[0001] Die Erfindung betrifft ein Schneidsystem zum Schneiden von Obst oder Gemüse in spiralförmige
Girlanden.
[0002] Aus
EP 2 218 561 B1 ist eine Vorrichtung zum spiralförmigen Schneiden von Obst und hartem Gemüse, wie
Äpfel, Rettich, Möhren, Rüben, Gurken, mit mindestens einem als Kegel, Trichter, Konus
od. dgl. ausgebildeten Grundkörper, in dessen Mantelfläche wenigstens eine aus Schneidspalt
und Messer gebildete Schneideinrichtung angeordnet ist, bekannt. Die Vorrichtung besteht
aus zwei miteinander bodenseitig verbundenen, als Kegel, Trichter, Konus od. dgl.
ausgebildeten Grundkörpern, welche jeweils mindestens eine Schneideinrichtung aufweisen,
wobei die Schneidspalte der Vorrichtung unterschiedlich breit sind.
[0003] An dieser Vorrichtung ist nachteilig, dass lediglich und ausschließlich in zwei unterschiedliche
Arten von Girlanden geschnitten werden kann.
[0004] Aus
US 2008/0307980 A1 ist Vorrichtung bekannt, die Früchte und Wurzeln und Knollengemüse schneiden kann.
Die Vorrichtung wird derart betrieben, daß das Schneidgut in einem geschlossenen Schneidklingengehäuse
platziert und mittels einer Handkurbel gedreht wird, wodurch das Schneidgut von einer
federbelasteten Schneidklinge schraubenförmig geschnitten wird. Nachteiliger Weise
ist diese Vorrichtung sehr aufwändig aufgebaut und klobig. Außerdem erlaubt die Vorrichtung
lediglich und ausschließlich, das Schneidgut auf eine einzige Art in eine einzige
Art von Girlande zu schneiden.
[0005] Aus
US 5 680 997 A ist eine Vorrichtung bekannt, die zum Zerkleinern von Lebensmitteln in kleine Stücke,
aber nicht zum Schneiden von Obst oder Gemüse in spiralförmige Girlanden geeignet
ist. Die Vorrichtung weist ein erstes Gehäuse, das einen Griff hat, und ein zweites
Gehäuse, das lösbar an dem ersten Gehäuse angebracht ist, auf. In dem zweiten Gehäuse
ist ein Schneidelement montiert, während in dem ersten Gehäuse eine Vorrichtung zum
Antreiben des Schneidelements angebracht ist. Die Antriebsvorrichtung ist mit dem
Schneidelement wirkverbunden und wird durch einen Schalter betätigt. Das Schneidelement
ist als ein kegelstumpfförmiges Kunststoffhohlgehäuse mit Metallschneidklingen, die
einstückig in das Gehäuse eingeformt sind, ausgebildet. Das zu zerkleinernde Gut wird
gegen die Außenseite des rotierenden Schneidelements gedrückt, wodurch Teile des zu
zerkleinernden Gutes kontinuierlich abgetrennt werden und durch den Innenraum des
Schneidelements hindurch zu einer Auswurföffnung gelangen.
[0006] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Schneidsystem anzugeben,
das das Schneiden unterschiedlichartiger spiralförmiger Girlanden erlaubt.
[0007] Die Aufgabe wird durch ein Schneidsystem der eingangs genannten Art gelöst, das dadurch
gekennzeichnet ist, dass das Schneidsystem mehrere unterschiedliche Schneideinsätze
und ein Halteteil mit einer Schneideinsatzaufnahme und mit einer Ausgabeöffnung zum
Ausgeben der spiralförmigen Girlanden aufweist, wobei in der Schneideinsatzaufnahme
wahlweise einer der Schneideinsätze, insbesondere werkzeugfrei wieder lösbar, festlegbar
ist.
[0008] Die Erfindung hat den ganz besonderen Vorteil, dass zu zerkleinernde Lebensmittel,
wie beispielsweise Möhren, Rettich oder Gurken, wahlweise in unterschiedlichartige
spiralförmige Girlanden geschnitten werden können, die insbesondere dazu geeignet
sind, eine Mahlzeit, wie beispielsweise eine Salatzubereitung, zu verzieren. Dies
ist dadurch erreicht, dass der Benutzer lediglich einen von mehreren, unterschiedlichartigen
Schneideinsätzen auszuwählen und in das Halteteil einzusetzen braucht. Der Benutzer
hat damit die Möglichkeit, unterschiedlich breite und/oder unterschiedlich dicke spiralförmige
Girlanden zu schneiden und/oder den Schneideinsatz entsprechend der Größe oder der
Beschaffenheit des zu schneidenden Lebensmittelgutes auszuwählen. In vorteilhafter
Weise kann der Benutzer durch die Auswahl des Schneideinsatzes individuell beispielsweise
entscheiden, ob er das Lebensmittelgut in dünne, dicke, breite oder schmale spiralförmige
Girlanden schneiden will. Zum anderen hat die Erfindung den ganz besonderen Vorteil,
dass besonders spröde oder empfindliche Lebensmittel, bei denen die Girlanden dazu
neigen zu brechen, wenn sie zu dünn geschnitten werden, alternativ in dickere spiralförmige
Girlanden geschnitten werden können. Umgekehrt können Lebensmittel, die für ein Schneiden
in dicke spiralförmige Girlanden ungeeignet sind, wahlweise in dünne spiralförmige
Girlanden geschnitten werden.
[0009] Die Schneideinsätze können insbesondere, was weiter unten noch im Detail beschrieben
ist, sehr platzsparend und/oder sogar stapelbar ausgebildet sein. Insoweit kann das
erfindungsgemäße Schneidsystem vorteilhaft sehr kompakt und leicht handhabbar ausgebildet
sein.
[0010] In ganz besonders vorteilhafter Weise kann das Halteteil dazu ausgebildet sein, bei
seiner Benutzung ausschließlich in einer Hand derart gehalten zu werden, so dass der
Benutzer mit der anderen Hand das Schneidgut relativ zu dem in die Schneideinsatzaufnahme
eingesetzten Schneideinsatz rotieren kann. Insbesondere zu diesem Zweck kann das Halteteil
vorteilhaft einen Griffabschnitt aufweisen.
[0011] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführung ist das Halteteil kreiszylinderförmig
und/oder länglich ausgebildet. Eine solche Ausführung hat den besonderen Vorteil,
dass der Benutzer das Halteteil einfach und zuverlässig umgreifen und während des
Schneidvorganges sicher festhalten kann. Der Durchmesser des Halteteils kann vorteilhaft
im Bereich von 5 cm bis 9 cm, insbesondere im Bereich von 6 cm bis 8 cm, liegen oder
ganz insbesondere 7,5 cm betragen.
[0012] Besonders ergonomisch zu handhaben ist eine Ausführung, bei der die Schneideinsatzaufnahme
und die Ausgabeöffnung an gegenüberliegenden Enden des Halteteils angeordnet sind.
Insbesondere kann das Halteteil rohrförmig ausgebildet sein, wobei eine Rohröffnung
die Ausgabeöffnung bildet, während die andere Rohröffnung den Eingang zur Schneideinsatzaufnahme
bildet.
[0013] Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass jeder Schneideinsatz einen, insbesondere
kegelförmigen, Aufnahmeraum zum Einführen von Lebensmittelgut aufweist, an dessen
Wandung jeweils eine Schneidklinge angeordnet ist und/oder dass jeder Schneideinsatz
jeweils einen, insbesondere kegelförmigen, Aufnahmeraum zum Einführen von Lebensmittelgut
aufweist, in dem das Lebensmittelgut rotierbar ist. Außerdem weist die Wandung des
Aufnahmeraums vorzugsweise eine Öffnung auf, durch die hindurch die spiralförmige
Girlande aus dem Aufnahmeraum austreten kann.
[0014] Vorzugsweise ist die Schneidklinge derart angeordnet, dass bei einer Rotationsbewegung
- ähnlich wie beim Bleistiftanspitzen - endseitig umlaufend von dem rotierenden Lebensmittel
eine spiralförmige Schicht abgetrennt wird. Hierzu kann die Schneide der Schneidklinge
derart angeordnet sein, dass sie in den Aufnahmeraum ragt, wobei der Parallelabstand
der Schneidklinge zur Aufnahmeraumwandung die Dicke der abgetrennten Schicht bestimmt.
[0015] Die Schneideinsätze können sich insbesondere in Bezug auf ihre Form und/oder Größe
und/oder in Bezug auf die Dicke und/oder Breite der mit ihnen schneidbaren spiralförmigen
Girlanden und/oder in Bezug auf die Anzahl der gleichzeitig bei einem Schneidvorgang
entstehenden spiralförmigen Girlanden unterscheiden.
[0016] Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass wenigstens einer der Schneideinsätze,
insbesondere jeder der Schneideinsätze, rastend und/oder mit einer Bajonettverbindung
in der Schneideinsatzaufnahme, insbesondere werkzeugfrei wieder lösbar, festlegbar
ist. Vorzugsweise handelt es sich um denselben Typ von Rastverbindung beziehungsweise
Bajonettverbindung, den auch die Halteplatte aufweist, so dass die Schneideinsätze,
ohne das zusätzliche Adapter erforderlich wären, sowohl an der Halteplatte, als auch
an dem Halteteil festgelegt werden können.
[0017] Nach einem unabhängigen Erfindungsgedanken, der auch losgelöst von den übrigen Merkmalen
des erfindungsgemäßen Schneidsystems realisierbar ist, können je nach Rotationsrichtung
Schichten unterschiedlicher Dicke abgetrennt werden. Insbesondere kann einer oder
können mehrere Schneideinsätze in dieser Weise ausgebildet sein. Es ist jedoch auch
möglich, diesen Erfindungsgedanken bei anderen Ausführungsformen eines Spiralschneiders
umzusetzen, insbesondere auch bei einer Ausführungsform, die keine austauschbaren
Schneideinsätze aufweist.
[0018] Eine derartig ausgebildete Vorrichtung, insbesondere ein derartig ausgebildetes Schneidsystem,
hat zum einen den ganz besonderen Vorteil, dass der Benutzer allein durch die Auswahl
der Rotationsrichtung individuell entscheiden kann, ob er das Lebensmittelgut in dünne
oder dicke spiralförmige Girlanden schneiden will. Zum anderen hat diese Lösung den
ganz besonderen Vorteil, dass besonders spröde oder empfindliche Lebensmittel, bei
denen die Girlanden dazu neigen zu brechen, wenn sie zu dünn geschnitten werden, alternativ
und ohne dass ein Umrüsten erforderlich ist, in dickere spiralförmige Girlanden geschnitten
werden können. Umgekehrt können Lebensmittel, die für ein Schneiden in dicke spiralförmige
Girlanden ungeeignet sind, wahlweise in dünne spiralförmige Girlanden geschnitten
werden. Kurz: Eine derartige Ausführung ermöglicht es insbesondere, die Schneiddicke
schnell und effizient an das jeweilige Lebensmittel anzupassen.
[0019] Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass der Schneideinsatz von einem
in dem Aufnahmeraum in Uhrzeigerrichtung rotierenden Lebensmittelgut eine Schicht
einer ersten Dicke abtrennt, und dass der Schneideinsatz von einem in den Aufnahmeraum
entgegen dem Uhrzeigersinn rotierenden Lebensmittelgut eine Schicht einer zweiten
Dicke, die von der ersten Dicke verschieden ist, abtrennt.
[0020] Das Schneiden in spiralförmige Girlanden mit unterschiedlichen Schichtdicken, insbesondere
in Abhängigkeit von der Rotationsrichtung, kann beispielsweise durch die Verwendung
einer Pendelklinge, die zwei Schneiden aufweist, realisiert sein. Hierbei kann insbesondere
vorgesehen sein, dass eine Schneide zum Schneiden in dünne spiralförmige Girlanden
dient, während die andere Schneide zum Schneiden in dicke spiralförmige Girlanden
dient.
[0021] Insbesondere kann die Pendelklinge beispielsweise derart angeordnet sein, dass sich
in Bezug auf die erste Schneide bei einer Rotation des Lebensmittelgutes in Uhrzeigerrichtung
ein erster Abstand zur Wandung des Aufnahmeraums einstellt, während sich bei einer
Rotation des Lebensmittelgutes entgegen der Uhrzeigerrichtung ein zweiter Abstand
der zweiten Schneide zum Aufnahmeraum einstellt, wobei der erste Abstand von dem zweiten
Abstand verschieden ist. Insbesondere können die Schneidklingen parallel zueinander
und/oder in Bezug auf die Ausrichtung der Schneiden einander entgegengesetzt orientiert
sein. Bei einer vorteilhaften Ausführung ist die Pendelklinge derart aufgehängt, dass
sich bei einer Rotation des Lebensmittelguts in Uhrzeigerrichtung automatisch die
erste Schneide in den Aufnahmeraum dreht, während die zweite Schneide aus dem Aufnahmeraum
herausgedreht wird, und dass sich umgekehrt bei einer Rotation des Lebensmittelguts
entgegen dem Uhrzeigersinn automatisch die zweite Schneide in den Aufnahmeraum dreht,
während die erste Schneide aus dem Aufnahmeraum herausgedreht wird.
[0022] In vorteilhafter Weise kann insbesondere auch vorgesehen sein, dass der Schneideinsatz
eine Pendelklinge mit zwei Schneiden aufweist, von denen - insbesondere automatisch
- jeweils eine in Abhängigkeit von der Rotationsrichtung des zu zerkleinernden Lebensmittelguts
in das Lebensmittelgut schneidet.
[0023] Bei einer besonderen Ausführung ist wenigstens einer der Schneideinsätze dazu ausgebildet,
gleichzeitig mehrere spiralförmige Girlanden von einem Lebensmittelgut abzutrennen.
Auf diese Weise kann Gemüse vorteilhaft in Gemüsenudeln, beispielsweise Zucchininudeln,
geschnitten werden. Der Schneideinsatz kann insbesondere eine Schneideinrichtung aufweisen,
die die abzutrennende Schicht oder die bereits abgetrennte Schicht in mehrere zueinander
parallele Streifen zerteilt. Alternativ oder zusätzlich kann auch vorgesehen, dass
der Schneideinsatz eine Schneidklinge, die eine Schicht von dem Schneidgut abtrennt,
und eine Schneideinrichtung, die zu der Schneidklinge senkrecht angeordnete weitere
Schneidklingen hat, aufweist. Die weiteren Schneidklingen können dazu dienen, die
abzutrennende Schicht oder die bereits abgetrennte Schicht in mehrere zueinander parallele
Streifen zu zerteilen.
[0024] Wie bereits erwähnt, können sich die Schneideinsätze hinsichtlich unterschiedlicher
Parameter voneinander unterscheiden, was es ermöglicht, wahlweise unterschiedlich
geformte spiralförmige Girlanden zu schneiden. Beispielsweise kann einer der Schneideinsätze
eine andere Größe aufweisen, als ein anderer der Schneideinsätze. Alternativ oder
zusätzlich kann auch vorgesehen sein, dass der Aufnahmeraum eines der Schneideinsätze
einen anderen Kegelwinkel aufweist als der Aufnahmeraum eines anderen der Schneideinsätze
und/oder dass der Aufnahmeraum eines der Schneideinsätze ein andere Größe aufweist
als der Aufnahmeraum eines anderen der Schneideinsätze. Es ist - alternativ oder zusätzlich
- auch vorteilhaft möglich, dass der Aufnahmeraum eines der Schneideinsätze ein andere
Einführtiefe aufweist als der Aufnahmeraum eines anderen der Schneideinsätze und/oder
dass der Aufnahmeraum eines der Schneideinsätze ein andere Breite aufweist als der
Aufnahmeraum eines anderen der Schneideinsätze.
[0025] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführung weist das Schneidsystem einen Schneidguthalter
auf. Der Schneidguthalter ist vorzugsweise dazu ausgebildet, drehfest mit dem zu schneidenden
Lebensmittelgut in Verbindung gebracht zu werden. Hierzu kann der Schneidguthalter
beispielsweise eine Vielzahl von Dornen aufweisen, die in das Lebensmittelgut hineingedrückt
werden.
[0026] Die Verwendung eines Schneidguthalters hat den besonderen Vorteil, dass der Benutzer
das Schneidgut besser unter Kontrolle hat. Dies insbesondere, wenn das Schneidgut
feucht ist oder einen kleinen Durchmesser aufweist oder wenn es aus anderen Gründen
mit der Hand schwierig zu greifen ist.
[0027] Der Schneidguthalter kann vorteilhaft einen Durchmesser aufweisen, der größer ist,
als der Durchmesser des Aufnahmeraums der zu verwendenden Schneideinsätze. Auf diese
Weise ist vorteilhaft erreicht, dass der Benutzer auf Grund des großen Hebels ein
besonders großes Drehmoment auf das zu schneidende Lebensmittelgut ausüben kann. Dies
insbesondere dann, wenn das Lebensmittelgut selbst einen kleinen Durchmesser aufweist.
[0028] Der Schneidguthalter kann in vorteilhafter Weise im Wesentlichen scheibenförmig,
insbesondere kreisscheibenförmig, ausgebildet sein. Die Dornen können bei einer scheibenförmigen
Ausbildung, insbesondere senkrecht, von der Kreisscheibe abstehend angeordnet sein.
[0029] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführung ist der Schneidguthalter als Deckel
für die Ausgabeöffnung ausgebildet. Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein,
dass der Schneidguthalter mittels einer Rastverbindung oder mittels einer Bajonettverbindung
an dem Halteteil, insbesondere werkzeuglos wieder lösbar, festlegbar ist. Hierbei
kann insbesondere vorgesehen sein, dass der als Deckel ausgebildete Schneidguthalter
die Ausgabeöffnung vollständig abdeckt, wenn er an dem Halteteil festgelegt ist.
[0030] Das Halteteil weist bei einer besonderen Ausführung im Bereich der Ausgabeöffnung
ein Außengewinde auf, das dazu bestimmt ist, mit einem Innengewinde des als Deckel
verwendbaren Schneidguthalters zusammen zu wirken.
[0031] In analoger Weise kann das Halteteil alternativ im Bereich der Schneideinsatzaufnahme
ein Außengewinde aufweisen, das mit einem Innengewinde des Schneideinsatzes zusammenwirkt,
um den Schneideinsatz, insbesondere werkzeugfrei wieder lösbar, in der Schneideinsatzaufnahme
festlegen zu können.
[0032] Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung weist das Halteteil zwei identische
Öffnungen auf, die so ausgebildet sind, dass jede der Öffnungen entweder als Ausgabeöffnung
oder als Öffnung zum Einführen eines Schneideinsatzes fungieren kann. Bei einer solchen
Ausführung kann vorteilhaft auch vorgesehen sein, dass das Halteteil im Bereich der
Öffnungen gleiche Außengewinde aufweist, so dass ein Festlegen eines Schneideinsatzes
oder des Schneidguthalters im Bereich jeder der Öffnungen ermöglichst ist.
[0033] Natürlich ist es alternativ auch möglich, dass das Halteteil zum Festlegen des Schneideinsatzes
und/oder des Schneidguthalters ein Innengewinde aufweist, während der Schneideinsatz
und/oder Schneidguthalter ein Außengewinde aufweisen.
[0034] Anstelle einer, insbesondere bajonettartigen, Gewindeverbindung kann alternativ oder
zusätzlich auch eine Rastverbindung und/oder eine Steckverbindung vorgesehen sein.
[0035] Von besonderem Vorteil ist ein Lebensmittelverarbeitungssystem, das ein erfindungsgemäßes
Schneidsystem und einem Stempel, der anstelle eines Schneideinsatzes, insbesondere
formschlüssig, in das Halteteil einführbar ist, sowie eine Schneidscheibe, die an
dem Halteteil, insbesondere werkzeugfrei wieder lösbar, festlegbar ist, aufweist.
Ein solches Lebensmittelverarbeitungssystem hat den besonderen Vorteil, dass es wahlweise
zum Schneiden von Lebensmitteln in spiralförmige Girlanden oder als Reibe verwendet
werden kann.
[0036] Bei einer besonderen Ausführung kann die Schneidscheibe im Bereich der Ausgabeöffnung
an dem Halteteil, insbesondere werkzeugfrei wieder lösbar, festgelegt werden. Vorzugsweise
wird die Schneidscheibe derart an der Ausgabeöffnung festgelegt, dass sie die gesamte
Ausgabeöffnung vollständig abdeckt.
[0037] Die Schneidscheibe kann, insbesondere drehfest, beispielsweise mittels einer Rastverbindung
oder mittels einer Bajonettverbindung oder einer Steckverbindung an dem Halteteil
festlegbar sein. Beispielsweise kann das Halteteil ein Außengewinde aufweisen, das
mit einer Überwurfmutter, die ein Innengewinde aufweist, zusammenwirkt, wobei die
jeweils zu verwendende Schneidscheibe zwischen der Stirnseite des Halteteils und der
Überwurfmutter eingeklemmt wird. Insbesondere können Ausnehmung und Vorsprünge in
der Schneidscheibe und dem Halteteil vorhanden sein, die ein Verdrehen der Schneidscheibe
relativ zum Halteteil während des reibenartigen Schneidvorgangs verhindern.
[0038] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführung ist die Schneidscheibe mittels einer
Rastverbindung oder mittels einer Bajonettverbindung oder einer Steckverbindung an
dem Halteteil festlegbar, die identisch aufgebaut ist, wie eine Rastverbindung oder
eine Bajonettverbindung oder eine Steckverbindung, mittels der ein Schneideinsatz
und/oder ein Schneidguthalter an dem Halteteil festlegbar ist. Auf diese Weise ist
es möglich, schnell und effizient die unterschiedlichen Bauteile gegeneinander auszutauschen.
[0039] Bei einer vorteilhaften Ausführung kann der Stempel durch eine Aufnahmeöffnung der
Schneideinsatzaufnahme in das Halteteil eingeführt und in dem Halteteil rotiert werden.
Der Stempel weist wenigstens ein Mitnehmelement auf, das gewährleistet, dass eine
Rotationsbewegung des in das Halteteil eingeführten Stempels auf das zuvor in das
Halteteil eingeführte Lebensmittelgut übertragen wird, was letztlich zu einer Relativbewegung
des Lebensmittelgutes relativ zu der drehfest mit dem Halteteil verbundenen Schneidscheibe
führt. Mit Hilfe des Stempels kann das zu zerreibende Lebensmittelgut relativ zur
Schneidscheibe rotiert werden und gleichzeitig an die Schneidscheibe angedrückt werden.
Das Mitnehmelement kann beispielsweise als Vorsprung oder als Nut oder eines hervorstehende
Spitze ausgebildet sein. Insbesondere kann das Mitnehmelement als eine radial durch
die Mitte verlaufende, insbesondere im Querschnitt v-förmige, Nut ausgebildet sein.
Es ist auch möglich, dass der Stempel mehrere, insbesondere auch mehrere unterschiedliche,
Mitnehmelemente aufweist.
[0040] Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung weist das Lebensmittelverarbeitungssystem
mehrere unterschiedliche Schneidscheiben auf, von denen jeweils eine in einer Arbeitsposition
an dem Halteteil festlegbar ist. Eine derartige Ausführung hat den Vorteil, dass der
Benutzer die für die aktuelle Anwendung passende Schneidscheibe auswählen und verwenden
kann.
[0041] Insbesondere kann der Stempel vorteilhaft als Aufbewahrungsbehälter für mehrere,
insbesondere mehrere unterschiedliche, Schneidscheiben ausgebildet sein. Eine solche
Ausführung hat den besonderen Vorteil, dass die Gefahr des Verlorengehens von Schneidscheiben
verringert ist.
[0042] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielhaft und schematisch dargestellt
und wird anhand der Figuren nachfolgend beschrieben, wobei gleiche oder gleich wirkende
Elemente zumeist mit denselben Bezugszeichen versehen sind. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Schneidsystems,
- Fig. 2
- das Schneidsystem mit eingesetztem Schneideinsatz,
- Fig. 3
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines Schneideinsatzes in der Draufsicht,
- Fig. 4
- das erste Ausführungsbeispiel eines Schneideinsatz in einer Seitenansicht,
- Fig. 5
- das erste Ausführungsbeispiel eines Schneideinsatzes in einer perspektivischen Darstellung,
- Fig. 6
- ein zweites Ausführungsbeispiel eines Schneideinsatzes in einer perspektivischen Darstellung,
- Fig. 7
- ein drittes Ausführungsbeispiel eines Schneideinsatzes in einer perspektivischen Darstellung,
- Fig. 8
- ein viertes Ausführungsbeispiel eines Schneideinsatzes in einer perspektivischen Darstellung,
- Fig. 9
- in einer Explosionsdarstellung eine Detailansicht mit den zur Verwendung als Reibe
notwendigen Elementen eines erfindungsgemäßen Lebensmittelzerkleinerungssystems, und
- Fig. 10
- eine weitere Detailansicht eines erfindungsgemäßen Lebensmittelzerkleinerungssystems
in Funktionsstellung.
[0043] Figur 1 zeigt eine Detailansicht eines erfindungsgemäßen Schneidsystems. Das Schneidsystem
weist ein Halteteil 1 auf, das eine Schneideinsatzaufnahme 2 bereitstellt. In die
Schneideinsatzaufnahme 2 kann ein Schneideinsatz 3, wie er beispielsweise in den Figuren
3 bis 8 dargestellt ist, eingesetzt werden. Hierzu weist das Halteteil 1, das im Wesentlichen
kreiszylinderförmig aufgebaut ist, endseitig ein Außengewinde 4 auf, das mit einem
Innengewinde 5 eines der Schneideinsätze 3 zusammenwirken kann. Der Benutzer kann
frei entscheiden, welchen von mehreren Schneideinsätzen 3 er verwenden möchte und
hat damit die Möglichkeit, beispielsweise unterschiedlich breite und/oder unterschiedlich
dicke spiralförmige Girlanden zu schneiden und/oder den Schneideinsatz 3 entsprechend
der Größe oder der Beschaffenheit des zu schneidenden Lebensmittelgutes auszuwählen.
[0044] An dem der Schneideinsatzaufnahme 2 gegenüberliegenden Ende weist das Halteteil 1
eine Ausgabeöffnung 6 (siehe insb. Figuren 2 und 9) auf, die mittels eines Schneidguthalters
7, der zusätzlich auch als Deckel für die Ausgabeöffnung ausgebildet ist, verschlossen
werden kann.
[0045] Wie Figur 2 zeigt, weist das Halteteil 1 auch im Bereich seiner Ausgabeöffnung 6
ebenfalls ein bajonettartiges Außengewinde 4 auf, das mit einem bajonettartigen Innengewinde
5 des Schneidguthalters 7 zusammenwirkt, wenn der Schneidguthalter 7 auf die Ausgabeöffnung
6 aufgesetzt ist.
[0046] Die Möglichkeit, den Schneidguthalter 7 an der Ausgabeöffnung 6 befestigen zu können
hat den ganz besonderen Vorteil, dass der Schneidguthalter 7 unmittelbar am Halteteil
1 aufbewahrt werden kann und beim Lagern des Lebensmittelzerkleinerungssystems nicht
versehentlich verloren gehen kann.
[0047] Der Schneidguthalter 7 weist senkrecht abstehende Dorne 8 auf, die dazu bestimmt
sind, in das zu verarbeitende Lebensmittelgut axial eingestochen zu werden, so dass
das Lebessmittelgut mit Hilfe des Schneidguthalters 7 sicher und zuverlässig in dem
Aufnahmeraum 9 des Schneideinsatzes 3 rotiert werden kann.
[0048] Figur 3 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines Schneideinsatzes 3 in der Draufsicht
in axialer Richtung. Der Schneideinsatz 3 weist einen kegelförmigen Aufnahmeraum 9
auf, in den ein Lebensmittelgut, wie beispielsweise die Spitze einer Gurke, einer
Möhre oder eines Rettich, eingeführt werden kann. In den Aufnahmeraum 9 ragt eine
Schneidklinge 10, die von dem in den Aufnahmeraum 9 rotierenden Lebensmittelgut gleichzeitig
mehrere spiralförmige Girlanden spanend abtrennt. Das gleichzeitige Abtrennen mehrerer
spiralförmiger Girlanden ist dadurch erreicht, dass der Schneideinsatz 3 weitere Schneidklingen
11 aufweist, die ebenfalls in den Aufnahmeraum 9 ragen und die senkrecht zur Schneidklinge
10 angeordnet sind. Diese weiteren Schneidklingen 11 fungieren als Julienne-Messer,
die die mittels der Schneidklinge 10 abzutrennende Schicht in mehrere Streifen schneidet.
[0049] Figur 4 zeigt den bereits in Figur 9 dargestellten Schneideinsatz 3 in einer Seitenansicht.
Es ist zu erkennen, dass der Schneideinsatz 3 einen Griffabschnitt 12 aufweist, an
dem der Schneideinsatz 3 zum Einsetzen in die Schneidteilaufnahme 2 des Halteteils
1 gehalten werden kann. Nach dem Einsetzen des Schneideinsatzes 3 ist dieses vorzugsweise
drehfest in dem Halteteil 1 gehalten. Der Schneideinsatz 3 weist im Bereich der Schneidklinge
10 und der weiteren Schneidklingen 11 eine Schlitzöffnung 13 auf, durch die hindurch
die spiralförmigen Girlanden aus dem Aufnahmeraum 9 austreten können.
[0050] Figur 5 zeigt den bereits in den Figuren 3 und 4 dargestellten Schneideinsatz 3 in
einer perspektivischen Darstellung. Der Schneideinsatz 3 weist im Bereich seines Griffabschnittes
12 einen umlaufenden Kragen mit einem bajonettartigen Innengewinde 5 auf, das dazu
bestimmt ist, mit einem der Außengewinde 4 des Halteteils 1 zusammen zu wirken.
[0051] Figur 6 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines Schneideinsatzes 3, der sich
von dem in den Figuren 3 bis 5 dargestellten Ausführungsbeispiel dadurch unterscheidet,
dass der Abstand der weiteren Schneidklingen 11 voneinander größer ist, so dass bei
Verwendung dieses Schneideinsatzes breitere spiralförmige Girlanden entstehen. Hinsichtlich
des Griffteils 12 und hinsichtlich des bajonettartigen Innengewindes 5 ist der in
Figur 6 gezeigte Schneideinsatz identisch aufgebaut, wie der in den Figuren 3 bis
5 gezeigte Schneideinsatz 3, was gewährleistet, dass der Benutzer die unterschiedlichen
Schneideinsätze 3 in identischer Weise an dem Halteteil 1 festlegen und wieder lösen
kann.
[0052] Figur 7 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel eines Schneideinsatzes 3, der keine
weiteren Schneidklingen 11 (Julienne-Messer) aufweist. Bei Verwendung dieses dritten
Ausführungsbeispiels eines Schneideinsatzes 3 werden besonders breite spiralförmige
Girlanden geschnitten.
[0053] Figur 8 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel eines Schneideinsatzes 3, der einen
Aufnahmeraum 9 mit kleinerem Eingangsdurchmesser und verringertem Kegelwinkel aufweist.
Dieser Schneideinsatz 3 kann insbesondere dazu verwendet werden, von im Durchmesser
dünnen Lebensmitteln gleichzeitig eine Vielzahl von spiralförmige Girlanden abzutrennen.
[0054] Fig. 9 zeigt in einer Explosionsdarstellung eine Detailansicht mit den zur Verwendung
als Reibe notwendigen Elementen eines erfindungsgemäßen Lebensmittelzerkleinerungssystems,
während Fig. 10 das Lebensmittelzerkleinerungssystem in Reib-Funktionsstellung zeigt.
[0055] Das Lebensmittelverarbeitungssystem beinhaltet das Halteteil 1 und einen Stempel
14, der anstelle eines Schneideinsatzes 3, insbesondere formschlüssig, in das Halteteil
1 einführbar ist, sowie eine Schneidscheibe 15, die an dem Halteteil 1, insbesondere
werkzeugfrei wieder lösbar, festlegbar ist.
[0056] Die Schneidscheibe 15 wird im Bereich der Ausgabeöffnung 6 an dem Halteteil 1 derart
festgelegt, dass die die gesamte Ausgabeöffnung 6 vollständig abdeckt ist. Die Schneidscheibe
15 wird mittels einer Überwurfmutter 16 an dem Halteteil 1 festgelegt. Hierbei wird
das Außengewinde 4 des Halteteils, das mit einem Innengewinde 5 der Überwurfmutter
16 zusammenwirkt, verwendet, wobei die jeweils zu verwendende Schneidscheibe 15 zwischen
der Stirnseite des Halteteils 1 und der Überwurfmutter 16 eingeklemmt wird. Insbesondere
können Ausnehmung und Vorsprünge in der Schneidscheibe 15 und dem Halteteil 1 vorhanden
sein, die ein Verdrehen der Schneidscheibe 15 relativ zum Halteteil 1 während des
Schneidvorganges verhindern. Um zu verhindern, dass, insbesondere nach Gebrauch, ungewollt
restliches Reibgut aus der Ausgabeöffnung 6 austritt, ist eine Abdeckung 17 vorhanden,
die auf die Überwurfmutter 16 aufgesteckt werden kann.
[0057] Nachdem eine Schneidscheibe 15 an dem Halteteil wie beschrieben befestigt wurde,
kann das zu reibende Lebensmittelgut durch die der Ausgabeöffnung 6 gegenüberliegende
Öffnung des Halteteils 1, nämlich die Aufnahmeöffnung der Schneideinsatzaufnahme,
eingefüllt werden. Anschließend wird der Stempel 14 durch eine Aufnahmeöffnung der
Schneideinsatzaufnahme in das Halteteil 1 so weit eingeführt, bis er das eingefüllte
Lebensmittelgut erreicht. Der Reibvorgang kann nun beginnen. Hierzu wird das Lebensmittelgut
mittels des Stempels 14 gegen die Schneidscheibe 15 gedrückt und durch Rotieren des
Stempels 14 relativ zu dem Halteteil 1 und der Schneidscheibe 15 rotiert. Die Schneidscheibe
weist eine Vielzahl von Schneiden auf, die kleine Stücke des Lebensmittelgutes abtrennen,
die anschließend durch die Ausgabeöffnung 6 fallen.
[0058] Der Stempel 14 weist wenigstens ein (nicht dargestelltes) Mitnehmelement auf, das
gewährleistet, dass eine Rotationsbewegung des Stempels 14 auf das zuvor in das Halteteil
1 eingeführte Lebensmittelgut übertragen wird.
[0059] Das Lebensmittelverarbeitungssystem weist mehrere unterschiedliche, Schneidscheiben
15 auf, von denen jeweils eine in einer Arbeitsposition an dem Halteteil 1 festlegbar
ist. Der Stempel 14 ist als Aufbewahrungsbehälter für die mehreren Schneidscheiben
15 ausgebildet. Nachdem ein Stempeldeckel 18 gelöst wurde, können die mehreren Schneidscheiben
15 dem Stempel 14 entnommen werden.
Bezugszeichenliste:
[0060]
- 1
- Halteteil
- 2
- Schneideinsatzaufnahme
- 3
- Schneideinsatz
- 4
- Außengewinde
- 5
- Innengewinde
- 6
- Ausgabeöffnung
- 7
- Schneidguthalter
- 8
- Dorne
- 9
- Aufnahmeraum
- 10
- Schneidklinge
- 11
- Weitere Schneidklingen
- 12
- Griffabschnitt
- 13
- Schlitzöffnung
- 14
- Stempel
- 15
- Schneidscheibe
- 16
- Überwurfmutter
- 17
- Abdeckung
- 18
- Stempeldeckel
1. Schneidsystem zum Schneiden von Obst oder Gemüse in spiralförmige Girlanden, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidsystem mehrere unterschiedliche Schneideinsätze (3) und ein Halteteil
(1) mit einer Schneideinsatzaufnahme (2) und mit einer Ausgabeöffnung (6) zum Ausgeben
der spiralförmigen Girlanden aufweist, wobei in der Schneideinsatzaufnahme (2) wahlweise
einer der Schneideinsätze (3), insbesondere werkzeugfrei wieder lösbar, festlegbar
ist.
2. Schneidsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. das Halteteil (1) einen Griffabschnitt (12) aufweist und/oder dass
b. das Halteteil (1) dazu ausgebildet ist, in einer Hand, insbesondere ausschließlich
einer Hand, gehalten zu werden und/oder dass
c. das Halteteil (1) dazu ausgebildet ist, bei seiner Benutzung ausschließlich in
einer Hand derart gehalten zu werden, dass der Benutzer mit seiner anderen Hand das
Schneidgut relativ zu dem Schneideinsatz (3) rotieren kann.
3. Schneidsystem nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. das Halteteil (1) kreiszylinderförmig ausgebildet ist und/oder dass
b. das Halteteil (1) länglich ausgebildet ist und/oder dass
c. das Halteteil (1) rohrförmig ausgebildet ist und/oder dass
d. die Schneideinsatzaufnahme (2) und die Ausgabeöffnung (6) an gegenüberliegenden
Enden des Halteteils (1) angeordnet sind.
4. Schneidsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. jeder Schneideinsatz einen, insbesondere kegelförmigen, Aufnahmeraum zum Einführen
von Lebensmittelgut aufweist, in dem das Lebensmittelgut rotierbar ist, oder dass
b. jeder Schneideinsatz jeweils einen, insbesondere kegelförmigen, Aufnahmeraum zum
Einführen von Lebensmittelgut aufweist, an dessen Wandung eine Schneidklinge (10)
angeordnet ist, oder dass
c. jeder Schneideinsatz einen, insbesondere kegelförmigen, Aufnahmeraum zum Einführen
von Lebensmittelgut aufweist, in dem das Lebensmittelgut rotierbar ist, an dessen
Wandung eine Schneidklinge (10) angeordnet ist, wobei eine Schneide der Schneidklinge
(10) in den Aufnahmeraum (9) ragt und/oder wobei die Schneidklinge (10) derart angeordnet
ist, dass sie von einem in dem Aufnahmeraum (9) rotierenden Lebensmittelgut eine Schicht
abtrennt.
5. Schneidsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Schneideinsatz (3) derart ausgebildet ist, dass er von einem in dem
Aufnahmeraum (9) in Uhrzeigerrichtung rotierenden Lebensmittelgut eine Schicht einer
ersten Dicke abtrennt, und dass er von einem in dem Aufnahmeraum (9) entgegen der
Uhrzeigerrichtung rotierenden Lebensmittelgut eine Schicht einer zweiten Dicke, die
von der ersten Dicke verschieden ist, abtrennt.
6. Schneidsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. wenigstens ein Schneideinsatz (3) eine Pendelklinge mit zwei Schneiden aufweist,
und/oder dass
b. wenigstens ein Schneideinsatz (3) eine Pendelklinge mit zwei Schneiden für unterschiedliche
Schneiddicken aufweist, und/oder dass
c. wenigstens ein Schneideinsatz (3) eine Pendelklinge mit zwei Schneiden aufweist,
von denen - insbesondere automatisch - jeweils eine in Abhängigkeit von der Rotationsrichtung
des zu zerkleinerndem Lebensmittelgutes in das Lebensmittelgut schneidet.
7. Schneidsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. wenigstens ein Schneideinsatz (3) dazu ausgebildet ist, gleichzeitig mehrere spiralförmige
Girlanden von einem Lebensmittelgut abzutrennen und/oder dass
b. wenigstens ein Schneideinsatz (3) eine Schneideinrichtung aufweist, die die abzutrennende
Schicht oder die bereits abgetrennte Schicht in mehrere zueinander parallele Streifen
zerteilt, und/oder dass
c. wenigstens ein Schneideinsatz (3) eine Schneidklinge (10), die eine Schicht von
dem Schneidgut abtrennt, und eine Schneideinrichtung, die zu der Schneidklinge (10)
senkrecht angeordnete weitere Schneidklingen (11) hat, aufweist.
8. Schneidsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. einer der Schneideinsätze (3) eine andere Größe aufweist, als ein anderer der Schneideinsätze
(3), und/oder dass
b. der Aufnahmeraum (9) eines der Schneideinsätze (3) einen anderen Kegelwinkel aufweist
als der Aufnahmeraum (9) eines anderen der Schneideinsätze (3) und/oder dass
c. der Aufnahmeraum (9) eines der Schneideinsätze (3) eine andere Größe aufweist als
der Aufnahmeraum (9) eines anderen der Schneideinsätze (3) und/oder dass
d. der Aufnahmeraum (9) eines der Schneideinsätze (3) eine andere Einführtiefe aufweist
als der Aufnahmeraum (9) eines anderen der Schneideinsätze (3) und/oder dass
e. der Aufnahmeraum (9) eines der Schneideinsätze (3) eine andere Breite aufweist
als der Aufnahmeraum (9) eines anderen der Schneideinsätze(3).
9. Schneidsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schneideinsatz (3) mittels einer Rastverbindung und/oder mit einer Bajonettverbindung
oder einer Steckverbindung an dem Halteteil (1), insbesondere werkzeugfrei wieder
lösbar, festlegbar ist.
10. Schneidsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
gekennzeichnet durch
a. einen Schneidguthalter (7) oder durch
b. einen Schneidguthalter (7), der im Wesentlichen scheibenförmig, insbesondere kreisscheibenförmig,
ausgebildet ist und/oder dass der Schneidguthalter (7) Dorne (8) aufweist.
11. Schneidsystem nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. der Schneidguthalter (7) als Deckel für die Ausgabeöffnung (6) ausgebildet ist
und/oder dass
b. der Schneidguthalter (7) mittels einer Rastverbindung oder mittels einer Bajonettverbindung
oder mittels einer Steckverbindung an dem Halteteil (1), insbesondere werkzeuglos
wieder lösbar, festlegbar ist und/oder dass
c. der Schneidguthalter (7) mittels einer Rastverbindung oder mittels einer Bajonettverbindung
oder mittels einer Steckverbindung die Ausgabeöffnung vollständig abdeckend an dem
Halteteil (1), insbesondere werkzeuglos wieder lösbar, festlegbar ist und/oder dass
d. der Schneidguthalter (7) mittels einer Rastverbindung oder mittels einer Bajonettverbindung
oder mittels einer Steckverbindung an dem Halteteil (1) festlegbar ist, die identisch
aufgebaut ist, wie eine Rastverbindung oder eine Bajonettverbindung oder eine Steckverbindung,
mittels der ein Schneideinsatz an dem Halteteil (1) festlegbar ist.
12. Schneideinsatz (3) für ein Schneidsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 11.
13. Lebensmittelverarbeitungssystem mit einem Schneidsystem nach einem der Ansprüche 1
bis 11 und mit einem Stempel (14), der anstelle eines Schneideinsatzes (3), insbesondere
formschlüssig, in das Halteteil einführbar ist, und mit einer Schneidscheibe (15),
die an dem Halteteil (1), insbesondere werkzeugfrei wieder lösbar, festlegbar ist.
14. Lebensmittelverarbeitungssystem nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. der Stempel (14) durch eine Aufnahmeöffnung der Schneideinsatzaufnahme (2) in das
Halteteil (1) einführbar ist, oder dass
b. der Stempel (14) durch eine Aufnahmeöffnung der Schneideinsatzaufnahme (2) in das
Halteteil (1) einführbar und in dem Halteteil (1) rotierbar ist.
15. Lebensmittelverarbeitungssystem nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. die Schneidscheibe (15) im Bereich der Ausgabeöffnung an dem Halteteil (1), insbesondere
werkzeugfrei wieder lösbar, festlegbar ist, und/oder dass
b. die Schneidscheibe (15) die Ausgabeöffnung vollständig abdeckend an dem Halteteil
(1), insbesondere werkzeugfrei wieder lösbar, festlegbar ist, und/oder dass
c. die Schneidscheibe (15) mittels einer Rastverbindung oder mittels einer Bajonettverbindung
oder mittels einer Steckverbindung an dem Halteteil (1) festlegbar ist, die identisch
aufgebaut ist, wie eine Rastverbindung oder eine Bajonettverbindung oder eine Steckverbindung,
mittels der ein Schneideinsatz (3) und/oder ein Schneidguthalter (7) an dem Halteteil
(1) festlegbar ist, und/oder dass
d. das Lebensmittelverarbeitungssystem mehrere unterschiedliche Schneidscheiben (15)
aufweist, von denen jeweils eine in einer Arbeitsposition an dem Halteteil (1) festlegbar
ist, und/oder dass
e. der Stempel (14) als Aufbewahrungsbehälter für mehrere, insbesondere mehrere unterschiedliche,
Schneidscheiben (15) ausgebildet ist.