[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Seitenhandgriff für eine elektrische Handwerkzeugmaschine.
Der Seitenhandgriff weist einen zum Greifen durch einen Benutzer ausgebildeten Griffbereich
und eine Spanneinheit auf. Mittels der Spanneinheit kann der Seitenhandgriff an einem
Maschinenhals der Handwerkzeugmaschine wiederlösbar befestigt werden, wobei die Spanneinheit
ein Bedienelement aufweist mittels dem die Spanneinheit verspannbar und entspannbar
ist.
[0002] Seitenhandgriffe der eingangs genannten Art sind grundsätzlich aus dem Stand der
Technik bekannt.
EP 1 974 867 B1 offenbart einen Griff für ein handgehaltenes Werkzeug mit einem Paar von Klemmhälften,
einer Bedienungsvorrichtung, die ein Bedienungsteil aufweist, das zum Öffnen und Schließen
der Klemmhälften relativ zu dem Halterungsteil geeignet ist, und einen Griffkörper,
der zum Greifen durch einen Bediener konfiguriert ist.
[0003] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen ergonomischen Seitenhandgriff bereitzustellen.
[0004] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass das Bedienelement, wenn die Spanneinheit in
verspanntem Zustand befindlich ist, im Wesentlichen oberflächenbündig zum Griffbereich
liegt. Durch das erfindungsgemäß ausgestaltete Bedienelement kann der Seitenhandgriff,
insbesondere dessen Griffbereich, besonders komfortabel durch einen Benutzer gegriffen
werden, der nun vorteilhafterweise nicht durch ein über den Griffbereich herausragendes
Bedienteil, wie beispielsweise auf dem Stand der Technik bekannte Rändelknöpfe, behindert
wird. Gleichzeitig kann eine typischerweise zum Spannen verwendete Spannschraube vergleichsweise
kurz ausgeführt werden, wodurch sowohl eine Materialersparnis, als auch eine Gewichtsersparnis
erreicht werden kann.
[0005] Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn der Bedienelement als Spannhebel
ausgebildet ist. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist der Spannhebel bezüglich
des Griffbereichs um eine Drehachse drehbar am Seitenhandgriff angeordnet. Vorzugsweise
verläuft die Drehachse senkrecht zu einer Arbeitsachse der Handwerkzeugmaschine, wenn
der Seitenhandriff an der Handwerkzeugmaschine befestigt ist. In einer weiteren besonders
bevorzugten Ausgestaltung ist die Drehung des Spannhebels um die Drehachse auf 360
Grad, vorzugsweise auf 180 Grad begrenzt. Diesbezüglich wurde erkannt, dass bei Seitenhandgriffen
des Standes der Technik, typischerweise ein mehrmaliges, langwieriges Drehen des Bedienteils
erforderlich ist, um den Seitenhandgriff auf die gewünschte Position sowohl um die
Arbeitsachse der Handwerkzeugmschine als auch in die Kippachse zu verstellen und verschieben.
Mit anderen Worten muss bei Seitenhandgriffen des Standes der Technik ein Spannband,
welches durch eine mit dem Bedienteil zusammenwirkende Spannschraube mehrmals, d.h.
um mehr als 360 Grad, gedreht werden.
[0006] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist die Drehung des Spannhebels um
die Drehachse auf 340 Grad begrenzt. Hierdurch können die Spannbandhalter weiter voneinander
wegbewegt bzw. weggedrückt werden, sodass eine Montage und auch Demontage des Seitenhandgriffs
auf bzw. von einer Handwerkzeugmaschine erleichtert wird.
[0007] Es halt sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn am Spannhebel einen Anschlag ausgebildet
ist, der vorzugsweise komplementär zu einem am Griffbereich vorgesehenen Gegenanschlag
ausgebildet ist. Der Griffbereich kann ein Hohlprofil aufweisen oder kann im Wesentlichen
durch ein solches gebildet sein.
[0008] Die Spanneinheit kann zwei zylinderabschnittsförmige Spannkörper aufweisen, die jeweils
koaxial zu einer in Drehachse verlaufenden Spannschraube der Spanneinheit orientiert
sind. Vorzugsweise verfügt die Spanneinheit über einen Spannbandhalter und ein zum
Umfassen des Maschinenhalses vorgesehenes Spannband. Vorzugsweise ist einer der zylinderabschnittsförmigen
Spannkörper einstückig mit dem Spannhebel ausgebildet oder zumindest drehfest mit
diesem verbunden. Der Spannbandhalter kann zwei Haltekörper aufweisen, vorzugsweise
genau zwei Haltekörper. Die Spannschraube kann drehfest mit dem Spannhebel verbunden
sein, beispielsweise über einen Sechskant.
[0009] In einer besonders Ausgestaltung ist das Spannband in den Spannbandhalter eingehängt
bzw. einhängbar. Vorteilhafterweise ist das Spannband frei von einer für eine Spannschraube
bestimmten Durchgangsbohrung ausgebildet. Dies hat den Vorteil, dass der Seitenhandgriff
werksseitig vormontierbar ist lediglich durch Aushängen und erneutes Einhängen des
Spannbands an Handwerkzeugmaschinen montierbar ist, deren Werkzeugaufnahme einen größeren
Durchmesser als deren Maschinenhals aufweist. Bei Seitenhandgriffen des Standes der
Technik ist bei solchen Gegebenheiten typischerweise eine im Wesentlichen vollständige
Demontage des Seitenhandgriffs, zumindest aber der Spanneinheit, erforderlich. Durch
die vorteilhafte Ausgestaltung des Spannbandhalters mit einhängbaren Spannband, kann
eine Zeitersparnis und somit auch eine Kostenersparnis bei der Montage realisiert
werden.
[0010] Es hat sich ebenfalls als vorteilhaft herausgestellt, wenn der Spannbandhalter eine
in radialer Richtung zurückgesetzte Vertiefung mit einer Haltenase aufweist, derart,
dass an Stelle des eingehängten Spannbandes mit einem ersten Durchmesser, ein zweites
Spannband mit einem zweiten, von dem ersten verschiedenen Durchmesser einhängbar ist.
Die Haltenase kann eine Federanlagefläche aufweisen, deren Krümmung größer ist als
eine mit dem Maschinenhals in Kontakt stehende Spannfläche des Spannbandhalters. Vorteilhafterweise
kann ein und derselbe Spannbannhalter für Handwerkzeugmaschinen mit verschiedenen
Maschinenhalsdurchmessern verwendet werden. Vorteilhafterweise wird ein System aus
einem Seitenhandgriff mit einer Mehrzahl von Spannbändern unterschiedlichen Durchmessers
bereitgestellt, wobei ein jedes der Spannbänder in ein und denselben Spannbandhalter
einhängbar ist.
[0011] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist der Spannbannhalter zwei koaxial
zueinander liegende Haltekörper auf, wobei zumindest einer der Haltekörper über eine
Kegel-Hohlkegel-Paarung mit einem der zylinderabschnittsförmigen Spannkörper verspannbar
ist. Ein zweiter der Haltekörper kann über eine Kegel-Hohlkegel-Paarung mit einem
Griffendstück des Seitenhandgriffs verspannbar ist. Das Griffendstück kann einstückig
mit einem Griffbereich ausgebildet sein. Der Kegel-Hohlkegel-Paarung kann ein am dem
zweiten Spannkörper ausgebildeter Kegel und/oder ein am ersten Haltekörper ausgebildeter
Hohlkegel zugeordnet ist, oder umgekehrt. Eine Kegel-Hohlkegel-Paarung kann zwischen
dem Griffendstück und dem zweiten Haltekörper vorgesehen sein.
[0012] Der Spannbannhalter kann, auf einer dem Maschinenhals zugewandten Seite, zumindest
einen Oberflächenabschnitt aufweisen, der, bezogen auf den verbleibenden Teil des
Spannhalters, einen erhöhten Reibungskoeffizienten und/oder ein erhöhtes Elastizitätsmodul
aufweist.
[0013] Gemäß einem weiteren eigenständigen Schutzgegenstand wird ein Seitenhandgriff für
eine elektrische Handwerkzeugmaschine bereitgestellt, wobei der Seitenhandgriff einen
zum Greifen durch einen Benutzer ausgebildeten Griffbereich und eine Spanneinheit
aufweist, mittels welcher der Seitenhandgriff an einem Maschinenhals der Handwerkzeugmaschine
wiederlösbar befestigt werden kann, wobei die Spanneinheit ein Bedienelement aufweist
mittels dem die Spanneinheit verspannbar und entspannbar ist. Die Spanneinheit weist
weiter ein Spannbandhalter und ein zum Umfassen des Maschinenhalses vorgesehenes Spannband
aufweisen, wobei das Spannband in den Spannbandhalter eingehängt und vorzugsweise
frei von einer für eine Spannschraube bestimmte Durchgangsbohrung ausgebildet ist.
Der Spannbandhalter kann eine in radialer Richtung zurückgesetzte Vertiefung mit einer
Haltenase derart aufweisen, dass an Stelle des eingehängten Spannbandes mit einem
ersten Durchmesser, ein zweites Spannband mit einem zweiten, von dem ersten verschiedenen
Durchmesser einhängbar ist, wobei die Haltenase vorzugsweise eine Federanlagefläche
aufweist, deren Krümmung größer ist als eine mit dem Maschinenhals in Kontakt stehende
Spannfläche des Spannbandhalters. Der Seitenhandgriff kann durch die mit Bezug auf
die Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Seitenhandgriffs beschriebenen Merkmale
in entsprechender Weise ausgestaltet sein.
[0014] Gemäß einem weiteren eigenständigen Schutzgegenstand wird ein Seitenhandgriff für
eine elektrische Handwerkzeugmaschine bereitgestellt, wobei der Seitenhandgriff einen
zum Greifen durch einen Benutzer ausgebildeten Griffbereich und eine Spanneinheit
aufweist, mittels welcher der Seitenhandgriff an einem Maschinenhals der Handwerkzeugmaschine
wiederlösbar befestigt werden kann, wobei die Spanneinheit ein Bedienelement aufweist
mittels dem die Spanneinheit verspannbar und entspannbar ist. Der Spannbandhalter
kann, auf einer dem Maschinenhals zugewandten Seite, zumindest einen Oberflächenabschnitt
aufweisen, der, bezogen auf den verbleibenden Teil des Spannhalters, einen erhöhten
Reibungskoeffizienten und/oder ein erhöhtes Elastizitätsmodul aufweist. Der Seitenhandgriff
kann durch die mit Bezug auf die Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Seitenhandgriffs
beschriebenen Merkmale in entsprechender Weise ausgestaltet sein.
[0015] Gemäß einem weiteren eigenständigen Schutzgegenstand wird ein Seitenhandgriff für
eine elektrische Handwerkzeugmaschine bereitgestellt, wobei der Seitenhandgriff einen
zum Greifen durch einen Benutzer ausgebildeten Griffbereich und eine Spanneinheit
aufweist, mittels welcher der Seitenhandgriff an einem Maschinenhals der Handwerkzeugmaschine
wiederlösbar befestigt werden kann, wobei die Spanneinheit ein Bedienelement aufweist
mittels dem die Spanneinheit verspannbar und entspannbar ist. Die Spanneinheit kann
zwei zylinderabschnittsförmige Spannkörper aufweisen, die jeweils koaxial zu einer
in Drehachse verlaufenden Spannschraube der Spanneinheit orientiert sind, und weiter
einen Spannbannhalter mit zwei koaxial zueinander liegenden Haltekörpern aufweisen,
wobei zumindest einer der Haltekörper über eine Kegel-Hohlkegel-Paarung mit einem
der zylinderabschnittsförmigen Spannkörper verspannbar ist. Der Seitenhandgriff kann
durch die mit Bezug auf die Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Seitenhandgriffs
beschriebenen Merkmale in entsprechender Weise ausgestaltet sein.
[0016] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Figurenbeschreibung. In den Figuren
sind verschiedene Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung dargestellt. Die
Figuren, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination.
Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen
weiteren Kombinationen zusammenfassen.
[0017] In den Figuren sind gleiche und gleichartige Komponenten mit gleichen Bezugszeichen
beziffert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erstes bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Seitenhandgriffs;
- Fig. 2
- ein zweites bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Seitenhandgriffs;
- Fig. 3
- Detaildarstellungen des Ausführungsbeispiels der Fig. 2; und
- Fig. 4
- weitere Detaildarstellungen des Ausführungsbeispiels der Fig. 2.
Ausführungsbeispiele:
[0018] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Seitenhandgriffs 100
für eine elektrische Handwerkzeugmaschine 200, beispielsweise einen Bohrhammer, ist
in Fig. 1 dargestellt. Der Seitenhandgriff weist 100 einen zum Greifen durch einen
Benutzer ausgebildeten Griffbereich 10 und eine Spanneinheit 20 auf, mittels welcher
der Seitenhandgriff 100 an einem Maschinenhals 210 der Handwerkzeugmaschine 200 wiederlösbar
befestigt werden kann. Die Spanneinheit 20 weist ein als Spannhebel 15 ausgebildetes
Bedienelement auf mittels dem die Spanneinheit 20 verspannbar und entspannbar ist,
wobei Fig. 1A den verspannten Zustand SZ und Fig. 1B den entspannten Zustand EZ zeigt.
[0019] Das als Spannhebel 15 ausgebildetes Bedienelement liegt, wenn die Spanneinheit 20
in dem verspanntem Zustand SZ befindlich ist, oberflächenbündig, oder zumindest im
Wesentlichen oberflächenbündig zum Griffbereich 10. Der Spannhebel 15 ist bezüglich
ist des Griffbereichs 10 um eine Drehachse DA drehbar am Seitenhandgriff 100 angeordnet,
wobei die Drehachse DA senkrecht zu einer Arbeitsachse AA der Handwerkzeugmaschine
200 verläuft, wenn der Seitenhandriff 100 an der Handwerkzeugmaschine 200 befestigt
ist.
[0020] Der Griffbereich 10 kann beispielsweise aus Polypropylen, ABS, Polyamid oder Polyurethan
bestehen oder solches aufweisen. Der Spannhebel 15 kann aus dem gleichen Material
wie der Griffbereich 10 bestehen. Der Spannhebel 15 kann aus einem thermoplastischen
Elastomer (TPE) bestehen oder ein solches aufweisen.
[0021] Die Spanneinheit 20 des Ausführungsbeispiels der Fig. 1 weist zwei zylinderabschnittsförmige
Spannkörper 21, 23 auf, die jeweils koaxial zu einer in Drehachse DA verlaufenden
Spannschraube 25 der Spanneinheit 20 orientiert sind. Wie der Fig. 1B gut entnommen
werden kann sind die Spannkörper 21, 23 zueinander komplementär ausgebildet, d.h.
sie bilden im Wesentlichen einen Zylinder, wenn sie mit minimaler Länge aufeinanderliegen
(Fig. 1B), wobei sich die Spannkörper 21, 23 entlang des Wellenprofils W im Wesentlichen
vollständig berühren. Das Wellenprofil W muss nicht notwendigerweise einen geraden
Schnittverlauf aufweisen, es kann vielmehr, wie im Ausführungsbeispiels der Fig. 1
einen ansatzweise sinusförmigen Verlauf aufweisen. Der Spannhebel 15 und der erste
Spannkörper 21 können einteilig miteinander ausgebildet sein.
[0022] Wie der Fig. 1 entnommen werden kann, weist die Spanneinheit 20 weiter ein Spannbandhalter
28 und ein zum Umfassen des Maschinenhalses 210 vorgesehenes Spannband 29 auf. Der
Spannbannhalter 28 weist zwei koaxial zueinander liegende Haltekörper 31, 33 auf an
denen das Spannband 29 befestigt ist. Sowohl zwischen dem zweiten Spannkörper 23 und
dem ersten Haltekörper 31, als auch zwischen dem zweiten Haltekörper und einem Griffendstück
11 ist eine Kronenverzahnung KR vorgesehen, die, wenn die Spanneinheit wie in Fig.
1A) gezeigt in verspannten Zustand SZ befindlich ist, eine Rotation des Griffbereichs
10 um die Drehachse DA verhindert. In verspannten Zustand SZ liegen die Spannkörper
21, 23 - bezogen auf Fig. 1B) um 180 Grad um die Drehachse zueinander verdreht - mit
maximaler Länge aufeinander. Mit anderen Worten ist eine Drehung des Spannhebels um
180 Grad ausreichend, um die Spanneinheit 20 zu spannen bzw. zu entspannen. Andere
Wellenprofile sind möglich.
[0023] Ein zweites bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Seitenhandgriffs
100 ist in Fig. 2 dargestellt. Dabei zeigt Fig. 2B) eine Draufsicht koaxial zur Arbeitsachse
AA und Fig. 2B) einen Schnitt, der durch die Drehachse DA verläuft.
[0024] Das als Spannhebel 15 ausgebildetes Bedienelement liegt, wenn die Spanneinheit 20
in dem verspanntem Zustand SZ befindlich ist, oberflächenbündig, oder zumindest im
Wesentlichen oberflächenbündig zum Griffbereich 10. Sowohl Fig. 2A als auch Fig. 2B
zeigen den verspannten Zustand SZ. Zusätzlich zu dem in Fig. 1 gezeigten Spannhebel
15, ist am Spannhebel 15 des Ausführungsbeispiels der Fig. 2 ein Anschlag 27 ausgebildet,
der komplementär zu einem am Griffbereich 10 vorgesehenen Gegenanschlag 17 ausgebildet
ist. Der Anschlag 27 ist durch eine Ausnehmung am äußeren Ende Spannhebel 15 gebildet,
was beispielsweise aus Fig. 4A gut ersichtlich ist. Der komplementär ausgebildete
Gegenanschlag 17 ist einstückig mit dem Griffbereich 10 ausgebildet. Durch den Anschlag
27 ist ein Ausdrehen des Spannhebels um Die Drehachse lediglich in einer Richtung
möglich (in Fig. 2 aus der Bildebene heraus). Gleichzeitig ist eine Drehung des Spannhebels
15 um die Drehachse DA durch den Anschlag 27 mechanisch auf 360 Grad, hier beispielhaft
auf unter 360 Grad begrenzt.
[0025] Die Spanneinheit 20 weist zwei zylinderabschnittsförmige Spannkörper 21, 23 aufweist,
die jeweils koaxial zu einer in Drehachse DA verlaufenden Spannschraube 25 der Spanneinheit
20 orientiert sind. Dabei ist der erste Spannkörper 21 vollständig innerhalb eines
Volumens V des Seitenhandgriffs befindlich, wohingegen der zweite Spannkörper 23 -
zumindest abschnittsweise bei verspannten Zustand SZ, entlang der Drehachse DA über
das Volumen V hinausragt.
[0026] Die Spanneinheit 20 des Seitenhandgriffs der Fig. 2 weist weiter ein Spannbandhalter
28 und ein zum Umfassen des Maschinenhalses 210 vorgesehenes Spannband 29A, 29B aufweist,
wobei das Spannband 29A, 29B in den Spannbandhalter 28 eingehängt und vorzugsweise
frei von einer für eine Spannschraube 25 bestimmte Durchgangsbohrung ausgebildet ist.
Dies ist in Fig. 2 B) gut zu erkennen. Durch die Möglichkeit des Einhängens der Spannbänder
29A, 29B und insbesondere den Verzicht auf etwaige für eine Spannschraube 25 bestimmte
Durchgangsbohrungen, können die Spannbänder 29A, 29B - bei ansonsten vollständig montiertem
Seitenhandgriff 200 - vergleichsweise einfach ausgetauscht werden.
[0027] Der Spannbandhalter 28 der Fig. 2 ist vorteilhafterweise ausgebildet sowohl ein Spannband
29A mit kleinem Durchmesser D1, als auch ein Spannband 29B mit großem Durchmesser
D2. In Fig. 2 sind beide Spannbänder 29A, 29B gleichzeitig dargestellt, um zu verdeutlichen,
dass beide Spannbänder 29A, 29B in ein und denselben Spannbandhalter 28, genauer gesagt
in eine Haltenase 26 des Spannbandhalters 26, einhängbar sind. Im Gebrauch ist selbstverständlich
lediglich eines der Spannbänder 29A, 29B verbaut.
[0028] Der Spannbandhalter 28 weist eine in radialer Richtung RR zurückgesetzte Vertiefung
24 mit einer Haltenase 26 auf, was in der Detaildarstellung der Fig. 3B gut zu erkennen
ist. Die Haltenase 26 ist derart ausgestaltet, dass an Stelle des eingehängten Spannbandes
29A mit dem ersten Durchmesser D1, das zweite Spannband 29B mit dem zweiten, von dem
ersten verschiedenen Durchmesser D2 einhängbar ist. Dafür weist die Haltenase 26 eine
Federanlagefläche 22 auf (vgl. Fig. 3A und 3B), deren Krümmung K1 größer ist als eine
Krümmung K2 einer mit dem Maschinenhals 210 in Kontakt stehenden Spannfläche 30 des
Spannbandhalters 28. Gut zu erkennen in Fig. 3A ist, wie sich das Spannband 29B mit
großem Durchmesser an die Federanlagefläche 22 der Haltenase 26 anschmiegt.
[0029] Zurück zu Fig. 2 in der gut zu erkennen ist, dass der Spannbannhalter 28 zwei koaxial
zueinander liegende Haltekörper 31, 33 aufweist. Ein erster der Haltekörper 31 ist
über eine Kegel-Hohlkegel-Paarung 35 mit einem der zylinderabschnittsförmigen Spannkörper
23 (der zumindest abschnittsweise bei verspannten Zustand SZ, entlang der Drehachse
DA über das Volumen V hinausragt) verspannbar (vgl. auch Fig. 3A). In gleicher Weise
kann zwischen dem zweiten Haltekörper 33 und einem Griffendstück 11 eine solche Kegel-Hohlkegel-Paarung
35 vorgesehen sein. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 2 ist das Griffendstück 11 einstückig
mit dem Handgriff 10 ausgebildet. Alternativ können das Griffendstück 11 und der Handgriff
voneinander verschiedene Teile sein.
[0030] Die Kegel-Hohlkegel-Paarung 35, der ein am zweiten Spannkörper 23 ausgebildeter Kegel
35A und ein am ersten Haltekörper 31 ausgebildeter Hohlkegel 35B zugeordnet ist, soll
nun mit Bezug auf Fig. 3A genauer erläutert werden. Durch die Kegel-Hohlkegel-Paarung
35 ist ein stufenloses Schwenken des Handgriffs 10 um die Drehachse DA möglich. Dies
im Gegensatz zu einer beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1 vorgesehen Kronenverzahnung
KR. Durch die Kegel-Hohlkegel-Paarung 35 ist ein verschleißunabhängiges Verspannen
der Spanneinheit 20 möglich, da sich die kraftschlüssige Kegel-Hohlkegel-Paarung 35,
in Richtung der Drehachse DA, bei einem etwaigen Verschleiß selbständig nachstellt.
Alternativ zu einer stufenlosen Ausgestaltung der Kegel-Hohlkegel-Paarung 35 kann
der Kegel 35A und/oder der Hohlkegel 36B abgekantet sein. So weist beispielsweise
der in Fig. 4C gut zu erkennende Hohlkegel 35B acht Kegelflanken 35 F auf.
[0031] Fig. 3B zeigt einen Haltekörper 31, 33 als Teil des Spannbandhalters 28. Die dort
ausgebildete Vertiefung 24 die Funktion der Haltenase 26 wurden vorstehend bereits
erläutert. Der Haltekörper 31, 33 weist auf einer dem Maschinenhals 210 zugewandten
Seite, zumindest einen Oberflächenabschnitt OF auf, der, bezogen auf den verbleibenden
Teil VT des Spannbandhalters 28, einen erhöhten Reibungskoeffizienten aufweist. So
kann der Haltekörper 31, 33 beispielsweise im Wesentlichen aus seinem vergleichsweise
harten ABS Kunststoff bestehen und der Oberflächenabschnitt OF aus einem vergleichsweise
weichen thermoplastischen Elastomer oder einem anderen gummiartigen Material. Dies
um etwaige Toleranzen zwischen dem Maschinenhals und der Spannbandhalter auszugleichen
bzw. die Reibung zwischen diesen Komponenten zu erhöhen. Alternativ kann an dem Spannband
29 an den Enden eine erste und zweite Aussparung vorgesehen sein. Durch die erste
Aussparung ist ein erstes Halteelement und durch die zweite Aussparung ist ein zweites
Halteelement positioniert. Sowohl das erste als auch das zweite Halteelement sind
durch einen Clip-Mechanismus mit dem Spannband 29 verbunden. Darüber hinaus ist jedes
Halteelement aus Acrylnitril-Butadien-Kautschuk gefertigt. Acrylnitril-Butadien-Kautschuk
kann auch als Nitrilkautschuk (AB) oder Nitrile Butadiene Rubber (NBR) bezeichnet
werden.
[0032] Fig. 4 zeigt schließlich Detailansichten des Seitenhandgriffs 100, wobei sich der
Spannhebel 15 jeweils in unterschiedlichen Drehlagen befindet. Fig. 4A zeigt den verspannten
Zustand SZ bei dem der Spannhebel um 0 Grad ausgelenkt ist und somit der am Spannhebel
ausgebildete Anschlag 27 am komplementären Gegenanschlag 17, der einstückig mit dem
Handgriff 10 ausgebildet ist, anliegt. Der zweite Spannkörper 23 und der erste Haltekörper
31 (sowie hier nicht zu sehen, der zweite Haltekörper 33 und das Griffendstück 11)
liegen press gegeneinander, so dass der Griffbereich 10 nicht um die Drehachse DA
gedreht werden kann. Fig. 4B zeigt den entspannten Zustand SZ bei dem der Spannhebel
um 180 Grad ausgelenkt ist. Der zweite Spannkörper 23 ist entlang der Drehachse DA
vom ersten Haltekörper beabstandet. Der Griffbereich 10 kann wie gewünscht um die
Drehachse DA gedreht bzw. geschwenkt werden. Gleichzeitig kann der gesamte Seitenhandgriff
um die Arbeitsachse AA einer hier nicht gezeigten Handwerkzeugmaschine gedreht bzw.
geschwenkt werden. Gleichfalls kann der gesamte Seitenhandgriff nicht um die Arbeitsachse
AA einer hier nicht gezeigten Handwerkzeugmaschine gedreht bzw. geschwenkt werden.
[0033] Fig. 4C zeigt schließlich den entspannten Zustand SZ bei dem der Spannhebel um 270
Grad ausgelenkt ist. Der zweite Spannkörper 23 ist entlang der Drehachse DA vom ersten
Haltekörper im Vergleich zu Fig. 4B weiter beabstandet. Im in Fig. 4C gezeigten Zustand
kann der Seitenhandgriff vom hier nicht gezeigten Maschinenhals abgenommen werden.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 10
- Griffbereich
- 11
- Griffendstück
- 15
- Spannhebel
- 17
- Gegenanschlag
- 20
- Spanneinheit
- 21
- erster Spannkörper
- 22
- Federanlagefläche
- 23
- zweiter Spannkörper
- 24
- Vertiefung
- 25
- Spannschraube
- 26
- Haltenase
- 27
- Anschlag
- 28
- Spannbandhalter
- 29
- Spannband
- 29A
- Spannband mit kleinem Durchmesser
- 29B
- Spannband mit großem Durchmesser
- 30
- Spannfläche
- 31
- erster Haltekörper
- 33
- zweiter Haltekörper
- 35
- Kegel-Hohlkegel-Paarung
- 35A
- Kegel
- 35B
- Hohlkegel
- 35F
- Kegelflanken
- 100
- Seitenhandgriff
- 200
- elektrische Handwerkzeugmaschine
- 210
- Maschinenhals
- AA
- Arbeitsachse
- DA
- Drehachse
- D1
- erster Durchmesser
- D2
- zweiter Durchmesser
- EZ
- entspannter Zustand
- KR
- Kronenverzahnung
- K1
- erste Krümmung
- K2
- zweite Krümmung
- OF
- Oberflächenabschnitt
- RR
- radiale Richtung
- SZ
- verspannter Zustand
- VT
- verbleibender Teil
- V
- Volumen
- W
- Welle
1. Seitenhandgriff (100) für eine elektrische Handwerkzeugmaschine (200), wobei der Seitenhandgriff
(100) einen zum Greifen durch einen Benutzer ausgebildeten Griffbereich (10) und eine
Spanneinheit (20) aufweist, mittels welcher der Seitenhandgriff (100) an einem Maschinenhals
(210) der Handwerkzeugmaschine (200) wiederlösbar befestigt werden kann, wobei die
Spanneinheit (20) ein Bedienelement aufweist mittels dem die Spanneinheit (20) verspannbar
und entspannbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienelement, wenn die Spanneinheit (20) in verspanntem Zustand (SZ) befindlich
ist, im Wesentlichen oberflächenbündig zum Griffbereich (10) liegt.
2. Seitenhandgriff (100) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienelement als Spannhebel (15) ausgebildet ist.
3. Seitenhandgriff (100) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Spannhebel (15) bezüglich des Griffbereichs (10) um eine Drehachse (DA) drehbar
am Seitenhandgriff (100) angeordnet ist, wobei die Drehachse (DA) senkrecht zu einer
Arbeitsachse (AA) der Handwerkzeugmaschine (200) verläuft, wenn der Seitenhandriff
(100) an der Handwerkzeugmaschine (200) befestigt ist.
4. Seitenhandgriff (100) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Drehung des Spannhebels (15) um die Drehachse (DA) auf 360 Grad, vorzugsweise
auf 180 Grad begrenzt ist.
5. Seitenhandgriff (100) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass am Spannhebel (15) einen Anschlag (27) ausgebildet ist, der vorzugsweise komplementär
zu einem am Griffbereich (10) vorgesehenen Gegenanschlag (17) ausgebildet ist.
6. Seitenhandgriff (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinheit (20) zwei zylinderabschnittsförmige Spannkörper (21, 23) aufweist,
die jeweils koaxial zu einer in Drehachse (DA) verlaufenden Spannschraube (25) der
Spanneinheit (20) orientiert sind.
7. Seitenhandgriff (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinheit (20) weiter ein Spannbandhalter (28) und ein zum Umfassen des Maschinenhalses
(210) vorgesehenes Spannband (29A) aufweist, wobei das Spannband (29A) vorzugsweise
in den Spannbandhalter (28) eingehängt und vorzugsweise frei von einer für eine Spannschraube
(25) bestimmte Durchgangsbohrung (26) ausgebildet ist.
8. Seitenhandgriff (100) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass der Spannbandhalter (28) eine in radialer Richtung (RR) zurückgesetzte Vertiefung
(24) mit einer Haltenase (26) aufweist, derart, dass an Stelle des eingehängten Spannbandes
(29A) mit einem ersten Durchmesser (D1), ein zweites Spannband (29B) mit einem zweiten,
von dem ersten verschiedenen Durchmesser (D2) einhängbar ist, wobei die Haltenase
(26) vorzugsweise eine Federanlagefläche (22) aufweist, deren Krümmung (K1) größer
ist als eine Krümmung (K2) einer mit dem Maschinenhals (210) in Kontakt stehenden
Spannfläche (30) des Spannbandhalters (28).
9. Seitenhandgriff (100) nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass der Spannbannhalter (28) zwei koaxial zueinander liegende Haltekörper (31, 33) aufweist,
wobei zumindest ein erster der Haltekörper (31) vorzugsweise über eine Kegel-Hohlkegel-Paarung
(35) mit einem der zylinderabschnittsförmigen Spannkörper (23) verspannbar ist.
10. Seitenhandgriff (100) nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass der Spannbandhalter (28) und/oder der Haltekörper (31, 33), auf einer dem Maschinenhals
(210) zugewandten Seite, zumindest einen Oberflächenabschnitt (OF) aufweist, der,
bezogen auf den verbleibenden Teil des Spannhalters (VT), einen erhöhten Reibungskoeffizienten
und/oder ein erhöhtes Elastizitätsmodul aufweist.