Montageadapters (1) an zwei benachbarten bereits errichteten
Vertikalholmen (51),
14.3. Einsetzen eines Sicherheitsgeländers (40) in die beiden Montageadapter (1) zum
Schutz des nächsten oberen Gerüstetagensegments von dem letzten gesicherten Gerüstetagensegments
aus,
14.4. Fertigstellen des oberen Gerüstetagensegments einschließlich Einrichten eines
Gerüstgeländers (53) zwischen den Vertikalholmen (51), und
14.5. Wiederholen der voranstehenden Verfahrensschritte nach Bedarf.
15. Verfahren zum Abbau eines Baugerüstes (50) gemäß dem voranstehenden Patentanspruch
13 aus einem Bausatz gemäß dem voranstehenden Patentanspruch 12, zumindest aufweisend
die folgenden Verfahrensschritte:
15.1. Anschlagen jeweils eines Montageadapters (1) an zwei benachbarten Vertikalholmen
(51) unterhalb des letzten gesicherten Gerüstetagensegments, 15.2. Einsetzen des Sicherheitsgeländers
(40) von dem letzten gesicherten Gerüstetagensegment aus,
15.3. Entfernen des Gerüstgeländers (53) und des Gerüstbodens (52) sowie falls vorhanden
der Vertikalholme (51) des obersten Gerüstetagensegments, und
15.4. Wiederholen der voranstehenden Verfahrensschritte nach Bedarf.