[0001] Die Erfindung betrifft irreguläre Zustände in Kältekreisen, in denen ein als Kältemittel
wirkendes Arbeitsfluid in einem thermodynamischen Kreisprozess, wie zum Beispiel dem
Clausius-Rankine-Kreisprozess, geführt wird. Vorwiegend sind dies Wärmepumpen, Klimaanlagen
und Kühlgeräte, wie sie in Wohngebäuden gebräuchlich sind. Unter Wohngebäuden werden
dabei Privathäuser, Miethauskomplexe, Krankenhäuser, Hotelanlagen, Gastronomie und
kombinierte Wohn- und Geschäftshäuser verstanden, in denen Menschen dauerhaft leben
und arbeiten, im Unterschied zu mobilen Vorrichtungen wie KFZ-Klimaanlagen oder Transportboxen,
oder auch Industrieanlagen oder medizintechnischen Geräten. Gemeinsam ist diesen Kreisprozessen,
dass sie unter Einsatz von Energie Nutzwärme oder Nutzkälte erzeugen und Wärmeverschiebungssysteme
bilden.
[0002] Die zum Einsatz kommenden thermodynamischen Kreisprozesse sind seit langem bekannt,
ebenso die Sicherheitsprobleme, die bei der Verwendung geeigneter Arbeitsfluide entstehen
können. Abgesehen von Wasser sind die bekanntesten damaligen Arbeitsfluide brennbar
und giftig. Sie führten im vergangenen Jahrhundert zur Entwicklung der Sicherheitskältemittel,
die aus fluorierten Kohlenwasserstoffen bestanden. Es zeigte sich jedoch, dass diese
Sicherheitskältemittel die Ozonschicht schädigen, zur Klimaerwärmung führen, und dass
ihre sicherheitstechnische Unbedenklichkeit zu konstruktiven Unachtsamkeiten führte.
Bis zu 70 % des Umsatzes entfiel auf den Nachfüllbedarf undichter Anlagen und deren
Leckageverluste, der hingenommen wurde, solange dies im Einzelfall als wirtschaftlich
vertretbar empfunden wurde und Bedarf an Ersatzbeschaffung förderte.
[0003] Der Einsatz dieser Kältemittel wurde aus diesem Grund Restriktionen unterworfen,
in der Europäischen Union beispielsweise durch die F-Gas-Verordnung (EU) 517/2014.
[0004] Es ist daher einerseits äußerst problematisch, die konstruktiven Prinzipien für Kältemittel-führende
thermodynamische Prozesse zu übernehmen, die sich bei Sicherheitskältemitteln scheinbar
gut bewährt haben, andererseits auf die Anlagenkonzepte aus der Zeit vor Einführung
der Sicherheitskältemittel aufzusetzen. Dies liegt auch daran, dass inzwischen aus
Einzelgeräten komplexe Anlagen geworden sind, was die Anzahl der Möglichkeiten für
Störungen und deren Folgen vervielfältigt hat. Hierdurch ergeben sich beispielhaft
die folgenden Anforderungen an das Sicherheitskonzept:
- Im Normalbetrieb muss die Anlage absolut dicht sein.
- Weder bei einer Leckage im Kondensator bzw. Verflüssiger noch bei einer Leckage im
Verdampfer darf Arbeitsfluid in den gekoppelten Nutzwärme- oder Nutzkältekreislauf
gelangen.
- Es darf kein Arbeitsfluid aus dem Kältekreislauf unbemerkt entweichen können.
- Im Verdichter darf das Arbeitsfluid nicht durch die Lagerung entweichen.
- Im Entspannungssystem darf das Arbeitsfluid nicht durch den Ventilsitz diffundieren
oder durch Kavitation zu Leckagen führen.
- Gekapselte Teile müssen für Wartungs- und Kontrollzwecke zugänglich bleiben.
- In Notfällen dürfen sich keine Gefahren einstellen.
- Die Anlage soll in vorhandene Räumlichkeiten integrierbar sein
- Das Kältemittel soll abgelassen und eingefüllt werden können.
[0005] Der Begriff des Notfalls muss weit gesehen werden. Denkbar sind Stromausfälle, Erdbeben,
Erdrutsche, Überschwemmungen, Brände, technische Fehler und klimatische Extrembedingungen.
Sofern die Anlagen in einem Netzwerk betrieben werden, ist auch ein Netzausfall oder
eine Netzstörung als Notfall anzusehen. Gegenüber solchen Gefahren oder Störungen
soll die Vorrichtung inhärent sicher sein. Aber auch ein Ausfall der verfügbaren Primärenergie
kann einen Notfall begründen und darf keine Gefahrentwicklung zur Folge haben. Alle
diese Notfälle können auch kombiniert auftreten.
[0006] Hierbei sind die verschiedenen Bauformen und Anwendungsfälle für derartige thermodynamische
Kreisprozesse gesondert zu berücksichtigen, bei ortsfesten Anlagen für Wohngebäude
beispielsweise folgende:
- Haushaltskühlschränke,
- Haushaltsgefrierschränke,
- Haushaltstrockner,
- Haushaltskühl-Gefrierkombinationen,
- Kühlkammern für Hotel- und Gastronomie,
- Gefrierkammern für Hotel- und Gastronomie,
- Klimaanlage für Haus, Hotel- und Gastronomie,
- Warmwassererzeugung für Haus, Hotel- und Gastronomie,
- Beheizung für Haus, Hotel- und Gastronomie,
- Sauna-Schwimmbadanlagen für Haus, Hotel- und Gastronomie,
- Kombinierte Anlagen für die oben genannten Anwendungen,
wobei diese Aufzählung nicht vollständig ist.
[0007] Die Energie für den Betrieb der Anlagen einschließlich der zu verschiebenden Wärmeenergie
kann aus verschiedenen Quellen stammen:
- Erdwärme aus Erdwärmespeichern,
- Geothermische Wärme,
- Fernwärme,
- Elektrische Energie aus allgemeiner Stromversorgung,
- Elektrische Solarenergie,
- Solarwärme,
- Abwärme,
- Warmwasserspeicher,
- Eisspeicher,
- Latentwärmespeicher,
- Fossile Energieträger wie Erdgas, Erdöl, Kohle,
- Nachwachsende Rohstoffe wie Holz, Pellets, Biogas,
- Außenluft,
- Kombinationen aus den oben genannten Energiequellen,
wobei auch diese Aufzählung nicht vollständig ist.
[0008] Die auftretenden Probleme bei der Sicherheitsauslegung solcher Anlagen werden in
der
WO 2015/032905 A1 anschaulich beschrieben. So liegt die untere Zündgrenze von Propan als Arbeitsfluid
etwa bei 1,7 Volumenprozent in Luft, was 38 g/m
3 in Luft entspricht. Sofern der Kälteprozess in einem ihn umgebenden, hermetisch abgeschlossenen,
ansonsten aber luftgefüllten Raum mit dem Arbeitsfluid Propan durchgeführt wird, stellt
sich das Problem der Erkennung einer kritischen, explosiven Situation nach einer Störung,
bei der das Arbeitsfluid in diesen hermetisch abgeschlossenen Raum austritt. Elektrische
Sensoren zur Erkennung kritischer Konzentrationen sind nur schwierig explosionsgeschützt
auszuführen, weswegen gerade die Propan-Erkennung durch die Sensoren selbst das Explosionsrisiko
erheblich verschärft, ausgenommen hiervon sind Infrarotsensoren. Propan ist auch giftig,
bei Inhalation oberhalb einer Konzentration von ca. 2 g/m
3 stellen sich narkotische Effekte, Kopfschmerzen und Übelkeit ein. Dies betrifft Personen,
die ein erkanntes Problem vor Ort lösen sollen, noch bevor Explosionsgefahr entsteht.
[0009] Propan ist auch schwerer als Luft, sinkt also in ruhender Luft auf den Boden und
sammelt sich dort an, wobei es sich aber in der Raumluft nach einer gewissen Zeit
durchmischt, was auch von Leckagerate und Raumhöhe abhängt. Sollte sich also ein Teil
des Propans in einer strömungsarmen Zone des abgeschlossenen Raums, in dem sich das
gestörte Aggregat befindet, unter sehr ungünstigen Bedingungen sammeln, können die
lokalen Explosionsgrenzen wesentlich schneller erreicht werden, als es der Quotient
aus Gesamtraumvolumen zu ausgetretener Propanmenge erwarten lässt. Die
WO 2015/032905 A1 sucht dieses Problem zu lösen, indem ein Generator für elektrischen Strom in die
Öffnung bzw. deren Verriegelung dieses Raums integriert wird und bei deren Betätigung
in einem ersten Schritt die elektrische Energie erzeugt und bereitstellt, mit der
der Sensor aktiviert wird, und der im Alarmfall die Verriegelung dann nicht freigibt,
sondern eine Lüftung des abgeschlossenen Raums veranlasst, und erst in einem zweiten
Schritt eine Entriegelung und Öffnung zulässt.
[0010] Schon zu Beginn der Technologie der Kompressionskältemaschinen wurde der Versuch
unternommen, einen abgeschlossenen Raum zu bilden, in dem die apparativen Ausrüstungen
alle sicher untergebracht werden konnten und der diese vollständig umhüllt. Die
DE-PS 553 295 beschreibt eine gekapselte Kompressionskältemaschine, bei der der Kältemittelverdichter
1, sein Antriebsmotor 2, Verdampfer 3, Verflüssiger 4 und Regelventil 5 in einer doppelwandigen
Kapsel 6 bzw. 7 eingeschlossen sind. Im Zwischenraum der doppelwandigen Kapsel wird
ein Unterdruck angelegt und Leckagen, die an den Durchbrüchen für Kühlwasser und Sole
auftreten könnten, abgesaugt. Das abgesaugte Arbeitsfluid kann im Anschluss daran
ggf. zurückgewonnen werden. Zu bemerken ist dabei, dass sich innerhalb des gekapselten
Raums keine Umgebungsluft befindet und aufgrund des Unterdrucks im Doppelmantel auch
nicht in den gekapselten Innenraum eindringen kann.
[0011] Die
DE 10 2011 116 863 A1 beschreibt ein Verfahren zur Sicherung einer Vorrichtung für einen thermodynamischen
Kreisprozess, welche mit einem Prozessfluid betrieben wird, das mindesten eine umweltgefährliche,
giftige und/oder entzündliche Substanz enthält oder daraus besteht. Im Falle einer
Leckage in der Vorrichtung für einen thermodynamischen Kreisprozess ein Adsorptionsmittel
mit dem Prozessfluid, insbesondere Ammoniak, Propan oder Propen, in Kontakt gebracht
und die Substanz durch das Adsorptionsmittel selektiv gebunden. Das Adsorptionsmittel
wird nach Gebrauch regeneriert. Als Adsorptionsmittel werden Zeolith, auch in Kombination
mit Imidazol oder Phosphaten, ferner CuBTC vorgeschlagen, das Adsorptionsmittel kann
in Form einer Schüttung, eines Formkörpers, eines Anstrichs, eines Sprühfilms oder
einer Beschichtung ausgestattet sein. Die Trägerstruktur des Formkörpers kann aus
Mikrostruktur, Lamellenstruktur, Rohrbündel, Rohrregister und Blech bestehen und muss
mechanisch stabil sowie stark oberflächenvergrößernd sein. Eine Umwälzung der potenziell
kontaminierten Luft erfolgt üblicherweise kontinuierlich, kann aber auch durch einen
Sensor initiiert werden, der die Lüftung nach Erreichen eines Schwellenwerts oder
bei einem erkannten Havariefall einschaltet. Die Adsorption kann innerhalb oder außerhalb
eines geschlossenen Raumes durchgeführt werden.
[0012] Die
DE 195 25 064 C1 beschreibt eine Kältemaschine mit einem gasdicht ausgebildeten Gehäuse, welches alle
kältemittelführenden Komponenten der Maschine aufnimmt, ein das Innere des gasdichten
Gehäuses mit einem Auslass verbindender Raum vorgesehen ist, und der Raum mit einem
das Kältemittel sorbierenden Stoff gefüllt ist. Die Menge des sorbierenden Stoffes
wird dabei so dimensioniert, dass die gesamte Menge an eventuell austretendem Kältemittel
aufgenommen und von der Umwelt ferngehalten werden kann. Der mit dem sorbierenden
Stoff gefüllte Raum ist zur Umgebung hin offen. Bei Kältemitteln, die schwerer als
Luft sind, ist der Raum nach unten hin offen, bei solchen, die leichter sind, ist
er nach oben hin offen, so dass ein Fördergebläse nicht erforderlich ist. Das Sorptionsmittel
wird in das Gehäuse eingebracht und umschließt die Kältemaschine bzw. die kältemittelführenden
Einrichtungen vollständig. Auf seinem Weg nach außen sind Schikanen vorgesehen, die
Kurzschlussströmungen verhindern und entweichendes Gas durch das Sorptionsmittel zwingen.
Auch eine doppelwandige Ausführungsform, bei der das Sorptionsmittel im Doppelmantel
angeordnet ist, ist möglich. Am Ausgang des mit dem sorbierenden Stoffes gefüllten
Raumes zur Umgebung hin kann eine Messeinrichtung für Kältemittel vorgesehen werden.
[0013] Die
EP 3 106 780 A1 beschreibt eine Wärmepumpenanlage, die in einem mit einem Bindemittel ausgekleideten,
luftdichten Gehäuse untergebracht ist. Innerhalb dieses Gehäuses kann eine Adsorptionseinheit
mit einer Zwangslüftung angeordnet sein, die im Umluftbetrieb die Luft im Gehäuse
reinigt. Dieser Umluftbetrieb kann kontinuierlich oder nur im Störfall oder in regelmäßigen
Intervallen erfolgen. Stromab dieser Sorptionsstufe kann auch ein Zündbrenner, eine
Pilotflamme, ein katalytischer Brenner oder ein Heizdraht angeordnet sein, der ggf.
restliche brennbare Verunreinigungen verbrennt. Ebenfalls denkbar ist eine Frischluftzufuhr
in Verbindung mit der Ableitung gereinigter Abluft.
[0014] Die vorgestellten Systeme hatten am Markt bislang nur wenig Erfolg. Dies kann auf
die folgenden Gründe zurückgeführt werden:
- Montagefreundlichkeit: Im Falle von Modernisierungen von alten Heizungsanlagen müssen
die neu zu installierenden Vorrichtungen zerlegbar und transportabel sein. Beispielsweise
müssen sie über Kellertreppen und in verwinkelte und niedrige Kellerräume verbracht
werden können. Zusammenbau, Inbetriebnahme und Wartung müssen ohne großen Aufwand
vor Ort möglich sein. Dies schließt große und schwere Druckbehälter weitgehend aus,
ferner Systeme, die nach einer Havarie nicht mehr demontierbar sind.
- Diagnosefreundlichkeit: Die Betriebszustände sollten von außen gut erkennbar sein,
dies betrifft die Sichtbarkeit und Prüfbarkeit bezüglich möglicher Leckagen und schließt
den Füllstand des Arbeitsfluids sowie den Befüllungsgrad ggf. eingebrachter Sorbentien
ein.
- Wartungsfreundlichkeit: Systemdiagnosen sollten ohne großen zusätzlichen Aufwand erfolgen
können. Sicherheitsrelevante Systeme sollten regelmäßig getestet bzw. auf ihre Zuverlässigkeit
geprüft werden können. Sofern Systemdiagnosen nicht einfach durchführbar sind, sollten
möglicherweise belastete Teile leicht durch Neuteile austauschbar sein.
- Ausfallsicherheit: Die Systeme sollen einerseits gegen Störungen gesichert sein, gleichzeitig
aber zuverlässig laufen können, wenigstens im Notbetrieb. Im Falle einer vorübergehenden
externen Störung sollten die Systeme entweder selbstständig wieder anfahren oder ohne
großen Aufwand wiederangefahren werden können.
- Energieeffizienz: Die Anlagen sollen energetisch günstig betrieben werden können,
ein hoher Eigenverbrauch an Energie für Sicherheitsmaßnahmen wirkt dem entgegen.
- Robustheit: Im Falle größerer Störungen, seien sie extern oder systemintern aufgeprägt,
muss die Beherrschbarkeit gewährleistet sein, dies betrifft z.B. Lüftungssysteme,
die verstopfen können oder Druckbehälter, die unter Druck stehen oder heiß werden,
etwa bei einem Brand.
- Kosten: Die Sicherheitsmaßnahmen sollen weder bei den Anschaffungskosten noch bei
den laufenden Kosten bedeutend sein und die Einsparungen bei den Energiekosten gegenüber
herkömmlichen Systemen übersteigen. Sie sollen günstig sein.
[0015] Hinzu kommt ein Zielkonflikt. Sofern Arbeitsfluid aus einer kleinen Leckage austritt,
soll ein Bindemittel, sei es ein Adsorbens oder ein chemisches Bindemittel, auch bei
kleinen Partialdrücken in der Lage sein, das gesamte Arbeitsfluid aufzunehmen. Dies
geschieht am besten in einer langsamen Durchströmung durch ein feinverteiltes Medium.
Im Falle eines denkbaren, wenn auch sehr seltenen Abrisses einer Arbeitsfluid-führenden
Leitung wird jedoch in sehr kurzer Zeit eine große Menge Arbeitsfluid unter hohem
Druck freigesetzt, welche das zumeist druckdichte Gehäuse schlagartig unter Druck
setzt. Bei Versuchen ergaben sich Spitzendruckwerte von bis zu 25 hPa, was zu Verformungen
typischer Bauformen und nachfolgendem Austritt von Arbeitsfluid führen würde.
[0016] In solchen Fällen muss nicht nur das gesamte Arbeitsfluid aufgenommen werden, wie
es im Stand der Technik seit langem bekannt ist, sondern es muss auch schnell zu einer
Druckentlastung kommen. Geschlossene Vorrichtungen mit einem feinverteilten Medium,
das einem Arbeitsfluid beim Einströmen oder beim Durchströmen einen hohen Strömungswiderstand
entgegensetzen würde, wären nicht geeignet, die erforderliche schnelle Druckentlastung
herbeizuführen.
[0017] Aber auch herkömmliche Vorrichtungen, die einen durchströmten Adsorber oder einen
mit einem anderen Bindemittel gefüllten Behälter vorsehen, in dem ein entweichendes
Arbeitsfluid-Luftgemisch gereinigt wird, bevor es in den Aufstellungsraum entweichen
kann, sind problematisch. So wäre die Summe der Einzeldruckverluste, die sich aus
dem Eintrittsdruckverlust, dem des Sorptionsbettes und dem Austrittsdruckverlust ergibt,
immer noch so hoch, dass es eines erheblichen Überdruckes im Gehäuse bedürfte, um
schnell genügend viel Arbeitsfluid-Luftgemisch durch eine solche Vorrichtung hindurchzutreiben,
um auf diese Weise ohne zusätzlichen Lüfter einen schnell entstehenden Überdruck abzubauen.
Dieser Überdruck ist aber gerade nicht erwünscht und soll möglichst nicht erst entstehen,
darf also auch nicht erforderlich sein, um ihn selbst schnell abzubauen. Hierdurch
entsteht ein innerer Zielkonflikt.
[0018] Die Aufgabe der Erfindung ist daher, eine verbesserte Vorrichtung bereitzustellen,
welche die dargestellten Probleme einschließlich des Zielkonflikts besser löst und
die Nachteile nicht mehr aufweist.
[0019] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch eine Vorrichtung zur sicheren Durchführung
eines linksdrehenden thermodynamischen Kreisprozesses mittels eines entzündlichen
Arbeitsfluids, welches in einem geschlossenen, hermetisch dichten Arbeitsfluidumlauf
geführt wird, aufweisend
- mindestens einen Verdichter für Arbeitsfluid,
- mindestens eine Entspannungseinrichtung für Arbeitsfluid,
- mindestens zwei Wärmeübertrager für Arbeitsfluid mit jeweils mindestens zwei Anschlüssen
für Wärmeüberträgerfluide,
- ein geschlossenes Gehäuse, bestehend aus einem äußeren Gehäuseteil und einem inneren
Gehäuseteil, welches alle am geschlossenen Arbeitsfluidumlauf angeschlossenen Einrichtungen
umfasst,
- weitere Einrichtungen umfassen kann, wobei
- das Gehäuse aus einer Anordnung aus zwei ineinander verschachtelten Gehäuseteilen
gebildet ist, wobei das innere Gehäuseteil von dem äußeren Gehäuseteil wenigstens
teilweise umschlossen wird,
- wobei beide Gehäuseteile jeweils fünf geschlossene und eine für Gas offene Seite aufweisen,
- die jeweils für Gas offenen Seiten auf einander entgegengesetzten Seiten der verschachtelten
Gehäuseteile angeordnet sind,
- an der offenen Seite des inneren und der des äußeren Gehäuseteils jeweils ein Durchtritt
für Gas vorgesehen wird,
- zwischen den beiden Gehäuseteilen ein Zwischenraum an mehreren Seiten gebildet wird,
- dieser Zwischenraum mit einem Bindemittel für Arbeitsfluid in einer Kapazität aufgefüllt
ist, mit der austretendes Arbeitsfluid vollständig aufgenommen werden kann,
- der Zwischenraum nur im Falle eines im Inneren des inneren Gehäuseteils auftretenden
Überdruckes durchströmt werden kann, indem der Überdruck ein paralleles Auseinanderschieben
des äußeren Gehäuseteils gegen das innere Gehäuseteil bewirkt, wodurch eine Durchtrittsöffnung
vom inneren Gehäuseteil in den Zwischenraum für Gas geöffnet wird,
- der Zwischenraum und die Durchtrittsöffnung strömungstechnisch so ausgebildet ist,
dass der sich beim Durchströmen einstellende Strömungswiderstand überall gleich ist.
[0020] Als linksdrehender Kreisprozess dient in den meisten Fällen ein Clausius-Rankine-Prozess,
der mit R290 betrieben wird. Als Bindemittel wird hierbei bevorzugt das Adsorbens
Aktivkohle verwendet. Als Wärmeübertragerfluide sind hier alle gasförmigen oder flüssigen
Medien zu verstehen, mit denen Wärme übertragen wird, also etwa Luft, Wasser, Sole,
Wärmeträgeröle oder dergleichen.
[0021] Die Verschachtelung der beiden Gehäuseteile kann dabei auf verschiedene Arten erfolgen.
Das äußere Gehäuseteil kann von oben auf das untere, innere Gehäuseteil aufgesetzt
sein, wobei die Unterseite des äußeren Gehäuseteils vollständig offen ist. Die Aggregate
des Kreisprozesses sind dann alle im inneren Gehäuseteil angeordnet und die Anschlüsse
werden unterhalb vorgenommen und durchstoßen das äußere Gehäuseteil nicht. Das äußere
Gehäuseteil kann auch unten angeordnet sein und eine Art Wanne für das innere Gehäuseteil
bilden, wobei das innere Gehäuseteil von oben aufgesetzt wird. Die Aggregate des Kreisprozesses
sind dann alle im äußeren Gehäuseteil angeordnet, die Anschlüsse werden unterhalb
vorgenommen und durchstoßen das innere Gehäuseteil nicht. Das äußere Gehäuseteil kann
auch seitlich über das innere Gehäuseteil geschoben werden.
[0022] Bei diesen Anordnungen ist immer ein Gehäuseteil fest und das andere entlang einer
Achse beweglich, wobei diese Bewegung durch geeignete Lagerung geführt wird, um ein
Verkanten auszuschließen. Tritt nun ein Überdruckereignis auf, bewirkt der Überdruck,
dass sich das bewegliche Gehäuseteil durch diesen Druck bewegt und den Weg zum Zwischenraum
zwischen den beiden Gehäuseteilen freigibt. In diesem Zwischenraum ist ein Adsorbens
angeordnet, wobei es sich bevorzugt um eine Schüttung mit geringem Durchströmungswiderstand
handelt.
[0023] Die Bewegung des beweglichen Gehäuseteils gibt zwar den Weg für das ausströmende
Gas frei, das bedeutet aber nicht, dass das Gehäuse zuvor zwangsweise gasdicht sein
muss. So können Siebe zum Stützen des beweglichen Gehäuseteils verwendet werden, die
ein Druckgleichgewicht mit der Umgebung bewirken, auch kann Diffusion stattfinden.
Die Ventilation erfolgt jedoch hauptsächlich durch das Sorptionsbett.
[0024] An den Stellen, wo der Gasweg in den Zwischenraum freigegeben wird, sind vorzugsweise
gerundete Kanäle und Strömungsgleichrichter vorgesehen, damit ein homogener Gaszug
entsteht. Um die Bewegung des beweglichen Gehäuseteils zu begrenzen, ist vorzugsweise
ein Begrenzungsanschlag vorgesehen.
[0025] In einer weiteren Ausführungsform ist das bewegliche Gehäuseteil auf einem Formkörper
oder einer Schüttung aus Adsorbens gelagert, die bei kleinen Leckagen bewirkt, dass
ausgetretenes Arbeitsfluid gebunden wird, ohne dass der Gasweg in den Zwischenraum
freigegeben wird. Auf diese Weise entsteht eine unterschiedliche Behandlung von gelegentlichen
kleinen und von sehr seltenen großen Leckageereignissen.
[0026] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Zwischenraum zwischen
den beiden Gehäuseteilen an 4 Seiten vorgesehen wird. Auf diese Weise kann ein hoher
Strömungsquerschnitt mit einer großen Vergleichmäßigungswirkung erreicht werden. Es
ergibt sich hierbei ein umlaufender Zwischenraum, wobei die gegenüberliegenden Flächen
der beiden Gehäuseteile aber weder parallel zueinander, noch eben sein müssen, sondern
auch Strukturierungen aufweisen können.
[0027] Sind die beiden Gehäuseteile vertikal ineinander angeordnet, kann der Druck, bei
dem eine Öffnung des Gasweges in den Zwischenraum erfolgen soll, durch das Gewicht
des bewegten Gehäuseteils definiert werden. Passt dieses jedoch nicht, können Federn
die erforderliche Differenz ausgleichen.
[0028] Es versteht sich von selbst, dass außerdem Elemente wie Rückhaltesiebe, Sockel sowie
Montagehilfen oder dergleichen in üblicher Weise verwendet werden können und die beiden
Gehäuseteile auch selbst zu Montagezwecken Deckel, abnehmbare Seitenteile, Service-öffnungen,
Sicherheitsventile und dergleichen aufweisen können.
[0029] Weitere Ausgestaltungen betreffen die Maßnahmen, mit denen bewirkt wird, dass der
zulässige Überdruck im Gehäuse eingehalten wird, wenn eine erhebliche Störung eintritt.
Dieser Überdruck soll auf 2,5 mbar bzw. 0,25 Hektopaskal begrenzt werden. So ist optional
einzeln oder in Kombination vorzusehen, dass
- der freie Einströmungsquerschnitt im Zwischenraum zwischen 0,008 und 0,068 m2 pro kg Arbeitsfluid beträgt,
- das Verhältnis zwischen freiem Einströmungsquerschnitt in den Zwischenraum zum freien
Ausströmungsquerschnitt aus dem Zwischenraum zwischen 0,35 bis 2,41 liegt,
- der Zwischenraum im drucklosen Zustand nicht für Gasströmungen offen ist,
- die Aktivkohle als Adsorbensschüttung in Pellet-, Granulat- und/oder Kugelform in
einem Durchmesserbereich von 0,5 bis 10 Millimeter und einen Länge-zu-Durchmesserverhältnis
von 1 bis 20 verwendet wird,
- die Aktivkohle so dotiert ist, dass bei Normaltemperatur die Adsorptionsrate zwischen
0,025 und 0,4 kg Arbeitsfluid pro kg Adsorbens beträgt,
- die Lauflänge des durch das im Zwischenraum angeordneten Adsorbens zwischen 0,01 und
1,08 Meter pro kg Arbeitsfluid beträgt.
[0030] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von zwei Prinzipskizzen näher erläutert. Hierbei
zeigen:
Fig. 1a eine erste Ausführungsvariante im geschlossenen Zustand,
Fig. 1b eine erste Ausführungsvariante im geöffneten Zustand,
Fig. 2a eine zweite Ausführungsvariante im geschlossenen Zustand,
Fig. 2b eine zweite Ausführungsvariante im geöffneten Zustand,
Fig. 3 eine Draufsicht auf den Zwischenraum.
[0031] Fig. 1a zeigt eine erste Ausführungsvariante im geschlossenen Zustand anhand einer Prinzipskizze
eines Kältekreises 1 mit einem Verdichter 2, einem Kondensator 3, einer Druckreduzierung
4 und einem Verdampfer 5 in einem geschlossenen Gehäuse, welches aus einem inneren
Gehäuseteil 6 und einem äußeren Gehäuseteil 11 gebildet ist. Hierbei ist das innere
Gehäuseteil 6 nach unten hin offen und nach oben hin geschlossen, während das äußere
Gehäuseteil 11 nach oben offen und nach unten geschlossen ist. Das innere Gehäuseteil
6 liegt wannenartig im äußeren Gehäuseteil 11 auf. Das Gehäuse verfügt über einen
Wärmequellen-Anschluss 7, einen Wärmequellen-Vorlauf 8, einen Wärmesenken-Vorlauf
9 und einen Wärmesenken-Anschluss 10. Der Kältekreis 1 wird in diesem Beispiel mit
dem entzündlichen Arbeitsfluid Propan, welches auch unter der Bezeichnung R290 bekannt
ist, betrieben. Propan ist schwerer als Luft, daher sinkt es im Falle einer Leckage
im Kältekreis 1 tendenziell im inneren Gehäuse 6 nach unten, wenngleich es sich bei
kleinen Leckagen gut vermischt. Dort kann es im Falle kleiner Leckagen von der Adsorbensschicht
13 aufgefangen und gebunden werden. Im geschlossenen Zustand liegt das innere Gehäuseteil
6 auf der Adsorbensschicht 13 lose auf.
[0032] Fig. 1b zeigt die erste Ausführungsvariante im geöffneten Zustand nach einem plötzlichen
erheblichen Leckageereignis. Hierbei steigt der Druck im Inneren des inneren Gehäuseteils
6 so schnell an, dass die Adsorbensschicht das austretende Arbeitsfluid nicht schnell
genug aufnehmen kann. Aufgrund des Druckanstiegs wird das innere Gehäuseteil 6 soweit
angehoben, bis sich der innere Druck und die Gewichtskraft des inneren Gehäuseteils
6 im Gleichgewicht befinden. Das Gas, welches aus einem Gemisch aus Arbeitsfluid und
Luft besteht, tritt hierbei durch die unten gelegene Durchtrittsöffnung 14 in den
Zwischenraum 12 ein, wo es durch eine weitere Adsorptionsschicht, die nur einen sehr
geringen Strömungswiderstand leistet, nach oben hindurch geleitet wird. Der überwiegende
Teil des Arbeitsfluids wird hierin adsorbiert. Ein kleiner Reststrom tritt durch die
Durchtrittsöffnung 15 in die Umgebung aus. Nach dem Ende des Überdruckereignisses
bewegt sich das innere Gehäuseteil 6 wieder in seine Ausgangsstellung zurück. Das
beladene Adsorbens wird danach fachmännisch entnommen.
[0033] Fig. 2a zeigt eine alternative Ausführungsform im geschlossenen Zustand, deren Hauptunterschied
zur ersten Variante darin besteht, dass nicht das innere Gehäuseteil 6 im äußeren
Gehäuseteil 11 wie in einer Wanne steckt, sondern dass das äußere Gehäuseteil 11 wie
ein Hut über dem inneren Gehäuseteil 6 angeordnet ist. Ansonsten ist der Aufbau analog.
[0034] Fig. 2b zeigt die alternative Ausführungsform im geöffneten Zustand. Hierbei wird das äußere
Gehäuseteil durch den entstehenden Überdruck angehoben und gibt eine Durchtrittsöffnung
14 frei, die im Gegensatz zu ersten Ausführungsvariante oben angeordnet ist. Aufgrund
des Druckanstiegs wird das äußere Gehäuseteil 11 soweit angehoben, bis sich der innere
Druck und die Gewichtskraft des Gehäuseteils 11 im Gleichgewicht befinden. Das Gas,
welches aus einem Gemisch aus Arbeitsfluid und Luft besteht, tritt hierbei durch die
oben gelegene Durchtrittsöffnung 14 in den Zwischenraum 12 ein, wo es durch eine weitere
Adsorptionsschicht, die nur einen sehr geringen Strömungswiderstand leistet, nach
unten hindurch geleitet wird. Der überwiegende Teil des Arbeitsfluids wird hierin
adsorbiert. Ein kleiner Reststrom tritt durch die Durchtrittsöffnung 15 in die Umgebung
aus. Nach dem Ende des Überdruckereignisses bewegt sich das äußere Gehäuseteil 11
wieder in seine Ausgangsstellung zurück. Das beladene Adsorbens wird danach fachmännisch
entnommen.
[0035] Fig. 3 zeigt eine stark vereinfachte Darstellung einer Draufsicht auf die erste und
zweite Ausführungsvariante. Das äußere Gehäuseteil 11 umschließt dabei das innere
Gehäuseteil 6 und bildet einen umlaufenden Zwischenraum 12, in dem das Adsorbens angeordnet
ist. Vorzugsweise wird das Adsorbens am nicht bewegten Gehäuseteil in lösbarer Weise
befestigt. Alternativ kann der umlaufende Zwischenraum auch aus mehreren Kompartimenten
gebildet werden, beispielsweise an jede der Außenseite je eines, was deren Lösbarkeit
nach einer Beladung erleichtert.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 1
- Kältekreis
- 2
- Verdichter
- 3
- Kondensator
- 4
- Druckreduzierung
- 5
- Verdampfer
- 6
- Inneres Gehäuseteil
- 7
- Wärmequellen-Anschluss
- 8
- Wärmequellen-Vorlauf
- 9
- Wärmesenken-Vorlauf
- 10
- Wärmesenken-Anschluss
- 11
- Äußeres Gehäuseteil
- 12
- Zwischenraum
- 13
- Adsorptionsschicht
- 14
- Durchtrittsöffnung
- 15
- Durchtrittsöffnung
1. Vorrichtung zur sicheren Durchführung eines linksdrehenden thermodynamischen Kreisprozesses
(1) mittels eines entzündlichen Arbeitsfluids, welches in einem geschlossenen, hermetisch
dichten Arbeitsfluidumlauf geführt wird, aufweisend
- mindestens einen Verdichter (2) für Arbeitsfluid,
- mindestens eine Entspannungseinrichtung (4) für Arbeitsfluid,
- mindestens zwei Wärmeübertrager (3, 5) für Arbeitsfluid mit jeweils mindestens zwei
Anschlüssen (7, 8, 9, 10) für Wärmeüberträgerfluide,
- ein geschlossenes Gehäuse, bestehend aus einem äußeren Gehäuseteil (11) und einem
inneren Gehäuseteil (6),
- welches alle am geschlossenen Arbeitsfluidumlauf angeschlossenen Einrichtungen umfasst,
- weitere Einrichtungen umfassen kann,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Gehäuse aus einer Anordnung aus zwei ineinander verschachtelten Gehäuseteilen
gebildet ist, wobei das innere Gehäuseteil (6) von dem äußeren Gehäuseteil (11) wenigstens
teilweise umschlossen wird,
- wobei beide Gehäuseteile jeweils fünf geschlossene und eine für Gas offene Seite
aufweisen,
- die jeweils für Gas offenen Seiten auf einander entgegengesetzten Seiten der verschachtelten
Gehäuseteile (6, 11) angeordnet sind,
- an der offenen Seite des inneren und der des äußeren Gehäuseteils jeweils ein Durchtritt
für Gas vorgesehen wird,
- zwischen den beiden Gehäuseteilen ein Zwischenraum an mehreren Seiten gebildet wird,
- dieser Zwischenraum (12) mit einem Bindemittel für Arbeitsfluid in einer Kapazität
aufgefüllt ist, mit der austretendes Arbeitsfluid vollständig aufgenommen werden kann,
- der Zwischenraum (12) nur im Falle eines im Inneren des inneren Gehäuseteils (6)
auftretenden Überdruckes durchströmt werden kann, indem der Überdruck ein paralleles
Auseinanderschieben des äußeren Gehäuseteils (11) gegen das innere Gehäuseteil (6)
bewirkt, wodurch eine Durchtrittsöffnung (14) vom inneren Gehäuseteil (6) in den Zwischenraum
(12) für Gas geöffnet wird,
- der Zwischenraum (12) und die Durchtrittsöffnung (14) strömungstechnisch so ausgebildet
ist, dass der sich beim Durchströmen einstellende Strömungswiderstand überall gleich
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittel ein Adsorbens, vorzugsweise aus Aktivkohle, und das Arbeitsfluid
R290 ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Gehäuseteil auf einem Formkörper oder einer Schüttung aus Adsorbens
gelagert ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenraum (12) zwischen den beiden Gehäuseteilen (6, 11) an 4 Seiten vorgesehen
wird.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der sich beim Durchströmen einstellende Druckverlust im Zwischenraum (12) auf höchstens
2,5 hPa begrenzt wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der freie Einströmungsquerschnitt im Zwischenraum (12) zwischen 0,008 und 0,068 m2 pro kg Arbeitsfluid beträgt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis zwischen freiem Einströmungsquerschnitt in den Zwischenraum (12) zum
freien Ausströmungsquerschnitt aus dem Zwischenraum zwischen 0,35 bis 2,41 liegt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenraum (12) im drucklosen Zustand nicht für Gasströmungen offen ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktivkohle als Adsorbensschüttung in Pellet-, Granulat- und/oder Kugelform in
einem Durchmesserbereich von 0,5 bis 10 Millimeter und einen Länge-zu-Durchmesserverhältnis
von 1 bis 20 verwendet wird.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktivkohle so dotiert ist, dass bei Normaltemperatur die Adsorptionsrate zwischen
0,025 und 0,4 kg Arbeitsfluid pro kg Adsorbens beträgt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Lauflänge des durch das im Zwischenraum (12) angeordneten Adsorbens zwischen
0,01 und 1,08 Meter pro kg Arbeitsfluid beträgt.