[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anschlussvorrichtung zum Anschließen eines
ein pulver-/granulatförmiges Produkt enthaltenden Behälters an eine Einrichtung.
[0002] Anschlussvorrichtungen zum Anschließen von Behältern, die pulver-/granulatförmige
Produkte enthalten, sind allgemein bekannt.
[0003] Der Anschluss der Behälter erfolgt bei solchen Anschlussvorrichtungen in der Regel
dadurch, dass ein schlauchförmiger Auslauf des Behälters oder ein gesonderter für
den Anschluss vorgesehener und an dem Behälter befestigter Folienschlauch an der Anschlussvorrichtung
festgeklemmt wird. Anschließend wird das pulver-/granulatförmige Produkt über den
schlauchförmigen Auslauf bzw. den Folienschlauch überführt, d. h. entweder in den
Behälter gefüllt oder aus diesem entleert werden.
[0004] Nach Überführung des Produktes bindet ein Anwender den schlauchförmigen Auslauf bzw.
den Folienschlauch zweifach ab und durchtrennt diesen anschließend. Der an der Anschlussvorrichtung
verbleibende Folienrest muss bei dem erneuten Anschluss eines weiteren Behälters entfernt
werden. Dies erfolgt beispielsweise über gesonderte hierfür vorgesehene seitliche
Eingriffe.
[0005] Der erläuterte Ablauf verhindert, dass ein Anwender mit dem Produkt oder - vize versa
- das Produkt mit der Außenumgebung in Kontakt kommt, und eignet sich deshalb insbesondere
für Fälle, in denen gesundheitsgefährdende Produkte gehandhabt oder Kreuzkontaminationen
verhindert werden müssen.
[0006] Das Patentdokument
EP 1 958 900 A2 zeigt beispielsweise eine solche Kontaminationen vermeidende Anschlussvorrichtung.
[0007] Der skizzierte Anschluss des Behälters erfordert zum einen eine Reihe von Handgriffen,
die die Anzahl der handhabbaren, d.h. zu entleerenden oder zu füllenden, Behälter
pro Zeiteinheit nach unten hin begrenzen, und erzeugt zum anderen Müll in Form von
abgetrennten Folienresten, die aufgrund des Kontaktes mit dem Produkt speziell entsorgt
werden müssen.
[0008] Vor obigem Hintergrund ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Anschlussvorrichtung
zum Anschließen eines ein pulver-/granulatförmiges Produkt enthaltenden Behälters
an eine Einrichtung zu schaffen, die eine schnelle und kontaminationsfreie Handhabung
von Behältern ermöglicht.
[0009] Diese Aufgabe wird mit einer Anschlussvorrichtung gemäß Patentanspruch 1 gelöst.
Weitere bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche.
[0010] Gemäß einem Aspekt der Erfindung beinhaltet eine Anschlussvorrichtung zum Anschließen
eines ein pulver-/
granulatförmiges Produkt enthaltenden Behälters an eine Einrichtung einen Grundkörper,
der eine Anschlussöffnung definiert, an/
in die der Behälter für das Anschließen bestimmungsgemäß von einer Außenumgebung ausgehend
mit einem Überführungsabschnitt, der für eine Entnahme und/
oder Einbringung des pulver-/
granulatförmigen Produktes aus/
in den Behälter durch einen Anwender geöffnet und wieder verschlossen werden kann,
geführt wird.
[0011] Der genannte Überführungsabschnitt ist beispielsweise der obere Abschnitt eines Fasses,
auf dem ein Deckel des Fasses lagert, wobei der Deckel zum Öffnen und Schließen des
Fasses von dem oberen Abschnitt des Fasses entfernt bzw. auf den oberen Abschnitt
des Fasses gesetzt werden kann. Alternativ kann der Überführungsabschnitt ein schlauchförmiger
Auslauf eines Behälters, wie beispielsweise eines Bigbags sein.
[0012] Die genannte Einrichtung kann verschiedenen Zwecken dienen.
[0013] Beispielsweise kann es sich um einen Isolator handeln, an dem die Anschlussvorrichtung
angebracht ist, beispielsweise an einer Rückseite, und der eine Hubvorrichtung beinhaltet,
mit der das Fass zur Entleerung an die Anschlussvorrichtung geführt werden kann.
[0014] Alternativ kann die Einrichtung eine BigBag-Befüll/Entleervorrichtung sein, wobei
in diesem Fall ein schlauchförmiger Auslauf des BigBags in die Anschlussöffnung eingeführt
wird. Weiterhin kann die genannte Einrichtung eine Absaugvorrichtung sein, die zur
Entleerung eines Fasses ein Saugrohr beinhaltet, das durch den Grundkörper hindurch
in das Fass geführt wird.
[0015] Erfindungsgemäß ist die Anschlussvorrichtung eingerichtet, in dem Grundkörper eine
Gasströmung derart zu erzeugen, dass ein Austreten des pulver-/
granulatförmigen Produkts durch die Anschlussöffnung hindurch in die Außenumgebung
verhindert wird. Dies gilt erfindungsgemäß sowohl in einem Zustand, in dem der Überführungsabschnitt
an/
in die Anschlussöffnung geführt ist, als auch in einem Zustand, in dem der Überführungsabschnitt
nicht an/
in die Anschlussöffnung geführt ist. Anders ausgedrückt verhindert die Anschlussvorrichtung
in beiden Zuständen, in denen der Behälter angeschlossen oder von der Anschlussvorrichtung
bzw. der Anschlussöffnung entfernt ist, das Austreten von Partikel bzw. nach Entfernen
des Behälters das Austreten von Rückständen des Produktes.
[0016] Aufgrund der Erzeugung der Gasströmung ist es nicht mehr notwendig, einen schlauchförmigen
Auslauf des Behälters oder eine hierfür gesondert vorgesehene Schlauchfolie abgedichtet
festzuklemmen. Es ist lediglich erforderlich, dass der Anwender den behälterspezifischen
Überführungsabschnitt an die Anschlussöffnung heran führt oder in diese einführt,
wobei beispielsweise ein Spalt zwischen Überführungsabschnitt des Behälters und dem
Grundkörper verbleiben kann.
[0017] Der Grundkörper besitzt eine Öffnung, die auf einer der Anschlussöffnung abgewandten
Seite liegt. Insoweit definiert der Grundkörper einen Durchgang, in den der Überführungsabschnitt
des Behälters durch die Anschlussöffnung hindurch eingeführt werden kann. Nach Einführung
des Überführungsabschnittes des Behälters kann der Anwender den Behälter öffnen, was
beispielsweise durch manuelles Eingreifen von der dem Behälter abgewandten Seite aus
erfolgen kann.
[0018] Der in dem Grundkörper der Anschlussvorrichtung erzeugte Gasstrom sorgt erfindungsgemäß
dafür, dass Partikel des pulver-/granulatförmigen Produktes nicht in die Außenumgebung
gelangen können. D.h. Partikel des pulver-/granulatförmigen Produktes können aus dem
Innenraum des Grundkörpers nicht in die Außenumgebung austreten und mit dem Anwender
in Kontakt kommen. Gleichermaßen sorgt der Gasstrom dafür, dass in der Außenumgebung
vorhandene Partikel den Grundkörper nicht durchlaufen können und es somit zu keiner
Kontamination des Produktes kommt.
[0019] Vorstehendes gilt erfindungsgemäß sowohl in dem Zustand, in dem der Überführungsabschnitt
an/
in die Anschlussöffnung geführt ist, als auch in dem Zustand, in dem der Überführungsabschnitt
nicht an/
in die Anschlussöffnung geführt ist. In beiden Zuständen, in denen der Behälter angeschlossen
oder von der Anschlussvorrichtung bzw. der Anschlussöffnung wieder entfernt ist, verhindert
die Anschlussvorrichtung, dass das Produkt (oder dessen Rückstände) austreten bzw.
den Grundkörper durchlaufen kann (d.h. in beiden Richtungen von außen nach innen und
vize versa).
[0020] Bei der erfindungsgemäßen Anschlussvorrichtung wird das Austreten des pulver-/
granulatförmigen Produkts bevorzugt verhindert wird, indem in dem Grundkörper die
Gasströmung als eine laminare und/
oder turbulente Gasströmung erzeugt wird.
[0021] Die Gasströmung bildet bevorzugt einen, bevorzugt laminar strömenden, gasförmigen
Vorhang aus, der die Anschlussöffnung verschließt. Der Grundkörper der erfindungsgemäßen
Anschlussvorrichtung besitzt diesbezüglich bevorzugt eine Längsachse, die in einer
Richtung verläuft, in der der Überführungsabschnitt an/
in die Anschlussöffnung geführt wird, wobei der gasförmige Vorhang quer, bevorzugt
senkrecht, zu der Längsachse strömt.
[0022] Der genannte gasförmige Vorhang wird bevorzugt mittels Düsenanordnungen, die entlang
einer Seite des Grundkörpers angeordnet sind, und korrespondierenden Absaugungsöffnungen,
die entlang einer gegenüberliegenden Seite des Grundkörpers angeordnet sind, erzeugt
(bspw. Fig. 5). Bevorzugt kann eine Vielzahl solcher gasförmiger Vorhänge innerhalb
des Grundkörpers erzeugt werden.
[0023] Alternativ besitzt der Grundkörper bevorzugt eine Längsachse, die in einer Richtung
verläuft, in der der Überführungsabschnitt an/
in die Anschlussöffnung geführt wird, und ist in einer Ebene senkrecht zu der Längsachse
ringförmig ausgestaltet, wobei das Austreten des pulver-/
granulatförmigen Produkts verhindert wird, indem in dem Grundkörper die Gasströmung
als eine spiralförmige Gasströmung erzeugt wird.
[0024] Die spiralförmige Gasströmung kann eine Wirkung nach Art eines Zyklons verursachen,
die bevorzugt bis zu der Längsachse wirkt und zu einer Strömungsrichtung einer in
der Außenumgebung vorhanden Luft führt, die bevorzugt ausschließlich in den Grundkörper
hinein gerichtet ist (bspw. Fig. 1 und 4a).
[0025] Der Grundkörper der erfindungsgemäßen Anschlussvorrichtung umfasst bevorzugt an Innenwänden,
die einen Innenraum des Grundkörpers radial zu der Längsachse begrenzen und in der
Ebene ringförmig ausgestaltet sind, Strukturen, die zur Erzeugung der spiralförmigen
Gasströmung dienen. Die Strukturen sind bevorzugt in Bezug auf die Innenwände schräge
Flächen, die zusammen einen, bevorzugt einzigen, spiralförmigen Strömungsweg für die
Gasströmung definieren, wobei die schrägen Flächen bevorzugt verstellbar sind.
[0026] Alternativ weist der Grundkörper der erfindungsgemäßen Anschlussvorrichtung einen
ringförmigen Innenraum auf, in dem ein um die Längsachse rotierbar/
drehbar gehalterter Strömungserzeugungsring aufgenommen ist, wobei das Austreten des
pulver-/
granulatförmigen Produkts verhindert wird, indem in dem Grundkörper durch Rotation
des Strömungserzeugungsrings die Gasströmung als die spiralförmige Gasströmung erzeugt
wird.
[0027] Bevorzugt weist die erfindungsgemäße Anschlussvorrichtung weiterhin auf:
eine Verstelleinrichtung, die derart eingerichtet ist, dass ein Durchmesser der Anschlussöffnung
variierbar ist.
[0028] Die Verstelleinrichtung dient insbesondere dazu, die das Austreten des pulver-/granulatförmigen
Produktes verhindernden Gasströmungen in beiden Zuständen, in denen kein oder ein
Behälter angeschlossen ist, zu unterstützen bzw. aufrechtzuerhalten.
[0029] Die im Vorhergehenden erwähnte Gasströmung wird besonders bevorzugt durch eine Druckgasversorgung,
bspw. durch eine Druckluftversorgung, und/oder eine Pumpeneinrichtung erzeugt, die
an entsprechende an dem Grundkörper ausgebildete Anschlüsse angeschlossen sind. Die
Anschlüsse sind bevorzugt an dem Grundkörper so ausgebildet, dass sie tangential in
den Innenraum münden, wobei diese Ausbildung der Anschlüsse insbesondere in dem Fall
der ringförmigen Innenwände des Grundkörpers vorteilhaft ist.
[0030] Bevorzugt kann die Öffnung in den Grundkörper, die auf der zu der Anschlussöffnung
abgewandten Seite liegt, durch eine Abdeckung verschließbar sein.
[0031] Wenn die erfindungsgemäße Anschlussvorrichtung an einer Einrichtung vorgesehen ist,
in der ein Unterdruck erzeugt wird, beispielsweise zur Absaugung des pulver-/granulatförmigen
Produktes, ist bevorzugt eine Steuerungseinrichtung vorgesehen, die die Pumpeneinrichtung
in Abhängigkeit von dem erzeugten Unterdruck derart ansteuert, dass die Gasströmung
zur Anpassung an den Unterdruck/zum Ausgleich des Unterdruckes variiert wird. Wenn
in der Einrichtung zeitweise ein Überdruck herrscht, gilt selbiges mutatis mutandis.
[0032] Die erzeugte Gasströmung betrifft insbesondere eine Strömung gewöhnlicher (Atem)Luft.
[0033] Die im Vorhergehenden erläuterten erfindungsgemäßen Ausgestaltungen der Anschlussvorrichtung
basieren insbesondere auf dem Grundgedanken, dass durch die in dem Grundkörper erzeugte
Gasströmung die Außenumgebung "abgetrennt" wird und/oder Luft aus der Außenumgebung
angesaugt wird und somit eine Strömungsrichtung der in der Außenumgebung vorliegenden
Luft, bevorzugt ausschließlich, in den Innenraum des Grundkörpers gerichtet ist.
[0034] Folglich können keine Partikel des pulver-/granulatförmigen Produktes nach Außen
austreten und, bevorzugt, auch keine Partikel von außen den Grundkörper durchlaufen.
Wie bereits erläutert gilt dies erfindungsgemäß sowohl in dem Zustand, in dem der
Überführungsabschnitt an/
in die Anschlussöffnung geführt ist, als auch in dem Zustand, in dem der Überführungsabschnitt
nicht an/
in die Anschlussöffnung geführt ist bzw. kein Behälter angeschlossen ist.
[0035] Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung unter Bezug auf die
beigefügten Figuren erläutert.
Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Anschlussvorrichtung;
Figur 2 zeigt die erfindungsgemäße Anschlussvorrichtung in einer Schnittansicht;
Figuren 3a bis 3d zeigen bevorzugte Einsatzmöglichkeiten der erfindungsgemäßen Anschlussvorrichtung;
Figuren 4a und 4b zeigen eine Variante der unter Bezug auf Figuren 1 bis 3 erläuterten Anschlussvorrichtung;
Figuren 5a und 5b zeigen eine weitere Variante der erfindungsgemäßen Anschlussvorrichtung, wobei Figuren 5c bis 5f entsprechende verwendbare Düsenanordnungen zeigen.
Figuren 6a und 6b zeigen eine weitere Variante der erfindungsgemäßen Anschlussvorrichtung, die unterschiedliche
Teilbereiche aufweist, in denen verschiedene Gasströmungen erzeugt werden.
[0036] In Figur 1 ist eine erfindungsgemäße Anschlussvorrichtung 1 schematisch in einer
perspektivischen Ansicht gezeigt.
[0037] Die Anschlussvorrichtung 1 besitzt einen Grundkörper 2, der in dieser bevorzugten
Ausführungsform ringförmig ausgestaltet ist, wobei auf der in Figur 1 gezeigten rechten
Seite sich ein Pumpenanschluss 3 befindet. Eine an den Pumpenanschluss 3 angeschlossene
Pumpe ist in Figur 1 nicht gezeigt.
[0038] Der Grundkörper 2 beinhaltet auf der in Figur 1 gezeigten linken Seite darüber hinaus
einen Gaseinlass 4, über den Luft aus der Au-βenumgebung in den Grundkörper 2 eintreten
kann. Alternativ kann an den Gaseinlass 4 eine Druckgasversorgung, bspw. eine Druckluftversorgung,
angeschlossen sein, über die ein entsprechendes Gas/Luft in einen Innenraum des Grundkörpers
eingeblasen wird.
[0039] Der Pumpenanschluss 3 und der Gaseinlass 4 sind in Bezug auf eine Längsachse L des
Grundkörpers 2 versetzt angeordnet, wobei der Pumpenanschluss 3 in Richtung der Längsachse
L an einem unteren Ende des Grundkörpers und der Gaseinlass 4 an einem oberen Ende
des Grundkörpers 2 liegt und die genannten Anschlüsse 3, 4 jeweils radial zu der Längsachse
ausgerichtet sind. Bevorzugt münden die erläuterten Anschlüsse 3, 4 tangential zu
den Innenraum definierenden Innenwänden in den Innenraum.
[0040] Figur 2 zeigt die erfindungsgemäße Anschlussvorrichtung 1 aus Figur 1 in einem Längsschnitt
entlang der Längsachse L. Der Grundkörper 2 besitzt in seinem Innenraum profilartige
schräge Flächen 21, die an den Innenwänden des Grundkörpers 2 befestigt sind. Die
Flächen 21 sind gegenüber den Innenwänden schräg ausgebildet und definieren zusammen
einen spiralförmigen Strömungsweg, der sich ausgehend von dem Gaseinlass 4 zu dem
Pumpenanschluss 3 erstreckt.
[0041] Wenn die nicht gezeigte Pumpe eingeschaltet wird, führt dies zu einer spiralförmigen
Gasströmung innerhalb des Grundkörpers 2. Das Gas strömt innerhalb des Grundkörpers
2 spiralförmig von dem in Bezug auf die Längsachse L am oberen Ende angeordneten Gaseinlass
4 zu dem am unteren Ende angeordneten Pumpenanschluss 4.
[0042] Die erzeugte Gasströmung bewirkt, dass in der Außenumgebung vorliegende (Atem)Luft
durch die Öffnung 22 (Anschlussöffnung) hindurch angesaugt wird. Mit anderen Worten
erzeugt die Pumpe über die erfindungsgemäße Anschlussvorrichtung 2 eine Gasströmung
bzw. Luftströmung durch die Anschlussöffnung 22 hindurch, die eine Richtung aufweist,
die bevorzugt ausschließlich in den Innenraum des Grundkörpers 2 gerichtet ist.
[0043] Die Anschlussöffnung 22 ist bevorzugt die Öffnung der Anschlussvorrichtung 1, an
die ein Behälter bestimmungsgemäß heran geführt oder in die der Behälter eingeführt
wird.
[0044] Der Grundkörper 2 besitzt auf einer der Anschlussöffnung 22 abgewandten Seite eine
weitere Öffnung 23, wodurch die Anschlussvorrichtung 1 einen den Grundkörper 2 durchlaufenden
Durchgang definiert. Die weitere Öffnung 23 liegt insbesondere auf einer Seite der
Anschlussvorrichtung 1, von der aus der Anwender Tätigkeiten an dem handzuhabenden
Behälter durchführt, wie es im Folgenden noch erläutert wird.
[0045] Figuren 3a - 3d zeigen bevorzugte Einsatzmöglichkeiten der erfindungsgemäßen Anschlussvorrichtung
1.
[0046] Figur 3a zeigt eine Vorrichtung zum Entleeren eines Fasses F.
[0047] Die Vorrichtung beinhaltet einen Isolator I, der auf seiner Vorderseite Handschuheingriffe
I1 aufweist, in die ein Anwender eingreifen und in dem Innenraum des Isolators I Tätigkeiten
verrichten kann.
[0048] Die in Figuren 1 und 2 gezeigte Anschlussvorrichtung 1 ist auf einer Rückseite des
Isolators I so angeordnet, dass die weitere Öffnung 23 dem Isolator I zugewandt ist,
wobei sich auf dieser Seite ebenfalls eine Hubvorrichtung zum Anheben den Fasses befindet.
[0049] Die Anschlussvorrichtung 1 ist bereits vor Anheben des Fasses F in Betrieb, d. h.
die angeschlossene Pumpe und/oder die Druckgasversorgung arbeiten und erzeugen die
kontinuierliche Luftströmung bzw. Gasströmung der Umgebungsluft, die durch die Anschlussöffnung
22 hindurch in den Innenraum des Grundkörpers 2 der Anschlussvorrichtung 1 gerichtet
ist. Die Luftströmung bzw. Gasströmung ist in Fig. 3a schematisch durch die aus der
Umgebung in den Grundkörper gerichteten Pfeile angedeutet.
[0050] Hierdurch wird verhindert, dass Partikel bzw. Rückstände aus einem vorangegangen
Fasses, die in dem Innenraum des Isolators I vorhanden sind, durch den Grundkörper
2 bzw. den Durchgang der Anschlussvorrichtung hindurch nach Außen austreten können.
Vielmehr werden solche Partikel von der Gasströmung erfasst und zusammen mit dem/der
durch den Gaseinlass 4 strömenden Gas/Luft durch den Pumpenanschluss 3 hindurch abtransportiert.
Gleiches gilt für Partikel, die zusammen mit der durch die Anschlussöffnung 22 hindurch
angesaugten Umgebungsluft in den Innenraum des Grundkörpers 2 eintreten.
[0051] Das in Figur 3a gezeigte Fass F kann mittels der Hubvorrichtung derart angehoben
werden, dass es mit seinem oberen, mit einem Deckel verschlossen, Ende (Überführungsabschnitt)
F1 an die Anschlussöffnung 22 herangeführt ist. Alternativ kann die Hubvorrichtung
das Fass anheben und sein oberes Ende F1 in den Grundkörper 2 soweit einführen, dass
es
- (i) mit der weiteren Öffnung 23 des Grundkörpers 2, die auf einer zu der Anschlussöffnung
22 abgewandten Seite liegt, bündig (beispielsweise durch eine radial wirkende Blähdichtung)
abschließt,
- (ii) an einer Wand, die die abgewandte Seite definiert, stirnseitig anliegt, und/oder
- (iii) durch die auf der abgewandten Seite liegende weitere Öffnung 23 hindurchgeführt
ist, so dass es in den Innenraum des Isolators vorsteht, wobei die radial wirkende
Blähdichtung auch in diesem Fall vorgesehen sein kann.
[0052] Die Anschlussvorrichtung 1 wird in diesen Zuständen weiter betrieben, sodass die
Umgebungsluft durch einen zwischen dem Überführungsabschnitt F1 und der Anschlussöffnung
22 gebildeten Spalt weiterhin angesaugt wird und die Richtung der Gasströmung bzw.
Luftströmung aufrechterhalten bleibt.
[0053] Die auf der abgewandten Seite liegende, weitere Öffnung 23 ist bevorzugt durch eine
Abdeckung, beispielsweise eine Tür, verschlossen, die ein Anwender über die Handschuheingriffe
I1 öffnen und schließen kann.
[0054] Der Anwender kann nach Anheben des Fasses F über die Handschuheingriffe I1 den Deckel
des Fasses entfernen und das in dem Fass F vorhandene pulver-/granulatförmige Produkt
entnehmen. Beispielsweise entleert der Anwender das Fass F in einen an der Unterseite
des Isolators I befestigten Trichter.
[0055] Die gezielte in dem Innenraum der Anschlussvorrichtung 1 erzeugte Gasströmung verhindert,
dass Partikel des in dem Fass F vorhandenen Produktes nach außen austreten können.
[0056] Nach vollständiger Entleerung des Fasses F senkt der Anwender das entleerte Fass
über die Hubvorrichtung wieder ab, wobei die Anschlussvorrichtung eine Austreten von
Rückständen des Produktes aus dem Isolator verhindert, und bringt das nächste zu entleerende
Fass an der Hubvorrichtung in Stellung.
[0057] Die Abdeckung der auf der der Anschlussöffnung 22 abgewandten Seite kann durch den
Anwender bevorzugt verschlossen werden.
[0058] Die Anschlussvorrichtung 1 kann auf identische Art und Weise bei einer Vorrichtung
zur Entleerung von Fässern, wie sie in dem Patentdokument
WO 2015/104428 A1 beschrieben ist, an der Unterseite des entsprechenden Isolators angeordnet sein und
betrieben werden.
[0059] Die erfindungsgemäße Anschlussvorrichtung macht den Einsatz von Schlauchfolien und
das Vorsehen entsprechender Klemmvorrichtungen entbehrlich. Insgesamt kann durch die
Anschlussvorrichtung 1 die Anzahl zu entleerender Fässer pro Zeiteinheit gegenüber
dem Stand der Technik stark erhöht werden.
[0060] Die Figuren 3b bis 3d zeigen weitere Einsatzmöglichkeiten der erfindungsgemäßen Anschlussvorrichtung
1, die gleichermaßen den Einsatz von Schlauchfolien und entsprechenden Klemmvorrichtungen
entbehrlich machen.
[0061] In Figur 3b und 3c ist die erfindungsgemäße Anschlussvorrichtung 1 an einer Vorrichtung
zur Entleerung von Bigbags angeordnet.
[0062] Der gezeigte schlauchförmige Auslauf B (Überführungsabschnitt) eines zu entleerenden
Bigbags wird von oben in die Anschlussöffnung 22 der Anschlussvorrichtung 1 eingeführt,
wie es in Figuren 3b und 3c gezeigt ist. Die Anschlussvorrichtung 1 wird hierbei bereits
betrieben, wie unter Bezug auf Figur 3a beschrieben, d. h. die Umgebungsluft wird
kontinuierlich durch den in dem Innenraum der Anschlussvorrichtung 1 erzeugten Gasströmung
angesaugt und die in den Innenraum gerichtete Strömungsrichtung aufrechterhalten.
Ein Austreten von Rückständen vorangegangener BigBags verhindert die Anschlussvorrichtung
folglich.
[0063] Der Anwender kann zur Entleerung des Bigbags den schlauchförmigen Auslauf über die
in Figur 3b gezeigten Handschuhe öffnen und nach Überführung des pulver-/granulatförmigen
Produktes wieder schließen.
[0064] Die erfindungsgemäße Anschlussvorrichtung 1 verhindert auch bei dieser Einsatzmöglichkeit,
dass Partikel des pulver-/granulatförmigen Produktes nach Außen austreten können.
[0065] Figur 3d zeigt eine weitere Einsatzmöglichkeit der erfindungsgemäßen Anschlussvorrichtung
1.
[0066] Die Anschlussvorrichtung 1 ist in diesem Fall Teil einer Absaugvorrichtung, bei der
ein Saugrohr SR von oben durch den Durchgang der Anschlussvorrichtung 1 hindurch in
ein Fass F abgesenkt werden kann. Eine in der Figur 3d nicht gezeigte Pumpeneinrichtung
ist mit dem Saugrohr SR verbunden. Wenn die nicht gezeigte Pumpeneinrichtung in Betrieb
ist, kann der Anwender das Saugrohr SR durch die Anschlussvorrichtung 1 hindurch absenken
und das sich in dem Fass befindliche Produkt absaugen.
[0067] Die der Anschlussöffnung 22 abgewandte Seite der Anschlussvorrichtung 1 ist dem Saugrohr
SR zugewandt bzw. weist nach oben. Die Anschlussöffnung 22 weist wiederum in Richtung
des zu entleerenden Fasses F.
[0068] Das Saugrohr kann wahlweise in einem Isolator, wie es in dem Patentdokument
WO 2015/104428 A1 beschrieben ist, angeordnet sein. Alternativ kann der Isolator, wie in Fig. 3d gezeigt,
auch weggelassen werden, so dass das Saugrohr SR fei hängend für den Anwender zugänglich
ist.
[0069] Die Anschlussvorrichtung 1 verhindert auch bei dieser Einsatzmöglichkeit, dass das
pulver-/granulatförmige Produkt, das sich in dem Fass F befindet, nach Außen austreten
kann.
[0070] Bei dieser Einsatzmöglichkeit ist insbesondere hervorzuheben, dass die Absaugvorrichtung
ohne Isolator auskommt. Diese Möglichkeit beruht auf der Tatsache, dass die Anschlussvorrichtung
1 an beiden Öffnungen - an der unteren Anschlussöffnung 22 und an der der Anschlussöffnung
22 gegenüberliegenden, weiteren Öffnung 23, gleichwirkend ist, d.h. die Richtung der
Gasströmung in den Grundkörper 1 hinein gerichtet.
[0071] Figur 4a zeigt eine Schnittansicht einer Anschlussvorrichtung 1′ gemäß einer Variante
der erfindungsgemäßen Anschlussvorrichtung. Die Anschlussvorrichtung 1 ist gleichermaßen
wie die im Vorhergehenden erläuterte Anschlussvorrichtung ringförmig ausgebildet bzw.
besitzt einen ringförmigen Innenraum.
[0072] Die Schnittansicht aus Figur 4a ist äquivalent zu der Schnittansicht aus Figur 2.
[0073] Der Grundkörper 2' der in Figuren 4a und 4b gezeigten Variante der Anschlussvorrichtung
unterscheidet sich von dem aus Figur 1 dadurch, dass kein Gaseinlass und kein Pumpenanschluss
an dem Grundkörper 2 ausgebildet sind. Hingegen ist alternativ zu dem im Vorhergehenden
beschriebenen spiralförmigen, in dem Grundkörper gebildeten Strömungsweg, ein Flügelrad
(Strömungserzeugungsring) 3' in dem Innenraum des Grundkörpers 2′ aufgenommen. Das
Flügelrad 3' ist drehbar gelagert, derart, dass es um die Längsachse L und den entsprechenden
Durchgang rotieren kann.
[0074] Ein entsprechender Antrieb des Flügelrades 3' ist in Figur 4a nicht gezeigt.
[0075] Figur 4b zeigt die Wirkungsweise des Flügelrades 3' schematisch. Wenn das Flügelrad
3' rotiert, erzeugt es eine spiralförmige Gas- bzw. Luftströmung, wie sie in Figuren
4a und 4b gezeigt ist. D. h. die in der Außenumgebung vorhandene Luft wird durch das
Flügelrad 3′ derart angesaugt, dass die spiralförmige Gas- bzw. Luftströmung durch
die Anschlussöffnung 22′ hindurchströmt und ausschließlich in den Innenraum der Anschlussvorrichtung
1′ gerichtet ist. Die angesaugt Luft strömt nach Durchlaufen des Flügelrades 3' durch
einen Filter 4′, der an dem Grundkörper 2′ befestigt ist. Der Filter 4′ kann entweder,
wie gezeigt, an einer in Richtung der Längsachse L weisenden Wand des Grundkörpers
2′ und/oder an einer in radialer Richtung liegenden Außenwand des Grundkörpers 2′
befestigt sein. Alternativ oder zusätzlich zu dem Filter 4' können an dem Grundkörper
2′ der bereits beschriebene Gaseinlass 4 und/oder der Pumpenanschluss 3 zum Anschließen
der Pumpe, die das Ansaugen durch das Flügelrad 3' unterstützen, vorgesehen sein.
[0076] Bevorzugt ist in dem Innenraum des Grundkörpers 2' eine gasdurchlässige Schutzwand
5 vorhanden, die verhindert, dass Gegenstände oder Extremitäten des Anwenders in das
rotierende Flügelrad 3' gelangen können.
[0077] Die in Figur 4a gezeigte Anschlussvorrichtung 1′ kann gleichermaßen wie die unter
Figuren 1 bis 3 erläuterte Anschlussvorrichtung angeordnet und eingesetzt werden.
[0078] Unter Bezug auf die genannten Figuren wurde erläutert, dass das Austreten der Partikel
durch eine spiralförmige Gasströmung bzw. Luftströmung verhindert wird. Die Erfindung
ist nicht auf eine spiralförmige Gasströmung beschränkt.
[0079] Es ist ebenfalls denkbar, dass die Anschlussöffnung nicht durch eine spiralförmige
Gasströmung, sondern durch einen laminar strömenden Luftvorhang verschlossen wird.
[0080] Figuren 5a und 5b zeigen schematisch eine entsprechende Variante der erfindungsgemäßen
Anschlussvorrichtung.
[0081] Die in diesen Figuren gezeigte Anschlussvorrichtung 1" besitzt einen quaderförmigen
Grundkörper 2", der eine ringförmige Anschlussöffnung 22" und eine auf der abgewandten
Seite liegende weitere Öffnung 23 definiert, wobei die Längsachse L die Öffnungen
zentral durchläuft. Die genannten Öffnungen haben dieselben Funktionen wie die sich
gegenüberliegenden Öffnungen der im Vorhergehenden erläuterten Anschlussvorrichtungen.
[0082] Eine Gaszuführung 3a ist an einer radial zu der Längsachse L liegenden Seitenwand
angeordnet und eingerichtet, ein Gas bzw. Luft in den Innenraum der Anschlussvorrichtung
1" einzuleiten. Hierfür sind beispielsweise Düsenanordnungen geeignet, wie sie in
den Figuren 5c bis 5f gezeigt sind. Die Düsenanordnungen sind mit einem zentralen
Gasversorgungsanschluss 3a1 verbunden, an den eine Gasversorgung, wie beispielsweise
eine Druckluftquelle angeschlossen wird. Die Gasströmung, die in dem Innenraum des
Grundkörpers erzeugt wird, ist in Figur 5a durch die parallelen Pfeile schematisch
angedeutet.
[0083] Eine entsprechende Gasabsaugung 3b ist an der radial zu der Längsachse L gegenüberliegenden
Seitenwand des Grundkörpers 2" korrespondierend angeordnet. Die Gasabsaugung 3b beinhaltet
beispielsweise Absaugungsöffnungen, die korrespondierend zu den Düsenanordnungen aus
Figuren 5c bis 5f entlang der Seitenwand des Grundkörpers 2" angeordnet sind, und
einen zentralen Pumpenanschluss 3b1 für den Anschluss einer entsprechenden Pumpe.
[0084] Die Gaszuführung 3a und die entsprechende gegenüberliegende Gasabsaugung 3b interagieren
zusammen derart, dass ein Gasvorhang, d. h. eine bevorzugt laminare Gasströmung, zwischen
ihnen entsteht.
[0085] Bevorzugt können an den verbleibenden beiden Seitenwänden des Grundkörpers ebenfalls
eine Düsenanordnung und eine Gasabsaugung angeordnet sein, die einen weiteren Gasvorhang
interagierend erzeugen. Bevorzugt liegt der entsprechende weitere Gasvorhang in Bezug
auf die Längsachse L in einer anderen Ebene, wie es in Figur 5b schematisch gezeigt
ist.
[0086] Die unter Bezug auf Figuren 5a bis f erläuterte Variante der Anschlussvorrichtung
kann auf identische Art und Weise angeordnet und eingesetzt werden, wie die im Vorhergehenden
erläuterten anderen Varianten, wobei ein Austreten der Partikel durch die Anschlussöffnung
22" hindurch mittels des mindestens einen Gasvorhangs verhindert wird.
[0087] Figuren 6a und 6b zeigen eine weitere Variante einer erfindungsgemäßen Anschlussvorrichtung
1‴. Figur 6a zeigt hierbei einen Längsschnitt der Anschlussvorrichtung 1‴ entlang
der Längsachse L, und Figur 6b eine Draufsicht in Richtung der Längsachse L gesehen
von der einer Anschlussöffnung 22‴ entsprechenden Seite.
[0088] Die Anschlussvorrichtung 1‴ gemäß der vorliegenden Variante eignet sich für die Einsatzmöglichkeiten,
die im Vorangehenden unter Bezug auf Figuren 3a bis 3d erläutert wurden. Insbesondere
bevorzugt eignet sich die vorliegende Anschlussvorrichtung 1‴ allerdings für den Anschluss
eines Fasses.
[0089] Eine Einrichtung, an der die erfindungsgemäße Anschlussvorrichtung 1‴ mit ihrer der
Einrichtung zugewandten weiteren Öffnung 23‴ befestigt ist, ist in Figur 6a schematisch
angedeutet.
[0090] Die Anschlussvorrichtung 1‴ beinhaltet einen bevorzugt ringförmigen Grundkörper 2‴
mit der ringförmigen Anschlussöffnung 22‴, wie es aus Figuren 6a und 6b ersichtlich
ist. Alternativ kann der Grundkörper 2‴ allerdings auch quaderförmig sein und die
ringförmige Anschlussöffnung 22‴ aufweisen, analog zu der Variante aus Figuren 5a
und 5b.
[0091] Wesentliches Element der vorliegenden Variante ist ihre Unterteilung entlang der
Längsachse L in verschiedene Teilbereiche 24a bis 24c. Die Anschlussvorrichtung 1‴
ist eingerichtet, in jedem der Teilbereiche 24a bis 24c eine unterschiedliche Gasströmung
zu erzeugen, damit die erfindungswesentliche Wirkung besonders zuverlässig erreicht
wird, dass keine Partikel die Anschlussvorrichtung 1‴ von außen nach innen oder vize
versa durchlaufen können.
[0092] Der Teilbereich 24a ist der erste Teilbereich ausgehend von der Anschlussöffnung
22‴. Die Anschlussvorrichtung 1‴ ist eingerichtet, in diesem ersten Teilbereich 24a
einen Gasvorhang zu erzeugen, wie er unter Bezug auf Figuren 5a und 5b erläutert wurde.
In dem ersten Teilbereich 24a ist mindestens ein einziger Gasvorhang vorhanden. Bevorzugt
können in diesem Bereich auch mehrere Gasvorhänge gemäß den Erläuterungen zu Figuren
5a und 5b erzeugt werden.
[0093] Der Gasvorhang in dem Teilbereich 24a trennt die Außenumgebung der Anschlussvorrichtung
1‴ von dem Innenraum des Grundkörpers 2 und bevorzugt von dem Innenraum der schematisch
angedeuteten, nachgelagerten Einrichtung. Der Gasvorhang dient insbesondere der Abtrennung
der Außenumgebung in dem Zustand, in dem kein Behälter an der Anschlussöffnung 22
angeordnet ist.
[0094] Entlang der Längsachse L folgt auf den ersten Teilbereich 24a ein zweiter Teilbereich
24 b, in dem eine Verengungselement 25‴ aufgenommen ist. Das Verengungselement 25‴
ist ringförmig ausgestaltet und definiert einen in Richtung der Anschlussöffnung 22‴
weisenden Ringraum. Alternativ kann das Verengungselement 25‴ eine Dichtlippe aus
elastischen Material sein. Das Verengungselement 25‴ besitzt nicht gezeigte Öffnungen
zur Gasabsaugung, wodurch in dem zweiten Teilbereich 24b eine schematisch angedeutete
in den Ringraum hineinweisende Gasströmung erzeugbar ist.
[0095] Letztendlich folgt in Richtung der Längsachse L auf den zweiten Teilbereich 24b ein
Dritter Teilbereich 24 c. In dem dritten Teilbereich 24 c sind in dem Randbereich
jeweils Gaszuführungen und Gasabsaugungen so angeordnet, dass sie jeweils in Richtung
der Längsachse L miteinander korrespondieren bzw. zusammenwirken. Die Gaszuführungen
und Gasabsaugungen führen zu einer in Figur 6 a gezeigten Strömung im Randbereich
des dritten Teilbereichs 24 c, die von der der Anschlussöffnung entsprechenden Seite
zu der der weiteren Öffnung 23 entsprechenden Seite gerichtet ist.
[0096] Wenn die Einrichtung beispielsweise ein Isolator ist, wie er unter Bezug auf Figur
3a beschrieben wurde, wird die Anschlussvorrichtung 1‴ beispielsweise wie folgt betrieben:
Wenn kein zu entleerendes Fass in Position gebracht ist, erzeugt die Anschlussvorrichtung
1‴ bevorzugt lediglich in dem ersten Teilbereich 24a den Gasvorhang und trennt damit
die Außenumgebung und den Innenraum des Grundkörpers 2‴ bzw. des Isolators voneinander.
Ein Austreten von Partikel oder Rückständen aus dem Isolator ist dadurch unterbunden.
[0097] Der Anwender bringt anschließend ein zu entleerendes Fass F in Position, beispielsweise
mit der in Figur 3a gezeigten Hubvorrichtung. Hierbei durchbricht er mit dem Überführungsabschnitt
F1 des Fasses F den Gasvorhang in dem ersten Teilbereich 24a, und führt den Überführungsabschnitt
F1 soweit in den Grundkörper 2 ein, dass er bevorzugt mit der weiteren Öffnung 23‴
bündig ist.
[0098] Wenn der Überführungsabschnitt F1 den Gasvorhang durchbricht und sich in dem ersten
Teilbereich 24a befindet, schaltet eine Steuerungsvorrichtung die sich in dem zweiten
Teilbereich 24b befindende Gasabsaugung sowie die sich in dem dritten Teilbereich
24c befindenden Gaszuführungen und Gasabsaugungen ein.
[0099] Der Zustand, in dem das Fass F in die Anschlussvorrichtung 1‴ eingeführt ist, ist
in Figur 6a sehr schematisch gezeigt (Fass F mit gestrichelten Linien).
[0100] Die Gasabsaugung in dem zweiten Teilbereich 24b sorgt dafür, dass Partikel, die aufgrund
der Durchbrechung des Gasvorhangs eintreten und sich zwischen einem Außenumfang des
Fasses F und dem Verengungselement 25‴ befinden abgesaugt werden. Wenn das Verengungselement
25‴ beispielsweise die Dichtlippe ist, liegt diese bevorzugt an der Außenoberfläche
des Fasses F an.
[0101] Des Weiteren sorgt die in dem dritten Teilbereich 24c erzeugte Gasströmung, dass
sich Partikel, die sich im Bereich der Außenoberfläche des Fasses F befinden, (zurück)
in den Innenraum des Isolators gedrückt oder abgesaugt werden.
[0102] Wenn das Fass F vollständig entleert (oder gefüllt ist oder allgemein verarbeitet
ist), entfernt der Anwender das Fass F, wobei der Betrieb des zweiten Teilbereichs
und des dritten Teilbereichs bevorzugt erst dann ausgeschaltet wird, wenn der Gasvorhang
des ersten Teilbereichs nicht mehr unterbrochen ist.
[0103] Durch die erfindungsgemäße Unterteilung der Anschlussvorrichtung 1‴ entlang der Längsachse
L, werden die erfindungsgemäßen Wirkungen besonders gut erreicht, d.h. Partikel des
Produktes können weder bei angeschlossenem Fass noch nach dessen Entfernung bzw. bei
Wechsel des Fasses aus dem Isolator nach außen austreten. Für die Gegenrichtung und
in der Außenumgebung vorhandene Partikel gilt selbiges.
[0104] Die Unterteilung ist nicht auf die konkrete Ausführungsform beschränkt. Es können
beispielsweise auch nur zwei Teilbereiche vorgesehen sein, beispielsweise 24a in Kombination
mit 24b oder 24c; oder 24b in Kombination mit 24c; auch kann die Reihenfolge der Unterteilungen
beliebig variiert werden.
[0105] Zusätzlich können alle Varianten der erfindungsgemäßen Anschlussvorrichtung 1 auch
eine Verstelleinrichtung 5 beinhalten, die es ermöglicht, den Durchmesser der Anschlussöffnung
zu variieren.
[0106] In Figur 2 ist die Verstelleinrichtung 5 schematisch dargestellt. Beispielsweise
kann es sich hierbei um verstellbar gelagerte Klappen handeln.
1. Anschlussvorrichtung (1) zum Anschließen eines ein pulver-/granulatförmiges Produkt
enthaltenden Behälters (F) an eine Einrichtung, wobei die Anschlussvorrichtung (1)
aufweist:
einen Grundkörper (2), der eine Anschlussöffnung definiert, an/in die der Behälter
(F) für das Anschließen bestimmungsgemäß von einer Außenumgebung ausgehend mit einem
Überführungsabschnitt (F1), der für eine Entnahme und/oder Einbringung des pulver-/granulatförmigen
Produktes aus/in den Behälter (F) durch einen Anwender geöffnet und wieder verschlossen
werden kann, geführt wird; dadurch gekennzeichnet, dass
die Anschlussvorrichtung (1) eingerichtet ist, in dem Grundkörper (2) eine Gasströmung
derart zu erzeugen, dass ein Austreten des pulver-/granulatförmigen Produkts durch
die Anschlussöffnung (22) hindurch in die Außenumgebung sowohl in einem Zustand, in
dem der Überführungsabschnitt (F1) an/in die Anschlussöffnung (22) geführt ist, als
auch in einem Zustand, in dem der Überführungsabschnitt nicht an/in die Anschlussöffnung
(22) geführt ist, verhindert wird.
2. Anschlussvorrichtung (1) gemäß Patentanspruch gemäß Anspruch 1, wobei
das Austreten des pulver-/granulatförmigen Produkts verhindert wird, indem
in dem Grundkörper (2) die Gasströmung als eine laminare und/oder turbulente Gasströmung
erzeugt wird.
3. Anschlussvorrichtung (1) gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei
die Gasströmung einen, bevorzugt laminar strömenden, gasförmigen Vorhang bildet, der
die Anschlussöffnung (22) verschließt.
4. Anschlussvorrichtung (1) gemäß Patentanspruch 3, wobei
der Grundkörper (2) eine Längsachse besitzt, die in einer Richtung verläuft, in der
der Überführungsabschnitt an/in die Anschlussöffnung (22) geführt wird, und der gasförmige
Vorhang quer, bevorzugt senkrecht, zu der Längsachse strömt.
5. Anschlussvorrichtung (1) gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei
der Grundkörper (2) eine Längsachse besitzt, die in einer Richtung verläuft, in der
der Überführungsabschnitt an/in die Anschlussöffnung (22) geführt wird, und in einer
Ebene senkrecht zu der Längsachse ringförmig ausgestaltet ist, und
das Austreten des pulver-/granulatförmigen Produkts verhindert wird, indem
in dem Grundkörper (2) die Gasströmung als eine spiralförmige Gasströmung erzeugt
wird.
6. Anschlussvorrichtung (1) gemäß Anspruch 5, wobei
der Grundkörper (2) an Innenwänden, die einen Innenraum des Grundkörpers (2) radial
zu der Längsachse begrenzen und in der Ebene ringförmig ausgestaltet sind, Strukturen
(21) aufweist, die zur Erzeugung der spiralförmigen Gasströmung dienen.
7. Anschlussvorrichtung (1) gemäß Anspruch 6, wobei
die Strukturen (21) in Bezug auf die Innenwände schräge Flächen sind, die zusammen
einen spiralförmigen Strömungsweg für die Gasströmung definieren, wobei die schrägen
Flächen bevorzugt verstellbar sind.
8. Anschlussvorrichtung (1) gemäß Anspruch 5, wobei
der Grundkörper (2) einen ringförmigen Innenraum aufweist, in dem ein um die Längsachse
rotierbar gehalterter Strömungserzeugungsring (3') aufgenommen ist, und
das Austreten des pulver-/granulatförmigen Produkts verhindert wird, indem
in dem Grundkörper (2) durch Rotation des Strömungserzeugungsrings (3') die Gasströmung
als die spiralförmige Gasströmung erzeugt wird.
9. Anschlussvorrichtung (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, weiterhin aufweisend:
eine Verstelleinrichtung (5), die derart eingerichtet ist, dass ein Durchmesser der
Anschlussöffnung (22) variierbar ist.
1. Dispositif de raccordement (1) pour raccorder un contenant (F) contenant un produit
sous forme de poudre/de granulés à une installation, dans lequel le dispositif de
raccordement (1) présente :
un corps de base (2), qui définit une ouverture de raccordement, sur laquelle/dans
laquelle le contenant (F) est guidé pour le raccordement conformément à l'usage prévu,
en partant d'un environnement extérieur, à une section de transfert (F1), qui peut
être ouverte et peut être refermée par un utilisateur pour un retrait et/ou une introduction
du produit sous forme de poudre/de granulés hors/dans le contenant (F), caractérisé en ce que
le dispositif de raccordement (1) est agencé pour produire dans le corps de base (2)
un flux de gaz de telle manière qu'une sortie du produit sous forme de poudre/de granulés
à travers l'ouverture de raccordement (22) dans l'environnement extérieur est empêchée
à la fois dans un état, dans lequel la section de transfert (F1) est guidée sur/dans
l'ouverture de raccordement (22), et dans un état, dans lequel la section de transfert
n'est pas guidée sur/dans l'ouverture de raccordement (22).
2. Dispositif de raccordement (1) selon la revendication 1, dans lequel
la sortie du produit sous forme de poudre/de granulés est empêchée en ce que
le flux de gaz est produit en tant qu'un flux de gaz laminaire et/ou turbulent dans
le corps de base (2).
3. Dispositif de raccordement (1) selon la revendication 1 ou 2, dans lequel
le flux de gaz forme un rideau gazeux, de préférence à écoulement laminaire, qui ferme
l'ouverture de raccordement (22).
4. Dispositif de raccordement (1) selon la revendication 3, dans lequel
le corps de base (2) possède un axe longitudinal qui s'étend dans une direction, dans
laquelle la section de transfert est guidée sur/dans l'ouverture de raccordement (22),
et le rideau gazeux s'écoule de manière transversale, de manière préférée de manière
perpendiculaire, par rapport à l'axe longitudinal.
5. Dispositif de raccordement (1) selon la revendication 1 ou 2, dans lequel
le corps de base (2) possède un axe longitudinal qui s'étend dans une direction, dans
laquelle la section de transfert est guidée sur/dans l'ouverture de raccordement (22),
et est configuré en forme d'anneau dans un plan de manière perpendiculaire à l'axe
longitudinal, et
la sortie du produit sous forme de poudre/de granulés est empêchée en ce que
le flux de gaz est produit en tant qu'un flux de gaz en forme de spirale dans le corps
de base (2).
6. Dispositif de raccordement (1) selon la revendication 5, dans lequel
le corps de base (2) présente sur des parois intérieures, qui délimitent un espace
intérieur du corps de base (2) de manière radiale par rapport à l'axe longitudinal
et sont configurées en forme d'anneau dans le plan, des structures (21) qui servent
à produire le flux de gaz en forme de spirale.
7. Dispositif de raccordement (1) selon la revendication 6, dans lequel
les structures (21) sont des surfaces obliques par rapport aux parois intérieures,
qui définissent conjointement un trajet d'écoulement en forme de spirale pour le flux
de gaz, dans lequel les surfaces obliques peuvent être ajustées de manière préférée.
8. Dispositif de raccordement (1) selon la revendication 5, dans lequel
le corps de base (2) présente un espace intérieur de forme annulaire, dans lequel
est logé un anneau de production de flux (3') maintenu de manière à pouvoir tourner
autour de l'axe longitudinal, et
la sortie du produit sous forme de poudre/de granulés est empêchée en ce que
le flux de gaz est produit en tant que flux de gaz en forme de spirale dans le corps
de base (2) par rotation de l'anneau de production de flux (3').
9. Dispositif de raccordement (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
présentant par ailleurs :
un système d'ajustement (5) qui est agencé de telle manière qu'un diamètre de l'ouverture
de raccordement (22) peut être modifié.