[0001] Die Erfindung betrifft einen Transferträger sowie dessen Verwendung und Herstellung.
[0002] Transferträger umfassen regelmäßig eine Trägerschicht, auf der zunächst eine Transferschicht
und darüber eine Haftschicht angeordnet ist. In einer Transfereinrichtung wird ein
Transferelement, ein Abschnitt der Transferschicht, mittels Wärme und/ oder Druck
auf ein Substrat transferiert und haftet mit der Haftschicht am Substrat. Die Transferschicht
umfasst in der Regel mehrere Unterschichten.
[0003] Besonders für sehr dünne Transferschichten oder erweichende Transferschichten wird
das Transferelement in seinem Umriss hinreichend durch den Transferstempel definiert.
Die Transferschicht reißt genau am Rand des Transferstempels ab.
[0004] Ebenso bekannt ist es, die Haftschicht selektiv nur in einem Bereich vorzusehen,
der dem Transferelement entspricht. Die Transferschicht reißt genau am Rand der Haftschicht
ab.
[0005] Die Transferschicht umfasst jedoch regelmäßig mehrere Teilschichten. Als problematisch
haben sich dabei insbesondere stabile Teilschichten in der Transferschicht, wie beispielsweise
UV-gehärtete Lackschichten, erwiesen. Diese reißen oft nicht exakt an den Grenzen
des Transferstempels ab. Statt dessen können beim Transfer unerwünschte Bruchstücke
der Transferschicht entstehen, die vom Träger gelöst aber nicht mit dem Substrat verklebt
werden und als unerwünschte Partikel beispielsweise einen folgenden Druckprozess stören.
Zur Vermeidung der Bruchstücke sind drei grundsätzlich verschiedene Ansätze bekannt.
[0006] Gemäß einem ersten Ansatz werden die zwischen den Transferelementen liegenden Bereiche
der Transferschicht vor dem Transfer entfernt. Nach einer vollflächigen Herstellung
der Transferschicht und geeigneter Stanzung werden die unnötigen Bereiche, die wie
ein Gitter um die Transferelemente herum angeordnet sind, zwischen den zu übertragenden
Transferelementen entfernt.
[0007] Das Entfernen der Gitterbereiche setzt regelmäßig voraus, dass die Transferschicht
eine Folie als Teilschicht umfasst.
DE 102016009318 A1 beschreibt ein Entfernen der Gitterbereiche für Transferelemente ohne Folienteilschicht.
In einer anderen Variante des ersten Ansatzes werden die gitterförmigen Bereiche mittels
eines Lasers entfernt.
[0008] Gemäß einem zweiten Ansatz wird die Transferschicht vereinfacht ausgedrückt nur dort
erstellt, wo sie später auch benötigt wird.
EP 2 848 425 A2 beschreibt eine besondere Form einer solchen Lösung. Da die zu übertragende Transferschicht
in der Regel ein Verbund aus einer Vielzahl von Schichten ist, müssen diese Schichten
alle im Register gedruckt bzw. hergestellt werden, was einen Zusatzaufwand im Vergleich
zu anderen Ansätzen darstellt, bei denen beispielsweise Primer- oder Klebstoffschichten
einfach vollflächig unregistriert gedruckt werden können.
[0009] Gemäß einem dritten Ansatz werden auf dem Träger die Transferelemente von den nicht
zu transferierenden Abschnitten separiert, so dass die Transferschicht bereits durchtrennt
ist und beim Transfer keine Bruchstücke mehr entstehen. Die Transferschicht wird beispielsweise
mittels Stanzen oder Lasern durchtrennt. Eine für das Trennen verbesserte Trägerschicht
schlägt
WO 2010/ 031543 A1 vor.
[0010] DE 196 53891 C1 beschreibt ein Siegeletikett mit einer Deckfolie zum Übersiegeln von zwei gegeneinander
beweglichen Objekten, derart, daß ein Bereich des Etiketts auf dem einen und ein zweiter
Bereich des Etiketts auf dem anderen Objekt haftet. Der Vorgang des Abziehens des
der Deckfolie löst eine optische Veränderung des Etiketts aus. Das Etikett umfasst
einen Unterfolienabschnitt, der ausschließlich in dem ersten oder zweiten Bereich
angeordnet ist. Zwischen dem Unterfolienabschnitt und der Deckfolie liegt eine Farbschicht,
die mit einer ersten Adhäsionskraft an der Deckfolie und einer zweiten Adhäsionskraft
an dem Unterfolienabschnitt haftet. Adhäsionskrafteinstellmittel sind vorgesehen,
um das Verhältnis zwischen der ersten und der zweiten Adhäsionskraft lokal einzustellen.
[0011] Eine genaue Positionierung des Transferelements in der Transfereinrichtung relativ
zu einem Transferwerkzeug (bzw. Transferstempel) ist inzwischen üblich, aber dennoch
mit Aufwand verbunden oder sogar mit dem Verlust von falsch positionierten Transferelementen
verbunden bis das erste Transferelement eine Sollposition erreicht.
[0012] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein kostenoptimiertes Transferverfahren
bzw. entsprechend geeignete Komponenten, wie Transferelemente, Transferträger oder
Transfereinrichtungen, anzugeben, welche dabei insbesondere weiterhin das Entstehen
von Bruchstücken der Transferschicht vermeiden.
[0013] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs gelöst. Weiterbildungen
der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0014] Ein Transferträger umfasst eine Trägerschicht und eine Transferschicht. Die Transferschicht
ist über der Trägerschicht angeordnet und von der Trägerschicht ablösbar. Der Transferträger
enthält eine Transferbegrenzung, die eine Transferschichtunterbrechung umfasst. Die
Transferschichtunterbrechung dient als Grenze zwischen einem zu transferierenden Transferabschnitt
der Transferschicht und einem auf der Trägerschicht verbleibenden Trägerabschnitt
der Transferschicht. Vorliegend umfasst die Transferbegrenzung weiterhin eine Anti-Haftstruktur.
Die Anti-Haftstruktur ist über der Transferschicht angeordnet. Die Anti-Haftstruktur
liegt dabei neben der Transferschichtunterbrechung vor und ist über zumindest einem
der beiden Abschnitte nur partiell vorhanden.
[0015] Ein Transferträger ohne die Anti-Haftstruktur stellt einem Transferwerkzeug einer
Transfereinrichtung zunächst nur (genau) die Transferschichtunterbrechung als Transferposition
bereit. Durch die kombinierte Transferbegrenzung aus Transferschichtunterbrechung
und Anti-Haftstruktur sinken die Anforderungen an die Positionierung. Die Anti-Haftstruktur
stellt einen longitudinalen Positionierungsbereich für ein Transferwerkzeug einer
Transfereinrichtung bereit. Unabhängig von einer konkreten Positionierung des Transferwerkzeuges
innerhalb des Positionierungsbereiches, entstehen keine Bruchstücke.
[0016] Bevorzugt ist die Anti-Haftstruktur über dem Transferabschnitt nur partiell vorhanden.
[0017] Diese Anordnung ermöglicht bereits mehrere vorteilhafte Ausgestaltungen. Ein (größerer
Transferabschnitt oder) ein kürzeres Transferwerkzeug könnten somit - bewusst oder
toleranzbedingt - verwendet werden. Der Transferabschnitt könnte insbesondere sogar
länger als das Transferwerkzeug sein. Der Transferabschnitt haftet nach einem Transfer
an dem Substrat mit Ausnahme des Bereiches der Anti-Haftstruktur.
[0018] In besonders bevorzugten Varianten ist die Anti-Haftstruktur nur partiell über dem
Transferabschnitt und nur partiell oder vollflächig über dem Trägerabschnitt vorhanden.
Somit kann ein größerer Positionierungsbereich bereitgestellt werden. Ebenso kann
ein größeres Transferwerkzeug (oder ein kleinerer Transferabschnitt) verwendet werden.
Der Transferabschnitt kann kürzer (oder länger) als das Transferwerkzeug sein. Eine
vollflächig über dem Trägerabschnitt vorhandene Anti-Haftstruktur ist insbesondere
nur partiell über dem (ersten an den Trägerabschnitt angrenzenden) Transferabschnitt
und nur partiell über einem folgenden (zweiten an den Trägerabschnitt angrenzenden)
Transferabschnitt vorgesehen.
[0019] In anderen Varianten könnte die Anti-Haftstruktur nur über dem Transferabschnitt
und dort nur partiell vorhanden sein.
[0020] Dass die Anti-Haftstruktur neben der Transferschichtunterbrechung vorgesehen ist,
umfasst mehrere Ausgestaltungen im Sinne von mindestens auch neben der Transferschichtunterbrechung.
Insbesondere kann die Anti-Haftstruktur unmittelbar neben der Transferschichtunterbrechung
angeordnet sein und kann sich optional dabei - von einer Seite der Transferschichtunterbrechung,
von beiden Seiten der Transferschichtunterbrechung oder durchgehend (über die Unterbrechung
hinweg) - über die Transferschichtunterbrechung erstrecken. Nur alternativ zu einer
longitudinal unmittelbar angrenzenden oder über die Transferschichtunterbrechung reichenden
Anordnung kann die Antihaft-Struktur in einem - im Vergleich zur Länge der Anti-Haftstruktur
geringen - longitudinalen Abstand neben der Transferschichtunterbrechung angeordnet
sein.
[0021] In der Regel umfasst der Transferträger eine Haftschicht. Die Anti-Haftstruktur ist
dabei bevorzugt auf der Haftschicht angeordnet. In einer Variante ist die Anti-Haftstruktur
ein deaktivierter Abschnitt der Haftschicht. Nur alternativ wird die Haftschicht auf
dem Substrat vorgesehen.
[0022] Die Anti-Haftstruktur kann, insbesondere durch eine geeignete Wahl ihrer Länge, an
Parameter der Transfereinrichtung angepasst werden. Die Anti-Haftstruktur kann an
die Positionierungstoleranz einer Transfereinrichtung angepasst werden. Wenn mehrere
Transfereinrichtungen und/oder unterschiedliche Transfereinrichtungstypen, zum Beispiel
von verschiedenen Firmen oder Baujahren, vorhanden sind, kann die Anti-Haftstruktur
an eine maximale Positionierungstoleranz angepasst sein. Die Anti-Haftstruktur kann
- wie bereits angedeutet - an eine Länge eines Transferwerkzeuges einer Transfereinrichtung
angepasst sein. Insbesondere kann die Anpassung basierend auf einer minimalen oder
maximalen Länge von Transferwerkzeugen mehrerer Transfereinrichtungen und/ oder Transfereinrichtungstypen
erfolgen. Die Positionierungstoleranz der Transfereinrichtung kann einen oder mehrere
der folgenden Toleranzparameter berücksichtigen:
- longitudinale Positionierung des Transferträgers in der Transfereinrichtung; und/
oder
- longitudinale Position eines Transferwerkzeuges in der Transfereinrichtung; und/ oder
- Längentoleranz des Transferstempels.
[0023] Die Transferschichtunterbrechung unterbricht die Transferschicht zu mehr als 50%,
insbesondere zwischen 75% und 100%, besonders bevorzugt zu 100%. Die Transferschicht
ist also in seiner Querschnittsfläche entsprechend anteilig bereits getrennt. Bevorzugt
ist eine vollständige Trennung. Die Transferschichtunterbrechung kann als Unterbrechung
ebenfalls durch die Haftschicht und/ oder die Anti-Haftstruktur reichen. Die Unterbrechung
kann vor oder nach dem Aufbringen der Haftschicht und/ oder der Anti-Haftstruktur
erstellt werden.
[0024] Die Anti-Haftstruktur ist bevorzugt nur 0,5 bis 5 µm, insbesondere 1 bis 3 µm, dick.
Die Länge der Anti-Haftstruktur ist größer als 0,5 mm, insbesondere größer als 2 mm.
Sie liegt insbesondere zwischen 0,5 und 20 mm, bevorzugt zwischen 1 und 10 mm. Die
Länge des Teils der Anti-Haftstruktur, der über dem Transferabschnitt liegt, ist bevorzugt
kleiner als 2 mm, insbesondere im Bereich von 0,2 bis 2 mm, besonders bevorzugt 0,2
bis 0,5 mm oder 0,5 bis 1,5 mm.
[0025] In der Regel ist die Anti-Haftstruktur transparent. In vorteilhaften Ausgestaltungen
weist die Anti-Haftstruktur aber eine visuell oder maschinell erkennbare Färbung (beispielsweise
schwarz oder rot) auf.
[0026] Der Anfang und das Ende des Transferabschnittes sind vorzugsweise jeweils durch eine
Transferschichtunterbrechung definiert. Eine Anti-Haftstruktur kann jeweils am Anfang
und am Ende des Transferabschnittes vorgesehen sein. Die Anti-Haftstruktur erstreckt
sich besonders bevorzugt über (genau) eine Transferschichtunterbrechung hinweg. In
Ausgestaltungen erstreckt sich die Anti-Haftstruktur über genau zwei Transferschichtunterbrechungen
benachbarter (bzw. auf dem Transferträger hintereinander folgender) Transferabschnitte.
[0027] Die Anti-Haftstruktur kann unmittelbar neben der Transferschichtunterbrechung liegen
bzw. angrenzen oder mit einem haftenden Rand neben der Transferschichtunterbrechung
vorliegen. Die Länge eines haftenden (longitudinalen) Randes ist im Verhältnis zur
Länge der Anti-Haftstruktur über dem Abschnitt nur gering (Längenverhältnis insbesondere
< 1/10, bzw. vorzugsweise < 1/20). Selbst ein solcher schmaler Rand ist zunächst nachteilig,
kann aber zugunsten der späteren Haftung des Transferabschnittes am Substrat dennoch
vorgesehen werden. Ebenso wird die Anti-Haftstruktur sich typischerweise über die
volle Breite der Transferschicht erstrecken. Jedoch kann ein haftender Rand transversal
zur (bzw. seitlich neben der) Anti-Haftstruktur vorliegen. Die Breite eines haftenden
transversalen Randes ist im Verhältnis zur Breite der Anti-Haftstruktur nur gering
(Breitenverhältnis insbesondere < 1/10, bzw. vorzugsweise < 1/20). Es ist denkbar
die Anti-Haftstruktur mit longitudinal ab- und/ oder zunehmender Breite vorzusehen.
Insbesondere könnte man die Antihaftstruktur über dem Anfang des Transferabschnittes
ab- oder zunehmend und entsprechend über dem Ende des Transferabschnittes entsprechend
(gespiegelt) zu- oder abnehmend aufbringen.
[0028] In den bevorzugten Ausgestaltungen ist die Anti-Haftstruktur longitudinal nur partiell
jedoch transversal über die vollständige Breite des Abschnittes (bzw. über die vollständige
Breite über beiden Abschnitten) vorgesehen. Longitudinal partiell ist die Anti-Haftstruktur
dabei besonders bevorzugt partiell über dem Transferschabschnitt und/ oder dem Trägerabschnitt
nur unmittelbar neben der Transferschichtunterbrechung vorgesehen; und optional über
die Transferschichtunterbrechung hinweg vorgesehen. Alternativ ist die Anti-Haftstruktur
über dem Trägerabschnitt longitudinal durchgehend (vollflächig oder mit transversalem
Rand), optional über die Transferschichtunterbrechung hinweg, und über dem Trägerabschnitt
nur unmittelbar neben der Transferschichtunterbrechung vorgesehen.
[0029] Die Anti-Haftstruktur ist angepasst an die Haftschicht und insbesondere so angepasst
an die Aktivierbarkeit der Haftschicht, dass sie bei Aktivierung der Haftschicht wirksam
ist. Die Anti-Haftstruktur wird bevorzugt gebildet durch
- einen (UV-) gehärteten Lack,
- einen bei Aktivierung der Haftschicht inaktiven Lack (z.b. Erweichungstemperatur »
Aktivierungstemperatur), der lösemittelbasiert oder wasserbasiert sein kann,
- vernetzbare Lack oder Dispersionen, die insbesondere über reaktive Gruppen miteinander
vernetzt werden können (wie Polyole mit Isocyanat, Carbonsäuren mit Aziridin), oder
- durch einen aktivierten Abschnitt einer nur einmal aktivierbaren Haftschicht, wie
ein UV-aktivierter Bereich eines UV-aktiven Siegellackes.
[0030] Der Transferträger kann - aufgrund seiner wesentlichen größeren Länge (bzw. longitudinalen
Erstreckung) als Breite bzw. (transversalen Erstreckung) - auch als länglicher Transferträger
bezeichnet werden. Der Transferträger ist regelmäßig ein Endlosband (Länge > 10m,
in der Regel bis 10.000m) und wird insbesondere aufgewickelt auf einer Rolle bereitgestellt.
Die Trägerschicht des Transferträgers ist eine Folie, die bevorzugt transparent ist.
Die Transferschicht ist auf der Trägerschicht des Transferträgers angeordnet. Entsprechend
ist die Trägerschicht oben/ auf der oberen Seite der Trägerschicht angeordnet bzw.
die Transferschicht ist mit ihrer Unterseite auf der Trägerschicht angeordnet. Die
Begriffe "auf", "über" und "oben" werden in im Sinne dieser Richtung vorliegend gleichbedeutend
verwendet.
[0031] Auf dem Transferträger ist bevorzugt eine Vielzahl von Transferabschnitten longitudinal
hintereinander angeordnet. Zusätzlich oder alternativ kann der Transferabschnitt eine
Vielzahl von Sicherheitselementen umfassen, die longitudinal hintereinander in dem
Transferabschnitt enthalten sind.
[0032] Eine Länge des Transferabschnittes ist größer als 25 cm, insbesondere zugleich kleiner
als 120 cm. Die Länge des Transferabschnittes ist insbesondere größer als die Gesamtlänge
der Vielzahl von Sicherheitselementen. Die Sicherheitselemente entsprechen in ihrer
Länge einem Außenmaß (Länge oder Breite) eines Wertdokumentes. Das Substrat kann ein
Substratbogen oder eine Substratbahn mit Bogenabschnitten sein. Das Substrat ist insbesondere
ein Wertdokumentsubstrat.
[0033] Eine Breite der Trägerschicht entspricht bevorzugt der Breite des Transferabschnittes.
Denkbar - aber in der Herstellung komplexer - ist alternativ, dass der Transferabschnitt
schmaler ist als die Trägerschicht, insbesondere könnte die Trägerschicht auf genau
einer Seite oder auf beiden Seiten einen transferabschnittfreien Streifen umfassen.
[0034] Der Transferträger ist vorgesehen für eine Verwendung in einer Transfervorrichtung,
insbesondere in einer von mehreren Transfervorrichtungen. Die mehreren Transfereinrichtungen
können vom gleichen Transfereinrichtungstyp und/ oder von unterschiedlichen Transfereinrichtungstypen
sein. Die vorliegenden Lösungen vereinfachen die Verwendung eines Transferträgers
unabhängig von der konkreten Transfereinrichtung.
[0035] Der Transferträger kann - insbesondere in seinen beschriebenen Ausgestaltungen -
erstellt werden, mit folgenden Schritten. Bereitstellen eines Transferträgers mit
einer Trägerschicht und einer Transferschicht. Die Transferschicht ist über der Trägerschicht
angeordnet und von der Trägerschicht ablösbar. Mindestens teilweise wird eine Transferbegrenzung
in dem Transferträger erstellt. Die Transferbegrenzung umfasst eine Transferschichtunterbrechung,
welche als Grenze zwischen einem zu transferierenden Transferabschnitt der Transferschicht
und einem auf dem Träger verbleibenden Trägerabschnitt der Transferschicht dient.
In dem Schritt des Erstellens der Transferbegrenzung wird eine Anti-Haftstruktur aufgebracht,
wobei die Anti-Haftstruktur über der Transferschicht aufgebracht wird, neben der Transferschichtunterbrechung
vorgesehen ist und über zumindest einem der beiden Abschnitte nur partiell aufgebracht
wird. Die Transferschichtunterbrechung der Transferbegrenzung kann optional bereits
vorab vorliegen. Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden
nachfolgend anhand der Figuren erläutert, bei deren Darstellung auf eine maßstabs-
und proportionsgetreue Wiedergabe verzichtet wurde, um die Anschaulichkeit zu erhöhen.
[0036] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Transferträger mit Transferschicht in einer Transfereinrichtung beim Transfer
eines Transferabschnittes der Transferschicht;
- Fig. 2
- einen Längsschnitt durch einen Transferträger mit einer AntiHaftstruktur als Teil
einer Transferbegrenzung;
- Fig. 3
- einen Längsschnitt durch den Transferträger mit einer modifizierten Anti-Haftstruktur
als Teil der Transferbegrenzung;
- Fig. 4A
- Aufsicht auf eine besondere Ausgestaltung von Anti-Haftstrukturen des Transferträgers;
und
- Fig. 4B
- Aufsicht auf eine weitere Ausgestaltung von Anti-Haftstrukturen des Transferträgers.
[0037] In Fig. 1 ist zunächst eine herkömmliche Transfereinrichtung 30 mit einem Transferwerkzeug
31 gezeigt, das in der Regel als Transferstempel oder Transferwalze ausgebildet ist.
Substrate 20 werden - in der Figur von rechts - nacheinander der Transfereinrichtung
30 zugeführt. Das Substrat 20 kann ein Wertdokumentbogen sein, aus dem später eine
Vielzahl von - beispielsweise vier mal sechs - Wertdokumenten hergestellt wird, wobei
in dem Bogen eine Mehrzahl von - in diesem Beispiel sechs - Wertdokumentsubstraten
longitudinal hintereinander liegen. Entsprechend kann das Transferwerkzeug eine nicht
dargestellte Mehrzahl von - im Beispiel vier - parallel arbeitenden Transferwerkzeugen
31 umfassen.
[0038] Der Transferträger 10 umfasst eine Trägerschicht 11, auf der eine Transferschicht
12 ablösbar angeordnet ist. Die Transferschicht 12 umfasst Transferabschnitte 1, die
durch das Transferwerkzeug 31 auf das Substrat 20 transferiert werden, und Trägerabschnitte
2, die auf dem Transferträger 10 bzw. dessen Trägerschicht 11 verbleiben. Auf dem
Transferträger 10, der als Endlostreifen beispielsweise von einer Rolle abgewickelt
wird, sind longitudinal hintereinander eine Vielzahl der Transferabschnitte 1 vorgesehen.
[0039] In der Figur sind von links nach rechts ein erstes Substrat 20 mit bereits transferiertem
Transferabschnitt 1, ein zweites Substrat 20 in der Transfereinrichtung - noch ohne
Transferabschnitt - und ein drittes Substrat 20 dargestellt. Entsprechend fehlt der
Transferabschnitt 1 zwischen den beiden Trägerabschnitten 2 der Transferschicht 12
in der linken Bildhälfte.
[0040] Die Transferschicht 12 umfasst zumindest auch eine zu Bruchstücken neigende Teilschicht
(bzw. für den Transfer zu stabile) Schicht, wie beispielsweise eine gehärtete Lackschicht.
In der Regel ist die Transferschicht 12 mehrschichtig. Die Transferschicht 12 kann
beispielsweise mehrere der folgenden Teilschichten umfassen: geprägte Schicht, Effektschicht
(reflektierender oder semitransparenter Dünnschichtaufbau mit oder ohne Farbkippeffekt),
Effektpigmentschicht, Reflexionsschicht, Primerschicht(en), Stabilisierungsschicht
(ggf. in Form einer Folie). Gegebenenfalls kann eine Ablöseschicht zwischen der Trägerfolie
und der Transferschicht angeordnet sein. Die Ablöseschicht kann vollständig (oder
teilweise) auf der Trägerschicht verbleiben oder vollständig (oder teilweise) einen
Teil der Transferschicht bilden. Die Dicke der Transferschicht 12 liegt typischerweise
zwischen 8 und 50 µm.
[0041] Die Trägerschicht 11 ist regelmäßig eine Kunststofffolie, beispielsweise mit einer
Dicke von 10-150 µm. Sie kann einschichtig oder mehrschichtig aufgebaut sein. Bevorzugt
umfasst die Trägerschicht zwei miteinander verklebte Kunststofffolien.
[0042] Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt durch einen Transferträger 10. Die Transferschicht
12 liegt auf der Trägerschicht 11. Über der Transferschicht 12 ist eine (optionale)
Haftschicht 16 und eine Antihaftstruktur 18 angeordnet. Die Schichten 12, 16 und 18
bilden eine erweiterte Transferschicht 14.
[0043] Eine Transferbegrenzung des Transferabschnittes 1 wird durch eine Transferschichtunterbrechung
15 zusammen mit der Antihaftstruktur 18 gebildet. Als erstes Teilelement der Transferbegrenzung
15, 18 zwischen den Transferabschnitten 1 der Transferschicht 12 ist die Transferschichtunterbrechung
15 vorgesehen. Die Transferschichtunterbrechung 15 kann in die Transferschicht 12
beispielsweise gestanzt oder gelasert sein. Zwei Transferschichtunterbrechungen 15
begrenzen den Transferabschnitt 1. Jeweils am Anfang und am Ende des Transferabschnittes
1 ist eine Transferschichtunterbrechung 15 vorgesehen. Zwischen den Transferabschnitten
1 liegen die Trägerabschnitte 2.
[0044] In Fig. 2 ist zur Verdeutlichung der vorliegenden Lösung auch ein Transferwerkzeug
31 mit seiner Länge L31 angedeutet. Der Transferabschnitt 1 hat eine Länge L1. Die
Länge L1 (und die Länge L31) ist größer als 25 cm und liegt im Bereich von 25 bis
120 cm. In der Figur sind diese beiden Längen bewusst stark verkürzt dargestellt.
[0045] Wenn die Länge des Transferwerkzeuges L31 genau gleich der Länge L1 des Transferabschnittes
wäre, müsste das Transferwerkzeug 31 herkömmlich - also ohne die Anti-Haftstruktur
18 - exakt zum Transferabschnitt 1 positioniert werden. Mit jeder Positionsabweichung
entsteht die Gefahr, dass die Haftschicht 16 im Bereich des Trägerabschnittes 2 auch
an dem Substrat anhaftet, so dass Bruchstücke der Transferschicht 12 entstehen könnten.
Herkömmlich ist somit keine Positionstoleranz gegeben beziehungsweise wäre diese auf
eine Länge der Haftschichtunterbrechung begrenzt.
[0046] In der dargestellten Lösung wird die Positionstoleranz durch die AntiHaftstruktur
18 erhöht. Die Anti-Haftstruktur 18 stellt in dem Transferträger 10 einen longitudinalen
Positionierungsbereich für das Transferwerkzeug 31 bereit, der insbesondere ein vergrößerter
Positionierungsbereich ist. Soweit die Position des Transferwerkzeugs 31 in den Grenzen
der Anti-Haftstruktur 18 bleibt, wird das Problem vermieden. Zwischen dem Trägerabschnitt
2 (bzw. der darüber liegenden Haftschicht 16) und dem Substrat wird mit verbesserter
Positionstoleranz ein Anhaften verhindert.
[0047] Wie in der Figur erkennbar, kann die Länge L31 des Transferwerkzeuges 31 somit größer
sein als die Länge L1 des Transferabschnittes 1. Denkbar ist aber auch mit der gezeigten
Anti-Haftstruktur, die Länge L31 gleich der Länge L1 zu wählen oder die Länge L31
kleiner als die Länge L1 zu wählen.
[0048] Die Anti-Haftstruktur 18 ist (jeweils) mit einer Länge L18 vorgesehen. Sie wurde
vor dem Ausbilden der Haftschichtunterbrechung 15 aufgebracht. Alternativ ist auch
ein nachträgliches Aufbringen möglich. Die AntiHaftstruktur 18 ist sowohl über dem
Transferabschnitt 1 als auch über dem Trägerabschnitt nur partiell vorgesehen. Die
Transferschichtunterbrechung 15 unterbricht die Transferschicht 12 und die Anti-Haftstruktur
18. Die Anti-Haftstruktur 18 liegt neben, insbesondere - beidseitig - unmittelbar
angrenzend an, der Transferschichtunterbrechung 15. Die Länge L18 der Anti-Haftstruktur
ist größer als 2 mm. Sie liegt insbesondere zwischen 2 und 20 mm, bevorzugt zwischen
4 und 10 mm. Die Länge des Teils der Anti-Haftstruktur, die über dem Transferabschnitt
1 liegt, ist bevorzugt kleiner als 2 mm, insbesondere im Bereich von 0,2 bis 2 mm,
besonders bevorzugt 0,2 bis 1 mm.
[0049] In einer anderen Variante kann auch vorgesehen sein, dass die Anti-haftstruktur 18
- abweichend von Figur 1 - den auf der Trägerschicht verbleibenden Trägerabschnitt
der Transferschicht nicht nur partiell sondern vollflächig bedeckt. Die Anti-Haftstruktur
erstreckt sich dann über eine erste Transferschichtunterbrechung (an einem der beiden
Enden des Transferabschnittes), über den Trägerabschnitt und über eine zweite Transferschichtunterbrechung
(am entsprechend anderen Ende des benachbarten Transferabschnittes) hinweg. Sie bildet
somit eine gemeinsame Anti-Haftstruktur zweier benachbarter Transferabschnitte. Insbesondere
in diesem Fall ergibt sich oft auch eine größere Länge der Anti-Haftstruktur, die
dann auch über 20 mm liegen kann.
[0050] Der Transferabschnitt 1 der Transferschicht 12 haftet nach dem Transfer zusammen
mit der Haftschicht 16 und dem über dem Transferabschnitt 1 liegenden Teil der Anti-Haftstruktur
18 an dem Substrat 20. Insofern wird der entsprechende Abschnitt der erweiterten Transferschicht
14 auf das Substrat 20 übertragen. In dem Beispiel gemäß Figur 2 haftet der Transferabschnitt
1 über nahezu seine gesamte Länge L31 an dem Substrat 20. Lediglich unmittelbar am
Beginn und am Ende des Transferabschnittes 1 verhindert der jeweilige Teil der Anti-Haftstruktur
18 ein anhaften.
[0051] Die durchgehende Haftschicht 16 ist in Figur 2 auf der Transferschicht 12 angeordnet.
Es ist jedoch ebenso möglich eine durchgehende Haftschicht auf dem Substrat vorzusehen.
Die dann unmittelbar auf der Transferschicht 12 angeordnete Anti-Haftstruktur 18 wirkt
auch dann gleichermaßen. Als Haftschicht 16 wird insbesondere eine (mittels Temperatur,
Strahlung bzw. Druck) aktivierbare Haftschicht verwendet, vorzugsweise eine Heißsiegellackschicht.
Bevorzugt weist die Haftschicht 16 mehrere Teilschichten auf, insbesondere eine Primerschicht
und eine aktivierbar haftende Lackschicht.
[0052] Die Anti-Haftstruktur 18 wird bevorzugt als separate Struktur aufgebracht, insbesondere
aufgedruckt. In einer alternativen Ausgestaltung wird die Anti-Haftstruktur 18 durch
einen deaktivierten Abschnitt der Haftschicht 16 gebildet. Die Deaktivierung kann
physikalisch oder chemisch bewirkt werden, beispielsweise durch lokale Bestrahlung
oder lokales Aufbringen einer deaktivierenden Chemikalie erzielt werden.
[0053] Fig. 3 zeigt ebenfalls einen Längsschnitt durch einen Transferträger 10. Die Anti-Haftstrukturen
18 sind in diesem Beispiel anders angeordnet. Zudem zeigt die Figur zwei unterschiedlich
ausgestaltete Anti-Haftstrukturen 18.
[0054] Die Anti-Haftstrukturen 18 sind nur über dem Transferabschnitt 1 angeordnet und dort
wiederum nur partiell vorhanden. Der Transferabschnitt 1 bleibt über den größten Teil
seiner Länge frei von der Anti-Haftstruktur 18. Er haftet entsprechend nach dem Transfer
in seiner nahezu gesamten Länge am Substrat.
[0055] Für diese Ausgestaltung wird die Länge L31 des Transferwerkzeuges kleiner als die
Länge L1 des Transferabschnittes 1 gewählt. Die Anti-Haftstrukturen 18 erlauben wiederum
eine variierende Positionierung (Transferträger zu Transfereinrichtung bzw. zu Transferwerkzeug)
und entsprechend auch eine Variation der Länge der einzelnen Transferwerkzeuge in
einer (oder mehreren) Transfereinrichtung(en).
[0056] Die in der rechten Bildhälfte von Fig.3 dargestellte Anti-Haftstruktur 18 ist nachträglich
auf die Haftschicht 16 aufgetragen worden. Sie überlappt (optional) mit der Transferschichtunterbrechung
15. Die in der linken Bildhälfte dargestellte Anti-Haftstruktur 18 ist nicht unmittelbar
angrenzend neben der Transferschichtunterbrechung 15 angeordnet. Es hat sich herausgestellt,
dass die Anti-Haftstruktur nicht notwendigerweise exakt bis zur Unterbrechung reichen
muss. Ein minimaler longitudinaler noch haftender Rand, wie er hier angedeutet wird,
kann vorgesehen sein, ohne dass die gewünschte Wirkung
- eines positionstoleranteren Transferverhaltens verloren geht.
[0057] In allen bisher diskutierten Ausgestaltungen wird davon ausgegangen, dass die Anti-Haftstruktur
über die gesamte Breite des Transferträgers vorgesehen ist.
[0058] Die Figuren 4A und 4B zeigen dagegen - in Aufsicht auf den Transferträger - Beispiele
von denkbaren Anti-Haftstrukturen 18 mit haftenden Rändern. Im Bereich der Ränder
bleibt die Haftschicht 16 in der Figur in Aufsicht sichtbar, da sie nicht von der
Anti-Haftschicht 18 bedeckt ist. Nicht separat dargestellt ist eine Variante ohne
Haftschicht 16, in welcher im Bereich der Ränder die Transferschicht 12 zu sehen wäre.
[0059] Die Anti-Haftstrukturen 18 von Fig. 4A mit Ihrer Länge L18 sind so angeordnet, dass
ein haftender longitudinaler Rand (gebildet durch die Haftschicht 16) der Länge L16
zwischen der Anti-Haftstruktur 18 und der Transferschichtunterbrechung 15 besteht.
Die Anti-Haftstrukturen 18 sind mit dem haftenden Rand neben der Transferschichtunterbrechung
15 angeordnet. Im Beispiel der Fig. 4A liegen die Anti-Haftstrukturen 18 auf beiden
Seiten neben der Transferschichtunterbrechung 15, jeweils mit dem longitudinalen Rand.
Das Längenverhältnis (L16 zu L18) der Länge des longitudinalen Randes L16 zur Länge
der Anti-Haftstruktur L18 ist kleiner als 0,05. Zusätzlich oder alternativ zu einem
haftenden longitudinalen Rand kann die Anordnung so erfolgen, dass auf zumindest einer
Seite ein haftender transversaler Rand entsteht. In der Figur sind beide Anti-Haftstrukturen
18 so angeordnet, dass beidseits ein haftender Rand transversal zur Anti-Haftstruktur
vorliegt. Die Breite der Anti-Haftstruktur 18 ist somit geringer als die Breite des
Transferträgers. Das Breitenverhältnis (B16 zu B18) der Breite eines transversalen
Randes zur Breite der Anti-Haftstruktur ist kleiner als 0,1.
[0060] Fig. 4B zeigt eine Anti-Haftstruktur 18, die sich über die Transferschichtunterbrechung
15 erstreckt. Die Anti-Haftstruktur 18 weist eine longitudinal - in Richtung des in
der Figur rechts liegenden Transferabschnittes 1 - zunehmende Breite B18 auf. Die
Breite B18 der Anti-Haftstruktur kann optional bis zur Breite B10 des Transferträgers
10 zunehmen oder - wie dargestellt - kleiner als die Breite B10 des Transferträgers
10 bleiben. Besonders bevorzugt wird eine zunehmende Breite B18 am Anfang des Transferabschnittes
1 und eine entsprechend abnehmende Breite der Anti-Haftstruktur (gespiegelte Anordnung)
am Ende des Transferabschnittes verwendet.
Bezugszeichenliste
[0061]
- 1
- Transferabschnitt
- 2
- Trägerabschnitt
- 10
- Transferträger
- 11
- Trägerschicht
- 12
- Transferschicht
- 14
- Erweiterte Transferschicht
- 15
- Transferschichtunterbrechung
- 16
- Haftschicht
- 18
- Anti-Haftstruktur
- 20
- Substrat
- 30
- Transfereinrichtung
- 31
- Transferwerkzeug
1. Transferträger (10) umfassend:
- eine Trägerschicht (11); und
- eine Transferschicht (12);
wobei die Transferschicht (12) über der Trägerschicht (11) angeordnet ist und von
der Trägerschicht (11) ablösbar ist;
wobei der Transferträger (10) eine Transferbegrenzung (15, 18) enthält, und
wobei die Transferbegrenzung (15,18) eine Transferschichtunterbrechung (15) umfasst,
welche als Grenze zwischen einem zu transferierenden Transferabschnitt (1) der Transferschicht
(12) und einem auf der Trägerschicht (11) verbleibenden Trägerabschnitt (2) der Transferschicht
(12) dient,
wobei die Transferbegrenzung (15,18) weiterhin eine Anti-Haftstruktur (18) umfasst,
die Anti-Haftstruktur (18) neben der Transferschichtunterbrechung (15) vorgesehen
ist, und
die Anti-Haftstruktur (18) über zumindest einem der beiden Abschnitte (1, 2) nur partiell
vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anti-Haftstruktur (18) über der Transferschicht (12) angeordnet ist.
2. Transferträger (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anti-Haftstruktur (18) über dem Transferabschnitt (1) nur partiell vorgesehen.
3. Transferträger (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anti-Haftstruktur (18) nur partiell über dem Transferabschnitt (1) und nur partiell
über dem Trägerabschnitt (2) vorgesehen ist.
4. Transferträger (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anti-Haftstruktur (18) nur partiell über dem Transferabschnitt (1) und vollflächig
über dem Trägerabschnitt (2) vorgesehen ist.
5. Transferträger (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Anti-Haftstruktur (18) unmittelbar neben der Transferschichtunterbrechung (15)
vorgesehen ist und sich über die Transferschichtunterbrechung (15) erstreckend vorgesehen
ist.
6. Transferträger (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Transferträger (10) ferner eine Haftschicht (16) umfasst.
7. Transferträger (10) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Anti-Haftstruktur (18) auf der Haftschicht (16) angeordnet ist, oder
- die Anti-Haftstruktur (18) durch einen deaktivierten Abschnitt der Haftschicht (16)
gebildet wird.
8. Transferträger (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Anti-Haftstruktur (18) einen longitudinalen Positionierungsbereich für ein Transferwerkzeug
(31) einer Transfereinrichtung (30) bereitstellt.
9. Transferträger (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anti-Haftstruktur (18), insbesondere deren Länge (L18), bzw. der Positionierungsbereich
gewählt ist basierend auf
- einer Positionierungstoleranz einer Transfereinrichtung (30), insbesondere basierend
auf einer maximale Positionierungstoleranz von mehreren Transfereinrichtungen und/
oder Transfereinrichtungstypen und/ oder
- einer Länge eines Transferwerkzeuges einer Transfereinrichtung (30), insbesondere
basierend auf einer minimalen oder maximalen Länge von Transferwerkzeugen mehrerer
Transfereinrichtungen und/ oder Transfereinrichtungstypen.
10. Transferträger (10) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Positionierungstoleranz einen oder mehrere der folgenden Toleranzparameter berücksichtigt:
- longitudinale Positionierung des Transferträgers in der Transfereinrichtung; und/
oder
- longitudinale Position eines Transferstempels in der Transfereinrichtung; und/oder
- Längentoleranz des Transferstempels.
11. Transferträger (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Transferschichtunterbrechung (15) die Transferschicht (12) zu mehr als 50%, insbesondere
zwischen 75% und 100%, besonders bevorzugt zu 100%, unterbricht.
12. Transferträger (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Anfang und das Ende des Transferabschnittes (1) jeweils durch eine Transferschichtunterbrechung
(15) definiert sind; und/oder
- die Anti-Haftstruktur (18) jeweils nur am Anfang und am Ende des Transferabschnittes
(1) vorgesehen ist; und/ oder
- die Anti-Haftstruktur (18) sich über genau eine Transferschichtunterbrechung (15)
des Transferabschnittes hinweg oder über genau zwei Transferschichtunterbrechungen
benachbarter Transferabschnitte hinweg erstreckt.
13. Transferträger (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anti-Haftstruktur (18) longitudinal nur partiell jedoch transversal über die
vollständige Breite des Abschnittes (1,2) vorgesehen ist.
14. Transferträger (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- auf dem Transferträger (10) eine Vielzahl von Transferabschnitten (1) longitudinal
hintereinander angeordnet sind; und/ oder
- der Transferabschnitt (1) eine Vielzahl von Sicherheitselementen umfasst, die longitudinal
hintereinander in dem Transferabschnitt enthalten sind; und/ oder
- eine Breite der Trägerschicht (11) der Breite des Transferabschnittes (1) entspricht.
15. Transferträger (10) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des Transferabschnittes (1) größer ist als 25 cm und insbesondere kleiner
als 120 cm.
16. Verwendung eines Transferträgers (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche in einer
Transfervorrichtung (30), insbesondere in einer von mehreren Transfervorrichtungen
(30).
17. Verfahren zum Erstellen eines Transferträgers (10), insbesondere nach einem der Ansprüche
2 bis 15, mit den Schritten:
- Bereitstellen eines Transferträgers (10) mit einer Trägerschicht (11) und einer
Transferschicht (12),
wobei die Transferschicht (12) über der Trägerschicht (11) angeordnet ist und von
der Trägerschicht (11) ablösbar ist,
- mindestens teilweises Erstellen einer Transferbegrenzung (15, 18) in dem Transferträger
(10),
wobei die Transferbegrenzung (15,18) eine Transferschichtunterbrechung (15) umfasst,
welche als Grenze zwischen einem zu transferierenden Transferabschnitt (1) der Transferschicht
(12) und einem auf dem Träger verbleibenden Trägerabschnitt (2) der Transferschicht
(12) dient,
wobei in dem Schritt des Erstellens der Transferbegrenzung (15, 18) eine Anti-Haftstruktur
(18) aufgebracht wird,
wobei die Anti-Haftstruktur (18) neben der Transferschichtunterbrechung (15) vorgesehen
ist, und
wobei die Anti-Haftstruktur (18) über zumindest einem der beiden Abschnitte (1, 2)
nur partiell aufgebracht wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anti-Haftstruktur (18) über der Transferschicht (12) aufgebracht wird.
1. A transfer carrier (10) comprising:
- a carrier layer (11); and
- a transfer layer (12);
wherein the transfer layer (12) is arranged above the carrier layer (11) and is detachable
from the carrier layer (11);
wherein the transfer carrier (10) includes a transfer restriction (15, 18), and
wherein the transfer restriction (15, 18) comprises a transfer layer interruption
(15) which serves as a boundary between a transfer section (1) of the transfer layer
(12) to be transferred and a carrier section (2) of the transfer layer (12) remaining
on the carrier layer (11), wherein
the transfer restriction (15, 18) further comprises an anti-adhesive structure (18),
the anti-adhesive structure (18) is provided next to the transfer layer interruption
(15), and
the anti-adhesive structure (18) above at least one of the two sections (1, 2) is
provided only partially, characterized in that
the anti-adhesive structure (18) is arranged above the transfer layer (12).
2. The transfer carrier (10) according to claim 1, characterized in that the anti-adhesive structure (18) is provided only partially over the transfer section
(1).
3. The transfer carrier (10) according to claim 1 or 2, characterized in that the anti-adhesive structure (18) is provided only partially over the transfer section
(1) and only partially over the carrier section (2).
4. The transfer carrier (10) according to claim 1 or 2, characterized in that the anti-adhesive structure (18) is provided only partially over the transfer section
(1) and over the full area of the carrier section (2).
5. The transfer carrier (10) according to any of claims 1 to 4, characterized in that the anti-adhesive structure (18) is provided immediately next to the transfer layer
interruption (15) and is provided as extending over the transfer layer interruption
(15).
6. The transfer carrier (10) according to any of claims 1 to 5, characterized in that the transfer carrier (10) further comprises an adhesive layer (16).
7. The transfer carrier (10) according to claim 6,
characterized in that
- the anti-adhesive structure (18) is arranged on the adhesive layer (16), or
- the anti-adhesive structure (18) is formed by a deactivated section of the adhesive
layer (16).
8. The transfer carrier (10) according to any of claims 1 to 7, characterized in that the anti-adhesive structure (18) provides a longitudinal positioning region for a
transfer tool (31) of a transfer device (30).
9. The transfer carrier (10) according to any of claims 1 to 8,
characterized in that the anti-adhesive structure (18), in particular its length (L18), or the positioning
region is selected based on
- a positioning tolerance of a transfer device (30), in particular based on a maximum
positioning tolerance of several transfer devices and/or transfer device types and/or
- a length of a transfer tool of a transfer device (30), in particular based on a
minimum or maximum length of transfer tools of several transfer devices and/or transfer
device types.
10. The transfer carrier (10) according to claim 9,
characterized in that the positioning tolerance takes into account one or several of the following tolerance
parameters:
- longitudinal positioning of the transfer carrier in the transfer device; and/or
- longitudinal position of a transfer die in the transfer device; and/or
- length tolerance of the transfer die.
11. The transfer carrier (10) according to any of the preceding claims, characterized in that the transfer layer interruption (15) interrupts the transfer layer (12) by more than
50%, in particular between 75% and 100%, particularly preferably by 100%.
12. The transfer carrier (10) according to any of the preceding claims,
characterized in that
- the beginning and the end of the transfer section (1) are respectively defined by
a transfer layer interruption (15); and/or
- the anti-adhesive structure (18) is provided respectively at the beginning and at
the end of the transfer section (1); and/or
- the anti-adhesive structure (18) extends over exactly one transfer layer interruption
(15) of the transfer section or over exactly two transfer layer interruption of adjacent
transfer sections.
13. The transfer carrier (10) according to any of the preceding claims, characterized in that the anti-adhesive structure (18) is provided longitudinally only partially yet transversely
over the entire width of the section (1, 2).
14. The transfer carrier (10) according to any of the preceding claims,
characterized in that
- a plurality of transfer sections (1) are arranged longitudinally one behind the
other on the transfer carrier (10); and/or
- the transfer section (1) comprises a plurality of security elements contained longitudinally
one behind the other in the transfer section; and/or
- a width of the carrier layer (11) corresponds to the width of the transfer section
(1).
15. The transfer carrier (10) according to claim 14, characterized in that the length of the transfer section (1) is greater than 25 cm and in particular smaller
than 120 cm.
16. An employment of a transfer carrier (10) according to any of the preceding claims
in a transfer device (30), in particular in one of several transfer devices (30).
17. A method for creating a transfer carrier (10), in particular according to any of claims
2 to 15, with the steps of:
- supplying a transfer carrier (10) having a carrier layer (11) and a transfer layer
(12), wherein the transfer layer (12) is arranged above the carrier layer (11) and
is detachable from the carrier layer (11),
- at least partially creating a transfer restriction (15, 18) in the transfer carrier
(10), wherein the transfer restriction (15, 18) comprises a transfer layer interruption
(15) which serves as a boundary between a transfer section (1) of the transfer layer
(12) to be transferred and a carrier section (2) of the transfer layer (12) remaining
on the carrier, wherein
an anti-adhesive structure (18) is applied in the step of creating the transfer restriction
(15, 18),
wherein the anti-adhesive structure (18) is provided next to the transfer layer interruption
(15), and
wherein the anti-adhesive structure (18) above at least one of the two sections (1,
2) is only partially applied, characterized in that
the anti-adhesive structure (18) is applied above the transfer layer (12).
1. Support de transfert (10) comprenant :
- une couche support (11) ; et
- une couche de transfert (12)
cependant que la couche de transfert (12) est agencée par-dessus la couche support
(11) et est détachable de la couche support (11) ;
cependant que le support de transfert (10) comporte une limitation de transfert (15,
18),
et
cependant que la limitation de transfert (15, 18) comprend une interruption de transfert
(15) qui sert de limite entre une section de transfert (1), de la couche de transfert
(12), à transférer, et une section de support (2), de la couche de transfert (12),
restant sur la couche support (11),
cependant que
la limitation de transfert (15, 18) comprend en outre une structure anti-adhérente
(18),
la structure anti-adhérente (18) est prévue à côté de l'interruption de couche de
transfert (15), et
la structure anti-adhérente (18) est prévue seulement partiellement par-dessus au
moins une des deux sections (1, 2),
caractérisé en ce que
la structure anti-adhérente (18) est agencée par-dessus la couche de transfert (12).
2. Support de transfert (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la structure anti-adhérente (18) est prévue par-dessus la section de transfert (1)
seulement partiellement.
3. Support de transfert (10) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la structure anti-adhérente (18) est prévue seulement partiellement par-dessus la
section de transfert (1), et seulement partiellement par-dessus la section de support
(2).
4. Support de transfert (10) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la structure anti-adhérente (18) est prévue seulement partiellement par-dessus la
section de transfert (1) et à pleine surface par-dessus la section de support (2).
5. Support de transfert (10) selon une des revendications de 1 à 4, caractérisé en ce que la structure anti-adhérente (18) est prévue directement à côté de l'interruption
de couche de transfert (15) et est prévue de manière s'étendant par-dessus l'interruption
de couche de transfert (15).
6. Support de transfert (10) selon une des revendications de 1 à 5, caractérisé en ce que le support de transfert (10) comprend par ailleurs une couche adhésive (16).
7. Support de transfert (10) selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
- la structure anti-adhérente (18) est agencée sur la couche adhésive (16), ou
- la structure anti-adhérente (18) est constituée par une section désactivée de la
couche adhésive (16).
8. Support de transfert (10) selon une des revendications de 1 à 7, caractérisé en ce que la structure anti-adhérente (18) met à disposition une zone longitudinale de positionnement
pour un outil de transfert (31) d'un équipement de transfert (30).
9. Support de transfert (10) selon une des revendications de 1 à 8,
caractérisé en ce que la structure anti-adhérente (18), en particulier sa longueur (L18), ou la zone de
positionnement est choisie sur la base
- d'une tolérance de positionnement d'un équipement de transfert (30), en particulier
sur la base d'une tolérance maximale de positionnement de plusieurs équipements de
transfert et/ou de types d'équipements de transfert, et/ou
- d'une longueur d'un outil de transfert d'un équipement de transfert (30), en particulier
sur la base d'une longueur minimale ou maximale d'outils de transfert de plusieurs
équipements de transfert et/ou de types d'équipements de transfert.
10. Support de transfert (10) selon la revendication 9,
caractérisé en ce que la tolérance de positionnement tient compte d'un ou de plusieurs des paramètres de
tolérance suivants :
- positionnement longitudinal du support de transfert dans l'équipement de transfert
; et/ou
- position longitudinale du support d'un poinçon de transfert dans l'équipement de
transfert ; et/ou
- tolérance en longueur du poinçon de transfert.
11. Support de transfert (10) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'interruption de couche de transfert (15) interrompt la couche de transfert (12)
de plus de 50 %,en particulier de 75 % à 100 %, particulièrement de préférence de
100 %.
12. Support de transfert (10) selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
- le début et la fin de la section de transfert (1) sont respectivement définis par
une interruption de couche de transfert (15) ; et/ou
- la structure anti-adhérente (18) est respectivement prévue seulement au début et
à la fin de la section de transfert (1) ; et/ou
- la structure anti-adhérente (18) s'étend par-dessus exactement une interruption
de couche de transfert (15) de la section de transfert, ou par-dessus exactement deux
interruptions de couche de transfert de sections de transfert voisines.
13. Support de transfert (10) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
la structure anti-adhérente (18) est prévue seulement partielle longitudinalement,
mais sur toute la largeur de la section (1, 2) transversalement.
14. Support de transfert (10) selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
- sur le support de transfert (10), une pluralité de sections de transfert (1) sont
agencées longitudinalement les unes derrière les autres ; et/ou
- la section de transfert (1) comprend une pluralité d'éléments de sécurité contenus
longitudinalement les uns derrière les autres dans la section de transfert ; et/ou
- une largeur de la couche support (11) correspond à la largeur de la section de transfert
(1).
15. Support de transfert (10) selon la revendication 14, caractérisé en ce que la longueur de la section de transfert (1) est supérieure à 25 cm et en particulier
inférieure à 120 cm.
16. Utilisation d'un support de transfert (10) selon une des revendications précédentes
dans un dispositif de transfert (30), en particulier dans un de plusieurs dispositifs
de transfert (30).
17. Procédé de création d'un support de transfert (10), en particulier selon une des revendications
de 2 à 15, avec les étapes :
- mise à disposition d'un support de transfert (10) ayant une couche support (11)
et une couche de transfert (12),
cependant que la couche de transfert (12) est agencée par-dessus la couche support
(11) est est détachable de la couche support (11),
- création au moins partielle d'une limitation de transfert (15, 18) dans le support
de transfert (10),
cependant que la limitation de transfert (15, 18) comprend une interruption de transfert
(15) qui sert de limite entre une section de transfert (1), de la couche de transfert
(12), à transférer, et une section de support (2), de la couche de transfert (12),
restant sur le support,
cependant que
à l'étape de la création de la limitation de transfert (15, 18), une structure anti-adhérente
(18) est appliquée,
cependant que la structure anti-adhérente (18) est prévue à côté de l'interruption
de couche de transfert (15), et
cependant que la structure anti-adhérente (18) est appliquée seulement partiellement
par-dessus au moins une des deux sections (1, 2),
caractérisé en ce que
la structure anti-adhérente (18) est appliquée par-dessus la couche de transfert (12).