(19)
(11) EP 3 754 112 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
23.12.2020  Patentblatt  2020/52

(21) Anmeldenummer: 19180912.8

(22) Anmeldetag:  18.06.2019
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E01H 1/08(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(71) Anmelder: Marcel Boschung AG
1530 Payerne (CH)

(72) Erfinder:
  • Wuillemin, Kurt
    1752 Villars-sur-Glâne (CH)

(74) Vertreter: Hochreutener, Joel Marc 
E. Blum & Co. AG Vorderberg 11
8044 Zürich
8044 Zürich (CH)

   


(54) SAUGMASCHINE MIT ENTKOPPELBAREM SAUGMUND


(57) Eine Saugmaschine, insbesondere ein Saugfahrzeug, umfasst ein Sauggebläse, eine Saugleitung (17) und einen Saugmund zur Führung eines Saugstromes. Der Saugmund weist eine Basiseinheit (23) und eine an der Basiseinheit (23) angeordnete Adaptereinheit (22) auf. Die Adaptereinheit (22) umfasst eine Saugöffnung (24) und eine Adapterauslassöffnung und kann von der Saugmaschine und der Basiseinheit (23) entkoppelt werden. Die Saugmaschine ist derart ausgestaltet, dass der Saugstrom durch die Saugöffnung (24) in die Adaptereinheit (22), von der Adaptereinheit (22) durch die Adapterauslassöffnung in die Basiseinheit (23) und durch die Saugleitung (17) strömt.




Beschreibung

Gebiet der Erfindung



[0001] Die Erfindung betrifft eine Saugmaschine, insbesondere ein Saugfahrzeug, mit einem Sauggebläse, einer Saugleitung und einem Saugmund zur Führung eines Saugstromes. Der Saugmund umfasst eine Basiseinheit und eine an der Basiseinheit angeordnete Adaptereinheit. Die Adaptereinheit umfasst eine Saugöffnung und eine Adapterauslassöffnung. Die Saugmaschine ist derart ausgestaltet, dass der Saugstrom durch die Saugöffnung in die Adaptereinheit, von der Adaptereinheit durch die Adapterauslassöffnung in die Basiseinheit und durch die Saugleitung strömt.

Hintergrund



[0002] Kommunale Behörden pflegen ihre Infrastruktur insbesondere mittels sogenannten Mehrzweck-Fahrzeugen. An solchen Mehrzweck-Fahrzeugen können beispielsweise eine Kehrvorrichtung mit Kehrbesen zur Beseitigung von Splitt, Schutt und anderen Materialien, eine Schrubbvorrichtung zur gründlichen Reinigung von Oberflächen oder ein Mähwerk zur Pflege von Rasen montiert werden. Beim Kehren, Schrubben und Mähen saugt eine Saugvorrichtung den Schmutz oder andere Materialien in einen Sammelbehälter ein.

[0003] Solche Mehrzweck-Fahrzeuge können beispielsweise aber auch mit einer Schwemmanlage, mit einem Giessarm, mit einem Salzstreugerät oder mit einer Schneeräumvorrichtung ausgerüstet werden. Bei solchen Anwendungen ist die Saugvorrichtung ausser Betrieb.

[0004] Der Vorteil solcher Mehrzweck-Fahrzeuge besteht darin, dass eine Kommune beispielsweise nur ein einziges Fahrzeug benötigt, weil an diesem verschiedenste Vorrichtungen für die erwähnten Anwendungen modular montiert werden können.

[0005] Mehrzweck-Fahrzeuge sind bevorzugt derart auszugestalten, dass sich die verschiedenen Module mit möglichst wenig Aufwand montieren und wieder demontieren lassen.

Darstellung der Erfindung



[0006] Es stellt sich die Aufgabe, eine Saugmaschine bereitzustellen, bei welcher der Saugmund möglichst einfach an verschiedenste Anwendungen angepasst werden kann.

[0007] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs gelöst.

[0008] Demgemäss umfasst eine Saugmaschine, insbesondere ein Saugfahrzeug, ein Sauggebläse, eine Saugleitung und einen Saugmund zur Führung eines Saugstromes. Der Saugmund weist eine Basiseinheit und eine an der Basiseinheit angeordnete Adaptereinheit auf. Die Adaptereinheit ist von der Saugmaschine und von der Basiseinheit entkoppelbar.

[0009] Die Adaptereinheit umfasst eine Saugöffnung und eine Adapterauslassöffnung. Im Betrieb strömt der Saugstrom durch die Saugöffnung in die Adaptereinheit ein. Der Saugstrom strömt durch die Adaptereinheit und verlässt diese durch die Adapterauslassöffnung. Von dort strömt der Saugstrom in die Basiseinheit und durch die Saugleitung.

[0010] Weil lediglich die Adaptereinheit für unterschiedliche Sauganwendungen ausgewechselt werden muss, gestaltet sich die Anpassung der Saugmaschine an unterschiedliche Sauganwendungen besonders einfach. Die Saugvorrichtung, das Sauggebläse, die Saugleitung und die Basiseinheit sind an der Saugmaschine insbesondere fix montiert.

[0011] Mit Vorteil ist die Adaptereinheit zur Kopplung mit der Saugmaschine seitwärts zur Hauptfahrtrichtung auf die Basiseinheit schiebbar.

[0012] Seitwärts bedeutet insbesondere in einem Winkel zwischen 45° bis 135° zur Hauptfahrtrichtung.

[0013] Insbesondere bei einem Saugfahrzeug ist die Hauptfahrtrichtung gerade nach vorne bei neutraler Lenkstellung.

[0014] Die Adapterauslassöffnung ist seitlich, insbesondere an einer Rückseite, der Adaptereinheit angeordnet. Dies bedeutet, dass bei normaler Betriebsposition der Saugstrom die Adaptereinheit weder gegen oben, noch gegen unten verlässt. Der Saugstrom tritt seitlich aus der Adaptereinheit aus. Die Ankopplung an die Basiseinheit kann dadurch besonders einfach ausgestaltet werden. Der Begriff "seitlich" schliesst oben und unten aus, beinhaltet aber alle anderen Seiten der Adaptereinheit. Ist die Adaptereinheit beispielsweise quaderförmig ausgestaltet, so würde der Begriff "seitlich" die Vorderseite, die Rückseite, die linke und die rechte Seite umfassen.

[0015] Vorteilhaft ist die Adaptereinheit, insbesondere im Wesentlichen, gegen hinten offen ausgestaltet. Dies bedeutet, dass die Adaptereinheit im Wesentlichen keine rückseitige Wandung umfasst. Der Saugstrom wird in der Adaptereinheit somit insbesondere von Seitenwänden und durch eine obere und eine untere Begrenzung geführt und verlässt die Adaptereinheit gegen hinten. Insbesondere erfolgt die Begrenzung gegen oben durch eine Abdeckung und gegen unten durch die zu saugende Oberfläche, beispielsweise durch die Strassenoberfläche. "Hinten" ist in Bezug auf die Fahrtrichtung zu verstehen, d.h. der Saugstrom tritt vorne ein und tritt gegen hinten wieder aus.

[0016] In einer besonderen Ausführungsform ist der Saugmund derart ausgestaltet, dass der Saugstrom im Wesentlichen horizontal von der Adaptereinheit in die Basiseinheit strömt. Der Saugstrom verlässt die Adaptereinheit somit nicht mit einer teilweise nach oben gerichteten Strömungsrichtung.

[0017] Insbesondere ist die Saugöffnung maximal 1.1-mal, insbesondere maximal 1.2-mal, insbesondere maximal 1.5-mal, insbesondere maximal 2-mal so breit wie die Adapterauslassöffnung. Mit anderen Worten verengt sich die Strömungsfläche des Saugstromes innerhalb der Adaptereinheit gar nicht oder nur geringfügig. Es ist auch möglich, dass sich die Strömungsfläche des Saugstromes innerhalb der Adaptereinheit vergrössert. Dadurch kann die Adaptereinheit in seiner Länge entlang der Strömungsrichtung relativ kurz gehalten werden, da die Verengung der Strömungsfläche in der Hauptsache innerhalb der Basiseinheit und nicht innerhalb der Adaptereinheit erfolgt.

[0018] Insbesondere ist die Adaptereinheit, insbesondere die Adapterauslassöffnung, gegen unten offen ausgestaltet. D.h. die Adaptereinheit wird maximal nur gegen oben und seitlich durch Wandungen begrenzt. Im Betrieb wird insbesondere der Saugstrom von unten durch die zu saugende Oberfläche geführt. Die Adaptereinheit kann dadurch äusserst einfach ausgestaltet werden.

[0019] Mit Vorteil ist die Adaptereinheit im Wesentlichen quaderförmig ausgestaltet und weist eine offene Rückseite und eine offene Unterseite auf.

[0020] In einer besonderen Ausführungsform verengt sich die Strömungsfläche innerhalb der Basiseinheit mindestens um das 1.2-fache, insbesondere mindestens um das 1.5-fache, insbesondere mindestens um das 2-fache, insbesondere mindestens um das 3-fache. Eine Verengung der Strömungsfläche bedeutet, dass die Querschnittsfläche an der Basiseinheitauslassöffnung kleiner ist als an der Basiseinheiteinlassöffnung. Die Strömungsfläche verkleinert sich innerhalb der Basiseinheit entlang der Strömungsrichtung.

[0021] Insbesondere ist die Basiseinheit von der Saugmaschine nicht entkoppelbar.

[0022] Die Verengung der Strömungsfläche innerhalb der Basiseinheit hat den Vorteil, dass die Strömungsfläche nicht innerhalb der Adaptereinheit verengt werden muss, sodass die Adaptereinheit möglichst kompakt ausgestaltet werden kann.

[0023] Mit Vorteil ist an der Oberseite der Adaptereinheit eine Kopplungsschiene zur Kopplung der Adaptereinheit mit der Saugmaschine angeordnet. Dies erlaubt ein einfaches Koppeln und Entkoppeln der Adaptereinheit mit der Saugmaschine.

[0024] Vorteilhaft ist die Erstreckung der Adaptereinheit quer zur Strömungsrichtung des Saugstromes grösser, insbesondere mindestens 1.5 mal so gross, insbesondere mindestens doppelt so gross, insbesondere mindestens dreimal so gross, als die Erstreckung der Adaptereinheit in Strömungsrichtung. Die Adaptereinheit ist damit äusserst kompakt ausgestaltet, sodass die Kopplung und Entkopplung mit der Saugmaschine äusserst einfach durchgeführt werden kann.

[0025] Insbesondere ist die Basiseinheit, insbesondere mit der Adaptereinheit, anhebbar und absenkbar innerhalb der Saugmaschine angeordnet. Dadurch kann die Basiseinheit innerhalb der Saugmaschine verstaut werden, sodass weitere Vorrichtungen, beispielsweise ein Schneepflug, an der Saugmaschine montiert werden können, welche die Saugvorrichtung nicht benötigen.

[0026] In einer besonderen Ausführungsform umfasst die Adaptereinheit Vorsprünge und die Saugmaschine Greifelemente, welche derart ausgestaltet sind, dass die Adaptereinheit koppelbar ist, indem die Saugmaschine die Adaptereinheit überfährt und mit den Greifelementen die Vorsprünge umgreift.

[0027] Mit Vorteil ist die Adaptereinheit eine Kehrvorrichtung, eine Schrubbvorrichtung, oder eine Mähvorrichtung und/oder die Saugmaschine umfasst einen Führersitz, insbesondere wobei der Saugmund unterhalb des Führersitzes angeordnet ist, und/oder die Saugmaschine umfasst einen Fahrantrieb.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen



[0028] Weitere Ausgestaltungen, Vorteile und Anwendungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen und aus der nun folgenden Beschreibung anhand der Figuren. Dabei zeigen:

Fig. 1 ein Saugfahrzeug mit einer Kehrvorrichtung in Seitenansicht,

Fig. 2 die Komponenten eines Saugsystems eines Saugfahrzeugs mit einer Kehrvorrichtung mit Ansicht von oben,

Fig. 3 einen Saugmund mit einer von der Basiseinheit entkoppelten Adaptereinheit mit Ansicht von der Vorderseite,

Fig. 4 einen gekoppelten Saugmund,

Fig. 5 einen Saugmund mit einer von der Basiseinheit entkoppelten Adaptereinheit mit Ansicht von der Rückseite,

Fig. 6 eine Schnittansicht durch die Mitte des Saugmundes;

Fig. 7 eine alternative Adaptereinheit;

Fig. 8 ein Saugfahrzeug mit einer Schrubbvorrichtung, und

Fig. 9 ein Saugfahrzeug mit einer Mähvorrichtung.


Wege zur Ausführung der Erfindung



[0029] Fig. 1 zeigt ein Saugfahrzeug mit einem Vorderwagen 1 und einem Hinterwagen 2. Der Vorderwagen 1 umfasst eine Führerkabine 3 mit einem Führersitz 4 und eine Vorderradeinrichtung 5. Der Hinterwagen 2 umfasst eine Hinterradeinrichtung 6 und einen Aufnahmebereich 7 für einen Aufbau, welcher auswechselbar ist. Beim Aufbau handelt es sich vorliegend um einen Saugbehälter 8 mit einem Sauggebläse 9. Als Aufbau könnte beispielsweise auch ein Tank, ein Streuer usw. vorgesehen sein.

[0030] Im Weiteren ist am Hinterwagen 2 ein Fahrantrieb 10 angeordnet. Die Hauptfahrtrichtung des Saugfahrzeuges entspricht dem Pfeil 11. Entsprechend der Hauptfahrtrichtung sind auch das vordere Ende 12 und das hintere Ende 13 des Saugfahrzeuges definiert.

[0031] Alternativ kann das Saugfahrzeug ohne Knicklenkung ausgestaltet sein. Es kann insbesondere ein vierradgelenktes oder ein zweiradgelenktes Fahrzeug sein.Der Vorderwagen umfasst ein Fahrgestell 14, an welchem die Vorderradeinrichtung 5, eine Kehrvorrichtung 15 und ein Saugmund 16 angeordnet sind. Der Saugmund 16 und der Saugbehälter 8 sind über eine Saugleitung 17 miteinander verbunden. Der Saugstrom strömt somit durch den Saugmund 16 und durch die Saugleitung 17 bis zum Saugbehälter 8.

[0032] Die Kehrvorrichtung 15 umfasst mindestens zwei Besen 18, welche zueinander beabstandet und am vorderen Ende 12 des Fahrzeuges angeordnet sind. Sie bewegen sich in Drehrichtung 19, wie es in Fig. 2 eingezeichnet ist. Die beiden Besen 18 reinigen die zu reinigende Oberfläche 20, welche insbesondere eine Strasse ist, und befördern Splitt, Schutt und anderen Materialien, welche sich auf der Strasse befinden, zur Mitte zwischen die beiden Besen 18, und gegen hinten in Pfeilrichtung 21 zum Saugmund 16.

[0033] Der Saugmund 16 ist unterhalb des Fahrgestells 14, unterhalb des Führersitzes 4 und zwischen den Rädern der Vorderradeinrichtung 5 angeordnet. Er umfasst eine Adaptereinheit 22 und eine Basiseinheit 23. Die Basiseinheit 23 ist mit dem Saugfahrzeug fest verbunden. Innerhalb des Saugfahrzeuges kann sie angehoben und damit bei Nichtgebrauch der Saugfunktion versorgt werden. Bei den Fig. 1 befindet sich die Basiseinheit 23 in Betrieb. Sie stützt sich über Räder 24 auf der zu reinigenden Oberfläche 20 ab.

[0034] Die Fig. 2 zeigt die Adaptereinheit 22 in einem nicht montierten Zustand. Die Adaptereinheit 22 kann, seitwärts (wie in Fig. 2 illustriert) auf die Basiseinheit 23 aufgeschoben werden. Die Seitwärtsrichtung 24 steht in der vorliegenden Ausführungsform rechtwinklig zur Hauptfahrtrichtung 11. Im Sinne der Erfindungsdefinition bedeutet seitwärts aber nicht ausschliesslich im rechten Winkel. Seitwärts bedeutet insbesondere in einem Winkel zwischen 45° bis 135° zur Hauptfahrtrichtung 11.

[0035] In den Fig. 3, 4 und 5 wird der Saugmund mit der Basiseinheit 23 und der Adaptereinheit 22 detailliert dargestellt. Die Fig. 3 und 5 zeigen den Saugmund in entkoppelter Form. In Fig. 4 ist der Saugmund in gekoppelter, betriebsbereiter Position gezeigt.

[0036] Das Saugfahrzeug bewegt sich in Hauptfahrtrichtung 11. Der Schmutz gelangt von der zu reinigenden Oberfläche durch eine Saugöffnung 24 in Richtung 25 in die Adaptereinheit 22. In der Adaptereinheit wird der Schmutz vom Saugstrom erfasst. An der Vorderseite der Adaptereinheit 22 ist eine Abdeckung 26 angeordnet, welche so gross ausgestaltet ist, dass der Schmutz durch die Saugöffnung 24 in die Adaptereinheit 22 gelangt, gleichzeitig aber so klein ausgestaltet ist, dass der Saugstrom immer noch eine genügende Saugkraft aufweist.

[0037] An der Rückseite der Adaptereinheit 22 verlässt der Saugstrom die Adaptereinheit 22 durch die an der Rückseite angeordnete Adapterauslassöffnung 27 in Pfeilrichtung 28. Der Saugstrom führt den aufgenommenen Schmutz mit sich. Die Adaptereinheit 22 ist im wesentlichen quaderförmig und gegen unten offen ausgestaltet.

[0038] Sodann strömt der Saugstrom in Pfeilrichtung 29 von der Adapterauslassöffnung 27 in die Basiseinheit 23. Die Pfeilrichtungen 28 und 29 sind identisch, werden in der Fig. 3 aber separat dargestellt, weil die Adaptereinheit 22 und die Basiseinheit 23 versetzt und entkoppelt dargestellt sind.

[0039] Innerhalb der Basiseinheit 23 verengt sich der Saugstrom im Trichter 30 auf die Strömungsfläche der Saugleitung 17 und strömt durch diese zum Saugbehälter 8.

[0040] Die Verengung des Saugstromes auf die Strömungsfläche der Saugleitung 17 findet somit hauptsächlich innerhalb der Basiseinheit 23 statt. Innerhalb der Adaptereinheit 22 hingegen verengt sich die Strömung gar nicht. In einer alternativen Ausführungsform könnte sich die Strömung nur wenig verengen. Die Saugöffnung 24 und die Adapterauslassöffnung 27 weisen identische Breiten 31 und 32 auf. Dadurch kann die Adaptereinheit 22 in der Länge 33 kurz und damit insgesamt äusserst kompakt ausgestaltet werden.

[0041] Wie bereits erwähnt sind in der Fig. 3 die Adaptereinheit 22 und die Basiseinheit 23 seitlich versetzt und entkoppelt dargestellt. Um den Saugmund betriebsbereit zu erstellen, muss die Adaptereinheit 22 seitwärts entlang der gestrichelten Linie 34 auf die Basiseinheit 23 geschoben werden. Hierfür umfasst die Adaptereinheit 22 eine Kopplungsschiene 35, welche in eine Führung 36 der Basiseinheit 23 seitwärts eingeschoben werden kann.

[0042] Die Fig. 4 zeigt den Saugmund in einem gekoppelten und betriebsbereiten Zustand. Eine Arretiervorrichtung 37 fixiert die Kopplungsschiene 35 der Adaptereinheit 22 mit der Führung 36 der Basiseinheit 23. Über das Verbindungselement 38 kann die Abdeckung 26 bewegt werden, um die Saugöffnung 24 zu vergrössern und zu verkleinern. Dadurch können verschieden grosse Gegenstände eingesogen werden.

[0043] Der Saugstrom strömt von der Adaptereinheit 22 im Wesentlichen horizontal in die Basiseinheit 23 und dann durch den Trichter 30 in die Saugleitung 17.

[0044] Die Fig. 5 zeigt den Saugmund in entkoppeltem Zustand von der Rückseite. An der Rückseite der Adaptereinheit 22 ist die Auslassöffnung 27 sichtbar. Vorliegend wird die Adapterauslassöffnung 27 dadurch gebildet, dass die Rückseite der Adaptereinheit 22 offen ausgestaltet ist. Die Adaptereinheit 22 wird somit lediglich von einer Abdeckung 26 zur Vorderseite, von seitlichen Wandungen und von einer oberen Wandung begrenzt.

[0045] Der Saugstrom strömt sodann innerhalb der Basiseinheit 23 durch den Trichter 30 in die Saugleitung 17. Zur Rückseite hin wird der Strömungskanal durch eine rückseitige Abdeckung 39 der Basiseinheit 23 begrenzt.

[0046] Die Fig. 6 zeigt eine Schnittansicht durch die Mitte des gekoppelten Saugmundes, d.h. einen Schnitt durch den Saugmund gemäss Fig. 4. Die Kopplungsschiene 35 und die Führung 36 liegen ineinander, sodass die Adaptereinheit 22 und die Basiseinheit 23 miteinander gekoppelt sind.

[0047] Die Fig. 7 zeigt eine alternative Adaptereinheit, welche Vorsprünge 43 umfasst. Die Adaptereinheit 22 kann mit der Basiseinheit gekoppelt werden, indem das Saugfahrzeug die Adaptereinheit 22 überfährt, mittels Greifelementen 44, welche am Saugfahrzeug angeordnet sind, umgreift, und damit die Adaptereinheit an die Basiseinheit koppelt.

[0048] Die Fig. 8 zeigt ein Saugfahrzeug mit einer Schrubbvorrichtung 40 und die Fig. 9 zeigt ein Saugfahrzeug mit einer Mähvorrichtung 41. Auch bei diesen beiden Saugfahrzeugen kann die Basiseinheit 23 innerhalb des Fahrzeuges angehoben und abgesenkt werden.

[0049] Während in der vorliegenden Anmeldung bevorzugte Ausführungen der Erfindung beschrieben sind, ist klar darauf hinzuweisen, dass die Erfindung nicht auf diese beschränkt ist und in auch anderer Weise innerhalb des Umfangs der folgenden Ansprüche ausgeführt werden kann.


Ansprüche

1. Saugmaschine, insbesondere ein Saugfahrzeug, mit einem Sauggebläse (9), einer Saugleitung (17) und einem Saugmund zur Führung eines Saugstromes, wobei der Saugmund eine Basiseinheit (23) und eine an der Basiseinheit (23) angeordnete Adaptereinheit (22) umfasst und die Adaptereinheit (22) eine Saugöffnung (24) und eine Adapterauslassöffnung (27) aufweist,
wobei die Saugmaschine derart ausgestaltet ist, dass der Saugstrom durch die Saugöffnung (24) in die Adaptereinheit (22), von der Adaptereinheit (22) durch die Adapterauslassöffnung (27) in die Basiseinheit (23) und durch die Saugleitung (17) strömt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Adaptereinheit (22) von der Saugmaschine und der Basiseinheit (23) entkoppelbar ist.
 
2. Saugmaschine nach Anspruch 1, wobei die Adaptereinheit (22) derart ausgestaltet ist, dass sie zur Kopplung mit der Saugmaschine seitwärts zur Hauptfahrtrichtung (11) auf die Basiseinheit (23) schiebbar ist.
 
3. Saugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Adapterauslassöffnung (27) seitlich, insbesondere an einer Rückseite, der Adaptereinheit (22) angeordnet ist.
 
4. Saugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Adaptereinheit (22) gegen hinten offen ist.
 
5. Saugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Saugmund derart ausgestaltet ist, dass der Saugstrom im Wesentlichen horizontal von der Adaptereinheit (22) in die Basiseinheit (23) strömt.
 
6. Saugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Saugöffnung (24) maximal 1.1-mal, insbesondere maximal 1.2-mal, insbesondere maximal 1.5-mal, insbesondere maximal 2-mal so breit ist wie die Adapterauslassöffnung (27).
 
7. Saugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Adaptereinheit (22), insbesondere die Adapterauslassöffnung (27) gegen unten offen ausgestaltet ist.
 
8. Saugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Adaptereinheit (22) im Wesentlichen quaderförmig ausgestaltet ist und eine offene Rückseite und eine offene Unterseite aufweist.
 
9. Saugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei sich die Strömungsfläche innerhalb der Basiseinheit (22) mindestens um das 1.2-fache, insbesondere mindestens um das 1.5-fache, insbesondere mindestens um das 2-fache, insbesondere mindestens um das 3-fache verengt, insbesondere wobei die Basiseinheit (23) von der Saugmaschine nicht entkoppelbar ist.
 
10. Saugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei an der Oberseite der Adaptereinheit (22) eine Kopplungsschiene (35) zur Kopplung der Adaptereinheit (22) mit der Saugmaschine angeordnet ist.
 
11. Saugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Erstreckung der Adaptereinheit (22) quer zur Strömungsrichtung des Saugstromes grösser, insbesondere mindestens 1.5 mal so gross, insbesondere mindestens doppelt so gross, ist als die Erstreckung der Adaptereinheit in Strömungsrichtung.
 
12. Saugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Basiseinheit (23), insbesondere mit der Adaptereinheit (22), anhebbar und absenkbar an der Saugmaschine angeordnet ist.
 
13. Saugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Adaptereinheit Vorsprünge und die Saugmaschine Greifelemente aufweisen, welche derart ausgestaltet sind, dass die Adaptereinheit koppelbar ist, indem die Saugmaschine die Adaptereinheit überfährt und mit den Greifelementen die Vorsprünge umgreift.
 
14. Saugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Adaptereinheit eine Kehrvorrichtung (15), eine Schrubbvorrichtung (40), oder eine Mähvorrichtung (41) ist.
 
15. Saugmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Saugmaschine

- einen Führersitz (4) umfasst, insbesondere wobei der Saugmund unterhalb des Führersitzes (4) angeordnet ist,

- einen Fahrantrieb (10) umfasst.


 




Zeichnung
















Recherchenbericht









Recherchenbericht