Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Saugmaschine, insbesondere ein Saugfahrzeug, mit einem
Sauggebläse, einer Saugleitung und einem Saugmund zur Führung eines Saugstromes. Der
Saugmund umfasst eine Basiseinheit und eine an der Basiseinheit angeordnete Adaptereinheit.
Die Adaptereinheit umfasst eine Saugöffnung und eine Adapterauslassöffnung. Die Saugmaschine
ist derart ausgestaltet, dass der Saugstrom durch die Saugöffnung in die Adaptereinheit,
von der Adaptereinheit durch die Adapterauslassöffnung in die Basiseinheit und durch
die Saugleitung strömt.
Hintergrund
[0002] Kommunale Behörden pflegen ihre Infrastruktur insbesondere mittels sogenannten Mehrzweck-Fahrzeugen.
An solchen Mehrzweck-Fahrzeugen können beispielsweise eine Kehrvorrichtung mit Kehrbesen
zur Beseitigung von Splitt, Schutt und anderen Materialien, eine Schrubbvorrichtung
zur gründlichen Reinigung von Oberflächen oder ein Mähwerk zur Pflege von Rasen montiert
werden. Beim Kehren, Schrubben und Mähen saugt eine Saugvorrichtung den Schmutz oder
andere Materialien in einen Sammelbehälter ein.
[0003] Solche Mehrzweck-Fahrzeuge können beispielsweise aber auch mit einer Schwemmanlage,
mit einem Giessarm, mit einem Salzstreugerät oder mit einer Schneeräumvorrichtung
ausgerüstet werden. Bei solchen Anwendungen ist die Saugvorrichtung ausser Betrieb.
[0004] Der Vorteil solcher Mehrzweck-Fahrzeuge besteht darin, dass eine Kommune beispielsweise
nur ein einziges Fahrzeug benötigt, weil an diesem verschiedenste Vorrichtungen für
die erwähnten Anwendungen modular montiert werden können.
[0005] Mehrzweck-Fahrzeuge sind bevorzugt derart auszugestalten, dass sich die verschiedenen
Module mit möglichst wenig Aufwand montieren und wieder demontieren lassen.
Darstellung der Erfindung
[0006] Es stellt sich die Aufgabe, eine Saugmaschine bereitzustellen, bei welcher der Saugmund
möglichst einfach an verschiedenste Anwendungen angepasst werden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs gelöst.
[0008] Demgemäss umfasst eine Saugmaschine, insbesondere ein Saugfahrzeug, ein Sauggebläse,
eine Saugleitung und einen Saugmund zur Führung eines Saugstromes. Der Saugmund weist
eine Basiseinheit und eine an der Basiseinheit angeordnete Adaptereinheit auf. Die
Adaptereinheit ist von der Saugmaschine und von der Basiseinheit entkoppelbar.
[0009] Die Adaptereinheit umfasst eine Saugöffnung und eine Adapterauslassöffnung. Im Betrieb
strömt der Saugstrom durch die Saugöffnung in die Adaptereinheit ein. Der Saugstrom
strömt durch die Adaptereinheit und verlässt diese durch die Adapterauslassöffnung.
Von dort strömt der Saugstrom in die Basiseinheit und durch die Saugleitung.
[0010] Weil lediglich die Adaptereinheit für unterschiedliche Sauganwendungen ausgewechselt
werden muss, gestaltet sich die Anpassung der Saugmaschine an unterschiedliche Sauganwendungen
besonders einfach. Die Saugvorrichtung, das Sauggebläse, die Saugleitung und die Basiseinheit
sind an der Saugmaschine insbesondere fix montiert.
[0011] Mit Vorteil ist die Adaptereinheit zur Kopplung mit der Saugmaschine seitwärts zur
Hauptfahrtrichtung auf die Basiseinheit schiebbar.
[0012] Seitwärts bedeutet insbesondere in einem Winkel zwischen 45° bis 135° zur Hauptfahrtrichtung.
[0013] Insbesondere bei einem Saugfahrzeug ist die Hauptfahrtrichtung gerade nach vorne
bei neutraler Lenkstellung.
[0014] Die Adapterauslassöffnung ist seitlich, insbesondere an einer Rückseite, der Adaptereinheit
angeordnet. Dies bedeutet, dass bei normaler Betriebsposition der Saugstrom die Adaptereinheit
weder gegen oben, noch gegen unten verlässt. Der Saugstrom tritt seitlich aus der
Adaptereinheit aus. Die Ankopplung an die Basiseinheit kann dadurch besonders einfach
ausgestaltet werden. Der Begriff "seitlich" schliesst oben und unten aus, beinhaltet
aber alle anderen Seiten der Adaptereinheit. Ist die Adaptereinheit beispielsweise
quaderförmig ausgestaltet, so würde der Begriff "seitlich" die Vorderseite, die Rückseite,
die linke und die rechte Seite umfassen.
[0015] Vorteilhaft ist die Adaptereinheit, insbesondere im Wesentlichen, gegen hinten offen
ausgestaltet. Dies bedeutet, dass die Adaptereinheit im Wesentlichen keine rückseitige
Wandung umfasst. Der Saugstrom wird in der Adaptereinheit somit insbesondere von Seitenwänden
und durch eine obere und eine untere Begrenzung geführt und verlässt die Adaptereinheit
gegen hinten. Insbesondere erfolgt die Begrenzung gegen oben durch eine Abdeckung
und gegen unten durch die zu saugende Oberfläche, beispielsweise durch die Strassenoberfläche.
"Hinten" ist in Bezug auf die Fahrtrichtung zu verstehen, d.h. der Saugstrom tritt
vorne ein und tritt gegen hinten wieder aus.
[0016] In einer besonderen Ausführungsform ist der Saugmund derart ausgestaltet, dass der
Saugstrom im Wesentlichen horizontal von der Adaptereinheit in die Basiseinheit strömt.
Der Saugstrom verlässt die Adaptereinheit somit nicht mit einer teilweise nach oben
gerichteten Strömungsrichtung.
[0017] Insbesondere ist die Saugöffnung maximal 1.1-mal, insbesondere maximal 1.2-mal, insbesondere
maximal 1.5-mal, insbesondere maximal 2-mal so breit wie die Adapterauslassöffnung.
Mit anderen Worten verengt sich die Strömungsfläche des Saugstromes innerhalb der
Adaptereinheit gar nicht oder nur geringfügig. Es ist auch möglich, dass sich die
Strömungsfläche des Saugstromes innerhalb der Adaptereinheit vergrössert. Dadurch
kann die Adaptereinheit in seiner Länge entlang der Strömungsrichtung relativ kurz
gehalten werden, da die Verengung der Strömungsfläche in der Hauptsache innerhalb
der Basiseinheit und nicht innerhalb der Adaptereinheit erfolgt.
[0018] Insbesondere ist die Adaptereinheit, insbesondere die Adapterauslassöffnung, gegen
unten offen ausgestaltet. D.h. die Adaptereinheit wird maximal nur gegen oben und
seitlich durch Wandungen begrenzt. Im Betrieb wird insbesondere der Saugstrom von
unten durch die zu saugende Oberfläche geführt. Die Adaptereinheit kann dadurch äusserst
einfach ausgestaltet werden.
[0019] Mit Vorteil ist die Adaptereinheit im Wesentlichen quaderförmig ausgestaltet und
weist eine offene Rückseite und eine offene Unterseite auf.
[0020] In einer besonderen Ausführungsform verengt sich die Strömungsfläche innerhalb der
Basiseinheit mindestens um das 1.2-fache, insbesondere mindestens um das 1.5-fache,
insbesondere mindestens um das 2-fache, insbesondere mindestens um das 3-fache. Eine
Verengung der Strömungsfläche bedeutet, dass die Querschnittsfläche an der Basiseinheitauslassöffnung
kleiner ist als an der Basiseinheiteinlassöffnung. Die Strömungsfläche verkleinert
sich innerhalb der Basiseinheit entlang der Strömungsrichtung.
[0021] Insbesondere ist die Basiseinheit von der Saugmaschine nicht entkoppelbar.
[0022] Die Verengung der Strömungsfläche innerhalb der Basiseinheit hat den Vorteil, dass
die Strömungsfläche nicht innerhalb der Adaptereinheit verengt werden muss, sodass
die Adaptereinheit möglichst kompakt ausgestaltet werden kann.
[0023] Mit Vorteil ist an der Oberseite der Adaptereinheit eine Kopplungsschiene zur Kopplung
der Adaptereinheit mit der Saugmaschine angeordnet. Dies erlaubt ein einfaches Koppeln
und Entkoppeln der Adaptereinheit mit der Saugmaschine.
[0024] Vorteilhaft ist die Erstreckung der Adaptereinheit quer zur Strömungsrichtung des
Saugstromes grösser, insbesondere mindestens 1.5 mal so gross, insbesondere mindestens
doppelt so gross, insbesondere mindestens dreimal so gross, als die Erstreckung der
Adaptereinheit in Strömungsrichtung. Die Adaptereinheit ist damit äusserst kompakt
ausgestaltet, sodass die Kopplung und Entkopplung mit der Saugmaschine äusserst einfach
durchgeführt werden kann.
[0025] Insbesondere ist die Basiseinheit, insbesondere mit der Adaptereinheit, anhebbar
und absenkbar innerhalb der Saugmaschine angeordnet. Dadurch kann die Basiseinheit
innerhalb der Saugmaschine verstaut werden, sodass weitere Vorrichtungen, beispielsweise
ein Schneepflug, an der Saugmaschine montiert werden können, welche die Saugvorrichtung
nicht benötigen.
[0026] In einer besonderen Ausführungsform umfasst die Adaptereinheit Vorsprünge und die
Saugmaschine Greifelemente, welche derart ausgestaltet sind, dass die Adaptereinheit
koppelbar ist, indem die Saugmaschine die Adaptereinheit überfährt und mit den Greifelementen
die Vorsprünge umgreift.
[0027] Mit Vorteil ist die Adaptereinheit eine Kehrvorrichtung, eine Schrubbvorrichtung,
oder eine Mähvorrichtung und/oder die Saugmaschine umfasst einen Führersitz, insbesondere
wobei der Saugmund unterhalb des Führersitzes angeordnet ist, und/oder die Saugmaschine
umfasst einen Fahrantrieb.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0028] Weitere Ausgestaltungen, Vorteile und Anwendungen der Erfindung ergeben sich aus
den abhängigen Ansprüchen und aus der nun folgenden Beschreibung anhand der Figuren.
Dabei zeigen:
Fig. 1 ein Saugfahrzeug mit einer Kehrvorrichtung in Seitenansicht,
Fig. 2 die Komponenten eines Saugsystems eines Saugfahrzeugs mit einer Kehrvorrichtung
mit Ansicht von oben,
Fig. 3 einen Saugmund mit einer von der Basiseinheit entkoppelten Adaptereinheit mit
Ansicht von der Vorderseite,
Fig. 4 einen gekoppelten Saugmund,
Fig. 5 einen Saugmund mit einer von der Basiseinheit entkoppelten Adaptereinheit mit
Ansicht von der Rückseite,
Fig. 6 eine Schnittansicht durch die Mitte des Saugmundes;
Fig. 7 eine alternative Adaptereinheit;
Fig. 8 ein Saugfahrzeug mit einer Schrubbvorrichtung, und
Fig. 9 ein Saugfahrzeug mit einer Mähvorrichtung.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0029] Fig. 1 zeigt ein Saugfahrzeug mit einem Vorderwagen 1 und einem Hinterwagen 2. Der
Vorderwagen 1 umfasst eine Führerkabine 3 mit einem Führersitz 4 und eine Vorderradeinrichtung
5. Der Hinterwagen 2 umfasst eine Hinterradeinrichtung 6 und einen Aufnahmebereich
7 für einen Aufbau, welcher auswechselbar ist. Beim Aufbau handelt es sich vorliegend
um einen Saugbehälter 8 mit einem Sauggebläse 9. Als Aufbau könnte beispielsweise
auch ein Tank, ein Streuer usw. vorgesehen sein.
[0030] Im Weiteren ist am Hinterwagen 2 ein Fahrantrieb 10 angeordnet. Die Hauptfahrtrichtung
des Saugfahrzeuges entspricht dem Pfeil 11. Entsprechend der Hauptfahrtrichtung sind
auch das vordere Ende 12 und das hintere Ende 13 des Saugfahrzeuges definiert.
[0031] Alternativ kann das Saugfahrzeug ohne Knicklenkung ausgestaltet sein. Es kann insbesondere
ein vierradgelenktes oder ein zweiradgelenktes Fahrzeug sein.Der Vorderwagen umfasst
ein Fahrgestell 14, an welchem die Vorderradeinrichtung 5, eine Kehrvorrichtung 15
und ein Saugmund 16 angeordnet sind. Der Saugmund 16 und der Saugbehälter 8 sind über
eine Saugleitung 17 miteinander verbunden. Der Saugstrom strömt somit durch den Saugmund
16 und durch die Saugleitung 17 bis zum Saugbehälter 8.
[0032] Die Kehrvorrichtung 15 umfasst mindestens zwei Besen 18, welche zueinander beabstandet
und am vorderen Ende 12 des Fahrzeuges angeordnet sind. Sie bewegen sich in Drehrichtung
19, wie es in Fig. 2 eingezeichnet ist. Die beiden Besen 18 reinigen die zu reinigende
Oberfläche 20, welche insbesondere eine Strasse ist, und befördern Splitt, Schutt
und anderen Materialien, welche sich auf der Strasse befinden, zur Mitte zwischen
die beiden Besen 18, und gegen hinten in Pfeilrichtung 21 zum Saugmund 16.
[0033] Der Saugmund 16 ist unterhalb des Fahrgestells 14, unterhalb des Führersitzes 4 und
zwischen den Rädern der Vorderradeinrichtung 5 angeordnet. Er umfasst eine Adaptereinheit
22 und eine Basiseinheit 23. Die Basiseinheit 23 ist mit dem Saugfahrzeug fest verbunden.
Innerhalb des Saugfahrzeuges kann sie angehoben und damit bei Nichtgebrauch der Saugfunktion
versorgt werden. Bei den Fig. 1 befindet sich die Basiseinheit 23 in Betrieb. Sie
stützt sich über Räder 24 auf der zu reinigenden Oberfläche 20 ab.
[0034] Die Fig. 2 zeigt die Adaptereinheit 22 in einem nicht montierten Zustand. Die Adaptereinheit
22 kann, seitwärts (wie in Fig. 2 illustriert) auf die Basiseinheit 23 aufgeschoben
werden. Die Seitwärtsrichtung 24 steht in der vorliegenden Ausführungsform rechtwinklig
zur Hauptfahrtrichtung 11. Im Sinne der Erfindungsdefinition bedeutet seitwärts aber
nicht ausschliesslich im rechten Winkel. Seitwärts bedeutet insbesondere in einem
Winkel zwischen 45° bis 135° zur Hauptfahrtrichtung 11.
[0035] In den Fig. 3, 4 und 5 wird der Saugmund mit der Basiseinheit 23 und der Adaptereinheit
22 detailliert dargestellt. Die Fig. 3 und 5 zeigen den Saugmund in entkoppelter Form.
In Fig. 4 ist der Saugmund in gekoppelter, betriebsbereiter Position gezeigt.
[0036] Das Saugfahrzeug bewegt sich in Hauptfahrtrichtung 11. Der Schmutz gelangt von der
zu reinigenden Oberfläche durch eine Saugöffnung 24 in Richtung 25 in die Adaptereinheit
22. In der Adaptereinheit wird der Schmutz vom Saugstrom erfasst. An der Vorderseite
der Adaptereinheit 22 ist eine Abdeckung 26 angeordnet, welche so gross ausgestaltet
ist, dass der Schmutz durch die Saugöffnung 24 in die Adaptereinheit 22 gelangt, gleichzeitig
aber so klein ausgestaltet ist, dass der Saugstrom immer noch eine genügende Saugkraft
aufweist.
[0037] An der Rückseite der Adaptereinheit 22 verlässt der Saugstrom die Adaptereinheit
22 durch die an der Rückseite angeordnete Adapterauslassöffnung 27 in Pfeilrichtung
28. Der Saugstrom führt den aufgenommenen Schmutz mit sich. Die Adaptereinheit 22
ist im wesentlichen quaderförmig und gegen unten offen ausgestaltet.
[0038] Sodann strömt der Saugstrom in Pfeilrichtung 29 von der Adapterauslassöffnung 27
in die Basiseinheit 23. Die Pfeilrichtungen 28 und 29 sind identisch, werden in der
Fig. 3 aber separat dargestellt, weil die Adaptereinheit 22 und die Basiseinheit 23
versetzt und entkoppelt dargestellt sind.
[0039] Innerhalb der Basiseinheit 23 verengt sich der Saugstrom im Trichter 30 auf die Strömungsfläche
der Saugleitung 17 und strömt durch diese zum Saugbehälter 8.
[0040] Die Verengung des Saugstromes auf die Strömungsfläche der Saugleitung 17 findet somit
hauptsächlich innerhalb der Basiseinheit 23 statt. Innerhalb der Adaptereinheit 22
hingegen verengt sich die Strömung gar nicht. In einer alternativen Ausführungsform
könnte sich die Strömung nur wenig verengen. Die Saugöffnung 24 und die Adapterauslassöffnung
27 weisen identische Breiten 31 und 32 auf. Dadurch kann die Adaptereinheit 22 in
der Länge 33 kurz und damit insgesamt äusserst kompakt ausgestaltet werden.
[0041] Wie bereits erwähnt sind in der Fig. 3 die Adaptereinheit 22 und die Basiseinheit
23 seitlich versetzt und entkoppelt dargestellt. Um den Saugmund betriebsbereit zu
erstellen, muss die Adaptereinheit 22 seitwärts entlang der gestrichelten Linie 34
auf die Basiseinheit 23 geschoben werden. Hierfür umfasst die Adaptereinheit 22 eine
Kopplungsschiene 35, welche in eine Führung 36 der Basiseinheit 23 seitwärts eingeschoben
werden kann.
[0042] Die Fig. 4 zeigt den Saugmund in einem gekoppelten und betriebsbereiten Zustand.
Eine Arretiervorrichtung 37 fixiert die Kopplungsschiene 35 der Adaptereinheit 22
mit der Führung 36 der Basiseinheit 23. Über das Verbindungselement 38 kann die Abdeckung
26 bewegt werden, um die Saugöffnung 24 zu vergrössern und zu verkleinern. Dadurch
können verschieden grosse Gegenstände eingesogen werden.
[0043] Der Saugstrom strömt von der Adaptereinheit 22 im Wesentlichen horizontal in die
Basiseinheit 23 und dann durch den Trichter 30 in die Saugleitung 17.
[0044] Die Fig. 5 zeigt den Saugmund in entkoppeltem Zustand von der Rückseite. An der Rückseite
der Adaptereinheit 22 ist die Auslassöffnung 27 sichtbar. Vorliegend wird die Adapterauslassöffnung
27 dadurch gebildet, dass die Rückseite der Adaptereinheit 22 offen ausgestaltet ist.
Die Adaptereinheit 22 wird somit lediglich von einer Abdeckung 26 zur Vorderseite,
von seitlichen Wandungen und von einer oberen Wandung begrenzt.
[0045] Der Saugstrom strömt sodann innerhalb der Basiseinheit 23 durch den Trichter 30 in
die Saugleitung 17. Zur Rückseite hin wird der Strömungskanal durch eine rückseitige
Abdeckung 39 der Basiseinheit 23 begrenzt.
[0046] Die Fig. 6 zeigt eine Schnittansicht durch die Mitte des gekoppelten Saugmundes,
d.h. einen Schnitt durch den Saugmund gemäss Fig. 4. Die Kopplungsschiene 35 und die
Führung 36 liegen ineinander, sodass die Adaptereinheit 22 und die Basiseinheit 23
miteinander gekoppelt sind.
[0047] Die Fig. 7 zeigt eine alternative Adaptereinheit, welche Vorsprünge 43 umfasst. Die
Adaptereinheit 22 kann mit der Basiseinheit gekoppelt werden, indem das Saugfahrzeug
die Adaptereinheit 22 überfährt, mittels Greifelementen 44, welche am Saugfahrzeug
angeordnet sind, umgreift, und damit die Adaptereinheit an die Basiseinheit koppelt.
[0048] Die Fig. 8 zeigt ein Saugfahrzeug mit einer Schrubbvorrichtung 40 und die Fig. 9
zeigt ein Saugfahrzeug mit einer Mähvorrichtung 41. Auch bei diesen beiden Saugfahrzeugen
kann die Basiseinheit 23 innerhalb des Fahrzeuges angehoben und abgesenkt werden.
[0049] Während in der vorliegenden Anmeldung bevorzugte Ausführungen der Erfindung beschrieben
sind, ist klar darauf hinzuweisen, dass die Erfindung nicht auf diese beschränkt ist
und in auch anderer Weise innerhalb des Umfangs der folgenden Ansprüche ausgeführt
werden kann.
1. Saugmaschine, insbesondere ein Saugfahrzeug, mit einem Sauggebläse (9), einer Saugleitung
(17) und einem Saugmund zur Führung eines Saugstromes, wobei der Saugmund eine Basiseinheit
(23) und eine an der Basiseinheit (23) angeordnete Adaptereinheit (22) umfasst und
die Adaptereinheit (22) eine Saugöffnung (24) und eine Adapterauslassöffnung (27)
aufweist,
wobei die Saugmaschine derart ausgestaltet ist, dass der Saugstrom durch die Saugöffnung
(24) in die Adaptereinheit (22), von der Adaptereinheit (22) durch die Adapterauslassöffnung
(27) in die Basiseinheit (23) und durch die Saugleitung (17) strömt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Adaptereinheit (22) von der Saugmaschine und der Basiseinheit (23) entkoppelbar
ist.
2. Saugmaschine nach Anspruch 1, wobei die Adaptereinheit (22) derart ausgestaltet ist,
dass sie zur Kopplung mit der Saugmaschine seitwärts zur Hauptfahrtrichtung (11) auf
die Basiseinheit (23) schiebbar ist.
3. Saugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Adapterauslassöffnung
(27) seitlich, insbesondere an einer Rückseite, der Adaptereinheit (22) angeordnet
ist.
4. Saugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Adaptereinheit (22)
gegen hinten offen ist.
5. Saugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Saugmund derart ausgestaltet
ist, dass der Saugstrom im Wesentlichen horizontal von der Adaptereinheit (22) in
die Basiseinheit (23) strömt.
6. Saugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Saugöffnung (24) maximal
1.1-mal, insbesondere maximal 1.2-mal, insbesondere maximal 1.5-mal, insbesondere
maximal 2-mal so breit ist wie die Adapterauslassöffnung (27).
7. Saugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Adaptereinheit (22),
insbesondere die Adapterauslassöffnung (27) gegen unten offen ausgestaltet ist.
8. Saugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Adaptereinheit (22)
im Wesentlichen quaderförmig ausgestaltet ist und eine offene Rückseite und eine offene
Unterseite aufweist.
9. Saugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei sich die Strömungsfläche
innerhalb der Basiseinheit (22) mindestens um das 1.2-fache, insbesondere mindestens
um das 1.5-fache, insbesondere mindestens um das 2-fache, insbesondere mindestens
um das 3-fache verengt, insbesondere wobei die Basiseinheit (23) von der Saugmaschine
nicht entkoppelbar ist.
10. Saugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei an der Oberseite der Adaptereinheit
(22) eine Kopplungsschiene (35) zur Kopplung der Adaptereinheit (22) mit der Saugmaschine
angeordnet ist.
11. Saugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Erstreckung der Adaptereinheit
(22) quer zur Strömungsrichtung des Saugstromes grösser, insbesondere mindestens 1.5
mal so gross, insbesondere mindestens doppelt so gross, ist als die Erstreckung der
Adaptereinheit in Strömungsrichtung.
12. Saugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Basiseinheit (23),
insbesondere mit der Adaptereinheit (22), anhebbar und absenkbar an der Saugmaschine
angeordnet ist.
13. Saugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Adaptereinheit Vorsprünge
und die Saugmaschine Greifelemente aufweisen, welche derart ausgestaltet sind, dass
die Adaptereinheit koppelbar ist, indem die Saugmaschine die Adaptereinheit überfährt
und mit den Greifelementen die Vorsprünge umgreift.
14. Saugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Adaptereinheit eine
Kehrvorrichtung (15), eine Schrubbvorrichtung (40), oder eine Mähvorrichtung (41)
ist.
15. Saugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Saugmaschine
- einen Führersitz (4) umfasst, insbesondere wobei der Saugmund unterhalb des Führersitzes
(4) angeordnet ist,
- einen Fahrantrieb (10) umfasst.