[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kehrvorrichtung für ein Fahrzeug.
[0002] An Fahrzeugen anbringbare Kehrvorrichtungen sind an sich bekannt. So zeigt beispielsweise
die
DE 10 2011 051 223 A1 eine Kehrvorrichtung für ein Fahrzeug, umfassend eine Aufnahmeeinrichtung zum Aufnehmen
der Kehrvorrichtung mittels des Fahrzeugs, einen Kehrbesen und ein in Längsrichtung
vor dem Kehrbesen angeordnetes Räumschild. Bei dieser Kehrvorrichtung sind das Räumschild
und der Kehrbesen fest miteinander verbunden und können gemeinsam um verschiedene
Achsen verschwenkt werden.
[0003] Es ist wünschenswert, Kehrvorrichtungen flexibel für verschiedene Kehr- bzw. Räumarbeiten
einsetzen zu können. Dabei sollten weder die Kehrvorrichtungen noch ein zu reinigender
Untergrund übermäßig beansprucht bzw. abgenutzt werden.
[0004] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Kehrvorrichtung bereitzustellen,
welche besonders einfach und flexibel an unterschiedliche Kehrbedingungen angepasst
werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Kehrvorrichtung für ein Fahrzeug mit den Merkmalen
der unabhängigen Ansprüche gelöst.
[0006] Weitere mögliche Ausgestaltungen der Erfindung sind insbesondere in den Unteransprüchen
angegeben.
[0007] Die erfindungsgemäße Kehrvorrichtung für ein Fahrzeug umfasst eine Aufnahmeeinrichtung
zum Aufnehmen der Kehrvorrichtung mittels des Fahrzeugs und einen Kehrbesen. Besagte
Aufnahmeeinrichtung kann eine oder auch mehrere mechanische Schnittstellen umfassen,
sodass die Kehrvorrichtung an einem Fahrzeugtyp oder auch an unterschiedlichen Fahrzeugtypen
angebracht werden kann. Beispielsweise kann die Aufnahmeeinrichtung dazu ausgelegt
sein, die Kehrvorrichtung an einem Teleskoplader, einem Frontlader oder dergleichen
zu befestigen.
[0008] Seitlich am Kehrbesen sind jeweilige höhenverstellbare Gleitkufen angeordnet, welche
eine maximal mögliche Stauchung jeweiliger Borsten des Kehrbesens in Hochrichtung
der Kehrvorrichtung begrenzen. Je nach Beschaffenheit des zu kehrenden Untergrunds
und/oder je nach Beschaffenheit der Borsten des Kehrbesens ist es mittels der höhenverstellbaren
Gleitkufen also möglich, festzulegen, wie stark die jeweiligen Borsten des Kehrbesens
in Hochrichtung der Kehrvorrichtung gestaucht werden können. Beispielsweise ist es
möglich, dass die höhenverstellbaren Gleitkufen dafür genutzt werden, eine Abnutzung
der Borsten des Kehrbesens zu kompensieren. Sind die Borsten noch neu, so sind diese
beispielsweise relativ lang, wohingegen durch stetige Abnutzung die Borsten sich verkürzen
können. Durch die höhenverstellbaren Gleitkufen kann sichergestellt werden, dass die
Borsten immer mit einem ausreichenden Anpressdruck auf den Untergrund gedrückt werden
und mit diesem in Kontakt stehen, sodass eine gute Kehrwirkung erzielt werden kann.
Unterseitig an den höhenverstellbaren Gleitkufen können beispielsweise auch Gleitleisten,
zum Beispiel aus Polyurethan oder dergleichen, angeordnet sein. Dadurch kann ein zu
räumender bzw. zu kehrender Boden geschont werden. Ferner nutzen sich dadurch die
Gleitkufen selbst nicht ab, sondern nur die Gleitleisten, welche bei Bedarf ausgetauscht
werden können. Die Gleitkufen können beispielsweise stufenlos oder auch in einzelnen
Stufen gerastet in jeweils unterschiedlichen Positionen fixiert werden. Letzteres
kann beispielsweise darüber realisiert werden, dass die Gleitkufen unter Vermittlung
von gelochten Stangen oder dergleichen in entsprechenden Aufnahmen geführt sind, welche
ihrerseits ein Loch aufweisen. Unter Verwendung eines Bolzens können die Gleitkufen
dann in einer jeweiligen Stellung fixiert werden.
[0009] Alternativ oder zusätzlich zu den höhenverstellbaren Gleitkufen umfasst die erfindungsgemäße
Kehrvorrichtung ein in Längsrichtung der Kehrvorrichtung vor den Kehrbesen montierbares
Anbauteil zum Räumen eines Untergrunds, das im montierten Zustand mittels einer Halteeinrichtung
zumindest mittelbar am Kehrbesen gelagert und mittels der Halteeinrichtung relativ
zum Kehrbesen bewegbar ist. Das Anbauteilkann also von der restlichen Kehrvorrichtung
demontiert werden, ebenso die Halteeinrichtung. Zur Kehrvorrichtung können auch mehrere
unterschiedliche Arten bzw. Varianten von Anbauteilen gehören, die vor dem Kehrbesen
anbringbar sind. Die Halteeinrichtung kann dazu ausgelegt sein, sämtliche unterschiedliche
Arten bzw. Varianten der Anbauteile aufzunehmen und zumindest mittelbar am Kehrbesen
relativ zu diesem bewegbar zu lagern. Wird das Anbauteil nicht benötigt, kann also
der Kehrbesen ohne das Anbauteil verwendet werden, z.B. weil auf einem zu kehrenden
Untergrund keine besonders großen Schmutzteile oder große Schneemassen liegen. Liegen
hingegen z.B. auf dem zu säubernden Untergrund große Schmutzteile, Schrottteile, Schneemassen
oder dergleichen, kann das Anbauteil vor den Kehrbesen montiert werden.
[0010] Das Anbauteil ist im montierten Zustand also in Längsrichtung der Kehrvorrichtung
vor dem Kehrbesen angeordnet. Dies bedeutet, dass bezogen auf eine bestimmungsgemäße
Kehrrichtung des Kehrbesens das Anbauteil vor dem Kehrbesen angeordnet ist. Wird die
Kehrvorrichtung bei montiertem Anbauteil mittels des Fahrzeugs über einen zu kehrenden
bzw. zu reinigenden Untergrund bewegt, so gelangt zunächst das Anbauteil in Kontakt
mit zu beseitigendem Schmutz, Schnee oder ähnlichem. Mittels des Anbauteils können
also insbesondere große bzw. sperrige Elemente weggeräumt werden, bevor der Kehrbesen
dafür sorgt, den zu kehrenden Untergrund möglichst gründlich zu reinigen. Auf diese
Weise wird bereits durch einmaliges Überfahren eines Untergrunds eine besonders gute
Kehr- und Räumwirkung mittels der Kehrvorrichtung erzielt.
[0011] Dadurch, dass das Anbauteil mittels der Halteeinrichtung zumindest mittelbar am Kehrbesen
gelagert und mittels der Halteeinrichtung relativ zum Kehrbesen bewegbar bzw. verstellbar
ist, kann die Kehrvorrichtung besonders einfach und flexibel an unterschiedlichste
Kehrbedingungen angepasst werden. Das Anbauteil kann also unabhängig von der Stellung
des Kehrbesens relativ zu diesem verstellt werden. Beispielsweise kann das Anbauteil
mittels der Halteeinrichtung oberseitig am Kehrbesen gelagert sein, direkt oder mittelbar.
Dies bedeutet natürlich nicht, dass das Anbauteil an jeweiligen Borsten des Kehrbesens
angebracht ist. Das Anbauteil kann beispielsweise an einem Gehäuse des Kehrbesens
- direkt oder mittelbar - unter Vermittlung der Halteeinrichtung gelagert sein. Besagtes
Gehäuse kann zur Aufnahme der Borsten des Kehrbesens dienen. Die Halteeinrichtung
weist geeignete Mittel auf, um das Anbauteil relativ zum Kehrbesen verstellen zu können.
Unter Verstellen ist insbesondere zu verstehen, dass das Anbauteil relativ zum Kehrbesen
translatorisch und/oder rotatorisch bewegt werden kann.
[0012] Der Kehrbesen kann also immer so angeordnet werden, dass eine besonders gute Kehrwirkung
erzielt wird. Je nach Kehr- bzw. Räumaufgabe und Randbedingungen kann das Anbauteil
relativ zum Kehrbesen verstellt werden, um zudem eine besonders gute Räumwirkung zu
erzielen ohne das Anbauteil und einen zu kehrenden sowie zu räumenden Untergrund zu
beschädigen.
[0013] Bei dem Anbauteil kann es sich um ein Räumschild oder um eine Schaufel handeln. Je
nachdem, was für ein Untergrund zu räumen bzw. zu säubern ist, kann es sich anbieten,
ein Räumschild oder eine Schaufel zu montieren. Soll beispielsweise mittels der Kehrvorrichtung
Schnee geräumt werden, so kann es sich anbieten, als das Anbauteil ein Räumschild
vorzusehen. Durch Schrägstellung des Räumschilds kann zu räumender Schnee seitlich
nach rechts oder nach links weggeräumt werden, wonach dann mittels des Kehrbesens
noch vorhandene Schneereste vom Untergrund weggekehrt werden. Soll hingegen zu räumender
Schmutz oder auch beispielsweise Schnee möglichst schnell wegtransportiert bzw. beseitigt
werden können, ohne dass der Schnee oder Schmutz einfach nur zur Seite weggeräumt
wird, so kann es sich anbieten, als das Anbauteil eine Schaufel zu verwenden. Mittels
der Schaufel ist es möglich, zu räumende Materialien aufzunehmen und bei Bedarf gleich
wegzuräumen, indem die befüllte Schaufel angehoben wird, sodass mittels der Schaufel
aufgenommene Materialien beseitigt werden können.
[0014] Eine mögliche Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass das Anbauteil mittels
der Halteeinrichtung um eine Hochachse relativ zum Kehrbesen verschwenkbar ist. Das
Anbauteil kann also mittels der Halteeinrichtung schräg zur Längsrichtung der Kehrvorrichtung
und somit auch schräg zur bestimmungsgemäßen Kehrrichtung des Kehrbesens verstellt
werden. So ist es beispielsweise möglich, das Anbauteil so zu verschwenken, dass grober
Schmutz und/oder Schnee beispielsweise während eines kombinieren Kehr- und Räumvorgangs
mittels der Kehrvorrichtung seitlich nach rechts oder links weggeschoben werden kann.
Die Ausrichtung des Kehrbesens kann dabei unabhängig von der Stellung des Anbauteils
so verbleiben, dass eine optimale Kehrwirkung erzielt wird. Eine Querrichtung des
Kehrbesens kann beispielsweise quer zu einer Bewegungsrichtung bzw. Fahrtrichtung
der Kehrvorrichtung ausgerichtet bleiben, während das Anbauteil hingegen zur Fahrtrichtung
bzw. Kehrrichtung des Kehrbesens schräg angestellt wird, also beispielsweise zwischen
einer Vorderseite des Anbauteils und einer Vorwärtsfahrt- und somit Kehrrichtung einen
spitzen Winkel einschließt. So könne beispielsweise mehrere Reihen mit einem Fahrzeug
abgefahren werden, an welchem die Kehrvorrichtung befestigt ist, wobei mittels des
Anbauteils z.B. Schnee beim Befahren der jeweiligen Reihen immer seitlich nach links
oder rechts weggeräumt wird. Auf dem Untergrund noch hinter dem Anbauteil verbleibende
Schneereste werden dann mittels des Kehrbesens beseitigt. Dies kann natürlich auch
für alle anderen Arten von zu beseitigendem Schmutz o.ä. so erfolgen.
[0015] Eine weitere mögliche Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass zum Verschwenken
des Anbauteils um die Hochachse die Halteeinrichtung zwei unabhängig voneinander ausfahrbare
Teleskopstangen aufweist, die bezogen auf die Querrichtung der Kehrvorrichtung in
einem linken und rechten Bereich zumindest mittelbar am Kehrbesen angeordnet sowie
jeweils rückseitig zumindest mittelbar am Anbauteil mit einem Drehfreiheitsgrad um
die Hochrichtung gelagert sind. Durch unterschiedlich weites Ausfahren oder Einfahren
der jeweiligen Teleskopstangen kann so das Anbauteil ganz einfach um die Hochachse
der Halteeinrichtung verschwenkt bzw. verdreht werden. Dadurch, dass die Teleskopstangen
zumindest mittelbar am Anbauteil mit einem Drehfreiheitsgrad um die Hochrichtung gelagert
sind, kann das Anbauteil beim Ausfahren und Einfahren der Teleskopstangen sich ganz
einfach relativ zu den jeweiligen Teleskopstangen verschwenken. Beim Ausfahren und
Einfahren der Teleskopstangen wirken somit relativ geringe Kräfte auf die Kehrvorrichtung,
welche aus der Verschwenkung des Anbauteils resultieren.
[0016] Gemäß einer weiteren möglichen Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, dass
die Teleskopstangen ein zumindest mittelbar am Kehrbesen befestigtes erstes Teleskopelement
und ein aus diesem ausfahrbares zweites Teleskopelement aufweisen, welches jeweils
in unterschiedlich weit ausgefahrenen Stellungen an dem jeweiligen ersten Teleskopelement
fixierbar ist. Die zweiten Teleskopelemente können also unterschiedlich weit aus den
jeweiligen ersten Teleskopelementen herausbewegt und in diese hineinbewegt werden.
Beispielsweise können die zweiten Teleskopelemente mehrere bezogen auf die Längsrichtung
dieser Teleskopelemente hintereinander angeordnete Löcher aufweisen, wobei die zweiten
Teleskopelemente ihrerseits jeweils ein Loch aufweisen können. Durch Hindurchstecken
eines jeweiligen Bolzens durch das jeweils eine Loch der ersten Teleskopelemente und
durch eines der jeweiligen Löcher der zweiten Teleskopelemente können letztere ganz
einfach in einer jeweils ausgefahrenen Position fixiert werden. Es ist aber genauso
gut möglich, dass die zweiten Teleskopelemente stufenlos fixierbar sind, also in beliebig
ausgefahrenen und eingefahrenen Stellungen am ersten Teleskopelement fixiert werden
können. Dafür können jeweilige Klemmvorrichtungen an den Teleskopstangen vorgesehen
sein.
[0017] In weiterer möglicher Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass das Anbauteil
mittels der Halteeinrichtung relativ zum Kehrbesen höhenverstellbar ist. Ist der zu
räumende Untergrund beispielsweise sehr uneben, so ist es möglich, das Anbauteil mittels
der Halteeinrichtung ein wenig anzuheben, sodass weder der Untergrund noch das Anbauteil
durch die Unebenheiten des Untergrunds beschädigt werden.
[0018] Gemäß einer weiteren möglichen Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass
zur Höhenverstellung des Anbauteils die Halteeinrichtung um eine Querachse der Kehrvorrichtung
verschwenkbar zumindest mittelbar am Kehrbesen gelagert ist. Möchte man das Anbauteil
beispielsweise ein wenig anheben, so muss einfach nur die Halteeinrichtung entsprechend
um die Querachse der Kehrvorrichtung verschwenkt werden. Dadurch ergibt sich eine
besonders einfache und platzsparende Möglichkeit, das Anbauteil relativ zum Kehrbesen
in der Höhe zu verstellen.
[0019] Eine weitere mögliche Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Halteeinrichtung
in einer unteren Schwenkstellung zumindest mittelbar auf dem Kehrbesen aufliegt und
von dort aus frei nach oben verschwenkbar ist, sodass das Anbauteil Bodenunebenheiten
folgend nach oben ausweichen kann. Überfährt die Kehrvorrichtung also Bodenunebenheiten,
so kann aufgrund dieser beschriebenen Lagerung das Anbauteil einfach Bodenunebenheiten
folgend nach oben ausweichen. Dadurch kann sichergestellt werden, dass weder das Anbauteil
noch der betreffende Untergrund beschädigt werden. Mit anderen Worten ist also eine
Art pendelnde Lagerung des Anbauteils am Kehrbesen vorgesehen. In der unteren Schwenkstellung
liegt der Kehrbesen unter Vermittlung der Halteeinrichtung mittels dieser zumindest
mittelbar auf dem Kehrbesen auf, wodurch die untere Schwenkstellung definiert ist.
Die tiefstmögliche Anordnung des Anbauteils ist also durch die untere Schwenkstellung
definiert, in welcher die Halteeinrichtung zumindest mittelbar, insbesondere oberseitig
auf dem Kehrbesen aufliegt. Somit wirken kaum oder keine großen Kräfte auf die schwenkbare
Lagerung der Halteeinrichtung ein. Das Anbauteil kann ausgehend von dieser tiefstmöglichen
Stellung also jederzeit problemlos nach oben ausweichen, wenn z.B. eine Bodenwelle
o.ä. überfahren wird. Denn aufgrund der beschriebenen schwenkbaren Lagerung der Halteeinrichtung
um die Querachse wird die Halteeinrichtung automatisch beim Überqueren von Bodenunebenheiten
mittels des Anbauteils mitsamt diesem um die Querachse verschwenkt. Dadurch weicht
das Anbauteil automatisch der betreffenden Bodenunebenheit folgend nach oben aus.
[0020] In weiterer möglicher Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass die untere
Schwenkstellung der Halteeinrichtung und somit ein Anstellwinkel zwischen der Halteeinrichtung
und dem Kehrbesen mittels wenigstens eines Schraubantriebs variierbar ist. In die
Halteeinrichtung können beispielsweise Schweißmuttern eingelassen sein. In diese Schweißmuttern
können beispielsweise als Schraubantriebe dienende Schrauben eingeschraubt werden.
Je nachdem, wie weit man diese Schrauben hineinschraubt, verändert sich die untere
Schwenkstellung, da unter Einwirkung der Schrauben die Halteeinrichtung vom Kehrbesen
wegbewegt bzw. angehoben wird, indem die Halteeinrichtung entsprechend um die Querachse
verschwenkt wird. Je nachdem, was für eine Stellung bezogen auf die Hochrichtung hinsichtlich
des Anbauteils gewünscht ist, kann also ganz einfach die untere Schwenkstellung verändert
werden. Mittels des wenigstens einen Schraubantriebs ist es möglich, ohne besonders
große Krafteinwirkung die untere Schwenkstellung der Halteeinrichtung und somit einen
Abstand zwischen einer Unterkante des Anbauteils und einem Untergrund einzustellen.
[0021] Zudem sieht eine weitere mögliche Ausgestaltung der Erfindung vor, dass die Kehrvorrichtung
einen Funksender mit einem integrierten Neigungssensor aufweist, welcher dazu ausgelegt
ist, eine Neigung des Kehrbesens, insbesondere um seine Querachse, zu erfassen und
die Neigung charakterisierende Daten an einen Empfänger, insbesondere ein Smartphone,
zu senden. Ein Fahrer des Fahrzeugs, mittels welchem die Kehrvorrichtung bewegt wird,
kann also beispielsweise einfach an seinem Smartphone erkennen, ob die Neigung des
Kehrbesens, insbesondere um seine Querachse, korrekt eingestellt ist. Korrekt kann
insbesondere bedeuten, dass sämtliche Borsten des Kehrbesens auf gleicher Höhe angeordnet
sind und somit gleichmäßig den zu reinigenden bzw. zu kehrenden Untergrund berühren.
Dadurch kann sichergestellt werden, dass die Borsten des Kehrbesens nicht unterschiedlich
abgenutzt werden. Handelt es sich bei dem Fahrzeug beispielsweise um einen Traktor
mit einem Frontlader, so kann der Fahrer den Frontlader entsprechend bedienen, bis
er unter Vermittlung des Funksenders angezeigt bekommt, dass die Neigung des Kehrbesens
richtig bzw. optimal eingestellt ist. Der Fahrer des betreffenden Fahrzeugs muss sein
Fahrzeug also gar nicht erst verlassen, um die korrekte Einstellung der Neigung des
Kehrbesens zu überprüfen.
[0022] Gemäß einer weiteren möglichen Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass
falls das Anbauteil eine Schaufel ist, die Schaufel um eine in Querrichtung verlaufende
Achse verschwenkbar am Kehrbesen gelagert ist. Insbesondere wenn die Kehrvorrichtung
an einem Fahrzeug montiert wird, mittels welchem die Schaufel selbst nicht gekippt
werden kann, ist es von Vorteil, wenn die Schaufel um besagte in Querrichtung verlaufende
Achse verschwenkbar am Kehrbesen gelagert ist. In dem Zusammenhang kann es auch vorgesehen
sein, dass die Schaufel mittels einer Verstelleinheit um die Achse verschwenkbar ist.
Die Verstelleinheit kann wenigstens einen Aktor aufweisen, der dazu ausgelegt ist,
die Schaufel hydraulisch, pneumatisch, elektrisch oder magnetisch um die Achse zu
verschwenken. Beispielsweise kann es sich um den Aktor um einen Hydraulikzylinder
oder um einen Pneumatikzylinder handeln. Andere Arten von Aktoren sind aber ebenfalls
möglich. Wurde die Schaufel mit zu beseitigendem Material befüllt und angehoben, so
ist es möglich, die Schaufel beispielsweise um die in Querrichtung verlaufende Achse
nach unten zu verschwenken, um die Schaufel ganz einfach zu entleeren. Die Kehrvorrichtung
kann beispielsweise eine Schnittstelle für ein Fahrzeug aufweisen, sodass es aus dem
Fahrzeug heraus möglich ist, beispielsweise durch Ansteuerung des wenigstens einen
Aktors, die Schaufel ganz einfach bei Bedarf zu verschwenken. Grundsätzlich ist auch
eine manuelle Verschwenkbarkeit der Schaufel möglich.
[0023] Eine weitere mögliche Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Kehrvorrichtung
eine Arretierung aufweist, mittels welcher eine Verschwenkbewegung der Schaufel um
die Achse sperrbar ist. Die Arretierung kann beispielsweise einen Bolzen oder auch
eine Schraube umfassen, mittels welcher die Verschwenkbewegung der Schaufel um die
Achse gesperrt werden kann. Dies ist insbesondere dann hilfreich, wenn die Kehrvorrichtung
an einem Fahrzeug angebracht ist, welches selbst eine Kippbewegung an der gesamten
Kehrvorrichtung und somit auch der Schaufel vornehmen kann, beispielsweise wenn die
Kehrvorrichtung an einem Frontlader angebracht ist.
[0024] In weiterer möglicher Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass in einem
vorderen Bereich und/oder an einem hinteren Bereich am Kehrbesen zumindest eine weitere
höhenverstellbare Gleitkufe angeordnet ist, die eine maximal mögliche Stauchung jeweiliger
Borsten des Kehrbesens in Hochrichtung der Kehrvorrichtung begrenzt. Vorseitig und/oder
rückseitig können auch jeweils mehrere der weiteren Gleitkufen angeordnet sein. Insbesondere
kann es vorgesehen sein, vorderseitig und rückseitig jeweils zumindest eine der weiteren
Gleitkufen angeordnet ist. Gemeinsam mit den seitlich angebrachten Gleitkufen kann
besonders zuverlässig eine Stauchung der Borsten des Kehrbesens verhindert werden.
Die weiteren Gleitkufen können z.B. mittels Schrauben geklemmt und stufenlos höhenverstellbar
geführt sein.
[0025] Weitere mögliche Ausgestaltungen und Merkmale der Erfindung sind in der nachfolgenden
Figurenbeschreibung angegeben. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale
und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung und/oder
in den Figuren alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur
in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder
in Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
Die Zeichnung zeigt in:
[0026]
- Fig. 1
- eine Perspektivansicht von schräg vorne auf eine erste Ausführungsform einer Kehrvorrichtung
für ein Fahrzeug, umfassend einen Kehrbesen und ein in Längsrichtung vor dem Kehrbesen
angeordnetes Anbauteil zum Räumen eines Untergrunds in Form eines Räumschilds, welches
relativ zum Kehrbesen verstellbar ist;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf die erste Ausführungsform Kehrvorrichtung, wobei zwei Teleskopstangen
einer Halteeinrichtung zu erkennen sind, mittels welcher das Räumschild oberseitig
am Kehrbesen befestigt und relativ zu diesem verschwenkbar ist;
- Fig. 3
- eine Perspektivansicht von schräg hinten auf die erste Ausführungsform der Kehrvorrichtung,
wobei insbesondere eine Aufnahmeeinrichtung der Kehrvorrichtung zu erkennen ist, welche
dazu dient, die Kehrvorrichtung an einem Fahrzeug anzubringen;
- Fig. 4
- eine Seitenansicht der ersten Ausführungsform der Kehrvorrichtung, wobei das Räumschild
nicht montiert ist und eine von zwei seitlich am Kehrbesen angeordnete höhenverstellbare
Gleitkufen zu erkennen ist;
- Fig. 5
- eine Frontalansicht der ersten Ausführungsform der Kehrvorrichtung ohne angebrachtes
Räumschild;
- Fig. 6
- eine Detailansicht des in Fig. 5 gekennzeichneten Bereichs A, wobei eine der höhenverstellbaren
Gleitkufen zu erkennen ist;
- Fig. 7
- eine Perspektivansicht von schräg vorne auf eine zweite Ausführungsform der Kehrvorrichtung,
die wobei das Anbauteil zum Räumen des Untergrunds eine Schaufel ist, die relativ
zum Kehrbesen verstellbar ist;
- Fig. 8
- eine Perspektivansicht von schräg hinten auf die zweite Ausführungsform der Kehrvorrichtung;
- Fig. 9
- eine Detailansicht vom in Fig. 8 gekennzeichneten Bereich B, wobei ein Hydraulikzylinder
zum Verschwenken der Schaufel zu erkennen ist;
- Fig. 10
- eine Detailansicht vom in Fig. 8 gekennzeichneten Bereich C, wobei eine Arretierung
zum Sperren der Verschwenkbewegung der Schaufel zu erkennen ist;
- Fig. 11
- eine Perspektivansicht von schräg hinten auf eine dritte Ausführungsform der Kehrvorrichtung;
- Fig. 12
- eine Seitenansicht der dritten Ausführungsform der Kehrvorrichtung.
[0027] In den Figuren sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen
versehen worden.
[0028] Eine Kehrvorrichtung 10 für ein hier nicht dargestelltes Fahrzeug ist in einer Perspektivansicht
von schräg vorne in Fig. 1 gezeigt. Die Kehrvorrichtung 10 umfasst eine Aufnahmeeinrichtung
12 zum Aufnehmen der Kehrvorrichtung 10 mittels des Fahrzeugs. Bei dem Fahrzeug kann
es sich beispielsweise um einen Teleskoplader, Frontlader oder dergleichen handeln.
Zudem umfasst die Kehrvorrichtung 10 einen Kehrbesen 14 und ein in Längsrichtung x
der Kehrvorrichtung 10 vor dem Kehrbesen 14 angeordnetes Anbauteil zum Räumen eines
Untergrunds in Form eines Räumschilds 16. Das Räumschild 16 ist mittels einer Halteeinrichtung
18 oberseitig an einem Gehäuse 20 des Kehrbesens 14 gelagert. Der Übersichtlichkeit
halber wurde hier das Bezugszeichen für die Halteeinrichtung 18 zweimal eingetragen.
Die Halteeinrichtung 18 umfasst mehrere Elemente, die nachfolgende noch genauer beschrieben
werden.
[0029] Mittels der Halteeinrichtung 18 kann das Räumschild 16 relativ zum Kehrbesen 14 verstellt
werden. Einerseits kann das Räumschild 16 mittels der Halteeinrichtung 18 um eine
parallel zur Hochrichtung z verlaufende Hochachse relativ zum Kehrbesen 14 verschwenkt
werden. Zudem kann das Räumschild 16 mittels der Halteeinrichtung 18 relativ zum Kehrbesen
14 höhenverstellt werden. Zur Höhenverstellung des Räumschilds 16 ist die Halteeinrichtung
18 um eine parallel zur Querrichtung y verlaufende Querachse 22 der Kehrvorrichtung
10 verschwenkbar am Kehrbesen 14, genauer an der Oberseite des Gehäuses 20 des Kehrbesens
14 gelagert.
[0030] An gegenüberliegenden Seiten sind seitlich am Kehrbesen 14 jeweilige höhenverstellbare
Gleitkufen 24 angeordnet, welche eine maximal mögliche Stauchung jeweiliger Borsten
26 des Kehrbesens 14 in Hochrichtung z der Kehrvorrichtung 10 begrenzen. Durch Einfahren
oder Ausfahren der Gleitkufen 24 kann also der Abstand zwischen dem Gehäuse 20 des
Kehrbesens 14 und einem Untergrund verstellt werden. Mit anderen Worten bestimmen
die Gleitkufen 24 also, wie weit die Kehrvorrichtung 10 überhaupt in Richtung Untergrund
abgesenkt werden kann. Selbst wenn man beispielsweise mit einem Frontlader die Kehrvorrichtung
10 fest nach unten drückt, so begrenzen letztlich die höhenverstellbaren Gleitkufen
24, wie fest die jeweiligen Borsten 26 des Kehrbesens 14 an den Untergrund gedrückt
und dabei gestaucht werden.
[0031] Des Weiteren umfasst die Kehrvorrichtung 10 einen Funksender 28 mit einem integrierten
Neigungssensor, welcher dazu ausgelegt ist, eine Neigung des Kehrbesens 14, insbesondere
um seine parallel zur Querrichtung y verlaufende Achse zu erfassen und die Neigung
charakterisierende Daten an einen Empfänger, beispielsweise an ein Smartphone eines
Fahrers des Fahrzeugs zu senden, mittels welchem die Kehrvorrichtung 10 bewegt wird.
So ist es für den Fahrer ganz einfach möglich, ohne das betreffende Fahrzeug zu verlassen,
zu überprüfen bzw. zu erkennen, ob die Borsten 26 des Kehrbesens 14 möglichst optimal
zum zu kehrenden Untergrund ausgerichtet sind. Optimal bedeutet insbesondere, dass
die Neigung des Kehrbesens 14 um die parallel zur Querrichtung y verlaufende Achse
so gekippt ist, dass die Borsten 26 alle zumindest im Wesentlichen den gleichen Abstand
zum Untergrund aufweisen bzw. alle Borsten 26 den Untergrund gleichmäßig berühren.
[0032] Sollte dies nicht der Fall sein, so kann der Fahrer beispielsweise durch entsprechende
Bedienung des Frontladers des Fahrzeugs die Neigung des Kehrbesens 14 verändern, wobei
der Funksender 28 mit dem integrierten Neigungssensor dem Fahrer beispielsweise wiederum
auf seinem Smartphone, z.B. mittels einer dafür geeigneten App, anzeigt, ob eine möglichst
optimale Anordnung bzw. Neigung des Kehrbesens 14 eingestellt worden ist. Der Funksender
kann beispielsweise ein Bluetooth-Modul aufweisen, um via Bluetooth die Daten, welche
die Neigung des Kehrbesens 14 charakterisieren, drahtlos ans Smartphone des Fahrers
zu übertragen. Andere drahtlose Übertragungstechnologien sind selbstverständlich ebenfalls
möglich, wie beispielswiese WLAN oder auch das Mobilfunknetz.
[0033] In Fig. 2 ist die Kehrvorrichtung 10 in einer Draufsicht von oben gezeigt. Zum Verschwenken
des Räumschilds 16 um die Hochachse weist die hier nicht näher bezeichnete Halteeinrichtung
18 zwei unabhängig voneinander ausfahrbare Teleskopstangen 30 auf, die bezogen auf
die Querrichtung y der Kehrvorrichtung 10 in einem linken und rechten Bereich zumindest
mittelbar am Kehrbesen 14, hier konkret an der Oberseite des Gehäuses 20 des Kehrbesens
14, angeordnet sind. Zudem sind die Teleskopstangen 30 jeweils rückseitig zumindest
mittelbar am Räumschild 16 mit einem Drehfreiheitsgrad um die Hochrichtung z gelagert.
Wie man hier erkennen kann, kann das Räumschild 16 durch Ausfahren bzw. Einfahren
der Teleskopstangen 30 relativ zum Kehrbesen 14 verschwenkt werden, sodass ein Winkel
α zwischen einer Vorderseite 32 des Kehrbesens 14 und einer Rückseite 34 des Räumschilds
16 variiert werden kann.
[0034] Die Teleskopstangen 30 weisen jeweils ein zumindest mittelbar am Kehrbesen 14 befestigtes
erstes Teleskopelement 36 und ein aus diesem ausfahrbares zweites Teleskopelement
38 auf, welches jeweils in unterschiedlich weit ausgefahrenen Stellungen an dem ersten
Teleskopelement 36 fixierbar ist. Die ersten Teleskopelemente 36 weisen jeweils ein
Loch 42 auf, wobei die zweiten Teleskopelemente 38 mehrere hintereinander angeordnete
Löcher 40 aufweisen. Sobald eines der Löcher 40 in Überdeckung mit dem betreffenden
Loch 42 gebracht worden ist, kann beispielsweise ein Bolzen durch die betreffenden
Löcher 40, 42 hindurchgesteckt werden, um die jeweilige Stellung der zweiten Teleskopelemente
38 und somit den Winkel a, gemäß welchem das Räumschild 16 relativ zum Kehrbesen 14
verschwenkt wurde, zu fixieren. Eine stufenlose Verstellbarkeit und vor allem Fixierbarkeit
der zweiten Teleskopelemente 38 an den ersten Teleskopelementen 36 ist natürlich ebenfalls
möglich. Dies kann z.B. über eine geeignete Klemmvorrichtung realisiert werden.
[0035] In der vorliegenden Darstellung ist nochmals besagte Querachse 22 gut zu erkennen,
um welche die hier nicht näher bezeichnete Halteeinrichtung 18, welche die Teleskopstangen
30 umfasst, verschwenkbar ist, um das Räumschild 16 in der Höhe zu verstellen. Im
hier gezeigten Fall sind die beiden ersten Teleskopelemente 36, welche zur Halteeinrichtung
18 (siehe Fig. 1) gehören, um die Querachse 22 verschwenkbar am Kehrbesen 14, genauer
am Gehäuse 20 des Kehrbesens 14 oberseitig gelagert. In sämtlichen Figuren ist die
Halteeinrichtung 18, somit sind es auch die ersten Teleskopelemente 36, in ihrer unteren
Schwenkstellung gezeigt. In dieser unteren Schwenkstellung der Halteeinrichtung 18
liegt diese mit ihren ersten Teleskopelementen 36 auf dem Gehäuse 20 des Kehrbesens
14 auf. Ausgehend von dieser unteren Schwenkstellung ist die Halteeinrichtung 18 und
somit auch das Räumschild 16 frei nach oben verschwenkbar, sodass das Räumschild 16
Bodenunebenheiten folgend nach oben ausweichen kann. Wird also mittels der Kehrvorrichtung
10 eine Bodenunebenheit überfahren, so kann das Räumschild 16 beim Überfahren der
Bodenunebenheit aufgrund der schwenkbaren Lagerung der Halteeinrichtung 18 um die
Querachse 22 ganz einfach nach oben ausweichen. Beschädigungen am Räumschild 16 und
auch Beschädigungen am betreffenden Untergrund können dadurch vermieden werden.
[0036] Die untere Schwenkstellung der Halteeinrichtung 18 und somit ein Anstellwinkel zwischen
der Halteeinrichtung 18 und dem Kehrbesen 14 kann mittels wenigstens eines Schraubantriebs
variierbar ausgestaltet sein. Im hier gezeigten Fall sind jeweilige Schweißmuttern
44 im Bereich von nicht näher bezeichneten Durchgangsöffnungen der ersten Teleskopelemente
36 angebracht. Durch diese Schweißmuttern 44 kann beispielsweise eine jeweilige Schraube
eingeschraubt werden. Je nachdem, wie weit bzw. wie tief die Schraube eingeschraubt
wird, werden die ersten Teleskopelemente 36 unter Vermittlung der jeweiligen Schrauben
von dem Gehäuse 20 des Kehrbesens 14 nach oben gedrückt. Die ersten Teleskopelemente
36 sind beispielsweise als Hohlprofile oder auch als U-förmige Profile ausgebildet.
In letzterem Fall sind die ersten Teleskopelemente 36 dann nach unten hin - also in
Richtung des Gehäuses 20 - offen. So können besagte Schrauben sich z.B. direkt am
Gehäuse 20 abstützen und je nach Einschraubtiefe die Teleskopstangen 30 mitsamt dem
Räumschild 16 nach oben oder unten verschwenken. Aufgrund der schwenkbaren Lagerung
um die Querachse 22 wird dadurch also eine Schrägstellung der gesamten Halteeinrichtung
18 und somit des Räumschilds 16 beeinflusst. Auf diese Weise kann ganz einfach die
untere Schwenkstellung der Halteeinrichtung 18 und somit die tiefstmögliche Stellung
des Räumschilds 16 eingestellt werden.
[0037] In Fig. 3 ist die Kehrvorrichtung 10 in einer Perspektivansicht von schräg hinten
gezeigt. In der vorliegenden Darstellung kann man gut die Aufnahmeeinrichtung 12 erkennen,
welche dazu dient, die Kehrvorrichtung 10 mittels eines Fahrzeugs, beispielsweise
mittels eines Frontladers, eines Teleskopladers, eines Gabelstaplers oder dergleichen
aufzunehmen. Die Aufnahmeeinrichtung 12 weist im vorliegend gezeigten Fall mehrere
unterschiedliche Schnittstellen auf, an welchen ein jeweiliges Fahrzeug die Kehrvorrichtung
10 ergreifen bzw. aufnehmen kann.
[0038] Zum einen weist die Aufnahmeeinrichtung 12 eine Platte 46 auf, welche beispielsweise
als anschraubbare Schnittstelle für einen Frontlader dienen kann. Wurde beim Frontlader
beispielsweise eine Schaufel abmontiert, so kann der Frontlader mit seiner entsprechenden
Schnittstelle an der Platte 46 angeschraubt werden. Zudem weist die Aufnahmeeinrichtung
12 Aufnahmebereiche 48 auf, in welche beispielsweise Zinken eines Teleskopladers oder
auch eines Gabelstaplers eingeführt werden können. Vorliegend werden die Aufnahmebereiche
48 durch nicht näher bezeichnete Hohlprofile bereitgestellt, welche am Gehäuse 20
des Kehrbesens 14 oberseitig befestigt sind. Die Aufnahmeeinrichtung 12 umfasst zudem
links und rechts von der Platte 46 noch zwei Aufnahmebereiche 50 auf, in welchen zum
Beispiel eine Schaufel eines Radladers hineinbewegt werden kann. Diese Aufnahmebereiche
50 werden durch zwei Profile 52, 54 begrenzt, wobei in dem oberen der beiden Profile
54 jeweilige Schweißmuttern 56 befestigt sind. Durch diese Schweißmuttern 56 können
beispielsweise Schrauben eingeschraubt werden, um eine in den Aufnahmebereich 50 eingeführte
Radladeroder Frontladerschaufel zu fixieren. Abweichend von der vorliegenden Darstellung
kann die Aufnahmeeinrichtung 12 beispielsweise auch eine Art Gerüst aufweisen, welche
die Form von Ballen aufweist, sodass eine Ballenzange eines Fahrzeugs das Gerüst umgreifen
kann, um die Kehrvorrichtung 10 aufzunehmen.
[0039] Links und rechts an jeweiligen nicht näher bezeichneten Seiten des Kehrbesens 14
bzw. an dessen Gehäuse 20 sind jeweilige Peilstangen 58 angeordnet. Diese erleichtern
einem Fahrer eines betreffenden Fahrzeugs, mittels welchem die Kehrvorrichtung 10
aufgenommen und bewegt wird, abzuschätzen, wo die Kehrvorrichtung 10 seitlich endet.
Wird beispielsweise ein Bagger verwendet, um die Kehrvorrichtung 10 aufzunehmen, so
könnte beispielweise eine Baggerschaufel die Sicht des Fahrers auf die Kehrvorrichtung
10 teilweise oder vollständig versperren, abgesehen von den Peilstangen 58. Von einer
Fahrerkabine aus kann er also die Peilstangen 58 sehen, sodass er problemlos abschätzen
kann, wo die Kehrvorrichtung 10 bzw. zumindest der Kehrbesen 14 seitlich aufhört.
[0040] In Fig. 4 ist die Kehrvorrichtung 10 in einer Seitenansicht gezeigt, wobei das Räumschild
16 nicht an der restlichen Kehrvorrichtung 10 montiert ist. In der vorliegenden Darstellung
kann man eine der beiden höhenverstellbaren Gleitkufen 24 gut erkennen. Die Gleitkufen
24 sind unter Vermittlung von Hohlprofilen 60 seitlich am Gehäuse 20 des Kehrbesens
14 fixiert. An jeweiligen Längsseiten des Gehäuses 20 sind Aufnahmen 62 angeordnet,
welche dazu dienen, die Hohlprofile 60 in unterschiedlichen Stellungen aufzunehmen
und zu fixieren.
[0041] In der vorliegenden Einstellung der höhenverstellbaren Gleitkufen 24 sind diese so
weit ausgefahren bzw. eingefahren, dass im unbelasteten Zustand die Borsten 26 den
Untergrund berühren und die Gleitkufen 24 nicht. Wird die Kehrvorrichtung 10 in Hochrichtung
z nach unten gedrückt, so gelangen irgendwann die Gleitkufen 24 mit ihrer nicht näher
bezeichneten Unterseite in Bodenkontakt und begrenzen dadurch eine weitere Absenkung
der Kehrvorrichtung 10 und somit eine weitere Stauchung der Borsten 26 des Kehrbesens
14. Dadurch kann verhindert werden, dass die Borsten 26 zu stark gestaucht bzw. zerdrückt
werden. Gleichzeitig kann durch eine passende Einstellung der Gleitkufen 24 sichergestellt
werden, dass bei entsprechender Druckausübung auf die Kehrvorrichtung 10 nach unten
die Borsten 26 genügend Anpressdruck auf den Untergrund ausüben, sodass eine gute
Kehrwirkung bzw. Reinigungswirkung des Untergrunds erzielt werden kann.
[0042] In Fig. 5 ist die Kehrvorrichtung 10 in einer Frontalansicht gezeigt, wobei unter
anderem das Räumschild 16 nicht montiert ist. Wie zu erkennen, erstrecken sich die
Borsten 26 des Kehrbesens 14 zumindest im Wesentlichen über die gesamte Breite des
Kehrbesens 14. Die einzelnen Borsten 26 können beispielsweise in nicht näher bezeichneten
und gezeigten Borstenpaketen bzw. Borstenmodulen zusammengefasst und unterseitig bzw.
innenseitig am Gehäuse 20 des Kehrbesens 14 befestigt sein. Außerdem kann man hier
nochmal gut die Anordnung der Gleitkufen 24 erkennen, welche links und rechts seitlich
am Kehrbesen 14 befestigt sind. Unterseitig können an den Gleitkufen 24 nicht näher
bezeichnete Gleitleisten angebracht sein, welche beispielsweise aus Polyurethan hergestellt
sein können. Dadurch kann ein zu kehrender bzw. zu reinigender Untergrund geschont
werden, zugleich kann dadurch verhindert werden, dass die Gleitkufen 24 an sich abgenutzt
werden. Sobald die Gleitleisten abgenutzt sind, können diese ganz einfach ausgetauscht
werden.
[0043] Die Borsten 26 können zudem in verschiedenen Reihen hintereinander angeordnet sein.
Das hier nicht dargestellte Räumschild 16 kann unterseitig beispielsweise mit einer
Schürfleiste aus hochverschleißfestem Stahl oder auch aus Polyurethan versehen sein.
Zudem ist es auch möglich, dass die Kehrvorrichtung 10 unterschiedliche Varianten
von montierbaren Räumschildern 16 aufweist, welche sich beispielsweise hinsichtlich
ihrer Größe oder auch hinsichtlich ihrer Materialbeschaffenheit unterscheiden können.
[0044] In Fig. 6 ist der in Fig. 5 gekennzeichnete Ausschnitt A in einer Detailansicht gezeigt.
Vorliegend ist eine der beiden Gleitkufen 24 zu erkennen, welche unter Vermittlung
des Hohlprofils 60 höhenverstellbar an der Aufnahme 62 fixiert ist, welche ihrerseits
am Gehäuse 20 des hier nicht näher bezeichneten Kehrbesens 14 befestigt ist. Die Aufnahme
62 weist eine Durchgangsöffnung bzw. ein Loch 64 auf, wobei das Hohlprofil 60 seinerseits
mehrere hintereinander in Reihe bzw. übereinander angeordnete Durchgangsöffnungen
bzw. Löcher 66 aufweist. Sobald eines der Löcher 66 mit dem Loch 64 in Überdeckung
gebracht worden ist, kann beispielsweise ein Bolzen durch die betreffenden Löcher
64, 66 gesteckt werden, um die Gleitkufe 24 in einer bestimmten Höheneinstellung zu
fixieren. Eine stufenlose Fixierbarkeit der Gleitkufen 24, beispielsweise durch eine
geeignete Klemmvorrichtung, kann ebenfalls vorgesehen sein.
[0045] Mittels der erläuterten Kehrvorrichtung 10 ist es ganz einfach möglich, insbesondere
die Stellung bzw. Anordnung des Räumschilds 16 relativ zum Kehrbesen 14 an unterschiedlichste
Randbedingungen anzupassen. Mittels der Kehrvorrichtung 10 ist es möglich, in kürzester
Zeit einen Untergrund abzukehren und zu reinigen. Im Winter ist es beispielsweise
zudem möglich, mittels des schräg gestellten Räumschilds 16 Schnee wegzuschieben und
gleichzeitig den dahinter liegenbleibenden Restschnee sauber mittels des Kehrbesens
14 wegzukehren.
[0046] Auch bei unebenen Flächen ist es möglich, ohne eine Beschädigung der betreffenden
Flächen und ohne eine Beschädigung des Räumschilds 16 den Untergrund zu reinigen.
Denn dadurch, dass das Räumschild 16 unter Vermittlung der Halteeinrichtung 18 pendelnd
um die Querachse 22 gelagert ist, kann das Räumschild 16 bei Bedarf Bodenunebenheiten
folgend einfach nach oben ausweichen. Da die Borsten 26 des Kehrbesens 14 eine gewisse
Nachgiebigkeit aufweisen, können diese beim Überfahren von Bodenunebenheiten weiterhin
auf den Boden gedrückt werden, wobei -je nach lokaler Beschaffenheit des Untergrunds
- die höhenverstellbaren Gleitkufen 24 dafür sorgen können, dass die Borsten 26 nicht
zu sehr gestaucht und dadurch in Mitleidenschaft gezogen werden. Der besagte Funksender
28 mit dem integrierten Neigungssensor erleichtert zudem die optimale Einstellung
bzw. Anordnung des Kehrbesens 14, sodass die Borsten 26 des Kehrbesens 14 gleichmäßig
und nicht ungleichmäßig abgenutzt werden.
[0047] In Fig. 7 ist eine zweite Ausführungsform der Kehrvorrichtung 10 in einer Perspektivansicht
von schräg vorne gezeigt, wobei es sich bei dem Anbauteil zum Räumen des Untergrunds
bei dieser Ausführungsform um eine Schaufel 68 handelt, die relativ zum Kehrbesen
14 verstellbar ist. Die Verstellmöglichkeiten bei der Schaufel 68 können die gleichen
wie bei der Ausführungsform mit dem Räumschild 16 sein. Die höhenverstellbaren Gleitkufen
können ebenfalls bei der zweiten Ausführungsform vorgesehen sein. Darüber hinaus kann
die Schaufel 68 bei Bedarf noch um eine in Querrichtung y verlaufende Achse verkippt
bzw. verschwenkt werden. Die Verwendung der Schaufel 68 kann insbesondere dann hilfreich
sein, wenn Schmutz oder anderweitige Materialien nicht nur von der Kehrvorrichtung
10 verschoben werden sollen, sondern gleich beispielsweise in ein Behältnis oder dergleichen
eingefüllt werden sollen. Mittels der Schaufel 68 können angesammelte Materialien
ganz einfach aufgenommen und direkt entsorgt werden.
[0048] Die Schaufel 68 kann mittels einer Verstelleinheit um die besagte Achse verschwenkt
werden, welche in Querrichtung y verläuft. Im hier konkret gezeigten Fall umfasst
die nicht näher bezeichnete Verstelleinheit zwei als Aktoren dienende Hydraulikzlinder
70, mittels welchen die Schaufel 68 bei Bedarf um die in Querrichtung y verlaufende
Schwenkachse verschwenkt werden kann.
[0049] In Fig. 8 ist die zweite Ausführungsform der Kehrvorrichtung 10 in einer perspektivischen
Rückansicht gezeigt. Vorliegend kann man gut erkennen, dass die Hydraulikzylinder
70 oberseitig am Kehrbesen 14 und rückseitig an der Schaufel 68 angebracht sind. Die
Anbringung bzw. Lagerung der Hydraulikzylinder 70 ist gelenkig, sodass problemlos
die besagte Kippbewegung bzw. Schwenkbewegung der Schaufel 68 ausgeführt werden kann.
[0050] In Fig. 9 ist der in Fig. 8 gekennzeichnete Bereich B vergrößert dargestellt. Vorliegend
kann man nochmals gut einen der beiden Hydraulikzylinder 70 erkennen, welcher durch
Einfahren bzw. Ausfahren die Schaufel 68 verkippen bzw. verschwenken kann.
[0051] In Fig. 10 ist der in Fig. 8 gekennzeichnete Bereich C vergrößert dargestellt. Vorliegend
ist die bereits erwähnte Achse 72 nun mit einem Bezugszeichen versehen worden, welche
in Querrichtung y verläuft, um die die Schaufel 68 verkippt bzw. verschwenkt werden
kann. Vorliegend ist eine Arretierung 74 zu erkennen, mittels welcher eine Verschwenkbewegung
der Schaufel 68 um die Achse 72 gesperrt werden kann. Im vorliegend gezeigten Fall
handelt es sich bei der Arretierung 74 um eine Mutter, welche beispielsweise auf einen
Bolzen oder auch auf eine Schraube aufgeschraubt werden kann. Durch Festziehen der
Mutter kann die Verschwenkbewegung bzw. die Verkippbewegung der Schaufel 68 um die
Achse 72 gesperrt werden. Dies kann hilfreich sein, wenn die gesamte Kehrvorrichtung
10 an einem Fahrzeug angebracht ist, welches die Kehrvorrichtung 10 und somit auch
die Schaufel 68 verkippen kann. Beispielsweise kann es sich bei dem Fahrzeug um einen
Frontlader handeln, an welchem die Kehrvorrichtung 10 angebracht ist. In dem Fall
ist es nicht erforderlich, die Schaufel 68 durch entsprechende Betätigung der Hydraulikzylinder
70 zu verkippen.
[0052] Zu der Kehrvorrichtung 10 können auch unterschiedliche Varianten des Räumschilds
16 und der Schaufel 68 gehören, welche allesamt mit der restlichen Kehrvorrichtung
10 kompatibel sein können, also insbesondere oberseitig am Kehrbesen 14 in der beschriebenen
Weise gelagert und fixiert werden können.
[0053] In Fig. 11 ist eine dritte Ausführungsform der Kehrvorrichtung 10 in einer perspektivischen
Rückansicht dargestellt. Die dritte Ausführungsform unterscheidet sich von den vorherigen
Ausführungsformen dadurch, dass die Kehrvorrichtung 10 in einem vorderen und/oder
hinteren Bereich weitere höhenverstellbare Gleitkufen 76 aufweist. Vorliegend sind
zwei der weiteren Gleitkufen 76 zur erkennen, die rückseitig am Gehäuse 20 des Kehrbesens
10 angeordnet sind.
[0054] In Fig. 12 ist die dritte Ausführungsform der Kehrvorrichtung 10 in einer Seitenansicht
gezeigt. Vorliegend kann man erkennen, dass vorseitig am hier nicht näher gekennzeichneten
Gehäuse 20 der Kehrvorrichtung 10 zumindest eine weitere höhenverstellbare Gleitkufe
76 angeordnet ist. Beispielsweise können vorderseitig und rückseitig jeweils zwei
dieser weiteren Gleitkufen 76 vorgesehen sein. Die Gleitkufen 76 können mittels jeweiligen
Schrauben 78 geklemmt werden, was ein stufenloses Verstellen der Gleitkufen 76 ermöglicht.
Somit kann eine jeweils gewünschte Höhe einfach angepasst und der Verschleiß des Kehrbesens
14, genauer der Borsten 26 des Kehrbesens 14, reduziert werden. Alternativ oder zusätzlich
zu den Schrauben 78 können auch andere Verstell- und/oder Befestigungsmittel vorgesehen
sein, um die Gleitkufen 76 in ihrer Höhe zu verstellen. Mit anderen Worten können
die Gleitkufen 78 also in Hochrichtung z relativ zum Kehrbesen 14 verstellt werden.
[0055] Die Gleitkufen 76 können beispielsweise aus einem gebogenen Federstahl hergestellt
sein. Ein auf dem Boden aufliegender Teil der Gleitkufen 76 kann zumindest im Wesentlichen
parallel zur Längsrichtung x verlaufen, wobei der mittels der jeweiligen Schraube
78 fixierte Teil zumindest im Wesentlichen parallel zur Hochrichtung z verlaufen kann.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0056]
- 10
- Kehrvorrichtung
- 12
- Aufnahmeeinrichtung
- 14
- Kehrbesen
- 16
- Räumschild
- 18
- Halteeinrichtung
- 20
- Gehäuse des Kehrbesens
- 22
- Querachse
- 24
- höhenverstellbare Gleitkufen
- 26
- Borsten des Kehrbesens
- 28
- Funksender mit integriertem Neigungssensor
- 30
- Teleskopstangen der Halteeinrichtung
- 32
- Vorderseite des Kehrbesens
- 34
- Rückseite des Räumschilds
- 36
- erste Teleskopelemente der Teleskopstangen
- 38
- zweite Teleskopelemente der Teleskopstangen
- 40
- Löcher in den zweiten Teleskopelementen
- 42
- Löcher in den ersten Teleskopelementen
- 44
- Schweißmutter an den ersten Teleskopelementen
- 46
- Platte der Aufnahmeeinrichtung
- 48
- Aufnahmebereiche der Aufnahmeeinrichtung
- 50
- Aufnahmebereiche der Aufnahmeeinrichtung
- 52
- Hohlprofil
- 54
- Hohlprofil
- 56
- Schweißmuttern
- 58
- Peilstangen
- 60
- Hohlprofile
- 62
- Aufnahmen für die Hohlprofile
- 64
- Loch in der Aufnahme
- 66
- Löcher in den Hohlprofilen
- 68
- Schaufel
- 70
- Hydraulikzylinder
- 72
- Achse
- 74
- Arretierung
- 76
- höhenverstellbare Gleitkufen
- 78
- Schraube
- A
- Bereich
- B
- Bereich
- C
- Bereich
- α
- Winkel zwischen der Vorderseite des Kehrbesens und der Rückseite des Räumschilds
- x
- Längsrichtung der Kehrvorrichtung
- y
- Querrichtung der Kehrvorrichtung
- z
- Hochrichtung der Kehrvorrichtung
1. Kehrvorrichtung (10) für ein Fahrzeug, umfassend eine Aufnahmeeinrichtung (12) zum
Aufnehmen der Kehrvorrichtung (10) mittels des Fahrzeugs und einen Kehrbesen (14),
wobei
- seitlich am Kehrbesen (14) jeweilige höhenverstellbare Gleitkufen (24) angeordnet
sind, welche eine maximal mögliche Stauchung jeweiliger Borsten (26) des Kehrbesens
(14) in Hochrichtung (z) der Kehrvorrichtung (10) begrenzen;
- und/oder die Kehrvorrichtung (10) ein in Längsrichtung (x) der Kehrvorrichtung (10)
vor den Kehrbesen (14) montierbares Anbauteil (16, 68) zum Räumen eines Untergrunds
umfasst, das im montierten Zustand mittels einer Halteeinrichtung (18) zumindest mittelbar
am Kehrbesen (14) gelagert und mittels der Halteeinrichtung (18) relativ zum Kehrbesen
(14) bewegbar ist.
2. Kehrvorrichtung (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Anbauteil ein Räumschild (16) oder eine Schaufel (68) ist.
3. Kehrvorrichtung (10) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Anbauteil (16, 68) mittels der Halteeinrichtung (18) um eine Hochachse relativ
zum Kehrbesen (14) verschwenkbar ist.
4. Kehrvorrichtung (10) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
zum Verschwenken des Anbauteils (16, 68) um die Hochachse die Halteeinrichtung (18)
zwei unabhängig voneinander ausfahrbare Teleskopstangen (30) aufweist, die bezogen
auf die Querrichtung (y) der Kehrvorrichtung (10) in einem linken und rechten Bereich
zumindest mittelbar am Kehrbesen (14) angeordnet sowie jeweils rückseitig zumindest
mittelbar am Anbauteil (16, 68) mit einem Drehfreiheitsgrad um die Hochrichtung (z)
gelagert sind.
5. Kehrvorrichtung (10) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Teleskopstangen (30) jeweils ein zumindest mittelbar am Kehrbesen (14) befestigtes
erstes Teleskopelement (36) und ein aus dem diesem ausfahrbares zweites Teleskopelement
(38) aufweisen, welche jeweils in unterschiedlich weit ausgefahrenen Stellungen an
den jeweiligen ersten Teleskopelementen (36) fixierbar sind.
6. Kehrvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Anbauteil (16, 68) mittels der Halteeinrichtung (18) relativ zum Kehrbesen (14)
höhenverstellbar ist.
7. Kehrvorrichtung (10) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
zur Höhenverstellung des Anbauteils (16, 68) die Halteeinrichtung (18) um eine Querachse
(22) der Kehrvorrichtung (10) verschwenkbar zumindest mittelbar am Kehrbesen (14)
gelagert ist.
8. Kehrvorrichtung (10) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Halteeinrichtung (18) in einer unteren Schwenkstellung zumindest mittelbar auf
dem Kehrbesen (14) aufliegt und von dort aus frei nach oben verschwenkbar ist, sodass
das Anbauteil (16, 68) Bodenunebenheiten folgend nach oben ausweichen kann.
9. Kehrvorrichtung (10) nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die untere Schwenkstellung der Halteeinrichtung (18) und somit ein Anstellwinkel zwischen
der Halteeinrichtung (18) und dem Kehrbesen (14) mittels wenigstens eines Schraubantriebs
variierbar ist.
10. Kehrvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Kehrvorrichtung (10) einen Funksender (28) mit einem integrierten Neigungssensor
aufweist, welcher dazu ausgelegt ist, eine Neigung des Kehrbesens (14), insbesondere
um seine Querachse (22), zu erfassen und die Neigung charakterisierende Daten an einen
Empfänger, insbesondere ein Smartphone, zu senden.
11. Kehrvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
falls das Anbauteil eine Schaufel (68) ist, die Schaufel (68) um eine in Querrichtung
(y) verlaufende Achse (72) verschwenkbar am Kehrbesen (14) gelagert ist.
12. Kehrvorrichtung (10) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schaufel (68) mittels einer Verstelleinheit um die Achse verschwenkbar ist.
13. Kehrvorrichtung (10) nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verstelleinheit wenigstens einen Aktor (70) aufweist, der dazu ausgelegt ist,
die Schaufel (68) hydraulisch, pneumatisch, elektrisch oder magnetisch um die Achse
(72) zu verschwenken.
14. Kehrvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Kehrvorrichtung (10) eine Arretierung (74) aufweist, mittels welcher eine Verschwenkbewegung
der Schaufel (68) um die Achse sperrbar ist.
15. Kehrvorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
in einem vorderen Bereich und/oder an einem hinteren Bereich am Kehrbesen (14) zumindest
eine weitere höhenverstellbare Gleitkufe (76) angeordnet ist, die eine maximal mögliche
Stauchung jeweiliger Borsten (26) des Kehrbesens (14) in Hochrichtung (z) der Kehrvorrichtung
(10) begrenzt.