Anwendungsgebiet und Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Heizeinrichtung mit einem flächigen Heizelement sowie
ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Heizeinrichtung. Insbesondere soll eine
solche Heizeinrichtung in ein erfindungsgemäßes Kochgerät eingebaut werden, welches
vorteilhaft ein Kochfeld ist.
[0002] Aus der
DE 10004177 A1 und der
DE 102004024044 A1 sind Heizeinrichtungen für Kochfelder bekannt, die als Strahlungsheizeinrichtungen
arbeiten mit Temperaturen von deutlich über 1.000 °C. Ein Heizelement besteht aus
elektrisch leitfähigem SiC, vorteilhaft in Stabform und freitragend oder als eine
Art dünnes Band, welches auf einen Träger aufgebracht ist. Die Verarbeitung solcher
Heizelemente aus keramischem SiC sowie der Einbau in eine Heizeinrichtung sind jedoch
häufig problematisch.
[0003] Aus der
DE 102016225462 A1 ist eine weitere Heizeinrichtung bekannt, die auch in einem Kochfeld eingesetzt werden
kann. Sie weist ein Gitter auf oder ein Netz bzw. Gewebe aus Fasern oder Drähten aus
Heizleitermaterial. Ein solches Heizelement verläuft flächig, beispielsweise mit der
Größe, um eine Kochstelle an einem Kochfeld zu bilden.
Aufgabe und Lösung
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine eingangs genannte Heizeinrichtung,
ein Kochgerät damit sowie ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Heizeinrichtung
zu schaffen, mit denen Probleme des Standes der Technik gelöst werden können und es
insbesondere möglich ist, eine Heizeinrichtung praxistauglich und vielseitig auszugestalten
und gleichzeitig Aufbau und Montage einfach und preisgünstig zu halten.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Heizeinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1, durch ein Kochgerät mit den Merkmalen des Anspruchs 12 oder 14 sowie durch ein
Verfahren zum Herstellen einer solchen Heizeinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
15. Vorteilhafte sowie bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der
weiteren Ansprüche und werden im Folgenden näher erläutert. Dabei werden manche der
Merkmale nur für die Heizeinrichtung, nur für das Kochgerät oder nur für das Verfahren
beschrieben. Sie sollen jedoch unabhängig davon sowohl für eine Heizeinrichtung als
auch für ein Kochgerät sowie für ein Verfahren selbständig und unabhängig voneinander
gelten können. Der Wortlaut der Ansprüche wird durch ausdrückliche Bezugnahme zum
Inhalt der Beschreibung gemacht.
[0006] Es ist vorgesehen, dass die Heizeinrichtung ein flächiges Heizelement sowie eine
Halteeinrichtung dafür aufweist. Ein flächiges Heizelement soll hier insbesondere
bedeuten, dass es sich über eine bestimmte Fläche erstreckt oder diese bedeckt, wobei
eine Bedeckung nicht zwingend vollflächig bzw. lückenfrei sein muss. Das Heizelement
soll jedenfalls dazu geeignet sein, eine Fläche zu beheizen, beispielsweise entsprechend
einer vorgenannten Kochstelle eines Kochfelds. Es soll also weder punktförmig noch
rein linienförmig sein bzw. nur aus einem einzelnen Punkt oder einer einzigen Linie
bestehen. Eine solche Fläche kann mindestens 2 cm x 3 cm groß sein, vorteilhaft ist
sie mehrfach größer. Das Heizelement weist elektrisch leitfähige Fasern auf, die als
Widerstandsheizer betrieben werden, also als Ohm'sches Heizelement. Diese Fasern liegen
vorteilhaft in Form von Rovings oder gedrillten oder versponnenen Fäden vor, besonders
vorteilhaft also im Wesentlichen parallel zueinander gerichtet zumindest innerhalb
eines Strangs. Die Fasern weisen je einen Durchmesser von weniger als 50 µm auf, also
die einzelnen Fasern, die zu einem Heizelement zusammengefasst sind. Ein Heizleitermaterial
für die Fasern ist SiC bzw. Siliziumcarbid mit einer passenden elektrischen Leitfähigkeit,
die insbesondere so gewählt ist, dass das Heizelement bzw. die fertige Heizeinrichtung
mit üblicher Netzspannung betrieben werden können durch direkten Anschluss daran,
so dass eine Betriebsspannung weder erhöht noch verringert werden muss.
[0007] Somit ist es mit der Erfindung möglich, ein Heizelement für eine Heizeinrichtung
mit Fasern aus SiC zu schaffen, welches eben durch die Ausbildung als einzelne dünne
Fasern sehr flexibel und formbar ist. Siliziumcarbid hat sich auch als Heizleitermaterial
für Heizelemente bewährt, insbesondere für Strahlungsheizelemente. Es ist einfach
in der Herstellung und robust im Betrieb, insbesondere beständig gegen übliche Umwelteinflüsse,
wie sie insbesondere in Kochgeräten oder Kochfeldern vorherrschen.
[0008] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist der Durchmesser der Fasern aus Siliziumcarbid
sogar noch geringer als vorgenannt, bevorzugt kleiner als 20 µm. Besonders bevorzugt
liegt ein Durchmesser der Fasern zwischen 4 µm und 12 µm. Derart dünne Fasern ermöglichen
eine sehr große Flexibilität des damit hergestellten Heizelements, es kann Biegungen
mit einem Radius von minimal 2 cm bis 4 cm aufweisen, ohne dass die Fasern Gefahr
laufen, zu brechen. Solche Fasern sind erhältlich bei der Fa. UBE Industries Ltd.
in Japan unter der Bezeichnung Tyranno Fiber.
[0009] Eine Länge der Fasern aus Siliziumcarbid kann zwischen 2 cm und 100 cm liegen, so
dass sie bei Verwendung in einem Kochfeld von Außenkante zu Außenkante des Kochfelds
reichen können. Eine vorteilhafte Länge wird zwischen 4 cm und 6 cm bis 30 cm angesehen.
Somit kann zwar vorgesehen sein, dass eine einzelne Faser oder ein Großteil bzw. möglicherweise
sogar alle Fasern von einer elektrischen Kontaktierung an eine gegenüberliegende elektrische
Kontaktierung verlaufen, also durchgängig und ununterbrochen. Dies ist aber nicht
zwingend notwendig, da das erfindungsgemäße Heizleitermaterial Siliziumcarbid auch
an seiner Oberfläche elektrisch leitfähig ist und somit sowohl eine elektrische Kontaktierung
als auch die elektrische Leitfähigkeit eines aus solchen Fasern hergestellten Heizelements
selbst über größere Längen als die Länge einzelner Fasern hinweg gut möglich ist.
[0010] Eine mögliche und vorteilhafte Form für ein Heizelement ist eine Rechteckform. Betrachtet
bzw. von der Oberseite her gesehen weist ein solches Heizelement also rechteckige
Form auf. Möglicherweise kann sogar die gesamte Heizeinrichtung rechteckig sein in
Draufsicht. Das Heizelement weist zwei beabstandete bzw. gegenüberliegende Anschlusskontaktierungen
auf und wird somit zwischen diesen zwei Anschlusskontaktierungen gebildet. Die Anschlusskontaktierungen
können an gegenüberliegenden Außenseiten des Heizelements angeordnet sein, wobei sie
eben auf bekannte Art und Weise auch diese Außenseiten des Heizelements bilden können.
Die einzelnen Fasern selbst bzw. das Heizleitermaterial können unter Umständen noch
weiter verlaufen als diese beiden das Heizelement definierenden Anschlusskontaktierungen.
Ein Stromfluss und somit eine Heizwirkung entstehen jedoch nur zwischen den beiden
zusammengehörenden Anschlusskontaktierungen.
[0011] Es ist möglich, die Anschlusskontaktierungen als Teil einer Halteeinrichtung für
das Heizelement auszubilden bzw. zu verwenden. Gerade weil ein Heizelement aus den
flexiblen und biegbaren Fasern selbst ja vorzugsweise nicht eigenstabil ist und auch
nicht eigenstabil sein soll, wird eine solche Halteeinrichtung offensichtlich benötigt.
Derartige Anschlusskontaktierungen können aus Metallstreifen oder Metallträgern bestehen,
an welche vorteilhaft Anschlussleitungen angeschlossen sind oder angeschlossen werden
können. Die Anschlusskontaktierungen selbst sind dann vorteilhaft an einem Träger
odgl. gehalten, der somit auch ein Träger für das Heizelement ist.
[0012] Vorteilhaft ist das Heizelement entlang eines Außenrands an der Halteeinrichtung
gehalten. Mindestens 70 % der Fläche des Heizelements sollten zwischen der Halteeinrichtung
bzw. innerhalb der Halteeinrichtung, möglicherweise also den vorgenannten Anschlusskontaktierungen,
frei verlaufen. Besonders vorteilhaft sind dies mehr als 80 %, so dass nur ein kleiner
Teil des Heizelements bzw. seiner Fläche von den Anschlusskontaktierungen benötigt
oder bedeckt wird und damit für eine Heizwirkung entfällt.
[0013] In Ausgestaltung der Erfindung ist es von Vorteil, wenn die Fasern in etwa rechtwinklig
zu länglichen Halteeinrichtungen oder zu vorgenannten länglichen Anschlusskontaktierungen
verlaufen. So kann möglichst gut eine vorgenannte rechteckige Form eines Heizelements
erreicht werden, welches den Vorteil aufweist, dass dann sämtliche Strompfade zwischen
gegenüberliegenden Anschlusskontaktierungen gleich lang sind für eine möglichst gleichmäßige
Heizwirkung.
[0014] In Weiterbildung der Erfindung ist es möglich, dass einige der Anschlusskontaktierungen
nicht an Enden oder im Endbereich der Fasern oder eines davon gebildeten Gewebes oder
einer Fläche liegen. Somit können sich nicht nur die Fläche aus Heizleitermaterial,
sondern auch die Fasern selbst weiter als diese Anschlusskontaktierungen erstrecken.
Eine von den Fasern gebildete Fläche kann größer sein als ein einziges Heizelement,
vorteilhaft deutlich größer, beispielsweise dreimal oder mindestens dreimal größer
als ein einzelnes Heizelement. Anschlusskontaktierungen können dabei sozusagen in
die Fläche der Heizeinrichtung bzw. in die Fläche aus Heizleitermaterial hinein gesetzt
werden. Dabei können sie an die Fasern angedrückt sein bzw. mit ihnen verbunden sein
derart, dass in einer durchgehenden Fläche aus Heizleitermaterial bzw. den davon gebildeten
Fasern mehrere einzelne und separat betreibbare Heizelemente gebildet sind durch das
Setzen von mehreren Anschlusskontaktierungen.
[0015] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist es aber möglich, dass einige Anschlusskontaktierungen
auch außen an der Heizeinrichtung bzw. an einem Endbereich der Fasern oder des Heizleitermaterials
aus Fasern liegen. Andere Anschlusskontaktierungen bzw. entsprechende Anschlusskontaktierungen
liegen dabei innerhalb der Fläche der Fasern aus Heizleitermaterial. So können mehrere
Heizelemente an der Heizeinrichtung gebildet werden. Die Heizelemente der Heizeinrichtung
können gleiche Grundform aufweisen, vorteilhaft rechteckig oder quadratisch. Es ist
sogar möglich, dass alle Heizelemente einer Heizeinrichtung identisch bzw. gleich
ausgebildet sind. Dadurch kann ein regelmäßiger Aufbau erreicht werden, des Weiteren
können möglichst viele Gleichteile wie beispielsweise für die Anschlusskontaktierungen
verwendet werden. Alternativ können die Heizelemente gleiche Grundform aufweisen,
evtl. auch gleiche Proportionen, nur eben mit unterschiedlichen Abmessungen.
[0016] In weiterer möglicher Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die
genannten Fasern aus Heizleitermaterial in ein Gewebe, ein Geflecht oder ein Gewirke
eingebettet sind. Dies bedeutet, dass das Heizelement nicht ausschließlich aus Fasern
aus Heizleitermaterial besteht, sondern auch noch weitere Fasern oder Drähte aufweisen
kann, die dann nur mechanisch stützende Wirkung aufweisen oder eine andere Funktion
als eine Heizfunktion. Vorteilhaft kann ein genanntes Gewebe Kett-Fäden und Schuss-Fäden
aufweisen, damit es stabil ist. Dabei ist es möglich, dass die Kett-Fäden elektrisch
leitfähig sind und aus dem genannten Heizleitermaterial bestehen, um die Heizelementfunktion
zu erfüllen. Die Schuss-Fäden können dann elektrisch isolierend bzw. mit der anderen
vorgenannten Funktion versehen sein. Alternativ kann die Funktion auch genau anders
herum verteilt sein. Auch hier ist vorteilhaft vorgesehen, dass die Fasern aus dem
Heizleitermaterial zwischen entsprechenden Anschlusskontaktierungen verlaufen. Schräg
oder quer dazu verlaufende Fasern oder Fäden benötigen eigentlich keine elektrische
Leitfähigkeit, da in einer Richtung schräg oder quer zur jeweils kürzesten Strecke
zwischen zwei gegenüberliegenden und zusammengehörenden Anschlusskontaktierungen ohnehin
nur ein geringer Strom fließen würde aufgrund des längeren und somit höheren Bahnwiderstands.
Möglicherweise kann durch solche schräg oder quer verlaufenden Fäden oder Fasern aus
elektrisch leitfähigem Material, möglicherweise auch Heizleitermaterial, eine bessere
Verteilung eines Stromflusses innerhalb des flächigen Heizelements erfolgen. Besonders
vorteilhaft können die genannten Kett-Fäden und Schuss-Fäden rechtwinklig zueinander
verlaufen.
[0017] Allgemein ist es in einer Ausgestaltung der Erfindung möglich, dass das Heizelement
nicht nur wie eingangs erläutert eine Fläche bedeckt, in der Zwischenräume vorgesehen
sind, sondern diese Fläche sozusagen geschlossen bedeckt. Ein solches Heizelement
kann vorteilhaft einlagig ausgebildet sein, selbst wenn es jeweils aus Fäden oder
Rovings aus jeweils einer Vielzahl von Fasern besteht, auch wenn die wie zuvor genannt
als Gewebe oder als Gewirke vorliegen. Dann ist ganz offensichtlich eine sehr gut
verteilte flächige Heizwirkung erreichbar.
[0018] In einer anderen Möglichkeit kann das Heizelement aber genau bewusst vorgenannte
Zwischenräume aufweisen, weil es beispielsweise als eine Vielzahl von Fäden oder Rovings
bzw. Faserbündeln aus Heizleitermaterial verläuft, wobei aber nicht sämtliche Fasern
des Heizelements derart nahe beieinanderliegen, dass eine geschlossene Fläche entsteht.
Zwischen gegenüberliegenden Anschlusskontaktierungen können auch einzelne Fäden oder
Faserbündel bzw. Rovings aus Fasern aus Heizleitermaterial verlaufen, zwischen denen
jeweils ein gewisser Abstand besteht, beispielsweise 2 mm bis 20 mm, vorteilhaft 4
mm bis 15 mm. Einige der Fasern können dabei mit Abstand zueinander und parallel zueinander
verlaufen. Möglicherweise können manche der Fasern entlang einer geraden Linie verlaufen,
andere können einfach oder mehrfach gebogen oder umgelenkt ausgebildet sein bzw. verlaufen.
So können auch runde bzw. von einem Rechteck abweichende Flächen mit Fasern aus Heizleitermaterial
beheizt werden, die zwischen ihren jeweiligen Anschlusskontaktierungen sämtlich dieselbe
Länge aufweisen. Aufgrund ihres gebogenen oder mehrfach abgewinkelten Verlaufs dazwischen
können ihre Anschlusskontaktierungen aber unterschiedlichen Abstand in der direkten
Luftlinie zueinander aufweisen. Eine Umlenkung oder Abwinklung der Fasern kann an
entsprechenden Stützvorsprüngen odgl. auf einem flächigen Träger erfolgen, auf dem
oder über dem die Fasern aus Heizleitermaterial bzw. das Heizelement angeordnet sind.
[0019] Zwischenflächen zwischen Heizelementabschnitten bzw. Fasern aus Heizleitermaterial
können einen größeren Flächenanteil aufweisen als die direkte Fläche der Heizelementabschnitte
selbst, also die Projektion der Fasern aus Heizleitermaterial. Ein Faktor kann hier
zwischen 2 und 20 liegen, vorteilhaft zwischen 5 und 10. Einen ähnlichen Aufbau kennt
der Fachmann beispielsweise von dem Verlauf von bandförmigen Heizleitern bei Strahlungsheizeinrichtungen
für Kochfelder sowie Widerstandsdrähten, die um Glimmerplatten mit Abstand zueinander
gewickelt sind in einem Toaster odgl..
[0020] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist es möglich, dass das Heizelement zumindest
teilweise mit einem katalytisch wirksamen Material beschichtet ist. Vorteilhaft befindet
sich eine solche katalytisch wirksame Schicht an elektrisch leitfähigen Heizelementabschnitten,
die also direkt beheizt sind und somit die höchste Temperatur erreichen. Alternativ
können in einem Flächengebilde, beispielsweise einem vorgenannten Gewebe bzw. Gewirke
mit den erfindungsgemäßen Fasern, Fasern, Teile oder Heizelementabschnitte vorgesehen
sein, die direkt und hauptsächlich aus Katalysatormaterial bestehen. Damit kann beispielsweise
bei Verwendung in einem Backofen ein Verbrennen von Fettresten in Luft erfolgen, wobei
diese mit den Fettresten beladene Luft an dem Heizelement entlangströmt, so dass sich
die Fettpartikel auf dem Heizelement bzw. insbesondere auf den katalytisch wirksamen
Flächen absetzen und dort dann verbrannt werden können.
[0021] In nochmals weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann die Heizeinrichtung ein längliches
Rohr aufweisen, in dem ein Heizelement mit Fasern aus SiC als Heizleitermaterial von
einem Ende zum anderen Ende verläuft. In dem Rohr verläuft ein weiteres Heizelement
von einem Ende zum anderen Ende, wobei vorzugsweise die beiden Heizelemente jeweils
eigene elektrische Anschlüsse aufweisen. Damit können sie an sich beliebig verschaltet
werden, insbesondere auch parallel zueinander geschaltet sein. Dadurch können auch
unterschiedliche Leistungsstufen eingestellt werden.
[0022] Ein mögliches erfindungsgemäßes Kochgerät ist ein Kochfeld mit einer Kochfeldplatte,
vorteilhaft bestehend aus elektrisch isolierendem und mechanisch stabilem Material
wie beispielsweise Glaskeramik, Hartglas oder auch mineralischen Materialien wie Stein.
Unter der Kochfeldplatte ist mindestens eine zuvor beschriebene Heizeinrichtung angeordnet.
In vorteilhafter Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass unter der Kochfeldplatte
zwar nur eine einzige Heizeinrichtung angeordnet ist, diese aber mehrere Heizelemente
aufweist, beispielsweise mehr als sechs Heizelemente, insbesondere 20 bis 40 Heizelemente
oder sogar noch mehr. Die Gesamtheit der Heizelemente nimmt über 60 % bis 90 % der
Fläche der Kochfeldplatte ein und kann an dem Kochfeld den sogenannten Heizbereich
bilden. Vorgenannte Anschlusskontaktierungen können dann entlang von Außenbereichen
der Heizeinrichtung bzw. der Kochfeldplatte verlaufen. Dabei können auch mitten in
der Fläche der Heizeinrichtung bzw. der Kochfeldplatte Anschlusskontaktierungen vorgesehen
sein, um die Heizeinrichtung in die vorgenannte Anzahl von einzelnen Heizelementen
zu unterteilen, die auch einzeln je nach Belieben betrieben werden können.
[0023] Für solche mitten in eine Fläche aus Fasern aus Heizleitermaterial eingebrachte Anschlusskontaktierungen
kann vorgesehen sein, dass diese aus länglichen Stäben oder Leisten aus gut elektrisch
leitfähigem Material bestehen, beispielsweise Metall, die zumindest gegen eine Oberseite
oder eine Unterseite der Heizelementfläche und somit gegen die Fasern aus Heizleitermaterial
gedrückt sind. Vorteilhaft sind zwei solche länglichen Leisten vorgesehen, die sozusagen
übereinander befestigt sind und aufeinander zu gedrückt werden bzw. zusammengedrückt
werden, so dass sie die Fasern aus Heizleitermaterial zwischen sich einschließen und
zusammendrücken für einen guten elektrischen Kontakt durch Andrücken. Eine Fixierung
von zwei solchen Metallteilen gegeneinander kann durch dünne Stifte, Schrauben oder
Nieten erfolgen, die auch durch vorgefertigte Löcher oder Ausnehmungen in einem geschlossenen
Material eines Heizelements verlaufen können, beispielsweise in einem vorgenannten
Gewebe oder Gewirke. Diese Durchbrüche oder Ausnehmungen können vorgefertigt sein,
alternativ können die genannten Haltemittel einfach hindurchgesteckt werden und dabei
die Fasern verdrängen. Hierfür können sie möglicherweise an freien Endbereichen etwas
angespitzt oder verjüngt ausgebildet sein, so dass sie leichter durch eine geschlossene
Fläche eines Gewebes oder eines Gewirkes mit Fasern aus Heizleitermaterial hindurchgesteckt
werden können.
[0024] In einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung ist ein Kochgerät als Backofen
mit einer Backofenmuffel ausgebildet. Dabei kann an oder in der Backofenmuffel eine
erfindungsgemäße Heizeinrichtung angeordnet sein. Diese kann zwar auch wieder mehrere
Heizelemente aufweisen, für einen Backofen wird es aber üblicherweise als ausreichend
angesehen, wenn ein einziges Heizelement vorgesehen ist.
[0025] Eine Heizeinrichtung kann als Unterhitze-Heizkörper in dem Backofen bzw. in der Backofenmuffel
angeordnet sein. Vorteilhaft ist sie dabei unter einem Boden der Backofenmuffel angeordnet.
Alternativ oder zusätzlich kann eine solche Heizeinrichtung als Oberhitze-Heizkörper
vorgesehen sein und hierzu unterhalb einer Decke oder in einer Decke der Backofenmuffel
angeordnet sein. Gerade für einen Backofen bietet sich eine vorgenannte mögliche Ausgestaltung
eines Heizelements mit katalytischem Material an.
[0026] Eine Heizeinrichtung insbesondere für ein Kochfeld kann so ausgebildet sein, dass
sie großflächig oder auf ein Kochfeld bezogen bzw. den Heizbereich eines Kochfelds
bezogen vollflächig verläuft. Die einzelnen Fasern aus Heizleitermaterial können dabei
auch von einem Endbereich bis zum gegenüberliegenden Endbereich verlaufen, alternativ
auch kürzer sein. Eine mechanische Halterung oder Aufhängung eines solchen Flächengebildes
mit Heizelementfunktion, das vorteilhaft wie ein Stoff biegeschlaff ist, kann durch
die genannten Anschlusskontaktierungen erfolgen. Diese halten die Heizeinrichtung
dabei an den Enden wie eine Art Rahmen, zumindest an zwei gegenüberliegenden Seiten.
Durch die Anordnung von weiteren, vorteilhaft parallelen Anschlusskontaktierungen
innerhalb der Fläche zwischen diesen beiden außenliegenden Anschlusskontaktierungen
können einzelne Heizelemente abgeteilt werden. So kann insgesamt eine Heizeinrichtung
für ein Kochfeld mit der vorgenannten relativ großen Anzahl von Heizelementen hergestellt
werden, ohne dass die Fasern aus Heizleitermaterial im Einzelnen wunschgemäß abgelängt
oder zugeschnitten werden müssen.
[0027] Bei dem Verfahren zur Herstellung eines Heizelements, das insbesondere für eine vorgenannte
Heizeinrichtung verwendet werden kann, besonders bevorzugt in einem Kochfeld, wird
zuerst ein flächiges Gebilde oder Gewirke aus Fasern wie vorbeschrieben gebildet.
An diesem flächigen Gebilde oder Gewirke werden Anschlusskontaktierungen angebracht
wie vorgenannt, und zwar mehrere. Manche davon können an einem Außenrand vorgesehen
sein, manche und vor allem auch zahlenmäßig mehr können mitten in der Fläche vorgesehen
sein. Sie können beispielsweise durch vorgenannte Leisten oder Stäbe gebildet sein,
die von oben und von unten gegen die Fasern gedrückt werden und dann miteinander verbunden
werden. So muss hier kein Zerschneiden oder Zerteilen des Gebildes oder Gewirkes erfolgen.
[0028] Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung
und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder
zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung
und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige
Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung
der Anmeldung in Zwischen-Überschriften und einzelne Abschnitte beschränkt die unter
diesen gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0029] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen schematisch dargestellt
und werden im Folgenden näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Heizelement in zwei unterschiedlichen Ausführungen,
- Fig. 2
- eine seitliche Schnittdarstellung durch ein erfindungsgemäßes Kochfeld mit Einheiten
Richtung entsprechend Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf eine Ausgestaltung einer weiteren erfindungsgemäßen Heizeinrichtung
mit drei an einem Gewebe integriert hergestellten Heizelementen,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf ein Kochfeld mit einem Heiz-Bereich gebildet von einem Gewebe
mit erfindungsgemäßen Heizleitermaterial und einer Vielzahl daran angebrachten Anschlusskontaktierungen,
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf eine weitere erfindungsgemäße Heizeinrichtung mit unterschiedlich
verlegten Fasern aus erfindungsgemäßem Heizleitermaterial,
- Fig. 6
- eine weitere Abwandlung eines Gewebes für ein Heizelement mit eingewebten Fasern aus
erfindungsgemäßem Heizleitermaterial und
- Fig. 7
- eine vereinfachte Darstellung eines weiteren Heizelements einer erfindungsgemäßen
Heizeinrichtung, das in einem Rohr zusammen mit einem Metall-Heizleiter verläuft.
Detaillierte Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0030] In der Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßes Heizelement 12 für eine erfindungsgemäße
Heizeinrichtung in Draufsicht dargestellt. Das Heizelement 12 weist Fasern 13 aus
erfindungsgemäßem Heizleitermaterial in Form von Siliziumcarbid auf. Im oberen Bereich
des Heizelements 12 sind diese Fasern 13a parallel verlaufend angeordnet als einzelne
Fasern oder als Fäden, zu denen die Fasern versponnen oder verdrillt worden sind.
Alternativ können es einzelne Rovings sein. Die Fasern 13a verlaufen zwischen einer
linken Anschlusskontaktierung 18a und einer rechten Anschlusskontaktierung 18b, und
zwar hier auf dem kürzesten Weg. Wie die Schnittdarstellung der Fig. 2 zeigt, sind
die Anschlusskontaktierungen 18a und 18b gebildet durch jeweils zwei aufeinandergelegte
Kontaktleisten 20a und 20b, die mit Schrauben 21 verschraubt und somit zusammengedrückt
sind. Dabei drücken sie die Fasern 13a aus Heizleitermaterial zwischen sich zusammen
und kontaktieren sie so elektrisch Des Weiteren werden die Fasern 13a des Heizelements
12 so in gewünschter Form mechanisch gehalten.
[0031] Von den Anschlusskontaktierungen 18 bzw. den Kontaktleisten 20 gehen je ein Anschlusskabel
22a und 22b ab. Diese Anschlusskabel 22 dienen erkennbar dem elektrischen Anschluss
bzw. der Leistungsversorgung des Heizelements 12. Vorteilhaft sind die Anschlusskabel
22 an Netzspannung von 230 V angeschlossen für einen Heizbetrieb. In einem solchen
Heizbetrieb erreichen das Heizelement 12 bzw. die Fasern 13 eine Temperatur von über
1.000 °C und arbeiten somit im deutlich sichtbaren hellorangen bis gelben Bereich
als Strahlungsheizeinrichtung.
[0032] Unten weist das Heizelement 12 in Fig. 1 etwas anders verlegte Fasern 13b auf. Sie
sind nämlich als Gewebe 17 ausgebildet mit Kett-Fäden 14, die direkt zwischen den
Anschlusskontaktierungen 18a und 18b verlaufen. Quer dazu verlaufen Schuss-Fäden 16
wie üblich bei einem Gewebe. Das Gewebe 17 kann entweder, wie angedeutet, mit Zwischenräumen
versehen sein und so eine Art Netz darstellen. Dies ist gut für eine sehr freie Abstrahlung
der Heizleistung der im sichtbaren Bereich glühenden Fasern 13a. Alternativ kann das
Gewebe 17 auch weitgehend geschlossen sein ohne Zwischenräume wie ein dichter Stoff
odgl.. Die Darstellung der Fig. 1 ist zur Veranschaulichung so gewählt, in der Praxis
sind vorteilhaft entweder nur parallel verlaufende Fasern 13a oder nur ein Gewebe
17 vorgesehen.
[0033] In der Schnittdarstellung der Fig. 2 ist ein Kochfeld 25 gemäß der Erfindung als
Kochgerät dargestellt. Das Kochfeld 25 weist eine Kochfeldplatte 26 auf, unter der
eine erfindungsgemäße Heizeinrichtung 27 angeordnet ist. Die Heizeinrichtung 27 weist
eine Trägerplatte 28 auf, auf der ein umlaufender Dämmrand 29 aufliegt. Damit ist
die Heizeinrichtung 27 an eine Unterseite der Kochfeldplatte 26 angedrückt, wie dies
von üblichen Strahlungsheizeinrichtungen bekannt ist.
[0034] Auf der Trägerplatte 28 liegt ein Heizelement 12 entsprechend Fig. 1 auf. Links und
rechts sind jeweils die Anschlusskontaktierungen 18a und 18b dargestellt, wobei gut
zu sehen ist, wie in diesen die Fasern 13 bestehend aus Heizleitermaterial eingeklemmt
oder eingespannt sind. Von den Anschlusskontaktierungen 18a und 18b gehen die Anschlusskabel
22a und 22b ab zum elektrischen Anschluss.
[0035] In der Fig. 3 ist eine weitere Möglichkeit zur Realisierung einer erfindungsgemäßen
Heizeinrichtung 127 dargestellt. Hier ist ein größeres Gewebe 117 dargestellt, welches
rechtwinklige bzw. abgewinkelte L-Form aufweist. Das Gewebe 117 kann aber auch eine
rechteckige Form aufweisen. Damit soll gezeigt werden, dass das Gewebe auch eine andere
Form als rechteckig aufweisen kann. Das Gewebe 117 liegt in durchgehender Form vor
bzw. kann entsprechend aus einer großen Fläche ausgeschnitten sein. Ein Teil-Gewebe
117ab bildet mit Anschlusskontaktierungen 118a und 118b samt Anschlussleitungen bzw.
Anschlusskabel 122a und 122b ein erstes Heizelement 112ab. Ein zweites Heizelement
112cd wird gebildet von einem weiteren Abschnitt des Gewebes, nämlich einem Teil-Gewebe
117cd. Es ist ähnlich wie zuvor beschrieben mit zwei Anschlusskontaktierungen 118c
und 118d mit jeweils einem Anschlusskabel 122c und 122d versehen zum elektrischen
Anschluss. Ein drittes Teil-Gewebe 117ef weist auch zwei Anschlusskontaktierungen
118e und 118f auf mit jeweils einem Anschlusskabel 121e und 121f. Es bildet ein drittes
Heizelement 112ef.
[0036] Hier ist also zu ersehen, dass aus einem einzigen und durchgehenden Gewebe 117 mit
drei Bereichen, die jeweils durch Anschlusskontaktierungen 118 gebildet sind, drei
Heizelemente gebildet werden können, möglicherweise auch mehr. Des Weiteren ist leicht
ersichtlich, dass die Anschlusskontaktierungen 118b und 118c zusammengelegt werden
bzw. durch eine einzige gebildet werden könnten, sodass hier mechanischer Aufwand
und Anschlussaufwand eingespart werden können. Hauptsächlich vorteilhaft ist dabei
aber, dass das Gewebe 117 mit den erfindungsgemäßen Fasern 113 darin als großflächiges
Stück verarbeitet werden kann und nicht aufgetrennt bzw. nicht unterteilt werden muss
durch Schneiden und somit Vereinzeln.
[0037] In der Fig. 4 ist in Draufsicht ein weiteres erfindungsgemäßes Kochfeld 225 dargestellt.
Es weist unter einer hier nicht gezeigten Kochfeld-Platte einen Heiz-Bereich 231 und
einen Bedien-Bereich 233 auf. Der Heiz-Bereich 231 bedeckt den hinteren Teil des Kochfelds
225, und zwar auch die größte Fläche bzw. etwa 85 % bis 90 % der Fläche. Im vorderen
Bedien-Bereich 233 ist eine übliche Bedieneinrichtung 234 vorgesehen, hier ist keinerlei
Heizfunktion vorgesehen.
[0038] Es ist zu erkennen, dass im gesamten Heiz-Bereich 231 ein einziges durchgängiges
Gewebe 217 verläuft bzw. angeordnet ist. Das Gewebe 217 weist erfindungsgemäße Fasern
aus dem erfindungsgemäßen Heizleitermaterial SiC auf. Wie dieses Gewebe 217 im Detail
ausgebildet ist ist hier nachrangig.
[0039] Es ist zu ersehen, dass durch eine Vielzahl von unterschiedlichen Anschlusskontaktierungen
218 eine Vielzahl von einzelnen Heizelementen im Gewebe 217 sozusagen gebildet oder
herausgeteilt ist. Dabei sind einige Anschlusskontaktierungen 218 auch sozusagen doppelt
verwendet, wodurch deren Zahl sowie die Zahl der hier nicht dargestellten Anschlusskabel
verringert werden kann. Im mittleren Bereich des Heiz-Bereichs 231 sind der Übersichtlichkeit
halber keine Anschlusskontaktierungen 218 dargestellt, auch wenn sie dort natürlich
ebenso vorhanden sein sollten.
[0040] Im vorderen rechten Teil des Heiz-Bereichs 231 ist zu erkennen, dass dort eine lange
Anschlusskontaktierung 218 angeordnet ist. Mit größerem Abstand sind links daneben
und parallel dazu zwei in etwa halb so lange Anschlusskontaktierungen 218 vorgesehen.
Diese bilden mit dem Bereich des Gewebes 217 zwischen sich ein relativ großflächiges
Heizelement. Werden die linken Anschlusskontaktierungen 218 nicht gemeinsam betrieben,
sondern nur eine davon, ist ein etwa halb so großes Heizelement gebildet. Daraus ist
leicht zu ersehen, dass durch geschickte Wahl von Größe und Anordnung der Anschlusskontaktierungen
eine große Varianz von Heizelementgrößen erreichbar ist.
[0041] In der Fig. 5 ist in Draufsicht eine nochmals weitere erfindungsgemäße Heizeinrichtung
327 dargestellt. Auf einer entsprechenden Trägerplatte 328 ist oben eine Anschlusskontaktierung
318a samt Anschlusskabel 322a vorgesehen. Mit Abstand und parallel dazu ist unten
eine Anschlusskontaktierung 318b samt Anschlusskabel 322b vorgesehen. Von zwischen
den beiden Anschlusskontaktierungen 318 verlaufen unterschiedliche Fasern 313, hier
vorteilhaft als Faserbündel oder Rovings mit einem Durchmesser von 0,1 mm bis 2 mm.
Auf der Trägerplatte 328 sind in einem bestimmten Muster Umlenkstifte 336 angeordnet.
An diesen Umlenkstiften 336 werden die Fasern 313 umgelenkt, jeweils abwechselnd nach
außen oder wieder nach innen. Die mittlere der sieben Fasern 313 verläuft gerade und
auf dem kürzesten Weg zwischen den Anschlusskontaktierung 318. Da dessen Länge natürlich
geringer ist als bei den anderen Fasern 313 muss der elektrische Widerstand durch
einen geringeren Querschnitt bzw. durch eine geringere Anzahl von Fasern ausgeglichen
werden bzw. angepasst werden, nämlich etwas erhöht werden. So sollte erreicht werden
können, dass sämtliche Fasern 313 als einzelne Faserbündel oder Rovings zwischen den
Anschlusskontaktierungen 318 exakt denselben elektrischen Widerstand aufweisen.
[0042] Es ist gut zu erkennen, dass auch mit der Ausbildung der Heizeinrichtung 327 relativ
gut eine größere Fläche beheizt werden kann, ohne dass ein netzartiges oder geschlossenes
Gewebe vorgesehen werden muss. In gewisser Weise erinnert dieser Verlauf der Fasern
313 an den Verlauf eines metallischen Heizleiters bei einer üblichen Strahlungsheizeinrichtung.
[0043] In der Fig. 6 ist eine nochmals weitere Abwandlung eines erfindungsgemäßen Heizelements
412 dargestellt für eine erfindungsgemäße Heizeinrichtung 427. Hier ist auch ein Gewebe
417 aus Kett-Fäden 414 und Schuss-Fäden 416 dargestellt. Allerdings sind diese Kett-Fäden
414 und Schuss-Fäden 416 aus elektrisch isolierendem Material hergestellt, beispielsweise
temperaturbeständiger Kevlarfaser. Eine wesentlich bessere Temperaturbeständigkeit
lässt sich mit Fasern auf der Basis von Bor erreichen, beispielsweise Bornitrid-Fasern
oder Fasern aus Bornitrid-Nanotubes. Diese sind zu beziehen unter
www.bnnt.com, dort sind hierzu auch weitere Informationen zu finden.
[0044] Alternativ können dünne Drähte aus elektrisch leitfähigem Heizleitermaterial vorgesehen
sein, beispielsweise aus einer Legierung aus Eisen, Chrom und Aluminium. Parallel
dazu verlaufen Fasern oder Faserbündel 413 aus dem erfindungsgemäßen Heizleitermaterial
Siliziumcarbid. Dadurch kann eine gesamte Beeinflussung eines Widerstands eines Heizelements
412 erreicht werden für eine unterschiedlich starke Heizleistung bei vorgegebener
Betriebsspannung, insbesondere Netzspannung. Das Gewebe 417 kann dabei vor allem zur
mechanischen Halterung der Fasern 413 dienen.
[0045] Eine nochmals weitere erfindungsgemäße Verwendung des speziellen Heizleitermaterials
ist in Fig. 7 dargestellt mit einem Heizelement 512. Es entspricht im Wesentlichen
einem üblichen Rohrheizkörper. In einem Rohr 538, vorteilhaft bestehend aus einem
Edelstahl, verläuft zusammen mit einer üblichen Füllung aus MgO odgl. Ein Faserbündel
513, das aus Siliziumcarbid als Heizleitermaterial besteht. Parallel dazu, aber mit
Abstand und elektrisch dagegen isoliert verläuft ein Metall-Heizleiter 540, der unter
Umständen auch gewendelt ausgebildet sein kann. Er kann aus einer Nickel-Chrom-Legierung
bestehen, beispielsweise NiCr 80/20. Hier arbeitet das erfindungsgemäße Heizleitermaterial
mit den Fasern 513 nicht als Strahlungsheizeinrichtung, zumindest nicht direkt frei
strahlend, sondern als Heizeinrichtung nach Art eines Rohrheizkörpers. Der Rohrheizkörper
kann dann vorteilhaft auch eine flächige Beheizung bilden.
1. Heizeinrichtung mit einem flächigen Heizelement und mit einer Halteeinrichtung für
das Heizelement,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Heizelement Fasern zum Betrieb als Widerstandsheizer aufweist, wobei die Fasern:
- einen Durchmesser von weniger als 50 µm aufweisen, und
- aus SiC als Heizleitermaterial bestehen.
2. Heizeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Fasern kleiner ist als 20 µm, vorzugsweise zwischen 4 µm und
12 µm liegt.
3. Heizeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Fasern zwischen 2 cm und 100 cm liegt, vorzugsweise zwischen 4 cm und
30 cm liegt.
4. Heizeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizelement von der Heizrichtung aus betrachtet oder von der Oberseite aus betrachtet
rechteckige Form aufweist mit zwei langen Anschlusskontaktierungen an gegenüberliegenden
Außenseiten, wobei vorzugsweise die Anschlusskontaktierungen Teil einer Halteeinrichtung
für das Heizelement sind, insbesondere die Halteeinrichtung vollständig bilden, wobei
vorzugsweise die Fasern rechtwinklig zu den langen Halteeinrichtungen oder den langen
Anschlusskontaktierungen verlaufen.
5. Heizeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizelement entlang eines Außenrandes an der Halteeinrichtung gehalten ist und
mit mindestens 70% seiner Fläche frei verläuft zwischen der Halteeinrichtung oder
innerhalb der Halteeinrichtung, vorzugsweise zwischen den Anschlusskontaktierungen
nach Anspruch 4.
6. Heizeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einige der Anschlusskontaktierung liegen nicht an Enden oder im Endbereich der Fasern,
wobei vorzugsweise die Fasern eine Fläche bilden, die größer ist als ein Heizelement,
vorzugsweise dreimal oder mindestens dreimal größer ist als ein Heizelement, wobei
Anschlusskontaktierungen in der Fläche der Heizeinrichtung gesetzt sind und an den
Fasern angedrückt sind bzw. mit den Fasern verbunden sind derart, dass in einer durchgehenden
Fläche mit den Fasern aus Heizleitermaterial durch mehrere Anschlusskontaktierungen
mehrere einzelne und separat betreibbare Heizelemente gebildet sind.
7. Heizeinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass einige Anschlusskontaktierungen außen an der Heizeinrichtung liegen bzw. an einem
Endbereich der Fasern, wobei andere Anschlusskontaktierungen innerhalb der Fläche
der Fasern aus Heizleitermaterial liegen, wodurch mehrere Heizelemente gebildet werden,
wobei vorzugsweise alle Heizelemente der Heizeinrichtung identisch bzw. gleich ausgebildet
sind.
8. Heizeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern aus Heizleitermaterial in ein Gewebe eingebettet sind, wobei vorzugsweise
das Gewebe des Heizelements Kett-Fäden und Schuss-Fäden aufweist, wobei insbesondere
die Kett-Fäden elektrisch leitfähig sind für die Heizelementfunktion und von den Fasern
aus Heizleitermaterial gebildet sind, wobei die Schuss-Fäden elektrisch isolierend
ausgebildet sind, wobei insbesondere das Heizelement oder ein Heizelement eine geschlossene
Fläche bildet, vorzugsweise einlagig ausgebildet ist.
9. Heizeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizelement aus Heizelementabschnitten und dazwischen verlaufenden Zwischenflächen
besteht, wobei die Heizelementabschnitte von den Fasern aus Heizleitermaterial gebildet
sind, wobei insbesondere der Flächenanteil der Zwischenflächen größer ist als der
Flächenanteil der Heizelementabschnitte, vorzugsweise um den Faktor 2 bis 20.
10. Heizeinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizelement eine nicht-geschlossene Fläche bildet, wobei die Zwischenflächen
Durchbrüche durch die Fläche bilden bzw. Leerflächen des Heizelements bilden.
11. Heizeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizeinrichtung ein längliches Rohr aufweist, innerhalb dem ein Heizelement mit
Fasern aus SiC als Heizleitermaterial von einem Ende zum anderen Ende verläuft, wobei
in dem Rohr ein weiteres Heizelement von einem Ende zum anderen Ende verläuft, wobei
vorzugsweise die beiden Heizelemente eigene elektrische Anschlüsse aufweisen und insbesondere
parallel zueinander geschaltet sind.
12. Kochgerät, dadurch gekennzeichnet, dass es als Kochfeld mit einer Kochfeldplatte ausgebildet ist, wobei unter der Kochfeldplatte
mindestens eine Heizeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche angeordnet
ist.
13. Kochgerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass unter der Kochfeldplatte genau eine Heizeinrichtung angeordnet ist mit mehreren Heizelementen,
wobei vorzugsweise die Heizelemente über 60 % bis 90 % der Fläche der Kochfeldplatte
bedecken, wobei insbesondere Anschlusskontaktierungen nach Anspruch 4 entlang von
Außenbereichen der Heizeinrichtung bzw. der Kochfeldplatte verlaufen und auch mitten
in der Fläche der Heizeinrichtung bzw. der Kochfeldplatte angeordnet sind.
14. Kochgerät, dadurch gekennzeichnet, dass es als Backofen mit einer Backofenmuffel ausgebildet ist, wobei an oder in der Backofenmuffel
mindestens eine Heizeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11 angeordnet ist.
15. Verfahren zur Herstellung eines Heizelements, insbesondere eines Heizelements für
eine Heizeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
gekennzeichnet durch die Schritte:
- es wird ein flächiges Gebilde aus Fasern nach einem der Ansprüche 1 bis 11 gebildet,
- an dem flächigen Gebilde werden Anschlusskontaktierungen angebracht.