[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitselement und ein Verfahren zur Herstellung eines
Sicherheitselements.
[0002] Es sind Sicherheitselemente zur Kennzeichnung von Sicherheitsdokumenten, insbesondere
Wertdokumenten und/oder ID-Dokumenten, bekannt, welche den Zweck erfüllen, den Fälschungsschutz
der entsprechenden Sicherheitsdokumente zu verbessern. Hierzu sind weiter Sicherheitselemente
bekannt, welche dem menschlichen Betrachter optisch variable, das heißt vom Beleuchtungswinkel
und/oder dem Betrachtungswinkel abhängige Effekte zeigen und so eine deutlich höhere
Fälschungssicherheit als nicht optisch variable Sicherheitsmerkmale aufweisen, beispielsweise
einen Mehrfarbensicherheitsdruck, der unter nahezu allen Betrachtungs- und/oder Beleuchtungswinkeln
dasselbe optische Erscheinungsbild zeigt.
[0003] Aus der
WO 2004/049250 A1 ist ein Sicherheitselement mit einem derart optisch variablen Sicherheitsmerkmal
bekannt, welches eine spezielle, mit einer Reflexionsschicht belegte Reliefstruktur
aufweist, um mittels beugungsoptischer Effekte einen derartigen optisch variablen
Effekt zu generieren. Diese Reliefstruktur ist weiter in einer eingefärbten Schicht
abgeformt, so dass der optisch variable Effekt der Reliefstruktur weiter in seiner
Farbigkeit durch diese Einfärbung verändert ist, und so die Fälschungssicherheit noch
weiter verbessert ist.
[0004] Aus
WO 2008/095698 A1 ist ein Sicherheitselement für ein Sicherheitsdokument bekannt, welches zwei diffraktive
Reliefstrukturen aufweist. Angrenzend an diese Reliefstrukturen sind jeweils Reflexionsschichten
vorgesehen, welche sich in einer Richtung senkrecht zum Sicherheitselement teilweise
überdecken.
[0005] WO 2016/181109 A1 beschreibt Sicherheitsdokumente, welche zumindest eine halbtransparente oder durchscheinende
Fensterregion aufweisen. Diese Fensterregion ermöglicht eine Betrachtung des Sicherheitsdokumentes
bei Auflicht und Durchlicht und kann zur Überprüfung der Echtheit des Sicherheitsdokumentes
genutzt werden.
[0006] In
WO 2015/107347 A1 sind verschiedene Sicherheitselemente offenbart, welche durch Vorsehen von sich zyklisch
wiederholenden, optisch variablen Strukturen einen optischen Bewegungseffekt bei Betrachtung
aus verschiedenen Blickwinkeln bereitstellen.
[0007] WO 2011/029602 A2 oder
EP 3 220 171 A1 offenbart ein Sicherheitselement mit einer optisch variablen Reliefstruktur, die
durch eine Lackschicht optisch ausgelöscht ist. Sie offenbaren nicht, dass Farbschichten
transparent oder transluzent ausgebildet sind, und auch nicht, dass verschiedene Sicherheitsmerkmale
untereinander in mehreren Ebenen angeordnet sind.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein verbessertes Sicherheitselement sowie
ein verbessertes Verfahren zur Herstellung eines Sicherheitselements anzugeben.
[0009] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Sicherheitselement gemäß Anspruch 1.
[0010] Die Aufgabe wird weiter durch ein Verfahren gemäß Anspruch 10 gelöst.
[0011] Ein solches Sicherheitselement und/oder ein solches Verfahren zeichnet sich durch
eine besonders hohe Fälschungssicherheit aus. So wird durch die unterschiedliche Farbgebung
und die Anordnung, insbesondere die registergenaue Anordnung, der Sicherheitsmerkmale
bewirkt, dass die ansonsten aufgrund ihrer "Natur" oft nur schlecht voneinander trennbar
wahrnehmbaren, insbesondere unter sämtlichen Betrachtungswinkeln, unterscheidbaren
optisch variablen Sicherheitsmerkmale auch unter schlechten Beleuchtungsbedingungen
eindeutig differenzierbar sind und so Registerungenauigkeiten für den Betrachter deutlich
erkennbar werden. Durch die registergenaue Anordnung sowohl der unterschiedlichen
optisch variablen Strukturen als auch der für die entsprechende Farbgebung einzusetzenden
eingefärbten Schichten oder Dünnschichtaufbauten werden weiter hohe Anforderungen
an die prozesstechnische Herstellung des Sicherheitselements gestellt, so dass eine
Fälschung durch einen Fälscher nur schwer möglich ist. Die oben angeführten Zusammenhänge
sind für den menschlichen Betrachter auch deutlich erkennbar.
[0012] Hierdurch wird erreicht, dass der erste optisch variable Effekt, welcher die erste
Farbe aufweist, und der zweite optisch variable Effekt, welcher die zweite Farbe aufweist,
für einen Betrachter klar und scharf voneinander abgegrenzt erfassbar sind.
[0013] Ein oder mehreren ersten Schichten der ein oder mehreren ersten Schichten und/oder
ein oder mehreren zweiten Schichten der ein oder mehreren zweiten Schichten sind vorzugsweise
jeweils oder insgesamt eine Vielzahl von Funktionen in dem Sicherheitselement zugeordnet,
wobei diese ersten Schichten und/oder zweiten Schichten insbesondere ausgewählt sind
aus: Ablöseschicht, Haftvermittlerschicht, Planarisierungsschicht, Niveauausgleichsschicht,
Stabilisierungsschicht, Barriereschicht, Maskenschicht, Farbschicht, hochbrechende
Schicht, opake Schicht, Metallschicht, insbesondere partiell ausgeformte Metallschicht,
bevorzugt Reflexionsschicht, Replizierschicht oder Schutzschicht. Deren Schichtdicken
reichen insbesondere von wenigen Nanometern bis zu einigen Mikrometern.
[0014] Es ist möglich, dass die stofflichen Zusammensetzungen in abhängig von den jeweiligen
Funktionen oder Anforderungen der ein oder mehreren ersten Schichten und/oder der
ein oder mehreren zweiten Schichten variieren, wobei sich diese ersten Schichten und/oder
zweiten Schichten vorzugsweise aus einem oder mehreren Bindemitteln, Additiven und/oder
Füllstoffen zusammensetzen und/oder aus diesen bestehen.
[0015] Unter Bindemittel werden vorzugsweise Polymer-basierte Systeme und deren Mischungen,
wie beispielsweise Polyester, Polyacrylat, Polymethacrylat, Polyurethan, Polystyrol,
Polybutyrat, Nitrocellulose oder ähnliche Polymere, verstanden.
[0016] Unter Additiven werden vorzugsweise organische oder anorganische Stoffe verstanden,
die die Verarbeitungseigenschaften, beispielsweise beim Aufbringen einer Farbschicht
in dem obigen Verfahren oder bei Verwendung des Sicherheitselements selbst, einen
vorbestimmten Effekt erzielen.
[0017] Unter Füllstoffen werden vorzugsweise alle weiteren, einem System, insbesondere einem
Polymer-basierten System, zugefügten Materialien, wie beispielsweise Silica, Pigmente,
Farbstoffe, UV-Blocker (UV = UV-Strahlung = Ultraviolette Strahlung = elektromagnetische
Strahlung aus dem ultravioletten Teil des Spektrums der elektromagnetischen Strahlung
oder aus einem oder mehreren Teilbereichen aus dem ultravioletten Teil des Spektrums
der elektromagnetischen Strahlung), Tracer, insbesondere Taggants, und/oder ähnliche
Materialien, verstanden.
[0018] Das Aufbringen einer oder mehrerer erster Schichten der ein oder mehreren ersten
Schichten und/oder einer oder mehrerer zweiter Schichten der ein oder mehreren zweiten
Schichten erfolgt vorzugsweise mittels eines Druckverfahrens, wie beispielsweise Tiefdruck,
Siebdruck, Offsetdruck, Digitaldruck, insbesondere Ink-Jet-Druck oder xerographischen
Druck, Schlitzgießen, und/oder ähnlichen Druckverfahren oder durch weitere Beschichtungsverfahren,
wie beispielsweise Bedampfung, Sputtern, chemische Abscheideverfahren, insbesondere
chemische Gasphasenabscheidung (CVD) und/oder Plasma unterstützte chemische Gasphasenabscheidung
(PECVD).
[0019] Vorzugsweise liegen die Schichtdicken für die ein oder mehreren ersten Schichten
und/oder die ein oder mehreren zweiten Schichten in einem Bereich von 0,001 µm bis
50 µm, insbesondere in einem Bereich von 0,005 µm bis 20 µm.
[0020] Unter einer Trägerlage wird vorzugsweise eine einschichtige oder mehrschichtige Folie
verstanden, deren ein oder mehrere Schichten insbesondere aus folgenden Materialien
oder Kombinationen bestehen PET (Polyethylenterephthalat), PP (Polypropylen), PE (Polyethylen),
PEN (Polyethylennaphthalat), PC (Polycarbonat), PVC (Polyvinylchlorid), Kapton (Poly-oxydiphenylen-pyromellitimid)
oder anderen Polyimiden, PLA (Polylactat), PMMA (Polymethylmethacrylat) oder ABS (Acrylnitrilbutadienstyrol),
wobei die Schichtdicke insbesondere zwischen 1 µm bis 500 µm, bevorzugt zwischen 6
µm bis 75 µm, weiter bevorzugt zwischen 12 µm bis 50 µm, liegt.
[0021] Unter Register oder Passer beziehungsweise Registergenauigkeit oder Passergenauigkeit
oder Positionsgenauigkeit ist eine Lagegenauigkeit zweier oder mehrerer Schichten
und/oder Elemente und/oder Merkmale relativ zueinander zu verstehen. Dabei soll sich
die Registergenauigkeit innerhalb einer vorgegebenen Toleranz bewegen und dabei möglichst
hoch sein. Gleichzeitig ist die Registergenauigkeit von mehreren Elementen und/oder
Schichten zueinander ein wichtiges Merkmal, um die Prozesssicherheit zu erhöhen. Die
lagegenaue Positionierung kann dabei insbesondere mittels sensorischer, vorzugsweise
optisch detektierbarer Passermarken oder der Positionsmarkierungen erfolgen. Diese
Passermarken oder Positionsmarkierungen können dabei entweder spezielle separate Elemente
oder Bereiche oder Schichten darstellen oder selbst Teil der zu positionierenden Elemente
oder Bereiche oder Schichten sein.
[0022] Es ist möglich, dass das erste Sicherheitsmerkmal und das zweite Sicherheitsmerkmal
als zwei nicht registrierte, fortlaufende Endlosdekore bzw. Designelemente ausgebildet
bzw. ausgeformt sind, welche vorzugsweise nicht aufeinander abgestimmt sind, sondern
sich insbesondere zufällig überlagern, oder als zwei registrierte, fortlaufende Endlosdekore
bzw. Designelemente ausgebildet bzw. ausgeformt sind, welche vorzugsweise aufeinander
abgestimmt sind und sich insbesondere vorbestimmt überlagern.
[0023] Weiter ist auch möglich, dass das erste Sicherheitsmerkmal als zumindest ein registriertes
Einzelbild bzw. Designelement ausgebildet bzw. ausgeformt ist und das zweite Sicherheitsmerkmal
als zumindest ein nicht registriertes, fortlaufendes Endlosdekor bzw. Designelement
ausgebildet bzw. ausgeformt ist oder umgekehrt, wobei das zweite Sicherheitsmerkmal
vorzugsweise nicht auf die relative Lage des ersten Sicherheitsmerkmals abgestimmt
ist, sondern sich damit insbesondere zufällig überlagert, oder dass das erste Sicherheitsmerkmal
als zumindest ein nicht registriertes Einzelbild bzw. Designelement ausgebildet bzw.
ausgeformt ist und das zweite Sicherheitsmerkmal als zumindest ein registriertes,
fortlaufendes Endlosdekor bzw. Designelement ausgebildet bzw. ausgeformt ist, wobei
das erste Sicherheitsmerkmal vorzugsweise nicht auf die relative Lage des zweiten
Sicherheitsmerkmals abgestimmt ist und sich damit insbesondere zufällig überlagert.
[0024] Weiter ist es möglich, dass das erste Sicherheitsmerkmal als zumindest ein nicht
registriertes Einzelbild bzw. Designelement ausgebildet bzw. ausgeformt ist und das
zweite Sicherheitsmerkmal als zumindest ein nicht registriertes, fortlaufendes Endlosdekor
bzw. Designelement ausgebildet bzw. ausgeformt ist oder umgekehrt, wobei diese vorzugsweise
nicht aufeinander abgestimmt sind, sondern sich insbesondere zufällig überlagern,
oder dass das erste Sicherheitsmerkmal als zumindest ein registriertes Einzelbild
bzw. Designelement ausgebildet bzw. ausgeformt ist und das zweite Sicherheitsmerkmal
als zumindest ein registriertes, fortlaufendes Endlosdekor bzw. Designelement ausgebildet
bzw. ausgeformt ist, wobei diese vorzugsweise aufeinander abgestimmt sind und sich
insbesondere vorbestimmt überlagern.
[0025] Vorzugsweise sind die Endlosdekore bzw. Designelemente und/oder die Einzelbilder
bzw. Designelemente zueinander und/oder zu einem Substrat registriert, auf welches
das erste Sicherheitsmerkmal und/oder das zweite Sicherheitsmerkmal vorzugsweise transferiert
werden.
[0026] Weiter ist es auch möglich, dass das erste Sicherheitsmerkmal und das zweite Sicherheitsmerkmal
derart zueinander ausgerichtet sind, dass beide Sicherheitsmerkmale zusammen ein Gesamtdekor
bzw. Designelement bilden. Insbesondere sind das erste Sicherheitsmerkmal und/oder
das zweite Sicherheitsmerkmal aus einer Vielzahl von Designelementen zusammengesetzt,
welcher bei Betrachtung von der Vorderseite und/oder der Rückseite zumindest teilweise
einander nicht überlappen und/oder zumindest teilweise aneinander angrenzen.
[0027] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen bezeichnet.
[0028] Es ist möglich, dass die ein oder mehreren ersten Bereiche und/oder die ein oder
mehreren zweiten Bereiche jeweils in Form eines Designelements ausgeformt sind, insbesondere
als ein alphanumerisches Zeichen, eine Codierung wie beispielsweise einen Barcode,
ein Schriftzeichen, ein Symbol, eine Mikroschrift, ein Bild, ein Portrait, ein Logo,
ein Wappen und/oder ein Motiv. Beispiele für derartige Motive sind eine Flagge, die
Umrissform der Grenzen eines Landes oder Insel oder eines Kontinents oder ein Bauwerk
wie eine Brücke oder ein Gebäude.
[0029] Weiter ist es möglich, dass ein oder mehrere erste Bereiche der ein oder mehreren
ersten Bereiche und/oder ein oder mehrere zweite Bereiche der ein oder mehreren zweiten
Bereiche zur Ausbildung mindestens eines Designelements angeordnet sind. Solche Designelemente
sind vorzugsweise aus ein oder mehreren Komponenten ausgebildet, ausgewählt aus: Alphanumerische
Zeichen, Codierungen, Symbole, Mikroschriften, Logos, Wappen, Motive, Bilder, Texte,
Portraits und/oder Schriftzeichen. Es sind auch beliebige Kombinationen der vorstehenden
Designelemente und/oder der vorstehenden Komponenten möglich. So kann beispielsweise
die Außenkontur eines alphanumerischen Zeichens durch ein oder mehrere erste Bereiche
der ein oder mehreren ersten Bereiche gebildet werden und die von einer Außenkontur
des alphanumerischen Zeichens eingeschlossene Fläche durch ein oder mehrere zweite
Bereiche der ein oder mehreren zweiten Bereiche bereitgestellt werden.
[0030] Ferner ist hierbei auch möglich, dass ein oder mehrere erste Bereiche der ein oder
mehreren ersten Bereiche ein erstes Designelement, beispielsweise ein Strichmotiv
einer Zahl, mit der ersten Farbe ausbilden und ein oder mehrere zweite Bereiche der
ein oder mehreren zweiten Bereiche ein zweites Designelement, beispielsweise die Buchstaben
des Wortes "Euro", in der zweiten Farbe ausbilden, wobei das erste und das zweite
Designelement überlappen können und/oder im Register zueinander angeordnet sind und/oder
ineinander gerastert sind. Hierdurch wird die Fälschungssicherheit eines entsprechenden
Sicherheitselements und/oder Sicherheitsdokuments deutlich erhöht.
[0031] Unter transparent wird insbesondere eine Eigenschaft, insbesondere eine optische
Eigenschaft, verstanden, welche ein Maß für die Durchlässigkeit eines Stoffes und/oder
Materials und/oder einer Schicht, insbesondere des ersten Sicherheitsmerkmals und/oder
des zweiten Sicherheitsmerkmals, für ein oder mehreren Spektralanteile des elektromagnetischen
Spektrums ist. Der für das menschliche Auge gut erkennbare Spektralanteil, insbesondere
der sichtbaren Strahlung, liegt vorzugsweise in einem Wellenlängenbereich zwischen
430 nm und 690 nm.
[0032] Unter Transmissionsvermögen bzw. optischer Dichte wird bevorzugt ein prozentuales
bzw. dimensionsloses Maß verstanden, welches angibt, wie viel Intensität einer elektromagnetischen
Welle bzw. elektromagnetischer Strahlung übrigbleibt, wenn diese durch einen Stoff
und/oder ein Material und/oder eine Schicht hindurch dringt.
[0033] Unter transluzent wird insbesondere eine Eigenschaft, insbesondere eine optische
Eigenschaft, verstanden, welche ein Maß für die Durchleitfähigkeit eines Stoffes und/oder
Materials und/oder einer Schicht, insbesondere des ersten Sicherheitsmerkmals und/oder
des zweiten Sicherheitsmerkmals, für ein oder mehreren Spektralanteile des elektromagnetischen
Spektrums ist. In Abgrenzung zur Transparenz (= Bild- oder Blickdurchlässigkeit) wird
unter Transluzenz insbesondere eine Lichtdurchlässigkeit verstanden. Bevorzugt weisen
transluzente Materialien im Unterschied zu transparenten Materialien einen für das
Auge signifikanten Anteil an Lichtstreuung auf.
[0034] Unter opak wird insbesondere eine Eigenschaft, insbesondere eine optische Eigenschaft,
verstanden, welche ein Maß für die Undurchlässigkeit eines Stoffes und/oder Materials
und/oder einer Schicht, insbesondere des ersten Sicherheitsmerkmals und/oder des zweiten
Sicherheitsmerkmals, für ein oder mehreren Spektralanteile des elektromagnetischen
Spektrums ist. Vorzugsweise wird die Opazität eines Stoffes, wie beispielsweise einer
Schicht und/oder eines Sicherheitsmerkmals, durch ein als Absorptionsvermögen bezeichnetes
Maß beschrieben. Insbesondere wird ein Stoff als opak bezeichnet, wenn seine optische
Dichte größer als 1, bevorzugt größer als 1,5, ist.
[0035] Unter Absorptionsvermögen oder Absorptionskoeffizient wird insbesondere ein Maß für
die Abnahme der Intensität elektromagnetischer Wellen beziehungsweise elektromagnetischer
Strahlung beim Hindurchdringen durch einen Stoff und/oder durch ein Material und/oder
durch eine Schicht verstanden, wobei die Dimension des Absorptionsvermögens und/oder
des Absorptionskoeffizienten insbesondere 1/Längeneinheit, bevorzugt 1/Längenmaß,
ist. Beispielsweise weist eine opake Schicht für sichtbare Strahlung einen größeren
Absorptionskoeffizienten auf als Luft.
[0036] Unter einer opaken Schicht, welche insbesondere als Metallschicht ausgebildet ist,
wird vorzugsweise eine spezielle, funktionale Schicht verstanden, welche die Funktion
erfüllt, elektromagnetische Strahlung, wie beispielsweise sichtbares Licht, an einer
Grenzfläche zu streuen, insbesondere zu reflektieren und/oder zu absorbieren. Eine
solche Schicht kann beispielsweise durch Aufdampfen oder Sputtern eines Metalls, insbesondere
Aluminium, Silber, Chrom, Kupfer, Gold, Zinn, Zink, ausgebildet werden. Eine derartige
opake Schicht fungiert vorzugsweise als metallische Spiegelschicht oder als Absorberschicht.
Bevorzugt liegt die Schichtdicke einer derartigen opaken Schicht zwischen 1 nm und
500 nm, weiter bevorzugt zwischen 5 nm und 100 nm. Als metallische Spiegelschicht
dient eine derartige opake Schicht insbesondere typischerweise ab einer Schichtdicke
von ca. 15 nm. Bei einer Schichtdicke geringer als 15 nm fungiert eine derartige opake
Schicht bevorzugt als Absorberschicht. Es ist auch möglich, dass eine derartige opake
Schicht durch Aufbringen von metallpigmenthaltigen Lacken ausgebildet wird, wobei
die Schichtdicke insbesondere zwischen 0,1 µm bis 50 µm, bevorzugt von 1 µm bis 20
µm, liegt.
[0037] Unter optisch variablen Strukturen werden vorzugsweise Strukturen verstanden, deren
optische Wirkungen bevorzugt durch Reliefstrukturen bestimmt werden. Insbesondere
solche optisch variablen Strukturen, welche eine geringe Eigenfärbung aufweisen, sind
zur Kombination mit Farben, beispielsweise enthalten in Farbschichten, besonders geeignet.
Dies sind insbesondere optisch variable Strukturen, welche vorzugsweise eine geringe
Eigenfärbung aufweisen. Bevorzugt zeigen diese Strukturen also keine von klassischen
Gitterstrukturen bekannten ausgeprägten Regenbogeneffekte. Vorzugsweise wirken diese
optisch variablen Strukturen im Wesentlichen achromatisch.
[0038] Insbesondere werden solche optisch variable Strukturen, welche schwache oder keine
diffraktiven Farbeffekte aufweisen, ausgewählt aus: Spiegel, Isotrop oder anisotrop
streuende Strukturen, insbesondere Mattstrukturen, Gitterstrukturen mit geringen Linienzahlen
und großer Gittertiefe, asymmetrische achromatische Gitterstrukturen, refraktive Strukturen,
grobe sinusförmige Gitter, blazeartige Gitter oder Blazegitter, insbesondere mit Gitterperioden
von größer als 3 µm, bevorzugt mehr als 6 µm, bevorzugt fresnelartige Freiformflächen,
insbesondere mit periodischen, nur lokal periodischen oder aperiodischen, blazeartigen
Gittern umfassend variierenden Gitterabständen, bevorzugt mit Gitterabständen von
größer als 3 µm, bevorzugt größer als 6 µm, Mikrospiegelanordnungen und/oder Retroreflektoranordnungen.
Es ist auch möglich, optisch variable Strukturen mit einer stochastischen Variation
der Anzahl der Gitterlinien und/oder der Orientierung der Gitterlinien auszuwählen,
welche einfallende elektromagnetische Strahlung, insbesondere Licht, in einen vorbestimmten
Winkelbereich oder Raumwinkel, insbesondere Raumwinkelbereich, streuen, insbesondere
reflektieren. Es ist weiter möglich, computergenerierte Hologramme, insbesondere ein
oder mehrere Kinoform, als optisch variable Strukturen auszuwählen.
[0039] Es ist bevorzugt möglich, solche optisch variablen Strukturen, welche das einfallende
Licht gezielt absorbieren, auszuwählen, welche insbesondere dazu geeignet sind, dunkle
oder farbige Bereiche in dem Bereich der optisch variablen Strukturen zu generieren
oder die Helligkeit in Bereichen der optisch variablen Strukturen in einem vorbestimmten
Maß zu variieren. Zu solchen Strukturen gehören insbesondere lineare oder zweidimensionale
Gitterstrukturen, beispielsweise gekreuzt und/oder hexagonal Gitterstrukturen, mit
hohen Linienzahlen, deren typische Perioden kleiner als 500 nm, insbesondere kleiner
als 400 nm sind, zufällig oder pseudo-zufällig angeordnete Mikrostrukturen mit mittleren
Abständen der Mikrostrukturen von kleiner als 500 nm, insbesondere kleiner als 400
nm, sowie mittels Plasmonenanregung Licht absorbierende Mikrostrukturen und/oder Nanostrukturen.
[0040] Weiter bevorzugt sind neben der Erzeugung von flächigen Bewegungseffekten durch solche
optisch variablen Strukturen, auch linienbasierte, aber achromatische Bewegungseffekte
möglich. Derartige optisch variable Strukturen sind unter dem Begriff "Circle Movement"
bekannt, wobei insbesondere durch die Überlagerung dieser optisch variablen Strukturen
mit zumindest einer lasierenden Farbschicht eine monochromatische Bewegung generiert
wird.
[0041] Unter einer Replizierschicht wird hier vorzugsweise eine spezielle, funktionale Schicht
verstanden, in welche optisch variable Strukturen insbesondere mittels thermischer
Replikation und/oder UV-Replikation eingebracht und/oder fixiert werden. Bei einer
Replizierschicht handelt es sich insbesondere um eine hybride Schicht, welche beispielsweise
thermisch repliziert werden und anschließend mittels Strahlung, beispielsweise mittels
UV-Strahlung und/oder zumindest einem Elektronenstrahl, gehärtet wird. Beispielsweise
ist es möglich, dass der Lack bei einer UV-Replikation warm wird. Diese Replizierschicht
weist insbesondere eine Schichtdicke zwischen 0,1 µm und 10 µm, bevorzugt zwischen
0,3 µm und 8 µm, auf. Vorzugsweise wird die Lackschicht, welche insbesondere die in
eine Replizierschicht abgeformte, erste optisch variable Reliefstruktur vorzugsweise
partiell optisch auslöscht, von einer zweiten Schicht der ein oder mehreren zweiten
Schichten gebildet. Weiter ist es möglich, dass die zweite optisch variable Struktur
sowohl in den ein oder mehreren ersten Bereichen als auch in den ein oder mehreren
zweiten Bereichen vorgesehen ist.
[0042] Weiter ist es möglich, dass die ein oder mehreren ersten Schichten, welche die erste
optisch variable Struktur ausbilden, und/oder die ein oder mehreren zweiten Schichten,
welche die zweite optisch variable Struktur ausbilden, zumindest eine Reflexionsschicht
umfassen, wobei die Reflexionsschicht vorzugsweise in den ein oder mehreren zweiten
Bereichen und/oder in oder auf den ein oder mehreren zweiten Schichten vorgesehen
ist, in den ein oder mehreren ersten Bereichen und/oder in oder auf den ein oder mehreren
ersten Schichten jedoch nicht vorgesehen ist. Die Reflexionsschicht ist vorzugsweise
als opake, transluzente oder transparente Reflexionsschicht ausgebildet und ist insbesondere
ausgewählt aus: einer Metallschicht, einer partiell ausgeformten Metallschicht, einer
Schicht aus metallischen Rasterelementen, insbesondere Rasterpunkten, bevorzugt Rasterlinien,
einer HRI-Schicht, einer LRI-Schicht (LRI = Low Refractive Index, niedriger Brechungsindex),
und/oder eine Kombination zweier oder mehrerer HRI-Schichten und/oder LRI-Schichten.
Insbesondere generieren die erste optisch variable Struktur und/oder die zweite optisch
variable Struktur einen achromatischen optisch variablen Effekt. In einer besonderen
Ausgestaltungsform besteht die Reflexionsschicht aus einem Fabry-Perot-Interferenzschichtsystem,
insbesondere einem Dreischichtsystem umfassend eine semi-transparente Absorptionsschicht,
dielektrische transparente Distanzschicht und eine zweite semi-transparente Absorptionsschicht
oder bevorzugt einer opaken Spiegelschicht. Wie vorstehend bereits erwähnt, erzeugt
ein derartiger Schichtaufbau vorzugsweise die erste und/oder die zweite Farbe.
[0043] Die Reflexionsschicht wird vorzugsweise von einer Metallschicht, insbesondere Aluminium,
Silber, Chrom, Kupfer, Gold gebildet. In einer alternativen Ausgestaltungsform wird
die Reflexionsschicht vorzugsweise von einer HRI-Schicht (HRI = High Refractive Index,
hoher Brechungsindex), insbesondere einer Schicht aus ZnS (Zinksulfid) und/oder TiO
2 (Titandioxid), ZrO
2 (Zirkonoxid) oder speziellen Polymeren, oder von einer LRI-Schicht gebildet. Es ist
auch vorteilhaft, die anorganischen HRI-Materialien in Pigmentform zu verwenden, wobei
diese insbesondere in einer Bindemittelmatrix eingebettet sind.
[0044] Unter Farbschicht wird vorzugsweise eine spezielle, funktionale Schicht verstanden,
welche insbesondere einen für einen Betrachter erfassbaren Farbeindruck erzeugt und/oder
weiter bevorzugt als Maskenschicht verwendet wird.
[0045] Unter Farbe wird insbesondere eine Einfärbung verstanden, welche bezüglich der Durchsichtigkeit
und/oder der Klarheit bzw. des Streuvermögen bevorzugt glasklar transparent eingefärbt,
streuend transparent eingefärbt oder auch opak eingefärbt umfasst. Vorzugsweise tritt
die Farbe als Eigenfarbe eines Materials auf und/oder ist als in Blickrichtung vor
einer Schicht als zusätzliche eingefärbte Schicht angeordnet, wobei die darunterliegende
Schicht insbesondere für einen Betrachter in ihrem farbigen Erscheinungsbild modifiziert
wird. Die Farbe erscheint hierbei bevorzugt in ihrem Farbton und/oder ihrer Farbsättigung
und/oder in ihrer Transparenz unter nahezu allen, insbesondere unter allen, Betrachtungs-
und/oder
[0046] Beleuchtungswinkeln optisch konstant bzw. invariabel. Es ist weiter möglich, dass
die Farbe selbst optisch variabel ist, wobei sich der Farbton und/oder die Farbsättigung
und/oder die Transparenz der Farbe bei sich änderndem Betrachtungs- und/oder Beleuchtungswinkel
insbesondere ändert.
[0047] Erfindungsgemäß ist die Farbschicht als lasierende Farbschicht, nämlich als transparent
oder transluzent durchscheinende Farbschicht, ausgebildet. Bevorzugt enthält die Farbschicht
vorzugsweise ein Additiv, welches bevorzugt Licht im ultravioletten Wellenlängenbereich,
insbesondere in einem Wellenlängenbereich zwischen 200 nm und 380 nm, absorbiert.
Bevorzugt verstärken derartige UV-Blocker die Funktion der Farbschicht als Maskenschicht.
Insbesondere weisen die UV-Blocker keine oder nur eine sehr geringe Absorption in
dem für das menschliche Auge sichtbaren Wellenlängenbereich von 380 nm bis 780 nm
auf, um den Farbeindruck der Farbschicht insbesondere nicht zu verändern.
[0048] Die Farben der ersten und zweiten Farbschicht sind transparent oder zumindest transluzent,
wobei das Transmissionsvermögen vorzugsweise zwischen 5% und 99%, insbesondere über
einen Teilbereich des für das menschliche Auge sichtbaren Wellenlängenbereichs von
380 nm bis 780 nm, bevorzugt im Bereich von 430 nm bis 690 nm, liegt. Insbesondere
sind optisch variable Effekte, der aus der Blickrichtung des Betrachters unterhalb
der ersten und/oder zweiten Farbschicht angeordneten ersten und/oder zweiten optisch
variablen Strukturen erfassbar.
[0049] Als farbgebende Stoffe der ersten und/oder zweiten Farbschicht eigenen sich bevorzugt
Farbstoffe und/oder Pigmente. Vorzugsweise sind Pigmente im Medium, in welches sie
integriert werden, praktisch unlöslich, insbesondere unlöslich. Farbstoffe lösen sich
vorzugsweise während ihrer Anwendung auf und verlieren insbesondere ihre Kristall-
und/oder Partikelstruktur. Mögliche Klassen von Farbstoffen sind basische Farbstoffe,
fettlösliche Farbstoffe oder Metallkomplexfarbstoffe. Mögliche Klassen von Pigmenten
sind organische und anorganische Pigmente. Vorzugsweise werden Pigmente aus einem
einstückig vorliegenden Material aufgebaut oder weisen insbesondere alternativ dazu
komplexe Aufbauten auf, beispielsweise als Schichtgebilde mit einer Vielzahl von Schichten
aus unterschiedlichen Materialien und/oder beispielsweise als Kapseln aus unterschiedlichen
Materialien, insbesondere mit Kern und Hülle.
[0050] Die erste und/oder zweite Farbschicht weist insbesondere weitere Substanzen und/oder
Stoffe auf, vorzugsweise ausgewählt aus: IR-Upconverter (IR = Infrarote Strahlung
= elektromagnetische Strahlung aus dem infraroten Teil des Spektrums der elektromagnetischen
Strahlung oder aus einem oder mehreren Teilbereichen aus dem infraroten Teil des Spektrums
der elektromagnetischen Strahlung), UVfluoreszierende oder phosphoreszierende Farbstoffe,
Effektpigmente, Nanopartikel, IR-transparente Komponenten, magnetische Partikel welche
zur weiteren Echtheitsprüfung des Sicherheitselements dienen können.
[0051] Unter IR-Upconverter wird vorzugsweise eine Substanz und/oder ein Stoff und/oder
ein Additiv verstanden, welcher insbesondere im sichtbaren Wellenlängenbereich des
elektromagnetischen Spektrums leuchtet, wenn dieser IR-Upconverter Infrarotstrahlung
ausgesetzt wird.
[0052] Weiter ist es möglich, dass ein oder mehrere erste Schichten der ein oder mehreren
ersten Schichten und/oder ein oder mehrere zweite Schichten der ein oder mehreren
zweiten Schichten in ein oder mehreren Teilen des elektromagnetischen Spektrums, wie
beispielsweise im UV-Bereich und/oder im IR-Bereich, transparent oder transluzent
sind, welcher für das menschliche Auge nicht erfassbar ist. Es ist jedoch möglich,
dass die ein oder mehreren Teile des elektromagnetischen Spektrums mittels technischer
Hilfsmittel, wie beispielsweise von zumindest einem Sensor, insbesondere von einem
CMOS-Sensor (CMOS = Complementary Metal-Oxide Semiconductor) und/oder CCD-Sensor (CCD
= "Charge-Coupled Device"), bevorzugt von einem bildgebenden Spektrometer, erfasst
werden.
[0053] Vorzugsweise weisen ein oder mehrere erste Schichten der ein oder mehreren ersten
Schichten und/oder ein oder mehrere zweite Schichten der ein oder mehreren zweiten
Schichten ein oder mehrere Farben, insbesondere die erste und/oder die zweite Farbe,
vollflächig oder im Dekor auf.
[0054] Weiter ist es möglich, dass die erste Farbschicht und/oder die zweite Farbschicht
aus mehreren unterschiedlichen Farben ausgebildet sind und/oder bestehen, wobei diese
hierbei vorzugsweise auch Bereiche mit Farbmischung aus der ersten und zweiten Farbe
aufweisen, welche mittels Überlappung der ersten und zweiten Farbschicht und/oder
durch Aufrasterung der ersten und zweiten Farbschicht entstehen. Insbesondere variiert
die Farbsättigung in der ersten und/oder zweiten Farbschicht.
[0055] Vorzugsweise erfasst ein Betrachter bei Betrachtung der ersten Farbschicht und/oder
der zweiten Farbschicht einzelne Farben oder Mischfarben, wobei sich insbesondere
durch entsprechende additive und subtraktive Farbmischungen sowie optische Überlagerung
der optisch variablen Effekte komplexe optisch variable, mehrfarbige Bilder generieren
lassen. Hierbei werden die Farben oder die Mischfarben bevorzugt mit einer Helligkeitsvariation
und/oder anderen optisch variablen Effekten der ein oder mehreren ersten und/oder
zweiten optisch variablen Strukturen kombiniert.
[0056] Es ist möglich, dass die Lackschicht, welche insbesondere die in eine Replizierschicht
abgeformte, erste optisch variable Reliefstruktur vorzugsweise partiell optisch auslöscht,
von der zweiten Farbschicht oder einer Replizierschicht der zweiten optisch variablen
Struktur gebildet wird.
[0057] Insbesondere ist die erste Farbschicht in den ein oder mehreren ersten Bereichen
vorgesehen, wobei die erste Farbschicht in den ein oder mehreren zweiten Bereichen
jedoch nicht vorgesehen ist. Bevorzugt ist die zweite Farbschicht sowohl in den ein
oder mehreren ersten Bereichen als auch in den ein oder mehreren zweiten Bereichen
vorgesehen. Es ist weiter möglich, dass die zweite Farbschicht in den ein oder mehreren
zweiten Bereichen vorgesehen ist und in den ein oder mehreren ersten Bereichen nicht
vorgesehen ist.
[0058] Vorzugsweise weisen die erste Farbschicht und die zweite Farbschicht unterschiedliche
Farben auf, wobei die erste Farbschicht insbesondere die erste Farbe als Farbe aufweist
und die zweite Farbschicht die zweite Farbe als Farbe aufweist. Insbesondere sind
die erste Farbschicht und/oder die zweite Farbschicht als transparente oder transluzente
Schicht ausgebildet, wobei die erste und/oder zweite Farbschicht vorzugsweise jeweils
eine lasierende Farbschicht bilden bzw. ausbilden.
[0059] Weiter ist es möglich, dass die erste Farbschicht und/oder die zweite Farbschicht
ausgewählt ist aus: Schicht enthaltend Farbstoffe und/oder Pigmente, insbesondere
optisch variable Pigmente, Flüssigkristallpigmente, Interferenzschichtpigmente, Interferenzschichtsystem,
insbesondere bestehend aus zwei oder mehreren Schichten mit unterschiedlichen Brechungsindizes
oder einer Absorptionsschicht, einer Distanzschicht und einer Reflexionsschicht, Schicht
bestehend aus einem Flüssigkristallmaterial, insbesondere cholesterischen Flüssigkristallmaterial,
Volumenhologrammschicht, Metallschicht.
[0060] Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die erste Farbschicht und/oder die zweite
Farbschicht einen Farbverlauf und/oder einen Farbgradienten in zumindest eine vorbestimmte
Richtung aufweist, da hierbei der Fälschungsaufwand zur Nachahmung eines solchen Sicherheitselements
weiter erhöht wird.
[0061] Besonders bevorzugt sind die erste Farbschicht und/oder die zweite Farbschicht und/oder
die Reflexionsschicht im Register zueinander angeordnet.
[0062] Es ist möglich, dass zumindest eine erste Schicht der ein oder mehreren ersten Schichten
von einer, vorzugsweise vollflächig ausgebildeten, transparenten oder transluzenten
Replizierschicht gebildet ist, dass eine optisch aktive Reliefstruktur zumindest in
eine Oberfläche der Replizierschicht abgeformt ist und in den ein oder mehreren ersten
Bereichen mit einer der ein oder mehreren ersten Schichten belegt ist, welche als
opake metallische Reflexionsschicht ausgebildet sind, die Oberfläche der Replizierschicht
jedoch in den ein oder mehreren zweiten Bereichen, welche insbesondere nicht die ersten
Bereiche umfassen, nicht mit der opaken metallischen Reflexionsschicht belegt ist.
[0063] Weiter ist es möglich, dass zumindest eine zweite Schicht der ein oder mehreren zweiten
Schichten von einer, vorzugsweise vollflächig ausgebildeten, transparenten oder transluzenten
Replizierschicht gebildet ist, dass eine optisch aktive Reliefstruktur zumindest in
eine Oberfläche der Replizierschicht abgeformt ist und in den ein oder mehreren zweiten
Bereichen mit einer der ein oder mehreren zweiten Schichten belegt ist, welche als
Reflexionsschicht ausgebildet sind.
[0064] Es ist auch möglich, dass zumindest eine erste Schicht der ein oder mehreren ersten
Schichten, vorzugsweise in den ein oder mehreren ersten Bereichen, ein oder mehrere
erste Durchbrechungen aufweist und/oder dass zumindest eine zweite Schicht der ein
oder mehreren zweiten Schichten, vorzugsweise in den ein oder mehreren zweiten Bereichen,
ein oder mehrere zweite Durchbrechungen aufweist, wobei die ersten Durchbrechungen
und/oder die zweiten Durchbrechungen insbesondere einen Transmissionsgrad von größer
als 50%, bevorzugt von größer als 90%, aufweisen, und wobei die zumindest eine erste
Schicht der ein oder mehreren ersten Schichten außerhalb der ersten Durchbrechungen
insbesondere einen Transmissionsgrad von kleiner als 10%, bevorzugt von kleiner als
5%, aufweisen.
[0065] Es ist möglich, dass eine Durchbrechung aus ein oder mehreren Durchbrechungen gebildet
wird, welche insbesondere hochtransparent sind und/oder einen Transmissionsgrad von
über 90% aufweisen. Vorzugsweise ist eine Durchbrechung als Kombination aus einer
Vielzahl von Perforationen und/oder anderen kleineren Durchbrüchen, insbesondere in
Rasterform, gebildet. Je nach Flächenbedeckung der Durchbrechung, insbesondere umfassend
Durchbrüche und/oder geschlossene Flächenbereiche, weist eine derartige, zusammengesetzte
Durchbrechung bevorzugt einen Transmissionsgrad von größer als 2%, weiter bevorzugt
von größer als 5%, noch weiter bevorzugt von größer als 20%, und/oder von kleiner
als 95%, bevorzugt kleiner als 80%, weiter bevorzugt von kleiner als 50%, auf.
[0066] Es hat sich als vorteilhaft gezeigt, dass die ein oder mehreren ersten Durchbrechungen
und/oder die ein oder mehreren zweiten Durchbrechungen als erste Rasterungen und/oder
als zweite Rasterungen bereitgestellt werden, wobei die Abstände der ersten Rasterungen
und/oder der zweiten Rasterungen zueinander, insbesondere die mittleren Abstände der
ersten Rasterungen und/oder der zweiten Rasterungen zueinander, vorzugsweise kleiner
oder gleich 300 µm, insbesondere kleiner oder gleich 150 µm, sind. Hierbei ist es
einem menschlichen Betrachter nicht möglich, die ersten und/oder zweiten Rasterungen
optisch aufzulösen.
[0067] Insbesondere umfassen die ersten und/oder die zweiten Rasterungen jeweils ein oder
mehrere Rasterlinien, wobei die Rasterlinien bevorzugt zumindest abschnittweise geradlinig
oder gekrümmt verlaufen. Es ist auch möglich, dass die ersten und/oder die zweiten
Rasterungen als Raster, insbesondere amplitudenmodulierte oder frequenzmodulierte
Punktraster, Elementraster und/oder Linienraster, ausgebildet sind.
[0068] Es ist möglich, dass sich zumindest ein erster Bereich der ein oder mehreren ersten
Bereiche aufweisend eine erste Rasterung und zumindest ein zweiter Bereich der ein
oder mehreren zweiten Bereiche derart überlappt, dass der zumindest eine erste optisch
variable Effekt und der zumindest eine zweite optische variable Effekt von einem Betrachter
von der Vorderseite her, insbesondere im Auflicht und/oder im Durchlicht, erfassbar
ist. Vorzugsweise sind bzw. werden der erste optisch variable Effekt in der ersten
Farbe und der zweite optisch variable Effekt in der zweiten Farbe von einem Betrachter
erfassbar bzw. erfasst.
[0069] Weiter ist es möglich, dass sich zumindest ein erster Bereich der ein oder mehreren
ersten Bereiche und zumindest ein zweiter Bereich der ein oder mehreren zweiten Bereiche
aufweisend eine zweite Rasterung derart überlappt, dass der zumindest eine erste optisch
variable Effekt und der zumindest eine zweite optische variable Effekt von einem Betrachter
von der Vorderseite her, insbesondere im Auflicht und/oder im Durchlicht, erfassbar
ist.
[0070] Es ist auch möglich, dass der zumindest eine erste optisch variable Effekt und/oder
der zumindest eine zweite optisch variable Effekt beim Kippen und/oder Biegen und/oder
Drehen des Sicherheitselements eine Abfolge von Farben, insbesondere eine Abfolge
von Farbwerten und/oder eine Abfolge von Farbhelligkeiten und/oder eine Abfolge von
Farbsättigungen, und/oder eine Farbänderung, insbesondere eine Farbwertänderung und/oder
eine Farbhelligkeitsänderung und/oder eine Farbsättigungsänderung, bereitstellen,
welche einen Bewegungseffekt, einen Morphing-Effekt und/oder einen Flip-Effekt, insbesondere
einen Farb-Flip-Effekt und/oder eine virtuell hervorspringende oder zurückspringende
3D-Form erzeugen.
[0071] Unter einem Morphing-Effekt wird vorzugsweise eine Verwandlung, Umwandlung oder ein
Übergang eines Motivs in ein anderes Motiv verstanden. Dabei weist eine solche Verwandlung,
Umwandlung oder ein solcher Übergang eine oder mehrere Zwischenstufen auf.
[0072] Unter einem Flip-Effekt wird vorzugsweise ein Wechsel eines Motivs zu einem anderen
Motiv verstanden. Der Wechsel findet insbesondere ohne Zwischenstufen statt.
[0073] Unter einem Farb-Flip-Effekt wird vorzugsweise ein Wechsel eines Motivs und/oder
einer Farbe eines farbigen Motivs zu einem anderen farbigen Motiv und/oder einer anderen
Farbe des Motivs verstanden. Der Wechsel findet insbesondere ohne Zwischenstufen statt.
[0074] Insbesondere werden Farben im Wesentlichen durch den Farbwert, die Farbsättigung
und die Farbhelligkeit beschrieben, wobei der Farbwert, die Farbsättigung und die
Farbhelligkeit vorzugsweise in einem dreidimensionalen Farbraum, wie beispielsweise
dem RGB-Farbraum oder dem L*a*b*-Farbraum, mittels entsprechend zugeordneter Koordinaten
dargestellt werden. Bei dem L*a*b*-Farbraum liegen sich auf der a*-Achse bevorzugt
die Farben Grün und Rot gegenüber, auf der b*-Achse liegen sich bevorzugt die Farben
Gelb und Blau gegenüber und L* beschreibt die Farbhelligkeit über einen Helligkeitswert
zwischen 0 und 100.
[0075] Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsformen des Verfahrens genannt.
[0076] Vorzugsweise wird das erste Sicherheitsmerkmal und/oder das zweite Sicherheitsmerkmal
und/oder das das erste und/oder zweite Sicherheitsmerkmal umfassende Sicherheitselement,
insbesondere ohne die Trägerlage, mittels Heißprägung oder Kalttransfer auf ein Sicherheitsdokument,
insbesondere ein ID-Dokument und/oder ein Wertdokument, wie beispielsweise eine Banknote,
transferiert. Hierbei wird die Form des zu transferierenden Sicherheitsmerkmals und/oder
Sicherheitselements bevorzugt durch die Wahl der Stempelform bei einer Heißprägung
oder durch die Wahl des Klebstoff-Drucks bei einem Kalttransfer bestimmt.
[0077] Es ist auch möglich, dass das erste Sicherheitsmerkmal und/oder das zweite Sicherheitsmerkmal
und/oder das das erste und/oder zweite Sicherheitsmerkmal umfassende Sicherheitselement
als eine Laminierfolie oder als Patch oder Laminierpatch auf das Sicherheitsdokument
transferiert werden. Weiter wird das erste Sicherheitsmerkmal und/oder das zweite
Sicherheitsmerkmal und/oder das das erste und/oder zweite Sicherheitsmerkmal umfassende
Sicherheitselement insbesondere als gestanztes Etikett mit zumindest einer Kaltkleberschicht
für den Transfer auf ein Substrat versehen.
[0078] Ferner ist es möglich, dass das erste Sicherheitsmerkmal und/oder das zweite Sicherheitsmerkmal
und/oder dass das erste Sicherheitsmerkmal und/oder das zweite Sicherheitsmerkmal
umfassende Sicherheitselement als Faden in ein Sicherheitsdokument eingearbeitet werden.
Beispielsweise kann dies durch Einbettung des Fadens in das noch nasse oder feuchte
Papiermaterial in der Papiermaschine erfolgen. Vorzugsweise erfolgt dies durch Einlaminieren
des Fadens während des Laminiervorgangs eines Dokuments, Teildokuments oder Substrates,
wobei diese insbesondere aus mehreren Lagen bestehen. Es ist auch möglich, dass dies
durch Einführen des Fadens in einen Extrusionsprozess erfolgt, wobei der Faden bevorzugt
im Inneren eines extrudierten Kunststoffsubstrats angeordnet wird. Insbesondere sind
auch Kombinationen der vorgenannten Beispiele möglich.
[0079] Weiter ist es möglich, das erste Sicherheitsmerkmal und/oder das zweite Sicherheitsmerkmal
und/oder das das erste und/oder zweite Sicherheitsmerkmal umfassende Sicherheitselement
in einem Transferverfahren auf ein Substrat zu transferieren, welches anschließend
mit weiteren Lagen und/oder Schichten zu einem Dokumentenkörper zusammengefügt wird.
Solche Transferverfahren werden insbesondere bei der Herstellung von Dokumenten wie
beispielsweise Karten oder Datenseiten von Pässen, angewendet, wobei die Materialien
bevorzugt ausgewählt sind aus: Papier, PVC, PC, PET, Teslin
®, ABS, und/oder Kombinationen dieser Materialien. Vorzugsweise verbleibt bei diesen
Transferverfahren die Trägerlage des Sicherheitselements im oder auf dem Dokument
oder wird nach dem Transfer entfernt.
[0080] Insbesondere ist es möglich, dass das erste Sicherheitsmerkmal und/oder das zweite
Sicherheitsmerkmal und/oder das das erste und/oder zweite Sicherheitsmerkmal umfassende
Sicherheitselement alleinstehend hergestellt und/oder transferiert wird oder ein Teil
eines Sicherheitsmerkmals, wie beispielsweise eines KINEGRAM
®, ist.
[0081] Vorteilhafterweise wird das erste Sicherheitsmerkmal und/oder das zweite Sicherheitsmerkmal
und/oder das das erste und/oder zweite Sicherheitsmerkmal umfassende Sicherheitselement
in dem Verfahren zusammen mit eines KINEGRAM
® auf derselben Trägerlage aufgebaut oder hergestellt.
[0082] Es ist auch möglich, dass das erste Sicherheitsmerkmal und/oder das zweite Sicherheitsmerkmal
und/oder das das erste und/oder zweite Sicherheitsmerkmal umfassende Sicherheitselement
separat hergestellt wird und beispielsweise mittels eines Kaschierverfahrens oder
Prägeverfahrens, insbesondere eines Heißprägeverfahrens und/oder eines Kaltprägeverfahrens,
auf die Trägerlage eines KINEGRAM
® transferiert wird. Hierbei wird das erste Sicherheitsmerkmal und/oder das zweite
Sicherheitsmerkmal und/oder das das erste und/oder zweite Sicherheitsmerkmal umfassende
Sicherheitselement insbesondere entweder auf die Vorderseite oder auf die Rückseite
der Trägerlage oder auf die Seite, auf welcher die KINEGRAM
®-Schichten ausgebildet sind, transferiert oder ausgebildet.
[0083] Erfindungsgemäß werden in dem Schritt a) auf die Trägerlage als erste Schicht oder
erste Schichten mindestens eine erste Farbschicht und ein oder mehrere Schichten aufgebracht,
welche ein oder mehrere erste optisch variable Strukturen ausbilden und/oder aufweisen.
Es ist möglich, dass die ein oder mehreren ersten optisch variablen Strukturen in
den ein oder mehreren ersten Bereichen ausgebildet werden, in den ein oder mehreren
zweiten Bereichen jedoch nicht ausgebildet werden. Weiter ist es möglich, dass in
dem Schritt a) die mindestens eine erste Farbschicht in die ein oder mehreren ersten
Bereiche aufgebracht wird, in den ein oder mehreren zweiten Bereichen jedoch nicht
aufgebracht wird oder dort nach dem Aufbringen wieder entfernt wird.
[0084] Insbesondere wird in dem Schritt a) als eine der ersten Schichten mindestens eine
erste Replizierschicht, insbesondere vollflächig oder bereichsweise, aufgebracht und
in dem Schritt a) wird vorzugsweise in die mindestens eine erste Replizierschicht
eine Reliefstruktur als erste optisch variable Struktur abgeformt.
[0085] Es ist möglich, dass in dem Schritt a) als erste Schicht mindestens eine erste opake
Schicht, insbesondere eine erste opake Metallschicht, auf die erste Replizierschicht
aufgebracht wird, wobei die erste opake Schicht vorzugsweise in den ein oder mehreren
ersten Bereichen aufgebracht wird, in den ein oder mehreren zweiten Bereichen jedoch
nicht aufgebracht wird oder dort nach dem Aufbringen bzw. nach der Aufbringung wieder
entfernt wird, vorzugsweise unter Verwendung der ersten Farbschicht als Belichtungsmaske
passergenau zu der ersten Farbschicht entfernt wird.
[0086] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass in dem Schritt b), bevorzugt auf die Trägerlage
und/oder die mindestens erste Farbschicht, als zweite Schicht oder zweite Schichten
mindestens eine zweite Farbschicht und ein oder mehrere Schichten aufgebracht werden,
welche ein oder mehrere zweite optisch variable Strukturen ausbilden und/oder aufweisen.
[0087] Bevorzugt wird in dem Schritt b) die zumindest eine zweite Farbschicht in den ein
oder mehreren zweiten Bereichen und in den ein oder mehreren ersten Bereichen aufgebracht.
Es ist auch möglich, dass in dem Schritt b) die zumindest eine zweite Farbschicht
in den ein oder mehreren zweiten Bereichen aufgebracht wird und in den ein oder mehreren
ersten Bereichen nicht aufgebracht wird.
[0088] Vorzugsweise wird in dem Schritt b) als eine der zweiten Schichten mindestens eine
zweite Replizierschicht, insbesondere vollflächig oder bereichsweise, aufgebracht
und in dem Schritt b) wird auf und/oder in die mindestens eine zweite Replizierschicht
eine Reliefstruktur als zweite optisch variable Struktur abgeformt.
[0089] Die zweite optisch variable Struktur wird bevorzugt sowohl in den ein oder mehreren
ersten Bereichen als auch in den ein oder mehreren zweiten Bereichen abgeformt.
[0090] Insbesondere wird in dem Schritt b) als zweite Schicht mindestens eine zweite opake
Schicht, insbesondere eine zweite opake Metallschicht, auf die zweite Replizierschicht
aufgebracht, wobei die zweite opake Schicht vorzugsweise in den ein oder mehreren
zweiten Bereichen aufgebracht wird, vorzugsweise in den ein oder mehreren ersten Bereichen
jedoch nicht aufgebracht wird oder dort nach Aufbringen bzw. nach Aufbringung wieder
entfernt wird.
[0091] Es ist möglich, dass in den Schritten a) und/oder b) eine oder mehrere erste Farbschichten
der ein oder mehreren ersten Farbschichten und/oder dass eine oder mehrere zweite
Farbschichten der ein oder mehreren zweiten Farbschichten durch ein Druck- oder Beschichtungsverfahren,
insbesondere Digitaldruck, insbesondere Inkjetdruck, xerographischen Druck, oder Tiefdruck,
Siebdruck, Offsetdruck, Schlitzgießen, Bedampfung, und/oder Sputtern, aufgebracht
werden.
[0092] Weiter ist es möglich, dass die ein oder mehreren ersten Schichten, welche die erste
optisch variable Struktur ausbilden, und/oder die ein oder mehreren zweiten Schichten,
welche die zweite optisch variable Struktur ausbilden, zumindest eine Reflexionsschicht
umfassen. Die zumindest eine Reflexionsschicht ist vorzugsweise als opake, transluzente
oder transparente Reflexionsschicht ausgebildet und insbesondere ausgewählt aus: einer
Metallschicht, einer partiell ausgeformten Metallschicht, einer Schicht aus metallischen
Rasterpunkten und/oder Rasterlinien und/oder anders geformten Rasterelementen, einer
HRI-Schicht, einer LRI-Schicht und/oder einer Kombination von zwei oder mehreren HRI-Schichten
und/oder LRI-Schichten.
[0093] Es ist auch möglich, dass in den Schritten a) und/oder b) eine oder mehrere erste
Farbschichten der ein oder mehreren ersten Farbschichten und/oder dass eine oder mehrere
zweite Farbschichten der ein oder mehreren zweiten Farbschichten und/oder die zumindest
eine Reflexionsschicht im Register zueinander angeordnet werden.
[0094] Insbesondere werden eine oder mehrere zweite Schichten der ein oder mehreren zweiten
Schichten in dem Schritt b) als ein oder mehrere zweite opake, transluzente oder transparente
Schichten, insbesondere ausgewählt aus: Metallschicht, partiell ausgeformte Metallschicht,
Reflexionsschicht, Schicht aus metallischen Rasterpunkten, HRI-Schicht, LRI-Schicht,
und/oder einer Kombination von zwei oder mehreren HRI-Schichten und/oder LRI-Schichten
in ein oder mehrere erste Bereiche der ein oder mehreren ersten Bereiche und/oder
in ein oder mehrere zweite Bereiche der ein oder mehreren zweiten Bereiche auf die
zumindest eine erste Replizierschicht und/oder die zumindest eine erste opaken Schicht
und/oder die zumindest eine zweite Replizierschicht aufgebracht.
[0095] Es ist möglich, dass zur Ausbildung der mindestens einen ersten opaken Schicht und/oder
dass zur Ausbildung der mindestens einen zweiten opaken Schicht ein positiver Photoresist
und/oder ein negativer Photoresist und/oder ein Umkehr-Photoresist verwendet wird,
wobei der positive Photoresist und/oder der negative Photoresist insbesondere aus
ein oder mehreren erste Farbschichten der ein oder mehreren ersten Farbschichten und/oder
aus ein oder mehreren zweiten Farbschichten der ein oder mehreren zweiten Farbschichten
besteht, wobei die ein oder mehreren ersten Farbschichten und/oder die ein oder mehreren
zweiten Farbschichten als erste Ätzmasken und/oder zweite Ätzmasken verwendet werden.
Unter einem positiven Photoresist wird vorzugsweise ein fotoempfindlicher Lack verstanden,
bei dem insbesondere unter Einwirkung von elektromagnetischer Strahlung, insbesondere
UV-Strahlung, die Löslichkeit in einem Lösemittel, bevorzugt einer Entwicklerlösung,
zunimmt.
[0096] Unter einem Umkehr-Photoresist wird vorzugsweise ein positiver Photoresist verstanden,
bei dem unter Einwirkung von Wärme die Löslichkeit der belichteten Bereiche bevorzugt
selektiv verringert wird, so dass diese insbesondere einer erneuten Flutbelichtung
der Entwicklerlösung widerstehen.
[0097] Unter einem negativen Photoresist wird vorzugsweise ein fotoempfindlicher Lack verstanden,
bei dem unter Einwirkung von elektromagnetischer Strahlung, insbesondere von UV-Strahlung,
die Löslichkeit in einem Lösemittel abnimmt.
[0098] Es ist möglich, dass die mindestens eine erste Replizierschicht und/oder die mindestens
eine erste opake Schicht und/oder die ein oder mehreren ersten Farbschichten und/oder
die zumindest eine zweite Replizierschicht und/oder die mindestens eine zweite opake
Schicht und/oder die ein oder mehreren zweiten Farbschichten und/oder die zumindest
eine Reflexionsschicht strahlungshärtbare Bestandteile aufweisen, welche nach dem
Aufbringen bzw. nach der Aufbringung und/oder Prägen und/oder Drucken auf die Trägerlage
und/oder die mindestens eine erste Replizierschicht und/oder die mindestens eine erste
opake Schicht und/oder die ein oder mehreren ersten Farbschichten und/oder die zumindest
eine zweite Replizierschicht und/oder die mindestens eine zweite opake Schicht und/oder
die ein oder mehreren zweiten Farbschichten und/oder die zumindest eine Reflexionsschicht
vorzugsweise durch elektromagnetische Strahlung gehärtet werden.
[0099] Weiter ist es möglich, dass die ein oder mehreren ersten Farbschichten als erste
Belichtungsmasken und/oder die ein oder mehreren zweiten Farbschichten als zweite
Belichtungsmasken bei der Strukturierung und/oder Härtung der zumindest einen ersten
Replizierschicht und/oder der mindestens einen ersten opaken Schicht und/oder der
ein oder mehreren ersten Farbschichten und/oder der zumindest einen zweiten Replizierschicht
und/oder der mindestens einen zweiten opaken Schicht und/oder der ein oder mehreren
zweiten Farbschichten und/oder der zumindest einen Reflexionsschicht durch die elektromagnetische
Strahlung bereitgestellt werden.
[0100] Es ist auch möglich, dass in dem Schritt a) und/oder b) ein oder mehrere erste Durchbrechungen
und/oder zweite Durchbrechungen in die mindestens eine erste Replizierschicht und/oder
die mindestens eine erste opake Schicht und/oder die ein oder mehreren ersten Farbschichten
und/oder die mindestens eine zweite Replizierschicht und/oder die mindestens eine
zweite opake, transluzente oder transparente Schicht und/oder die ein oder mehreren
zweiten Farbschichten und/oder die zumindest eine Reflexionsschicht eingebracht werden,
wobei die ein oder mehreren Durchbrechungen vorzugsweise einen Transmissionsgrad von
größer als 50%, insbesondere von größer als 90%, und/oder vorzugsweise von kleiner
als 10%, insbesondere von kleiner als 5%, aufweisen.
[0101] Es ist weiter möglich, dass das Sicherheitselement und/oder das erste Sicherheitsmerkmal
und/oder das zweite Sicherheitsmerkmal eine funktionelle Schicht, vorzugsweise eine
Ablöseschicht, umfasst, beispielsweise aus heißschmelzendem Material, welche ein Ablösen
der Trägerlage von den anderen Schichten des Mehrschichtkörpers, die auf einer von
der Trägerlage abgewandten Seite der Ablöseschicht angeordnet sind, insbesondere erleichtert.
Dies ist insbesondere vorteilhaft, falls der Mehrschichtkörper als eine Transferlage
ausgebildet ist, wie sie beispielsweise in einem Heißprägeverfahren, Kaltprägeverfahren
oder einem IMD-Verfahren (IMD = In-Mold Decoration) zum Einsatz kommt.
[0102] Weiterhin hat es sich bewährt, insbesondere falls der Mehrschichtkörper als eine
Transferfolie eingesetzt wird, wenn die funktionelle Schicht außer einer Ablöseschicht
mindestens eine Schutzschicht, beispielsweise eine Schutzlackschicht, aufweist. Nach
einem Verbinden des Mehrschichtkörpers mit einem Substrat und einem Ablösen der Trägerlage
von den Schichten des Mehrschichtkörpers, die bevorzugt auf einer von der Trägerlage
abgewandten Seite der Ablöseschicht angeordnet sind, bildet die Schutzschicht vorzugsweise
einen Schutz darunter angeordnete Schichten vor Abrieb, Beschädigung, chemischen Angriffen
oder ähnlichem. Insbesondere weist die nach Abzug der Trägerfolie oberste Schicht
weitere Funktionen auf, wie beispielsweise Haftung bei Überlamination oder Sicherstellen
der Bedruckbarkeit bevorzugt mittels Thermotransfer-, Inkjet- und/oder Offsetdruckverfahren.
Des Weiteren enthalten die funktionalen Schichten insbesondere Lagen, welche die Haftung
zu bzw. zwischen den angrenzenden Schichten bevorzugt funktionsgemäß beeinflussen.
[0103] Insbesondere ist auf der funktionellen Schicht in einzelnen Teilbereichen eine erste
transparente, farbige Lackschicht aufgedruckt. Unter Transparent wird hierbei vorzugsweise
verstanden, dass die Lackschicht im sichtbaren Wellenlängenbereich bevorzugt zumindest
teilweise strahlungsdurchlässig ist. Unter Farbig wird hierbei vorzugsweise verstanden,
dass die Lackschicht bei ausreichendem Tageslicht insbesondere einen sichtbaren Farbeindruck
zeigt.
[0104] Sowohl die mit der ersten Lackschicht bedruckten Bereiche der funktionellen Schicht
als auch die unbedruckten Bereiche der funktionellen Schicht sind vorzugsweise von
einer ersten Replizierschicht bedeckt, die die Reliefstruktur der Dekorlage, d. h.
die differierenden Niveaus in den bedruckten und den unbedruckten Bereichen, bevorzugt
zumindest teilweise egalisiert. Die Replizierschicht weist insbesondere komplett oder
teilweise eine Reliefstruktur auf. Bevorzugt ist im Register und bei Betrachtung senkrecht
zu der Ebene der Trägerlage eine dünne Metallschicht deckungsgleich zu der ersten
farbigen Lackschicht auf der ersten Replizierschicht angeordnet.
[0105] Auf der ersten Metallschicht sowie in den Bereichen der ersten Replizierschicht,
die nicht von einer Metallschicht abgedeckt sind, ist vorzugsweise in einzelnen Teilbereichen
eine zweite transparente, farbige Lackschicht aufgedruckt. Sowohl die mit der zweiten
farbigen Lackschicht bedruckten Bereiche als auch die unbedruckten Bereiche, bevorzugt
die erste Replizierschicht und/oder die erste Metallschicht, sind insbesondere von
einer zweiten Replizierschicht bedeckt, die die Reliefstruktur der Dekorlage, d. h.
die differierenden Niveaus in den bedruckten und den unbedruckten Bereichen, bevorzugt
egalisiert. Je nach Lackchemie, Auftragsmenge und Auftragsbedingung erfolgt vorzugsweise
nur eine teilweise Egalisierung, was jedoch für die Ausführung des Merkmals insbesondere
nicht entscheidend ist. Die Replizierschicht weist bevorzugt komplett oder teilweise
eine Reliefstruktur auf. Bevorzugt ist im Register und bei Betrachtung senkrecht zu
der Ebene der Trägerlage eine zweite dünne Metallschicht deckungsgleich zu der ersten
und zweiten Lackschicht und damit auch im Register zur ersten Metallschicht ist auf
der zweiten Replizierschicht angeordnet.
[0106] Sowohl die mit der zweiten Metallschicht bedeckten Bereiche der zweiten Replizierschicht
als auch die unbedeckten Bereiche der zweiten Replizierschicht sind vorzugsweise mit
einer Ausgleichsschicht bedeckt, die insbesondere durch die Reliefstruktur und die
bereichsweise angeordnete Metallschicht hervorgerufene Niveauunterschiede egalisiert
bzw. überdeckt und ausfüllt, wobei der Mehrschichtkörper bevorzugt auf der der Trägerlage
abgekehrten Seite der Ausgleichsschicht eine weitgehend ebene, im Wesentlichen strukturlose
Oberfläche aufweist. Insbesondere variiert auf diese Weise die Dicke der Ausgleichsschicht.
Die Ausgleichsschicht erfüllt bevorzugt weitere funktionale Aufgaben, wie beispielsweise
Verbesserung der Haftung zu nachfolgenden Schichten, Schutzfunktionen gegenüber chemischen
und/oder physikalischen Angriffen, als Barriereschicht oder Klebeschicht.
[0107] Weist die Ausgleichsschicht einen ähnlichen Brechungsindex auf wie die zweite Replizierschicht
und/oder ist der Brechungsindex-Unterschied kleiner als etwa 0,3, dann werden insbesondere
die nicht mit der zweiten Metallschicht bedeckten, direkt an die Ausgleichsschicht
angrenzenden Bereiche der Reliefstruktur der zweiten Replizierschicht vorzugsweise
optisch ausgelöscht, weil dort wegen des ähnlichen Brechungsindexes beider Schichten
bevorzugt keine optisch erkennbaren Schichtgrenzen zwischen der Replizierschicht und
der Ausgleichsschicht mehr vorhanden sind.
[0108] Der Mehrschichtkörper ist vorzugsweise ein Abschnitt einer Transferfolie, beispielsweise
einer Heißprägefolie sein, der mittels einer Klebeschicht auf einem Substrat angeordnet
werden kann. Die Ausgleichsschicht ist bevorzugt als Klebeschicht, beispielsweise
Schmelzkleber, ausgeführt oder eine Klebeschicht an die von der Trägerlage abgewandten
Seite der Ausgleichsschicht angeschlossen. Bei der Klebeschicht handelt es sich insbesondere
um Schmelzkleber, der bei thermischer Einwirkung schmilzt und den Mehrschichtkörper
mit der Oberfläche des Substrats verbindet.
[0109] Bei einer Ausbildung des Mehrschichtkörpers als eine Laminierfolie, das heißt ohne
eine Ablöseschicht zum Ablösen der Trägerlage von den Schichten des Mehrschichtkörpers,
ist vorzugsweise eine zusätzliche, oder alternativ zur Klebeschicht, eine weitere
Trägerlage auf der von der ersten Trägerlage abgewandten Seite der Ausgleichsschicht
vorgesehen. Dieser Laminatkörper, welcher bevorzugt aus zwei außenseitigen Trägerlagen
und den innenliegenden Schichten des Mehrschichtkörpers besteht, kann beispielsweise
zur weiteren Verwendung in Kartenverbunde einlaminiert werden, beispielsweise in Polycarbonat
(PC). Dazu ist es vorteilhaft, wenn die Trägerlagen aus demselben Material wie die
an den Laminatkörper angrenzenden Schichten des Kartenverbundes bestehen, beispielsweise
aus PC.
[0110] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von mehreren Ausführungsbeispielen unter Zuhilfenahme
der beiliegenden Zeichnungen beispielhaft erläutert:
- Fig. 1
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 2
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 3
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 4a
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 4b
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 4c
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 4d
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 4e
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 4f
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitsmerkmals,
- Fig. 4g
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitsmerkmals,
- Fig. 5
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 6
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 7
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 8
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 9
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 10
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 11
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 12
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 13
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 14
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 15
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 16
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 17
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 18
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 19
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 20
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 21
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 22
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 23
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 24
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 25
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 26
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 27
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 28
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 29
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 30
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 31
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 32
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 33
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 34
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 35
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 36
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 37
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 38
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 39
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 40
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements,
- Fig. 41
- zeigt eine schematische Darstellung eines Sicherheitselements.
[0111] Die Figur 1 verkörpert die beanspruchte Erfindung. Die anderen Figuren erleichtern
das Verständnis der Erfindung.
[0112] Die Figur 1 zeigt ein Sicherheitselement 1 mit einer Vorderseite 3b und einer der
Vorderseite 3b gegenüberliegenden Rückseite 3a im Querschnitt, wobei das Sicherheitselement
1 zwei oder mehrere Sicherheitsmerkmale 2 aufweist, wobei ein erstes Sicherheitsmerkmal
2a der zwei oder mehreren Sicherheitsmerkmale 2 ein oder mehrere erste Schichten 21
umfasst und ein zweites Sicherheitsmerkmal 2b der zwei oder mehreren Sicherheitsmerkmale
2 ein oder mehrere zweite Schichten 22 umfasst, wobei das erste Sicherheitsmerkmal
2a und das zweite Sicherheitsmerkmal 2b insbesondere im Register zueinander angeordnet
sind, wobei das erste Sicherheitsmerkmal 2a zumindest einen ersten optisch variablen
Effekt generiert und das zweite Sicherheitsmerkmal 2b zumindest einen zweiten optisch
variablen Effekt generiert, wobei der zumindest eine erste optisch variable Effekt
eine erste Farbe aufweist und der zumindest eine zweite optisch variable Effekt eine
zweite Farbe aufweist, wobei sich die erste Farbe und die zweite Farbe voneinander
unterscheiden.
[0113] Weiter zeigt die Figur 1, dass das Sicherheitselement 1 eine Trägerlage 10 umfasst.
Auf der Rückseite 3a der Trägerlage 10 ist eine erste Schicht 21 aufgebracht, welche
beispielsweise als funktionelle Schicht 20 ausgebildet ist. Auf der von der Trägerlage
10 abgewandten Seite der funktionellen Schicht 20 ist in drei ersten Bereichen 31
eine erste Schicht 21 aufgebracht, wobei diese erste Schicht 21 als erste Farbschicht
213 ausgebildet ist. Auf der von der Trägerlage 10 abgewandten Seite der funktionellen
Schicht 20 und auf der von der Trägerlage 10 abgewandten Seite der ersten Farbschicht
213 ist eine weitere erste Schicht 21 aufgebracht, welche als erste Replizierschicht
216 ausgebildet ist. Auf die von der Trägerlage 10 abgewandte Seite der ersten Replizierschicht
216 ist in den drei ersten Bereichen 31 eine weitere erste Schicht 21 aufgebracht,
welche als erste Metallschicht 217 ausgebildet ist. Die funktionelle Schicht 20, die
erste Farbschicht 213, die erste Replizierschicht 216 und die erste Metallschicht
217 bilden vorzugsweise das erste Sicherheitsmerkmal 2a aus. Ein solches Sicherheitsmerkmal
2a wird auch in der Figur 2 gezeigt.
[0114] Das in der Figur 1 gezeigte Sicherheitsmerkmal 1 weist weiter auf der von der Trägerlage
10 abgewandten Seite der ersten Replizierschicht 216 und der ersten Metallschicht
217 eine zweite Schicht 22 in einem zweiten Bereich 32 auf, welche als zweite Farbschicht
223 ausgebildet ist. Auf der von der Trägerlage 10 abgewandten Seite der ersten Replizierschicht
216 und der zweiten Farbschicht 223 ist eine zweite Replizierschicht 226 aufgebracht.
Die von der Trägerlage 10 abgewandte Seite der zweiten Replizierschicht 226 weist
eine weitere zweite Schicht 22 auf, welche als zweite Metallschicht 227 in dem zweiten
Bereich 32 ausgebildet ist. Die zweite Farbschicht 223, die zweite Replizierschicht
226 und die zweite Metallschicht 227 bilden vorzugsweise das zweite Sicherheitsmerkmal
2b aus.
[0115] Das Verfahren zur Herstellung des in der Figur 1 gezeigten Sicherheitselements 1
mit den drei ersten Bereichen 31 und einem zweiten Bereich 32, umfasst die folgenden
Schritte:
Schritt a: Aufbringen eines ersten Sicherheitsmerkmals 2a umfassend eine oder mehrere
erste Schichten 21 auf eine Trägerlage 10, wobei das erste Sicherheitsmerkmal 2a zumindest
einen ersten optisch variablen Effekt generiert, wobei der zumindest eine erste optisch
variable Effekt eine erste Farbe aufweist,
Schritt b: Aufbringen eines zweiten Sicherheitsmerkmals 2b umfassend eine oder mehrere
zweite Schichten 22 auf die Trägerlage 10 und/oder das erste Sicherheitsmerkmal 2a
derart, dass das erste Sicherheitsmerkmal 2a insbesondere im Register zu dem zweiten
Sicherheitsmerkmal 2b angeordnet ist, wobei das zweite Sicherheitsmerkmal 2b zumindest
einen zweiten optisch variablen Effekt generiert, wobei der zumindest eine zweite
optisch variable Effekt eine zweite Farbe aufweist, und wobei sich die erste Farbe
und die zweite Farbe voneinander unterscheiden.
[0116] Erfindungsgemäß werden in dem Schritt a auf die Trägerlage 10 als erste Schicht 21
oder erste Schichten 21 die erste Farbschicht 213 und/oder ein oder mehrere Schichten
aufgebracht, welche ein oder mehrere erste optisch variable Strukturen ausbilden und/oder
aufweisen. Die ein oder mehreren ersten optisch variablen Strukturen werden in den
ein oder mehreren ersten Bereichen 31 ausgebildet und in den ein oder mehreren zweiten
Bereichen 32 durch eine Lackschicht mit einem Brechungsindex, der sich von der darunter
liegenden Schicht mit den optisch variablen Strukturen um nicht mehr als 0,3, bevorzugt
um nicht mehr als 0,1 unterscheidet, optisch ausgelöscht. Es ist möglich, dass in
dem Schritt a die erste Farbschicht 213 in die drei ersten Bereiche 31 aufgebracht
wird, in den zweiten Bereich 32 jedoch nicht aufgebracht wird oder in dem zweiten
Bereich 32, welcher nicht mit dem drei ersten Bereichen 31 überlappt, nach dem Aufbringen
wieder entfernt wird.
[0117] Weiter ist es möglich, dass in dem Schritt a als erste Schichten 21 die erste Replizierschicht
216, insbesondere vollflächig oder bereichsweise, aufgebracht wird und dass in dem
Schritt a in die erste Replizierschicht 216 eine Reliefstruktur als erste optisch
variable Struktur abgeformt wird.
[0118] Es ist weiter auch möglich, dass in dem Schritt a als erste Schicht 21 mindestens
eine erste opake Schicht, insbesondere eine erste opake Metallschicht, auf die erste
Replizierschicht 216 aufgebracht wird, wobei die erste opake Schicht vorzugsweise
in den ein oder mehreren ersten Bereichen 31 aufgebracht wird, in den ein oder mehreren
zweiten Bereichen 32 jedoch nicht aufgebracht wird oder dort nach Aufbringen wieder
entfernt wird, vorzugsweise unter Verwendung der ersten Farbschicht 213 als Belichtungsmaske
passergenau zu der ersten Farbschicht 213 entfernt wird. Die erste Metallschicht 217
kann beispielsweise als erste opake Metallschicht ausgebildet sein.
[0119] Vorzugsweise werden in dem Schritt b, insbesondere auf die Trägerlage 10 und/oder
die erste Farbschicht 213, als zweite Schicht 22 oder zweite Schichten 22 die zweite
Farbschicht 223 und/oder ein oder mehrere Schichten aufgebracht, welche ein oder mehrere
zweite optisch variable Strukturen ausbilden und/oder aufweisen. Es ist insbesondere
möglich, dass in dem Schritt b die zweite Farbschicht 223 in den zweiten Bereich 32
und in den drei ersten Bereichen 31 aufgebracht wird. Weiter ist es möglich, dass
in dem Schritt b die zweite Farbschicht 223 in den zweiten Bereich 32 aufgebracht
wird und in den drei ersten Bereichen 31 nicht aufgebracht wird.
[0120] Insbesondere wird in dem Schritt b als eine der zweiten Schichten 22 die zweite Replizierschicht
226 vollflächig aufgebracht. Bevorzugt wird in dem Schritt b auf und/oder in die zweite
Replizierschicht 226 eine Reliefstruktur als zweite optisch variable Struktur abgeformt.
Es ist möglich, dass die zweite optisch variable Struktur sowohl in den drei ersten
Bereichen 31 als auch in den zweiten Bereich 32 abgeformt wird.
[0121] Weiter ist es möglich, dass in dem Schritt b als zweite Schicht 22 mindestens eine
zweite opake Schicht 220a, insbesondere eine zweite opake Metallschicht 220b, auf
die zweite Replizierschicht 226 aufgebracht wird, wobei die zweite opake Schicht 220a
vorzugsweise in den zweiten Bereich 32 aufgebracht wird, vorzugsweise in den drei
ersten Bereichen 31 jedoch nicht aufgebracht wird oder dort nach Aufbringung wieder
entfernt wird. Die zweite Metallschicht 227 kann beispielsweise als zweite opake Metallschicht
ausgebildet sein.
[0122] Vorzugsweise umfassen die ein oder mehreren ersten Schichten 21, welche die erste
optisch variable Struktur ausbilden, und/oder die ein oder mehreren zweiten Schichten
22, welche die zweite optisch variable Struktur ausbilden, zumindest eine Reflexionsschicht,
wobei die zumindest eine Reflexionsschicht als opake, transluzente oder transparente
Reflexionsschicht ausgebildet ist und bevorzugt ausgewählt ist aus: einer Metallschicht,
einer partiell ausgeformten Metallschicht, einer Schicht aus metallischen Rasterpunkten,
einer HRI-Schicht, einer LRI-Schicht oder einer Kombination von mehreren HRI-Schichten
und/oder LRI-Schichten.
[0123] Es ist möglich, dass in den Schritten a und/oder b die erste Farbschicht 213 und/oder
die zweite Farbschicht 223 und/oder die zumindest eine Reflexionsschicht im Register
zueinander angeordnet werden.
[0124] Insbesondere werden eine oder mehrere zweite Schichten der ein oder mehreren zweiten
Schichten 22 in dem Schritt b als ein oder mehrere opake, transluzente oder transparente
Schichten, insbesondere ausgewählt aus: Metallschicht, partiell ausgeformte Metallschicht,
Reflexionsschicht, Schicht aus metallischen Rasterelementen, wie beispielsweise Rasterpunkten
und/oder Rasterlinien, HRI-Schicht, einer LRI-Schicht oder einer Kombination von HRI-Schichten
und/oder LRI-Schichten in die drei ersten Bereiche 31 und/oder in den zweiten Bereich
32 auf die zumindest eine erste Replizierschicht 216 und/oder die erste Metallschicht
217 und/oder die zweite Replizierschicht 226 aufgebracht.
[0125] Es ist möglich, dass zur Ausbildung der mindestens einen ersten opaken Schicht, insbesondere
der ersten Metallschicht 217a, und/oder dass zur Ausbildung der mindestens einen zweiten
opaken Schicht, insbesondere der zweiten Metallschicht 227a, ein positiver Photoresist
und/oder ein negativer Photoresist verwendet wird,, wobei die erste Farbschicht 213
und/oder die zweite Farbschicht 223 als erste Ätzmasken und/oder zweite Ätzmasken
verwendet werden. Wird beispielsweise auf die erste, vollflächig aufgebrachte Metallschicht
217a ein positiver Photoresist aufgebracht und anschließend das Sicherheitselement
1 von der Vorderseite 3b her, also durch die Trägerlage 10 hindurch, mit geeigneter
Strahlung belichtet, so wird der positive Photoresist in den ersten Bereichen 31 durch
die erste Farbschicht 213 von der Strahlung geschützt. In den anderen Bereichen wird
der positive Photoresist für ein nachfolgend aufgebrachtes geeignetes Lösemittel löslich,
wodurch in den nicht mit der ersten Farbschicht 213 geschützten Bereichen der Photoresist
weggewaschen wird. Die freigelegte erste Metallschicht ist bevorzugt in der gleichen
Lösung löslich wie der Photoresist. In dem Fall erfolgt die Strukturierung der ersten
Metallschicht zusammen mit dem Abwaschen des belichteten positiven Photoresist.
[0126] Weiter ist es möglich, dass die erste Replizierschicht 216 und/oder die mindestens
eine erste Metallschicht 217 und/oder die erste Farbschicht 213 und/oder die zweite
Replizierschicht 226 und/oder die zweite Metallschicht 227 und/oder die zweite Farbschicht
223 strahlungshärtbare Bestandteile aufweisen, welche nach dem Aufbringen und/oder
Prägen und/oder Drucken auf die Trägerlage 10 und/oder die erste Replizierschicht
216 und/oder die erste Metallschicht 217 und/oder die erste Farbschicht 213 und/oder
die zweite Replizierschicht 226 und/oder die zweite Metallschicht 227 und/oder die
zweite Farbschicht 226 vorzugsweise durch elektromagnetische Strahlung gehärtet werden.
[0127] Vorzugsweise wird die erste Farbschicht 213 als erste Belichtungsmaske und/oder die
zweite Farbschicht 223 als zweite Belichtungsmaske bei der Härtung der ersten Replizierschicht
216 und/oder der ersten Farbschicht 213 und/oder der zweiten Replizierschicht 226
und/oder der zweiten Farbschicht 223 durch die elektromagnetische Strahlung bereitgestellt.
[0128] Weiter ist es möglich, dass in dem Schritt a und/oder b ein oder mehrere erste Durchbrechungen
und/oder ein oder mehrere zweite Durchbrechungen in die erste Replizierschicht 216
und/oder die erste Metallschicht 217 und/oder die erste Farbschicht 213 und/oder die
zweite Replizierschicht 226 und/oder die zweite Metallschicht 227 und/oder die zweite
Farbschicht 223 eingebracht werden, wobei die ein oder mehreren ersten Durchbrechungen
vorzugsweise einen Transmissionsgrad von größer als 50%, insbesondere von größer als
90%, und/oder vorzugsweise von kleiner als 10%, insbesondere von kleiner als 5%, aufweisen.
[0129] Es ist erfindungsgemäß, dass ein oder mehrere erste Schichten 20, 213, 216, 217 der
ein oder mehreren ersten Schichten 21 und/oder ein oder mehrere zweite Schichten 223,
226, 227 der ein oder mehreren zweiten Schichten 22 untereinander, in mehreren Ebenen,
angeordnet sind. Eine solche Ebene wird vorzugsweise durch eine der ersten und/oder
zweiten Schichten 21, 22 aufgespannt.
[0130] Das in der Figur 1 gezeigte Sicherheitselement 1 weist eine räumliche Anordnung der
ersten Schichten 20, 213, 216, 217 und der zweiten Schichten 223, 226, 227 derart
auf, dass die ein oder mehreren ersten Schichten 20, 213, 216, 217 bei einer Betrachtung
des Sicherheitselements 1 von der Vorderseite 3b her oberhalb der ein oder mehreren
zweiten Schichten 223, 226, 227 angeordnet sind und bei Betrachtung des Sicherheitselements
1 von der Rückseite 3a her die ein oder mehreren zweiten Schichten 22 die ein oder
mehreren ersten Schichten 21 vollständig überlappen.
[0131] Vorzugsweise wird in dem Schritt b die zweite Farbschicht 223 sowie die zweite Replizierschicht
226 aufgebracht, in welche bevorzugt eine zweite optisch variable Struktur eingebracht
wird. Das Einbringen der zweiten optisch variablen Struktur erfolgt beispielsweise
durch thermisches Replizieren oder durch UV-Replikation. Es ist möglich, dass die
zweite optisch variable Struktur mit einer zweiten Schicht bestehend aus Aluminium
bedampft wird.
[0132] Weiter ist es möglich, dass eine dritte oder vierte Farbschicht auf die zweite Replizierschicht
226 und/oder auf die zweite optisch variable Struktur aufgebracht wird, wobei die
erste Farbschicht 213 und/oder die zweite Farbschicht 223 vorzugsweise als Maske,
insbesondere als erste Belichtungsmaske und/oder als zweite Belichtungsmaske, verwendet
werden. Hierbei ist die Trägerlage 10 insbesondere transparent oder zumindest transluzent
ausgebildet.
[0133] Es ist auch erfindungsgemäß, dass das erste Sicherheitsmerkmal 2a in ein oder mehreren
ersten Bereichen 31 des Sicherheitselements 1 und das zweite Sicherheitsmerkmal 2b
in ein oder mehreren zweiten Bereichen 32 des Sicherheitselements 1 bei Auflichtbetrachtung
von der Vorderseite 3b und/oder der Rückseite 3a sichtbar ist.
[0134] Weiter ist es erfindungsgemäß, dass die ein oder mehreren ersten Bereiche 31 und/oder
die ein oder mehreren zweiten Bereiche 32 zumindest abschnittsweise aneinander angrenzen,
insbesondere physisch aneinander angrenzen und/oder bevorzugt nur scheinbar für einen
Betrachter von der Vorder- und/oder Rückseite aneinander angrenzen. Vorzugsweise ist
das erste Sicherheitsmerkmal 2a in den ein oder mehreren ersten Bereichen 31 opak
ausgebildet und in den ein oder mehreren zweiten Bereichen 32 transparent oder transluzent
ausgebildet. Es ist möglich, dass ein oder mehrere der ersten Schichten 21 als opake
Schicht, insbesondere als opake Metallschicht, ausgebildet sind, wobei die opake Schicht
in den ein oder mehreren ersten Bereichen 31 vorgesehen ist, in den ein oder mehreren
zweiten Bereichen 32 jedoch nicht vorgesehen ist.
[0135] Es ist weiter erfindungsgemäß, dass ein oder mehrere erste Schichten der ein oder
mehreren ersten Schichten 21 eine erste optisch variable Struktur ausbilden und/oder
aufweisen und dass ein oder mehrere zweite Schichten der ein oder mehreren zweiten
Schichten 22 eine zweite optisch variable Struktur ausbilden und/oder aufweisen. Vorzugsweise
ist die erste optisch variable Struktur in den ein oder mehreren ersten Bereichen
31 vorgesehen, in den ein oder mehreren zweiten Bereichen 32 jedoch nicht vorgesehen.
[0136] Weiter ist es erfindungsgemäß, dass die erste optisch variable Struktur als optisch
variable Reliefstruktur ausgebildet ist, welche in eine Replizierschicht abgeformt
ist, und dass in den ein oder mehreren zweiten Bereichen 32 die optisch variable Reliefstruktur
durch Aufbringen einer Lackschicht mit einem Brechungsindex, welcher sich vom Brechungsindex
der Replizierschicht um nicht mehr als 0,3, insbesondere nicht mehr als 0,1, unterscheidet,
optisch ausgelöscht wird.
[0137] Insbesondere wird die Lackschicht, welche die optisch variable Reliefstruktur vorzugsweise
optisch auslöscht, von einer zweiten Schicht der ein oder mehreren zweiten Schichten
22 gebildet. Die zweite optisch variable Struktur 221 ist vorzugsweise sowohl in den
ein oder mehreren ersten Bereichen 31 als auch in den ein oder mehreren zweiten Bereichen
32 vorgesehen.
[0138] Es ist möglich, dass die ein oder mehreren ersten Schichten 21, welche die erste
optisch variable Struktur ausbilden, und/oder die ein oder mehreren zweiten Schichten
22, welche die zweite optisch variable Struktur 221 ausbilden, zumindest eine Reflexionsschicht
212 umfassen, wobei die Reflexionsschicht 212 vorzugsweise in den ein oder mehreren
ersten Bereichen 31 vorgesehen ist, in den ein oder mehreren zweiten Bereichen 32
jedoch nicht vorgesehen ist.
[0139] Weiter ist es möglich, dass die Reflexionsschicht 212 als opake, transluzente oder
transparente Reflexionsschicht ausgebildet ist und insbesondere ausgewählt ist aus:
einer Metallschicht, einer partiell ausgeformten Metallschicht, einer Schicht aus
metallischen Rasterelementen, insbesondere Rasterpunkten, einer HRI-Schicht, einer
LRI-Schicht, einer Kombination von zwei oder mehreren HRI-Schichten und/oder LRI-Schichten,
insbesondere Schichtfolgen umfassend zwei oder mehrere HIR-Schichten und/oder LRI-Schichten.
[0140] Vorzugsweise generiert die erste optisch variable Struktur und/oder die zweite optisch
variable Struktur 221 einen achromatischen optisch variablen Effekt.
[0141] Es ist auch erfindungsgemäß, dass die erste optisch variable Struktur und/oder die
zweite optisch variable Struktur 221 eine optisch wirksame Reliefstruktur umfasst,
insbesondere ausgewählt aus: Beugungsgitter, Hologramm, computergeneriertes Hologramm,
asymmetrische Beugungsstruktur, Mattstruktur, insbesondere anisotrope Mattstruktur,
Blazegitter, Beugungsstruktur Nullter Ordnung, fresnelartige Freiformfläche, refraktive
Struktur, insbesondere Mikrospiegelanordnung, lichtbrechende oder fokussierende Struktur,
insbesondere Mikrolinsenanordnung.
[0142] Es ist weiter erfindungsgemäß, dass sich die erste optisch variable Struktur von
der zweiten optisch variablen Struktur 221 unterscheidet, insbesondere dass sich die
erste optisch variable Struktur von der zweiten optisch variablen Struktur 221 in
ein oder mehreren Strukturparametern, insbesondere in Ausrichtung, Gitterperiode,
Gittertiefe, stochastischen Kenngrößen, insbesondere Rauhtiefe, bevorzugt Korrelationslänge
bei Mattstrukturen, unterscheidet und/oder unterschiedlichen Klassen von optisch variablen
Strukturen zugeordnet sind. Die zumindest eine erste Schicht der ein oder mehreren
ersten Schichten 21 ist vorzugsweise als erste Farbschicht 213 ausgebildet und/oder
die zumindest eine zweite Schicht der ein oder mehreren zweiten Schichten 22 ist vorzugsweise
als zweite Farbschicht 223 ausgebildet.
[0143] Es ist möglich, dass die Lackschicht von der zweiten Farbschicht 223 oder einer Replizierschicht
der zweiten optisch variablen Struktur 221 gebildet wird.
[0144] Es ist weiter möglich, dass die erste Farbschicht 213 in den ein oder mehreren ersten
Bereichen 31 vorgesehen ist, in den ein oder mehreren zweiten Bereichen 32 jedoch
nicht vorgesehen ist. Weiter ist es möglich, dass die zweite Farbschicht 223 sowohl
in den ein oder mehreren ersten Bereichen 31 als auch in den ein oder mehreren zweiten
Bereichen 32 vorgesehen ist. Es ist auch möglich, dass die zweite Farbschicht 223
in den ein oder mehreren zweiten Bereichen 32 vorgesehen ist und in den ein oder mehreren
ersten Bereichen 31 nicht vorgesehen ist.
[0145] Insbesondere weisen die erste Farbschicht 213 und die zweite Farbschicht 223 unterschiedliche
Farben auf.
[0146] Erfindungsgemäß sind die erste Farbschicht 213 und die zweite Farbschicht 223 als
transparente oder transluzente Schicht ausgebildet.
[0147] Es ist möglich, dass die erste Farbschicht 213 und/oder die zweite Farbschicht 223
ausgewählt ist aus: Schicht enthaltend Farbstoffe und/oder Pigmente, insbesondere
optisch variable Pigmente, Flüssigkristallpigmente, Interferenzschichtpigmente, Interferenzschichtsystem,
insbesondere bestehend aus zwei oder mehreren Schichten mit unterschiedlichen Brechungsindizes
oder einer Absorptionsschicht, einer Distanzschicht und einer Reflexionsschicht, Schicht
bestehend aus einem Flüssigkristallmaterial, insbesondere cholesterischen Flüssigkristallmaterial,
Volumenhologrammschicht, Metallschicht.
[0148] Weiter ist es möglich, dass die erste Farbschicht 213 und/oder die zweite Farbschicht
223 und/oder die Reflexionsschicht im Register zueinander angeordnet sind.
[0149] Es ist weiter möglich, dass zumindest eine erste Schicht der ein oder mehreren ersten
Schichten 21 von einer, vorzugsweise vollflächig ausgebildeten, transparenten oder
transluzenten Replizierschicht gebildet ist, dass eine optisch aktive Reliefstruktur
zumindest in eine Oberfläche der Replizierschicht abgeformt ist und in den ein oder
mehreren ersten Bereichen 31 mit einer der ein oder mehreren ersten Schichten 21 belegt
ist, welche als opake metallische Reflexionsschicht ausgebildet sind, die Oberfläche
der Replizierschicht jedoch in den ein oder mehreren zweiten Bereichen 32 nicht mit
der opaken metallischen Reflexionsschicht belegt ist. Vorzugsweise ist zumindest eine
zweite Schicht der ein oder mehreren zweiten Schichten 31b von einer, vorzugsweise
vollflächig ausgebildeten, transparenten oder transluzenten Replizierschicht gebildet,
dass eine optisch aktive Reliefstruktur zumindest in eine Oberfläche der Replizierschicht
abgeformt ist und in den ein oder mehreren zweiten Bereichen 32 mit einer der ein
oder mehreren zweiten Schichten 22 belegt ist, welche als Reflexionsschicht ausgebildet
sind.
[0150] Es ist möglich, dass zumindest eine erste Schicht der ein oder mehreren ersten Schichten
21, vorzugsweise in den ein oder mehreren ersten Bereichen 31, ein oder mehrere erste
Durchbrechungen aufweist und/oder dass zumindest eine zweite Schicht der ein oder
mehreren zweiten Schichten 22, vorzugsweise in den ein oder mehreren zweiten Bereichen
32, ein oder mehrere zweite Durchbrechungen aufweist, wobei die ersten Durchbrechungen
und/oder die zweiten Durchbrechungen insbesondere einen Transmissionsgrad von größer
als 50%, bevorzugt von größer als 90%, aufweisen, und wobei die zumindest eine erste
Schicht der ein oder mehreren ersten Schichten 21 außerhalb der ersten Durchbrechungen
insbesondere einen Transmissionsgrad von kleiner als 10%, bevorzugt von kleiner als
5%, aufweisen.
[0151] Weiter ist es möglich, dass die ein oder mehreren ersten Durchbrechungen und/oder
die ein oder mehreren zweiten Durchbrechungen als erste Rasterungen und/oder als zweite
Rasterungen bereitgestellt werden, wobei die Abstände der ersten Rasterungen und/oder
der zweiten Rasterungen zueinander, insbesondere die mittleren Abstände der ersten
Rasterungen und/oder der zweiten Rasterungen zueinander, vorzugsweise kleiner oder
gleich 300 µm, insbesondere kleiner oder gleich 150 µm, sind.
[0152] Es ist weiter möglich, dass sich zumindest ein erster Bereich der ein oder mehreren
ersten Bereiche 31 aufweisend eine erste Rasterung und zumindest ein zweiter Bereich
der ein oder mehreren zweiten Bereiche derart überlappen, dass der zumindest eine
erste optisch variable Effekt und der zumindest eine zweite optische variable Effekt
von einem Betrachter von der Vorderseite 3b oder der Rückseite 3a her, insbesondere
im Auflicht und/oder im Durchlicht, erfassbar ist.
[0153] Auch ist es möglich, dass sich zumindest ein erster Bereich der ein oder mehreren
ersten Bereiche 31 und zumindest ein zweiter Bereich der ein oder mehreren zweiten
Bereiche 32 aufweisend eine zweite Rasterung derart überlappt, dass der zumindest
eine erste optisch variable Effekt und der zumindest eine zweite optische variable
Effekt von einem Betrachter von der Vorderseite 3b oder der Rückseite 3a her, insbesondere
im Auflicht und/oder im Durchlicht, erfassbar ist.
[0154] Vorzugsweise stellt der zumindest eine erste optisch variable Effekt und/oder der
zumindest eine zweite optisch variable Effekt beim Kippen und/oder Biegen und/oder
Drehen des Sicherheitselements 1 eine Abfolge von Farben, insbesondere eine Abfolge
von Farbwerten und/oder eine Abfolge von Farbhelligkeiten und/oder eine Abfolge von
Farbsättigungen, und/oder eine Farbänderung, insbesondere eine Farbwertänderung und/oder
eine Farbhelligkeitsänderung und/oder eine Farbsättigungsänderung, bereit, welche
einen Bewegungseffekt, einen Morphing-Effekt und/oder einen Flip-Effekt, insbesondere
einen Farb-Flip-Effekt, und/oder eine virtuell hervorspringende oder zurückspringende
3D-Form, erzeugen.
[0155] Die Figur 1 zeigt, dass die zweite Farbschicht 223 als zweite Belichtungsmaske die
erste Farbschicht 213 als erste Belichtungsmaske vollständig überlappt und überragt.
Vorzugsweise sind die drei ersten Bereiche 31 und/oder der zweite Bereich 32 jeweils
in Form eines Designelements 4 ausgeformt, insbesondere als: ein alphanumerisches
Zeichen, eine Codierung, insbesondere einen Barcode, ein Schriftzeichen, ein Symbol,
eine Mikroschrift, ein Bild, ein Logo, ein Wappen oder ein Motiv, ausgeformt. Anstelle
der ersten Farbschicht 213 und/oder zweiten Farbschicht 223, welche insbesondere eine
homogene Farbgebung aufweisen, werden vorzugsweise eine oder mehrere unterschiedliche
Farben nebeneinander oder zumindest teilweise überlappend, beispielsweise als Motiv
und/oder Bild, angeordnet. Es ist weiter möglich, dass die erste Farbschicht 213 und/oder
die zweite Farbschicht 223 einen Farbverlauf und/oder einen Farbgradienten in zumindest
eine vorbestimmte Richtung aufweisen. Die ein oder mehreren Farben, bevorzugt die
erste Farbe und/oder die zweite Farbe, der ersten Farbschicht 213 und/oder der zweiten
Farbschicht 223 ändert sich insbesondere bezüglich der Farbsättigung graduell und/oder
weisen einen Gradienten im Farbton auf. Weiter ist es möglich, dass die erste Farbschicht
213 und/oder die zweite Farbschicht 223 oder zumindest eine weitere Farbschicht als
opake bis semi-opake Farbschicht ausgebildet werden.
[0156] Das Register, bevorzugt perfekte Register, zwischen der ersten Farbschicht 213 und/oder
der zweiten Farbschicht 223 und der ersten Metallschicht 217 und/oder der zweiten
Metallschicht 227 lässt sich vorzugsweise mittels eines Waschverfahrens erzeugen,
bei welchem insbesondere eine in einem ersten Schritt erstellte Farbschicht 213, 223
als Maske dient, um vorzugsweise eine darunter befindliche Metallschicht 217, 227
im Register abzuwaschen. Insbesondere erfolgt anschließend eine Beschichtung mit einer
einschichtigen oder mehrschichtigen Kleberschicht, wobei optionale zusätzliche Schichten
bevorzugt als Haftvermittlerschichten und/oder Barriereschichten und/oder Stabilisierungsschichten
und/oder Niveauausgleichsschichten, dienen, sodass das Sicherheitsmerkmal, insbesondere
das erste Sicherheitsmerkmal und/oder das zweite Sicherheitsmerkmal, beispielsweise
mittels Heißprägung auf ein zu sicherndes Substrat und/oder ein Sicherheitsdokument
übertragen wird. Es ist auch möglich, dass die Beschichtung mit einer Haftvermittlerschicht
erfolgt, welche insbesondere für den anschließenden Transfer mittels Kaltprägung ausgelegt
ist. Weiter ist es möglich, je nach Anwendung und Substratmaterial auf eine Kleberschicht
zu verzichten.
[0157] Die Figur 2 zeigt insbesondere eine Folie umfassend ein erstes Sicherheitsmerkmal
2a im Querschnitt, wobei das Sicherheitsmerkmal 2a vorzugsweise durch die funktionelle
Schicht 20, die erste Farbschicht 213, die erste Replizierschicht 216 und die erste
Metallschicht 217 gebildet wird. Auf einer Trägerlage 10, welche vorzugsweise aus
PET besteht und eine Dicke von 4,5 µm bis 100 µm, bevorzugt 12 µm-50 µm, aufweist,
sind ein oder mehrere erste Schichten 21 aufgebracht. Eine der ersten Schichten 21
ist als erste Farbschicht 213 ausgebildet, wobei die erste Farbschicht 213 auf der
von der Trägerlage 10 abgewandten Seite einer weiteren ersten Schicht 21, welche als
funktionelle Schicht 20 ausgebildet ist, in drei erste Bereiche 31 aufgebracht ist.
Auf der von der Trägerlage 10 abgewandten Seite der funktionellen Schicht 20 und der
ersten Farbschicht 213 ist eine erste Replizierschicht 216 aufgebracht. Weiter ist
auf der von der Trägerlage 10 abgewandten Seite der ersten Replizierschicht 216 eine
erste Metallschicht 217 in die drei ersten Bereiche 31 aufgebracht.
[0158] Es ist möglich, dass die erste Farbschicht 213 als Maske oder Maskenschicht zur registerhaltigen
oder registergenauen Strukturierung der ersten Metallschicht 217 verwendet wird, welche
insbesondere auf der ersten Replizierschicht 216 aufgebracht wird, wobei die erste
Replizierschicht 216 vorzugsweise erste optisch variable Strukturen aufweist.
[0159] Weiter ist es möglich, dass die erste Farbschicht 213 beispielsweise mittels eines
Druckverfahrens aufgebracht wird oder eine eingefärbte photoempfindliche Schicht mittels
eines photolithographischen Verfahrens belichtet wird, wobei die photoempfindliche
Schicht anschliessend gemäss der Belichtung und/oder der Intensitätsverteilung der
Belichtung strukturiert wird. Vorzugsweise fungiert oder ist die derart strukturierte
eingefärbte photoempfindliche Schicht, bevorzugt anschließend, als oder die erste
Farbschicht 213.
[0160] Die Figur 3 zeigt ein nicht beanspruchtes Sicherheitselement 1 umfassend eine Trägerlage
10, wobei auf der Rückseite 3a der Trägerlage 10 eine erste Schicht 21 aufgebracht
ist, welche beispielsweise als funktionelle Schicht 30 ausgebildet ist. Auf der von
der Trägerlage 10 abgewandten Seite der funktionellen Schicht 30 ist in drei ersten
Bereichen 31 eine erste Schicht 21 aufgebracht, wobei diese erste Schicht 21 als erste
Farbschicht 313 ausgebildet ist. Auf der von der Trägerlage 10 abgewandten Seite der
funktionellen Schicht 30 und auf der von der Trägerlage 10 abgewandten Seite der ersten
Farbschicht 313 ist eine weitere erste Schicht 21 aufgebracht, welche als erste Replizierschicht
316 ausgebildet ist. Auf die von der Trägerlage 10 abgewandte Seite der ersten Replizierschicht
316 ist in den drei ersten Bereichen 31 eine weitere erste Schicht 21 aufgebracht,
welche als erste Metallschicht 317 ausgebildet ist. Die funktionelle Schicht 30, die
erste Farbschicht 313, die erste Replizierschicht 316 und die erste Metallschicht
317 bilden vorzugsweise ein erstes Sicherheitsmerkmal aus.
[0161] Das in der Figur 3 gezeigte Sicherheitselement 1 weist weiter auf der von der Trägerlage
10 abgewandten Seite der ersten Replizierschicht 316 und der ersten Metallschicht
317 eine zweite Schicht 22 auf, welche als zweite Farbschicht 323 in zwei zweiten
Bereichen 32 ausgebildet ist. Auf der von der Trägerlage 10 abgewandten Seite der
ersten Replizierschicht 316 und der zweiten Farbschicht 323 ist eine zweite Replizierschicht
326 aufgebracht. Die von der Trägerlage 10 abgewandte Seite der zweiten Replizierschicht
326 weist eine weitere zweite Schicht in den drei zweiten Bereichen 32 auf, welche
als zweite Metallschicht 327 ausgebildet ist. Die zweite Farbschicht 323, die zweite
Replizierschicht 326 und die zweite Metallschicht 327 bilden vorzugsweise das zweite
Sicherheitsmerkmal aus. Einer der ersten Bereiche 31 überlappt vollständig mit einem
der zweiten Bereiche 32.
[0162] Die Figur 3 zeigt weiter, dass die zweite Farbschicht 323 partiell mit der ersten
Farbschicht 313 überlappt. Weiter weist die zweite Farbschicht 323 insbesondere eine
Aussparung zwischen dem linken zweiten Bereich 32 und dem rechten zweiten Bereich
32 auf. Es ist insbesondere möglich, dass die erste Farbschicht 313 in Kombination
mit der ersten Metallschicht 317 als Maske für die zweite Metallschicht 327 dient.
Vorzugsweise erfasst ein Betrachter die zweite Metallschicht 327 bei Betrachtung des
Sicherheitselements 1 von der Vorderseite 3b her in den ersten Bereichen 31 mit der
ersten Metallschicht 317 nicht, da die erste Metallschicht 317 insbesondere opak ist
und hierbei vorzugsweise keine optische Wirkung der zweiten Metallschicht 327 erfassbar
ist.
[0163] Die Figur 4a zeigt ein nicht beanspruchtes Sicherheitselement 1 umfassend eine Trägerlage
10, wobei auf der Rückseite 3a der Trägerlage 10 eine funktionelle Schicht 40 ausgebildet
ist. Auf der von der Trägerlage 10 abgewandten Seite der funktionellen Schicht 40
ist eine erste Replizierschicht 416 ausgebildet. Auf die von der Trägerlage 10 abgewandte
Seite der ersten Replizierschicht 416 ist in den drei ersten Bereichen 31 eine erste
Metallschicht 417 ausgebildet. Die funktionelle Schicht 40, die erste Replizierschicht
416 und die erste Metallschicht 417 bilden vorzugsweise ein erstes Sicherheitsmerkmal
aus. Die Farbe des ersten Sicherheitsmerkmals 2a wird im Wesentlichen durch die Wahl
des Materials der Metallschicht 417 sowie die in die Replizierschicht 416 abgeformten
Strukturen bestimmt. Vorzugsweise ist die Farbe des ersten Sicherheitsmerkmals bei
Verwendung von im Wesentlichen achromatisch wirkenden Strukturen und einer Metallschicht
aus Aluminium oder Silber metallisch silbern.
[0164] Das in der Figur 4a gezeigte Sicherheitselement 1 weist weiter auf der von der Trägerlage
10 abgewandten Seite der ersten Replizierschicht 416 und der ersten Metallschicht
417 eine erste Farbschicht 413 in dem zweiten Bereich 32 auf. Weiter weist das Sicherheitselement
1 auf der von der Trägerlage 10 abgewandten Seite der ersten Replizierschicht 416
und/oder der ersten Metallschicht 417 und/oder der ersten Farbschicht 413 eine zweite
Replizierschicht 426 auf. Die von der Trägerlage 10 abgewandte Seite der zweiten Replizierschicht
426 weist eine zweite Metallschicht 427 in dem zweiten Bereich 32 auf. Die erste Farbschicht
413, die zweite Replizierschicht 426 und die zweite Metallschicht 427 bilden das zweite
Sicherheitsmerkmal 2b.
[0165] Das in der Figur 4a gezeigte Sicherheitselement 1 entspricht insbesondere dem in
der Figur 1 gezeigten Sicherheitselement, bis auf den Unterschied, dass keine erste
Farbschicht vorhanden ist. Vorzugsweise wird bei Auflichtbetrachtung des Sicherheitselements
1 von der Vorderseite 3b her, das von der ersten Metallschicht 417 reflektierte Licht
insbesondere nicht von einer ersten Farbschicht gefiltert. Im Wesentlichen ist hierbei
die Farbe der metallischen Reflexion an der ersten Metallschicht 417 erfassbar, welche
beispielsweise silbern bei Verwendung von Aluminium oder kupferfarben bei Verwendung
von Kupfer als Reflexionsschicht erfassbar ist. Vorteilhaft ist hierbei, dass sich
für die erste Metallschicht Verfahren, wie beispielswiese Ätzverfahren, Waschverfahren,
Maskenbelichtung, oder auch das sogenannte zero.zero-Demetallisierungs-Verfahren anwenden
lassen, wobei diese Verfahren vorzugsweise eine hohe Auflösung und/oder Passergenauigkeit
zu dem ersten optisch variablen Effekt ermöglichen.
[0166] Figur 4b bis 4d zeigen den Aufbau des Sicherheitselements 1 sowie das Zusammenspiel
eines ersten Sicherheitsmerkmals 2a und eines zweiten Sicherheitsmerkmals 2b in schematischen
Draufsichten. Das Sicherheitselement 1 ist als ein runder Patch ausgeformt, dessen
Außenrand 5 durch eine gestrichelte Linie angedeutet ist.
[0167] Figur 4b zeigt separiert einen optischen Effekt des ersten Sicherheitsmerkmals 2a
bei senkrechter Betrachtung. Der optische Effekt setzt sich vorzugsweise zusammen
aus diffraktiven Bewegungseffekten in oder auch entlang den schwarz dargestellten
metallischen Linienelementen, einem virtuell dreidimensional hervorstehenden, achromatischen,
metallisierten Stern nahe des Zentrums des ersten Sicherheitsmerkmals 2a und der Zahl
"55" als achromatischem Mattbereich. Der virtuell dreidimensional hervorstehende,
achromatische, metallisierte Stern ist über eine Fresnelsche Freiformfläche realisiert.
Das erste Sicherheitsmerkmal 2a weist keine Farbschicht auf und erscheint somit im
Wesentlichen metallisch silbern.
[0168] Figur 4c zeigt separiert einen optischen Effekt des zweiten Sicherheitsmerkmals 2b
bei senkrechter Betrachtung. Der optische Effekt setzt sich vorzugsweise zusammen
aus horizontal, sich abhängig von einem sich ändernden Betrachtungs- und/oder Beleuchtungswinkel
bewegenden Helligkeitsbändern, welche über achromatische, anisotrope Mattstrukturen
realisiert werden. Der optische Effekt ist in einem flaggenförmigen metallisierten
Bereich mit gestrichelten Unterbrechungen zu sehen. Aufgrund der für einen von der
Vorderseite 3b auf das Sicherheitselement 1 schauenden Betrachter vor den Strukturen
und der zweiten Metallschicht 427 liegenden Farbschicht 413 erscheinen die sich horizontal
bewegenden Helligkeitsbänder monochromatisch in der Farbe der Farbschicht 413.
[0169] Es ist auch möglich, dass das zweite Sicherheitsmerkmal 2b anstatt einer Farbschicht
und einer Metallschicht einen Dünnschichtaufbau aufweist, bestehend aus zumindest
drei Schichten:
Absorberschicht, insbesondere umfassend eine 8 nm dicke Chromschicht, Transparente
Distanzschicht, insbesondere umfassend zumindest eine Schicht mit einer Dicke von
450 nm und/oder bestehend aus MgF
2 oder insbesondere umfassend eine polymere Lackschicht mit einer Dicke von 500nm,
und Metallische Spiegelschicht, insbesondere umfassend zumindest eine Schicht mit
einer Dicke von 25 nm und/oder bestehend aus Aluminium.
[0170] In diesem Fall erscheinen die sich horizontal bewegenden Helligkeitsbänder vorzugsweise
in unterschiedlichen Farben, insbesondere abhängig vom Betrachtungswinkel. Beispielsweise
können die Helligkeitsbänder bei Normalbetrachtung unter ca. 25° in rötlichen Farbtönen
erscheinen und gekippt auf ca. 40° in grünlichen Farbtönen.
[0171] Figur 4d zeigt den kombinierten optischen Effekt des ersten Sicherheitsmerkmals 2a,
insbesondere gezeigt in der Figur 4b, und des zweiten Sicherheitsmerkmals 2b, insbesondere
gezeigt in der Figur 4c, bei senkrechter Betrachtung. Insbesondere das perfekte Register
des silbern metallischen Sterns im Zentrum des Sicherheitselementes 1 zu dem in der
Farbe der Farbschicht 413 erscheinenden Hintergrund ist für einen Betrachter gut erfassbar
und einfach kommunizierbar.
[0172] Optional weist das zweite Sicherheitsmerkmal 2b neben den achromatischen, anisotropen
Mattstrukturen auch ein computergeneriertes Hologramm auf. Dieses computergenerierte
Hologramm ist bevorzugt nur im Bereich des zweiten Sicherheitsmerkmals 2b vorgesehen,
welcher hinter dem virtuell dreidimensional hervorstehenden, achromatischen, metallisierten
Stern nahe des Zentrums des ersten Sicherheitsmerkmals 2a liegt. Hierbei ist nun,
im Unterschied zur Figur 4b, dieser Stern nicht vollflächig metallisiert, sondern
weist ein demetallisiertes Linien- oder Punktraster auf, bevorzugt mit einem Flächenanteil
von 10% bis 20% an demetallisierten Linien und/oder Punkten. Das Linienraster und/oder
Punktraster weist hierbei bevorzugt eine Periodizität auf, welche unterhalb der Auflösungsgrenze
des menschlichen Auges liegt. Bevorzugt ist diese Periodizität kleiner oder gleich
300 µm und weiter bevorzugt kleiner oder gleich 150 µm. Das computergenerierte Hologramm
ist insbesondere derart berechnet, dass es bei Beleuchtung mit einer Punktlichtquelle
ein Icon, ein Motiv und/oder Symbole, wie beispielsweise Zahlen, Buchstaben und/oder
Denominationszeichen, und/oder ein Bild, wie beispielsweise einen Barcode, klar und
scharf darstellt. Bei Beleuchtung mit nicht gerichteten Lichtquellen hingegen erscheinen
die darzustellenden Icons und/oder Symbole und/oder Bilder sehr stark verwaschen und
für das menschliche Auge somit kaum wahrnehmbar.
[0173] Hierbei erscheint ein derartiges Sicherheitselement 1 für einen Betrachter bei Beleuchtung
mit nicht gerichteten Lichtquellen vorzugsweise nahezu wie das in Figur 4d gezeigte
Sicherheitselement 1. Bei Beleuchtung mit einer Punktlichtquelle, wie beispielsweise
dem Spotlicht eines Smartphones, hingegen scheint das Icon und/oder das Symbol und/oder
das Bild des computergenerierten Hologramms insbesondere über dem Stern zu schweben,
wobei das Icon und/oder das Symbol und/oder das Bild in der Farbe der Farbschicht
413 erscheint, während der Stern hierbei bevorzugt metallisch silbern erfassbar ist.
[0174] Figur 4e zeigt die kombinierten optischen Effekte eines ersten Sicherheitsmerkmals
2a und eines zweiten Sicherheitsmerkmals 2b bei senkrechter Betrachtung und Beleuchtung
mit einer Punktlichtquelle, wobei das computergenerierte Hologramm in diesem Beispiel
den Buchstaben "K" darstellt und überlappt hierbei vorzugsweise mit einem virtuell
dreidimensional hervorstehenden, achromatischen, metallisierten Stern nahe des Zentrums
des ersten Sicherheitsmerkmals 2a.
[0175] Es ist weiter möglich, dass das Sicherheitselement 1, insbesondere ein erfindungsgemäßes
Sicherheitselement, ein erstes Sicherheitsmerkmal 2a bestehend aus einer hochaufgelösten
partiellen Metallisierung 417a, vorzugsweise aus Aluminium, umfasst. Ein derartiges
erstes Sicherheitsmerkmal 2a weist als optisch variablen Effekt vorzugsweise einen
achromatischen radialen Bewegungseffekt auf. Die partielle Metallisierung 417a ist
dabei insbesondere so gewählt, dass das Graustufenbild eines Veilchens dargestellt
wird. Bevorzugt weist das Graustufenbild aus metallischen und/oder metallisierten
Pixeln 418f eine Auflösung von mindestens 250 dpi, weiter bevorzugt von mindestens
500 dpi, noch weiter bevorzugt von 1000 dpi und insbesondere bevorzugt von mindestens
1500 dpi auf. Fig. 4f zeigt dies, insbesondere als Sicherheitsmerkmal 2a, in einer
schematischen Darstellung wobei die metallischen und/oder metallisierten Bereiche
418f schwarz gezeigt sind und die nicht metallisierten und/oder nicht metallischen
Bereiche 417f weiß gezeigt sind. Ein zweites Sicherheitsmerkmal liegt für den Betrachter
vorzugsweise hinter dem ersten Sicherheitsmerkmal 2a und besteht insbesondere aus
einer, beispielsweise blau, eingefärbten Farbschicht sowie einer bevorzugt hinter
der Farbschicht liegenden partiellen Metallisierung, insbesondere der partiellen Metallisierung
417a, vorzugsweise aus Aluminium, insbesondere für den Betrachter vor oder hinter
der Farbschicht liegenden partiellen Metallisierung 417a, beispielsweise aus Aluminium.
Die partielle Metallisierung 417a des Sicherheitsmerkmals 2a, insbesondere umfassend
einen metallischen und/oder metallisierten Bereich 418f, weist vorzugsweise die Form
der Veilchenblüte auf, wie in Fig. 4g schematisch gezeigt. Der optisch variable Effekt
des zweiten Sicherheitsmerkmales kann beispielsweise ein endloses Muster aufgebaut
aus hochfrequenten Lineargittern mit einer Gitterperiode von ca. 300 nm bis 350 nm
sein und/oder durch hochfrequente Lineargitter mit einer Gitterperiode von ca. 300
nm bis 350 nm erzeugt werden. Bei Normalbetrachtung erscheint vorzugsweise ein blaues
Veilchen, wobei bevorzugt der Farbverlauf, beispielsweise von hellem Blau zu dunklerem
Blau, durch die hochaufgelöste partielle Metallisierung 417a über der blauen Farbschicht
erzeugt wird. Insbesondere in dem Veilchen ist einerseits der radiale Pumpeffekt zu
sehen. Wird das Sicherheitsmerkmal stark über die horizontale Achse gekippt erscheint
in den nicht metallisierten und/oder nicht metallischen Bereichen 418f, beispielsweise
der Aluminiumschicht, bevorzugt das endlose Muster, insbesondere eine Vielzahl kleiner
Bienen, in diffraktiven Farben, welche vorzugsweise noch durch die Filterwirkung der
blauen Farbschicht modifiziert werden.
[0176] Die Figur 5 zeigt ein Sicherheitselement 1, insbesondere in einem ersten Verfahrensstadium,
umfassend eine Trägerlage 10, eine auf der Rückseite 3a der Trägerlage 10 ausgebildete
funktionelle Schicht 50, und eine auf der von der Trägerlage 10 abgewandten Seite
der funktionellen Schicht 50 ausgebildete erste Replizierschicht 516.
[0177] Weiter zeigt die Figur 5 fünf erste Bereiche 31, in welchen auf der von der Trägerlage
10 abgewandten Seite der ersten Replizierschicht 516 eine erste Metallschicht 517
ausgebildet ist.
[0178] Unter dem ersten Verfahrensstadium wird vorzugsweise die Ausbildung der ersten Metallschicht
517 als erste Teilmetallisierung verstanden.
[0179] Die Figur 6 zeigt das in der Figur 5 gezeigte Sicherheitselement 1, bis auf, dass
sich das Sicherheitselement 1 vorzugsweise in einem zweiten Verfahrensstadium befindet.
Insbesondere wird in dem zweiten Verfahrensstadium auf die von der Trägerlage 10 abgewandte
Seite der ersten Replizierschicht 616 und der ersten Metallschicht 617 eine erste
Farbschicht 613 in einem zweiten Bereich 32 aufgebracht, beispielsweise mittels Tiefdruck
aufgedruckt.
[0180] Die Figur 7 zeigt das in der Figur 6 gezeigte Sicherheitselement 1, bis auf, dass
sich das Sicherheitselement 1 vorzugsweise in einem dritten Verfahrensstadium befindet.
Insbesondere wird die erste Farbschicht 713 in dem dritten Verfahrensstadium als Ätzresist
verwendet, um die erste Metallschicht 717 derart zu trimmen, dass die Ausbildung der
ersten Metallschicht 717 vorzugsweise auf die ersten Bereiche 31 und den zweiten Bereich
32 beschränkt wird.
[0181] Es ist möglich, dass die erste Farbschicht und/oder die zweite Farbschicht die Funktion
eines Ätzresists aufweist, wobei insbesondere die in einem ersten Schritt hergestellte
Teilmetallisierung bzw. die erste Metallschicht 717 und/oder eine zweite Metallschicht
in einem zusätzlichen Ätzschritt auf den Bereich der Farbschicht bzw. der ersten Farbschicht
713 und/oder einer zweiten Farbschicht getrimmt wird.
[0182] Die Figur 8 zeigt ein nicht beanspruchtes Sicherheitselement 1, welches vorzugsweise
den gleichen Schichtaufbau aufweist, wie das in der Figur 7 gezeigte Sicherheitsmerkmal,
bis auf, dass das Sicherheitsmerkmal 1 eine erste Farbschicht 813, eine zweite Farbschicht
823 und eine zweite Metallschicht 827 in einem zweiten Bereich 32 aufweist und eine
erste Metallschicht 817 in vier ersten Bereichen 31 aufweist.
[0183] Insbesondere bestimmt die erste Farbschicht 813 und/oder die zweite Farbschicht 823
die äussere Form der Teilmetallisierung beziehungsweise der ersten Metallschicht 817
und/oder der zweiten Metallschicht 827, welche bevorzugt zumindest durch die äußeren
Grenzen des zweiten Bereichs 32 beschränkt werden. Es ist möglich, die Feinstruktur
der Teilmetallisierung innerhalb des zweiten Bereichs 32, welcher die erste Farbschicht
813 umfasst, mittels eines zusätzlichen Verfahrens auszubilden. So ist es beispielsweise
möglich, photolithographische Verfahren oder Druckverfahren, Ätzresist-Verfahren,
Sperrfonds-Verfahren, Waschverfahren und/oder Lift-off-Verfahren und/oder Laugendruckverfahren,
einzusetzen. Vorzugsweise erfasst ein Betrachter bei Betrachtung von der Vorderseite
3b in den ersten Bereichen 31, welche die erste Metallschicht 817 umfassen, die erste
Farbe, und außerhalb der ersten Bereiche 31, aber in dem zweiten Bereich 32 zumindest
eine Mischfarbe, welche sich insbesondere aus einer Überlagerung der ersten und der
zweiten Farbe ergibt. Die zweite Farbschicht 823 weist hierbei bevorzugt die zweite
Farbe auf.
[0184] Es ist weiter möglich, mittels eines Lasers Codierungen und/oder individuelle Kennzeichnungen
in eine oder mehrere Schichten des Sicherheitselements 1 einzubringen, indem die der
Trägerlage 10 zugewandte erste Metallschicht 817 selektiv mittels des Lasers entfernt
wird.
[0185] Es ist alternativ oder zusätzlich möglich, mittels Laser Codierungen und/oder individuelle
Kennzeichnungen in eine oder mehrere Schichten des Sicherheitselements 1 einzubringen,
indem die erste Farbschicht und/oder zweite Farbschicht selektiv mittels Laser entfernt
wird.
[0186] Die Figur 9 zeigt ein nicht beanspruchtes Sicherheitselement 1 umfassend eine Trägerlage
10, auf deren Rückseite 3a eine funktionelle Schicht 90 aufgebrachtist. Die von der
Trägerlage 10 abgewandte Seite der funktionellen Schicht 90 weist in drei ersten Bereichen
eine erste Farbschicht 913 auf. Weiter weist die von der Trägerlage 10 abgewandte
Seite der funktionellen Schicht 90 und der ersten Farbschicht 913 eine erste Replizierschicht
916 auf. Auf der von der Trägerlage 10 abgewandte Seite der ersten Replizierschicht
916 ist in den drei ersten Bereichen 31 eine erste Metallschicht 917 aufgebrachtund
in den zwei zweiten Bereichen 32 eine zweite Farbschicht 923 aufgebracht. Die von
der Trägerlage 10 abgewandte Seite der ersten Metallschicht 917 weist in den drei
ersten Bereichen 31 eine dritte Farbschicht 933 auf. Insbesondere ist die erste Metallschicht
917 passergenau zu der ersten Farbschicht 913 und der dritten Farbschicht 933 angeordnet.
[0187] Es ist möglich, die erste Farbschicht 913 in einem ersten Schritt im Dekor, also
insbesondere partiell, zu drucken. In einem zweiten Schritt wird vorzugsweise die
erste Replizierschicht 916 aufgebracht und bevorzugt in einem dritten Schritt mit
einer optisch variablen Struktur versehen. Vorzugsweise wir die erste Metallschicht
917 in einem vierten Schritt vollflächig auf die erste Replizierschicht 916 aufgebracht.
In einem fünften Schritt wird die erste Farbschicht 913 insbesondere als Maske mit
einem Positiv-Fotolack für die bereichsweise Strukturierung der ersten Metallschicht
917 verwendet. Nach dem fünften Schritt liegt die Metallschicht 917 vorzugsweise nur
noch in den Bereichen 31 vor.
[0188] Weiter ist es möglich, die zweite Farbschicht 923 in einem sechsten Schritt in Form
eines eingefärbten Negativ-Fotolackes aufzubringen, indem insbesondere die erste Metallschicht
917 als Maske verwendet wird. In einem siebten Schritt wird die dritte Farbschicht
933 vorzugsweise als ein eingefärbter Positiv-Fotolack aufgebracht und die erste Metallschicht
917 wiederum als Maske verwendet, um bevorzugt das in der Figur 9 gezeigte Sicherheitselement
1 zu erhalten.
[0189] Weiter ist es möglich, bereits bei dem ersten fotolithographischen Prozessschritt,
insbesondere bei dem fünften Schritt, einen eingefärbten positiven Photoresist zu
verwenden. Hierbei ist es möglich, den dritten fotolithographischen Prozessschritt,
insbesondere den siebten Schritt, zu vermeiden.
[0190] Die Figur 10 zeigt das in der Figur 9 gezeigte Sicherheitselement 1, bis auf, dass
die von der Trägerlage 10 abgewandte Seite der ersten Replizierschicht 1016, der zweiten
Farbschicht 1023 und der dritten Farbschicht 1033 vollflächig eine zweite Replizierschicht
1026 sowie partiell eine Metallschicht 1027 in den zweiten Bereichen 32 aufweist.
Auf die von der Trägerlage 10 abgewandte Seite der zweiten Metallschicht 1027 ist
eine vierte Farbschicht 1043 in den zweiten Bereichen 32 aufgebracht.
[0191] Es ist möglich, die zweite Metallschicht 1027 mittels der ersten Metallschicht 1017
als Maske passergenau zu strukturieren, insbesondere bereichsweise zu strukturieren,
beispielsweise mittels eines eingefärbten negativen Resists, welcher insbesondere
als vierte Farbschicht 1043 im Schichtaufbau des Sicherheitselements 1 verbleibt.
[0192] In dem in der Figur 10 gezeigten Sicherheitselement 1 sind vorzugsweise zwei verschiedene
optisch variable Effekte passergenau mit zwei gleichen oder unterschiedlichen Farben
der ersten und zweiten Farbschichten 1013, 1023 als kombinierte optisch Eindrücke
für einen Betrachter von der Vorderseite 3b des Sicherheitselements 1 her erfassbar,
wie in der Figur 11 gezeigt, und zwei gleiche oder unterschiedlichen Farben der dritten
und vierten Farbschichten 1033, 1043 oder die obigen Farben passergenau zu den optisch
variablen Effekten von der Rückseite 3a des Sicherheitselements 1 erfassbar, wie in
der Figur 12 gezeigt.
[0193] Vorzugsweise ist ein derartiges Sicherheitselement 1 besonders vorteilhaft für Fensterbereiche.
[0194] Die Figur 13 zeigt ein nicht beanspruchtes Sicherheitselement 1 umfassend eine Trägerlage
10 und weitere Schichten, welche in der Abfolge: funktionelle Schicht 130, erste Replizierschicht
1316, erste Farbschicht 1313 in zweiten Bereichen 32, erste Metallschicht 1317 in
ersten Bereichen 31 und den zweiten Bereichen 32, negativer Photolack 1318, auf der
Rückseite 3a der Trägerlage 10 ausgebildet sind.
[0195] Es ist möglich, dass die erste Farbschicht 1313 nach der ersten Replizierschicht
1316 aufgebracht wird, so dass die Replikation insbesondere in Bereichen, in welchen
die erste Farbschicht 1313 die erste Replizierschicht 1316 überlappt, ausgelöscht
wird. In einem weiteren Schritt ist es möglich, eine erste Metallschicht 1317 und
einen Negativ-Fotolack 1318 auf die erste Replizierschicht 1316 und die erste Farbschicht
1313 aufzubringen. Bei einer solchen fotolithographischen Strukturierung, insbesondere
bereichsweisen Strukturierung, wird vorzugsweise entweder eine externe Maske verwendet
und/oder die erste Farbschicht 1313 als Maske verwendet und/oder spezielle Strukturen
in der Replikation als Maske verwendet. Es ist weiter möglich, dass die erste Farbschicht
1313 als Maske verwendet wird, wobei insbesondere nach der Entfernung des Negativ-Fotolacks
1318 und der ungeschützten ersten Metallschicht 1317, eine erste Metallschicht 1317
in den ersten Bereichen 31 als Teilmetallisierung mit farbigen, transparenten Aussparungen,
erzeugt wird, wie in Figur 14 gezeigt. Weiter ist es möglich, auf die erste Metallschicht
1317 und/oder die erste Replizierschicht 1316 eine zweite Replizierschicht 1326, wie
in Figur 15 gezeigt, aufzubringen und/oder zu strukturieren, sowie eine zweite Metallschicht
1327 auf die zweite Replizierschicht 1326, zu aufzubringenund/oder aufzudampfen, wie
in Figur 16 gezeigt.
[0196] Die Figur 17 zeigt ein nicht beanspruchtes Sicherheitselement 1 umfassend eine Trägerlage
10 und weitere Schichten, welche in der Abfolge: funktionelle Schicht 170, erste Replizierschicht
1716, erste Farbschicht 1713 in zweiten Bereichen, erste Metallschicht 1717 in ersten
Bereichen, zweite Replizierlackschicht 1726, zweite Metallschicht 1727, auf der Rückseite
3a der Trägerlage 10 ausgebildet sind.
[0197] Weiter zeigt die Figur 17, dass die erste Farbschicht 1713 in die Bereiche der zweiten
optisch variablen Strukturen 1721 der zweiten Replizierschicht 1726 aufgebracht und/oder
eingebracht ist, um den dortigen optischen Effekt der ersten optisch variablen Strukturen
vorzugsweise auszulöschen. Weiter werden die zweiten optisch variablen Strukturen
1721 insbesondere derart in die zweite Replizierschicht 1726 eingebracht, dass diese
sich vorzugsweise zumindest zum Teil mit der ersten Farbschicht 1713 überlagert und/oder
überlappt.
[0198] Die Figur 18 zeigt das in der Figur 17 gezeigte Sicherheitselement 1, bis auf, dass
die erste Farbschicht 1813 insbesondere in den Bereichen der ersten Replikationsschicht
1816 aufgebracht ist, welche bevorzugt keine ersten optisch variablen Strukturen 1811
aufweisen. Es ist möglich, dass die erste Farbschicht 1813 in Randbereichen mit den
ersten optisch variablen Strukturen überlappt. Vorzugsweise weist die zweite Replikationsschicht
1826 zweite optisch variable Strukturen 1821 derart auf, dass sich diese insbesondere
zumindest teilweise mit der ersten Farbschicht 1813 überlagern.
[0199] Es ist möglich, das in der Figur 17 gezeigte Sicherheitselement mit dem in der Figur
18 gezeigten Sicherheitsmerkmal zu kombinieren.
[0200] Die Figur 19 zeigt ein Sicherheitselement 1 in Draufsicht von der Vorderseite 3b
her, wobei in ersten Bereichen 31 insbesondere die erste Farbschicht 1813 für einen
Betrachter erfassbar ist und in zweiten Bereichen 32 insbesondere die erste Metallschicht
1817 für einen Betrachter erfassbar ist.
[0201] Die Figur 20 zeigt ein Sicherheitselement 1 in Draufsicht von der Rückseite 3a her,
wobei in ersten Bereichen 31 insbesondere die zweite Metallschicht 1827 für einen
Betrachter erfassbar ist.
[0202] Die Figur 21 zeigt ein nicht beanspruchtes Sicherheitselement 1 umfassend eine Trägerlage
10 und weitere Schichten, welche in der Abfolge: funktionelle Schicht 210, erste Replizierschicht
2116, erste Metallschicht 2117 in einem zweiten Bereich 32, erste Farbschicht 2113
in dem zweiten Bereich 32, zweite Replizierlackschicht 2126, zweite Metallschicht
2127 in ersten Bereichen 31, zweite Farbschicht 2123 in ersten Bereichen 31, auf der
Rückseite 3a der Trägerlage 10 ausgebildet sind. Vorzugsweise ist der erste optisch
variable Effekt und/oder der zweite optisch variable Effekt bei Betrachtung des Sicherheitselements
1 bei einem Aufbau gemäß Figur 21 von der Rückseite 3a für einen Betrachter erfassbar.
Es ist möglich, ein derartiges Sicherheitselement beispielsweise bei PCI-Produkten
(in einer Polycarbonat-Karte innenliegendes KINEGRAMO) einzusetzen, bei welchen das
Sicherheitselement insbesondere auf eine Polycarbonat-Folie aufgebracht wird, wobei
die Polycarbonat-Folie mit dem Sicherheitselement bevorzugt derart eingebettet wird,
dass die Rückseite 3a des Sicherheitselements 1, von außen für einen Betrachter erfassbar
ist.
[0203] Es ist weiter möglich, die erste Metallschicht 2117 und/oder die zweite Metallschicht
2127 mit einem eingefärbten Ätzresist zu strukturieren, insbesondere bereichsweise
zu strukturieren. Für hohe Auflösungen eignen sich insbesondere photostrukturierbare,
einfärbbare Lacke, wie beispielsweise negative Resiste oder positive Resiste.
[0204] Es ist möglich, dass die erste Farbschicht 2113 und/oder die zweite Farbschicht 2123
die Funktion eines Ätzresists aufweist, wobei insbesondere die in einem ersten Schritt
hergestellte Teilmetallisierung bzw. die erste Metallschicht 2117 und/oder die zweite
Metallschicht 2127 in einem zusätzlichen Ätzschritt auf den Bereich der Farbschicht
bzw. der ersten Farbschicht 2113 und/oder der zweiten Farbschicht 2123 getrimmt wird.
[0205] Die Figur 22 zeigt das in der Figur 1 gezeigte Sicherheitselement 1, bis auf, dass
die zweite Metallschicht 2227 in drei unterschiedlichen Bereichen angeordnet ist,
wobei diese Bereiche mit dem zweiten Bereich 32 und den ersten Bereichen 31 zumindest
teilweise überlappen.
[0206] Vorzugsweise ist die zweite Metallschicht 2227 als zweite Teilmetallisierung strukturiert,
wobei bei Betrachtung senkrecht zu der von der Trägerlage 10 aufgespannten Ebene vorzugsweise
Bereiche ohne eine Metallschicht und mit einer Farbschicht erfassbar sind. Hierbei
ist der Schichtaufbau bevorzugt teiltransparent, wobei insbesondere von der Vorderseite
3b oder von der Rückseite 3a her durch das erste und/oder zweite Sicherheitsmerkmal
das Substrat für einen Betrachter erfassbar ist. Die Trägerlage 10 erscheint bei Betrachtung
von der Vorderseite im Bereich des ersten und/oder zweiten Sicherheitsmerkmals durch
die optische Wirkung der zweiten Farbschicht 2223 vorzugsweise farbig. Dasselbe gilt
vorzugsweise für ein Substrat oder für ein Dokument, auf das das Sicherheitsmerkmal
aufgebracht wird.
[0207] Die Figur 23 zeigt das in der Figur 22 gezeigte Sicherheitselement 1, bis auf, dass
die zweite Farbschicht 2323 in zweiten Bereichen 32 ausgebildet ist.
[0208] Es ist möglich, die erste Farbschicht 2313 und/oder die zweite Farbschicht 2323 als
Maske für die Strukturierung, insbesondere die bereichsweise Strukturierung, der ersten
Metallschicht 2317 und/oder der zweiten Metallschicht 2327 zu verwenden.
[0209] Es ist für einen Betrachter möglich, die Trägerlage 10 von der Rückseite 3a her durch
das erste und/oder das zweite Sicherheitselement hindurch zu erfassen, wobei die Trägerlage
10 im Gegensatz zu dem in der Figur 22 oder 9 gezeigten Sicherheitselements 1 vorzugsweise
ohne einen Farbeindruck, welcher durch die zweite Farbschicht 2323 erzeugt wird, erfassbar
ist. Dasselbe gilt für das Substrat oder ein Dokument nach einem Transfer.
[0210] Die Figur 24 zeigt ein Sicherheitselement 1 in Draufsicht, wobei das Sicherheitselement
1 eine erste Farbschicht 2413 aufweist, welche in Form eines Linienrasters ausgeformt
ist, und zu dieser vorzugsweise eine erste Metallschicht passergenau strukturiert
ist. Weiter weist das Sicherheitselement 1 eine zweite Farbschicht 2423 auf, welche
in Form eines zweiten Linienrasters ausgeformt ist, und zu dieser vorzugsweise eine
zweite Metallschicht passergenau in Bereichen strukturiert ist, in denen die erste
Metallschicht nicht vorliegt. Die Linienraster sind bevorzugt so gewählt, dass die
einzelnen Linien von einem menschlichen Auge nicht aufgelöst werden, wobei die Rasterabstände
insbesondere kleiner als 300 µm, bevorzugt kleiner als 150 µm, sind. Bei feinen Rasterungen
sind insbesondere photolithographische Verfahren vorteilhaft, da mit diesen eine deutlich
höhere Auflösung erzielt werden kann. So kann beispielsweise mittels Maskenbelichtung
eine erste Farbe aus einem negativen Photoresist hochaufgelöst strukturiert werden
und in weiteren Verfahrensschritten als Maske zur passergenauen Strukturierung einer
weiteren Metallschicht dienen.
[0211] Es ist möglich, dass ein Betrachter eine Flächenbelegung des Sicherheitselements
1 von 25% bezüglich der ersten Farbschicht 2413 und/oder einer ersten Metallschicht
erfasst und/oder eine Flächenbelegung des Sicherheitselements 1 von 25% bezüglich
der zweiten Farbschicht 2423 und/oder einer zweiten Metallschicht erfasst und/oder
einen Flächenanteil des Sicherheitselements 1 von 50% erfasst, welcher transparent
ist und keine Farbschicht und keine Metallschicht aufweist.
[0212] Es ist weiter möglich, dass sich die folgenden Werte für das Linienraster ergeben,
wobei sich die Flächenbedeckung insbesondere auf jenen Anteil bezieht, den ein Betrachter
von der Vorderseite des Sicherheitsmerkmals erfassen soll:
| Bereich |
Flächenbedeckung |
Verhältnis b:d |
| Erste Farbschicht 2413 |
25% |
0,25 |
| Zweite Farbschicht 2423 |
25% |
0,333 |
| Transparenter Flächenanteil |
50% |
|
[0213] Die Variable b bezeichnet hierbei vorzugsweise die Linienbreite der jeweiligen Linienrasterung
und die Variable d bezeichnet hierbei vorzugsweise die Periode der Linienrasterung.
Falls die Periode d deutlich unterhalb der typischen Auflösungsgrenze des menschlichen
Auges liegt, ist die Linienrasterung mit einem menschlichen Auge insbesondere nicht
erkennbar. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, Perioden d auszuwählen, welche insbesondere
kleiner als 300 µm, bevorzugt kleiner als 150 µm, betragen. Insbesondere werden anstelle
eines Linienrasters Punktraster und/oder andere Rasterformen für die Rasterelemente
verwendet.
[0214] Die Figur 25 zeigt das in den Figuren 26 und 27 gezeigte Sicherheitselement 1 im
Querschnitt, wobei die erste Metallschicht 2517 zusammen mit der ersten Farbschicht
2513 und die zweite Metallschicht 2527 zusammen mit der zweiten Farbschicht 2523 jeweils
als Linienraster ausgeformt sind. Es ist möglich, für die zweite Farbschicht 2523
einen eingefärbten Ätzresist zu verwenden.
[0215] Die Figuren 26 und 27 zeigen das in der Figur 25 gezeigte Sicherheitselement 1 in
Draufsicht respektive von der Vorderseite 3b her, insbesondere durch die Trägerlage
10 hindurch, und von der Rückseite 3a her.
[0216] Weiter ist die erste Metallschicht 2517 vorzugsweise im Register zu der ersten Farbschicht
2513 angeordnet und die zweite Metallschicht 2527 ist vorzugsweise im Register zu
der zweiten Farbschicht 2523 angeordnet, wobei die Metallschichten 2517, 2527 insbesondere
silbern erscheinen, wenn die Betrachtung nicht durch eine Farbschicht erfolgt.
[0217] Es ist weiter möglich, dass die Breiten der Rasterlinien und/oder die Größen anders
geformter Rasterelemente, beispielsweise gemäß einer vorbestimmten Funktion, variieren,
um insbesondere bei Durchlichtbetrachtung eine zusätzliche optische Information zu
generieren.
[0218] Es ist auch möglich, die zweite Farbschicht flächig zu aufzubringen, wobei insbesondere
keine transparenten Flächenanteile erfassbar sind. Vorzugsweise wird zu einer feinen
Strukturierung, insbesondere einer feinen bereichsweisen Strukturierung der ersten
Farbschicht 2513, bevorzugt einer Metallschicht ohne Farbschicht, das Maskenbelichtungs-Verfahren
oder das sogenannte zero.zero-Demetallisierungs-Verfahren eingesetzt, welche bevorzugt
eine hohe Auflösung der Rasterungen ermöglichen und bei dem zero.zero-Verfahren insbesondere
eine präzise Registergenauigkeit mit Null Toleranz zwischen optisch variablen Strukturen
und Metallschichten ermöglichen. Es ist möglich, das Maskenbelichtungs-Verfahren dazu
einzusetzen, eine Farbschicht insbesondere durch eine photoempfindliche Schicht mit
hoher Auflösung zu strukturieren, bevorzugt bereichsweise zu strukturieren.
[0219] Die Figur 28 zeigt ein Sicherheitselement 1 in Draufsicht von der Vorderseite 3a
her. Eine erste Farbschicht 2813 ist insbesondere passergenau mit einer ersten Metallschicht
hinterlegt und zeigt vorzugsweise einen ersten optisch variablen Effekt, beispielsweise
eine Helligkeitsänderung beim Kippen des Sicherheitselements 1 und/oder Beugungseffekte.
Eine zweite Farbschicht 2823 ist in Bereichen ausgebildet, welche nicht von der ersten
Farbschicht 2813 belegt sind. Die zweite Farbschicht 2823 ist insbesondere passergenau
mit einer zweiten Metallschicht hinterlegt. Vorzugsweise ist in den Bereichen der
Schriftzüge "UTO" und "50", welche die erste Farbschicht 2813 und die erste Metallschicht
umfassen, der erste optische variable Effekt für einen Betrachter erfassbar.
[0220] Die Figur 29 zeigt das in der Figur 28 gezeigte Sicherheitselement 1 umfassend eine
virtuelle Schnittlinie und die Figur 30 zeigt einen Querschnitt dieses Sicherheitselements
an der Position bzw. entlang der virtuellen Schnittlinie 6, wobei das in der Figur
30 gezeigte Sicherheitselement 1 im Wesentlichen dem Aufbau des in der Figur 1 gezeigten
Sicherheitselements entspricht.
[0221] Die Figur 30 zeigt ein nicht beanspruchtes Sicherheitselement 1 umfassend eine Trägerlage
10 und weitere Schichten, welche in der Abfolge: funktionelle Schicht 300, erste Farbschicht
3013 in ersten Bereichen 31, erste Replizierschicht 3016, erste Metallschicht 3017
in den ersten Bereichen 31, zweite Farbschicht 3023 in zweitem Bereich 32, zweite
Replizierschicht 3026, zweite Metallschicht 3027 in dem zweiten Bereich 32 sowie in
den ersten Bereichen 31, auf der Rückseite 3a der Trägerlage 10 ausgebildet sind.
[0222] Es ist möglich, dass die erste Replizierschicht 3016 dicker als die erste Farbschicht
3013 ist, wobei die erste Replizierschicht 3016 insbesondere die erste Farbschicht
3013 abdeckt und Niveauunterschiede egalisiert. Es ist weiter möglich, dass die zweite
Replizierschicht 3026 Niveauunterschiede kaschiert und vorzugsweise den Schichtverbund
von erster Metallschicht 3017 und zweiter Farbschicht 3023 einebnet. Vorzugsweise
ist auf der zweiten Farbschicht 3023 im Register zur ersten und/oder zur zweiten Farbschicht
3013, 3023 und/oder im Register zur ersten Metallschicht 3017 eine zweite Metallschicht
3027 angeordnet. Es ist möglich, dass eine optionale Ausgleichsschicht 300a die Höhenunterschiede
zwischen der zweiten Replizierschicht 3026 und der zweiten Metallschicht 3027 verfüllt.
[0223] Bei der Trägerlage handelt es sich um eine vorzugsweise transparente Kunststofffolie
mit einer Dicke zwischen 4,5 µm und 125 µm, bevorzugt zwischen 12 µm bis 50 µm, weiter
bevorzugt zwischen 16 µm bis 23 µm. Die Trägerlage 10 kann als eine mechanisch und
thermisch stabile Folie aus einem lichtdurchlässigen Material ausgebildet sein, beispielsweise
aus ABS (=Acrylnitril-Butadien-Styrol), PP (Polypropylen), PEN (Polyethylennaphtalat),
PC (Polycarbonat), PE (Polyethylen) bevorzugt aus PET (Polyester, Polyethylenterephtalat).
Die Trägerlage 10 ist hierbei insbesondere monoaxial oder biaxial gereckt. Weiter
ist es auch möglich, dass die Trägerlage nicht nur aus einer Schicht, sondern auch
aus mehreren Schichten besteht. So ist es beispielsweise möglich, dass die Trägerlage
neben einem Kunststoff-Träger, beispielsweise einer oben beschriebenen Kunststofffolie,
eine Ablöseschicht aufweist, welche das Ablösen der funktionellen Schicht bis zur
Ausgleichs- oder Klebeschicht des bestehenden Schichtgebildes von der Kunststofffolie
ermöglicht, beispielsweise bei Verwendung des Mehrschichtkörpers als Heiß- oder Kaltprägefolie.
Insbesondere ist die Ablöseschicht partiell vorhanden, um vorzugsweise ein weiteres
Sicherheitsmerkmal auszubilden, wie beispielsweise bei einer Etikettenfolie. Die partielle
Ablöseschicht führt hierbei bevorzugt zu einer Zerstörung des Sicherheitselements,
wenn es von einem Untergrund, wie beispielsweise einem Dokument, wieder abgelöst wird.
[0224] Die funktionelle Schicht umfasst vorzugsweise eine Ablöseschicht, beispielsweise
aus heißschmelzendem Material, welche ein Ablösen der Trägerlage 10 von den anderen
Schichten des Mehrschichtkörpers, die auf einer von der Trägerlage 10 abgewandten
Seite der Ablöseschicht angeordnet sind, insbesondere erleichtert. Dies ist insbesondere
vorteilhaft, falls der Mehrschichtkörper als eine Transferlage ausgebildet ist, wie
sie beispielsweise in einem Heißprägeverfahren, Kaltprägeverfahren oder einem IMD-Verfahren
(IMD = In-Mold Decoration) zum Einsatz kommt.
[0225] Weiterhin hat es sich bewährt, insbesondere falls der Mehrschichtkörper als eine
Transferfolie eingesetzt wird, wenn die funktionelle Schicht außer einer Ablöseschicht
mindestens eine Schutzschicht, beispielsweise eine Schutzlackschicht, aufweist. Nach
einem Verbinden des Mehrschichtkörpers mit einem Substrat und einem Ablösen der Trägerlage
10 von den Schichten des Mehrschichtkörpers, die auf einer von der Trägerlage 10 abgewandten
Seite der Ablöseschicht angeordnet sind, bildet die Schutzschicht vorzugsweise einen
Schutz darunter angeordnete Schichten vor Abrieb, Beschädigung, chemischen Angriffen
o. ä.. Insbesondere weist die nach Abzug der Trägerfolie oberste Schicht weitere Funktionen
auf, wie beispielsweise Haftung bei Überlamination oder Sicherstellen der Bedruckbarkeit
bevorzugt mittels Thermotransfer-, Inkjet- und/oder Offsetdruckverfahren. Des Weiteren
enthalten die funktionalen Schichten insbesondere Lagen, welche die Haftung zu bzw.
zwischen den angrenzenden Schichten bevorzugt funktionsgemäß beeinflussen.
[0226] Insbesondere ist auf der funktionellen Schicht in einzelnen Teilbereichen eine erste
transparente, farbige Lackschicht aufgedruckt. Unter Transparent wird hierbei vorzugsweise
verstanden, dass die Lackschicht im sichtbaren Wellenlängenbereich bevorzugt zumindest
teilweise strahlungsdurchlässig ist. Unter Farbig wird hierbei vorzugsweise verstanden,
dass die Lackschicht bei ausreichendem Tageslicht insbesondere einen sichtbaren Farbeindruck
zeigt.
[0227] Sowohl die mit der ersten Lackschicht bedruckten Bereiche der funktionellen Schicht
als auch die unbedruckten Bereiche der funktionellen Schicht sind vorzugsweise von
einer ersten Replizierschicht bedeckt, die die Reliefstruktur der Dekorlage, dass
heisst die differierenden Niveaus in den bedruckten und den unbedruckten Bereichen,
bevorzugt zumindest teilweise egalisiert. Die Replizierschicht weist insbesondere
komplett oder teilweise eine Reliefstruktur auf. Bevorzugt ist im Register und bei
Betrachtung senkrecht zu der Ebene der Trägerlage eine dünne Metallschicht deckungsgleich
zu der ersten farbigen Lackschicht auf der ersten Replizierschicht angeordnet.
[0228] Auf der ersten Metallschicht sowie in den Bereichen der ersten Replizierschicht,
die nicht von einer Metallschicht abgedeckt sind, ist vorzugsweise in einzelnen Teilbereichen
eine zweite transparente, farbige Lackschicht aufgedruckt. Sowohl die mit der zweiten
farbigen Lackschicht bedruckten Bereiche als auch die unbedruckten Bereiche, bevorzugt
die erste Replizierschicht und/oder die erste Metallschicht, sind insbesondere von
einer zweiten Replizierschicht bedeckt, die die Reliefstruktur der Dekorlage, das
heißt die differierenden Niveaus in den bedruckten und den unbedruckten Bereichen,
bevorzugt egalisiert. Je nach Lackchemie, Auftragsmenge und Auftragsbedingung erfolgt
vorzugsweise nur eine teilweise Egalisierung, was jedoch für die Ausführung des Merkmals
insbesondere nicht entscheidend ist. Die Replizierschicht weist bevorzugt komplett
oder teilweise eine Reliefstruktur auf. Bevorzugt ist im Register und bei Betrachtung
senkrecht zu der Ebene der Trägerlage eine zweite dünne Metallschicht deckungsgleich
zu der ersten und zweiten Lackschicht und damit insbesondere auch im Register zur
ersten Metallschicht ist auf der zweiten Replizierschicht angeordnet.
[0229] Sowohl die mit der zweiten Metallschicht bedeckten Bereiche der zweiten Replizierschicht
als auch die unbedeckten Bereiche der zweiten Replizierschicht sind vorzugsweise mit
einer Ausgleichsschicht bedeckt, die insbesondere durch die Reliefstruktur und die
bereichsweise angeordnete Metallschicht hervorgerufene Niveauunterschiede egalisiert
bzw. überdeckt und ausfüllt, wobei der Mehrschichtkörper bevorzugt auf der der Trägerlage
abgekehrten Seite der Ausgleichsschicht eine weitgehend ebene, im Wesentlichen strukturlose
Oberfläche aufweist. Insbesondere variiert auf diese Weise die Dicke der Ausgleichsschicht.
Die Ausgleichsschicht erfüllt bevorzugt weitere funktionale Aufgaben, wie beispielsweise
Verbesserung der Haftung zu nachfolgenden Schichten, Schutzfunktionen gegenüber chemischen
und/oder physikalischen Angriffen, als Barriereschicht oder Klebeschicht.
[0230] Weist die Ausgleichsschicht einen ähnlichen Brechungsindex auf wie die zweite Replizierschicht
und/oder ist der Brechungsindex-Unterschied kleiner als etwa 0,3, dann werden insbesondere
die nicht mit der zweiten Metallschicht bedeckten, direkt an die Ausgleichsschicht
angrenzenden Bereiche der Reliefstruktur der zweiten Replizierschicht vorzugsweise
optisch ausgelöscht, weil dort wegen des ähnlichen Brechungsindexes beider Schichten
bevorzugt keine optisch erkennbaren Schichtgrenzen zwischen der Replizierschicht und
der Ausgleichsschicht mehr vorhanden sind.
[0231] Der Mehrschichtkörper ist vorzugsweise ein Abschnitt einer Transferfolie, beispielsweise
einer Heißprägefolie sein, der mittels einer Klebeschicht auf einem Substrat angeordnet
werden kann. Die Ausgleichsschicht ist bevorzugt als Klebeschicht, beispielsweise
Schmelzkleber, ausgeführt oder eine Klebeschicht an die von der Trägerlage abgewandten
Seite der Ausgleichsschicht angeschlossen. Bei der Klebeschicht handelt es sich insbesondere
um Schmelzkleber, der bei thermischer Einwirkung schmilzt und den Mehrschichtkörper
mit der Oberfläche des Substrats verbindet.
[0232] Bei einer Ausbildung des Mehrschichtkörpers als eine Laminierfolie, d. h. ohne eine
Ablöseschicht zum Ablösen der Trägerlage von den Schichten des Mehrschichtkörpers,
ist vorzugsweise eine zusätzliche, oder alternativ zur Klebeschicht, eine weitere
Trägerlage auf der von der ersten Trägerlage abgewandten Seite der Ausgleichsschicht
vorgesehen. Dieser Laminatkörper, welcher bevorzugt aus zwei außenseitigen Trägerlagen
und den innenliegenden Schichten des Mehrschichtkörpers besteht, kann beispielsweise
zur weiteren Verwendung in Kartenverbunde einlaminiert werden, beispielsweise in Polycarbonat
(PC). Dazu ist es vorteilhaft, wenn die Trägerlagen aus demselben Material wie die
an den Laminatkörper angrenzenden Schichten des Kartenverbundes bestehen, beispielsweise
aus PC.
[0233] Die Figuren 31 und 32 zeigen ein Sicherheitselement 1 umfassend ein sogenanntes diffraktives
Wasserzeichen, welches insbesondere auf asymmetrischen Strukturen basiert. Typischerweise
werden als asymmetrische Strukturen Blazegitter mit einer Gitterperiode zwischen 0,5
µm und 10 µm verwendet. Bevorzugt wird ein nahezu identisches Blazegitter in dem Schriftzug
und dem Hintergrund eingesetzt. Nur die Orientierung der beiden Gitter ist um ca.
180° zueinander gedreht. Es ist möglich, dass insbesondere Kontrastwechsel beim Drehen
des Sicherheitselements 1 in der durch das Sicherheitselement 1 aufgespannten Ebene
von 0° (siehe Figur 31) um 180° (siehe Figur 32) erzeugt werden.
[0234] Es ist möglich, dass der Hintergrund 3113 und der Schriftzug 3123 passergenau durch
eine jeweilige Farbe, wie beispielsweise rot und grün, ergänzt werden, wobei insbesondere
ein weiterer optischer Effekt erzeugt wird.
[0235] Beispielsweise ist bei einer ersten Betrachtung (Fig. 31) ein dunkler roter Schriftzug
3123 vor einem hellen grünen Hintergrund 3113 erfassbar, wobei nach einer Drehung
um 180° insbesondere ein heller roter Schriftzug vor einem dunklen grünen Hintergrund
erfassbar wird (Fig. 32).
[0236] Die Figur 33 zeigt das in den Figuren 31 und 32 gezeigte Sicherheitselement 1 im
Querschnitt, wobei der Schichtaufbau des Sicherheitselements insbesondere dem Schichtaufbau
des in der Figur 1 gezeigten Sicherheitselements entspricht. Der in den Figuren 31
und 32 gezeigte Effekt ergibt sich bei Betrachtung von der Vorderseite 3b. Damit der
Effekt wie beschrieben erzeugt werden kann, wird eine erste asymmetrische Struktur
in den Bereichen 31 abgeformt und eine dazu um circa 180° gedrehte Struktur in den
Bereichen 32.
[0237] Die Figur 34 zeigt ein Sicherheitselement oder einen Teil eines Sicherheitselements
umfassend ein quadratisches Feld der Grösse 4mm x 4mm, welches insbesondere die Form
eines 2-dimsionalen Rasters aufweist, wobei die Größe eines Rasterelements 3411c oder
3421c beispielsweise 50 µm x 50 µm oder 100 µm x 100 µm beträgt und insbesondere jeweils
unterschiedlich orientierte anisotrop streuende Mattstrukturen aufweist, welche beispielweise
eine Orientierung von +45° und -45° relativ zu einer der Kanten des Sicherheitselements
1 aufweisen. Es ist möglich, dass beide Strukturen 3411c, 3421c jeweils passergenau
die Farben Grün und Rot aufweisen. Der Schichtaufbau des Sicherheitselements 1 entspricht
im Querschnitt insbesondere dem in der Figur 1 gezeigten Sicherheitselement.
[0238] Vorzugsweise erfasst ein Betrachter des Sicherheitselements 1 beim Kippen auf eine
Seite das quadratische Feld in einer ersten grünen Farbe, wobei das quadratische Feld
beim Kippen auf die andere Seite insbesondere in roter Farbe erscheint.
[0239] Es ist auch möglich, dass sich, anstelle von anisotrop streuenden Mattstrukturen
in verschiedenen Orientierungen, sich ähnliche optische Effekte auch mittels asymmetrischer
achromatischer Strukturen oder Gitterstrukturen, mit beispielsweise 100 Linien/mm
und einer Strukturtiefe von 1000nm, erzeugen lassen.
[0240] Weiterhin ist es bevorzugt, zwei isotrop streuende Mattstrukturen, wobei diese vorzugsweise
rotationsinvariant streuen, mit unterschiedlichen Streucharakteristiken insbesondere
aufgrund von unterschiedlichen Rauhtiefe und/oder unterschiedlichen Korrelationslängen,
und/oder zwei Gitterstrukturen mit unterschiedlichen Strukturtiefen und/oder Profilformen
zu verwenden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, zwei achromatisch weiß reflektierende
computergenerierte Hologramme mit unterschiedlichem Abstrahlwinkel zu verwenden. Je
nach eingesetzten Strukturen, insbesondere je nach eingesetzter Periode, Strukturtiefe,
und/oder Profilform, erfolgt der Farb-Flip bevorzugt in einem anderen Winkelbereich,
bevorzugt beim Drehen und/oder Kippen.
[0241] Vorzugsweise liegt ein einzelnes Rasterfeld der zweidimensionalen Rasterung mit 50
µm x 50 µm deutlich unterhalb der Auflösungsgrenze des menschlichen Auges, wobei die
quadratischen Felder einem Betrachter insbesondere als homogen erscheinen.
[0242] Die Flächenbedeckung der beiden Farben variiert vorzugsweise lokal zwischen 0% und
100%. So kann beispielsweise die Flächenbedeckung der ersten Farbe vom Rand zur Mitte
hin von 80% auf 20% abnehmen und umgekehrt die Flächenbedeckung der zweiten Farbe
von 20% auf 80% zunehmen.
[0243] Für die Ausgestaltung eines Rasters sind verschiedenste Möglichkeiten gegeben, wie
sie beispielsweise aus der Drucktechnik bekannt sind, insbesondere als eindimensionale
Raster, zweidimensionale Raster, amplitudenmoduliert, und/oder frequenzmoduliert.
Die Raster können auch mit einer Substruktur versehen sein, wie sie beispielsweise
aus dem Sicherheitsdruck bekannt sind, insbesondere als Artistic Screening und/oder
Linienraster mit Breitenmodulation.
[0244] Es ist auch möglich, dass sich dynamische Bewegungseffekte überlagern. Hierbei weist
die erste Replikation vorzugsweise eine Belegung mit anisotrop streuenden Strukturen
auf, welche für einen Betrachter beim Bewegen des Merkmals von links nach rechts insbesondere
zwei helle Balken erzeugt, die sich vorzugsweise vom Zentrum zu den Rändern bewegen.
Die zweite zu der ersten Replikation passergenaue Replikation zeigt vorzugsweise ein
Bewegungsmuster aus konzentrischen Ringen.
[0245] Die Figuren 35 und 36 zeigen ein nicht beanspruchtes Sicherheitselement 1 in Draufsicht
von der Vorderseite 3b her, respektive im Querschnitt. Im Zentrum des in der Figur
35 gezeigten Sicherheitselements 1 befindet sich eine Fresnelsche Freiformfläche in
der Gestalt eines dreidimensionalen Sterns 3513, 3517. Der Stern erscheint vorzugsweise
in der Farbe Blau und erscheint aufgrund der Rasterung teiltransparent. Im Hintergrund
befindet sich eine gelb-orange Farbschicht 3523 vor einer Metallschicht 3527, welche
insbesondere einen dynamischen Bewegungseffekt zeigt. Beim Kippen des Sicherheitselements
1 erscheint die Freiformfläche vorzugsweise in blauer Farbe 3-dimensional, das heißt
bevorzugt virtuell dreidimensional hervorspringend, und im Hintergrund, insbesondere
durch die Freiformfläche hindurch, allerdings vorzugsweise durch die Rasterung der
Freiformfläche abgeschwächt, bevorzugt ein Bewegungseffekt in einer anderen Farbe,
wobei die gelb-orange Farbe mit der Metallschicht zusammen insbesondere als ein goldener
Farbton erfassbar ist. Für einen Betrachter sind vorzugsweise abwechselnd beide Effekte
und beide Farbeindrücke erfassbar bzw. springen diesem ins Auge.
[0246] Es ist möglich, dass die Rasterungen eindimensional oder zweidimensional sind. Die
lokale Flächenbelegung erfolgt insbesondere aufgrund einer Amplituden- oder Frequenzmodulation
der punktförmigen und/oder linienförmigen Rasterelemente. Insbesondere liegen die
minimalen Dimensionen einer Rasterung, wie beispielsweise der Durchmesser einer Teilfläche,
oder die Breite einer Rasterlinie bei einer eindimensionalen Rasterung, im Bereich
zwischen 1 µm und 300 µm, bevorzugt zwischen 5 µm und 200 µm.
[0247] Der Schichtaufbau des in der Figur 36 gezeigten Sicherheitselements 1 entspricht
im Wesentlichen dem Schichtaufbau des in der Figur 1 gezeigten Sicherheitselements,
abgesehen davon, dass die von der Trägerlage 10 abgewandte Seite der zweiten Replizierschicht
3626 und die von der Trägerlage 10 abgewandte Seite der zweiten Metallschicht 3627
eine weitere funktionelle Schicht 360a aufweist. Diese funktionelle Schicht 360a wird
vorzugsweise als Kleberschicht oder Abfolge von Kleberschichten, Barriereschichten
und/oder Haftvermittlerschichten ausgebildet.
[0248] Die Figuren 37 und 38 zeigen das in den Figuren 35 und 36 gezeigte Sicherheitselement
1, bis auf, dass das in den Figuren 37 und 38 gezeigte Sicherheitselement 1 eine partielle
Überlappung der ersten Farbschicht 3713 und der zweiten Farbschicht 3723 aufweist.
In Bereichen, in denen die Freiformfläche nicht von der zweiten Farbschicht 3723 hinterlegt
ist, erscheint es insbesondere teiltransparent, wobei nach Applikation auf ein Substrat
das Substrat insbesondere ohne Farbeffekt erfassbar ist
Bei einem Transfer des Sicherheitselements auf ein Substrat und Betrachtung von der
Vorderseite 3b ist das Substrat vorzugsweise in den teiltransparenten Bereichen der
Freiformfläche, die nicht mit der zweiten Farbschicht hinterlegt sind, ohne Farbeffekt
erkennbar.
[0249] Die Figuren 39 und 40 zeigen das in den Figuren 37 und 38 gezeigte Sicherheitselement
1, abgesehen davon, dass das in den Figuren 39 und 40 gezeigte Sicherheitselement
1 im zentralen Bereich vollständig opak mit einer ersten Metallschicht 3917 versehen
ist, wobei insbesondere in den Randbereichen die metallische Flächendeckung graduell
abnimmt.
[0250] Die Figur 41 zeigt ein Sicherheitselement 1, welches sternförmige Motive aufweist,
welche eine Veränderung ihrer Größen und/oder Ausrichtungen und/oder Flächenbedeckungen
aufweisen. Die sternförmigen Motive 4113, 4117 auf der linken Seite der Figur 41 weisen
insbesondere einen Durchmesser im Bereich von Millimetern auf und werden mit einem
menschlichen Auge vorzugsweise ohne Hilfsmittel aufgelöst. Die sternförmigen Motive
auf der rechten Seite weisen insbesondere einen Durchmesser im Bereich von wenigen
Mikrometern auf und werden insbesondere nicht mehr mit einem unbewaffneten menschlichen
Auge aufgelöst. Der passergenau zur ersten Farbschicht 4113 in den sternförmigen Motiven
vorliegende, durch die in der ersten Metallschicht 4117 abgeformten Mikrostrukturen
erzeugte optisch variable Effekt besteht insbesondere aus einem Helligkeitsverlauf
von links nach rechts, beispielsweise in goldener Farbe, welcher beim Kippen des Sicherheitselements
1 erfassbar ist. Im Hintergrund liegen weitere Mikrostrukturen 4127 vor, welche beim
Kippen des Sicherheitselements 1 insbesondere einen roten Helligkeitsverlauf zeigen,
der sich von oben nach unten bewegt. In den grösseren sternförmigen Motiven ist vorzugsweise
klar erfassbar, dass der goldene Effekt in den einzelnen sternförmigen Motiven lokalisiert
ist, währendem auf der rechten Seite die kleineren sternförmigen Motive bevorzugt
wie ein kontinuierliches Raster wirken.
[0251] Es ist auch möglich, zwei Freiformflächen in einem Sicherheitselement zu kombinieren,
wobei ein erstes sternförmiges Motiv mit einer ersten Farbschicht und einer gerasterten
ersten Metallschicht insbesondere ein Relief mit einer virtuellen dreidimensionalen
Wölbung ausbildet, welche zum Betrachter hin gerichtet ist, hervorspringt, insbesondere
virtuell konvex hervorspringt. Es ist weiter möglich, dass in einem Hintergrund, welcher
die zweite Farbe aufweist, ein zweites sternförmiges Motiv ausgebildet ist, mit einer
scheinbaren Wölbung, welche insbesondere vom Betrachter hinweg zeigt, zurückspringt,
insbesondere virtuell konkav zurückspringt. Beim Kippen des Sicherheitselements erfasst
ein Betrachter den optischen Eindruck eines plastischen Sterns, bei dem der Betrachter
bevorzugt einen Reflex von der oberen Seite in der ersten Farbe erfasst und zugleich
vorzugsweise den Eindruck erhält, als könne er durch die obere Seite die hintere,
"innere" Seite des Sterns erfassen, dessen Reflex insbesondere in einer zur ersten
Farbe unterschiedlichen Farbe leuchtet.
Bezugszeichenliste:
[0252]
1 Sicherheitselement
2 Sicherheitsmerkmal
2a Erstes Sicherheitsmerkmal
2b Zweites Sicherheitsmerkmal
3a Rückseite
3b Vorderseite
4 Designelement
5 Außenrand
6 Schnittlinie
10 Trägerlage
20, 30, 50, 90, 130, 170, 210, 300, 360a Funktionelle Schicht
21 Erste Schicht
210 Opake Schicht
210a Erste opake Schicht
210b Erste opake Metallschicht
1811 Erste optisch variable Struktur
211c Erste Mattstruktur
212 Reflexionsschicht
212a Opake, transluzente oder transparente Reflexionsschicht
2813, 3013, 3713, 4113213, 313, 413, 613, 713, 813, 913, 1013, 1313, 1713, 1813, 2113,
2313, 2413, 2513, Erste Farbschicht
213a Optionale erste Farbschicht
214 Transparente oder transluzente Replizierschicht
214a Optisch aktive Reliefstruktur
214b Opake metallische Reflexionsschicht
216 Erste Replizierschicht
217, 317, 417, 417a, 517, 617, 717, 817, 917, 1017, 1317, 1717, 1817, 2117, 2317,
2517, 3017, 3917, 4117 Erste Metallschicht und/oder Metallisierung
218 Fotolack
22 Zweite Schicht
220 Opake Schicht
220a Zweite opake Schicht
220b Zweite opake Metallschicht
221, 1721, 1821 Zweite optisch variable Struktur
221c Zweite Mattstruktur
223, 323, 823, 923, 1023, 2123, 2223, 2323, 2423, 2523, 2823, 3023, 3523, 3723 Zweite
Farbschicht
224 Transparente oder transluzente Replizierschicht
224a Optisch aktive Reliefstruktur
224b Reflexionsschicht
226, 326, 426, 1026, 1326, 1726, 1826, 2126, 3026, 3626 Zweite Replizierschicht
227, 327, 427, 827, 1027, 1327,1727, 2127, 2227, 2327, 2527, 3027, 3527, 3627, 4127
Zweite Metallschicht
23 Replizierschicht
233, 933, 1033 Dritte Farbschicht
243, 1043 Vierte Farbschicht
417f Nicht metallisierte und/oder nicht metallische Bereiche
418f Metallisierte und/oder metallische Bereiche
1318 Negativer Photolack
3411c, 3421c Rasterelement
3113 Hintergrund
3123 Schriftzug
4127 Mikrostrukturen
3513, 3517 Dreidimensionaler Stern
4113, 4117 Sternförmige Motive
30 Bereich
31 Erster Bereich
32 Zweiter Bereich
a Schritt
b Schritt