[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Spannen einer Schnur einer Verschattungsanlage,
insbesondere eines Plissee oder (Raff-)Rollos, mit einer Durchführung für die Schnur
und mit einem Federelement, dessen einem Ende Umlenkmittel für die Schnur und dessen
anderem Ende Befestigungsmittel zum Befestigen an der Verschattungsanlage zugeordnet
sind. Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Montieren einer Verschattungsanlage,
insbesondere eines Plissee oder (Raff-)Rollos mit dem Schritt des Montierens einer,
insbesondere solchen, Vorrichtung zum Spannen einer Schnur
[0002] Die Schnüre einer Verschattungsanlage, insbesondere eines Plissee oder (Raff -) Rollos,
müssen gespannt sein, damit zum einen die Formhaltigkeit gewährleistet ist und zum
anderen, damit sich die Verschattungsanlage, insbesondere das Plissee oder (Raff-)Rollo
nicht selbsttätig verstellt. Bei der automatisierten Fertigung ist dies schwierig
zu erzielen und es verbleiben meist noch unerwünschte manuelle Montageschritte.
[0003] Eine Spannvorrichtung, mit der sich eine bessere Automatisierung bei der Montage
erzielen lässt, wird in der Druckschrift
DE 10 2005 052 895 A1 oder in der Druckschrift
DE 10 2014 211 419 A1 beschrieben. Der dort beschriebene Federspanner wird in einer Profilschiene der Verschattungsanlage
montiert und ein Schlitten mit Umlenkmitteln wird herausgezogen, um den die Schnur
dann gewunden wird. Nachteilig hierbei ist, dass das Einfädeln der Schnur in die Umlenkmittel
immer noch von Hand erfolgen muss.
[0004] Das der Erfindung zugrundeliegende Problem ist es, eine Vorrichtung zum Spannen einer
Schnur einer Verschattungsanlage anzugeben, mit der eine verbesserte Automatisierung
bei der Montage erzielt werden kann. Ein weiteres der Erfindung zugrundeliegendes
Problem ist es, ein Verfahren zum Montieren einer Verschattungsanlage mit einer verbesserten
Automatisierung anzugeben.
[0005] Das Problem wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
dass die Umlenkmittel in einer ersten Position (Montageposition) der Durchführung
benachbart zum Durchführen der Schnur durch die Durchführung und die Umlenkmittel
gemeinsam und in einer zweiten Position (Arbeitsposition) zum Spannen der Schnur positionierbar
sind. Das weitere Problem wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art gelöst
durch die Schritte:
Montieren einer Vorrichtung zum Spannen einer Schnur der Verschattungsanlage in einer
ersten Position (Montageposition), in der einem ersten Ende eines Federelementes zugeordnete
Umlenkmittel des Federelementes einer Durchführung für die Schnur benachbart sind,
Fädeln der Schnur in der ersten Position (Montageposition), insbesondere mittels eines
Fädelhakens, durch die Durchführung und die Umlenkmittel gemeinsam,
Verbringen der Umlenkmittel in eine zweite Position (Arbeitsposition) zum Spannen
der Schnur.
[0006] Eine Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Verschattungsanlage
mindestens eine Profilschiene hat, der insbesondere die Durchführung zugeordnet, vorzugsweise
in dieser angeordnet ist. Dadurch lässt sich eine präzise und sichere Positionierung
der Durchführung erzielen.
[0007] Wenn dann die Profilschiene mindestens eine Nut, einen Steg und/oder eine Rastöffnung,
insbesondere zum Zusammenwirken mit den Befestigungsmitteln hat, ist eine Montage
der Vorrichtung zum Spannen einer Schnur an der Profilschiene besonders einfach.
[0008] Eine andere Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Befestigungsmittel
Mittel zum formschlüssigen, insbesondere verschiebbaren, Befestigen des Federelementes,
insbesondere an einer Profilschiene der Verschattungsanlage, vorzugsweise zum Zusammenwirken
mit einer Nut, einem Steg, einer Rastöffnung und/oder der Durchführung der Profilschiene,
sind, und besonders bevorzugt Rastelemente, Rasthaken, Rastlaschen und/oder Rastnasen
haben. Dadurch wird das Montieren der Vorrichtung zum Spannen einer Schnur an der
Verschattungsanlage besonders einfach. Die Verschiebbarkeit erleichtert das verbringen
von der ersten Position (Montageposition) in die zweite Position (Arbeitsposition).
[0009] Wieder eine andere Weiterbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die
Befestigungsmittel zum Befestigen mittels Verprägen, Stanzen, Nieten, Kleben, Verpressen,
Verschweißen und/oder Löten ausgebildet sind. Diese ermöglicht eine schnelle und einfache
Montage.
[0010] Von Vorteil ist es bei der Erfindung außerdem, dass die Umlenkmittel einem bewegbaren
Ende und/oder die Befestigungsmittel einem feststehenden Ende des Federelementes zugeordnet
sind. Auf diese Weise können die Umlenkmittel zum Spannen der Schnur und/oder zum
Montieren gegen die Federkraft von dem feststehenden Ende weggezogen oder gedrückt
werden.
[0011] Es ist bei der Erfindung außerdem von Vorteil, wenn das Federelement eine Zugfeder
oder eine Druckfeder, insbesondere eine Schraubenfeder hat. Damit lässt sich ein einfacher
und effizienter Aufbau erreichen.
[0012] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der
Federweg des Federelementes eine Auslenkung der Umlenkmittel von der ersten Position
(Montageposition) in die zweite Position (Arbeitsposition) und umgekehrt gestattet.
Auf diese Weise können die Vorrichtung zum Spannen direkt in der zweiten Position
(Arbeitsposition) montiert und die Umlenkmittel anschließend in die erste Position
(Montageposition) ausgelenkt werden.
[0013] Von besonderem Vorteil sind bei der Erfindung einander korrespondierende Rastmittel
an einem Grundkörper und einem Schlitten zum Verrasten des Schlittens an dem Grundkörper
in der ersten Position (Montageposition), insbesondere mittels Schrägstellen des Schlittens
zu dem Grundkörper, wobei vorzugsweise der Schlitten eine Rastnase und der Grundkörper
eine zu dieser korrespondierenden Kante hat. In diesem Fall kann durch einfaches Verbringen
in die erste Position (Montageposition) und Schrägstellen des Schlittens zu dem Grundkörper
in dieser ersten Position (Montageposition), der Schnurspanner zum Fädeln gesichert
werden. Nach erfolgtem Fädeln kann sodann der Schlitten durch einfaches Parallelstellen
zu dem Grundkörper in die zweite Position (Arbeitsposition) verbracht werden. Dies
macht die automatisierte Fädelung besonders einfach.
[0014] Eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist gekennzeichnet durch das
Befestigen der Vorrichtung zum Spannen der Schnur mittels dem anderen Ende des Federelementes
zugeordneter Befestigungsmittel an diesen korrespondierenden Befestigungsmitteln der
Verschattungsanlage, insbesondere einer Profilschiene (11) der Verschattungsanlage.
Das macht die Befestigung einfach und stabil.
[0015] Von Vorteil ist es dabei, wenn die Vorrichtung zunächst verschiebbar an der Verschattungsanlage,
insbesondere an einer Profilschiene der Verschattungsanlage, befestigt wird und danach
in eine dritte Position (Arretierposition) verschoben wird, in der vorzugsweise die
Befestigungsmittel zum Arretieren der Vorrichtung an der Verschattungsanlage insbesondere
an einer Profilschiene der Verschattungsanlage, mit den korrespondieren Befestigungsmitteln
zusammenwirken. Auf diese Weise lässt sich mit einer Begrenzung des Federweges im
Betrieb verhindern, dass die Umlenkmittel bei der Auslenkung mit der Durchführung
fluchten und so zu wenig Reibung für den Betrieb der Verschattungsanlage liefern.
[0016] Ein weiterer Vorteil ergibt sich dadurch, dass die Vorrichtung zunächst in einer
vierten Position (Zwischenposition) montiert, danach aus dieser vierten Position (Zwischenposition)
in die erste Position (Montageposition) und im Anschluss in die dritte Position (Arretierposition)
verbracht wird. Hiermit lässt sich zum Beispiel eine Verschattungsanlage mit einer
ungeradzahligen Anzahl Durchführungen in einer Profilschiene einfach automatisiert
eine Schnur fädeln. Das Fädeln der Schnur geht so aber auch bei einer geradzahligen
Anzahl Durchführungen in der Profilschiene.
[0017] Eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorrichtung zunächst in der dritten Position (Arretierposition) montiert und dann
das Federelement aus dieser in die erste Position (Montageposition) ausgelenkt wird.
Dies macht die Montage besonders einfach.
[0018] Eine andere Weiterbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung
zum Befestigen an der Verschattungsanlage, insbesondere in der dritten Position (Arretierposition)
mit dieser formschlüssig verbunden, insbesondere verprägt, verpresst, verklebt, verschweißt,
verlötet, vernietet, verstanzt und/oder verrastet wird. Dies ergibt eine einfache
und gleichermaßen stabile Befestigung.
[0019] Es ist bei dem Verfahren außerdem von Vorteil, wenn die Vorrichtung in der ersten
Position (Montageposition) mittels Verrasten eines Schlittens an einem Grundkörper
zum Fädeln der Schnur durch die Durchführung und die Umlenkmittel, insbesondere lösbar,
fixiert wird, wobei vorzugsweise einander korrespondierende Rastmittel an dem Grundkörper
und dem Schlitten miteinander in Eingriff treten, besonders bevorzugt eine Rastnase
an dem Schlitten mit einer Kante an dem Grundkörper, wobei insbesondere der Schlitten
mittels Schrägstellen an dem Grundkörper verrastet wird und/oder die Verrastung durch
Parallelstellen gelöst wird. Auf diese Weise lässt sich das erfindungsgemäße Verfahren
besonders einfach durchführen.
[0020] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der Figuren näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Draufsicht auf eine Verschattungsanlage als Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
- Fig. 2
- einen Schnurspanner der Verschattungsanlage von Fig. 1 in einem ungespannten Zustand
(oben) in einer Seitenansicht und (unten) in einer Draufsicht,
- Fig. 3
- den Schnurspanner von Fig. 2 in einem ausgelenkten Zustand (oben) in einer Seitenansicht
und (unten) in einer Draufsicht,
- Fig. 4
- eine perspektivische Seitenansicht der Verschattungsanlage von Fig. 1 mit abgenommenem
Schnurspanner,
- Fig. 5
- eine Darstellung ähnlich Fig. 5 mit montiertem Schnurspanner,
- Fig. 6
- eine perspektivische Draufsicht auf die Verschattungsanlage von Fig. 5 mit dem Schnurspanner
in einer Zwischenposition (vierte Position),
- Fig. 7
- eine Darstellung ähnlich Fig. 6 mit dem Schnurspanner in einer Montageposition (erste
Position),
- Fig. 8
- eine Darstellung ähnlich Fig. 7 mit einem durch eine Durchführung und Umlenkmittel
hindurch geführten Fädelhaken,
- Fig. 9
- eine Darstellung ähnlich Fig. 8 mit einer mittels des Fädelhakens eingefädelten Schnur,
- Fig. 10
- eine Darstellung ähnlich Fig. 9 mit dem Schnurspanner in der Arbeitsposition (zweite
Position)
- Fig. 11
- eine Seitenansicht des Schnurspanners in einer Position ähnlich Fig. 9 mit weggelassener
Profilschiene,
- Fig. 12
- eine Seitenansicht des Schnurspanners in einer Position ähnlich Fig. 10 mit weggelassener
Profilschiene,
- Fig. 13
- eine Seitenansicht eines weiteren Schnurspanners mit den Erfindungsmerkmalen,
- Fig.
- 14den weiteren Schnurspanner in einer Draufsicht,
- Fig. 15
- den weiteren Schnurspanner in einer Montageposition in einer Seitenansicht,
- Fig. 16
- den weiteren Schnurspanner in der Montageposition in einer Draufsicht,
- Fig. 17
- den weiteren Schnurspanner in einer Darstellung ähnlich Fig. 15 in einer teilgeschnittenen
Seitendarstellung, und
- Fig. 18
- eine vergrößerte Darstellung des Bereichs A von Fig. 17.
[0021] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Draufsicht auf eine Verschattungsanlage 10 als
ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Gezeigt ist ein Plissee 10. Das Plissee 10
hat bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel eine Profilschiene 11 und einen Schnurspanner
12 sowie eine mittels des Schnurspanners 12 gespannten Schnur 13.
[0022] Die Profilschiene 11 hat einen U-förmigen Querschnitt mit einer Durchführung 14 für
die Schnur 13 in dem U-Boden. Auch wenn in der Figur nur eine Durchführung 14 und
ein dieser zugeordneter Schnurspanner 12 gezeigt ist, können mehrere Durchführungen
14 und Schnurspanner 12 je nach Bedarf vorgesehen sein. An den U-Schenkeln einwärts
und einander zugewandt hat die Profilschiene 11 Nuten 15, von denen in der Figur nur
eine Nut 15 zu sehen ist. Die Nuten 15 sind bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
als Längsnuten ausgeführt.
[0023] Wie sich der Fig. 1 weiter entnehmen lässt, hat der Schnurspanner 12 einen Grundkörper
16 und einen Schlitten 17. Der Schlitten 17 weist Umlenkmittel 18 für die Schnur 13
auf. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Umlenkmittel als Öse 18 ausgebildet.
Der Schlitten 17 ist mittels eines Federelementes 19 mit dem Grundkörper 16 verbunden.
Bei dem Federelement 19 handelt es sich bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel um eine
Feder 19. Im einzelnen ist die Feder als Zugfeder 19 ausgeführt.
[0024] Es ist weiter aus der Fig. 1 zu entnehmen, dass der Grundkörper 16 Befestigungselemente
20, 21 aufweist. Bei dem in der Figur dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Befestigungselemente
20 als Rasthaken 20 und ist das Befestigungselement 21 als Rastlasche ausgeführt.
Die Rasthaken 20 wirken, wie in der Figur dargestellt, mit den Nuten 15 zusammen und
sind mit diesen verrastet. Im einzelnen ist der Schnurspanner 12 mittels der in den
Nuten 15 eingerasteten Rasthaken 20 in Längsrichtung der Nuten verschiebbar und gegen
ein Abheben von der Profilschiene gesichert. Die Funktionsweise der Rastlasche wird
nachfolgend noch näher erläutert.
[0025] Fig. 2 zeigt den Schnurspanner 12 der Verschattungsanlage 10 von Fig. 1 in einem
ungespannten Zustand (oben) in einer Seitenansicht und (unten) in einer Draufsicht.
Wie sich der Figur entnehmen lässt, hat die Rastlasche 21 an ihrem von der Öse 18
abgewandten Ende eine Rastnase 22 zum Zusammenwirken mit einer Rastöffnung oder Rasteinsenkung.
Die Rastnase 22 erstreckt sich in der Figur von der von dem Schlitten 17 abgewandten
Unterseite der Rastlasche 21 nach unten.
[0026] Der Figur weiter zu entnehmen sind am Grundkörper 16 seitlich von einander abgewandte
Anschläge 23, die mit diesen zugeordneten Anschlagflächen 26 am Schlitten 17 zusammen
wirken. In dem in der Figur dargestellten ungespannten Zustand ist die Feder 19 entspannt
und der Schlitten maximal, in der Figur nach links, zurück gezogen. Die Anschläge
23 sind von den Anschlagflächen 26 frei.
[0027] Fig. 3 zeigt den Schnurspanner 12 von Fig. 2 in einem ausgelenkten Zustand (oben)
in einer Seitenansicht und (unten) in einer Draufsicht. Deutlich zu erkennen ist,
wie in dem dargestellten maximal ausgelenkten Zustand die Anschläge 23 an den Anschlagflächen
26 anschlagen und so ein weiteres Auslenken des Schlittens 17 und ein eventuelles
Überdehnen der Feder 19 und somit eine Beschädigung derselben verhindern.
[0028] Fig. 4 zeigt eine perspektivische Seitenansicht der Verschattungsanlage 10 von Fig.
1 mit abgenommenem Schnurspanner 12. Dies ist ein Zustand bei der Montage des Schnurspanners
12 vor dessen Einsetzen in die Profilschiene 11.
[0029] Fig. 5 zeigt eine Darstellung ähnlich Fig. 5 mit montiertem Schnurspanner 12. In
diesem Zustand wurde der Schnurspanner 12 in die Profilschiene 11 eingesetzt. Dabei
wurden die Rasthaken 20 mit den Nuten 15 verrastet.
[0030] Fig. 6 zeigt eine perspektivische Draufsicht auf die Verschattungsanlage 10 von Fig.
5 mit dem Schnurspanner 12 in einer Zwischenposition (vierte Position). In dieser
Zwischenposition kann beispielsweise bei einer ungeraden Anzahl Durchführungen 14
in der Profilschiene 11 eine Schnur 13 gefädelt werden. Dabei wird zunächst eine Schnur
durch die Durchführung 14 und eine erste Öse 18 eines ersten Schnurspanner 12 hindurch
gefädelt und anschließend eine zweite Öse 18 eines zweiten Schnurspanners von der
anderen Seite her mit der Durchführung 14 zur Deckung gebracht, um eine weitere Schnur
zu fädeln, wie nachfolgend noch näher erläutert wird.
[0031] Wie sich der Figur weiter entnehmen lässt, ist in dem U-Boden der Profilschiene und
der Rastlasche 21 benachbart eine Öffnung 24 vorgesehen. Die Öffnung 24 dient als
Rastöffnung zum Zusammenwirken mit der Rastnase 22. Durch Verrasten der Rastnase 22
mit der Rastöffnung 24 mittels Verschieben des Schnurspanners 12 in der Figur in die
von der Durchführung 14 abgewandte Richtung kann der Grundkörper 16 so gegen ein weiteres
Verschieben in den Nuten 15 gesichert werden.
[0032] Fig. 7 zeigt eine Darstellung ähnlich Fig. 6 mit dem Schnurspanner 12 in einer Montageposition
(erste Position). Der Schnurspanner 12 kann direkt in dieser Position in die Profilschiene
eingerastet werden. Auf diese Weise lässt sich beispielsweise eine Verschattungsanlage
mit einer geradzahligen Anzahl an Durchführungen 14 fädeln. In der gezeigten Position
ist die Öse 18 mit der Durchführung 14 in Deckung.
[0033] Fig. 8 zeigt eine Darstellung ähnlich Fig. 7 mit einem durch die Durchführung 14
und die Öse 18 gemeinsam hindurch geführten Fädelhaken 25. Der Fädelhaken 25 kann
so eine nicht in der Figur dargestellte Schnur ergreifen und durch die Öse 18 und
die Durchführung 14 gleichzeitig nach unten ziehen.
[0034] Fig. 9 zeigt eine Darstellung ähnlich Fig. 8 mit mittels des Fädelhakens 25 eingefädelter
Schnur 13. Zum Verbringen in eine Arbeitsposition (zweite Position) und zum Spannen
der Schnur 13 muss der Schnurspanner nun lediglich entlang der Nuten 15 zu der Rastöffnung
24 geschoben werden, bis die nicht in der Figur dargestellte Rastnase 22 in die Rastöffnung
24 einrastet.
[0035] Fig. 10 zeigt eine Darstellung ähnlich Fig. 9 mit dem Schnurspanner 12 in der Arbeitsposition
(zweiten Position). Wie sich der Figur entnehmen lässt, ist in dieser Position die
Rastnase 22 in die Rastöffnung 24 eingerastet. Der Schlitten 17 ist in der Figur gegen
die Federkraft der Feder 19 zu der Durchführung 14 hin ausgelenkt. Die Federspannung
der Feder 19 bewirkt so ein Spannen der Schnur 13.
[0036] Fig. 11 zeigt eine Seitenansicht des Schnurspanners 12 in einer Position ähnlich
Fig. 9 mit weggelassener Profilschiene 11. Deutlich zu erkennen ist, wie sich die
Schnur durch die Öse 18 und die Durchführung 14 hindurch erstreckt.
[0037] Fig. 12 zeigt eine Seitenansicht des Schnurspanners 12 in einer Position ähnlich
Fig. 10 mit weggelassener Profilschiene 11. Deutlich zu erkennen ist, dass die Schnur
um die Öse 18 um 180 Grad und an der Durchführung 14 erneut um 90 Grad umgelenkt wird.
Dadurch ergibt sich hinreichende Reibung, um ein unbeabsichtigtes Verrutschen der
Schnur 13 zu verhindern.
[0038] Fig. 13 zeigt eine Seitenansicht eines weiteren Schnurspanners 27 mit den Erfindungsmerkmalen.
Der weitere Schnurspanner 27 ist ähnlich aufgebaut wie der Schnurspanner 12. Gleiche
Elemente tragen die gleichen Bezugsziffern. Die Funktionsweise des weiteren Schnurspanners
27 entspricht ebenfalls im Wesentlichen der des Schnurspanners 12. Allerdings hat
der Schnurspanner 27 ein kompakteres Design als der Schnurspanner 12.
[0039] Wie sich Fig. 13 entnehmen lässt, hat der weitere Schnurspanner 27 einen Grundkörper
28 ähnlich dem Grundkörper 16 mit Rasthaken 20. Im Einzelnen weist der Grundkörper
28 drei Rasthaken 20 auf.
[0040] Auf dem Grundkörper 28 ist ähnlich dem Schlitten 17 ein Schlitten 29 verschiebbar
angeordnet. Der Schlitten 29 kann in der Figur nach rechts gegen den Grundkörper 28
verschoben werden, wie nachfolgend noch näher erläutert wird.
[0041] Am in der Figur rechten, der Schnuröse 14 zugewandten Ende des Grundkörpers 28 ist
eine Rastlasche 30 mit an ihrem von dem Grundkörper 28 abgewandten Ende vorgesehener
Rastnase 31 angeordnet. Wie sich der Figur entnehmen lässt, ist der Grundkörper 28
mittels der Rastlasche 30 und der Rastnase 31 an der Schnuröse 14 verrastet und so
gegen ein Verschieben in der Figur nach links oder rechts gesichert.
[0042] Der Grundkörper weist an seinem, der Rastlasche 30 benachbarten Ende außerdem ein
Federlager 32 auf. Wie sich der Figur entnehmen lässt, stützt sich eine Feder 19 gegen
das Federlager 32 ab. Anders als bei dem Schnurspanner 12 handelt es sich bei der
Feder 19 des weiteren Schnurspanners 27 um eine Druckfeder, die ebenfalls als Schraubenfeder
ausgebildet ist.
[0043] Fig. 14 zeigt den weiteren Schnurspanner 27 in einer Draufsicht. Wie sich der Figur
entnehmen lässt, ist die Druckfeder 19 zwischen dem Federlager 32 und einem von dem
Federlager 32 abgewandten Ende des Schlittens 29 angeordnet. Verschiebt man den Schlitten
29 gegen den Grundkörper 28 in der Figur nach rechts zu der Schnuröse 14 hin, wie
nachfolgend noch näher erläutert, wird die Druckfeder 19 dabei gespannt.
[0044] Fig. 15 zeigt den weiteren Schnurspanner 27 in einer ersten Position (Montageposition).
Aus der in den Figuren 13 und 14 gezeigten entspannten Position der Feder 19 ist der
Schlitten 29 gegen die Druckkraft der Druckfeder 19 soweit in der Figur nach rechts
gegen den Grundkörper 28 ausgelenkt worden, dass das Auge 18 mit der Durchführung
14 fluchtet, also in Deckung gekommen ist. Wie sich der Figur weiter entnehmen lässt,
ist der Schlitten 29 gegen den Grundkörper 28 schräg gestellt, um diesen in dieser
ersten Position (Montageposition) zu arretieren, wie nachfolgend noch näher erläutert
wird.
[0045] Fig. 16 zeigt eine Draufsicht auf den weiteren Federspanner 27 in der ersten Position
(Montageposition). Deutlich zu sehen ist, wie das Auge 18 mit der Schnuröse 14 zur
Deckung gekommen ist, also fluchtet. Es ist der Figur außerdem zu entnehmen, dass
die Druckfeder 19 durch das Verschieben des Schlittens 29 gegen den Grundkörper 28
in der Figur nach rechts zu der Schnuröse 14 hin gespannt worden ist. Durch Lösen
der Arretierung zwischen dem Schlitten 29 und dem Grundkörper 28 drückt die Druckfeder
19 den Schlitten in der Figur nach links.
[0046] Fig. 17 zeigt eine teilgeschnittene Seitendarstellung des Schnurspanners 27 ähnlich
Figur 15. Eingezeichnet ist ein Bereich A.
[0047] Fig. 18 zeigt eine vergrößerte Darstellung des Bereiches A von Figur 17. Wie sich
der Figur entnehmen lässt, hat der Grundkörper 28 einen Steg 33, auf dem der Schlitten
29 gleiten kann.
[0048] Am in der Figur rechten, dem Schlitten 29 zugewandten Ende hat der Steg 33 eine Kante
34, die mit einer Rastnase 35 an dem Schlitten 29 in dem gezeigten Zustand zusammenwirkt.
Wie sich der Figur entnehmen lässt, ist durch Schrägstellen des Schlittens 29 die
Rastnase 35 in Eingriff unter die Kante 34 getreten. Auf diese Weise wird der Schlitten
29 in dieser schräg gestellten Position an dem Grundkörper 28 arretiert.
[0049] Durch Parallelstellen des Schlittens 29 zu dem Grundkörper 28 gelangt die Rastnase
35 außer Eingriff mit der Kante 34 und angetrieben durch die Rückstellkraft der Feder
19 kann der Schlitten 29 auf dem Steg 33 in seiner rückgestellten Position auf dem
Grundkörper 28 gleiten.
Bezugszeichenliste:
[0050]
- 10
- Verschattungsanlage
- 11
- Profilschiene
- 12
- Schnurspanner
- 13
- Schnur
- 14
- Schnuröse
- 15
- Nut
- 16
- Grundkörper
- 17
- Schlitten
- 18
- Auge
- 19
- Feder
- 20
- Rasthaken
- 21
- Rastlasche
- 22
- Rastnase
- 23
- Anschlag
- 24
- Rastöffnung
- 25
- Fädelhaken
- 26
- Anschlagfläche
- 27
- Schnurspanner
- 28
- Grundkörper
- 29
- Schlitten
- 30
- Rastlasche
- 31
- Rastnase
- 32
- Federlager
- 33
- Steg
- 34
- Kante
- 35
- Rastnase
1. Vorrichtung zum Spannen einer Schnur (13) einer Verschattungsanlage (10), insbesondere
eines Plissee oder (Raff-)Rollos, mit einer Durchführung (14) für die Schnur (13)
und mit einem Federelement (19), dessen einem Ende Umlenkmittel (18) für die Schnur
(13) und dessen anderem Ende Befestigungsmittel (20, 21, 22, 30, 31) zum Befestigen
an der Verschattungsanlage (10) zugeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkmittel (18) in einer ersten Position (Montageposition) der Durchführung
(14) benachbart zum Durchführen der Schnur (13) durch die Durchführung (14) und die
Umlenkmittel (18) und in einer zweiten Position (Arbeitsposition) zum Spannen der
Schnur (13) positionierbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschattungsanlage (10) mindestens eine Profilschiene (11) hat, der insbesondere
die Durchführung (14) zugeordnet, vorzugsweise in dieser angeordnet ist, wobei die
Profilschiene (11) vorzugsweise mindestens eine Nut (15), einen Steg und/oder eine
Rastöffnung (24), insbesondere zum Zusammenwirken mit den Befestigungsmitteln (20,
21, 22, 30, 31) hat.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel (20, 21, 22, 30, 31) Mittel zum formschlüssigen, insbesondere
verschiebbaren, Befestigen des Federelementes (19), insbesondere an einer Profilschiene
(11) der Verschattungsanlage (10), vorzugsweise zum Zusammenwirken mit einer Nut (15),
einem Steg, einer Rastöffnung (24) und/oder der Durchführung (14) der Profilschiene
(11), sind, und besonders bevorzugt Rastelemente, Rasthaken (20), Rastlaschen (21,
30) und/oder Rastnasen (22, 31) haben.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel zum Befestigen mittels Verprägen, Stanzen, Nieten, Kleben,
Verpressen, Verschweißen und/oder Löten ausgebildet sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkmittel (18) einem bewegbaren Ende und/oder die Befestigungsmittel (20,
21, 22, 30, 31) einem feststehenden Ende des Federelementes (19) zugeordnet sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement eine Zugfeder (19) oder eine Druckfeder (19), insbesondere eine
Schraubenfeder (19) hat.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Federweg des Federelementes (19) eine Auslenkung der Umlenkmittel (18) von der
ersten Position (Montageposition) in die zweite Position (Arbeitsposition) und umgekehrt
gestattet.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einander korrespondierende Rastmittel (34, 35) an einem Grundkörper (28) und einem
Schlitten (29) zum Verrasten des Schlittens (29) an dem Grundkörper (28) in der ersten
Position (Montageposition), insbesondere mittels Schrägstellen des Schlittens (29)
zu dem Grundkörper (28), wobei vorzugsweise der Schlitten (29) eine Rastnase (35)
und der Grundkörper (28) eine zu dieser korrespondierenden Kante (34) hat.
9. Verfahren zum Montieren einer Verschattungsanlage (10), insbesondere eines Plissee
oder (Raff-)Rollos mit den Schritten:
Montieren einer Vorrichtung, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
zum Spannen einer Schnur (13) der Verschattungsanlage (10) in einer ersten Position
(Montageposition), in der einem ersten Ende eines Federelementes (19) zugeordnete
Umlenkmittel (18) des Federelementes (19) einer Durchführung (14) für die Schnur (13)
benachbart sind,
Fädeln der Schnur (13) in der ersten Position (Montageposition), insbesondere mittels
eines Fädelhakens (25), durch die Durchführung (14) und die Umlenkmittel (18),
Verbringen der Umlenkmittel (18) in eine zweite Position (Arbeitsposition) zum Spannen
der Schnur (13)
10. Verfahren nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch das Befestigen der Vorrichtung (12) zum Spannen der Schnur (13) mittels dem anderen
Ende des Federelementes (19) zugeordneter Befestigungsmittel (20, 21, 22, 30, 31)
an diesen korrespondierenden Befestigungsmitteln (14, 15, 24) der Verschattungsanlage
(10), insbesondere einer Profilschiene (11) der Verschattungsanlage (10).
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (12) zunächst verschiebbar an der Verschattungsanlage (10), insbesondere
an einer Profilschiene (11) der Verschattungsanlage (10), befestigt wird und danach
in eine dritte Position (Arretierposition) verschoben wird, in der vorzugsweise die
Befestigungsmittel (21, 22, 30, 31) zum Arretieren der Vorrichtung an der Verschattungsanlage
(10) insbesondere an einer Profilschiene (11) der Verschattungsanlage (10), mit den
korrespondieren Befestigungsmitteln (14, 24) zusammen wirken.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (12) zunächst in einer vierten Position (Zwischenposition) montiert,
danach aus dieser vierten Position (Zwischenposition) in die erste Position (Montageposition)
und im Anschluss in die dritte Position (Arretierposition) verbracht wird.
13. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (12) zunächst in der dritten Position (Arretierposition) montiert
und dann das Federelement (19) aus dieser in die erste Position (Montageposition)
ausgelenkt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (12) zum Befestigen an der Verschattungsanlage (10), insbesondere
in der dritten Position (Arretierposition) mit dieser formschlüssig verbunden, insbesondere
verprägt, verpresst, verklebt, verschweißt, verlötete, vernietet, verstanzt und/oder
verrastet wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (12) in der ersten Position (Montageposition) mittels Verrasten eines
Schlittens (29) an einem Grundkörper (28) zum Fädeln der Schnur (13) durch die Durchführung
(14) und die Umlenkmittel (18), insbesondere lösbar, fixiert wird, wobei vorzugsweise
ineinander korrespondierende Rastmittel (34, 35) an den Grundkörper (28) und dem Schlitten
(29) miteinander in Eingriff treten, besonders bevorzugt eine Rastnase (35) an dem
Schlitten (29) mit einer Kante (34) an dem Grundkörper (28) verrastet wird und/oder
die Verrastung durch Parallelstellen gelöst wird.