Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Kontaktsystem. Das Kontaktsystem umfasst ein Einpresselement
und einen Schaltungsträger, insbesondere eine Leiterplatte. Das Kontaktsystem umfasst
auch einen elektrischen Leiter, insbesondere Drahtabschnitt, insbesondere Drahtendabschnitt,
wobei der Schaltungsträger einen Durchbruch aufweist.
[0002] Der Drahtabschnitt ist durch den Durchbruch hineingeführt oder hindurchgeführt, wobei
der Drahtendabschnitt mittels des Einpresselements in dem Durchbruch insbesondere
kraftschlüssig festgehalten ist.
[0003] Elektrische Maschinen, insbesondere Elektromotoren zur Lenkunterstützung eines Fahrzeugs,
weisen Statorspulen, auf, deren Drahtenden mit einem Inverter elektrisch verbunden
sind. Der Inverter, insbesondere Leistungshalbleiter des Inverters, sind beispielsweise
auf einer Leiterplatte angeordnet.
[0004] Aus der
EP 0268 890 B1 ist ein Steckkontakt zum Durchkontaktieren von Lochrasterplatten bekannt, welcher
einen zylindrischen, langgezogenen Körper aufweist, der durch ein Loch der Lochrasterplatte
hindurchgesteckt werden kann. Der Steckkontakt ist ausgebildet, einen Drahtendabschnitt
zentriert federnd festzuhalten.
Offenbarung der Erfindung
[0005] Erfindungsgemäß weist der Durchbruch, insbesondere eine Durchgangsbohrung, an der
Durchbruchwand eine elektrisch leitfähige Schicht, bevorzugt eine Metallschicht, insbesondere
Kupferschicht auf. Das Einpresselement weist eine Aussparung zum Aufnehmen des Leiters
auf und ist ausgebildet, den Leiter, insbesondere Drahtabschnitt, gegen eine Durchbruchwand
des Durchbruchs anzupressen, und zwischen dem Schaltungsträger, insbesondere der Durchbruchwand
und dem Leiter, insbesondere Drahtabschnitt, einen elektrischen Kontakt zu erzeugen.
Vorteilhaft kann so mittels des Einpresselements und der mittels des Einpresselements
unmittelbar erzeugten Kontaktierung zwischen dem Leiter, insbesondere Draht, und dem
Schaltungsträger, insbesondere eine Leiterplatte, ein weiteres Verbindungsglied, beispielsweise
ein Schneid-Klemm-Kontakt mit einem Einpressabschnitt, eingespart werden. Weiter vorteilhaft
kann die elektrische Verbindung so niederohmig und aufwandsgünstig, bevorzugt lötfrei
erzeugt werden. Die elektrische Verbindung kann so vorteilhaft als Kaltschweißverbindung
erzeugt werden.
[0006] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Ausnehmung durch eine insbesondere im
Querschnitt des Einpresselements bevorzugt halbrund ausgebildete Rinne gebildet. Die
Rinne ist ausgebildet, den Drahtabschnitt oder Drahtendabschnitt wenigstens teilweise
aufzunehmen. Das Einpresselement ist bevorzugt ausgebildet, insbesondere federnd,
gegen den Drahtabschnitt oder Drahtendabschnitt zu pressen. Bevorzugt entspricht ein
Krümmungsradius der Rinne einem Krümmungsradius des Drahtendabschnitts. Vorteilhaft
kann der Drahtabschnitt oder Drahtendabschnitt so sicher in dem Durchbruch eingeklemmt
sein. Weiter vorteilhaft kann der Drahtabschnitt oder Drahtendabschnitt so einen niederohmigen
Kontakt zu der Leiterplatte hin ausbilden.
[0007] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Einpresselement im Querschnitt W-förmig
ausgebildet. Weiter bevorzugt weist das Einpresselement dazu zwei Federschenkel auf,
welche jeweils an die Rinne angeformt sind. Die Rinne ist bevorzugt im Querschnitt
U-förmig oder C-förmig ausgebildet. Vorteilhaft kann das Einpresselement durch die
W-Form gegen eine zu dem Drahtabschnitt oder Drahtendabschnitt gegenüberliegende Durchbruchwand
abstützen und federnd gegen den Drahtendabschnitt pressen.
[0008] In einer bevorzugten Ausführungsform ist eine Kontaktfläche der Federschenkel im
Querschnitt jeweils C-förmig ausgebildet. Vorteilhaft kann so eine konvexe Seite der
C-Form des Federschenkels sich an eine rund ausgebildete Durchbruchinnenwand anschmiegen
und dort abstützen.
[0009] In einer bevorzugten Ausführungsform des Kontaktsystems ist an einem Endabschnitt
des Federschenkels eine radial nach innen gerichtete Rundung ausgebildet, deren Krümmungsradius
kleiner ausgebildet ist, als ein Krümmungsradius der C-Form des Federschenkels. Vorteilhaft
kann so mittels der mit dem kleineren Krümmungsradius gebildeten runden Flanken des
Federschenkels eine Metallschicht, insbesondere eine Kupferschicht, an der Durchbruchwand
geschützt werden, sodass die Federschenkel in die Metallschicht nicht einschneiden
können. Weiter vorteilhaft können bei einem Einführen des Einpresselements in den
Durchbruch die Flanken zuerst die Durchbruchwand kontaktieren, und sich an dieser
abwälzen. So wird ein sanftes Einpressen des Einpresselements erzielt, ohne die Durchbruchwand
oder den Drahtendabschnitt zu beschädigen. Weiter vorteilhaft kann der Federschenkel
sich so mit dem als Flanke ausgebildeten Endabschnitt federnd gegen die Durchbruchwand
abstützen.
[0010] In einer bevorzugten Ausführungsform ist an einem Endabschnitt des Federschenkels,
insbesondere entlang eines Umfangs des Einpresselements, eine radial nach außen gerichtete
Rundung ausgebildet, deren Krümmungsradius kleiner ausgebildet ist, als ein Krümmungsradius
der C-Form. Vorteilhaft kann so eine Art Flügelgeometrie der W-Form gebildet sein,
wobei die W-Schenkel mit einer Radialkomponente gegen den rinnenförmig ausgebildeten
Bereich, insbesondere Kontaktabschnitt, zum Kontaktieren des Drahtabschnitts oder
Drahtendabschnitts pressen.
[0011] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Einpresselement im Bereich des Endabschnitts
verjüngt ausgebildet. Dadurch kann das Einpresselement in dem Durchbruch beim Einfügen
selbsttätig zentriert werden, sodass eine frontale Kollision des Einpresselements
mit dem Fügepartner, insbesondere der Leiterplatte, verhindert werden kann. Eine an
dem verjüngten Endabschnitt ausgebildete Schräge kann gegen einen Durchbruchrand abstützen,
und dabei den rinnenförmigen Kontaktabschnitt während des Einpressvorgangs zur gegenüberliegenden
Durchbruchwand schieben, sodass der Draht während des Einpressvorgangs gleichmäßig
in seine Endposition gefahren werden kann. Vorteilhaft kann so ein allmählich ansteigender
Kraftverlauf beim Einpressen gebildet sein, welcher an einem Ende der Verjüngung in
eine konstante Einpresskraft konvergiert.
[0012] In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Einpresselement im Bereich eines Endabschnitts
an der Rinne eine radial nach innen geformte Fangschräge auf, welche ausgebildet ist,
den Drahtendabschnitt insbesondere wenigstens in der Durchbruchmitte einzufangen,
und beim Einpressen des Einpresselements gegen die Durchbruchwand zu bewegen. Vorteilhaft
kann so - zusätzlich oder unabhängig zu der vorab beschriebenen verjüngten Form und
der Schräge gegenüberliegend zu der Rinne - ein mittig oder exzentrisch in dem Durchbruch
eingefügter Drahtabschnitt oder Drahtendabschnitt eingefangen werden. Weiter vorteilhaft
kann das Einpresselement so auch mit einer Toleranz in den Durchbruch eingefügt werden,
wobei der Drahtendabschnitt sicher gefangen und in die Rinne eingefahren werden kann.
[0013] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Einpresselement elektrisch isolierend
ausgebildet. Beispielsweise ist das Einpresselement aus Kunststoff, beispielsweise
einem Duroplast, gebildet. Vorteilhaft kann das Einpresselement so aufwandsgünstig
bereitgestellt werden.
[0014] Das Einpresselement ist in einer anderen Ausführungsform elektrisch leitfähig ausgebildet.
Beispielsweise ist das Einpresselement aus Kupfer oder einer Kupferlegierung, beispielsweise
CuSn6, umfassend Kupfer als Hauptbestandteil und sechs Gewichts- Prozent Zinn, gebildet.
Die Kupferlegierung ist in einer anderen Ausführungsform beispielsweise eine Kupferlegierung
umfassend eine Beimengung umfassend Chrom, Silber, Eisen, Titan, Silizium, und zum
größten Teil Kupfer gebildet. Die Anteile der Beimengung betragen beispielsweise 0,5
Gewichts-Prozent Chrom, 0,1 Gewichts-Prozent Silber, 0,08 Gewichts-Prozent Eisen,
0,06 Gewichts-Prozent Titan und 0,03 Gewichts- Prozent Silizium. Die Kupferlegierung
ist beispielsweise eine Legierung gemäß der Norm UNS 18080. Die Kupferlegierung weist
so vorteilhaft eine gute elektrische Leitfähigkeit und ein großes Elastizitätsmodul
auf, so dass der Verbindungsabschnitt gut federnd und mit geringen ohmschen Verlusten
bereitgestellt werden kann. Das Einpresselement ist in einer anderen Ausführungsform
aus einer Eisenlegierung, insbesondere Stahl gebildet, beispielsweise einem mit Chrom
und Nickel legierten Stahl, insbesondere X10CrNi18-8 +C1500.
[0015] Vorteilhaft kann das Einpresselement so aufwandsgünstig durch Prägen bereitgestellt
werden. Weiter vorteilhaft kann das Einpresselement in dieser Ausführungsform einen
kleinen Übergangswiderstand von dem Drahtabschnitt oder Drahtendabschnitt zu der Metallisierung
in dem Durchbruch, insbesondere an der Durchbruchwand, erzeugen, insoweit der Drahtendabschnitt
mit einem Umfangsabschnitt gegen die Durchbruchwand gepresst wird und mit dem dazu
gegenüberliegenden Umfangsabschnitt durch das elektrisch leitfähige Einpresselement,
insbesondere den rinnenförmigen Kontaktabschnitt, kontaktiert wird. Von dem rinnenförmigen
Kontaktabschnitt kann eine niederohmige Verbindung über die W-Schenkel zu weiteren
Bereichen der Durchbruchwand gebildet sein. Auf diese Weise kann eine niederohmige
Verbindung zwischen der Durchbruchwand und dem Drahtabschnitt erzeugt werden.
[0016] Der Draht ist beispielsweise ein insbesondere massiv ausgebildeter Draht, beispielsweise
Kupferdraht oder ein Eisendraht. Vorteilhaft kann mittels der Kontaktanordnung ein
THT-Bauelement (THT = Through-Hole-Technology), ein Anschlussdraht eines Integrierten
Schaltkreises oder eines elektronischen Bauelements, insbesondere Kondensators lötfrei
mit dem Schaltungsträger verbunden werden. Der Draht ist bevorzugt ein massiv ausgebildeter
Einzeldraht. Bevorzugt weist der Draht einen runden, insbesondere kreisrunden Querschnitt,
oder einen eckigen, insbesondere rechteckigen oder quadratischen Querschnitt auf.
[0017] Der elektrische Leiter ist bin einer anderen Ausführungsform durch einen längsgestreckten
Anschluss eines Stanzgitters, welcher an das Stanzgitter, auch Leadframe genannt,
angeformt ist, gebildet. Vorteilhaft können so elektrische Anschlüsse von elektrischen
Bauelementen oder elektrisch leitfähigen Verbindungselementen, beispielsweise dem
Stanzgitter, lötfrei mit dem Schaltungsträger elektrisch verbunden werden.
[0018] Der Draht weist bevorzugt eine Isolierung, insbesondere eine Lackschicht oder Kunststoffhülle
auf. Die Isolierung kann beim Fügen mit dem Schaltungsträger vor einem Einstecken
des Einpresselements an einem Kontaktabschnitt zum Kontaktieren der Durchbruchwand
entfernt werden. Die Erfindung betrifft auch ein Einpresselement zum Einpressen in
einen Durchbruch einer Leiterplatte, insbesondere für ein Kontaktsystem gemäß der
vorbeschriebenen Art. Das Einpresselement ist bevorzugt im Querschnitt W-förmig ausgebildet,
und weist dazu zwei Federschenkel auf, welche jeweils an einen rinnenförmigen Bereich
des Einpresselements angeformt sind. Die Rinne, zuvor auch rinnenförmiger Bereich
oder rinnenförmiger Kontaktabschnitt genannt, ist ausgebildet, einen Drahtabschnitt,
insbesondere Drahtendabschnitt wenigstens teilweise aufzunehmen. Das Einpresselement
ist ausgebildet, insbesondere federnd, gegen den Drahtabschnitt zu pressen. Der Drahtabschnitt
kann so vorteilhaft mittels einer Kaltschweißkontaktierung kontaktiert werden. Weiter
vorteilhaft kann der Drahtabschnitt durch das Einpresselement plastisch verformt werden,
und sich so gegen die Durchbruchwand anschmiegen.
[0019] Die Erfindung betrifft auch eine elektrische Maschine oder einen Elektromotor, insbesondere
Elektromotor zur Lenkunterstützung eines Fahrzeugs. Der Elektromotor weist Statorspulen
zum Erzeugen eines magnetischen Drehfeldes und einen Inverter zum Bestromen der Statorspulen
auf. Die Statorspulen weisen jeweils ein oder zwei Drahtenden auf, die mit dem Inverter
der Maschine beziehungsweise des Elektromotors elektrisch verbunden sind. Der Inverter,
insbesondere Leistungshalbleiter des Inverters, sind bevorzugt auf einer Leiterplatte
angeordnet. Die Leiterplatte ist weiter bevorzugt quer zu einer Rotorlängsachse der
Maschine angeordnet. Bevorzugt umfasst die Maschine das vorab beschriebene Kontaktsystem.
Vorteilhaft kann die Leiterplatte so unmittelbar - und insbesondere ohne weitere Kontaktelemente,
die eine weitere zur Leiterplatte beabstandete Kontaktierungsebene, beispielsweise
mittels Schneidklemmkontakten erzeugen - von den Drahtenden der Statorspulen kontaktiert
werden.
[0020] In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Einpresselement an einer Rinnenwand
der Rinne wenigstens eine in Längsrichtung der Rinne verlaufende Schneide auf. Vorteilhaft
kann so beim Einpressen des Einpresselements in den Durchbruch eine Isolierschicht
des Drahtendabschnitts durchschnitten oder entfernt werden, sodass der Leiter auch
durch das Einpresselement sicher elektrisch kontaktiert werden kann, wodurch vorteilhaft
ein zusätzlicher elektrischer Kontaktpfad zu der elektrisch leitfähigen Schicht des
Durchbruchs gebildet sein kann, der das Einpresselement miteinschließt.
[0021] Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Kontaktieren eines Drahtabschnitts,
insbesondere Drahtendabschnitts und einen Schaltungsträger, insbesondere Leiterplatte
oder ein keramisches Substrat oder Stanzgitter. Bei dem Verfahren wird der Drahtabschnitt
von einer Seite der Leiterplatte in einen insbesondere elektrisch leitfähigen Durchbruch
des Schaltungsträgers geführt. In einem weiteren Schritt wird von der selben Seite
oder einer dazu entgegengesetzten Seite des Schaltungsträgers ein Einpresselement
in den Durchbruch geführt, wobei mittels des Einpresselements der Drahtabschnitt,
insbesondere unter zusätzlicher plastischer Verformung des Drahtabschnitts, gegen
die Durchbruchwand gepresst wird, und so ein elektrischer Kontakt, insbesondere Kaltschweißkontakt,
zwischen der Leiterplatte, insbesondere der Durchbruchinnenwand, und dem Drahtabschnitt
erzeugt wird. Vorteilhaft kann der Drahtabschnitt, insbesondere ein Draht einer Statorwicklung
eines Elektromotors oder einer elektrischen Maschine, so aufwandsgünstig mit dem Schaltungsträger,
insbesondere einer Leiterplatte eines Inverters zum Bestromen der Statorspule, verbunden
werden.
[0022] In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird der Drahtabschnitt mittels
einer an dem Einpresselement ausgebildeten Einfangschräge in dem Durchbruch eingefangen,
und wird bei einem weiteren Einpressen des Einpresselements gegen die Durchbruchwand
gepresst und dort festgehalten. Der Schaltungsträger, insbesondere eine Leiterplatte
oder ein Substrat eines Inverters zum Bestromen einer elektrischen Maschine umfassend
den Drahtabschnitt als Bestandteil einer Statorspule, kann so vorteilhaft niederohmig
und aufwandsgünstig mit dem Inverter elektrisch verbunden werden.
[0023] Die Erfindung wird nun im Folgenden anhand von Figuren und weiteren Ausführungsbeispielen
näher beschrieben. Weitere vorteilhafte Ausführungsvarianten ergeben sich aus einer
Kombination der in den Figuren und in den abhängigen Ansprüchen beschriebenen Merkmalen.
[0024] Figur 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel für ein Kontaktsystem, umfassend eine Leiterplatte,
einen Drahtabschnitt und ein Einpresselement;
[0025] Figur 2 zeigt das in Figur 1 gezeigte Einpresselement in einer Querschnittdarstellung;
[0026] Figur 3 zeigt das in Figur 1 gezeigte Einpresselement in einer seitlichen Aufsicht;
[0027] Figur 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel für einen im Querschnitt W-förmiges Einpresselement
mit mäanderförmig nach außen voneinander abweisend gerundeten Endabschnitten;
[0028] Figur 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel für einen im Querschnitt W-förmiges Einpresselement
mit nach innen aufeinander zuweisenden gerundeten Endabschnitten;
[0029] Figur 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel für einen im Querschnitt nierenförmiges Einpresselement
mit zwei Schenkeln, die eine Öffnung zwischen einander einschließen;
[0030] Die Figuren 7 bis 9 zeigen jeweils einen Verfahrensschritt für ein Verfahren zum
elektrischen Verbinden eines Drahtendabschnitts mit einer Leiterplatte.
[0031] Figur 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel für ein Kontaktsystem 1. Das Kontaktsystem
1 umfasst ein Einpresselement 2. Das Einpresselement 2 ist ausgebildet, in einen Durchbruch
16 einer Leiterplatte 12 eingepresst zu werden, und dabei einen elektrischen Leiter,
in diesem Ausführungsbeispiel einen Drahtabschnitt 13 eines Drahtes, insbesondere
Drahtendabschnitt, in dem Durchbruch 16 festzuklemmen. Das Einpresselement 2 weist
eine Ausnehmung 3 auf, welche in diesem Ausführungsbeispiel als rinnenförmiger Bereich
an dem Einpresselement 2 ausgebildet ist. Das Einpresselement 2 umfasst auch einen
Federschenkel 4 und einen Federschenkel 5, welche jeweils C-förmig im Querschnitt
ausgebildet sind und jeweils an einen U-Schenkel der in diesem Ausführungsbeispiel
im Querschnitt U-förmig ausgebildeten Rinne 3, zuvor rinnenförmiger Bereich genannt,
angeformt ist.
[0032] Die Federschenkel 4 und 5 weisen jeweils entlang einer Umfangsrichtung des Einpresselements
2, insbesondere quer zu einer Längsachse 10 an einem Endabschnitt eine Rundung in
Form einer Flanke 7, beziehungsweise in Form einer Flanke 8, auf. Die Flanke 7 ist
an den Federschenkel 4, und die Flanke 8 an den Federschenkel 5 angeformt. Die Flanken
7 und 8 sind jeweils ausgebildet, gegen eine Durchbruchwand 14 des Durchbruchs 16
zu pressen, und dabei die Federschenkel 4 und 5 beim Einpressen des Einpresselements
2 entlang der Längsachse 10 in den Durchbruch 16 einzurollen, und so eine Anpresskraft
auf den Drahtendabschnitt 13 auszuüben. Die Längsachse 10 bildet in diesem Beispiel
eine Einpressachse, entlang der das Einpresselement 2 in den Durchbruch 16 eingefügt
werden kann.
[0033] Das Einpresselement 2 weist auch einen Stutzen 6 auf, welcher sich entlang der Längsachse
10 des Einpresselements erstreckt und von den Federschenkeln 4 und 5, und im Bereich
der Rinne 3 angeformt, wegragt. Das Einpresselement 2 kann so von einem Greifarm einer
Handling-Vorrichtung an dem Stutzen 6 gegriffen werden und in den Durchbruch 16 eingepresst
werden.
[0034] Das Einpresselement 2 weist ein Ende 11 auf und ist entlang eines entlang der Längsachse
10 ausgebildeten Einführabschnitts zu dem Ende 11 hin verjüngt ausgebildet. Dazu weist
das Einpresselement 2 eine Schräge 9 auf, welche an einer Kante des Federschenkels
4, beziehungsweise an dem Federschenkel 5, ausgebildet ist. Das Einpresselement 2
kann so mittels der Schräge 9 leicht in den Durchbruch 16, welcher in diesem Ausführungsbeispiel
kreisrund, beziehungsweise in der Leiterplatte 12 zylindrisch ausgebildet ist, eingeführt
werden.
[0035] Die Leiterplatte 12 weist eine elektrisch leitfähige Schicht 15 auf, welche an der
Durchbruchwand 14 des Durchbruchs 16 ausgebildet ist. Die elektrisch leitfähige Schicht
15 kann mit weiteren Leiterbahnen oder elektrisch leitfähigen Schichten der Leiterplatte
12 verbunden sein. Beim Einpressen des Einpresselements 2 in den Durchbruch 16 wird
das Einpresselement 2 derart in den Durchbruch 16 eingeführt, dass der Drahtendabschnitt
13 in der Rinne 3 landet, und beim Einpressen des Einpresselements 2 in die Leiterplatte
12 der Drahtendabschnitt 13 gegen die elektrisch leitfähige Schicht 15, insbesondere
eine Kupferschicht oder eine Silberschicht, gepresst wird, und so die elektrisch leitfähige
Schicht 15 - insbesondere durch Ausbildung einer Kaltschweißverbindung - elektrisch
kontaktiert.
[0036] Figur 2 zeigt das in Figur 1 bereits dargestellte Einpresselement 2 in einer Schnittdarstellung
quer zur Längsachse 10 in Figur 1. Die jeweils an einen Schenkel der Rinne 3 angeformten,
jeweils C-förmig ausgebildeten Federschenkel 4 und 5 weisen jeweils eine Flanke 7
beziehungsweise 8 auf, welche jeweils als entlang des Umfangs des Einpresselements
2 abgewinkelter oder abgerundeter Endabschnitt an dem Federschenkel 4 beziehungsweise
dem Federschenkel 5 ausgebildet sind. Die Flanken 7 und 8 weisen jeweils aufeinander
zu. Die Rinne 3 weist mit ihrer konvexen Wölbung in einen zwischen den Federschenkeln
4 und 5 eingeschlossenen Hohlraum hinein, sodass der in der Rinne 3 gebildete Hohlraum
zur Aufnahme eines Drahtendabschnitts, beispielsweise des in Figur 1 dargestellten
Drahtendabschnitts 13, nach außen weist. Die Federschenkel 4 und 5 bilden so gemeinsam
mit der Rinne 3 im Querschnitt des Einpresselements 2 eine W-Form.
[0037] Figur 3 zeigt das in den Figuren 1 und 2 bereits dargestellte Einpresselement in
einer seitlichen Aufsicht. Der Stutzen 6 ist entlang der Längsachse 10 auf einem Längsabschnitt
17 ausgebildet, und bildet so einen Endabschnitt des Einpresselements 2, der zu einem
verjüngt ausgebildeten Einfügeabschnitt 19, an dem die Schräge 9 ausgebildet ist,
entgegengesetzt angeordnet ist.
[0038] Zwischen dem Stutzen 6 und dem Einfügeabschnitt 19, an dem die Schräge 9 ausgebildet
ist, erstreckt sich ein Kontaktabschnitt 18, an dem die Flanken 7 und 8, wie in Figur
2 dargestellt, ausgebildet sind.
[0039] Figur 3 zeigt auch eine weitere Ausführungsform des Einpresselements 2, an dem eine
Fangschräge 34 im Bereich des Einfügeabschnitts 19 ausgebildet ist. Die in Figur 2
dargestellte Rinne 3 erstreckt sich dabei auf dem Einfügeabschnitt 19 nicht geradlinig,
sondern ist zu den Flanken 7 und 8 hin abgewinkelt oder abgerundet. Eine Fangschräge
34 ist in Figur 3 gestrichelt dargestellt und erstreckt sich bis zu dem Ende 11 des
Einpresselements 2.
[0040] Das in Figur 3 dargestellte Einpresselement 2 kann mit, oder ohne die Fangschräge
34 an der Rinne ausgebildet sein.
[0041] Figur 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel für ein im Querschnitt W-förmiges Einpresselement
20. Das Einpresselement 20 weist einen Federschenkel 21 und einen Federschenkel 22
auf, welcher jeweils einen W-Schenkel bilden. Die Federschenkel 21 und 22 schließen
einen rinnenförmigen Bereich 25 zwischen einander ein und sind jeweils an den rinnenförmigen
Bereich 25 angeformt. Der rinnenförmige Bereich 25 weist mit einer konvexen Seite
in einen zwischen den Federschenkeln 21 und 22 eingeschlossenen Raum, sodass der rinnenförmige
Bereich 25 einen Boden des W-förmigen Einpresselements bildet. Die Federschenkel 21
und 22 sind in diesem Ausführungsbeispiel jeweils S-förmig ausgebildet, wobei die
Federschenkel 21 und 22 jeweils zwei ineinander übergehende Mäanderschleifen aufweisen.
[0042] Der Federschenkel 21 weist eine an den rinnenförmigen Bereich 25 angeformte Mäanderschleife
26 auf, welche in eine weitere Mäanderschleife 24, die an die Mäanderschleife 26 angeformt
ist, übergeht. Die Mäanderschleifen 26 und 24 weisen mit ihrer Öffnung beziehungsweise
mit ihrer konvexen Seite in zueinander entgegengesetzte Richtungen.
[0043] Der Federschenkel 22 umfasst zwei Mäanderschleifen 27 und 23, wobei die Mäanderschleife
27 an den rinnenförmigen Bereich 25 angeformt ist und die Mäanderschleife 27 in die
Mäanderschleife 23 mündet. Die Mäanderschleifen 27 und 23 weisen jeweils mit ihrer
konvexen beziehungsweise konkaven Seite in zueinander entgegengesetzte Richtungen.
[0044] Die jeweils einen Endabschnitt der W-Schenkel 21 und 22 bildenden Mäanderschleifen
23 beziehungsweise 24 sind jeweils auf einem Kontaktabschnitt des Anpresselements,
beispielsweise auf dem Kontaktabschnitt 5 des in Figur 3 dargestellten Anpresselements,
ausgebildet. Das Einpresselement 20 kann sich so nach einem Einfügen in einen Durchbruch
einer Leiterplatte, beispielsweise den in Figur 1 dargestellten Durchbruch 16 der
Leiterplatte 12, mit den Mäanderschleifen 23 und 24, welche jeweils in einer Längserstreckung
des Einpresselements 20 eine nach außen weisende Flanke bilden, an dem Durchbruch,
insbesondere der Durchbruchwand 14, abstützen beziehungsweise abrollen und so den
rinnenförmigen Bereich 25 fest gegen den Drahtendabschnitt 13 pressen.
[0045] Die in Figur 3 dargestellte Schräge 9 und/oder die Fangschräge 34 des rinnenförmigen
Abschnitts 25 kann an dem Einpresselement 20 wie bei dem Einpresselement 2 ausgebildet
sein.
[0046] Figur 5 zeigt eine Variante für ein Einpresselement 28, welches zwei jeweils C-förmige
Federschenkel 29 und 30 aufweist, welche jeweils an einen rinnenförmigen Bereich 33
angeformt sind. Die C-förmigen Federschenkel 29 und 30 weisen jeweils mit ihrer konkaven
Seite aufeinander zu. An die Federschenkel 29 und 30 ist jeweils ein nach innen gerundeter
Endabschnitt 31 beziehungsweise 32 angeformt, wobei die Endabschnitte 31 und 32 jeweils
aufeinander zuweisen. Die Endabschnitte 31 und 32 sind jeweils derart voneinander
beabstandet, dass nach einem Einpressen des Einpresselements 28 in einen Durchbruch
der Leiterplatte die Endabschnitte 31 und 32 einander berühren, und so aneinander
abrollen können. Auf diese Weise kann eine Anpresskraft des rinnenförmigen Abschnitts
33 an den Drahtendabschnitt 13 wie in Figur 1 dargestellt noch weiter verstärkt werden.
[0047] Die Federschenkel 29 und 30 bilden gemeinsam mit dem rinnenförmigen Bereich 33 eine
W-Form im Querschnitt des Einpresselements 28, wenigstens auf einem Kontaktabschnitt,
welcher zum Kontaktieren des Durchbruchs, insbesondere der Durchbruchwand, ausgebildet
ist.
[0048] Die rinnenförmigen Abschnitte der in den Figuren 2, 4 und 5 dargestellten Einpresselemente
weisen beispielsweise einen im Querschnitt kleineren Krümmungsradius auf, als die
an den Federschenkeln gebildeten Krümmungsradien.
[0049] Figur 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel für ein Einpresselement 40 das im Querschnitt
C-förmig ausgebildet ist und dazu nur einen C-Bogen aufweist, wobei zwei Endabschnitte
42 und 43 des C-Bogens eine Öffnung 41 zwischen einander einschließen. Die Endabschnitte
42 und 43 sind ausgebildet, einen Drahtendabschnitt auf einem Drahtumfangsabschnitt
zu kontaktieren und gegen eine Durchbruchwand zu pressen. Dazu ist die Öffnung kleiner
ausgebildet als ein Durchmesser des Drahtes oder Leiters.
[0050] Figur 7 zeigt ein Ausführungsbeispiel für ein Verfahren zum Kontaktieren einer Leiterplatte
12. Bei dem Verfahren wird ein Drahtendabschnitt 13 von einer Seiter der Leiterplatte
12 in einen Durchbruch 16 der Leiterplatte hindurchgeführt, wobei ein aus dem Durchbruch
16 auf einer gegenüberliegenden Seite der Leiterplatte 12 herausragender Endabschnitt
an einem Durchbruchrand 36 durch Wirken einer Kraft 35 an dem Durchbruchrand abgewinkelt
wird und so ein an einer Knickstelle 46 abgewinkelter Endabschnitt 45 erzeugt wird.
[0051] In einem in Figur 8 gezeigten Schritt wird der Drahtendabschnitt 13 - angedeutet
durch den Pfeil 35 - weiter durch den Durchbruch 16 geschoben, so dass die Knickstelle
46 aus dem Durchbruch 16 von dem Durchbruchrand 36 beabstandet herausragt.
[0052] In einem in Figur 9 gezeigten Schritt wird ein in Figur 1 beschriebenes Einpresselement
2 an einem an das Einpresselement 2 angeformten Halteabschnitt 6 von einem Greifarm
38 einer Pressvorrichtung 37 gegriffen und in den Durchbruch 16 eingefügt, so dass
die Schräge 9 die Leiterplatte 12 überragt. Dabei wird der Drahtendabschnitt 13 mit
in den Durchbruch 16 zurückgeschoben, bis die Knickstelle 46 auf dem Durchbruchrand
36 formschlüssig anschlägt. Der Drahtendabschnitt 13 ist dann wenigstens teilweise
in der in Figur 1 dargestellten Rinne 3 aufgenommen und ist beim Zurückschieben in
den Durchbruch 16 an dem Durchbruchrand 36 von einer Isolierschicht, insbesondere
Lackschicht, befreit worden. Durch den Anpressdruck ist eine Kaltschweißverbindung
zwischen dem Drahtendabschnitt 13 und der Leiterplatte 12, insbesondere einer in Figur
1 dargestellten Metallschicht 15 erzeugt worden.
1. Kontaktsystem (1) umfassend ein Einpresselement (2, 20, 28, 40) und einen Schaltungsträger,
insbesondere Leiterplatte, und einen elektrischen Leiter, insbesondere Drahtabschnitt
(13), wobei der Schaltungsträger einen Durchbruch (16), insbesondere Durchgangsbohrung
aufweist und der elektrische Leiter (13) in den Durchbruch (16) hineingeführt oder
durch den Durchbruch (16) hindurchgeführt ist, und der Drahtabschnitt (13) mittels
des Einpresselements (2, 20, 28, 40) in dem Durchbruch (16) insbesondere kraftschlüssig
festgehalten ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Durchbruch (16) an der Durchbruchwand (14) eine elektrisch leitfähige Metallschicht
(15) aufweist, und das Einpresselement (2, 20, 28, 40) eine Aussparung (3, 41) für
den elektrischen Leiter (13) aufweist und ausgebildet ist, den Leiter (13) gegen eine
Durchbruchwand (14) des Durchbruchs (16) anzupressen und zwischen dem Schaltungsträger
(12), insbesondere der Durchbruchwand (14) und dem Leiter (13) einen elektrischen
Kontakt zu erzeugen.
2. Kontaktsystem (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Ausnehmung (3) durch eine insbesondere im Querschnitt halbrund ausgebildete Rinne
(3, 25, 33) gebildet ist, welche ausgebildet ist, den Leiter (13) wenigstens teilweise
aufzunehmen und das Einpresselement (2, 20, 28, 40) ausgebildet ist, insbesondere
federnd gegen den Leiter (13) zu pressen.
3. Kontaktsystem (1) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Einpresselement (2, 20, 28) im Querschnitt W-förmig ausgebildet ist und dazu zwei
Federschenkel (4, 5, 21, 22, 29, 30) aufweist, welche jeweils an die Rinne (3, 25,
33) angeformt sind.
4. Kontaktsystem (1) nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Kontaktfläche der Federschenkel (4, 5, 29, 30) im Querschnitt jeweils C-förmig
ausgebildet ist und einen Krümmungsradius der C-Form aufweisen.
5. Kontaktsystem (1) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
an einem Endabschnitt (7, 8) des Federschenkels (4, 5) in Umfangsrichtung eine radial
nach innen gerichtete Rundung ausgebildet ist, deren Krümmungsradius kleiner ausgebildet
ist als ein Krümmungsradius der C-Form.
6. Kontaktsystem (1) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
an einem Endabschnitt (23, 24) des Federschenkels (21, 22) in Umfangsrichtung eine
radial nach außen gerichtete Rundung ausgebildet ist, deren Krümmungsradius kleiner
ausgebildet ist als ein Krümmungsradius der C-Form.
7. Kontaktsystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Einpresselement (2, 20, 28, 40) im Bereich eines Endabschnitts (19) verjüngt ausgebildet
ist.
8. Kontaktsystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Einpresselement (2, 20, 28, 40) im Bereich eines Endabschnitts an der Rinne (3,
25, 33) eine radial nach innen geformte Fangschräge (34) aufweist, welche ausgebildet
ist, den Leiter (13) insbesondere wenigstens in der Durchbruchmitte einzufangen und
beim Einpressen des Einpresselements (2, 20, 28, 40) gegen die Durchbruchwand (14)
zu bewegen.
9. Kontaktsystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Einpresselement (2, 20, 28, 40) elektrisch isolierend ausgebildet ist.
10. Kontaktsystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Einpresselement (2, 20, 28, 40) elektrisch leitfähig ausgebildet ist.
11. Einpresselement (2, 20, 28, 40) zum Einpressen in einen Durchbruch einer Leiterplatte,
insbesondere für ein Kontaktsystem gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Einpresselement (2, 20, 28, 40) im Querschnitt W-förmig ausgebildet ist und dazu
zwei Federschenkel (4, 5, 21, 22, 29, 30) aufweist, welche jeweils an eine Rinne (3,
25, 33) angeformt sind, wobei die Rinne (3, 25, 33) ausgebildet ist, einen elektrischen
Leiter, insbesondere Drahtabschnitt (13), wenigstens teilweise aufzunehmen und das
Einpresselement (2, 20, 28, 40) ausgebildet ist, insbesondere federnd gegen den Leiter
(13) zu pressen.
12. Verfahren zum Kontaktieren eines elektrischen Leiters, insbesondere Drahtabschnitts
(13), und eines Schaltungsträgers (12), bei dem der Leiter (13) von einer Seite des
Schaltungsträgers (12) in einen insbesondere elektrisch leitfähigen Durchbruch (16)
des Schaltungsträgers (12) geführt wird und von einer dazu entgegengesetzten Seite
oder derselben Seite des Schaltungsträgers (12) ein Einpresselement (2, 20, 28, 40)
in den Durchbruch (16) geführt wird und mittels des Einpresselements (2, 20, 28, 40)
der Drahtabschnitt (13), insbesondere unter zusätzlicher plastischer Verformung des
Leiters (13), gegen die Durchbruchwand (14) gepresst wird und so eine elektrischer
Kontakt, insbesondere Kaltschweißkontakt zwischen dem Schaltungsträger (12) und dem
Leiter (13) erzeugt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
bei dem der Leiter (13) mittels einer an dem Einpresselement (2, 20, 28, 40) ausgebildeten
Einfangschräge (34) in dem Durchbruch eingefangen wird und bei einem weiteren Einpressen
des Einpresselements (2, 20, 28, 40) gegen die Durchbruchwand (14) gepresst und dort
festgehalten wird.