[0001] Die Erfindung betrifft einen Sporthandschuh, insbesondere einen Torwarthandschuh.
[0002] Aus der
DE 200 11 652 U1 ist ein Sporthandschuh mit einem Handrückenzuschnitt bekannt, der eine einstückig
ausgestanzte Platine aus schlagfestem Kunststoff enthält. Die Platine, die von den
Fingerspitzen bis zur Handwurzel reicht, ist in diametral entgegengesetzte Raumrichtungen
gleichermaßen elastisch abbiegbar.
[0003] Die
EP 1 632 273 A1 schlägt einen Fingerprotektor für einen Sporthandschuh mit einer Platine vor, die
einstückig mit mehreren Fingern einer Hand zuzuordnenden Streifen verbunden ist. Jeder
Streifen besteht aus einem Strahl von einstückig miteinander verbundenen Gliedern
mit quer zur Strahlrichtung verlaufenden Durchbrechungen und einem Gliederband mit
Nippeln, die in die Durchbrechungen eingeknöpft sind.
[0004] Die
EP 2 108 411 A1 zeigt einen Fingerprotektor für einen Sporthandschuh mit einer Platine, die mit länglichen,
den Fingern einer Hand zuzuordnenden Streifen verbunden ist. Die Streifen weisen miteinander
verbundene Glieder auf, die in zwei einander entgegengesetzten Richtungen beweglich
sind. Der Fingerprotektor umfasst ferner Spannmittel, die für eine Vorkrümmung der
Streifen sorgten.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, einen kostengünstig herstellbaren, stabilen Fingerprotektor
für einen Sporthandschuh, insbesondere einen Torwarthandschuh, mit erhöhter Flexibilität
zu schaffen.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe durch einen Fingerprotektor mit den Merkmalen des Anspruchs
1. Vorteilhafte und zweckmäßige Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Fingerprotektors
sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0007] Der erfindungsgemäße Fingerprotektor ist für einen Sporthandschuh vorgesehen, insbesondere
für einen Torwarthandschuh, und umfasst einen im Wesentlichen flachen Basisabschnitt,
von dem sich mehrere, den Fingern einer Hand zuzuordnende, im Wesentlichen flache
Streifen erstrecken, die einstückig mit dem Basisabschnitt ausgebildet sind. Die Streifen
sind einer natürlichen Fingerkrümmung folgend in einer Längsrichtung der Streifen
in einem vorgegebenen Maß vorgekrümmt. Die Streifen weisen Bereiche erhöhter Biegsamkeit
auf.
[0008] Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass die bereits bekannten, sicherheitstechnisch
sehr vorteilhaften Fingerprotektor-Konstruktionen noch weiter verbessert werden können,
insbesondere hinsichtlich des Komforts bei bestimmten Hand- bzw. Fingerbewegungen.
Hierfür weisen die Streifen, die sich in angenehmer Weise an die natürliche Krümmung
der Finger anpassen, an geeigneten Stellen die erfindungsgemäßen Bereiche erhöhter
Biegsamkeit auf. Dadurch kann der Sportler seine Finger im Sporthandschuh leichter
bewegen, ohne dass die allgemeine Schutzfunktion, die der Fingerprotektor bereitstellt,
beeinträchtigt ist. Zusätzliche Maßnahmen oder Komponenten sind hierfür nicht erforderlich.
Somit beschränkt sich die Herstellung des erfindungsgemäßen Fingerprotektors dank
der einstückigen Ausbildung des Basisabschnitts und der Streifen auf ein einziges
Bauteil. Die flache Ausbildung der Streifen und des Basisabschnitts erlauben darüber
hinaus ein sehr geringes Gewicht des erfindungsgemäßen Fingerprotektors.
[0009] Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung sind die Streifen, bezogen auf den jeweils
zugeordneten Finger, im Bereich eines Fingergrundgelenks und/oder im Bereich eines
Fingermittelgelenks in ihrer Breite verjüngt. Diese Verjüngungen sorgen dafür, dass
der Sportler insbesondere für ein Spreizen der Finger weniger Kraft aufwenden muss.
[0010] Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung weisen die Streifen, bezogen auf den jeweils
zugeordneten Finger, im Bereich eines Fingergrundgelenks und/oder im Bereich eines
Fingermittelgelenks bzw. eines Knöchels Materialaussparungen auf. Die Materialaussparungen
sind vorzugsweise in Form von Querrillen ausgebildet. Die Materialaussparungen erleichtern
dem Sportler das Strecken und das starke Krümmen der Finger, insbesondere beim Bilden
einer Faust, z. B. vor dem Wegfausten eines Balles. Aufgrund der gezielt eingesetzten
Materialaussparungen entstehen bei der Verwendung des Fingerprotektors insbesondere
auf den Fingerknöcheln keine oder nur vernachlässigbare Druckzonen.
[0011] Gemäß einem weiteren vorteilhaften Aspekt der Erfindung ist die Vorkrümmung in der
Längsrichtung alleine durch die Formgebung des erfindungsgemäßen Fingerprotektors
bestimmt. Zusätzliche Spannmittel oder dergleichen sind für Vorkrümmung somit nicht
erforderlich, was sich positiv auf die Herstellung und das Gewicht des Fingerprotektors
auswirkt.
[0012] Es hat sich herausgestellt, dass von den meisten Sportlern eine Vorkrümmung als angenehm
empfunden wird, bei der das Maß der Vorkrümmung in der Längsrichtung so vorgegeben
ist, dass sich die höchste Stelle des Fingerprotektors in einem Bereich von 20 bis
30 mm, vorzugsweise in einem Bereich von 23 bis 26 mm, oberhalb einer Ebene befindet,
auf der der Fingerprotektor in einem unbelasteten Zustand aufliegt. Eine solche Vorkrümmung
entspricht im Wesentlichen der natürlichen Handkrümmung. Sie ist nicht zu stark und
nicht zu schwach ausgeprägt, sodass der Sportler über längere Zeit ohne Anstrengung
eine natürliche Handhaltung beibehalten kann.
[0013] Bezugnehmend auf die obige Definition der bevorzugten Krümmung des erfindungsgemäßen
Fingerprotektors befindet sich die höchste Stelle an einem der Streifen, bezogen auf
dessen zugeordneten Finger, im Bereich eines ersten Fingerglieds oder im Übergangsbereich
zwischen einem ersten und einem zweiten Fingerglied.
[0014] Zusätzlich zur Längskrümmung kann der erfindungsgemäße Fingerprotektor einer natürlichen
Handkrümmung folgend auch in einer zur Längsrichtung der Streifen senkrechten Richtung
in einem vorgegebenen Maß vorgekrümmt sein. Auch diese Krümmung trägt wesentlich zum
Komfort bei.
[0015] Zur gezielten Erhöhung der Stabilität des erfindungsgemäßen Fingerprotektors an ausgewählten
Stellen können die Streifen Verstärkungszonen aufweisen, die sich ausgehend von einer
Grundstruktur von der Handrückenseite nach oben erstrecken. Unter der "Grundstruktur"
ist hier der gesamte erfindungsgemäße Fingerprotektor mit Ausnahme der Verstärkungszonen
zu verstehen. Durch die Verstärkungszonen wird der Fingerprotektor an den entsprechenden
Stellen etwas dicker, bleibt aber insgesamt immer noch ein flaches Gebilde.
[0016] Die Verstärkungszonen befinden sich, bezogen auf den jeweils zugeordneten Finger,
vorzugsweise im Bereich eines ersten und eines zweiten Fingerglieds, die besonders
schützenswert sind.
[0017] Die Verstärkungszonen sollten im Hinblick auf die geforderte Stabilität aus einem
härteren Material als die Grundstruktur ausgebildet sein. Bevorzugt ist hierfür eine
Karbonfaserstruktur.
[0018] Weitere Verstärkungszonen können auf dem Basisabschnitt vorgesehen sein.
[0019] Um eine weitere Gewichtsreduktion zu erreichen, kann der erfindungsgemäße Fingerprotektor
auf der Innenhandseite Vertiefungen aufweisen. Dadurch lässt sich in der Grundstruktur
des Fingerprotektors Material einsparen.
[0020] Die Vertiefungen sind vorzugsweise gegenüber von Verstärkungszonen angeordnet, da
diese auch ohne darunterliegende Grundstruktur stabil genug sind, um die Sicherheitsanforderungen
zu erfüllen.
[0021] Die Flexibilität des erfindungsgemäßen Fingerprotektors wird maßgeblich durch das
Material der Grundstruktur bestimmt. Gemäß einer ersten Ausführungsform besteht die
Grundstruktur des erfindungsgemäßen Fingerprotektors aus einem Polymer, bevorzugt
aus Polycaprolactam. Trotz der hohen Flexibilität sorgt dieses Material für eine sehr
hohe Stabilität.
[0022] Gemäß einer zweiten Ausführungsform besteht die Grundstruktur des erfindungsgemäßen
Fingerprotektors aus einem Ethylen-Vinylacetat-Copolymer. Dieses Material bietet bei
ausreichender Stabilität eine noch höhere Flexibilität.
[0023] Die Herstellung des erfindungsgemäßen Fingerprotektors erfolgt vorzugsweise durch
ein Spritzgussverfahren.
[0024] Die Verstärkungszonen, sofern vorgesehen, können nachträglich an die Grundstruktur
angespritzt oder in einem 2K-Spritzgussverfahren in einem Arbeitsgang mit der Grundstruktur
gebildet werden.
[0025] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
und aus den beigefügten Zeichnungen, auf die Bezug genommen wird. In den Zeichnungen
zeigen:
- Figur 1 eine Draufsicht (Handrückenseite) auf einen erfindungsgemäßen Fingerprotektor
für einen Sporthandschuh;
- Figur 2 eine Unteransicht (Innenhandseite) des Fingerprotektors aus Figur 1; und
- Figur 3 eine Seitenansicht des Fingerprotektors aus Figur 1.
[0026] Der in den Figuren dargestellte Fingerprotektor 10, der für einen Einsatz in einem
Sporthandschuh vorgesehen ist, insbesondere in einem Torwarthandschuh, ist insgesamt
als flaches, einstückiges Kunststoffteil ausgebildet. Der Fingerprotektor 10 weist
einen Basisabschnitt 12 auf, der im Wesentlichen der Mittelhand einer Hand zuzuordnen
ist. Von dem Basisabschnitt 12 erstrecken sich vier längliche Streifen 14, die den
Fingern einer Hand zuzuordnen sind, genauer gesagt dem Zeigefinger, dem Mittelfinger,
dem Ringfinger und dem kleinen Finger.
[0027] Wie insbesondere in Figur 3 zu erkennen ist, sind der Basisabschnitt 12 und die Streifen
14 in deren Längsrichtung A, der natürlichen Fingerkrümmung folgend, vorgekrümmt.
Die Vorkrümmung basiert alleine auf der Formgebung der Streifen 14. Spannmittel oder
dergleichen sind hierfür nicht vorgesehen.
[0028] Die bevorzugte Krümmung des Fingerprotektors 10 lässt sich folgendermaßen charakterisieren:
Wenn der Fingerprotektor 10 wie in Figur 1 gezeigt unbelastet auf einer Ebene liegt,
sodass die Handrückenseite nach oben zeigt, lässt sich eine höchste Stelle des Fingerprotektors
10 bestimmen. Diese höchste Stelle befindet sich an einem der vier Streifen 14, bezogen
auf den zugeordneten Finger, im Bereich des ersten Fingerglieds bzw. im Übergangsbereich
zwischen dem ersten und dem zweiten Fingerglied. Die höchste Stelle liegt in einem
Bereich von 20 bis 30 mm, vorzugsweise in einem Bereich von 23 bis 26 mm oberhalb
der Ebene.
[0029] Darüber hinaus ist der Fingerprotektor 10 auch in der zur Längsrichtung A der Streifen
14 senkrechten Richtung B, der natürlichen Handkrümmung folgend, in einem vorgegebenen
Maß vorgekrümmt.
[0030] Die Streifen 14 weisen ausgehend von einer flachen Grundstruktur Zonen 16 auf, die
sich gemäß der Darstellung in Figur 1 von der Handrückenseite nach oben erstrecken.
Diese Zonen 16, die vorzugsweise aus einer Karbonfaserstruktur bestehen, dienen der
bereichsweisen Verstärkung der Streifen und bieten zusätzlichen Schutz für die Finger
des Sportlers. Bezogen auf den jeweils zugeordneten Finger befinden sich die Verstärkungszonen
16 insbesondere im Bereich des ersten und des zweiten Fingerglieds. Weitere Verstärkungszonen
16 sind auch auf der Grundstruktur des Basisabschnitts 12 vorgesehen. Die Verstärkungszonen
16 gehen bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ineinander über, können aber auch
voneinander beabstandet ausgebildet sein.
[0031] Die Beweglichkeit der Streifen 14 ist an mehreren Stellen erhöht, wie nachfolgend
beschrieben wird.
[0032] Zum einen sind, bezogen auf den zugeordneten Finger, im Bereich des Fingergrundgelenks
und des Fingermittelgelenks die Streifen 14 jeweils in ihrer Breite verjüngt. Die
Verjüngungen vermindern insbesondere den Widerstand gegen ein Spreizen der Finger.
[0033] Zum anderen weisen die Streifen 14 in diesen Bereichen auf der Handrückenseite in
den Verstärkungszonen 16, sofern vorhanden, Materialaussparungen 18 auf. Die Materialaussparungen
18 sind beim dargestellten Ausführungsbeispiel als Querrillen ausgebildet. Die Materialaussparungen
18 erleichtern ein Krümmen der Finger, insbesondere beim Bilden einer Faust. Im Bereich
der Knöchel sind mehrere Materialaussparungen 18 vorgesehen, um dort eine besondere
Biegsamkeit zu gewährleisten. Dadurch werden störenden Druckzonen auf den Fingerknöcheln
weitestgehend vermieden.
[0034] In Figur 2 ist zu erkennen, dass der Fingerprotektor 10 mehrere Vertiefungen 20 aufweist.
Die Vertiefungen 20 befinden sich insbesondere im Bereich der Verstärkungszonen 16
auf der gegenüberliegenden Innenhandseite. Bezogen auf die zugeordneten Finger sind
in den Bereichen der Fingergelenke keine Vertiefungen 20 vorgesehen.
[0035] Der Fingerprotektor 10 wird in einem Spritzgussverfahren hergestellt. Sofern für
die Verstärkungszonen 16 ein anderes Material als das Material für die Grundstruktur
zum Einsatz kommt, werden die Verstärkungszonen 16 entweder nachträglich angespritzt,
oder der Fingerprotektor 10 wird in einem 2K-Spritzgussverfahren mit nur einem Werkzeug
in einem Arbeitsgang hergestellt.
[0036] Bei einer ersten Ausführungsform des Fingerprotektors 10 besteht dieser, abgesehen
von den oben beschriebenen Verstärkungszonen 16, aus einem Polymer, bevorzugt aus
Polycaprolactam (auch Polyamid 6 oder PA6), was dem Fingerprotektor 10 bei geringem
Gewicht eine gute Stabilität verleiht und somit für einen optimalen Schutz und im
Falle eines Torwarthandschuhs für eine optimale Fangsicherheit sorgt.
[0037] Bei einer zweiten Ausführungsform des Fingerprotektors 10 besteht dieser, abgesehen
von den Verstärkungszonen 16, aus einem Ethylen-Vinylacetat-Copolymer (EVAC), was
dem Fingerprotektor 10 bei geringem Gewicht eine im Vergleich zur ersten Ausführungsform
noch größere Flexibilität verleiht, dem Sportler aber dennoch genügend Schutz und
Fangsicherheit bietet.
[0038] Der erfindungsgemäße Fingerprotektor 10 wird in den Handrückenabschnitt eines Sporthandschuhs
so integriert, dass er allseitig von einer weichen Schaumstoffschicht oder einer geschäumten
Textilverbundschicht umgeben ist. Er kann eingeschäumt und/oder eingenäht, oder aber
lösbar und auswechselbar in den Handrückenabschnitt des Handschuhs eingebettet sein,
sodass er jederzeit durch einen anderen Fingerprotektor ersetzt werden kann, der z.
B. eine andere Biegesteifigkeit oder eine andere Härte hat.
[0039] Der Fingerprotektor 10 kann durch einen an den Basisabschnitt 12 angeformten oder
einen separaten Daumenprotektor ergänzt werden.
Bezuaszeichenliste
[0040]
- 10
- Fingerprotektor
- 12
- Basisabschnitt
- 14
- Streifen
- 16
- Verstärkungszonen
- 18
- Materialaussparungen
- 20
- Vertiefungen
1. Fingerprotektor (10) für einen Sporthandschuh, insbesondere für einen Torwarthandschuh,
mit einem im Wesentlichen flachen Basisabschnitt (12), von dem sich mehrere, den Fingern
einer Hand zuzuordnende, im Wesentlichen flache Streifen (14) erstrecken, die einstückig
mit dem Basisabschnitt (12) ausgebildet sind, wobei die Streifen (14) einer natürlichen
Fingerkrümmung folgend in einer Längsrichtung (A) der Streifen (14) in einem vorgegebenen
Maß vorgekrümmt sind, und wobei die Streifen (14) Bereiche erhöhter Biegsamkeit aufweisen.
2. Fingerprotektor (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Streifen (14), bezogen auf den jeweils zugeordneten Finger, im Bereich eines
Fingergrundgelenks und/oder im Bereich eines Fingermittelgelenks in ihrer Breite verjüngt
sind.
3. Fingerprotektor (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Streifen (14), bezogen auf den jeweils zugeordneten Finger, im Bereich eines
Fingergrundgelenks und/oder im Bereich eines Fingermittelgelenks bzw. eines Knöchels
Materialaussparungen (18) aufweisen, vorzugsweise in Form von Querrillen.
4. Fingerprotektor (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorkrümmung in der Längsrichtung (A) alleine durch die Formgebung des Fingerprotektors
(10) bestimmt ist.
5. Fingerprotektor (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Maß der Vorkrümmung in der Längsrichtung (A) so vorgegeben ist, dass sich die
höchste Stelle des Fingerprotektors (10) in einem Bereich von 20 bis 30 mm, vorzugsweise
in einem Bereich von 23 bis 26 mm, oberhalb einer Ebene befindet, auf der der Fingerprotektor
(10) in einem unbelasteten Zustand aufliegt.
6. Fingerprotektor (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich die höchste Stelle an einem der Streifen (14), bezogen auf dessen zugeordneten
Finger, im Bereich eines ersten Fingerglieds oder im Übergangsbereich zwischen einem
ersten und einem zweiten Fingerglied befindet.
7. Fingerprotektor (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fingerprotektor (10) einer natürlichen Handkrümmung folgend auch in einer zur
Längsrichtung (A) der Streifen (14) senkrechten Richtung (B) in einem vorgegebenen
Maß vorgekrümmt ist.
8. Fingerprotektor (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Streifen (14) ausgehend von einer Grundstruktur Verstärkungszonen (16) aufweisen,
die sich von der Handrückenseite nach oben erstrecken.
9. Fingerprotektor (10) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Verstärkungszonen (16), bezogen auf den jeweils zugeordneten Finger, im
Bereich eines ersten und eines zweiten Fingerglieds befinden.
10. Fingerprotektor (10) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungszonen (16) aus einem härteren Material als die Grundstruktur ausgebildet
sind, vorzugsweise aus einer Karbonfaserstruktur.
11. Fingerprotektor (10) nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass weitere Verstärkungszonen (16) auf dem Basisabschnitt (12) vorgesehen sind.
12. Fingerprotektor (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fingerprotektor (10) auf der Innenhandseite Vertiefungen (20) aufweist.
13. Fingerprotektor (10) nach einem der Ansprüche 8 bis 11 und Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen (20) gegenüber von Verstärkungszonen (16) angeordnet sind.
14. Fingerprotektor (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Grundstruktur des Fingerprotektors (10) aus einem Polymer, bevorzugt aus Polycaprolactam,
oder aus einem Ethylen-Vinylacetat-Copolymer besteht, wobei der Fingerprotektor (10)
vorzugsweise durch ein Spritzgussverfahren hergestellt ist.
15. Fingerprotektor (10) nach einem der Ansprüche 8 bis 11 und Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungszonen (16) nachträglich an die Grundstruktur angespritzt oder in
einem 2K-Spritzgussverfahren in einem Arbeitsgang mit der Grundstruktur gebildet sind.