Gebiet der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Stabilisieren eines Gleises, mit einem auf
Schienenfahrwerken abgestützten Maschinenrahmen und einem höhenverstellbaren, durch
Aggregatrollen auf Schienen des Gleises abrollbaren Stabilisationsaggregat, das einen
Schwingungserreger mit rotierenden Unwuchtmassen zur Erzeugung einer dynamisch in
einer Gleisebene normal zu einer Gleislängsrichtung wirkenden Schlagkraft sowie einen
Höhenantrieb zur Erzeugung einer auf das Gleis wirksamen Auflast umfasst. Zudem betrifft
die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben einer solchen Maschine.
Stand der Technik
[0002] Maschinen zum Stabilisieren eines Gleises sind aus dem Stand der Technik bereits
mehrfach bekannt. Bei einem sogenannten dynamischen Gleisstabilisator werden zwischen
zwei Schienenfahrwerken befindliche Stabilisationsaggregate über eine Höhenverstellung
auf ein zu stabilisierendes Gleis abgesenkt und mit einer vertikalen Auflast beaufschlagt.
Über Aggregatrollen und an Außenseiten der Schienenköpfe anliegenden Zangenrollen
wird unter kontinuierlicher Vorfahrt eine Querschwingung der Stabilisationsaggregate
auf das Gleis übertragen.
[0003] Eine solche Maschine ist beispielsweise aus der
WO 2008/009314 A1 bekannt. Dabei umfasst das Stabilisationsaggregat verstellbare Unwuchtmassen, um
bedarfsweise die Schlagkraft rasch auf einen reduzierten Wert oder auf null zu reduzieren
(z.B. bei Brücken oder Tunnels) und sofort nach Erreichen eines zu stabilisierenden
Gleisabschnitts auf den ursprünglichen Wert anzuheben.
[0004] Ein Nachteil ist hier der komplexe Aufbau der sich in Bewegung befindlichen Teile.
Zudem ist eine gezielte Einstellung der benötigten Schlagkraft steuerungstechnisch
aufwändig. Ein anderes Stabilisationsaggregat ist aus der
FR 1347335 A bekannt. Dabei sind querschwingende Erreger zueinander phasenverschoben antreibbar,
um die Schwingungswirkung auf das Gleis zu variieren. Die
CN 106592349 A offenbart ein Stabilisationsaggregat mit einem verstellbaren Schwingungserreger.
Dieser Schwingungserreger umfasst rotierbare Unwuchtmassen, deren Phasenlage zueinander
veränderbar ist. Auf diese Weise ist die Schlagkraft des Schwingungserregers einstellbar.
Zusammenfassung der Erfindung
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für eine Maschine der eingangs genannten
Art eine Verbesserung gegenüber dem Stand der Technik anzugeben. Eine weitere Aufgabe
besteht darin, ein Verfahren zum Betreiben einer solchen Maschine darzulegen.
[0006] Erfindungsgemäß werden diese Aufgaben gelöst durch eine Maschine gemäß Anspruch 1
und ein Verfahren gemäß Anspruch 10. Abhängige Ansprüche geben vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung an.
[0007] Die Erfindung sieht vor, dass der Schwingungserreger zumindest vier mit variabel
einstellbaren Phasenverschiebungen antreibbare Unwuchtmassen aufweist. Durch die variabel
einstellbare Phasenverschiebung ist die auf das Gleis einwirkende Schlagkraft gezielt
veränderbar. Abhängig von der Anordnung der Unwuchtmassen verändert eine geänderte
Phasenverschiebung sowohl die Richtung als auch die Stärke der Schlagkraft.
[0008] Dabei bilden jeweils eine linksdrehende Unwuchtmasse und eine rechtsdrehende Unwuchtmasse
ein Unwuchtmassepaar, wobei zumindest eine Unwuchtmasse dieses jeweiligen Unwuchtmassepaares
mit einer gegenüber einer Ausgangsstellung variabel einstellbaren ersten Phasenverschiebung
antreibbar ist. Die Unwuchtmassen bewegen sich gegeneinander, sodass sich ihre Fliehkräfte
in einer Richtung gegenseitig aufheben und somit eine nicht gewünschte Richtungskomponente
der Schlagkraft getilgt wird.
[0009] In einer vorteilhaften Ausprägung ist jeder Unwuchtmasse ein Winkelgeber zugeordnet.
Durch den jeweiligen Winkelgeber sind die Positionen der Unwuchtmassen immer genau
bekannt. Dadurch kann mittels einer Steuerungseinrichtung eine vorgegebene Phasenverschiebung
eingestellt werden. Dies ist besonders bei mechanischen Antrieben wie beispielsweise
Hydraulikmotoren sinnvoll.
[0010] Zudem ist es günstig, wenn die jeweilige Unwuchtmasse mit einer in Gleislängsrichtung
ausgerichteten Rotationsachse am Stabilisationsaggregat angeordnet ist. Diese Ausrichtung
eignet sich besonders für den Einsatz in einem Stablisationsaggregat, da die resultierende
Schlagkraft normal zur Gleislängsrichtung auf das zu stabilisierende Gleis wirkt.
Auf diese Weise ist eine optimale Energieeinbringung in das Gleis gegeben.
[0011] Des Weiteren ist es von Vorteil, wenn jeder Unwuchtmasse ein eigener Antrieb zugeordnet
ist. Ein eigener Antrieb für jede Unwuchtmasse bietet eine konstruktiv einfache Lösung,
um jede Unwuchtmasse gezielt mit einer eigenen Drehwinkelstellung ansteuern zu können.
[0012] Eine vereinfachte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass jeweils zwei Unwuchtmassen
ein gemeinsamer Antrieb zugeordnet ist. Diese Lösung eignet sich besonders für kompakte
Stabilisationsaggregate, wobei die Phasenverschiebung beispielsweise mittels einer
variablen Kuppelung eingestellt wird.
[0013] Für die Einstellung der variablen Phasenverschiebung ist es besonders günstig, wenn
der jeweilige Antrieb als elektrischer Antrieb ausgebildet ist. Beispielsweise eignen
sich bürstenlose Elektromotoren oder Torque-Motoren hier besonders gut für die Ansteuerung
in einer Winkelschleife zum Erreichen der gewünschten Phasenverschiebung.
[0014] In einer Ausprägung der Erfindung ist vorgesehen, dass die elektrischen Antriebe
mittels einer gemeinsamen Steuerungseinrichtung angesteuert sind. Dadurch sind die
einzelnen Antriebe optimal aufeinander abstimmbar und präzise ansteuerbar. Während
eines Arbeitseinsatzes kann auf vorab in der Steuerungseinrichtung abgelegte Daten
zurückgegriffen werden, um die elektrischen Antriebe und eine Phasenverschiebung automatisiert
auf örtliche Gegebenheiten und einen Ist-Zustand des Gleises anzupassen.
[0015] In einer anderen Ausprägung der Erfindung kann es vorteilhaft sein, wenn der jeweilige
Antrieb als hydraulischer Antrieb ausgebildet ist. Dadurch können die Antriebe in
ein bereits bestehendes Hydrauliksystem der Maschine miteingebunden werden.
[0016] In einer vorteilhaften Ausprägung ist dem jeweiligen Antrieb eine Verstellvorrichtung
für eine variable Phasenverschiebung zugeordnet. Besonders für mechanische Antriebe
eignet sich die Verstellvorrichtung, um eine exakte Phasenverschiebung einzustellen.
Dadurch wird die jeweilige Unwuchtmasse auf einfache Weise gegenüber dem Antrieb im
benötigten Winkel verdreht. Auch beim Antreiben zweier Unwuchtmassen mit einem gemeinsamen
Antrieb ist die Verstellvorrichtung für die Einstellung der Phasenverschiebung einsetzbar.
[0017] Erfindungsgemäß ist des Weiteren vorgesehen, dass der Schwingungserreger zumindest
vier rotierbare Unwuchtmassen aufweist, von denen jeweils zwei Unwuchtmassen rechtsdrehend
und zwei Unwuchtmassen linksdrehend antreibbar sind. Durch eine gezielte Anordnung
von mindestens vier Unwuchtmassen ist eine exakte und schnelle Schlagkraftverstellung
bis hin zu einer vollständigen Tilgung möglich.
[0018] Zudem sind die beiden linksdrehenden Unwuchtmassen zueinander mit einer variabel
einstellbaren zweiten Phasenverschiebung antreibbar und die beiden rechtsdrehenden
Unwuchtmassen sind zueinander mit einer variabel einstellbaren zweiten Phasenverschiebung
antreibbar. Auf diese Weise ist die aus allen Unwuchtmassen resultierende Schlagkraft
in optimaler Weise gegenüber der Gleisebene einstellbar, um die Stabilisation des
Gleises präzise an örtliche Gegebenheiten anzupassen.
[0019] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Betreiben einer Maschine sieht vor, dass das Stabilisationsaggregat
über den Höhenantrieb auf das Gleis abgesetzt und mit einer Auflast beaufschlagt wird
und dass zumindest vier rotierbare Unwuchtmassen zueinander mit variabel einstellbaren
Phasenverschiebungen angetrieben werden. Dadurch wird eine an die örtlichen Gegebenheiten
präzise anpassbare Gleisstabilisation mit einer veränderbaren Schlagkraft gewährleistet.
[0020] Dabei werden bei einem Unwuchtmassepaar eine Unwuchtmasse linksdrehend und eine Unwuchtmasse
rechtsdrehend angetrieben, wobei zumindest eine dieser Unwuchtmassen mit einer gegenüber
einer Ausgangstellung variabel einstellbaren ersten Phasenverschiebung angetrieben
wird. Mit der sich dabei ändernden Richtung der Schlagkraft kann bei Bedarf das Einsinken
des Gleises während des Stabilisierens verstärkt werden.
[0021] Zudem werden beim erfindungsgemäßen Verfahrens zwei linksdrehende Unwuchtmasse zueinander
mit einer variabel einstellbaren zweiten Phasenverschiebung angetrieben und zwei rechtsdrehende
Unwuchtmassen zueinander mit einer variabel einstellbaren zweiten Phasenverschiebung
angetrieben. Dies gewährleistet eine schnelle und exakte Schlagkraftverstellung in
der bevorzugten Wirkrichtung.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0022] Die Erfindung wird nachfolgend in beispielhafter Weise unter Bezugnahme auf die beigefügten
Figuren erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- Seitenansicht einer Maschine zum Stabilisieren eines Gleises
- Fig. 2
- Detailansicht eines Stabilisationsaggregats
- Fig. 3
- Antriebskonzept mit zwei Motoren
- Fig. 4
- Antriebskonzept mit vier Motoren
- Fig. 5
- Verstelleinrichtung für variable Phasenverschiebung
- Fig. 6
- Schwingungserreger mit Hohlwelle
- Fig. 7
- gleichdrehende Unwuchtmassen mit Schwingungstilgung
- Fig. 8
- gleichdrehende Unwuchtmassen mit reduzierter Schlagkraft
- Fig. 9
- gleichdrehende Unwuchtmassen mit maximaler Schlagkraft
- Fig. 10
- gegenläufige Unwuchtmassen mit maximaler Schlagkraft in eine Richtung
- Fig. 11
- gegenläufige Unwuchtmassen mit reduzierter Schlagkraft
- Fig. 12
- vier Unwuchtmassen mit vollständiger Tilgung der Schlagkraft
- Fig. 13
- vier Unwuchtmassen mit maximaler Schlagkraft in x-Richtung
- Fig. 14
- vier Unwuchtmassen mit vollständiger Tilgung der Schlagkraft
- Fig. 15
- vier Unwuchtmassen mit maximaler Schlagkraft in y-Richtung
- Fig. 16
- vier Unwuchtmassen mit verschiedenen Einstellungen der Phasenverschiebungen
Beschreibung der Ausführungsformen
[0023] Fig. 1 zeigt eine Maschine 1 zum Stabilisieren eines auf Schotter 2 ruhenden Gleises
3, welche einen durch Schienenfahrwerke 4 auf Schienen 5 abgestützten Maschinenrahmen
6 umfasst. Zwischen den beiden endseitig positionierten Schienenfahrwerken 4 sind
zwei Stabilisationsaggregate 7 in Gleislängsrichtung 8 hintereinander angeordnet.
Diese sind jeweils durch Höhenantriebe 9 höhenverstellbar mit dem Maschinenrahmen
6 verbunden.
[0024] Mit Hilfe von auf den Schienen 5 abrollbaren Aggregatrollen 10 kann jedes Stabilisationsaggregat
7 formschlüssig mit dem Gleis 3 in Eingriff gebracht werden, um dieses mit einer gewünschten
Schwingungsfrequenz in Schwingung zu versetzen. Die Aggregatrollen 10 umfassen für
jede Schiene 5 zwei Spurkranzrollen, die an der Innenseite der Schiene 5 abrollen,
und eine Zangenrolle, die im Betrieb von außen mittels eines Zangenmechanismus 33
gegen die Schiene 5 gedrückt ist. Durch die Höhenantriebe 9 wird eine statische vertikale
Auflast auf das Gleis 3 aufgebracht.
[0025] Angesteuert werden die Stabilisationsaggregate 7 mittels einer gemeinsamen Steuerungseinrichtung
31. Im Stabilisationsaggregat 7 angeordnete Antriebe 19 sind an eine gemeinsame Versorgungseinrichtung
32 angeschlossen. Bei elektrischen Antrieben 19 ist das zum Beispiel eine Motor-Generator-Einheit
mit einem elektrischen Speicher. Auch eine Oberleitung ist zur Versorgung elektrischer
Antriebe nutzbar, wenn die Maschine 1 Stromabnehmer und entsprechende Umrichter aufweist.
Bei hydraulischen Antrieben 19 ist die Versorgungseinrichtung 32 sinnvollerweise in
ein Hydrauliksystem der Maschine 1 integriert.
[0026] In Fig. 2 ist eines der zwei Stabilisationsaggregate 7 im Detail dargestellt. Innerhalb
eines Gehäuses 11 ist ein Schwingungserreger 12 angeordnet, welcher vier Rotationswellen
13 mit darauf angeordneten Unwuchtmassen 14 umfasst. Auf zwei Rotationsachsen 15 sind
jeweils zwei Rotationswellen 13 angeordnet. Auf jeder Rotationswelle 13 ist eine Unwuchtmasse
14 angeordnet. Jede Rotationswelle 13 ist beidseitig neben der Unwuchtmasse 14 im
Gehäuse 11 über Wälzlager 16 drehbar gelagert.
[0027] An einem aus dem Gehäuse 11 ragenden Ende der jeweiligen Rotationswelle 13 ist eine
Verzahnung 17 eingefräst, auf welcher ein Rotor 18 eines als Torque-Motors ausgebildeten
Antriebs 19 formschlüssig mit der zugehörigen Rotationswelle 13 verbunden ist. Um
den Rotor 18 des jeweiligen Torque-Motors ist ein Stator 20 angeordnet, welcher über
ein Motorengehäuse 21 mit dem Gehäuse 11 des Schwingungserregers 12 verbunden ist.
Außerhalb des Motorengehäuses 21 sind Kühlrippen 22 angeordnet. Dadurch kann eine
im Betrieb entstehende Wärme zuverlässig abgeführt werden.
[0028] An einem unteren Ende ist das Stabilisationsaggregat 7 mit einem Stabilisationsaggregatrahmen
23 verbunden, um eine Schwingung auf die Aggregat-/Zangenrollen 10 und somit auf das
Gleis 3 zuverlässig zu übertragen. Die in Fig. 2 dargestellten Unwuchtmassen 14 sind
unabhängig voneinander antreibbar mit frei vorgebbaren Phasenverschiebungen zwischen
den einzelnen Unwuchtmassen 14. Eine Verwendung von vier baugleichen Antrieben 19,
Rotationswellen 13 und Unwuchtmassen 14 führt in einem Wartungs- oder Schadensfall
zu einer erleichterten Ausstauschbarkeit und Ersatzteilversorgung. Für den Einsatz
einer Maschine 1 mit zwei Stabilisationsaggregaten 7 ergibt sich ebenfalls ein Vorteil
aus den baugleichen Ausführungen beider Stabilisationsaggregate 7. Zudem ist keine
Kraftübertragung zwischen den beiden Stabilisationsaggregaten 7 notwendig.
[0029] Fig. 3 zeigt schematisch eine vereinfachte Variante des Schwingungserregers 12. Antreibbar
sind beide Unwuchtmassen 14 mit einer vorgegebenen Drehzahl, welche die auf das Gleis
3 übertragene Schwingungsfrequenz bestimmt. In Ausnahmefällen kann es sinnvoll sein,
dass beide Unwuchtmassen 14 mit unterschiedlichen Drehzahlen antreibbar sind, um eine
fortlaufende Schlagkraftänderung herbeizuführen. Ansonsten rotieren alle Unwuchtmassen
14 mit derselben Drehzahl. Eine Schlagkraftänderung wird dabei lediglich durch Phasenverschiebungen
Δϕ
1, Δϕ
2 erreicht, indem also eine Unwuchtmasse 14 der anderen vorauseilt.
[0030] Um die Phasenverschiebungen Δϕ
1, Δϕ
2 besser erläutern zu können, sind die vier Unwuchtmassen 14 nebeneinander dargestellt
und mit den Buchstaben A, B, C und D bezeichnet. Jeweils zwei Unwuchtmassen A, B bzw.
C, D bilden ein Unwuchtmassepaar 34, das mittels eines gemeinsamen Antriebs 19 angetrieben
ist. Die Drehrichtungen 30 der beiden Unwuchtmassen A, B bzw. C, D sind dabei entgegengesetzt.
Im dargestellten Beispiel sind die Unwuchtmassen A und C linksdrehend und die Unwuchtmassen
B und D rechtsdrehend antreibbar. Wie im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 gezeigt,
können jeweils zwei Unwuchtmassen A, C bzw. B, D auf einer gemeinsamen Rotationsachse
15 angeordnet sein.
[0031] Um zwischen den Unwuchtmassen A, B bzw. C, D eines Unwuchtmassepaares 34 einen Drehrichtungswechsel
zu erreichen, ist jeweils ein Wendegetriebe 24 angeordnet. In einer anderen, nicht
dargestellten Variante sind die beiden gleichdrehenden Unwuchtmassen A, C bzw. B,
D mittels eines gemeinsamen Antriebs 19 antreibbar. Dann ist kein Wendegetriebe 24
erforderlich. Für die Einstellung einer Phasenverschiebung zwischen den mittels eines
gemeinsamen Antriebs 19 angetriebenen Unwuchtmassen 14 ist eine Verstellvorrichtung
25 angeordnet (Fig. 5). Dabei ist bei den mit entgegengesetzten Drehrichtungen antreibbaren
Unwuchtmassen 14 gegenüber einer Ausgangsstellung eine erste Phasenverschiebung Δϕ
1 einstellbar. Bei den gleichdrehenden Unwuchtmassen 14 ist eine zweite Phasenverschiebung
Δϕ
2 einstellbar.
[0032] In Fig. 4 ist bezugnehmend auf Fig. 2 der Schwingungserreger 12 mit einem eigenen
Antrieb 19 pro Unwuchtmasse 14 schematisch dargestellt. Wie im Beispiel gemäß Fig.
3 sind die Unwuchtmassen A und C linksdrehend und die Unwuchtmassen B und D rechtsdrehend
antreibbar. Zur Einstellung der Phasenverschiebungen Δϕ
1, Δϕ
2 ist jeder Antrieb 19 drehwinkelabhängig ansteuerbar oder zwischen jedem Antrieb 19
und der zugehörigen Unwuchtmasse 14 ist eine Verstellvorrichtung 25 angeordnet.
[0033] Fig. 5 zeigt zum Beispiel eine mechanische Verstellvorrichtung 25 für eine Verdrehung
der Rotationswelle 13 der Unwuchtmasse 14 gegenüber einer Antriebswelle 26 des Antriebes
19. Hierzu ist die Rotationswelle 13 innerhalb einer mit der Antriebswelle 26 längsverschiebbar
verbundenen Hülse 27 geführt. Wie eine Spindel weist die Rotationswelle 13 zumindest
eine helixartig verlaufende Nut 28 auf, in welcher sich ein innenseitiges Gegenstück
der Hülse 27 im Eingriff befindet.
[0034] Die Hülse 27 und die Rotationswelle 13 sind drehbar gelagert über einen Hydraulikzylinder
29 miteinander verbunden. Wird mittels des Hydraulikzylinders 29 eine Längsverschiebung
der Hülse 27 gegenüber der Rotationswelle 13 herbeigeführt, verdreht sich die Rotationswelle
13 samt Unwuchtmasse 14 im gewünschten Winkel gegenüber der Antriebswelle 26. Durch
eine Verdrehung der Rotationswelle 13 gegenüber der Antriebswelle 26 wird gegenüber
einer anderen Unwuchtmasse 14 eine Phasenverschiebung Δϕ
1, Δϕ
2 erreicht.
[0035] Die mechanische Verstellvorrichtung 25 eignet sich besonders in Kombination mit gleichförmig
angetriebenen Hydraulikmotoren. Hier kommt günstigerweise ein Winkelgeber 35 zum Einsatz,
um eine Rückmeldung über die Winkelstellung der jeweiligen Antriebswelle 26 bzw. Rotationswelle
13 zu erhalten. Auch bei einer vereinfachten Lösung wie in Fig. 3 ist die Anordnung
einer Verstellvorrichtung 25 zwischen den mit einem gemeinsamen Antrieb 19 versehenen
Unwuchtmassen 14 sinnvoll, um eine Phasenverschiebung Δϕ
1, Δϕ
2 zwischen den beiden Unwuchtmassen 14 zu erreichen.
[0036] Beim Schwingungserreger 12 in Fig. 6 rotieren zwei Unwuchtmassen 14 um eine gemeinsame
Rotationsachse 15. Dabei ist eine Rotationswellen 13 mit einer äußeren Unwuchtmasse
14 als Hohlwelle ausgebildet. Innerhalb der Hohlwelle ist ein freies Ende der anderen
Rotationswelle 13 mit einer inneren Unwuchtmasse 14 gelagert. Die Rotationswellen
13 sind über weitere Wälzlager 16 in einem Gehäuse 11 gelagert und mittels eigener
Antriebe 19 angetrieben. Die Fliehkräfte der rotierenden Unwuchtmassen 14 wirken dabei
in einer gemeinsamen Ebene, sodass keine eventuell störenden Kippmomente auftreten.
Diese Lagerungsvariante eignet sich insbesondere für einen Schwingungserreger 12 mit
nur zwei Unwuchtmassen 14.
[0037] In den Figuren 7 bis 9 ist die Wirkung einer variablen zweiten Phasenverschiebung
Δϕ
2 anhand zweier gleichdrehender Unwuchtmassen 14 erläutert. Links sind die Stellungen
der Unwuchtmassen 14 zueinander dargestellt. Dabei sind die Rotationsachsen 15 in
Gleislängsrichtung 8 ausgerichtet und verlaufen somit parallel zu einer z-Achse eines
in Fig. 1 eingezeichneten rechtsdrehenden kartesischen Koordinatensystems x, y, z.
Diagramme zeigen Richtungskomponenten F
x, F
y einer resultierenden Schlagkraft Fs über einem gemeinsamen Phasenwinkel ϕ. Darunter
sind für mehrere Phasenwinkel ϕ Schlagkraftvektoren im mit der Maschine 1 mitbewegten
Koordinatensystem x, y, z dargestellt. Wenn in einer Ausgangsstellung gemäß Fig. 7
die zweite Unwuchtmasse 14 gegenüber der ersten Unwuchtmasse 14 um 180° phasenverschoben
ist, sind die Fliehkräfte getilgt. Die resultierenden Richtungskomponenten F
y, F
x der Schlagkraft Fs sind gleich null.
[0038] Gegenüber der Ausgangsstellung ist in Fig. 8 für die zweite Unwuchtmasse 14 eine
zweite Phasenverschiebung Δϕ
2 von 60° in Drehrichtung eingestellt, sodass die zweite Unwuchtmasse 14 der ersten
Unwuchtmasse 14 insgesamt um 240° vorläuft. Daraus ergibt sich eine drehende Schlagkraft
Fs mit einem gleichbleibenden Betrag. Die maximale Schlagkraft Fs wird erreicht, wenn
gegenüber der Ausgangsstellung für die zweite Unwuchtmasse 14 eine zweite Phasenverschiebung
Δϕ
2 von 180° in Drehrichtung eingestellt wird. Dann rotieren beide Unwuchtmassen 14 synchron,
sodass sich die Fliehkräfte addieren (Fig. 9).
[0039] Entsprechende Abbildungen sind in den Figuren 10 und 11 für zwei gegenläufig angetriebene
Unwuchtmasse 14 dargestellt. In einer Ausgangsstellung ist die Schlagkraftkomponente
F
y in y-Richtung getilgt und in x-Richtung tritt die größte Schlagkraft (Fs) auf (Fig.
10). Eine Änderung der Schlagkraft Fs tritt ein, wenn gegenüber der Ausgangsstellung
für eine Unwuchtmasse 14 eine erste Phasenverschiebung Δϕ
1 eingestellt wird. In Fig. 11 beträgt die erste Phasenverschiebung Δϕ
1 der zweiten Unwuchtmasse 14 zum Beispiel 60° in Drehrichtung. Dann verringert sind
die Schlagkraft Fs. Die Wirkrichtung der Schlagkraft Fs weist dabei gegenüber der
x-Achse einen Neigungswinkel auf, welcher der halben ersten Phasenverschiebung Δϕ
1 entspricht. Eine maximale Schlagkraft Fs parallel zur y-Achse ergibt sich somit bei
einer ersten Phasenverschiebung Δϕ
1 von 180°.
[0040] In den Figuren 12 bis 16 sind verschiedene Phasenverschiebungen Δϕ
1, Δϕ
2 bei vier Unwuchtmassen A, B, C und D gemäß den Figuren 3 und 4 dargestellt. Jede
der Figuren 12 bis 15 zeigt links eine erste Ausgangsstellung zweier Unwuchtmassepaare
34 mit jeweils gegenläufig rotierenden Unwuchtmassen A, B bzw. C, D (Phasenwinkel
ϕ = 0). Daneben (Fig. 12, 13) bzw. darunter (Fig. 14, 15) sind Verläufe der Schlagkräfte
F
AB, F
CD der Unwuchtmassepaare 34 und der sich insgesamt ergebenen Schlagkraft Fs über einem
gemeinsamen Phasenwinkel ϕ dargestellt. Des Weiteren sind die Stellungen der Unwuchtmassen
14 bei einem Phasenwinkel ϕ von 90°, 180° und 270° dargestellt.
[0041] Anhand der Figuren 12 und 13 wird eine Schlagkraftverstellung in Richtung der x-Achse,
das heißt in der Gleisebene normal zur Gleislängsrichtung 8, erläutert. Dabei sind
die Unwuchtmassen A, B bzw C, D jedes Unwuchtmassenpaares 34 zueinander um 180° phasenverschoben.
Infolge der gegengleichen Drehrichtungen 30 sind die Fliehkräfte in Richtung der y-Achse
getilgt und die y-Komponente der Schlagkraft Fs ist gleich null. In Fig. 12 sind zudem
die jeweils mit gleicher Drehrichtung antreibbaren Unwuchtmassen A, C bzw. B, D zueinander
um 180° phasenverschoben. Damit ergibt sich für die insgesamt resultierende Schlagkraft
Fs auch eine getilgte x-Komponente. In dieser Ausgangsstellung wirkt somit trotz rotierender
Unwuchtmassen 14 keine Schlagkraft Fs auf das Gleis 3.
[0042] Für eine maximale Schlagkraft Fs in x-Richtung ist die eingestellte zweite Phasenverschiebung
Δϕ
2 gleich 180° (Fig. 7). Hier laufen die mit gleicher Drehrichtung antreibbaren Unwuchtmassen
A, C bzw. B, D synchron, sodass sich die Fliehkräfte in x-Richtung addieren. Mit der
variabel einstellbaren zweiten Phasenverschiebung Δϕ
2 im Bereich von 0° bis 180° ist die resultierende Schlagkraft Fs in Richtung der x-Achse
von null bis maximal exakt einstellbar.
[0043] Die Einstellung der Schlagkraft Fs in Richtung der y-Achse wird anhand der Figuren
14 und 15 erläutert. Zunächst ist in jedem Unwuchtmassepaar 34 eine Unwuchtmasse B
bzw. D gegenüber der Ausgangsstellung in Fig. 12 phasenverschoben. Konkret wird bei
beiden Unwuchtmassepaaren 34 eine erste Phasenverschiebung Δϕ
1 gleich 180° eingestellt, sodass weiterhin eine vollständige Tilgung der resultierenden
Schlagkraft Fs vorliegt (Fig. 14). Um eine maximale Schlagkraft Fs in Richtung der
y-Achse zu erreichen, wird gegenüber dieser neuen Ausgangstellung eine zweite Phasenverschiebung
Δϕ
2 gleich 180° eingestellt (Fig. 15).
[0044] Fig. 16 zeigt für vier Unwuchtmassen A, B, C, D fünf verschiedene Schlagkrafteinstellungen
mit der jeweils resultierenden Schlagkraft Fs. Von links nach rechts sind vier Stellungen
der jeweiligen Schlagkrafteinstellung dargestellt, nämlich bei den Phasenwinkel ϕ
gleich 0°, 90°, 180° und 270°. Durch eine veränderte Vorgabe der ersten Phasenverschiebung
Δϕ
1 und der zweiten Phasenverschiebung Δϕ
2 mittels der gemeinsamen Steuerungseinrichtung 31 wird die benötigte Schlagkraft Fs
schnell und präzise eingestellt. Dabei umfasst die Steuerungseinrichtung 31 eine Recheneinheit,
um in Abhängigkeit einer örtlichen Gleisbeschaffenheit die optimale Schlagkraft Fs
einzustellen. Der Steuerungseinrichtung 31 sind für diesen Optimierungsvorgang entsprechende
Sensorsignale von an der Maschine 1 angeordneten Sensoren oder vorab ermittelte Gleisdaten
zugeführt.
1. Maschine (1) zum Stabilisieren eines Gleises (3), mit einem auf Schienenfahrwerken
(4) abgestützten Maschinenrahmen (6) und einem höhenverstellbaren, durch Aggregatrollen
(10) auf Schienen (5) des Gleises (3) abrollbaren Stabilisationsaggregat (7), das
einen Schwingungserreger (12) mit rotierenden Unwuchtmassen (14) zur Erzeugung einer
dynamisch in einer Gleisebene normal zu einer Gleislängsrichtung (8) wirkenden Schlagkraft
(Fs) sowie einen Höhenantrieb (9) zur Erzeugung einer auf das Gleis (3) wirksamen
Auflast umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwingungserreger (12) zumindest vier rotierbare Unwuchtmassen (14) aufweist,
von denen jeweils zwei Unwuchtmassen (14) rechtsdrehend und zwei Unwuchtmassen (14)
linksdrehend antreibbar sind, dass die rechtsdrehenden und die linksdrehenden Unwuchtmassen
(14), jeweils ein Unwuchtmassepaar (34) bildend, mit einer gegenüber einer Ausgangsstellung
variabel einstellbaren ersten Phasenverschiebung (Δϕ1) antreibbar sind, dass die beiden linksdrehenden Unwuchtmassen (14) zueinander mit
einer variabel einstellbaren zweiten Phasenverschiebung (Δϕ2) antreibbar sind und dass die beiden rechtsdrehenden Unwuchtmassen (14) zueinander
mit einer variabel einstellbaren zweiten Phasenverschiebung (Δϕ2) antreibbar sind.
2. Maschine (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Unwuchtmasse (14) ein Winkelgeber (35) zugeordnet ist.
3. Maschine (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Unwuchtmasse (14) mit einer in Gleislängsrichtung (8) ausgerichteten
Rotationsachse (15) am Stabilisationsaggregat (7) angeordnet ist.
4. Maschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Unwuchtmasse (14) ein eigener Antrieb (19) zugeordnet ist.
5. Maschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Unwuchtmassen (14) ein gemeinsamer Antrieb (19) zugeordnet ist.
6. Maschine (1) nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige Antrieb (19) als elektrischer Antrieb ausgebildet ist.
7. Maschine (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrischen Antriebe mittels einer gemeinsamen Steuerungseinrichtung (31) angesteuert
sind.
8. Maschine (1) nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige Antrieb (19) als hydraulischer Antrieb ausgebildet ist.
9. Maschine (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass dem jeweiligen Antrieb (19) eine Verstellvorrichtung (25) für eine variable Phasenverschiebung
(Δϕ1, Δϕ2) zugeordnet ist.
10. Verfahren zum Betreiben einer Maschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Stabilisationsaggregat (7) über den Höhenantrieb (9) auf das Gleis (3) abgesetzt
und mit einer Auflast beaufschlagt wird, dass zumindest vier rotierbare Unwuchtmassen
(14) in der Weise zueinander mit variabel einstellbaren Phasenverschiebungen (Δϕ1, Δϕ2) angetrieben werden, dass zwei rechtsdrehende Unwuchtmassen (14) und zwei linksdrehende
Unwuchtmassen (14), jeweils ein Unwuchtmassepaar (34) bildend, mit einer gegenüber
einer Ausgangsstellung variabel einstellbaren ersten Phasenverschiebung angetrieben
werden und dass die zwei linksdrehende Unwuchtmassen (14) zueinander mit einer variabel
einstellbaren zweiten Phasenverschiebung (Δϕ2) angetrieben werden und die zwei rechtsdrehende Unwuchtmassen (14) zueinander mit
einer variabel einstellbaren zweiten Phasenverschiebung (Δϕ2) angetrieben werden.
1. A machine (1) for stabilizing a track (3), including a machine frame (6) supported
on on-track undercarriages (4) and a vertically adjustable stabilizing unit (7) designed
to roll on rails (5) of the track (3) by means of unit rollers (10), the stabilizing
unit comprising a vibration exciter (12) with rotating imbalance masses (14) for generating
an impact force (Fs) acting dynamically in a track plane perpendicularly to a track
longitudinal direction (8) and a vertical drive (9) for generating a vertical load
acting on the track (3), characterized in that the vibration exciter (12) comprises at least four rotatable imbalance masses (14)
of which two imbalance masses (14) in each case are driveable right-turning and two
imbalance masses (14) are driveable left-turning, that the right-turning imbalance
masses (14) and the left-turning imbalance masses (14) each forming an imbalance mass
pair (34) are driveable applying a first phase shift (Δϕ1) which is variably adjustable with respect to an initial position, that the two left-turning
imbalance masses (14) are driveable with a variably adjustable second phase shift
(Δϕ2) to one another, and that the two right-turning imbalance masses (14) are driveable
with a variably adjustable second phase shift (Δϕ2) to one another.
2. A machine (1) according to on claim 1, characterized in that an angle sensor (35) is associated with each imbalance mass (14).
3. A machine (1) according to claim 1 or 3, characterized in that the respective imbalance mass (14) is arranged on the stabilizing unit (7) with a
rotation axis (15) being aligned in the track longitudinal direction (8).
4. A machine (1) according to one of claims 1 to 3, characterized in that a separate drive (19) is associated with each imbalance mass (14).
5. A machine (1) according to one of claims 1 to 3, characterized in that a common drive (19) is associated with two imbalance masses (14).
6. A machine (1) according to one of claims 4 or 5, characterized in that the respective drive (19) is designed as an electric drive.
7. A machine (1) according to claim 6, characterized in that the electric drives are controlled by means of a common control device (31).
8. A machine (1) according to one of claims 4 or 5, characterized in that the respective drive (19) is designed as a hydraulic drive.
9. A machine (1) according to one of claims 4 to 8, characterized in that an adjustment device (25) for a variable phase shift (Δϕ1, Δϕ2) is associated with the respective drive (19).
10. A method of operating a machine (1) according to one of claims 1 to 9, characterized in that the stabilizing unit (7) is set down on the track (3) via the vertical drive (9)
and actuated with a vertical load, and that at least four rotatable imbalance masses
(14) are driven applying variably adjustable phase shifts (Δϕ1, Δϕ2) to one another in this way, that two right-turning imbalance masses (14) and two
left-turning imbalance masses (14) each forming an imbalance mass pair (34) are driven
applying a first phase shift (Δϕ1) which is variably adjustable with respect to an initial position and that the two
left-turning imbalance masses (14) are driven applying a variably adjustable second
phase shift (Δϕ2) to one another and the two right-turning imbalance masses (14) are driven applying
a variably adjustable second phase shift (Δϕ2) to one another.
1. Machine (1) de stabilisation d'une voie ferrée (3), avec un châssis de machine (6)
appuyé sur des mécanismes de roulement ferroviaires (4) et un module de stabilisation
réglable en hauteur (7), pouvant partir en dérive sur des rails (5) de la voie ferrée
(3) par des rouleaux de module (10), lequel comprend un excitateur de vibrations (12)
avec des masses de balourd rotatives (14) pour la génération d'une force de percussion
(Fs) agissant dynamiquement dans un plan de voie perpendiculaire à une direction longitudinale
de voie (8) ainsi qu'un entraînement en hauteur (9) pour la génération d'une charge
efficace sur la voie ferrée (3), caractérisée en ce que l'excitateur de vibrations (12) présente au moins quatre masses de balourd rotatives
(14) parmi lesquelles à chaque fois deux masses de balourd (14) peuvent être entraînées
en rotation droite et deux masses de balourd (14) peuvent être entraînées en rotation
gauche, que les masses de balourd à rotation droite et à rotation gauche (14), formant
à chaque fois une paire de masses de balourd (34), peuvent être entraînées avec un
premier déphasage (Δϕ1) réglable de manière variable par rapport à une position de départ, que les deux
masses de balourd à rotation gauche (14) peuvent être entraînées l'une par rapport
à l'autre avec un second déphasage (Δϕ2) réglable de manière variable et que les deux masses de balourd à rotation droite
(14) peuvent être entraînées l'une par rapport à l'autre avec un second déphasage
(Δϕ2) réglable de manière variable.
2. Machine (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'un capteur angulaire (35) est associé à chaque masse de balourd (14).
3. Machine (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la masse de balourd respective (14) est disposée avec un axe de rotation (15) orienté
dans la direction longitudinale de voie (8) sur le module de stabilisation (7).
4. Machine (1) selon une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce qu'un propre entraînement (19) est associé à chaque masse de balourd (14).
5. Machine (1) selon une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce qu'un propre entraînement (19) est associé à deux masses de balourd (14).
6. Machine (1) selon une des revendications 4 ou 5, caractérisée en ce que l'entraînement respectif (19) est réalisé en tant qu'entraînement électrique.
7. Machine (1) selon la revendication 6, caractérisée en ce que les entraînements électriques sont commandés au moyen d'un dispositif de commande
commun (31).
8. Machine (1) selon une des revendications 4 ou 5, caractérisée en ce que l'entraînement respectif (19) est réalisé en tant qu'entraînement hydraulique.
9. Machine (1) selon une des revendications 4 à 8, caractérisée en ce qu'un dispositif de déplacement (25) pour un déphasage variable (Δϕ1, Δϕ2) est associé à l'entraînement respectif (19).
10. Procédé d'exploitation d'une machine (1) selon une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le module de stabilisation (7) est posé sur la voie ferrée (3) par le biais de l'entraînement
en hauteur (9) et sollicité avec une charge, qu'au moins quatre masses de balourd
rotatives (14) sont entraînées l'une par rapport à l'autre avec des déphasages (Δϕ1, Δϕ2) réglables de manière variable de telle sorte que deux masses de balourd à rotation
droite (14) et deux masses de balourd à rotation gauche (14), formant à chaque fois
une paire de masses de balourd (34), sont entraînées avec un premier déphasage réglable
de manière variable par rapport à une position de départ et que les deux masses de
balourd à rotation gauche (14) sont entraînées l'une par rapport à l'autre avec un
second déphasage (Δϕ2) réglable de manière variable, et que les deux masses de balourd à rotation droite
(14) sont entraînées l'une par rapport à l'autre avec un second déphasage (Δϕ2) réglable de manière variable.