[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Betriebsgerät für Leuchtmittel, insbesondere
LEDs, und ein Verfahren zum Ermitteln von Leistungsdaten in einem Betriebsgerät. Die
Erfindung betrifft insbesondere Betriebsgeräte mit einer internen Leistungsmessung.
[0002] Ein Betriebsgerät zum Versorgen einer oder mehrerer Leuchtdioden ist aus der
WO 2013/152368 A1 bekannt. Solche Betriebsgeräte dienen hauptsächlich dazu, eine gewünschte Energieversorgung
für das Leuchtmittel bereitzustellen. Zusätzliche Funktionen, wie das Dimmen der Leuchtmittel,
die Veränderung und/oder Anpassung der Lichtfarbe oder die Kompensation von Schwankungen
der Eingangsspannung, können in dem Betriebsgerät vorgesehen sein.
[0003] Bei einigen Anwendungen, wie zum Beispiel der Überwachung und Steuerung des Gesamtstromverbrauchs
eines aus einer Vielzahl von Leuchten und damit Betriebsgeräten bestehenden Beleuchtungssystems,
werden von den Betriebsgeräten Informationen zur jeweiligen aktuellen Leistungsaufnahme
ermittelt und an eine zentrale Steuereinrichtung gesendet.
[0004] Die Ermittlung der Leistungsaufnahme und ggf. auch anderer Leistungsdaten erfolgt
während des Betriebs der Leuchtmittel und im Bereitschaftsbetrieb (englisch:
Standby) mittels einer in dem Betriebsgerät vorgesehenen Ermittlungs- oder Messeinrichtung.
Diese Messeinrichtung muss ebenfalls mit Energie versorgt werden, was den Energiebedarf
des Betriebsgeräts erhöht bzw. einer Reduzierung der Gesamtleistungsaufnahme entgegenwirkt
und den Betrieb verteuert.
[0006] Ein System, bei dem ein Prozessor periodisch vom Bereitschaftsbetrieb in den aktiven
Betriebsmodus wechselt, um im aktiven Betriebsmodus zu bestimmen, ob Information über
einen DALI-Bus übertragen werden, ist in der
US 2004/140777 A1 beschrieben.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Vorrichtungen und Verfahren anzugeben,
die die beschriebenen Probleme verringern. Aufgabe ist es insbesondere, ein Betriebsgerät
und ein Verfahren zum Ermitteln von Leistungsdaten in einem Betriebsgerät bereitzustellen,
die eine energetisch effiziente Ermittlung von Leistungsdaten mit einem einfachen
und kostengünstigen Aufbau erlauben.
[0008] Diese Aufgabe wird gemäß den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst. Die Erfindung
wird durch die Merkmale der abhängigen Ansprüche weitergebildet.
[0009] Gemäß der vorliegenden Erfindung weist ein Betriebsgerät zum Betreiben von einem
oder mehreren Leuchtmitteln, insbesondere LEDs, eine Ermittlungseinrichtung (Messeinrichtung)
zum Ermitteln von Leistungsdaten des Betriebsgeräts und eine Steuereinrichtung zum
Steuern der Ermittlungseinrichtung auf. Die Ermittlungseinrichtung ermittelt die Leistungsdaten
während des Betriebs der Leuchtmittel und im Bereitschaftsbetrieb, wobei die Steuereinrichtung
die Ermittlung der Leistungsdaten zumindest im Bereitschaftsbetrieb für eine bestimmte
Zeitdauer abschaltet. Das Abschalten und ein Wiedereinschalten der Ermittlungseinrichtung
erfolgt zyklisch. Somit erfolgt im Bereitschaftsbetrieb (Standby), bei dem die Leuchtmittel
abgeschaltet sind und das Betriebsgerät auf ein Einschaltsignal bzw. auf einen Dimm-Pegel
größer als null wartet, die Ermittlung der Leistungsdaten nicht mehr kontinuierlich,
was eine Verringerung des Energieverbrauchs der Ermittlungseinrichtung erlaubt. Anstelle
einer kontinuierlichen Messung während des Betriebs kann auch eine quasikontinuierliche
Messung erfolgen, bei der einzelne Messungen in zeitlichen Abständen durchgeführt
werden, die kurz im Vergleich zu einer Reaktion des Betriebsgeräts auf beispielsweise
Dimmpegeländerungen sind. Demgegenüber ist die bestimmte Zeitdauer, für die die Messung
im Bereitschaftsbetrieb abgeschaltet wird lang, d.h. der Abstand zu einer evtl. während
des Bereitschaftsbetriebs gemachten weiteren Messung beträgt das wenigsten 10-fache
des Abstands aufeinanderfolgender Messungen bei quasikontinuierlicher Messung während
des Betriebs.
[0010] Die Steuereinrichtung ist vorzugsweise ein auch andere Funktionen des Betriebsgeräts
steuernder Mikrocontroller, dem das Dimm- bzw. Schaltsignal zugeführt wird und der
die Ermittlung der Leistungsdaten im Bereitschaftsbetrieb gemäß einer gespeicherten
Vorgabe abschaltet. Alternativ kann die Steuereinrichtung einen stabilen Multivibrator
aufweisen, der im Bereitschaftsbetrieb abwechselnd die Ermittlungseinrichtung ein-
und ausschaltet. Das Ein- und Ausschalten wird dabei durch ein Abschalten der Messvorrichtung
bewirkt, das sich von einem durch die Messvorrichtung selbst gesteuerten zeitlichen
Abstand von Einzelmessungen im quasikontinuierlichen Betrieb unterscheidet, bei dem
die Messvorrichtung selbst aktiv bleibt und die zeitliche Durchführung der Messungen
selbst steuert. Erfindungsgemäß wird also die interne zeitliche Steuerung der Ermittlungs-
oder Messvorrichtung mit abgeschaltet. Erst bei erneutem Einschalten wird diese wieder
aktiviert, so dass daraufhin die nächste Messung durchgeführt werden kann.
[0011] Die Ermittlungseinrichtung kann dazu ausgebildet sein, als Leistungsdaten die von
dem Betriebsgerät aufgenommene und/oder abgegebene Leistung, die von dem Betriebsgerät
aufgenommene und/oder abgegebene Energie, den von dem Betriebsgerät aufgenommenen
Strom und/oder den Leistungsfaktor zu ermitteln. Das Ab- und Wiedereinschalten der
Ermittlung der Leistungsdaten erfolgt zyklisch. In vielen Fällen ist eine Ermittlung/Messung
im Bereitschaftsbetrieb alle zehn Sekunden ausreichend, um auch eine durch eine Temperaturänderung
verursachte Drift der Leistungsdaten zu erfassen.
[0012] Alternativ kann die Steuereinrichtung dazu ausgebildet sein, die Zeitdauer zwischen
dem Abschalten und dem Wiedereinschalten im Bereitschaftsbetrieb und/oder den Zeitpunkt
für das erstmalige Abschalten in Abhängigkeit von zumindest einem Betriebsparameter
des Betriebsgeräts zu setzen. Der Betriebsparameter kann eine in dem Betriebsgerät
erfasste Temperatur, eine Temperaturänderung oder die Leistungsaufnahme des Betriebsgeräts
vor dem Wechsel in den Bereitschaftsbetrieb sein. Zusätzlich kann ein Abschalten in
Abhängigkeit von zumindest einem Betriebsparameter auch während des Betriebs der Leuchtmittel,
insbesondere bei konstantem Dimmpegel, erfolgen.
[0013] Das Betriebsgerät kann eine Schaltung zum Erzeugen oder Bereitstellen einer Versorgungsspannung
für eine Spannungsversorgung für die Ermittlungseinrichtung aufweisen, wobei die Steuereinrichtung
die Spannungsversorgung der Ermittlungs- oder Messeinrichtung für die Abschaltung
der Ermittlung der Leistungsdaten unterbricht.
[0014] Alternativ oder zusätzlich kann das Betriebsgerät eine Schnittstelle zum Ausgeben
der Leistungsdaten aufweisen, wobei die Ermittlungseinrichtung die Leistungsdaten
an die Steuereinrichtung übermittelt und die Steuereinrichtung die von der Ermittlungseinrichtung
übermittelten Leistungsdaten an die Schnittstelle übermittelt. Die Leistungsdaten
können mittels der Schnittstelle drahtlos oder drahtgebunden an eine externe Datenverarbeitungseinrichtung
gesendet werden .
[0015] Gemäß der vorliegenden Erfindung weist ein Verfahren zum Ermitteln von Leistungsdaten
in einem Betriebsgerät für Leuchtmittel die folgenden Schritte auf:
- Ermitteln von Leistungsdaten des Betriebsgeräts während des Betriebs der Leuchtmittel
und im Bereitschaftsbetrieb; und
- Abschalten der Ermittlung der Leistungsdaten im Bereitschaftsbetrieb für eine bestimmte
Zeitdauer, wobei im Bereitschaftsbetrieb das Abschalten und ein Wiedereinschalten
der Ermittlung zyklisch erfolgt.
[0016] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines Betriebsgeräts gemäß der vorliegenden Erfindung,
- Fig. 2
- eine Schaltung der Ermittlungseinrichtung des in Fig. 1 gezeigten Betriebsgeräts,
- Fig. 3
- ein zweites Ausführungsbeispiel eines Betriebsgeräts gemäß der vorliegenden Erfindung,
- Fig. 4
- eine Schaltung zur Ansteuerung des Schalters des in Fig. 1 gezeigten Betriebsgeräts,
und
- Fig. 5
- ein vereinfachtes Ablaufdiagramm zur Darstellung des Verfahrens gemäß der vorliegenden
Erfindung.
[0017] Komponenten mit gleichen Funktionen sind in den Figuren mit gleichen Bezugszeichen
gekennzeichnet.
[0018] Fig. 1 zeigt eine vereinfachte schematische Darstellung eines Betriebsgeräts nach
einem ersten Ausführungsbeispiel gemäß der vorliegenden Erfindung. Das Betriebsgerät
dient zum Betrieb von einem an seinen Ausgangsanschlüssen 2, 3 angeschlossenen Leuchtmittel
1, welches eine Leuchtdiode (LED) oder mehrere in Serie oder parallel geschaltete
LEDs umfassen kann.
[0019] An den zwei Eingangsanschlüssen 4, 5 des abgebildeten Betriebsgeräts wird eine Versorgungsspannung
zugeführt, die eine Gleichspannung oder eine gleichgerichtete Wechselspannung sein
kann und die mittels eines Gleichspannungswandlers 6 in eine Gleichspannung mit einem
dem Leuchtmittel 1 entsprechenden Spannungsniveau umgewandelt wird. Der Gleichspannungswandler
6 kann ein Sperrwandler, ein Aufwärtswandler, ein Abwärtswandler oder ein Resonanzwandler
sein und wird von einer Steuereinrichtung 7 in bekannter Weise entsprechend einem
an dem Eingangsanschluss 8 empfangenen Dimm-Signal und von von dem Gleichspannungswandler
6 empfangenen, den Betriebszustand anzeigenden Signalen gesteuert oder geregelt.
[0020] Die Steuereinrichtung 7 kann eine integrierte Halbleiterschaltung sein oder eine
integrierte Halbleiterschaltung umfassen. Die Steuereinrichtung 7 kann als ein Prozessor,
ein Mikroprozessor, ein Controller, ein Mikrocontroller oder eine anwendungsspezifische
Spezialschaltung (ASIC, "Application Specific Integrated Circuit") oder eine Kombination
der genannten Einheiten ausgestaltet sein.
[0021] Gemäß der vorliegenden Erfindung steuert die Steuereinrichtung 7 auch eine zwischen
den Eingangsanschlüssen 4, 5 und dem Gleichspannungswandler 6 angeordnete Ermittlungseinrichtung
9, welche die von dem Betriebsgerät aufgenommene elektrische Leistung oder Daten für
deren Berechnung ermittelt und an die
[0022] Steuereinrichtung 7 sendet, welche die Daten an dem Ausgangsanschluss 10 zur Verarbeitung/Analyse
ausgibt. Fig. 2 zeigt eine vereinfachte Schaltung der Ermittlungseinrichtung 9, welche
aus einem mit dem Eingangsanschluss 4 verbundenen niederohmigen Messwiderstand 11
und einer integrierten Schaltung 12 (englisch integrated circuit, IC) besteht. Die
integrierte Schaltung 12 weist sechs Anschlüsse 12,..17 auf und wird über die Anschlüsse
14 und 17 mit einer Betriebsspannung (nicht gezeigt) versorgt. Der Anschluss 16 ist
mit dem Eingangsanschluss 5 verbundenen und der Anschluss 15 mit der Steuereinrichtung
7. Die integrierte Schaltung 12 misst die zwischen den Anschlüssen 12 und 16 anliegende
Spannung für die Bestimmung der Eingangsspannung und die zwischen den Anschlüssen
12 und 13 anliegende Spannung für die Bestimmung des von dem Betriebsgerät aufgenommenen
Stroms, berechnet aus den gemessenen Größen die momentan aufgenommene Leistung und
übermittelt diese an die Steuereinrichtung 7. Ist die Eingangsspannung laststabil,
kann lediglich der aufgenommene Strom gemessen und ausgegeben werden.
[0023] Alternativ oder zusätzlich kann die integrierte Schaltung 12 bzw. die Ermittlungseinrichtung
9 den zeitlichen Mittelwert der Leistung, die aufgenommene Energie und/oder bei einer
pulsierenden Eingangs-Gleichspannung oder Wechselspannung den Leistungsfaktor berechnen
und ausgeben. Zumindest einige der von der Ermittlungseinrichtung 9 ermittelten Leistungsdaten
können sofort an die Steuereinrichtung 7 ausgegeben oder zunächst in der Ermittlungseinrichtung
9 gespeichert und erst beim Empfangen einer Abfrage ausgeben werden.
[0024] Die von der Ermittlungseinrichtung 9 erfassten Leistungsdaten ändern sich nicht nur
während des Betriebs des Leuchtmittels 1 z.B. mit variierenden Dimmpegeln, sondern
auch im Bereitschaftsbetrieb, bei dem das Leuchtmittel 1 kein Licht abgibt. Zum Bereitschaftsbetrieb
zählen Zustände, bei denen das Betriebsgerät an den Ausgangsanschlüssen 2, 3 keine
Leistung für den Betrieb des Leuchtmittels 1 auf Grund eines Null/Aus-Dimm-Werts,
eines entnommenen oder defekten Leuchtmittels 1 abgibt.
[0025] Die von der Ermittlungseinrichtung 9 im Bereitschaftsbetrieb gemessene und im Wesentlichen
von der Energieversorgung der Steuereinrichtung 7 und der Ermittlungseinrichtung 9
herrührende Leistungsaufnahme kann sich insbesondere durch Temperaturschwankungen
ändern, jedoch nur langsam im Vergleich zu einem normalen Betrieb des Betriebsgeräts.
[0026] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird für eine Reduzierung des Leistungsbedarfs im
Bereitschaftsbetrieb die Ermittlung der Leistungsdaten von der Steuereinrichtung 7
abgeschaltet. Hierfür detektiert die Steuereinrichtung 7 mittels Dimm-Signal oder
einem Ein-/Ausschaltsignal den Bereitschaftsbetrieb bzw. einen Wechsel zwischen Bereitschaftsbetrieb
und Leuchtbetrieb und sendet im Bereitschaftsbetrieb ein Abschaltsignal/Schlafsignal
an die Ermittlungseinrichtung 9, welche daraufhin die Ermittlung von Leistungsdaten
stoppt. Alternativ oder zusätzlich kann die Steuereinrichtung 7 den Bereitschaftsbetrieb
(z.B. bei einen Dimm-Wert > null) auf der Grundlage der Leistungsdaten und/oder der
von dem Gleichspannungswandler 6 empfangenen Messwerte, welche beispielsweise ein
entnommenes oder defektes Leuchtmittel 1 anzeigen, bestimmen.
[0027] Der Zeitpunkt und/oder die Dauer des Abschaltens können vom Hersteller oder Anwender
vorgegeben bzw. in der Steuereinrichtung 7 gespeichert sein, von den von der Ermittlungseinrichtung
9 ermittelten Leistungsdaten abhängen und/oder entsprechend dem aktuellen Zustand
(Dimm-Wert = null; Dimm-Wert > null und Leuchtmittel defekt oder entnommen) gesetzt
werden. Um nach dem Abschalten wieder Leistungsdaten zu ermitteln, sendet die Steuereinrichtung
7 ein Einschaltsignal/Aufwecksignal an die Ermittlungseinrichtung 9, welche daraufhin
die Ermittlungseinrichtung und damit die Ermittlung von Leistungsdaten startet.
[0028] Das Ab- und Wiedereinschalten der Ermittlung im Bereitschaftsbetrieb erfolgt vorzugsweise
zyklisch, wobei die Zeitabstände zwischen den Messungen wie oben beschrieben vom Hersteller
oder Anwender vorgegeben sind, von den Leistungsdaten abhängen und/oder entsprechend
dem aktuellen Zustand gesetzt werden. Ein Abschalten der Ermittlung der Leistungsdaten
kann nur im Bereitschaftsbetrieb oder auch im Lichtbetrieb erfolgen.
[0029] Für eine Abschaltung kann eine zeitliche Änderung der Leistungsaufnahme oder eines
Temperaturwerts erfasst und mit einem Schwellenwert verglichen werden. Liegt die zeitliche
Änderung unterhalb des Schwellenwerts, erfolgt auch eine zeitlich befristete Abschaltung
der Ermittlung der Leistungsdaten im Lichtbetrieb, wobei die Dauer der Abschaltung
von dem Betrag der zeitlichen Änderung abhängen kann.
[0030] In vielen Fällen ist eine Ermittlung/Messung im Bereitschaftsbetrieb alle fünf bis
30 Sekunden ausreichend, um auch ein durch eine Temperaturänderung oder andere sich
langsam ändernde Einflussgrößen verursachtes Driften der Leistungsdaten genau genug
zu erfassen.
[0031] Fig. 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines Betriebsgeräts gemäß der vorliegenden
Erfindung, welches zusätzlich eine Schaltung 18 zur Gleichrichtung der Eingangswechselspannung
und zur Leistungsfaktorkorrektur und einen von der Steuereinrichtung 7 steuerbaren
Schalter 20 zum Abschalten der Ermittlungseinrichtung 9 aufweist.
[0032] Außerdem ist eine Schaltung 19, welche die Steuereinrichtung 7 und die Ermittlungseinrichtung
9 mit Energie versorgt, gezeigt.
[0033] Mit dem Schalter 20 ist die Energieversorgung der Ermittlungseinrichtung 9 zu- und
abschaltbar. Im Gegensatz zu dem in Fig. 1 und 2 gezeigten Beispiel sendet die Steuereinrichtung
7 kein Abschaltsignal/Schlafsignal an die Ermittlungseinrichtung 9 selbst, sondern
schaltet im Bereitschaftsbetrieb für eine Reduzierung der Leistungsaufnahme den Schalter
20 aus und für eine Wiederaufnahme der Ermittlung der Leistungsdaten den Schalter
20 ein. Das Zu- und Abschalten der Ermittlungseinrichtung 9 kann nach den oben beschriebenen
Kriterien erfolgen.
[0034] Die folgende Alternative stellt Gegenstände dar, die nicht zur Erfindung gehören
und deshalb nur als Beispiel für ein besseres Verständnis der Erfindung dienen:
Alternativ zu einem separaten Schalter 20 kann die Schaltung 19 für die Spannungsversorgung
der Ermittlungseinrichtung 9 einen von der Steuereinrichtung 7 getrennten Ausgang
aufweisen und dazu ausgebildet sein, die Spannungsversorgung der Ermittlungseinrichtung
9 in Abhängigkeit von dem von der Steuereinrichtung 7 empfangenen Schaltsignal zu-
oder abzuschalten.
[0035] In den beschrieben Beispielen steuert die Steuereinrichtung 7 die Ermittlungseinrichtung
9 und den Gleichspannungswandler 6. Es ist jedoch auch möglich, für die Ermittlungseinrichtung
9 eine separate Steuereinrichtung 7 vorzusehen oder die Funktionen der Ermittlungseinrichtung
9 in die Steuereinrichtung 7 bzw. in einem Mikrocontroller zu integrieren. Insbesondere
kann die Steuereinrichtung 7 durch einen astabilen Multivibrator gebildet sein, der
im Licht-Betrieb ein Einschaltsignal und im Bereitschaftsbetrieb abwechselnd ein Ein-
oder Ausschaltsignal an den Schalter 20 bzw. die Ermittlungseinrichtung 9 abgibt.
Der Anschluss 15 kann hierbei direkt mit dem Ausgangsanschluss 10 verbunden sein.
[0036] Befinden sich die Steuereinrichtung 7, die Ermittlungseinrichtung 9 und/oder der
Gleichspannungswandler 6 oder Teile davon auf unterschiedlichem Potential bzw. sollen
galvanisch voneinander getrennt sein, können die Daten und Steuersignale mittels Optokoppler
zwischen den Barrieren bzw. Potentialen in bekannter Weise übertragen werden.
[0037] Fig. 4 zeigt eine vereinfachte Schaltung des Schalters 20, bei der die Steuereinrichtung
7 bzw. das von ihr abgegebene Ein- oder Ausschaltsignal und die geschaltete Spannungsversorgung
der Ermittlungseinrichtung 9 mittels eines Optokopplers 21 getrennt sind. Die Trennung
verläuft entlang der in Fig. 4 gezeigten gestrichelten Linie. Dabei befinden sich
die Anschlüsse 22 und 23 auf dem Potential der Ermittlungseinrichtung 9 und die Anschlüsse
24 und 25 auf dem Potential der Steuereinrichtung 7, wobei die Versorgungsspannung
der Steuereinrichtung 7 und die Versorgungsspannung der Ermittlungseinrichtung 9 unterschiedlich
sind.
[0038] Das von der Steuereinrichtung 7 an dem Anschluss 25 gesendete Ein- oder Ausschaltsignal
wird über einen Widerstand 26 einem Transistor 27 zugeführt. Bei einem Einschaltsignal
der Steuereinrichtung 7 wird der Transistor 27 leitend, so dass von dem mit der Versorgungsspannung
der Steuereinrichtung 7 verbundenen Anschluss 24 über einen Widerstand 28 durch den
Optokoppler 21 ein Strom fließt, der seinerseits einen auf dem Potential der Ermittlungseinrichtung
9 liegenden Transistor 28 leitend schaltet.
[0039] Mit dem Ein- und Ausschalten des Transistors 28 wird die Versorgungsspannung für
die Ermittlungseinrichtung 9 zu- bzw. ausgeschaltet, wobei die Ermittlungseinrichtung
9 mit dem Anschluss 23 verbunden ist und die Versorgungsspannung für die Ermittlungseinrichtung
9 am Anschluss 22 anliegt.
[0040] Alternativ kann sich der Transistor 28 in der Schaltung 19 befinden, wobei mit dem
Ein- und Ausschalten des Transistors 28 die Erzeugung der Versorgungsspannung für
die Ermittlungseinrichtung 9 ein- bzw. ausgeschaltet wird.
[0041] In Fig. 5 ist ein stark vereinfachtes Ablaufdiagramm dargestellt, das die einzelnen
Schritte bei der Durchführung des oben ausführlich beschriebenen Verfahrens zeigt.
1. Betriebsgerät zum Betreiben von einem oder mehreren Leuchtmitteln (1), insbesondere
LEDs, aufweisend
eine Ermittlungseinrichtung (9) zum Ermitteln von Leistungsdaten des Betriebsgeräts
während des Betriebs der Leuchtmittel (1); und
eine Steuereinrichtung (7) zum Steuern der Ermittlungseinrichtung (9),
dadurch gekennzeichnet, dass
die Ermittlungseinrichtung (9) dazu ausgebildet ist Leistungsdaten des Betriebsgeräts
auch im Bereitschaftsbetrieb des Betriebsgeräts zu ermitteln und
die Steuereinrichtung (7) dazu ausgebildet ist, die Ermittlung der Leistungsdaten
zumindest im Bereitschaftsbetrieb des Betriebsgeräts für eine bestimme Zeitdauer abzuschalten,
wobei im Bereitschaftsbetrieb des Betriebsgeräts das Abschalten und ein Wiedereinschalten
der Ermittlungseinrichtung (9) zyklisch erfolgt.
2. Betriebsgerät nach Anspruch 1, wobei
die Ermittlungseinrichtung (9) dazu ausgebildet ist, als Leistungsdaten die von dem
Betriebsgerät aufgenommene und/oder abgegebene Leistung, die von dem Betriebsgerät
aufgenommene und/oder abgegebene Energie, den von dem Betriebsgerät aufgenommenen
Strom und/oder den Leistungsfaktor zu ermitteln.
3. Betriebsgerät nach Anspruch 1 oder 2, wobei
die Steuereinrichtung (7) dazu ausgebildet ist, die Zeitdauer zwischen dem Abschalten
und dem Wiedereinschalten in Abhängigkeit von zumindest einem Betriebsparameter des
Betriebsgeräts zu setzen.
4. Betriebsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei
das Betriebsgerät eine Schaltung (19) zum Erzeugen oder Bereitstellen einer Spannungsversorgung
für die Ermittlungseinrichtung (9) aufweist, und
die Steuereinrichtung (7) dazu ausgebildet ist, die Spannungsversorgung für die Abschaltung
der Ermittlung der Leistungsdaten zu unterbrechen.
5. Betriebsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei
das Betriebsgerät eine Schnittstelle (10) zum Ausgeben der Leistungsdaten aufweist,
die Ermittlungseinrichtung (9) dazu ausgebildet ist, die ermittelten Leistungsdaten
an die Steuereinrichtung (7) zu übermitteln und
die Steuereinrichtung (7) dazu ausgebildet ist, die von der Ermittlungseinrichtung
(9) übermittelten Leistungsdaten an die Schnittstelle (10) zu übermitteln.
6. Verfahren zum Ermitteln von Leistungsdaten in einem Betriebsgerät für Leuchtmittel
(1), mit dem Schritt:
Ermitteln von Leistungsdaten des Betriebsgeräts während des Betriebs der Leuchtmittel
(1), gekennzeichnet durch die Schritte
Ermitteln von Leistungsdaten des Betriebsgeräts auch im
Bereitschaftsbetrieb des Betriebsgeräts; und
Abschalten der Ermittlung der Leistungsdaten zumindest im Bereitschaftsbetrieb des
Betriebsgeräts für eine bestimme Zeitdauer, wobei im Bereitschaftsbetrieb des Betriebsgeräts
das Abschalten und ein Wiedereinschalten der Ermittlung zyklisch erfolgt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei
die von dem Betriebsgerät aufgenommene und/oder abgegebene Leistung, die von dem Betriebsgerät
aufgenommene und/oder abgegebene Energie, der von dem Betriebsgerät aufgenommene Strom
und/oder der Leistungsfaktor als Leistungsdaten ermittelt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, wobei
die Zeitdauer zwischen dem Abschalten und dem Wiedereinschalten in Abhängigkeit von
zumindest einem Betriebsparameter des Betriebsgeräts gesetzt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei
in dem Schritt des Abschaltens die Spannungsversorgung einer für die Ermittlung der
Leistungsdaten vorgesehenen Schaltung unterbrochen wird.
1. Operating device for operating one or more illuminants (1), in particular LEDs, comprising
a determination device (9) for determining power data of the operating device during
operation of the illuminant (1); and
a control device (7) for controlling the determination device (9),
characterized in that
the determination device (9) is designed to determine power data of the operating
device even in the standby mode of the operating device, and
the control device (7) is designed to switch off the determination of the power data,
at least in the standby mode of the operating device, for a certain period of time,
wherein, in the standby mode of the operating device, the switching off and restarting
of the determination device (9) takes place cyclically.
2. Operating device according to Claim 1, wherein
the determination device (9) is designed to determine, as power data, the power absorbed
and/or output by the operating device, the energy absorbed and/or output by the operating
device, the current absorbed by the operating device, and/or the power factor.
3. Operating device according to Claim 1 or 2, wherein
the control device (7) is designed to set the time period between the switching off
and the switching on again depending on at least one operating parameter of the operating
device.
4. Operating device according to any of Claims 1 to 3, wherein
the operating device has a circuit (19) for generating or providing a power supply
for the determination device (9), and
the control device (7) is designed to interrupt the power supply to switch off the
determination of the power data.
5. Operating device according to any of Claims 1 to 4, wherein
the operating device has an interface (10) for outputting the power data,
the determination device (9) is designed to transmit the determined power data to
the control device (7), and
the control device (7) is designed to transmit the power data transmitted by the determination
device (9) to the interface (10).
6. Method for determining power data in an operating device for illuminants (1), comprising
the step:
determining power data of the operating device during operation of the illuminant
(1),
characterized by the steps of:
determining power data of the operating device even in the standby mode of the operating
device; and
switching off the determination of the power data, at least in the standby mode of
the operating device, for a certain period of time, wherein, in the standby mode of
the operating device, the switching off and a switching back on of the determination
takes place cyclically.
7. Method according to Claim 6, wherein
the power absorbed and/or output by the operating device, the energy absorbed and/or
output by the operating device, the current absorbed by the operating device, and/or
the power factor are determined as power data.
8. Method according to Claim 6 or 7, wherein
the time period between the switching off and the switching back on is set depending
on at least one operating parameter of the operating device.
9. Method according to any of Claims 6 to 8, wherein
in the step of switching off, the power supply of a circuit provided for determining
the power data is interrupted.
1. Appareil de commande pour faire fonctionner un ou plusieurs moyens d'éclairage (1),
notamment des DEL, comprenant
un dispositif de détermination (9) pour déterminer des données de puissance de l'appareil
de commande pendant le fonctionnement du moyen d'éclairage (1) ; et
un dispositif de commande (7) pour commander le dispositif de détermination (9),
caractérisé en ce que
le dispositif de détermination (9) est conçu pour déterminer des données de puissance
de l'appareil de commande également en mode de veille de l'appareil de commande et
le dispositif de commande (7) est conçu pour arrêter la détermination des données
de puissance au moins en mode de veille de l'appareil de commande pour une durée définie,
dans lequel, en mode de veille de l'appareil de commande, l'arrêt et un redémarrage
du dispositif de détermination (9) sont effectués de manière cyclique.
2. Appareil de commande selon la revendication 1, dans lequel
le dispositif de détermination (9) est conçu pour déterminer, en guise de données
de puissance, la puissance absorbée et/ou délivrée par l'appareil de commande, l'énergie
absorbée et/ou délivrée par l'appareil de commande, le courant absorbé par l'appareil
de commande et/ou le facteur de puissance.
3. Appareil de commande selon la revendication 1 ou 2, dans lequel
le dispositif de commande (7) est conçu pour définir la durée entre l'arrêt et le
redémarrage en fonction d'au moins un paramètre de fonctionnement de l'appareil de
commande.
4. Appareil de commande selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans lequel
l'appareil de commande comporte un circuit (19) pour la production ou la mise à disposition
d'une alimentation en tension pour le dispositif de détermination (9) et
le dispositif de commande (7) est conçu pour interrompre l'alimentation en tension
pour l'arrêt de la détermination des données de puissance.
5. Appareil de commande selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, dans lequel
l'appareil de commande comporte une interface (10) pour délivrer les données de puissance,
le dispositif de détermination (9) est conçu pour transmettre les données de puissance
déterminées au dispositif de commande (7) et
le dispositif de commande (7) est conçu pour transmettre les données de puissance
déterminées provenant du dispositif de détermination (9) à l'interface (10).
6. Procédé de détermination de données de puissance dans un appareil de commande pour
un moyen d'éclairage (1), comprenant l'étape de :
détermination de données de puissance de l'appareil de commande pendant le fonctionnement
du moyen d'éclairage (1),
caractérisé par les étapes de
détermination de données de puissance de l'appareil de commande également en mode
de veille de l'appareil de commande ; et
arrêt de la détermination des données de puissance au moins en mode de veille de l'appareil
de commande pour une durée définie, dans lequel, en mode de veille de l'appareil de
commande, l'arrêt et un redémarrage de la détermination sont effectués de manière
cyclique.
7. Procédé selon la revendication 6, dans lequel
la puissance absorbée et/ou délivrée par l'appareil de commande, l'énergie absorbée
et/ou délivrée par l'appareil de commande, le courant absorbé par l'appareil de commande
et/ou le facteur de puissance sont déterminés en guise de données de puissance.
8. Procédé selon la revendication 6 ou 7, dans lequel
la durée entre l'arrêt et le redémarrage est définie en fonction d'au moins un paramètre
de fonctionnement de l'appareil de commande.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 6 à 8, dans lequel
dans l'étape d'arrêt, l'alimentation en tension d'un circuit prévu pour la détermination
des données de puissance est interrompue.